1841 / 147 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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offiziere zu Gemeinen degradirt werden, die ganze Mannschaft aber in die Bataillone der besoldeten Truppen eintreten. Zwanzig

Die unlaͤngst beendigte Aufnahme der Bevoͤlkerungs⸗ listen fuͤr das Jahr 1840 hat ergeben, daß im hiesigen Depar⸗

acht Tagen kein einziger Pestfall ereignet; doch herrschte diese 25,472 Kinder geboren und

St. Jean d'Acre und in Salda.

8 8 gM Donau⸗Dampfschifffahrts⸗ Gesellschaft an welches bisher die regelmäßige Verbindung zwischen Konstantinopel und Trapezunt unterhielt, ist am 1. Mai, bei dichtem Nebel, an der Astatischen Kuͤste, 12 Stunden oͤstlich von Amastra, auf einer Felsenbank gescheitert. Schon am folgenden Tage erhielt der Agent der Gesellschaft, Herr Lafontaine, Kunde von diesem beklagenswerthen Unfalle, und traf Anstalten, da⸗ mit die Dampsboͤte „Crescent“ und „Levant sogleich dem

Stambol“, der durch den Stoß einen bedeutenden Leck erhal⸗ ten haben soll, zu Huͤlfe eilen. Selbe waren auch bereits am zten mit einem von dem Internuntius erwirkten Befehl der Pforte dahin abgegangen, worin die Ortsobrigkeiten angewiesen werden, allen erforderlichen Beistand zu leisten.

„Stambol“,

Offiziere des aufgeloͤsten Corps werden mit Beibehaltung ihres Ranges den besoldeten Truppen aggregirt, die Uebrigen erhalten den Abschied. Von den öffizieren und Soldaten, die jenem Exzesse nach besten Kraͤften zu steuern versucht, und dabei ver⸗ wundet wurden, sollen diejenigen, die in ihre Heimat zuruͤckzu⸗ kehren wuͤnschen, dazu Erlaubniß erhalten; sind sie aber gesonnen, wieder ins Heer zu treten, so bleibt den Offizieren ihr Rang und die Gemeinen werden zu Korporalen befoͤrdert.“ . Dieselbe Tuͤrkische Zeitung berichtet, daß der kuͤrzlich zum Defterdar von Saida ernannte Sarim Efendi, da seine physische Constitution diesem hochwichtigen und anstrengenden Berufe nicht gewachsen war, wieder verabschiedet, und seine Stelle dem bis⸗ herigen Geheimen Kriegsrathe, Edhem⸗Bei, der gruͤndliche Kennt⸗

tement 5896 Personen getraut,

17,578 Menschen

storben sind.

Fe mithin 7894 mehr geboren als ge⸗ Im

ergleich mit dem Jahre 1839 sind 244 Ehen

mehr geschlossen, 1742 Kinder mehr geboren und 1656 Men⸗ schen weniger gestorben. Von den Gebornen waren 13,165 Kna⸗ ben und 12,307 Maͤdchen, unter welchen 240 Zwillings⸗, und eine Drillings⸗Geburt vorgekommen sind. Die Zahl der un⸗ ehelich Gebornen belaͤuft sich auf 712 Knaben und 652 Mgad⸗ chen, also auf uͤberhaupt 1364 und hat sich gegen 1839 um 134

vermehrt.

Stralsund, 15. Mai. Die Zahl der Civil⸗Einwohner des Stralsunder Regierungs⸗Bezirks, welche nach der im Jahre 1837.

Berlin,

Freitag den 28sten Mai

geschehenen Aufnahme der statistischen Tabellen 157,096 Seelen betrug, hat sich nach der am Schlusse des vergangenen Jahres vorgenommenen speziellen Zaͤhlung auf 169,113 Seelen gestellt. Die Zahl der Geburten betrug im letzten Jahre 3995, die der Sterbefaͤlle 4198; getraut wurden 1393 Paare. Unter den Ge⸗ storbenen waren 19 Personen, welche das 90ste Jahr erreicht

nisse im Finanz⸗Fach und Rechnungswesen besitze, mit dem Range eines Wuͤrdentraͤgers erster Abtheilung der ersten Klasse zugewendet worden sey. Endlich ist noch einiger Todesurtheile gedacht, die an gemeinen Moͤrdern vollstreckt worden sind, jedoch mit dem ausdruͤcklichen Zusatze, daß die Erben (Nachkommen) des Gemor⸗

Die neueste nach Berlin gekommene Nummer der Tuͤrkischen Zeitung Takwimi Wakaji vom 8. Rebi 1. (ersten Mai) mel det, daß der junge Sultan, damit seine Gesundheit und Consti⸗ tution durch den, uͤberall frisches Leben spendenden Fruͤhling ge⸗

anstatt sich direkt in die unsrigen zu begeben.

schen Häfen aufsuchen, gf 82 eine Ladung von Produkten

Wenn z. B. ein Englisches Schiff 1 aus einem anderen Welttheile milbringt, welche, in England fei⸗ nen guten Markt findet, und auf dem Europäischen Kontinente

thal, Mansfeld bei Schuͤnemann, Potsdam bei Hiller, Sagan bei Wiesenthal, Stettin 2mal bei Wilsnach, Thorn bei Krupinski und nach Trier bei Gall; 92 Gewinne zu 200 Rthlr. auf Nr.

