1841 / 183 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

„Aber dieser Fonds mußte mit umlaufenden S et werden, die in diesem Jahr einzuziehen sind, so wie mit den Zin⸗ en derselben, was zusammen eine Summe von 5,280,000 Doll. beträgt. Der Schatz hat ferner eine große Summe ven Forderungen zu bezah⸗ len, die ganz oder theilweise in früberen Jahren angewachsen, die ver⸗ wendbaren Mittel des Schatzes erschöpfen werden, so daß die Einnah⸗ men, die bereits so beschränkt sind, mit Schulden belastet bleiben und überdies die laufenden Ausgaben der Regierung decken sollen. Der Gesammt⸗Betrag der Verbindlichkeiten belief sich am letzten 4. März auf 33,429,616 Doll. 50 C., wovon im laufenden Jahre 24,210,000 Doll. erforderlich sind, außer einer Summe von 2,517,132 Doll. 98 C. für das Kriegs⸗Departement. Die spezielle Angabe darüber ist aus dem Berichte des Kriegs⸗Secretairs zu erschen.“

„„‚Die muthmaßlichen Mittel des Schatzes reichen zu diesen Bedürf⸗ nissen bei weitem nicht hin. Die Einnahmen von den Zöllen betru⸗ gen in den letzten drei Vierteln des vorigen und in dem ersten Viertel des laufenden Jahres 12,100,000 Doll.; die Einnahme für Ländereien in derselben Zeit 2,742,450 Doll., so das sich aus diesen beiden Quel⸗ len eine monatliche Durchschnitts⸗Einnahme von 1,236,870 Doll. er⸗ giebt. Eine allmälige Ausdehnung des Handels in Folge der Rückkehr des Vertrauens, nebst einer Herabsetzung der Steuer⸗Erhebungskosten und Pünktlichkeit von Seiten der Einnehmer kann die monatlichen Einnahmen von den Zöllen erhöhen. Man schlägt sie für das noch übrige Jahr, vom 4. März an, auf 12 Millionen Doll. an, die Ein⸗ nahmen von den Staatsländereien in derselben Zeit auf 2,500,000 Doll. und Einkuͤnfte von verschiedenen Quellen auf 170,000 Doll., so daß sich im Ganzen eine verwendbare Summe von 14,670,000 Doll. ergiebt und wahrscheinlich ein Defizit von 11,406,132 Doll. übrig bleibt. Für die Deckung desselben muß vorläufig gesorgt werden, bis der Betrag

durch den Einnahme⸗lleberschuß gedeckt wird, den man in nicht ferner Zeit erwartet.“

„In den nächsten drei Monaten werden die Schatzscheine von 1840 nebst Zinsen fällig, zusammen gegen 2,850 000 Dollars. Dazu kommen in derselben Zeit Rückstände wegen der sechsten Volkszählung im Betrage von 292,000 Dollars; die Ausgaben für den laufenden Dienst sind auf 8 100,000 Dollars angeschlagen, so daß der Schatz vor dem nächsten 1. September gegen 11,340,000 Dollars zu zahlen hat.“

„Die Kassen⸗Vorräthe bestehen in etwa 694 000 Dollars in

Geldern, die am 28sten v. M. verwendbar waren, und in noch nicht ausgegebenen, durch die Kongreß⸗Akte von 1841 genehmigten Schatz⸗ cheinen von 1,955,000 Dollars. Dazu fommen die veranschlagten Ein⸗

ahmen aus allen Quellen 3,800,000 Doll.], so daß sich im Ganzen die Summe von 6,450,000 Doll. herausstellt und am uschsten 1. Sep⸗ tember ein wahrscheinliches Defizit von 4,845,000 Doll. sich zeigt.“

. „Um die Bedürfnisse der Regierung zu bestreiten, werden die ver⸗ stündigen Wäͤhler in ihrem eigenen besten Inleresse ohne Zögern alle

nböthigen Lasten übernehmen. Aber es ist doch nöthig, dieselben so auf⸗ zulegen, dasß die gerechten Erwartungen des Landes, die aus früheren estehenden Gesetzen hervorgehen, nicht getäuscht werden. Die Akte om 2. März 1833, gewöhnlich die Kompromiß⸗Akte genannt, sollte nur in der dringendsten Noth geändert werden, und diese ist, wie wir glauben, jetzt noch nicht eingetreten. Nur Ein Jahr ist noch übrig, zu vervollständigen, welche dieses Ge⸗

um die Reihe der Reductionen

setz vorschreibt, zu welcher Zeit Bestimmungen desselben Gesetzes, den Manufaktur⸗Interessen der Union wirksam zur Hülfe kommend, sicher⸗ lich die wohlihätigsten Resultate hervorbringen werden.“ G „Unter einem Svsteme von Unterscheidungs⸗Zöllen, die aufgelegt werden, um Einnahmen zu erhalten, in Verhindungmit den Bestimmungen

der bestehenden Gesetze, darf man hoffen, unsere Politik werdein der Zukunft

atscheinen bela⸗

bestimmt und dauernd sevn, um jene fortwährenden Schwankungen zu ver⸗ meiden, welche gerade die Zwecke verfehlen, nach denen sie streben. Wir wer⸗ den so am besten eine Stellung behaupten, die uns in den Stand setzt, die Anträge anderer Länder zur Beförderung unseres Handels und Ver⸗ kehrs bereitwilliger zu genehmigen, und zu gleicher Zeit uns die Mittel giebt, mit größerer Wirkung gegen ungerechte Anordnungen Revpres⸗ salien zu gebrauchen.“

Hierauf folgt eine Schilderung der traurigen Folgen, welche die uneingeschraͤnkte, beliebige Ausgabe von Papiergeld

des gefaͤhrden koͤnnte.

unter den Staaten selbst vor, die gierung abschließen koͤnnten.

der Staatenschulden durch die Maßregel, von sich weisen. einer solchen Vertheilung die Staatspapiere

besserung ihrer Lage finden wuͤrden.

gefuͤhrt wuͤrde.

gung des Kongresses anheimstellen.

