1841 / 184 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Unter den 12 von demselben angefuͤhrt gesunden Finanz⸗Verfassung spricht das der erborgten Sinkingfunds aus.

der Bezahlung der oͤffentlichen Schuld hin. Außer Hamilton werden

Henr 1 den Lord Brougham mit dem Namen des ersten Kaufmanns

der Welt (Baring) belegte, und die Stimme dessen angefuͤhrt, den Canning als den besten Geschaͤftsmann der Welt bezeichnete.

Nebenher wird dann noch eine in dem Berichte des Finanz⸗

Comités von 1828 ausgesprochene richtige Ansicht hervorgehoben, nach welcher ein Singkingfund in Friedenszeiten anzusehen ist als ein Mittelweg zwischen der Erhoͤhung von Steuern in dem⸗ selben Jahre, in welchem eine außerordentliche Last eintritt, und der Kontrahirung einer Anleihe in Form von immerwaͤh⸗ renden Renten. Gesetzt, ein Kriegsjahr erfordere einen Mehr⸗ aufwand von 10 Mill., so wird die dadurch herbeigefuͤhrte Last, wenn die ganze Summe, innerhalb des Jahres durch erhoͤhte Taxen herbeigeschafft wird, gerade 10 Mill. betragen. Wenn man sich aber hilft mittelst einer 5proc. Anleihe und 1 pCt Sinkingfund, so betraͤgt die Belastung fuͤr jedes der 45 Jahre, woͤhrend welcher sie dauert, 600,000 Pfd., oder im Ganzen 27 Mill. Wuͤrde man aber die Summe mittelst einer Anleihe ohne Sinkingfund herbeischaffen, so wuͤrde die Last jaͤhrlich 500,000 Psd. statt 600,000 betragen; aber die geringere Last wird unstreitig vervielfaͤltigt durch ihre Perpetuitaͤt.

Außerdem wird noch darauf aufmerksam gemacht, daß eine ausgedehnte Reduction von Taxen in Friedenszeiten nothwendig zu einer ausgedehnten Auflegung von Taxen in Kriegszeiten fuͤhre, daß aber die Anlegung einer aufgehobenen Taxe unter unguͤnstigen Verhaͤltnissen weit gehaͤssiger erscheine, als die Fortdauer derselben in guͤnstigen Zeiten, und daß, wenn eine solche Taxe nur temporair auf Handels⸗Gegenstaͤnde gelegt werde, dies weit mehr Inkonvenienz mit sich fuͤhre, als eine bestaͤndig erhobene Auflage. Nichts koͤnne daher unkluger seyn, wenn man die Convenienz und Zu⸗ friedenheit der Bevoͤlkerung in Betracht ziehe, als eine Steuer aufzuheben, an welche sich die Nation vielleicht schon seit lan⸗ ger Zeit gewoͤhnt habe und durch welche kein Verhaͤltniß de⸗ rangirt werde, und vielleicht in kurzer Zeit sie in unbequemerer Weise oder auch in derselben Form wieder einzufuͤhren.

Wenn nun, so schließt unser Autor, aus der Natur der Dinge folge und die anerkanntesten Autoritaͤten darin uͤberein⸗ stimmten, daß man moͤglichst regelmaͤßig die fruͤher kontrahirten

Grundprinzipien einer zte eine Verdammung Jedes der uͤbrigen eilf aber zielt auf die Nothwendigkeit einer uͤberschuͤssigen Einnahme und

en als Autoritaͤt sodann noch die Worte des neuesten Finanz⸗Comite's des Unterhauses, dem Sir Parnell praͤsidirte, so wie der Ausspruch des Mannes,

moͤglichst

804

eventuell diesen Betrag nicht erreiche, so solle das Desizit nicht durch Borgen gedeckt werden. In großartiger Weise habe Pitt nach diesem Ziele hingestrebt. Sein urspruͤnglicher Sinkingfund habe ½à9 der ganzen Schuld betragen, so daß dieselbe in 30 Jahren gaͤnzlich getilgt worden waͤre; der zweite Pitt'’sche Til⸗ gungsfond habe auf dem Prinzip geruht, daß keine Schulden⸗ last laͤnger, als 45 Jahre, von der Nation getragen werden solle. Diesen Plan habe man 1823 remodellirt, aber auf hoͤchst ungeschickte Weise.

Was nun sey jetzt unter veraͤnderten Verhäͤltnissen zu thun? wird gefragt. Eine Menge Taxen seyen leider aufgehoben. Es sey ein großer Unterschied: die Aufhebung von Taxen zu be⸗ dauern und anzurathen, sie wieder einzufuͤhren. Nichts desto⸗ weniger muͤsse etwas geschehen; denn, wie die Sachen jetzt staͤn⸗ den, so bewirke jede vorkommende Extra⸗Ausgabe, jedes gelegent⸗ liche Defizit eine neue Last fuͤr alle Zukunft. Darum erscheine es als das Beste, den Goulburnschen Plan von 1829, nach welchem ein jaͤhrlicher Ueberschuß von 3 Millionen beschafft werden muͤsse, zu adpotiren, statt des ungluͤcklichen Verfahrens von 1819. Damit staͤnde freilich die Nation erst wieder auf der Stelle, auf welcher Pitt im Jahre 1786 gestanden. Wo aber koͤnnte dieselbe jetzt stehen, wenn man von Pitt's Prinzi— pien niemals abgefallen waͤre?!