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Amtl. Nachr. 8 Rhein⸗Provinz. Eröffnung des

Landtags⸗Angelegenheiten.

staͤrkt und erquickt werde, am 2ten des laufenden Monats (also am 25sten April) eine Wohnung in Saad⸗Abad bezogen habe. Dieselbe Zeitung enthaͤlt außerdem noch folgenden bemerkens⸗ werthen Artikel:

„Ein Corps Garde⸗Milizen aus den Sandschaken Kjutahie und Karahyssar⸗Sahib, die vor einiger Zeit nach Syrien beor⸗ dert, und zu diesem Zwecke auf Schiffen von Konstantinopel ab⸗ gegangen waren, ließ sich, als es den Hellespont zuruͤckgelegt, und die Rhede von Baba⸗Kale erreicht hatte, eine schaͤndliche Handlung 8 Schulden kommen. Die Großherrlichen Satzungen frevelhaft uͤbertretend und ihren Ober⸗Offizieren ungehorsam, stieg eine große Anzahl dieser Leute mit allen ihren Waffen ans Land, und lief nach ihrer Heimat zuruͤck; die Uebrigen konnten nicht aussteigen (warum?), und blieben daher auf den Schiffen. Saͤmmtliche Ausreißer wurden eingefangen und nach Konstanti⸗ nopel gebracht, wo ihr hoͤch strafwuͤrdiges Beginnen durch die Gestaͤndnisse, die sie vor dem Kriegsgericht ablegten, Bestaͤtigung erhielt. Die Verbrecher sind nach dem Grade ihrer Strafbar⸗ keit in fuͤnf Klassen getheilt worden: die erste Klasse, be⸗ stehend aus einem Lieutenant und vier Gemeinen, welche mit der Schußwaffe Widerstand geleistet, soll, als Aequi⸗ valent der Todesstrafe, lebenslaͤnglich an die Ruderbank, die zweite Klasse, 42 Mann, erhaͤlt 10 Jahre Galeeren, die dritte Klasse, 59 Mann, soll fuͤnf Jahre lang in den Kasernen die niedrigste Arbeit thun die vierte Klasse, 478 Mann, werden, weil sie nur davon gelaufen, Jeder mit 150 Stockpruͤgeln be⸗ gnadigt; von der fuͤnften Klasse endlich, die aus 136 Tschauschen (Feldwebeln), 135 Onbaschi's (Korporalen) und 1224 Gemeinen besteht, und welche zwar die Absicht zu desertiren gehabt, aber keine Gelegenheit zu ihrer Ausfuͤhrung gefunden, sollen die Unter⸗

deten die Hinrichtung gewuͤnscht haͤtten, woraus man schließen darf, daß der Mord im Tuͤrkischen Reiche jetzt nur unter der erwaͤhnten Bedingung mit Todesstrafe belegt wird.

Belgrad, 13. Mai. (Schles. Z.) Dem Vernehmen nach hat der hiesige Pascha einen Bericht von Mustapha Pascha von Nissa erhalten, worin ihm dieser anzeigt, daß die Ruhe in seinem Paschalik gaͤnzlich hergestellt sey. Alle Doͤrfer seyen un⸗ terworfen (man weiß aus fruͤheren Berichten, auf welche Art) und die wenigen bewaffneten Banden haͤtten sich in die Gebirge zerstreut, von wo er sie bald vollends zu vertreiben hoffe. Der Pascha von Belgrad hat diesen Bericht publiziren lassen. 8. Von den erwarteten Tataren mit den Posten nach Wien weiß man noch immer nichts. Es wird als sicher angenommen, daß sie einen andern Weg eingeschlagen haben. Ein Bericht aus Clado⸗ vitza (Kladova) bringt Nachrichten aus Konstantinopel bis zum 2ten d., nach welchen die letzten Ereignisse in Bulgarien dort große Sensation erregt haben. Damals kannte man die Nieder⸗

lage der Insurgenten noch nicht.

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Marienwerder, 15. Mai. Der Gutsbesitzer und Kreis⸗Deputirte von Kalkstein zu Kucewo, Amts Stuhm, hat nach einer gerichtlichen Schenkungs⸗Urkunde, außer einer Kapi⸗ talssumme von mehreren Hundert Thalern an katholische Kirchen in der Umgegend, auch eine Summe von beinahe 1900 Rthlr. zur Errichtung eines Waisenhauses in der Stadt Stuhm ge⸗ schenkt. Die Statuten uͤber die Einrichtung dieser neuen Stif⸗ tung werden gegenwaͤrtig ausgearbeitet.

oder uͤberschritten hatten.

Breslau, 22. Mai. Am 18. Mai beging die hiesige Frei⸗ maurer⸗Loge, genannt zu den 3 Todtengerippen durch deren Gruͤndung die Freimaurerei zuerst in Schlesien eingefuͤhrt wurde, ihre hundertjaͤhrige Jubelfeier. Das Fest begann mit einer Vor⸗ feier schon am 17ten Abends, wobei Deputirte von 2y1 Logen aus der Provinz sich eingefunden hatten, um der feiernden Loge Gluͤck⸗

wuͤnsche darzubringen; am 18ten Mittag fand die solenne Fest⸗ S1II ee durch, daß der Landes⸗Großmeister Graf Henckel von Donners⸗ mark aus weiter Ferne und noch ein Deputirter der Großen Lan⸗ des⸗Loge zu Berlin, dabei erschienen waren. An dieses Fest schloß sich am I9ten noch ein eben so seltenes und schoͤnes, naͤmlich das 50jaͤhrige Maurer-Jubilaͤum des hier weilenden Landes⸗Groß⸗ Meisters an, welches von den hiesigen Logen und unter Theil⸗ nahme vieler Mitglieder auswaͤrtiger Logen mit Freudigkeit und Innigkeit begangen wurde.

Eine besondere Weihe erhielten diese Festtage da⸗

Magdeburg, 19. Mai. Der in dem Regierungs⸗

Bezirk Merseburg im verflossenen Jahre ins Leben getretene

Verein, welcher den Zweck hat, auf Verhuͤtung der Verbrechen durch Besserung der aus den Gefaͤngnissen, Straf⸗ und Correc⸗ tions⸗Anstalten entlassenen Straͤflinge, so wie der sittlich verwahr⸗ loseten Unmuͤndigen hinzuwirken, zaͤhlt jetzt in 11 constituirten Kreis⸗Vereinen 193 Aufsichts⸗Bezirke, und in letzteren 1156 thaͤ⸗ tige und zahlende, 644 blos thaͤtige und 1485 blos zahlende, zu⸗ sammen 3285 Mitglieder, welche an jaͤhrlich Beitraͤgen 1323

Rthlr. 14 Sgr. gezeichnet haben.

Allgemeiner Anzeiger fuͤr die Preußischen Staaten.

