1841 / 115 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

8 5 je vorige Regierung hat eine ansehnliche Schuld 28. General Harrison wird nicht leicht die Mittel finden, sie zu liquidiren; am argerlichsten ist es, daß die Unord⸗ nung in den Finanzen so groß ist, daß man nicht einmal den Belauf der Schulden kennt. Doch kann wohl versichert werden, daß die liquidirte Schuld nicht unter 20 Millionen Dollars be⸗ tragen wird. Es ist ergoͤtzlich, daß Herr Woodbury und Herr

Webster bis zum letzten Augenblick erklaͤrten, der Nationalschatz

habe gar keine Schulden.

Fhlaäand.

Bonn, 17. April. (Koͤln. Z.) Die evangelisch⸗theologische Fakultaͤt unserer Universitaͤt hat sich selbst zu ehren geglaubt, in⸗ dem sie dem wuͤrdigen Veteran der Literatur, Herrn Dr. Friedrich Adolph Krummacher, Pastor in Bremen, ehemaligem Professor der Theologie in Duisburg, dem Verfasser der Parabeln und der Schrift vom Geist und von der Form der evangelischen Ge⸗ schichte, bei Gelegenheit seines am 2. Jannar d. J. begangenen 50jaͤhrigen Amts⸗Jubilaͤums, ein lateinisches Gluͤckwuͤnschungs⸗ Schreiben uͤbersandt hat. Auch hat die Fakultaͤt den bisherigen Pfarrer in Duisburg, Herrn Johan Peter Lange, jetzigen Pro⸗ fessor der Theologie in Zuͤrich, zum Doktor der Theologie ernannt, um diesem geistreichen und unserer Provinz in mancher Beziehung werth gewordenen Theologen dadurch einen Beweis ihrer Hoch⸗ achtung und ihrer Theilnahme an dem ihm jetzt eroͤffneten Wir⸗ kungskreise zu geben.

. 11““

6 Einladung. Der Verein der Kunstfreunde im Preußischen Stgäate wird am 18. Mai d. J. um 11 Uhr im Königl. Akademie⸗Gebäude seine ge⸗ wöhnliche Jahres⸗Versammlung für Abstattung des Jahres⸗Berichts, Rechnungs⸗Ablegung und Verloosung der erworbenen Kunstgegenstände

halten. Die geehrten Mitglieder werden hierzu ergebenst eingeladen und zugleich ersucht, die etwa für das Jahr 1840 noch rückständigen Beiträge bis zum 10. Mai c. spätestens einzuzahlen, um an der Ver⸗ loosung Theil nehmen zu können. Die zur Verloosung bestimmten Kunstwerke werden vom 26ͤsten April bis zum 10. Mai täglich von 11 bis 2 Uhr in dem vorerwähnten Lokale für die Mitglieder des Vereins ausgestellt seyn. Jedem der hier in Berlin wohnenden Mitglieder wird eine Anzahl Karten zum Ge⸗ brauch für sie selbst und ihre Freunde übersendet werden. Die auswär⸗ tigen hier anwesenden Mitglieder können solche Karten auf Verlangen⸗ bei dem Vorsitzenden des Vereins, Herrn von Olfers (hinter dem neuen Packhof Nr. 2), dem Schatzmeister Herrn Stadrath Keibel (Stralauer⸗ Straße Nr. 52), oder dem Secretair Herrn Funk (Markgrafen⸗Straße Nr. 53) Morgens zwischen 8 und 10 Uhr in Empfang nehmen. Berlin, den 22. April 1841. Direktorium des Vereins der Kunstfreunde im Preußischen Staate.

Meteorologische

Nachmittags

1841. Morgens V

23. April. 6

Uhr.

2 Uhr.

Beobacht Abends 10 Uhr.

ungen. Nach einmaliger Beobachtung.

Luftdruck.. Lustwärme Thaupunkt Dunsssaͤttigung

Wind Wolkenzug..... Tagesmittel:

NO.

335,22“ Par.

335,04" „Par. 335,29“ Par.

+ 5,5 ° R. + 12,60 R.

+ 1,1 ° R. + 820 R. 83 pCt. bezogen.

70 pCt. bezogen. NO. O. + 8

87 vCt. Gewitter.

1

8 335,27 “Par. Quellwärme 6,9⁰0 R. 7,90 R. 6,9 °0 R.

+ 5,4 9 R.. 80 „Ct. ONO.

Flußwärme 7,8 9 R. Bodenwärme 7,00 R. Ausdünstung 0,025“ Rh. Niederschlag 0,019“ Rh. Wärmewechsel +. 12,7 9 + 690.

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n 24. April [81

*8 Brief.

Cour. Geld

36 r. Brief.

1

Cour. Geld.

St. Schuld-Sch. Pr. Rugl. 0 bl. 30. Präm. Sch. der Seehandlung. Kurm. Schuldv. Neum. Schuldv. 72 RBerl. Stadt-Obl. Elbiuger do. Danz. do. in Th. Westp. Pfaudbr. Grossh. Pos. do. 4 Oztpr. Pfandbr. 3 Pomm. do. 31 Kur- u. Neum. do. 2²1 Schlezische do. 234

4 4

103 11/12

101]

82 5 % 1017 10171 103 ½ 100

à8

101 ½

102 103 103 7/2 102 ½

101 ¾ 103

1051½ 101 ½2 102 ⁄½

1035⁄12 12 1007⁄1

2 Brl. Potz. Eiser do. do. Prior. A Mgd. Lpz. Eizer do. do. Prior. A Berl. Anh. Eizer do. do. Prior. A Düss. Elb. EF. do. do- Prior. A

Gold al marco Friedrichsd'or And.

Dizconte

Actien.

Goldmün- nen à 5 Th.

Eö2122 ct. 102 ½ 1b. 114 113 ct. 102] 2 1b. 107 ⁄1 1061⁄à et. 102 ⁄½ is. 98 ct. 5 102³ 28

13

81 1 4 4

Wechsel

- 60 0

2⁷ .

