558 8 8 1
Da in Nieder⸗Kanada bei den Wahlen große Gewalt⸗ thaͤtigkeiten veruͤbt worden sind, so wird gegen neun Wahlen von Seiten der Regierung Einspruch geschehen. Der Gouverneur, Lord Sydenham, hat an der Gicht eine Zeitlang lebensgefaͤhrlich darniedergelegen.
“
Autwerpen, 5. Neue Anl. 229⁄1 6 G.
589 Ulgemeinen Preußischen Staats⸗
ische Lieutenants von Dumont in Konstantinopel einge 2 Marmarizza zuruͤckgebliebene Rest der Engli⸗ schen Flotte ist am :ten v. M. nach Malta unter Segel ge⸗
gangen. b Wien ist gegenwaͤrtig eine Beschleu⸗ Augsburg und Wien ist geg
aaus ssc postenlaufe 5 8 daß wir die Allgemeine iis am zweiten Tage erhalten. 8 I
eitugg ben Abend zvar bei Sr. Majestaͤt dem Kaiser zu Ehren
er hier anwesenden Saͤchsischen Prinzessinnen ein Konzert, bei
5 saͤmmtliche Saͤnger der Italiäaͤnischen Oper mitwirkten.
Schweiz.
1 3. Mai. (Schw. Bl.) Die Herren Waisenrath, peösteunt Scmidt Staatsschreiber Siegwart und Professor Kopo, welche ich Ihnen gestern als die Kandidaten der konser⸗ vativen Partei bezeichnet habe, wurden sofort noch mit sehr uͤber⸗ wiegender Mehrheit (ungefaͤhr 31 der Stimmenden) in den großen Rath gewaͤhlt, und somit die Kapazitaͤten erster Groͤße, wie Amryhn, Kopp, Baumann, Casimir Pfyffer ꝛc, uͤbergangen. Eben so entschieden sielen die Wahlen auf der Landschaft zu
Zinsl. 5 ¼¾4.
I a. M., 8 terr. 5 % Met. 108 ⅛¼ G. 4 9 ¼ G. 2 ½ % 56 % G. 1 % hh G. Bauk-Act. 1991. 1989. Partial-O bl. —. Loose — 500 Fl. 135 ½. 135 hl. Loose zu 100 Fl. —. Preuss. Präm. J nlandd. Sch. 83 G. 4o. 4 % Anl. 101 6 G. Poln. Loose 71 ¾. 7112. 8 5 % Span. Anl. 24. 24 „‧1. 21/4 7⁄9. Hol. 515⁄1 6. 51 ⁄¼. 8
Berlin, 9. Mai. Dem Erfinder des 16“ e 1“ EE Historienmaler J. Liepmann, ist unterm 7ten d. M. die Anzeige tes Uter 360 G. do. Entes 7390,r.; e 1.“ zbgegangen, Se. Masefkäͤt der Koͤnig geruht haben, auf den burg-Basel 235 G. Leipzig-Dresden 99 ½ Br. Köln-Aachen 99 G. Grund eines Gutachtens des General⸗Direktors der Koͤniglichen Museen, Herrn Geheimen Rath von Olfers und auf den gemein⸗ schaftlichen Antrag der Ministerien der Finanzen und der geistli⸗ chen, Unterrichts⸗ und Medizinal⸗Angelegenheiten, ihm eine Pen⸗ sion von fuͤnfhundert Thalern jaͤhrlich zu bewilligen, unter der Be⸗ dingung, daß er sein Geheimniß des Oelbilderdruckes, nebst einer Darleqgung aller bei seinen Versuchen gemachten Erfahrungen, dem Staate zur freien Benutzung uͤberlasse, und seinen Rath, wenn solcher ferner erforderlich scheinen sollte, bereitwillig ertheile.
Beilage zur
Zeitung 130.
solcher Gegenstand so lange unentdeckt bleiben konnte. Es ist, als ob auf den gegenwaͤrtigen Zeitpunkt gewartet worden waͤre, entweder um der Pietät der Nachwelt, welche einem großen Manne die Schuld ihrer Vaͤter zu bezahlen sich anschickt, den gebuͤhrenden Lohn zu spenden, oder um unsern Mozart jenen Saͤngern der Mythe gleichzustellen, auf deren Ruf die Steine zu kuͤnstlichem Bau sich fuͤgten und die Unterwelt die geraubten Schaͤtze zuruͤckgab. Es ist unter diesen Umstaͤnden zweifelhaft geworden, ob das Denkmal noch dieses Jahr zu Stande kommen werde, aber jede Verzoͤgerung wird durch dieses denkwuͤrdige und gluͤckliche Ereigniß volle Entschuldigung finden. “
Spanien. Madrid, 27. April. Der Jahrestag der Geburt der Koͤ⸗
vorigen Monate um 299,000 Pfd. vermehrt, dageger ’ trag der Sicherheiten um 246,000 Pfd. Feü Be trag der umlaufenden Noten ist 16,587,000 Pfd., der des baaren Geldes 4,638,000 Pfd.
General Hamilton soll mit dem Pariser Banquierhause Laf⸗ fitte und Compagnie einen Vertrag uͤber ein Anlehen fuͤr Rech⸗ nung von Texas abgeschlossen haben.
An der Boͤrse schien die Vorlegung des Budgets am Sonn⸗ abend einen guten Eindruck zu machen. Die Consols eroͤffneten zu 90 ½. Doch trat spaͤter wieder eine Reaction ein in Folge von Geruͤchten uͤber eine angeblich unzweifelhafte Aufloͤsung des Par⸗
laments, und heute schlossen die Consols zu 89 ⁄.
LDsan.
Großbritanien und Irland.
London, 4. Mai. Gegen den Grafen Edward von Waldegrave und den Capitain W. J. Duff, die im Juni vorigen Jahres einen Poli⸗ zei⸗Diener in seinem Dienst zuerst insultirten und dann sich thaͤtlich an seiner Person vergriffen, so daß er eine starke Gehirn⸗Erschuͤt⸗ terung davontrug, die ihn eine Zeit lang zum Dienst untauglich machte, wurde gestern endlich vom Gerichtshofe der Queen's Bench das Urtheil gefaͤllt, nachdem diese Sache unterdessen von den oͤffentlichen Blaͤttern mit großer Animositaͤt besprochen und eine parteiische Nachsicht der Gerichte wegen des Standes der Angeklagten vorausgesetzt worden war. Beide hatten sich anfangs fuͤr nicht schuldig erklaͤrt, weil sie glaubten, daß die Identitaͤt der Personen schwer zu erweisen seyn wuͤrde; nachher aber bekannten
H Bank-Actien 1060 Br.
amburg, 8. Mai. Engl. Kuss. 108.