Bekanntmachungen.

bTq Der am 16. August 1766 geborene Carl Friedrich Langner, ein Sohn des Königl. Münz⸗Rendanten Carl August Langner, hat sich gegen Ende des vorigen oder am Anfang des jetzigen Jahrhunderts von hier nach Rußland entfernt und zuletzt, so viel bekannt ist, in oder bei Taganrog gelebt. Er soll jetzt auf den Antrag des ihm bestellten Abwesenheits⸗Kurators gerichtlich für todt erklärt werden. Derselbe oder, insofern er etwa verstorben ist, seine etwanigen zurückgelassenen Erben oder Erbnehmer werden daher hiermit öffentlich vor⸗ geladen, sich binnen neun Monaten, spätestens aber in dem auf den 15. März 1842, Vormittags 11 Uhr, vor dem Herrn Ober⸗Landesgerichts⸗Referendarius Gühler angesetzten Termine, schriftlich oder persönlich zu melden und die weiteren Anweisungen zu gewärti⸗ gen, widrigenfalls gegen den Carl Friedrich Langner auf Todeserklärung erkannt, demnächst aber sein Ver mögen den alsdann bekannten Erben oder, in Erman⸗ gelung solcher, der dazu berechtigten öffentlichen Be⸗ hörde zugesprochen und hf freien Verfügung verabfolgt werden soll. Die etwaigen unbekannten Erben dessel⸗ ben werden zugleich aufgefordert, spätestens in dem vorgedachten Termine zu erscheinen und ihr Erbrecht nachzuweisen, widrigenfalls den sich legitimirenden Er⸗ ben der Nachlaß zur freien Disposition verabsolgt wer⸗ den wird und die nach erfolgter Präklusion sich etwa erst meldenden näheren oder gleich nahen Erben alle Handlungen und Dispositionen derselben anzuerkennen schuldig, auch von ihnen weder Rechnungslegung noch⸗ Ersatz der erhobenen Nutzungen zu fordern berechtigt sind, sondern sich lediglich mit dem, was alsdann noch von der Erbschaft vorhanden seyn wird, zu begnügen haben werden. Breslau, den 27. April 1841. Königl. Ober⸗Landesgericht. Erster Senat.

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kq1sI11m a. Für die Marianna Klamann sind aus dem Nach⸗ asse ihrer Mutter Anna, zuletzt verehelichten Ohm, ad

depositum des unterzeichneten Gerichts an Erbtheil

nerhalb neun Monaten, spätestens aber in termwino den b 18. März 1842, Vormittags 10 Uhr, an ordent⸗(cent nur bei der ersten Einzahlung in Anrechnung

Wiewohl das im Jahre 1837 eingezahlte halbe Pro⸗

licher Gerichtsstelle vor dem Herrn Land⸗ und Stadt⸗ gebracht werden durfte, so soll es gleichwohl noch bei

gerichts⸗Rath Kranz persönlich oder schriftlich zu mel⸗ den und weitere Anweisung zu gewärtigen, widrigen⸗ falls sie für todt erklärt und ihr etwaniges Vermögen den sich legitimirenden Erben oder resp. dem Fiskus als herrenloses Gut ausgeantwortet werden wird.

Rheinische Eisenbahn.

Zehnte und letzte Einzahlung von 10 Prozent. Die Herren Actionäre der Rheinischen Eisenbahn werden, mit Bezug auf die §§. 14., 15 und 16. der Statuten, hiermit aufgefordert, die zehnte und letzte Einzahlung von 10 oder 25 Thlr. per Actie bis zum JC 1“

bei uns selbst oder bei den Herren

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S. Oppenheim jr. et Comp. 5 Abr. Schaaffhausen in Köln, J. H. Stein

DOeder et Comp.

N. Wergifosse

Mendelssohn et Comp. in Berlin zu leisten und die Quittungsscheine über die geleistete neunte Einzahlung mit einzuliefern, indem die voll⸗ ständigen Actien⸗Dokumente nur gegen Aushändigung der am 2. November v. J. von uns ertheilten Quit⸗ tungen verabfolgt werden.

Da den auszugebenden Actien⸗Dokumenten, die vom 1. Januar d. J. ab laufenden Zins⸗Coupons beige fügt werden, so haben die Herren Actionaire mit der am 1. Juli c. zu leistenden Restzahlung von 25 Thlr. per Actie zugleich die Zinsen hiervon à 5 pCt. für das halbe Jahr vom 1. Januar an bis 30. Juni lI. J. mit 18 sgr. 9 pf. per Actie zurückzuvergüten *).

Die vorgenannten Bankhäuser werden wie bisher über die empfangenen Einzahlungen Interims⸗Buit⸗ tungen ertheilen, welche demnächst gegen die Actien⸗ Dokumente bei denselben Häusern umzutauschen sind.

Köln, den 28. April 1841.

Die Direction der Rheinischen Eisenbahn⸗Gesellschaft. Hirte, Spez.⸗Dir.⸗Subst.

in Aachen,

dieser zweiten Einzahlung angenommen werden. Eine spätere Anrechnung findet dagegen nicht statt, und werden die über diese Zahlungen ertheilten Buittun⸗ gen dann als annullirt erklärt. Breslau, den 18. Mai 1841. Der Verwaltungsrath der Ober⸗Schlesischen Eisenbahn⸗ Gesellschaft.

Nordsee-Bad Wangerooge.

Das Nordsee⸗Bad auf der Insel Wangerooge amn der Oldenburgischen Küste, zur Genüge bekannt in seinen eigenthümlichen Vorzügen und Einrichtungen, die noch seit der letzten Saison durch im Inneren des Bade⸗Lokals vorgenommenen Verbesserungen und Ver⸗ schönerungen einen bedeutenden Zuwachs erhalten, wird nach wie vor mit dem 1. Juli eröffnet und mit dem 1. Sept. geschlossen werden.

Logis⸗Bestellungen in den beiden Logirhäusern und in den wöhnlich eingerichteten Wohnungen der Insu⸗ laner werden entgegen genommen und besorgt von dem Geheimen Hofrath Westing in Oldenburg oder dem Bade⸗Arzt Doktor Chemnitz in Jever oder dem Vogt Alers in Wangerooge.

Die Ueberfahrt vom Festlande nach der Insel ge⸗ schieht täglich in den durch das Oldenburgische Wochen⸗ blatt und durch gedruckte Anschläge in den ersten Gast⸗ häusern zu Bremen, Oldenburg und Jever näher an⸗ zugebenden Abfahrtsstunden von der der Insel gegen⸗ über liegenden Schleuse des Karolinen⸗Siels und wöchentlich von Hamburg aus in einem bequem ein⸗ gerichteten Packetboot und von Bremen aus in einem tüchtigen eisernen Dampfboot.