Wenn nun unser Autor dem Pittschen Plane sich an—

schließt, so raͤth er noch, denselben in so einfacher Form, als

nur immer moͤglich anzunehmen. Es sey daher das Beste, einen großen Sinkingfund mit einfachen Zinsen ein⸗ zufuͤhren. Wenn seit dem letzten Frieden, nach einem sol— chen einfachen Plane mit Sorgfalt und Sparsamkeit ver⸗ fahren waͤre, so koͤnnte man jetzt schon seit mehreren

Jahren einen jaͤhrlichen Ueberschuß von 10 Mill. haben. Im Jahre 1833 namllch, nach Reduction der Taren mit Einschluß der 20 Mill. betragenden propertvy tax, gab es noch einen wirk—

lichen Ueberschuß von 5 Mill. Seit dieser Zeit sind ferner Taxen abgeschafft und reduzirt worden zum Belaufe von 16 Mill. Dadurch wurde seit 1823 aber nicht die Einnahme um 16 Mill.,

sondern nur um 5 Mill. vermindert; sie ist seitdem nicht auf 56 Mill. herabgebracht, offenbare bedeutende Verbesserung des Finanzzustandes andeu⸗ tet. Wenn man demnach die Reduction der Taxen nicht in so betraͤchtlichem Umfange, vielleicht nur zur Haͤlfte, vorgenommen haͤtte, so wuͤrde man wenigstens um 4 ½ bis 5 Mill. die Re⸗

sondern auf 47 Mill., was eine

venuͤen steigern koͤnnen, was mit jenem Surplus von 1823, wenn man fuͤr dessen Fortdauer gesorgt haͤtte, 10 Mill. gibt.

Ueber den Betrag von 10 Mill. brauchte man nicht hin⸗

Ein so großer Sinkingfund wie der angegebene (von Millionen), den man jetzt haben koͤnnte, wenn besonnener ver⸗ fahren waͤre, wuͤrde ein werthvoller Schatz in Kriegszeiten seyn. Die Schulden, welche in Zeiten des Krieges neu kontrahirt waͤren, muͤßten in Pittscher Weise innerhalb 45 Jahren ge⸗ tilgt seyn. 1 8 8

Das von unserem Verfasser vorgeschlagene Finanz System haͤlt derselbe schließlich fuͤr das einzige, welches auf Billigkeit be⸗ ruhe und Sicherheit gewaͤhre. Er erwartet nicht, daß die jetzi⸗ gen oder die kuͤnftigen Minister so viel ausfuͤhren werden, als er wuͤnscht. Aber, da alle fruͤheren Ministerien den ganzen Fond von Popularitaͤt erschoͤpft haͤtten, um am Ende nichts als Ver⸗ legenheiten zu bereiten, so glaubt er, daß in unserer Zeit der Chef der Finanz⸗Verwaltung nur dadurch am besten fuͤr seinen Ruhm, wie fuͤr sein Vaterland sorgen werde, wenn er einen bis⸗ her nicht gekannten Charakter der Festigkeit und Vorsicht inner⸗ halb des Kreises seiner Administration entwickle. g

Wissenschaft, Kunst und Literatur.

Berlin. Die Gerüste, welche man seit einigen Tagen in der Halle des Museums aufgeschlagen sieht, haben hier, unter lebhafter Freude, die Aussicht erweckt, diese schöne Halle mit Gemälden, worauf sie ursprüͤnglich berechnet war, geschmückt und also den Portikus in eine Poikile verwandelt zu sehen. Bekanntlich hat der Baumeister, un⸗ ser auch bei lähmender Krantheit in seinen geistigen Einflüssen noch immer fortwirkender Schinfel, selbst die Entwürfe zu diesen Gemälden gemacht, welche sowohl in ihrem reichen und tiefen Gedanken dem Auf⸗ streben des Geistes aus Nacht und Finsterniß in Licht und Klarheit, zu Kunst und Wissenschaften, als auch in der figurativen Totalität und der allgemeinen Farbenwirkung ihrem Zweck trefflich entsprechen und sicherlich erst den großen und prächtigen Eindruck des Ganzen vollenden werden. Die Leitung der Künstler, welche die Ausführung in Fresco übernehmen, ist dem Direktor Herrn Cornelius von Sr. Majestät anvertraut worden, und in dieser Hand haben wir die erfreuliche Gewißheit, daß bei den Modificationen, welche die Ausfüh⸗ rung im Großen bedingt, gewiß nur ein ächter Kunstgeschmack und die Hochachtung vor dem Genie des Erfinders entscheiden werden, turz daß man überall in seinem Geist und nach seinem Gedanken ver⸗ fahren wird. Herr Cornelius zieht dazu einige seiner in München be⸗ reits in der Freskomalerei hinlänglich geübten Freunde und Schüler hervor; ihnen werden sich junge Künstler von hier und aus Düsseldorf anschließen, denen es erwünscht ist, bei dieser Gelegenheit die Technik des Fresko zu lernen oder sich darin zu vervollkommnen. In diesem Jahre wird man freilich die Halle sich noch nicht färben sehen, zuvör⸗ derst Putz heruntergeschlagen, um einem neuen Platz zu machen, auf welchen dann die zweite Lage aufgetragen werden kann, welche bestimmt ist, die Gemälde aufzunehmen. Ein besonderes Atelier wird vom Ok⸗ tober ab den Künstlern bereit stehen, um die Cartons, ungefähr in der⸗ selben Größe der Ausführung zu entwerfen, wobei das Studium der

Frankreich.

Großbrit. u. Irl.

liederlande.

Zesterreich.

Ergebniß der

18

—2

vXX“ Imtl. Nachr. andtags⸗Augelegenheiten. R 38 Provinz. Sitzungen vo 23. und 21. Juni. Neue Anträge. 8 tußland 9 Polen. 8 der Preu . 2 oln. Gr. huͤllung und Einweihung des 1“— dem Konige Friedrich

ei 3 esetzte Denkmals. 5 IE“ WE7 ger“ uͤber die Resultate der diesjäahrigen Sitzung. Falsche Geruͤchte uͤber Ministerwechsel. Widerlegung der Geruͤchte uͤber beabsichtigte Modifizirung der Jury bei politischen Vergehen. Der Hollaͤndische Handels Ver⸗ frag. Befestigungs⸗Aebeiten. Telegraphische Depeschen aus dem Oriente. Vermischtes. Briefe aus Paris. (Die Tories „„d die Konfervativen). Der Abbé Lammennais und seine neueste errift. Die Emancipation der Sklaven. Karlistische Um triebe.)