Pr. Cour. Thlr. zn 30 Sgr. Brief. Geld.

Amsterdam do Hamburg-. do London

““

Augsbhurg

Breslan

Leipzig in Courant Frankfurt a. M. Petersburg

An

Niederl. wi 5 % Span. 201 Präm. Sch. —.

Dauer der Eisenbahn⸗Fahrten am 23. April. Abgang Zeitdauer Abgang Verrne

von von Berlin. St. M. Potsdam. St. M.

Um 8 Uhr Morgens .. 1 5 [Um 6 ½ Uhr Morgens. . 2à25 11 Vormitt 40 » 9 * Vormitt. . 45 2 n Nachmitt. 42 »12 ½ Nachmitt.. 43 6 » Abends... 40 » V 1 5 10 .““ 54 7 ½ » 55

Abends I

Bei der Fahrt um 8 Uhr von Berlin wurde der Dampfdeckel, bei der Fahrt um 4 ½ Uhr von Potsdam die Feuerbuchse an der zugfüh⸗ renden Maschine undicht, so daß beide Züge der Reserve⸗Maschine be⸗ durften, deren Herbeirufung die längere Fahrtdauer verursachte.

Zinsl. 5 ⁄4.

1 % 24 ⁄h1 G. 500 Fl.

Sch. 83 G.

5 % Span. Anl 22 . 22. Eisenbahn-Actien. tes Ufer 375 G. do. linkes 250 G.

135 %¾.

im 14 Thl. Fuss 100 WZ.

1 S W

rkl.

16 Pusvive. Pol. —.

Amsterdam, 20. April. Schuld 521⁄16. 5 % do. Ausg. —. Oesterr. 105⁄¶.

51

Fl. Kurz

Fl. 2 Mt.

Mhb. Kurz

Mh. Mt. LSt. Mt. Fr. Mt. FI Mt. Fl. Mt. Thlr. 2 Me.

Thlr. Ta Fl. Mt.

8 DBö 5

Antwerpen. 19. 4₰

Neue Anl. 19 G.

Frankfurt a. M., 21. April. Oesterr. 5 % Met. 107 ⅞1 G. Bank-Act. 1986. 1984. 135 ⁄½. do. 4 % Anl. —. 2 ½ % Holl. 51 St. Germain 710 . München-Augsburg 861 ½ G. Strafs.

Loos

8

e zu 100 F 101

burg-Basel 240 G. Leipzig-Dresden 99 ½ Br.

Bank-Actien 1656 Br.

Hamburg, 22. April

Woch. 1

100. Kanz-Bill. ¼.

49⁄ 987⁄8 G. 21⁄½ % Partial- Obl. —.

Poln. Loose

1395[1 139

1387⁄⅞1 138 149 ¼1 1485

6 19⁵ ½ 78 101 ¾ 101 99 ¼

ge 99 ¼ 2

TTTTETII

Zinsl. —. Preuss.

55 ¾ G. Loose zu Preuss. Präm. N11

l1. —.

W Versailles rech-

Köln-Aachen 98 ½ G.

Engl Kuss. 108.

8 London. 17. April. v“ Cons. 3 % 90 ⅞1. Belg. —. Neue Aul. 23. Passive 5 ⁄. Ausg. Sch. 12 ¼. 2 ½ % Holl. 52. 5 % 98 ¾. 5 % Port. 33 ½. 3 % 20. Engl. Russ. —. Bras. 69. Columb. 22 ½. Mex. 30 ½. Peru 17 ½. Chili —. Petersburg, 16. April. Lond. 3 Met. 39. Hamb. —. Paris 407. Fl. 67 ⁄+¶. do. 500 Fl. 75 %. do. 200 Fl. 27 ⁄2.

Poln. à Par. 300

Wien, 19. April. 50 % Met. 107 ½. 4 % 98 ⁄½. 5 % —. 2 ½ % 55 7⁄16. Bank Actien —. Anl. de 1834 134 2 de 1839 113

1 %

Schatgspiele. Im Opernhause: Auf Begehren: Robert der Teufel, Oper in 5 Abtheilungen. Musik von J. Meyerbeer. (Dlle. Tuczek und Herr Erl, vom K. K. Hof⸗ Operntheater zu Wien: Jabelle und Robert, als Gastrollen.)

Im Schauspielhause: Maria Stuart, Trauerspiel in 5 Abth., von Schiller. (Mad. Buͤrckner, vom Stadttheater zu Breslau: Maria und Hr. Wolmany, vom Herzogl⸗ Hoftheater zu Dessau: Mortimer, als Gastrollen.)

Montag, 26. April. Im Schauspielhause: Zum Erstenmale wiederholt: Ein Wort des Fuͤrsten, Schauspiel in 5 Abth., von A. P. Hierauf: Der Spiegel des Tausendschoͤn, Burleske mit Gesang in 1 Akt, von Carl Blum.

Dienstag, 27. April. Im Opernhause: Ich irre mich nie! Lustspiel in 1. Akt. Hierauf: Der Seeraͤuber, großes Ballet in 3 Abth., von P. Taglioni.

Im Schauspielhause: Franzoͤsische Vorstellung.

Kinigitiche Sonntag, 25. April.

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Koͤnigsstaͤdtisches 11

Sonntag, 25. April. Der Talisman. Posse mit Gesang in 3 Akten, von J. Nestroy. Musik von A. Muͤller.

Montag, 26. April. Der Talisman.

Dienstag, 27. April. Die Juͤdin, Oper in 4 Akten. Musik von Halevy. (Dlle. Haͤhnel wird von ihrer Urlaubsreise hierin zum letzten Male auftreten. Herr Wild, K. K. Hof⸗Opern⸗ saͤnger zu Wien: Eleasar, als letzte Gastrolle.)