Nachdem die Botschaft dann einige Mißbraͤuche geruͤgt hat, der Ausgaben fuͤr den Krieg in Florida aͤußert sie guͤnstige Erwartungen von der arine, empfiehlt die bes⸗ Seekuͤsten, die vollstaͤndige Disciplinirung der Miliz, die Zahlung der

welche sich hinsichtlich eingeschlichen haben, Zunahme der Amerikanischen Dampf⸗ sere Befestigung der Staͤdte und Organisation und

faͤlligen Marine⸗Pensionen und die Einfuͤhrung eines besseren Komptabilitaͤts⸗Systems bei der Marine. Entscheidung des Kongresses an⸗ Defizit des Postwesens, das ½ Mill. Dollars betraͤgt, vom oͤffentlichen Schatze gedeckt werden oder ob die

Der Praͤsident stellt es der heim, ob das

M

finanziellen Verhaͤltnisse des Landes empfieh ner die Vertheilung des Ertrages der Laͤndereien unter die einzelnen Staaten, jedoch, daß eine solche Vertheilung dem Kongresse nicht die Nothwendigkeit auferlege, dem Handel groͤßere Lasten, als die in der Akte von 1833 vorgesehenen, will der Präsident jedoch jede Annaherung an eine Uebernahme Regierung, als eine verkehrte Uebrigens ver

54 40

Verlegenheiten jenes Departements fortdauern sollen.

Fuͤr alle oͤffentliche Beamte, Senats in Betreff ihres Anspruch, verspricht es lassen und dem Kongreß vorzuschlagen, kontrollirt werden solle. gendes:

gesetzlichen Bestimmungen wegen

sowohl durch die Regierung unter der Gestalt von Schatzkam⸗ merscheinen, als durch Banken, nach sich ziehe. Dabei gedenkt die Botschaft des Umstandes, daß die oͤffentlichen Fonds aus der Bank der Vereinigten Staaten herausgenommen und auf Befehl eines fruͤheren Praͤsidenten in Banken der einzelnen Staaten gelegt worden seyen, die sich dadurch bewogen gefun⸗ den haͤtten, ihre Diskontirungen auf eine uͤbertriebene Weise auszudehnen, wodurch dann alle uͤbrigen Banken in den Stand gesetzt worden, dasselbe zu thun. Diese Wirkung dieses Sy⸗ stems sey gewesen, daß der Verkauf oͤffentlicher Laͤndereien, der vor 1831 nicht viel uͤber 2 Millionen Dollars jaͤhrlich betragen habe, im Jahre 1836 auf die ungeheure Summe von 25 Millionen gestiegen sey. Hierdurch habe die Regierung sich veranlaßt gefunden, bei Ankaͤufen von oͤffent⸗ lichen Laͤndereien die Zahlung in baarem Gelde zu verlangen, wodurch denn der Begehr danach so stark geworden sey, daß die Banken sich genoͤthigt gesehen haͤtten, ihre Diskontirungen und zugleich ihre Circulation einzuschraͤnken. Um allen ferneren Mißbraͤuchen dieser Art vorzubeugen, empfiehlt der Praͤsident große Vorsicht fuͤr die Zukunft in Betreff der Sicherstellung der oͤffentlichen Interessen und warnt vorzuͤglich gegen den Miß⸗ brauch, der daraus entstehe, wenn der einzusetzende Finanz⸗ Agent ganz der Discretion der Regierung oder der von Pri⸗ vatpersonen uͤberlassen bleibe. Er geht dann die drei verschie⸗ denen Systeme durch, welche innerhalb weniger Jahre bei der Anlegung der oͤffentlichen Gelder befolgt worden sind, naͤmlich 1) ihre Anlegung in der Vereinigten Staa⸗ ten⸗Hank; 2) ihre Deponirung bei den Staaten⸗Banken und 5) das jetzt bestehende Unter⸗Schatz⸗Amts⸗System, welches aber bei dem Volke in nicht groͤßerer Achtung zu stehen scheine, als die beiden ee. und woruͤber neuerlich auf eine zu deutliche Weise das erdammungs⸗Urtheil ausgesprochen worden sey, als daß deshalb noch ein Zweifel G Man

22

obwalten köoͤnne.

lenken, welche eine größere sache vorhanden, zu glauben,

sitzungen in unserer Nachbarschaft und

auf dessen Entsch

In Betreff des Sklavenhandels aͤußert

aufzubuͤrden.

koͤnne also annehmen, daß in dem kurzen Zeitraume von acht Jahren uͤber diese drei Finanz⸗Systeme nach einander das Ver⸗ dammungs⸗Urtheil gesprochen worden sey, das letztere bei dem Kampfe, der durch die Wahl des Praͤsiden⸗ ten Harrison beendigtworden Da nun aber noch kein neues System beliebt worden sey, so uͤberlasse er den Mitgliedern des Kongresses, als den Stellvertretern des Volkes und als am besten mit seinen Wuͤnschen und Meinungen bekannt, die Ent indem er sich nur die Befugniß vorbehalte, jede M verwerfen, die nach seiner Ansicht mit der spruch stehen, oder auf eine andere Weise das Gluͤck des Lan⸗ Um die unbeschraͤnkte Errichtung von Banken durch die einzelnen Staaten zu verhind Praͤsident eine diese

ie

und zwar uͤber

scheidung dieser Frage,

daßregel zu Verfassung im Wider⸗

ern, schlaͤgt der bezweckende Uebereinkunft mit Bewilligung der Re⸗ Als Mittel zur Regulirung der