London. Vevceidigung For Maule's als Mit glied des Geh. Raths. L. Campbell geht als Lord⸗Kanzler nach 8 16“ Ir Burdett uͤber die Politik der Mi⸗ Irland. Wahlen. Franc. Burdett uͤber die Po nister. Oriental. Frage. Vermischtes. Schreiben guls Lon⸗ don.

Die Wahlen in London; ihr Einfluß auf die Provinzen und die Parteistellung; Robert Peel zu Tamworth..) Amsterdam. Russische Anleihe.

Heutsche Bundesstaaten. Hannover. Koͤnigl. Verordnung, die Auffbsung der Stände Versammlung und die Forterhebung der Steuern betreffend. Wien. Neue Anleihe. die Deutschen Naturforscher. 18

am Ende des Jahres 1840 v. Einwohner des Preußischen Staates.

Graͤz. Einladung an

Ueber die Gleichstellung mit den Nachbarstaaten bei⸗ Erhebung der Ein⸗ und Ausgangszoͤlle auf Papier Ueber die Anmeldung Einziehenden bei den Ortsvorstän⸗

den (zum 11. Ausschuß). 1 1 8 Uebe. vic ntschäͤdigungsansprüͤche der Stadt Wesel an den Staat wegen alter Competenzgelder (zum 4. Ausschuß). . Ueber die Nothwendigkeit der Errichtung eines Handelsgerichts in der Stadt Wesel (zum 9. Ausschuß). Ueber die Verminderung der Abgaben von den Kohlenwerken in den Bergbezirken von Essen und Werden Gum 0. Ausschuß).

Ueber die Herstellung einer Eisenbahn zwischen Deutz, Elberfeld denen Lorbeer⸗Gewinden sich umschlingen. erhebt sich bende Gebaͤude weit uͤberragend. thaͤlt in seinen vier Feldern mit goldener russischer Schrift die der Geschichte Ruß⸗ lands und Preußens angehoͤrenden Worte, naͤmlich:

und Minden aus Staats⸗Fonds (zum 9. Ausschuß). Ueber die Aufhebung der Lotterien (zum 8. Ausschuß .“

Ueber die Ecrichtung eines Landgerichts in der Stadt Pruͤm (zum 4. Ausschuß). 8 8 Ueber den Ersatz einer, Behufs Gruͤndung eines deutschen Han

delsvereins, seiner Zeit in Darmstadt aus Beiträaͤgen, ver wandten Summe (zum 9. Ausschuß). Ueber die Revision des Wahlgesetzes und Aufhebung der Beschraͤn⸗

kung der Wahlfreiheit im Stande der Staͤdte Gum 1. Aus⸗ schuß). b

Ueber die Errichtung eines Sicherheits⸗Hafens bei Koblenz aus Staats⸗Fonds (zum 5. Ausschuß).

Ueber das Verbot, die Kosten der Sachwalter an den Handels⸗ gerichten der Gegenpartei in Aufrechnung zu bringen ezum 4. Ausschuß).

Ueber die Gleichstellung saͤmmtlicher Rheinbruͤcken⸗Tarife (zum 11. Ausschuß).

Ueber die Beibehaltung resp. Erhoͤhung des Schutzes der inlaͤndi schen Eisen-Fabrication (zum 9. Ausschuß).

Ueber die Verwendung der Zinsen des Landwehrpferde-Demobil⸗ Machungs⸗Fonds auf der linken Rheinseite zur Beschaffung der Pferde zu den jaͤhrlichen Landwehruͤbungen (zum 8. Ausschuß).

Ueber Erhoͤhung des Zolltarifs fuͤr auslandisches Eisen Czum 9.

russischen Kaiser Alexander I. helm III., Koͤnige von Preußen.“

schaft Rußlands Voölker; dem gemeinsamen Feinde zum Schrecken.“

8 : Cö1. —: 21. 1* I Aus diesen zwei geschichtlichen Momenten nahm S .Maj. er Kaiser Veranlassung, zum ewigen Gedaͤchtniß dessen, was an t

diesem Orte geschah, ein Denkmal zu errichten, das, aus Eisen geformt, auf dem Schloßplatze und auf der. Stelle errichtet ist welche unser unvergeßlicher Koͤnig von dem Balkon seiner We nung im Jahre 1835 so oft und so gern uͤberschaut haben soll. Das Monument ist hoch und schlank und der Groͤße des Raums, in dem es steht, angemessen. 8 n der oberen Ecken die goldenen Kaiserlichen Doppel⸗Adler, die mit gol⸗

Woh⸗

Der hohe Sockel traͤgt an den vier Aus ihnen heraus

ie schlanke pyramidalfoͤrmige Spitze, alle sie umge⸗ Der Sockel enthaͤlt in seinen

1stes Feld: „den 25. Maͤrz 1813 schloß mit Friedrich Wil⸗

helm III., Koͤnig von Preußen, in Kalisch der Kaiser von Ruß⸗ land Alexander J. den Bund zu Europa's Befreiung.“

tes Feld: „Am 31. August 1835 vereinigten sich wieder

russische und preußische Krieger bei Kalisch nach zwanzigjaͤhrigem Frieden, begruͤndet durch ihre Siege, in Gegenwart Nicolaus Kaisers von Rußland und Friedrich Wilhelm III., Koͤnig von Preußen.“

3tes Feld: „Dem treuen Freund und Bundesgenossen der ind Nicolaus I., Friedrich Wil⸗

„Allmaͤchtiger, segne den Bund und die Freun⸗

mit Preußen, zum Frieden und Wohl beider

Dies Denkmal nun hat am 25sten d. M. durch Se. Durch⸗

laucht den Statthalter des Koͤnigreichs Polen, Fuͤrst von Warschau,

Ausschuß die Weihe erhalten. Auf seinen Befehl waren die Offiziere der cdi ha iodi ichtsst in f benachbarten Preußischen Garnison Ostrowo, der Landrath des Ueber die Abhaltung peciodischer Friedensgerichtssitzungen in feene benachbarten Preußischen arnison d 111181868““ 31“” 1 Aldelnauer Kreises und die Mitglieder des . aupt⸗Amts Skalmer⸗

zyce als Theilnehmer eingeladen, um das befreundete Preußen,

auszugehen. Es wuͤrde dadurch schon nicht unbetraͤchtlich auf Vernichtung der Schuld und Ersparung von Interessen (3 bis er fuͤr ¹ 400,000 Pfd. jäͤhrlich) hingearbeitet. Demnach koͤnnte man mit welches die seyen, nach denen jedenfalls dieser vollem Fug ungefaͤhr jedes dritte Jahr eine Reduction der Betrag zu fixiren sey? Taxen um 1 Mill. vornehmen. Eine solche dreijaͤhrige Revi⸗