Markt⸗Preise vom Getraide. Berlin, den 22. April 1841. Zu Lande: Roggen 1 Rthlr. 11 Sgr., auch 1 Rthlr. 10 Sgr. 8 Pf.; kleine Gerste 27 Sgr. 25 Sgr. 8 Pf. Eingegangen sind 41 Zu Wasser: Weizen (weißer) Rthlr. und 1 Rthlr. 26 Sgr. 3 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 10 Sgr, auch 1 Rthlr. 9 Sgr. 5 Pf.; große Gerste 1 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf., auch 28 Sgr. 9 Pf.; kleine Gerste 27 Sgr. 6 Pf.; Hafer 27 Sgr. 6 Pf., auch 26 Sgr. 3 Pf.; Erbsen 1 Rtblr. 11 Sgr. 3 Pf., auch 1 Rthlr. 10 Sgr. (schlechte Sorte). Eingegangen sind 1053 Wispel 12 Scheffel Mittwoch, den 21. April 1841. Das Schock Stroh 10 Rthblr. 5 Sgr., auch 8 Rthlr. 15 Sgr. Der Centner Heu 1 Rthlr. 10 Sgr., auch 1 Rthlr. Branntwein⸗Preise vom 16. bis iucl. 22. April 1841. Das Faß von 200 Drt., nach Tralles 54 pEt., nach Richter 40 pCt., gegen baare Zahlung und sofortige Ablieferung, nach Angabe: Korn Branntwein 20 Rthlr.; Kartoffel⸗Branntwein 19 Rthlr., auch 18 Rthlr.

15 Sgr. Kartoffel⸗Preise. Der Scheffel Kartoffeln 20 Sgr., auch 15 S

Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen. mrrern-wwr. -

Gedruckt bei A. W. Hv yn

Wispel.

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Allgemeiner 2

Bekanntmachungen. sollte,

Nothwendiger Verkauf. der Stiftungs⸗

Königl. Land⸗ und Stadtgericht zu Wriezen. (Genußberechtigten,ne⸗ der genannten Städte, wer

Wriezen, den 2. Januar 1841.

Die den Michael Grunnowschen Erben gehörige, zu zu versehen. Alt⸗Reetz belegene, im ypothekenbuche sub No. 7 ver⸗

zeichnete, auf 7132 Thlr. 5 sgr. gerichtlich abgeschätzte

Siebenzig Morgenstelle soll im Wege der nothwendigen

Subhastation b yIII

ffentlich meistbietend verkauft werden.

Die Tare, der Hypothekenschein und die besonderen Kaufbedingungen können täglich in unserer Registra⸗ tur eingesehen werden.

Rob. Mey,

Demnach der deikommiß⸗Admi

Jede, welche an tianischen

Rheinische Eisenbahn⸗Gesellschaft. Unter Bezugnahme auf die Art. 33 und 34 der Sta⸗ tuten berufen wir die diesjährige ordentliche General⸗ Versammlnng der Actionaire auf Dienstag den 4. Mai c., Vorm. 9 Uhr, in dem großen Saale des Rathhauses zu Köln und machen auf die betreffende Bestimmung der Statuten aufmerksam, wonach nur diejenigen Actionaire ein Stimmrecht in der General⸗Versammlung ausüben können, welche ihren Actien⸗Besitz in unsere Register haben eintragen lassen. Köln, den 28. März 1841. Die Direction der Rheinischen Eisenbahn⸗Gesellschaft Hirte, Spez.⸗Dir.⸗Subst.

miß⸗Administrat

am 5. oder aus jedwe

unter dem Nar

Betanntmachung. zideikommiß⸗A

Von Shrsh 1 J. an ist der Antheil eines Studen⸗ ten der Theologie an dem von der Fr. Accis⸗Kommissar Vollimhaus, geb. Fiedler, zu Waldheim anno 1797 ge⸗ stifteten akademischen Stipendium an jährlich 35 Thlr

ur Erledigung gekommen und auf nlchstfolzende drei Jahre wieder zu vergeben. Mit Bezug auf die Vor⸗ schrift der Convention zu Festsetzung der öffentlichen Verhältnisse hinsichts der im Königreiche und Herzog thume Sachsen existenten Familienstiftungen ꝛc. vom 27. September 1825, Art. 1V. werden kraft dieses alle sichtlich derjeni qualifizirte Geschlechtsverwandte der Vollimhausschen

lichen haben vermeine

festgefetzten äußersten Anmeldungs⸗Termine,

festgesetz hieeh, iean. 184 1,

im Königl. Justizamte Rochlitz entweder mündlich oder schriftlich anzumelden, ihre durch Nähe der Verwandt⸗ schaft mit den amilien der Stifter, Armuth oder sonst

bezügliche Umst sen und, so weit de aber, und so fern sich kein zu den erwähnten Familien der Vollimhaus und 32 gehöriger e b1s

mit oder in dem festgesetzten Termine allhier anmeldennd

vom Vollimhaussche eil den Urkunde benannten Städten gebürtige

nach der vorgeschriebenen Rethefolge 29. de verfahren werden, sich

Superintendur am 2. April 1841.

Königliche Justiz⸗K Gräflich von der S nistrator, Kammer⸗Konsulent Hofrath f angetragen: Alle und von dem weiland Vene⸗ Feldmarschall Grafen Matthias Johann von der Schulenburg in seinem Testamente de dato Venedig 1740 errichteten Fideikommisse und dessen Re⸗ früher von dem Hokfgerichts⸗Pro⸗ von den Kanzlei⸗Prokuratoren dem Stadt⸗Secretair Schmer⸗ on dem Kammer⸗Konsulenten ministrirte, unter dem

Dr. Deneke hierselbst, darau

venüen entstandene, kurator Schele, nachher Seelhorst und Gössel, sahl und gegenwärtig v Hofrath r. Deneke hierselbst ad Namen Gräflich von der Schulenburgsche Fideikom

dingliche, hopothek u können glauben, des Endes gegenwärtige Ediktal⸗Cit als werden kraf

den 12. Juli 18 derselben kraft dieses den, ihre vermeintlichen den, auch die darüber in Handen h im Original zu produziren, eo

b regte Fideikommiß⸗ und Fiedlerschen Familien aufgefordert, sich bis zu dem n Sept. 1776 abgegebenen Prio

