1841 / 196 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

8 Uaanen⸗ oder Lancier⸗Regimenter, 8. und die Sorgfalt in 13 Chasseur⸗Regimenter,

1 9 Husaren⸗Regimenter, 2ISr⸗ 5 Schwadronen, diese saͤmmtlich zu ; Atcicue G chwadronen, außerdem 8 Schwadronen Afrikanischer Spahis in Tuͤrkischer Tracht, endlich schaft der Kavallerie⸗Schule von Saumur, des Fran⸗ rie⸗Corps und der Pariser Munizipal⸗Garde

nischer Jaͤger (chasseu nische imenter zu 6 S regelmaͤßiger die Manas e zoͤsischen Gen

zu Pferde nicht zu gedenken.

Die Franzoͤsische Artillerie zaͤhlt 14 Regimenter zu 12 oder n, das 15te Regiment besteht aus Artillerie⸗Ponto⸗ Artillerie⸗Handwerker⸗Compagnieen und 6 Schwa⸗ dronen Train⸗Artillerie⸗Park gehoren auch in diese Rubrik.

Das Ingenieur⸗Corps besteht aus 3 Regimentern zu 2 Ba⸗ een nebst Mineurs und Sappeurs.

13 Batteriee nieren. 12

taillonen, zu 7 Compagni

Ein Bataillon Administrations⸗Arbeiter, 4 Compagnieen Train⸗Arbeiter, so wie 8 pro⸗ visorische Train⸗Abtheilungen fuͤr Algier vervollstaͤndigen diesen 11 Acht Untereoffizier-Veteranen⸗ 2 Compagnieen, 10 andere Veteranen⸗Compagnieen, 4 Kavallerie⸗ 3 Gendarmerie⸗Veteranen⸗ Com⸗ 6 agnieen, die in Algier Ponto⸗ 10 1“ 52 moͤgen diese Nomenklatur beschließen.

Die Pariser Munizipal⸗Garde, sowohl die zu Pferde als die zu Fuß, 2800 Mann Infanterie, 600 Mann Kavallerie, ist eine von der Stadt besoldete Truppe, welche demzufolge uͤber sich zwei die Pariser Munizipalitaͤt und sodann das Ueber diese, so wie uͤber die Staͤrke der

Train⸗Equipagen, Theil der Franzoͤsischen Armee.

Beteranen⸗Compagnieen, 2

pagnieen nebst 4 Disziplinar⸗Comp

nierdienst thun,

Autoritaͤten zaͤhlt, Kriegs⸗Ministerium.

Franzoͤsischen Gendarmerie koͤnnen spaͤtere Mittheilungen folgen.

Fuͤr heute genuͤge, daß die Franzoͤsischen Regimenter keinen bestimmten Garnison⸗Ort haben und nur 1 oder 2 selbst nur kuͤrzere Zeit, in derselben Stadt Garnison halten. Auch mit der Zusammensetzung der Algierischen Armee wird abgewech⸗ selt, jedoch mit Ausnahme der dort speziell errichteten neuen Corps. Die besten Soldaten in der Kavallerie werden aus dem Elsaß, dem Deutschen Lothringen, Burgund, aus dem Limousin und aus Die meisten Franzosen haben weder

der Normandie gezogen.

Liebe noch Sorge fuͤr ihre Pferde. namentlich sind die Offiziere vor— noch heute dieselben guten und schlechten Eigenschaften, welche das Franzoͤsische Fußvolk charakte⸗ risiren. Heftig beim Angreifen, trefflich zur Bajoͤnett-Attaque,

die beste Franzoöͤsische Waffe, trefflich. Die Infanterie hat

leicht demdralisirt beim Ruͤckzuge. dieses oft bewaͤhrt. Das 1 Parade⸗Regelmaͤßigkeit, ist bei

Das eigentliche m. 1 den Franzoͤsischen Truppen nicht

;“

““

Buͤchse zu beurtheilen weiß. Di

ferner 4 Regimenter Afrika⸗

jedes dieser in Algier gebilde⸗ wissenschaftlichen Nutzen.

Bataillone muͤssen sich erst bewaͤhren. und das auf Knalleffekt berechnete Lauf⸗Exercitium ist ohne

der Behandlung und Aufbewahrung der

e neuen Franzoͤsischen Schuͤtzen⸗ Das zu weite Schießen

B erich In der gestrigen Nummer

„tonnenweise“ gesetzt worden.

tigung. der Stzg. ist S. 854, Spalte 3,

Z. 2 v. o., in Folge eines Schreibfehlers: „terminweise“ statt

Dauer der Eisenbahnkahrten am 14. Juli

erngeggA

1841.

Abgang von

Berlin. 11.

Zeitdauer 14 Compagnieen

Abgang 8 88 Zeitdauer

von Potsdam.

Um 8 Uhr Vormittags. 41 Vormittags. 40 Nachmittags 44 3 Nachmittags 40 Abends... 40

Um 6 ½ Uhr Morgens. .. 41 1 Vormittags. 40 Nachmittags 40

Nachmittags 40

Abends ... 40

48

Berline Den 15. J

r B ör uli 1841.

8 Pr. Cour.

Brief.Geld.

Pr. Cour.

Brief. Geld.

St. Schuld-Sch. 104 Pr. Engl. Obl. 30. 102 Präm. Sch. der Seehandlung. 78 78 ½ Kurm. Schuldv. 102 ½1 Berl. Stadt-Obl. 103 103 ½ Elbinger do. 328 100 Danz. do. in Th. 48 Westp. Pfandbr. 102 ½ 101 Grossh. Pos. do. 106 Ostpr. Pfandbr. 102 ½ 102 Pomm. do. 103 ½ 102²b¼ Kur- u. Neum. do. 102 Schlesische do. * 2 102

Jahre, oft 103 ½

101*

Die Artillerie ist unstreitig

Actien. Brl. Pots. Eisenb.

do. do. Prior. Act.