t der Praͤsident fer⸗ verkauften oͤffentlichen unter dem Vorbehalt

Hierb

spricht er sich von gluͤcklichsten Folgen. In den stark verschuldeten Staaten, meint er, wuͤrde sie die Buͤrger von der schweren Buͤrde direkter Steuern befreien und die Preise der in die Hoͤhe bringen; wogegen die nicht so ver⸗ schuldeten darin eine reichhaltige Quelle zu bedeutender Ver⸗ Was die Regierung be⸗ treffe, so koͤnnte sie die Verwendung des Ertrags der Laͤnde— reien zu einheimischen Zwecken fuͤglich aufgeben, wenn dadurch eine gleiche Vertheilung unter alle Glieder der Union Auf welche Art und W gemacht werden solle, will der Praͤsiden

die der Praͤsident anzustellen gedenkt, nimmt er die schaͤrfste Untersuchung von Seiten des Charakters und ihrer Forderungen in eidung ankommen zu bei erster Gelegenheit eine Maßregel 3 % wodurch die ausuͤbende Gewalt, hinsichtlich die⸗ ses, eine Lebensfrage betreffenden Gegenstandes, geleitet und 10,

„Ich werde auch zur gehörigen Zeit Ihre Aufmerksamkeit auf die Unterdrückung des Sklavenhandels Wirksamkeit erfordern dürften. Es ist Ur⸗ daß dieser Handel im Zunehmen begriffen ist. Ob dies der Abschaffung der Sklavenarbeit in den Britischen Be⸗ einer daraus hervorgehenden Abnahme in der Zufuhr derjenigen Artikel, die zur allgemeinen Con⸗

sumtion gehören, zuzuschreiben seb, wodurch der Begehr danach in an⸗

deren Kolonieen rermehrt, und also vermehrte Sklavenarbeit erfordert

wird, dies hier zu untersuchen,

würde unnothig seyn.

Die höchsten

Rücksichten öffentlicher Ehre sowohl als die störksten Anforderungen

der Menschlichfeit verlangen,

mache, um diesen Handel zu nuterdrücken.“

Schließlich spricht der Praͤsident d

daß man die kräftigsten

Anstrengungen

ie Hoffnung aus, daß die

Mehrzahl des Volkes diejenigen unterstuͤtzen werde, deren An.

strengungen aus dem uneigennuͤtzigen W

Gluͤck des Landes zu befoͤrdern, die

unsche entspringen, das Unions⸗Regierung und die Staaten⸗Regierungen in ihren respektiven Kreisen zu erhalten mit allen Voͤlkern der Erde einen auf gerechten und ehrenvollen

7

Grundlagen basirten Frieden zu bewahren, den Gesetzen Ge⸗

horsam zu verschaffen, Freiheit und Eigenthum

durch Befolgung der Ausgaben zu vermeiden.

i zu schuͤtzen und strengsten Sparsamkeit alle unnoͤthigen

Dauer der Eisenbahn-Fahrten. Am 2. Jusi 1841.

s Abgang TLeitdauer. von

61l n. St.

Abgang

L

von

ZLeirdauer.

St.N.

Um 8 Uhr Morgeus - 11 - Vormittag.. - 9 ½

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Um 6 ½ Uhr Morgens..

Vormittags .. Nachmittags.. Nachmittags..

Abends

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herbei⸗ eise diese Vertheilung t uͤbrigens der Erwaͤ⸗

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Berliner Börse. Den 3. Jull.

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Aclien. Brl. Pots. Eiseub. do. do. Prior. Act Mgd. Lpz. Eiseub. do. do. Prior. Act. 3 4 [Berl. Aub. Eisenb. do. do. Prior. Act. Uüss. Elb. Eisenb. do. do. Prior. Act. Rheiu. Eiseub.

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104 ¼ 101 ½

St. Schuld-- Seb. 2 Pr. Eugl. 0 bI. 30. Präm. Sch. der Sechaudlung. Kurm. u. Neum. Schuldverschr. 31 herl. Stadt-Obl. 4 Elbinger do. 3 Dauz. do. in Th. Westp. Pfandhr. Grofsh. Pos. do. Ostpr. Pfandbr.

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Ponun. 103! 2 Kur- u. Neum. do.] 103 Schlesische d.o 32 102 ½

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Kurz.

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Hamburg do. London . LIII Wien in 20 Xr. Angsburrg . 150 Fl. 2 Mt. Btesiaen 61600 I, 21 111111“ J2;ö1ö111 Petersburg . 1 SRbl.

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3 Woch. 276

Auswärtige Börsen.

Amsterdam, 20. Juni. Niederl. wirkl. Schuld 511à 6. 50 % do. 100 Kauz-Bill. 24! T Ausg. —. Zi Preufs. Präm. Sch. 148 2. Polu. —. Oesterr. —.

4 ntwerpen, 28. Junl. Zinzl. 5 ½. Neue Aul. 8 G.

Frankfurt a. M., 30. Juni. GCeszterr. 50 % Met. 105 51 GC. 4 %, 971 G. 21½2 % 56 Br. 1 % 24 G. Bank-Act. 1997. 1995. Looze zu 200 Fl. 18’,ö113 a. Preuss. Präm. Sch. 83 ⁄1 G. do. 40 % Anl. 101 1 G. Polu Loose 71 ¾ G. 50% Spau. Aul. 22. 21 ¼. 2 ½ °% Holl. 500⁄1 6. 20 ½.

Eisenbahn-Actien: St. Germain. —. Verrzailles rechtes Ufer. do. liukes —. Müuchen-Augshurg —. Strassburg-Basel —. Leipzig-Urez-

den 99 ⁄½ G. Kölu-Aachen 99 G. 8 Hamburg, I. Jun. Bauk-Aetien 1070. Eugl. Russ. 107 ¾.

Paris, 28. Juui. 8 Reute fin cour. 11A. 80. 30% Reute fin cour. 76. 75. 50 % Neap. au compt. 102. 5. 50 % Span. Reute 23 Passive 5

—9 8⸗

Passive —.

Port. —.

