1841 / 108 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

als man auf künstliche Weise ein so

„Welche Absicht hatte —— Wir wollen es untersuchen. Ich

fizit zusammenstellte?

vngehenernes ag wenn alle Civil⸗ und alle Militairbauten zu glei⸗ cht, daß,

Sei collen, und die Defizits der 3 Budgets zu⸗ belndet Reden un gu der Summe von 1 Milliarde gelangt. ven hat man im Auge, wenn man seit einiger Zeit das

88hen Zerbreitet daß eine Verwaltung in wenigen Monaten eine erüche Fv das Budget verausgabt habe? Denn man hat dies in Millaca⸗ Kammer gesagt; man hat gesagt, daß acht Monate der par⸗ 2 Peaueschen Regierung dem Lande ein Defizit von 1 Milliarde ein⸗ lamenst Uätten Warum spricht man von dieser Milliarde, die von 8 Budgeis der Vergangenheit herrührt, und sich auf viele er Zukunft ausdehnt? Warum beschuldigt man uns, in acht Mona⸗ 4 ein Defizit von 1 Milliarde veranlaßt zu haben? Man will das Land glauben machen, daß einige Monate einer Politik, die entschlos⸗ en war, nicht nachzugeben, das Land in die größte finanzielle Verwir⸗ rung gestürzt hätte. Man will im künftigen Jahre bei den ersten Wahlen sagen können, daß einige Monate jener Politik den gedeihlichen Zustand des Landes untergraben hätten., Wenn nur Individuen un- ter einer solchen Anklage litten, so würde ich sagen: Immerhin, das Land ist sehr reich an Individuen, man opfere dieselben auf! Aber erlauben Sie mir, Ihnen zu bemerken, daß sich an dies Alles noch eine ganz andere Folgerung knüpft, eine Folgerung, die Sie so gut kennen, als ich, und die Sie als gute Bürger hätten berücksichtigen müssen: Europa hört uns zu.- Wir haben noch keinen Krieg geführt; wir haben uns auf bloße Rüstungen beschränkt, und schon erklärt die Regierung im Angesichte Europa’s, daß wegen einiger unterbrochenen Rüstungen, und man müßte sie in der That ganz und gar unterbre⸗ en, da wir, was man⸗ auch sagen möge,

in die Europäische Allianz zurückgekehrt sind, unsere Finanzen völlig zerrüttet wären. Bedenken Sie doch, m. H., daß Enropa uns hört, daß es hört, wie die Regie⸗ rung Frankreichs erklärt, die bloßen Rüstungen hätten unsere Finanzen untergraben. Was würde denn erst geschehen, wenn wir wirklich Krieg hätten? Wenn man solche Dinge ausspricht, so räumt man Frankreichs Ohnmacht offiziell ein. Herr Thiers nungen ein, um darzuthun, 1 Milliarde nur zum kleinsten Theil

Wnc zuzuschreiben sey. ““ Der Finanz⸗Minister: „Ich habe niemals gesagt, daß Sie ein ickgelassen hätten.“

Defizit von einer Milliarde zurü⸗ Herr Thiers: „Ich freue mich über diesen Widerruf!“ (Bewegung) Der Finanz⸗ Minister: „Es ist kein Widerruf, denn ich habe niemals das Gegen⸗

theil behauptet.“ Herr Thiers: „Wenn ich mich des Wortes Widerruf bediene, so bezieht sich das nicht auf Sie, sondern auf An⸗ dere, und ich freue mich, daß Andere durch Ihre Aeußerung widerlegt

worden sind.“

Auf die allgemeine finanzielle Lage des Landes uͤbergehend, suchte Herr Thiers zu beweisen, daß die Verlegenheiten haupt⸗ saͤchlich daher ruͤhrten, daß man in den letzten Jahren den oͤffent⸗ lichen Bauten eine uͤbertriebene Ausdehnung gegeben, und das Militair⸗Budget uͤber die Gebuͤhr vernachlaͤssigt habe. Diese Ver⸗ nachlaͤssigung in einem Augenblicke der Gefahr. wieder gut zu ma⸗ chen, sey die Aufgabe des Kabinets vom 1. Maͤrz gewesen. Der Zustand der Finanzen sey uͤbrigens bei weitem nicht so bedenklich, wie man ihn jetzt wahrscheinlich nur in der Absicht darstelle, um die Politik der Regierung zu unterstuͤtzen, und um sich späͤter das Verdienst, die Schwierigkeiten uͤberwunden zu haben, anma⸗ ßen zu koͤnnen. Die oͤffentlichen Einnahmen ergeben durchschnitt⸗ lich im Jahr eine Vermehrung von etwa 20 Millionen Fr., von denen man bisher kein Wort gesagt und sie niemals in Anschlag gebracht habe.

„Man hat die Absicht“, beunruhigen; und ich behaupte, beabsichtigten Bauten beschränkt,

ließ sich demnaͤchst auf ausfuͤhrliche Berech⸗ daß das angegebene Defizit von dem Kabinette vom Isten

so schloß Herr Thiers, „das Land zu daß, wenn man sich strenge auf die und nur mit der gewöhnlichsten Um⸗ sicht zu Werke geht, die sinanzielle Lage des Landes durchaus nichts Beunruhigendes hat.“ Der Finanz⸗Minister: „Ich habe nie⸗ mals behauptet, daß die sinanzielle Lage des Landes irgend beunruhigend sev, sondern nur, daß man mit großer Vorsicht zu Werke gehen, und die bisherigen Ausgaben nicht noch weiter ausdehnen müsse“ Herr Thiers: „Der Herr Minister und ich sind nahe daran, uns zu ver⸗ stehen; er erklärt, daß die Lage des Landes durchaus nicht beunruhi⸗ gend sev.“ Der Finanz⸗Minister⸗ „Sie ist es nicht mehr!“

Nach einigen Worten des Herrn Passy, der das Gleichge⸗ wicht in den Ausgaben und Einnahmen hauptsaͤchlich durch Er⸗ sparungen in Afrika hergestellt zu sehen wuͤnschte, ward die wei⸗ tere Eroͤrterung auf morgen vertagt.

Sitzung vom 13. April. uͤber die außerordentlichen Kredite fuͤr 1841 Billault das Wort und sagte:

„Ich habe mich gegen die Kredite von 1841 einschreiben lassen,

8 ich, offen gestanden, kein Vertrauen zu dem jetzigen Ministerium habe.

