Es mag wohl vorkommen, daß es grlingt, einen listigen Uebelthaͤter/ praͤsentant dieser, vorhaͤlt. Mit ein bei der Untersuchung durch ein feines Verfahren zu uͤberlisten; aber
abgesehen von dem nnwurdigen welches darin liegt, die Uebung des Strafrichter⸗Amts mit einem so schmutzigen Elemente, als List immer bleibt, zu beflecken, moͤchte sich auch die Rechnung auf den Erfolg ei⸗ ner 2 von der Klugheit geleiteten Behandlung des Verbrechers sel⸗ ten nur bewaͤhren. In den rohesten Boͤsewichtern zeigt sich eine auf⸗ fallende Sagacitaͤt in der Unterscheidung dessen, was der Inquirent gegen sie aͤußert, um sie zum Gestaͤndniß zu verlocken, damit sein Nuhm der Unwiderstehlichkeit auch durch sie gemehrt werde, und des⸗ sen, was er ihnen, auf dem Boden der Wahrheit fußend, als treuer
Diener der durch sie verletzten Gerechtigkeit, als der persoͤnliche Re⸗
tigkeit, die Sprache der
graͤnzenden Erfolge sichern. wollte, eines Meisters in Franzdsit
Alllgemeiner Anzeiger für Bekanntmachungen.
Bekannt machung. von ihren resp. praͤsumtiven Erben und Abwesenheits Das unterzeichnete Comité hat es mit Allerhöch- Vormuͤndern beantragt worden ist, und zwar: V ster Genehmigung übernommen, zur Theilnahme an 1) Christian Gottlob Lenk, einer Actien-Gesellschast zum Bau einer Eisenbahn des im Jahre 1829 hier verstorbenen Fleischermeisters zwischen Magdeburg und Halberstadt in Verbindung Christian Gottlob Lenk Sohn, welcher am 14. August mit der Eisenbahn nach Braunschweig einzuladen. 1790 hier geboren ist, im Jahre 1811 als Fleischer⸗ Actien-Zeichnungen nehmen an: eselle von hier fort auf die Wanderschaft und im in 5eu. die Handlungshäuser Morgenstern Jahre 1812 von Tilsit aus mit dem Regiment von L Co., J. C. Weisse & Co. und Zuck-Rechten als Schlaͤchter nach Rußland gegangen, dort schwerdt &. Beuchel, aber umgekommen in Halberstadt die Herren Gebrüder Wrede und mcsttereicher Erbtheil in 100 Mfl. und einem Drit⸗ Herr C. Kux sen., theil von 2 Scheffel Feld und „ Scheune besteht; in Braunschweig die Herren Gebrüder Löbbecke 2) Johann Traugott Finck, und Herr G. L. Dommerich, 8 in Leipzig die Herren Hammer & Schmidt, in Dresden Herr Michael Kaskel,
sche Kraft, und sie wird auch auf den Missethaͤter ihre Wirkung äͤu⸗
ßern, weil der Mensch selbst in seinem Abfall von Spur von dessen Ebenbilde verliert.
bunden mit einem unerschoͤpflichen Fonds von Guͤte und Freund⸗
lichkeit und mit einer durch die re Verbrecher zu reden und in den Kreis ih⸗ rer Vorstellungen einzugehen, sind es aber, welche dem genialen Beamten, von welchem hier die Rede ist, seine an das Wunderbare Man wuͤrde ihm das hoͤchste Unrecht thun, wenn man sein Talent mit dem
Aufenthalt seit laͤnger als zwanzig Jahren keine? ic ühs g - “ 2— 9 zwanzig Jahren keine Nach⸗ maͤchtigte am hiesigen Orte zu bestellen und solche „Wahrheit und Dichtung“ duͤrfte kein We⸗ richt eingegangen und deren oͤffentliche Aufforderung sspaͤtestens im ersten Termine ühier anzuzeigen. 65
marische Obligationen
dem der treuesten Deutschen Seelsorger nahe verwandt, oder vielmehr damit identisch; denn was kann auch ein solcher Besseres thun, als den seiner Pflege uͤbergebenen Verbrecher eindringlich darauf hinweisen, daß er vor sich selbst nicht eher Ruhe finden werde, als bis er sein Gewissen durch ein reuiges Bekenntniß er⸗ leichtert! n „Erfreuen wir uns aufrichtig der thaͤtigen Theilnahme, welche schon bei seinem Beginn so treffliche Maͤnner, als die bisher aufge⸗ tretenen Mitarbeiter, dem neuen Institute erweisen, und schoͤpfen dar⸗ aus eine feste Zuversicht fuͤr das fernere Gedeihen und die Dauer der kriminalistischen Zeitung. Hitzig.