Wien, 28. Jaut. 5 % NMet. 106. 40 % 95 ¾. 3 % —. 2 ½ 0% Bauk-Actieu —. Aul. de 1831 —. de 1830 267 2.

DL16“

der Praͤsident Fol⸗

Bönigliche Schauspiele. Sonntag, 4. Juli. Im Opernhause: 1 Portici. (Mlle. Spatzer, vom K. Hoftheater zu Hannover: Elvirga, als Gastrolle. Dlle. Polin: Fenela.) Preise der Plätze: Ein Platz in den Logen des ersten Ranges 1 Rthlr. 10 Sgr. ꝛc

Königsstädtisches

Sonntag, 4. Juli. Der Alpenkoͤnig und der Menschen⸗

feind. Großes romantisch⸗komisches Original Zauberspiel mit

Gesang in drei Akten, von Ferd. Raimund. (Hr. Birnbaum, vom Hoftheater zu Kassel: Rappelkopf, als Gastrolle.)

Markt-Preise vom Getraide Berlin, den 1. Juli 1811. Zu Lande: Roggen 1 Rthlr. 11 Sgr. 3 Pf., auch 1 Rlihlr. 8 Sgr. 9 Pf.; große Gerste 28 Sgr. 6 Pf.; Hafer 26 Sgr. 3 Pf., auch 21 Sgr. 11 Pf.; Erbsen 1 Rthlr. 12 Sgr. 6 Pf. Eingegangen sind 43 Wispel 12 Scheffel. 5 Zu Wasser: Weizen (weißer) 2 Rthlr. 7 Sgr. 6 Pf., auch 2 Rthlr. 3 Sgr. 9 Pf. und 2 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 11. Sgr. 11 Pf., auch 1 Rthlr. 8 Sgr. 9 Pf.; Hafer 25 Sgr., auch 23 Sgr. 9 Pf.; Erbsen 1 Nthlr. 15 Sgr., auch 1 Rthlr. 12 Fgr. 9. Pf. (schlechte Sorte.) Eingegangen sind 855 Wispel 8 Schessel. Mittwoch, den 30. Juni 1841. Das Schock Stroh 7 Rthlr. 15 Sgr., auch 6 Rthlr. ner Hen 1 Rthlr. 10 Sgr., auch 1 Rthlr. Branntwein⸗Preise vom 25. Juni bis incl. 1. Juli 1841. Das Faß von 200 Art., nach Tralles 54 Ct., nach gegen hbaare Zahlung und sofortige Ablieferung, nach Angabe: Kar⸗ toffel⸗Branntwein 19 Mthlr., auch 18 Rthlr. 15 Sgr. Kartoffel⸗Preise.

Scheffel Kartoffein 20 Sgr., auch 15 Rthlr. Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.

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Theater.

Der Cent⸗

Richter 40 pCt.,

E

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Die Stummoe von

Beilage

zur Allgemeinen Preußischen Staats⸗Zeitung Nℳ. 183

Großbritanien und Irland.

London, 26. Juni. Nach einer Angabe der heutigen Times werden bei den bevorstehenden Wahlen 230 Parlaments⸗ sitze jetziger Mitglieder von neuen Kandidaten angefochten wer⸗ den, und zwar 157 Stellen, die jetzt von Whigs, und 73, die jetzt von Konservativen eingenommen sind, so daß also die Letz⸗ teren ihren Gegnern 81 Sitze mehr streitig machen wuͤrden, als diese den Konservativen. Von jenen 157 angefochtenen Whigistischen Parlamentssitzen kommen 121 auf England, 15 auf Schottland und 21 auf Irland; von den konservativen 73 aber 57 auf England, 6 auf Schottland und 10 auf Irland. In 25 Faͤllen unter den 157 wird der Sieg der Konser⸗ vativen schon fuͤr gesichert angesehen, da ihre Gegner, die bis⸗ herigen Inhaber der 25 Sitze, sich ohne Wahlkampf von selbst zuruͤckgezogen haben. Dagegen hat bis jetzt nur ein einziger Konservativer unter den 73 seinen Parlamentssitz freiwilltg aufgegeben. b

Der radikale Spectator, der auch in der jetzigen Krisis seine zweideutige Stellung dem Ministerium gegenuͤber beibe⸗ haͤlt, die ihm oft den Vorwurf zugezogen hat, daß er ein voe⸗ kapptes Tory⸗Blatt sey, spricht die Ueberzeugung aus, daß die Whigs durch ihre Korngesetz⸗Agitation hoͤchstens in einigen Staͤdten, wie Liverpool und Nottingham, die jetzigen Toryisti⸗ schen Repraͤsentanten verdraͤngen, dagegen, waͤhrend sie in den Grafschaften gar nichts gewinnen duͤrften, leicht auch einige Wahlflecken, vielleicht sogar einen oder zwei Sitze fuͤr die Lon⸗ doner City, welche vier Mitglieder ins Parlament schickt, ver⸗ lieren und hiernach in der Minoritaͤt bleiben wuͤrden. Dies sey, meint das genannte Blatt, im Interesse des wahren Libe⸗ ralismus auch nur wuͤnschenswerth, denn sonst wuͤrden die Whig⸗Minister, welche ihre vielbesprochenen Maßregeln nur als einen Nothanker ausgeworfen, sich mit eiteln Tergiversationen im Amte hinzufristen und die Korngesetzform irgendwie zu eskamotiren suchen. Saͤßen sie hingegen auf den Oppositions Baͤnken, so wuͤrden sie, wenn auch nur aus Partei⸗ Interesse, die Sache eifriger anfassen. Der radikale Examiner dagegen, der zwar das Ministerium auch oͤfters getadelt, zeigt sich jetzt als ein eifriger Beistand desselben, indem er das Volk auf alle moͤgliche Weise von der Zweckmaͤßigkeit der vorgeschlagenen Handels⸗Reformen zu uͤberzeugen sucht. Unter Anderem ent⸗ haͤlt er auch einen Aufruf an die kauflichen und bestechlichen Waͤhler, denen er darthut, daß sie, selbst von ihrem Stand⸗ punkte aus, wenn sie bloß ihren Eigennutz vor Augen haͤtten, im hoͤchsten Grade thoͤricht handeln wuͤrden, wollten sie sich bei den bevorstehenden Wahlen von den Tories gegen die Minister bestechen lassen. Das genannte Blatt argumentirt dabei auf folgende Art:

