daß Herr Mols an die waren die Renten Die Z3proc. schloß
nen erleiden, und ten treten werde, so sehr ausgeboten.
rium einige Modificatio Spitze der Angelege waͤhrend der
zu 79.40 und die 5
tanien und Irland.
en. Oberhaus. Sitzung Fitzwilliam uͤber⸗ e Korngesetze er diesen Gegenstand. 8 abe mich aus ofsiziellen Ansicht überzeugt, daß jetzt vielmeh at sich seine Getraide⸗ arter belaufen. seit 1832 hat dieses Mehl ausgeführt.“
„Verhandlung Mehrere vom
us der Grafscha er einige Eroͤ dnor sagte nämlich: der Richtigkeit meirn etraide auszu den Jahren ch im Durchschni
Grafen von g 2 di — he titi ork gegen
ceichte Pert rterungen uͤb führen, und
t auf 121,436 Qu
Weizen und Erläuterung: ands abgenommen, Steigen. Nun zeigt es sich tuosen in Irland sich jetzt um at. Man sollte glauben, tion dort abgenommen haben müßte; e Zunahme der Kaffee⸗ umtion von Weizenbrod zur Folge ands sind neue große Bäckereien Getraide in Irland kon⸗
ahr immer weuiger l gab hierzu „Ausfuhr Irlan e noch stets im
die Weizen sondern erst seit
dahin war si jährliche Verbrauch von allonen vermindert h Getraide⸗Con Veränderung h. n und daher au Ju verschiedenen lirt worden; umirt als früher.“
Lord Ashbur Berichte übe
2 800,000 G daß in Folge ine außerordentlich ch der Cons Theilen Irl also jetzt weit mehr
gland hinüber und bemerkte: „Die daß von 1820 bis Quantität Getraide für den Be⸗ usgericht hat, und was die Zukunft daß die bedeutende im Ackerbau vorgenommen daß wir stets im Stande
Man hat neulich hier t in dem Maße
ton lenkte auf En andel ergeben deutlich, diesem Lande produzirte ohner vollkommen a kein Bedenken, zu behaupten, letzten Jahren giebt, zu glauben, Bedarf zu schaffen. ankten nich s Herrn Jacob geht 26 Sh. variiren. Welch ein hoben werden, wenn die Fluctuationen Im Jahre 1817 stieg unser Preis ber seitdem die jetzigen Korngesetze besteben, Deshalb und aus an⸗ daß zu keiner Zeit und keit in den Getraidepreisen stattge⸗ äührend der letzten Jahre.“
siõd in der letzten Zeit igt worden, in deren Folge rt bedeutend vermehrt hat.“
„Nichts hat bei mir die Meinung welche dieses Haus im Jahre bsichtigten Zwecke unter der Wir⸗
darf seiner Einwo⸗ betrifft, so trage ich Verbesserung,
worden, den besten Grund
den nöthigen die Getraidep wie in London. vor, daß die e P
reise in Rotterdam schw Aus einem Berichte de reise dort zwisch würde in England er Preisen dem nah allerdings bis auf 94 Sh ist nie wieder ein solcher deren Gründen kann ich woh in feinem Lande eine solch at, wie in England w Graf von Wicklow: im Ackerbau große Verbesserun der Anbau von Weizen do Wellington: erschüttert, daß die jetzigen Kornae 18os beinahe einstimmig ann entsprochen haben; ich bin kung derselben der Getra Lande Eurepa's gewesen ist. dels berührte, war, glaube ich aide von der
en 104 und
Preis bezahlt worden. l mit Recht sagen,
gen bewerkstell
Herzog von
Ukommen dem beab vollkommen überzeugt, daß preis stetiger als in irgend einem anderen Der Erste, der die Frage des freien Han⸗ „Adam Smith. Dieser große Gewährs⸗ Lehre aus, die er mit Hinsicht dam Smith sagte: „„Es ist von we⸗ sehr darauf bedacht zu
mann nahm aber das Geire auf alle anderen Artikel sentlicher Nothwendigkeit, Unterhalt der Volksmasse geso
Graf Fitzwilli „Es ist mir nicht bew in Betreff des Getraides,
daß für den
ß, erwiederte hierauf: bestimmte Ausnahme Artikeln, gemacht seit ich und der edle Herzog gelesen haben, und Beide seine Abhandlung erst Diskussion hierüber statt⸗
diese Diskussion schlo ußt, daß Adam Smith eine im Vergleich zu wohl einige h's über dies hen, daß wir ehe die nächste
———— bis 8
hätte. Indeß es ist n das Werk Adam Smirn ich glaube, es wäre gerat wieder einmal vornähmen,
e Angelegenheit
12. Mai. Unter großem Bei⸗ besonders Lord Stanley ge⸗ sichtlich der Zucker⸗Zoͤlle.
mit Nuͤcksicht auf die ver⸗ die ministertellen Antraͤge, llen und Agrikultur⸗Interessen er⸗ eine Regierung der Fuͤlle der Macht, Volkes die Zwistigkeiten zu ver— noch groͤßer aber werde eine Maßregeln von einer
die sich ihrem Falle naͤhere, und fuͤr die Kolonieen dem Parlamente h lange Jahre nach⸗ und bittern Streites seyn Fahne treu geblie⸗
Unterhaus. Sitzung vom fall der Opposition sp die ministerielle Maßr machte am Schlusse Bitterkeit, Konflikte zwisc
rach heute
seiner Rede,
hen den industrie die Bemerkt schwer zu verantworten habe, unter den großen Klassen des d neue zu schaffen suche; wenn dergleichen
wenn sie, in
mehren un solche Verantwortlichkeit, Regierung beantragt wuͤrden, wenn der Staats⸗S das Gestaͤndniß mache, her ein Gegenst
daß die Sache noch and scharfen, heftigen wick ist diesmal seiner alten ben; er aͤu erte, mit dem groͤßten Vergnuͤgen werde er Ministerium stimmen.
Unterhaus. des Antrags,
Zur Motivirung
Sitzung vom 13. Maͤrz. des Hauses
durch eine Adresse des Grafen von Cardigan, Regiment, untersuchen zu Ibe ihn untauglich gemacht r Majestaͤt zu verbleiben, tliche Angaben, aus welchen Regimente von selben Zeit 700 geschickt habe.
daß die Koͤnigin gebeten werden moͤchte, das Betragen als Commandeurs des lten Husaren⸗ lassen, um zu erfahren, inw habe, laͤnger im Dienste Ihre Herr Muntz unte erhelle, daß der G 350 Mann, 105 Strafen ertheilt und 90 N In einem Monate habe der und mehr Vergehen bestraft, Auch die Streitigkeiten zieren brachte Herr Muntz zur Unterstuͤtz 8 Der Kriegs⸗Secretair sich indeß, wie schon bemerkt, dem Antrage.