Schulden tilgen, zugleich aber die kuͤnftig eintretenden Lasten muͤsse, so frage es sich nur noch: welches der Be⸗ trag sey, welcher fuͤr diese Zwecke geopfert werden koͤnne? und

Natur muß zu Hülfe gezogen werden, denn Schinkel’s nur in dem klei⸗ nen Maaßstabe von etwa zwei Fuß Höhe gemalte Bilder haben hin⸗ sichtlich der Figuren die genauere Naturwahrheit noch übrig gelassen und nur danach gestrebt, sich des Gedankens und der Massen zu ver⸗ sichern. Nach diesen Cartons werden dann später wieder die Schablo⸗

von dem Sitze des Friedensgecichts belegenen Gegenden Czum

4. Ausschuß). 8 1 Ueber die Devonirung des Landwehrpferde Demobilmachungs Fonds dem ja das Denkmal gleichzeitig errichtet war, bei der Einweihungs⸗ sse in Koͤln, etwa in Feier vertreten zu sehen.

Imtliche Nachrichten.

Darauf wird die Antwort gegeben: man solle die Noth⸗ wendigkeit eines Ueberschusses anerkennen, der nicht weniger als 3 Mill. jaäͤhrlich betrage; falls aber das zaͤhrliche Surplus

sion in Bezug auf Erlassung oder Modification der vorhande⸗ nen Steuern wuͤrde in jedem Betracht weit zweckmaͤßiger seyn,

als die bisherige jaͤhrliche.

—+

frischen Kalkanwurf, so viel eine Tagesarbeit vermag, übertragen zu

werden. Gr.

nE’.

Bekanntmachungen.

Den gesammten Intestat⸗Erben des am 22. Septem⸗ und Bromberg.

ber 1765 zu Kotzen, bei Rathenow im Havelländischen Kreise, geborenen Kandidaten der Tbeologie Ludwig Christian Friedrich Picht, wird hierdurch eröffnet: daß

daß dessen Nachlaß, bei der Geringfügigkeit desselben und bet der Unthunlichkeit der längeren Aufbewahrung,

Abzug der erwachsenen Kosten, ad depositum judiciale gebracht werden wird, falls die Intestaterben des Ver⸗ storbenen sich nicht binnen 6 Wochen bei hiesiger Großherzoglicher Justiz⸗Kanzlei unter geböriger Legi⸗ timation melden werden.

Dabet wird zugleich angefügt: daß der Verstorbene in einer von ihm im Jahre 1816 aufgesetzten Notiz 7ten Jahrgangs die Kinder seines zu Nehlsdorff in der Lausitz verstor⸗ benen Bruders, des Pächters Picht, und die seiner verstorbenen Schwester, der verehelicht gewesenen Päch⸗

Erben bezeichnet hat. 8 Gegeben Güstrow, den 18 Juni 1841.

Großherzogl. Mecklenburg Schwerinsche Justiz⸗Kanzlei. Ministerium des Innern dies Blatt allen Behörden zur Anschaffung empfohlen hat, bürgt für dessen Brauch⸗ barkeit und seinen Werth. neuen Gesetzen und Verordnungen enthält es die be⸗ lehrendsten Aufsätze über die wichtigsten Zweige der Verwaltung. Regierungs⸗Räthe, Land⸗

(L. S.) G. Brandt.

LEi(ehe Anzeigen.

In der unterzeichneten Verlagshandlung ist erschie⸗

8 528] o R * 0 6 11 21 nen und ist in jeder Buchhandlung, zunächst in der tags⸗Abgeo rdnete, können diese Zeitung nicht füg⸗ Die 8s Die ersten fünf Jahrgänge (400 Bo⸗teriellen Kavpitale).

Stuhrschen, Schloßplatz Nr. 2, Potsdam Hobenweg⸗ dieh entbehren. siraße Nr à, vorräthig:

13““

I1I1 Romane, Novellen und Erzählungen. ö“ Gesammt⸗Ausgabe. b Schillerformat in eirca 10 bis 12 Bändchen und 250 Berlin, bis 300 Seiten auf schönstem Druck⸗Velinpapier. Sub⸗ zu haben: scriptionspreis 15 sgr. pro Bändchen. Nach Vollen⸗ dung des Ganzen tritt ein erhöhter Ladenpreis ein. Inhalt: die Gesammt⸗Ausgabe wird des Ver⸗ fassers auserlesenste Romane und Erzählungen, wie z. B. der jüdische Arzt, der Schiffskoch, Italien und Deutschland, Lebensbilder, Mirabeau und Sophie, mo⸗ Der derne Mährchen und Sagen, das Tagebuch eines Hof⸗ laquaien, Dante's Tod, Abälard und Heloise, Novellen, Erzählungen u. s. w. umfassen. Jena, 1841. Die Verlags⸗Buchhandlung von Friedrich Maukfe.

Dr. Wichtige Anzeige für Offiziere, 1⸗ der Artillerie. Die Tendenz

Durch Uebernahme aus einer Masse sind wir im schaftliche und Stande, das klassische Werk: I“

DObrist⸗Lientenant v. Brett mit Tabellen u. Abbildungen,

lungen zu beeilen bitten.

C. A. Sonnewaldsche Buchhandlung. si 116“] ““

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11““

HVbööö gr. 8.

Mit dem 1. Juli beginnt das neue Semester des

der Kameralistischen Zeitung fuͤr die Preußischen .

gen) sind für 10 Thlr. bei direkter frankirter Einsendung des Betrages an die Heymannsche Buchhandlung, in Berlin aber für 8 Thlr. haben.