126 110 ½ 1092 102 ¾ 101 104 103 öö.“] 95 ¾ 102 Gold al marco 222 Friedrichsd'or 13 ½ 13 Andre Goldmün- zen à 5 Th. 872 8 ⁄1

Mgd Lpz. Eisenb. do. do. Prior. Act. Berl. Anh. Eisenb. do. do. Prior Act. Düss. Elb. Eisenb. do. do. Prior. Act. Rhein. Eisenb.

Ubn

Auch in Algier selbst hat sich Exercitium, und namentlich die

1 8 Disconto 8

eben ausgezeichnet, dagegen marschiren die Fußsoldaten sehr gut. 0

Die schwache Seite der Franzoͤsischen Armee ist und bleibt die Kavallerie. Verschiedene Umstaͤnde tragen hierzu bei; erstens

Pr. Cour. Thlr. zu 30 Sgr. Brief. Geld.

2àU 7T F.

Auisterdam

Mangel an guten inlaͤndischen Pferden und zweitens bei dem dn ranzbsischen Kavalleristen selbst Mangel an Liebe zu seinem n⸗ Franzöͤsischen Kavalleristen selbst Mangel an Liebe zu seinem Namburg

Pferde. Im

Buͤchse ist.

ieb gewonnen. Ehben n. Die Buͤchse

ammer Garde⸗Jaͤger⸗Bataillon eine Eliten⸗Truppe, weil die

hren Jaͤger oder Schuͤtzen seine Deshalb ist die Ungarische Kavallerie eine vortreff⸗ liche Reiterei, da das dortige Volk von Jugend auf das Pferd Eben deshalb sind die Tyroler geborene Scharf⸗ ist ihnen theuer, eben deshalb ist das

Allgemeinen liebt und pflegt der Deutsche sein 30 Pferd, der Franzose hingegen selten. Das Pferd muß dem guten Reiter das seyn, was einem wa

London .

Wien in 20 Xr.

Augsburg

Breslau. 1166 Leipzig in Courant im 14 Thl. Fuss.. 10

Petersburg

Jaͤgerssoͤhnen besteht und den Werth

Allgemeiner

Bekanntmachungen. (Ois S,o undt Zeisehrten

8 Die Resubhastation des in der neuen Komman⸗ Fahr. 1 1 dantenstraße Nr. 11 belegenen Colbergschen Grund⸗ im Comptoir der Herren Herrmann und Meyer, stuͤcks, und demzufolge der auf den 4. Januar k. J. angesetzte Bietungstermin, ist aufgehoben worden.

Berlin, den 10. Juli 1841.

Koͤnigliches Stadtgericht, Abtheilung fuͤr Kredit⸗, Subhastations⸗ und Nachlaß⸗Sachen.

Vom 2. bis 16. August d. J., die Sonntage aus⸗ kauf, so wie zur Annahme des Reisegep aͤcks genommen, werden in den Vormittagsstunden von zur Berlin⸗Anhaltischen Eisenbahn an 9 bis 12 Uhr die zu Johannis 1841 faͤllig gewesenen den Wochentagen von des Morgens 8 bis Zinsen der konvertirten Westpreußischen Pfanddriefe 1 U hr und von 2 bis 8 Uhr Abends, und gegen Einlieferung der desfallsigen Coupons durch Sonntags bis 1 Uhr den unterzeichneten Agenten in seinem Comtoir ge⸗ und w 8 1 zahlt, welches mit dem Bemerken bekannt gemacht Fahrbillets, gegen Ertheilung des Eisen⸗ wird, daß den Coupons ein Verzeichniß beizufuͤgen bah n⸗Gara ntiescheines, zu den na chstehen⸗ ist, welches Nummer und Namen des Guts, so wie den Saͤtzen nach dem Bahnhofe befoͤrdert: den Betrag der Zinsen, enthalten muß. bis zu 50 Pfund

Berlin, den 12. Juli 1841.

Ludwig Lessing, Kommerzien⸗Rath, Spandauer Bruͤcke Nr. 9.

Billlet⸗Verkauf und Gepaͤck⸗Annahme zu allen Fahrten geschehen sowohl auf dem Bahnhofe, als

am Werderschen Markt Nr. 4. Berlin, den 13. Juli 1841. Direction der Berlin-⸗Anhaltische

Gesellschaft.

Eisenbahn

Unser Buͤreau ist fuͤr den Billet⸗Ver⸗

Mittags gedͤffnet,

wird letzteres bei Vorzeigung des

2 ½⅞ Sgr.

von 51 bis 100 Pfund 3 ½

von 101 bis 200 Pfund 4 8 Das Passagier⸗Gepaͤck muß jedoch spaͤ⸗ estens 1 ½ Stunde vor Abgang, und bei

16 s1

Bekanntmachung.

Zum Bau der Berlin⸗Frankfurter Eisen⸗ bahn soll dem Mindestfordernden die fernere Lie ferung von 2000 Stuückkiefernen Querschwel⸗Aresp. len à8 Fuß lang, bestehend aus Halbholzs Zollsgeschafft.

stark mit einer unteren Schnittflaͤche von am Zopfende, mit der Ver⸗ pflichtung, wenn es verlangt wird, noch

13 Zoll Breite

t

den des Morgens abgehenden Fahrten am

Abend vorher bei uns eingeliefertwerden. Reisewagen werden ebenfalls nach drei⸗

stuͤndiger vorheriger Anmeldung von den

Reisenden abgeholt und hinaus

Herrmann & Meyer

300 Fr.

Prankfügtt a. MI. WWIEI .. .. 1200 vFI.

bleiben L

RKurz 138 ½ 138 ¼ 2 Mt. 138 137 ¾ Kurz 149 ½ 2 Mt. 148 ½ 3 Mt. 6 19 2 Mt. 79 2 Mt. 2 Mt. 1013

90 Tblr. 2 Mt. 99 ½

90 Thlr. 8 Tage

2 Mt. 101¼

8Eb12

0

0 Mk. 11

1 SRbl.

werden.

gezahlt.

wird.

Breslau, den 14. Juni 1841. Der Comits

Graf Hochberg, Vorsitzender. rath.

