vom 22. Mai. Nach⸗ Deputirten⸗Kammer. 846 ½2† den Handeis⸗Ver⸗
Ir Gui in der heutigen . dem Herr * 0 4 s dem Gesichtspunkt der hoͤhern Politik ver⸗ troß meis Henarzuthum gesucht hatte, wie wichtig eine enge Ver⸗ theidigt u : Holland, sowohl in Friedens⸗ als in Kriegszeiten bindung mo. Kammer zur Abstimmung und nahm den betref⸗
„ at die 8 ½ 1 seha sc Gcges⸗ Entwurf unveraͤndert mit 199 gegen 63 Stim⸗
een⸗ 23. Mai. An die Deputirten⸗Kammer ist eine
zwon gerichtet worden, welche auf eine Untersuchung uͤber die Pechenticat von der „Contemporaine“ edirten, dem Koͤnige untergeschobenen Briefe dringt. Der „National“ berich⸗ tet, daß die Petition gestern von mehreren Buͤrgern in den Pa⸗ last Bourbon gebracht worden, und daß sie mit mehr als 5000 Unterschriften bedeckt sey. — Das Journal des Döbats be⸗ merkt hierzu: „Wir hatten den Schritt, den der „National heute triumphirend verkuͤndet, vorausgesehen, und wundern uns deshalb nicht daruͤber. Obgleich wir denselben entschieden tadeln, obgleich er uns durch einen Geist der Anschwaͤrzung und der Feindseligkeit eingegeben zu seyn scheint, obgleich wir ihn seinem Wesen nach fuͤr schlecht und der Form nach fuͤr unregelmaͤßig halten, so giebt es doch etwas, was uns noch weit unregelmaͤßi⸗ ger und weit gefaͤhrlicher erscheint, als dies Alles, nämlich die Lage, in welche die Freisprechung der „France“ das Koͤnig⸗ thum versetzt hat, — eine Lage, welche sich taͤglich verschlimmert, und welche durch das Stillschweigen des Ministeriums verlaͤngert wird. Was soll man thun, um aus dieser Lage herauszukommen? Es giebt Journale, welche im Ernste verlangen, daß die Franzoͤ⸗ sische Regierung in London einen Prozeß gegen die „Contempo⸗ raine“ anhaͤngig mache. Ein solcher Vorschlag braucht indessen nicht ernstlich bestrititen zu werden. Es waͤre dies ein in der Weltgeschichte neues Schauspiel. Eine maͤchtige Regierung, der Koͤnig eines großen Volkes sollte einwilligen, seine Achtung, seine Unverletzlichkeit, seine Ehre von dem Ausspruche einiger fremden Richter abhaͤngig zu machen! Aber sieht man denn nicht, oder will man nicht sehen, daß die Verfälschungs⸗Fabrik in London nur deshalb so kuͤhn ist, weil sie auf Ungestraft⸗ heit zaͤhlen kann? Man schlägt ferner eine Untersuchung vor. Wie! Eine Untersuchung, um zu wissen, ob der Koͤnig Ludwig Philipp Briefe geschrieben hat, deren empoͤrender Inhalt allein ihre Unechtheit darlegt? Eine Untersuchung, um zu wissen, ob der Koͤnig, der seit 10 Jahren nicht aufgehoͤrt hat, die Vermehrung der Streitkraͤfte in Afrika zu verlangen, und der seine Soͤhne an dem Kriege daselbst theilnehmen laͤßt, ob die⸗ ser Koͤnig nicht heimlich England versprochen habe, unsere Afri⸗ kanische Eroberung aufzugeben? Eine Untersuchung, um zu wis⸗ sen, ob der Koͤnig, der seinen Moͤrdern vergeben hat, die Pari⸗ ser nicht bombardiren lassen will. Eine Untersuchung, um zu wissen, ob der Koͤnig, der im Jahre 1830 sich so offen und so muthig an die Spitze der Revolution gestellt hat, nicht im Ein⸗
Jetzt konnte ich ungehindert die Stadt erreichen, kehrte aber also⸗ bald mit dem Bataillon und einen Theil der alten Garnison zurück, und sicherte auf diese Weise dem Convoi einen freien Einzug. Ich benutzte die letzten Stunden des Tages, um den Feind zu beebachten, der die Berge zur Linken inne hatte, und fand bald, daß er sehr stark war. Der Plan des Emir war ohne Zweifel, mich auf dem Rückmar⸗ sche von hinten und von der Seite mit seiner Infanterie anzugreifen, und mich in die Ebene zu drängen, wo ich seiner zablreichen Reiterei in die Hände fallen mußte. Ich beschloß, am nächsten Morgen auf dem Punkt, wo ich mich befände, eine Schlacht zu liefern, indem ich vor⸗ aussetzte, daß man mich angreifen würde sobald ich meinen Rückzug 6 beginnen schien. Während der Nacht schickte ich den Obersten
edeau mit seinen beiden Bataillonen vom 17ten leichten Regiment nach Miliana, um, sobald er mich handgemein sähe, den Feind im Rücken anzugreisen. Alle andern Vorbereitungen wurden in diesem Sinne getroffen. Beim Anbruch des Tages sah man zwei Kolonnen Kabplen, ungefähr 6000 Mann stark, gegen den rechten Flügel vorrücken. Eine derselben ward von 3 Bataillonen regulairer Infanterie, deren jedes man auf 800 Mann schätzte, unterstützt. Die Truppen stellten sich so auf, daß alle meine Wünsche sich erfüllten; sie drängten sich zu meiner Rechten hinter den Erdhügeln, an deren Fuß ich meine Stel⸗ lung eingenommen hatte, und zeigten den beiden in Milliana verbor⸗ genen Bataillonen den Rücken. Bald durchschritten die Araber die Schlucht und begannen mich zu drängen. Um sie desto leichter an einen Rückzug glauben zu lassen, zog ich meine Fahne und meinen Generalstab zurück; zu gleicher Zeit ließ ich die Tirailleurs zum Rück⸗ zug blasen. Aber, die Kabylen, mit den Signalen nicht bekannt, hiel⸗ ten dies für den Befehl zum Angriff und zogen sich zurück. Ich ver⸗ bot daher den Gebrauch des Signalhorns und der Trommel, alle Kom⸗ mando's sollten gesprochen werden.
Nach einiger Zeit begann der Angriff aufs neue; ich rief die Ti⸗ railleure abermals ab und zog die Bataillone ungefähr 200 Schritte zurück, indem ich die Anhöhen völlig verließ. Aber der Feind zögerte noch immer und drang nur wenig vor. Soviel ich schließen üeer schien er darauf zu warten, meinen linken Flügel bloßgestellt zu sehen. In der That stieß eine starke Kolonne an mein Centrum und an den ainken Flügel, den der Herzog von Nemounrs befehligte; sie hatte sich durch einen Hohlweg dorthin gedrängt. Diese Bewegung des Feindes kennte nicht vorausgeseyen werden, und da der linke Flügel nicht den Befehl erhalten hatte, zu weichen, so erwiederte er den Angriff durch einen Gegenangriff. Unsere Truppen warsen sich dem Feinde muthvoll
verstͤndniß mit dem Auslande nach dem Despotismus strebe!
entgegen; 3 Bataillone, die den rechten Augenblick gekommen glaubten, stürzten sich zu gleicher Zeit auf die Feinde; ich befand mich in einiger Entfernung eines Bataillons vom 26sten Regiment und vermochte es nicht zurückzuhalten. Schnell sammelte ich die Maurische Gendarmerie und 2 Eskadron Chasseure, die ich in den Rücken des Feindes führte. Meine Combinationen waren fast vereitelt, und ich wollte nun wenig⸗ stens den möglichst größten Vortheil daraus ziehen. Unterdessen mar⸗ schirte das 17te leichte Regiment aus Milianag; 10 Minuten später hätte es das Ziel seines Marsches erreicht, aber der Feind floh zu schnell. Die Kavallerie ward durch die Gräben verhindert, die Bewegungen des 17ten Regiments zu unterstützen, sie schnitt bloß einigen hundert Kabyvlen den Rückzug ab, die auf der Stelle getödtet wurden.
