Plan anzugeben, wäre ein Verfahren,
1b Schwierigkeit durch eine Anleihe zu begegnen, aber sie verwarfen dieses
legen eine Erleichterung gewährt werden kann.
nicht gerechtfertigt gewesen seyn, die andere große Frage, die Getraide⸗ frage, auszuschließen, besonders bei unseren Ansichten über die Beschaf⸗ fenheit dieser Frage und bei unserer Ueberzeugung, daß dieselbe früher oder fpäter zum Mittel einer umfassenden Verxänderung in den Handels Ver⸗ hältnissen Englands gemacht werden müsse. Die Zölle, welche ich auf
lichkeit nach, zwischen 50 und 60 Shilling für den Quarter behaupten. Was den Zucker betrifft, so halte ich Schutz, nicht Verbot für das
eingehen, ob fremder Zucker prohibirt werden, müsse, denn dies ist eins Frage für sich, sondern nur darauf, ob der vorliegende Vorschlag hin⸗
Zweck ist.“ Der Minister führte hier einige Details an, um darzuthun,
dazu geeignet sey, die Erzeugnisse einer jeden zu vervollkommnen und wohlfeiler zu machen. die Zulassung von fremdem Zucker die Industrie der Westindier ange⸗ spornt werden, ihre Productions⸗Mittel zu verbessern, und der Eng⸗
ische Arbeiter wird seinen Zucker billiger erhalten.
hat ausgezeichneten Erfolg gehabt, und die Lage der Neger ist nicht nur
6 oärtige Budget ein plötzlich zur Erhaltung der Minister daß das gegen dauskunftsmütel sey. Ich spreche jetzt im Interesse keines Kolonial⸗Klubs, keines bedeutenden individuellen Vortheils, sondern im Interesse einer bei solcher Gelegenbeit oft hülflos dastehenden Körper Interesse der großen Masse der Königlichen Unterthanen. Es haben sich in der Ferne mancherlei Ereignisse zugetragen; im Mit⸗ telländischen Meere, in China, in Kanada, und die Wohlfahrt des Königreichs erheischte eine bedeutende Verstärkung seiner Streitkräfte. Die Kosten dieser Verstärkungen sind nun zu decken, und die Minister haben einem Defizit von 2,400,000 Pfd. zu begegnen. Es stand dem Hause frei, sich zu seiner Zeit jenen Ausgaben zu widersetzen; jetzt aber in einen Ausschuß üͤber die Mittel und Wege nicht übergehen zu wollen, ohne irgend einen anderen, den Vorschlägen des Ministertums vorzuziehenden
das einer großen Partei nicht Die Minister zogen in Erwägung, ob es zweckmäßig sey, der
schaft, im
geziemt.
Auskunftsmittel als unweise einem permanenten, Defizit gegenüber. Sie erwogen auch die Zuslucht zu einer Erhöhung der direkten Steuern, aber es schien ihnen die andererseits sich darbietende Zuflucht zu einer Veränderung der Einfuhrzölle, wie sie jetzt vorgeschlagen ist, den Vorzug zu verdienen, weil dadurch dem Volke, statt ihm eine neue Last aufzu⸗
Da wir nun Zucker und Bauholz als Einnahme⸗Fragen behandeln wollten, so würden wir
Getraide vorzuschlagen beabsichtige, werden, in Verbindung mit den Kosten des Transports aus fremden Ländern, einen hinreichenden Schutz bilden, denn der Preis des Weizens wird sich dabei, aller Wahrschein⸗
schtige Prinzipv. Ich will daher auch jetzt gar nicht auf die Frags
eichenden Schutz gewährt oder nicht, wo Schutz, nicht Verbot, der
aß die Westindier bei den Vorschlägen des Budgets hinlänglich geschützt eyn würden, und daß freier Handels⸗Verkehr unter den Nationen
„So wird“, sagte er unter Anderem, „durch
1 Die von England mit 20 Millionen Pfd. St. erkaufte große Emancipations⸗Maßregel
574 Hoheit der Meinung sind, daß diese Belustigungsart zu angrei⸗ fend fuͤr seinen gegenwaͤrtigen Gesundheits⸗Zustand seyn wuͤrde. Lord Worsley hat in einem Schreiben an seine Konstituen⸗ ten, die Waͤhler von Lindsey, erklaͤrt, er stimme mit ihnen in der Ansicht uͤberein, daß es unpolitisch und gefaͤhrlich waͤre, frem⸗ des Getraide in England gegen einen festen Zoll zuzulassen, wo⸗ durch die Angabe der Toryblaͤtter uͤber diesen bisherigen Anhaͤn⸗ ger des Ministeriums bestaͤtigt wird. Herr Muntz will naͤchstens im Unterhause auf eine Adresse an die Koͤnigin antragen, worin Ihre Majestaͤt ersucht werden soll, den Grafen von Cardigan aus dem Dienste zu entlassen. Vorgestern hieß es in der City, Lord Palmerston habe mit dem Brasilianischen Gesandten einen neuen Handels⸗Vertrag ab⸗ geschlossen, der auch fuͤr die Unterdruͤckung des Sklavenhandels von großer Bedeutung sey.
Deutsche Bundesstaaten.
Braunschweig, 8. Mai. (H. C.) Unseren Staͤnden ist von Seiten der Regierung eine Anzeige zugegangen: „daß wegen Anschlusses an den Zollverein Unterhandlungen mit Preußen ein⸗ geleitet worden, welche zwar noch nicht beendigt, aber die Auf⸗ nahme des Herzogthums in den Zollverein mit groͤßter Wahr⸗ scheinlichkeit voraussehen ließen; die Staͤnde Versammlung moͤge sich daher mit einer Vertagung bis zum 1. November d. J. ein⸗ verstanden erklaͤren und eine Kommission zur Pruͤfung der in Be⸗ zug auf jenen Anschluß vorzulegenden Propositionen ernennen.“
Hesterreich. Wien, 8. Mai. (Wien. Ztg.) Se. K. K. Majestaͤt ha⸗
ben, laut Allerhoͤchstem Kabinetsschreiben vom 6. Mai d. J., in Anerkennung der ausgezeichneten Dienste, welche der praͤsidirende
Gesandte bei der Deutschen Bundes⸗Versammlung, Joachim Eduard Graf von Muͤnch⸗Bellinghausen, Allerhoͤchstdenselben und dem Staate geleistet hat, Sich bewogen gefunden, denselben, un⸗
ter Belassung in seiner gegenwaͤrtigen Bestimmung, Allergnaͤdigst zum K. K. Staats⸗Minister zu ernennen.