Kommissions⸗ u. Speditions⸗Geschaͤft: Werderschen Markt Nr. 4.

2000 Stuͤck nachzuliefern, uͤbertragen werden.

Die naͤheren Bedingungen sind in unserem Buͤ reau, Oberwallstraße Nr. 3, einzusehen, und wer den versiegelte Offerten mit der Aufschrift „Sub mission zur Holzlieferung fuͤr die Berlin⸗Frankfur⸗ ter Eisenbahn“ bis zum 1. August d. J. entgegen

genommen. Berlin, den 10. Juli 1841.

Die Direction der Berlin⸗Frankfurter Eisenbahn⸗

Gesellschaft.

Berlin⸗Anhaltische Eisenbahn.

Einladung ur Betheiligung bei dem Breslau⸗Schweidnitz⸗Freiburger Eisen⸗ bahn⸗Unternehmen.

Das Projekt einer Eisenbahn von Breslau nach Schweidnitz und Freiburg hat schon waͤhrend der ersten Einleitungen, in Ruͤcksicht der Gemeinnuͤtzig⸗

nehmens, eine solche Theilnahme gefunden, daß,⸗ obschon eine oͤffentliche Einladung zur Subseription bisher nicht erfolgt, bereits ein großer Theil des erforderlichen Anlage⸗Kapitals gezeichnet ist. Es hat

Von Donnerstag, den 15. d. M., an wird zwischen daher die am 2. Juni stattgefundene General⸗Ver⸗

die bisherigen

wei Fahrten an den Wochentagen sammlung der Actionaire die Ausfuͤhrung des Unter⸗

von hier bis Juͤterbog und zuruͤck (Vormittags 8 Uhr nehmens einstimmig beschlossen und den unterzeich und Nachmitkags 5 Ühr) noch eine dritte Fahrt ein⸗neten Comité mit den zur Foͤrderung desselben noͤthi⸗

gelegt werden, naͤmlich:

Abgang von Berlin

gen Ermaͤchtigungen versehen. In Folge dessen laden wir zur Theilnahme an

2 Uuhr Nachmittags. Ankunft in Juͤterbog: 4 Uhr der Unternehmung hierdurch oͤffentlich mit folgenden

Nachmittags.

3 Abgang von Juͤterbog Uhr Nachmittags nach Luͤckenwalde. (Aufenthalt in Luckenwalde 1 ½1 Stunden.)

Abgang von Luckenwalde 6 Uhr. lin 8 ½ Uhr,

Bemerkungen ein: 1) Das Anlage⸗Kapital zu der circa 8 Meilen lan⸗ gen, in der Richtung von Canth fuͤhrenden

bog:

Ankunft in Ber

keit und der unzweifelhaften Rentabilitaͤt des Unter⸗

Bahn, welches durch Actien à 200 Thlr. gebil⸗ det wird, betraͤgt nach den ausgearbeiteten Vor⸗ FNmanschlaͤgen 2,000,000 Thlr. Sobald daher dieser

Eichborn. von Koͤnen, Rath. C. G. Kopisch. Regierungs⸗Rath. Rath.

gieren und Guͤtern ab.

men

nommen werden.

Betrag, bei welchem sich das Seehandlungs 600 Stuͤck Schafen ꝛc. Institut mit einer ansehnlichen Summe bethei⸗ 28,000 Thlr. mit 10,000 Thlr. Anzahlung, und ei ligt hat, gezeichnet ist, wird die Gubferivion 1 8 geschlossen, und es koͤnnen mithin spaͤter ein⸗ heres im Intelligenz⸗Comtoir.

gehende Meldungen nicht mehr beruͤcksichtigt

Bei der Unterzeichnung wird zugleich Ein Pro⸗ zent der gezeichneten Summe, 1 1 Actie à 200 Thlr. der Betrag von 2 Thlr., ein⸗ Halle, soll sogleich, wie es steht und liegt, um den

3) Die ferneren Einzahlungen erfolgen erst nach verkauft werden. Eingang der definitiven Konzession, und zwar, wie bei anderen Eisenbahnen, in den durch den Vorschritt des Baues noͤthig werdenden Raten. Doch koͤnnen wir schon jetzt in Aussicht stellen, daß dann, falls einzelne Actionaire es wuͤnschen sollten, den ganzen gezeichneten Betrag in unge⸗ lungen zu finden: theilter Summe gegen Verzinsung zu 4 Prozent einzuzahlen, auch hierauf eingegangen werden

Zeichnungen werden im Comtoir der Herren Ruffer und Comp., Bluͤcherplatz Nr. 17 hierselbst, angenom⸗ b 98 zugleich 119. die Einzahlung des einen rozent Quittung ertheilt wird. In Berlin wird dem Erscheinen der neuesten Arbei 61 51; GEI 8 4 1 Arbeit des gemuͤthli⸗ der Koͤnigl. Agent Herr Bloch die Guͤte ha⸗schen Jugendschriftstellers, un 8 4 Koͤnte 8 2 2 5 8 s, um das 2 - ben, Zeichnungen fuͤr uns anzunehmen. Lugentsehtc Jdte. Wir hoffen, den Bau noch in dem laufenden machen Das 3te 8 . 2X 1) ö“ 9 8 *⸗0 und Ate ch e er⸗- Jahre in Angriff nehmen zu koͤnnen. 1 vCö1e“

der Breslau⸗Schweidnitz⸗ Freiburger Eisenbahn⸗Gesellschaft. Becker, Stadt⸗ Graf Burghauß auf Laasan. Ober⸗Regierungs⸗ Baron von Reibnitz, G. H. Ruffer, Kommerzien⸗ C. Ruthardt. L. Salice, Stadt⸗Rath.

Scholz, Stadt⸗Rath.

Die Dampfschiffe der vereinigten Hamburg⸗Magde⸗ burger Dampfschifffahrts⸗Compagnie gehen taͤglich so⸗

Magdeburg, im Monat Juni 1841. eebiereeiiocon.

1eqbbe111X1XAX“ wei neben einander liegende Freiguͤter (nahe bei (Behrenstraße Nr.