Bei Fortsetzung der Debatte nahm zuerst Herr

verwaltung besaß,

scheinlichkeit nach die

Ich bedarf der Explicationen des Ministers der auswärtigen Angelegenheiten nicht, um zu wissen, was er thun will, und das Land weiß es so gut als 1 Der Minister hat uns gestern gesagt, daß er außerordentlicher Kredite für das Seewesen und für das Kriegs⸗De⸗ partement bedürfe, um in dem Europäischen Rathe kräftig auftreten zu können. Glaubt er wirklich, daß dergleichen Worte von Jemandem ernstlich genommen werden? Man hat uns gestern gleich darauf ge⸗ sagt, daß England einen Nationalgeist habe, Frankreich aber nicht. (Bewegung.) Ich weiß wohl, daß diese Worte nicht in dem „Moniteur“ stehen; man hat sie ausgelassen und man⸗ hat recht daran gethan. Man hat ferner gesagt, daß Frankreich mit seiner jetzigen Regierungs⸗ Form keinen großen Krieg gegen Europa führen könne, sondern daß es sich in diesem Falle einem Diktator in die Arme werfen müsse. Und sie wollen, daß Europa, Angesichts dessen ein Minister des Königs solche Geständnisse ablegt, Rücksicht auf Ihre Worte nehmen soll! Nein! Sie glauben es nicht, und wir glauben es eben so wenig. Das System des Ministers der auswärtigen Angelegenheiten besteht darin, um jeden Preis in den Europäischen Rath zurückzukehren. Es ist gut, daß das Land dies wisse, da wir, auf dem Wege zu dem Europäischen Kongreß, schon auf der letzten Station angekommen sind.“

Herr Guizot: „Ich habe gestern gesagt, daß ich mich auf dieser Rednerbühne nicht über Unterhandlungen aussprechen würde, bei denen das Wohl des Landes betheiligt ist. Ich werde mich nicht verleiten lassen, dasjenige auf indirekte Weise zu sagen, was ich auf direkte Weise nicht habe sagen wollen. Wenn die Unterhandlungen, auf die ich micy eingelassen habe, nicht zum Nutzen des Landes ausfallen könn⸗ ten, so würde ich dieselben zurückgewiesen haben.“

(Ueber eine lebhafte Debatte, die sich hierauf zwischen den Herren Guizot und Thiers entspann, muͤssen wir uns das Naͤ⸗ here bis nach Eingang der Zeitungen vorbehalten, da die litho⸗ graphirte Korrespondenz nur unzusammenhoͤngende und unver⸗ staͤndliche Notizen daruͤber giebt).

1 Paris, 13. April. In Bezug auf die gestrige Rede des Herrn Thiers bemerkt das Journal des Débats: „Herr Thiers hat es sich hauptsaͤchlich angelegen seyn lassen, zubeweisen, daß er dem Lande keine Milliarde gekostet habe, obgleich noch Niemand weder in, noch außer der Kammer dies behauptet hatte. Wir haͤtten lieber ge⸗ sehen, daß Herr Thiers, statt sich den leichten Ruhm zu erwer⸗ ben, Angriffe zuruͤckzuweisen, die Niemand gegen ihn gerichtet hat, die einzige große Frage beruͤhrt haͤtte, die durch das Geselz uͤber die Supplementar⸗Kredite fuͤr 1841 angeregt werden kann, naͤmlich die Frage, ob die kriegerische Aufregung, welche das Ministerium vom I. Maͤrz im vorigen Jahre uͤber Frankreich gebracht hat, nicht mehr kostete, als sie werth war, und t

460 rung nicht noch lange in unseren Finanzen fuͤhlbar machen werden? Nein, Herr Thiers, Sie haben dem Lande keine Milliarde ge⸗ kostet; aber das Kabinet, an dessen Spitze Sie standen, hat einen Augenblick lang Frankreichs Ansehen in der Welt gefähr⸗ det; und das kostet mehr, das ist schwieriger, wieder gut zu machen, als der Verlust einer Milliarde. Nein, Sie haben die Finanzen Ihres Landes nicht auf ewig zu Grunde gerichtet; Niemand beschuldigt Sie dessen; aber Sie haben alle Regeln, alle Gesetze, welche die Finanzen des Staates beschuͤtzen, und den oͤffentlichen Schatz unter dier Vormundschaft der legislativen Gewalten stellen, verkannt und uͤber den Haufen geworfen! Sie haben ein abscheuliches Beispiel gegeben, indem Sie im tiefen Frieden, am Vorabend einer Session, eine Sache im Namen einer Nothwendigkeit, welche Ihr Werk war, und die mit Ih⸗ nen verschwand, als dringend dekretirten. Das wirft Ihnen

Frankreich weit mehr vor, als das verausgabte Geld, obgleich Sie dessen weit mehr verausgabt haben, als zur Beschuͤtzung der Ehre und der Rechte Frankreichs nothwendig war, gleich jene Ausgaben den Abgrund des Defizits eroͤffneten, den

der

V Sie jetzt mit Phrasen auszufuͤllen versuchen.“ V

Als Antwort auf die vielfachen Beschwerden lischen Blaͤtter enthaͤlt Folgendes: „Die Couriere, um den J

heute das Journal welche von Marseille abgehen, ihre Korrespondenzen aus In⸗ dien und der Levante zu bringen, sind, wir wissen noch nicht aus welchem Grunde, in Nevers auf Befehl der Post⸗Verwal⸗ tung angehalten worden, und die Englischen Blaͤtter beklagen sich in sehr lebhaften Ausdruͤcken uͤber die 24 Stunden verspaͤtete An⸗ kunft ihrer Korrespondenz. Wir sind keineswegs gewillt, die Post⸗ Verwaltung einer Maßregel halber zu rechtfertigen, deren Gruͤnde wir nicht kennen, und in Betreff welcher die noͤthigen Explicationen werden gegeben werden.

Londoner Journalen

Aber wir koͤnnen schon jetzt behaupten, daß die Beweggruͤnde der Eifersucht, von denen die Englischen Jour⸗ nale sprechen, gar nicht moͤglich sind. Denn Jedermann weiß, daß die Postverwaltung in Frankreich sich nur mit der Befoͤrderung der Briefe, keinesweges mit der Befoͤrderung der Couriere zu

und ob⸗

Eng⸗ des Débats

ahren der Chinesischen Regierung den Britischen Unterthanen

verursachten werde; Hon

Tschusan und fuͤr die eroberten Forts an nen man die uͤbrigen noch haͤtte beifuͤgen

wuͤrden die

unguͤnstigeren Auspizien nach Canton 19 Monaten verlassen;

lionen Dol an Britische lich wird n Expedition, und einem

Canton zuruͤckzukehren. wiederung au uͤber getaͤuschte

Gebrauch v

schweren

Verluste und die Kosten der Expedition decken

gekong sey kein Aequivalent fuͤr das nun aufzugebende

der

Britischen Kaufleute

der der

auch sey endlich lars belaufenden Schuld Unterthanen gar och daruͤber geklagt,

mit Ausnahme von 4 Schiffen,

nicht erwaͤhnt worden. daß, wie es heiße, die ganze

Bocca Tigris, de⸗

koͤnnen; wahrscheinlich in Folge des Traktats unter zuruͤckkehren, als sie es vor

sich auf vier Mil⸗ Hong⸗Kaufleute Schließ⸗

einem Dampfboot

Regiment, nach England und Indien zuruͤckkehren solle, ehe die Einzelheiten der Uebereinkunft beseitigt waͤren. Das besagte Handelshaus gedachte indessen selbst