nem Worte: er habe selbst morali⸗
bf⸗ Gott nicht jede Diese moralische Kraft, ver⸗
ichste Erfahrung erworbenen Fer⸗
t eines Vidocg vergleichen scher Polizei⸗Gewandtheit; es ist
die
von gleich großem Interesse erschienen seyn. Der Reichthum des Inhalts dieser Lebensdarstellung, welche zugleich eine Darstellung der gegenwaͤrtigen Zeit genannt werden darf, wird mit jedem Bande⸗ wachsen und die Theilnahme geistreicher Leser in hohem Grade in Anspruch nehmen.
Zwickau im Koͤnigreich Sachsen, den 14. April 1841. Das Stadtgericht. Boͤhme.
Es fi B e k a n h tmachung. . E8 n 4 2 3 † „ 0 F 1 1 u“X“ ö 6 1 8886 Werk. No. 309, Fer CA 5,2695., Im Verlage der Buchhandlung von Singer 0. 309, Ser. III. No. 328, Ser. III. No. 2695, und Goering in Wien in so eben erschienen Aat
seyn soll, dessen vaͤterliches und mit Talons und Zins⸗Coupons auf 3½ Jahrund Goe I I b seit A nfang April d. J. enrwender worden. bei Hirschwald in Berlin, so wie in allen guten Indem wir diesen Diebstahl zur oͤffentli chen des im Jahre 1823 hier verstorbenen Fleischermeisters dem Ankaufe sowohl der Oblig ationen als Joh 8- ilf Fink Sohn, welcher den 4. Maͤrz der Johann Gotthilf Fink Sohn, welche 4. März — G V 8 2 1 1787 hier geboren ist, im Jahre 1805 als Fleischer⸗ welche uͤber die Besitzer dieser Papiere oder in Berlin die Herren Anhalt und V agener geselle auf die Wanderschaft gegangen seyn und imsonstige zur Entde ckung des Diebes dien⸗ und die Herren Mendelssohn & Co., Jahre 1808 von Landsberg aus die letzte Nachricht liche ü mstaͤnde Kenntniß erlangen, sowohl
Buchhandlungen Deutschlands, zu haben: Entwickelung einer 8* analytisch-lexikalischen N 1116
als leichtesten und sichersten Mittels
Kenntniß bringen, warnen wir vor
Coupons und ersuchen diejenigen,
Die eben genannten Banquier- und resp. Handlungs- von sceegehen haben soll, dessen vaͤterliches Erbtheil um des oͤffentlichen Kredits willen, als zum zur 6 12 88 8 EEE“ er Gew Ke.
häuser sind im Besitz einer kurzen Druckschrift, wel- in 10
che die Anräthlichkeit dieses Unternehmens darthut 1824 an besteht;
und zugleich die Bedingungen enthält, unter velchen 3) Christian Gottlieb Rittrich,
die Actien gezeichnet werden können. Diese Druck- des
schrist und die Formulare zu den A tien-Zeichnungen Paul Rittrich Sohn, welcher den 7. September 1780
werden von ihnen auf Verlangen verabreicht werden. zu Rudelswalde geboren ist, im Jahre 1808 als Baͤk⸗ Magdeburg, den 1. Juli 1841. kergeselle auf die Wanderschaft gegangen und im Jahre
hlr. nebst 4 pro Cent Zinsen vom 6. August Zweck der Untersuchun g, schleunige Anzeige
bei der naͤchsten Gerichts⸗Behoͤrde zu ma ) s⸗chen, letztere aber, deshalb unverweilt mit im Jahre 1805 hier verstorbenen Hausbesitzers uns in Communication zu treten.