1 1 Stunde von der Berl. Anhalt. Eisen⸗ (Behrenstraße Nr. 44). bahn entfernt) sollen sofort alle beide Guͤter zusam⸗ als ö. Gut 8 sich einzeln verkauft und koͤnnen sogleich mit vorhandener Aerndte uͤber⸗ durch jede Buchhandli iehen, in Berlin i

„Diese beiden Guͤter enthalten der Enslin schen Lang s deieeee eeei. 9) neue Wohn⸗ und Wirthschaftsgebaͤude, das eine 800 Breitestr. Nr. 23, in Kuͤstrin in derselben d Magdeburger Morgen Areal, an Feldern, Wiesen, Stargard bei Ferd Muͤller: sirhch Gaͤrten ꝛc, und das zweite 500 Magd. Morgen, zu⸗ 1 9 8 sammen 1300 Morgen (wobei * Theil und ³ Theil Roggenboden ist), nebst vollstaͤndigen Inventarien an 10 Pferden, 30 Stuͤck Rindvieh,

8 1“ 1“ 8 Auswärtige Bör Amsterdam, II. Juli. Niederl. wirkl. Schuld 51¼. 52 Span. 20 15 . Antwerpen, 10. Juli. Zinsl. 5 ½. Neue Anl. 20 19. Hamburg, 13. Juli. Bank-Aectien 1660. Engl. Russ. 108 ½. 88 P aris, 10. Juli. 5 ½ Rente fin cour. 115. 15. 3 x½⅔ Rente fin cour. 76. 85. 5 % Neapl. au compt. 102. 5 Span. Rente 22 9⅛. Passive 5.

3 ½ Port. —. 0 9 4 ¼ 98 ½. 3 ½ —. 2 ½ 9 —.

Wien, 10. Jul. 5 % Met. 105 ½. 8 1 ½ —. Bauk-Actien 1585. Anl. de 1834 130 ½. de 1839 105 ¼.

Kanz. Bill.

Meteorologische Beobachtungen.

1841. 14. Juli.

Luftdruck.... 336,61 Par. 336,53 Par. 336,64 Par. Quellwärme 8,3 °0 R. + 10,50 R. + 19,82 R. + 12,80 R. Flusswärme 15,0“ R. Thaupunkt. + 7,5 R. + 11,20 n. + 9,20 n. Bodenwürme 16,20 R. Dunstsättigung 78 pct. 55 pct. 76 pct. Ausdünstung 0,042, Rh. Wetter heiter. bezogen. regnig. Niederschlag 0,091 Rh. Wind SW. SW. SW. Würmewechsel + 20,2* Wolkenzug. .. SW. + 10,50. Tagesmittel: 336,590 Par. + 14,20 R.. + 9,7° K...

Morgens 6 Uhr.

Nachmittags 2 Uhr.

Nach einmaliger

Abends 10 Uhr.

Beobachtung.

Luftwärme ...

70 pct. Sw.

Königliche Schauspiele.

Freitag, 16. Juli. Im Opernhause: Lucrezia Borgia, O in 3 Abthl., mit Tanz. Musik von Donizetti. (Mad. Gen⸗ tiluomo, vom Koͤnigl. Hof⸗Theater zu Hannover: Lucrezia Bor gia und Dlle. Penz von demselben Theater Orsini, als Gastrolle. Hr. Zschiesche: Alfons, Herzog von Ferrara.)

Sonnabend, 17. Juli. Im Schauspielhause: Der Roman, Lustspiel in 1 Akt. Hierauf: Die Schleichhaͤndler, Possenspiel in 4 Abtheilungen, von E. Raupach.

Sonntag, 18. Juli. Im Opernhause: Die Lotterielisten, Lustspiel in 2 Abtheilungen. Hierauf auf Begehren: Robert und Bertrand, pantomimisches Ballet in 2 Abtheilungen, von Hoguet.

Montag, 19. Juli. Kein Schauspiel.

An diesem Tage ist das Billet⸗Verkaufs⸗Buͤreau geschlossen.

Königsütädtilches Theater.

Freitag, 16. Juli. Das bemooste Haupt, oder: der lange Israel. Original⸗Lustspiel in 4 Akten, von Roderich Benedix.

Sonnabend, 17. Juli. (Dreißigste Italiaͤnische Opern⸗Vor⸗ stellung.) II Barbiere di Seviglia. Opera buffa in 2 Atti. Musica del Maestro Rossini.

Preise der Plaͤtze: Ein Platz in der Orchester⸗Loge 1 Rthlr. 10 Sgr. Ein Platz in den Logen und im Balkon des ersten Ranges 1 Rthlr. u. s. w.

Textbuͤcher, in

zu haben.

Der Anfang der Italiaͤnischen Opern⸗Vorstellungen ist um

halb 7 Uhr. Die Kasse wird um halb 6 Uhr geoͤffnet.

Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.

Forderung fuͤr alle beide

zeln 5 6000 Thlr. Anzahlung hinreichend. Naͤ⸗

Ritterguts⸗Verkauf. also auf jede Eins der groͤßten und schoͤnsten Ritterguͤter, bei Preis von 120,000 Thlr. mit der Haͤlfte Anzahlung

Naͤheres im Intelligenz⸗Comtoir.

Literarische Anzeigen.

Phant8 Ein Kinderbuch von H. Kletke.

Mit kolorirten Federzeichnungen von Hosemann Jedes Baͤndchen (120 130 Seiten, Velinp.) sau⸗ ber brochirt: 10 sgr.

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ses wahrhaft gediegene Kinderbuch aufmerksam zu scheinen im August d. J. Carl J. Klemann in Berlin Burgstr. Nr. 8.

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Portrait Sr. K. H. des Kronprinzen Friedricl] von Dänemark, nach Unger von Jentzen lith 1 Thlr. weils und 1 ½ Thlr. Chin. Papier; und als Pendant hierzu:

Portrait Ihrer K. H. der Kronprinzessin Ka- roline von Dänemark, geb. IHerzogin von Mecklenburg-Strelitz, nach Otto von Jentzen lith Preis: 1 Thlr. weils und 1 ½ Thlr. Chin. Pap.