Ich boffte noch immer die irregulatren Bataillone, die hinter einer Anhche verborgen lagen, zum Kampf zu bringen, aber sie kamen nicht hervor, und erreichten, als sie Niederlage der Kabplen sahen, schnell die große Bergkette; nur Einige von ihnen wurden durch Flintenschüsse getödtet, und in einer Viertelstunde waren sie alle verschwunden. Die
Aber eine solche Untersuchung, wir erklaͤren es hier, ohne auch Verfolaung, welche noch über eine Stunde währte, lieserte nur wenige
nur ihre constitutionelle Moͤglichkeit zu eroͤrtern, wuͤrde nicht al⸗ lein schmachvoll fuͤr einen Koͤnig, sie wuͤrde auch schmachvoll fuͤr eine Versammlung, schmachvoll fuͤr ein Land seyn! Was bleibt daher der Regierung zu thun uͤbrig? Ganz einfach das, was ihre Freunde und ihre Feinde von ihnen verlangen, naͤmlich zu erkloͤren, nicht in einem Journal, sondern von der Rednerbuͤhne herab zu erklaͤren, daß jene Briefe falsch sind. Dadurch allein kann dem boͤsen Willen und der Bosheit der Parteien, die uͤber jenes seltsame Stillschweigen triumphiren, jeder Vorwand geraubt werden!“
In Bezug auf den Wortwechsel zwischen den Herren Me⸗ rilhou und Cousin aͤußert sich heute das Journal des De⸗ bats in folgender Weise, die an die Rede des Shakspear⸗ schen Antonius erinnert: „Nein, Herr Cousin, Sie sind es nicht, den das Land anklagt, und doch hat es das Recht, Jemanden anzuklagen! Nein Sie sind es nicht, der die Ruhe Frankreichs gestoͤrt, den Frieden Europa's gefaͤhrdet hat; und doch giebt es Jemanden, der sich jenes verderblichen Schwindelgeistes strafbar gemacht! Nein, Sie sind es nicht, der in sechs Monaten den Schatz erschoͤpft, den Ueberschuß in der Einnahme in ein Defizit verwandelt hat; und doch giebt es Jemaͤnden, der diesen Ab⸗ grund gegraben hat! Sie sind es nicht, der jene fuͤr den Staat so laͤstige Kontrakte, mit Uebergehung aller gesetzlichen Formen abschloß; und doch giebt es Jemanden, der fuͤr jene verfassungs⸗ widrige Maßregel verantwortlich seyn muß!“
Wie man vernimmt, haͤtte das Haus Laffitte und Comp., welches den Auftrag uͤbernommen, das neue Anlehen der Texia⸗ nischen Republik zu negoziren, auf dieses Geschaͤft wieder ver⸗ zichtet, und zwar in Folge des geringen Vertrauens der Speku⸗ lanten auf die Zahlungsfaͤhigkeit der betreffenden Regierung.
Der beruͤhmte Marinemaler, Herr Gudin, hat sich in Ha⸗ vre nach St. Petersburg eingeschifft, wohin er sich auf besondere Einladung des Kaisers begiebt. Erst nach seiner Ruͤckkehr wird er das große Gemaͤlde beginnen, welches die Abfahrt der „belle Poule“ von St. Helena darstellen soll.
Das Wasser des Artesischen Brunnens im Schlachthause
rückwich, erschien mir nicht so furchtbar.
von Grenelle hat noch immer denseiben Waͤrmegrad; aber auch die Farbe bleibt leider unveraͤndert. Es ist schmutzig und unklar, und man verliert immer mehr und mehr die Hoffnung, daß es sich klaäͤren und reinigen werde.
Der General Bugeaud hat seinen ersten Bericht aus Algier uͤber die nach Medeah und Miliana unternommene Expedition an den Kriegs⸗Minister eingesandt. Nachstehendes ist der wesent⸗ liche Inhalt desselben:
„Am zosten v. M. erreichte das Convoi von Miliana das Oliven⸗ Gechölz. Ich wählte einen noch unbekannten Weg, der den Marsch un eine Tagereise abkürzte. Am folgenden Tage erreichten wir bei guter
Zeit den Engpaß, welcher nach Miliana führt. Ich sah in der Ebene üngefähr in der Entfernung von 2000 Metres, 160 bis 12,000 Arabische Reiter, und traf alle Vorsichtsmaßregeln, um sie von mir abzuhalten Ich ließ die Infanterie auf beiden Fügeln sich über die Hügel zur Rechten und Linken des Engpasses ausbreiten, um auf diese Weise den
Eingang des Convois in Miliang zu beschützen, das in einer Entfer⸗ nung von 7000 Metres am Fuße des Zaccar vor uns lag. Einige hundert Kabylen hatten diesen Punkt inne, vertheidigten ihn aber nur schwach. Aber die linke Kolonne, statt sich bis nach Miliana auszu⸗ dehnen, breitete sich über entfernter liegende Anhohen aus, von wo aus sie den Transport nicht beschützten konnte, und dort entspann sich ein (Hefecht, dessen Lebhaftigkeit mir die Ueberzeugung gab, daß wir es mit einem starken Feind zu thun hätten. Eine Compagnie Zuaren, die on dem Feinde umrinat war, befreite sich unter Leitung ihres wackeren Führers St. Arnaud durch einen Bajonnet⸗Angriff. Wir v rloren dabei 4à Todte und 8 Verwundete. Als ich zu der⸗ selben Zeit an der Spitze des Convoi’'s die Stadt beinahe er⸗ reicht hatte, ward ich auf dem linken Flügel von ungefähr 2000 Kabplen lebhaft angegriffen. Das Bataillon vom assten Regiment, welches be⸗ simmt ist, die Garnison abzulösen, war bereits in die Stadt marschirt; ich hatte also, um den Angriff der Kabplen zurückzuschlagen nur Rei⸗ ter, die zu Fuß gingen und ihre mit Mehlsäcken bepackten Pferde am Zügel führten. Die Hälfte von ihnen warf sich mit großer Entschsos⸗ senheit auf den Feind und dräugte ihn in seine Schlupfwinkel zurück.
