1841 / 197 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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gierung eine Allianz mit den kleineren Deutschen Staaten, Belgien, Sardinien, Holland u. s. w. aufsuchen muͤsse. Dergleichen Styl⸗ uͤbungen haben nicht die mindeste politische Bedeutung, wenn auch

Interventions⸗Politik hatte geschlagen.“ Der Schluß des Arti⸗ kels bildet die Behauptung, daß nur eine legale Politik gegen die Tuͤrkei, Frankreich das Recht geben koͤnne, die religiosen und libe⸗ bungen h tische 2 b c ralen Sympathieen zu offenbaren, die es fuͤr die Griechische Be⸗ einige in ihnen enthaltene Gedanken im Sinne von Herrn Passy volkerung empfinde. 8 und Anderen seyn sollten. 1 3 Gestern wurden mehrere telegraphische Depeschen nach Tou⸗ Man spricht von dem bald erfolgenden Erscheinen einer louse abgesendet. Heute hieß es, das Ministerium habe Herrn Broschuͤre, welche mehrere an Frau von Feuchéères zur Zeit der Mahul anempfohlen, die Volkszuͤhlung fortzusetzen. Zahlreiche Restauration gerichteten Briefe enthalten soll.

Truppen⸗Abtheilungen waren zugleich nach dieser Stadt beordert. u 1 g. Strlant 1

Der Praͤfekt der oberen Garonne hat zur Beruhigung der Großbritanien und Irland.

aufgeregten Gemuüͤther in Toulouse folgende Proklamation ergehen London, 10. Juli Abends. Nicht heute, sondern erst mor— lassen. „Bewohner von Toulouse, die Unruhen, deren Schauplatz gen werden der Koͤnig und die Koͤnigin der Belgier abreisen;

Paris, 12. Juli. Es ist seit einiger Zeit von einem Ver⸗ bote die Rede gewesen, dem zufolge der jetzige Erzbischof von Pa⸗ ris Affre dem Herrn Abbé von Genoude, Haupt⸗Redacteur und Besitzer der „Gazette de France“ untersagt, ferner in dem Erzbi⸗

die meisten (2) Abonnenten gaͤhlt. Herr von Villele inspirirt vorzugs⸗ weise dieses Blatt, dessen Richtung und Art und Weise nicht immer von der aͤlteren Bourbonischen Linie gebilligt wurde, indem die „Gazette“ die revolutionairen Mittel: Wahlreform, allgemeines Stimmrecht und andre Utopien gebraucht, um dadurch am sicher⸗

. vino Aryr 9 o 8 8 38 8 hag 8 rung des Gesetzes zum Grunde, einen Irrthum, den Uebelwol⸗ dem Vernehmen nach, nicht in Begleitung seiner erlauchten Ver⸗ Sie reden Euch vor, die Verwaltung werde sich zu Haussuchun⸗ Waͤhrend die liberalen Blaͤtter das Land auffordern, sich auf

erfe 4 1 ans Ruder kaͤme, und keine hinreichende Maoritaͤt im Unter⸗

verleumdet die Verwaltung, die Ausfuͤhrung des Gesetzes uͤber gleichmaß daß naͤmlich die Whigs selbst noch eine abermalige Parlaments⸗

Vertheilung der Abgaben festzustellen. Also weder in diesem Ge⸗ 19

dies in Aussicht stellt, wozu ihr allerdings einige Bemerkungen

rste Pflicht, wie Ihr einsehen muͤßt, ist, die Ausfuͤhrung der wahrscheinlicher, daß wir binnen hier und einem Jahre noch eine Gute zu thun, bringe ich mit zu Euch. In meinen Haͤnden ruht Wahrscheinlichkeit entgegen. Sollten die Tories dieses verzwei⸗ Freunde unserer Institutionen sind, in Anspruch. Mahul.“ Poarteiruͤcksichten, diesermaͤchtige G rund fuͤreine neue Berufung an Frage entlockt hat.“ Gegen diese Andeutung erhebt sich nun die

Wichtigkeit hat und nur unvollkommen von den Franzzsischen 2 sungswidrige Lage zu versetzen, daß sie um eines factiosen Partei⸗ stehenden Franzoͤsischen Regierung besonders feindlichen Journals. darauf angespielt. Fast bei jeder Wahl wollen sie entdeckt ha⸗ geleitet wird und nach dem Journal „le Siecle“ und der „Presse“ fange an, sich so zu verb essern, daß es nur einer nochmaligen zu sichern. Genug, diese Blaͤtter suchen die ganze Sache so dar⸗ theilsspruch bis zur naͤchsten Parlaments⸗Aufloͤsung verschoͤben. en zu ihrem Ziele zu gelangen. Dabei ist die Polemik der „Ga⸗

. e. 1àvꝗsb 3 8 9 2 . 2 . Eure Stadt gewesen, haben nur einen Irrthum uͤber die Ausfuͤh⸗ sie begeben sich nach Belgien zuruͤck, und Prinz Albrecht wird, 8 G -9 fürch⸗ f beager. 2 lende benutzen und vermoͤge dessen sie Euch in Euren Befuͤrch⸗ wandten, sondern erst spaͤter seine Reise nach dem Kontinent an⸗ tungen unterhalten; mein Wunsch ist, dieselben zu verscheuchen. treten und ungefaͤhr einen Monat abwesend bleiben. 4 4 Prrnr 8 8 ßIo Kirc 819 Pon- . . 2 xe 8 en erniedrigen, Eure Moͤbeln zaͤhlen und Euch kraͤnken⸗ eine zweite allgemeine Wahl gefaßt zu machen, falls Sir R. Peel den Nachforschungen unterwerfen, das ist unwahr; man hause faͤnde, wird von der Tory⸗Presse ebenfalls zur Registrirung ; g 88 1% A MN de. e. 8 1.““ 7 8 9 5 L die Volkszaͤhlung zieht keine von diesen druͤckenden, Maßre⸗ der Waͤhler angefeuert, aber aus der umgekehrten Voraussetzung, geln nach sich. Es hat bloß zum Zwecke, eine gleichmaͤßige Auflösung wagen wuͤrden. Die Times ist es vorzuͤglich, welche 1 . e * 8 8' . —! 8 8 L setze, noch in den Mitteln zur Ausfuͤhrung lassen sich Gruͤnde zur Auflehnung gegen die gegenwaͤrtige Verwaltung finden. Meine der Morning Chronicle nicht ungegrandeten Anlaß geben; - 3 TT denn dieses ministerielle Blatt sagte gestern: „Es wird immer. Gesetze zu sichern; nur unter dieser Bedingung ist eine Regierung moͤglich. Rechtliche Absichten und den aufrichtigen Wunsch, das allgemeine Wahl zu erwarten haben. Ueberall tritt uns diese zunaͤchst die Ruhe dieser großen Stadt. Zur Wiederherstellung felte Was stuͤ cknicht unternehmen, so istwohl nach ihrer Resigna⸗ 2 5 . . I . 8 5 8 B 2. fe ¹ g 1 9 7 1 e 8 8 7 8 8. der Ruhe nehme ich die Mitwirkung aller guten Buͤrger, welche tion eine Aufloͤsung zu erwarten. Unduͤberdies ist, abgesehen von allen das Volk vorhanden, daß die jetzige Appellation ihm keine deutliche Antwort auf die ihm zur Entscheidung vorgelegte Times, die selbst von Seiten Sir R. Peel's eine nochmalige b rzbi⸗ Parlaments⸗Aufloͤsung im Laufe dieses Jahres ungeziemend sin⸗ schoͤflichen Kirchsprengel zu⸗ predigen. Da diese Sache einige den wollte, mit aller Macht. „Wahrlich“, sagt sie, „ein hoͤchst g 8 e 28 1 1 609— ollkon n ve 1 Franzoftfen verzweifeltes Wagstuͤck waͤre es, Ihre Majestaͤt in die verfas⸗ Blaͤttern mitgetheilt worden ist, so moͤge hier eine umstaͤndliche Dar⸗ d legung derselben erfolgen. Der Abbé de Genoude istbekanntlich Priester zwecks willen die Koͤnigliche Praͤvogative prostituiren sollte. Aber und Redacteur jenes vielgelesenen legitimistischen, der jetzt be⸗ die Whig-⸗Blaͤtter haben in der That schon seit einigen Tagen Der Abbé ist reich, gewandt und voll Talent. Ohne die Mittel ben, es sey durch irgend eine Rede bei der Waͤhlerschaft und Hebel seiner Polemik zu billigen, bleibt die Thatsache aufrecht, ein so guͤnstiger Eindruck zu Gunsten des revolutionaͤren daß die „Gazette“ mit stylistischer und polemischer Geschmeidigkeit Budgets hervorgebracht worden, und die Stimmung der Waͤhler Appellation an das Volk beduͤrfe, um dem Ministerium den Sieg zustellen, als ob die Waͤhler jetzt keine Entscheidung faͤll⸗ ten, sondern nur die Plaidoyers anhoͤrten und den Ur⸗ Besetzt den Fall, was jedoch sehr unwahrscheinlich ist, das 20 5 7 8