Se. Majestaͤt haben dem Wirklichen Hofrathe und Referen⸗ ten in Deutschen Bundes⸗Angelegenheiten der Geheimen Haus⸗, Hof- und Staats⸗Kanzlei, Freiherrn von Werner, das Ritter⸗ kreuz des Koͤnigl. Ungarischen St. Stephan⸗Ordens verliehen.
Eqa Madrid, 1. Mai. Der Senat hat gestern die Dis⸗
dem Hofe den Choral: „Jesus meine Zuversicht“, der auch waͤh⸗ rend des Zuges von zwei denselben begleitenden Musikchoͤren ge blasen wurde. Den Zug eroͤffneten die Schuͤler der Realschule und des Gymnasiums mit ihren Lehrern, an die sich eine große Anzahl Studenten, theils fruͤhere Schuͤler der Anstalt, theils Andere, die der weitverbreitete Ruf des Verstorbenen zur Theilnahme an der Feier bewogen hatte, anschlossen. Dann folgte der Leichenwagen, zu dessen beiden Seiten die Primaner des Gymnasiums mit Florstaͤben gingen. wurde der Orden des Verstorbenen von dem Primus des Gym⸗ nasiums auf einem Sammtkissen getragen. Am Grabe sangen die Saͤngerchoͤre des Gymnasiums und der Realschule den Cho⸗ ral: „Auferstehn, ja auferstehn““, sodann hielt der Herr Konst⸗ storialrath Hosbach eine, auch von persoͤnlicher Liebe zu dem Ver⸗ storbenen durchdrungene, allen wohlthuende Rede und zum Schluß wurde abermals von den genannten Choren mit Posaunenbeglei⸗ tung der Choral: „Wie herrlich ist die neue Welt“ gesungen. Der schoͤnste Fruͤhlingstag leuchtete in das Grab, mit Blumen geschmuͤckt waren.
Berichtigung. In der gestrigen Nummer der Staats⸗ Zeitung S. 566, Sp. 3, Z. 24 v. u. statt „Britische“ lies: Kritische. “
Meteorologische Beobachtungen.
Morgens Nachmittags Abends Nach einmaliger 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
1841. 12. Mai.
Quellwärme 7,40 R. Flußwärme 14,09 R. Bodenwärme 13 80 R. Ausdünstung 0,929 R). Niederschlag 0.
338,44““ Par.
1I1
8,129 R. 81 „Ct. heiter. OSD.
339,21“ par. 339,30“ „Par. + 8,90 R. + 16,1 ° R. I1I1ö1“ Dunstsättigung 86 „Ct. 59 vpCt. Wetter heiter. heiter. Wind O. O. Wärmewechsel + 16,2° Wolkenzug — O. — + 6 40⁰. b Tagesmittel: 338 98 par. + 12.10 +. R.. 8,12 R.. 75 vCt. O.
Hainer Wörse. Den 13. Mai 1841.
Pr. Cour.
Brief. CGCeld. 104 ⁸ 103 % 1022¼ 101 ¼
Lustdruck Luftwarme Thaupunkt
A Pr. Cour. 8Brief. Geld. Actien. Brl. Pots. Eisenb. 127 126 do. do. Prior. Act. 1023 102 ¼ Mgd. Lpz. Eisenb. 133 do. do. Prior. Act. 21/ —
St. Schuld-Sch. Pr. Engl. 0 l. 30. Präm. Sch. der
Sechandlung. — 83 Kurm. Schuldv. 3 —]
8 4 4
82 ½ 1012 s
Vor dem Leichenwagen
dessen Waͤnde
112 ¼
Berlin,
I8
Sonnabend den 185ten
a I t. Amtl. Nachr. I 8
Landtags⸗Angelegenheiten. Sachsen. Provinzial⸗Irren⸗Anstalt. — Besondere Verhältnisse der ehemals Königl. Sächsischen Landes⸗ theile. — Ausstattung des Ständehauses. — Elektromagnetische Er⸗ findungen der Herren Wagner und Stöhrer. — Schluß der Verhand⸗
lungen und Berichte des Sächsischen Landtags. — Westphalen.
Vertheilung des Dispositions⸗Fonds. —
Ruüßland u. Polen. Kaiserl. Amnestie⸗ Manifest.
Frankreich. Deput. Kammer. Gesetz über die politischen Flücht⸗ linge. — Lokales. — Paris. Vermischtes.
Großbrit. u. Irland. Oberh. Zunahme der Pairs⸗Stimmen ge⸗
gen die Korngesetze.
Belgien. Brüssel. Wiedererwählung des Ministers Demaisièéres zum Repräsentanten. — Minister Graf von Briey zum Senator wie⸗ der erwählt.
Schweden u. Norwegen. Stockholm. Bischof Tegner.
Deuntsche Bundesst. München. — Karlsruhe. Erklärungen der Minister von Böckh und von Blittersdorf über die Urlaubs⸗Ver⸗ weigerungen — Frankfurt. Privatschreiben. (Der Damm bei Bi⸗ berich theilweise geräumt.)
Schweiz. Aarau. Der Große Rath von Aargau trägt auf Wieder⸗ herstellung einiger Klöster an. 8
Spanien. Madrid. 1” (Weiterer Verfolg der Ver⸗ handlungen des Kongresses über die Regentschafts⸗Frage.)
Türkei. Konstant. Die Pforte befragt die Mäachte über fernere
Mabßregeln hinsichtlich Mehmed Alis.
Inland. Köln. Kundmachung des Ober⸗Präsidenten.
