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f r. 1240 u. 1239, Nr. 78 des Hypotheken⸗ haunisgase zeraundütäck, abgeschätt auf 1890 Thlr. zufolge der nebst Hypothekenschein und Bedingungen in der Registratur einzusehenden Taxe, soll
den 19. (Neunzehnten) Oktober 1841, Vormittags E“ or dem Artushofe verkauft werden. in ng werden alle unbekannten Real⸗Praͤtenden⸗ ten zur Wahrnehmung ihrer Gerechtsame zu dem auf den 19. Oktober c., Vormittags 190 Uhr, vor dem Herrn Land⸗ u. Stadtgerichtsrath v. Frantzius anstehenden Termine, bei Vermeidung der Praͤklusion, hierdurch auf das Stadtgerichtshaus vorgeladen. Koͤnigl. Land⸗ und Stadtgericht zu Danzig.
mit der Eisenbahn nach Braunschweig einzuladen. Actien-Zeichnungen nehmen an:
Z 11111A“ schwerdt K Beuchel,
und Zuck
Co.
Herr Kux sen.,
und Herr G. L. Dommerich, in Leipzig die Herren HHammer K Schmidt,
in Dresden Herr Michael Kaskel,
und die Herren Mendelssohn & Co.
8 Ediktal⸗Citation.
Nachbenannte Abwesende:
1) der Chirurg Johann Carl Herbst, geboren am 6. Oktober 1760 zu Tennstedt (er ist seit 1791, wo er aus Churfuͤrstlich Saͤchsischen Militairdiensten entlassen worden, verschollen und sein hiesiges Ver⸗ moͤgen betraͤgt ungefaͤhr 220 Thlr.); der Schlosser Johann Gotthelf Weingaͤrtner, ge⸗ boren zu Kindelbruͤck den 26. Oktober 1796 Ler hat im Jahre 1821 aus Batavia die letzte Nach⸗ richt von seinem Leben uünd Aufenthalt gegeben und sein Vermoͤgen besteht ungefaͤhr in 212 Thlr.); der Raͤdler⸗ und Guͤrtlergeselle Christian Samuel Schenke zu Weißensee, geboren den 23. Februar 1807 (er ist im Jahre 1826 in die Fremde gegan⸗ gen und hat seit dieser Zeit keine Nachricht von sich ‚ sein Vermoͤgen betraͤgt ungefaͤhr 780 7.
werden auf den Antrag ihrer Verwandten und resp.
Abwesenheits⸗Kuratoren sammt ihren etwa zuruͤckge⸗
lassenen unbekannten Erben und Erbnehmern hierdurch
bffentlich vorgeladen, sich vor oder spaͤtestens in dem auf den 14. Februar 1842, Vorm. 10 Uhr, “
vor dem Deputirten, Herrn Land⸗ und Stadtgerichts⸗ 1 I
Assessor Voigt, an hiesiger Gerichtsstelle anberaumten Zwei zusammenliegende Ritterguͤter in Pommern mit
Termine persönlich oder durch einen zulaͤssigen Bevoll⸗ einem Areal von 6000 M gutem Boden, schoͤnen Forsten
maͤchtigten, wozu die Herren Justiz⸗Kommissarien Dr. und bedeutenden baaren Gefaͤllen, sind aus freier Hand
Gruber und v. Buͤnau hier uͤnd Justizrath Salzmann zu verkaufen. Der feste Preis ist 80000 Thlr. mit
zu Soͤmmerda vorgeschlagen werden, zu melden, sonst 25000 Thlr. Angeld. Naͤheres im Intelligenz⸗Comtoir.
aber zu gewaͤrtigen, daß sie, die Abwesenden, fuͤr todt —
erklaͤrt werden und das von ihnen zuruͤckgelassene Ver⸗
moͤgen unter Ausschließung der unbekannten Erben hrlich i chalt
oder Erbnehmer den sich legitimirenden Verwandten wird auch diesen Sommer am 2., 8.
und in deren Ermangelung dem Koniglichen Fiskus neuen Styls stattnden. ⸗
uͤbereignet werden wird. Riga, den 18. Juni 1841. 4 “ Weißensee, den 26. Maͤrz 1841. Ln zur Einfuͤhrung des Wollmarkts ernannte Comité. Kdnigl. Land⸗ u. Stadtgericht. Wenzel.
hsuter sind im Besitz einer kurzen Druckschrift, wel che die Anräthlichkeit dieses Unternehmens darthu und zugleich die Bedingungen enthült, unter welchern
schrift und die Formulare zu den Actien-Zeichnun gen vou ihnen auf Verlangen verabretcht werden.
Magdeburg, den 1. Juli 1341.
burg und Halberstadt. Francke, Ober-Bürgermeister, Behrens, Stadt-Rath, Morgenstern, Consul, Chef des Hauses Mo 4 genstern & Co., 8 C. Schultze, Commeacien-Rath, Chef des IHau-8 ses J. C. Weifse & Co.,
Zuckschwerdt, Kaufmann, Associé des au-sa ses Zuckschwerdt & Beuche!l, / Graf Kleist von Nollendorff, Königlicher)
Landrath, von Brüncken, Ober-Bürgermeister, Augustin, Ober-Landes-Gerichts-Rath, Wrede, Chef des Iauses Gebr. Wrede,
—, —
Der alljaͤhrlich in Riga abzuhaltende Wollmartk und 4. August
8 Ki eraris 0) zeigen 8 “ .. . 24 Nothwendiger Verkauf. iterarif che 1 zeigen. Behufs Aufloͤsung der Gemeinschaft. Stadtgericht zu Berlin, den 19. Mai 1841. Das in der Mohrenstraße Nr. 36 belegene Grund⸗ stuͤck der Erben der Wittwe von Reichenbach, Friede⸗ ike Susanne gebornen von Schmettau, tarirt zu 15,730 Rthlr. 27 sgr. 2 pf., soll am 7. Januar 1842, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Tarxe und der erste Jahrgang dieses Hypothekenschein sind in der Registratur einzusehen. Etwanige unbekannte Realpraͤtendenten werden hier⸗ neten Pflanzenwerkes vollständig. durch oͤffentlich vorgeladen. Berlin, Juni 1841.