ette“ gegen das jetztbestehende Regiment in Frankreich stets aͤußerst zu erwartende konservative Ministerium faͤnde es wirklich nothig, sebhafte h die Aufloͤsung des unter den Auspicien seiner Gegner Der neue Erzbischof Affre, das Haupt derjenigen, Geist⸗ einberufenen Parlaments anzuempfehlen, so wuͤrde es nur im lichkeit, welche sich der jetzigen Regierung anschließt, ließ vor Geiste der Verfassung und nach dem in allen solchen Faͤllen fest— einigen Monaten den Abbé. de Genoude zu sich kommen und er⸗ siehenden Gebrauch handeln. Fuͤr die Whigs aber wuͤrde sich die oͤffnete ihm: Er, der Erzbischof von Paris, koͤnne es Sache, einem von ihnen selost einberufenen Unterhause ge⸗ dulden, daß ein Geistlicher, der taͤglich in einem gelesenen T atte genuͤber, ganz anders stellen. Selbst die jetzige Auflösung, wenn die bestehende Ordnung, das bestehende Staats⸗Oberhaupt angreife man sie als ein bloßes Auskunftsmittel betrachtet, um die und deren Umsturz predige, zu gleicher Zeit von der Kanzel des den Ministern von einem ihnen, feindlichen Parlament ihrer ei⸗ Seelsorgers herab Worte des Christenthums predige. Herr von genen Einberufung ausgenothigten Resignation zu entgehen, Genoude entgegnete dem Erzbischofe Vieles und Manches, was war eine factioͤse und verfässungswidrige Maßregel. Daß die sich namentlich auf das feste Anhalten an das ZEI Whigs uns aber, nachdem sie dieses letzte Mittel versucht, uns Juli 1830 in Frankreich umgestuͤrzte Prinzip bezog. Der Erzbischof nun sagen sollten, sie seyen entschlossen, da das von shig scü Hingegen hielt den Punkt fest, daß es ihm gegen die einberufene Parlament ganz gegen ihre Wuͤnsche ausgefa en, 6 seiner Religionspflichten zu seyn scheine, wenn er es serner erlaube, Land vermöͤge der bloßen Gunst Ihrer Majestat so lange durch daß Herr von Genoude zugleich Kanzel⸗Redner und Polemiker 18 wiederholte Aufloͤsungen hartnaͤckig aufzuregen und zu erschuͤttern, Die Entgegnung des Herrn von Genoude, als ob T1““ sie das Volk sich unterwuͤrfig gemacht, das ist wahrhaftig das nem Blatte am wesentlichsten zur Vertheidigung der Franzsischen verzweifeltste W. agstuͤck, welches jem ls unternommen wor⸗ Katholiken mitwirke, machte einigen Eindruck auf den Praͤlaten; den. Die Praͤrogative der. Königin wuͤrde dadurch aufs schmaͤh⸗ eben so die Aeußerung: er, Herr von Genoude, werde sich l Fac⸗ lichste gegen die constitutionellen Privilezien des, Volks in den eines Verbots zu predigen ins Ausland begeben und ee die Kampf gebracht. Es waͤre geradezu ein Buͤrgerkrieg zwischen der Beweggruͤnde des Erzbischofs veroͤffentlichen. Kurz nach dieser Krone und dem Unterhause. b zußerst lebhaft gefuͤhrten Unterhaltung trennten sich die 1 8 Die Wahl zu Dublin wird mit außerster, Heftigkeit und un⸗ Geistlichen, indem der Erzbischof Herrn von Genoude zur Maͤßi⸗ ortgesetzt; nach dem letzten Berichte hatte ung ermahnte, jedoch ohne hinzuzufuͤgen, daß, falls er sich nicht dem Verbote fuͤgen werde, er ihn mit dem Interdikt belegen werde.

ter großem Tumult f ach te he

O'Connell 2710 Stimmen und sein Gegner, der Tory⸗Kandidat Einige Monate blieben nun die Dinge in derselben Lage. Herx von Genoude predigte von Zeit zu Zeit, namentlich waͤh—

West, 2805; Die Abstimmung war aber noch nicht geschlossen. rend der Osterfeste, zur Epoche der Fasten u. s. w., und fuhr