Handels⸗ und Schifffahrts⸗Vertrag zwischen den Zollvereins⸗ Staaten und Großbritanien.
und Straf⸗Milderungs⸗
98,312. 99,913. 100,598. 106,098. 106,283. 109,114. 110,869 u Die Ziehung wird fortgesetzt. Berlin, den 14. Mai 1841. Koͤnigl. Preußische General⸗
Heute wird das 7te Stuͤck der Gesetz⸗Sammlung ausgege⸗ ben, welches enthaͤlt: unter Nr. 2157. die Handels⸗ und Schifffahrts⸗Convention zwischen Preußen, Bayern, Sachsen, Wuͤrttemberg, Baden, Kurhessen, Eöae Hessen, den zum Thuͤ⸗ ringschen Zoll⸗ und Handels⸗Vereine gehoͤrigen Staa⸗ ten, Nassau und Frankfurt einerseits und Großbrita⸗ nien andererseits. Vom 2. Maͤrz d. J.; das Gesetz wegen Declaration und naͤherer Bestim⸗ mung des § 164 der Gemeinheitstheilungs⸗Ordnung vom 7. Juni 1821. D. d. den 3lsten ejl. m.; die Verordnung uͤber die Subhastation von Real⸗ Berechtigungen in der Provinz Westphalen und in den Kreisen Rees und Duisburg. Vom 10. April d. J.; und 2160. das Gesetz uͤber den erleichterten Austausch einzelner Parzelen von Grundstuͤcken. Vom 13ten ejd. m. Berlin, den 15. Mai 1841. Gesetz⸗Sammlungs⸗Debits⸗Comtoir. Angekommen: Der General⸗Major und Commandeur der U4ten Division, Graf von der Groͤben, und Der General⸗Major und Commandeur der 14ten K
8 2 otterie⸗Direction.
8
Sitzungssaales als ein⸗Primarium hinstellen wolle; 3) 700 Rthlr. zur Einrichtung der Belle⸗Etage; 4) 2000 Rthlr. zur Meubli⸗ rung derselben nach Maßgabe ihrer Bestimmung. Das etwanige groͤßere Erforderniß wird den spaͤteren Beschluͤssen des Landtazs uͤberlassen werden muͤssen. Die ad 2 gedachte reichliche Bewilli⸗ gung ward durch die Verehrung und Liebe, mit der die ganze Provinz und deren Stellvertreter an der Spitze dem erhabenen Preußischen Regentenhause ergeben sind, hervorgerufen. Allge⸗ gemein trat in dankbarer Erinnerung an die Wohlthaten so wie an die Tugenden des nun bald seit Jahresfrist verstorbenen Koͤ⸗ nigs Majestaͤt der Wunsch hervor, mit seinem lebensgroßen Bilde den Saal zu zieren, in dem eine Versammmlung Platz findet, die er in seinem landesvaͤterlichen Wohlmeinen und zu des Vol⸗ kes Wohlfahrt berufen hat, die bei dem Hinblicke auf seine edlen Zuͤge nie ihre Stellung verkennen und im reinen Sinne auf dem Fundamente fortbauen wird, das er ihr zugewiesen. Eben so lebhaft trat der Wunsch hervor, ihm gegenuͤber das Bild niß des jetzt regierenden Koͤnigs Majestaͤt zu stellen, der in frommer Kindlichkeit und zum wahren Nutzen seines getreuen Volkes in den Wegen seines geliebten Vaters fortwandeln will, und dieses Vornebhmen schon durch so viele Beweise seiner landesvaͤterlichen Huld bethaͤtigt hat. Die Versammlung beschloß: „Allerhoͤchst⸗ denselben um gnädigste Verleihung seines Bildnisses allerunter⸗ thaͤniast bittend anzugehen.“
Den letzten Gegenstand der Berathung in dieser Sitzung bildete das ad 8 des Allerhoͤchsten Propositions⸗Dekrets vom 23. Februar erwaͤhnte Pensions⸗Reglement fuͤr die Beam⸗ ten der hoͤheren Lehr⸗Anstalten.
In der am 30. April Vormittags abgehaltenen 3ͤ8sten Ple⸗
vielversprechend, sondern auch schon recht gedeihlich.“ Nachdem er letz⸗ teres durch verschiedene statistische Angaben aus Westindien dokumen⸗ tirt hatte, fuhr er fort: „Es ist kein Grund zu der Voraussetzung vorhanden, daß die Fortschritte der Westindischen Neger durch die Ein⸗ fuhr fremden Zuckers würden gehemmt werden; und nachdem die Re⸗ gierung ihnen Gerechtigkeit und Freiheit hat zu Theil werden lassen,
nar⸗Sitzung erfolgte der Vortrag uͤber eine erst am vorigen Tage eingegangene Petition von 22 Landgemeinden im Amte Freiburg wegen Erlasses gewisser, hauptsaͤchlich aus den Zeiten der Regie⸗— rung der Herzoge von Sachsen⸗Weißenfels sich herschreibenden Leistungen an das Koͤnigliche Rentamt. Da diese Petition nicht
Berl. Anh. Eiseub. — do. do. Prior. Act. — Düss. Elb. Eis. 961½ do. do. Prior. Act. 102 1
Neum. Schuldv. 3² — 1017⁄8 Berl. Stadt-Obl. 4 103 ⅞⅛ — Elbinger do. ³⁄ 100 — Dauz. do. in 48
Westp. Pfandbr. 3¹2102 3½
Brigade, von Barner, von Duͤsseldorf.
kussion uͤber die Regentschaft fuͤr geschlossen erklaͤrt. Vorher kam es noch zu einem heftigen Auftritt, indem der General Seoane behauptete, daß eine Regentschaft von Dreien keine zwei Stunden lang bestehen wuͤrde. Hieruͤber kam es zu einem großen Laͤrmen,
Die Englischen Korngesetze. Berichtigung.
Deeer in dem gestrigen Blatte der St. Ztg. als nach Neu⸗
Strelitz abgereist gemeldete Koͤnigl. Dänische Kammerherr und
102 ¼
Gold al marco 210 ¾
5 5 16 8 △———y——— —
würde sie unrecht handeln, wenn sie ferner noch um ihretwillen der
wollen für die Westindischen Neger zum Nachtheil der Nothleidenden in Bolton und Manchester wirken zu lassen, die nur zu wahrscheinlich
behält, so würde dadurch das Monopol nur vom Westen auf den Osten
anderer durch Sklavenarbeit gewonnener Artikel sagen?
tischen Unterthanen jetzt eine so große Menge konsumiren! Oder will man, entsetzt darüber, daß man eine Tasse heißen Sklaven⸗Kaffee trinkt, das Getränk sühnen und sein Gewissen erleichtern, dadurch daß man ein Stück mit freier Arbeit gewonnenen Zuckers hineinwirft?