ILc-cones ꝑc horti regii botanici Beroliniensis.
Von II F Linl
Fr. Klotzsch. 24 Abbildungen. gr. 4to. nebst TPext.
IVS 6 Thlr.
durch
Veit & Comp.
Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 25. Mai 1841. Das in der Commandantenstraße Nr. 9 belegene Berlin bei W. Logier, Friedrichsstraße Nr. 161:
JDII1 Grundstuͤck, taxirt zu 19,512 Thlr. Die 7 sgr., so 1n8 S EE1 41 ubr, re ch te 81.““ an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und 1X““ Hypothekenschein sind in der Registratur einzufehen. Rationaglismus und Christianismus.
w Sendschreiben an Deutschlands junge Theologen der evangelischen Kirche. Broch. 7 ½ sgr.
Die Worte, die in diesem Sendschreiben ein in er werden hiermittelst alle diejenigen, welche an das der Wissenschaft ruͤhmlichst bekannter Veteran den on demselben bisher besessene, an der Steinbecker jungen Theologen zuruft, verdienen in den jetzigen Straße sub Nr. 34 hierselbst belegene, gegenwaͤrtig Zeiten der Extreme (in religidser Hinsicht) die vollste an den Kaufmann L. E. Christen verkaufte Wohn⸗ Beachtung. haus c. Fhr P firgend einem “ — rungen und Anspruͤche zu machen haben, geladen . 1 u veren gehoͤriger Anmeldung und Vecahr eitung „Bei Aug. Hirschwald in Berlin, Burgstr. 25, ö,ITöö ist so eben erschienen und in allen Buchhandlungen den 13. und 27. kft. Mts. und 10. Aug. d. J., zu haben: 1
jedesmal Morgens 10 Uhr, Neumann, A. C., Handbuch der gericht-
vor dem Stadtgerichte hierselbst zu erscheinen, bei- liehen Anatomie für Rechtsgelehrte, Bo-
dem Nachtheile, daß sie sonst durch die vom 24. Aug.
d. J. zu publizirende Praͤklusiv⸗Sentenz damit fuͤr
immer werden ausgeschlossen und abgewiesen werden. Datum Greifswald, den 29. Juni 1841.
Direktor und Assessores des Stadtgerichts
1ö;
Proklama. Auf den Antrag des hiesigen Kaufmanns W. Puͤt⸗
Universitäten medicina forensis hören, so wie überhaupt für Jeden, welcher den wich- tigen Bau des Menschen ohne Beihülfe von Lei- chen und anatomischen Abbildungen gründlich kennen lernen will. Nebst einem Wörter- buche, welches gegen 5000 der gebräuchlich- sten anatomischen Ausdrücke erkläürt. General⸗Versammlung heftet 1 Thlr. 15 Sgr. der Rhein⸗ böeeeeechen⸗ b 1 8 esellschaft. “ . dn hichat in seiner Plenar⸗Sitzung vom Busn b. 8 (Ks aiel. “ WL11“ der Actionaire zu 1I G 1. 8e eln ö 1 1Iabg lar 8 E — Beschlusses beguftragt, Zweige der bürgerlichen Baukeunst. Ein Taschen s Rhein⸗Weser⸗Eisenbahn⸗ buch für Architekten, Gewerksmeister und Bau Unternehmens zu einer 1 herren. Preis 1 Thlr. 10 sgr.
General⸗Versammlung im großen S 8 Vofssche Buchhandlung, Ressource⸗Gesellschaft hier acf dgeeFgaendeg Charlottenstr. No. 25, Ecke der Ueretirozhetr 26. Au gust c. Morgens 9 Uhr, V hierdurch ergebenst ein, mit dem Bemerken, daß in die⸗ ser General⸗Versammlung die statutmaͤßige Erneuerung
Im Verlage von G. P. Aderholz in Breslau des Verwaltungsraths um ein Fuͤnftheil seiner Mit
1 ist erschienen und in Berlin in Oehmigke's Buch⸗ glieder stattfinden wird. handlung (L. Büͤlow), Burgstraße Nr. 8, zu haben: Die Einlaßkarten und Stimmkarten sind an den Die Preußischen Staͤdte-Ordnungen
beiden vorhergehenden Tagen, Vormittags zwischen 8 vom 19. Nov. 1808 und 17. Maͤrz 1831 und 12 Uhr 1. Nachmittags zwischen 3 ve lürz 188 ftszimmer der unterzeichneten Direction Gesezgebung und Wisenschaft. 2 2777 . 9. 2 . dis 9 egeben Zulaͤssige Vollmachten koͤnnen nur dann berücksichtigt von L. v. Roͤnne, Oberlandesgerich ts⸗Rath werden, wenn darin die Namen der zu vertretenden Gr. 8. geh. 30 Bogen. 1 Thlr 20 Sgr Actionairs und die Nummern der betreffenden Aktien Se. Excellenz, der Hr. Minister v. s ganz deutlich angegeben sind. bei Erscheinung dieses Werkes Minden, den 24. Juni 1844. hhes Rescript durch die Amtsblaͤtt Die Direction der bIIIIe Besellschaft. „Der Oberlandesgerichtsrath Bar G von Spreckelsen. Vorlaͤͤnder. W. Tappen. 7nes nn hseis so ihm Baron v. 9 8 “ „titelt: Die Preuß. Staͤdte⸗Ordnu 2. Breslau bei Aderholz, uͤberfandt, 89 % ꝛc
nachstehendes ho⸗
Bekanntmachung. Das unterzeichnete Comité hat es mit Allerhöch- ster Genehmigung übernommen, zur Theilnahme an
1.“ “
„den, und die Ausfuͤhrung und Anwend Inenden Gesetze und Ministerial⸗Be⸗
1“ .