„Es sev gefährlich“, sagte derselbe, „wenn das Parl Armee mische, und es dürfe kein Offizier aus dem esonders gegen die Kriegs⸗
iefern dasse
r Anderem auf am raf in zwei Jahren bei einem Kriegs Gerichte gehalten, in der Kann ins Gefaͤngniß Graf mehr Kriegsgerichte gehalten Monaten vorzukom⸗ seinen Offi⸗ ung seines Antrags wie⸗ Macaulay widersetzte
als sonst in 12
men pflege. des Lords mit
der aufs Tapet.
nent sich in di “ ament sich in die Dienst verabschiedet werden, der sich nicht b. Artikel vergangen hätte, worüber ein Kriegsgericht zu erkennen habe. Würde diese Regel nicht beohachtet, so würden Männer von Muth
» Ehre ungeneigt sevn, Dienste zu nehmen, da das Recht, kraft dessen sie ihre Offizier⸗Stellen besäßen, alsdann böchst unsicher seyn würde. 8 teinesweges“, fügte der Minister hinzu, „das Benehmen Lord Cardigan's billigen, indeß muß ich doch sagen, daß ich denselben re von ihm denken mögen, für einen der unglücklichsten Ich glaube, daß seine Handlungsweise orden ist, als sie es verdient Ansicht nach, nicht von der Art, daß ellt werden müssen. ffiziere seines Regiments für Lügner Benehmen scharfe Rüge, aber ich gen nicht gestattet hat, und der Armee eingegan⸗ Sonntage betrifft, ich glaͤube doch,
was auch And Männer nnserer Zeit balte. tt schuldvoller dargestellt w Praf Cardigan gethan, ist, meiner er vor ein Kriegsgericht hätte ge af Cardigan mehrere so verdient ein solches ch solche Beschuldigun beim Ober⸗Befehlshabern lücklichen Vorfall am Oster⸗ sehr tadelnswürdig, aber erlangen würde, Lord Cardigan sollte Wenigstens waren Lord Wellington einstim⸗
Wenn es wahr ist, daß Gr. erklärt hat, mube fest, daß er si daß keine Klage darüber Was den ung ar die Handlung zwar se⸗ in diesem Hause v rich! gestellt werden. ant und der Herzog von
daß Niemand 1G deshalb vor ein Kriegsge Hill, der General⸗Adjut uig dieser Ansicht.“
3 Der Antrag des Herrn Muntz wurde darauf, wie bercits ger
mit 135 Stimmen gegen 58 verworfen.
598
In der hierauf wieder fortgesetzten Debatte uͤber die Zucker⸗ Zoͤlle hielt besonders Herr 2. eine sehr energische Rede zu Gunsten der ministeriellen Vorschluge. „Das Englische Volk“, rief er unter Anderem aus, „fordert Gerechtigkeit, und es wird nichts helfen, wenn man daruͤber schreit, daß Tausende dem Zuk⸗ ker⸗Moloch in Brasilien geopfert wuͤrden, so lange noch Tausende täglich in England dem Getraide⸗Moloch geopfert werden.“
London, 14. Mai. In beiden Parlamentshaͤusern werden fortwaͤhrend eine Menge von Petitionen fuͤr und gegen eine Ver⸗ aͤnderung in den Getraide“, Zucker⸗ und Bauholz⸗Zöͤllen uͤber⸗ reicht, doch sind die letzteren zahlreicher als die ersteren. Die „Morning⸗Chronicle“ enthaͤlt jetzt taͤglich unter der stehenden Ueberschrift „Korngesetze und Handels⸗Reform“ eine Anzahl von Berichten uͤber die Bewegungen, welche in den Provinzen zu Gunsten der ministeriellen Vorschläge stattfinden, die aber bis jetzt immer noch sehr sporadisch sind, da die Verhaͤltnisse, unter welchen die Minister mit ihren Pläͤnen hervorgetreten sind, ihre Absichten als nicht ganz rein von Partei⸗Interesse erscheinen lassen. Daß uͤbrigens die Tories, wenn sie jetzt ans Ruder kaͤ⸗ men, einigen Handels⸗Reformen nicht wuͤrden ausweichen koͤn⸗ nen, geht ziemlich klar aus den Aeußerungen der „Times“ her⸗ vor, die sich keinesweges gegen freiere Prinzipien in dieser Hin⸗ sicht erklaͤrt, sondern im Gegentheil bedauert, daß die jetzigen Minister diese wichtige Frage zu einer Parteisache gemacht und sie auf eine solche Art und mit solcher Verletzung der bedeutend⸗ sten Interessen in Anregung gebracht haͤtten, daß das Land da durch nur in die unglaublichste Agitation versetzt, die Sache selbst aber gar nicht gefoͤrdert werden koͤnne. Die ministerielle Partei macht dann ihrerseits wieder den Tories den Vorwurf, daß es ihnen schlecht anstehe, die Intentionen der Minister zu verdaͤchtigen, da vielmehr die Opposition als eine durchaus faktioͤse und un⸗ redliche erscheine, der ein erheuchelter Philanthropismus zum Vorwand dienen muͤsse, weil sie es nicht wage, sich offen gegen Handels⸗Reformen zu erklaͤren und am Ende, wenn sie die so lange erstrebte Regierungsgewalt nicht anders zu gewinnen und zu behaupten im Stande waͤre, sich sogar dazu verstehen wuͤrde, die Zoll⸗Veraͤnderungen, welche sie jetzt so heftig bekaͤmpfe, selbst auszufuͤhren. Die Artikel der „Times“, die besonders R. Peel und der Herzog von Wellington fuͤr Anhaͤnger freier Handels⸗ Prinzipien erklaͤrt, geben allerdings Anlaß genug, die Oppositions⸗ Manoͤvers der Tories in solchem Licht zu betrachten.
Der Standard, bekanntlich ein Tory⸗Blatt, behauptet jetzt, die Minister wuͤrden, selbst wenn sie, wie man erwarten duͤrfe, in einer Minoritaͤt von 40 Stimmen blieben, nicht resig⸗ mren, da die Koͤnigin ihnen ihre fortdauernde Unterstuͤtzung zu⸗ gesagt habe, sie wuͤrden beim Parlamente die Verlaͤngerung des setzt bestehenden Tarifs fuͤr die Zuckerzoͤlle, der im ule d. . ablaͤuft, beantragen und dann das Parlament aufloͤsen, was dem— zufolge in etwa vierzehn Tagen zu erwarten seyn duͤrfte.
