1841 / 202 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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In Folge des heute erkannten in die Stralsunder Zeitungen ausfuͤhrlich eingeruͤckten Proklams werden diejenigen, welche an die Verlassenschaft des verstor⸗ benen Paͤchters Ludwig Arndt von Trantow im Allge⸗ meinen und insbesondere an das dazu gehdrende Pachtrecht zu Trantow Anspruͤche zu . vermei⸗ nen, zu deren Anmeldung und Nachweisung in den Terminen

macht, daß die Theilung der Masse bevorsteht und sie ihre etwanigen Anspruͤche binnen drei Mongten anzumelden haben, indem sie sich nach erfolgter Thei⸗ lung an jeden Erben nur nach Verhaͤltniß seines Erbtheils halten koͤnnen.

Berlin, den 28. April 1841. Koͤnigl. Stadtgericht hiesiger Residenz, Abtheilung fuͤr Kredit⸗, Subhastations⸗ und Nachlaß⸗Sachen.

am 20. Juli, 2. und 31. August d. J. Mor⸗ 1 gens 10 Uhr,

bei Vermeidung der Praͤklusion, womit am 21. Sep⸗ tember cr. verfahren werden wird, auch hiermit aufgefordert.

Datum im Konigl. Hofgericht zu Greifswald, den

v. Mdller, Praeses.

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6 Bekanntmachung. zu xWarnung.

Johann Karl Friedrich Kleinodt am 9. September 1819 in Berlin geboren, ein von Ju gend auf liederlicher, keinem bestimmten Brodter⸗ werbe sich zuwendender, schon mehrmals wegen Be⸗ truges, Diebstahls und thaͤtlicher Widersetzung be⸗ strafter oder in Untersuchung gewesener und darum endlich aus des Vaters Hause verwiesener Bursche ward nach zwoͤlfmaliger Arretirung am 1. August 1838 Mittags aus dem Stadtvoigtei⸗Arreste wie⸗ derum entlassen. Unmittelbar darauf machte er zum Zwecke seines Unterkommens mehrere Gaͤnge durch die Stadt und begab sich sodann, jedenfalls in menschenfeindlicher Stimmung, nicht unwahrschein⸗ lich aber auch schon mit Gedanken an blutige Haͤn⸗ del beschaͤftigt, nach dem Ploͤtzensee, woselbst er je⸗ doch nur mehrere Soldaten antraf, mit welchen an⸗ zubinden er wohl nicht wagen mochte. Auf seinem Ruͤckgange zur Stadt traf er auf dem Felde vor dem Rosenthaler Thore in der Naͤhe des der So⸗ phien⸗Gemeinde gehoͤrigen Kirchhofes, etwa um 8 Uhr Abends, die beiden Kinder des Maurergesel⸗ len Kauffmann, von 6 und 9 Jahren, welche mit einem Drachen spielten. An diesen Knaben kuͤhlte er seinen Muth. Zuerst toͤdtete er den Juͤn⸗ geren durch 31 mit seinem Taschenmesser am

Bekanntmachung. Die am 18. September 1840 hierselbst verstorbene Demoiselle Jeanne Rosine Giraud hat in ihrem am 28. Juli 1840 vor dem hiesigen Stadtgerichte errich⸗ teten, am 16. November vorigen Jahres publizirten Testamente ihrem Bruder⸗Sohn, dem Goldarbeiter Theodor Giraud, ein Vermaͤchtniß von Eintausend Fuͤnfhundert Thalern unter naͤheren, im Testamente enthaltenen Bestimmungen ausgesetzt. 8 Da der Goldarbeiter Theodor Giraud seinem Auf⸗ enthalte nach unbekannt ist, so wird solches in Ge⸗ maͤßheit des Allgemeinen Landrechts Theil I. Titel 12“ §. 231. hiermit oͤffentlich bekannt gemacht. Berlin, den 24. Juni 1841. Koͤnigliches Stadtgericht hiesiger Residenz.

8 PrvIm a Auf den Antrag des hiesigen Kaufmanns W. Puͤt⸗ ter werden hiermittelst alle diejenigen, welche an das von demselben bisher besessene, an der Steinbecker Straße sub Nr. 34 hierselbst belegene, gegenwaͤrtig an den Kaufmann L. E. Christen verkaufte Wohn⸗ haus c. p. aus irgend einem Rechtsgrunde Forde⸗ rungen und Anspruͤche zu machen haben, geladen zu deren gehoͤriger Anmeldung und Bewahrheitung in Terminis 88 den 13. und 27. kft. Mts. und 10. Ang. d F.⸗ jedesmal Morgens 10 Uhr, 8 vor dem Stadtgerichte hierselbst hu erscheinen, bei dem Nachtheile, daß sie sonst durch die vom 24. Aug. d. J. zu publizirende Praͤklusiv⸗Sentenz damit fuͤr immer werden ausgeschlossen und abgewiesen werden. Datum Greifswald, den 29. Juni 1841.

Direktor und Assessores des Stadtgerichts Döö

Halse, an der Brust und an anderen Theilen seines Koͤrpers ihm beigebrachte Stiche auf der Stelle. Sodann wehrte er sich den zur Vertheidigung des Bruders herbeigeeilten aͤlteren durch 15 Messer⸗ stiche ab, deren Wunden zwar nach fast viermonat⸗ licher aͤrztlicher Behandlung in der Charité fuͤr ge⸗ heilt erkhart wurden, jedoch mittelbar auch den am 13. Januar d. J. gleichfalls erfolgten Tod dieses Knaben herbeigefuͤhrt haben. In der gegen den unmittelbar nach der That ergriffenen Verbrecher gefuͤhrten Untersuchung hat dieser die Blutthat

Uekagniem Eunn g. Durch unsere Bekanntmachung und unser Cirku⸗ larschreiben vom 15. April d. J. haben wir die ver⸗ ehrlichen Subskribenten zur Wahl des definitiven Comité an die Stelle des provisorischen aufgefordert.