Westindischen Zucker⸗Kultur zum Nachtheil des Englischen Arbei⸗ ters durch gewaltsame Mittel zu Hülfe kommen wollte, besonders zu einer Zeit, wo die Fabrik⸗Interessen daheim sich im gedrücktesten Zustande befinden. Ich fordere das Haus also auf, nicht sein Wohl⸗
in großer Anzahl noch vor Ende dieser Session sich auf milde Unter⸗ stützungen werden angewiesen sehen. Die arbeitende Klasse hat sich seit einiger Zeit an eine bessere Lebensweise gewöhnt, indem sie Thee und Kaffee den hitzigen Getränken vorzieht; diese Verbesserung ihrer Gewohnheiten sollte man doch ja aufmuntern, nicht die Leute zu ver⸗ derblicherem Getränk zurückzukehren nöthigen. Man sagt, der Zucker werde vermöge der in Ostindien zunehmenden Production, desselben bald wohlfeiler werden. Wenn man aber die jetzige Zoll⸗Skala bei⸗
übertragen werden. Ich komme nun zu der von Lord Sandon vor⸗ geschlagenen Resolution, die den durch Sklaven⸗Arbeit gewonnenen Zucker nicht ganz und gar verbieten will, sondern Handel und Menschlichkeit zusam⸗ menmischt, hauptsächlich deshalb, weil gerade jetzt gute Aussichten auf hinrei⸗ chende Zufuhr aus den Kolonieen vorhanden sepen. Als ein großes Partei⸗ Manöver ist dies begreiflich genug, aber es hindert die Manövrirenden selbst feinesweges unter künftigen Umständen den durch Sklavenarbeit gewon⸗ nenen Zucker zuzulassen; es sieht aus, als strömte es von Humanität über, indeß laßt es für eigenen Gebrauch eine Hinterthür offen zu künfrigem freien Handel. Wenn das Haus aber keinen durch Sklaven⸗ arbeit gewonnenen Zucker will, was wird es dann zu der Zulassung
Will es auch den durch Sklavenarbeit gewonnenen Kaffee verbieten, wovon die Bri⸗
Doch es ist noch ein schlagenderes Beispiel vorhanden: die Westindi⸗ schen Pe selbst konsumiren jetzt Sklaven⸗Zucker.“
Lord Sandon: „Ich würde mit Freuden dieser Consumtion ein Ziel gesetzt sehen.“
Lold J. Russell: „Nein, nein, diese scheinbar so philanthropische Resolution ist ein bloßes Partei⸗Manöver, um dem Ministerium da⸗ durch, daß man verschiedene Interessen gegen dasselbe vereinigt, nur Verlegenheit zu bereiten. Wer ist denn aber am Ende der rüstigste Vorkämpfer in dieser Sache der Humanität gewesen? Das Whig⸗Mi⸗ nisterium war es, welches dem Sklavenhandel ein Ende machte. Das Whig⸗Ministerium des Grafen Grey war es, welches das Auspeitschen der Weiber abschaffte und die Bewilligung von 20. Millionen Geldes zur Aufhebung der Sklaverei durchsetzte. Und nun tritt eine Partei auf, die niemals etwas für diese Zwecke gethan, und erheuchelt eine Humanität, für die ihr früheres Benehmen kein Zeugniß giebt. Es ist vorgeschlagen worden, den Zoll auf unseren Kolonial⸗Zucker herab⸗ zusetzen. Gewiß wäre es die Pflicht der Regierung, auf eine solche Reduction bedacht zu seyn, wenn der Stand der Ein⸗ nahme es gestattete; aber diese Zeit ist noch nicht gekommen. Wenn die Reßierungs⸗Maßregel angenommen wird, so kann England, als ein Hauptkunde von Brasilien, wohl einigen Einfluß auf die Mil⸗ derung der dortigen Stlaverei ausüben, nicht aber, wenn Brasilien das Englische Parlament hartnäckig entschlossen findet, sein Produkt auszu⸗ schließen. Dann wird es seine Sklaven⸗Arbeit fortsetzen und sein Pro⸗ dukt an andere Länder verfaufen. Aber nicht nur in Bezug auf Bra⸗ silien, auch in Bezug auf andere Nationen, ist die jetzige Krisis von
Wichtigkeit. Es kann England nicht zum Vortheil gereichen, wenn es der Welt ein Beispiel der Ausschließung und Absperrung giebt Aller Welt muß daran liegen, und England ganz besonders, sich durch gegen⸗ seitigen Verkehr mit einander zu verbinden. Englands Stellung ist nicht die eines erobernden Staates, wie Roms Stellung war. Eng⸗ land muß sich auf andere Vorzüge und Verdienste stützen. Wenn das
aus die Politik der Regierung gutheißt, so wird zuversichtlich Wohl⸗ fahrt und Gedeihen die Folge davon seyn; verwirft es sie aber, so ruht die Verantwortlichkeit auf ihm; die Minister werden dann wenigstens ihre Pflicht gegen das Land erfüllt haben.“
Enthusiastischer Beifall von den ministeriellen Baͤnken folgte dieser Rede; die Debatte, welche sich daran knuͤpfte, und auf die wir noch zuruͤckkommen werden, fuͤhrte indeß an diesem Abend noch zu keinem Resultat; sie soll am Montag fortgesetzt werden.