Es ist den Tories nun wirklich gelungen, die hiesige, fast
ganz aus Liberalen bestehende Gesellschaft zur Ausrottung der 1 f in vie oder andere unserer Kuͤnstler auf dieses Gebiet, so war es oft wieder
Sklaverei in dem Kampf gegen die ministeriellen Zuckerzoll⸗Vor⸗ schlaͤge ganz auf ihre Seite zu ziehen. Das Comité der Geselischaft hat bereits eine Erklaͤrung gegen die Maßregel der Minister, als eine Foͤrderung der Sklaverei, erlassen. Von Seiten der Huͤlfsgesellschaften zu Bridgewater und Bristol sind jedoch be⸗ reits Proteste gegen diesen Beschluß des Londoner Haupt⸗Comi⸗ tés eingelaufen.
Durch einen vom 8ten d. M. datirten Geheimeraths⸗Befehl ist die schon seit laͤngerer Zeit beabsichtigte Verstaͤrkung des Eorps der Marine⸗Soldaten um 1500 Mann ins Leben getreten.
Das Packetschiff „Petrel“ ist mit 290,000 Dollars von Mexiko in Falmouth angekommen, bringt aber keine Nachrich⸗ ten von Bedeutung. Es hatte Vera Cruz am 28. Maͤrz, Tam⸗ piko am 3. April und Havana am 15. April verlassen. Die von Mexiko beabsichtigte Anleihe, im Betrage von 7 Millionen Dol⸗ lars, soll von der Tabacks⸗Gesellschaft uͤbernommen worden seyn. Auf einem am 26. Maͤrz in Mexiko dem Präsidenten Busta— mente zu Ehren gegebenen Balle fanden sich die in großer Zahl anwesenden Englaͤnder sehr dadurch beleidigt, daß man die Bri⸗ tische Flagge links, die Franzoͤsische rechts von der Mexikanischen aufgepflanzt hatte, und verließen saͤmmtlich den Ball, nachdem ein Herr Pakenham, ob er der Britische Geschaͤftstraͤger dieses Namens war, wird nicht gesagt, — die Britische Flagge mit einem Federmesser heruntergeschnitten und weggenommen hatte. In den Englischen Berichten, die viel Aufhebens von der Sache machen, wird die beleidigende Anordnung Franzoͤsischen Intriguen zugeschrieben.
Von Galveston waren in New⸗HOrleans, den neuesten Amerikanischen Blaͤttern zufolge, Nachrichten bis zum 1. April eingegangen, wonach es sich zu bestaͤtigen schien, daß die Ruͤ⸗ stungen der Mexikaner gegen Texas gerichtet seyen; 8000 Mann mit 20 Stuͤcken Geschuͤtz waren, wie es heißt, zu Mier und Camargo zusammengezogen, und die ongebliche Zuͤchtigung der Indianer soll nur zum Vorwande gedient haben. Canales war aguch bei der Expedition und fuͤhrte den Befehl uͤber 2000 Mann.
Waͤhrend der Pariser „Constitutionnel“ in der jetzigen Re⸗ gulirung der orientalischen Angelegenheit einen Triumph der Eng⸗ lischen Interessen erblickt, ist der hiesige radikale Examiner dagegen der Meinung, daß die ganzen Anstrengungen Englands in dieser Sache rein vergeudet seyen, da man am Ende die Sa⸗ chen in Aegypten doch auf den Standpunkt habe kommen lassen, auf welchen Frankreich sie zu bringen bezweckt habe.
In Dublin trifft man Anstalten zu einer von allen dortigen Buͤrgern zu unterzeichnenden Petition, durch welche die Koͤnigin gebeten werden soll, diesen Sommer Irland zu besuchen.
Die Herzogin von Cambridge ist mit ihrer Familie gestern von Calais in Dover eingetroffen.—
Auf die Nachricht von der Ernennung Espartero's zum alleinigen Regenten Spaniens sind die Spanischen Fonds hier gestern ½ „Ct. gestiegen. 1 8 111“ vom 10ten Husaren⸗Regiment, hat sich am Vord des „Tigris“ auf der Fahrt von Ostindien nach England das Leben genommen.
London, 15. Mai. Die Debatte aͤber die Zucker⸗Zoͤlle ist auch gestern noch nicht zu Ende gebracht, sondern wieder uͤber den Sonntag bis zum 17ten d. vertagt worden, so daß sie nun schon in die dritte Woche hineinreicht. Mit dem Packetschiffe „Fair⸗ field“ sind Nachrichten aus New⸗York vom 19. April angekom⸗ men, die indeß auch nichts von Belang melden. Die Actien der Bank der Vereinigten Staaten waren in New⸗York zu ¹7 notirt. Vom „Praͤsident“ erfaͤhrt man nichts. Das Dampfschiff, welches der „Lord Saumarez“ gesehen hat und das auch dem „Petrel⸗ zu Gesicht gekommen zu seyn scheint, wird jetzt fuͤr das Kriegs⸗ Dampfschiff „Dee“ gehalten. Die New⸗Yorker „Sunday Mor⸗ ning News“ vom 18. April giebt in einem Briefe aus Jamaika
neldet, vom 4. Maͤrz Nachricht von der Ankunft von vier großen Briti⸗
schen Kriegs⸗Dampffregatten in Port⸗Royal und von dem aben⸗
teuerlichen in Jamaika verbreiteten Geruͤchte, daß diese Schiffe bestimmt seyen, bei einer demnaͤchst gegen Cuba zu unternehmen⸗ den Expedition verwendet zu werden, bei der es auf Eroberung der Insel abgesehen sey.
Belgien.
Bruͤssel, 15. Mai. Der Minister des Innern hat in Be⸗ zug auf den Belgischen Handels⸗Vertrag mit Brasilien ein Umlaufsschreiben an die Provinzial⸗Gouverneure erlassen, worin es heißt: „Der Handels⸗ und Schifffahrts⸗Vertrag zwi⸗ schen Belgien und Brasilien ist am 18. April d. J. abgelaufen. Die Regierung hat sich vergebens bemuͤht, ihn verlaͤngert zu sehen, Brasilien hat den Beschluß gefaßt, einstweilen keinen der Vertraͤge zu erneuern, die es sowohl mit Frankreich und mit den Vereinigten Staaten, als mit Belgien und England abge⸗ schlossen. Diesen Beschluß hat es bereits auf die drei ersten dieser Laͤnder in Vollzug gesetzt, und auch in Bezug auf Eng⸗ land, dessen Vertrag mit Brasilien erst im November 1842 ab⸗ laͤuft, hat es ein Gleiches zu thun foͤrmlich ausgesprochen. Gleichwohl sind die Schritte unseres Gesandten in Rio nicht vergeblich gewesen. Er hat es erlangt, daß unser Handel ebenso behandelt werden soll, wie der von England, bis der Vertrag mit letzterem abgelaufen seyn wird, und alsdann soll ein solcher mit uns nach den Grundsaͤtzen wirklicher Reciprozitaͤt abgeschlossen werden. “
“ Deutsche Bundesstaaten.