Diese Wahl ist erfolgt, und das bisherige proviso⸗ rische Comité ist als definitives bestaͤtigt worden. Wir haben die saͤmmtlichen eingegangenen Wahl⸗ zettel und die Behufs dieser Wahl gngefertigte

wiederholentlich bekannt, jedoch beharrlich geleugnet, Substribenten⸗Liste einer Kommission, bestehend aus:

schon vor deren Ausfuͤhrung den Vorsatz, zu toͤdten, efaßt zu haben, vielmehr behauptet, von der Dra⸗ chenschnur an seinen geschwollenen Halsdruͤsen schmerz⸗ haft beruͤhrt und sowohl hierdurch als durch Schimpf⸗ reden und handgreifliche Neckereien des juͤngeren Knaben zur augenblicklich ausgefuͤhrten That ge⸗

eizt worden zu seyn. Wenngleich diese Entschul⸗ digungsangaben nach den anderweitigen Ermittelun⸗

ggen fuͤr widerlegt anzunehmen waren, so war an⸗ erersetts doch die vorherige Ueberlegung des Vor⸗

satzes, zu toͤdten, dem Angeschuldigten nicht voll⸗ suaͤndig zu beweisen. Durch die Erkenntnisse des unterzeichneten Gerichts vom 31. Juli 1839 und des Ober⸗Appellations⸗Senates des Koͤniglichen Kam⸗ mergerichts vom 9. Januar 1841 wurde erkannt, daß Inquisit Johann Karl Friedrich Kleinodt wegen Todtschlages mit dem Beile vom Leben zum Tode zu bringen. Dieses von des Koͤnigs Majestaͤt unterm 15. Juni . J. Allerhoͤchst bestaͤtigte, dem unterzeichneten Gericht am 2ten d. Mts. zugegangene, Todesurtel hat jedoch nicht vollzogen werden koͤnnen, weil noch vor dessen Publication Kleinodt in der Nacht vom 7ten zum 8ten d. Mts. in dem Lazarethe der Stadt⸗ voigtei mit dem Guͤrtel seines Schlafrocks an einem Kleidernagel sich erhaͤngt hat. Nach den stattge⸗ habten Ermittelungen hat weder er, noch einer sei⸗ ner Gefaͤngnißgenossen, Kenntniß von dem Ausfalle des zweiten Erkenntnisses und dessen Allerhoͤchster Bestaͤtigung erlangt, vielmehr hat sich als wahr⸗

dem Ober⸗Buͤrgermeister und Mitglied der Hauptverwaltung der Staats⸗Schulden, Herrn Deetz, und dem Chef der Handlung H. F. Fetschow & Sohn, Herrn W. Brose, uͤbergeben, welche dieselben gepruͤft und nach einem daruͤber aufgenommenen Akt, der woͤrtlich lautet: „Dem erhaltenen Auftrage zufolge haben die Un⸗ terzeichneten die von den Subskribenten der Ber⸗ lin⸗Hamburger Etsenbahn eingegangenen Wahl⸗ zettel mit der Behufs der Wahl angefertigten Liste genau verglichen und attestiren hiermit die vollstaändige Richtigkeit und Uebereinstimmung derselben. ““ 8 Es geht daraus hervor, daß Stimmen abzugeben waren. k1“ Davon haben fuͤr das Comité gestimmt 3677 gegen dasselbe nicht gestimmt 1275 wie oben 4991

4991

Waͤhlerstimmen. Berlin, den 16. Juli 1841. Deetz, Ober⸗Buͤrgermeister a. D. und Mitglied der Haupt verwaltung der Staats⸗ Schulden. das Ergebniß der Wahl anerkannt haben. Indem wir dieses Resultat hiermit zur oͤffentlichen Kenntniß bringen, gereicht es uns zur Genugthuung,

W. Brose, Chef der Handlung H. F. Fetschow und Sohn.“

scheinlich herausgestellt, daß er nur im Vorgefuͤhle, die durch das eise Urtel ausgesprochene Todesstrafe muͤsse bestaͤtigt werden, zum Selbstmorde geschritten ist. Nach Vorschrift der Gesetze ist sein Koͤrper des Nachts von den Leuten des Scharf⸗ richters abgeholt und auf der Gerichts⸗ staͤtte verscharrt worden.

Dies wird hierdurch zur Warnung vorschrifts⸗ maͤßig bekannt gemacht.

Berlin, den 17. Juli 1841.

Koͤnigliches Kriminalgericht hiesiger Residenz.

Bonseri.

Sbbtg l Citation.

I

uͤber die gegenwaͤrtige Lage und das Fortschreiten des Unternehmens die befriedigendsten Zusicherungen ertheilen zu koͤnnen.

Die hohen betreffenden Regierungen widmen dem⸗ selben unausgesetzt eine seiner großen Wichtigkeit entsprechende Aufmerksamkeit und rege Theilnahme, von welcher wir die guͤnstigsten Erfolge fuͤr dasselbe zu erwarten berechtigt sind.

Die technischen Vorarbeiten sind bereits wesentlich vorgeruͤckt und werden in einer mit Rücrkfscht zu dem bedeutenden Umfange derselben verhaͤltnißmaͤßig. kurzen Zeit beendet seyn.

In Hamburg hat das Interesse durch einen zur Befoͤrderung unseres Unternehmens zusammengetre⸗ tenen Verein der notabelsten Maͤnner einen erneu⸗

Gegen den von hier entwichenen Weinhaͤndler

Johann Schmidt haben wir wegen betruͤglichen Ban⸗

kerutts die Kriminal⸗Untersuchung eroͤffnet und zu seiner verantwortlichen Vernehmung einen Termin ,2. Auf den 21. Januar 1842, Vormittags um 10 Uhr, im Kriminalgericht, Mol⸗ kenmarkt Nr. 3, vor dem Herrn Kammergerichts⸗ Assessor Hartung anberaumt. Zu diesem Termine wird der Angeschuldigte hierdurch unter der Ver⸗ warnung vorgeladen, daß bei seinem Ausbleiben nach Vorschrift der Gesetze mit der Untersuchung und Beweisgufnahme in contumaciam verfahren, er seiner etwanigen Einwendungen gegen Zeugen und Dokumente, wie auch aller nicht etwa von selbst sich vee Vertheidigungsgruͤnde fuͤr verlustig er⸗ ach

tet, demnaͤchst nach Ausmittelung des angeschul⸗ digten Verbrechens auf die gesetzliche Strafe erkannt u⸗ und das Urtel in sein zuruͤckgelassenes Vermogen Mendelssohn

ten Aufschwung genommen und so duͤrfen wir denn mit gerechtem Vertrauen der Realisirung eines Wer⸗ kes entgegengehen, das, unberechenbar in seinen Fol⸗ gen, als das groͤßte industrielle Unternehmen betrach⸗ tet werden kann, welches bis jetzt in Deutschland durch den Verein gemeinsamer Kraͤfte und Thaͤtig⸗ keit unternommen worden ist.