Lord Morpeth, der Secretair fuͤr Irland, dessen Wahl in Yorkfhier noch nicht entschieden ist, rechtfertigte in der Rede, die er zu Wakefield vor seinen Konstituenten hielt, die von den Mi⸗ fort, die Oberleitung der „Gazette de France“ zu betreiben. 88 Vor einigen Tagen aber eroͤffnete der Erzbischof von Paris von neuem Herrn von Genoude nicht mehr zu predigen oder ei⸗ nes Interdikts gewaͤrtig zu. seyn. Dem kanonischen Rechte, der

nistern vorgeschlagenen Handels⸗Reformen unter Anderem durch folgende Betrachtungen: L „Unsere Gegner (namentlich Sir R. Peel) haben die gestoͤrten Verhältnisse zu verschiedenen fremden Laͤndern hervorgehoben und daraus den gedruͤckten Zustand unserer Industrie zu erklaͤren gesucht. s Hiche r fsich uͤber die ese te Pariser G istlich⸗ Nun, wenn aber die gestoͤrten Verhaͤltnisse dieser Laͤnder M uns und ersbischöflichen eeE111““ giche! Werbot 88 zu einander nicht aufhoͤren, wenn sie fortdauern, wenn sie gar zu keit zufolge, ist der Sehbischof; üs deg 8 1 eeds ene daß nehmen sollten? Man wuͤnscht keine Feindseligkeiten mit Ameritg. gehen zu lassen. Auch erfahre 1“ (Ferl. Quelle, daß Ich stimme von Herzen in diesen patriotischen Wunsch ein, ich sich Herr * hs⸗ ET1 „fe ci gelsilchen mochte aber neue und staͤrkere Garqntien fär die Eintracht der Ia⸗ wird, um so mehr, da in der jetzigen S derget dis Lene tionen auffinden. Es genuͤgen oft eingebildete und triviafe, Ursa⸗ Vortraͤge bei der Abwesenheit eines großen Theils der vornehmeren chen, um einen Krieg herbeizufuͤhren. Man gebe uns wirkliche und Welt seltener und minder besucht sind. dauernde Gruͤnde fuͤr die Bewahrung des Friedens. Ich fuͤrchte, 2’s Zeichen der Spaltung, die in der Franzosischen Geist⸗ der Friede wied niemals durch die Argumente von Philosophen oder Als Zei 1 p 9„ 1 5 8e9., 26 Laee. EEe tso konome der durch die Lob lichkeit eingerissen ist, indem ein Theil sich aus verschiedenen durch das Raisonnement von Stag sdkonomen, oder durch die Loh⸗ S ea . rrer, bei wei⸗ preisungen der Dichter, oder selbst, so wie die Welt einmal ist, Ruͤcksichten der jeßigen Regletung 1“ durch die Vorschri Ften der Geistlichen auf eine lange Zeit gesichert tem groͤßerer Theil aber diese Annaͤherung verdammt, obgleich sie Gr ie e 8 EEEE“ daß seclenge Zwt grledlich von Rom aus nicht gemißbilligt wird, als Symptom also ist diese neben dem Loͤwen niederlegt, wohl aber einen eintraͤglichen Handel Spaltung bemerkenswerth; um so mehr, da der neue Erzbischof von zwischen den Wollenwaaren von Leeds und dem Zucker der Tropen⸗ Paris aus politischen Ruͤcksichten gegen Lerrn von Ge⸗ sander herbeifuͤhren. Wir koͤnnen die Menschen nicht bewegen, ihre noude eingeschritten ist und dessen geistige Freiheit beschraͤnkt, also Schwerter in Pflugscharen zu verwandeln, wohl aber den „Stahl nischung in das Gebiet der Politik von Seiten des Kle⸗ von Sheffield gegen die Aerndten Polens und das Mehl Ameri⸗ er beginnt, wenn auch in einem anderen Sinne als die ka's gustauschen. Ich glaube, die wirksamste de. h veecwee . kati f it R aͤber⸗ el ein Ende ; achen, den zu ermuthigen wir beschuldig er Restauration so vielfach und oft mit Recht als uͤber⸗ handel ein Ende zu machen, zu b ild .“— f s I werden, wird die seyn, daß wir dem Sklavenbesitzer . G . 4 x 1 . vsupoir †⸗ umrer z die Ar eit freier Leute. 2 sto ʒaube In anderen Kirchensprengeln kann natuͤrlich Herr von Ge⸗ 8eec tte entget“bes 8 E der helt * 8 1 p ;i 1 1 9 fijae (ehRF 1 / . 2 8 v K 8 8 8 1 ¹ 1 noude noch immer predigen, so ih der jedes Land die Waaren des anderen wuͤnscht und das eine durch nicht die Kanzel versagen. Man glaubt niht, von Seiten das Wohl des anderen gewinnt. Der Handel, den man bisweilen des Herrn von Genoude eine Supplik⸗ nach Rom gerichtet werden so wegwerfend verzͤchtlich behandelt, ist an sich selbst nicht Civilisa⸗ wird. Die „Gazette de France beobachtete uͤber diese ganze An⸗ tion, ist nicht an sich selbst Christenthum, hat aber, wie ich glaube, elegenheit ein bis jetzt noch nicht gebrochenes Stillschweigen, das in hohem Maße die Bestimmung, beider Ausbreitung zu foͤrdern.” Pearnat die Presse“ zeigte das Faktum des erzbischoͤflichen Ver⸗ „Was schlagen wir nun vor? Wir haben kein Geheimniß aus as vor einigen Tagen ohne naͤhere Darlegung an. Man muß dem Zustande unserer Finanzen und aus unseren Vorschlaͤgen zur 28eneg dch Schritte Herr von Genoude bis zum naͤchsten Acbhuͤlfe desselben gemacht. Das Defizit in den Staats⸗Einnahmen ee. veche d ist groͤßer, als daß es durch Reduction in den earae; ger⸗ Wiheer Tun wero⸗ S seckt werden koͤnnte. Da nun auch die Noth, welche in verschrerenes Das Journal „le Temps“ jetzt von Feten 8n. s Theilen des Landes herrscht, und der gedruͤckte Zustand des Absatzes nicht mit dem Freunde Talleyrands und der Madame Hamelin fuͤr unsere Arbeit und Industrie offen vorliegt zu verwechseln, redigirt, lieferte vor einigen Tagen wieder einen

uͤnd zugegeben wird, 186b42 * so wuͤnschen wir den Ausfall zu decken, ohne die Noth zu vergroͤßern. Beitrag der alt⸗Franzoͤsischen Politik, dem zufolge die jetzige Re⸗

Wir glaubten, wir koͤnnten es nicht thun durch Erhoͤhung der Abga⸗

ben, weil wir einsahen, daß eine kleine Erhoͤhung den Zweck wiederum

verfehlen moͤchte, wie sie im vorigen Jahre den damals bestehenden

Ausfall nicht zu decken vermochte, und weil wir der Meinung waren,

daß eine ansehnliche Erhoͤhung der Abgaben nicht ins Weck zu setzen sey,

ohne vielleicht in bedeutendem Grade die bestehende Noth zu steigern, die schon belastete und sich muͤhende Ind ustrie desLandes zu beschraͤnken und die Kapitale noch weiter von unseren Kuüͤsten zu vertreiben. Es erschien

uns als unzweifelhaft, daß der hohe Preis, in welchem Artikel, die bei

ihrem Einbringen in das Land, Zoll entrichten und sehr allgemein gebraucht werden, auf dem Markte stehen, einer gewissen Anzahl aus der ganzen Masse der Konsumenten den Gebrauch derselben ver⸗ sperre. Wir wuͤnschen demnach, die Zoͤlle, welche von diesen Arti⸗ keln erhoben werden, herunterzusetzen und fest zn machen, in der Hoffnung, eine groͤßere Menge davon in den Bereich aller Klassen und Interessen zu bringen und zugleich ein großes und sicheres Ein⸗ kommen zu erlangen, wenn dir Artikel wohlfeiler und reichlicher