Der Globe bemerkt alle diese Klagen, er seinersei Erwartung beschweren, wenn

on der Britischen Ueberlegenheit

baldmoͤglichst nach wiederholt in Er⸗ ts koͤnne sich nicht nur ein maͤßiger uͤber die Chinesen

in den Kuͤnsten des Krieges gemacht worden sey, indem er glaube,

daß Englands Ehre in wenn es nicht die bewiesene mehr als zweifelhaft, wie groß auch die Ungeduld der ziellen Interessen seyn moͤchte, ken durch Gewalt zu

kannt woͤren gedehnter k ein passives

es sey uͤber derstrebend,

die gegebene

beschaͤftigen hat. Die Englischen Journale sind bei dieser Gele⸗ genheit wahrscheinlich durch die Erinnerung an Privilegien irre geleitet worden, welche in einer gewissen Zeit die Englische Post⸗ damit alle politischen Nachrichten zuerst an die Regierung gelangten. Es ist zu vermuthen, daß irgend ein Irr⸗ thum, oder vielleicht eine Verletzung der administrativen Regle⸗ ments von Seiten gewesen ist.“

Nach dem Temps hat der Entwuͤrfen zur Reform des Notariates ck en sagt, da er bei den bevorstehenden Wahlen eine so einflußreiche Koͤrperschaft nicht gegen das Ministerium erbittern will.

Aus Toulon wird unterm g9ten d. geschrieben: „Man er⸗ wartet mit Ungeduld die naͤchsten Nachrichten aus Algier, seitdem sich das Geruͤcht verbreitet hat, daß Abdel Kader entschlossen sey, den Col von Teniah zu vertheidigen. Die am 30sten aus Algier abgegangene Expedition war am folgenden Tage bei Blidah ver⸗ sammelt; an demselben Tage uͤbernahm der General Bugeaud das Kommando, und am 1. April hat die Armee aller Wahr⸗ Position Abdel Kader's angegriffen. Das naͤchste Paketboot wird uns wahrscheinlich interessante Nachrichten bringen. Man hegt hier durchaus keine Besorgnisse, denn die Expedition besteht aus 11,000 Mann tuͤchtiger Truppen, die gut kommandirt sind. Die großen Operationen in Afrika werden erst gegen Ende dieses Monats, oder in den ersten Tagen des Mai beginnen.“ 8 1

Es wird versichert, der Koͤnig habe persoͤnlich an saͤmmtliche Bischoͤfe und Erzbischoͤfe von Frankreich geschrieben, um sie ein⸗ zuladen, der Taufe des Grafen von Paris beizuwohnen. Die Erzbischoͤfe von Rouen, Bourges und Toulouse, und die Bischoͤfe von Angers, Perigueux und Montpellier sollen geantwortet ha⸗ ben, die Sorge fuͤr ihre Gemeinden gestatte ihnen nicht, um die angegebene Zeit in der Hauptstadt zu erscheinen.

An die Stelle des Herrn Nikolas Koͤchlin, der seine Ent⸗ lassung als Mitglied der Deputirten⸗Kammer eingereicht hatte, haben die Waͤhler von Muͤhlhausen Herrn Andreas Koͤchlin zum Deputirten ernannt. 1

Jetzt erst berichtigt Galignani's Messenger die von allen hiesigen Blaͤttern gegebene Nachricht von der Ruͤckkehr des Lord Brougham nach Paris. Der edle Lord ist wirklich am 1 April in Rom angekommen. 8

Man liest im Moniteur parisien: „Es ist positiv, daß Lord Ponsonby einen Urlaub von dem Englischen Kabinet er⸗ halten hat, und demnaͤchst Konstantinopel verlassen wird.“ M

Lord Granville ist heute zum ersten Male seit seiner neuli⸗ chen Erkrankung ausgefahren.

Eine neue Modenwaaren⸗Handlung, die unter der Firma Jla ville de Paris“ heute eroͤffnet worden ist, hatte an diesem ersten Tage einen ungeheuern Zulauf von Neugierigen. Diese Handlung ist auf einem kolossalen Fuß eingerichtet, und man hat schon berechnet, daß die Handlungskosten derselben sich auf 5 bis 600,000 Fr. jäͤhrlich belaufen werden. Es sind in dem G st 150 Commis angestellt, und das Anlage⸗Kapital betraͤgt uͤber 7 Millionen Fr. t

Boͤrse vom 13. April. Zu Anfang der heutigen Boͤrse war die Rente sehr gesucht und steigend; aber zuletzt stellten sich zahlreiche Verkaͤufer ein, welche eine ruͤckgaͤngige Bewegung von ungefaͤhr 30 Cents veranlaßten.

Großbritanien und Irland.

London, 13. April. Die Koͤnigin hat beschlossen, der Er⸗ oͤffnung des Tunnel, die gegen Ende Junt's stattfinden soll, in eigener Person beizuwohnen.

86 Berichte aus China und Ostindien, welche mit der Ostindischen Post am Sonnabend in London ein⸗ getroffen sind, fuͤgen den ersten Nachrichten wenig Bemerkens⸗ werthes hinzu. Man will wissen, daß Capitain Elliot zu dem raschen Abschlusse des Praͤliminar⸗Vertrages durch bestimmte Be⸗ fehle seiner Regierung veranlaßt worden sey, welche aus Besorg⸗ niß vor einem Kriege mit Frankreich ihn dahin instruirt hatte, die Differenzen so bald wie moͤglich beizulegen, um die Flotte disponibel zu machen. Von der Insel Hong⸗kong sollte am 26.

ob sich die Folgen jener kuͤnstlichen Erschuͤtte⸗

Januar feierlich Besitz genommen werden. Außer den Klagen, welche die Ostindischen Blaͤtter uͤber die vom Capitain Elliot ge⸗ schlossene Uebereinkunft vernehmen lassen, wird auch eine Be⸗ schwerdeschrift mitgetheilt, die ein bedeutendes Handelshaus 3. Canton dieserhalb an die Regierung gerichtet hat. Es wird darin ge⸗ klagt, daß China in dem Traktat weder sein Bedauere hin⸗ sichtlich der den Briten zugefuͤgten Beleidigungen zu wefeghe gebe, noch in demselben im geringsten einer Sicherheit fuͤr 89 Zukunft erwaoͤhnt sey; ferner sey das Prinzip der Zoͤlle und Ab⸗ gaben nicht genau angegeben; auch sey der Belauf der Entschaͤ⸗ digung so gering, daß er nicht einmal den Betrag des Opiums allein, geschweige denn die Zinsen desselben, die durch das Ver⸗

16“

dem Geschaͤft

fen, daß di

er aber werde nichts dagegen haben, nesen ein Pater Mathew erhoͤbe u Menschen uͤberzeugte, daß sie besser der Couriere selbst an jener Zoͤgerung Schuld V zu kaufen.