Ein ausfuͤhrlicher Bericht unserer Geschaͤftsfuͤh⸗ rung bleibt der Beendigung der Arbeiten und der annoch obschwebenden Unterhandlungen vorbehalten. Berlin, den 19. Juli 1841.

Das Comité zur Begruͤndung eines Actien⸗Vereins fuͤr die Eisenbahn⸗Verbindung zwischen Berlin und

Hamburg.

Anhalt u. Wagener. H. C. Carl. Conrad Klemme. S. Herz. Jung. Kunowski. & Comp. M. Oppenheim

und sonst, so viel es geschehen kann, an seiner Per- Soͤhne. Moritz Robert. F. A. v. Witzleben

son aber sofort, als man derselben habhaft wird vollstreckt werden wird. Berlin, den 7. Juli 1841. 1 onigliches Kriminalgericht hiesiger Residenz. Bonseri.

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n der Nachlaß⸗Sache des verstorbenen Gastwirths ian Marzahn wird den etwanigen un⸗ dekannten Glaͤubigern des Erblassers bekannt ge⸗

Joöhann Chri

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Berlin⸗Frankfurter⸗Eisenbahn.

Die Actionaͤre der Berlin⸗ bahn ⸗Gesellschaft werden hierdurch aufgefordert, Einzahlung von zehn Procent auf den Betrag der ausgegebenen Quittungsbogen, nach Abrechnung der Zinsen à5 pEt. vom 1. Juni bis 15. August 1841 auf die schon geleisteten drei Einzahlungen mit 9 Sgr.

8 4 Pf. auf j sel⸗ ben, in den Tagen vom 1. 89 8, I-

Frankfurter⸗Eisen⸗

mit Ausnahme der Sonntage, in unserem Buͤreau, Oberwallstraße Nr. 3, Morgens von 9 bis 12 Uhr, zu leisten.

Diese Zahlung von 10 pCt. wird auf den Quit⸗ tungsbogen selbst durch einen der Direktoren oder Stellvertreter und unsern Rendanten Thimm be⸗ scheinigt, weshalb die Actionaͤre ersucht werden,

die Quittungsbogen unter Beifuͤgung dop⸗ pelter, nach den Nummern geordne⸗ ter, mit der Namensunterschrift ver⸗ sehener Verzeichnisse, in den genannten Tagen in unserem Buͤreau mit der Zahlung einzureichen, wogegen sofort das eine Verzeichniß mit der Unter⸗ schrift des oben genannten Rendanten Thimm und unserem Stempel versehen zuruͤckgegeben wird und dem Einzahler als Interimsbescheinigung dient. Bei Zuruͤckgabe dieses bescheinigten Verzeichnisses, wel⸗ ches von dem Inhaber zu quittiren ist, sind die Quittungsbogen gehoͤrig vollzogen nach acht Tagen zuruͤckzunehmen.

Die Aetionaͤre werden auf die in den Quittungs⸗ bogen abgedruckten §§. 6. 9. 10. u. 16. des gericht⸗ lich vollzogenen und von Seiner Majestaͤt dem Ko⸗ nige mittelst Bestaͤtigungsurkunde vom 15. Mai c. genehmigten Gesellschaftsstatuts aufmerksam gemacht, wo es namentlich §. 9. heißt: 8 „Zahlt ein Actionaͤr einen eingeforderten Ein⸗

Mein Bergschloschen, Zstoͤckig, ganz massiv, beste⸗ hend in 9 schonen Stuben, Speisesaal, vielen Piecen, Gewoͤlben, Kuͤche, Kellern, massivem Seitengebaͤude mit 2 Stuben, vielen Piecen, Pferdestaͤllen, Wagen⸗ und Heanisen, . schoͤnen Hofraum und Lustgarten, geschmackvoll eingerichtet, reparatur⸗ frei, in der gewiß romantischsten Lage öö. Elsterthales nahe bei Kösteritz und Zeitz will ich meist⸗ bietend am 9. Aug. c. hier an Ort und Stelle ver⸗ kaufen. Dies zur oͤffentlichen Kenntniß.

Silbitz bei Zeitz, den 6. Juli 1841. D. Lhscher.

Ediktal⸗Ladung.

Zufolge eines im Debitwesen weiland Kaͤmmerers Julius Christian Hollmann, zu Wolfenbuͤttel, zwischen dem Hollmannschen Konkurs⸗Kurator, Ober⸗Landes⸗ gerichts⸗Prokurator Schoenemann daselbst, dem zum Debitwesen des weiland Kaufmann Diedrich Wilhelm Winkelmann in Braunschweig bestellten Kurator, Ad⸗ vokaten Hollandt daselbst, den Erben des weiland Kramnadlers Julius Koch zu Wolfenbuͤttel, als Uni⸗ versalerben weiland Kaufmanns Wiehe daselbst, und den Erben des weiland Kaufmanns Eobald Heinrich Carstens in Braunschweig und des weiland Buͤrger⸗

„schuß nicht spaͤtestens an dem letzten Zahlungs⸗ „tage, so verfaͤllt er fuͤr jeden Quittungsbo⸗ „gen, bei welchem der Verzug eintritt, in eine „Conventionalstrafe von 5 Thlr., welche die „Gesellschaft außer der ruͤckstaändigen Rate und „den gesetzlichen Verzugszinsen von ihm einzu⸗ „ziechen befugt ist. Es steht ihr aber auch frei, „den Actionaͤr ohne prozessualisches Verfahren „seines Rechts aus dem Quittungsbogen fuͤr „verlustig zu erklaͤren, letztern von ihm zuruͤck⸗ „zufordern und nach erfolgter Ablieferung zu kas⸗

„tren C Berlin den 3. Juli 1841. Die Direction der Berlin⸗Frankfurter⸗Eisenbahn⸗ Gesellschaft.