In Unterzeichnetem ist so eben erschtenen und in der (Gropius'schen Buch⸗ und Kunsthandlung instion und Consumtion. Königl. Bauschule Laden Nr. 12,

Das National⸗System

DTITETTTTTTTTöETööö Erster Band: internationale Handel,

Oie Handels⸗-Politik Der Deutsche Zollverein.

Friedrich Li st. gr. 8. brosch. dieser Schrift ist zuglei issen⸗ eine praktische. bbeöbbe.

22Ie 8 spricht sich darüber der F 1 Die Artillerie für Offiziere aller Waffen, in rede folgendermaßen aus; Berfasser in seiner Vor⸗

sostem., taktisch. u. techn. Beziehung dargestellt von ein Spstem entstanden, das, wie Heupt. 1831, 3 Bde. noch sässe ne mag, voch ntest angch 1 mopolitismus, sondern auf die 2 statt zwölf Thlr. nur fünf Thlr. Preuß. abzulassen. die Lehren der Geschichte 8 nenr der Finge⸗ 1 Ist unser kleiner Vorrath (etwas über 100) verkauft, tionen gegründet und wodurch die G

so fehlt das Werk ganz im Handel, daher wir Reea. .g Theorie mit der Praris in E .

und die politische Oekonomie, an welcher bi b 1 Stuttgart, den 15. Juni 1841. bhre scholastische Schwierigkeit, ihre h ce geieg durc re grundfalsche Terminologie der gesunde Meuschen

ilgemeiner Anzeiger für die Preußischen Staaten.

Zu haben bei E. S. Mittler in Berlin (Stech⸗ verstand irre geworden, jedem gebildeten Verstand 8 Gra m d ki k bahn Nr. 3), so wie in dessen Handlungen zu Posen gänglich zu machen.“

E F“ Soer

Die praktische Tendenz der Schrift geht dabin, in von

das Oekonomie⸗System der

SCE8 geh. Preis 15 sgr. 1 Vorrede.

Einleitung. Erstes Buch.

Lehren der Geschichte überhaupt. Zweites Buch.

taaten,

Drittes Buch.

der öambe

und seine Schule.

und Viertes Buch.

Von Die Kontinental Politik überhaupt. Et la patrie et ['humanité Preis 3 Fl. 30 kr. oder 2 Thlr.

In ersterer Beziehung

„Daraus ist, wie ich hoffe, alle Buchhandlungen versendet: aft es zur Zeit denlosen Kos⸗ schrift: „Vier Ostpreußen. 8. 7 ½

der Na⸗ glichkeit gegeben

inklang zu stellen

zu Pflanzung und Beschützung der Ma Die Douane und die herrschende Schule.

Die Systeme. Die Italiänischen National⸗Oekonomen. Das Industrie⸗System (von so daß jeden Monat eine Lieferung die Presse verlast der Schule fälschlich Merkantil⸗System genannt). ssen und das vollständige Werk in kürzester Frist fertig Das phvsiokratische oder Agrikultur⸗System. Das werden kann. Nach vollendetem Druck tritt ein erhöh⸗ Tauschwerth⸗Svstem (von der Schule fälschlich Judu⸗ ter Ladenpreis ein.

strie⸗System genannt). Adam Smitb. J. B. Say

geheftet 7 ½ sgr. Aug. Hirschwald in Berlin, Burgstraße Nr. 22.

mächtigsten Nationen (Frankreichs, Nord⸗Amerita's, Rußlands, vorzüglich u t dieses Im Verlage von Duncker und Humblot ist so aber Englands) dem Deutschen Publikum eine klare der Letztere am 14. Mai dieses Jahres zu Ganzlin, eben erschienen und zunächst in allen Berliner Buch⸗ Einsicht zu verschaffen und da Doma lial⸗Amts Plau, ab intestato verstorben ist und handlungen zu erhalten:

Die bedingte Preßfreiheit

s öfonomische System des Deutschen Zollvereins theoretisch und praktisch zu sergründen. Der Herr Verfasser hat darin alle die gro⸗ und be Inth 1 ber ¹ szen national⸗bfonomischen Fragen antizipirt, die gegen öffentlich meistbietend verkauft und der Erlös, nach historisch⸗kritisch entwickelt und beleuchtet wärtig in England, Nord⸗Amerika, Frankreich, Holland von und Deutschland diskutirt werden, und sie vom natio⸗ nal⸗deutschen Standpunkt aus zu beleuchten gesucht.

EEJJZJ

8 Geschichte. Die Italtäner. Die Hansen. Die Niederländer. Die Engländer. Die Spanier und Portugiesen. Die Franzosen, die Deutschen, die Russen, die Nord⸗Amerikaner. Die

1 ver, 2 Theorie. Die politische und k terin Guthke in Görne bei Frisack, als seine Intestat⸗ und kann das 2te Halbjahr 1841 für 2 Thlr. durch mopolitische Oekonomie. Die Theorie der Wer alle gute Buchhandlungen und die Königl. Postämter und die Theorie der produktiven Kräfte. Die natio⸗ allwochentlich bezogen werden. Daß das Königl. hohe nale Theilung der Geschäfts⸗Operationen und die Con⸗ föderationen der National⸗Produktipkräfte. Die Pri⸗ seu: vat⸗Oekonomie und die National⸗Oekonomie. Na⸗ Außer Personalien und tionalität und die Oekonomie der Nation. Volks⸗ und Staatswirthschaft, politische und National⸗Oeke⸗ nomie. Die Mannfakturkraft und die persönlichen, e socialen und politischen Produktivkräfte. Die Ma⸗tioribus de re botanica seriptoribus plantis phanero räthe, Magisstrate, insbesondere aber auch Land⸗uufakturkraft und die natürlichen Produktivkräfte. Die Manufakturkraft und die Instrumentalkräfte (ma⸗ Die Manufakturkraft und das Agrikultur⸗Interesse. Die Manufakturkraft und der Neunte und zehnte Lieferung: Myrsine Ranunculus. Handel. Die Manufakturkraft und die Schifffahrt Subscriptions⸗Preis für jede Lieferung 20 sgr. die Seemacht und die Colonisation. Die Manufak⸗ Ganze wird in 12 Lieferungen je zu ungefähr 8 Bo⸗ turkraft und die Circulations⸗Instrumente. Die gen erscheinen und zum Subscriptionspreis von 8 Thlr. Manufakturkraft und das Prinzip der Thätigkeit. bis zur Vollendung des Drucks zu haben seyn. Hie Mannfakturkraft und die Reizmittel zur Produc⸗(das Werk, wie zu erwarten ist, mehr als 12 Lieferun Die Douane als Hauptmittelgen umfassen, so wird der Preis dadurch für die Sub