Angewandt auf die in Europa natuͤrlich waächsenden Pflanzengattungen; mit Darstellung einer neuen analytischen Beschreibungsform. Entworfen
durch Eduard von g Ritter des K. Oest. Leopold⸗Ordens, Commandeur
Fena, den 22. Juli 1841. Großherzoglich Saͤchs. Stadtgericht das. gEi n h 9.
Comité zum Bau einer Eisenbahn zwischen Magde- 1811 von Warschau aus das letzte Mal von sich Rach⸗ burg und Halberstadt. richt gegeben haben soll, welchem noch der Anspruch Francke, Ober-Bürgermeister, G Behrens, Stadt-Rath, Morgenstern, Consul, Chef des Hauses Mor- genstern & Co., C. Schultze, Kommerzien-Rath, Chef des, Hauses J. C. Weifse & Co.,
liche Haus zusteht;. 4) Christian Gotthilf Kunze, welcher am 10. Februar 1791 hier geboren, im Januar
Zuckschwerdt, Kaufmann, Associé des IIau aus das letzte Mal geschrieben, auch bis Oktobert ses Zuckschwerdt K Beuchel, t Heft L von Nollendorff, Königlicher“ 8 verschollen ist, und dessen Bruder Freeh. 1 — 5) Johann Friedrich Kunze, von Brüncken, Ober-Bürgermeister, S welcher am 4. Juni 1793 hier geboren, im Mai 1810 Lugustin, Ober-Landes-Gerichts-Rath, 8 zur 2ten Kompagnie des II. leichten Infanterie⸗Regi⸗
f das 1 seiner Schwe ererbte vaͤter⸗ 22b 28 19 2,9244,43441 — auf das von ihm und seiner Schwester ererbte v hende Koͤntgl. Schwedische PostdamyfschifSvenska des Lejonet“ wird nach dessen Ankunft in Stockholm am 24ten d. Mts. mit den fruͤher annoncirten Fahrten 9 1 Eüh;Fr g 8 fschiß „S jine? f80ss mit der Leib⸗Compagnte des Regiments pon ensos en 5187978 Ugcer sedanne sches. G gr. 8. oechtoen gor rschirt ist, im Jahre 1811 O ig e; 8 1 1 2 v 7 Rechten fortmarschirt ist, im Jahre 1811 von Danzig daß Passag ert, welche von Stockholm und Karlskrona ; — geg8 er in Ystadt ankommen und nach Stralsund zu reisen 9 4 8 nts 8 8 8 eitde G n Madt b 1 b feise —.1812 in den Regimentslisten aufgefuͤhrt, seitdem abe beabsichtigen, die Neise gleich weiter mit dem Frei tag Abends abgehenden Postdampfschiffe fortsetzen koͤnnen.
des Großherzoglich Toskanischen Joseph⸗ und Ritter des K. Bayerischen St. Michael⸗Ordens; Inhaber Ottomanischen Ordens der Ehre; K. 8 ersten Dolmetsch an der Internuntiatur Sr. K. K. apo⸗ stol. Majestaͤt. Wien 1841. 28 Bogen auf schoͤnem Maschi⸗ nen⸗Velinpapier in Umschlag br. 2 Thlr. Der Herr Verfasser hat sich in diesem Werke die Aufgabe gestellt, ein populaͤres Handbuch der Bota⸗ nik zu liefern, welches diese Wissenschaft jedem Laien “ Eneecheg wrsetzen ohne besondere Vorkenntnisse zugaͤnglich macht. Das Dampfschiff Sverige wird unterweges Man lernt darin die Gattungsnamen der natuͤrlich wachsenden Pflanzen nach Linnée, de Candolle und Anderen auf die leichteste, sicherste und untruͤglichste
Das zwischen Stockholm und Kopenhagen ge⸗
nur in Karlskrona anlegen.