London, 8. Mai. Die Koͤnigin und Prinz Albrecht sind mit ihren Gaͤsten von Windsor wieder hier eingetroffen, und Ihre Majestaͤt wird heute Nachmittag im BuckinghamPalast in einer Geheimeraths⸗Versammlung den Vorsitz fuͤhren. Dem Hof⸗
und Herr Heros rief aus: „Das ist eine Verschwoͤrung!“ Der General legte darauf seine Erklaͤrung dahin aus, daß er habe sagen wollen, die zu Regenten ernannten Personen wuͤrden nicht annehmen. Herr Codorniu (ein Arzt) meinte, es sey jetzt an der Zeit, die Freiheit sicher zu stellen; „denn,“ sagte er, „wenn wir die drei und ein halbes Jahre, die bis zur Muͤndigkeit der Koͤnigin noch uͤbrig bleiben, ungenutzt verstreichen lassen, so wer⸗ den wir einen Koͤnig, und vermuthlich einen fremden haben, und wenn er gleich, der Constitution zufolge, nicht regieren soll, so wissen wir doch, was ein Ehemann uͤber seine Frau vermag.“ Zuletzt hielt noch Herr Carrasco eine lebhafte Rede zur Recht⸗ fertigung der Koͤnigin Christine und deutete an, daß er fuͤr die einfache Regentschaft stimmen wuͤrde, wenn es anders moͤglich waͤre, sie den Haͤnden jener erlauchten Person wieder zu ertheilen. Im Kongresse dauert die Diskussion fort, duͤrfte aber heute geschlossen werden. Die Furcht lastet sichtbar auf beiden Par⸗ teien; die Einen fuͤrchten sich vor Espartero, die Anderen vor ih⸗ ren Kommittenten. Ein Deputirter erklaͤrte gestern gerade her⸗ aus, er muͤsse zu Gunsten der dreifachen Regentschaft stimmen, weil seine Provinz es ihm so aufgetragen habe. Herr Antonio Gonzalez hielt gestern einen aͤußerst langen Vortrag im Sinne der einfachen Regentschaft. Um die Nothwendigkeit derselben darzuthun, berief er sich auf Beispiele aus der neuesten Geschichte, die zum Theil seltsam genug waren. So sagte er unter Anderem geradezu: „Was geschah 1830 in Frankreich? Man ernannte einen General⸗Statthalter des Reichs, der darauf Koͤnig der Franzosen wurde....“ Hier wurde Herr Gonzalez durch das Murren der Gallerieen unterbrochen, und fuͤgte (er, der designirte Minister⸗Praͤsident) sich verbessernd, hinzu: „Ich will nicht ent⸗ scheiden, ob die Wahl gut war; das ist eine andere Frage“ (Ich bemerke hier im Vorbeigehen, daß Herr Gonzalez auf einer Reise nach London in Paris eine Einladung erhielt, bei dem Koͤnige zu speisen, diese Ehre aber ausschlug.) Ein anderer De⸗ putirter erwiederte darauf, er glaube, daß, wenn man in Spa⸗ nien einen Regenten ernennen wolle, die Regentschaft gerade von so langer Dauer seyn werde, als in Frankreich die General⸗Statt⸗ halterschaft. Herr Gonzalez sagte ferner: „Es giebt noch immer Maͤchte in Europa, die uns uͤbel wollen, und wir haben Feinde, die durch jene aufgehetzt werden. (Anspielung auf die angebliche Unterstuͤtzung der Moderirten von Seiten einer benachbarten Macht.) Das Kabinet, welches uͤber diesen Punkt am besten unterrichtet ist, kann mehr daruͤber sagen. Wir muͤssen auch bedenken, daß nicht alle Spanier Freunde der Freiheit sind; daß der Vatikan seine Blitze gegen uns richtet, und daß wir deshalb einer kraͤfti⸗ gen Regierung beduͤrfen.“ Herr Alonso machte dagegen zu Gunsten der dreifachen Regentschaft den Umstand geltend, daß Espartero genoͤthigt werden koͤnnte, das Land zu verlassen, um (wie ein neuer Gonzalo de Cordova) gegen den Papst zu Felde zu ziehen, und wer sollte dann die Zuͤgel der Regentschaft fuͤhren?
Indessen sind die Trinitarier in noch groͤßere Aufloͤsung ge⸗ rathen, indem auch die Ihnen vorgestern gemeldete Combination, die drei Praͤsidenten zu Regenten zu ernennen, unausfuͤhrbar geworden ist. Alle drei haben naͤmlich erklaͤrt, nicht nebeneinander eintreten zu wollen. .“
Der 88 Herzog von Alagon, Feldmarschall und Chef der Koͤniglichen Leibgarde, auch Ritter des Goldenen Vließes, ist mit Tode abgegangen.
Abend 1 Die Diskussion im Kongresse war heute hoͤchst ermuͤdend, und das Ende ist noch nicht abzusehen. Morgen wird wegen der Feier des 2. Mai's keine Sitzung gehalten.
Inland.
Berlin, 13. Mai. Gestern fand die feierliche Beerdigung des am 11ten d. M. am Lungenschlage verstorbenen Direktors des Friedrich⸗Wilhelms⸗Gymnasiums, Dr. Spilleke, statt. Im Trauerhause hatten sich die Freunde und Verehrer des Verstor⸗ benen, so wie die angesehensten Befoͤrderer des Schulwesens, un⸗ ter denen auch Se. Excellenz der Minister des Unterrichts, Herr Eichhorn, die Raͤthe dieses Ministeriums, die Direktoren und mehrere Lehrer der uͤbrigen Gymnasien, viele Geistliche und einige Militairs hoͤheren Ranges, bemerkt wurden, versammelt. Vor
Artikel des Globe zufolge, hat Prinz Albrecht das Jagen in den Parks von Windsor eingestellt, weil die Aerzte Sr. Koͤnigl.
dem Abgange des Zuges sangen die Choͤre der Realschule auf
Grossh. Pos. do. 4 — 1051⁄4 Ostpr. Pfaudbr. 3 102 %¾ 102 à Pomm. do. 8 108 1½ 102 ⁄ Kur- u. Neum. do. ³⁷ 1031 ⁄½ 103
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Amsterdam, 9. Mai.
Niederl. wirkl. Schuld 51 ¶. Neue Anl. 2213/⁄16.
59⁄% yο. —.
Antwerpen, 8. Mai.
Neue Anl. 22 ³¾4 G.
PB 8 18'0'n.
Kanz-Bill. 251
burg-Basel 245 Br.
Zinsl. 6 Br. Frankfurt u. M., 10. Mai.
Oesterr. 5 % Met. 108 ¼ G. 4 % 99 G. 1 % 24 ½ G. Bank-Act. 1992. 1990. Partial-Obl. —. 500 Fl. 135 ¾. 135 ½. Loose zu 100 Fl. —. Sch. 82 ⅞ G. do. 4 % Anl. 101 ⁄⅞ G. 5 % Span. Anl. 25 24 1. 21/2 % Holl. I
Eisenbahn-Actien. St. Germain 710 G. Versailles rech- tes Ufer 365 G. do. linkes 235 G. München-Augsburg 861⁄2 G. Strafs-
2 ½ % 56 1 G.