Bekanntmachung. Die Berliner Land⸗ und Wasser⸗Trans⸗ port⸗Versicherungs⸗Gesellschaft mit einem Grund⸗Kapital von 250,000 Thaler Preuß. Courant beginnt am 19ten d. M. ihre Thaͤtigkeit. Sie uͤber⸗

nimmt die Versicherung fuͤr alle Gefahr auf Guͤter,

Waaren und Mobilien, sowohl waͤhrend des Land⸗ als Wasser⸗Transports, derselbe mag durch Dampf⸗ oder andere Kraft bewirkt werden.

Die Gesellschaft ersetzt nicht allein alle Ele⸗ mentarschaͤden, sondern gewaͤhrt auch sonst noch in dieser Beziehung die ausgedehnteste Garan⸗ tie; sie verguͤtet alle Schaͤden vollstaͤndig, sobald solche nicht unter drei Prozent betragen.

Exemplare der Versicherungs⸗Bedingungen nebst Praͤmien⸗Saͤtzen sind unentgeltlich in unserem Ge⸗ schaͤfts⸗Lokal zu haben.

Der Kommerzien⸗Rath Herr F. W. Behrendt, Neue Schoͤnhauser Straße Nr. 9, wird als unser Bevollmaͤchtigter Versicherungen zu jeder Zeit an⸗ nehmen und vollziehen.

Berlin, den 16. Juli 1841.

Die Direction der Berliner Land⸗ und Wasser⸗Ver⸗ sicherungs⸗Gesellschaft.

H. Jacobson. A. Guilletmot.

gez. Keibel. Lion. M. Cohn.

S. Ht.

VBekanntmncechmng.

Mit Bezug auf den im vorigen Monate erschiene⸗ nen Rechenschafts⸗Bericht fuͤr das Jahr 1840 welcher sich uͤber die Jahres⸗Gesellschaften 1839 und 1840 ausbreitet bringen wir nachstehend auch noch den heutigen Stand der diesjaͤhrigen Gesell⸗ schaft zur oͤffentlichen Kenntniß, mit dem Bemer⸗ ken: daß nach §. 10 der Statuten der erste Ab⸗ schnitt der Saäammelperiode mit dem 2. September endigt und bei spaͤter erfolgenden Einlagen und Nachtragszahlungen ein Aufgeld von sechs Pfen⸗

nigen fuͤr jeden Thaler entrichtet werden muß.

Stan der Gesellschaft pro 1841 am

16. Juli 1841.

KI

I II. TIII IV Einlagen: 2809.1279. 549. 240. 112. 40.

Summa. 5029 Einla⸗ gen, mit einem

Geldbetrage v. 136,117 Thlr.

Im vorigen Jahre betrug die Anzahl der Ein⸗ lagen am 16. Juli nur 4016.

Berlin, den 16. Juli 1841. 3 (L. S.) Direction der Preuß. Renten⸗Versicherungs⸗

Anstalt.

Der zwoͤlfte Rechenschaftsbericht der Lebensversicherungsbank f. D. 1818 (9 SSa ist so eben erschienen und legt die guͤnstigsten Ver⸗ haͤltnisse dieser Anstalt, eben so wohl in Absicht der abermaligen betraͤchtlichen Erweiterung des Ver⸗ sicherungsgeschaͤfts, als in Betreff der unter den Versicherten stattgehabten Sterblichkeit, dar. In Folge fortdauernden Zugangs zaͤhlt die Bank ge⸗ genwaͤrtig 10,600 Mitglieder mit 17,100,000 Thlrn. Persicherungssumme; der Fonds betraͤgt 2 ¾ Mill. Thlr. Eine neue vv“ gestattet aͤlteren und neuen Versicherten, durch Entrichtung jaͤhrlicher Zusatzpraͤmien die Zahlbarkeit der Versicherungs⸗ summe bei Lebzeiten fuͤr beliebig juͤngere Alter, als das Normalalter von 90 Jahren, zu erwerben. Naͤhere Auskunft ertheilt der Agent

Carl Gottfr. Franz in Berlin.

Die Glaͤubiger des im Jahre 1836 hier verstorbe⸗ nen M. D. Melchior Tyrell fordere ich in Auf⸗ trag der Theilung beabsichtigenden Erben auf, ihre Forderungen alsbald bei mir anzuzeigen und nach⸗

zuweisen. 1 8 Werl, den 2. Mai 1841. Ley, Justiz⸗Rath.

meisters Carstens in Zelle, als Erben des weiland Kaufmanns Wege in Wolfenbuͤttel, uͤber die saͤmmt⸗ lichen dem Hollmannschen und dem Winkelmannschen Konkurse gegen einander und dem Hollmannschen Konkurse gegen die Wieheschen und Wegeschen Erben zustehenden Forderungen geschlossenen Vergleichs wer den, zum Zwecke der Vollziehung desselben, so wie Be⸗ huf Sicherstellung der genannten Transigenten resp. des von demselben verwalteten Konkurs⸗Vermoͤgens, alle dieijenigen, welche an den unter jenem Vergleiche mit begriffenen Forderungen:

88 üins 1000 Thlr. in Golde aus einem vom Gemein⸗ chuldner Hollmann am 9. Dezember 1752 aus⸗ gestellten, vom Ober⸗Apotheker Wichmann unterm 9. Maͤrz 1773 dem weiland Makler Stephan Heinrich Hausmann zu Braunschweig und von diesem im Jahre 1782 dem Kridar D. W. Win⸗ kelmann daselbst cedirten Wechsel, zu 1000 Thlr. in Golde aus einem Wechsel des Gemeinschuldners Hollmann vom 16. August 1754, welcher nach dem am 26. August 1757 er⸗ folgten Tode der Glaͤubigerin, Witwe des Kauf⸗ manns Christian Hoffmeister, Dorothee Magda⸗ lene gebornen Biel, zu Braunschweig, auf deren