Resultate. So wurde eine Armee aufgelöst, deren Vereinigung so lange und so sorgsam vorbereitet war; sie ließ ungefähr 400 Todte auf dem Kampfplatz zurück. Am anderen Morgen zog ich beim Anbruch des Tages in die Ebene hinab, in der Absicht, die zahlreiche feindliche Rei⸗ terei zu verfolgen. Wir wurden ihrer bald ansichtig; sie war in vier
Haufen geiheilt, und jeder derselben war zahlreicher als unsere beiden
Chasseur⸗Regimenter. Wir rückten vor; aber sie zogen sich immer weiter zurück, ohne das Gefecht anzunehmen; bald vereinigten sie sich zu unserer Rechten am Fuße der Berge, bald zu unserer Linken, bei der Brücke von Chelif; wir machten vergebens einige falsche Bewe⸗ gungen, um den Feind zu täuschen, sein Rückzug dauerte fort. So erreichten wir das Ufer des Chelif, wir überschritten denselben und das
Schhlachtfeld ward nun auf das linke Ufer des Flusses verlegt. Hier war ich sehr versucht, eine Vereinigung mit der Division des
General Lamoricière zu bewerkstelligen; ich hatte für 7 bis 8 Tage hin⸗
länglich Lebensmittel und Munition, und ein Feind, der überall zu⸗ . Aber das Bataillon, welches ich aus Miliana zurückführte, war krank und jeder Fußbekleidung be⸗ raubt, und ich fürchtete, daß eine so große Anstrengung und vielleicht
tieine Gefechte mit den einzelnen Stämmen mir mehr Kranke und Un⸗ Ich leistete
fähige aufbürden möchte, als ich mit mir führen könnte. eiste also auf einen Plan Verzicht, der übrigens verführerischer als wirklich nützlich war. Am 5ten brach ich um 3 Uhr Morgens auf, um das Gebiet einiger mächtiger Stämme auf dem linken Ufer des Chelif zu verwüsten. Die Araber hatten dies so wenig vorausgesehen, daß sie weder Vorkehrungen getroffen noch sich zurückgezogen hatten. Abdel Kader befand sich mitten unter ihnen; dieser glückliche Umstand führte
das Gefecht berbei, welches ich Tags vorher vergebens zu beginnen ver⸗
suchte. Der Emir konnte seine Wirthe nicht verlassen, ohne sie zu ver⸗ lbeidigen; er sjammelte seine Elite und hinter diesen befanden sich große Züge Arabischer Reiter, deren Anzahl gegen 4000 betrug. Gegen diese
sandte ich die Maurische Gendarmerie, die beiden Chasseur⸗Regimenter
und 60 Französische Gendarmen, die der Capitain Broqueville führte. Der Herzog von Nemours unterstützte diese Bewegungen mit den drei Batafllonen des rechten Flügels. Der Rest diente dazu, die Bagage zu bewachen.
Dem ersten Angriff der Maurischen und Französischen Gendarme⸗ rie setzte der Feind lebhaften Widerstand entgegen und hielt sie einige Zeit von sich ab. Kaum aber eilte ihnen das erste Chasseur⸗Regiment sur Hülfe, als sie die Offensive wieder ergriffen und der Kampf allge⸗ mein wurde. Der Feind verstärkte sich durch immer neue Reiter⸗Ab⸗ rbeilungen, die von allen Seiten herbet eilten, und der Ausgang des Gefechtes blieb zweifelhaft, bis das vierte Chaͤsseur Regiment dem Feinde in die Flanken fiel. Durch diesen Angriff wurden die Araber in Verwirrung gebracht; 1 ½ Stunden lanag wurden sie verfolgt, und büßten viele Leute ein, vorzüglich die rothen Reiter, die sich tapfer schlugen und von denen 184 Todte auf dem Platze blicben. Die Be⸗ wohner dieser Stämme, die den Arabischen Reitern nachgesolgt waren, wurden eingeholt und haben den größten Theil ihrer Habe, unter An⸗ derem 850 Hammel und 400, Ochsen verloren. Mehrere Häuptlinge wurden getödtet, und ihre Pferde blieben in unseren Händen. Außer⸗ dem machten wir 10 Gefangene und nahmen 82 Frauen, unter denen sich die Vornehmsten jener Gegend befanden. Was aber die Haupt⸗ sache bleibt, ist, daß wir in Gegenwart der Bevölkerung die von den
kani, heranrückte, der ehenfalls dem Emir zu Hülfe eilte. Zu gleicher Zeit vernahm ich, daß zwischen mir und ihm eine Furth sev. Ich marschirte entschlessen durch; aber Berkani, anstatt mich zu beunrühi⸗ gen, entfloh und ließ mir eine lange Reihe Arabischer Hütten, die sich um Bivouak eigneten, und mehrere mit Gerste und Weizen bestellte Felder zum Pferdefutter.
Dieser Tag, der mit einem siegreichen Gefechte begann, wurde auch noch durch den Umstand bemerkenswerth, daß drei große Arabische Rei⸗ terbaufen, die einen Triangel bildeten, in deren Mitte ich mich befand, sämmtlich in die Flucht gejagt wurden, und zwar von 1100 Mann Kavallerie, die von einigen Bataillonen Infanterie unterstützt wurden. Solche Resultate sind am besten dazu geeignet, die Reiterei des Emirs um den Kredit zu bringen, den sie bei der Arabischen Bevölkerung er⸗ rungen hat. Am 6ten schlug ich den Weg nach Blidah ein und lagerte am 7ten in Haouch⸗Bu⸗Hamera, von wo ich um 11 Uhr aufbrach, um die Einwohner von Sumate zu strafen, die fortwährend auf unsere Trup⸗ pen gefeuert hatten, als diese den Hügel hinanstiegen. Ich umzingelte sie, zündete ihre Hütten an und trieb ihnen 1200 Stück Schlachtvieh
Großbritanien und Irland.
Parlaments⸗Verhandlungen. Oberhaus. Sitzung vom 17. Mai. Aus der durch den Grafen von Fitzwilliam an diesem Abend angeregten Diskussion uͤber die Korngesetze ist noch Einiges zu berichten.