Die Inspection des Seebades zu Wangerooge, 3. Mai 1841.

Literarische Anzeigen.

Im Verlage der J. F. Castschen Buchhandlung in Siuttgart ist so eben erschienen und in allen Buch⸗ handlungen vorräthig, in Berlin bei E. S. Mittler

haben würde. Eben so geistreich als die Com⸗ bination der unbeweglichen und beweglichen Vertheidigungsmittel in den Vorschlägendes Verfassers ist, eben so neu und originell sind seine Ideen über neue Gattungen von Be⸗ festigungen, Anwendung von Bombenkano⸗ nen bei Vertheidigung fester Plätze, Anwen⸗ dung der Dampfkraft und des Eisens bei Befestigungen, wobei die Resultate prakti⸗ scher Versuche angegeben werden. General Pairhans, der berühmte Erfinder der Bom⸗ benkanonen, hat einen in der Europäischen Kriegswissenschaft allgemein anerkannten Namen.

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topographischen Atlas des Königreiechs Sachsen betreffend.

riums macht die unterzeichnete Buchhandlung bekannt, dafs in Berücksichtigung vielfach geäufserter Wün- sche, und namentlich als Folge der grofsen, durch die neuesten Erfindungen des sogenannten galvano- plastischen Kupfer-Ablagerungs-Prozesses bewirkten Erleichterung der Vervielfältigung von Abdrücken, die Preise der bereits erschienenen ersten Lieferung dieses aus der grofsen topographischen Landes-Auf- nahme bei der Königl. Sächs. Militair-Plankammer reduzirten und bearbeiteten Werkes von nun an, wie folgt, bestimmt worden sind. Die vollständige erste Lieferung, aus 7 Blättern bestehend, mit Umschlag, Kostet 8 Thlr. Die einzelnen Blätter derselben: Section: Dresden 2 Tblr. 20 sgr. ö Stolpen 19 Altenberg.. 1 10 8 Wiesenthal.. 1. Ivelblattet - 20 Netzblatt mit Surplus Ro- senthal.. -— 20

Auf Anordnung des Königl. hohen Kriegs-Ministe-

Landtages.

Ir Pairs⸗Kammer. Das Gesetz über die außerordent⸗ lichen Kredite von 1840 wird angenommen. Deput. Kammer.

Der Handels⸗Vertrag zwischen Frankceich und Holland. Paris. Nachrichten aus Algier: Nachträgliches über den Zug nach Miliana; Beabsichtigte Besitznahme von Maskara und weitere Operations⸗ pläne gegen Abdel⸗Kader; General Düvivier reicht seine Entlas⸗ sung ein. Vermischtes. Privatbriefe. Paris. (Der bewaff⸗

nete Friede. Die Krisis jenseits des Kanals.) Paris. (Die Englische Minister⸗Krisis vom Französischen Standpunkte aus betrach⸗ tet. Der Handels⸗Vertrag mit Holland. Zur Charakteristik der Politik des gegenwärtigen und des letzten Kabinets.)

Grostbrit. u. Irland. London. Aussichten für die Tories und Whigs. Abstimmung über die Zuckerzölle. Commodore Napiec über die ministeriellen Zoll-Vorschläge. Versammlung gegen die Korngesetze und Verhalten der Chartisten. Mangelhaftigkeit des Handels⸗Traktats mit Oesterreich. Anerkennung von Terxas durch den Papst. Abgang der Niger⸗Expedition. Vermischtes.

Dänem. Kopenhagen. Bevorstehende Vermählung des Kronprinzen.

Deutsche Bundesst. München. Erzguß des Mozart⸗Standbildes. Baperische Eisenbahnen. Karlsruhe. Stände⸗Versammlung. Die Herren Speyerer und Lauer reichen ihre Dimission ein.

Italien. Rom. Vermischtes. Movena. Die Kaiserin v. Oest. begiebt sich nach Reggio.

Türkei. Konstant. Maßregeln gegen die Christen in Bulgarien. Weitere Konzessionen an Mehmed Ali.

Nord⸗Amerika. Lord Palmerston's Erklärung hinsichtlich d. Dampf⸗ schiffs „Karoline“. Engl. Konsul in Cuba.

China. Nachrichten von dem Missionair Gützlaff.

Brasilien. Buen. Ayres. Rüstungen gegen Montevideo.

Inland. Köln. Maschinen⸗Fabrik in Seraing. Bonn. Feier⸗ lichkeit, dem Namen Schiller's zu Ehren. Lauenburg in Hinter⸗ pommern. Die Schützengilde. übelfeier der Sing⸗Akademie.

Wiss., K. u. Lit. Kunst⸗Notiz.

Amtliche RNachrichten. Kronit des Taghes.

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben Allergnaͤdigst geruht: 8 Dem Kaiserl. Russischen Rittmeister im Neumirgerodschen Ulanen⸗Regiment und Adjutanten von Mewes den Rothen Adler⸗Orden dritter Klasse zu verleihen; und Den Staats⸗Prokurator Simons zu Elberfeld zum Gene⸗ ral⸗Advokaten beim Appellationsgerichtshofe zu Koͤln zu ernennen.

Ihre Koͤnigl. Hoheit die Prinzessin Friedrich ist na Duͤsseldorf abgereist. zessin F ich ist nach

Die Koͤnigliche Akademie der Kuͤnste hat den Bildhauer und Stukkaturer Adolph Heinrich Moöͤller hierselbst, in Betracht der von ihm vorgelegten Proben seiner Arbeiten, zu ihrem aka⸗ demischen Kuͤnstler ernannt und das Patent fuͤr denselben unter heutigem Datum ausfertigen lassen.

Berlin, den 22. Mai 1841.

Direktorium und Senat der Koͤnigl. Akademie der Kuͤnste. (gez.) Tieck, Vice⸗Direktor.