Wrede, Chef des Hauses Gebr. Wrede, J2 ments nach Torgau abgegangen ist und im Januar — — 5 aus hem Lazareth zu Warschau die letzte Nach⸗ er. xxc. z. richt von sich gegeben haben soll; Dampfschifffahrt beide Sohne und Pflichttheilserben des im Januar zwischen 8 dieses Jahres verstorbenen hiesigen Hausbesitzers Jo⸗ Magdeburg und Hamburg. hann Gotthilf Kunze;
Unsere Schiffe gehen auch in diesem Monate taͤgc - 6) Johann Traugott Donnerhack, lich von hier und Hamburg mit Passagieren und Guͤ⸗ des im Jahre 1825 hier verstorbenen Schneidermei⸗ tern ab, und ist die Abfahrt des Morgens gegen sters Johann Adam Philipp Donnerhack Sohn, wel⸗ 10 Uhr nach Ankunft des Dampfwagen⸗Personen⸗scher den 4. Dezember 1794 hier geboren, die Schnei⸗ zuges von Leipzig. derprofession erlernt und verheirathet gewesen, im Jahre
Aluskunft und Fahrbillets ertheilen unsere Agenten, 1814 aber mit der Landwehr fortmarschirt ist und seit in Leipzig Herr Ferd. Sernau, Grimmaische Str. der Zeit nichts weiter von stch hoͤren lassen, dessen Nr. 24/758, in Berlin die Herren Herrmann 4 Vermoͤgen 8 Thlr. betraͤgt:
Meyer, Werderschen Markt Nr. 4. 7) Johann Gottlob Petzoldt, Magdeburg, im Juli 1841. 1
Dampfschifffahrts⸗Compagnie. L1“ svaft gegangen und im Jahre 1815 von Wien aus
Die Berlönen Has⸗ un⸗ —e i .. Tra ws. das letzte. Mal geschegeben haben int. Hessen Werenh⸗ „pvort-Versicherungs⸗Gesellschaft Pbli) 4g.ar, Ferlimasb nceise
mit einem Grund⸗Kapital von 250,000 Thaler 6
beginnt am 1.“ ” Cste Ahber⸗ dinand Weise zu Colditz Sohn, welcher bis zum Jahre nimmt die Versicherung für alle Gefahr auf Guͤter, hgeaus ansifhe gees. 88 bfer Waaren und Mobilien, sowohl waͤhrend des Land 25 8 V
1 4 esend und verschollen und zu dessen Vermoͤgen im als Wasser⸗Transports, derselbe mag durch Dampf Fahr1813 bier Konkurs ushebrochen, demm zedoch oder andere Kraft bewirkt werden. 3 ; —
v⸗ 4.3 8 . Fle- aus seiner im Jahre 1829 verstorbenen Mutter, Jo Die Gesellschaft ersetzt nicht allein alle Elc hanne Christiane, verwitt. Hofiaͤger Weise in Colditz,
mentarschaͤden, sondern gewaͤhrt auch sonst noch Nachlaß der Pflichttheil zugefallen ist, wovon sich jetzt Staͤrke, je
in dieser Beziehung die ausgedehnteste Garan⸗ tie; sie verguͤtet alle Schaͤden vollstaͤndig, sobald befinden; sech⸗ nüche unter drei Prozent betragen. 1 remplare der Versicherungs⸗Bedingungen nebst „„Barrdeee eeen, z alei “ 8 raͤmien⸗Saͤtzen sind unentgeltlich in unserem Ge⸗ geens senn⸗ EEEE “ chaäfts⸗Lokal zu haben. 111A14“*X Der Kommerzien⸗Rath Herr F. W. Behrendt, aus sonst einem Rechtsgrunde Anspruͤche zu machen eue Schoͤnhauser Straße Nr. 9, wird als unser Bevollmaͤchtigter Versicherungen zu jeder Zeit an nehmen und vollziechen. 