Justiz⸗Minister allen ucs a

berbracht.

des Commo

rief der Befehlshaber

2.

ut nach d

dem Innern gewesen seyn wuͤrde.

Volke aufs aͤußerste zu raͤchen. bare wirkliche Sicherheit fuͤr Chinesen erlangt,

der dort erhaltenen Stellung den besten des Britischen Handels zu machen. handels bemerkt der „Globe“,

Das Dampfschiff „Oriental“, welches 5 3 82b Kittellandischen Meere in Falmouth angeko fuͤr den Augenblick ent⸗aͤnderen Passagieren auch den Commodore Der Hafen⸗Capitain von Plymouth an das Dampfschiff gesandt, mit einem Offizier,

Europa darunter 2 Nachsicht gezeigt

ob es verbreiten. . i, haͤtten gefuͤrchtet, daß der ei riegerischer Demonstrationen an d Widerstandssystem und Ruͤckzug

dies dem richtigen

gelitten

klug gewesen Leute, die mit

Der „Globe“ 1 Gefuͤhl civilisirter Menschen wi⸗

haben wuͤrde, haͤtte, und es sey kommer⸗ waͤre, Schrek⸗ China wohl be⸗ nzige Erfolg aus⸗ en Kuͤsten Chinas der Chinesen nach meint ferner,

Beleidigungen an einem so durchaus unkriegerischen

das kuͤnftige g und in frischem Andenken zu Geb

Lektion

es sey keinem e Schmuggelei in diesem Artikel

dore entgegennehmen sollte. Da des Dampsschiffes, em Offizier

es kaäͤme nur auf England an,

Hinsichtlich Zweifel unterwor⸗

Lieutenant des im Hafen stationirten

Auch habe man eine sehr schaͤtz⸗ ute Verhalten der bei ihnen

erhalten und von rauch zu Gunsten des Opium⸗ fortdauern werde,

Millionen

vorgestern aus dem mmen ist, hat außer Sir Charles Napier hatte ein Boot der die Befehle es dunkel war, so

Tancock, Wachtbootes

damit dieser die Depeschen in Empfang nehmen solle; er sagte

babei, daß Packet, lich

warte, um Lieutenant,

die in ihrem Boote

Beamten ze

gehen.“ rief darauf auf die and

drien stand und es wur Seiten der

waͤhrend im Frau des C zugekommen dieses Geruͤ verbreiteten.

ist, daruͤber

keinen Zwei

woͤhnlichen bI ein Sohn

der nach England kommen ment einzutreten,

V welchem er Nach

Regierung

vermuthet, Monaten schlossen we

geleistet, ha ben. Am

der Repub gleich beilegt, w Vertraͤgen,

Republik.

Admiral se

welches er in seiner ans Land befoͤrdert Boote antwortete darauf,

wiß nichts dagegen einzuwenden haben, Der Commodore,

und dann will ich zu Ihnen hin und der Commodore ist bereits

meldeten; es

Fayner, welcher fruͤher Frau des Schauspielers Power, befindet. Er sagt in demselben:

ist an dem Steuerruder oder an der fuͤr die Dauerhaftigkeit des Schiffes setze ich meinen Ruf ein. daß es nach Bermuda gegangen ist, der Wind die Ruͤckfahrt nach New⸗York nicht gestattete,

noch viel weniger die Fahrt nach Halifax. Es scheinlich, daß das Schiff vor seiner Ankunft in Bermuda ge⸗ sehen worden ist,

des Herzogs von Richmond, Lor um in ein in das er aus dem Infanterie⸗Regimente, in uͤbergetreten ist.

Senat den

nischen Senat als Gesandter fuͤr ausgezeichneten

selbe mit Herrn vollmaͤchtigten, lik Texas

man diesem Traktat

deutende Erweiterung des

In der ein Schreiben von Sir Robert Stopford v zeß Charlotte“, Hafen von Malta, 11. Maͤrz, ine Freude uͤber das von beiden Par

Commodore Napier am Bord sey,

muͤsse. auf den

werden daß er ihn ans Land zu bringen. dazu die

„wenn Sie

igend) erhalten koͤnnen,

Offizier zu: „Kommen Sie

wo die Beamten

dem ere Seite,

den mit dem „Oriental“ eingegangenen Nachr

es mit Mehmed Ali's Gesundhe de behauptet, daß die

Pforte widerfahren, sehr nachthei

wirkt habe.“ Ueber das Schicksal des „Praͤsiden Zweifel, und eine

Menge darauf bezuͤglicher unter Anderem hieß es dieses Schiffs, Capita Ankunft des „Praͤsi

Umlaufe, ommandeurs , welche die hat sich aber bei naͤherer

Hand habe, so

unter kommen.“ in London eingetroffen.

und daß da schnell wie moͤg Der Offizier im

Commodore selbst „Nun“, erwiederte der Erlaubniß der neben dem Schiffe haltenden Quarantaine so wird der Commodore ge mit Ihnen ans Land zu der sich auf dem Verdecke befand

Herren da (au

mit Ihrem Boot

uns nicht sehen koͤnnen,

Dies geschah

Nach ichten aus Alexan it sehr bedenklich

Behandlung, welche ihm vo

lig auf ihn einge

t” ist man noch immer im Geruͤchte sind for

heute, es seyen de in Robert's, Brie

dent“ in Madeira Erkundigung ergeben, daß cht eben so wenig gegruͤndet gewesen, wie die fruͤher

Bemerkenswerth ist ein Schreiben des Capitain

den „Praͤsident“ der sich am

braucht man keine Besorgniß

fel daruͤber,

da es sich in jenem Falle Wege

Bord des wollte,

bisher gedient hat, Berichten aus Texas vom 30. Vertrag mit England verspricht durch denselben

berm ihr Vermittelung zwischen Texas und derm ihr Vermittelung zwisch exc Waffenstillstand von sechs

von Unterhandlungen abge⸗ Hamilton London bestaͤtigt worden. dieser General den Texianern Vertrauen seiner Mitbuͤrger erwor⸗

daß in Folge dessen ein behufs der Einleitung eden wird. General James Dienste, welche ben ihm das volle Vert 18. September vorigen Verstolk van Soelen, als

Jahres N

dem Koͤnige der in Texas nicht

und

ie den mit Frankreich so verspricht man sich doch auch

letzten Unterhaus⸗Sitzung vor den

ratifizirt. bekanntlich

kommandirt hat, an die Bord des Schiffes „Daß der „Praͤsident“ geborgen zu hegen; Maschine etwas gebrochen,

ohne Zweifel aber Ich hege W da und

Es ist nicht wahr⸗

nicht auf dem ge⸗

der nach England bestimmten Schiffe gehalten Schiffes befindet sich unter Anderen auch Lord Frederick Lennox,

Kavallerie⸗Regi⸗

Januar hatte der Die Britische unter An—

Mexiko, und man

ist vom Texia⸗ Die

unterzeichnete der⸗ iederlaͤndischen Be⸗

einen Handels⸗ und Schifffahrts⸗Vertrag zwischen

Niederlande. Ob⸗ so großes Gewicht

und England abgeschlossenen

) von ihm eine be⸗

Handels und Kredits der jungen

Oster⸗Ferien wurde

om Vord der „Prin⸗

verlesen, worin der lamentshaͤusern

wenn sich unter den Chi⸗ nd dreihundert

daran thaͤten, kein Opium

nennt das neue Ministerium ein transitorisches.

ihm und seinen Waffengefaͤhrten im Syrischen Kriege zu Theil gewordene Danksagungs⸗Votum ausdruͤckt.