Sup.

das aus dem

ion verwaltete Konkurs⸗Vermögen, ent⸗ Konkurs⸗Kuratel⸗ äts⸗Erkenntnisses Grunde, eigenthümliche, arische oder sonstige Ansprüche machen öͤffentlich zu verabladen und dann ation erkannt ist;

weder auf den Grund des in dieser Sept. 1776 abgegebenen Priorit

dem anderen

2

t dieses Alle und

nen Gräflich von der Schulenburgsche dministration verwaltete vorhin näher bezeichnete Konkurs⸗Vermögen aus irgend einem recht⸗ Grunde eine Forderung oder einiges n, peremtorisch vorgeladen, in dem à1 zur Angabe und Klarmachung so angesetzten Termine si Rechte und Ansprüche zu u. abenden Dokumente praejudicio hin- welche Ansprüche an die mehrbe⸗ Masse auf den Grund des am ritäts⸗Erkenntnisses zu Fideikommiß⸗Masse in der Schulen⸗ der dem sich als

gen,

machen haben möchten, daß solche 7 entweder der allgemeinen Gräflich vo burgschen Konkurs⸗Masse überwiesen o rechtmäßigen Eigenthümer der Fideikommiß⸗Masse Le⸗

gitimirenden ausgeantwortet werden soll; hinsichtlich

- „Aller, welche aus einem anderwei üt nde begründeten Vorrechte nachzuwei⸗ herleiten zu können vermesnen nd Ptenntrslbhoes

möglich, zu bescheinigen, außerdem gänzlich präkludirt werden sollen. Zelle, den 15. April 1821. v. Kielmansegge.

Jede,

sub

Inzeiger fuͤr

daß mit Verleihung des theologischen Antheils 111“ in Stipendio an einen aus den in Die Königliche Domainen⸗Kammer z1 uhat durch Production des Original⸗K März 1841 nachgewiesen, Herrn Geheimen Rathe, Gener fen von Platen⸗Hallermund Erlaud an der Kirchstraße sub Nr. 26 1 und unter Brand⸗Kassen⸗Nr. 7 belegenen Gräflich von Platenschen Vollmeierhof mit allen

anzlei zu Zelle. chulenburgsche Fi⸗

7

Recht

auf v

ch einzufin⸗

Waldheim und Justizamt Rochlitz, den dahier In Stellvertretung Friedr. Hildebrandt.

Gebäuden, Ackerland Grundstück

Auf den

Rechte ode bezeichneter

Morgens

ferin werden demnach diejenigen,

gen Stillschweigen verwie pecretum Linden, den 13. April 1841. Das von Altensche Patrimonial⸗Gericht.

daß

in Linden

den aus 2 M. 66 R. Gär und 20 M. 54 ¶◻R. en und allem sonstigen

Summe von 17,500 Thlr. Gold käuflic 0 Antrag und zur Sicherstellung der Käu⸗ welche etwa dingliche

r Ansprüche irgend einer n Grundstücken zu haben

hierdurch aufgefordert, dieselben so gewiß in dem dazu Mittwochens den

1ö1 11 Uhr, vor hiesiger Gerich

Termine gehörig an⸗ und auszuführen, genfalls mit etwaigen Ansprüchen an den gedachten Vollmeierhof nebst sen werden sollen.

v. Mengers

al⸗Er cht zu Hannover,

rten, 99 M. 6 IR Wiesen bestehenden

Der Bandit. Holzmeier, ein

Hannover Mausche Rudel. Der Sohn der Nacht. Das Ge

aufkontrakts vom Spukgeschichte! dieselbe von dem bpostmeister Gra⸗ Der muthmaßliche Zeuge. Piratenleben.

dazu gehörenden Oel llius B Burgstraße 8, an der langen Bruͤücke, ist erschienen:

Ueber die Stelle in Paulus Gerhardt's Lied: „Is Zubehör für die Gott für mich so trete :c.“ Kein Zorn des gro ch an sich gebracht. ßen Fürsten. Vorlesung am f

und Prediger zu St. Nicolai. Eine Antwort auf die Schrift: der große Kurfürst von O. Schulz.

Art an den oben vermeinen sollten,

Eö1Iö“

tsstube angesetzten als sie widri⸗ oder Forderungen Zubehör zum ewi⸗

in der St. Nicolaikirche bestimmt. Eine Stimme wider die Theaterlust, nissen der theuern Männer Gottes dagegen

Pr. 2 ½l sgr.

Geh.

) Zur Theilnahme an unserem

hausen.

arwvumnreeseunena n un.

lichen Journalzirkel

zu oder Stei

varung förmigen,

nel⸗ wöhnliche

In *.

sie mit selbigen

Beschreibung eines neu⸗

on Eisen oder Kachelwerk,

ist erschtenen und in und Potsdam in der

Moͤrder und Gespenster

Literarische Anzeigen. Bei E. S. Mittler (Stechbahn 3) ist zu haben: welche an das Die wohlfeilste und beste Zimmerheizung vermittelst des

Kersteinschen Spira

erfuündenen eingerich

nkohlenfeuerung der b

an Brennmaterial zur äuße G Erwärmung, sowohl ge⸗

auch anhaltenden

r Zimmer, als auch sehr g.

Vom Erfinder Friedr. Sylv. Kers Tafel Abbildungen.

gr. 8. geh.

Scheible's Buchhandlu

Stuhrschen

von August L ew

Zwei Bände.

broschirt. 3 Fl. 30 kr. od n 1

Der Wehrwolf. Der Erbe d Muttermörder.

Das geschossene

allen Buchhandlungen, zu Berlin

laden wir das betreffende Publikum ergebenst ein.