8 1““ öö“ D elin, den 10. Juli 1841, r Ffcofsg nnd Jo nat vg h s, gebsr beannhe ie Directi er Berliner g 2 er⸗Rer⸗ in Per⸗ l dlhig, g bevor FFeefeleaesan. 2 Wasser⸗Ver⸗ oder durch ausreichend legitimirte, auch, so viel Aus gez. Keibel. H. Jacobson aft. laͤnder betrifft, mit gerichtlicher Vollmacht verschene S. Herz. Lion. M. Cohn b “ 1 b ¹ ihnen zugehoͤrige Vermoͤgen in Empfang zu nehmen 1 Die Gl “ und daruͤber zu quittiren, die Erben aber, sich wegen Die aͤubiger des im Jahre 1836 hier verstorbe⸗ ihres Erb nen M. D. Melchior Tyrell Se 8” zraf⸗ Glaͤubiger und andere Praͤtendenten endlich, ihre For trag der Theilung beabsichtigende rben auf, ihre derungen und sonstigen Anspruͤche an das Vermoͤgen tr ichtigenden Erben auf, ihre geh nt Forderungen alsbald bei mir anzuzeigen und nach⸗ der Abwesenden anzuzeigen und zu bescheinigen, und zuweisen. . 1 zwar insgesammt unter der Verwarnung, daß im Fall Werl, den 2. Mai 1841. des Außenbleibens die Abwesenden werden fuͤr todt 1 8 erklaͤrt und ihr Vermoͤgen den sich legitimirenden 2 2 8 ben oder ihren Glaͤubigern ausgeantwortet, die nicht Mein Bergschloͤßchen, astbcg, ganz massiv, beste⸗ erschienenen Erben und sonstigen Interessenten aber hend in 9 schoͤnen Stuben, Speisesaal, vielen Piecen, von dem Vermogen der Abwesenden fuͤr ausgeschlossen Gewoͤlben, Kuͤche, Kellern, massivem Seitengebaͤude und ihrer Erb⸗ und sonstigen Anspruͤche, so wie aller⸗ mit 2 Stuben, vielen Piecen, Pferdestaͤllen, Wagen⸗ seits der ihnen etwa zustehenden Rechtswohlthat der und Holzremisen, geschlossenem schoͤnen Hofraum Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, fuͤr verlustig. und Lustgarten, geschmackvoll eingerichtet, repgratur⸗ werden erachtet werden; frei, in der gewiß romantischsten Lage des schoͤnen hiernäͤchst mit den Provokanten, auch, so weit noͤthig, Elsterthales nahe bei Kösteritz und Zeitz will ich meist unter sich binnen drei Wochen rechtlich zu verfahren bietend am 9. Aug. c. hier an Ort und Stelle ver⸗ und zu beschließen und sodann kaufen. Dies zur oͤffentlichen Kenntniß. 1u“ bn 9. ber 1841 Silbitz bei Zeitz, den 6. Juli 1841. 3 der Inrotulation der Akten zum Verspruch, hierauf aber 1t D. Loͤscher. ‚den 20. Rovember 1841 11““ der ee hs.. eines Erkenntnisses, welches wegen der Ediktal⸗Ladung enegen nhes Fg ge Uhr fuͤr publizirt erach⸗ g 2 u g. ste er. d/ zu gewäͤrtigen. Von dem Stadtgerichte zu Zwickau werden hiermit Uebrigens haben auswaͤrtige Interessenten zur An⸗ die nachbenannten Abwesenden, von deren Leben und nahme kuͤnftig zu erlassender Verfuͤgungen Geyoll⸗
Termine 8 den achtzehnten September 1841
Ley, Justiz⸗Rath.