Bei d m 25sten uno 26sten d. M. fortgesetzten Ziehung der 5ten Klasse 83ster Koͤnigl. Klassen⸗Lotterie fiel der erste Haupt⸗Gewinn von 200,000 Rthlr. auf Nr. 111,641 nach Dan⸗ zig bei Rotzoll; 4 Gewinne zu 5000 Rthlr. fielen auf Nr. 22,660. 73,605. 96,917 und 106,733 in Berlin bei Seeger, nach Halle bei Lehmann, nach Liegnitz bei Leitgebel und nach Magdeburg bei Brauns; 8 Gewinne zu 2000 Rthlr. auf Nr. 1347. 22,142. 25,610. 31,736. 49, 122. 66,110. 69,995 und 107,398 in Berlin bei Aron, bei Matzdorff und Zmal bei Seeger, nach Breslau bei Holschau und bei Schreiber und nach Bromberg bei Schmuel; 46 Gewinne zu 1000 Rthlr. auf Nr. 2242. 2875. 3820. 10,824. 10,902. 11,828. 12,277. 12,990. 13,350. 16,832. 18,914. 20,313. 23,723. 28,817. 37,117. 38,256. 45,378. 47,979. 48,158. 54,484. 55,086. 55,632. 55,832. 64,286. 65,293. 65,568. 66,326. 67,954. 68,459. 69,386. 73,264. 80,009. 81,243. 81,590. 82,596. 84,895. 88,613. 94,389. 94,895. 100,171. 106,370. 106,730. 107,682. 108,491. 109,060 und 111,776 in Berlin bei Aron, bei Bor⸗ chardt, bei Burg, bei J. L. Meyer, bei Mestag, bei Rosendorn und ömal bei Seeger, nach Barmen bei Holzschuher, Bonn bei

1931. 2736. 4458. 5506. 7273. 7881. 12,778. 17,927. 18,417. 20,092. 21,555. 21,672. 23,371. 24,358. 25,530. 26,903. 27,550. 27,996. 28,595. 29,206. 29,460. 30,849. 32,396. 34,796. 35,691. 37,085. 39,926. 40,921. 40,949. 43,782. 44,174. 46,284. 46,953. 48,332. 48,706. 48,942. 51,879. 53,270. 53,698. 55,617. 57,139. 57,161. 57,409. 57,728. 58,620. 59,227. 61,950. 62,034. 63,519. 64,928. 65,009. 65,390. 68,225. 68,558. 68,668. 72,928. 74,073. 75,880. 76,542. 77,085. 77,384. 78,944. 79,792. 80,246. 80,585. 81,724. 82,173. 83,175. 84,479. 84,801. 85,047. 86,266. 89,000. 89,118. 92,082. 92,668. 93,111. 94,359. 97,213. 97,813. 98,742. 98,840. 99,609. 100,822. 101,225. 102,347. 108,236 8 109,475. 109,787. 109,836 und 111,655.

Die Ziehung wird fortgesetzt.

Berlin, den 27. Mai 1841. Koͤnigl. Preußische General⸗Lotterie⸗Direction.

Rhein⸗Provinz.

Duͤsseldorf, 23. Mai. Die erste oͤffentliche gemein⸗ same Handlung des hier versammelten sechsten Rheinischen Pro⸗ vinzial⸗Landtags war in herkoͤmmlicher Weise der heiligen Grund⸗ lage gewidmet, auf welcher allein jede Staats⸗Institution segens⸗ reich gedeihen kann. Die Fuͤrsten und Abgeordneten versammel⸗ ten sich heute fruͤh, je nach ihrer Konfession, in der St. Lamber⸗ tus⸗ und der großen evangelischen Kirche, und vernahmen hier die heiligen Wahrheiten des Glaubens und der Liebe, zur Fuͤr⸗ bitte fuͤr alle wichtigen Unternehmungen.

Nach dem Gottesdienst begaben sich die Herren Mitglieder des Landtags in das Staͤndehaus; der Koͤnigliche Kommissarius, Herr Ober⸗Praͤsident v. Bodelschwingh Excell., empfing sie mit einer gehaltvollen Rede, welcher der Landtags⸗Marschall, Se. Durchlaucht der Fuͤrst Solms⸗Hohen⸗Solms⸗Lich, entsprechend ent⸗ gegnete. Hierauf erklaͤrte der Koͤnigliche Kommissarius den 6ten Rheinischen Landtag fuͤr eroͤffnet.

Von dem Herrn Ober⸗Praͤsidenten zu einem solennen Mit⸗ tagsmahle eingeladen, versammelten sich die Herren Mitglieder des Landtages um 2 Uhr im Breidenbacher Hofe. Der erste Toast, Sr. Majestaͤt dem Koͤnige geltend, wurde von dem Herrn Landtags⸗Kommissarius ausgebracht, und mit dem herzlichsten, gewiß diesmal besonders tief empfundenen Jubel aufgenommen; nicht minder der, Ihrer Majfestaͤt der Koͤnigin geweihte, durch den Herrn Landtags⸗Marschall.

Man trennte sich in dem allgemeinen Gefuͤhle der freudigen Begeisterung fuͤr Koͤnig, Vaterland und die Institution, die jetzt wieder lebendig zu wirken beginnt, voll Dank gegen den hochher⸗ zigen Geber. 8

Zeitungs⸗Nachrichten. RNu sl an d.

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Pairs⸗Kammer. Sitzung vom 22. Mai. Die Kam⸗ mer nahm heute nach einer sehr leidenschaftlichen Debatte zwischen mehreren Mitgliedern (auf die wir bei Eingang der Zeitungen zuruͤckkommen werden) die außerordentlichen Kredite von 1840 mit 82 gegen 43 Stimmen an. Uebermorgen wird der Pro⸗ zeß des Darmes vor dem Pairshofe eroͤffnet werden, 65 Zeugen sind vorgeladen worden, und die Verhandlungen werden vier bis fuͤnf Tage dauern.

Deputirten⸗Kammer. Sitzung vom 21. Mai. An der Tages⸗Ordnung war heute die Eroͤrterung des Gesetz⸗Entwur⸗ fes uͤber den Handels⸗Traktat zwischen Frankreich und der Nie⸗ derlaͤndischen Regierung.

