1841 / 107 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

bringen, bemerken wir zugleich, daß b brinzenellern bereits zugesendet worden 8 2₰ die betreffenden Anzeigen und

behalten wir uns weitere Mitthilung vor. Direct

stelle des Vereins.“

Dauer der Eisenbahn⸗Fahrten an

ahr 1838 ausgesetzten Preise, über deren vollständige Er n;

Großherzogl. Badischen landwirthschaftlichen

eide Preise den be⸗ A us vaArt;

n sind. Wegen der

Aktenstücke mangeln, son der Central

——

111

Linsl. 5 ¼

7 itdauer Abgan Hen Zei von Berlin.

St. M. Potsdam

Oesterr. 5 %, Met. 1007 10 941/ 1 8

24 ⅛% G. Uauk-Act. 1981 90 Fl. 135 ¾l. 135 h

g Seitdauer

St. M.

Um s Uhr Morgens.

Nachmitt.. 1 12 ½ » Abends.... 1 41 . 10 8 .“ 24 10 Aben

Meteorologische Beobachtun 1841. Morgens Nachmittags Abends 15. April. 6 Uhr. V 2 Uhr. 10 Uhr.

Um 6 Uhr Morgens . 406

.„ 11 » Vormitt... 9z Vormitt. 8 Nachmitt. .

5 %. Span. L91 .

8I

gen. Noch einmaliger Beobachtung.

Petersb Lond. 3 Met. 38 ¼2.

338,72 „Par. 327 04Par. 335,12 ,par. A + 45 ° . + 11,90 R. + 7,4° R. Fl + 32° A. + 8,10 R. 4. 5,1 ° R. B. 82 vCt. 76 pCt. 83 pCt. 5 neblig. bezogen. halbheiter. N. NDO. SD.

228,8

Luftdruck uüuftwarmie Fhaupunkt unstsättigung

Tagesmittel: 336,96“Par. + 7,90 R... + 5,50b

IESlIin r Den 16. April 1841.

SSED. Woͤrmewechfel + 12,20

II8

uellwärme 6,40 R. ustwarme 5,9 0 R. odenwaorme 5,8 0 R.

Ainigliiche Sonnabend, 17. April.

ledünstung 0,024 Rh. Verein von Bagnéres de Big

iederschlag 0 ederschlag Besten der armen Hirten des

R.. 80 vGt. SO

Chant national de la montagne. 4)

Fr. Cour.

Hrlet Geld. 85*

r. Cour.

Actlen. Brl. Potz. Klzenb. 5⁵

St. Schuld-Seh. 4 1031] 129 1035 12 Pr. Eugl. 0 bl. 20. 4 101 100 1 Prum. Sch. der

Seecehaudlaung. 825

8 Mg&d. Lpz. Eizenb Kurm. Schuldv. 24 1017⁄¼

5

2

101³ [do. do. Prior. Aet. 4 Neum. Schuldv. 24 10177 Herl. Anh. Eizenb. Berl. Stadt-Obl. 4 103 103 d0. do. Prlor-Aet. 4 Elbiuger do. 24 )100 Düss. Elh. Eis. * Danz. do. in Th 48 0. do- Prior. Act.2 Weztp Pfandbr. 21 101% Grofsh. Pos. do. 4 105 1% sGold al marco

0 tpr. Pfandbr. 24 101 ¼ Ifrdledrlchad'or Pouun. do. 21 9103 102% [And. Goldmnn Kur- u. Neum. do. 21 9103 . 8 ren à 5 Th. Schlesiache do. 24 102 2 [Uisconto

do. do. Prior. Act.

Ürief. Geld populaire du mnidi

126 1253 4

101 ¾

113 ¼ 112 ¾ 53

102 1

107 %Xi% 106 %

tannards.

10³ des 40 chanteurs Montagnards a

zu haben. Zum Schluß: Der

Amsterdam, 11. April. Niederl. wirkl. Schuld 51 . 5 % do. —. Kanz-Bill. 23 %⅔.

50 „Loose zu 100 Fl. 97 82 ¾l G. do. 4 %, Anl. 101 ⅛¾. 101 ¼. Poln. Loose 72. 71 %¼.

kizen bahn-Actien. St. Germain 710 G. tes Ufer 385 G. do. linkes 265 G. München-Augsburg 86 ½ G. Strafs- burg- Basel 245 Br. Leipzig-lD)resden 99 ¾ Br.

Hamburg, 14. April. Bank-Actien 1660 G. Engl Kuns. 107

2 Hamb. 34 ¾. Paris —. 200 Fl. 67 . do 500 Fl. 75 ³

Verein, im 9ten Jahre seiner Stiftung, wird durch 40 Berg⸗ sänger ein großes Pastoral und National⸗Konzert geben. 1. Abth.: 1) Marsch, ausgefuͤhrt von dem Orchester. 2) Sen

Couneches ma Bergéres Pastorale béarnaiseé.

5) Le Canigon, Rondo Montagnard, avec accompagnement de Cas- tagnettes. 6) La Toulousaine, ou sa retraite des Montagnards, Chant 7) Marche de retraite, exécutée pan les 40 Mon-

11. Abth.: 1) Marsch, ausgefuͤhrt von dem Orchester. 2)

mule du contrebandier, Boléro national, avee Castagnettes. paut sus las Montagnes, nocturne Montagnard favori avec Solo de 102 ½¶ Soprano. 4) Andante, ausgefuͤhrt von dem Orchester. 5) Lenfant 98 de la montagne Rondo miilitaire

vortie par les 40 Montagnards, Marches et evolutions chantantes ete. Die Bergsaͤnger werden im National⸗Kostuͤm ihres Landes auftreten, unter Vortragung der heiligen Fahne. Der Deutsche und Franzoͤsische Text ist an der Kasse 25 Sgr.

454

ige Börse

I1““

Schauspiel

4 8 Aprül. 9 und Herr Erl, vom K. K. Hof⸗Operntheater zu Wien: e

Neue Anl. 20 G

13. April. Fuͤrsten. Hi G. 4 % 98 ¼ G. 2 ½ % 55 ql½ G. 1979. Partial- Obl. Loose zu Preuss. Prüm.

21 ½ % Holl. 50 5⁄11. 50 ¼.