8
ruhiger Klarheit, historischer Treue und meisterhaf⸗ V . ter Kuͤrze wurde noch nie Roms Stellung und
Magoechn 438 des im Jahre 1815 hier verstorbenen Rohrenmeisters seine Bestrebungen gegenuͤber den souverginen Staa⸗ Die Direction der vereinigten Hamburg⸗Magdeburger Gregorins Petzoldt Sohn, welcher den 1. Mai erklaͤrt und vor Augen “ in hier geboren ist, in den letzten Jahren des vorigen dieser durch die neuesten Vorfaͤlle in der Schweiz des Koͤnigs werden die erzeichne 2 FJahrhunderts als Schneidergeselle auf die Wander⸗ deag aßten wenigen Blaͤttern. Kegigs werhen die Unterzeichneten, gegen Ende als Folianten.
8 10 W . und in Berlin zu haben in Oehmigke’'s Buchhandl. erscheinen lassen. des im Jahre 1810 verstorbenen Hofiaͤgers Karl Fer⸗ (J. Buͤlow), Burgstraße Nr. 8:
Der Niederlaͤndische Freiheitskrie 9
och 443 Thlr. 17 g Gr. 8 pf. hier im Depositum alle 2—3 N 1 “ noch 88 . ““ Als Einleitung zu diesem groͤßeren Werke erschien „
ingleichen, dafern diese Abwesenden nicht mehr am
haben sollten, ediktaliter und peremtorisch geladen, im nebst Beschreibung des
A. Guilletmot. höö“ Gevollmäͤchtigte zu erscheinen, die Abwesenden, das und Comp. in Breslau ist erschienen und dafelbst⸗ so wie in allen Buchhandlungen Deutschlands, zu
18 8 958; „haben, in oder naͤheren Rechtes zu legitimiren, die Koͤnigl. Hofbuchhaͤndler, Franz. Str. 21:
Inhalt: Seereise. — Bergen. — Reise an der Nord⸗
Mein geistig einsames Knaben⸗ und erstes Jugend⸗
A“
Weise entwickeln, vermag mit selbem die Schwierig⸗ keit der Erkennung in jeder Beziehung zu beseitigen und besitzt, wenngleich nur Liebhaber (vorausgesetzt, daß man das lichtvoll dargestellte System des Ver⸗ fassers begriffen hat), einen eben so angenehmen als belehrenden Begleiter auf Spaziergaͤngen und bota⸗ nischen Exkursionen. Papier und Druck gehoͤren gewiß zu den aus⸗ gezeichneten typographischen Erzeugnissen. Ehrmann, M. S. Profess. Das Reueste und Wissenswuͤrdigste aus dem Gebiete der Pharmazie und ihren Grundwissenschaften. 6 Hfte à 25 Sgr.
—
Einladung zur Subseription.
Mit allergnaͤdigster Genehmigung Sr. Majestaͤt
Literarische Anzeigen. So eben ist erschienen und vorraͤthig in allen Buchhandlungen Deutschlands und der Schweiz, in Berlin bei E. S. Mittler (Stechbahn Nr. 3): Die Roͤmische Curie und
die kirchlichen Wirren der Schweiz Gegenstuͤck zu den kirchlichen Wirren Europa's. Ein hoͤchst lesenswerthes Schriftchen. Mit solch
Sie sagen mehr dieses Jahres, einen Kupferstich, darstellend:
1 LZC e Majestaͤt des hoch⸗ “ seligen Koͤnigs, umgeben von den Hohe inigen Interessante historische Schrift so eben erschienen in einer Groͤße von 24 Zoll Hoͤhe Tb rschei Derselbe wird nach einem großen Gemaͤlde des Professors und Mitgliedes der Koͤnig⸗ lichen Akademie der Kuͤnste, Herrn J. Schoppe, von einem der beruͤhmtesten Kupferstecher in Paris, in der beliebten Aqua⸗Tinta⸗Manier gestochen und in technischer Vollendung keinem der bis jetzt in Paris erschienenen Kunstblaͤtter dieser Art nachstehen.
Die Herabsgeber scheuen weder Muͤhe noch Kosten, diesem Unternehmen eine solche Ausstattung zu ge⸗ ben, wie sie des Gegenstandes wuͤrdig ist. Ungeachtet der sehr bedeutenden Unkosten machen es sich die Verleger noch zur besonderen Aufgabe, die Preise fuͤr dieses Prachtblatt moͤglichst billig in folgendem Verhaͤltniß zu stellen, naͤmlich:
fuͤr ein Expl., vor der Schrift 32 Thlr.