„Ew. Herrlichkeiten“, sagte der Graf unter Anderem, „sollten di Folgen wohl berücsichtigen, welche die jetzigen Getraidezölle für unse⸗ ren auswärtigen Handel gehaht haben. Sie müssen zugeben, daß der jetzige Zustand des Englischen Handels die ernstlichste Aufmerksamkeit er⸗ heischt. Ob eine Veränderung des jetzigen Systems sich nur auf die Korngesetze erstrecken oder weiter ausdehnen sollte, ist eine andere Frage, auf die ich hier nicht eingehen will. Aber Ew. Herrlichkeiten mögen wohl erwägen, ob gerade jene Zölle nicht so nachtheilig auf unseren aus⸗ wärtigen Handel eingewirkt haben, daß eine Aenderung derselben dürchaus nothwendig geworden ist. Die Ausfuhr Englands bietet sehr bemerkenswerthe Umstände dar. Es ist bekannt, daß die Ausfuhr un⸗ serer sogenannten vollkommenen Fabrikate, die Ausfuhr nach unseren Kolonieen ansgenommen, sich sehr vermindert hat, wogegen die Ausfuhr unserer unvollkommenen Fabrikate, die dann im Auslande erst zu voll⸗ kommenen verarbeitet werden, beträchtlich gestiegen ist. Unter diesen Umständen sind Ew. Herrlichkeiten um so mehr verpflichtet, sich in Acht zu nehmen, daß sie durch ihre Gesetzgebung nicht den Aufschwung jener Mannufakturen noch steigern. Die Lage unserer Fabrik⸗Bevöl⸗ kerung kann nicht ohne ernste Besorgniß betrachtet werden, und wenn Ew. Herrlichkeiten nicht geneigt sind, die dem Unterhause vorgeschlagene Maßregel in Beireff der Korngesetze anzunehmen, so sollten Sie sich wenigstens der Ernennung eines Ausschusses zur Untersuchung der
eigentlichen Ursachen des jetzigen Zustandes der Fabrik⸗Bevölkerung nicht
widersetzen. Das Gedeihen des Ackerbaues muß in bedeutendem Maße von dem Gedeihen des Fabrikwesens abhängen, und Alles, was die Ausgaben, also die Lebensgenüsse der fabrizirenden Klassen vermindert, muß ohne Zweifel einen verderblichen Einfluß auf die Interessen der Grundbesitzer haben. Welche Wirkung bringen nun diese Getraidezölle hervor? Ich habe heute früh einen Bericht von einem einsichtsvollen Individuum empfangen, der direkte Aufschlüsse hierüber giebt. Er lantet dahin, daß dieselbe Masse von Personen, welche im Jahre 1835 ihre nöthigen Lebens⸗Bedürfnisse für 12,000 Pfd. bekom⸗ men konnten, jetzt für dieselben Artikel 19,000 Pfd. zahlen müssen. Man könnte behaupten, es müsse dann auch eine entsprechende Erhö⸗ hung des Arbeitslohus stattgefunden haben. Das wäre aber eine ganz irrige Meinung. Das Steigen des Preises der Lebensmittel verursacht kein gleichm äßiges Steigen in den Sätzen des Arbeitslohns. Nimmt man lange Perioden in der Geschichte des Landes, ganze Jahrhunderte zum Beispiel, so wird man allerdings je nachdem der Preis der Lebens⸗ mittel allmälig gestiegen ist, auch ein Steigen im Arbeitslohn über die
Arabern so sehr gefürchtete regulaire Kavallerie, vermittelst welcher der Emir hs sehn 8 und alle Abgaben einzieht, vollständig geschlagen haben. Die Schlacht war eigentlich eine lange Reihe einzelner Ge⸗ fechte, wo der persönliche Muth Gelegenbeit hatte, sich zu zeigen. Ich fü 5 bereits zurück, als wir von der Seite von Ich führte die Truppen bereits z b I“ El⸗Cantara ber (Brücke von Chelif’ eine dichte Reitermasse der geschla⸗ genen Kavallerie zur Hülfe eilen sahen. Sie zog sich längs deg 788 des Berges und ließ das Gros meiner Kolonue zur Linken. 8 a ich für meine Kavallerie fürchtete, die sehr ermüdet, und durch das Hin⸗ wegfübren der Heerden in Unordnung gekemmen war, stellte ich mich an die Svitze dreter Bataillone und warf mich auf den linken Flügel des Feindes, um ihn zu erschrecken. Der Herzog von Nemours führte seine Bataillone zu so gelegener Zeit und so geschickt beran, daß sie bald mit den meinigen wirken konnten. Auf diese Weise bildeten wir in wenigen Augenblicken eine bedeutende Streitmacht, die dem Arabi⸗ schen Anführer Schrecken einflößte. Er fürchtete, am Fuße der steilen Berge gedrängt zu werden, machte Kehrt, und eilte im Galopp thal⸗ wärts davon. Der Mangel an Wasser in dortiger Gegend hinderte mich daran, ihn zu verfolgen. zu unserer Bagage zurückgezogen, um das Bivouak zu beziehen, als von der anderen Seite des Flusses ein drittes Reitercorps von 3000 Pferden unter den Befehlen des vormaligen Bei von Medcah, Ber⸗
Aber kaum hatten wir uns wieder bis
Sätze des vorhergegangenen Jahrhunderts finden. Aber ein ganz An⸗ deres ist die Behauptung, daß auch ein temporäres Steigen im Preise der Lebensmittel von einem entsprechenden Steigen in den Sätzen des Ar⸗ beitslohns beglenet werde. Im Gegentheil, ein solches temporäres Steigen im Preise der Lebensmittel trägt nur dazu bei, die Hülfsquellen der arbeitenden Klassen zu verstopfen.“ 8
Lord Kenvon: „Will der edle Lord sein Argument auch auf den Stand des Arbeitslohns in den Ackerbau⸗Distrikten anwenden?“
Graf Fitzwilliam: „Allerdings, ich halte es für allgemein gültig.“
Lerd Kenvon: „Meine Erfahrungen beweisen mir das Gegen⸗ theil von der Behauptung des edlen Lords.“
Graf Fitzwilliam: „In mehreren Ackerbau⸗Distrikten Englands ist der Arbeitslohn nicht gestiegen, als vor zwei oder drei Jahren die Lebensmittel im Preise stiegen. (Man rust⸗ Nein, nein!) Diese Meinungs⸗Verschiedenheit beweist nur um so mehr, wie wünschenswerth die Anordnung einer ernstlichen Untersuchung dieses Gegenstandes wäre. Wenn aber auch ein Sieigen im Preise der Lebensmittel eine Erhöhung des Arbeitslohns zur Folge hätte, würde dies dem Fabrikan⸗ ten die Mittel geben, auf den fremden Märkten zu konkurriren? Nein; es muß nothwendig die entgegengesetzte Folge haben, denn es bewirkft natürlich auch ein Steigen im Preise der Aussuhr⸗Artikel. Doch die erste und unmittelbare Folge wird eine Beeinträchtigung des Zustandes und Verbrauchs der großen Masse des Volkes seyn. Der Arbeitslohn ist offenbar sehr boch in England, und dies ist ein Vortheil für den fremden Fabrikanten, der seinen Arbeitern niedrigen Lohn zahlt, und es ist daher von großer Wichtigkeit, diesen Vortheil nicht durch unweise Gesetzgebung noch zu vergrößern. Die vollkommenen Fabrikate sind es, welche den Begehr nach Arbeit aufrecht erhalten und der Bevölkerung binreichende Beschäftigung gewähren. Wir hahben aber nur an Wol len- und Baumwollen⸗Garn mehr ausgeführt, während die Ausfuhr der daraus fabrizirten Stoffe abgenommen hat.