† Dresden, 16. Mai. In diesen Tagen sind im neuen Hof Schauspielhause zu wiederhoͤlten Malen Meierbeer's Huge⸗ notten zur Auffuͤhrung gekommen, und haben im schaulustigen Publikum große Sensation, ja Enthusiasmus hervorgebracht. Es ist diese Oper das Paradestuͤck unserer Buͤhne. Schon im alten Schauspielhause wurde sie mit großer Meisterschaft ausgefuͤhrt; jetzt aber, in den neuen Hallen, in welchen die Leistungen des Orchesters wie der Saͤnger um Vieles freier, gefaͤlliger und be⸗ stimmter hervortreten, hat die Theater⸗Direction alles Moͤgliche aufgeboten, die Oper auch in der Scenerie großartig und pracht⸗ voll auszustatten. Die Decorationen, von Franzoͤsischen Kuͤnst⸗ lern gemalt, sind Meisterstuͤcke. Durch Wahrheit und Lebendig— keit und durch einen an Verschwendung graͤnzenden Reichthum erheben sie die Illusion bis zum moͤglichst hohen Grade. Viele Stimmen erhoben sich tadelnd, als die Franzoͤsischen Kuͤnstler zur Ausführung dieser und anderer Arbeiten fuͤr unser neues Schau— spielhaus berufen wurden; man meinte, es wuͤrde hierdurch der Deutschen Nationalitaͤt zu viel vergeben. Allein die Kunst kennt die Schranken der Nationalitaͤt nicht; und die fremden Kuͤnstler haben unbezweifelt geleistet, was die unsrigen nicht leisten konn— ten. Denn einmal hielt man bisher gewoͤhnlich die Decorations⸗ Malerei fuͤr das gemeinste Feld der großen Kunst, und Leute, die nie etwas geleistet hatten, oder nichts mehr leisten konnten, achtete man immer noch fuͤr gut genug, um sie als Decorations⸗ Maler zu beschaͤftigen. Trat aber sodann vielleicht einer oder der
die Fuͤlle der Theorie, die seine Leistungen erdruͤckte. So erging es dem ruͤhmlichst bekannten Professor Huͤbner. Der von ihm gemalte Haupt⸗Vorhang ist matt und duͤster, in den Farben ohne Leben und Reiz. — Ganz anders haben die Franzosen gearbei⸗ tet. Kuͤnstler im eigentlichsten Sinne des Wortes, haben sie das innigste Leben der Natur, das sie durch tiefes, anhaltendes Stu— dium auffaßten, auf der Buͤhne, und zwar mit einer Gewandt⸗ heit und Leichtigkeit dargestellt, welche sich der Kuͤnstler nur da⸗ durch aneignen kann, daß er die rein praktischen Momente er⸗ faßt. Insbesondere sind es die in großer Anzahl hier lebenden Maler, welche den Produkten der Franzoͤsischen Kuͤnstler die vollste Anerkennung angedeihen lassen.
Vom 19:ten d. M. wird das Hof⸗Schauspielhaus, wie die alljaͤhrlich im Sommer geschieht, groͤßtentheils geschlossen seyn, und es beginnen die Vorstellungen in dem kleinen Schauspiel⸗ hause am Liekischen Bade.
Den Manen des in London beerdigten Karl Maria von Weber wird jetzt auf seiner Grabstaͤtte durch Vermittelung des Saͤchsischen Bevollmaͤchtigten am Englischen Hofe ein schoͤnes, dem großen Manne wuͤrdiges Denkmal errichtet werden.
Karlsruhe, 14. Mai. (Oberd. Ztg.) Sitzung der Ab— geordnetenkammer. — Das Praͤsidium setzt die Kammer in Kennt⸗ niß von einer Mittheilung des Staatsministeriums folgenden In⸗ halts: „Das Großherzogliche Staatsministerium an die Zweite Kammer der Staͤndeversammlung — Da die Verweigerung des von dem Ober⸗Hofgerichts⸗Rath Peter und dem Hofgerichts⸗ Rath Aschbach behufs ihres Eintritts in die zweite Kammer der Staͤnde erbetenen Urlaubs nicht von dem Staatsministerium als selbststaͤndig verfuͤgender Behoͤrde, sondern nur in Folge einer höͤchsten Entschließung ergangen ist, so sieht sich dasselbe auch au⸗ ßer Stande, den in dem Schreiben der Kammer vom . enthaltenen Ansinnen in irgend einer Weise Folge zu geben, und muß, was die hinsichtlich dieser Ansinnen zu beob⸗ achtende Form betrifft, auf die Schlußbestimmung des Pa⸗ ragrabhen 67 der Verfassungs⸗Urkunde lediglich verweisen. Karlsruhe, 12. Mai 1841. von Boeckh.“ — (Die angezogene Stelle lautet: „Keine Vorstellung, Beschwerde oder Anklage kann an den Großherzog gebracht werden ohne Zustimmung der Mehrheit einer jeden der beiden Kammern.“) Die Mittheilung wird an die Urlaubs⸗Kommission gewiesen. — Der Regierungs⸗ Commissair, Ministerial⸗Rath Ziegler, legt folgenden Gesetz⸗Ent⸗ wurf vor: „Leopold von Gottes Gnaden ꝛc. Mit Zustimmung unserer getreuen Staͤnde haben Wir beschlossen und verordnen, wie folgt: §. 1. Dem Kriegs⸗Ministerium wird ein auf das außer⸗ ordentliche Budget von 1841 und 1842 zu uͤbertragender Kredit von 1,152,937 Fl. 44 Kr. eröffnet. Dieser Kredit ist ausschließ⸗ lich zur Bestreitung der außerordentlichen Ausgaben fuͤr die Ver⸗ vollstaͤndigung des Armee⸗Corps und seiner materiellen Beduͤrfnisse bestimmt. Die zu diesem Zweck in dem laufenden Etatsjahr bereits gemachten und noch zu machenden Ausgaben werden auf diesen Kredit berechnet. § 2. Ueber die auf diesen Kredit bezuͤglichen Ausgaben hat das Kriegs⸗Ministerium besondere Rechnung zu fuͤhren, und an dem naͤchsten Landtage zur Pruͤfung vorzulegen.
