London, heute zu Ende. Sitzungen wiede
haus dasselb nen wird, hinsichtlich d
das Parlament noch n. ddiesem Gesetze
ist woh weife es Armen⸗Gesetzes, nehrere Wochen mit Arbet wirklich sonderb usgezeichnete
e thun.
ist es
rung und saäͤmmtliche a
erklaͤren sich
tei, mit Huͤlfe
wiegeln, doch
in den großen Staͤdten,
gebracht worden i der Todesstrafe auf
Herr Fitzroy
wird zu entscheiden haben,
uͤberwiesen werden soll.
es sich zu Gunsten der die Todesstrafe in einzelne Irlaͤndische Waͤhler⸗R
verden, und
(s. Unterhaus) oll schon mit den Anfuͤ den ganzen Gegenstand dessen eine Kommission zu erne n Irland selbst Erkundigungen uͤbe zu sammeln.
dortigen Wahl in Geruͤcht;
Punkt verhandelt worden ist, und auch, daß eine Ausgleichung hoͤchst wahrsch Bei dem Bankett, welches dem Commodore
n Liverpool gegeben wurde, nachdem ihm eine Bewillkommnungs⸗
Adresse des do gefeierte Held
heit und besonders uͤber Mehmed Ali,
das Wesentlich
auf die
gesetzes
20. April. (B. H.) Das Unterhaus r angefangen, Ob die S l zu bezweifeln,
fuͤr das Gesetz; denn der „Times“, ein
st. Morgen ist die der Tages⸗Ordnung. Kelly haben beide Bills einge
diesen
hat
und
uͤbermorgen wird das ession alsdann mehr Leben gewin⸗ denn der Widerstand, auf den, die Minister gestoßen sind, wird
ar beschaffen. Mitglieder der Opposition och gelingt es einer kleinen Par⸗ en Theil des Publikums aufzu⸗ eigentlich nicht sowohl unter den Landbewohnern als
Die Oster⸗Ferien gehen
Nachmittag seine Ober⸗
t versehen. Mit Die Regie⸗
wo das Gesetz weniger in Ausfuͤhrung
Lord
welche von beiden
Es laͤßt sich wohl nicht
egistrirung wird
ist wenig Gewicht zu legen,
Dieses ist b.
Frage wegen Abschaffung
J. Russell und
bracht, und das Haus
dem Ausschusse bezweifeln, daß
Russellschen Bill erklaͤren wird, welche n Faͤllen beibehaͤlt. Die Bill uͤber die wenig ernstlich betrieben heutigen Aeußerungen des Lord Morpeth denn die Regierung hrern der Tories sich verabredet haben, auf ein Jahr zu verschieben und unter⸗ unen, die beauftragt werden soll, r die bisherige Wirkung des
is jetzt nur noch
daß aber zwischen beiden Parteien uͤber diesen
kann man fuͤr gewiß annehmen,
einlich ist.
Napier gestern
rtigen Magistrats uͤberreicht worden war, hielt der Rede uͤber die orientalische Angelegen⸗
eine lange
ste ist:
„Ich habe mich während der letzten Monate in nden. Ich war im Mittelmeere zur
deren Lage befu
surrection in Syrien begann, Mehmed Ali; ich auf, sein Freund zu seyn.
darf den Ausd 1; Jöbrahim Pascha verstand
eine Insurrection geger
aus welcher Folgendes
einer ganz beson⸗ Zeit, als die In⸗ n meinen Freund
ruck brauchen, denn ich bin stolz dar⸗
es nicht, Syrien
auf zweckmäßige Weise zu regieren und zu verwalten. Er erhielt nicht gehörige Instructionen noch Auskunst, und die Folge
er nach criental
ischer Weise zu
und Weise ist, in welcher un
delt werden wollen. entschlossener Mann, beschloß, große Streitkräfte gegen sie Minister und Büreaus, die
schah auf die
gemäßigtste
Mit Ausnahyhme eines Tage
übt.
die Minister dieses und
sere Brüder, die Christen
Sie standen auf, und Mehmed
sie zu bewältigen. aus,
und es gelang ihm, Sö zu unterdrücken.
davon war, daß
Werke ging, was nicht gerade die Art
in Sprien behan⸗ Ali, ein kräftiger Er schickte daher trotz unserer Dies ge⸗
Weise, die mir jemals vorgekommen ist.
8
‚wurde zu keiner Zeit
Die Insurrection war indeß allerdings von N anderer
Länder zum Abschli
vom 15. Juli, zur Befreiung Syriens von der Tyra
men verdient die Sache, — welche war damals gerade dem Syprischen Küste. war wenig Zeit zu verlieren;
Der
Range nach
es war nothig, dem
Male ein Ende zu machen, um dem größten aller U
päischen Kriege,
anzuarbeiten. mußte nach be
sagen zu können, d
vorzubeugen.
Es galt, gegen einen
Ich stand da als Admiral und Ger
stem
Wissen und Können handeln; aß es uns in der kurzen Frist ei
eine große 100,000 Mann starke Truppenmacht zu Bewohner des Libanon zu befreien. Aber die Sache war
Wir hatten nur während Mann betrugen. sechs Linienschiffen heran, und ich übernahm eine
daten,
wenig Truppen, Mehmed Ali's Truppen Bald nach der Einnahme von A nach Alexandrien geschickt. Der Winter nahte allerdings sehr große Verantwortlichkeit,
etwa 10,000 noch zw
indem ich Mehmed Ali Friedensvorschläge machte,
mich ohne Instructionen des mir vorgesetzten Offiziers. nicht solcher
neng
von Seiten
1 Diskussionen,
Nach drei⸗ oder vier
wurden die Bedingungen festgestellt und vier Tage d
einkunft abgesch
Sprien und Aegyp
tinopel ankam, gegen denselben
2 . —
kvrien wurde er vernichtet särte ihn für übereilt und unautorssirt, gab
Behörden in S
lossen und unterzeichnet. ten sey zu Ende. der Pforte verworfen, es
wurde er
Ich glaubte Als von
Mehmed Ali geübt hatte. der älteste See⸗Offizier an der Traktat langte am 10. September an, und es
II“ 8