einer Actien-Gesellschaft zum Bau einer Eisenbahn zwischen Magdeburg und IIalberstadt in Verbindung
in Magdeburg die Handlungshäuser Morgenstern in Halberstadt die Herren Gebrüder Wrede und
in Braunschweig die Herren Gebrüder Löbbecke
in Berlin die Herren Anhalt und Wagener
Die eben genannten Banquier- und resp. Handlungs-
Comité zum Bau etner Eisenbahn zwischen Magde-
SunqopselN un
810qe 2
Mit dem eben ausgegebenen vierten Hefte ist seine anerkannt musterhaften, naturgetreuen Abbildungen ausgezeich-
Bei K. F. Koͤhler in Leipjzig ist so eben erschie⸗ nen, durch alle Buchhandlungen zu bekommen, in
lizeibeamte und Studirende, die an den*
und 7 Uhr, mit ihren Ergaͤnzungen und Erlaͤuterungen durch
v. Rochow hat er bekannt machen
ath NKoͤnne herausgegebenes Werk, be⸗
2 3 elches alle „die beiden Gesetze ergänzenden und engaehg⸗
dung ord⸗ Bestimmungen
„beiten dieser Art bei weitem e; ist,
„ich es als ein sehr nuͤtzliches Huͤlfsmittel fuͤr alle lichst kuͤrzester Zeit beendigt werden.
„diejenigen Behoöͤrden und Personen betrachten „ muß, welche bei Ausfuͤhrung beider Gesetze be „theiligt sind. dni „gierung auf dieses sehr schaͤtzbare Werk aufmerk „sam, um es nicht nur fuͤr Ihre eigene „thek anzuschaffen, sondern auch um es in Ihren „Amtsblatte den Magistraͤten, Stadtver „ordneten und allen Denjenigen zu empfehlen „welche sich fuͤr diesen wichtigen „teressiren.
Berlin, den 17. Januar 1840.
t Werke fuͤr Reisende.
In der Hoffmann 'schen Verlags⸗Buch
die Actien gezeichnet werden können. Diese Druck- handlung in Stuttgart sind erschienen und in
„so vollstaͤndig und in so klarer wissenschaftlicher nicht mehr als 10 Neu⸗ „Anordnung enthuͤllt, daß es allen zeitherigen Ar⸗ fuͤr das Heft betragen. nat und stens ein Heft erscheinen und das Ganze in moͤg⸗
Ich mache daher die Koͤnigl. Re⸗ der Sache angemessen,
Gegenstand in⸗als
““
oder Silbergroschen (8 gGr.) Jeden Monat wird wenig⸗
Die erscheint mit Monat August. ein schoͤner deutlicher Druck, wird gewiß befriedigen. Ein⸗ oder in ausgewaͤhlten Partieent werden die
merste Lieferung Ein gutes Papier und
zeln
Biblio⸗ Baͤnde oder Hefte jedoch nicht verkauft werden.
ꝙ Es wird denn zunaͤchst zur Subscription auf die Evangelische Kirchen⸗Bibliothek hierdurch ‚jeingeladen, welche sowohl der Unterzeichnete alle Buchhandlungen Deutschlands und der angraͤnzenden Laͤnder annehmen. [Auch ist der Plan des Werkes in jeder Buchhand⸗ lung zu haben.
Um endlich Niemand zu nahe zu treten, welcher im rechtmaͤßigen Besitz des Verlagrechtes neuerer Schriften ist, die, ohne willkuͤrlich zu verfahren,
aus einer Bibliothek der Kirche nicht hinweg⸗
Lallen soliden Buchhandlungen zu haben, in Berlin gelassen werden loͤnnen, wird hiermit die Versiche⸗
0 o
in der Plahnschen Buchhandlung, Jäaͤg Nouveau Guide du Voyageur en lItalie. edit. orig. Milan, 4 Thlr.
Ein
2 Karten und 9 Plaͤnen. In Engl.
bande 3 Thlr. 15 Sgr.
2 — — Reisehandbuch durch Tyrol. Mit Karte
22 ½⅞ Sgr. Karte. Bollmann, L. v., ei barlande. Handbuch fuͤr Reisende. Stahlst. und Reisekarte. In Engl. Einban de 2 Thl. 15 Sar. Ueber den Werth Publikum entschieden; und Lewald's Italien stehen uͤber aller renz aͤhnlicher Werke!
26 Sgr. 3 Pf. die Schweiz und ihre
dieser Werke hat das reisende Bollmann's Schweiz onkur⸗
1
Bei Boike, Koͤnigsgraben Nr. 7, ist erschienen: Kriminalistische Zeitung fuͤr die Preußischen Sraaten.
Nr. 2 nebst außerordentlicher Beilagge.
Inhalt: 1. Mittheilungen aus der Praris des Koöͤnigl. Kriminalgerichts zu Berlin. Betrug. Ab sicht eines unerlaubten Gewinns. Konkussion. Un erlaubte Selbsthuͤlfe. Thatbestand derselben. 2. In
Rheinprovinz? 3. Ueber die Resultate der zweiten
ersten kassirt sind. 4. Mittheilungen uͤber den an dem
Raubmord. 5. Miszellen aus der Kriminal Polizei⸗Chronik von Berlin. 6. Steckbriefe. Die außerordentliche Beilage enthaͤlt die Un⸗
terredung des Hrn. Polizeiraths Dunker
mit Rudolph Kuͤhnapfel, Moͤrder des Bi⸗ schofs v. Hatten und der Haushaͤlterin Ro⸗ salie Pfeiffer, am 9. Januar 1841. im Kri⸗ minalgefaͤngnisse zu Frauenburg, darch W das erste Gestaͤndniß erlangt wor⸗ de 8
Allgemeine 1 EötgblIiHhk Eine
reichsten, insbesondere ascetischen v Werke er Hetlin Chesistklibhen Kiryche. Treu und gewissenhaft gesammelt, mit allem Fleiß geordnet, sorgfaͤltigst verwahret und zum Pfarr⸗ amtlichen Gebrauch, zur Hausandacht und zu Kirchlichen Vorlesungen besonders bestimmt und eingerichtet von 8 Christian Gottfried Moritz Janij, Evangelisch⸗Lutherischem Pfarrer.