Die Politik. Die Infular⸗Supre⸗ matie und die Kontinental⸗Mächte. Nord⸗Aumerifk s und Frankreich. Die Deutsche Handels⸗Union. in Berlin (Brüderstr. Nr. 13), Elbing, Stettin Die Oekonomie der Deutschen Nation insbesondere. Nachtrag. Stuttgart und Tübingen, Mai 1841.

J. G. Cottascher Verlag.

Bei Unterzeichnetem ist so eben erschienen und an

Preußens Verfassung. Antwort auf die Flug⸗ Fragen“, beantwortet von einem von

Im Verlage des Unterzeichneten erscheint in kurzem und ist durch E. S. Mittler (Stechbahn 3) zu beziehen:

11“ vn. er 1

Georg Maßmann. auf weißem Druckpapier. 12 Bogen. Preis circa 1 Thlr. Bei d schen Juteressen nimmt, steht wohl zu erwarten, daß diese in gedrängter und faßlicher Anordnung durchge⸗ führte Sprachlehre beim Publikum eine willkommene Aufnahme finden werde. Da eine allgemeine Versendung nicht stattfindet, wird gebeten, Bestellung darauf den zunächst gelegenen Buchhandlungen zu überweisen. 8

Leipzig, im Mai 1841. Joh. Fr. Hartknoch.

Steudel Nomenclator botanicus. Editio secunda. Neunte und zehnte Lieferung. Verlag der Unterzeichneten sind so eben erschie⸗ nen und in allen Buchhandlungen zu haben:

Nomenelalor botanicus Synonymia plantarum enumerans

ordine alphabetico nomina atque synonym, tum generica tum specifica, et a Linnneo et a recen

uni versalis,

gamis imposita. Autore E. Steudel, Med. Dr. 1“ Editio seennda ex novo elaborata et aucta.

Das

Sollte

fakturkraft. skribenten nicht erhöht, sondern die nachfolgender Bogen denselben gratis nachgeliefert. Der Druck dieses Werkes wird möglichst beschleunigt

Stuttgart und Tübingen, Mai 1841.

J. G. Cottascher lag. Zu beziehben ist Obiges durch die hge Nicolaische Buchhandlung

und Thorn.

So eben ist in unserem Verlage erschienen: als Undd

2 1 degel's Wissenschaft der Logik

Kommentar

Dr. und außerordentl. Professor der Philosophte an der Universität zu Berlin. 1 Erste Abrheilung. gr. 8. auf Velinpapier. geh. 1 Thlr. 10 sgr. Berlin, im Juni 1841. Veit & Comp.,

8 Jägerstraße Nr. 25.

dem Antheil, den man gegenwärtig an Russi⸗

nen ins noch Großere gezeichnet, um von diesen unmittelbar auf den 1 bei der Koͤniglichen Regieungs⸗Hauptkat

Kronik des Tages. Se. Majestaͤt der Koͤnig haben Allergnaͤdigst geruht: Dem emeritirten Lehrer Coßmann zu Gorsleben, das All⸗ neine Ehrenzeichen zu verleihen; *Den Reglerungs⸗Rath von Kahlden⸗Normann Peolizei⸗Direktor in Potsdam zu ernennen; und Die bei dem hiesigen Kriminalgericht angestellten Justizraͤthe Stoewe und Stahn zu Kriminalgerichts⸗Raͤthen zu befoͤrdern.

zum

8 9* 1 nrtor isf 9† Der Justiz⸗Kommissarius Franz in Juͤterbogk ist zugleich zum Notar in dem Departement des Kammergerichts bestellt worden. Der General⸗Major und Commandeur. der

Angekommen: HGH Ang Troschke, von Star gard.