Hamburg, 11. Mai. Bank-Actien 1658 Br. Engl. Kuss. 108 ⁄4. Paris, 8. Mai. 5 % Rente fin cour. 114. 80. 3 % Rente fin cour. 79. 6o. Neapl. au compt. 104. 5 % Span. Kente 24 ⁄. Passive 5 ¾.
Port. —.
5 % 3 %
Petersburg, 4. Mai. 3 Met. 387 . Hamb. 34 ¾. Paris 409. do. 500 Fl. 75 ¾. do. 200 Fl. 27 ⁄. Wien, 8. Mai. b — 5o —Met. 108 ⁄1. 4 % 100. 9 ⁄ —. 2 /27ℳ4 /— 1 ʃ — Bank- Actien 1649. Anl. de 1834 136 ¼6. de 1839 b Koͤnigliche L“ Frei 4 1 Opernhause: . Freitag, 14. Mai. Im Op h Schut⸗ komische Oper in 3 Abth., Musik von A. Lortzing. Hierauf: Ein Divertissement. Im Schauspielhause: par Scribe. 2) Bocquet pere et fils, vat
Sonnabend, 15. Mai. Im Schauspielhause: Griseldis, G Gebicht in 5 Abth., von Fr. v. Halm. (Mad. Buͤrckner, vom Stadttheater zu Breslau: Griseldis, und Herr Wolmany, vom Hoftheater zu Dessau: Percival, als Gastrollen.)
Koͤnigsstaͤdtisches Theater.
Freitag, 14. Mai. Der boͤse Geist Lumpacivagabundus, oder: Das liederliche Kleeblatt. Zauberposse mit Gesang in 3 Akten, von J. Nestroy. Musik von A. Muͤller.
Sonnabend, 15. Mai. (Siebente Italiaͤnische Opern⸗Vor⸗ stellung.) Zum ersten Male: Lucia di Lammermoor. Opera in 3 Aiti. Poesia del Signor Salvatore Cammeranvo. Musica del Maestro Gactano Donizetti. Signora Claudina Ferlotti (prima Donna) und Signor Guiseppe Torre (primo Basso) werden hierin zum erstenmale auftreten.)
Preise der Plaͤtze: Ein Platz in den Logen und im Balkon des lsten Ranges: 1 Rthlr. ꝛc. 1
Textbuͤcher, in Italiaͤnischer und Deutscher Sprache sind Abends an der Kasse à 5 Sgr. zu haben.
Der Anfang der Italiaͤnischen Opern⸗Vorstellungen ist um
6 ½ Uhr. Die Kasse wird um 5 ½ Uhr geoͤffnet. Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen. Gedruckt bei A. W. Hayn.
Lond. Poln.
Par. 300 Fl. 67 ⁄.
—
1) Salvoisy, drame-vaudeville en 2 actes, ndeville en 2 actes.
Loose zu Preuss. Präm. Poln. Loose 71 ¾. 71 ½.
Leipzig-Dresden 99 ½ Br. Köln-Aachen 99 G.
Die beiden Schuͤten,
Amtliche Nachrichten. W“
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem hiesigen Kaufmann Johann Christian Leckler den Rothen Adler⸗Orden vierter Klasse zu verleihen geruht. 3
Ihre Majestaͤt die Koͤnigin haben dem bisherigen Hof⸗ Schuhmacher Johann Heinrich Glaͤser das Praͤdikat Koͤnig⸗ licher Hof Schuhmacher zu verleihen geruht.
walde hier eingetroffen. er Prinz Albrecht ist von Fuͤrsten⸗
Bei der am 12ten d. M. angefangenen und am 13ten ej. fortgesetzten Ziehung der 5ten Klasse 83ster Koͤnigl. Klassen⸗Lot⸗ terie fiel ein Haupt⸗Gewinn von 20,000 Rthlr. auf Nr. 58,248 nach Halberstadt bei Sußmann; ein Gewinn von 5000 Rthlr. auf Nr. 12,796 nach Coͤln bei Krauß; 8 Gewinne zu 2000 Rthlr. 1 g G 17,408. 1I 24,863. 49,912. 70,126. 78,498. 95,751 und 96,545 in Berlin bei Mendheim, nach Barmen bei Holzschuher, Brieg bei Boͤhm, Danzig ban Rotzoll, Halle bei Lehmann, Hirschberg bei Raupbach und nach Magdeburg 2mal bei Brauns; 37 Gewinne zu 1000 Rthlr. auf Nr. 4255. 5184. 5496. 13,979. 19,625. 24,141. 24,765. 30,969. 32,078. 32,120. 32,509. 39,030. 40,769. 47,242. 50,820. 57,740. 60,403. 61,633. 62,284. 69,462. 69,762. 71,834. 75,947. 81/819. 82,061. 82,833. 86,364. 88,657. 88,899. 92,267. 93,387. 99,489. 102,000. 103,868. 103,987. 104,403 und 110,092 in Berlin bei Alevin, bei Burg, bei Israel, bei Marcuse, bei Mestag, bei Moser, bei Rosendorn und 2mal bei Seeger, nach Aachen bei Levy, Barmen 2mal bei Holzschuher, Breslau bei Cohn, 2mal bei Holschau, bei Leubuscher und 2mal bei Schreiber, Coblenz bei Gevenich, Coͤln 2mal bei Krauß und bei Reimbold, Cottbus bei Breest, Driesen bei Abra⸗ ham, Duͤsseldorf bei Spatz, Halle bei Lehmann, Iserlohn bei Hellmann, Magdeburg bei Brauns und bei Buͤchting, Neiße bei Jaͤckel, Posen bei Bielefeld und bei Pulvermacher, Reichenbach bei Parisien, Stettin bei Rolin, Stolpe bei Pflughaupt und nach Wesel 2mal bei Westermann; 43 Gewinne zu 500 Rthlr. auf Nr. 6540. 17,214. 27,322. 29,189. 30,754. 32,648. 33,401. 34,687. 36,958. 43,001. 43,141. 47,383. 51,921. 54,497. 