Versailles rech- Sonna

Köln- Aachen 93 G. in 3 Akten,

Opernsaͤnger urg, 6. April. Herrn Wild U'oln.

do. 200 Fl. 27 ½

Schauspiele.

Im Opernhause: Der Gesang⸗ orre in den Pyrenaͤen, ein zum 7 Pf.; große Thales errichteter Wohlthäͤtigkeits⸗

Eingegangen Zu Wa

186 3) La Bagnéraise, 1““ Andante, ausgefuͤhrt vom Orchester. 6 Pf., auch

1374 Wispel

3) La

.6) Hymne à la Paix, hommage

Pallemagne. 7) Pas redoublés de

Baͤr und der Bassa.

Sonntag, 18. April.

Montag, 19. April.

Koͤnigsstaͤdtisches

6 Sonntag, 1§. April. Montag, Oper in 3 Akten. Musik von Rossini

2 Sgr. 6 Pf. und 1 Rthlr. 27 Sgr.

In Potsdam: Zum Erstenmale: Ein Wort des Fuͤrsten,

in 5 Abth., von A. P.

Prinzessin und Robert, als Gastrollen.) 8 Im Schauspielhause: Frankfurt a. M.,

: Zum Erstenmale: erauf: Der Ehestifter.

Theater. April. Der Talisman. Nestroy. Musik von A. Muͤller. Der Talisman. Wilhelm Tell. K. (Herr Wild,

bend, 17

von J 19. April.

zu Wien: Arnold, als Gast.) in dieser Oper.)

Im Opernhause: Robert der T Oper in 5 Abth., mit Ballets. Musik von J. Meyerbeer. 9

Ein Wort des Im Schauspielhause: Friedrich August

in Madrid, Schauspiel in 5 Abth., von Carl Blum. (Madame Peroni⸗Glaßbrenner: Isabella, als Gastrolle.)

Posse mit Gesang

Heroisch⸗romantische (Letztes Auftreten des

Markt⸗Preise vom Getraide. Berlin, den 15. April 1841.

Zu Lande: Roggen 1 Rthlr. 12 Sgr., auch 1 Rthlr. 11 Sgr. Gerste 1 Rthlr., auch 28 Sgr. 9 Pf.; Hafer 1 Rthlr. 1 Sgr. 3 Pf., auch 26 Sgr. 11 Pf.; Erbsen 1 Rthlr. 16 Sgr. 3 Pf.

sind 64 Wispel.

sser: Weizen (weißer) 2 Rthlr. 5 Sgr., auch 2 Rthlr. 6 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 11 Sgr. 1 Rthlr. 10 Sgr.; große Gerste 28 Sgr. 9 Pf.; kleine Gerste 27 Sgr. 6 Pf.; Hafer 27 Sgr. 6 Pf.; Erbsen 1 Rthlr. 17 Sgr. Eingegangen sind

1 Rthlr. 10 Sgr. (schlechte Sorte). 6 Scheffel. Mittwoch, den 14. April 1841.

Das Schock Stroh 9 Rthlr. 25 Sgr., auch 8 Rthlr. 15 Sgr. Der Centner Heu 1 Rthlr. 10 Sgr., auch 1 Rthlr.

Branntwein⸗Preise vom 9. bis incl. 15. April 1841.

Das Faß von 200 Drt., nach Tralles 54 pCt., nach Richter 40 pCt., gegen baare Zahlung und sofortige Ablüeferung, nach Angabe: Kar⸗ toffel Branntwein 19 Rthlr., auch 18 Rthlr. 15 Sgr.

Kartoffel⸗Preise.

Der Scheffel Kartoffeln 20 Sgr., auch 15 Sgr.

Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W Zinkeisen

y/ʒ—BB6Bf

Gedruckt bei A. W. Hayn.

chungen.

Bekanntma

Valentin Levyschen Masse hiermit auf, sich binnen 20 Tagen, von gegenwärtiger Bekanntmachung an ge⸗

Es wird hierdurch bekannt gemacht, daß die Kredit.e rechnet, an unterzeichnete in Kalisch wohnende Kura

Masse des am 29. Juli 1837 hierselbst verstorbenen toren zu melden und ihre an

In Ludwig Förster's artist. Anstalt in Wien

ist erschienen und in der Gropius'schen Buch⸗ u. einzelna5

Kunsthandlung in Berlin, Königl. Baun⸗

Professors )r. Adoldh Schmolck im Wege des abge⸗ rechtsame durch Beibringung von Belägen nachzuweisen. Buch⸗ u. Kunsthandlungen, zu haben:

kürzten Konkurs⸗Verfahrens vertheilt werden soll. Die

halb noch binnen 2 Wochen zu melden und die Rich

e Zur Erörterung und Anerkennung der

tigkeit ihrer Ansprüche nachzuweisen, widrigenfalls auf mächtigte vor dem Herrn Tribunals⸗Rath Lebsniewski⸗

sie bei der Vertheilung der Masse keine weitere Rück⸗ als Kommissarius der Levvschen Masse, im Audienz

sicht genommen werden wird. Berlin, den 5. April 1841. Königl. Preuß. Kammergericht.

Berlin⸗Frankfurter Eisenbahn. Die für unsere Bahn nothwendigen Bruckenbauten nämlich: eine Brücke über die Wuhle bei Kopenick eine Pfahlstellung über das Alt⸗Landsberger Fließ und die daran gränzenden sumpfigen Wiesen; eine Brücke über das Rahnsdorfer Mühlen⸗Fließ eine dergleichen über den Flaaken bei Erkner, eine Sumpf⸗Uleberbrückung bei Erkner und eine Brücke über das Briesener Mühlen⸗Fließ und die daran gränzenden Wiesen, sollen an den Mindestfordernden in Entreprise gegeben werden.