kann mir nichts größeres Vergnügen verursachen, als den ganzen Verkehr in Aegypten und auf dem Nil dem Britischen Handel freizugeben. Ich erwarte nur, daß England mir sagt, was es bedarf, und ich werde es tbun. Unsere Interessen sind vollkommen⸗ dieselben. Sie wollen eine Durchfahrt nach Ostindien; ich brauche Ihren Handel. Sagen Sie mir nur, was Sie erwarten, und es wird mir viele Freude machen, auf alle Ihre Wünsche einzugehen.“ Ich habe auch wegen der Zweck⸗ mäßigkeit der Abschaffung der Sklaverei mit ihm gesprochen. Der Pascha trat ganz meinen Ansichten über die Sache bei. „Ich verab⸗ scheue die Sklaverei“, sagte er, „aber unsere Religion, unser ganzer socialer Zustand machen sie zulässig. Was kann ich thun? Wie viele Jahre Zeit brauchten Sie, um sie abzuschaffen? Wie viele Mil⸗ sionen mußten Sie aufwenden, bis sie gänzlich abgeschafft war? Ich habe kein Geld. Die Landesreligion tritt mir entgegen, was kann ich thunk Geben Sie mir Zeit und Friede, und ich verspreche, daß es keine Monopole und keine Sklaverei in Aegvpten mehr geben soll.“ Nachdem Mehmed Ali Alles gethan, was ein Mensch nur thun kann, und das Versprechen erhalten hatte, daß Aegvpten ein erbliches Pascha⸗ lik in seiner Familie bleiben solle, kam der Türkische Commissair zu ihm und saate ihm: und Dein Sohn soll Dir nachfolgen — d. h. Weiteres folgen, sondern wir wollen irgend einen von einsetzen, den wir für passend halten.“ Was ist das Anderes als Zwie⸗ tracht in der Familie säen? Diese Bestimmung war zu offenbar dar⸗ auf berechnet und der Pascha verwarf sie. Er sagte: „Da ist Ibra⸗ him Pascha, den ich als meinen Sebn und Nachfolger mir erzogen habe. Er hat ein Heer von 50,000 Mann unter seinem Besehl, und wenn ich versuche, ihn zu beseitigen, so wendet er sich gegen mich selbst. Ich kann daher Euren Bedingungen unmöglich beitreten.“ Eine andere Last, die man ihm auflegen wollte, bestand darin, daß die Pforie alle Offiziere über dem Subaltern⸗Range ernennen solle. Meh⸗ med Ali entgegnete, daß ihm in diesem Falle seine Truppen icht ge⸗ horchen würden, und verwarf auch diese Bedingung. Ich hoffe, daß die fünf Mächte oder mindestens die vier Mächte, die das Recht haben, von der Pforte Gerechtigkeit für Mehmed Ali zu verlangen, nach Allem, was sie gesehen haben, endlich noch ihm die wirkliche Regierung von Aegvpten übertragen und ihm das erbliche Paschalik jenes Landes sichern werden; thun sie das, so bin ich moralisch überzeugt, daß kein Land in der Welt halb so viel Vortheil aus der Anordnung ziehen wird, als Großbritanien selbst.“
Der Morning⸗Post wird von ihrem Pariser Korrespon⸗
er soll Dir nicht ohne
denten geschrieben, daß Reschid Pascha ganz von Lord Ponsonby
abhaͤngig gewesen sey, und daß die vereinigten Bemuͤhungen der
Botschafter Oesterreichs und Rußlands seine Absetzung herbeige⸗
fuͤhrt haͤtten. Der neue Minister, Rifaat Bey, fruͤher Botschaf⸗ ter in Wien, soll in bestaͤndiger
Metternich gestanden und dem Oesterreichischen Internuntius
gleich in der ersten Konferenz feierlich versprochen haben, daß ein
neuer Hattischerif mit den von Oesterreich gewuͤnschten Modifica⸗ tionen unverzuͤglich erscheinen werde. In Folge dessen soll das Wiener Kabinet seinen Botschaftern in Paris und London neue Instructionen zugesandt haben, und man zweifelte nicht mehr an der baldigen definitiven Unterzeichnung des Londoner Protokolls
Die von dem Englischen Parlamente gefeierten Osterferien
Grausamkeit ver⸗ utzen; sie drängte isse des Traktates nnei, — den Na⸗
Ich
Dinge mit einem ebel, einem Euro⸗
doppelten Strom
neral zugleich und
und es freut mich, nes Monats gelang,
vertreiben und die damit nicht vorbei.
V
Muster
Mann Türkischer Sol⸗
ischen 50 — 60,000 cre wurde ich mit
denn ich befand
tägigen Diskussio⸗
wie sie gewöhnlich stattfinden —
arauf eine Ueber⸗ nun, der Krieg in
aber der Traktat in Konstan⸗
wurde
von dem Englilchen Gesandten protestirt, und von den
und die ganze Sache mußte von 1 — ich hoffe und bin überzeugt, daß ich es mir zuschreib
mung
mäßigen Bedingun gungen, die er nicht annehmen kon ruhr und Zwietracht zu bringen,
Svriens durchgesetzt zu haben,
— der Ober⸗Befehlshaber er⸗ ihn ohne Erwägung auf,
von vorn wieder angefangen werden. Aber
Uneinigkeit
en darf, die Räu⸗
und zwar ungeachtet der unzweck⸗ gen, welche Mehmed Ali gestellt worden sind, Bedin⸗ nte, ohne das ganze Land in Auf⸗ in seiner Familie und
Meuterei in seiner See⸗ und Landmacht hervorzurufen; er hatte voll⸗
fommen Recht, die Bedingungen mi
ungeachtet aber hat er den liberalen Theil derselben hat seine Monopole aufge
ülles,
von Aegvppten lasse, d ben lenken könne: „denn“, sagt er, „ich aufgegeben.“ Ich halte es für meine P offen halte, daß er von ligkeit verfahren ist.
die Flotte verproviantirt,
Pascha für ehr
mir der größten Aufrich Surtaus herausgegeben,
Besehl zur Rä
lich und
was er verlangt, ist, - amit er seine Energie
geben,
die Sklaverei abgeschafft, daß man ihn im ruhigen Besitze auf die Civilisirung dessel⸗ habe alle Eroberungsgedanken flicht, zu erklären, daß ich den Anfang bis zu Ende Er hat die Schiffe des
t Verachtung zurückzuweisen, dessen
angenommen; er und
seiner Armee den
umung Svyriens ertheilt und das Land in die Lage ver⸗
setzt, daß es dem Sultan Gehorsam leisten kann. A
in der Sache schlecht berathen. pen hatte geheime Instructionen,
Der Befehlshaber de die Stärke der Ar
zu erferschen und sie anzugreifen, wenn er sie schwa
lassen, wenn er sie stark sinde.
—
Ein Kamerad v
Siuart, und Oberst Micchell haben Protest gegen dieses der Pferte eingelegt, und glücklicherweise nicht ohne Erfolg.
ber die Pforte war r Türkischen Trup⸗ mee des Pascha’'s ch, sie ziehen zu on mir, Namens Verfahren
Syrien
wurde geräumt, Mehmed Ali zog sich in sein Land zurück, und er ist sicher berechtigt, jetzt von der Pferte und den mit ihr gegen ihn ver⸗ bündeten Mächten Gerechtigkeit zu erwarten. Während meines langen Aufenthalts in Aenppten habde ich häufig Gelegenheit gehabt, mit Meh⸗
med zu
.
sprechen.
so darf ich versiche
herzigeren Mann in sich faßt als Mehmed Ali. Er unseren Handel und unsere Post⸗Verbindung zu vemmen, aber er er⸗
flerte, er sev nicht im Kriege den Botschaftern in Konstantinopel. behaupteten Monopol sollen.
der von ihm
nicht hätte erwarten Ali, „ich befin Ihr in Engl aide⸗Handel.“ anempfohlen, al
1 igte Mehmed
geu, cs zu seyn; aber Monopol ist der Getr
2
bung der Nil⸗
Schifffahrt
den Handel von Aegypten.