Volssche Buchbandlung,

Durch des Kann folgende neu ber Schrift bezogen werden:

und neue

Systeme 1 M 8 im Allgemeinen und über

1111““

lofens. „für Holz⸗, Torf⸗ teten Stubenofens ei der größten Er⸗ rst schnellen, gleich⸗

ressante Ueber alte

roßer Räume dient. stein. Mit einer

Preis 12 ½ sgr.

Ein bistorisch Kritischer Versuch von 998 vxxeeeeee;bö Gr. 8. Geh. I Leipzig, im März 1841. F. A. Brockhaus.

ng in Stuttgart

Bei Ferd. Dümmler, u. d. Linden so eben:

„zu haben:

Zur 1er über Thlr. e 1

und über 8 die davor gehegten Besorgnisse. Preis geh. 10 sgr.

1 1 s1 g

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er 2

189 es Teufels. Der Täubchen. Der

6 Pf.; Hafer 29 Sgr. 6 Pf., auch 8

2 Rthlr. 3 Sgr. 9 Pf., auch 2

alte Mellinger und seine Söhne. Der Blaue.

spenst um Mittag. Verborgene Schuld gerechte Strafe! Der Selbstmörder. Der blutige Schrank.

In Oehmigke's Buchhandlung (Julius Bülow),

ünfundzwanzigsten Stiftungsfeste der Deutschen Gesellschaft in Ber⸗ lin von F. A. Pischon, Königl. Confist. Assessor Paul Gerhardt und Geh. Pr. 2 ½ sgr. Der Ertrag ist zu einem Bilde Paulus Gerhardt’'s

nebst den Zeug⸗ des

seligen Ph. Spener's und des seligen A. H. Franke.

Medizinischen und Naturwissenschaft-

25 Charlottenstrafse.

alle Buchhandlungen des in⸗ und Auslan- mir erscheinende int e-

medizinische Lehr-

neuestes natürliches System der Medizin insbesond re.

erschien

Preußische Staͤats⸗

N 115.

Der der Nr. 113 der Staats⸗Zeitung beigegebene

A. W. Haynsche Buchhandlung, Zimmerstraße Nr. 29, und in den

Inhalt. Amtl. Nachr.

Frankreich. Deput. K. Das Rekrutirungs⸗Gesetz. Paris. Fort⸗

ang der Befestigung von Paris. Die „Presse“ über den jüngsten Ministerwechsel zu Konstantinopel. Vermischtes.

Grosibrit. u. Irland. Lonvdon. Türk. Ministerwechsel. Ver⸗ theidigung der Lords Palmerston und Ponsonby. Agitation gegen die Korngesetze. Vorkehrung gegen Ruhestörungen in Irland. Nichts Gewisses über den „Präsident“. Anerbieten der Port. Re⸗ gierung an Dom Miguel. Krankheit Harrison's. Vermischtes.

Niederl. Generalstaaten. Abkommen mit der Handels⸗Maatschappy.

Belgien. Brüssel. Resultate der letzten legislativen Session. Der König und die Königin begeben sich nach Paris.

Schweden u. Norwegen. Stockholm.

Deuntsche Bundesst. Karlsruhe. Erste Kammer. Kommissarien. Straf⸗Gesetzbuch. Abgeordneten⸗Kammer. auf eine allgemeine Landwehr⸗Verfassung. München. Der Titel „Feld⸗Zeugmeister“ bei der Armee eingeführt. Stuttgart. Der Kronprinz von Württemberg wird in Berlin seine Studien fortsetzen.

Regierungs⸗ Antrag

Schweiz. Verfassungs⸗Entwurf des Kantons Luzern. Relig. und

polit. Charakter desselben. Vorläufige Annahme des Verfassungs⸗ Entwurfs. Aarau. Beschlagnahme von Pulver.

Spanien. Madrid. Regentschafts⸗Frage.

Türkei. Konstant. Von der Türk. Gränze. Ursachen, die zu Reschid Pascha's Fall beigetragen. Die Franzosen in der Türkei und Syrien.

Inland. Königsberg. Remonte. Dampfschifffahrt. Köln. Be⸗ merk. der Köln. Ztg. über den Gesetz⸗Entwurf, die Erbtheilung bei landwirthschaftl. Grundstücken betreffend. Düsseld. Schulwesen des Regierungs⸗Bezirks.

Preise der vier Haupt⸗Getraide⸗Arten.

Amtliche Nachrichten. G Kronkt de

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben Allergnaͤdigst geruht:

Dem See⸗Lootsen Parlow zu Swinemuͤnde das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen;

Den Kreis⸗Secretair, Hauptmann Fuchs, zum Landrath des Kreises Merzig, im Regierungs⸗Bezirke Trier; und

Den Nittmeister a. D. und Rittergutsbesitzer von Gell⸗ horn auf Jakobsdorf zum Landrath des Schweidnitzer Kreises im Regierungs⸗Bezirk Breslau, zu ernennen. 1

Vo

Junge Leute, welche an dem neu beginnenden Unterricht fuͤr Musterzeichner, welcher Sonntags von 9 bis 12 Uhr im Koͤnigl. Gewerbe⸗Institut ertheilt wird, Antheil nehmen wollen, haben sich bis zum 2. Mai d. J. in den Stunden von 8 bis 10 Uhr bei dem Herrn Lehrer Freiberg in der Anstalt zu melden. Sie muͤssen die noͤthige Uebung im freien Handzeichnen durch Proben ihrer Geschicklichkeit nachweisen.

Es werden Schuͤler fuͤr die Weberei und Druckerei angenom⸗ men. Erstere muͤssen mit der Muster⸗Weberei und der Einrich⸗ tung von Stuͤhlen praktisch bekannt seyn.

Berlin, am 24. April 1841.

Beuth.