Die Zeichnungen, Modelle, Anschläge und Bedin⸗ gungen sind in unserem technischen Büreau, Krauts⸗ Gaffe Nr. 30, zu ersehen, und werden versiegelte Of⸗ ferten mit der Ueberschrift

Eslen bHn unter unserer Adresse, Oberwallstraße Nr. 3, bis zum 30sten d. M. entweder für das Ganze, mit Ausnahme der Brücke über den Flaaken bei Erkner, für welche jedenfalls ein besonderes Gebot zu machen ist, oder für jede einzelne Ueberbrückung entgegen gesehen.

Berlin, den 10. April 1841.

Die Direction der Berlin⸗Frankfurter Eisenbahn⸗ Gesellschaft.

Rheinische Eisenbahn⸗Gesellschaft. Unter Bezugnahme auf die Art. 33 und 34 der Sta⸗

Iuten berufen wir die diesjährige ordentliche General⸗

Versammlung der Actionatre auf Dienstag den 4. Mai c., Vorm. 9 Uhr, in dem großen Saale des Rathhauses zu Köln und machen auf die betreffende Bestimmung der Statuten ufmerksam, wonach nur biejenigen Actionaire ein Stimmrecht in der General⸗Versammlung ausüben

önnen, welche ihren Actien⸗Best Haben eintragen lassen. “*“

Köln, den 28. März 1841. Die Direction ber Rheinischen Eisenbahn⸗Gesellschaft Spez.⸗Dir⸗Subst

Rhein⸗Preußische Gesellschaft. eu“

Die statutgemäß jährliche General⸗Pert.

et am Sonnabend den 1. Mai «we, Ieemmlung fin⸗ m Saale des Herrn Kur am Bahnhofe hierselbst er, wozu die verehrlichen Betheiligten mit bem Pemerfen ingeladen werden, daß die Stimmzettel baselbst von er Sitzung in Empfang zu nehmen sind.

Düsseldorf, den 2. April 1841.

Die Direction.

1 1 Forderungen etwanigen noch unbekannten Gläubiger haben sich des⸗ haben die Gläubiger binnen 15 Tagen, nach Ablauf vorstehenden Termines, persönlich oder durch Bevoll⸗

2

Das 1ste Heft des VI. Jahrgangs

der Flgemneinen

uIßbGldnn gen

Saale des hiesigen Tribunals Nachmittags 3 Uhr zu für Architekten, Ingenieurs, Decorateurs

ferscheinen. Die Ausbleibenden trifft der Präklusion. 8 24. März Kalisch, 18711. Kalisch, den 5. April

Die Kuratoren der Kaufmann Valentin Levyschen Masse.

Miklaszewskn Louis Mamrord.

Tribunals⸗Advokat.

Literarische Anzeigen.

So eben ist erschienen und in allen Buchhandlun⸗

gen zu haben:

Sendschreiben an den Herrn Konsistorial⸗Asses sor und Archidiakonus Pischon, den Zorn des großen Fürsten betreffend, von Otto Schulz. Preis geheftet 2 ½ sgr.

Der Ertrag ist zu einem Bilde Paul⸗ Gerhardt'’s für

die St. Nicolat⸗Kirche zu Berlin bestimmt.

Nicolaische Buchhandlung in Berlin,

Brüderstr. Nr. 13.

Seit dem Beginn des Jahres erscheint die berühmte Aschaffenburger katholische Kirchenzeitung wieder, und zwar unter dem Titel:

Herold des Glaubens.

Das Blatt scheint nach den sich täglich mehrenden Bestellungen allerwärts seine alten Freunde und Gön ner wieder zu finden und wird, wie früher, unter den kirchli. Zeitschriften Epoche machen. Es enthält fast ausschließend Originalartikel von geistreichen Männern, oder Uebersetzungen aus Span., Franz. und Engl. Zeitschriften, und man wird über die Zustände der fathol. Kirche durch andere Blätter schwerlich se wahr und so gründlich orientirt, wie durch den Herold Da trotz der ziemlich starken Auflage die neuen Abon⸗ nenten nicht mehr alle befriedigt werden können, so werde ich für das zweite Duartal die Auflage erhö hen lassen und A die etwanigen Bestellungen barauf baldigst machen zu wollen. Im Buchhandel kostet der „Herold“ sammt dem Lit. Wochenblatt p. 2 1 Thlr. 10 sgr. = 2 Fl. 22 Kr., ohne das letz⸗ jere 25 sgr. = 1 Fl. 30 Kr., das letztere allein 22 ½ sgr. 1 Fl. 18 Kr., bdurch die Post in Bayvern ungesähr dasselbe, auswärts etwas mehr. In Ber⸗ lin und Potsbam wendet man sich an die Stuhr sche Buchhandlung.

Aschaffenburg, März 1841. Theodor Pergay, Buchhändler.

Bei E. S. Mittler (Stechbahn 4) ist zu haben: 18 J. Fr. Kuhn: Das Preuttsche Jagd⸗ und Forstrecht,

8 ben 1ga Bestimmungen über Ausübung

el.

ver Bischer unächst für Corpsjäger, Schützen, Forst⸗ 7 Waldwärter und angehende Jäger, wie auch Üaihräte⸗ sbehörden, Justizbeamte, Forstbeamte, Ma⸗

„Berstreferentarten, Domainenbeamte, Ritter⸗

Bekanntmachung.

In Gemäßheit des Artikels 606 bes Handels⸗Gesetz⸗ Süches fordern wir alle Gläubiger der Kaufmant

.32 Sckonomen und überhaupt für Waldbe⸗

der Nachtheil Bauprofessionisten, Oekonomen, Bau Unter

nehmer und Alle, die an denmn Fortschritten und Leistungen der neuesten Zeit in der Bau

Antheil nehmen. Herausgegeben und redigirt von Christian Friedr. Ludwig Förster, Architekt.