Graf von Ripon: „Ich will mich auf keine Erörterung der Korngesetze einlassen, denn ich halte dies für eine zu umfassende Frage, als daß sie so beiläufig diskutirt werden könnte; nur über den Zustand unseres Ausfuhrhandels, der als in fortschreitender Abnayhme begrissen dargestellt worden ist, will ich ein paar Worte sagen. Der edle Graf ist viel zu sehr Philosoph, als daß er alle Uebel des Landes den Korn gesetzen zuschreiben sollte. Wie steht es aber mit den Angaben über sorischreitende Abnahme unseres Handels? Sind, dieselben auf That⸗ sachen begründet? Ich behaupte das Gegentheil (hört, hört!), nicht nur in Betreff des allgemeinen Ausfuhrhandels des Landes, sondern auch gerade mit Hinsicht auf die Länder, welche bei dieser Korngesetz⸗Frage am meisten detheiligt sind. Hoffentlich wird der edie Graf ein paar dieser Thatsachen erwägen, ehe er die Korngesetze wieder zur Fenacgr bringt. Im Jahre 1839 beantragte ich die Vorlegung bveen Nachweises über den dellarirten Werth aller Britischen un 68ügdi⸗ schen Produkte und Fabrikate, welche in jedem der letzten zehn Jahre aus dem Vereinigten Königreich ausgeführt worden, mit Spezifiztrung der Ausfuhr nach Rußland, Preußen, Deutschland und Polland, so wie der Wollen⸗, Baumwollen⸗, Seiden⸗, Messerschmied⸗, und furzen Waaren, und ein ähnlicher Nachweis ist auch für die beiden letzten Jahre vor⸗ gelegt worden. Darin wird der Ausfuhrhandel auf zweierlei Art abge⸗
schätzt, nach dem offiziellen und nach dem wirklichen und deklarirten Wertb, und es zeigt sich, daß dieser Handel der angeblich im Verfall seyn soll, nach dem offiziellen Werth, dem Maßstabe für die Quantität
und daher ziemlich genau für den Betrag des darin angelegten Kapi⸗ tals und noch mehr für den Umfang des aufgewandten Gewerbfleißes, im Zunehmen ist. Folgendes war der offizielle Werth unserer ganzen
Ausfuhr in den Jahren von 1829 bis 1840:
1829 56,217,000 Pfd. 1830 — 61,152,000 ⸗
1831 60,686,000 1832 65,025,000 1833 69,987,000 1834 — 73,835,000 1835 78,360,090 1830 85,220,000 1837 72,544,000 1838 92,459,000
-85-
tend zugenommen hat.
1839 — 97,39 ¼,000 Pfd. 1840 — 102,705,000 ⸗ 1
Dasselbe Resultat ergiebt sich, wenn man den Ausfuhrhandel mit Hinsicht auf seinen wirklichen Werth betrachtet, wenn auch bier die Ziffern nicht ganz sozgroß sind. Der wirkliche Werth stellte sich in diesen Jahren folgendermaßen: 8 1
1820 — 35 842,000 Pfd.
1830 — 38,271,000 ⸗
1831 — 37,164,000 1832 — 36,450,000 1833 — 39,667,000 1834 — 41,649,000 1835 47,372,000 1836 53,293,000 837 42,069,245 1838 50,000,000 1839 53,222,000 1840 — 51,406,000 ⸗
Hier finden wir im Ganzen ebenfalls eine fortschreitende Zunahme in unserem Ausfuhr⸗Handel. (Höri!) Wie stellt sich die Sache nun mit Hinsicht auf die dvesonderen Länder, nach denen die Ausfuhr geht? Ich sinde, daß der ofsizielle Werih unserer Ausfuhr nach Rußland, Preußen, Deutschland, Holland und Belgien auch fortschrei⸗
Er war in den letzten vier Jahren folgender: 1837 — 17,597,000 Pfe 8 8 1838 — 18,162,000 ⸗ 18390 — 19,347,623 ⸗ 1840 — 20,549 000 ⸗
Praktisch genommen, ist also der Ausfuhrhandel Englands in be⸗ ständigem Zunehmen gewesen. Der edle Graf sagt, dies möge wahr seyn, aber es sey dabei zu berücksichtigen, daß die Zunahmen in den unvollkommenen Fabrikaten stattgefunden, und daß sich also der Ge⸗ winn des Exporteurs vermindert habe. In ganz geringem Grade mag dies allerdings der Fall seyn, aber ich habe gezeigt, daß die Zunahme in der Ausfuhr der beiden Sorten von Fabrikaten zusammen sehr groß gewesen ist, und die Abnahme in vollkommenen Fabhrikaten steht im gar keinem Verhältniß zu der Zunahme in der anderen Sorte. Nun kann ich aber nicht einsehen, welchen besonderen Grund ein in einer Baumwollenspinnerei beschäftigter Spinner haben sollte, darüber zu klagen, wenn sich die Ausfuhr von Baumwollen⸗Fabrikaten nach dem Orte hin etwas vermindert, wohin sein Baumwollen⸗Garn geht. Die Ausfuhr von Baumwollen⸗Garn hat aber in der ganzen Periode der letzten 12 Jahre außerordentlich zugenommen, während die Ausfuhr von voll⸗ kommenen Baumwollen⸗Fabrikanten sich im Verhältniß dazu nur um ein sehr Geringes verminderte, und bemerkenswerth ist es, daß, wenn man jenen Zeitraum in drei Abschnitte von je vier Jahren theilt, die zweite Periode, wo die Ausfuhr am höchsten war, gerade die Jahre 1833 — 1836 umfaßt, wo der Durchschnittspreis des Getraides am nie⸗ drigsten, also der Zoll am höchsten stand und die Getraide⸗ Einfuhrsichaufnicht viel mehr als Nichtsbelief. (Hört, hört!) Ich will jetzt keine weitere Schlüsse aus diesen Thatsachen ziehen, aber ich glaube genug angeführt zu haben, um Ew. Herrlichkeiten zu bewe⸗ gen, den Ansichten des edlen Grafen nicht zu viel Vertrauen zu schen⸗ fen. Ich für mein Theil habe nie eine Bill in Bezug auf die Ge⸗ traide⸗Gesetze aus einem anderen Grundsatz unterstützt, als weil ich cs für eine dringende Nothwendiagkeit halte, daß man England nicht in Betreff seiner nöthigsten Lebensbedürfnisse von fremden Nationen ab⸗ hängig werden lasse. Die Uebel, welche hieraus entstehen lönnten, sind, meiner Ansicht nach, weit größer, als die, welche aus dem entgegesetz⸗ ten Verfahren hervorgehen.“ (Hört, hört!) b
J8Z“*
London, 22. Mai. In Dublin hat unter dem Vorsitz des Grafen von Charlemont eine große Versammlung stattgefunden, worin eine Adresse an die Koͤnigin angenommen wurde, um sie zu bitten, die Tories nicht ins Ministerium zu berufen.
Da uͤber den Zeitpunkt, wann der jetzige Handels⸗Vertrag zwischen Großbritanien und Brasilien erloͤschen wird, einige Zwei⸗ fel herrschen, so benachrichtigt die Times das Publikum, daß derselbe unter allen Umstaͤnden bis zum 10. November 1844 in Kraft bleiben muͤsse.
Belgsen.
Bruͤssel, 24. Mai. Die hiesige Akademie der Wissenschaf⸗ ten hatte fuͤr das Jahr 1843 als Preisfrage die Geschichte der Regierung Albrecht's und Isabella's aufgegeben. Der Koͤnig hat nunmehr, in Betracht, daß diese Frage ein großes National⸗In⸗ teresse fuͤr Belgien hat, indem jene Regierung die erste war, un⸗ ter welcher das Land die Wohlthaten der Einheit und der Selbst⸗ ständigkeit genoß, fuͤr die Loͤung dieser Frage auch seinerseits 3000 Fr. bestimmt.
Der Koͤnig ist auf einige Zeit nach seinem Landgut Ardenne im Belgischen Luxemburg abgaereist.