8 ,„ tn. „aber
sagte er, „Sie müssen
Ich hatte dem
Der Pascha gab
zin. In Jbrem eigenen Lande bestand früher ein
sien der Ostindi wurde, und was ich für woh
lthälig halte. Sobald ich meinen eigenen
3 i. Exr ist ein Mann, den man nicht nach Europätschem Maßstabe messen darf; mißt man ihn aber nach orientalischem Maße, in, daß kein Land im O’eient einen liveraleren, grad⸗
hatte Gelegenheit,
begriffen mit England, sondern nur mit Ich erwähnte der Unzweckmäßigkeit e und erbielt eine Antwort, die man „Ich bin allerdings ein Moncpolist“, de mich in Verhältnissen, die mich zwin⸗ and sexd auch Monopolisten; Euer
Pascha die Freige⸗
s einen großen Vortheil für den möglichen Vortheil nicht vergessen, daß ich ein Orientale
Monopol zu Gun⸗
schen Compagnie; es dauerte viele Jahre, bis es a geschafft
so mlssen Sie auch mir einige Zeit lassen, um durchzusetzen,
Vortheil dabei sehe,
der Britischen Regierung oder
Ungeduldigsten moͤchten darf der ganzen Klugheit und um uͤbereilten Schritten vorzubeugen, zu beschwichtigen.
Partei schuͤtzen koͤnnen; man hat gefunden,
keit gegen die Gewalt vorwarf.
dienen dem Journal des Déebats zum Anlaß, um sich ein⸗
mal wieder uͤber die parlamentarischen Parteien jenseits des Ka⸗
nals auszusprechen. Es sagt: „Die Session des Englischen Par⸗
laments hatte sich unter sehr kriegerischen Auspizien angekuͤndigt, die Parteien standen einander mit allen ihren Streitkraͤften ge⸗ genuͤber, und das Gefecht begann bald auf demselben Terrain wie im vorigen Jahre, naͤmlich auf dem des Irlaͤndischen Wahl⸗ gesetzes. Aber nach einigen heftigen Scharmuͤtzeln gelangten die beiden Parteien uͤbereinstimmend zu der Ueberzeugung, daß sie die ganze Session mit ministeriellen Krisen toͤdten wuͤrden, und
mit jenem seltenen Verstaͤndniß der praktischen Thaͤtigkeit, welche
die Englische Nation charakterisirt und anderen Voͤlkern zum dienen sollte, haben sie die Kabinets⸗ Frage bis den Osterferien verschoben und sich bis dahin ernstlich Die Lage des Ministeriums ist daher nicht mehr und nicht minder fest, als sie es zu Anfang der Session war. Sie beruht fortwaͤhrend auf einer Majoritaͤt von 3 Stimmen. Die Tories, durch einige neue Wahlen verstaͤrkt, hatten geglaubt, die Zuͤgel ergreifen zu koͤnnen; aber sie sind ihnen noch einmal entschluͤpft. Die Frucht ist noch nicht ganz reif; die dieselbe vom Baume reißen, und es be⸗ des ganzen Ansehens ihrer Fuͤhrer, und um die Unzufriedenen Dieser Zustand der dumpfen Empoͤrung der mißvergnuͤgten Tories gegen ihren parlamentarischen Fuͤhrer ist seit einiger Zeit der hervorstechende Zug der Englischen Poli⸗ tik. Die allgemeine Achtung, in der der Herzog von Wellington in England steht, hat ihn nicht ganz vor den Angriffen seiner daß er doch etwas allzusehr in einen Fabius Cunctator ausartete, und wir lasen kuͤrzlich in der „Times“ ein Schreiben des pseudonymen Atticus, unter dem sich, wenn wir nicht irren, der Name eines ausge⸗ zeichneten Schriftstellers, des Herrn d'Israeli verbirgt, worin man dem Herzoge auf eine bittere Weise seine zweideutige Duld⸗ samkeit gegen das Ministerium und seine unzeitige Gleichguͤltig⸗ Aber die Zuruͤckhaltung, welche die erhabene Stellung, das Alter und der Ruhm des Herzogs von Wellington den Mißvergnuͤgten auferlegte, schwindet gaͤnzlich, sobald es sich um Sir Robert Peel handelt. Wir kennen wenig Staatsmaͤnner, die so lebhaft von ihren Gegnern angegriffen wer⸗ den, wie er es von seinen Freunden wird. In diesem Falle wie immer stehen die religioͤsen Gegenstaͤnde obenan. Sir Ro⸗ bert Peel, obgleich er in seinem Privat⸗- wie in seinem oͤffentlichen Leben einen tadellosen Ruf hat, ist doch niemals in sehr gutem Geruch bei der bestehenden Kirche gewesen. Die eifrigen Anglikaner, in deren Augen die Duldsamkeit eine Haupt⸗ suͤnde ist, sind nicht weit davon entfernt, ihn fuͤr einen Atheisten zu halten. Er st Anhaͤnger des Volksunterrichts, was ge⸗ wissen Tories mißfaͤllt, indem sie der Meinung sind, daß die Wissenschaft ebenfalls Eigenthum der Aristokratie seyn muͤsse. Sir Robert Peel hatte vor einiger Zeit den Plan entworfen, eine Bibliothek zu gruͤnden, welche allen Klassen des Volkes ohne Un⸗ tersched der Meinungen oder der Religion geoͤffnet seyn sollte. Die Rede, welche er in Bezug darauf in Tamworth hielt, machte viel Aufsehen, und gab in der „Times“ zu mehreren Schreiben eines Adepten der neuen Oxforder Schule Anlaß. Sir Rovbert Peel wurde in denselben sehr lebhaft getadelt, daß er die Politik und die Religion, die Republik und den Glauben, Lord Melbourne und die Avpostel auf gleiche Linie gestellt habe. „„Wenn Sie,““ sagte man ihm, „nin der Theologie Zugestaͤndnisse machen, so spielen Sie den Groß⸗ muͤthigen mit dem, was Ihnen nicht gehoͤrt, und Sie verfuͤgen uͤber das Gut des Naͤchsten. Sie haben Ihre Politik fuͤr sich gemacht; aber ein Anderer hat die Theologie gemacht.“ Jene Schreiben waren, abgesehen von ihrem eigenen Verdienste, da⸗ durch besonders merkwuͤrdig und wichtia, daß sie in der „Times“, dem Hauptorgane der Partei, deren Fuͤhrer Sir Robert Peel ist, erschienen. Andererseits ist es seltsam zu sehen, wie im Par⸗ lkainente die Worte des Sir Robert Peel von den Resormers fast immer mit Beifall und von den Toris mit mißvergnuͤgtem
LEö“
nach mit den Geschaͤften abgegeben.