Enthaltend: Vorwort. Das Kursaal⸗Gebäude zu Bad Brückenau, mit 3 Planotafeln. Wien, mit 1 Foliotafel. Beschreibung einer Kunstramme, mit 1 Foliotafel. Vorschlag zu einem zweckmäßigen Bau der Pulvermagazine, mit Holzschnitt. Ansichten der Akropolis und ihrer Gebäude. Die Verhandlungen über den Bau einer stehenden Brücke zwischen Ofen und Pesth und über die Arbeiten an diesem Baue bis gegen Ende des Jahres 1840, mit Steindruck. Ver fahren, die Stickluft aus Brunnen durch Ausschöpfen derselben zu entfernen. Verzeichniß der im Jahre 1840 neu erschienenen Schriften, das Baufach betreffend. Pränumerationspreis

für den ganzen Jahrgang von 12 Heften auf weißem Druckpapier 11 Thlr. Pr. Cour., auf schönstem Velinpapier 13 Thlr. 22 ¼ sgr. Pr. Cour. und für die Pracht⸗Ausgabe 20 Thlr. 20 sgr. Pr. Cour., jahlbar bei Empfang des ersten Heftes.

Bei mir ist erschienen und durch alle Buchhandlun gen des In⸗- und Auslandes zu beziehen, in Berlin durch C. H. Jonas, Werderstr. Nr. 11 (der Bau⸗ schule gegenüber): G es ch 1 ch ö h enstaufen und ihrer Zeil von 8 Friedrich von Raumer Zweite verbesserte und vermehrte Auflage. In 6 Bänden oder 24 Lieferungen.

Erster und zweiter Band oder erste bis achte Lieferung. Subseriptionsprelse:

Ausgabe Nr. 1, auf gutem Maschinen⸗Velinpapier, die

Lieferung Thlr., der Band 2 Thlr. Ausgabe Nr. 2, auf extrafeinem Velinpapier, die Lie⸗ ferung 1 Thlr, der Band 4 Thlr. Jeden Monat erscheint eine Lfeferung, alle vier Monate ein Band Leipzig, im März 1841.

5. A. Brockhaus.

Folgende Stücke dev Répertoire du théatre français à Berlin werden auch im Deutschen Theater mit gröfstem Beifall aufgeführt

Paas6 minuit (Nach Mitternacht), Le verre d'eau (Das Glas Wasser), Estelle, Z0%, Adele bou I’'Octogénaire par Seribe, Le pere de 1a2 débutante, Le jeu de l'amour et dDdu ha „ard, HenriHamelin oule fabricant 1. 08 deux Pbilibert, Elle est folle, Voltaire en vacances! 8So0 eben erschien Jap het par

tzer, auch Jagt⸗ und Bischereiberechtigte. 8. 20 sgr.

Seribe, Ie Chevalier du Guet par L.okroy in der gr. 8vo.-Ausgoabe. 1

Bauzeitungllang in Berlin, Brüderstraße Nr. 11, eben und ist durch alle Buchhandlungen des In⸗ und

kunst und den dahin einschlagenden Fächern

Allgemeiner Anzeiger fuͤr die Preußischen Staaten.

1 Subscript. P'reis bei Abnabme von 12 Stücken a5sgr., 7 ½28gr. Durch alle Buchbandlungen zu haben. b 3 landen. Sehlesimngersche Buch- u. Musikhdig. die Masse habenden Ge⸗schule Laden Nr. 12, so wie in allen allen anderen ———

Beachtenswerthe Anzeige für die Herren Färber, Drucker und Fabrikanten! Im Verlage der Buchhandlung von C. Fr. Ame

Auslandes zu haben: ETEööö

2

förderung der Künste und nützlichen Gewerbe in Hamburg, Neuestes theoretisch⸗praktisches

Lehrbuch der Ze „Druckerei

0 für Wollen⸗, Seiden⸗, Baumwollen und Leinen⸗Gewebe.

Nebst einer vollständigen Belehrung über die Anferti⸗ gung der hierzu nöthigen Metall⸗Auflösungen (Bei⸗ zen) und Substanzen, so wie über das Bleichen, Dämpfen und Appretiren der Zeuge, nach den neue⸗ sten eigenen praktischen Erfahrungen. Ein Hand⸗ buch für Färber, Drucker und Fabrikan⸗ ten. Oktav. 1841. Sauber geheftet 1 hlr.

Der rühmlichst bekannte, rastlos fortschreitende Herr

Verfasser, Feind aller Geheimnißkrämerei, theilt in der

hier angezeigten so eben erschienenen Schrift seine in

neuester Zeit mit großem Zeit⸗ und Kostenaufwande

im Gebiete der gesammten Zeug⸗Druckerei er⸗

worbenen praktischen Erfahrungen eben so offen als

belehrend mit, deren Resultate jeder Sachverständige unstreitig nicht allein als eine schätzenswerthe Berei⸗ cherung genannter Kunst anerkennen, sondern, bei ge⸗ nauer Befolgung der gegebenen Vorschriften, darim auch eine reichlich lohnende Erwerbsquelle finden wird. Den Preis des Werks wird Jeder um so billi⸗ ger sinden, je unschätzbareren Werth für den stark be⸗ schäftigten Praktiker, durch Ersparung eigener Experi⸗ mente, gewiß mehr als Eine der vielen in diesen

Schrift enthaltenen Anweisungen besitzt.

In demselben Verlage erschienen. früher:

Schrader, H. (Kunst⸗u. Schönfärber in Hamburg ꝛc.),

Praktisches Lehrbuch der gesammten Wol⸗

len- oder Schönfärberei, zum Fürben sowohl

der losen Wolle, als der Garne, der Tücher, Coa⸗ tings, Flanelle und der nicht gewalkten. Zeuche, wie

Merino u. s. w. Nach den besten in Deutschland,

in den Niederlanden und in England üblichen Me⸗

thoden und auf vieljährige eigene Erfahrung ge. gründet. Mit Vorrede und Aumerkungen begleitet von dem Geheimen Rathe lr. Hermbstädt in

Berlin. 8vo. 1832. Sauber geheftet 1 Thlr.

Neueste Erfahrungen in der gesamm ten Schönfärberei, oder praktische Anleitung zum Färben sowohl der losen Wolle, Seide, Baum wolle, Leinen und Garne, als auch der daraus ge⸗ wehlen Zeuge, so wie der Merino’s, nach neuer in

England üblichen Methode. Zum Gebrauch für Färber und Fabrikanten. Svo. 1839. Sauber ge⸗

heftet 1 Thlr.