L. Moritz⸗

Bei Friedrich Fleischer in Leipzig ist neit

wohl von Hamburg als von Magdeburg mit Passa⸗ erschienen:

Die Macht und Wuͤrde des Fuͤrsten auf christlichem Standpunkte. Mit Ruͤcksicht auf die Gegenwart von Dr. G. E. R. Matthaͤi. Preis geheftet 2 Thlr. Besser

In Berlin zu haben bei Wilhelm

Bei L. Levit in Bromberg ist erschienen und

Beitraͤge zur Charakteristik Fiedrich Wil⸗ he 1m.8 III. von Th. G. von Hippel (vo mals Staats⸗Rath u. Reg.⸗Praͤsident). Preis 1 Thlr., ordinaͤre Ausgabe 22 ½ Sgr.

in Italiaͤnischer und Deutscher Sprache, sind im Billet⸗Verkaufs⸗Buͤreau und Abends an der Kasse à 5 Sgr.

So eben ist erschienen und in allen Buchhand⸗

Staats

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Amtl. Nachr.

RNußland u. Polen. St. Pet. Neuer General⸗Konsul in Aegyp⸗ ten. Werth der Waaren⸗Ausfuhr von St. Petersburg.

Frankreich. Paris. Die Anleihe. Die Unruhen in Toulouse. Die Spanischen Fluͤchtlinge. Diplomatie. Prozeß der Kom⸗ munisten. Vermischtes. Brief aus Paris. (Das „Journal du Peuple“ und die Rheingraͤnze. Abbsé Genonde.)

Großbrit. u. Irl. London. Aufenthalt der Herzogin von Kent in Deutschland. Aufforderung zu neuer Waͤhler⸗Registrirung. Ueber das Ergebniß der Wahlen. Irlands Stellung bei den Wahlen. Entgegnung auf Peel's Bemerkung uͤber die Juli⸗Revolution. Schreiben des Ober⸗Rabbiners von Damask. an Montefiore. Zustand der Dinge zu Aden.

Dentsche Bundesstaaten. Dresden. Abreise des Koͤnigs und der Koͤnigin. Ankunft des Prinzen August von Preußen. Han⸗ nover. Letzte Sitzung der zweiten Kammer. Karlsruhc. Zweite Kammer. Eroͤrterungen uͤber die Baumwollen-⸗Industrie.

Schweiz. Tessin. Bestrafung der Insurgenten. Basel. Tag⸗ satzungs⸗Berathung uͤber Basel. Neuchatel. Ankunft des Generals von Pfuel.

Spanien. Schreiben aus Madrid. uüͤber die Vormundschafts⸗Frage. Haͤlfte des Jahres.)

Inland. Koblenz. Anwesenheit der Koͤnigin von Griechenland, so wie des Prinzen und der Frau Prinzessin Karl. Breslau. Neuer Forst⸗Verein in Schlesien. Eisenbahn.

Der Pauperismus und die neuesten Systeme, ihm zu steuern. Ge⸗ schichtliche Ruͤckblicke.

Beilagce. Graf Saint Aulaire in der Akademie Francaise.

(Verhandlungen des Senates Das Budget fuͤr die zweite

smerenee

Amtliche Uachrichten

Kronik des Tages.

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben den Hofg si

8 erichts⸗Prokurator und Advokat Pyl in Greisswald zum Justizrath Allergnaͤdigst zu ernennen geruht.

Dem bei dem Land- und Stadtgerichte zu Naumburg an— gestellten Justiz⸗Kommissarius von Bieren ist zugleich die Pra⸗ ris bei den zu demselben Land⸗ und Stadtgerichte gehoͤrigen Ge⸗ richts⸗Kommissionen zu Eckartsberga, Freiburg und Muͤcheln, so wie bei den in dem Geschaͤftskreis des gedachten Gerichts einbe⸗ zirkten Patrimonial⸗Gerichten des Weißenfelser, Querfurter und Eckartsbergaer Landraͤthlichen Kreises, beigelegt worden.

Der bisherige Kammergerichts⸗Assessor Oberkampff ist zum Justiz⸗Kommissarius bei dem Koͤniglichen Land⸗ und Stadt⸗ gericht zu Tilsit und den in dessen Bezirke befindlichen Unterge⸗ richten, so wie zum Notarius im Departement des Koͤnigl. Ober⸗ Landesgerichts zu Insterburg, bestellt worden.

Angekommen: Der Ober⸗Praͤsident der Provinz Posen, Graf von Arnim, von Boitzenburg i. d. U. 8

Abgereist: Se Excellenz der General der Infanterie, Gouverneur von Berlin und Praͤsident des Staats⸗Raths, Frei⸗ herr von Muͤffling, nach Erfurt,

Se. Excellenz der General⸗Lieutenant und General⸗Adjutant Sr. Majestaͤt des Koͤnigs, Graf von Nostitz, nach Loͤwenberg in Schlesien.

6 Cacie s e e gch⸗ Geheime Ober⸗Finanz⸗Rath und Direktor im

Ministerium des Koͤniglichen Hauses, Thoma, nach Stettin.

Zeitungs-Nachrichten. Ausland.

hkußland und Polen.

St. Petersburg, 10. Juli. Der Kollegienrath Cremer ist an die Stelle des nach Rußland zuruͤckberufenen Grafen von Me— dem zum diesseitigen General⸗Konsul in Aegypten ernannt worden.

Der Legations⸗Secretair Vegesack, bei der diesseitigen Ge⸗ sandtschaft in Berlin, hat den Rang eines Kollegien⸗Assessors erhalten. 1 1

Der General⸗Major a. D., Fuͤrst Kantakuzenos, ist am 17ten v. M., 80 Jahre alt, in Odessa mit Tode abgegangen.

Die Waaren⸗Ausfuhren von St. Petersburg haben seit dem diesjaͤhrigen Anfange der Schifffahrt bis zum 1. Juni einen Werth von 3,236,350 Silber⸗Rubel; im Jahre 1840 betrugen sie um dieselbe Zeit nur 2,474,783 Rubel.