Dem Mechaniker Karl Th. Vonpier hierselbst ist unter dem 21. April 1841 ein Patent auf eine fuͤr Lokomotiven und andere Dampfmaschinen geeignete Schiebersteuerung, um die Richtung der Be⸗ wegung des Dampfkolbens zu aͤndern, in der durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesenen Construction auf Sechs Jahre, von jenem Tage an gerechnet und fuͤr den Um⸗ fang der Monarchie, ertheilt worden. Abgereist: Der Erb⸗Kaͤmmerer des Herzogthums Magde⸗ burg, Freiherr von Plotho, nach Parey.

8 8 4 1 Zeitungs⸗Nachrichten. I EEEäöII1öIE11

Deputirten⸗Kammer. Sitzung vom 19. April. Die Kammer nahm heute die Eroͤrterung uͤber den Rekrutirungs⸗Ge⸗ setz⸗Entwurf wieder auf, und gelangte zu dem 23sten Artikel, der uͤber die Stellvertreter spricht und folgendermaßen lautet:

„Die zum Militairdienst berufenen jungen Leute können sich durch andere Personen ersetzen lassen; die Stellvertretung kann aber nur un⸗- ter folgenden Bedingungen stattfinden: Der Stellvertreter muß 1) frei seyn von jeder Verpslichtung, die das gegenwärtige Gesetz und das Ge⸗ setz über die See⸗Rekrutirung auferlegt, indeß können diejenigen Mili⸗ tairs, welche noch in Aktivität sind oder zur Reserve gehören, als Stell⸗ vertreter zugelassen werden, insofern sie das letzte Jahr ihrer Dienstzeit angetrete iu haben, unter der Bedingung jedoch, daß sie die noch übrige Zeit, abgesehen von ihrer Verpflichtung als Stellvertreter, abdienen; 2) darf d Stellvertreter höchstens 20 30 Jahr alt seyn, oder 20 35, wenn er Militair gewesen oder noch ist, oder 18 30, wenn er der Sehider eeenttgh ist, den er vertritt; 3) darf er weder verheirathet v mit Kindern seovn; 4) muß er das erforderliche Maß für die Waffe haben, welcher der Vertretene zugetheilt worden war vnd zu einem guten Soldaten erforderlichen Eigen⸗ . ind ist diese Bestimmung nicht anwendbar, falls der Bruder durch den Bruder oder durch einen eben so nahen Verwandt vertreten wird; 5) darf er nicht we⸗ r F Fi

8. icht wegen begangener Fehler verabschiedet, noch wegen entehrender Umstände vom Dienste entfernt worden seyn.“

Die ersten 3 Paragraphen d 8 es Artikels s angenommen. skels wurden ohne Erörterung

Berlin, Montag den 26sten April

Herr Berthin de Veaur verlangte eine Erklärung über den Punkt, der von der Stellvertretung durch noch im Dienst befindliche Militairs spricht. Er fragte ob die Bedingung, daß sich ein solcher Militair in dem letzten Jahre der Dienstzeit befinden müsse, sich auf das 1 Jahre im aktiven Dienst, oder auf das in der Reserve beziehe. daß das Teee 1d. Megrehece zubringen ö zeit, welches der Soldat unter der Fahne

Herr Berthin de Veaux schlug hierauf ein Amendement vor, wonach diejenigen Militairs, die sich im letzten Jahre ihrer aktiven also nach dreijähriger Dienstzeit befänden, zu Stellvertretern geeignet seyn sollten.

Ueber dieses Amendement erhob sich eine lebhafte, aber so verwirrte und unruhige Debatte, daß der Präsident mit Aufhebung der Siz⸗ zung drohte, falls die Kammer nicht eine ruhigere Haltung annähme. Das Amendement ward demnächst verworfen und der ursprüngliche Pa⸗ ragraph angenommen. Mehrere andere Amendements in Bezug auf das Alter der Stellvertreter, welches einige Deputirte noch mehr ausge⸗ dehnt zu sehen wünschten, wurden verworfen.

Herr Lavalette schlug vor, den 4. Paragraphen folgendermaßen abzuündern: „Der Stellvertreter muß, wenn er nicht schon in der Armee gedient hat, mindestens 1 Metre 56 Centimetres messen, und I zu einem guten Soldaten erforderlichen Eigenschaften be⸗ itz .

Der Marschall Soult drückte die Besorgniß aus, daß alsdann viele Stellvertreter nicht für die Artillerie geeignet seyn würden, und da⸗ durch das Defizit, welches alljährlich schon in dieser Waffengattung ent⸗ stehe, nur noch vermehrt werden würde.

Herr Glais⸗Bizoin unterstüͤtzte das Amendement, weil es einen Grundsatz der Billigkeit und der Gerechtigkeit enthielte. Das Maaß der Stellvertreter müsse ein gleiches seyn, damit nicht Manchen die Vertretung fast unmöglich gemacht würde, während Andere dieselbe mit Leichtigkeit bewerkstelligen könnten.

Das Amendement des Herrn Lavalette ward zuletzt mit geringer Majorität angenommen und hierauf der ganze 23. Artikel genehmtgt.

Paris, 20. April. Es hatte geheißen, der Grundstein zu dem Fort von Charenton werde unter großen Feierlichkeiten ge⸗ legt werden. Es ging jedoch gestern ganz in der Stille vor sich. Um 2 Uhr fuhr der König in Begleitung des Intendanten der Civilliste, der Generale Rumigny und Houdetot und der Herren Caillet und Fontaine nach Fontainebleau. Zu Alfort hielt Se. Majestaͤt an, um das Fort von Charenton zu besuchen, dessen Erdarbeiten bereits sehr vorgeruͤckt send. Die Generale Dode de lo Brunerie und Vaillant empfingen den Koͤnig, welcher den Grundstein legte und unmittelbar darauf die Fahrt nach Fon⸗ tainebleau fortsetzte. Der Koͤnig ließ 1000 Fr. zuruͤck, um sie unter die Arbeiter zu vertheilen. Es heißt, besondere Feierlich⸗ keiten bei der Grundsteinlegung und deren Vorausverkuͤndigung seyen deshalb unterblieben, weil man Demonstrationen von Sei⸗ ten der mit der Befestigung von Paris unzufriedenen Bewohner der Bannmeile besorgte. Die Zahl der Soldaten und ande⸗ ren Arbeiter, die gegenwaͤrtig bei den verschiedenen Fortificationen beschaͤftigt sind, wird auf mehr als 20,000 angegeben. Am kraͤf⸗ tigsten werden die Arbeiten der detaschirten Forts betrieben.