Praktisches Lehrbuch der gesammten

Baumwollen Leinwand⸗ und Seiden färberei, nebst einer gründlichen Anleitung zur

Türkisch⸗Roth⸗Färberei, so wie zu den neu

entdeckten und beim Färben der Seide anzuwem

denden Phosik⸗Bädern. Ein unentbehrliches

Handbuch für Färber und Fabrikanten, welche sich

mit der Baumwollen⸗, Flachs⸗, Garn⸗, Zeuch«⸗, Lein

wand⸗ und Seidenfärberet beschäftigen und das

Neueste und Vortheilhafteste in diesen Zweigen der

Färbekunst kennen lernen wollen. Nach eigenen

Erfahrungen und geprüften Vorschriften. 8 vo.

1832. Sauber geheftet 1 Thlr

Wiss., K. u. Lit.

erschien so

Kunst⸗ und Schönfärber, auch Inhaber der großen golde⸗ nen Ehren⸗Medatlle der patriotischen Gesellschaft zur Be⸗

Aligenmneine

13

107.

½

Berlin, Sonntag den 188en April

b112 Amtl. Nachr. 3

Landtags⸗Angelegenheiten. Eii BB“

Nußland u. Polen. St. Petersburg Hof⸗Nachrichten.

Fraukreich. Deput. Kammer. Die außerordentlichen Kredite für

I Paris. Colonisation von Algier. Vermischtes.

Großbrit. u. Irland. London. Unzulänglichk. d. Amerikan. See⸗ macht gegen d. Englische. Chines. Entschäbig. an England und Insel Hong Kong. Vermischtes.

Niederl. Amsterdam. Ankunst des Königs. Bezug auf das Konkordat.

Dentsche Bundesst. München. Leipzig. Abschaffung der bis⸗ herigen Thor⸗Kontrolle. Dessau. Gustav Adolphs⸗Feier zu Go⸗ ritz. Hamburg. Handelsbericht aus England.

Hesterreich. Wien. Näheres über den jetzigen Stand der Ferdi⸗

nands Nordbahn.

Itatien. Livorno. Genehmigung einer Eisenbahn zwischen Florenz und Livorno.

panien. Die Abdications⸗Akte der Königin Christine vor den Cortes.

Portugal. Finanz⸗Kommission. Unsicherheit auf den Lanostraßen.

Serbien. Belgravd. Aukunft des Herrn von Lieven.

Inland. Bromberg. Beyölkerung und Sparkasse. Hohes Alter. Koblenz. Ruhestörung in Andernach.

1— Bericht über die jüngsten Versammlungen des

Vereins zur Beförderung des Gartenbaues. IIistoire de l'économie

politique etc., par se Vicomte A. de Villeneuve-Bargemont.

Münster. Die Königl. Prop. I

Berichtigung in

Cöslin.

Amtliche Nachrichten llldes Tages.

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben Allergnaͤdigst geruht:

Dem Koͤnigl. Daͤnischen Konferenz⸗Rath Schumacher, Di⸗ rektor der Sternwarte zu Altona, den Rothen Adler⸗Orden zweiter Klasse; so wie dem Capitain in der Marine, Adjutanten des Kd nigs von Daͤnemark Majestaͤt und Direktor der Seekarten⸗Ar chive, von Zahrtmann zu Kopenhagen, den Rothen Adler⸗ Orden dritter Klasse zu verleihen; ferner

Dem Professor der Theologie, Konsistorial⸗Rath Dr. Nean der hierselbst, statt des bei Gelegenheit der Huldigungs⸗Feier ihm verliehenen Titels eines Geheimen Regierungs⸗Raths, den Cha⸗ rakter als Ober⸗Konsestorial⸗Rath beizulegen.

In Beziehung auf die Bekanntmachung in der Allgemeinen Preußischen Staats⸗Zeitung vom 25. Januar c. Nr. 25, ist zu bemerken, daß dem Geheimen Regierungs⸗Rath und Professor Dr. Boeckh zu Berlin der St. Wladimir⸗Hrden ater Klasse, statt des St. Annen⸗Ordens I3ter Klasse, von des Kaisers von Rußland Majestt verliehen worden ist.

Der Ober⸗Landesgerichts⸗Rath Lympius zu Stettin ist zum Tribunals⸗Rath bei dem Tribunale zu Koͤnigsberg, und Der Staats⸗Prokurator Wirtz zu Bonn zum L

Rath in Kleve ernannt worden. 8 8 Abgereist: Der General⸗Major in der Suite Sr. Ma⸗ jestät des Koͤnigs, von Rauch, nach St. Petersburg.

Landtags⸗Angelegenheiten. Provinz Westphalen.

Noͤnster, 10. April. Nachdem die Staͤnde bereits in dem Ulerunterthaͤnigsten Berichte vom 17ten v. M. die Gefuͤhle des bhaftesten Dankes fuͤr die nach der ersten Proposition des Aller⸗