4ten Landwehr⸗Brigade, Freiherr von

Landtags-Angelegenheiten

Rhein⸗Provinz Düsseldorf, 22. Juni. Wegen Unpaͤßlichkeit tags⸗Marschalls fuͤhrt der Stellvertreter desselben in der heutigen Verse g den Vorsitz. C sg. b“ Antraͤge verlesen: per die Revisto des Z0 karifs. 3 8— düe Reuison des Eisenbahngesetzes beide zum 9. öö Ueber die Verdffentlichung der Verhandlungen in Kommuna An⸗ gelegenheiten und das öö Erlassung einen do ördnung (zum 11. Ausschuß). nebe ge eines Theils des Weinprodukts von der Moͤst steuer zum Hausbedarf der Winzer ( 1 8. Ausschuß Ueber die von dem Konige zu erbittende fortdauernde ünterstuͤtzung fuͤr den Dombau zu Koln [vecanlaßt durch eine Petition vieler Einwohner der Stadt Koblen;] Gum 3. Ausschuß.) 2. Ueber die Bewilligung eines Fonds zur Beschaffung einer Kom⸗ pressions⸗Maschine der Braunkohle (zum 8. Ausschuß Ueber die Nothwendigkeit bei⸗ den Orten Wesel und Wahn Be hufs der jaͤhrlichen Artilleric⸗Uebungen Baracken zu ercichten oder den Gemeinden groͤßere Entschaͤdigung zu bewilligen 6 Ausschuß). 1 8 1 Uebet' die Ansvruche der Stadt Duͤsseldorf, auf Uebernahme der Polizei⸗Verwaltungs Kosten auf Staats⸗Fonds 1A“ ordnete wuͤnschen, daß der Antrag auf alle Staͤdte der Pro⸗ vinz, in welcher Schlacht- und Mahl⸗Steuer erhoben wird, ausgedehnt werde] (zum 11. Ausschuß). Ueber Regulirung des Niersflusses und die Uebertragung der Auf sicht uüͤber den Fluß, so wie über die Baͤche und (G aͤben in en Bezirken von Cleve⸗ und Geldeen an eine aus. den Bethei ligten zu waͤhlende Kommission (zum 5. Ausschuß Ueber die Bestrafung der T hierquaͤlerei zum 3. Ausschuß Ueber die Erleichterung der Communikattons Mittel mit Belgien und Verminderung der Abgaben von den hollaäͤndischen Bin nenwaͤssern (zum 9. Auzschußh).. ö Ueber die Gewaͤhrung der Freihafen Rechte an die S faͤdte Duͤssel dorf und Duisburg. (Gleiche Rechte werden auch fuͤe andere Rheinstaͤdte in Anspruch genommen.] (zum 9. Ausschuß.) Düsseldorf, 23. Juni. Nach Eroͤffnung der heutigen Sitzung giebt der stellvertretende Landtags-Marschall der Ver— sammlung Nachricht, daß der Landtags⸗Marschall bei dem Land⸗ tags⸗Kommissar um eine Verlaͤngerung des Landtages um vier⸗ zehn Tage nachgesucht habe. Eine fernere Mittheilung betrifft die Quantitaͤt des in den letzten Zahren. eingefuͤhrten auslaͤndi⸗ schen geschmiedeten Eisens (zum 82 Ausschuß). Dann die Ver⸗ handlungen mit den saͤndischen Wege⸗Kommissarien in Betreff der Bezirks⸗Straßen der Provinz Gum 11. Ausschuß). Hierauf wird die Verlesung der Antraͤge fortgesetzt: Ueber die Verwaltung des katbolischen Kirchenvermögens Großherzogthum Berg Gum 3. Ausschuß).

Staatsschuldscheinen, und Verwendung der Zinsen derselben unter Aufsicht einer staͤndischen Kommission (zum 8. Ausschuß,). Ueber die Einfuͤhrung der breiten Raͤder auf allen Kunststraßou in⸗ nerhalb eines zu sixirenden Termins (zum 11. Ausschuß).. Ueber Ermaͤßigung der Salz-Preise Behufs der Soda ⸗Fabriken, oder Gestattung der Einfuhr auslaͤndischen Salzes Gum 9. Ausschuß). Ueber die Erhoͤhung des Gehalts der Subaltern⸗Beamten Ausschuß). 1u“ Ueber Herstellung der fruͤheren Bezirks⸗Gerichte und Verminderung der Competenz der Friedens⸗Richter (zum 4. Ausschuß).. Ueber die Verminderung des Steuer⸗Satzes in Beziehung auf die active Stimmfaͤhigkeit bei Landraths⸗Wahlen im Kreise Cleve Gzum 11. Ausschuß). Ueber das Beduͤrfniß einer (zum 4. Ausschuß). Ueber die Einziehung der zur Garde tauglichen Dienstpstichtigen, ohne Ruͤcksicht auf die Nummer ihres Looses (zum 11. Aus schuß). 1 Ueber die Ausgleichung der Branntweinsteuer zwischen Preußen und Baiern, Herabsetzung dieser Steuer fuͤr kleine Brenne reien auf den Satz von 1824, und schaͤrfere Bewachung der bairischen Graͤnze gegen Einschwaͤrzung zum 8. Ausschuß).

Gum 8.

bald eintretenden Gesindeordnung

Ueber den den bergischen Tuch- und sonstigen Stoffe Fabriken zu gewaͤhrenden Schutz (zum 9. Ausschuß). 1

Ueber den auf den Gemeinden Muͤhlheim a. R.⸗ Duͤnnewald, Merheim bei den Artillericuͤbungen lastenden Druck des Vor⸗ svanns, und Vorschlag einer Ausgleichung zwischen den Ge meinden des Regierungs⸗Bezirks Kdln (zum 11. Auzschuß).

Ueber die zu starke Beschraänkung der Gast⸗ und Schenkwirthschaf⸗ ten auf dem Lande (zum 5. Ausschuß). b

Ueber die Vertretungs⸗Gebuͤhren der Mandatarien bei den Han⸗ delsgerichten (zum 4. Ausschuß).

Ueber die Verbindlichkeit der Gemeinden zur Herstellung und Un⸗ terhaltung von fremdem Fuhrwerk benutzter Kommunalwege (zum 11. Ausschuß). 1

Ueber den Zweck und die bisherige Verwendung des Bergischer Schul⸗-Fonds und Stellung der Verwaltung desselben untee eine staͤndische Kommission (zum 3. Ausschußz.

Ueber die feste Tarifirung fremder Gold⸗ und Silbermuͤnzen Czum 8. Ausschuß). b

Ueber die Gränzbestimmung der Leinpfade an der Mosel und Uebernahme der Kosten des Ausbaues dereselben durch den Staat um 5. Ausschuß). .

Ueber die Veranschlagung der Moststeuer durch eine gemischte Kommission von Regiecungsbeamten und Weinautsbesitzern

zum 8. Ausschuß). 8

Ueber das Beduͤrfniß und den Wunsch baldiger Besetzung des bischdflichen Stuhls zu Teier (zum 3. Ausschuß). 3

Ueber die Aufhebung des Gesetzes vom 6. Maͤrz 1821 und der fol enden, üͤber den erimirten (Gerichtsstand fuͤr Beamten, so wie uüͤber eine Modification der Preß Gesetze (zum 4. Ausschuß).

Ueber Befreiung resp. Eestattung der Mahl⸗Steuer von Mehl, welches aus mahlsteuerpflichtigen Staͤdten ins Ausland oder auf das vlatte Land geht Gum 11. Ausschuß).

Ueber Ermaͤßigung der Maisch- Steuer Gum⸗ 9. Ausschuß).