Paris, 5. Mai. 8. 50 Rente fin cour. 114. 20. 3 % Reute fin cour. 790 4b. 5 % Neapl. au compt. 103.65. 5 % Span. KRente 24 ½. Passive 55 3. 309%
1 Wien, 5. Mai. 108 h¼. 40 % 90 2 9. 30 7
EE“
09 2
unsten der Leuenpartei aus. Im Ganzen sind 27 Mitglieder von welchen 15 der bisherigen radikalen Großraths⸗ Majoritaͤt beigezaͤhlt werden koͤnnen und nicht wieder gewaͤhlt
worden sind.
8 IFtaelien. v .
Florenz, 30. April. (A. Z.) Ihre Majestaͤt die Kaiserin von Besterreich wird nicht, wie man Anfangs glaubte, bis nach Lucca kommen. Morgen wird sich vielmehr der Herzogl. Lucche⸗ sische Hof nach Modena begeben; so werden sich die beiden er⸗ lauchten Zwillingsschwestern am Hofe ihres Oheims und Schwa⸗ gers, des Herzogs von Modena, wiedersehen. Nach der Abreise Ihrer Majfestaͤt der Kaiserin wird Se. Koͤnigl. Hoheit der Her⸗ zog von Lucca seinen Sohn, der bereits sein 18tes Jahr erreicht hat, nach Turin begleiten, wo der zukuͤnftige Erbprinz von Parma im Militairdienste eintreten wird. Man berichtet aus Bologna vom 28sten d. M. den Tod des Fuͤrsten Felix Bacchiochi, Ge⸗ mahls der Prinzessin Elisa, Schwester Napoleons. Der Fuͤrst war seit Jahren in Vologna ansaͤssig und allgemein geliebt.
Spanien.
28. April. In der Deputirten⸗Kammer begann uͤber die Regentschaftsfrage. Die Kammer be⸗ schloß, daß die Diskussion durch die einer alleinigen Regentschaft guͤnstige Meinung eroͤffnet werden solle. General San Miguel erhielt sodann zuerst das Wort, und in diesem Sinne werden noch die Herren Gomez, Acebo, Gonzales, Antonia Diaz, Sancho, Lujan, Olozaga, de la Fuente, Montoas u. s. w. sprechen. Die Redner fuͤr Einsetzung einer dreigliedrigen Regenischaft
welche nach jenen das Wort erhalten, sind die Herren Prim, Muhoz Bueno, Gil Sanz, Miranda, Urzal, Mendez Vigo, Po⸗ sada, Alonzo Collantes, Ayllon, Lopez, Burriel, Mendizabal. Zwei Mitglieder, die Herren Imenes de Haro und Llacayo, wer⸗ den die Zusammensetzung der Regentschaft aus fuͤnf Mitgliedern vertheidigen. Es duͤrfte diese Debatte einige Tage waͤhren. Ge⸗ ruͤchten zufolge, die in der Stadt im Umlauf sind, hotten der Herzog von Vittoria und Herr Arguelles den festen Entschluß geaͤußert, die Regentschaft nicht anzunehmen, wenn die Meinung der
Madrid, heute die Debatte
rinitarier obsiegen sollte. — Griechenland.
Athen, 9. April. (Oriental Observer.) In Thessalien sind Unruhen ausgegebrochen, die eine Zeit lang ein ernstes An⸗ sehen zu gewinnen drohten; die dagegen ergriffenen energischen Maßregeln haben jedoch alle Besoragnisse verscheucht. Die Re⸗ gierung scheint von Allem, was vorgeht, ziemlich gut unterrichtet zu seyn, der Minister thut Alles, um Aufsehen zu vermeiden und die Journale beobachten das tiesste Stillschweigen. Auf die Nach⸗ richt, daß sich eine neue Bande gebildet habe, die von Bosiotis und Molitzi angefuͤhrt werde, aus 100 — 150 Mann, theils Thes⸗ saliern, theils Macedoniern bestehe, traf die Regierung in der Stille ihre Maßregeln und griff die Raͤuber gleichzeitig zu Lande und zu Wasser an, wodurch ein Theil gefangen, die anderen zer⸗ streut wurden. Unter den Gefangenen befanden sich auch die bei⸗ den Anfuͤhrer, doch sind sie leider aus dem Gefaͤngnisse entwischt. Ein angesehener Bewohner von Kalamas, Namens Kolokotroni, ist auf der Reise nach Sparta mit seinem Diener verschwunden, ohne daß bisher auch nur die mindeste Spur von beiden Män⸗ nern ware zu entdecken gewesen.
Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerika.
New⸗York, 16. April. Die oͤffentlichen Blaͤtter enthalten ein Schreiben des jetzigen Praͤsidenten Tyler, welches zwar schon vom 17. Oktober vorigen Jahres datirt ist, aus welchem aber er⸗ hellt, daß er damals wenigstens fuͤr die Beibehaltung des setzigen Tarifs, so wie uͤberhaupt fuͤr die Erhebung von Einfuhr⸗Abgaben im Gegensatze zu dem druͤckenden und kostspieligen System der direkten Steuern, gestimmt war. Auch spricht er sich darin zu Gunsten der Vertheilung des Ertrages der oͤffentlichen Laͤndereien uater die einzelnen Staaten aus und scheint uͤberall mit den An⸗ sichten des Herrn Clay und des verstorbenen Praͤsidenten uͤber⸗ einzustimmen. Man schließt daraus, daß an ein Aufkommen der van Burenschen oder Anti⸗Bankpartei fuͤr jetzt nicht zu denken ist.