„Stillschweigen aufgenommen werden. Wir verhehlen unsere Be⸗ wunderung nicht uͤber die Seelengroͤße, mit welcher Sir Robert Peel inmitten jener Angriffe die ganze haͤngigkeit seines Geistes behaͤlt. Mann sieht immer ihm einen Mann, der seiner eigenen Staͤrke sicher ist, und der weiß, wie sehr die Andern seiner beduͤrfen. Je mehr die unduldsame Fraction doppelt, um so mehr scheint er es sich angelegen seyn zu lassen, sie zu verdienen. Wenn Sir Robert Inglis die Ausschließung der Juden von den oͤffentlichen Aemtern verlangt, wenn er gegen das katholische Kollegium in Mapnooth deklamirt, 3 das Aergerniß zu bekuͤmmern, welches er durch seine Gleichguͤl⸗ tigkeit giebt. Die Whig⸗Partei ermangelt nicht, wie man wohl
„Wir wollen Aegvpten zum Paschalik machen,
Deinen Söhnen
Verbindung mit dem Fuͤrsten
sieht. Unpopularitaͤt als das unvermeidliche Loos eines Staatsmannes und ertraͤgt dieselbe
denken kann, jene inneren Kriege auszubeuten. In der Presse, wie im Parlamente bemuͤht sie sich mit einer gewissen Affecta⸗ tion, Sir Robert Peel wohlwollend zu behandeln; sie vertheidigt ihn noch warmer, als er angegriffen wird, und giebt sich ein Ansehen zu glauben, als sey nicht mehr er, sondern Lord Stanley der Fuͤhrer der toryistischen Partei. In der That hat Letzterer seit zwei Sessionen fast immer die Initiative in der Opposition ergriffen, und die eifrigsten Konservativen haben sich daran gewohnt, ihn als ihren Fuͤhrer zu betrachten. Eine sehr merkwuͤrdige Broschuͤre ist kuͤrz
lich unter dem Titel: „Wer wird unser Fuͤhrer seyn? Stanley
oder Peel?“ erschienen. Der Verfasser zaͤhlt alle Beschwerden
der Partei gegen ihren bisherigen Chef auf, von der Emancipa⸗ tion der Katholiken an, bis zu der Privilegienfrage, und er thut
dies mit einer beispiellosen Bitterkeit. Er erklaͤrt ohne Um⸗ schweife, daß Sir Robert Peel das Vertrauen der Kirche und
seiner Partei verloren habe, daß er alle Positionen nach einander dem Feinde uͤberliefere, und daß er mit Lord John Russell unte
einer Decke spiele. Kein Mann seiner Partei koͤnne ihn lieben
er sey 50 Jahre alt und habe keinen Freund. Er bedeute dem Sir Robert Peel, daß ihm nichts anderes zu thun uͤbrig bliebe
als seine Nachtmuͤtze aufzusetzen, und sich auf's Land zuruͤck⸗ zuziehen. Verfasser raͤth seiner Partei, sich unte
der Fahne des Lord Stanley zu sammeln. Auf diese Bro
schuͤre ward durch eine andere geantwortet, welche den Tite
fuͤhrt: „Peel wird unser Fuͤhrer seyn und kein Anderer.“ Die Antwort ist schwach und es fehlt ihr jene Leidenschaft, die den Angriff belebte. Das beste Argument in derselben ist, daß Si
Robert Peel sich nicht allein zuruͤckziehen, und daß die Partei zerstuͤckelt seyn wuͤrde. Wir wissen nicht, ob Lord Stanley jene Demonstration seiner Anhaͤnger beguͤnstigt. Wir haben ihn noch bei keiner wichtigen Frage in Widerspruch mit Sir R. Peel ge⸗ sehen; aber die geringfuͤgigsten Incidenzpunkte werden schnell vo
dem Parteigeiste ausgebeutet. Kuͤrzlich waren Stanley und Si
R. Peel verschiedener Meinung uͤber eine Eisenbahn, und die rüͤcksichtslose Weise, mit der Lord Stanley seine Meinungs⸗Ver⸗ schiedenheit ausdruͤckte, gab zu einem Sturm ironischen Beifalls auf den ministeriellen Baͤnken Anlaß. Wir glauben uͤbrigens nicht, daß die ungeschickten Manifestationen der toryistischen Partei ihrem Fuͤhrer viel anhaben, und das Ansehen erschuͤttern wer⸗ den, welches er sich auf eine so ruhmvolle Weise zu erwerben gewußt hat. In den Augen vieler Tories wuͤrde Lord Stanley, der Sohn des Grafen von Derby, der Erbe eines der aͤltesten Namen Großbritaniens, allerdings ein wuͤnschenswertherer Fuͤhrer seyn, als der Mann, dessen Vater sich aus der Dunkelheit em⸗ porgeschwungen hat, und der selbst erklaͤrt, daß er seine Laufbahn im Unterhause zu beendigen gedenke. Aber abgesehen davon, daß Lord Stanley bald durch das Recht der Erblichkeit ins Ober⸗ haus berufen werden duͤrfe, so ist es auch nicht das erste Mal, daß Sir Robert Peel seine Partei in Insurrection gegen sich Er ist an dergleichen Stuͤrme gewoͤhnt; er betrachtet die
mit der vollkommensten Ruhe. Was uns betrifft, so verhehlen wir durchaus nicht die Bewunderung und die lebhafte Sympathie, welche uns die Kuͤhnheit einfloͤßt, mit welcher Sir Robert Peel einer Unpopularitaͤt trotzt, die ihm in unsern Augen einen neuen Anspruch auf Ruhm giebt.“
Peigen. Bruͤssel, 21. April. Durch eine Koͤnigliche Verordnung ist festgesetzt, daß in der Folge Niemand Legations⸗Secretair wer⸗ den soll, der nicht den Grad eines Doktors, und zwar cum laude, erworben und vor einer dazu bestellten Kommission Beweise sei⸗ ner Faͤhigkeit gegeben hat.
Deutsche Bundesstaaten.
Karlsruhe, 21. April (Oberd. Z.) Verhandlungen der Abgeordneten⸗Kammer. Der Finanz⸗Minister legt die Rech⸗ nungs⸗Nachweisungen fuͤr 1837 und 1838, so wie das Budget der ordentlichen Einnahmen und Ausgaben fuͤr 1841 und 1842 vor. Der eigentliche Staatsaufwand fuͤr 1841 und 1842 betraͤgt 17,108,360 Fl., die Lasten und Verwaltungskosten 12,663,167 Fl.; Gesammt⸗Summe der Ausgaben: 29,771,527 Fl. Die Ein⸗ nahmen sind zu 30,983,814 Fl. veranschlagt; Ueberschuß nach diesem Anschlage: 1,212,287 Fl. In der Budgets⸗Periode 1837 und 1838 waren die Einnahmen veranschlagt zu 27,394,071 Fl., und hatten ertragen 30,897,126 Fl,, also mehr: 3,503,055 Fl.; der Voranschlag der Ausgaben war 27,428,938 Fl., die wirkliche Aus⸗ gabe 30,191,479 Fl., also mehr: 2,762,540 Fl.; Ueberschuß der Einnahme uͤber die Ausgabe fuͤr die bezeichnete Budget⸗Periode: 740,514 Fl. — Der Praͤsident des Kinisteriums des Innern, Staatsrath von Ruͤdt, eroͤffnete der Kammer, daß Se. Koͤnigl. Hoheit aus den drei praͤsentirten Kandidaten den Gebeimen Rath Duttlinger zum Prͤsidenten der Kammer ernannt hat. Der Alters⸗Praͤsident, Herr von Itztein, ladet sofort Herrn Dutt⸗ linger ein, den Prasidentenstuhl einzunehmen, und druͤckte der Kammer seinen Dauk fuͤr das Zutrauen aus, das sie ihm bethaͤtigt habe, und auf welches er stolz sey. Herr Dutt⸗ linger nimmt den Praͤsidentenstuhl ein, und spricht ungefaͤhr 8 1.““ 1, Wort sey der Ausdruck des Dankes Folgendes: „Mein erstes 1 1 nt fuͤr das mir erwiesene Zutrauen; mein zweites Wort das heilige Geloͤbniß, Alles aufzubieten, um das mir erwiesene Zutrauen zu rechtfertigen. Ich bin nicht in dem Falle, Ihnen die politischen Grundsatze und mein Glaubensbekenntniß darlegen zu muͤssen: die lange Laufbahn, die hinter mir liegt und auf die ich mit Vertrauen und Ruhe zuruͤckblicke, spricht offen und laut mein Bekenntniß aus. Ich bin in meiner politischen Laufbahn so alt, als die Verfassung selbst, und 22 Jahre sind es, seit ich zum ersten Mal in diesem Saale den Eid der Verfassung lei⸗ stete. Mit der Hand auf der Brust kann ich Gott und das Vaterland zu Zeugen auffordern, daß ich diesem Eide treu blieb. Meine Mitbuͤrger haben mir auch die Ehre erwiesen, mich unaus⸗ gesetzt seit dem Bestehen der Verfassung auf alle Landtage zu waͤhlen, und an allen Landtagen gehörte ich zu den Beamten dieser Kam⸗ mer, mit einziger Ausnahme des Landtags von 1825. Ich kenne die Pflicht meines Amtes in ihrer ganzen Ausdehnung, so wie