Die Expropriations⸗Kommission begab sich gestern nach dem Mont Valerien, um die Abschaͤtzung der zu dem dortigen Fort noͤthigen Terrains vorzunehmen. Die Arbeiten, die daselbst bis⸗ setzt ausgefuͤhrt wurden, beschraͤnkten sich nur auf dasjenige Ge⸗ biet, welches dem Staate angehoͤrte. Von Morgen an werden üͤber 2000 Arbeiter auf diesem Punkte beschaͤftigt seyn. Die Arbeiten an der Redoute des Koͤniglichen Parks von Neuilly sind seit gestern auch wieder aufgenommen worden. An dem Fort von Alfort arbeiteten vorgestern, trotzdem daß es Sonntag war, 800 Civil⸗Arbeiter und eine Ingenieur⸗Compagnie. Bei St. Denys ist Alles vorbereitet, um das doppelte Kronwerk zu begin⸗ nen. Das Lager bei dem Bassin von St. Denys wird morgen von den Truppen bezogen werden. 2

Ueber den letzten Ministerwechsel in Konstantinopel äußert

sich heute die Presse in folgender Weise: „Der Sturz Reschid Pascha's und Achmet Fethi Pascha's muß als eine Niederlage fuͤr Eng⸗ land betrachtet werden, da diese beiden Minister offen die Absichten jener Macht beguͤnstigten. In dieser Beziehung hat jenes Ereig⸗ niß Wichtigkeit fuͤr ganz Europa.

2 In der Tuͤrkei haben, mehr als sonst irgendwo, die inneren Veraͤnderungen auswaͤrtige Ur⸗ achen, die schwache Regierung jenes Landes ist, jedes eigenen Willens beraubt, seit langer Zeit nur das Schlachtfeld, wo sich zie nebenbuhlerischen Einfluͤsse des Auslandes erbitterte Kaͤmpfe sefern. Man schreibt die in Konstantinopel stattgehabte Modi⸗ stzation dem Einflusse Oesterreichs zu, aber Rußland hat gewiß eben so viel wie Oesterreich die Hand dabei im Spiele gehabt. Rußland hatte den Traktat vom 15. Juli in der Hoffnung abge—⸗ schlossen, daß er ihm, mit der Zustimmung von beinahe ganz Europa Gelegenheit zu einer bewaffneten Einmischung geben wuͤrde. Es glaubte, daß jener Traktat die Politik, welche zu dem Traktat von Unkiar Skelessi gefuͤhrt hatte, gewissermaßen bestaͤtigen wuͤrde, und es hoffte, diesen ablaufenden Traktat unter einer neuen Ge⸗ stalt wieder aufleben lassen zu koͤnnen. Die Mitwirkung derjeni⸗ nigen Kabinette zu erlangen, welche im Jahre 1833 am lautesten gegen jene Politik protestirt hatten, wuͤrde allerdings ein Meister⸗ streich gewesen seyn, und das Russische Kabinet versuchte ihn. Aber die Ereignisse haben den Erwartungen Rußlands nicht ent⸗ sprochen. England betrieb die Dinge auf eine so energische Weise, daß der Traktat vom 15. Juli ausgefuͤhrt, die Unterwerfung Mehmed Ali's erlangt wurde, bevor noch die Schiffe, welche in den Gewaͤssern von Sebastopol und von Odessa vor Ungeduld bebten, die Anker lichten, und eine Armee an den Kuͤsten von Klein⸗Asien aussetzen konnten. Es war dies eine Taͤuschung fuͤr die Russische Politik, und dieselbe pflegt sich nicht lange solchen Taͤuschungen zu fuͤgen. Da England den Vortheil bei der Ausfuͤhrung des Traktates gehabt hat, so mußte sein Nebenbuhler nothwendig an die Mittel denken, um

Plan der Befestigung von Paris ist nebst dem dazu gehörigen Texte auch be onders, i t 8 zu . ers, in Berlin durch die Provinzen durch die Königl. Post⸗Aemter für zehn Silbergroschen zu beziehen. 9 9