hoͤchsten Eroͤffnungs⸗Dekrets vom 23. Februar verheißenen. wichti⸗ gen Erweiterungen und Vervollkommnungen des Instituts der Provinzial⸗Staͤnde ausgedruͤckt und, dem Allergnaͤdigsten Befehle gemaͤß, ihr pflichtgemaͤßes Gutachten aäͤber den letzten mit dem Buchstaben ) bezeichneten Theil dieser Proposition sofort abge⸗ geben haben, lag denselben noch ob, auch die unter den Buch⸗ staben A B C der ersten Allerhoͤchsten Proposition enthaltenen Ge⸗ genstände ein wohlerwogenes Gutachten zu den Stufen Sr. Ma⸗ jestät erhabenen Thrones niederzulegen. Wenn Se. Majestaͤt in landesvaͤterlicher Fuͤrsorge darauf Bedacht genommen haben, Anord⸗ nungen zu verheißen, um die Geschaͤfte der versammelten Landtage zu ereinfachen, besonders aber die ge. ündliche Pruͤfung und Bearbeitung der umfangreicheren Propositionen zu erleichtern, und in dieser Hinsicht in hoher Weisheit zu bestimmen: 1) daß kuͤnftig alle einer ausfuͤhrlicheren Eroͤrterung beduͤrfenden Propositionen dem Landtags⸗Marschall eine angemessene Zeit vor Eroͤffnung des Land tages zugefertigt werden sollen, um die Ausschuͤsse zur vorberei tenden Bearbeitung derselben schon vorher zu ernennen und zu versammeln, und 2) daß zur Erreichung dieses Zweckes die Er⸗ nennung des Landtags⸗Marschalls sowohl, als die Beschaffung der erforderlichen Ergänzungs⸗ Wahlen zeitig vor jedem Landtage erfolgen sollen, daß ferner 3) der Landtags⸗Kommissarius ange⸗ wiesen werden soll, dem Landtags⸗Marschall alle diesenigen Mate rialien mitzutheilen, deren die ernannten Ausschuͤsse zur Vorbe⸗ reitung der Sachen fuͤr die Plenar⸗Berathungen beduͤrfen, und endlich 4) daß dem Landtags⸗Marschall gestattet seyn soll, Pro⸗ positionen, welche IW sorgfaͤltige Vorarbeiten erfordern, dem zu ernennenden Referenten des Ausschusses vor dem Zusam⸗ mentritt des letzteren in seinen Wohnort verabfolgen zu lassen, so hat der Landtag darin mit allerunterthaͤnigstem Danke eine den guͤnstigsten Erfolg versprechende Erweiterung und wesentliche Erleichterung der staͤndischen Wirksamkeit erkannt

Zur gruͤndlichen und umfassenden Bearbeitung einer Aller⸗ hoͤchsten Proposition genuͤgt es nicht, daß der Referent und etwa die Mitglieder des Ausschusses sich mit derselben genau bekannt

gemacht haben, es ist vielmehr zu einer vielseitigen Erwaͤgung derselben, wie sie von einer Staͤnde⸗Versammlung erwartet wer⸗ den muß, erforderlich, daß saͤmmtliche Mitglieder der Versamm⸗ lung sich mit dem zur Berathung kommenden Gegenstande ver raut zu machen Gelegenheit haben. Hierzu fehlt es aber

dgerichts⸗

den Abgeordneten an Zeit, Ruhe und Hülfsmitteln, wenn sie auf dem Landtage angekommen sind, da sie alsdann sofort von vielen Seiten her in Anspruch genommen werden, was um so mehr der Fall seyn duͤrfte, wenn kuͤnftig die Dauer der Landtage abgekuͤrzt wird. Der Landtag hat daher allerunter⸗ thaͤnigst gebeten, gestatten zu wollen, daß in geetgneten Faͤllen Propositionen, deren Begutachtung vorzugsweise eine umfassende Vorbereitung erfordern, schon vor der Eroͤffnung des Landtages den saͤmmtlichen Mitgliedern desselben zum eigenen Gebrauch mit getheilt werden duͤrfen. Des Koͤnigs Majestaͤt wollen den Staͤn⸗ den Allergnaͤdigst uͤberlassen, mit der Erledigung dersenigen An⸗ gelegenheiten, welche auf dem Lanbtage etwa nicht definitiv haben beendigt werden koͤnnen, einen von ihnen zu diesem Zweck eigens zu erwaͤhlenden Ausschuß zu beauftragen. Die Verleihung dieser neuen Befugniß nehmen Staͤnde mit dem allerunterthaͤnigsten Danke entgegen, wagen jedoch die Bitte, dieselbe dahin zu be⸗ schraͤnken, daß einem solchen Ausschusse nur die Erledigung der minder wichtigen Angelegenheiten, niemals aber die der Koͤnig lichen Propositionen oder der an Se. Majestaͤt zu richtenden Petitionen uͤbertragen werden duͤrfe. Mit dem Wesen und dem Zwecke einer staͤndischen Versammlung, welche von Sr. Ma⸗ jestaͤt dazu berufen und von ihren Machtgebern dazu erwaͤhlt ist, in Ihrer Gesammtheit die Interessen der Provinz wahrzuneh men, scheint es nicht wohl vereinbar, ihre wichtigsten Befugnisse und wesentlichen Verpflichtungen auf eine kleine Zahl von Indi⸗ viduen aus ihrer Mitte zu uͤbertragen. Auch duͤrfte es den Mit gliedern des Ausschusses bedenklich erscheinen, wie schon fruͤher derartige Fäaͤlle dargethan haben, Befugnisse auszuuͤben und Ver⸗ pflichtigungen zu uͤbernehmen, zu denen vorzugsweise die ganze Landtags⸗Versammlung berufen ist. Die hiervon abweichende Ansicht Einiger, nach der die kuͤnftigen Landtage durch dergleichen Vorbestimmungen in ihren Befugnissen nicht zu beengen, jedoch auch nie mit Beschraͤnkung ihrer Dauer anzuweisen waͤren, einzelne oder alle nicht definitiv erledigten Angelegenheiten durch den zu erwaͤhlenden Ausschuß beendigen zu lassen, wurde in einemn Separat⸗Votum entwickelt.