1 Frankreich.

Paris, 11. Juli. Es heißt, das neue Anlehen werde um die Mitte des September emittirt werden und sich nur auf 250 Millionen belaufen.

Es wuͤrde, den neuesten Geruͤchten nach, durch Vermittelung des Herrrn von Rothschild negoziirt werden,

da die General⸗Einnehmer sich mit der Realisirung desselben nicht

haͤtten befassen koͤnnen. Der Messager erwaͤhnt die Unruhen von Toulouse in fol⸗ gender Weise: „Am Abend des 6ten fanden Ruhestoͤrungen in Toulouse statt, welche sich am Abend des 7ten erneuten; sie wur⸗ den unterdruͤckt. Die Haltung der Behoͤrde hat die Ruhestoͤrer entmuthigt; am 8ten Abends beschraͤnkten sich die unruhigen Be⸗ wegungen auf einige bedeutungslose Aeußerungen. Am 9ten wurde; die Ruhe weiter nicht gestoͤrt, und nach den telegraphischen Nach⸗ richten, die heute Morgen eingegangen sind, ist die Ruhe wieder vollkommen hergestellt. Die Operation der Zaͤhlung der Baulich⸗ keiten und der Thuͤren und Fenster, die vom vorigen Praͤfekten Herrn Floret eingestellt worden war, wurde im Laufe des 5ten

e.

fekten, und ist ohne Widerstand fortgesetzt worden.“

Man schreibt aus Bayonne vom 7. Juli: „Eine große Anzahl

wieder aufgenommen, am Tage nach der Ankunft des neuen Praͤ⸗

V

8

ohne Zweifel die Frager uͤber unsere Ansichten aufklaͤren.

Karlistischer Priester und Fluͤchtlinge hat den Befehl erhalten, das Arrondissement von Bayonne zu verlassen und sich von der Graͤnze zu entfernen. Herr Aneriani, Bischof von Pampelona, und Herr von Arel⸗ lano, Paͤpstlicher Vice⸗Nuntius in Madrid, die seit einigen Monaten zu Bayonne sich aufhielten, haben ebenfalls Päaͤsse nach dem Innern des Köͤnigreichs erhalten. Diese Maßregeln hatten in Folge neuer Instructionen statt, die der Minister des Innern dem Praͤfekten des Departements hatte zukommen lassen.“

Die Bemuͤhungen des Marschall Soult, seinem Sohne die Gesandschaft in Wien zu verschaffen, sind, einem hiesigen Blatte zu⸗ folge, an der peremtorischen Weigerung des Fuͤrsten Metternich, den neuen Gesandten unter dem Titel des Marquis von Dalma⸗ tien anzuerkennen, gescheitert. Der Graf Appony soll Herrn Guizot die Antwort uͤberbracht haben, daß das Wiener Kabinet ein fuͤr allemal erklaͤrt habe, daß es keinen Titel anerkennen koͤnne, der der fruͤhern Eroberung einer Oesterreichischen Provinz entnommen sey, und daß es zu Gunsten des Marquis von Dalmatien keine Ausnahme machen koͤnne. Es heißt, der Herzog von Monte⸗ bello werde nach Wien gehen und dem Marquis von Dalmatien die Wahl zwischen Rom und Neapel gelassen werden.

Graf Flahaut ist dem Vernehmen nach zum Botschafter Frank⸗ reichs in Madrid ernannt worden.

Vorgestern begann vor dem Koniglichen Gerichtshofe der Prozeß der Kommunisten, der auch gestern noch fortwaͤhrte und erst heute beendet wurde. Bekanntlich hatte das Seine⸗Tribunal erklaͤrt, daß die ihnen Schuld gegebene Anklage, einer geheimen Gesellschaft angehoͤrt zu haben, unerwiesen sey, und es beschraͤnkte sich darauf, verschiedene Gefaͤngnißstrafen und Geldbußen wegen des Tragens verbotener Waffen zu verhaͤngen. Das oͤffentliche Ministerium legte gegen dieses Urtheil Appellation ein. Der An⸗ geklagte Pillot, ehemaliger Priester der Franzoͤsischen Kirche, be— hauptete, daß er nicht zu den Kommunisten gehdre, und daß die Grundsaͤtze, die er bei dem Banket von Belleville ausge⸗ sprochen habe, rein theoretische Doktrinen seyen, die er aus Griechischen und Franzosischen Klassikern geschoͤpft habe. In der heutigen Sitzung verurtheilte das Gericht die An— Zeklagten wegen ungesetzlicher Association zu verschiedenen Geld— und Gefaͤngniß⸗Strafen. Zu gleicher Zeit verordnet es die Aufloͤsung der Gesellschaften der Kommunisten und der Wahl⸗ Reform. In Bezug auf die letztere motivirt es das Urtheil daͤ⸗ mit, daß diese Gesellschaft in den großen Staͤdten aus Quartier— und Arrondissements⸗Ausschuͤssen, in den Departements aus Kommunen, Kantons und Arrondissements bestanden habe; daß sie monatliche Geldbeitraͤge zusammengeschossen, sich einmal alle vierzehn Tage vereinigt und mit einem Central⸗Ausschusse in Ver⸗ bindung gestanden habe; eine solche Verbindung sey aber durch⸗ aus gefaͤhrlich fuͤr die oͤffentliche Ruhe.

Unter den Franzoͤsischen Blaͤttern zeichnen sich jetzt der „Cour⸗ rier de la Sarthe“ und der „Nausnal“ durch ihre Kenntniß der

eutschen literarischen und politischen Zustaͤnde aus; der erste hat

Herrn Horrier, der andere Herrn Forgue, einen jungen Advokaten, der unter vielen Namen und Zeichen schreibt, zum Mitarbeiter uͤber Deutschlands nichtpolitische Interessen. Der „Commerce“ at die Deutsche Politik seit einiger Zeit vernachlaͤssigt. Der Zerlust ist indeß gerade nicht groß, denn Wahres enthaͤlt das Blatt doch nur selten.