„Wir wollen annehmen, ihr habt ein jährliches Einkommen ven 100 Pfd. St. und eine kleine Familie zu ernähern. Eure Ersparung in Folge der Herabsetzung der Brodt⸗Tare, des Zucker⸗ und Baubolz⸗ Zolles kann nicht weniger als 8 Pfd. St. betragen; habt ihr noch 20 Jahre zu kaufen, so würde dies 160 Pfd. ausmachen. Und dafür, daß ihr diese Summe nicht ersparen wollt, bietet man euch unver schämterweise 10 Pfd. St. Man giebt euch 10 Pfd. St., um euch 100 Pfd. St. zu stehlen! Ihr solltet dem Bestecher 10 Pfd. St., ja zehn mal 10 Pfd. St. bieten, damit er euch die vorgeschlagene Erleichterung verschaffe. Es würde sich wohl der Mühe lohnen, den, der elich beste⸗ chen will, zu bestechen, damit er die Abgaben verringern helfe. Es ist geradezu Blödsinn von euch, eine Abgabe von Hunderten von Pfun den für eine jämmerliche Bestechungs⸗Summe von 19 Pfd. St. zu übernehmen. Wir sind bereit, zu beweisen, daß die Bestechung umge⸗ kehrt werden sollte, und daß es mehr in eurem Interesse liegt, eure Kandidaten zu bestechen, damit sie die Maßregeln zur Abgaben⸗ Erleichterung unterstützen, als eine armselige Summe anzunechmen, um die euch von der Regierung gebotene, weit größere Wohlthat unmög⸗ lich zu machen. Der Monopolist. der eure Stimme fauft, kauft damit zugleich die Macht, sich zehnfach und mehr aus eurer Tasche bezahlt zu machen. Ihr beginnt gleich mit dem nächsten Bissen, den ihr in euren Mund steckt, ihn zu bezahlen. Wie ihr bei einer Saugpumpe erst ein wenig Wasser hineingießen müßt, damit die Maschinerie so arbeite, um Tonnen voll heraufzubringen, so steckt euch der Monopo list einige wenige Pfund in die Tasche, um sie mit hundert Prezent Zinsen wieder heranszupumpen. Der Mund Zmit dem ihr für ihn stimmt zahlt in jedem Bissen, den er genießt, Zoll für ihn. So wer⸗ det ihr übervortheilt und verliert ansehnlich bei der Bestechung. Gähe euch der Monopolist auch 100 Pfund, er würde euch nicht so viel geben, als er euch nimmt. Ein Mann, der großes An⸗ sehen in der Finanz⸗Statistik genießt, der Verfasser der Schrift: „Die Menge, durch das Lebensmittel⸗Monopol den Wenigen aufge⸗ opfert’, berechnet die Steigerung der Preise durch das ganz mit Un⸗ recht sogenannte Schutzsystem auf nachstehende Weise: Getraide aller Art 21,860,928 Pfd. St.; Fleisch 10,593,333 Pfd. St.: Butter und Käse 4,246,666 Pfd. St.: Holz 7,600,000 Pfd. St.; Talg 500,000 Pfd. St., im Ganzen 40,690,927 Pfd. St., also auf sieben Achtel der Summe, welche durch Steuern in dem Jahr 1840 einkam. Derselbe Mann schätzt in einer anderen Schrift über die Interessen, die auf Staats⸗ kosten begünstigt werden, den ganzen Belaͤuf, direkt und indireft, anf eine Abgabe von jährlich 190 Mill. Pfd. St. Nun berechnet, was bei dieser ungeheuren Belastung auf euch kommt, und welche Entschä⸗ digung dafür eine Bestechungssumme sevn kann, die euch die Monopo⸗ listen bieten. Sie bestechen euch mit Zehnen und belasten euch mit Hunderten. Die Bestechung erfolgt nur zu gewissen Zeiten, die Be⸗ lastung aber in Folge dieser Bestechung dauert jährlich fort.

Die Irlaͤndischen Blaͤtter aller Parteien sind uͤber das Ministerium aufs heftigste aufgebracht, weil es, wie sie behaup⸗ ten, den bisherigen Lordkanzler und Chef der Justizverwal⸗ tung von Irland, Lord Plunkett, einen Irlaͤnder, durch foͤrm⸗ liche beleidigende Aufforderungen zum Ruͤcktritte genoͤthigt habe, seinen mit Ehre seit 11 Jahren bekleideten Posten nie⸗ derzulegen, um einem Schotten und Guͤnstlinge des Kabinets, dem zum Lord erhobenen und zu seinem Nachfolger ernannten bisherigen General⸗Prokurator von England, Sir John Camp⸗ bell, Platz u machen. Dies sey eine schmaͤhliche Beschimpfung fuͤr die Iründischen Justizbeamten, wie fuͤr das ganze Irlaͤn⸗ dische Volk, die man weder dulden duͤrfe, noch werde. Be⸗ reits bezoͤgen zwei Irlaͤnder als fruͤhere Kanzler 1000 Pfd. St. jaͤhrlich aus der Irlaͤnder Taschen; jetzt 8 man ihnen die dritte derartige Pension aufzwingen. Ein Schreiben meldet zu⸗ haach, dih ,x. Advokaten sich schriftlich verpflichten wol⸗

GBer i 9 I 8 Uell dar. Vorsts ncchof nicht zu betreten, wenn Lord Camp—

Ein katholischer Geistlicher zu Birmingham, Mac Donnell, hat von seinem Bischofe den Befehl erhalten, seine Stelle un⸗ verzuͤglich H en und die dortige Gegend zu veriacen.