Eine Allgemeine Kirchen⸗Bibliothek, in welcher die literarischen Glaubenschaͤtze der gesamm⸗ ten Christenheit wohl uͤberschaut werden koͤnnen, und die hauptsaͤchlich zum Pfarramtlichen Ge⸗ brauche, zur Hausandacht und zu Kirchlichen Vorlesungen bestimmt und angeordnet waͤre, war in der ganzen Literatur bisher noch nicht vor⸗ handen und ist ein Beduͤrfniß unserer gegenwaͤrti⸗ gen Zeit. Man hat eine Bibliothek der Klassiker, eine Bi⸗ bliothek der Vaͤter, eine Reihe von theologischen Bibliotheken. Die Kirchen-Bibliothek, welche den Interessen der Kirche, nicht denen der Theo⸗ logen allein, entgegenkommt, laͤßt eine um so dank⸗ barere Aufnahme erwarten, weil sie nicht allein den vielfäͤltigen Beduͤrfnissen der Prediger und Lehrer ihrer Gemeinden abhilft, sondern zugleich guch dem andaͤchtigen Leser zu einem richtigen Begriff von der Heiligen Christlichen Kirche verchilft. Allgemein soll sie seyn, d. h. sie soll die auf den lauteren Grund des Evangelii gegruͤndeten, von den Gliedern jedweder christlichen Kirche dargereich⸗ ten Schaͤtze, welche bis hierher wirklich Heil, Frie⸗ den und Segen gebracht haben, in sorgfaͤltigster Auswahl vor Augen legen; wie aus der Evangelisch⸗ Lutherischen, so aus der Evangelisch⸗Reformirten, wie aus der Roͤmisch⸗Katholischen, so aus der Grie⸗ chisch⸗Christlichen Kirche. Es ist nicht wohl moͤglich,
alle vortrefflichen sammeln, und dies mag von der Ausfuͤhrung der⸗
sen, welche Stimmen zu ihrer Zeit hindurchge⸗
bethaͤtigt haben. Und hierzu genuͤgt eine sorgfaͤl⸗
selbe geschieht ngtuͤrlicher Weise mit der Evangelischen Kirchen⸗Bibliothek von der Reformation an bis hierher. kompressem Druck ungefaͤhr 40 Baͤnde gr. 8. um⸗ fassen, deren ein
den
werden kann. 12 Bogen enthalten
und der
Handbuch fuͤr Reisende am Rhein. Mit
Nach⸗ Mit drei
welchem Verhaͤltnisse stehen die Preuß. Unterthanen in den alten Provinzen zu den Strafgesetzen in der
(Franzoͤsischen) Jury, wenn die Verhandlungen der
Bischof v. Hatten und seiner Haushäͤlterin ö1 un
auserwaͤhlte Sammlung der wichtigsten und segens⸗
Werke der Kirche in Eine Bibliothek der Art zu selben wohl abgeschreckt haben. Man will aber wis⸗
drungen sind, die mit dem moͤglichsten Nachdruck das Evangelium Jesu Christi gepredigt und ihrer Zeitgenossenschaft, durch ihre Werke, als durch troͤstliche und koͤstliche Fruͤchte gesunden Glaubens und goͤttlicher Gerechtigkeit, dasselbe bekraͤftigt und
tige Auswahl und treue, gewissenhafte Zusammen⸗ stellung der derartigen Schriften und Werke, deren Herausgabe gegenwaͤrtig ihren Anfang nimmt. Der⸗
Sie wird in
. jeder wieder nach Belieben des Empfaͤngers unter den Haupttitel zusammengebun⸗ oder nach den einzelnen Schriften, Buͤchern und Werken unter ihren eigenen Titeln gesondert e;⸗ .9) v9d 75 8 Jeder Band wird.5 Hefte, jedes Heft Subscriptionspreis
gerstraße 37, rung gegeben, daß dies Werk in dieser Beziehung Sixieme ganz in den gesetzlichen Schranken wird gehalten
und diesfallsige in Zeiten eingehende Reclamationen
Lewald, A., Reisehandbuch durch Italien. Mit stets gebuͤhrend werden beruͤcksichtigt werden.
Leipzig, Ostermesse 1841. L. Fort. 1. . Commissionair fuͤr den Verlag der Allgemeinen Kirchen⸗Bibliothek. In Berlin und Potsdam nimmt die Stuhrsche Buchhandlung Auftraͤge an.
Durch alle Buchhandlungen und Post⸗An⸗ stalten ist zu beziehen:
Salon littéraire.
Choix de pièces, tirées des meilleurs écrits périodiques de la France. 1841. Vol. I. (Janvier — Juin.) 6 Hefte (576 Seiten Velinpapier), sauber brochirt.
Zusammen 2 Thlr.
Beitraͤge von Scribe (le verre d'eau), Beauvoir, Dudley, Karr, Dash, Smith, Janin, Dumas, Balzac, Musset, Guinot, Gautier, Viennet, Houssaye, Rey⸗ baud, Lamartine ꝛc. bilden den Inhalt dieses Bandev.
Der zweite Band von 1844 erscheint im Juli bis Dezember, gleichfalls in 6 Heften.
Der Jahrgang 1840 kostet, eleg, gebd., 4 Thlr.
2 . 1839 ⸗ — .⸗
.8.
2¼ 2*½
Carl J. Klemann in Berlin, Bu
In unserem Verlage ist erschie 4 Buchhandlungen des In- uud Auslandes zu erhalten:
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Berlin und Potsdam mit kolorirtem Plan, zunaͤchst fuͤr Besitzer oͤffentlicher Lokale. 15 Sgr. Band 7 ½ Sgr.