ich zugleich Unab⸗ 8 in
seiner Partei ihre Angriffe ver⸗
so geht Sir Robert Peel hinaus, um frische Luft zu schoͤpfen, ohne sich um
auch die Schwaͤche meiner Kraͤfte fuͤhle. Wenn ich jene mit diesen zusammenhalte, so muͤßte ich verzagen, wenn nicht der Hinblick auf Ihr Zutrauen und Ihre Nachsicht mir die Aus⸗ uͤbung meines Amtes erleichterte. Das Beispiel des fruͤhe⸗ ren Praͤsidenten erschwert zwar, erleichtert aber zu gleicher Zeit mein Amt; — Jenes, weil ich die Trefflichkeit seiner Dienstfuͤhrung zu erreichen nicht vermag, — Dieses aber, weil ich doch an ihm ein Beispiel der Nacheiferung habe. In Einem Punkte aber werde ich ihm nicht nachstehen, in der Reinheit der Bestrebung und des Zweckes, die da sind: Liebe und Gehorsam zum Großherzog und treue Einhaltung der Verfassung. — Schließ⸗ lich schlage ich zugleich vor, dem bisherigen Alters⸗Praͤsidenter fuͤr seine jugendliche, vortreffliche Dienstfuͤhrung den Dank der Kammer auszudruͤcken.“ (Die Kammer erhebt sich zum Zeichen der Zustimmung.) — Hierauf wurde zur Wahl der Vice⸗Präͤsi⸗ denten geschritten, und es erhielt Herr Bekk 41, Herr Bader 26, Herr von Itzstein 13 Stimmen, worauf das Praͤsidium Herrn Bekk als ersten und Herrn Bader als zweiten Vice⸗Praͤsidenten proklamirt. Zu Secretairen wurden erwaͤhlt die Herren Schin⸗ zinger, Schrickel, und Fingado.
Weinheim, 17. April. (A. 3.) Vor einigen Tagen starb hier in laͤndlicher Zuruͤckgezogenheit Graf Sigmund Ehrenreich v. Redern in einem Alter von nahe an 80 Jahren. In Ber⸗ lin geboren, widmete er sich fruͤhe der diplomatischen Laufbahn, und bekleidete auf solcher spaͤter unter andern auch die Stelle eines Gesandten am Großbritannischen Hofe. Bis in sein hohes Alter war er gewohnt, sich regelmaͤßig geistig zu beschaͤftigen, und als Beweis seiner seltenen wissenschaftlichen Bildung, so wie seines edeln Strebens gelten seine hinterlassenen Schriften. Wir nennen von diesen hier nur das nach der Restauration im Jahre 1817 ohne seinen Namen in Bruͤssel gedruckte historische und politische Fragment „de Pinstuence de la forme des gouvernemens vur jes nations“, dann das im Jahre 1835 unter seinem Namen in Paris in zwei Theilen erschienene geistreiche Werk „Considéra tions sur la nature de l'homme“e, von dem eine Deutsche Ueber— setzung eine Bereicherung unserer Literatur seyn wuͤrde. Die Heidelberger Jahrbuͤcher in den Nummern 11 und 12 von die⸗ sem Jahre bewahren in der Recension des Strauß'schen Lebens Jesu und Ammons Fortbildung des Christenthums eine seiner letzten Arbeiten.
— — Frankfurt, 23. April. Das allseits befestigte Ver⸗ trauen auf die Erhaltung des Friedens giebt sich nun auch bei uns in einem neuen Aufschwung der Geschaͤfte kund und vor⸗ nehmlich in der Boͤrsenwelt. In dieser Woche haben die Fonds an unserer Boͤrse einen starken Aufschwung genommen; sie sind noch darin begriffen. Die guͤnstigeren Berichte uͤber den Fort⸗ gang der Erleichterung des Hollaͤndischen Finanz⸗Zustandes und die Besserung, welche die Hollaͤndischen Effekten an der einheimi⸗ schen Boͤrse erfahren, uͤben auf den Stand derselben dahier einen so guͤnstigen Einfluß, daß die Integralen, — freilich die Haupt⸗ fonds unseres Platzes — bereits wieder 51 ½¼ pCt. stehen. Aber auch die uͤbrigen Hollaͤndischen Effekt⸗Gattungen haben sich we⸗ sentlich gebessert. Die Spekulanten nehmen aber doch gern gleich Gewinn⸗Realisirungen in den Holländischen Fonds, da sie eine Reaction zu Amsterdam besorgen. Die Oesterreichischen Fonds sind auch Gegenstand lebhafter Nachfrage und besserten sich na⸗ mentlich heute so stark im Preise, daß die 5procentigen Metal⸗ liques auf 108 8 pCt. stiegen. Von der Ruͤckwirkung der hoͤhe⸗ ren Pariser Renten laͤßt sich aber ein weiteres Steigen an der Wiener Boͤrse erwarten. Die Besitzer der Spanischen Fonds warten immer noch vergeblich auf guͤnstigere Nachrich⸗ ten aus Spanien und verlieren taͤglich mehr die Hoff⸗ nung auf einen Wiederausschwung der Spanischen Effek⸗ ten. Die Taunus⸗Eisenbahn⸗ Actien wurden heute mit 365 Fl. baar bezahlt, waren mithin flauer als gestern. Ihr Cours ist lediglich Gegenstand der Boͤrsenspeculation, wiewohl nicht zu leugnen ist, daß die pekuniaͤren Resultate der Bahn dem hohen Course der Aktien entsprechen. Vom naͤchsten Monat an wird die Einnahme der Taunuseisenbahn durch Vermehrung der aͤglichen Fahrten und die Einrichtung des Guͤter⸗ und Schlacht⸗
iehtransports auch noch vergroͤßert werden. Waͤhrend unserer Messe — die stille und langsam zu Ende geht — war und ist ie Frequenz der Taunuseisenbahn ziemlich stark. — Der Geld⸗ stand unseres Plastes ist fortdauernd sehr genuͤgend; das Baar
im Ueberfluß vorhanden und der Diskonto steht nicht uͤber
3 pCt. — In den letzten Tagen traf die Pariser Post mehrmals n der Mittagsstunde (pr. Eisenbahn) hier ein und die Course oͤnnten noch vor Schluß der Boͤrse bekannt werden. Ein regel⸗ maͤßiges Eintreffen scheint aber doch nicht leicht zu bewerkstelligen zu sein und an heutiger Boͤrse waren die Pariser Course vom Llsten nicht bekannt. — Die Sicherstellung des allgemeinen Frie⸗ dens hat hier auch die Kauflust im Grundeigenthum und die Baulust neu belebt, und es werden in diesem Jahre in, und be⸗ sonders vor unserer Stadt, viele neue Haͤuser gebaut. Ob aber aus Beduͤrfniß der Wohnungen, steht sehr zu bezweifeln.