Vikarius Jakob Christign Hoffmeister daselbst, uͤbergegangen, von demselben aber unterm 27. No⸗ vember 1779 an den Kaufmann Hans Heinrich Kalm in Braunschweig, von Letzterem unterm 10. Oktober 1782 wieder an die Witwe des Kauf⸗ manns Roosen und den Kridar D. W. Winkel⸗ mann zu Braunschweig abgetreten und, so viel

selben auf ꝛc. Winkelmann vererbfaͤllt ist, zu 1000 Thlr. in Golde aus einem Hollmann⸗ schen Wechsel vom 11. Juni 1759 von der Glaͤu bigerin, Witwe des Kaufmanns Julius Konrad Ridders (guch Ridder oder Ritker) Zacharias Sohn zu Braunschweig, am 27. November 1779 dem sub Nro. 2. genannten Kunfmaann Kalm und von diesem unterm 10. Oktober 1782 an die daselbst gedachte Witwe Rosen und den Kridar D. W. Winkelmann cedirt und von der Witwe Roosen zu deren Antheil durch Erbgang auf ꝛc. Winkelmann gekommen, bei welchen sub Nris. 1 bis 3 aufgefuͤhrten Forderun⸗ gen uͤbrigens bemerkt wird, daß die angegebenen Ces⸗ sionen und Vererbungen von den obgedachten Trans⸗ igenten nur vergleichsweise anerkannt sind, aus irgend einem Rechtsgrunde Anspruͤche haben sollten, inglei⸗ chen alle diejenigen, welche als Erben oder Glaͤubiger der beiden Gemeinschuldner, des Kaͤmmerers Julius Christian Hollmann zu Wolfenbuͤttel und des Kauf⸗ manns Diedrich Wilhelm Winkelmann zu Braun⸗ schweig, ein Widerspruchsrecht gegen den oberwaͤhnten Vergleich und dessen Vollziehung ausuͤben zu koͤnnen vermeinen wuͤrden, bei Strafe des Ausschlusses resp. der anzunehmenden Einwilligung in den fraglichen Vergleich, hierdurch vorgeladen, im Termine

den 6. September d. Is.,

Morgens 10 Uhr, vor hiesigem Herzoglichen Kreis⸗ gerichte zu erscheinen, ihre Anspruͤche anzumelden und ihren Widerspruch nebst dessen Gruͤnden an⸗ und aus⸗ zufuͤhren, ingleichen die darauf bezuͤglichen, in ihren Haͤnden befindlichen Urkunden beizubringen. Auch haben die etwanigen außerhalb des hiesigen Gerichts⸗ kreises wohnhaften Liquidanten im angesetzten Termine procuratores in loco, bei Vermeidung der Offizial Beiordnung, zu bestellen. 8 Wolfenbuͤttel, den 2. April 1841. Herzogl. Braunschw. Luͤneburg. Kreisgericht daselbst.

V88

Dampf⸗Packetfahrt

zwischen St. Petersburg und Luͤbeck.

Die Fahrt der drei privilegirten schoͤnen und gro⸗ ßen Dampfschiffe: „Alexandra“, Capt. H. H. Schuͤtt, „Nicolai I.“ Capt. G. B. Bos, und „Naslednik“, Capt. C. N. Heitmann, beginnt in diesem Jahre am Sonnabend, den 15. Mai, von Luͤ⸗ beck, und am Sonnabend, den 22. Mai, von St. Pe⸗ tersburg. Jeden Sonnabend geht ein Schiff von jedem der beiden Plaͤtze ab; zuletzt am 30. Oktober von Luͤbeck und am 6. November von St. Petersburg, und demnaͤchst noch am 6. November von Luͤbeck nach Reval und am 13. November von da zuruͤck.

Die Preise der Passage sind die naͤmlichen, wie im vorigen Jahre; die Ein⸗ und Ausschiffung geschieht in Travemuͤnde und Kronstadt.

Die Abfahrt von Travemuͤnde findet um 3 Uhr Nachmittags statt.

Anmeldungen geschehen in Luͤbeck

im Comtoir der Dampfschifffahrts⸗ Gesellschaft. Luͤbeck, im Maͤrz 1841.

Schw eiz.

Sohn und alleinigen Intestaterben, den weiland

den Antheil der Wittwe Roosen betrifft, von der⸗

Inhalt. Frankreich. Paris. Weitere Aufklaͤrungen uͤber die Toulouser Unruhen. Befestigungs⸗Arbeiten. Comité zur Unterstuͤtzung der orientalischen Christen. Vermischtes. 8 Großbrit. und Irland. London. Wahrscheinlicher Belauf der Tory⸗Majoritaͤt im neuen Perlamente. Wadl⸗ Unruhen in Irland. Erklaͤrung der konservativen Presse uͤber Sir R. Peel’s Politik. Zuruͤckd raͤngung aller Aussicht auf Aenderung der Korngesetze. Ueber Frankreichs Wiedereintritt in die Ver⸗ handlungen binsichtlich der oriental. Angelegenbeiten. Con⸗ vention mit Daͤnemark wegen des Sundzolls. Legislatur von Kanada und Zustand dieser Provinz. Vermischtes. Belgien. Bruͤssel. Ankunft des Koͤnigs. Schweden u. Norw. Stockholm. Deutsche Bundesstaaten. Muͤnchen. Ankunft des Kronprin⸗ zen. Hannover. Hof⸗Nachrichten. Karlsruhe. Zweite Kammer. Die Adressen uͤber die Urlaubs⸗Frage. Entscheidung der letzteren durch Abstimmung. Tagsatzung. Garantie der Verfassungen von Solo⸗ Luzern. Die Baseler Zeitung uͤber die

Amtl. Nachr.

thurn, Aargau und Vorgaͤnge in Tessin.

Italien. Rom. Der Papst. Eine von der Inquisition aufer⸗ legte Strafe.

Spanien. Schreiben aus Madrid. (Das Gesetz uͤber die Ma⸗ jorate votirt; der dem Ordens⸗Tribunal ausgesetzte Gehalt wird gestrichen; die Inseln Fernando Po und Annobon an England verkauft; endliche Entscheidung der Vormundschafts⸗Frage.)