Herr Wüstemberg, der zuerst gegen den Traktat das Wort nahm, äußerte sich im Wesentlichen folgendernnaßen: Man wird nicht erman⸗ geln, mir und einigen meiner Freunde einen Vorwurf zu machen, dem ich zuvorkommen muß. Man wird uns sagen, daß wir in Widerspruch mit uns selbst geriethen, indem wir den Traktat angriffen. Man wird uns einwenden, daß, die wir die Ausdehnung unserer Beziehung mit

angebracht werden muß, so stellt der Eigenthümer solgende Berechnung an: Wenn ich meine Ladung nach einem der Französischen Häfen bringe, so muß ich dafelbst den höchsten Zoll, naͤmlich den Zoll für fremde Schiffe bezahlen. Wenn ich sie dagegen nach Holland bringe, so wird sie auf dem Rhein oder auf der Mosel eingeführt, und be⸗ zahlt nur den Zoll für Französische Schiffe. Es ist dies augenschein⸗ lich eine Prämie zu Gunsten der Holländischen Häfen Wenn wir nun Holland dieses große Zugeständniß machen, was werden wir den ande⸗ ren Mächten antworien, die das Verlangen stellen, eben so vortheil⸗ baft behandelt zu werden? Verweigern wir es, so machen wir uns Feinde. Bewilligen wir es, was soll dann aus unserem Seebandel werden? Einige andere Einwendungen des Redners bezegen sich hauptsächlich auf den hohen Zoll, den Holland fortwährend auf die Fran⸗ zösischen Weine lege. (Vergl. die gestrigen Betrachtungen des „Cour⸗ rier français“.) Herr Cunin⸗Gridaine vertheidigte in einem sehr ausführlichen Vortrag den Traktat. Er ging einzeln die Zugeständnisse durch, die Holland dem Französischen Handel gemacht habe, und suchte darzuthun, daß der Französischen Industrie ein bedeutender und wichtiger Abzugs⸗ weg in die Holländischen Kolonieen gesichert worden seyv. Auch be⸗ merkte er, daß die Regierung gegen die von Holland seit Abschluß des Traktats vorgenommene Erhöhung einiger Zölle sogleich protestirt habe, und daß sie Grund habe, zu hoffen, die Niederländische Regierung werde sich beeilen, jene Anordnungen wieder rückgängig zu machen. Herr Thiers: Die Haupteinwendungen gegen den Gesetz⸗Entwurf sind von dem Handels⸗Minister widerlegt worden; da aber der Traktat unter meiner Verwaltung abgeschlossen wurde, so halte ich es für nöthig, in einige Details desselben einzugehen. Es ist nicht richtig, wenn man sagt, daß der Traktat unter dem Einflusse außexordentlicher Umstände abgeschlossen worden sey. Die Unterhandlungen über denselben dauerten 4 Monat und ich erkläre, daß ich ihn, abgesehen von allen politischtn Umständen unterzeichnet habe und noch unterzeichnen würde. Aller⸗ dings ist nicht Alles, was in dem Traktate steht, zum Vortheile Frank⸗ reichs. Es wäre abgeschmackt, in einem Handels⸗Traftate zu verlangen, daß die eine Partei Alles, und die andere nichts erhielte; die Zugeständ⸗ nisse müssen immer gegenseitig seyn. Die Gegner des Handels⸗Traktates haben behauptet, daß Frankreich in demselben den Holländischen Interessen aufgeopfert worden wäre. Ich bin überzeugt, daß man in Rotter⸗ dam und im Haag ganz das Gegentheil denkt, und ich würde mich nicht wundern, wenn wir von der Rednerbühne der General⸗Staaten herab sagen hörten, daß Holland Alles nachgegeben, und nichts erlangt habe. Nachstehend erlaube ich mir einige Bemerkungen über die Han⸗ dels⸗Beziehungen zwischen Frankreich und Holland vor dem Traktate. In Folge der Prohibitiv⸗Gesetze, welche von der Restauration her da⸗ tiren, war jede Verbindung zwischen dem Innern Frankreichs und Deutschland und Holland mittelst des Rheins und der Mosel untersagt. Die hohen Zölle, denen die Französische Flagge unterlag, legten der überseeischen Verbindung ebenfalls die größten Schwierigkeiten in den Weg. Von den Holländischen Kolonieen waren unsere Prodnkte durch E“ ausgeschlossen. Unsere Handels⸗Verbindungen mit olland befanden sich also in dem kläglichsten Zustande; wir befinden uns gegenwärtig in einer besseren Lage, und wir haben durch Zoll⸗ herabsetzungen Alles erlangt, was wir hoffen konnten. Ich bin, wie man weiß, ein Anhänger des beschützenden Svstems und ich rechne es mir *9 Ehre an, mich stets einer Tendenz widersetzt zu haben, die für un⸗ ere Haupt⸗Industrieen verderblich geworden seyn würde. Aber in un⸗ serem beschützenden System waren Dinge, die mir unerträglich schienen, namentlich das seltsame System, welches den Rhein der Französischen Schifffahrt verschloß. Ich begreife sehr wohl, daß man die Französt⸗ schen Seiden⸗ und Wollenwaaren und die Französischen Weine gegen die ähnlichen Produkte anderer Länder beschützt; aber ich begreife nicht, daß man zu den Franzosen, die die Ufer des Rheins bewohnen, sagen kann, die Natur hat euch mit einem der prachtvollsten Flüsse ausge⸗ stattet; derselbe würde ein wichtiger Verbindungsweg mit Hol⸗ land und Deutschlaud seyn. Aber nein; ihr dürft euch die⸗ ses Flusses nicht bedienen; der Rhein muß für euch unfrucht⸗ bar bleihen! Das, ich gestehe es, habe ich niemals begreifen können. Vor der Restauration hatte der Fabrikgeist alle anderen Spe⸗ culationen in den Hintergrund gestellt, die Teiden⸗ und Wollen⸗ Indu⸗ strie hatte einen schnellen Aufschwung genommen. Unter der Restau⸗ ration dagegen wurde Alles ohne Maaß und ohne Gränze unseren See⸗Interessen geopfert, und die Häfen wurden auf Kosten des Innern ungefechterweise bevorzugt. Die Schifffahrt auf dem Rheine wurde

annullirt und diese ungerechte Maßregel würde ich gerne aufgehoben haben, wenn ich auch keine Entschädigung dafür erhalten hätte. Und dennoch, m. H., haben wir die Woll⸗Industrie im Elsaß nicht ganz von Havre unabhängig gemacht. Wir sind nicht soweit gegangen. Wir haben selbst auf eine bestehende ungerechte Einrichtung noch Rücksicht genommen. Die Wolle bezahlt 20 Fr. in Havre, sie wird 30 Fr. in Straßburg bezahlen. Sie sehen daraus, daß die Höfen noch hinläng⸗ lich geschützt sind. Havre wird dem Elsaß noch viele Welle liefern,

aber es wird den Kapitalisten in Havre nicht mehr möglich sevn, die

Preise willkürlich zu steigern; Sie sehen, es ist noch immer eine unge⸗ rechte Gerechtigkeit, die wir dem Elsaß widerfabren lassen. Nachdem Herr Thiers noch einige andere vortheilhafte Punkte des Traktats her⸗