verbraucht werden, als von denselben Artikeln zu erheben ist, wenn sie zwar einen hoͤheren Zoll zahlen, in der Quantitaͤt aber und in Ich glaube nicht daß man in

dem Verbrauche beschraͤnkt sind. den Berechnungen, auf welche wir unsere Erwartung, dieses Resultat zu erreichen, begruͤndet haben, Fehler gefunden hat. Im Gegen⸗ theil, wenn wir sagen, daß eine kleine Vermehrung in dem allge⸗ meinen Verbrauche das gegenwaͤrtige Defizit decken wuͤrde, so keh⸗ ren sich unsere Gegner um und sagen: Welchen kleinen Vortheil ietet ihr dem Volk! Ich glaube aber, das Nachlassen in den Be⸗ schraͤnkungen, die wir in Bezug auf den Zucker, das Bauholz, das Getraide und einige andere Artikel vorgeschlagen haben, auf welche wir dasselbe Prinzip auszudehnen wuͤnschen, wuͤrde nicht bloß in kurzer Zeit das Defizit gedeckt, sondern hoͤchst wahrscheinlich uns

auch in nicht gar ferner Zeit in den Stand gesetzt haben, andere fuͤr das Volk druͤckende und die Industrie beeintraͤchtigende Lasten

aufzuheben.“

Schließlich daß, wenn das Ministerium auch in dem jetzigen Wahlkampf un⸗ terliege, doch die von ihm ausgegebene Parole bald immer allge meiner als Feldgeschrei ertonen und endlich zu sicherem Siege fuͤhren werde.

Commodore Napier hat in einem Schreiben an Mehmed Ali und Boghos Bey energische Vorstellungen gegen die Be⸗ schraͤnkung der Handelsfreiheit in Aegypten und gegen die Zuruͤck⸗ behaltung der Syrischen Konskribirten gemacht. Er wirft Bei⸗ den vor, sie haͤtten ihm ihr Wort gebrochen, und er erklaͤrt, daß wenn man die gegebenen] Versprechungen nicht erfuͤllen, der Pascha an ihm einen eben so entschiedenen persoͤnlichen Feind ha⸗ ben werde, als er bisher sein Freund gewesen. Der Commodore deutet sogar an, daß er leicht noch einmal in Alexandrien erschei⸗ nen koͤnnte, falls sein jetzt auf der Ruͤckkehr nach Syrien befind⸗ licher Sohn nicht im Stande waͤre, die Befreiung aller Syrier aus ihrer Gefangenschaft zu melden. Dann setzt er dem Pascha aus⸗ einander, wie thoͤricht dessen Versuch sey, seine Monopole den Traktaten und dem Entschluß der verbuͤndeten Maͤchte zum Trotz aufrecht erhalten zu wollen; er stellt ihm vor, daß Leinsaamen kein unentbehrliches Lebens⸗Beduͤrfniß sey, und daß der Pascha keinen vernuͤnftigen Grund habe, die Ausfuhr desselben aus Ruͤcksicht auf den Bedarf des naͤchsten Jahres zu verbieten; genug, er sagt ihm, es muͤsse dem Aegyptischen Volke, wie es demselben vom Sul⸗ tan garantirt worden, gestattet seyn, fuͤr sich selbst zu kaufen und zu verkaufen. Der Pascha soll auf dies Schreiben schon geant— wortet haben, doch ist der Inhalt seiner Antwort noch nicht bekannt.

Die Deutsche Oper hat am Mittwoch ihre Vorstellungen in London fuͤr diese Saison geschlossen; man hatte am letzten Abende,

um ein recht volles Haus zu machen, noch ein Potpourri aus vier verschiedenen Opern zusammengestellt, aus jeder einen Akt, aus Robert dem Teufel, Fidelio, der Zauberfloͤte und dem Nacht⸗ lager in Granada. Die Gesellschaft wird nun noch in einigen an⸗ deren Englischen Staͤdten Vorstellungen geben.

Die Kommissarien des Koͤniglichen Schatzes haben den Kom⸗ missarien fuͤr die Verminderung der Nationalschuld angezeigt, daß waͤhrend des am 5. April abgelaufenen Rechnungs⸗Jahres die wirklichen Ausgaben des Vereinigten Koͤnigreichs die Einnahmen um 1,851,997 Pfd. St. uͤberstiegen haben, und daß daher, nach einem Dekrete Georgs IV. vom 7. Juli, bis zum 10. Oktober keine Summe fuͤr den Tilgungsfond verwendet werden koͤnne.

Der Morning⸗Herald behauptet, daß alle Nationen, Frankreich einbegriffen, die Tories gern ans Ruder kommen saͤ⸗ hen, weil ihre Politik mehr Vertrauen einfloͤße.

Belgien.

Brüssel, 13. Juli. Der Koͤnig und die Koͤnigin, so wie der Herzog von Brabant, die vorgestern von London abgereist waren, sind gestern in Ostende angekommen und werden noch heute in Schloß Laeken erwartet.

Im P. rogreß d'Ypres lieset man: „Die kirchliche Ehe⸗ Einsegnung ist einem zu YPpern in Garnison liegenden Capitain des 8ten Linien⸗Regiments verweigert worden, weil er Maurer ist. Er mußte sich begnuͤgen, die Ehe vor dem Civil⸗Standes⸗ Beamten zu schließen. Seine Frau gehoͤrt einer der ehrenwerthe⸗ sten Familien dieser Stadt an. Als Antwort auf eine durch ihn an den Bischof der Didcese gerichtete Reclamation erhielt er die Abschrift eines durch alle Bischoͤfe Belgiens unterzeichneten Be⸗ schlusses, welche die Mitglieder der Maurer⸗Gesellschaft in den Kirchenbann thut.“

% Brüssel, 13. Juli. Seit acht Tagen sind im ganzen Lande die Provinzial⸗Staͤnde versammelt, welche jaͤhrlich in der ersten Juli⸗Woche gesetzlich zusammentreten. Die Jahres⸗Berichte, die ihnen von ihren stehenden Ausschuͤssen vorgelegt worden sind, beweisen auch diesmal die Fortschritte, die das Land in materieller Hinsicht macht. Die Communications⸗Mittel werden besonders mit Vorliebe gepflegt. Die Provinz Brabant allein hat dazu eine im vorigen Jahre beschlossene Anleihe von mehr als drei Millionen Fr. ausgesetzt. Es handelt sich hier nicht um Eisen— bahnen oder um große Landstraßen, deren Anlegung und Un⸗ terhaltung der Sorge der Regierung uͤberlassen bleibt, sondern um die Rebenstraßen, um die kleineren Staͤdte und Ortschaften unter sich und diese mit den Großstaͤdten zu verbinden. In ei⸗ nem Lande wie Belgien, wo so viele bedeutende Staͤdte sich nahe liegen und noch naͤher durch die Eisenbahnen mit einander ver⸗ bunden sind, ist es nun wichtiger, daß auch die kleinen durch Sei⸗ tenstraßen in das allgemeine Communications⸗Netz aufgenommen werden. Indem Belgien diese Richtung verfolgt, bleibt es seiner Vergangenheit treu, welche im ganzen Lande, besonders durch seine schonen Kanäͤle, bleibende Denkmale an die Betriebsamkeit des Volkes hinterlassen hat.