Der Koͤnigl. Preußische außerordentliche Gesandte und be⸗ vollmaͤchtigte Minister bei der Eidgenossenschaft, Herr Geheime Rath Ritter Bunsen, kam auf der Reise nach Berlin gestern in unserer Stadt aus Bern an.
Unsere Kunstausstellung wird bringt auch fast taͤglich neue Gemaͤlde. noch von Hannover angezeigt.
fortdaurend stark besucht und Eine starke Sendung ist
Spanien.
Madrid, 14. April. Man glaubt allgem Senat fast einstimmig fuͤr die Ernennung eines alleinigen RNegen⸗ ten und fuͤr die Wahl des Herzogs von Vitoria zu diesen Func⸗ tionen entscheiden werde. Bereits sind 69 Senatoren zu Gun⸗
sten dieser Combination zu votiren entschlessen, waͤhrend kaum 20 bis 25 fuͤr die Zusammensetzung der Regentschaft aus drei Mit⸗ gliedern stimmen duͤrften. Die gemaͤßigten Senatoren, 19 an der Zahl, hatten anfangs vor, der Koͤnigin Marie Christine ihre Stimmen zu geben. Allein in einer Konferenz, welche sie gestern hatten, beschlossen sie, ihre Stimmen dem Herzoge zuzuwenden. Die Deputirten⸗Kammer hat jetzt ihre Aufmerksamkeit auf finan⸗ zielle Fragen und auf Rechnungs⸗Regulirungen zwischen der Spa⸗ nischen Regierung und dem Hause Ardoin gewendet.
PE1““ 9 S 7. April. Die Tuͤrkische Zeitung Tak, wimi Wakaji vom 13. Safer (6. April) enthaͤlt das großherr liche Hattischerif, welches aus Anlaß der Entfernung Reschid Paschas und Fethi Ahmed Pascha's von den ihnen anvertraut gewesenen Ministerien, an den Groß⸗Wesir erlassen worden ist. Es lautet foigendermaßeg; „Mein Wesir! Da die Entfernung des Handels⸗Ministers Ahmed Fethi Pascha von den Umständen erheischt 88. und Bien gese höchst wichtige Stelle mit einem geeigneten Individuum besetzt werden muß,
493 Mich bewogen, dem Kapudan Pascha, Said Pascha, als einen meiner treuen und vollkommene Sachkenntniß besitzen⸗ den Würdenträzer zum Handels⸗ Minister zu ernennen. Den eriedigten bedeutenden Posten eines Kapudan Pascha's verleihe Ich dem Mitgliede des Reichs⸗Conseils, Tahir Pascha, dessen gründliche Kenntnisse im Marinefache und dessen persönliche Fählgkeit und Ein sicht bekannt sind. Da auch die Enthebung des Ministers der auswär⸗ tigen Angelegenheiten, Reschid Pascha, von seiner Stelle, nothwendi⸗ gerweise vorgenommen werden mußte, und die Verleibung dieses schwie⸗ und wichtigen Amtes an ein geeignetes Individuum durch die Umstände gebo⸗ ten ist, ernenne Ich den Groß⸗Wesiriats⸗Musteschar Rifaat Bei, seiner Ein⸗ sicht, Rechtschaffenheit und Tauglichkeit halber, mit dem Range eines Muschirs, zum Minister der auswärtigen Angelegenheiten. — Ahmed Fethi Pascha und Reschid Pascha haben sich in ihren Wohnungen auf⸗ zuhalten und diese Meine Verordnungen sind allen, die es angeht, be⸗ kannt zu geben; auch hat man für die Installirung und den Amts⸗ antritt der neu Ernannten Sorge zu tragen, und Mir für Rifaat Bei's früheren, nunmehr erledigten und gleichfalls höchst wichtigen Posten ein taugliches Individuum vorzuschlagen). — So möge der Allerhöchste einem Jeden in seinem Geschäftskreise zur Leitung seiner
nützlichen Dienste mit Seiner Gnade beistehen. Amen!“
Konstantinopel, 7. April. (Oest. Beob.). Sowohl Re⸗ schid Pascha, als Fethi Ahmed Pascha haben vor wenigen Ta⸗ gen, in Folge einer ausdruͤcklichen Einladung des Großwesirs, Besuche bei der Pforte abgestattet, was, nach der hiesigen Sitte, zum Beweise dient, daß beide Pascha's bei seiner Hoheit nicht in Ungnade sind.
Am dten d. M. hat der Sultan einen abermaligen Besuch auf dem Dreidecker „Mahmudie“ gemacht, wo er einem von dem neuen Großadmiral, Tahir Pascha veranstalteten Gost⸗ mahle beiwohnte. Saͤmmtliche Kriegsschiffe begruͤßten Se. Ho⸗ heit mit allgemeinen Salven und flaggten, bis der Monarch in den Pallast von Beschiktasch zuruͤckkehrte.
Der neu ernannte Statthalter von Adrianopel, Kara Os⸗ man Oglu Jacub Pascha, hat am 31sten v. M. seinen feierli⸗ chen Einzug daselbst gehalten.
Der durch mehrere Schriften uͤber Aegypten und den Orient bekannte Herr von Cadalvene ist auf dem letzten Franzoͤsischen
Dampfboote in dieser Hauptstadt angekommen, und hat seine
Stelle als Direktor der hiesigen Franzoͤsischen Post, wieder an⸗ getreten.
Die Kaͤnigliche Schwedische sich seit einiger Zeit in den Gewaͤssern der heute in den Bospor eingelaufen.
Den neuesten Berichten aus Kahira vom 19. v. M. zufolge, machte die Pest in jener Stadt große Fortschritte. Die Sterb⸗ lichkeit war bedeutend, und von 50 dis 60 täaͤglich vorkommenden Todesfaͤllen wurde die Haͤlfte dieser Seuche zugeschrieben.
Fregatte „Chapman“, welche Levante befindet, ist
In tag h d.
Berlin, 24. April. Gestern Abend traf hier aus War⸗ burg in Westphalen die Nachricht von dem am 17. d. M. erfolgten schnellen Hinscheiden eines hoffnungsvollen jungen Ge⸗ lehrten, des Herrn Professors Dr. Felix Papencordt, ein. Derselbe hatte uns vor kurzem in bluͤhendster Gesundheit ver⸗ lassen, um in Bonn seine Professur, zu der er eben ernannt worden war, anzutreten. In Warburg wollte er einige Tage im Kreise von Verwandten verweilen, und hier war es, wo ihn ein Nervenfieber ergriff, das nach wenigen Tagen mit einem Nervenschlage seinem ruͤstigen Leben ein Ende machte, im 29. Jahre seines Alters. Die Wissenschaft verliert an ihm einen tuͤchtigen, gediegenen Arbeiter und alle, die ihm nahe gestanden, einen geraden, offenen und herzlichen Freund.