Auf einem Bogen im groͤßten Imperial⸗For⸗ mat ist die Beschreibung der Sehenswuͤrdigkeiten beider Residenzen um den neuesten Plan von Ber⸗ lin geschmackvoll in alphabetischer Ordnung grup⸗ pirt. Der Beifall des Publikums wird diesem Ta⸗ bleau um so gewisser zu Theil werden, da es nicht nur die billigste, sondern auch die neueste Be⸗
Fremde, sondern auch vorzugsweise fuͤr Einhei- mische bestimmt ist.
Im Verlage der Unterzeichneten ist so eben er
schienen: Lehrbueh
der allgemeinen Anatomie des Menschen
Nach cigenen Untersuchungen zum Gebrauch bei Vorlesungen, so wie zum Studium für prakt. Aerzte- und NVVundörzte bearbeitet von 8—
Professor Dr. Victor Bruno. Gr. 8. Geh. Preis 2 Thlr..
Ueber Plan uud Fendenz dieser wichtigen Arbeit bitten wir den ausführlichen Prospectus, welcher in allen Buchhandlungen zu finden ist, einsehen zu wollen.
Braunschweig, Mai 1841.
Frd. Vieweg u. Sohn.
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Kenarl XIV. Johann, Koͤnig von Schweden und Norwegen. Eine biographische Skizze “ von 8 Dr. Martin Runkel. 8 Preis geheftet 10 Sgr.
Eine aus den zuverlaͤssigsten Quellen bearbeitete Biographie des Nestors der Europaͤischen Mongrchen, an die sich die Geschichte Schwedens und Norwe⸗ gens in den letzten 30 Jahren knuͤpft. Buͤschlersche Verlagsbuchhandlung.
dessen Gemahlin,
Tableau der Sehenswuͤrdigkeiten von
In Brieftaschenformat 6 Sgr., in
schreibung von Berlin enthaͤlt und nicht nur fuͤr
zuruͤckzuzahlen und nicht zu konvertiren.
“
Amtl. Nachr. .““ “
Frankreich. Paris. Geruͤchte uͤber Modisication des Ministeriums auf Veranlassung der projektirten Anleihe. — Statistische Notiz uͤber das Gerichtswesen und die Armec. — Der Tribut Mehmed Ali's. — Nachrichten aus Griechenland, Kandien und Algiec. — Vermischtes. — Brief aus Paris. (Raͤheres uͤber den Stand der orien al. Angelegenheiten.)
Großbrit. u. Irl. Sir R. Peel uͤber Engkands nisse. — Vermischtes. 4 18
Niederl. Haag. Niederkunft der Prinzessin Friedrich. — Niederl. Universitaͤten. — Helder. Ankunft des Großfuͤrsten Konstantin.
Deutsche Bundesstaaten. Muͤnchen. Abberufung des Gesand⸗ ten, Gr. von Rechberg, in Stuttgart. — Hannover. Bei⸗ setzung der Koͤnigin. — Protokoll⸗Auszuͤge der letzten Sitzungen der Staͤnde⸗Versammlung. — Kassel. Wollmarkt. — Deßau. Ruͤckkehr des Herzogs aus Italien. — Frequenz auf der Eisen⸗ bahn. — Kissingen. Ankunft der Koͤnigin von Wuͤrttemberg.
Oesterreich. Teplitz. Geschenk des Peinzen von Preußen und der Prinzen Karl und Albrecht von Preußen.
Spanien. Vormundschafts⸗Frage.
Türkei. Von der Tuͤrk. Gr. Hypothesen zur Erklaͤrung von Mehmed Ali's ploͤtzlicher Annahme des Hattischeriffs.
Zegenwaͤrtiger Zustand der Spanischen Armee.
Wiss., Kunst u. Lit. London. Nundschreiben Sir W. R. Hamilton's an die auswaͤrtigen Mitglieder der Koͤnigl. Gesellschaft fuͤr Literatur.
Handels⸗Verhaͤlt⸗
Amtliche Uachrichten. Kronik des Tages.
Berlin, den 10. Juli, 8 Seeine Mafjestaͤt der Koͤnig haben gestern Mittag im Schlosse Sanssouci dem an Allerhochstihrem Hoflager akkreditirten Koͤnig— lich⸗Hannover'schen außerordentlichen Gesandten und bevollmaͤch⸗ tigten Minister, General⸗Lieutenant von Berger, eine Privat⸗ Audienz zu ertheilen und aus dessen Haͤnden das votifications⸗ Schreiben seines Souverains uͤber den Hintritt von Allerhoͤchst⸗ Ihrer Majestaͤt der Koͤnigin von Hannover,
8
entgegen zu nehmen geruhet. —
Dem Jusliz⸗Kommissarius Dittrich zu Greiffenberg in Schlesien ist zugleich die Prarxis bei allen Patrimonialgerichten des Loͤwenbergschen Kreises gestattet worden.
Dem Fabriken⸗Kommissarius Hofmann zu Breslau ist unter dem 4. Juli 18411 ein Patent auf eine Abaͤnderung in muͤhlen⸗Fluͤgel in der, durch Zeichnung und nachgewiesenen Ausfuͤhrung 8 füͤr den Zeitraum von Acht Jahren, von jenem Tage an gerechnet, und fuͤr den Umfang der Monarchie ertheilt worden.
der Construction der Wind- Beschreibung
Techniker Karl Kreßler, hierselbst
Dem Kaufmann und
ist unter dem 7. Juli 1841 ein Einfuͤhrungs⸗Patent
auf ein durch Beschreibung erlaͤutertes Verfahren, For⸗ men zur Bezeichnung von Papier herzustellen, fuͤr den Zeitraum von Fuͤnf Jahren, von jenem Tage an gerechnet, und den Umfang der Monarchie ertheilt worden. Angekommen: Se. Excellenz der General⸗Lieutenant und General⸗Adjutant Sr. Majestaͤt des Koͤnigs, Graf von Nostitz, von Hannover. 8 Der Koͤnigl. Französische außerordentliche Gesandte und be⸗ vollmaͤchtigte Minister am hiesigen Hofe, Pair von Frankreich, Graf Bresson, von Paris. Abgereist: Se. Fuͤrstbischoͤfliche Gnaden der Wirkliche Geheime⸗Rath Dr. Graf von Sedlnitzki, nach Breslau.