Zu New⸗Orleans hat man Nachrichten aus Tampico vom 13. Marz erhalten. Es herrschte dort die groͤßte Unzufriedenheit
gegen das Verfahren der Mexikanischen Central⸗Regierung; die Garnison stand bestaͤndig unter den Waffen und hatte ihre Kano⸗ egen die Stadt gerichtet. ie Berichte aus Galveston in Texas reichen bis zum 1. April. Ein Mexikanisches Heer von 8000 Mann mit 20. Ka⸗ nonen war ploͤtzlich zu Mier und Camargo erschienen und hatte sich einen Weg durch die Waldungen nach Laredo gebahnt. Dasselbe schien Austin bedrohen zu wollen. An der Spitze des Heeres befanden sich Arista und Cavales. Seit Anfang d. J. waren in Texas 30 Schiffe mit 509 weißen Einwanderern und und 109 Sklaven eingetroffen. Die Neu⸗Seelaͤndische Gesellschaft hielt am Sonnabend ihre Jahres⸗Versammlung. Die Berichte fielen sehr guͤnstig aus, und es wurde beschlossen, eine Dampf⸗ und Paket⸗Schifffahrt nach
Neu⸗Seeland uͤber den Isthmus von Panama zu foͤrdern, so daß 70 Tagen nach jener entfernten Kolonie wuͤrde gelangen Es soll auch ein Bisthum daselbst errichtet werden, und
20,000 Neue Testamente in Neu⸗ Seelaͤndischer Die Gesellschaft hat eine Dividende
man in koͤnnen. es sind bereits Sprache vertheilt worden. von 10 pCt. deklarirt. . Nach der Railway⸗Times
Regierung erhalten;
igung der nehmigung bewilligt werden.
der Staatskasse ö1u“
Koͤln, 5. Mai. (Fr. sammlung der Actionaire der ¹ erklärte der Praͤsident der Direction, Herr alle Hauptwerke bis
seyen, die Direction fast zuversichtlich hoffen duͤrfe, Koͤln nach Aachen noch dieses Jahr und zwar oͤffnen zu koͤnnen. ferrige Bahnstrecke wurde, wie der Spezial⸗Derektor mittheilte, im Jahr 1839 waͤhrend fuͤnf Monaten von “ “
Jahreszeit dem regelmäaͤßigen Betriebe
die Einnahme von 15,800 Rthlr. triebskosten beinahe vollstaͤndig⸗
— —ä
Berichtigung.
zu lesen: heute.
J.) In der gestrigen General Ver⸗ Rheinischen Eisenbahn⸗Gesellschaft von Ammon, daß, da Aachen vollendet oder ihrer Vollendung nahe
In der gestern gegebenen Notiz unter . . 224 77 Berlin, S. 554, Sp. j, ist in der dritten Zeile statt: „gestern“,
die Bahn von noch in guter Die
waͤhrend
seit 20 Jahren durch treffliche
sehen und gehört, hatte am lustiger herbeigelockt, daß sie fanden. Möge nun die bloße Neuheit oder die reine Freude an dem Werke
haben alle reichlichen
früheren auf unseren beiden ten Aufführungen zu seyn, Aufführung in der Italtänischen Sprache, von Sprache und die Eigenthümlichkeit ibrer
der Italiänische Sänger sich? — wandtesten Deutschen Künstler nachgeahmt,
4
Sprachen nur einigermaßen bekannte haben. Aber wie dem auch seyn mag, haben sich hier in die Hand gearbeitet, Werk hervorzubringen, das, wenn es
der
deren Ueberschreibung Unwillen und Ekel erregt; haben nach unserem niemals überschritten, in Ton und Geberde dem c Zuschauer und Zuhörer gewohnt sind. fonnerieen, Musikalische in das rede stellen, daß, wo nicht das Ganze, Stücks dem Burlesken sich nähern; sprechen, daß jedem sinnigen Menschen, auch stehen möge, es wohl thut,
gehörige Licht stellen sollen;
Erwähnung trefflichen Aufführung schließen.
bividnalität nach eine besonders a Paltrinieri einen Figaro comme il Almaviva hat die gute Meinung,
Lucretia Borgia geschöpft haben, noch erhöht, ren Savio und Negri,
lichen ihrem Charakter untreu zu werden.
Wissenschaft, Kunst und Literatur⸗
Königsstädtisches Theater. Rossini's Barbiervon Sevilla, Aufführung in Gesang und Spiel uns⸗ rem Publikum bekannt und von demselben immer mit Vergnügen ge⸗ Sten eine so große Zahl Schau⸗ und Hör⸗ keinen Platz in cem geräumigen Lokal oder die Lust zu vergleichen selbst angetrieben haben, gewiß Genuß und Befriedigung gefunden; hat Referent so lebhafte, sichtbar immer nur durch den Moment selbst aufgeregte Ausbrüche des Beifalls in diesem Theater selten wahrzu⸗ nehmen Gelegenheit gehabt, und ohne im geringsten, ungerecht gegen die Theatern in Deutscher Sprache geleiste⸗ darf man doch behaupten, urch Italiäͤnischen, für ihre Musik gleichsam eingebornen und durch Landes⸗Art und Sitte vielleicht mehr als durch die Thea⸗ ter⸗Uebung dazu erzogenen Künstlern erst ihr volles Recht widerfahren sev. Ohne zu gedenken, daß so Manches der Deutschen Sprache wi⸗ derstrebt, was in der Italiänischen Wohllant ist, liegt es schon in der poe⸗ tischen und mustkalischen Beschaffenheit des hier behandelten Stoffes, daß sich Freiheiten gestatten darf, die, von dem ge⸗ entweder gezwungen rscheinen, oder zur Karrikatur verzerrt werden würden. Ii 1 der Hre pie umständlich nachzuweisen; jeder sinnige und mit beiden Zuhörer wird dies en Poet und der Komponist um gemeinsam ein lustiges die gehörige Lust 1 mit südlicher, schrankenloser Fis gtg fatg 8. 1 muß. 8 8 alle Schranken, sagen schrankenlos und meinen dami S 88 1“ Gefühl die Darsteller des vorliegenden Stückes wenn auch namentlich der Darsteller des Almaviva Ausdruck bei weitem mehr beimischte, Mit einem 16 G bver eben Buff 1 sind es, die hier das Poetische un aber eben Buffonnerieen s EEE1“ neisten Auftritte des aber wer wird uns auch wider⸗ auf welcher Bildungsstufe er einmal ohne alle Reflexion lustig zu 1 gemei Betrachtungen können wir nur eine kurze sevn. An diese allgemeinen Betrachtung Ebö die schon vielbelobre Sängerin, aber auch ihrer LLE ausgezeichnete Rosine und in Herrn faut gefunden. die wir aus seiner Rolle in der und was endlich die Her⸗
doch die m
Bartolo und Basil, betrifft, ihr Recht anerkannt, durch Buffonnerieen zu ergötzen,
wenigstens
daß durch die
Es ist hier
empfunden
erwecken soll, Wir nur die nicht,
als es
In⸗
Herr Rossi als
so haben wir schon ohne im Wesent⸗
Dauer der Eisenbahn⸗Fahrten am 9. Mai.