Aegypten. Alex. Ankunft brah me.

Nord⸗Amerika. Floyd's Antrag hinsichtlich der Einmischung des Praͤsid. in die Sache Mac Leod's. Gen. Macomb †. Vermischtes.

La Plata⸗Staaten. Entschaͤdigung v. Buenos⸗Ayres an Frankreich.

Amtliche Uachrichten.

Kronik des Tages. Se. Majestaͤt der Koͤnig haben Allergnaͤdigst geruht:

Dem Herzogl. Anhalt⸗Coͤthenschen Kammerherrn, Wirklichen Geheimen Rarh und Ober⸗Hofmeister, von Sternegg, den Stern zum Rothen Adler⸗Orden zweiter Klasse; dem Regie⸗ rungs⸗ und Schulrath Schaub zu Magdeburg den Rothen Ad⸗ ler⸗Orden vierter Klasse; dem Tertius und Maͤdchenlehrer Haupt zu Ortrand, im Regierungs⸗Bezirk Merseburg, dem Kuͤster und Schullehrer Muͤller zu Witzhelden, im Regierungs⸗Bezirk Duͤs⸗ seldorf, so wie dem Kuüͤster und Schullehrer Krupp zu Broich⸗ hausen, im Regierungs⸗Bezirk Koblenz, das Allgemeine Ehrenzei⸗ chen zu verleihen. 8

Se. Koͤnigl. Hoheit der Prinz von Preußen ist nach Teplitz und

Ihre Koͤnigl. Hoheit die Prinzessin von Preußen nach Kr euznach abgereist.

Bekanntmachung.

In Gemaͤßheit der oͤffentlichen des Herrn Chefs des Seehandlungs⸗Instituts vom 30. Juli 1832, das von der Seehandlungs⸗Societaͤt unternommene Praͤmien⸗Geschaͤft be⸗ treffend, machen wir darauf aufmerksam, daß

1) aus der fuͤnften, am 16. Oktober 1837 begonnenen und am

woxesa.s'vneasre

dr, . Mr. 1 Nr. dr. 193,550 200,253 201,369/208,1 97 54 200,548 70 213,844 91 200,928 71 213,854 8. 92 30 201,372 71 88 93 200,93 3 272 227,201 198,508 1 94 20 27 36 28 44 81 246,400 199,922 45 97 246,701 85 227,746 235,436 7 79 67 235,864, 248,942 200,201 98 22 und 3) aus der siebenten, am 15. Oktober 1839 begonnenen und am 19ten ejd. beendigten Verlosung folgende am 15. Januar 1840 zahlbar gewesenen Praͤmien: Rthlr. Rthlr. 8,736 à 64 78 à 70 63 à 70 94 à 64 64 à 70 78,204 à 70 65 à 70 36 à 65 20,785 à 644 86,546 à 64 96 à 70 84 à 64 29,146 à 64 86 à 64 51 à64 89 à 90 52 à 64 90,591 à70 53 à 64 95,759 à 64 54 à 64 464

55 à 64 à 64

86 24288n 87 92 96 249,370 246,333 78 41 83 64 84 21 93 87

———,

222,686 19 98 20

1 75 218,542 201,348206,4499†9 86

49 50 219,997 50 208,151 222,626 67 52 36

0. 22 68 66 73 231,026

Rthlr.

Nr. 196,209 à 64 10 à 64

89 5 79

196,300 à 70 121,113 à 64 87 à 64 71 à 64 198,702 à 64 78 à 70 4 à 64 126,318 à 64 205,647 à 64 38 à 64 208,073 à 70

75 210,812 à 61

1 19

à 70 à 64 38 à

Rthlr.

Nr. 119,720 à 64 8 897653

80 à 64

81 à 70

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56

1 68

56 à75 38,407 à 64 99,838 à 70 76 à70 89 à 64 77 à 70 101,471 à 75 78 à 64 72 à75 79 à 64 76 à 64 44,311 à 64 77 à 70 45,208 à 64 78 à 64 56 à 64 79 à 75 79 à 64 80 à 100 80 à 70 103,154 à 75 51,601 à 75 98 à 64 49 à 64 99 à 64

à 64 2 64 à 64 64 à 64

27

61 126,909 136,592 139,311

10 64 64 75. 64 64 70

143,513 à 64 148,878 à 64 150,904 à 75

70

8,487 à 65 22,281 à 65 22,498 à 65

23,919 à 60 29,265 à60 80,976 à 60 83,164 à 60

86,258 à 60 89,068 à 60

118,774 à 60 121,578 à 60 125,458 à 60 2) aus der sechsten, am 15. Oktober 1838 erfolgten Verlosung

8S8712N--,

5 26,609

35 32,538

20sten ejd. beendigten Verlosung folgende am 15. Januar 1838 zahlbar gewesene Praͤmien:

Rthlr

Nr. 5,505 à 60 Nr.

8 à 60

71 à 65 80 à 60

77 à 60

69 à 60

Rthlr. 145,501 à 60 2 à 60

3 à 60

4 à 60

—2* —₰ãc 5872

85 à 60 148,031 à 72 165,114 à 60 172,00 1 à 60

2 à 65 184,401 à72 5 à 60 185,1141 à 72

60 à 65 188,521 à 60

23 à 65 196,868 à 60 197,352 à 60

208,613 à 72

Rthlr.