3. Fuͤr die Deckung des durch gegenwaͤrtiges Gesetz eroͤffneten Kredits wird durch die ordentlichen und außerordentlichen Mittel der Budgets⸗Periode 1841 und 1842 vorgesehen.“ — Aus dem einleitenden Vortrage der Regierungs⸗Commissairs geht hervor, daß, bei der Dringlichkeit der Verhaͤltnisse, die erforderlichen Kredite in dem angegebenen Betrage im Verwaltungs⸗Wege eroͤffnet wurden, daß die Summe nur theilweise ausgegeben ist und erst im Laufe des naͤchsten Etats⸗Jahres vollstaͤndig ausge⸗ geben werden wird, und daß alle auf diesen Kredit bezuͤglichen Einnahmen und Ausgaben vorläufig nur vorschuͤßlich in Rechnung behandelt sind.
Darmstadt, 13. Mai. Die Großherzogl. Hessische Zei⸗ tung meldet in einem Artikel aus Kastel bei Mainz, daß die
me bei Biberich zur Herstellung der fuͤr thigen Oeffnung von dem Großhe geleitet worden seyen.
125. der Staats⸗Zeitung) Offizier diese Arbeiten geleitet,
ichtet nach dem Schwaͤb. Festung Mainz sind eabsichtigten Haus Roth⸗ umehr unverzuͤglich Hand Nach dem vorliegenden Plane wer⸗ bombenfesten Kasernen und einem Kainspitze, auf den den soll.*)
Arbeiten am Steindam die Dampfschifffahrt noͤ Ober⸗Bau⸗Direkter Schleiermacher nach ist die fruͤhere Meldung
wonach ein Preußischer Ingenieur⸗
ßherz. Hess. Ztg. ber em Gouvernement der Bundes⸗ Woche die zu den b ung auf das
zu berichtigen.
Merkur: bereits in der vorigen ten noͤthigen Gel schild zugefertigt worden; es an das Werk gelegt werden. den jene Neubauten in zwei Fort bestehen, das an der 5 maligen Gustavsburg, errichtet wer Kasernen wird die eine in der Rheine erbaut werden. waͤre, im Vertheidigungs⸗S. stimmt, mit dem vorgenannten
dmittel durch Anweis⸗
oden der ehe⸗ Von den beiden er Citadelle, die andere am iel man von Sachverstaͤndigen hoͤrt, ysteme der Festung, letztere dazu be⸗ Fort ein Kreuzfeuer zu unter⸗
Das Fuͤrstenthum ndes⸗Kontingent dem Hohenzollernschen res wird fortan ein leichtes Infante⸗ charfschuͤtzenzug formiren.
Sigmaringen, 12 Liechtenstein hat sein Bu⸗ Batalillon einverleibt; letzte rie⸗Bataillon und ersteres einen S
— — Frankfurt, a. M. 16. Mai. wittwete Frau Erbgroßherzogin gestern hier eingetroffen. flug an den Rhein der Meyendorff hierher zuruͤck und reise nach Berlin antreten. Der Baron Salomon von Rothschild wurde bereits vorge⸗ stern von Paris hier erwartet, ist aber heute erst angekommen. Man vermuthet, daß vor seiner Abreise von Paris die Unter⸗ handlungen wegen des neuen Franzoͤsis Herr von Rothschild wird
Ihre Hoheit die ver⸗ von Mecklenburg⸗Schwerin ist Gestern kehrte auch von Kaiserl. Russische General Baron von wird in einigen Tagen die Ruͤck⸗
einem Aus⸗
chen Anlehns beendigt wor⸗ sich alsbald von hier nach ob aber die neuerdings von einem bevorstehenden en Anlehn verbreiteten Geruͤchte wahr sind,
Wien begeben, neuen Oesterreichisch moͤchten wir noch sehr bezweifeln.
Der durch die Erfindung der elektromagnetischen Triebkraft
llgemein bekannt gewordene Herr J. P. Waaner von hier, ist von seiner vor einiger Zeit im Interesse der Ausfuͤhrung dieser hochwichtigen Erfindung angetretenen Reise noch nicht zuruͤckge⸗ kehrt und 1
erweilt jetzt, wie man hoͤrt, in Wien.
Schweiz.
Bald stehen wir am Vorabend der naͤchsten Krise, wobei der rasche und unerwartete Gang der sich hin und ber bewegenden Volksstimmung hoͤchst merkwuͤrdig Im Kanton Bern ist es ruhiger als je. Seit dem Beste⸗ hen der gegenwaͤrtigen Ordnung der Dinge war nie eine Mai⸗ Sitzüung des Großraths schneller beendigt, als die letzte
Eine mehrere Seiten lange Mahnung, und in der er die ge— ohne allen Eindruck, tigen Heftigkeit und Verworrenheit
Tagen war alles vorbei. die Fellenberg von Hofwyt ablesen ließ, ammte Staatsverwaltung angriff, blieb hauptsaͤchlich wegen der unzei ihrer Abfassung.
Der Nuntius, Herr Gizzi, hat se hoͤflichen Schreiben angezeigt.
ine Abberufung dem Vor⸗ Bis zur An⸗ eschaͤfte von dem
ort in einem sehr kunft seines Nachfolgers Andrea werden die G Abbé Rovini besorgt werden.
In St Gallen, wo man eine U jenigen von Luzern erwartete, ist die Die ausgezeichnetsten Maͤnner der liberalen und radikalen ieder in die gesetzgebende Behoͤrde gewaͤhlt, und die kirchliche Partei in derselben schwaͤcher als waͤhrend der zwei Jahre.
mgestaltung im Sinne der⸗ se Erwartung getaͤuscht wor—
Partei sind w
Aargau. Die Basler Zeitung bringt folgende Sie kennen den Antrag des großen Rathes in Hinsicht der Klo⸗ stersache. (Nr. 134. der St. Z.) stags referirte,
Mittheilung:
ie Kommission
war in eine Mehrheit und eine Minderheit ge⸗ id diese in etwas schonender Weise unbedingt am beschlusse festhalten wollte, brachte jene unge⸗ 1) Der Beschluß der Klosteraufhebung 2) es sey zu dies einsehen und nicht weiter in Sollte dies aber Friedens willen Maria Kroͤnung und Gnaden⸗ unter Vorbehalt der Reform, auf bittliches Ansuchen jedes Nach zweitaͤgiger Berathung, ittwoch Abends
Klosteraufhebungs faͤhr folgenden Antrag: sey als Akt der Nothwehr aufrecht zu erhalten; hoffen, daß die Tagsatzung bestehen werde.