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Zeitungs-Uachrichten. Nusland.

Nustland und Polen.

Von der Preußisch⸗Polnischen Gränze, 27. Juni. Am 25. Maͤrz 1813 vereinigten sich bekanntlich in Kalisch der Kaiser Alexander und unser hochseliger Koͤnig zum Buͤndniß einer Freundschaft, die an Treue und Wahrhaftigkeit die Geschichte al⸗ ler Zeiten uͤberbietet und deren Erfolge die Voͤlker Europa's noch heute segnen muͤssen. Am 31. August 1835 vereinigte wiederum der erhabene Nachfolger Alexanders, Kaiser Nicolaus, mit bis da⸗ hin ungekanntem militaͤrischem Glanze seine Krieger mit den ver⸗ bruͤderten Preußen an demselben Orte, an welchem 22 Jahre fruͤ⸗ her der welthistorische Bund geschlossen ward.

Die Feier der Weihe selbst war eine militairische. Die Waf⸗ sen hatten das Denkmal gegruͤndet, die vereinigten Armeen hatten ihm die Vollendung gegeben, dem Mlilitair gebuͤhrte also auch die Weihe, obwohl das gesammte Civil⸗Dienst⸗Personal der Woiwod⸗ schaft in seiner Amtskleidung an dem oͤffentlichen Feste Theil nahm. Die Militair⸗Parade war gebildet durch die vier, Batail⸗ lone des Jaͤger-Regiments Wielkoludzki unter Kommando des Ge⸗ neral von Mansuroff und durch eine Fuß⸗Battern von acht Ge⸗ schuͤten unter Kommando des Obersten Samson, nufgestellt auf drei Seiten des großen Schloß⸗Platzes und umwogt von zahllo⸗ sen Zuschauern, die, festlich geschmuͤckt, uͤberdies noch jedes Fen ster, jede Dachoͤffnung und selbst die hoͤchsten Punkte des an dem Platze stehenden Thurms der Pfarrkirche eingenommen hatten. Nachdem der Fuͤrst⸗Statthalter mit seinem Stabe und den einge ladenen Gaͤsten um 11 Uhr den Platz verlassen hatte, und von den aufgestellten Truppen mit einem Hurrahruf empfangen wor den war, fand die Enthuͤllung der Inschriften des Denkmals un— ter Ablesung des darauf Bezug habenden Kaiserlichen Ukases und unter den militairischen Honneurs statt. Ihr folgte augenblicklich das erhabendste Schauspiel. Waͤhrend naͤmlich die Militair⸗Muͤsik die russische Hymne spielte, erdroͤhnte der Platz vom tausendfaͤlti—

8b

gen Geschoß des musterhaft geordneten Bataillons⸗Feuers, accom⸗ pagnirt von dem maͤchtigen Donner der in der Truppen⸗Linie aufgestellten Artillerie.

1 Die preußischen Gaͤste wurden sodann auf Verordnung des Fuͤrsten neben das Denkmal gefuͤhrt, und auf die rechte Seite def⸗ selben mit der Fronte gegen den Pallast aufgestellt, waͤhrend die Bataillons⸗Kolonnen sich in Zuͤgen formirten und im Parade⸗ schritt sich dem Denkmal naͤherten. Etwa dreißig Schritte von diesem entfernt setzte der Fuͤrst sich an die Spitze der Truppen und fuͤhrte diese um das Denkmal, dasselbe salutirend und die an⸗ wesenden Preußen als Vertreter ihres Landes ehrend.

Mittags gab der Fuͤrst⸗Statthalter seinen Gaͤsten ein glaͤnzen⸗ des Festmahl, bei welchem die Toaste auf das Wohl Ihrer Ma⸗ jestaͤten des Kaisers von Rußland und des Koͤnigs von Preußen, so wie der Kaiserin von Rußland und der Königin von Preußen unter dem Donner des Geschuͤtzes ausgebracht wurden.

Frankreich.

Paris, 29. Juni. Der Messager enthaͤlt folgenden apo logetischen Artikel uͤber die Resultate der diesjaͤhrigen Session:

„Die Session ist beendet. Sie ist thaͤtig, fruchtbar, wohl⸗ angewendet fuͤr das Land gewesen. Das Ministerium vom 29 Oktober hatte die Geschaͤfte unter schwierigen Umstaͤnden uͤber nommen; aber die Kammern haben ihm einen aufrichtigen Bei⸗ stand gelestet. Sie haben es maͤchtig unterstuͤtzt in der Aufgabe, die es uͤbernommen, indem sie die Politik, zu der es sich bekannte, schon bei der Eroͤrterung der Adresse annahmen, und waͤhrend des ganzen Laufes der Session aufrecht erhielten. Indem die Kammern an die Stelle der Kriegs⸗Politik die Politik des bewaff⸗ neten Friedens setzten, die Politik eines wuͤrdevollen und ehren⸗ werthen Friedens, haben sie dem Lande einen Dienst geleistet. Wir haben die Fruͤchte desselben augenblicklich gezͤvndtet. Gemuͤther haben ssch beruhigt, die Leidenschaften sind verschwun⸗ den, die Interessen, die man erschuͤttert hatte, indem man sie chi—⸗ maͤrischen Nothwendigkeiten opfern wollte, haben wieder Muth gefaßt und sich befestigt. Die Handels⸗Beziehungen, die einen Augenblick eingeschuͤchtert und unterbrochen worden waren, haben einen neuen wohlthaͤtigen Ausschwung genommen; der Staat hat seine Einkuͤnste wachsen sehen; der oͤffentliche Kredit hat sich wieder gehoben; dies sind die Resultate der festen und weisen Peolitik, welche die Session eroͤffnet und den ganzen Verlauf der⸗ selben geleitet hat.

Jedoch hatte die Vergangenheit Fehler und Verpflichtungen hinterlassen. Es war eine Liquidation zu besorgen, und zugleich ein Werk der Wiederherstellung zu vollenden. Allerdings See man sich nicht verhehlen, daß die Lage der Dinge viele neue Beduͤrf⸗

Die

nisse mit sich brachte.