Abgang von BSEEEEIin
von
Abgang
Potsdam.
Zeitdauer (St. M.
Um 8 Uhr Morgens. - 11 ⸗ Vormitt... 2 - Nachmitt.. — 1 — — . — 6* - Abends... 10 — — 8
8
Um 6 ½ Uhr Morgens. — Vormitt... Nachmitt..
Abends ...
44 40 40
42
Meteorologische TI Morgens Nachmittags EITZEE“
Abends
184. 10 Uhr.
9. Mai.
Beobachtungen.
Nach einmaliger Beobachtuna.
330,71“„par. 337 79“„Par. (339,25 par. 11,26 R. + 1600 R. + 9,1° R. ün. 6005 79 „Ct. heiter. W.
Luftdruck
Luftwärme 68 8
Thaupunkt.... +. 7,59 R. + 8 8 R.
Punstsättigung 74 pCt. 57 vECt.
heiter. heiter.
SW. WSW. — W
Wolkenzug
hat ein umfassender Plan
1 ines Eisenbahn⸗Systems in Irland die Ge⸗ bs-n Eunfahengg⸗ . doch soll kein Zuschuß aus Sch. —.
Tagesmittel:
Amsterdam, 6. Mai. Niederl. wirkl. Schuld 511110 5 % Span. 22 ½. Passive. — Ausg. —.
Pol. Oesterr. 105.
337 950„Par. + 1210 + N. 7 8⁰0⁸
C11111
5 % do. 99 ⁄4. Kanz-Bill. 251/½2. oeius1. 6 1.. 12 P
Quellwärme 7 4“9 R. Flußwärme 13 90 R. Bodenwärme 13 90 R. Ausdünstung 0,035“Rh. Niederschlag 0.
Wärmewechsel + 16,4 9 5 12
.. 70 „Ct. W.
m.
t. en 1052. Aul. de 1834 1351 2. de 1839 112 ½
I11““ Den 10. Mai 1841. Pr. Cour.
Briet. SelH. S
10772 1035 Actien. 102 101 ½ aarae-reer-Aan. 8
8 St. Schuld-Sch. 4 Pr. Eugl. Obl. 30. 4 Präm. Sch. der Secehandlung. — Kurm. Schuldv. 3* Neum. Schuldv. 32† Berl. Stadt-O bl. 4 Ellinger 3⁄ Dauz. do. in Th — Westp. Pfandbr. 3 8 Grofsh. Pos. do. 4 Ostpr. Pfandbr. 88 Pomm. do-. 3 Kur- u. Neum. do. 3 2 Schlesische do. 3
do. do. Prior. Act. Mgd. Lpz. Eiseub do. do. Prior. Act. Berl. Anh Eiscub. do. do. Prior. Act. Düss. Elb. Eis. do. do. Prior. Act.
82½ 101 %4 101 %
—
83 102 102⁄¼ 103³,8 100 48 101 ⁄1 1017b 103 ⁄¶+
90 — do. 22
1025%
1012 8 105 4 101 8 102⁵ s 102 %¾4
Gold al marco Friedrichswor And. Goldmün- zen à 5 Th. Disconto
210 ¼ 13
8 4 12
102 ½
Koͤnigliche Sch 1 Dienstag, 11. Mai. Im Opernhause: Konzert, worin Mad. Dufflot⸗Maillard zum letztenmale singen wird. 1) Arie aus der Ooer: Der Barbier von Sevilla, von Rossini, gesun⸗ gen von Mad. Dufflot-Maillard. 2) Erinnerungen an die Schweiz, Variationen fuͤr die Klarinette F komponirt von Wieprecht, vorgetragen von dem Accessisten der Koͤniglichen Kapelle Herrn A. Schubert. 3) Arie aus der Oper: Semira⸗ mis, von Rossini, gesungen von Mad. Dufflot⸗Maillard. 4) Adagio und Rondo fuͤr die Violine, komponirt und vorgetra⸗ gen von dem Koͤnigl. Kammermusikus Herrn Herrmann Henning. 5) Arie des Romeo, aus der Oper: Die Famtlien Capuletti und Montechi, von Bellini, gesungen von Mad. Dufflot⸗Maillard. Hier⸗ auf: Die beiden Schuͤtzen, komische Oper in 3 Abth., Musik von A. Lortzing.