Dem groͤßeren Publikum mehr Kenntniß von der staͤndischen Wirksamkeit und deren Ergebnissen zu verschaffen, entspricht einem lang gehegten, auf dem üten Westphaͤlischen Landtage bereits allerunterthaͤnigst vorgetragenen Wunsche der Provinz und hat der Landtag daher mit tiefgefuͤhltem Danke die von Sr. Maje⸗ staät unter B. zu diesem Zwecke erlassenen Allerhoͤchsten Bestim⸗ mungen ersehen. Von der huldreichen Erlaubniß, die Protokolle abdrucken zu lassen, und am Schlusse des Landtags an die Mit⸗ glieder der Versammlung zur Mittheilung an ihre Machtgeber zu vertheilen, wuͤnschen die Staͤnde Gebrauch zu machen; wenn aber in den durch den Druck bekannt zu machenden Landtags⸗ Protokollen die Landtags⸗Mitglieder nach einer spaͤteren Bestim⸗ mung nicht namhaft gemacht, vielmehr wo sie redend eingefuͤhrt werden, nur allgemein als „ein Mitglied“ oder „ein Abgeordne ter des ꝛc. Standes“ bezeichnet werden sollen, so ist diese Be⸗ schränkung fuͤr hoͤchst nachtheilig gehalten, da die Protokolle hier⸗ durch unverstaͤndlich und in vielen Faͤllen ohne Zusammenhang erscheinen, auch durch eine foͤrmliche Umarbeitung den Charakter eines treuen Bildes von dem Vorgefallenen verlieren wuͤrden. Einen Nachtheil des unveraͤnderten Abdrucks der Protokolle ver⸗ möͤgen Stäaͤade nicht wohl abzusehen, und haben deshalb Se. Majestaͤt gebeten, die durch die Allerhoͤchste Proposition bereits gewaͤhrte Wohlthat ungeschmaͤlert erhalten zue wollen.

Unter C. ist die Erklärung der Staͤnde darüber erfordert worden, inwiefern es ihrem Wunsche entspraͤche, wenn Se. Ma jestaͤt die Landtage in Zukunft alle zwei Jahre zu berufen, Aller⸗ hoͤchst sich veranlaßt fuͤhlen möͤchten. Wenn gleich Staͤnde die Ansicht auszusprechen wagen, daß ungeachtet der in hoher Weis⸗ heit angeordneten Erleichterungen und Vereinfachungen bei den Arbeiten des Landtags, dennoch dessen Dauer nicht ohne Nach⸗ theil zu sehr abgekuͤrzt werden duͤrfte, da außer den wichtigeren Allerhoͤchsten Propositionen noch eine Menge gleichfalls bedeuten⸗ der und schwieriger Gegenstande, namentlich die Verwaltung der staͤndischen Institute, so wie die Mittheilungen des Landtags⸗Kom⸗ missarius und die große Zahl der durch Mitglieder des Landtags eingereichten Antraͤge zu bearbeiten sind, so hat der Landtag doch keinen Anstand allerunterthäͤnigst zu erklaͤren genommen, die Pro⸗ vinz werde die regelmäßige Wiederkehr des Landtags alle zwei Jahr, als eine erwuͤnschte Erweiterung des pro vinzialstaͤndischen Instituts, mit dem allerunterthaͤnigsten Danke aufnehmen.

Zeitungs⸗Nachrichten.

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Rußland und Polen. St. Petersburg, 10. April. Die Erbgroßherzoge von Hessen Darmstadt und von Sachsen⸗Weimar, so wie der Prinz Emil von Hessen, sind in der hiesigen Hauptstadt eingetroffen.

Der bisherige Geschaͤftstraͤger in Brasilien, Wirkliche Staats⸗

rath Lomonosoff, ist zum bevollmaͤchtigten Minister bei dem dorti gen Kaiserlichen Hofe ernannt worden.

Der Wirkliche Staatsrath Prokopowitsch Antonsky ist zum Direktor des ersten Departements im Ministerium der Reichs⸗ Domainen ernannt.

Die hiesigen Zeitungen melden; „Se. Majestaͤt der Kaiser haben es fuͤr noͤthig erachtet, die Vorstellungen zu Beloh⸗ nungen an Geschenken fuͤr den Staatsdienst aufzuheben, und da⸗ gegen anzuordnen: 1) gar keine Geschenke fuͤr den Staatsdienst aus dem Kabinet Sr. Majestaͤt des Kaisers zu bestimmen, son⸗ dern selbige sollen von den Ministerien und O. ber⸗Verwaltungen direkt von den Juwelieren erworben, und das Geld fuͤr solche Ge⸗ schenke aus den Reserve⸗Summen des Ressorts, zu welchem der zu Belohnende gehoͤrt, ausgezahlt werden; 2) die Summen, welche zur Anfertigung verschiedener Sachen zu Geschenken an Asiaten verwandt werden, sollen, da sie einen Staatszweck be⸗ treffen, aus dem Reichs⸗Schatze bestritten werden.“

Deputirten⸗Kammer. Sitzung vom 12. April. An der Tagesordnung war heute die Eroͤrterung der außeror⸗ dentlichen Kredite fuͤr 1841. Der Herzog von Valmy bestieg zuerst die Rednerbuͤhne und sagte nach einigen allgemeinen Be⸗ trachtungen: „Vor einiger Zeit verlangte man von uns eine In⸗ demnitaͤtsbill fuͤr die Vergangenheit, setzt begehrt man eine Blanko⸗ Vollmacht fuͤr die Zukunft. Was ist geschehen, seit das Kabinet vom 29. Oktober am Ruder ist? Mir scheint, daß Europa durch⸗ aus so gehandelt hat, als ob die Note vom 8. Oktober gar nicht existirte. Der Pascha von Aegypten ist vollkommen machtlos ge⸗ worden, und dennoch hat Europa dem Franzoͤsischen Kabinette vorgeschlagen, in den Europaͤischen Rath zuruͤckzukehren; es setzt gar nicht voraus, daß Frankreich in Bezug auf den Traktat vom 15. Juli noch irgend etwas zu sagen habe, denn es legt ihm nur ein Reglement wegen Schließung der Dardanellen zur Unter⸗ schrift vor. Ich schließe daraus, daß die Kabinette auf die Worte des Ministers der auswaͤrtigen Angelegenheiten nicht mehr Ruͤck⸗ sicht nehmen, als sie es in Bezug auf die unseres Botschafters in London thaten. Ich schließe ferner daraus, daß man uns gewissermaßen zume Wiedereintritt in die Europaͤische Allianz zwingt, und daß wir uns dem nicht fuͤgen koͤnnen, ohne alle Ruͤcksicht fuͤr unsere eigene Wuͤrde aus den Augen zu setzen. Der Redner behauptete ferner, daß die Restauration hinsichtlich der Wuͤrde Frankreichs weit empfindlicher gewesen sey, als die jetzige Regierung. Als England sich der Expedition nach Algier habe widersetzen wollen, habe die Restauration durch Kanonen⸗ schuͤsse geantwortet. Eine solche Antwort sey besser, als manche andere. (Herr Thiers nickt beifällig.) Der Redner suchte am Schlusse seines Vortrages noch darzuthun, daß Frankreich setzt keine bessere Politik befolgen koͤnne, als isolirt zu bleiben und die Entwickelung der Europaͤischen Angelegenheiten abzuwarten. Er forderte das Ministerium auf, die Kammer uͤber die Geruͤchte wegen des Wiedereintritts Frankreichs in die Europäͤische Allianz zu beruhigen. Der Minister der auswaͤrtigen Angele⸗ genheiten erklaͤrte, daß die Unterhandlungen fortdauerten. Wenn diese Unterhandlungen zu einem guten Resultate fuͤhrten, so wuͤrde Frankreich unter ehrenvollen Bedingungen in die Europaͤische Allianz und zum allgemeinen Frieden zuruͤckkehren. Fuͤr jetzt koͤnne er nichts sagen (Gelaͤchter und Unterbrechung), weil er sonst fuͤrch⸗ ten muͤsse, die schwebenden Unterhandlungen zu gefaͤhrden. Er hoffe aber, daß er binnen kurzem und vor dem Schlusse der setzigen Session vollstaͤndige Explicationen werde geben koöͤnnen. Er glaube, daß bis dahin jede Eroörterung fruchtlos seyn werde⸗