2 2 Z mit offener, ange⸗
C6614121
1ö „TIö und sollen die Abdruͤcke nach der Reihenfolge der eingegangenen Bestellungen vertheilt werden. Beerlin, im Juli 1841.
Julius Kuhr, Linden 33,
Joseph Rocca, Kdnigsstr. 17
nach den besten Quellen bearbeitet von Otto von Corvin⸗Wiersbitzki. Erster Band mit 2 Portraits. 18 Bogen. Preis geheftet 8 Thlr. Das ganze Werk wird aus 8 Baͤnden von gleicher S der mit 2 Portraits, bestehen, von welchen lle 2 — 3 Monat einer erscheint.
o eben von demselben Verfasser: Kurzer Abriß der Geschichte der Niederlande bis auf Philtyppy II. ’ Landes im Jahre 1560. 24 Bogen. geheftet 1 ½ Thlr. Leipzig 1841, bei Friedrich Fleischer.
In unserem Verlage ist vor kurzem erschienen:
Steffens Memoiren. Kunsthaͤndler. 7
Im Verlage der Buchhandlung Josef Mar
1 Im Verlage von Graß, Barth & Comp. in
bei Alerander Duncker, Breslau ist so eben erschienen und durch alle Buch⸗
handlungen zu beziehen, in Berlin vonesthcg bei
Ferd. uͤmmler, Linden 19, und bei S.
Mittler, Stechbahn 3: 5
Ueber den Preußischen 8
Hauptfinanz⸗Etat fuͤr 1841. Gr. 8vo. Geh. 7 ½ Sgr.
Berlin
WEE((eEIeb t..
Aus der Erinnerung niedergeschrieben von Hendich Srefsens. 3Zter und 4ter Band. 8. 1841. 50 ½ Bog. stark. Preis nur 3 Thlr. bestkuͤste Nor en. — ie letzten Tage in 1 JEE111A“
Bergise voegezormegen Z. ür. e e chistuch dac. 26. Bogen starke Verzeichniß der von dem — Hamburg. — Rendsburg. — Kiel. — Ueber Koͤnig b Geheime Staats⸗Minister Freiherrn Holslein. — Reise nach Jena. — Jena. — Reise von Mfen ein hinterlassenen Bibliothek, welche Mitte in das Thuͤringerwald⸗Gebirge. — Jena. — 1799. August d. J. Lee gert werden soll, ist Schuͤtzen⸗ Reise nach Freiburg. Berlin. — Freiburg. — straße Nr. 10 bei dem gerichtl. Buͤcher⸗Auctions⸗
1 1 Kommissarius fuͤr Berlin, Rauch, zu haben.
Reise. Dresden. öö e und 2te Band, welche im vorigen 8 1 1 Der 1ste und 2te Band, welch ige aBet Friedrich Fleischer in Leixzig ist neu er⸗ chienen:
Jahre erschienen, enthalten:
Biblisches Denkbuͤchlein fuͤr einsame Gefangenc. 8— Erstes Baͤndchen. Geh. Preis ½ Thlr.
Ist auf Veranlassung der hohen Behoͤrde heraus⸗ gegeben und wird in drei Baͤndchen vollstaͤndig seyn. den bedeutendsten Zu haben in der Nicolaischen Buchhandlung Seit Goethe'’s in Berlin (Bruͤderstr. 13), Elbing, Stettin u. Thorn. egE IeWm11116
leben. — Universitaͤtsleben. — Literarisches Trei⸗ ben. — Wissenschaftliches Treiben. — Politisches Treiben. — Das einsame Leben und die letzten Tage in Kopenhagen. und kosten ebenfalls 3 Thlr. Diese Memoiren gehoͤren zu Erscheinungen in der Litetatur.
bEEe1I1n“*“
——
Rother.
dem F. XIV. des degleme die allgemeine Zuruͤcklieferung aller entliehenen Buͤcher in die Koͤ—
ausgestellten Empfangscheine, zuruͤckzultefern.