Nach Plymouth ist der Befehl ergangen, den „Cornwallis“ von 72 Kanonen, auf welchem Sir W. Parker, der neuernannte Ober⸗Befehlshaber der Flotte in den Indischen und Chinesi⸗ schen Gewaͤssern, seine Flagge aufpflanzen wird, sogleich in segel⸗ fertigen Stand zu setzen. Die Fregatte „Vernon“ von 50 Ka⸗ nonen in demselben Hafen ist beinahe segelfertig und soll eben⸗ falls nach Indien bestimmt seyn. Der „Monarch“ von 84 Ka⸗ nonen liegt in Sheerneß segelfertig. Auf den Werften von Ports⸗ mouth soll alsbald der Bau zweier neuer Kriegs⸗Dampfboͤte, „Thunderer“ und „Scourge“, begonnen werden. Die Brigg „Bittern“ und der Schooner „Fair Westkuͤste von Afrika bestimmt.

Die Times theilt einen Korrespondenzbericht aus Dublin vom 10ten mit, demzufolge sich der noͤrdliche Theil der Provinz Tipperary in Irland im Insurrectionszustande befinden soll. Es haͤtten dort, heißt es, mehrere Ermordungen stattgefunden, und das Militair habe Befehl erhalten, die insurgirten Distrikte in Detaschements von 25 und 30 Mann bei Tage und bei Nacht zu durchziehen und zu saͤubern. Es sollen die sogenannten Band⸗ maͤnner seyn, von denen diese Unruhen ausgehen.

Termins der Schuldscheine der Bank der Vereinigten Staaten, die sich auf 400,000 Pfd. belaufen; bis jetzt ist aber wegen der Zahlung noch nichts bekannt gemacht, und man glaubt daher, daß zwar werden, daß aber die Auszahlung des Kapitals einen Aufschub erleiden werde, wofuͤr die Inhaber dieser Papiere durch einen er⸗ hoͤhten Zinsfuß entschaͤdigt werden sollten. der Vereinigten Staaten, Herr Jaudon, ist mit dem Dampf— schiff „Great Western“ nach New⸗York abgegangen.

In Colombo auf der Insel Ceylon lebt, dortigen Blaͤttern zufolge, ein Graf August Kurt Friedrich von Rantzau, jetzt 90 Jahr alt, der fruͤher gegenwaͤrtig aber in der groͤßten Armuth sich befindet und von der Britischen Regierung eine kleine Unterstuͤtzung bezieht.

Der Oberbefehlshaber des Heeres hat beschlossen, daß Ge⸗ neral⸗Major Sir George Arthur, der bisherige Gouverneur von

Ober⸗Kanada, dessen Zuruͤckberufung beschlossen war, in Folge

der Vereinigung der beiden Kanadischen Provinzen, vorlaͤufig in Kanada bleiben und in dem Stabe der dortigen Armee angestellt werden soll.

Die hiesigen Blaͤtter enthalten einen Bericht uͤber die Weg⸗

nahme des Schiffes „Pilot“ durch die wilden Einwohner der Nikobarischen Inseln. Der Capitain und war es gelungen, zu entkommen. .J. von einem Englischen Kreuzer in halbverschmachtetem Zu⸗ ande aufgenommen worden. Prinz Albrecht ist zum Windsor ernannt worden. General Sir Ronald Ferguson, Mitglied des Unterhauses uͤr Nottingham, der liberalen Partei angehoͤrig, und einer der usgezeichneteren Britischen Fuͤhrer im Halbinsel⸗Kriege, ist am 0. d. M. gestorben.

EEEEIIII

Bruͤssel, 14. April. Die in dem heutigen Moniteur Belge enthaltenen Koͤnigl. Verfuͤgungen, wodurch die Entlassun— en der bisherigen Minister angenommen und die neuen Mini⸗ ster (s. die telegr. Depesche in Nr. 106. der St. Ztg.) ernannt verden, sind saͤmmtlich vom 13. April datirt. Durch eine beson⸗ ere Verordnung ist die Verwaltung des oͤffentlichen Unterrichts, o wie der Wissenschaften und Kuͤnste, fortan mit dem Mini⸗ sterium des Innern (gegenwaͤrtig unter Herrn Nothomb) verei⸗ Der bisherige Minister des Innern, Herr Liedts, ist zum Gouverneur der Provinz Hennegau ernannt. Der bisherige tz⸗Minister, Herr Leclercq, tritt wieder in seine Funk⸗ als General⸗Prokurator beim Cassationshof zuruͤck. Bezug auf die auch vom Kriegs⸗Minister, General eingereichte Entlassung heißt es in der betreffen⸗ g „In Betracht, daß General Buzen von den Kammern ein Vertrauens⸗Votum erhalten, fuͤr welches er persoͤnlich verantwortlich ist, wird dessen Entlassung nicht an⸗ genommen, sondern er behaͤlt die Leitung des Kriegs⸗Ministe⸗ riums, um über die ihm bewilligten Kredite Rechenschaft zu er⸗ Der zum Justiz⸗Minister ernannte Herr van Volrem ist der Buͤrgermeister von Bruͤssel. Die meisten dieser Koͤnigl. Verordnungen sind von dem neuen Minister der auswaͤrtigen Angelegenheiten, Grafen von Muelenaere gegengezeichnet; die letzte derselben, durch welche die Schließung der legislativen Ses⸗ sion von 1840 1841 angeordnet wird, traͤgt die Kontrasigna⸗ tur des Herrn Nothomb. Die Koͤln. Z. schreibt aus Bruͤssel: „Die oͤffentliche Stimme Da naͤmlich im naͤchsten Juni die Haͤlfte der Repraͤsentanten⸗Kammer neu ge⸗ waͤhlt werden muß, so will man, wie es scheint, das Resultat dieser Wahlen abwarten, um hiernach eine definitive Combina⸗ tion zu Stande zu bringen. Nach der beliebten Eintheilung in Katholiken und Liberale beurtheilt, haben letztere in diesem Mi— nisterium entschieden das Uebergewicht; denn nur der Graf von Muelenaere, und etwa der Graf von Briey, koͤnnen als Repraͤ⸗ sentanten der katholischen Gesinnung angesehen werden, und selbst diese gehoͤren keinesweges zu den Stimmfuͤhrern der Katholiten. Dennoch ist die Mehrzahl der letzteren in beiden Kammern ent⸗