die Folgen jenes Vortheils so viel als moͤglich zu beschraͤnken. Der Sturz der beiden Maͤnner, die die Englische Politik unbedingt beguͤnstigten, erreicht diesen Zweck. Dieses Ereigniß kann, mit einiger Gewandheit, zum Vortheil unserer Politik ausgebeutet werden; denn obgleich sie derselben durchaus fremd ist, so foͤrdert unsere Zwecke. Wir hatten in dem Augenblick, wo die 5 bei der Pforte thun, um Modificationen des 1r herifs zu erlangen, die Beibehaltung Reschid Pascha's 8 zu fuͤrchten. Da derselbe seit einiger Zeit bemerkte, b“ inflüuß mit den Umstaͤnden, die ihn hervorgerufen hat⸗ 1 ak, so blieb ihm kein anderes Mittel, um sich noth⸗ ndig 9 machen, als die Schwierigkeiten zu verlaͤn⸗ w er letzte Hattischerif, jene augenscheinliche Verletzung es gegebenen Wortes, war eines der Auskunftsmittel jener erschoͤften Taktik. Wenn Reschid Pascha am Ruder ge⸗ blieben waͤre, so wuͤrde England in ihm einen zuverlaͤssigen Ge⸗ nossen gefunden haben, der bereit gewesen waͤre, das Reich wie⸗ der in alle die Schwierigkeiten des vergangenen Jahres zu stuͤr⸗ zen; denn ihre Interessen waren in diesem Punkte identisch. Sein Sturz macht allen schlechten Chikanen schnell ein Ende, erspart viel Zeit, erleichtert viele Zugestaͤndnisse. Wenn die Fran⸗ zoͤsische Diplomatie Nutzen daraus zu ziehen weiß, so kann sie im Divan eine Reaction zu Gunsten Aegyptens herbeifuͤhren, und derselben sogar drei der Maͤchte zugesellen, welche den Trak⸗ tat vom 15. Juli unterzeichnet haben. Oesterreich hat in der That keine Lust und kein Beduͤrfniß, den Pascha zu de⸗ muͤthigen; es wuͤrde vielmehr ein Interesse dabei haben, ihn zu heben, da es bedeutende Handels⸗Verbindungen mit ihmn unterhaͤlt. Preußen verhäͤlt sich gleichguͤltig zu der ganzen Ange⸗ legenheit und wird wahrscheinlich thun, was Rußland thut. Ruß⸗ land sieht den Pascha nicht gern ganz vernichtet, damit es immer noch einen Vorwand behaͤlt, uͤber Konstantinopel zu wachen, und damit sein Protektorat der Pforte nicht entbehrlich werde. Also der Mangel an Leidenschaft bei den Einen, der geheime Ehrgeiz bei den Anderen, Alles verbuͤndet sich, um der Politik, die Frank⸗ reich geltend zu machen suchen muß, zu Huͤlfe zu kommen. Diese gluͤckliche Lage verdient um so mehr Aufcnerksamkeit, als sie sich ganz unerwartet gestaltet hat. Wir wollen in diesem Augenblick nicht mehr sagen, und wir hoffen, daß man uns verstehen wird.”“ Die mit Pruͤfung der Supplementar⸗Kredite fuͤr die politi⸗ schen Fluͤchtlinge beauftragte Kommission der Deputirten⸗Kammer hat einstimmig die Verfuͤgung des Ministers des Innern in Be⸗ treff der Spanischen (Karlistischen) Fluͤchtlinge genehmigt, welcher zufolge diese vom naͤchsten 1. Juni an keine Geld⸗Unterstuͤtzung von der Franzoͤsischen Regierung mehr erhalten sollen. Bekannt⸗ lich hat vor einiger Zeit die Spanische Regierung eine Amnestie erlassen, von welcher Gebrauch zu machen, den Karlistischen Fluͤcht⸗

lingen freisteht. Es befinden sich gegenwaͤrtig noch 8000 solcher Fluͤchtlinge in Frankreich.

Das Haus Rothschild soll der Regierung das Anerbieten ge⸗ macht haben, den Bau der Eisenbahn von Paris nach der Bel⸗ gischen Graͤnze zu uͤbernehmen. Es heißt, man habe sich unter Anderem auch dazu erboten, waͤhrend eines Termins von einem Jahre keine Actien auszugeben, um dem Finanz⸗Minister fuͤr dg Negozirung des projektirten großen Anlehns freie Hand zu assen.

Die hiesige Sparkasse hat in der abgelaufenen Woche an neuen Zuschuͤssen die Summe von 786,844 Fr. erhalten. Die Ruͤckzahlungen beliefen sich auf 491,000 Fr.

Madame Necker von Saussure, Verfasserin der von der Franzoͤsischen Akademie doppelt gekroͤnten Schrift: „Die progres⸗ sive Erziehung“, ist in Genf mit Tode abgegangen.

Boͤrse vom 20. April. Die steigende Bewegung in den Franzoͤsischen Renten dauerte auch heute fort. Es zeigte sich waͤhrend der ganzen Dauer der Boͤrse starke Nachfrage. Der Umsatz war jedoch nicht sehr bedeutend. Seit einiger Zeit steigt die Zproc. Rente rascher als die 5proc., hauptsaͤchlich aber nur aus dem Grunde, weil der Coupon der 3 Ct. Rente am naͤchsten 7. Juli faͤllig ist, waͤhrend die Verfallzeit fuͤr den Coupon der 5 pCt. noch sehr entfernt ist. Die 3 proc. Rente war heute be⸗ sonders fuͤr Ende des naͤchsten Monats stark gefragt. Di zoͤsschen Bank⸗Actien haben sich auf 3190 gehoben.

Großbritanien und Irland.

London, 20. April. Die Morning Chronicl 6 die Nachricht von der Entlassung Reschid hnge 888 ““ damit in Verbindung stehenden Personal⸗Veränderungen in den hoͤchsten Aemtern der Pforte mit folgenden Bemerkungen: „So ist denn die alte Schule in den Personen des alten Tahir und des jungen Said, die von dem verstorbenen Sultan Beide wegen Unfaͤhigkeit entfernt wurden, wieder eingesetzt. Die Anstellung des jungen Said, eines prahlerischen Burschen, als Handels⸗ Minister verheißt sicherlich kein Beharren bei den Reformen in diesem Departement. Aber das neue Ministerium, so zuruͤck⸗ schreitend seine Mitglieder auch in der inneren Politik zu seyn scheinen, ist doch geneigter, als Reschid, sich gegen Mehmed Ali nachgiebig zu beweisen und zum Abschluß einer Regulirung mit ihm zu kommen. Die der Pforte von Seiten der Londoner Kon⸗ ferenz gemachte Anempfehlung, den Hattischerif zu modifiziren, mag weise gewesen seyn, aber sie hat das ungelegene Resultat gehabt, in Konstantinopel denjenigen Minister und diefenige Par⸗ tei zu stuͤrzen, welche den freisinnigen Ideen des Westens am meisten ergeben waren.“

Der Globe vertheidigt den Englischen Gesandten in Kon⸗ stantinopel und den Minister der auswaͤrtigen Angelegenheiten gegen die fortwaͤhrenden Angriffe der „Times“, indem er sagt: „Die „Times“ hat laͤngst aufgehoͤrt, das Organ einer bestimmten

Meinung uͤber irgend einen Gegenstand zu seyn; aber in Bezug