Im Schauspielhause:
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Représentation extraordinaire au béné- sice de Mlle. Desgranges. Le spectacle se composera de: 1) La reprise de: Monsieur Jovial, ou: L'huissier chansonmer, vaudeville en 2 actes, par Mr. Théaulon. (Mr. Schneider, artiste du theätre Royal, remplira le röle de Mr. Jovial.) 2) Pas de deux nouveau dansé par Dlle. Polin et Mr. Reichner. 3) La premieére représentation de: Le marquise de Seneterre, ou: Une legon de coquetterie, comédie nouvelle en 3 actes et en prose, du théatre francais, par Mr. Mélesville. Abonnements und freie Entreen sind ohne Ausnahme nicht guͤltig. 8— Billets zu dieser Vorstellung sind in der Wohnung der Dlle. Desgranges, Potsdammer⸗Straße Nr. l5, von Morgens 9 bis Mittags 2 Uhr, zu haben und bleiben die Abonnements⸗Billets bis Dienstag Mittag 2 Uhr reservirt. 8 Mittwoch, 12. Mai. Im Schauspielhause: Egmont, Trauer⸗ spiel in 5 Abth., von Goͤthe. Musik von L. van Beethoven⸗ In Potsdam: Die Hochzeit des Figaro, Oper in 2 Abth⸗ Mussk von Mozart. (Dlle. Tuchzek: Susanne, als Gastrolle.) Koͤnigsstaͤdtisches Theater. Dienstag, 11. Mai. Der Talisman. in 3 Akten, von J. Nestroy. .. Mittwoch, 12. Mai. (Sechste Italiänische Opern⸗Vorstellung. Zum ersten Male wiederholt: II Barbiere di Seviglia. Opera buffa in 2 Atti. Musica del Maestro Rossini. Preise der Plätze: Ein Platz in den Logen und im Balkon des Isten Ranges: 1 Rihlr. ꝛc. 1 Textbuͤcher, in Italiaͤnischer üng, Deutscher Sprache sind Abends an der Kasse à 5 Sgr. zu haben. Der Anfang der Italiaͤnischen bEE.“ ist um 6 ¼ Uhr. Die Kasse wird um 5 ½ Uhr geoͤffnet. 8 “ 13. Mai. Zum erstenmale wiederholt: Das Mandat, oder: Ein Tag vor der Schlacht. 2 eilitairisches 8 f in 5 Akten, frei nach dem Franzoͤsischen bearbeitet, von öogel⸗
Markt⸗Preise vom Getraide. Berlin, den 6. Mai 1841. 1“ Weizen 2 Rthlr., auch 1 Rthlr. 27 8 auch 1 Rthlr. 10 Sgr.; große Gerste 2 Pör. 25 Sgr.; Erbsen 1 Rihlr. 14 Sg
„ Riblr. 7 Sgr. 6 Pf., auch 8 Er; Pf.; Roggen 1 Rtbvir. Pf; Hafer 27 Sgr. 6 Pf., 9 Pf. (schlechte Sorte). Ein⸗
Zu Lande: Roagen 1 Rthlr. 12 Sar. a 9 Pf.; Hafer 29 Sgr. 5 Pf., auch Eingegangen sind 42 Wisvpel.
Zu Wasser: Weizen (weißer) 2 Ridhlr. 2 Sgr. 6 Pf. und 1 Rihlr. 8 11 Sgr. 3 Pf., auch Rthlr. 8 Sar. 9 auch 25 Sgr.; Erbsen 1 Rihlr. 13 Sgr. gegangen sind 904 Wispel 20 Scheffel. 9
— Mittwoch, den 4. Mai 1841.
Das Schock Stroh 8 Rthlr. 25 Sgr.; auch 8 Rthlr 15 S
Der Centner Heu 1 Rtblr. 19 Sgr., auch 1 Rihlr. Branntwein⸗Preise vom 30. April bis incl. 6. Mai 1841.
Das Faß von 200 Drt., nach Tralles 54 pCt., nach gegen baare Zahlung und sofortige Ablieferung, nach toffel⸗Branntwein 18 Rthlr. 25 Sgr., auch 18 Rthlr.
Kartoffel⸗Preise. Der Scheffel Kartoffeln 20 Sgr., auch 15 Sgr.
Richter 40 pECx, Angabe Far⸗ 15 Sgr.
Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.
Gedruckt bei A. W. HKayn.
Beilage
Posse mit Gesang
5 Ediktal⸗Citation. 5)
sie sich als schuldig und stuͤtzten ihre Vertheidigung nur darauf, daß sie in betrunkenem Zustande gewesen, und daß der Polizeibeamte dies haͤtte beruͤcksichtigen und sie ruhig ihrer Wege gehen lassen sollen; auch erklaͤrten sie sich zu jeder billigen Geldentschaͤdigung an den Ver⸗ letzten bereit, behaupteten aber, daß derselbe gar nicht so sehr an der erhaltenen Beschaͤdigung gelitten habe, als allgemein verbrei⸗ tet worden. Der Anklaͤger wandte ein, daß Trunkenheit keine Entschuldigung sey; gewiß wuͤrde man sie als solche nicht anneh⸗ men, wenn sechs arme Arbeiter betrunken aus einer Bierstube herausgestuͤrzt und uͤber einen Polizei⸗Beamten hergefallen waͤren; um so weniger koͤnne man also diesen Entschuldigungsgrund bei⸗ Männern von so hoher Geburt und gebildeter Erziehung gelten lassen. Dagegen machten die Vertheidiger den Angeklagten, Sir F. Pollock und Herr Thesiger, bemerklich, daß der Vorfall ge⸗ wiß fast unbeachtet geblieben seyn wuͤrde, wenn er von Personen niederen Standes ausgegangen waͤre, und daß man nur deshalb so viel Aufhebens davon gemacht habe, weil die Angeklagten ein Paar vornehmere Leute seyen. Der Richter aber, der das Urtheil verkuͤndete, wies alle vorgebrachte Entschuldigungsgruͤnde zuruͤck und stimmte ganz den Argumenten des Anklaͤgers bei. „Dergleichen Vergehen ge⸗ gen die Diener der oͤffentlichen Sicherheit“, sagte er am Schluß, lassen sich mit Geld nicht abkaufen. Der Reiche muß hier eben so wie der Arme seine Schuld persoͤnlich buͤßen. Wenn ein sol⸗ ches Vergehen von Leuten begangen wird, deren Armuth ihnen eine Geldbuße unmoͤglich macht, so pflegt man es bei einer Ge⸗ faͤngnißstrafe auf eine gewisse Zeit bewenden zu lassen, weil sie, wuͤrde eine Geldbuße damit verbunden und ihre Freilassung an die Bedingung der Entrichtung dieser Buße geknuͤpft, so gut wie sn ewiger Haft verurtheilt seyn wuͤrden. Wo aber Jemand mit seiner Boͤrse sowohl wie mit seiner Person buͤßen kann, da ist kein Grund vorhanden, warum der Gerichtshof nicht beiderlei Strafe verhaͤngen sollte.“ Das Urtheil lautete demnach gegen den Grafen Waldegrave auf sechs Monat Gefaͤngniß und 200 Pfd. Geldbuße und gegen den Capitain Duff ebenfalls auf sechs Monat Gefaͤngniß und 20 Pfd. Geldbuße.
Eine Deputation der Stadt Liverpool und eines andere der dortigen Amerikanischen Handelskammer hatten in der vorigen Woche mit Lord Melbourne eine Unterredung, um eine Revision der Einfuhrzoͤlle zu beantragen; uͤber denselben Gegenstand be⸗ sprach sich eine Deputation aus Manchester mit dem Kanzler der Schatzkammer. Eine andere Deputation aus Liverpool hatte mit Lord J. Russell eine Besprechung uͤber das neue Armengesetz.