Eine fuͤr Handel und Industrie sehr wichtige Frage ist in der

Provinzial⸗Versammlung von Ost⸗Flandern (Gent) zur Sprache Es betrifft dieselbe eine Zoll⸗Vereinigung mit Frank⸗ chon in einem fruͤheren Berichte die Wichtig⸗

gekommen. 1 reich. Ich habe s keit der Leinewand⸗Industrie fuͤr die beiden Flandern erwaͤhnt, welche fuͤr diesen

ten zugleich, durch die Maschinen⸗Leinewand⸗Fabrication und durch die Erhoͤhung des Einfuhr⸗Zolles in Frankreich, hart bedraͤngt wor⸗ 1 E“ e“]

1

denb sind.

sprach der Redner die feste Ueberzeugung aus,

Artikel immer einen bedeutenden Absatz nach Frankreich gehabt haben, in der letzteren Zeit aber von zwei Sei⸗

dg Die beiden Flandern sind die volkreichsten Provinzen, 2 Hannover, 14. Zuliceg Dg8. Hinschreibebber Kbncglichen fuͤr welche außerdemdiese Industrie der Haupt⸗Nahrungszweig ist. Die C esetzsammlu ng enthaͤlt folg liche Vbrigkeiten des 2 88 hen Regierung hat diesen Gegenstand auch nie aus den Augen verloren. Sie Landdrostei zu Hannover an Feeeh Ie.om 1s en ce hat auf ihre Kosten einige neuere, auf den gewoͤhnlichen Web⸗ Bezirks; Hannover, den 1. H Fenntuiß Fhüch azlichen stuhl sich beziehende Erfindungen unter die Weber verbreiten las- Ministerio des Innern sind Wir venntnls geseßt. sich fuͤr sen, sie hat Gesellschaften hervorgerufen, welche aufmunternde den hiesigen Landdroste Bezirk n e dlgen Feaershh⸗ 89 Ver⸗ Preise austheilen, sie hat zudem, was, wie hier Jedermann weiß, ein zur Sorge fuͤr solche Strafgs mgene el 7 . Arb en den groͤßten Schwierigkeiten unterworfen gewesen ist, von der den Ketten⸗Strafanstalten, Fech Haun n s vns d; Französischen Regieruug erlangt, daß nur ein sehr maͤßig erhoͤhter haͤusern des Koͤnigreichs entlassen fis Frn inner ha * leses neuer Zoll⸗Tarif von den Franzoͤsischen Kammern angenommen Bezirks domizilirt sind. Das König iche 5 Hmicgerium des Innern worden ist. Die hiesige Deputirten⸗Kammer hat ihrerseits im hat diesem Vereine Seine Billigung un Hürherang gern suge⸗ vorigen Jahre eine besondere Untersuchungs⸗Kommission fuͤr diese sichert, und ihn Unserer Theitgohne angeegencgichste vmpfchler. Industrie niedersetzen zu müͤssen geglaubt, um die wahre Lage der Da nun der Verein, zur moͤglichst v 1 ständigen Fer Sache und wo moͤglich Mittel der Abhuͤlfe aussindig zu machen. Zwecke, wahrscheinlich oft in den EEEE6 sich Zuͤlfe, Diese Kommission hat so eben einen Theil ihres Berichtes Rath und Auskunft von den Obrig b st itten, oder ihnen verbffentlicht. In Bezug auf diesen Gegenstand hat nun ein seine Wuͤnsche vorzulegen, und de Domizil⸗ Verhaͤlt⸗ Abgeordneter in den Provinzial⸗Staͤnden den Antrag gestellt, nisse der Entlassenen und ihr Nahrungsstan 8* solchen IFan. daß die Staͤnde den Wunsch einer Zoll⸗Vereinigung mit Frank⸗ lungen Veranlassung gegeben werden, ““ Wir den reich aussprechen moͤchten. Der Gouverneur, so wie einige andere Obrigkeiten jenen menschenfreundlichen Velein zur bereitwilligen Mitglieder bemerkten richtig, daß dieser Antrag wegen der genauen Unterstuͤtzung in seinen Bemuͤhungen auf das Dringendste, und Kenntniß, die er von der gesammten industriellen Lage voraus⸗ zwar um so mehr, als derselbe sowohl das allgemeine Beste, als setze, so wie wegen der bedeutenden politischen Folgen, die er im⸗ das der Unglaͤcklichen, welche die Gerechtigkeit strafen mußte, vor plicire, nicht mit der noͤthigen Einsicht von den Provinzial⸗Staͤn⸗ Augen hat. Nachrichtlich wird bemerkt, daß der Verein sich vor⸗ den berathen werden koͤnne. Ein anderer Abgeordneter, welcher behalten hat, seine Wirksamkeit kuͤnftig auch auf Personen aus⸗ zugab, daß mehrere Industrieen durch einen solchen Zoll⸗Verband zudehnen, die aus anderen Straf⸗Anstalten und aus polizeilichen