Rosamond“ sind an die Enalischer, Italiaͤnischer, Hollaͤndischer, Schwedischer, Dänischer, Boͤhmischer, Ungarischer und Polnischer Sprache. ersten Rang sowohl hinsichtlich der

die Zinsen nach wie vor regelmaͤßig wuͤrden bezahlt

Der Agent der Bank

in großer Wohlhabenhei st 6 2 2. groß hlhabenheit gestanden hat, im Großherzogthume Hessen in 12 Handlungen 113; im Kur⸗

mehrere von der Mann⸗ schaft waren ermordet worden, und nur einem Theil der letzteren Sie waren am 29. Dezember

Jaͤgermeister des großen Parks von

im Koͤnigreich lieferten uͤberhaupt 165

Uebermorgen ist der Verfalltag fuͤr die Zahlung des ersten mit 48 Handlungen und

dern mit Einschluß Boͤhmens und Ungarns in 14

8 Handlungen 74.

des neuen Fabrikats, welche in der letzten Deutschland kamen, Zeit einen großen Theil der ordinairen Tuͤcher liefern wird. Es duͤrfte von allgemeinem Interesse fahrens kennen 8 lernen.

ner Kratzmaschine oder mittelst einer sogenannten Windmaschine

auf einem

schlossen, das neue Ministerium zu unterstuͤtzen, und auf diese

Weise praktisch die liberalen Blaͤtter zu widerlegen, die behaup⸗

teten, die Katholiken wollten gern zusammengesetztes Ministerium.“ 1 IEE8 Kopenhagen, 13. April. (Aerztl. Buͤlletin.) Nach⸗ dem Se. Koͤnigl. Hoheit der Kronprinz waͤhrend mehrerer Wo⸗ chen an einem starken Erkaͤltungs⸗Husten gelitten, der vorzuͤglich in den letzteren Tagen zugenommen hat, sind Aderlaͤsse fuͤr noth⸗ 1 worden, nach welchen sein Zustand sich auch etwas In Schweden ist neuerdings in Veranlassung einer Schur⸗ Uerees mehrere Personen betheiligt sind, ein exemplarisches ih mfmi a öefalle; der Kaufmann P. G. Erichson in Halmstad Naaholm Ns En The. Assekuranz und Anbohrung seines von Lüre, zu ienh de bestimmten Schiffes zum Verlust seiner Pfah snuf den en uͤndigen Ausstehen im Halseisen an einem vie auch zu eh rkt zu Halmstad und zu 40 Peitschenschlaͤgen,“ lie auch zu zehnsaͤhriger oͤffentlicher Arbeit auf der Festung Chri⸗. Sa kondemnirt worden, und hat außerdem an Kosten den vllagne genren 1000 Rthlr. Bco. zu zahlen. Der Schiffer al N. Peterson ist gleichfalls zum Verlust seiner Ehre und zehn⸗ jaͤhriger Festungsarbeit verurtheilt worden. Auch die Mannschaft

ein ausschließlich von ihren Maͤn⸗

und bei der glorreichen Manifestation vom I. September eine

und die falschen Zeugen haben nach diesem Erkenntniß ihre Ehre verbrochen und sollen Geldstrafen zahlen, und endlich sind der Zoll⸗Inspektor Brinkmann und der Zollwachtmeister Malmros . Ausfertigung falscher Atteste zum Verlust ihrer Aemter ondemnirt.

Deutsche Bundesstaaten.

Leipzig, 9. April. (L. Z.) 1841“, Werke. erschienen sind, 95 geographische Karten

zaͤhlt wiederum 4513 fertige und 424 kuͤnftig erscheinende Unter den ersteren, welche uͤberhaupt bei 527 Verlegern

und Plaͤne und 444 in Franzoͤsischer,

Leipzig be⸗ hauptet fortwaͤhrend den Zahl der Verleger als des Umfanges gen; 74 Handlungen lieferten 650 Werke. Zu Dres, den erschienen in 7 Handlungen 70, und außerdem noch Sachsen in 10 Handlungen 85. In Preußen Handlungen 1173, worunter sich Berlin

der Unternehmun⸗

fallen 253 in 47 Handlungen erschienene Werke auf Westphalen

und die Rheinlande, und es verbleiben fuͤr den oͤstlichen, diesseits der Weser gelegenen Theil der Monarchie, mit Ausschluß Ber⸗

lins, 70 Handlungen mit 471 Werken. Zu Wien erschienen in 19 Handlungen 183, und außerdem in den Oesterreichischen Laͤn⸗ Handlungen

108. Bagyern lieferte uͤberhaupt mittelst 46 Handlungen 437

Werke, wovon 64 auf Muͤnchen, 77 auf Nuͤrnberg und 56 auf

Augsburg fallen. Zu Stutrtgart erschienen in 17 Handlungen 173 und außerdem in Wuͤrttemberg in 13 Handlungen 96. In den Gkoß⸗ herzoglich und Herzoglich Saͤchsischen Laͤndern, mit Einschluß der kleineren Fuͤrstenthuͤmer, erschienen in 27 Handlungen 195;

fuͤrstenthume Hessen in 8 Handlungen 51; im Koͤnigreiche Han⸗ nover in 9 Handlungen 105; im Herzogthume Braunschweig in 1 Baden lieferte in 20 Handlungen 189, die vier freien Staͤdte in 24 Handlungen 198, und die uͤbrigen nicht genannten kleinern Deutschen Bundesstaaten in 20 Hand⸗ lungen 124 Werke. Die Schweiz brachte mittelst 19 Handlun⸗ gen 157, und vier Handlungen Frankreichs 72, Kopenhagen in 5 Handlungen 227, eine Schwedische Handlung 27, und vier Russische Handlungen 12 Werke.

Hesiteereh.

Wien, 10. April. Ueber die Fabrication des sogenannten Filztuches giebt eine Notiz in der A. Z. folgende Aufschluͤsse: „Viel Aussehen erregte im vorigen Jahre die Erfindung eines Amerikaners, Wollentuͤcher zu fabriziren, ohne daß dabei der Spinn⸗ und Webeprozeß in Anwendung kommt. Nach Mustern Zeit aus England nach ist nicht zu zweifeln, daß dasselbe mit der

esse seyn, das Wesentliche des Ver⸗ Die Schafwolle wird nach vorlaͤufiger olf machinirt, worauf man sie entweder auf ei⸗