S hon vor einigen Monaten hatte ihm, weil er die Chartisten in ihren gewaltthaͤtigen Umtrieben bester 1

ie K;z estaͤrkte und aufmunterte der Bischof die Räumung der Stadt befohlen, auf eine V 4 stellung der Gemeinde jedoch sein Verbleiben gestatlet. Da b. sich aber neuerdings mit den Chartisten verbuͤndete, so wieder⸗

holte der Bischof den Befehl und duͤrfte, trotz aller Vorstellun⸗ i beharren. 8 1 8 g ebes 0h⸗ Blatt meldet in seiner Pariser Korrespondenz, daß die dortigen Gesandten von Rußland und Oesterreich meh⸗ rere Konferenzen in Betreff der Empoͤrung auf Kandien gehabt haͤtten, und daß sie mit dem Enaglischen Kabinet uͤber diese An⸗ gelegenheit vollkommen einverstanden serhen. b Der Globe will wissen, daß der Franzoͤsische Finanz⸗Mi⸗ nister seine Anleihe von 150 auf 225 Millionen Fr. herabsetzen wolle, und das genannte Blatt bringt diese Reduction in Ver⸗ bindung mit der Oesterreichischen Anleihe, welche einen Theil der in Paris aufgehaͤuften fluͤssigen Kapitalien verschlingen werde; jedenfalls meint der „Globe“, daß 18i2 oder 1K8is neue Franzoͤsische Anleihen unerlaͤßlich seyn wuͤrden. 1 Sir F. Head ruͤgt es in den oͤffentlichen Blaͤttern als eine Nachlaͤssigkeit des Ministeriums, daß es Herrn Mac Leod Mo⸗ nate lang in den Gefaͤngnissen der Vereinigten Staaten lasse, nachdem die Britische Regierung selbst alle Verantwortlichtei fuͤr ihn uͤbernommen habe. Außerdem behauptet Sir F. Head daß der Kolonial⸗Minister, Lord J. Russell, noch andere Vee⸗ theidiger der Britischen Interessen in Kanada von den Buͤrgeen der Vereinigten Staaten beeintraͤchtigen lasse, ohne ihnen den gebuͤhrenden Schutz zu gewaͤhren.

V

Die gesteigerte Wirksamkeit des Englischen Eisenbahnsystems und die Ausdehnung seines Einslusses auf die Staatseinkuͤnste geht aus folgenden Daten hervor, die einem Regierungsbericht vom I. Juni entlehnt sind. Im Jahr 1838 betrug der Ge⸗ 1 sammtbelauf der Abgaben von Eisenbahnwagen und von Landkutschen, die von Pferden gezogen werden, 194,138 Pf. St., naͤmlich 39,570 von Eisenbahnwagen und 454,568 von Land⸗ kutschen; im Jahr 1839 dagegen 797,193 Pf. St., naͤmlich 72,716 von Eisenbahnwagen und 2241, 177 von Landkutsche; im Jahr 1840 nur 438,021, naͤmlich 112,427 von Eisenbahn⸗ wagen und 325,594 von Landkutschen. In dem letztgenannten Jahre haben die Eisenbahnen die Abgaben von Diligencen, die von Pferden gezogen werden, um 93,883 Pf. St. vermin⸗ dert und diesen Ausfall nur mit 29,711 Pf. St. gedeckr. Dasselbe findet bei den Abgaben von Postpferden statt, die von 237,452 auf 212,635 Pf. St. gefallen sind.

Der Glasgow Chroniele zufolge, lauten die umlaufen⸗ den Berichte uͤber die Haͤringsfischerei taͤglich guͤnstiger; die Aualität der gefangenen Fische wird mit jedem frischen Zuge besser, und der Preis wird bald so niedrig seyn, daß auch der Aermste sich mit Haͤringen guͤtlich thun k

kann.

auf einen Werth von 180 Millionen Dollars geschaͤtzten Ju⸗

schlagen sind, so daß sich abermals ein Defizit ergiebt.

Hiesige Blaͤtter theilen als Geruͤcht mit, daß in Chili die V 1

. * o⸗ welen des Sonnentempels, welche die Eingeborenen zur Zeit

die vorhandenen Revenuͤen zu verringern oder theilweise aufs Spiel zu setzen. 1 1

stehende Taxe besonderer Umstaͤnde wegen dem Publikum sehr verhaßt geworden sey, oder daß gewisse Verhaͤltnisse, durch welche einige Zweige der Industrie und des Handels beruͤhrt werden, die Befreiung von einer besonderen Steuer erwuͤnscht erscheinen lassen. In solchen Faͤllen ist ein unmittelbares Desizit die Folge einer der⸗ artigen Aufhebung. sch gelte mit einer Taxe eine Reduktion oder Veraͤnderung mittelst eines

Es wird z. B. der Fall gesetzt, daß eine be⸗

Auch macht sich wohl der Wunsch geltend,

Experiments vorzunehmen, durch welches man den verringerten Betrag der Besteuerung durch Erschaffung einer Revenuͤe von einer anderen Seite her zu decken sucht. Falls aber, wie das vorkommen kann und vorgekommen ist, die Hoffnung sich nicht realisirt, so ist abermals ein Defizit vorhanden. Noch eine ee Konsequenz des Verfahrens der letzteren Jahre ist zu erwaͤhnen. Bei etwaigen Schwankungen und gelegentlichen Ausfaͤllen der Revenuͤen hat man sich durch Ausgeben von Exchequer⸗Bills zu helfen gesucht; es war dies neuerdings das gebraͤuchlichste Sicherungsmittel, das alsobald ein Gegenstand der Spekulation auf dem Geld⸗Markte wurde. Wenn man sich dergestalt nun auch augenblicklich aus der Verlegenheit half, so war das Ende einer solchen Operation doch immer die Creirung einer neuen permanenten Schuld. 8 1