Felix Papencordt war zu Paderborn geboren, wurde auf dem dortigen Gymnasium vorgebildet und bezog schon in sehr jungen Jah⸗ ren die Universitaͤt Bonn. Sein Fleiß und sein einnehmendes Wesen erwarben ihm die Liebe und den naͤheren Umgang Niebuhr's, durch den in ihm zuerst der Trieb zu historischen Forschungen geweckt wurde. Zur Fortsetzung seiner Studien ging er von da nach Muͤnchen; auch hier erfreute er sich des Umgangs ausge⸗ zeichneter Maͤnner, namentlich Schelling's. Unter dem Einfluß desselben wandte er sich jetzt mehr philosophischen Studien zu, vorzuͤglich der Geschichte der Griechischen Philosophie. Zur Vollendung seiner Universitaͤts⸗Studien ging er darauf nach Berlin, und erwarb hier nach einem besonders ausgezeichneten Examen den Doktorgrad, mittelst einer Dissertation uͤber die ato⸗ mistischen Philosophen, vornehmlich Demokrit. Dann schloß er sich hauptsaͤchlich an Ranke an, in der Absicht, sich gaͤnzlich dem Studium der Geschichte, namentlich des Mittelalters, zu widmen.
Gleichzeitig lag er den schwierigsten Studien ob, indem er auf die
Bearbeitung der im Jahre 1834 von der Académie des inscriptions et pelles lettres zu Paris gestellten Aufgabe uͤber die Geschichte Nord⸗Afrika's unter der Vandalischen Herrschaft einging. Sei⸗ nen ernsten Bestrebungen gelang es, den Preis der Akademie mit Auszeichnung zu gewinnen; die Arbeit ist in Deutscher Sprache unter dem Titel: „Geschichte der Vandalischen Herrschaft in Afrika“ zu Berlin im Jahre 1837 erschienen. Im Sommer 1836 ging er nach Rom, unterstuͤtzt durch ein Stipendium des Colle⸗- gium Preubianum, einer alten Preußischen Stiftung, welches ihm von dem Dom⸗Kapitel von Ermland konferirt worden war. Den Statuten gemaͤß, lebte er seinen Studien in der Stille in einem Kloster, S. Andrea delle fratte. Hier war es, wo die Idee eines großen Unternehmens in ihm aufging: die Geschichte Roms im Mittelalter zu schreiben, ein Werk, welches er gegenwaͤrtig fast vollendet hinterlaͤßt. Das umfassendste Quellenstudium stand ihm in dieser Umgebung zu Gebote; zugleich hatte er hter Gelegen⸗ heit, mit den wissenschaftlichen und ausgezeichneten Maͤnnern ver⸗ schiedener Nationen zu verkehren, wodurch er nicht nur an Kenntniß der neueren Sprachen, sondern auch an Lebensanschauung und historischem Blick gewann. Er kehrte, in jeder Hinsicht ge⸗ reift, mit reicher literarischer Ausbeute im Sommer 1840 nach Berlin zuruͤck, um sich dem akademischen Lehrfach zu widmen. Als Vorläaͤufer seines groͤßern Werkes uͤber die Geschichte Roms entschloß er sich, zunaͤchst eine interessante Episode derselben aus⸗ zuarbeiten; so entstand sein, auch in diesen Blaͤttern gewuͤrdigtes Werk uͤber Cola di Rienzo. In Folge dieser ausgezeichneten wis⸗ senschaftlichen Leistung wurde er, obwohl noch nicht eigentlich als Privat⸗Docent habilitirt, zum außerordentlichen Professor der Geschichte zu Bonn ernannt. Voll freudigen Hoffnungen, begleitet von den Gluͤckwuͤnschen seiner zahlreichen hiesigen Freunde, hatte er Berlin am 1. April verlassen; unterwegs ereilte ihn der Tod, bevor er den Ort seiner Bestimmung erreicht. Er starb im Schooß der Seinigen; seinen Tod hat er deutlich vorherge⸗ sehen und ihn mit Fassung erwartet. Er ließ sich Sterbe⸗Gesaͤnge vorlesen und verlangte, den Gebraͤuchen der katholischen Kirche, in der er geboren war, ergeben, nach dem Abendmahl, das er auf
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*) Daß dieser Posten dem Oheim des gegenwärtigen Ministers der auswärtigen Angelegenheiten Arif Bet, bisherigen Mitglied des Reichs⸗ Konseils verliehen worden, ist bereits gemeldet worden. b
So beschloß dieser reine Mensch zu Maßstabe angelegten Arbeiten sein kraͤftiges jugendliches Leben, in dem ihm, bei bescheidenen An⸗ spruͤchen und den liebenswuͤrdigsten und offensten Sitten, immer das Gluͤck und die Liebe der Menschen zu Theil ward. n92
Koͤln, 20. April. (Rh. u. M. 3.) Die Listen fuͤr die Unterzeichnung zum Dombauverein sind endlich auf dem hiesigen Rathhause aufgelegt worden, und sind in den zwei Tagen der Auslegung, was die Unterschriften betrifft, auf 470 Mitglieder, meistens Koͤlner, gewachsen, ohne daß die Auslegung bis dahin in einem oͤffentlichen Blatte kund gethan worden. Wird dieses letz⸗ tere geschehen, so duͤrfte in kurzer Zeit die Liste allein aus hiesi⸗ ger Bevoͤlkerung in die 1000 anwachsen und so schon ohne die von außen wahrscheinliche Huͤlfe zu bedeutenden Ergebnissen fuͤh⸗ ren. Dem Vernehmen nach hat der Antwerpner Kunstverein dem Koͤlner Dombauverein jaͤhrlich 800 Rthlr. ausgeworfen.
zitternden Knieen genoß. fruͤh fuͤr seine in großem
General G. J. G. von Rauch. “
(Nekrolog.)
Wir entnehmen der neuesten Nummer des Militair⸗ Wochenblatts nachstehenden Nekrolog des unlaͤngst verstorbe⸗ nen Generals der Infanterie und ehemaligen Kriegs⸗Ministers von Rauch:
Gustao Johann Georg von Rauch wurde am 1. April 177 geboren. Sein Vater, zuletzt General⸗Major im Ingenieur⸗Corps und letzter Direktor der im Jahre 1806 aufgelosten Ingenieur⸗Akademie zu Potsdam, war einer der geschicktesten Lehrer in seinem Fach. Durch ihn auf das sorgfältigste unterrichtet, trat der junge von Rauch im Jahre 1788 so gründlich vorbereitet als Eleve in die Ingenieur⸗Akade⸗ mie ein, daß er dieselbe schon zwei Jahre später nach abgelegtem Exa⸗ men verließ und unterm 6. April 1790 zum Ingenieur⸗Lieutenant, er⸗ naunt wurde. Nach Schweidnitz versetzt, wurde er in den nächstfol⸗ genden Jahren bei den Gränz⸗Befestigungen in der Grafschaft Glatz und bei der dortigen Landes⸗Aufnahme angestellt. Im Jahre 1793 dem Armee⸗Corps zugetheilt, welches Süd⸗Preußen in Besitz nahm, ward er auch dort mit Befestigungs⸗Entwürfen beschäftigt, und erward das Vertrauen seiner Vorgesetzten in so hohem Grade, daß er beim Ausbruche der Polnischen Revolution mit der selbstständigen Leitung der Befestigung von Petrikau, mit der Herstellung der Festung Czenste⸗ chau und Anlegung eines verschanzten Lagers um dieselbe beauftragt wurde. Hierauf zur operirenden Armee berufen, war er bei der Bela⸗ gerung von Warschau und in den späteren Gefechten an der Bzurra thätig, und wurde nach hergestelltem Frieden wieder bei der Landes⸗ Aufnahme im Sandomirschen und Warschauischen verwendet.