Herrn Walter's Wahl zum Parlamentsmitglied in Notting⸗ ham wird nicht bloß von den Toryistischen, sondern auch von den ministeriellen Blaͤttern als eine bedeutende Niederlage der Whigs bezeichnet. „Seit fuͤnfunddreißig Jahren“, sagt die Morning⸗ Chronicle, „ist Nottingham jetzt zum erstenmale durch einen Tory vertreten.“ Ueberhaupt hat die ministerielle Partei seit etwa einem halben Jahre durch neue Wahlen fuͤnf Mitglieder im verloren und die Opposition sich um eben so viele verstaͤrkt.
stce. General Sir Rufane Shaw Donkin, ein aus dem Halbinselkriege bekannter Offizier, der beim Feldzeugamt ange⸗ stelt war und wegen dessen Ableben gestern im Unterhause ein neues Wahl⸗Ausschreiben fuͤr Sandwich erlassen wurde, hat sich dieser Tage in einem Anfall von Geistes⸗Abwesenheit erhaͤngt. Seine Stelle im Feldzeugamt wird, wie es heißt, Oberst Fox er⸗ halten, der mit einer Tochter des Koͤnigs Wilhelm IV. verhei⸗ rathet ist.
bed United Service Gazette will wissen, daß Lord Hill, auf Veranlassung des Kriegs⸗Secretairs, Herrn Macaulay, sich endlich entschlossen habe, den Grafen Cardigan zum Austritt aus dem Heere durch den Verkauf seines Patents zu veranlassen. Die von demselben Blatte gegebene Nachricht von der Wieder⸗ Anstellung des Rittmeisters Reynolds zeigt sich aber als unbe⸗ ruͤndet. 8 Die Englischen und die Franzoͤsischen Fischer im Kanal lie⸗ gen bekanntlich seit undenklichen Zeiten im Streit uͤber die Graͤn⸗ zen ihrer Fischerrechte. Verschiedene Vertraͤge zwischen Frankreich und England haben alle Zweifel daruͤber zu beseitigen gesucht, und von beiden Seiten sind Kriegsschiffe aufgestellt, um jede Uebertretung der bestimmten Graͤnzen zu verhindern. Dennoch kommen solche Uebertretungen sehr haͤufig vor, und neuerdings soll ein Franzoͤsischer Kutter, „Badine“, in Verfolgung einiger Englischen Fischerboͤte, die sich unerlaubterweise bei den Auster⸗ baͤnken zu St. Brieux eingefunden hatten, auf dieselben gefeuert und einen Englaͤnder getoͤdtet haben.
Luͤttich, I. Mai. Das Journal de Liege theilt uͤber die Explosion in der Kohlen⸗Grube zu Ougré noch folgende Details mit: „Ein Einsturz, der in Folge der Erschuͤtterung statthatte, war weniger bedeutend, als man anfangs befuͤrchtet hatte, wodurch die Arbeiter ziemlich schnell in die Tiefe des Schachtes, wo die Explosion erfolgt war, dringen konnten. Drei Arbeiter, die sich wahrscheinlich in der Naͤhe dieses Punktes be⸗ fanden, und von einer leichten Ohnmacht befallen waren, wurden hervorgezogen und bald ins Leben zuruͤckgerufen. Die 27 üͤbri gen Bergknappen gaben, nachdem sie hervorgezogen worden, kein Lebenszeichen mehr; die Einen waren verbrannt, die Andern un—⸗ ter dem Einsturz erstickt. Von diesen Ungluͤcklichen gehoͤren 16 dem Koͤnigreich Preußen an. Wir waren gestern unrichtig be— richtetf, als wir von nur 4 Familien-⸗Vaͤter sprachen: 8 der Schlachtopfer waren verheirathet und hinterlassen 8 Wittwen mit 27 Kindern in der ungluͤcklichsten Lage.“
Schweden und Norwegen.
Christiana, 30. April. Aus Drontheim erhalten wir die traurige Nachricht, daß etwa der dritte und am besten gebaute Theil der Stadt vom 24. April Nachmittags bis Mitternacht waͤhrend eines schweren Sturmes niedergebrannt ist. 314 Wohn⸗ haͤuser sind abgebrannt und an 4000 Menschen obdachlos.