Zeitungs-Nachrichten. Ausland Frankreich.
Paris, 5. Juli. Es tauchen schon wieder Geruͤchte von Uneinigkeiten auf, die im Kabinet zum Ausbruch gekommen seyn sollen, und zwar diesmal auf Veranlassung der Anleihe. Herr Humann, heißt es, wolle keine Anleihe zu 5 pCt. negeziiren, waͤh⸗ rend vier seiner Kollegen, die vom Koͤnige unterstuͤtzt wuͤrden, fuͤr eine solche stimmten. Die meisten Schwierigkeiten, auf welche Herr Humann bei seinen Unterhandlungen mit den Banquiers ge⸗ stoßen ist, scheinen uͤbrigens daher entstanden zu seyn, daß derselbe nur 3 pCt. oder 3 pCtge Papiere ausgeben will. Die meisten Banquiers sind Gegner der Renten⸗Konversion und suchen dem Finanz⸗Minister die Verpflichtung aufzuerlegen, die Rente nicht 1 n — Unter dieser Bedingung soll Herr von Rothschild der Regierung aͤußerst deseg ehe becches erbietungen gemacht haben. Eben so fest wie die Banquiers auf ihren Vortheil bestehen, eben so fest beharrt auch Herr Humann bei seiner Ueberzeugung, und er soll entschlossen seyn, lieber sein e fahren zu lassen, als auf die Renten⸗Konversion zu verzichten. 8
Frankreich besitzt 27 Koͤnigliche Gerichtshoͤfe, 361 Civil⸗Tribu⸗ nale, 218 Handelsgerichte und 2846 Friedensgerichte. Die Koͤ⸗ niglichen Gerichtshoͤfe bestehen aus 791 Richtern, worunter
2
41 Beisitzer (Auditeurs). Ferner gibt es 2822 Richter erster In⸗ stanz, worunter 1190 Euppleons. Außerdem zaͤhlt man noch 3457 Anwalte, wovon 407 bei den Koͤniglichen Gerichtshoͤfen und 3050 bei den Tribunalen. Advokaten giebt es 11,887, wovon 606 am Cassationshofe, 3892 bei den Königlichen Gerichtshoöͤfen und 7985 bei den Gerichtshoͤfen erster Instanz. Die 10,004 No⸗ tare theilen sich in drei Klassen; die erste aus 414, die zweite aus 1431 und die dritte aus 8159 bestehend. Gerichtsvollzieher giebt es 8011 und 414 Abschaͤtzungs⸗Commissaire (Commissaires pri- seurs).
Die Franzoͤsische Armee zaͤhlt jetzt, die 12 neuen Regimenter eingerechnet, 100 Infanterie⸗Regimenter mit 300 Bataillons, und 63 Kavallerie⸗Regimenter mit 315 Escadrons.
Die Presse schreibt die Vielen unerwartete Nachgiebigkeit Mehmed⸗Ali's und die Absendung einer Summe von 1,250,000 Fr. nach Konstantinopel den Vorstellungen des Grafen von Ro⸗ han⸗Chabot zu, der am Tage vor der feierlichen Audienz, in wel⸗ cher Muhib⸗Effendi dem Vice⸗Koͤnig die beiden Fermans des Sul⸗ tans uͤbergab, eine lange Konferenz mit diesem hatte. Derselbe soll vorzuͤglich den Grund geltend gemacht haben, daß, wenn er sich unmiktelbar unterwerfe, Frankreich in Uebereinstimmung mit Preu⸗ ßen und Oesterreich sich fuͤr eine Herabsetzung des Tributs ver⸗ wenden wuͤrde. Das genannte Blatt meint, die Pforte, welche so lange kein Geld vom Vice-Koͤnig gesehen, werde durch die Uebersendung der 1,250,000 Franken so geruͤhrt werden, daß sie dem Vice⸗Koͤnig gern einen Erlaß von 25— 30,000 Beuteln bewilligen werde. Dasselbe berichtet ferner, Personen, welche, ih- rer Stellung nach, vom Gange der politischen Angelegenheiten sehr gut unterrichtet seyen, waͤren der Ansicht, die Unterzeichnung des Londoner Protokolls sey jetzt eine Formalitaͤt, die nicht mehr lange ausbleiben koͤnne, und in der diplomatischen Welt halte man die Aegyptische Frage fuͤr gaͤnzlich geloͤst und die freund⸗ schaftlichen Beziehungen zwischen Frankreich und den großen Maͤchten fuͤr so gut wie wieder hergestellt.