Nr. 197,382 à 60 Nr. 222

202,401 à 60 2 à 60

13 à 60 207,554 à 60 68 à 60

14 à 90

15 à 60

18 à 60 222,702 à 65 8 8. 4 à 60

5 à 65

6 à 60

7 à 65

8 X72

9 à 60

83282 2—

S̃Srk S22⸗

118 225,

92 à 93 à 251,309 à 41 à 42 à 44 à 251,534 à 35 à 50à 251,740 à

Rthlr. 1

65 60 2 60 60 60 60 150 65 60 72 65 2 60 60 60 65

folgende am 15. Januar 1839 zahlbar gewesene Praͤmien

à 65 Rthlr.:

———

78 20,096 99 26,103 1

40 41 73

76

39 40 41

42

57,

46,787

Nr. 48,608

2 55,

57,033

62,202

65,938

Nr. 66,136 87 38

39

43

62

68

69 66,405

27

63 133 53 54 55 56 159% 58 ’88

47 48 50 81 35 32 58 724 62 25

26

27

38 77,002

27

66,611

54

31 32

33

76 75

71

103,512

103 906

114,211 71 09

Rr. 77,080 78,715

6,658 100,895 102,136

79205 7,;87

118,008

Nr. 118,062

;234 84 86 118,239 50 119,479 ’80 120,102 125,755 56

122

64

69

38 39 61

750

12 127,158 13 85 14 [130,767 81 7 95 [136,758 138,233 89

9 64 10 65

.

90

WLN

145,719 23 30 145,901

152,337 38 39 161,269 70

162,079 80 88 162,362 80 162,580 86

190,

Nr. 162.588 162,600 162,761

68

172,125 172,962

64 798

173,000 181,129

30 31 32 70 74

72

73 97 98

—07

727 191,146 193,547

153,130 à 70 154,649 à 64 50 à 75 155,053 à 70 63 à 64 156,523 à 64 92 à 70 159,518 à 70 79 à 70 80 à 70 43 à 81 à 64 51 à 82 à 64 218,940 83 à 70 93 à 84 à 70 222,169 à

66 à 641 104,207 à 64

74 à 75 93 à 75 52,356 à 64 105,762 à 64 57 à150 83 à 64

84 à 64 86 à 64

89 à 64 87 à 75

90 464 88 à 64 53,501 4 64 89 à 64 58,603 à 64 90 à 64 29 à 64 91 à 64

48 à 64 92 à 64 61,334 à 64 33 à 64 94 à 64

95 à 64

à 70

à 64

à 64

à 75

à 64

2 64

à70

à 64

106,600 à 75 112,504 à 64 19 à 64

26 à 70

119,706 à 64

64 64 90 64 64 64 29 à 500 30 à 64 à 64

22„

35 à 70

70 à

160,9492 163,7322 226,592 à

37 à 64 98 à 233,993 à

27 —3à2⁴

86860 464 97 à 70 176,166 1 179,271: 58 à 6b 2375,2209 184,607 à 6 242,252 à 195,317 58 8 29ö 242,300 à 48 242,503 à 67,926 à 64 12 à 64 49 à 64 248,652 à 73,525 à 64 17 à 100 50 à 64 bei unserer Haupt⸗Kasse bis jetzt nicht erhoben worden sind. Die Inhaber der betreffenden Praͤmienscheine werden daher, unter Verweisung auf den weiteren Inhalt des g. 6 der gedachten Be⸗ kanntmachung vom 30sten Juli 1832 daran erinnert, daß die im Laufe von vier Jahren, vom Tage ihrer Zahlbarkeit an gerechnet, nicht abgehobenen Praͤmien verwirkt sind, und nach der Bestim— mung des Herrn Chefs des Seehandlungs-Instituts zu einem wohlthaͤtigen Zwecke verwendet werden. Berlin, den 15. Juli 1841. General-Direction der Seehandlungs⸗Societaͤt. (gez.) Kayser. Wentzel.

Abgereist: Se. Excellenz der General der Infanterie und General⸗Adjutant Sr. Majestaͤt des Koͤnigs, Freiherr von dem Knesebeck, nach Leipzig.

Se. Excellenz der Wirkliche Geheime Rath und Ober⸗Praͤ⸗ sident der Provinz Schlesien, Dr. von Merckel, nach Breslau.

Se. Excellenz der Kaiserl. Russische General⸗Lieutenant Bi⸗ bikoff, nach St. Petersburg.

Der Wirkliche Geheime Ober⸗Regierungs⸗Rath Dr. Schmed⸗ ding, nach Leipzig.

99 à 70 66,517 à 64 54 ½ 64 55 à 64 71 à64

93 à 70 66,600 à 64

n—

Zeitungs-Uachrichten. Auslanu

Frankreich.

1 8 ö“ Paris, 17. Juli. Der M essager bringt einen ausfuͤhrlichen Bericht uͤber die Unruhen in Toulouse, den er mit folgenden Worten

Nr. V

. eroͤffnet: „Der Aufruhr, dessen eingestandener Zweck anfaͤnglich die Wi⸗ dersetzlichkeit gegen eine ganz gesetzliche Maßregel war, wurde sodann gegen die Personen fortgesetzt, und zwar mit einer Heftigkeit, die ploͤtzlich wieder lebendiger aufflammte und einen ernsteren Cha⸗ rakter annahm, nachdem sie einige Tage sich beruhigt zu haben schien. Der Praͤfekt und der General⸗Prokurator waren beson⸗ ders den Angriffen ausgesetzt. Die Geduld und die Festigkeit der Truppen waren fortwaͤhrend bewunderungswuͤrdig; sie haben Angriffe und sogar Beleidigungen, denen die staͤdtische Verwaltung nicht einen Augenblick entgegengetreten ist, mit einer Ruhe und Maͤßigung ertraͤgen, die allein das tiefe Gefuͤhl der Disziplin verleihen kann.“ Das ministerielle Blatt berichtet nun den Verlauf der unruhigen Auftritte, der nach seiner Darstellung folgender ist. Als am 12., vor dem Ausbruche der Unruhen, ein Volkshaufen, der sich zunaͤchst aus Arbeitern gebildet hatte, vor dem Hotel der Veterinair⸗Schule erschien, um die Zoͤglinge zur Theilnahme an der Bewegung aufzufordern, fanden die Meuterer die Thore die⸗ ser Anstalt geschlossen; ihre Aufforderungen wurden saͤmmtlich zuruͤckgewiesen; ein Aufseher der Schule, den der Direktor ab⸗ schickte, um die Behoͤrden von dem Vorgefallenen in Kenntniß zu setzen, wurde von den Insurgenten bedroht, sie wuͤrden ihn in den Kanal werfen, wenn er seinen Weg fortsetzen wollte. Der An griff auf das Praͤfektur⸗Hotel, wohin sich sodann, ungefaͤhr um 11 ½ Uhr, die Aufruͤhrer zogen, mißlang gleich beim ersten Ver⸗ suche; imposante Truppenmassen ruͤckten an und noͤthigten die In⸗ surgenten, sich hinter ihre Barrikaden zuruͤckzuziehen, die gleich anfangs errichtet worden waren. Der Kommandant der Divi- sion wurde durch einen Steinwurf am Schenkel verwundet. Das Pferd des Kommandanten des Departements wurde gleichfalls verwundet. Hier wurde nun ein Hagel von Ziegeln und Steinen auf die Truppen geschleudert. Unterdeß begab sich die proviso⸗ rische Munizipalitaͤt, begleitet von den Ofsizieren der National⸗ Garde zum Praͤfekten, um die Zusammenberufung der National⸗ garde zu beantragen, wozu sich der Praͤfekt auch verstand. Die National⸗Garde besetzte, nachdem sie zusammenberufen worder war, die Posten in der Stadt, und gemeinschaftlich mit den Linien⸗ truppen den Posten der Praͤfektur. Die Aufruͤhrer verlangten nunmehr die Freigebung der an den vorhergehenden Tagen ver⸗ hafteten Individuen; die Abtheilung der National⸗Garde, welche sich vor dem Gefaͤngnißlokale befand, wurde uͤberwaͤltigt man fing an das Thor aufzusprengen, das bereits wankte, als der proviso rische Maire die Losgebung der Gefangenen fuͤr den folgen⸗ den Tag gegen Caution versprach. Am 13ten in fruͤ⸗ her Stunde wurden die Straßen durch Zusammenrottun⸗