Ein solches System, wie es bisher befolgt worden und wie es oben geschildert ist, faͤhrt unser Autor fort, muß durchaus geaͤndert werden. Die uͤberschlaͤgliche neuerdings geschehene Vermehrung der Revenuͤen auf dem Papiere ist nur eine Be⸗ schwichtigung des vorhandenen Uebels. Die an enommene 8 hoͤhung der Einnaͤhmen des Jahres 1840 betraͤgt naͤmlich 49 Millionen, waͤhrend die Ausgaben dieses Finan Jahres auf 19,100,000 Pfd. abgeschaͤtzt worden sind. Nun stellt sich heraus, wie auch die Erfahrung bewiesen, daß die Einnahme nicht uͤber⸗ schaͤtzt worden ist, waͤhrend die Ausgaben viel zu gering ange⸗ v Das ganze Unheil ruͤhrt daher, daß Herr Baring eines Theils das

Einkommen nur zu hoͤchstens einer durchschnittlichen Gleichheit

mit der bestaͤndig wachsenden Ausgabe zu bringen gesucht hat, waͤhrend er anderen Theils sich damit begnuͤgte, den Betrag aller außerordentlichen Ausgaben, wie die durch die Kanadischen Unruhen und den Chinesischen Krieg bewirkten, durch Borgen zu decken. 1 Worauf es unter diesen Umständen ankommt, das scheint die Anerkennung der Nothwendigkeit eines solchen Ueber schusses der Einnahme uͤber die gewoͤhnlichen Aus⸗ gaben, daß die Unwahrscheinlichkeit offen zu Tage tritt: es werde in irgend einem Jahre ein Zeozr

eintreten koͤnnen. Bei einem ungesähren Budget von 50 Mil⸗

der Eroberung Peru's vor den Spaniern versteckt hatten, kuͤrz⸗ lionen sind die vorkommenden Schwankungen so groß, daß man

lich in der Naͤhe des Cerro de Pasco entdeckt worden seyen.

Ueber die Verwaltung der Britischen Staatsschuld. Kritik des bisherigen Britischen Staats⸗Schulden⸗ Systems und Eroͤrterung der Mittel zur Beseiti—⸗ gung der Maͤngel desselben.

Das, was der Autor der von uns fruͤher erwaͤhn⸗ ten Abhandlung im „Britand Regien Review“” im Hinblick auf die bisher von den Britischen Staatsmaͤnnern im Finanzwesen befolgte Praxis, an dem neueren Systeme auszu setzen findet, besteht darin: daß man keine absolute Begranzung der öͤffentlichen Lasten angenommen hat, welche der Zukunft auf⸗ gebuͤrdet werden duͤrfen; daß man eben so wenig eine feste Summe, die in einem bestimmten Verhaͤltnisse zur Schuld steht, festgesetzt hat, um mittelst derselben eine Befreiung von der vor⸗ handenen Last zu bewirken. Man hat, aͤußert er, nicht nach einem unwandelbaren Uebergewichte der Einnahmen uͤber die Ausgaben hingestrebt, man hat sich keine Muͤhe gegeben, die Revenuͤen zu einem bestimmten Punkte emporzubringen. Im Gegentheil, wenn ein nur einigermaßen plausibler Grund vor lag, daß der vorhandene Ueberschuß fortdauern werde, hob man ohne Weiteres Taxen zu gleichem Betrage auf. Und um sich zu einem solchen Verfahren fuͤr berechtigt zu halten, ging man nicht, wie in fruͤheren Zeiten, von einem Durchschnitte von 3 oder 5 Jahren aus; vielmehr mußte das Ergebniß eines einzigen Jah⸗ res als hinreichende Grundlage einer Schaͤtzung dienen. Trat ein Defizit ein, so ließ man durch dasselbe die vorhandene Schuld sich steigern, bis es wieder verschwand, entweder in Folge einer erhoͤhten Ergiebigkeit der Einnahmen, oder in Folge der Ver⸗ minderung der Ausgaben.

Es leuchte ein, heißt es weiter, daß bei einem solchen Sy⸗ steme, wenn uͤberhaupt das bisherige Verfahren diesen Namen verdiene, kaum eine Moͤglichkeit vorhanden sey, eine materielle Verringerung der Schuld zu bewirken, vielmehr die hoͤchste Wahrscheinlichkeit einer fortwaͤhrenden Vermehrung derselben vorltege. Denn jedes Jahr, welches ein Defizit bringe, vermin⸗ dere die Einnahmen um den Betrag einer Summe, die gleich sey dem Zinsbelaufe der Summe des Defizits. Wenn ein Ueberschuß sich zeige, so werde derselbe allerdings fuͤr ein Jahr zur Reduction der Schuld angewandt. Aber, wenn ein Sur⸗ plus und ein Defizit von gleichem Umfange sich von Jahr zu Jahr einander folgen wuͤrden, so wuͤrde, wie die Proportion zwischen Einnahmen und Ausgaben, so auch der Betrag der ungetilgten Schuld durchaus unveraͤndert bleiben.

Wenn bei einem solchen, wie dem jetzigen Systeme, eine außergewoͤhnliche Ausgabe zu den ordentlichen Lasten hinzu⸗ kommt, so wird dadurch, falls dies Ereigniß in ein Jahr des Defizits trifft, das Defizit vermehrt; faͤllt aber eine solche außerordentliche Ausgabe in ein Ueberschuß⸗Jahr, so wird da⸗ durch das Surplus ermindert oder vernichtet, so daß am Ende auch ein solches Jayhr einem Desizitjahre gleichkommt. Und nach den bisherigen Erfahrungen sind wir berechtigt zu sagen, daß, wenn eine solche außerordentliche Ausgabe sehr groß sey, wenn sie vielleicht dem Surplus mehrerer vorhergehenden Jahre ent⸗ sprechen sollte, nichts uͤbrig bliebe, als um einer solchen in ei⸗ nem Jahre eintretenden Last willen, die man nicht vorausgese⸗ hen, eine Anleihe zu kontrahiren.