Der General⸗Lieutenant von Geusau, damals General⸗Quarticr⸗ meister, Chef des Ingenieur⸗Corps und General⸗Inspecteur der Festun⸗ gen, hatte den Neutenant von Rauch in dem vor kurzem beendeten Feldzuge kennen und schätzen gelernt und zog ihn schon im Herbst 1796 als Adjutant zu sich. Auch in dieser Stellung rechtfertigte er das in ihn gesetzte Vertrauen in dem Maaße, daß er unterm 14. Januar 1802 als Quartiermeister⸗Lieutenant in den Generalstab versetzt, unterm
12. Dezember 1803 zum Capitain und schon unterm 22. Oktober 1805 zum Major und Quartiermeister ernannt wurde. 3
Als im Jahre 1805 die Wahrscheinlichkeit des Krieges eine Menge von Vorbereskungen nöthig machte, wurde von⸗, Rauch noch als Capi⸗ tain dem damaligen vortragenden General⸗Adjutanten, Oversten von Kleist, als Hülfsarbeiter zugetheilt und verblieb in diesem Verhältniß, auch während des unglü
lichen Feldzugs von 1806 und bis zum Früh⸗ jahr des folgenden Jahres. Demnächst
als Chef des Generalstabes dem fombinirten Russisch⸗Preußischen Corps beigegeben, . General Grafen Kamenski 11. in Pillau eingeschifft wurde und bei Neufahrwasser landete, um das von den Franzosen belagerte Danzig zu entsetzen, nahm er am 15. Mai 1807 sehr thätigen Antheil an dem heftigen Gefechte bei Weichselmünde, wofür er den Verdienst⸗Orden erhielt und bald darauf als Chef des Generalstabes bei dem General von Rüchel an⸗ gestellt wurde, unter welchem er dem Gefechte bei Königsberg bei⸗ wohnte und sodann in sein früheres Verhältniß zur Suite Seiner Majestät zurücktrat.
Dem General von Scharnhorst zur Hülfsleistung beigegeben, wurde er bei der neu organisirten Kriegs⸗Verwaltung unterm 12ten Februar 1809, mit Beibehalt seines Verhältnisses im Generalstabe, zum Dircktor der 2ten Division des Allgemeinen Kriegs⸗Departements ernannt, erhielt den Immediat⸗Vortrag bei Sr. Majestät dem Könige in sächlichen Angelegenheiten und wurde unterm 13. Febr. 1810 außer der Reihe zum Oberst⸗Lieutenant und unterm 14. Aug. 1812 zum Obersten befördert. Als im März 1812 politische Rücksichten die einstweilige Ent⸗ fernung Scharnhorst’s nothwendig machten, übernahm er den größten Theil von dessen Geschäften, indem er gleichzeitig zum General⸗Luar⸗ tiermeister⸗Licutenant und zum interimistischen Commandeur des Inge⸗ nieur⸗Corps ernannt wurde, wobei der König die bestimmte Zuversicht ausdrückte: „daß er das Königliche Zutrauen in der von ihm gewohn⸗ ten Art rechtfertigen werde.“ 1 2
Schon früher war er mit Scharnhorst und mit allen den Män⸗ nern in ein sehr nahes Verhältniß getreten, die zu der zweckmäßigen und durchgreifenden Umgestaltung des Heeres und dessen Verfassung, den so wie zu stillen Borbereitungsmaßregeln beitrugen, welche später die plötz⸗ liche Entwickelung einer nicht geaͤhndeten Masse von Streitkräften moglich machten. Auch jetzt blieb er mit dem unvergeßlichen Scharnhorst in steter euger Verbindung, und wie sehr dieser die Eigenschaften seines jüngeren Freundes erkannte, welche derselbe früher und später als Lieu⸗ tenant, als General, als Minister nie verleugnet hat, geht aus einem Briefe vom Oktober 1812 hervor. Scharnhorst schreibt in Beantwor⸗ tung eines Berichts unter Anderen: „Ich bin Ihnen unendlich für die große Mühe verbunden, die Sie Sich gegeben haben, um die Kriegs⸗ schulen im Gange und in Ordnung zu erhalten. Ich gestehe es, ohne Ibre Ordnungsliebe, Betriebsamkeit, Menschenkenntniß und Ein⸗ sicht würde der mir bestimmte Wirkungskreis schlecht verwaltet werden. Ich erkenne dies und ich wünsche, daß ich einmal Gelegenheit habe zeigen zu können, daß ich es erkenne.“
Umterm 1. März 1813, beim Ausbruch des Krieges, ward de Oberst von Rauch zum Chef des Generalstabes des Yorckschen C ernannt, welches damals in Berlin neu formirt wurde. Dieselben Eigenschaften, wodurch es ihm bis dahin gelungen war, unter den ver schiedensten Verhältnissen ersprießlich zu wirken, verfehlten nicht, ihm da Vertrauen des Generals von Yorck zu erwerben, unter welchem er ar den Schlachten und Gefechten, die dem Waffenstillstande vorhergingen sehr thätigen Antheil nahm und sich dadurch die Achtung Yorck's i hohem Grade sicherte.
Während des Waffenstillstandes, unterm 7. Juli, zum General Major, und nach dem Tode des Generals von Scharnhorst, untern 21. Juli, zum Chef des Ingenieurs⸗Corps ernannt, wurde er gleich zeitig zum interimistischen Chef des Generalstabes der Schlesischen Ar mee unter dem General von Blücher und zum Bevollmächtigten de Kriegs⸗Departements für die Ergänzung und Wiederausrüstung des Heeres berufen. b“ 8
Auch nachdem General von Gneisenau die Stelle des Chefs von Generalstabe der Armee wieder übernommen halte, blieb General 88* Rauch ꝛter Offizier des Generalstabes bei der Schlesischen Armer. In dieser Stellung nahm er an allen Schlachten und Gefechten derfe 88 diesseit des Rheins Theil, und befehligte namentlich ü-Iesah ewas welche ven Rechts⸗Abmarsch der Schlesischen Feiaee zm Stellung Schlachten bei und Leipzig in der verschanz bei ersterem Orte zu decken bestimmt waren, Sö. herut v
Nach der Antunft der Armee am Rhein wurde der Gerper 8 Rauch nach Frankfurt a. M. zum Könige vfenh. die Function als term 13. Dezember 1813, bis auf weiteren 28 - e⸗Hepartements Chef des Allgemeinen Kriegs⸗ und Militair⸗ tonomollmachten über⸗ mit allen damit verbundenen Berechtigunge.
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welches unter dem