Zugleich wird das Publikum in Kenntnifs gesetzt, dafs der Preis der später erscheinenden zweiten Ele-

aus A Blättern bestehend, für die vollstän- und deren einzelne Blät-

37 Thlr. à sgr. 11 pf. eingezahlt, 1 ö“ G 1 er Rufenthalt unheiannd, vheraibas G. da ihr jetzt⸗ *) Dieser Passus war in dem ersten Abdrucke dieser (Stechbahn 3), Besser, Bethge, Dümmler, ibrer Gerechtsame bekannt gemacht wird ahrnehmung Bekanntmachung irrthümlich ausgeblieben. A. Duncker, Enslinsche Buchhandl., Eyssenhardt, Inowraclaw, den 4 Ma 8 wird. Gropius, Jonas, Oehmigke's Buchhdlg., Schle⸗ferung, 8 8 8 e singer, Trautwein: dige Lieferung auf 5 Thlr. Königl. Land⸗ und Stadtgericht. NIIIEEEII66“ ter, nämlich: Starenb Sch w ch e C rbbii Von

H. J. Paixhans,

ausgehoben und erklärt hatte, daß es unmöglich gewesen, mehr zu erlan⸗ gen, als man erlangt habe, sagte er zuletzt: „Ich schließe mit einer po⸗ litischen Berrachtung, die der Minister der answärtigen Angelegenhei⸗ ten mit dem Ansehen entwickeln wird, welches den Mann, der an der Spitze der Geschäfte steht, unterstlitzt; er wird Ihnen sagen, ob Frank⸗ reich, wenn es Allianzen sucht, nicht ein großes Interesse dabet hat, sich die Allianzen der Mächte zweiten Ranges zu sichern; dort müssen wir unsere Verbindungen suchen, dort werden wir sie finden.“ (Leb⸗ hafter Beifall.)

Haast, Breslau bei Cohn, bei Holschau, 2mal bei Leubuscher und 2mal bei Schreiber, Bromberg bei George und bei Schmuel, Coͤln bei Reimbold, Danzig bei Reinhardt und 2mal bei Rotzoll, Glatz bei Braun, Glogau bei Bamberger, Halberstadt bei Pie⸗ per, Iserlohn bei Hellmann, Landsberg a. d. W. bei Borchardt, Liegnitz bei Leitgebel, Magdeburg 2mal bei Brauns, bei Buͤchting, bei Eibthal und bei Roch, Neisse bei Jaͤkel, Nordhausen bei Schlichteweg, Oppeln bei Bender, Ratibor bei Samojé, Sagan

anderen Ländern verlangt hätten, uns jetzt derselben widersetzten. Ich hoffe indeß, m. H., mich nicht im Widerspruch mit mir selbst zu befin⸗ den; ich hoffe, den Grundsätzen einer weisen Handels⸗-Freiheit, die ich stets vertheidigt habe, treu geblieben zu seyn. Ich lin eben so sehr als früher ein Anhänger der Ausdebnung unserer Beziehungen zu an⸗ deren Ländern; ich tadle daher die Regierung auch nicht, daß sie die Idee gehabt hat, den vorigen Traktat abzuschließen, sondern ich beklage mich nur darüber, daß sie auf schlechten Grundlagen unterhandelte. Wenn wir der Einleitung zu dem Gesetz⸗Entwurfe blindlings glaubten,

2 Thlr. 20 sgr.

Freiberg Schwarzenberg DoI 709 8 vLitteee 15 Surplus Weissenberg mit

Ober⸗Schlesische Eiseubahn. Die Herren Actionaire der Ober⸗Schlesischen Eisen bahn werden mit Bezugnahme auf den §. 13 der Sta⸗ tuten hiermit aufgefordert, die zweite Einzahlung

König Land⸗ und Stadtgericht 1 1) Der in Koszlinka gebürtige Jakob⸗ Tuchel.

Meykowski, sauf ihre gezeichneten Actien⸗Beträge, welche von unter

welcher angeblich im Jahre 1810 sich von Kosz zeichnetem Verwaltungsrathe auf

linka nach Pillau zum Festungsbau begeben und 2 seit dieser Zeit von seinem Leben und Aufenthalt festgestellt werd

keine Nachricht gegeben hat;

2) die Joseph und Marianna, geborne Patzke, Gens⸗ Nr. An par

keschen Eheleute, welche sich angeblich aus ihr

ETEEEEII

em (Statuten angegebenen Nachtheile,

früheren Wohnort Frankenhagen r Belagerungs⸗seres Haupt⸗Rendanten Herrn Simon, zu leisten

Corps nach Danzig begeben ha

en und seit dem

nh en ist, vom 28. Juni bis incl. den 8 14. Juli d. J. in unserem Büreau, Ohlauer Straße terre, bei Vermeidung der im §. 15 der egen Auittung un⸗

Französischem General. Frel ins Deutsche übertragen von F. v. Kausler, Oberst im K. Württemb. Generalstabe. Preis 1 Thlr.

der Kriegskundige, sondern Je Nicht bloß der Krieg -

Jahre 1810 von ihrem Leben und Aufenthalt keine Cuittungsbogen bei dieser zweiten Einzahlung den wird in diesem