56,419. 58,220. 59,619. 61,929. 63,144. 64,551. 68,579. 69,903. 69,917. 72,074. 73,877. 74,633. 75,367. 79,767. 79,900. 84,966. 87,724. 90,202. 95,426. 96,225. 99,009. 100,440. 100,966. 101,937. 102,346. 105,111. 105,667. 107,192 und 111,977 in Berlin bei Alevin, bei Burg, bei Israel, bei Matzdorff, bei Mestag, bei Moser, bei Securius und 7mal bei Seeger, nach Aachen 2mal bei Levy, Barmen bei Holzschuher, Breslau bei Gerstenberg, 2mal bei Holschau und bei Schreiber, Bunzlau 2mal bei Appun, Coͤln bei Krauß und Zmal bei Reimbold, Duͤsseldorf bei Wolf, Ehrenbreitstein bei Goldschmidt, Halberstadt 2mal bei Sußmann, Koͤnigsberg in Pr. bei Friedmann, Liegnitz bei Leitgebel, Mag⸗ deburg bei Buͤchting und bei Roch, Neumarkt bei Wirsieg, Neu⸗ wied bei Kraͤtzer, Schoͤnebeck bei Flittner, Schwedt 2mal bei Goldstein, Schwerin a. d. W. bei Hessel, Torgau bei Schubart und nach Zeitz bei Zuͤrn; 87 Gewinne zu 200 Rthlr. auf Nr. 223. 1168. 1830. 2336. 3129. 4128. 6374. 6776. 7613. 8296. 8955. 12,435. 13,238. 14,178. 14,296. 15,019, 15,851. 16,866. 19,513 21,843. 23,849. 24,368. 34,196. 34,716. 38,235 39,589. 41,692. 12,608. 47,929. 48,606. 49,791. 50,933. 51,792. 52,514. 52,636. 54,141. 55,175. 55,288. 56,085. 56,113. 57,330. 59,717. 60,639. 62,755. 63,058. 67,978. 69,370. 69,687. 70,098. 71,291. 71,295. 71,994. 74,626. 76,789. 76,809. 77,411. 77,615. 78,908. 79,324. 79,477. 80,590. 82,328. 82,836. 84,473. 86,566. 86,839. 87,841. 88,767. 91,653. 91,978. 93,503. 95,177. 95,245. 9,802. 96,290.
Schreibens vor.
Gesandte, Graf von Reventlomw, ist irrthuͤmlich als der am hiesigen Hofe beglaubigte Koͤnigl. Daͤnische Gesandte, Graf von Reventlow, aufgefuͤhrt worden, wonach die obige Angabe zu berichtigen.
Landtags⸗Angelegenheiten.
Provinz Sachsen.
1 Merseburg, 2. Mai. In den am 28. April abgehaltenen 35sten und 36ͤsten Plenar⸗Sitzungen wurden die Angelegenheiten der Irren⸗Anstalt fuͤr die Provinz Sachsen verhandelt. Hierauf wendete man sich zu den, in dem Gutachten des Ausschusses be⸗ ruͤhrten speziellen Verhaͤltnissen der vormals Koͤnigl. Saͤchsischen Landestheile, und die Versammlung erkannte das Recht dieser Landestheile nach Maßgabe der fruͤher stattgefundenen Verhand⸗ lungen an: „wegen der vor dem Wiener Friedensschlusse fuͤr sie vorhanden gewesenen, zum Theil durch ihre Beitraͤge begruͤndeten Irren⸗Anstalt, und wegen des von der Krone Preußen uͤbernom⸗ menen Kapital⸗Fonds zur Erhaltung und Vervollkommnung solcher Anstalt, vom Staate die Einrichtung und Erhaltung der neuen Irren⸗Anstalt ausschließlich auf seine Kosten zu beanspruchen“, wollte sich auch dahin fuͤr die gedachten Landestheile verwenden. Was dagegen das, im Ausschuß⸗Gutachten gleichfalls erwaͤhnte Verhaͤltniß der Stadt Erfurt anlangt, so glaubte man lediglich auf die auf dem vorigen Landtage bereits erfolgte Auseinander⸗ setzung desselben Bezug nehmen und der Allerhoͤchsten Ent⸗ scheidung anheimgeben zu muͤssen. Noch knuͤpften hieran die Abgeordneten des Eichsfeldschen Wahl⸗Bezirks den An⸗ trag: „der Landtag moͤge sich, in Erwaͤgung der statt⸗ gefundenen Ueberweisung des Schwedischen Entschaͤdigungs⸗ Gelder-Fonds zum Bau der Irren⸗Anstalt, dahin verwenden, daß, wenn kuͤnftig nach Errichtung einer neuen Irren⸗Anstalt die zum Besten des gedachten Bezirks im Landtags⸗Abschiede vom 31. Dezember 1838 ausgesetzten 713 Rthlr. fuͤr Verpflegung von Gemuͤthskranken nicht ausreichend seyn sollten, durch Allerhoͤchste Gnade so viel zu dem gedachten Zwecke jaͤhrlich aus Staatskassen verabreicht werden moͤge, als die Zinsen des gedachten Schwedi⸗ schen Verguͤtigungsgelder⸗Fonds betragen, um jenen Landestheil hin⸗
sichtlich der Irren⸗Unterhaltungskosten in demjenigen Zustande zu erhalten, indem er uͤblicher Weise sich zeither befunden habe.“
Die Versammlung beschloß, im Betracht der diesem Antrage zum Grunde liegenden Billigkeitsgruͤnde, denselben bei des Koͤnigs Majestaͤt, wie schon auf dem fuͤnften Landtage geschehen, aller⸗ unterthaͤnigst zu befuͤrworten.