Herr Berryer sagte, daß, wenn die Beendigung der Unter handlungen so nahe sey, und man sobald hoffen koͤnne, in den Zustand des tiefen Friedens zuruͤckzukehren, so wuͤrde es im hoͤch⸗ sten Grade unbillig seyn, die Steuerpflichtigen noch mit den un⸗ geheuren Ausgaben zu belasten, die man setzt vorschlage, und er trage deshalb foͤrmlich darauf an, daß man die Eroͤrterung uͤber die Kredite von 1841 bis zu der Eroͤrterung über das Budget verschiebe. (Lebhafte Zustimmung zur Linken. Murren im Cen⸗ trum.) Herr Guizot: „Der Einwand, den jetzt der ehren⸗ werthe Herr Berryer macht, wurde schon im Schooße der Kom⸗ mission vorgebracht, und ich beeilte mich, denselben zu widerlegen. Der Erfolg der Unterhandlungen muß nothwendig mit davon ab⸗ haͤngen, daß Frankreich eine feste und der Regierung des Koͤnigs wuͤrdige Haltung annehme. Wenn man die Regierung entwaff⸗ net, so kompromittirt man im voraus den Erfolg der Unterhand⸗ lungen.“ Herr Berryer: „Der Himmel verhuͤte, daß ich Frankreich, dem Auslande gegenuͤber, schwaͤchen wollte. Ich bin bereit, Alles zu bewilligen, was dazu dienen kann, die Ehre und die Unabhaͤngigkeit des Landes zu sichern. Aber ich will mich nicht zu einer eitlen Komoͤdie hergeben, die auf Kosten der Steuerpflichtigen gespielt werden wuͤrde. Ich schlage uͤbrigens auch nicht die Verwerfung der außerordentlichen Kredite vor, sondern ich verlange nur die Verschiebung der Eröoörterung bis zu dem Augenblicke, wo die Minister im Stande seyn werden, uns naͤheren Aufschluß uͤber das Resultat der Unterhandlungen zu ge⸗ ben.“ Als Herr Gouin hierauf die Rednerbuͤhne besteigen wollte, riefen viele Stimmen von der linken Seite dem Praͤsidenten zu, er moͤge den Vorschlag des Herrn Ber ryer zur Abstimmung bringen. Der Praͤsident erklaͤrte aber, daß der Vorschlag nicht in der gehoͤrigen Form ge⸗ macht sey, und daß die allgemeine Eroͤrterung deshalb fort⸗ dauere Herr Gouin untersuchte hierauf die finanzielle Lage Frankreichs vor dem Eintritt des Ministeriums vom 1. März und nach dem Ausscheiden jenes Kabinettes, und suchte darzuthun, daß schon vor dem 1. Marz 1840 ein Defizit von mehr als 60 Millionen Fr. vorhanden gewesen waͤre⸗ Was die außerordent⸗ lichen Kredite fuͤr 1841 betreffe, die der Berichterstatter dem Mi⸗ nisterium vom 1. Maͤrz zum Vorwurf mache, müsse er bemerk⸗ lich machen, daß das jetzige Kabinet die Verantwortlichkeit dafuͤr uͤbernommen, und ausdruͤcklich erklaͤrt habe, daß dieselben fuͤr die Ehre und die Unabhaͤngigkeit des Landes nothwendig waͤren Der Redner suchte hierauf, wie schon fruͤher, darzuthun, daß nur der kleinste Theil des Defizits dem Kabinette vom 1. Maärz zur Last falle, und daß fuͤr den bet weitem groͤßeren Theil das setzige Kabinet ausschließlich verantwortlich sey, und zwar um so mehr verantwortlich sey, da es mit denselben Mitteln einen ganz anderen Zweck, wie das Kabinet vom 1. Maͤrz ver⸗ folge. Der Finanz⸗Minister beklagte sich uͤber die V bestaͤndigen Recriminationen der Mitglieder des Kabinets vom 1. Maͤrz, besonders in Bezug auf ihn; waͤhrend er doch in seinen Mittheilungen an die Kammer sich jeder Persoͤnlichkeit enthalten habe. Der vorige Redner behaupte, daß das g vom 1. Maͤrz nur fuͤr einen Theil des Defizits denagee,e sey, und daß alles Uebrige dem jetzigen Kabinet zur v. sarek Allerdings haͤtten die Minister des l. Maͤrz eine haache Reserve in den Staatskassen zuruͤckgelassen; aber exiwwr ens vergessen haben, daß unter ihrer Verwaltung 8 n⸗ beinahe auf pari gesunken waͤre, und daß „2 . ter pan gestanden haͤtte, man genoöͤthigt gewesen .