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Saäalzburg, 1. Mai. (A. Z.) Seit einigen Tagen hatten hier die Ausgrabungen fuͤr den Unterbau des Mozart⸗Denkmals begonnen, dessen Aufstellung und feierliche Enthuͤllung fuͤr den September dieses Jahres bestimmt war, als die wuͤrdigste Ju⸗ bilarfeier der Meisters, seit dessen Tode gerade funfzig Jahre verstrichen. Das Denkmal sollte im Innern der Stadt, auf dem Michaels⸗Platz aufgerichtet werden, in der Naͤhe des Domes, der Residenz, des Hofbrunnens, jener großen Bauten, welche der Stolz Salzburgs sind, und um dem Fundament groͤßere Festigkeit zu geben, war beschlossen worden bis zu einer Tiefe von acht Fuß, also weit tiefer zu graben, als dieses hier gewoͤhnlich selbst bei den groͤßten Gebaͤuden der Fall ist, da der harte kiesige Grund mit einem Fundament von vier bis fuͤnf Schuhen sich zu begnuͤgen erlaubt. Bei der Ausgrabung war schon das interessant, daß man in einer Tiefe von drei Fuß auf eine zweite Pflasterschicht kam, ein Beweis, daß der Platz erst spaͤter, etwa gelegentlich des im 17ten Jahrhun⸗ dert erfolgten Baues des anstoßenden großen Regierungss⸗Ge⸗ baͤudes, der Neubau genannt, bis zu seiner gegenwaͤrtigen Höhe angeschuͤttet worden war. Vorgestern Abends in einer Tiefe von sechs Fuß stießen die Arbeiter abermals auf eine harte, dem Spaten und der Haue widerstehende Grundlage, und sie be⸗ muͤhten sich daher gestern Morgens beim Beginn der Arbeit, dieselbe bloßzulegen. Ein Pläatzregen vertrieb sie auf einige Au⸗ genblicke aus der Grube, und als sie wiederkehrten, fanden sie — einen Roͤmischen Mosaikboden der schoͤnsten Art mit den man— nigfaltigsten und kuͤnstlichsten Arabesken, weit schoͤner als je— ner, der 1815 auf den Moosfeldern von Loig aufgegraben wurde, aber sehr aͤhnlich dem anderen Mosaikboden, der 1817 von dem verewigten Fuͤrsten Ernst von Schwarzenberg zu Glas bei Aigen entdeckt worden ist, und dessen Alter nach anderweitigen dort ge⸗ fundenen Denkmalen bis in das Augusteische Zeitalter hinaufreicht. Bereits ist mehr als eine Quadratklafter dieses Bodens bloßge⸗ legt und die Nachgrabungen werden mit Eifer ununterbrochen fortgesezt. Was man bis jetzt entdeckte, scheint ein Theil der unteren Einfassung eines großen Quadrats zu seyn, das in der Richtung zum Dome und der Residenz in das Innere der Stadt sich hinzieht und in seiner Mitte die eigentlichen Hauptfiguren enthalten mag. Die Mosaik ist aus kleinen weißen, rothen und schwarzen, geschliffenen Marmorsteinen zusammengesetzt, wie sie in der naͤchsten Umgegend Salzburgs, am Untersberg, zu Adnet und zu Hallein gefunden werden, sie ist vollkommen erhalten, und die Mauertruͤmmer, die sie bedecken, und aus denen man geyfaͤrbte Ziegel und andere Spuren Roͤmi⸗ scher Architektur hervorgraäͤbt, weisen darauf hin, daß es wahr⸗ scheinlich der innere Hof eines Gebaͤudes sey, auf den man ge⸗ stoßen, und daß die ferneren Nachgrabungen vielleicht noch werth⸗ vollere Ueberreste des Alterthums an den Tag foͤrdern werden. Die durchgrabenen Schichten enthalten von oben nach unten etwa drei Fuß aufgeschotterten Pflastergrund, zwei Fuß Schotter vermischt mit Dammerde, und gleich darauf in einer Maͤchtig⸗ keit von 1 bis 1 9½ Fuß beginnen die Mauertruͤmmer. Es ist wunderbar und fast unerklaͤrlich, wie in einer so geringen Tiefe,
Nach dem letzten Vierteljahrsberichte der Bank von Eng⸗ land hat sich der Vorrath derselben an baarem Gelde seit dem
die zur Haͤlfte erst Aufschotterung der letzten Jahrhunderte ist,
nigin Marie Christine ist mit einem Enthusiasmus gefeiert worden, den man vielleicht nicht haͤtte erwarten sollen. Artillerie⸗Salven wur⸗ den abgefeuert und viele Mitglieder des Senats, Bischoͤfe, Ge⸗ nerale und Magistrate hatten zu Ehren dieses Tages ihre Staats⸗ kleider an.
Die Fonds sind im Steigen. Das Vertrauen kehrt zuruͤck, je naͤher die Loͤsung der Regentschaftsfrage ruͤckt.
Portugal. 8 Lissabon, 26. April. Es geht hier das Geruͤcht, daß Donna Maria naͤchstens vom Papste und dann auch von einigen weltli⸗ chen Maͤchten werde anerkannt werden. Die Finanz⸗Kommission setzt ihre Berathungen fort und soll es auf bedeutende Ersparungen abgesehen haben. In Algarbien haben sich die Miguelistischen Guerillas wie⸗ der in noch staͤrkerer Anzahl gezeigt, als im Jahre 1836 unter Remeschido, und sie erhalten angeblich regelmaͤßigen Sold in Spanischen Doublonen und Portugiesischen Goldmuͤnzen. Am 24. Maͤrz uͤberfiel einer ihrer Chefs, ein Oberst⸗Lieutenant Movxeira, das Dorf Odenexa und nahm alle Waffen und Muni⸗ tion, so wie die oͤffentlichen Kassen, in Beschlag. Die Banden stehen unter dem Kommando des Miguelistischen Brigadiers Alvaleda, der jenen Raubzug Moreira's mißbilligte und foͤrmlich gegen ihn zu Felde zog, auch seine Haufen zersprengte, dann aber selbst neue Raubzuͤge unternahm, durch welche besonders die Straßen von Maila und Val de Zebro nach Setubal beun⸗ ruhigt werden. Nicht der Koͤnig, der es ausgeschlagen hat, ist zum Groß⸗ meister der Schottischen Freimaurer⸗Loge erwaͤhlt worden, sondern der Minister des Innern, Herr Magelhaes. Die hiesige Bank hat der Regierung wieder 100 Contos (23,000 Pfd. St.) vorgeschossen. Man glaubt, daß die Cortes gleich nach ihrer Wiedereroöͤff⸗ nung am 25. Mai aufgeloͤst werden duͤrften, mehrere Mitglieder derselben abgereist sind.