Nachricht gegeben haben; 3) der Car

Herren Actionairen

chel geboren, ungefähr im Jahre 1808 zum Preu⸗ zahlten 5 oder 5 ½ Procent ertheilten Quittungen

ischen Militair ausgehoben, hat seit dem Jahre gedachter Einzahlun 1 iff se S wo er aus Paris geschrieben, keine Nach⸗ Berichtigun zahlung zur Cassation einzureichen. Die meinen Angriffs

richt von sich gegeben;

deren etwa von ihnen zurückgelassene unbekannte Erben Statuten, durch Abrechnung auf di und Erbnehmer werden hierdurch vorgeladen, sich 8 1 einzuzahlenden

der Zinsen der bereits früher

rocent wird, in Gemäßheit des gelagge

5 oder 5 ½

in⸗ 10 Procent erfolgen.

et in einem gedrängten und doch voll

ändi F iet 1 ichmann, am 20. März 1788 in Tu⸗werden dieselben ersucht, dehündigt soglen 6 18 1. en Bildeinteressante Aufschlüsse übe e

„ständi 2 i Frantteichs Kriegsmittelgegen einen allge

nidie um so merkw

decken und die Vortheile andeuten, die ei

andringender Feind bei ihrem Fortbestan

1

iner Gränzen; Aufschlüsse, ürdiger sind, als sie unver⸗

§. 19 der holen die Schwächen der Vertheidigung auf⸗ Berlin vo

geographischem Repertorium v’ 18- bestimmt werden wird.

Feste Bestellungen können durch alle Buch- und Kunsthandlungen gemacht, zur Ansicht aber davon nichts versandt werden, da die Gröfse des Formats Hdies ohne Gefahr der Beschädigung weder thunlich

Da die, 1 . 8 ie Bewegun Zeit achtet, mac y b nach §. 12 der Statnten, auszustellendender, der auf 8stsseelehlgung finden. macht, noch es überhaupt wohl bei eiuem unter sol-

cher Garantie erscheinenden Kartenwerke erforder- lich seyn dürfte.

r Leipzig, im April 1841.

Friedrich Fleisch hig bei Simon Schropp & Comp

n d

bei Wiesenthal, Schweidnitz bei Scholz, Stettin bei Rolin, Stral⸗ sund bei Claussen und nach Thorn bei Krupinski; 50 Gewinne zu 500 Rthlr. auf Nr. 8232. 14,746. 28,289. 29,607. 31,382. 54,838. 38,081. 39,068. 39,592. 41,924. 42,954. 44,408. 45,529. 48,020. 51,301. 53,706. 56,355. 57,023. 57,082. 57,491. 59,370. 69,393. 61,371. 62,616. 63,761. 64,628. 64,730. 66,697. 67,412. 67,491. 70,828. 72,306. 72,724. 73,589. 74,853. 79,482. 80,994. 86,044. 87,071. 95,531. 95,903. 96,441. 98,016. 98,023. 98,440. 101,753. 106,456. 107,607. 108,750 und 109,364 in Berlin bei Baller, bei Borchardt, bei Burg, bei Mestag, bei Moser und émal bei Seeger, nach Aachen bei Levy, nach Barmen bei Holz⸗ schuher, Breslau 2mal bei Holschau, Amal bei Leubuscher, bei Loͤwenstein und émal bei Schreiber, Bunzlau bei Appun, Coͤln 3mal bei Reimbold, Crefeld bei Meyer, Ehrenbreitstein bei Gold⸗ schmidt, Frankfurt 2mal bei Salzmann, Halle 2mal bei Lehmann, Koͤnigsberg in Pr. 2mal bei Borchardt und 2mal bei Heyaster, Landsberg a W. bei Borchardt, Magdeburg 2mal bei Elb⸗

so müssen wir annehmen, daß der Traktat eine einfache, gewöhnliche Sache sey, die ihrem Wesen nach keine große Bedeutung habe. Was mich betrifft, m. H., so halte ich den Traktat für schlecht; schlecht in den Grundsätzen, die er aufstellt, und in seinen Folgen. Der Traktat ändert alle die Grundsätze, die früheren Traktaten ähnlicher Art zu Grunde läagen, indem er die Haupt⸗Bedingung jenes Abkommens der Art, näm⸗ lich eine wirkliche und vollständige Gleichheit nicht enthält. Die Hol⸗ ländischen Häfen und die Holländische Flagge sind in demselben besser bedacht worden, als die Französischen Häfen und die Franzöe sische Flagge. Nachstehendes ist ein Beispiel für die Behauptung. Der im Jahre 1826 mit England abgeschlossene Traktat erlaubt den Fran⸗ zösischen Schiffen nicht, die Produkte Asiens, Afrika's und Amerika's aus den Englischen Entrepots zur Consumtion in Frankreich einzufüh⸗ ren; aber ein Holländisches Schiff kann, wenn der Traktat angenom⸗ men wird, alle jene Produkte aus den Englischen Entrepots holen und sie direkt auf dem Rhein oder auf der Mosel zur Französischen Con⸗ sumtion einführen. Außerdem bewilligt der Traktat nicht allein den Holländischen Schiffen, sondern auch noch den Schiffen vieler anderen Nationen eine förmliche Prämie, damit sie vorzugsweise die Holländi⸗

Paris, 22. Mai. Der Herzog von Orleans hat heute die

Sommer⸗Residenz in Neuilly bezogen, woraus man schließt, daß der Gesundheitszustand des Herzogs von Chartres keine ernstliche Besorgnisse mehr errege.

Nan schreibt aus Algier, vom 14. Mai: „Die Gefechte,

welche der Verproviantirung von Miliana gefolgt sind, scheinen einen großen Eindruck auf die Araber gemacht zu haben. Verluste sind in den Bulletins des Generals Bugeaud uͤbertrieben worden, und die Schnelligkeit, mit der unsere Angriffe ausgefuͤhrt wurden, haben nicht wenig dazu beigetragen, den Verlust von unserer Seite zu mindern. 1 r Armee herrscht nur eine Stimme gegen den uͤblen Willen der Kolonisten, die fuͤr den Dienst der Transporte requirirt worden waren. die Ordnung unter ihnen aufrecht zu erhalten, und um das Convoy vor den Folgen ihrer uͤbelwollenden Sorglosigkeit zu be⸗

Ihre nicht

Aber in der ganzen

Es bedurfte der ganzen Festigkeit des Militairchefs, um