Das Französische Paketboot „Eurotas“, das in Malta einge⸗ troffen war, hat dorthin Nachrichten aus Athen mitgebracht, die bis zum 20. Juni reichen. Es scheint daraus hervorzugehen, daß Maurocordato seine Entlassung eingereicht hat, und daß dieselbe angenommen worden ist. Die Ereignisse auf Kandien sind noch immer nicht hinlaͤnglich aufgeklaͤrt. Ein Brief von dort, der vom 18. Juni datirt ist, enthaͤlt daruͤber Folgendes: „Bekanntlich hat- ten 6000 Tñbw„rken und Araber eine Position bei Stilos eingenom⸗ men, einem Dorfe, westlich vom Gebirgsabhange der drei Meilen von Kanea entfernt ist, nach der Provinz Apokorana zu, wo das Gros der Insurgenten versammelt ist, um das Resultat der Be⸗ muͤhungen der Konsuln und der Kommandanten der Franzoͤsischen und Englischen Stationen abzuwarten. Da die Griechen zur Ant—- wort gaben, daß sie die National⸗Sache bis zum Tode vertheidi⸗ gen wollten, so gab Tahir Pascha Befehl, am 4. Juni das La⸗ ger der Kandioten anzugreifen. Der Kampf war hitzig, und die Griechen, denen es an Artillerie fehlte, mußten sich zuruͤckziehen. Am 13ten indeß revangirten sie sich, indem sie die Tuͤrken an— griffen. Der Kampf dauerte mehrere Stunden; beide Theile verloren viele Todte und Verwundete, keiner aber trug einen ent— scheidenden Vortheil davon.“
Ein aus dem Lager von Duera vom 26. Juni datirtes Schreiben meldet, daß man daselbst der Ankunft der Expeditions⸗ Kolonne am naͤchsten Tage entgegen sah: die beiden maͤchtigsten Staͤmme der Ebene, die Sumatas und die Muzasas, boten dem General Baraguay d'Hilliers ihre Unterwerfung an; da aber die Friedensliebe der Araber zur Aerndtezeit immer etwas verdaͤchtig ist und keine lange Dauer verspricht, so forderte der General als Unterpfand der Treue einige angesehene Geiseln von den Staͤm⸗ men, worauf diese sich indeß nicht einlassen wollten. Der Ein— druck, den das Land auf die neuangekommenen Offiziere machte, die schon vor einigen Jahren in Afrika gewesen waren, soll nicht zum Vortheil der Gegenwart ausgefallen seyn. Es wird daruͤber geklagt, daß die Europaͤische Bevoͤlkerung sich in den Staͤdten ansammele und sich besonders auf nicht immer tadellose Specu⸗ lationen lege.
Der Praͤfekt des Niederrheins hat die Verhandlung des Straßburger Stadt-Rathes uͤber die von der Regierung angeord⸗ nete Zaͤhlung der Stadt⸗Bewohner, welche dieser fuͤr ungesetzlich erklaͤrte, aufgehoben und annullirt. Damit ist nun der Anfang gemacht worden, denn viele Staͤdte Frankreichs besinden sich in demselben Falle.
Die Arbeiten an der Eisenbahn von Paris nach Orleans
schreiten mit großer Raschheit vorwaͤrts, und 24 Lokomotiven sind
schen vor mehreren Monaten bei Stephenson in Newcastle bestellt worden. Die Ergebnisse der bereits dem Publikum gebffneten Zweigbahn von Paris nach Corbeil sind guͤnstig ausgefallen; in 253 Fahrtagen, vom 20. September v. J. bis zum 31. Mai, wurden 505,394 Passagiere darauf befoͤrdert und 764,300 Fr. eingenommen. Dies giebt eine Durchschnittszahl von 200¹) Per⸗ sonen taͤglich oder 730,000 per Jahr, mit einer Einnahme von etwa 1,100,000 Fr. Berechnet man die Kosten dieses Theils der Bahn von Paris nach Orleans auf 10 Mill. Fr. und die laufenden Ausgaben auf 45 pCt., so stellt sich ein reiner Ueber— schuß von 600,000 Fr. oder etwa 6 pCt. Dividende heraus.
Herr Eynard richtet, in dem Journal des Débats, an die Mitglieder des ehemaligen Griechen⸗Comité's in Paris ein Schreiben, worin er, einer an ihn ergangenen Aufforderung der „Kommissson der Kretenser in Griechenland“ entsprechend, diesel— ben auffordert, wiederum philanthropische (d. h. in diesem Falle philhellenische) Comités zu bilden und Anstrengungen zu machen zur Rettung der Christen im Orient. Gleiche Aufforderungen sind an die ehemaligen Comité's in Frankreich, Deutschland und der Schweiz erlassen worden. 8
Boͤrse vom 5. Juli. Die Franzoͤsischen Renten waren heute waͤhrend der ganzen Dauer der Boͤrse sehr angeboten. Die Banquiers, welche die Bewegungen des Platzes leiten, suchen we⸗ gen des Anlehens die Course, so viel sie nur vermoͤgen, zu druͤcken. Die Mehrzahl der Verkaͤufe hatte in der Sproc. Rente statt; es war an der Boͤrse das Geruͤcht verbreitet, der Koͤnig und ein
Theil der Minister seyen dafuͤr, daß das Anlehen in 5proc. Ren ten negoziüirt werde.
x Paris, 5. Juli. Vorgestern hatte sich an der Boͤrse die Nachricht verbreitet, daß eine von den vier Maͤchten unter zeichnete Kollektiv⸗Note eingegangen sey, die Frankreich foͤrmlich zur Unterzeichnung des Dardanellen⸗Vertrages einluͤde, und daß diese Unterzeichnung noch diese Woche erfolgen wuͤrde. Mit Recht erklaͤrte zwar gestern das Journal le Temps diese Nachricht fuͤr ungegruͤndet, doch ist sie nicht ganz erfunden. Wir erfahren naͤm- lich aus glaubwuͤrdigen Quellen, daß wirklich seit einiger Zeit von der Abfassung einer solchen Note die Rede ist, ja daß man sie binnen kurzer Zeit erwartet. Ist dies aber der Fall, so wuͤrden dann auch in dieser Hinsicht alle Wuͤnsche des Franzoͤsischen Kabinets er⸗ fuͤllt worden seyn. Denn da eine solche wiederholte foͤrmliche an Frank⸗ reich gerichtete Einladung im Stande seyn kann, in einem sehr wich⸗ tigen Punkte die Parteien zu entwaffnen, so sehen diejenigen der⸗ selben mit Freuden entgegen, welche erwarten, daß sich das Kabi⸗ net dann, zum Wohle des Landes, mit der Verwaltung desselben ausschließlich beschaͤftigen koͤnne. (Vergl. das gestern in der Staats⸗Zeitung gegebene Schreiben aus Paris v. 2. Juli.)