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Belgrad, 25. April. (A. Z.) Nach unseren Nachrichten von der Bulgarischen Graͤnze scheint das ganze Land in Anarchie gerathen zu seyn. Die Post aus Konstantinopel, die schon vor vier Tagen haͤtte eintreffen koͤnnen, ist noch nicht da, und man besorgt, daß der Tatar, der einige Gelder bei sich hatte, von den Insurgenten ausgepluͤndert und ermordet worden sey. Furchtbar sollen die Albanesen auf dem flachen Lande Bulgariens hausen: ihre Pluͤnderungen und ihre Brutalitaͤt, die bereits vor dem 6ten d. begonnen hatten, scheinen zum Theil die Bewegung der Christen beschleunigt zu haben. ie Tuͤrken jedoch behaupten, daß die voͤllige Indisciplin erst nach dem Ausbruch der Insur⸗ rection unter den Albanesischen Truppen eingerissen sey. Wie dem auch sey, gewiß ist, daß hier die Pforte hartnaͤckigere und entschlossenere Feinde zu bezwingen haben wird, als es in Sy⸗ rien der Fall war. Haß die Revolution ihre Verzweigungen auch in Serbien habe, bezweifelt hier Niemand. Ob der Fuͤrst Michael oder sein Vater Milosch irgend einen Antheil daran haben, ist schwer zu bestimmen. Die Serbische Regierung hat sich auf jeden Fall bis zu diesem Augenblick sehr loyal gegen die Pforte benommen und scheint aus den zur Vergrößerung des eigenen Landes guͤnstigen Umstaͤnden keinen Vortheil ziehen zu wollen. Ich lasse hier die Proclamation des Fuͤrsten Michael an seine Unterthanen folgen, welche wenigstens als ein oͤffentlicher Akt Interesse gewaͤhren kann, obwohl man daraus kein bestimm⸗ tes Urtheil uͤber die neuern Verhaͤltnisse schoͤpfen kann. „Proclamation. Die Christen, welche in den Distrikten von Nissa Pirotska, Leskowacska und Prokubatzka an der Gränze Serbiens wohnen, habensich am 6ten d. M. gegen die Türken dieser Orte, welche sie Sulum⸗ tharras nennen, erhoben. Dieser Aufstand geht Serbien in keiner Weise an, von welcher Nation auch die Aufgestandenen seyn mögen. Ruhe und Zufriedenheit sind dem Serbischen Volk durch die Rechte gesichert, welche ihm der große Ferman und der Hattischeriff gewähren. Sämmt⸗ liche Unterthanen Serbiens sollen daher jener Erhebung der Unter⸗ thanen Sr. Hoheit des Sultans völlig fremd bleiben und alles vermeiden, was sie bei dieser Insurrection ermuthigen könnte. Durch gegenwärtige Proclamation verordne ich daher, daß jeder seiner Arbeit nachgehe und den Befehlen seiner Regierung gehorche, daß keiner Theil an dieser Bewegung nehme und auf irgend eine Art sich in dieselbe mische. Ich hoffe, daß alle Bewohner Serbiens ihre Pflichten erfüllen und durch Beachtung gegenwärtigen Befehls ihren Gehorsam und ihre Anhänglichkeit an meine Regierung beweisen wer⸗ den. Sollte irgend einer wagen, sich trotz des gegenwärtigen Befehls in diese Sache zu mischen, so würde er von den Gerichten als Rebell verfolgt und der strengsten Strafe unterworfen werden. Belgrad,
und auf einem so frequenten und oft durchwuͤhlten Platze ein
10. (22.) April. Unterz. Michael Obrenowitsch, Fürst von Ser⸗ bien. Protitsch, Direktor der auswärtigen Angelegenheiten.“
Allge 8 gem Bekanntmachungen. 2 :96
9 zende Personen, welche seit längerer Zeit von
Leben und ufenthalte keine Nachricht gegeben haben als:
1) George mevanek aus Ober⸗Goldmannsdorf, gebo⸗ Iren Fer 26. März 1789, welcher sich im Jahre 1806 oder 1807 in die Oesterreichischen Staaten begeben hat; Mathias Urbaneck aus Ober⸗Goldmannsdorf, ge⸗ hHoren den 23. Februar 1797, welcher sich im Jahre 1812 oder 1813 in die Oesterreichischen Staaten entfernt hat; W Apollonta Adler, verehelichte Einlieger Sahler, aus Alt⸗Grottkau, welche mit ihrem Ehemanne bereits im vorigen Jahrhunderte nach Brünn gezogen ist;
pan am 22
gegeben hat; 3) fernt hat;
Joseph Fitzek, welcher sich aus Pohlsdorf, wo er Einlieger war, vor länger als 30 Jahren ent⸗
Antonia Lukoscheck, den A. Junt 1787 zu Deutsch
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38 9 einer Anzeiger fuͤr die Preußischen Staaten. ) Anton Molinari, welcher als Brauergesell vor län⸗ ger als 20 Jahren nach Rußland sich begeben hat; Thomas Sobotta, geboren am 20. Dezember 1788 zu Wilkau, welcher zum Militair eingezogen wor⸗ den und im Jahre 1819 als Gefreiter zu Saar⸗ louis gestanden hat; I der Tuchmacher Peter Sanneg, geboren zu Trop⸗ .. Juni 1773, welcher sich seit dem Jahre 1799 in Ratibor aufgehalten und im Jahre 11) 1827 seine Frau und Kinder verlassen hat; Louis Wustmann, am 2. Mai 1804 geboren, wel⸗ cher im Jahre 1828 nach Russisch⸗Polen gewan⸗ dert und aus Kalisch die letzte Nachricht von sich
10)
Corps nach Rußland marschirt se
und deren etwa zurückgelassene Erben
Monaten, spätestens aber in dem auf den 17. Februar 1842, Vormi
ten Termine schriftlich oder persönli Ober⸗Landesgerichts⸗Hause zu melden u Anweisungen zu gewärtigen. Diejenige
Zernitz geboren, welche auf der Eisengießerei bei Gleiwitz gedient hat und von dort ungefähr im Jahre 1815 nach dem Königreich Ungarn gezogen ist, woselbst sie sich verheirathet haben soll;
Valentin Korus, zu Deutsch⸗Zernitz im Jahre 1780 geboren, welcher zum Militair ausgehoben worden und im Jahre 1812 mit dem Preuß. Hülfs⸗
Emanunel Dolezich, geboren am 25. März 1790 zu Stanitz, von wo er sich im Jahre 1810 entfernt hat,
werden hiermit öffentlich vorgeladen, sich binnen neun
vor dem Ober⸗Landesger. Refer. Schmidicke angesetz⸗
welche weder erscheinen noch sich schriftlich melden, werden für todt erklärt, demnächst aber wird ihr Ver⸗ mögen den alsdann bekannten Erben derselben oder, in Ermangelung solcher, der dazu berechtigten öffentlichen Behörde zugesprochen und zur freien Verfügung ver⸗ abfolgt werden.
Ratibor, den 17. April 1841.
vn soll; 181 Königliches Ober⸗Landesgericht.
oder Erbnehmer, Hubli kan hu ges bmn Conitzer Kreise gelegenen freien Allodial⸗ Rittergüter b Ziethen No. 201., b
Lissau No. 102. un 8 1
dg- Anthelle an dem Gute Zawade No. 196. A. und.,
ufolge der nebsi dem neuesten Hypothekenscheine in hie⸗ soe Registratur einzusehenden Taxe landschaftlich auf
tt. 10 Uhr,
ch im hiesigen ind die weiteren in Verschollenen,
weshalb auch schon