en uͤberschwemmt, welche noch drohender waren, als die vom Tage zuvor. Neue Barricaden wurden errichtet und die Tele⸗ graphen von Toulouse und Blagnac zertruͤmmert. Lunmehr faßte der Praͤfekt den Entschluß, die Stadt zu verlassen; er fuhr in einem Wagen fort, den der provisorische Munizipal⸗ Rath zu diesem Behufe hatte kommen lassen. An demselben Tage drang eine Bande Elender zwei Male in die Wohnung des General⸗Prokurators, den sie suchte, um ihn zu ermorden; er befand sich aber nicht zu Haus; der an der Thuͤre des Hauses aufgestellte Nationalgarde-Posten that nichts, um die Bande zuruͤckzuhalten. Die verhafteten Individuen wurden in Freiheit gesetzt. „Messager“ schließt den Artikel dem diese Angaben entnommen sind, mit den Worten: 1I sind die Thatsachen. Wir verhehlen nicht deren Bedeutsamkeit. Die Gesetze sind schmachvoll verletzt worden; ihre Herrschaft muß wiederhergestellt werden, ohne Zweifel mit Maͤßigung, aber mit Festigkeit. Zahlreiche Verstaͤrkungen sind nach Touloüuse beordert: Staͤrke wird der Gerechtigkeit und den Gesetzen bleiben.“ Dasselbe Journal berichtet ferner: „Nach den neuesten Depeschen aus Touloͤuse ist die materielle Ruhe nicht mehr gestoͤrt worden Die Nachrichten aus den benachbarten Departements melden, daß daselbst ununterbrochen Ruhe herrscht.“ In einem Schreiben aus Toulouse vom 14. Juii heißt

es: „Seit, gestern erfreuen wir uns einer anscheinenden Ruhe aber die Gaͤhrung der Gemuͤther ist noch immer sehr groß und ich weiß nicht, was daraus entstehen wuͤrde, wenn das Minisie rium die Volkszaͤhlung durchfuͤhren und Herrn Mahul und Plou⸗ goulm in ihren Stellungen lassen wollte. Heute Morgen entstand ploͤtzlich ein bedeutender Alarm, weil in mehreren Stadttheilen das Geruͤcht verbreitet wurde, Herr Mahul sey nicht nach Paris abgereiset, sondern er hole bloß Verstaͤrkungen und ruͤcke an der Spitze frischer Truppen gegen Toulouse vor. Indeß legte sich dieser Schrecken sehr bald. Eine Deputation der National⸗Garde begleitet von mehreren Bewohnern der Stadt, begab sich heute Morgen zu Herrn Arzac, dem provisorischen Maire, um ihm

Der

suͤr die Festigkeit zu danken, die er bei Vertheidigung der staͤdtischen Rechte bewiesen. Die Gerichtshoͤfe hielten gestern und heute keine Sitzungen; wie es heißt, werden dieselben aber morgen wieder beginnen. Zu wuͤnschen waͤre es, daß die Regierung das hier garnisonirende Bataillon der Jaͤger von Vincennes bald ab⸗ beriefe, weil gegen diese eine außerordentliche Erbitterung herrscht. Sie duͤrfen ihre Kaserne nicht mehr verlassen, und es lagert vor derselben immer ein großer Volkshaufe. Die Zahl der in den letzten Tagen verwundeten Individuen ist ziemlich bedeutend; sie belaͤuft sich auf ungefaͤhr 40. Dem Leichenbegaͤngniß des Herrn Charardès, der durch einen Bajonetstich getödtet worden war, wohnte mehr als die halbe Stadt bei. Es wurden Reden am Grabe gehalten, in denen Herr Mahul und das Ministerium ziemlich unglimpflich behandelt wurden.

Ueber das Resultat der Berathungen, welches das Minister⸗ Conseil uͤber die Unruhen zu Toulouse gehalten hat, so wie uͤber die Herrn Duval ertheilten Instructionen sind verschiedene Ge⸗ ruͤchte in Umlauf. Gestern behauptet man, die Instructionen waͤren aͤußerst strenge gefaßt und Herr Duval habe eine Ordon⸗ nanz wegen Aufloͤsung des Munizipal⸗Rathes mitgenommen; auch sollte er Befehl haben, die National⸗Garde zur In . . Waffen zu bewegen. Indeß spaͤter sollen sich mildere geltend gemacht haben und gestern Morgen ein EEe deren Instructionen an Herrn Duval abgeschickt worden seyn; zugleich soll diesem durch den Telegraphen dey Befehl zugegangen

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