Es sind jetzt hier in Bruͤssel 276 Fiaker (Droschken) in Gang, wovon 190 Einspaͤnner und 86 Zweispaͤnner sind. Im Ganzen sind denselben 24 Halteplaͤtze in der Stadt angewiesen. Außerdem giebt es auch noch fuͤr die Vorstaͤdte eine Anzahl von Omnibus und sogenannter Vigilanten.
Der Kardinal⸗Erzbischof von Mecheln hat mit Bezug auf die bevorstehenden Wahlen ein Rundschreiben erlassen, worin er die Geistlichen seiner Dioͤzese auffordert, zum Wohlseyn des Va⸗ terlandes mitzuwirken und zugleich die Glaͤubigen gegen die Ver⸗ leumdung zu verwarnen, die dem Klerus Plaͤne (zur Wiederein⸗ fuͤhrung des Zehnten) unterschiebe, gegen die er, wenn man sie ausfuͤhren wollte, am ersten sich widersetzen wuͤrde.
Schwez.
Der kuͤrzlich erwaͤhnte Aargauische Beschluß lautet, der Neuen Zuͤrcher Zeitung zufolge, woͤrtlich, wie folgt:
„Den Beschluß der außerordentlichen Tagsatzung vom 2ten v. M., wodurch der Stand Aargau eingeladen wird, die am 13. Jannar ab⸗ hin gefaßte Schlußnahme der Aufhebung sämmtlicher Aargauischen Klöster einer Modification zu unterwerfen, hat der große Rath in reifliche Berathung gezogen, und dabei erwogen, daß die hohen eidge⸗ nössischen Stände bei Erlaß der Instructionen auf die letzte außeror⸗ dentliche Tagsatzung noch nicht mit allen denjenigen Gründen und näheren Verumständungen bekannt seyn konnten, welche jene Schluß⸗ nahme vom 13. Januar hervorgerufen, oder dieselben begleiteten, daß demnach die hohen Stände bei Prüfung der seither erhaltenen Auf⸗ schlüsse über die Aargauischen Klöster und die Aargauischen Zustände im Allgemeinen sich veranlaßt finden dürften, die hierseitige Schluß⸗ nahme als faktisch und rechtlich begründet zu erachten. Von diesen Betrachtungen geleitet, hat der große Rath
heschlossen:
1) Es sollen die eidgenössischen Mitstände freundnachbarlich ersucht werden, dem Tagsatzungs⸗Konklusum vom 2. April abhin keine weitere Folge zu geben.
2) Sollte dies gegen alles Hoffen nicht der Fall seyn, so ist Aar⸗
Ff aus jenem angestammten vaterländischen Sinne, den es zu jeder Zeit noch bewährte, und um zu zeigen, daß es nie beabsichtigte, den Bund zu verletzen oder dessen Anseben zu untergraben, bereit, seinen Bundesbrüdern seine Ueberzeng; 18 grc CI
bringen, und zs eine Ueberzengung so weit als möglich zum Opfer zu Modificatiomen 1 ungesäumt darüber in Berathung treten, welche sentliche Beeinträchtder Schlußnahme vom 13. Jannar 18A1 ohne we⸗
3) Im glescen aaß der Wohlfahrt unseres Kantons möglich sepen.
ud uns die AufrüchtSlnne, aus gleichen eidgenössischen Rücksichten, ur Aufrichtigkeit dieser Erklä zu beurkund soll Il ferneren Liquidations⸗Maßre Ee“ 18 1 ißregeln, so weit sie die durch das Dekret vom 7. November 1835 festgestellten Verwal 8 h 85 7 „ ten, für einstweilen eingesteult b waltungsbefugnisse nicht überschrei⸗
mern mitgetheilt werden und das Ministerium werde zuverlaͤssig
er wird nicht durch die konstitutionelle Majoritaͤt des Landes
s 2 esstellt bleiben. 4) Der kleine Rath ist eingeladen, den Beschluß des großen Rathes
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den hohen Ständen durch ein geeignetes Kreisschreiben zur Kenntniß zu bringen, und in demselben zugleich nachzuweisen und die Stände zu überzeugen, daß dem Dekret vom 13. Januar nicht eine gewinnsüch⸗ tige Absicht zu Grunde liege, und die Zusicherung zu geben, daß das Gut, der —— Klöster und selbst auch, so weit möglich, die Räumlichfeiten derselben auf alle Zeiten frommen und christlich⸗gemein⸗ nützigen Zwecken gewidmet werden sollen.“
Spanien.
Madrid, 16. Mai. Es scheint zuverlaͤssig, daß Herr Gon⸗ zales nicht mit der Bildung eines neuen Kabinets hat zu Stande kommen koͤnnen und deshalb die ihm ertheilten Vollmachten in die Haͤnde des Herzogs von Vitoria zuruͤckgegeben hat. In Folge dessen hat Herr Olozaga Auftrag zur Konstituirung des Kabinets erhalten. Man giebt nunmehr folgende Combination: Olozaga, Praͤsident des Conseils und Minister des Auswaͤrtigen; Luzuriaga, Quinto, oder Antonio Gonzales, Justiz⸗Minister; In⸗ fante, oder Cortina, Minister des Innern; Chacon, Kriegs⸗Mi⸗ nister; Manuel Cantero, intimer Freund Olozaga's, Finanz⸗Mi⸗ nister; Sancho, oder Frias, Marine⸗Minister. Man behauptet, die definitive Organisation des Kabinets werde morgen den Kam⸗
aus den Herren Olozaga, Cantero, Chacon, Quinto und Frias bestehen. s Das von der „Hof⸗Zeitung“ mitgetheilte Dekret in Betreff einer Militair⸗Reform hat einen sehr guͤnstigen Eindruck gemacht. Der Herzog von Vitoria scheint die alten Schulden Spa⸗ niens durch einen Vergleich liquidiren zu wollen und dadurch daß er den neuen Darleihern in Zukunft Garantieen sichert, aber
unterstuͤtzt, die wohl neue Anleihen machen, aber die alten stets im Ruͤckstande lassen und guͤnstigere Zeiten zu dieser Liquidation erwarten moͤchte. Kurz es giebt Banquiers genug, die geneigt sind, der Regierung Fonds vorzuschießen; aber die Gesellschaften, die sich zu dem Ende anbieten, verlangen Garantieen fuͤr die Zukunft und fuͤr die Vergangenheit. Unter diesen Gesellschaften zeichnet sich eine durch die Wichtigkeit der Zahl, welche sie dem Staate leiht, wie durch den Kredit der Namen aus, die diese Compag⸗ nie bilden; aber sie verlangt als Garantie fuͤr ein Darlehn von 600 Millionen Realen die Monopole des Tabacks, des Salzes, die Abgaben von den Englischen Baumwollenwaaren, die Guͤter des Klerus u. s. w.; dabei soll noch ein Theil des Darlehens, be⸗ hufs der Zahlung der ruͤckstaͤndigen Zinsen der fruͤheren Anleihen, in ihren Haͤnden bleiben. Die Regierung wird wahrscheinlich allen diesen Forderungen spaͤter nachgeben, fuͤr jetzt weigert sie sich, den Impost des Salzes abzugeben, den sie vielmehr fuͤr spaͤtere Verlegenheiten aufbewahren will.