Reinigung im

in eine Watte von gehoͤriger Dicke verwandelt. Diese Watte kommt dann auf die Filzungsmaschine, worin eine Anzahl von Walzen in ““ uͤbereinander angebracht ist; der zinl laͤuft im Fuhrtuch allmaͤlig zwischen den Walzen durch und die durch die wechselweise Bewegung der obern Walzen erzeugte Rei⸗ bung versetzt ihn mit Beihuͤlfe von Wasserdampf, also von Feuch⸗ tigkeit und Waͤrme, in einen festen und dichten Zustand. Der aus der Filzungsmaschine hervorgegangene Fliz kommt zur weitern Bearbeitung auf die Walkmaschine, welche die Verfilzung der Wolle vervollstaͤndigt und sie in Tuch verwandelt. Diese daschine besteht aus einem Trog, worin sich etwa sechzig Paare gußeiser⸗ ner Walzen in siedender Seifenaufloͤsung drehen. Der Bewegungs⸗ Mechanismus ist so eingerichtet, daß die beiden Walzenreihen eine abwechselnde Bewegung vorwaͤrts und ruͤckwaͤrts erhalten und das Filztuch dennoch allmaͤlich durch die Maschine hindurch pas⸗ siren kann. Zur Erzeugung des festesten Filzes oder Tuches muß man den Stoff in allen Richtungen walken oder walzen; durch die genannte Maschine entsteht aber bloß ein Walzen nach der Laͤnge, und um ihn auch nach der Quere zu bearbeiten, bringt man ihn in eine zweite Walkmaschine. Letztere Maschine ist auf eine aͤhnliche Weise eingerichtet, wie die vorhergehende, aber noch mit anderen von unten wirkenden Walzen versehen, welche mit den oberen einen Winkel von beilaͤufig 450 bilden und sich auch mit einer 4 bis zmal groͤßeren Geschwindigkeit als das Fuhrtuch des Filzes bewegen. Das Tuch muß zu seiner Vollendung diese Maschine mehrmals passiren. Eine Beschreibung und Abbildung aller dieser Maschinen enthaͤlt das Aprilheft von Dingler's poly⸗ technischem Journal“ 8

In der Wallachei ist eine Fuͤrstliche Verordnung erschienen, wegen Beschraͤnkung des von den Kloster⸗Aebten bisher geuͤbten S die zu den Kloͤstern gehoͤrenden Grundstuͤcke zu ver⸗ pachten.

1

Madrid, 4. April. In der Sitzung der Deputirten⸗Kam⸗ mer vom 2ten wurde der Antrag gemacht, daß Deputirte und Senatoren, die ein Amt bekleiden, waͤhrend der Dauer der Session kein Gehalt beziehen sollen. Ein anderer Antrag, daß der Armee, den Frei⸗Corps, den Provinzial⸗Milizen und der Na⸗ tional⸗Miliz fuͤr ihr wuͤrdiges Benehmen waͤhrend des Krieges

Danksagung votirt werden solle, wurde sogleich und ohne erst in die Buͤreaus verwiesen zu werden, angenommen.

In der gestrigen Sitzung theilte der Conseils Praͤsident die Abschriften von sieben Aktenstuͤcken der Kammer mit, darunter das aus Marseille datirte Manifest der Koͤnigin⸗Regentin, die Petition des Infanten D. Francisco de Paula, die Tutel uͤber seine Nichten betreffend, sein von Paris aus uͤber denselben Ge⸗ genstand erlassenes Manifest, die Antworten der Regentschaft ꝛc.

Die Budgets⸗Kommission der Deputirten⸗Kammer hat Herrn Olozaga zu ihrem Praͤsidenten ernannt.

Ein hiesiges Blatt meldet, daß 37 Deputirte eine von ihnen unterzeichnete Petition der Kammer vorgelegt haben, worin sie verlangen, daß der Herzog von Vitoria vor die Schranken der Kammer gefordert werde, um uͤber sein im „Eco del Com⸗ mercio“ durch den General Linage publizirtes Manifest (siehe Nr. 102. der St. Ztg.) Erklaͤrungen abzugeben, und ferner daß alle Truppen, welche in der Naͤhe der Hauptstadt kanton⸗ niren, in eine Entfernung von 56 Kilomstres zuruͤckgezogen werden, damit die Cortes in voͤlliger Freiheit berathen koͤnnten.

V Das am 1. April hierselbst ausgegebene halbjaͤhrliche Buͤcher⸗Verzeichniß, „Meßkatalog Ostern

befinden sich 195 Romane, il dramatische Werke,

449 Werken befindet; von den uͤbrigen

Kommission besteht aus den Herren Alonzo,

Blurriel, Inigo, Pastor und

Am 26. Maͤrz ist in Santiago

Quiroga gestorben, derselbe im Jahr 1

v““

T

Es war am 29. Maͤrz fruͤh

seine Entlassung uͤberrascht wurde.

keineswegs unbesorgt um sei

sich auf ein kleines Guͤtchen

werden nicht ruhen, bis er seyn werde. fuͤr

fel, und die Meinung, daß

bekannt durch seine vor zwei Europa, sey bei dem Schah

Konstantinopel, 29.

ab.

gleich am heutigen ßen die Maͤnner der Serai's

der noch streitigen Punkte Recht haben,

waoͤre, die Tuͤrkische Marine samkeit wurde er von

und aus derselben Ursache soll er spoͤte In der letzten Zeit so nungen an den Tag gelegt haben.

keine bessere Wahl als diese treffen. Admiral glauben Viele schlie

loren haben.

Abd⸗ul⸗Medschid

Ernennung Tahir Pascha's zum Groß⸗ daß der Großherr nicht so sehr

ßen zu duͤrfen, keit gestimmt sey,

worden seyn, um diese

ten zu verwenden. Smyrna, 256.

eben so,

dann noch Folgendes hinzu: Gouverneur versammelten

rence, Capitain

sichtlich

zu treffen, beschlossen: zwei

kommen zu lassen.

öffentlich auszusprechen,

Raͤthe des Gouverneurs und Konferenz, die gewissermaßen

einzufuͤhren, daß die 60,000 Tuͤrken, die

stattet hatten, eine an die

rungen, ihre ißbilligung

Die fuͤr die Fueros der Baskischen Provinzen niedergesetzte

Hellenen an den Tag legen un

Indessen soll a die Dauer seiner Stellung schon am ersten Tage sich auf eine besorgliche Weise geaͤußert haben. Daß Triebfeder der Minister⸗Veraͤnderung ist,

und Gebieter der Inseln dagegen der in der Marine seine Laufbahn gemacht, in der Schlacht von Navarin Kapudan⸗Beg, spaͤter Kapudun⸗Pascha fel der faͤhigste und entschlossenste S Englaͤnder selbst bei mancher Gelegenheit das Zeugniß einer außer⸗ ordentlichen Tuͤchtigkeit gegeben, der eir 1

Maͤrz.

Adana.

, der mit

uͤr kei.

Von der Tuͤrkischen Graͤnze,

in der

ruͤckziehen; allein es ist eine große Fr Feinde da in Ruhe lassen werden;

man

Er empfing sie ruhig, n kuͤnftiges Schicksal; vorerst will

Gamboa, Goyeneche,

der General Don Antonio Riego auf der Insel Leon 20 das Banner der Freiheit erhob.