gewinnen, andere aber auch darunter leiden wuͤrden, modifizirte Detentions⸗Haͤusern entlassen sind.“ den Antrag dahin, den Koͤnig zu bitten, durch sein Ministerium alle Mittel anzuwenden, um der traurigen Lage Flanderns durch eine Zoll⸗Vereinigung mit Frankreich oder mit Deutschland zu Huͤlfe zu kommen. Allein die staͤndische Kommission, die sogleich ein Gutachten uͤber diesen modifizirten Antrag abstattete, strich, und zwar mit Einwilligung des Antragstellers die Hinweisung auf Deutsch- land, welches, nach ihr, den Flandrischen Provinzen keine Abhuͤlfe ge⸗ waͤhren koͤnne. Die Staͤnde selbst, die ihr Unvermoͤgen wohl einsehen, uͤber eine so wichtige Angelegenheit unmittelbar eine Ansicht aus— zusprechen, haben den Antrag den Handels⸗Kammern und den landwirthschaftlichen Kommissionen zur Begutachtung uͤberwiesen. So beachtenswerth dieser Vorfall ist, so darf man ihm doch nicht mehr Wichtigkeit geben, als wie ihm gebuͤhrt. Thatsache ist es, daß die Leinewand⸗Fabrication durch den Zusammentritt uͤber die Aargauische Klosterfrage, so weit sie heute stattgehabt von vielen Umstaͤnden schon seit mehreren Jahren sich in einer haben, trat bei der Mehrheit der Sprechenden der gesteigerte Un⸗ bedraͤngten Lage befindet. Uebertrieben sind aber die Schilderun- wille gegen Aargau merklich hervor. Geg enuͤber den Anforde⸗ gen, welche die Deputirten dieser Provinz gewoͤhnlich davon rungen der halbfeindlichen Staͤnde, die keine Aufhebungen von machen, und gaͤnzlich einseitig ist das Mittel, welches in Kloͤstern aus Gruͤnden hoͤherer Politik dulden wollen, sondern den Provinzial⸗Staͤnden zur Sprache gekommen ist. Bei strengen juristischen Beweis der Schuld jedes einzelnen verlangen, solchen Fragen muͤssen die Interessen des ganzen Landes konnte die Aargauische Gesandtschaft (Wieland), in einem laͤnge⸗ erwogen werden: denn, wenn einige Provinzen zu einer ren gediegenen Vortrage, doch nur wenig Neues den Aten der Zoll⸗Verbindung mit Frankreich sich hinneigen, so ist es eben so Untersuchungen Enthobenes zur Rechtfertigung beibringen. Nur bekannt, daß andere eine Anschließung an den Deutschen Zolle Muri, Bremgarten und die Kapuziner zu Baden sind der direk⸗ Verband wuͤnschen. Bei einem Lande, welches ein Mittelglied ten Theilnahme am Aufruhr so gut wie uͤberfuͤhrt. zwischen diesen beiden großen Nachbarstaaten bildet, sind diese ver⸗ den andern lastet bloß der Vorwurf eines gaͤnzlichen Sitten⸗ schiedenen Richtungen leicht erklaͤrlich. Außerdem hat sich in Bel⸗ verfalls oderder Staats⸗Feindlichkeit im Allgemeinen. Bei gien haͤufig in den Provinzen ein egoistischer Isolirungstrieb kund- der Umfrage aͤußert sich Zuͤrich noch einmal zur Versoh⸗ gegeben; der aufmerksame Beobachter muß jedoch gestehen, daß nung geneigt. Sein Antrag' geht dahin: Aargau von neuem i- 1830 sich allmaͤlig zum Besten des Landes ein allgemeineres aufzufordern, in einer gegebenen Frist, etwa bis zu Ende Juli, ewußtseyn entwickelt hat. So bedeutend auch namentlich der bem Beschluß der außerordentlichen Tagsatzung nachzukommen und Unterschied zwischen den Flamaͤndischen und Wallonischen Provin⸗ sein Aufhebungs⸗Dekret mit dem Art. 12 des Bundes⸗Vertrags in Einklang zu bringen In diese milde Sprache Zuͤrichs kann

zen ist, so sind doch die moralischen und politischen Bande stark genug geworden, um die Einheit des Staatsverbandes zu erhalten. die Gesandtschaft von Luzern nicht einstimmen. Sie betrachtet Die materiellen Interessen sind in den verschiedenen Provinzen die letzte Schlußnahme des Aargauer großen Rathes als einen mannigfach entgegengesetzt. Allein welches Land koͤnnte sich in dieseer Hohn und Spott fuͤr die Tagsatzung. Diese soll daher nicht

sondern drohen und befehlen. Dem Antrage Ln⸗

Hinsicht einer Einheit ruͤhmen? Um nur nach Frankreich hinuͤberzuse⸗ laͤnger bitten, 1 zerns gemaͤß, soll das bestimmte Verlangen an Aargau gestellt 6 . 2 . e. 8 88 : werden, daß es durch gaͤnzliche Zuruͤcknahme seiner Kloster⸗Be⸗

hen, stehen sich, der Suͤden und Norden, der Osten und Westen, nicht noch in industrieller Hinsicht entgegen? Waͤre uͤberhaupt eine Einheit schluͤsse das Tagsatzungs⸗Konklusum erfuͤlle, hierzu solle eine kurze peremtorische Frist anberaumt werden: nach deren Verlauf un⸗ mittelbare Erecution erfolge. Vor dieser Execution schrecke Luzern

wuͤnschenswerth? Ueberall, wo Leben und Bewegung ist, entfal⸗ jchE 2 s 9 . . ; nicht zuruͤck, mögen die Folgen noch so traurig seyn, immerhin

ten sich auch in Industrie und Handel Gegensaͤtze, welche die Staatskunst auszugleichen und durch eine hoͤhere Einheit zu ver⸗ besser, als wenn der Bundes⸗Vertrag in Fetzen gerissen werde. Am 10ten wurde der obige Tagsatzungs-Beschluß dem gro⸗ 2— 1 —9. 1 . u ßen Rathe von Aargau mitgetheilt. Die Regierung wurde beauf⸗

mitteln hat. Faasegg 8 Wie ungebuͤhrlich die Französischen Journale gemeiniglich tragt, der schon bestehenden Instruktions⸗Kommission unmittelbar ihre Vorschlaͤge zu uͤbergeben, welche dann Montag, 19. Jul,

die auswaͤrtigen Fragen verzerren, davon giebt auch die beruͤhrte Angelegenheit den eweis. Bevor dieselbe in den Provinzial⸗ dem großen Rathe Bericht erstatten soll. Bis dahin hat sich der große Rath vertagt.

Im Jahre 1840 sind im Koͤnigreich Hannover 54,148 Kinder geboren (734 weniger als im Jahre 1839) und 37,666 Menschen gestorben (1552 weniger als im Jahre 1839). Konfirmirt wur⸗ den 38,260 Kinder (331 mehr als im Jahre 1839) und kopulirt 13,101 Paare (27 mehr als im Jahre 1839). Von den Gestor⸗ benen kamen um: 161 durch Selbstmord, 207 durch Verungluͤcken im Wasser, 16 durch Verungluͤcken bei Feuersbruͤnsten und 3601 durch sonstige Ungluͤcksfaͤlle. Die Gesammtzahl der Gestorbenen 1718 weniger als die Mittelzahl der letzten zehn Jahre vorher.

b Schweiz. Bern, 8. Juli. (Nation. Ztg.) In den Verhandlungen

Staͤnden zur Sprache kam, hatten einige Journale das Geruͤcht ausgesprengt, die Franzöͤsische Regierung habe selbst der Belgi⸗ schen eine Zoll⸗Verbindung angetragen. Das „Journal des Dé⸗ bats“ indem es diesem Geruͤchte widersprach, was auch hier so— gleich geschehen war, hatte gleichwohl behauptet, daß man in Belgien die allgemeine Ueberzeugung hege, daß saͤmmt⸗ Bern, 9. Juli. Heute wurde von der Tagsatzung nach

liche große Industriezweige ohne 8 Zoll⸗Verbindung mit Frank⸗ vollendeter Umfrage der Antrag von Zuͤrich mit 13 ganzen und reich ihrem Ruin entgegensehen. Dies ist aber nie ausgesprochen zwei halben Stimmen zum Beschluß erhoben. Der Beschluß worden und so stehen die Sachen gluͤcklicherweise auch nicht. geht dahin: In Festhaltung des Tagsatzungs⸗Beschlusses vom

fordern, demselben unverweilt

Obgleich Belgien ein System nicht kennt, welches einige große 2. April den Stand Aargau aufzuf nachzukommen und im Laufe des Monats Juli noch der Tag⸗

Kohlenminen⸗Besitzer und Eisen⸗Fabrikanten bereichert und das Land ohne Eisenbahnen laͤßt und selbst den Landmann noͤthigt, satzung Bericht uͤber die getroffenen Maßregeln zu erstatten. Die noch hoͤlzerne Instrumente zu gebrauchen, wo er eiserne noͤthig zustimmenden Staͤnde sind: Zuͤrich, Luzern, Uri, Schwyz, Unter⸗ haͤtte, so werden sich doch die meisten großen Industriezweige auf- walden, Glarus, Zug, Freiburg, Baselstadt, Schaffhausen, Appen⸗ recht erhalten koͤnnen, und vielleicht kann Belgien von einer an- zell J. Rh., St. Gallen, Graubuͤnden, Wallis und Neuenburg. deren Seite erhalten, was ihm von Frankreich verweigert wer⸗ den möchte.