Wenn ein solches Verfahren von dem Ende eines Krieges bis zum Anfange eines neuen fortgesetzt werden wuͤrde, so ist klar, daß der letztere mit einer geringeren Revenuͤe begonnen werden wuͤrde, als mit welcher der fruͤhere schloß; die perma⸗ nente Last wuͤrde waͤhrend der Zwischenzeit groͤßer geworden seyn. Es bleiben aber noch andere Umstaͤnde, als Zeiten des Krieges, ins Auge zu fassen. Es kann naͤmlich beim Eintreten außerordentlicher Verhaͤltnisse, durch welche die Ausgaben ver⸗ mehrt werden, nichts destoweniger

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wuͤnschenswerth erscheinen, Krieges, wie Vertheidiger eines

sich kaum mit einem geringeren Surplus, als dem von Herrn Goulburne angenommenen von 3 Millionen wuͤrde begnuͤgen koͤnnen. Bei einem solchen Betrage wuͤrde das durchschnittliche Einkommen die ordentlichen Ausgaben wohl immer uͤberschrei⸗ ten, und man wuͤrde gegen Desizits gesichert seyn, welche etwa durch temporaire Fluctuationen der Einnahmen und gelegent⸗ liche Vermehrungen der Ausgaben bewirkt werden. Eine voll⸗ kommene Gleichheit zwischen Einnahme und Ausgabe moͤge prak⸗ tisch unmoͤglich seyn; wenn es aber niemals ein Deftzit geben solle, so muͤsse immer einiger Ueberschuß vorhanden seyn.

Wenn der angegebene durchschnittliche Ueberschuß regelmaͤ⸗ ßig zur Reduction der Schuld verwandt werde, so sey zu er— warten, daß man dergestalt von den Zinsen der Schuld jaͤhrlich einen Betrag von etwa 100,000 Pfd. absetze. Das sey zwar wenig im Verhaͤltniß zu der jaͤhrlichen Last von 29 Millionen, aber als Sinkingfund nicht durchaus zu verachten. Nur muͤsse man allerdings von dem bisherigen Verfahren abgehen, nach welchem in jedem Vierteljahre an die Verwaltung der oͤffent⸗ lichen Schuld der Ueberschuß des entsprechenden Vierteljahres des vorhergehenden Finanzjahres abgeliefert wird, auch selbst dann, wenn weder das zunaͤchst vorhergegangene Vierteljahr, noch das ganze vorhergehende Jahr irgend einen Ueberschuß ge⸗ liefert hat. Nicht minder sey das Ausgeben von Schatzkammer⸗ scheinen in der bisherigen Weise durchaus verwerflich. Denn es werde die Bank dadurch in die Lage versetzt, zwischen der Regierung und dem handelnden Publikum waͤhlen zu muͤssen. Nur mittelst eines regelmaͤßigen und bestaͤndigen Ueber⸗ schusses werde die gegenseitige Abhaͤngigkeit des Gouverne⸗ ments und der Bank von einander beseitigt werden koͤnnen.

Die bisher gesetzlich eingefuͤhrte Einrichtung, nach welcher der als Sinkingfund zu verwendende Ueberschuß nicht das Surplus ist, welches jeweilig wirklich existirt, sondern ein durch⸗ schnittlich nach fruͤheren Perioden berechnetes, verdankt der Be⸗ sorgniß ihr Entstehen, daß man sich uͤber den wirklichen Ueber⸗ schuß des Einkommens uͤber die Ausgabe vor dem Ende des Jahres nicht vergewissern konnte. Das groͤßte Uebel ist aber unstreitig immer die Verwendung einer Summe, die gar keine Existenz hat.

Nach allem Gesagten erscheint eine wirkliche Tilgung der Schuld als etwas durchaus Nothwendiges. Sollte nun aber uͤber diesen Punkt hinaus noch ein Surplus existiren, so giebt es unstreitig verschiedene Wege, dasselbe zweckmäßig zu verwen⸗ den, z. B. Reductionen bestehender Taxen, Unternehmungen oͤffentlicher Anlagen auf oͤffentliche Kosten, spaͤter ruͤckzuzahlende Avancen an Privaten bei Durchfuͤhrung großer und wichtiger Unternehmungen und dergleichen.

Das Spystem unseres Autors besteht demnach in einer regelmaͤßigen und systematischen Tilgung der Schuld waͤhrend des Friedens, in der Bewirkung einer uͤber⸗ schuͤssigen Einnahme unter allen Umstaͤnden zu jenem Behufe, und in der unveraͤnderlichen Verwendung der letzteren. Wir halten es, aͤußert er, gleichermaßen fuͤr Klug⸗ heit wie Pflicht, im Frieden einen Theil der waͤhrend des Krie⸗ ges kontrahirten Schulden zu bezahlen, mit anderen Worten, wir sind, trotz des verhaßten Namens, die Verfechter eines Sinkingfunds in Friedenszeiten nach den Grundsaͤtzen Pitt's. Der Vorschlag sey aͤußerst einfach, aber ungluͤcklicherweise sey derselbe haͤufig mit einem anderen, gaͤnzlich davon verschiedenen verflochten worden: Schulden waͤhrend des Krieges mit erborgtem oder fuͤr 38 Zwecke bestimmtem Gelde zu tilgen. Das sey allerdings

Sodann werden verschiedene Autori *

8 ich Hamilton, der Verfasser der Un⸗ Ansicht angefuͤhrt, namentlich Hamilt 1⸗Schuld. Dieser sey tersuchungen uͤber die Britische e. 1.

b inder der Gegner eines Sinkingfunds w ren nicht min f solchen waͤhrend des Friedens.