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reichten Se. Majestaͤt um 2 Uhr Nachmittags die, vor dem — errichtete, mit Laub und Blumen verzierte Ehrenpforte, wo Allerhoöͤchstdenselben die Mitglieder der Stadtbehoͤrden —1 die Geistlichkeit Ihre Huldigung darbrachten. Unter dem Ge⸗ läute der Glocken und dem freudigen Zuruf des versammelten Volks hielt nun der Koͤnig durch das, mit Fahnen geschmuͤckte Tangermuͤnder Thor Seinen Einzug in das alte Stendal, das seit aͤnger als 150 Jahren keinen Landesvater in seinen Mauern sah. Die Stadt bot den freundlichsten Anblick dar, alle Häͤuser waren mit Kraͤnzen, mit Laub⸗ und Blumengewinden verziert, die sich von Haus zu Haus uͤber die Straßen zogen, und auch die aͤrmsten Einwohner hatten ihre Haͤuser festlich geschmuͤckt. An der breiten Straße wurden Se. Majestaͤt von 44 Jung⸗ frauen empfangen, von denen die Tochter des Buͤrgermeisters von Voß mit passender Anrede ein Gedicht zu uͤberreichen die Ehre hatte, das huldvoll angenommen ward. 2*
Vor der Wohnung des Praͤsidenten von Bonin, wo Se. Majestaͤt abzusteigen geruhten, waren die zur Musterung des er⸗ sten Bataillons des 2östen Landwehr⸗Regiments anwesenden Ge⸗ nerale, so wie die hoͤheren Militair⸗ und Civilbeamten des Krei⸗ ses versammelt. Se. Majestaͤt begaben Sich zu Fuß nach der Marienkirche, so wie nach der Domkirche, wo unter Anderen das Grab des Markgrafen Konrad und die alterthuͤmliche Glasma⸗ lerei Allerhoͤchstdero Aufmerksamkeit auf sich zogen.
Zur Mittagstafel wurden außer den anwesenden Generalen und einigen Offizieren und Beamten die Vorstande der Stadt⸗ behoͤrden, mehrere Geistliche und die Ritterguts⸗Besitzer gela⸗ den. Nach aufgehobener Tafel ertheilten Se. Majestaͤt einer städtischen Deputation eine erbetene Audienz, und Abends 7 Uhr nahmen Sie auf dem vor der Stadt befindlichen Exerzierplatz das Landwehr⸗Bataillon in Augenschein. Eine allgemeine Er⸗ leuchtung, sowohl in Stendal, als in Tangermuͤnde, beschloß den gestrigen Festtag.
Heute fruͤh 6 Uhr reisten Se. Majestaͤt, wie bisher, nur von dem Landrathe begleitet, uͤber Arneburg weiter in die Pro⸗ vinz. Ueberall sprach sich die treue Anhaͤnglichkeit der Altmaͤrker unzweideutig und herzerhebend aus.
Die Stadt Arneburg, wo die Pferde gewechselt wurden, war ebenfalls festlich geschmuͤckt, und der Jubel der Einwohner wollte nicht enden, als Se. Majestaͤt durch die Ehrenpforten zwischen der in zwei Reihen aufgestellten Buͤrgerschaft und der unisor⸗ mirten Schuͤtzengilde hindurch fuhr.
Allerhoͤchstdieselben begaben Sich auf den hohen Burgberg, genossen von dem Plateau des daselbst von dem Oberst von Meyern errichteten Gebaͤudes die schoͤne Aussicht uͤber die ganze Elbgegend, eilten zu Fuß in die Naͤhe des von des Hochsetsgen Koͤnigs Majestaͤt vor 20 Jahren bei einer Reise durch die 4 mark bewohnten Hauses und reiseten sodann von Arneburg a der Wische⸗Gegend zu, begleitet von den innigsten Segens⸗ wuͤnschen so vieler Tausende, die Seine Gegenwart begluͤckt hatte⸗
„— Aus der Altmark, 27. Mai. Noch ehe die gewisse Nachricht einging, daß Se. Majestaͤt der Koͤnig unsere, seit etwa 20 Jahren von keinem regierenden Herrn bereiste Provinz be⸗ suchen wolle, war bereits Stadt und Land in der freudigsten Aufregung, und von allen Seiten bereitete man dem allgeliebten Landesvater einen herzlichen Empfang. Bei der Buͤrgerschaft in Stendal, Tangermuͤnde und Arneburg sah man uͤberall und ohne die geringste Anregung alles mit Vorrichtungen zu jenem Em⸗ pfange beschaͤftigt, und nicht minder geschah dies in jedem der Reise⸗Route nah gelegenen Dorfe. Als uns nun endlich die Ge⸗ wißheit des Tages wurde, an dem der Koͤnig die Altmark mit seiner Gegenwart begluͤcken werde, versammelten sich die Einwohner aller Stände, theils auf Punkten, die auf der Reise passirt wur⸗ den, theils stroͤmte alles den Staͤdten zu, die sich mit Landbe— wohnern fuͤllten.
Schon in der Morgenstunde des 25sten Mai langte das neue, mit Wimpeln und Fahnen reich geschmuͤckte und mit einem Musikchore besetzte Dampfschiff „Koͤnigin Elisabeth“ bei Tan⸗ germuͤnde an, welches von der Direction der Dampfschifffahrts⸗ Compagnie eigends hierher gesandt war und den Wirklichen Ge⸗ heimen Rath und Ober⸗Präsidenten Flottwell uns zufuͤhrte. Am jenseitigen Ufer vor Anker gelegt, nahm dasselbe auch Se. Koͤnig⸗ liche Hoheit, den Prinzen Karl an Bord, Hoͤchstwelcher, als kommandirender General der Provinz, bald nach Landung des Dampfschiffs angekommen war, um hier Se. Majestät zu er⸗ warten und weiter zu begleiten.
Gegen 12 Uhr trafen Allerhoͤchstdieselben am jenseitigen Elb⸗ ufer ein, bestiegen von dem Landrathe, Grafen von Itzenplitz, und einigen Deputirten Namens des Kreises in passenden Wor⸗ ten begruͤßt, das genannte Dampfschiff, und fuhren eine Strecke stromaufwaͤrts, um von der Elbe aus die malerische Lage der Stadt zu betrachten, welche mit ihren alterthuͤmlichen Bauwer⸗ ken und im reichen Schmucke von Laubgewinden, Fahnen, Wim⸗ peln und Festons am heitern Fruͤhlingstage sich im schoͤnsten Festglanze zeigte und deren reizende Lage in ihrer Aehnlichkeit mit den Altpreußischen Staͤdten das Interesse Sr. Majestaͤt erregte.
An der Muͤndung des Tangerflusses, wo von der Stadt viele bekränzte und flaggende Schiffe aufgestellt waren, verließen Se. Majestaͤt das Dampfschiff und betraten den Altmaͤrkischen Boden. An der daselbst in Gothischer Bauweise aufgefuͤhrten und mit den Stadtfahnen geschmuͤckten, sehr gelungenen Ehren⸗ pforte wurden Se. Majestaͤt von den staͤdtischen Behoͤrden und der Buͤrgerschaft unter weithin hallendem Freudenrufe begruͤßt und Namens der Stadt von dem Superintendenten Becker an der Spitze der Geistlichkeit und an der Seite des Buͤrgermeisters Westphal mit ehrfurchtsvollen, auch an die historischen Momente der Stadt Tangermuͤnde erinnernden Worten angeredet.