Gestern ist der Prozeß der beiden Geranten des „Siecle“, des alten und neuen, entschieden worden. Herr Dutacg tritt hier— nach, wenn er die vom Koͤniglichen Gerichtshof festgestellten pecu⸗ niairen Bedingungen in dem Zeitraum eines Monats erfuͤllt, in seine fruͤheren Rechte ein. In diesem Falle wuͤrde die jetzige Gesammt⸗Redaction das „Siecle“ verlassen und einer neuen Platz machen. Die austretenden Redaktoren wuͤrden sich mit dem „Constitutionnel“ zu einem Blatte vereinigen und ein dynastisches Organ zu 50 Fr. gruͤnden. Die Schwierigkeit ist hier eine rein sinanzielle. Die Sache wuͤrde, wenn sie wirklich zur Ausfuͤhrung kommen sollte, abermals eine neue merkwuͤrdige Epoche in der hiesigen Zeitungswelt herbeifuͤhren. Die Redaktoren des „Con⸗ stitutionnel“ und des „Siecle“ sind uͤbrigens Anhaͤnger des dyna⸗ stischen Systems, wie es von Herrn Thiers repraͤsentirt wird, und es ist demnach anzunehmen, daß ohne Ruͤcksprache mit dem⸗ selben diese Vereinigung nicht zu Stande kommen werde.

Herr Thiers scheint auf die Reise, die er nach verschiedenen Staͤdten Deutschlands, unter Anderem nach Berlin, hatte machen wollen, wieder verzichtet zu haben. kursion nach Holland ist er bereits in Lille wieder eingetroffen.

In einem hiesigen Blatte wird ein ehrenwerther Zug von Herrn von Ballanche berichtet. Derselbe lebt in einer aͤußerlich sehr bescheidenen Stellung, und zwar von einer Pension von 1200 Fr., die ihm vom Ministerium des Innern ausgesetzt ist. Da er zur Wahl in der Akademie von Herrn von Chateaubriand und Ch. Nodier vorgeschlagen wurde, so hielt der beruͤhmte Ver⸗ fasser der „Palingénésie sociale“ dieselbe fuͤr gesichert. Demzufolge schrieb er an den Minister, da ihm im Falle seiner Erwaͤhlung ein Gehalt von 1500 Fr. zu Theil werden wuͤrde, so bitte er den Minister, nach seiner Ernennung zum Mitgliede der Akademie uͤber die Pension, die er bisher bezogen, anderweitig zu verfuͤgen. 1 ½ Paris, 11. Juli. Nachdem das „Journal du Peu⸗ ple“ mehrmals uͤbrigen demokratischen Blaͤtter nicht theile, daß es dieselbe viel— mehr, zumal in ihren fuͤr Deutschland beleidigenden Kundgebun⸗ gen, mißbillige, legt es endlich heute, auf mehrfaches Draͤngen von verschiedenen Seiten, ein foͤrmliches Glaubens⸗Bekenntniß uͤber den fraglichen Punkt ab: „Wir koͤnnten“, sagt es, „unsere Meinung dadurch ausdruͤcken, daß wir sagten, wir verwerfen durchaus die Napoleonischen Traditionen, und diese Erklaͤrung wuͤrde Aber wir wollen hinzufuͤgen, daß wir nichts Antidemokratischeres kennen,

als den Durst nach Eroberung, als die Manie, unter die Herr⸗

schaft Frankreichs Voͤlker beugen zu wollen, welche unabhaͤngig. u bleiben gesonnen sind. Nichts ist, gesellschaftlich betrachtet, un⸗ noralischer, als der Anspruch, fremden Nationen Einrichtungen

g die ihnen nicht zusagen, und Regierungen, welche ih⸗

Denn nach einer kurzen Ex⸗

indirekt angedeutet, daß es die Rheinwuth der

allen Kraͤften die Kaiserlichen Ideen.“ So weit lautet die Erklaͤrung des

ganz befriedigend, und man darf sagen,

offen mit den kriegerischen Erinnerungen der

welche dem oͤffentlichen Vorurtheile fuͤr den glaͤnzen dsten Theil des Nationalruhms gelten. has „Journal du Peuple“ nicht enthalten, seiner Verwahrung eine Beschraͤnkung beizufuͤgen, die deren Werth, fuͤr den besondern V Fall wenigstens, um den es sich hier handelt, so ziemlich wieder

Aber ungluͤcklicherweise kann sich da

aufhebt. Es erkennt, in Bezug auf Deutschland, den innigen nothwendigen Zusammenhang nicht an, der zwischen den Begrif⸗ fen von Nation und Staat seattsindet, es will nicht begreifen, daß auch wir ein Volksganzes bilden, dessen Existenz unter keinem Vorwande zerrissen werden soll und darf, und daß also auf ge wisse Moglichkeiten gar keine Ruͤcksicht zu nehmen ist, die schon

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von anderen Franzoͤsischen Blaͤttern als Bedingung oder Rechtferti

gung der Trennung eines Theils der Deutschen Provinzen vom Haupt 3

Die letzten Jahrhunderte haben

lande aufgestellt worden sind. te ununterbrochen daran gearbeitet, die gleichartigen Volks⸗Elemente

zu großen Nationalitaͤten zu verbinden, und es ist die unverkenn⸗ bare Aufgabe unserer Zeit, jenes Werk durch eine dauerhafte, po⸗ litische Konstituirung der verschiedenen Vöͤlker⸗Familien Europas Alles, was der naturgemaͤßen Erfuͤllung dieses ge⸗ hemmend in den Weg tritt, ist ein Eingriff in den Organismus des Menschheits⸗

zu vollenden. schichtlichen Entwicklungs⸗Zweckes gewaltsam

die Nationalitaͤten eine nur unvollkom⸗ mene Bildungs⸗Form sind; aber kein Zweifel, daß sie den noth⸗ wendigen Durchgangspunkt zu hoͤherer Entfaltung ausmachen. Wenn man aber, und man kann nicht anders, die Nationalitaͤten fuͤr nothwendig anerkennt, so muß man auch ihre Voraussetzung und ihre Folgerungen gelten lassen.