bereit, die Frauen-Kloͤster Fahr,
einzelnen Klosters zu restituiren. bei welcher an 30 Redner auftraten, erfolgte M die Abstimmung uͤber den ersten Paragraphen des Kommissions⸗ Derselbe fand 63 Freunde, der Antrag der Minder⸗ grundsaͤtzliche Gegen⸗An Der Beschluß des großen Rathes uͤber Auf⸗ Folge Beschlusses im Grundsatze zuruͤckgenommen; Rath oder die hohe Maßgabe der
Tagsatzung vom 2. April uͤber die einzelnen Kloͤster werden der große Tagsatzung nach Kenntniß der Akten und nach Schuld an dem stattgehabten Aufruhr entscheiden.“ gebniß der Abstimmung erregte 1 Sache ward auf den dritten Tag verlegt. ermudend, so war doch die durch zwei lange heiße Tage gefuͤhrte Verhandlung eine der interessantesten, die noch im großen Rathe gepflogen worden waren.“
rreung; die Fortsetzung der Wenn auch vielfach
EI
„Urkundlicher Bericht uͤber welche seit dem Oktober 1840 bis
O Madrid, 6. Mai. die vorzuͤglichsten Geschaͤfte, zum Zusammentrirt der Cortes von 1841 durch das S nisterium (der auswaͤrtigen Angelegenheiten) erledigt worden sind.“ ö ist der Titel einer Druckschrift, welche der Spanische Minister der auswaͤrtigen Angelegenheiten Don Joaquin Maria .b so eben unter die Mitglieder der Cortes vertheilt hat.
er 8 88ch. Bericht umfaßt nur 18 Seiten
. Wegalben 14 zum Theil schon bekannte Urkunden. W“ J. berichtet zuerst, er habe von allen Hoͤfen, de⸗ “ ö1 der Koͤnigin angezeigt haͤtte, „sehr schmei⸗ SshFe Vesee gens die bestimmtesten Zusicherungen erhalten, Rien Uind . I freundschaftlichen Verhaͤltnisse zwischen Spa⸗ caͤchten durchaus nicht beeintraͤchtigen werde.“
Die Beilagen
0
) Dem Vernehmen CE1111A“ nach ein Thuu dem S daf serl. Hobeit des Erzherzogs “ nach dem Spsteme Sr. Kai⸗
hende Werke verändert werden. Auch werden mehrere beste⸗
.der Gr. Hess. Ztg.)
merk. der Red
Alsdann nennt er das von der Koͤnigin Christine aus Marseille erlassene Manifest einen „wenig uͤberlegten Schritt“”“. Es folgt darauf eine Darstellung der bekannten, durch den Duero⸗Traktat herbeigefuͤhrten Haͤndel mit der Portugiesischen Regierung, deren Beseitigung an einer anderen Stelle der Schrift der kraͤftigen Vermittelung Großbritaniens zugeschrieben wird. — Die Verweisung des Paͤpstlichen Vice⸗Gerenten D. Jose Ramirez de Arellano wird zu rechtfertigen gesucht; dabei heißt es u. A. „Durch falsche Rathgeber irre geleitet, nahm der heilige Vater diese Vertreibung als eine persoͤnliche Beleidigung auf, und, ob man gleich versuchte, ihn zu einem sehr kuͤhnen Schritte zu verleiten, so mußte er doch in Betracht der Wirkungen, welche eine so unkluge Handlung (semejante imprudencia) auf die Su⸗ prematie und die Interessen Roms im neunzehnten Jahrhundert und unter den gegenwaͤrtigen Verhaͤltnissen der Halbinsel haͤtten haben koͤnnen, zuruͤckweichen. Sie beschraͤnkten sich also darauf ihn zu uͤberreden, in dem geheimen Konsistorium vom 1. Maͤrz eine Allocution oder hoͤchst bittere Beurtheilung der Regierungs⸗ Handlungen Ihrer katholischen Majestaͤt seit dem Ableben des letzten Monarchen, vorzuͤglich aber derjenigen, die seit dem Sep⸗ tember des vorigen Jahres stattgefunden haben, zu veroͤffent⸗ lichen. Die Regierung beabsichtigt, das Gutachten des hoͤchsten Gerichtshofes uͤber den Inhalt jener ungemessenen Urkunde anzu⸗ hoͤren, die uns vielleicht erfreulich seyn kann, indem sie Anlaß zur Ergreifung gewisser Maßregeln geben duͤrfte, die nicht mehr in Praxis sind, in Folge einer uͤbertriebenen Langmuͤthigkeit der Spanischen Regierung, und weil man erwartete, daß der heilige Vater, durchdrungen von den Beduͤrfnissen unserer Kirche, sich mit der Abhuͤlfe derselben vermittelst einer aufrichtigen Aussoͤh⸗ nung beider Hoͤfe weit eher beschaͤftigen wuͤrde, als mit Mani⸗ festen, wie das in Rede stehende, dessen Veroͤffentlichung nicht so⸗ wohl fuͤr ein evangelisches Mittel, als fuͤr eine politische Eroͤrte⸗ rung und fuͤr den Ausdruck einer Partei gelten kann, welche nach dem glorreichen Triumphe der Freiheit und des legitimen Thrones Spaniens zu so schwachen Wassen ihre Zuflucht nimmt.“
Unter den Spanien befreundeten Maͤchten wird natuͤrlich zuerst Englands erwäͤhnt, und darauf heißt es, auch die Fran⸗ zoͤsische Regierung zeige freundschaftliche Gesinnungen, bewache die Umtriebe der ausgewanderten Karlisten, entferne sie von der Graͤnze, und habe sogar ihre Vermittelung angeboten fuͤr den Fall, daß die Angelegenheit des verbannten Vice⸗Regenten zu Mißhelligkeiten zwischen der Spanischen Regierung und dem Paͤpstlichen Stuhle fuͤhren sollte.
8 Mit der Pforte sind die Ratificationen des am 2. Maͤrz 1840 in Konstantinopel abgeschlossenen Handels⸗ und Schifffahrts⸗ Vertrages ausgewechselt worden.
Mit Belgien und der Schweiz hat man Vertraͤge zur Aufhebung des Abzugs⸗Rechtes abgeschlossen.
Die neuen Süd⸗Amerikanischen Staaten arbeiten (wie Herr Ferrer sagt), mit groͤßerer oder geringerer Thaͤtigkeit daran, von dem Mutterlande fuͤr unabhaͤngig anerkannt zu werden. Eine Schwierigkeit liegt darin, daß jene Staaten bereits durch, mit anderen Maͤchten abgeschlossene Vertraͤge gebunden, und daher außer Stande sind, dem Mutterlande gewisse Beguͤnstigungen einzuraͤumen. Um sich mit Spanien zu verstaͤndigen, werden bin⸗ nen kurzem Bevollmaͤchtigte von Chili, Montevideo und an⸗ deren Staaten in Madrid eintreffen.