Die Pariser Journale bringen uns eine Nachricht anderer Art, die auch fuͤr Belgien ein gegenwaͤrtiges Interesse hat. Es

Tessin, 7. Juli. (Schweizerbote.) Am 5ten machte das außerordentliche Stadtgericht, bestehend aus drei Mitgliedern al . nein ge⸗ 8 8 des Ober⸗Gerichtes und zwei dazu ernannten Bezirks⸗Richtern betrifft dieselbe, die vom Erzbischof von Paris in Bezug auf den das Urtheil uͤber Jos. Nessi, Neffe des gewesenen Staatsrathes bekannten Redacteur der Gazette de France, Abbé de Genoude, Nessi, bekannt, welches dahingeht, daß derselbe erschossen werden ausgesprochene Unvereinbarkeit der geistlichen Wuͤrde mit der soll. Am folgenden Tag, den 6sten, wurde das Urtheil vollzogen. Function eines politischen Journalisten. Nessi soll den ganzen Plan der Verschwoͤrer mitgetheilt, und vor

Nachschrift: Es kommt so eben die sichere Nachricht, V seiner Hinrichtung erklaͤrt haben, ihn treffe nun das Schicksal, daß auch ein Abgeordneter in den Provinzial⸗Staͤnden von Luxem⸗ welches Luvini, Franscini und andere Liberale unfehlbar getroffen burg den Antrag gestellt hat, die Staͤnde moͤchten im Interesse haͤtte, wenn der Aufruhr gelungen waͤre. In Folge seiner Ge⸗ der Eisen⸗Fabrication und des Viehhandels den Wunsch einer staͤndnisse sollen mehrere Verhaftungen vorgenommen worden, Zollverelnigung mit Frankreich aussprechen. Die Staͤnde haben und manche Geistliche kompromittirt seyn. Hier glaubt man,

den Antrag einer Kommission aus ihrer Mitte zur Begutachtung ein aͤhnliches Loos moͤchte noch einigen der Meuterer bevorstehen. uͤberwiesen, das Gutachten selbst ist noch nicht bekannt.

Deutsche Bundesstaaten.

8 8

Italien. u“

. eutsch ur . Mailand, 9. Juli. Die Tochter des beruüͤhmten Beccaria, Dresden, 13. Juli. (L. A. Z.) An die Stelle der fruͤhe⸗ welche zugleich die Mutter des nicht minder beruͤhmten Alesandro

ren Polizei⸗Revision der auf der Leipzig⸗Dresdner Eisenbahn rei⸗ Manzoni war, ist hier in der Nacht vom 7ten zum 8ten d. M.

senden Fremden war seit einiger Zeit eine verschaͤrfte Fremden⸗ mit Tode abgegangen. b

Controle in den Hotels und Privat⸗Wohnungen von der Poli⸗

Das heute ausgegebene Heft der V

Auf

H. Niemeyer's Gedaͤchtniß immer verbunden seyn wird) ausfuͤhr⸗ licher gedacht und daran die freudigen Hoffnungen geknuͤpft, zu denen die glaͤnzenden Versprechungen des Erben seines Reichs, unsers jetzt regierenden Koͤnigs Majestaͤt, wie alle seine Untertha⸗ nen, so insbesondere auch die Hochschulen berechtigen. Von dem Personale der Lehrer ist keiner verstorben; nur einer (Dr. Rich. Roepel) versetzt; Ehrenbezeigungen sind dem Professor Muͤller (der Charakter als Konsistorial⸗Rath) und dem Professor Dr. Leo (die juristische Doktorwuͤrde) ertheilt worden. Die Dok⸗ torwuͤrde erhielten in der juristischen Fakultaͤt 3 (2 honoris causa, unter diesen, außer Leo, auch unser hochverdienter und wuͤrdiger Landgerichts⸗Rath Belger), in der medizinischen 17, in der philoso⸗ phischen 15. Habilitirt haben sich in der philosophischen Fakultaͤt 2 Privatdozenten (die DD. Eisenhart und Arnold). Von den Beam⸗ ten der Universitaͤt ist der Seeretair Dr. Leonhardi verstorben,

dessen Stelle noch nicht definitiv hat besetzt werden koͤnnen. Mit

herzlichen Dankes⸗Worten gegen Kurator, Direktor, Richter und saͤmmtliche Kollegen und mit vaͤterlicher Ansprache an die Studi⸗

renden schließend, uͤbergab Herr Geheimer Hofrath Gruber die Insignien der hoͤchsten akademischen Wuͤrde seinem Nachfolger, Heerrn Professor Dr. G. Bernhardy. Mit demselben Tage ging das Decanat in der theologischen Fakultaͤt auf Professor Dr. Weg⸗ scheider, in der juristischen auf Professor Dr. Dieck, in der medi⸗ zinischen auf Geheimen Medizinal⸗Rath Professor Dr. Krukenberg, in der philosophischen endlich, da Herr Geheimer Hofrath Voig⸗ tel und Professor Dr. Raabe die Uebernahme abgelehnt haben, auf den Geheimen Hofrath Professor Dr. Gruber uͤber.

Bitterfeld, 14. Juli. Am 2lsten v. M. gerieth ganz ploͤtzlich auf der Chaussee von Graͤfenhaynchen nach Bitter⸗ feld eine halbe Stunde von der letztgedachten Stadt ein mit circa 100 Ctr. Wolle beladener Frachtwagen in Brand, und da das Feuer in der Stroh⸗Emballage viel Nahrung fand, so stiegen die Flammen sogleich hoch empor. Um das Feuer wo möglich zu daͤmpfen, warfen die zur Huͤlfe herbeigeeilten Personen durch Anlegen mehrerer Wagenwinden den Wagen ganz um, rissen die brennenden Wollzuͤgen von demselben herunter, und gossen nun das Feuer aus. Es ist daher nur circa ein Centner Wolle wirklich verbrannt; eine groͤßere Partie aber soll sonst beschaͤdigt worden seyn und an Werth verloren haben. Spu⸗ ren der Selbstentzuͤndung der Wolle oder der Wagenachsen haben sich nicht gefunden, daher die Entstehungsart des Feuers, welches noch uͤber der Wagenleiter zuerst bemerkt worden ist, sich nich t erklaͤren laͤßt. Die Wolle war in Landsberg an der Warthe ver⸗ laden, gehoͤrte einem Fabrikanten im Voigtlande, und war bei der Riunione Adriatica di Sicurta in Triest versichert.