In der 37sten Plenar⸗Sitzung, am 29sten April, trug der Herr Vorsitzende der Versammlung den Inhalt eines von dem Herrn Landtags⸗Kommissarius unterm 26. April eingegangenen Selbiges war von einer Allerhoͤchsten Kabinets⸗ Ordre vom 20sten v. Mts. begleitet, wonach des Koͤnigs Maje⸗ staͤt Allerhoͤchst Ihre Genehmigung auf die von dem Landtage
unterthaͤnigst vorgetragene Bitte dahin zu ertheilen geruht ha⸗ ben, daß die Berathungen des Landtags uͤber das Saͤchsische das Magdeburger und das Mansfeldische Provinzial⸗Recht nach dem Schlusse des Landtags von den saͤmmtlichen diesen Lan⸗ destheilen angehoͤrigen Abgeordneten fortgesetzt und daß die dar⸗ aus hervorgehenden Resultate dem naͤchsten Landtage vorgelegt
werden. Demnaͤchst wurde ein Vortrag uͤber die schon laͤngst als noth⸗ wendig erkannten baulichen Einrichtungen des hiesigen Staͤnde⸗
hauses gehalten. Die Versammlung beschloß, die veranschlagten
nothwendigen Reparaturen ausfuͤhren zu lassen; sie ernannte aus ihrer Mitte eine Deputation zur Beaufsichtigung dieser baulichen Einrichtungen und stellte der Deputation zur Bestreitung der damit verbundenen Kosten folgende Summen zur Disposition: 1) 2000 Rthlr. zur Bestreitung der Kosten fuͤr die nothwendigen
aͤußeren und inneren Reparaturen; 2) 2000 Rthlr. zur anstaͤndi⸗ gen Ausstattung der zweiten Etage, fuͤr welche man die des
von einem Mitgliede des Landtags eingegeben worden ist; so wuͤrde sie schon um deswillen zuruͤckzuweisen seyn. Es hat aber auch, wie bemerkt wurde, der Gegenstand schon seine Erledigung auf Veranlassung der uͤber denselben bereits dem Landtage vorge⸗ legenen Petitionen aus dem Amte Weißensee ꝛc. gefunden. Der Herr Landtags⸗Marschall nahm von dem so spaͤten Eingange der Petition Veranlassung: „der Versammlung die Annahme des Grundsatzes vorzuschlagen, fuͤr die Einbringung der Petitionen eine Frist von drei Wochen, von Eroͤffnung des Landtags an, festzusetzen, welche, zumal bei der in Aussicht gestellten nur vier⸗ woͤchentlichen Dauer der kuͤnftigen Landtage, um so noͤthiger sey, als allen gemachten Erfahrungen nach unter der verspaͤteten Ein⸗ bringung die Gruͤndlichkeit der Bearbeitung und Beurtheilung der Petitionen leiden, oder andere gleichwichtige Geschaͤfte gegen solche zuruͤckgesetzt werden muͤßten.“ Die Versammlung erklaͤrte sich mit diesem Grundsatze vollkommen einverstanden. Noch schlug aber ein Mitglied derselben vor: „daß bei dem kuͤnftigen Zusam⸗ mentreten des Landtags jeder Abgeordnete so zeitig als moͤglich mindestens die Gegenstaͤnde der von ihm vorzulegenden Petitio⸗ nen schriftlich angeben, sodann eine Zusammenstellung dieser An⸗ gaben und den Abdruck derselben, sowie die Hinausgabe von Exemplaren des Abdrucks an alle Deputirten veranstaltet werden moͤge, damit diese in die Lage kaͤmen, sich fuͤr die Diskussion der Petitionen gehoͤrig vorzubereiten.“ Auch diesen Vorschlag geneh⸗ migte die Versammlung.
Demnaͤchst kam folgende Petition des polytechnischen Vereins
zu Halle zum Vortrage: Die Provinzial⸗Staͤnde moͤchten die Aufmerksamkeit Sr. Majestaͤt des Koͤnigs auf die Wichtigkeit der neuen Erfindung: „Benutzung des Elektromagnetismus als Trieb⸗ kraft“ lenken und dieselbe dadurch zu einem Gemeingute machen, daß, wie es, durch Vermittelung des Fuͤrsten Metternich, beab⸗ sichtigt wird, Herrn J. F. Wagner in Frankfurt a. M. das Geheimniß seiner Erfindung von den Bundes⸗Staaten um 100,000 Fl. abgekauft und zur Foͤrderung der Industrie publizirt wuͤrde. — Der Landtag fand sich jedoch um so weniger bewogen, die Petition zu Gunsten des Herrn Wagner in Frankfurt hoͤchsten Orts zu befuͤrworten, da die aͤhnliche Erfindung des Herrn Stoͤh⸗ rer in Leipzig nicht minder genuͤgend erschien, und man es viel⸗ mehr fuͤr gerathener hielt, die Vollendung und Wirkung der gro⸗ ßen Lokomotiven abzuwarten, mit deren Bau Herr Stoͤhrer jetzt beschaͤftigt ist, und dieses um so mehr, da Herr Stoͤhrer nur ein Patent fuͤr seine Erfindung nachzusuchen beabsichtige, und dann gern fuͤr Jedermann dergleichen Maschinerien zu den ver⸗ schiedenartigsten Zwecken erbauen werde, wodurch auf anderm Wege also diese hoͤchst wichtige Erfindung sehr bald allgemein nuͤtzlich werden duͤrfte. b In der am 30. April Nachmittags abgehaltenen 39sten Plenar⸗Sitzung wurde Vortrag uͤber die Lage der staͤdtischen und Undlichen Provinzial⸗Feuer⸗Sozietaͤten gehalten, deren zeitherige Wirksamkeit und Erfolge sehr befriedigend erschienen. In der 40sten Plenar⸗Sitzung, gehalten den 1. Mai, wurde das Protokoll uͤber die Angelegenheit der Zwangs⸗Arbeits⸗Anstalt zu Groß⸗Salze vorgelesen, worauf die Vertreter der beiden Je⸗ richowschen Kreise den Wunsch aussprachen: „es moͤge der Land⸗ tag bei des Koͤnigs Majestaͤt sich dahin verwenden, daß der ne⸗ ben dem Hauptfonds der Zwangs⸗Arbeits⸗Anstalt von der Koͤ⸗ nigl. Regierung zu Magdeburg verwaltete, den gedachten Kreisen allein zugehoͤrende Fonds, aus dessen Revenuͤen Landarme auf der Salzaer Anstalt erhalten wuͤrden, diesen Kreisen zur eigenen Verwaltung ausgeantwortet werde.“ 1
Die Verwendung wurde, da der urspruͤngliche Zweck der gedachten Anstalt vor der Hand nicht ausgedehnt werden solle, beschlossen.
In der am 2. Mai nach dem Vormittags⸗Gottesdienste ab⸗ gehaltenen Alsten und letzten Plenar⸗Sitzung wurden 11 Denk⸗ schriften unterzeichnet und mittelst einer von dem Herrn Land⸗ tags⸗Marschall ernannten Deputation an den Koͤnigl. Herrn Land⸗ tags⸗Kommissarius befoͤrdert. Der Herr Landtags⸗Marschall hielt denn eine Anrede an die Versammlung, welche dieselbe tief er⸗
griff, und von einem Mitgliede derselben beantwortet wurde.