Se. Majestaͤt, welche diese Anrede huldreichst mit der Ver⸗ sicherung des hoͤchsten Wohlwollens fuͤr die Stadt und deren Be⸗ wohner zu erwiedern geruhten, ließen sich auf das an der Stelle des alten Kaiserschlosses erbaute Domainen⸗Amt geleiten und nach Besichtigung mehrerer Gegenstaͤnde und huldreichster Annahme einiger Erfrischungen, von dort aus in die alte St. Stephans⸗
Kirche fuͤhren, wo Allerhoͤchstdieselben bei Orgelspiel und Choral⸗ Gesang alle einzelnen Gegenstaͤnde, namentlich die Kanzel, den
Taufstein und das sehr alte Holzbild der Jungfrau Lorenz, so wie die architektonischen Verzierungen des Portals an der Suͤd⸗ seite der Kirche in Augenschein nahmen, gingen darauf durch die mit Blumen bestreuten und mit Guirlanden reich geschmuͤckten
Straßen, um das alte, durch gothische Bauart ausgezeichnete
Rathhaus und das gleichfalls merkwuͤrdige Neustaͤdter Thor in Augenschein zu nehmen und verließen Tangermuͤnde von den hei⸗ ßen Segenswuͤnschen der Stadt begleitet, um ihre Reise nach Sten⸗
dal fortzusetzen. Auf dem Wege dahin hatten sich weit uͤber 200 Kreis⸗
Eingesessene aus dem Stande der Landgemeinden zu Pferde aufgestellt. Se. Majestaͤt geruheten, den Landleuten die Erlaubniß zu erthei⸗ len, unmittelbar Ihrem Wagen folgen zu duͤrfen, und eine gleiche
Erlaubniß erhielten die an der Graͤnze der Stendalschen Stadt⸗
flur aufgestellten berittenen Fuͤhrer der Schuͤtzengilde. So er⸗
Nerseburg, 25. Mai. Dem Ober Proͤsidenten der Pro⸗ vinz Wen Grchen von Arnim, der am 18ten d. unsere Stadt verlassen, um seine neue Stellung einzunehmen, sind vor seiner Abreise sowohl von den Mitgliedern der Koͤnigl. Regierung, als von der Buͤrgerschaft der Stadt, deren Ehrenbuͤrger er ist, in mehreren Abschiedsfesten, so wie in einem Fackelzuge, die Beweise der herzlichsten Theilnahme, so wie des Bedauerns gegeben wor⸗ den, welche sein und seiner Familie Scheiden hier allgemein erregt.
Magdeburg, 26. Mai. Die hiesige Dampfschifffahrts⸗ Gesellschaft hat in ihren Werkstaͤtten bei Bukau ein neues Dampf⸗ schiff erbaut und ihm unter Allerhoͤchster Zustimmung den Na⸗ men „Koͤnigin Elisabeth“ gegeben. Die fruͤheren der hie⸗ sigen Gesellschaft gehoͤrenden Dampfschiffe „Kronprinz“, „Paul Friedrich“ und „Stadt Magdeburg“, sind im Holzwerk ebenfalls in den Werkstaͤtten bei Bukau erbaut. Dies neue Schiff zeich⸗ net sich aber dadurch aus, daß nicht allein der Bau im Holz⸗ werk, sondern daß auch die ganze Ausruͤstung und Decoration ohne jede auswaͤrtige Huͤlfe von der Gesellschaft beschafft und daß selbst die zum Schiff gehoͤrige Dampfmaschine in der Maschinen⸗ Fabrik der Gesellschaft und zwar durch ihren technischen Diri⸗ genten erbaut ist. Es ist in allen seinen aͤußeren und inneren Theilen uͤberaus geschmackvoll dekorirt, hat unbefrachtet nur einen Tiefgang von 17 Zollen und hat gestern eine herrliche und wuͤr⸗ dige Weihe erhalten. (S. den Art. aus der Altmark.)
Muͤnster, 24. Mai. Am 17. und 18. d. fand bei guͤnsti⸗ gem Wetter das jaͤhrlich wiederkehrende Pferderennen des Muͤn⸗ sterschen Vereins fuͤr Veredelung der Pferdezucht statt. Es hatte sich dazu ein zahlreiches und glaͤnzendes Publikum versammelt. Se. Excellenz der kommandirende General des VII. Armee⸗Corps, Herr v. Pfuel, hatte die Gewogenheit, das Schiedsrichteramt zu uͤbernehmen und wurde dabei von Sr. Durchlaucht dem Prinzen von Bentheim⸗Tecklenburg⸗Rheda, und dem Major und Landrath Grafen v. Merveldt assistirt. Es fanden neun verschiedene Rennen statt, und zwar am 17.: 1) Rennen fuͤr Landpferde des Regie⸗ rungs⸗Bezirks Maͤnster, die in sechs Abtheilungen (zu 4 und 5 Pferden) liefen; 2) Rennen fuͤr Pferde aller Laͤnder; 3) Rennen um den Vereins⸗Preis von 60 Frd'or. und 4) ein sogenannter Match; ferner am 18ten d.: 5) Jagdrennen; 6) Rennen um den von Sr. Majestaͤt dem Koͤnige Allergnaͤdigst bewilligten Eh⸗ renpreis, bestehend in einem silbernen Pferde; 7) Rennen um den Staatspreis von 300 Thlrn. fuͤr im Preußischen Staate ge⸗ borene Pferde; 8) ein Match und 9) Rennen fuͤr Pferde aller Laͤnder, woran sich eine Pferdeschau schloß.
Die Germanischen Tendenzen in Frankreich.
.△ Paris, 23. Mai. Die entschiedene Hinneigung zu Deutschland und die taͤglich wachsende Achtung vor den geistigen
Erzeugnissen desselben treten in diesem Augenblick in Frankreich immer mehr und mehr hervor. Diese sogenannten „tendances germaniques“- vernimmt man in den Reden auf der Tribuͤne, den Ausspruͤchen auf dem Lehrstuhl und einem Theile der Presse, und sie sind auch von Deutschen Journalen schon hinlaͤnglich hervorgehoben worden. Dennoch koͤnnte dies vielleicht weniger als ein Maßstab fuͤr die Aufrichtigkeit dieser Tendenzen, denn vielmehr als eine De⸗ monstration betrachtet werden, welche von der Nothwendigkeit des Augenblicks hervorgerufen worden waͤre, wenn nicht dieselbe Richtung zu gleicher Zeit auch in Literatur und Kunst offener⸗ als fruͤher hervortraͤte. Von der Art, wie sich Deutsche 2 zust hier geltend macht, ist schon sehr viel die Rede gewesen. Bee diesem Augenblick ist es ein Roman von Germanischen .. der die gesammte vornehme Welt unterhaͤlt, und Cescheinungen wegung setzt, wie wir hier bei bloß literarischen Ersch 86 lange nicht erlebten.
— Dieser Roman, dessen Titel „Ida“ ist, hat
den Vicomte
Deutsche Frauen sind die Heldin⸗
d'Arlincourt zum Verfasser.