Bei einem in der Nacht vom 26sten zum 27sten v. M. statt⸗ findenden heftigen Gewitter hat ein Blitzstrahl in das Haus des Kossaͤthen Roͤlzsch zu Altjeßnitz Bitterfelder Kreises eingeschlagen, ohne zu zuͤnden, und den mit einem 4jaͤhrigen Kinde in einem Bette liezenden Hauseigenthuͤmer getroffen, und sofort getodtet, ohne das erstere auch nur im mindesten zu verletzen. Die sonsti⸗ gen Beschaͤdigungen am Hause sind von keiner Erheblichkeit eihlsn. Am SZten d. M. Nachmittags schlug abermals ein Blitzstrahl in das im Bau begriffene neue Schulhaus zu Pouch, in demselben Kreise gelegen, ohne zu zuͤnden, und war einen Maurergesellen und zwei Handarbeiter, welche im oberen Theil des Gebaͤudes beschaͤftigt waren, und zufaͤllig dicht neben⸗ einander standen, zu Boden. Vom Blitze getroffen war jedoch nur der Erstere, welcher besinnungs⸗ und bewegungslos am Boden liegen blieb, und an dem man außer den fortdauernden Puls⸗ schlaͤgen kein weiteres Lebenszeichen bemerkte. Nachdem der vom Blitz getroffene in sein Quartier geschafft worden war, kehrten Besin⸗ nung, Bewegung und die uͤbrigen Lebenszeichen nach etwa einer halben Stunde wieder zuruͤck. Er sah jedoch sehr roth und erhitzt aus; die Haare am Hinterkopf und im Nacken waren mehr oder we⸗ niger weggesengt, die hintere Halsflaͤche rosenroth gefaͤrbt, ange⸗ schwollen und heiß und an drei bis vier kleinen runden Stellen fehlte die Oberhaut. Eben so war der Unterbauch, jedoch ohne Oberhaut⸗Entbloͤßungen, geroͤthet. Ein Theil der Weste und des Hemdes war schwarz gesengt und eine aus duͤnnem Messingdraht geflochtene Uhrkette, welche er um den Hals trug, war in mehrere Stuͤcke zerrissen, wovon sich nur noch ein⸗ zelne Reste vorfanden. Aus dem silbernen Einfassungs⸗ ringe des Uhrglases war ein rundliches Stuͤck in der Groͤße einer Linse ausgeschmolzen, und ein Theil des Uhrglases so wie der Uhrflaͤche, welche unmittelbar unter der herausgeschmolzenen Stelle lag, mit schwarzem Ruß bedeckt. Die Uhr war anfaͤnglich stehen geblieben, nachher aber regelmaͤßig fortgegangen und das Uhrglas ünverletzt geblieben. Als einige Stunden darauf der Arzt hinzu⸗ kam, klagte der vom Blitz getroffene nur noch uͤber Schwere im Vorkopf und Taubheit der Zunge; und scheint sonach ein bleiben⸗ P.gashs en fuͤr die Gesundheit desselben nicht zu befuͤrchten zu seyn.

Koblenz, 13. Juli. (Rhein⸗ und Mosel⸗Ztg.) Ihre Majestaͤt die Koͤnigin von Griechenland und Ihre Koͤnigl. Ho⸗ heiten der Prinz und die Prinzessin Karl und der Prinz Wal⸗ demar von Preußen besuchten gestern, nachdem Sie ein Diner im Gasthof zum Riesen eingenommen, die Burg Stolzenfels und die Beste Ehrenbreitstein. Ihre Majestaͤt die Koͤnigin von Grie⸗ chenland kehrte gegen 8 Uhr nach Ems zuruͤck. Um 9 Uhr war großer Zapfenstreich und Staͤndchen vor dem genannten Gasthof, in welchem Ihre Koͤnigl. Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Karl und der Prinz Waldemar uͤbernachteten. Höͤchstdieselden besuchten heute Morgens die hiesigen Kirchen, das Spital und einige der interessantesten Punkte der Umgegend und reisten um Mittag mit dem festlich geschmuͤckten Dampfschiff „Viktoria“ der Duͤsseldorfer Gesellschaft, womit Hoͤchstdieselben auch gestern hier angekommen waren, wieder. nach Bingen resp. Kreuznach ab.

8 Die Herzogin von Oldenburg, Schwester Ihrer Majestaͤt der Koͤnigin von Griechenland, ist heute Mittag mit dem Duͤsseldor⸗ ser Dampfboot „Elberfeld“ von Kreuznach hier angekommen, hat Ihr Absteige⸗Quartier im Riesen genommen und wird heute Nach⸗ mittag in Lahnstein eine Zusammenkunft mit Ihrer Schwester, der Königin, haben. n. 1 G

zei; Deputation eingefuͤhrt worden. Letztere fand man jedoch noch druͤckender als erstere, und es sind daher von Seiten der Stadt— verordneten, im Einverstaͤndnisse mit dem Stadt⸗Rathe, Schritte geschehen, um der Anstellung eines Fremden⸗Inspektors, mit dem

Recht, in Privaͤt-Wohnunge f Fevisi 1 7 8 U gen, behu er evisio dr 2 zu begegnen. gen, behufs der Revision, einzudringen,

n l a n bd.

Halle, 12. Juli. (Hall. Cour.) An dem heutigen Tage, dem Stiftungsfeste der Universitaͤt, erfolgte in der akademischen Aula die feierliche Uebergabe des Prorektorats. Der scheidende Prorektor, Herr Geheime Hofrath, Professor Dr. Gruber, bestieg zuerst das Katheder und berichtete in einfacher und herzli⸗ d (cher Rede uͤber die Schicksale der Universitaͤt waͤhrend des verflos⸗ Jahre 1811 senen Jahres. Der große Verlust des Ministers von Altenstein Jahre 1816 und von Nicolovius wurde kurz erwaͤhnt, der großen Verdienste

8 Tharand, 10. Juli. Am 17. Juni d. J. wurde hier das fuͤnf und zwanzigjaͤhrige Bestehen der Akademte fuͤr Forst⸗ und Landwirthe festlich begangen, welche bekanntlich im als Cottaische Privat-Anstalt hierher verpflanzt, im zur Koͤniglichen Landes⸗Anstalt unter der D.

—wememerr.

Welches ist gegenwärtig der wahre Stand der legitimistischen Partei?

Paris, 11. Juli. Die Franzzͤsische Presse ist seit eini⸗ ger Zeit sehr mager, und wenn sie sich nicht mit den Englischen Wahlen beschäͤftigen koͤnnte, so wuͤrde sie in der That nicht wis⸗ sen, wie sie ihre Spalten fuͤllen sollte. Unter diesen Umstaͤnden hat sie, wie in allen aͤhnlichen Faͤllen, ihre Zuflucht zur Polemif, zu muͤßigen Eroͤrterungen genommen, die weder uͤber die Thatsachen, noch uͤber die Prinzipien belehren. In dem gegenwaͤrtigen Augen⸗

Direction Heinrich des verstorbenen Koͤnigs um unsere Hochschule und namentlich des von ihm herruͤhrenden Universitaͤts⸗Gebaͤudes (mit dem auch A.

Cotta's erhoben wurde.

blicke bildet die Stellung der legitimistischen Partei den Gegen⸗ stand des Streites. Man sah auf der einen Seite die Organe