Auch die gestern vom Courrier français mitgetheilte Nach⸗ richt, daß der Sultan dem Vice-Koͤnig die Verwaltung von Ara⸗ bien angeboten habe, scheint gegruͤndet zu seyn. Dann aber wuͤr⸗ den die Folgen derselben ebenfalls versoͤhnender Art seyn, denn so— wohl die Anhaͤnger des Vice⸗Koͤnigs, als auch diejenigen, welche auf die Ausbreituͤng Englands eifersuͤchtig sind, waͤren zufrieden gestellt.
Dagegen machen die bekannt gewordenen Antworten des Franzöͤsischen und des Englischen Konsuls an die Kandioten großes Aufsehen. Diese Antworten stehen allerdings in Widerspruch mit dem, was wir uͤber die Intentionen der resp. Regierungen den 23sten vorigen Monats gemeldet haben, denn der Franzöͤsische Konsul bedroht die Kandioten, waͤhrend der Englische ihnen guͤn⸗ stig ist. Aber hochstehende Englaͤnder, welche sehr gut unterrichtet sind, versichern, daß jene Antwort, welche ihr Koͤnsul den Kan⸗ dioten gegeben, von der Englischen Regierung gewiß sehr gemißbilligt werden wuͤrde, ja daß sie nicht unmoͤglicher Weise die Zuruͤckberufung des Konsuls zur Folge haben koͤnne. Von der andexen Seite be⸗ hauptete gestern der Courrier français, es wuͤrden an den Franzoͤsischen Konsul entgegengesetzte Instructionen abgehen, in⸗ dem dieses Blatt natuͤrlich, aus Opposition gegen das gegenwaͤr⸗ tige Kabinet, nicht annehmen will, er habe ganz ohne Instruction und gegen den Sinn des Ministeriums gehandelt. Die oben er⸗ waͤhnten Englischen Politiker erklaͤren selbst dieses Benehmen des Franzoͤsischen Konsuls aus seinen innigen noch unter Mehmed Ali's Herrschaft auf Kandien herruͤhrenden persoͤnlichen Verhaͤlt⸗ nissen zu Mustapha⸗Pascha, welcher seit der Ruͤckkehr der Insel unter die Herrschaft des Sultans daselbst Gouverneur geblieben ist. Der Franzoͤsische Konsul habe ihm zur schnellen Beendigung der Unruhen durch ein solches Droh-Manifest behuͤlflich seyn und ihm einen persoͤnlichen Freundschaftsdienst leisten wollen; daß er von seiner ““ desavouirt werden wird, daran zweifelt
Großbritanien und Irland. 8
London, 3. Juli. Der Schluß der Wahl⸗Rede Sir R Peel's, welcher den gegenwaͤrtigen Zustand der Handels⸗Verhaͤlt⸗ nisse Englands, mit Ruͤcksicht auf die Korn-⸗Gesetze, noch naͤher beleuchtete und darzuthun suchte, daß nicht diese, ondern momen⸗ tane Storungen des Verkehrs durch auswaͤrtige Verwickelungen, die jetzigen Bedraͤngnisse im Britischen Fabrikwesen veranlaßt haͤtten, woran der Redner noch einige allgemeine Ruͤckblicke auf die Politik des Melbourneschen Ministeriums reihte, lautet fol⸗ gendermaßen:
„Lord Palmerston hatte allerdings, als er im vorigen Jahre dem Unterhause uͤber den Zustand unseres Handelsverkehrs Bericht erstattete (s. das gestr. Bl. d. St. Z.), die Angaben uͤber die Resul tate des Jahres 1840 noch nicht vor sich liegen; seine Nachweisun⸗ gen reichten nur bis 1839, und Sie koͤnnten sagen, es sey moͤglich, daß seitdem eine Abnahme stattgefunden, und daß deshalb Grund zu einer Aufhebung der Korngesetze vorhanden sey. Meine Herren, wir haben jetzt eine vollstaͤndige Uebersicht uͤber den Zustand des Britischen Handels im Jahre 1840; wir haben jetzt die Berichte uͤber das in den Angaben des edlen Lords nicht mit eingeschlossene Jahr, und was besagen dieselben? Die Nachweise uͤber den Werth der Aus⸗ und Einfuhr des Landes in den letzten drei Jahren, die bis zur spaͤtesten Periode, bis zu Ende Dezember 1840, reichen, er⸗ geben Folgendes:
Handel Großbritaniens
Jahre
mit auslaͤndischen Haͤfen Ofsizieller Werth der Einfuhr. 59,800,000 Pfd. .60,300,000 ⸗ E 65,800,000 ⸗ Offizieller Werth der Gesammt⸗Ausfuhr. 104,810,000 Pfd. 005-”0”0el“ 109,700,000 110,000,000 ⸗
Das vorige Jahr, Sie werden sich erinnern, wird als ein Jahr harter Bedraͤngniß fuͤr die fabrizirenden und handeltreibenden Klassen betrachtet. Wir muͤssen also, um vollkommen aufrichtig zu seyn, die unguͤnstige Seite der Sache eben so wohl geben, wie die guͤnstige. Der Nachweis, den ich so eben angefuͤhrt, enthaͤlt die Quantitaͤt der aus England ausgefuͤhrten Waaren und zeigt die Zunahme, welche darin stattgefunden hat; ein anderer Bericht aber, den ich in Haͤnden habe, giebt auch den wirklichen Werth an. Hier ist derselbe:
Wirklicher oder deklarirter Werth der ausgefuͤhrten
Erzeugnisse und Fabrikate Großbritaniens
Im Jahre 1838 49,640,000 Pfd. = 1839 . „ 6 9„... . 52,701,000 2.
„ 50,900,000 1 Es hat also zwar in dem Jahre 1840, wenn man es zmi de Jahre 1839 vergleicht, cine Abnahme des wirklichen Ausfuhr Wer thes stattgefunden; vergleichen Sie das vorige Jahr so ergiebt sich immer noch eine Zunahmec. (Belfal.) Es 686 trockene Details, meine Herren, , Fgge, Liazige engen. 8 ase: er sie e do b z * essant erscheinen; aber sie sind am