18

S

6. April. (Schles. Z.) Morgens, als Reschid Pascha durch

jedoch er

Naͤhe von Konstantinopel zu⸗

age, ob ihn seine vielen befuͤrchtet vielmehr, diese

in eine entfernte e-2egg verwiesen uch der neue Minister Rifaat Pascha

dadurch ein

med Ali weiter als je hinausgeschoben sey, Anhaͤnger. Nachrichten aus Teheran sagen: Jahren unternommene

in Ungnade

entehrenden Strafe unterzogen worden.

(A. Z.). Reschid Pascha, Minister der auswaͤrtigen Angelegenheiten, waͤhnt) abgesetzt. Heute fruͤh erschien in seinem Hotel ein Com⸗ missair der Hohen Pforte un Sultans das ihm vor wenigen Tagen v

Maͤrz.

Zugleich kuͤndigte der Abgesandte dem Reis⸗Efendi, noch in voriger Woche seine Stellung im Divan neu befestigt waͤhnte, die Entlassung aus dem Minister war der sanftmuͤthige Rifaat Bey, vor manischer Botschafter in Wien, ernann Tage publizirt.

auf die

der letzten

muͤssen wir bald sehen.

ward

d nahm demselben

t und seine Aus dieser Wahl schlie⸗ friedlichen und versoͤhnlichen Gesinnungen des Großherrn, daher auf eine baldige Beilegung

Ponsonby die Haupt⸗ unterliegt keinem Zwei⸗ Arrangement mit Meh findet immer mehr Hussein Khan, Mission nach gefallen und sogar einer

ist (wie bereits er⸗ auf Befehl des

erliehene Nischan wieder der

ium an. An seine Stelle

einigen Jahren Otto⸗ Ernennung

Fermane. Ob sie darin Tahir Pascha ernannt,

war, ohne Zwei⸗

eemann des Orients, dem die

nzige Mann, der im Stande

wieder zu 6 Wegen seiner Grau⸗

Sultan Mahmud von der Flotte entfernt r das Paschalik von Aydin ver l Tahir menschlichere Gesin⸗ Bestaͤtigt sich dies, so konnte

Aus de

zur Nachgiebig

als man glauben machen moͤchte; vielmehr meinen sie, duͤrfte der Flott

e ein ausgezeichneter Fuͤhrer gegeben

mit desto groͤßerem Erfolg gegen

1“ Das hier erscheinende Echo d POrient erzaͤhlt den Hergang der FEreignisse in wie in Nr. 106 der St. Z. berichtet wird und fuͤgt „Am 5. Maͤrz haben die bei dem Konsuln einstimmig die in nachstehen

dem Beschluß enthaltenen Anordnungen getroffen:

„Wir, die unterzeichneten Konsuln, in Gegenwart von John Law ence, des Linienschiffs Ihrer Großbritanischen „Hastings“, von Sr. Excellenz Mustapha Pascha, Gouverneur der Inse Kreta, aufgefordert, und in seiner Gegenwart, haben, um für die hin tlich der ausgewanderten Kretenser, und der Einwohner, die sich be waffnet an sie angeschlossen haben, zu ergreifenden

Maßregeln Vorsorge

hlosse von uns werden fich an Ort und Stelle begeben, um diejenigen, welche unter den Ausgewanderten die Epitro⸗ pie (Kommission) bilden, unverzüglich an Bord der Englischen Schiffe Es soll ihnen bedeutet werden, daß die Re⸗ gierungen der Unterzeichneten ihre Erscheinung in Kreta durchaus mißbilligen und daß alle diejenigen Landes⸗Einwohner, die ihrem Rufe gefolgt sind, die Waffen zu strecken haben. Die Ausgewanderten haben sich. bei dem Englischen Kommandanten zu stellen, um an Bord eines Fahrzeuges gebracht zu werden, welches von Sr. Excellenz Mu⸗ stapha Pascha bezeichnet werden wird, und auf dem sie, unter dem Schutz der Britischen Flagge, bis zum Eintreffen neuer Befehle aus Konstantinopel in Suda bleiben können, oder sie werden die Insel, wenn sie dies vorziehen, auf der Stelle verlassen. Se. Excellenz Muͤstapha Pascha verspricht den Landes⸗Einwohnern, welche die Waffen niederlegen, Pardon, und allen den Ausgewanderten, die sich unterwerfen wollen, sicheres Geleit; 8 er verpflichtet sich, auch der Epitropie, welche das Land mit den übri⸗ gen Ansgewanderten verlassen hat, sicheres Geleit zu geben. Falls sich diese Individuen nicht unterwerfen sollten, werden die Kommandanten und die Konsuln eine Proclamation erlassen, um ihre Mißbilligung ffer uspr. wonach es dem Pascha anheim Il ird die ihm zweckdienlich scheinenden Proclamation anlangt, so soll sie der Genehmigung des Capitains Dunn, der durch Unpäßlichkeit an Bord zurückgehalten wird, unterzogen werden. Gegenwärtiges Protokoll ist bei dem Pascha von den unter⸗ zeichneten Konsuln am 6. März 1841 abgefaßt worden.“ (Folgen di Unterschriften des Englischen, des Französischen, des Oesterreichischen des Russischen und des Griechischen Konsuls.) Am ten waren der Englische Konsul und der Kanzler des Franzoͤsischen Konsulats, die sich zu den Griechen begeben hatten um neue Ausgleichungs⸗Versuche zu machen, mit vier dieser letz⸗ teren nach Canea zuruͤckgekehrt, die sich den Titel von Commissai ren beilegten und in dem Englischen Konsulats⸗Gebaͤude in dem Dorfe Chalappa einquartiert wurden. Am 13ten hat am Bord des Linienschiffs „Hastings“ eine Konferenz stattgefunden, wel⸗ cher die Griechischen Commissaire, die Konsuln, fuͤnf Offiziere, oder

Was die

Sir David Dunn beiwohnten, eine

ohne

d 1 1 Resultat blieb, weil die Grie⸗ chischen Commissaire sich nicht offen uͤber alle Absichten chen wollten; man glaubte jedoch so viel zu verstehen, Plan war, auf der Insel eine republikanische deren Praͤsident ein Hellene

ausspre⸗ daß ihr Regierung

seyn sollte, und

sich auf der Insel befinden und

fast alles Grund⸗Eigenthum besitzen, erkennen und sich ihr unterwerfen sollten; tes Projekt, das seinen Ursprung Am 14ten haben die Konsuln, nachdem sie ihren Bericht uͤber die Konfe Einwohner ge

aßt und unterzeichnet, in welcher sie, im 1a nan⸗ des Benehmens der Kretensischen

renz des vor⸗ richtete Proclamation ver⸗

d hinzufuͤgen,

diese Regierung an⸗ ein abgeschmack

in der Unwissenheit hat.

Mustapha Pascha hergehenden Tages er⸗

Namen ihrer Regie⸗

daß sie alle diesenigen,

Zum Groß⸗Admiral

Aegyp

Kandien ganz

Majestät