Der Minister sagt, daß die Verhaͤltnisse zu Mexiko hoͤchst freundschaftlich seyen, beklagt sich aber uͤber den hohen Zoll⸗Tarif jener Republik, der vorzuͤglich fuͤr die Einfuhr Spanischer Pro⸗ dukte uͤberaus laͤstig sey. Indessen hofft er, daß wenn die Schwierigkeiten, welche den Abschluß eines Handels⸗Vertrages zwischen beiden Staaten erschwert haͤtten, beseitigt seyn wuͤrden, die Mexikanische Regierung nicht laͤnger anstehen werde, die Zoͤlle fuͤr Spanische Produkte herabzusetzen; „denn“ sagt er, „Spanien im Besitz der Quecksilber⸗Minen, kann als Austausch fuͤr zu er⸗ haltende Handels⸗Beguͤnstigungen Vortheile zugestehen, die fuͤr die Ergiebigkeit jenes an Mineralien reichen Bodens von großem Werthe sind.“ 8
Hiermit ist die Denkschrift zu vergleichen, welche der Mexi⸗ kanische Minister der auswaͤrtigen Angelegenheiten am 19. und 20. Januar dem Kongresse vorgelegt hat. Darin wird ziemlich bitter beklagt, daß in Spanien nach Beendigung des Buͤrgerkrie⸗ ges, neue aus uͤberspannten Prinzipien hervorgegangene Unruhen ausgebrochen waͤren. „Diese, so oft wiederkehrenden Unruhen“, heißt es, „haben die Aufmerksamkeit des Madrider Kabinets ganz und gar in Anspruch genommen, und bestoͤndige Wechsel in dem Per⸗ sonale desselben hervorgebracht. Diesem Umstande müuüssen wir es zuschreiben, daß alle Schritte und Bemuͤhungen des Herrn Val⸗ divielso (Mexikanischen Geschaͤftstroͤgers in Madrid), um den Han⸗ dels⸗Vertrag, dessen Praͤliminarien noch immer der Genehmigung der Regierung ermangeln, vereitelt worden sind.“
Am Schlusse bemerkt der Minister noch, daß die ungeregel⸗ ten Verhaͤltnisse und uͤbertriebenen Anmaßungen der in den Spa⸗ nischen Kolonieen angestellten Konsuln fremder Maͤchte zu haͤufi— gen Beschwerden und Mißhelligkeiten Anlaß gaͤben.
Ruͤcksichtlich derjenigen Maͤchte, welche die Koͤnigin Isa⸗ bella 1I. nicht anerkannt haben, beobachtet der Minister ein klu⸗ ges Stillschweigen.
Die Dokumente, welche der Anhang enthaͤlt, sind fast saͤmmt⸗ lich bekannt. Ich theile Ihnen jedoch folgende Stelle aus einer von Herrn Ferrer an den Spanischen Geschaͤftstraͤger in Rom unter dem 1. Januar 1841 gerichteten Depesche mit. Nachdem er ihm die Verweisung des Vice⸗Regenten und die Aufhebung der Nuntiatur angezeigt hat, ertheilt er ihm folgende Vor⸗ schrift: „Wenn gegen alle Erwartungen die paͤpstliche Regierung irgend etwas Thatsaͤchliches gegen Ihre Person vornehmen sollte, so will die Regentschaft, daß sie protestiren und auf eine kraͤftige Weise das hohe Mißfallen zu erkennen geben, mit welchem die Regentschaft den Roͤmischen Hof die Strafe, welche so eben ei⸗ nem verwegnen und den Regalien der Krone nicht weniger als der Person der Koͤnigin selbst, allem Anschein nach, abgeneigten Spanischen Unterthan auferlegt worden ist, als eine eigne Be⸗ leidigung aufnehmen sieht. Sie werden hinzufuͤgen, daß die Folgen jedes unklugen Schrittes, den die Paͤpstliche Regie⸗ rung thun koͤnnte, fuͤr den Einfluß des heil. Stuhls guf Spa⸗ nien sehr verderblich seyn wuͤrden, und endlich werden Sie, falls Ihr Aufenthalt in Rom unmoͤglich werden sollte, vor Ihrer Ab⸗ reise die Archive unserer Botschaft entweder den Haͤnden der Franzoͤsischen oder irgend einer anderen Macht, welche voͤllige Sicherheit darboͤte, zur Aufbewahrung uͤbergeben. Gleichfalls werden Sie fuͤr die gute Verwaltung des Spanischen Staats⸗ Eigenthums im Kirchenstaate Sorge tragen. Sollte die Paͤpst⸗ liche Regierung gar keine Maßregel in Bezug auf Sie nehmen so wird es gut seyn, daß Sie ihr auf die angemessenste Weise, jedoch ohne im Geringsten die Wuͤrde Spaniens zu beeintraͤchti⸗ gen, zu erkennen geben, daß der in Frage stehende Vorfall nicht als eine gegen den Roͤmischen Stuhl gerichtete Beleidigung an⸗ gesehen werden kann, und daß man durchaus so verfahren mußte,
in Betracht der triftigen Gruͤnde, welche der hoͤchste Gerichtshof
—
daß uͤbrigens die Regentschaft
n beiden Hoͤfen bedaure, hmer Vorfaͤlle seyn koͤnnen, wenn nicht
zur Wiederan⸗ Stuhle abgebroche⸗ wuͤnscht dies, und
hig im Bewußtseyn der weile ohne Ungedu Vater die Wieder baren Grundlage der 2 sabelle II. und deren re bringen wird.“
n aufstellt, aͤltnisse zwische d anderer unangene
in seinem Gutachte die Unterbrechung der Verh die die eigentliche Ur ist, welche von noch ein schnelles und heilsam knuͤpfung der nen Verhaͤltnisse. wird, stark d Gerechtigkeit i
sache dieses un wichtigeren Folgen es Mittel ergriffen w heiligen apostolischen Die Spanische Regie urch ihr Ansehen, hrer Sache, mittler abwarten, an welchem der heilige der Verhaͤltnisse auf der unabweis nung unserer erhabenen Koͤnigin J ßiger Regierung in Antrag
anknuͤpfung
es Publikums hatte Fruͤhe waren saͤmmt⸗ e vereinigte Sitzung der
Die Spannung d Grad erreicht. Schon in a ast des Senats, wo di die Regentschaftswahl stattfand, Die oͤffentlichen Tribuͤnen waren sche Corps hatte sich vollstaͤndig ein⸗ Deputirten waren in ihren
Madrid, 8. Mai. heute den hoͤchsten liche Zugaͤnge zum Pall beiden Kammern fuͤr dichten Volksmasse angefuͤllt vollgepfropft; das diplomatis e Senatoren und die
196 Deputirte und 94 Senatoren war 290, die absolute ten sich 153 Mitglie⸗
Staatskleidern. nen; die Zahl der Votirenden war also rität 146. Bei dem ersten Votum erklaͤr Regentschaft, Stimme fuͤr die Wahl uͤbertragen lugustin Arguelles
die fuͤnfgliedrige⸗
eine einzige der Person
Bei dem zweiten Votum, welches die Regentschaft hielt Espartero 179 Stimmen, nigin Mutter Marie Christine 5, Graf Almodovar gadier Toma Garcia Vicente, e eine Stimme,
1, der Bri⸗ iner der Helden vom und ein Stimmzettel war a General Espartero, Herzog von Vitoria, Kraft dieses Votums als alleini Arguelles, welcher das Praͤsidium rte sofort die Sitzung fuͤr ging in vollkommener Ordnung voruͤber. der Garnison wollen dem Herzog von eine Serenade bringen. uͤbermorgen statthaben. nistration wird Herr Gonzales werde Conseil auswaͤrtigen Angelegenheiten, Minister des Innern, Herr Luzur Chacon oder Herr Ferraz Kriegsminister nanzen nennt man Cantero, rde das Portefeuille des Ferner wird versichert, w den Reihen der Unitarier gewaͤhlte joritaͤt in der Deputirtenkammer Aufloͤsung der Kammern erfolgen.