Der Commerce, welcher fruͤher gewisse Einverstaͤndnisse mit St. Petersburg zu unterhalten schien, kommt heute auf den Ge⸗ danken einer Franzoͤsisch⸗Russischen Allianz zuruͤck, die er als die einzige Garantie der Interessen Frankreichs im Orient darzustellen sucht. Das Raisonnement dieses Blattes ist auf die stillschwei⸗ gende Annahme gegruͤndet, daß die orientalische Frage sich doch nur in einer Theilung des Osmanischen Reichs, oder wenig⸗ stens der Europaͤischen Tuͤrkei, losen werde, und daß Frankreich sich bei Zeiten sicher stellen muͤsse, um bei jener Operation nicht zu kurz zu kommen.

Es bestaͤtigt sich, daß dem Abbé Genoude, Redacteur der „Ga⸗ zette de France“, von dem Erzbischof von Paris bei den schwersten Kir⸗ chenstrafen verboten ist, ferner die Kanzel zu betreten. Man versichert, daß Herr Genoude von diesem Verbote, dessen besonderer Grund unbekannt ist, nach Rom appellirt habe.

Großbritanien und Irland.

London, 10. Juli. Ihre Koͤnigliche Hoheit die Herzogin von Kent wird zu ihrem Geburtstage, den 17. August, hier zu⸗ ruͤckerwartet.

Wenn gleich die „Times“ es fuͤr durchaus unbglaublich haͤlt, daß Sir R. Peel, falls er als muthmaßlicher Premier⸗Minister keine starke Majoritaͤt im Unterhause faͤnde, im Laufe dieses Jah⸗ res noch zu einer zweiten Parlaments⸗Aufloͤsung schreiten sollte fordern doch die liberalen Blaͤtter alle Stimmberechtigten ihrer Partei dringend auf, die gehoͤrigen Vorbereitungen zu einer sol⸗ chen zweiten Wahl zu treffen, namentlich sich zu rechter Zeit in die Waͤhler⸗Listen eintragen zu lassen und ihr Wahlrecht geltend zu machen. Unter Anderem sagt der Morning Advertiser: „Welches Ergebniß auch die noch unentschiedenen Wahlen liefern moͤgen, so ist jetzt augenfaͤllig, daß in dem naͤchsten Unterhause die Parteien sich beinahe an Staͤrke gleich seyn werden, und daß es daher jeder Verwaltung unmoͤglich seyn wird, die Geschaͤfte des Lan⸗ des eine irgend geraume Zeit lang mit Erfolg und Nachdruck zu fuͤhren Es ist daher hoͤchst wahrscheinlich, daß nach kurzer Zeit an die Wahlkorperschaften des Britischen Reichs abermals der Aufruf zur Entscheidung uͤber das Benehmen ihrer Vertreter ergehen wird; ja, es erscheint fast gewiß, daß wir in nicht geraumer Frist eihs abermalige allgemeine Wahl haben werden. Die Wahlkoͤrperschaf⸗ ten moͤgen sich daher nur unverzuͤglich vorbereiten, ihre Vertre⸗ tung den falschen und treulosen Haͤnden zu entreißen, welchen sie jetzt in nur zu vielen Faͤllen dieselbe anvertraut haben. Möͤge je⸗ der Wahlberechtigte keine Zeit verlieren, fuͤr seine rechtzeitige Ein⸗ tragung in die Wahlregister zu sorgen; Anspruͤche auf Stimm⸗ gebung in den Grasschaften muͤssen vor dem 20. Juli erfolgen und in den Staͤdten muͤssen vor diesem Tage alle Armen⸗Steuern und gewoͤhnlichen Abgaben bezahlt werden. Registrirt, Reformer. registrirt; es ist keine Zeit zu verlieren. Wenn Eure Namen nicht am 20sten auf den Registern stehen und Eure Steuern nicht bis dahin bezahlt sind, so werdet Ihr fuͤr die naͤchsten 12 Monate nicht besser als Sklaven seyn und Euren Ansichten keinen legislativen Ausdruck geben koͤnnen. Registrirt also, wenn Ihr Eure politi⸗ schen Rechte, Euer taͤgliches Brod lieb habt!”“

Ein anderes lieberales Blatt sucht das bisher den Ministern unguͤnstige Ergebniß der Wahlen auf folgende Weise zu erklaͤren: „Wir muͤssen unsere Leser daran erinnern, daß den Waͤhlern durch die Parlaments⸗Auflosung zwei ganz getrennte Fragen vorgelegt worden: zuerst die uͤber die Popularitaͤt der Minister, dann aber uͤber die Prinzipien ihrer Maßregeln, die zugleich mit den Huͤlfs⸗ quellen des Staates auch die Wohlfahrt des Volkes vermehren sollen. Dieser letzteren Frage haben sich die Antworten der Städte fast durchaus guͤnstig erwiesen. Weder in London noch in Liver⸗ pool ist die schwarze Flagge des Monopols siegreich gewesen. Um an das Ruder zu gelangen, sind die Tories von jetzt an gezwun⸗ gen, dieselben Maßregeln vorzuschlagen, gegen die sie das Volk fruͤher aufgewiegelt. Die erste Frage jedoch, wir muͤssen es mit Bedauern eingestehen, ist verneint worden. Um gerecht zu seyn, duͤpfen wir es nicht leugnen, daß die Popularitaͤt der Minister sehr abgenommen hat. Etwas davon kommt wohl auf Rechnung des Amtsbesitzes. Jede Regierung ist, so zu sagen, ihrer Natur nach, ein Eingriff in die nataͤrichen Rechte und Freiheiten des

Lebens. Moͤglich, daß

2 nen verhaßt sind. Wir verdammen daher in dieser Hinsicht aus Journal du Peuple daß dieses Blatt einen

ehrenvollen Beweis von publizistischem Muthe giebt, indem es so Kaiserzeit ..

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