ger Regent ausgerufe fuͤhrte, verkuͤndete aufgehoben. Die Musik⸗Corps Vitoria heute Abend des Regenten wird
sultat und erklaͤ
Die Eidesleistung Eines der ersten Geschaͤfte der s Kabinets
die Rekonstituirung de und Minister der
s⸗Praͤsident Cortina oder Herr riaga Justizmi
nister, Herr
Fuͤr die Fi⸗ r Pita Pizarro. Ministeriums beha olches, ausschließlich aus s Ministerium nicht die rde, so werde eine
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Se. Majestaͤt der Koͤnig haben die lster Klasse an den aus Provinz Sachsen ver⸗ th und Ober⸗Praͤsidenten Flott⸗ aͤdigen Kabinets⸗Order zu beglei⸗
Verleihung des Rothen Adler⸗Ordens dem Großherzogthum Posen Wirklichen Geheimen Ra mit nachstehender Hoͤchstgn ten geruht:
habe die Mir von Ihnen unterm Isten d. M. ein⸗ en letzten zehn Jahren in Bezie⸗ zogthums Posen ergriffe⸗ lebhafter Theilnahme eser Denkschrift die schwierigen Verh seine Bestrebungen und Beduͤrfnisse ert, auch da⸗
gereichte Darstellung der in d hung auf die Verwaltung des Großher nen Maßregeln und ihr Sie haben in di nisse dieses Landestheiles, mit Gerechtigk bei insbesondere die den des bei weitem größten Theils der E erkennung und die oͤfter bewiesene bereitwil selben gebuͤhrend gewuͤrdigt. I ben haben, ist der Resultaten der Verwaltung die Sorgfalt Ich ergreif bei dem Scheiden aus J
er Folgen mit
it und umfassender Einsicht geschild Schritten der Regierung von Seiten ingesessenen gewordene An⸗ lige Mitwirkung der⸗ nicht hervorgeho⸗ den Sie selbst an den guͤnstigen gehabt und die kraͤftige Hand, wie und Umsicht, mit welcher Sie dieselbe geleitet e daher gern die Gelegenheit, Ihnen dies eit hrem bisherigen Wirkungskreise aus⸗ Sie nehmen aus demselben das Bewußtseyn mit Meines Vaters des Hoch⸗ r Berufung zu Ihrem bisheri⸗ ohl der Ihrer Leitung
Was Sie aber
zusprechen. sich, den landesvaͤterlichen Absic seligen Koͤnigs Majestaͤt bei de gen Amte voͤllig entsprochen und das IW anvertrauten Provinz wesentlich gefoͤrdert zu rechter Anerkennung dieses Verdienstes verleihe Ich Rothen Adler⸗Orden lster Klasse mit Eichenlaub, signien Sie hierbei empfangen, um sie als ein Zei besonderen Koͤniglichen Gnade anzulegen.“ Berlin, den 11. Mai 1841.
den Wirklichen Flottwell.“
Ihnen den dessen In⸗ M
G heimen Rat Praͤsidenten
17. Mai. Gestern i Rath, bisherige Ober⸗Praͤsident der Pr well Excellenz, hier eingetroffen, um in gleicher Provinz Sachsen seine Amtsthaͤtigkeit zu beginnen.
r Wirkliche Geheime ovinz Posen, Herr Flott⸗ Eigenschaft in der
Magdeburg,
ie Einfuhr des Schlachtviehes in Frankreich im Ver⸗ haͤltniß zu den steigenden Beduͤrfnissen und den Interessen des Ackerbaues.
Die vorgestern auf dem hiesigen brochene Emeute hat zwar fuͤr jetzt keine ern⸗ sie giebt aber zu sehr ernsten Betrach deutender Wink fuͤr die Zukunft.
Jahren gelangen zahlreiche Petitionen an Herabsetzung des Schlachtvieh lastenden Einfuhrzolls zu steigenden Pr
*MNaris, 10. Fleischmarkte ausge sten Folgen gehabt, Anlaß und ist ein be seit mehreren Kammern,
auf auslaͤndischem Diese For⸗ eis des Fleisches Unzulaͤnglichkeit einheimischen Produc⸗ den Reklamanten Staͤdte, wie namentlich Paris, welche gewoͤhnlich Stadtzoͤlle zu tragen haben, hung der Preise noch vermehren. die Grundbesitzer daruͤber in Bestuͤrzung hinter die Interessen des Ackerbaues verschanzt un daß man, durch eine Herabsetzung des Zolles, die prekaͤre Lage der Paͤchter Die Kammern haben bis je Als nun vor einigen Tagen, sion des Budgets fuͤr de zur Sprache kam,
essive Erhoͤ⸗ andern Seite sind sie haben sich ud behaupten, ohnehin schon mehr erschwe
n nachgege
die natuͤrlich die progr
und Grundbesitzer noch zt den letzter; Gelegenheit der Frage von neuem s⸗Minister, in
ren wuͤrde.
n Ackerbau, flichtete sich der