Antrag zum
meine
Allge
SE11.4“ Amtl. Nachr.
Landtags⸗Angelegenheiten. Rhein⸗Provinz. Wiederbesetzung
s bischoͤflichen Stuhles von Trier. 8 988 Varfs. Neue Pairs. — Toulouser Haͤndel. — Nach⸗ richten aus Afrika. — Vermischtes. — Briefe aus Paris. (Mar schall Soult und der General St. Michel. — Die Toulouser Un⸗ ruhen als Aeußerung der im Suͤden immer mehr hervortretenden
Reaction des Provinzial⸗Geistes gegen die Central⸗Gewalt der
tstadt.) 1 O'Connell's Erklaͤrung hin⸗
Grosibrit. und Irland. London.
sichtlich der Union. — Schott. Buß⸗ und Bettag. — Levantische
und Iil. Dnpfschiffabrt. — Zustand des Geldmarktes. — Erklaͤ⸗ rung Lord F. Russell's. bes
valst. Bruüssel. Jahrestag der Thronbesteigung des Koͤnigs. — Zoll⸗Verein mit Frankreich. 8 8
Dänemark. Kopenhagen. Geschichte fuͤr nordische Alterthums⸗ kunde. — Erderschuͤtterung. 8
Deutsche Bundesstaaten. Karlsruhe. Erste Kammer. — Hannover. Abreise des Kronprinzen. — Schreiben aus Al⸗ tenburg. (Schwierigkeiten bei der Einfuͤhrung des neuen Muͤnz⸗ wesen.) — Schreiben aus Frankfurt a. M. (Vermischtes.)
Oesterreich. Pesth. Ankunft des Fuͤrsten Milosch.
Schweiz. Bern. Tagsatzung. — DTessin. Großer Nath.
Italien. Rom. Ankuͤgft des Grafen Bruͤhl. — Trigonometrische Messungen.
e Madrid. Arguelles; Espartero.
Uebersicht der im Jahre 1840 im Preußischen Staate vorgekomme⸗ nen Geburten und Todesfaͤlle.
Amtliche Nachrichten.
Kronik des Tages.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben Allergnaͤdigst geruht:
Den Justiz⸗Kommissarius und Notarius Geppert hierselbst und den Land- und Stadtrichter Mußbach zu Storckow zu Justizraͤthen; so wie 8
Den Kammergerichts⸗Assessor Brose zu Charlottenburg zum Stadtgerichts⸗Rath zu ernennen.
—
2. W111“ 8 Der ZJustiz⸗Kommissarius Horsetzki zu Ratibor ist zugleich zum Notarius im Departement des Ober⸗Landesgerichts zu Ra⸗ tibor bestellt worden.
msun die Einloͤsung der Kur⸗ und Neumaͤrkschenaͤlteren Zins⸗Coupons und Zinsscheine betreffend. Von den Kur⸗ und Neumaͤrkschen aͤlteren Zins⸗Coupons und
Zinsscheinen, welche nach unserer durch die Amtsblaͤtter der saͤmmt⸗
lichen Koͤnigl. Regierungen, durch die hiesige Staats⸗Zeitung (Nr. 62, 69 und 76), die beiden anderen hiesigen Zeitungen und das Intelligenz⸗Blatt erlassenen Bekanntmachung vom 25. Fe⸗ bruar d. J. bei der Kontrolle der Staats⸗Papiere in Berlin, vom 15. Maͤrz c. ab, zum Nennwerth baar eingeloͤst werden sol⸗ len — ist bis jetzt ein bedeutender Theil zu dem eben genannten Zwecke noch nicht eingereicht worden. Wir fordern daher die unbekannten Inhaber solcher Papiere hierdurch abermals auf, solche unter Beobachtung der in der oben bezeichneten Bekannt⸗ machung enthaltenen Bestimmungen bei der Kontrolle der Staats- Papiere, hier in Berlin, Taubenstraße Nr. 30, Behufs der baa— ren Einloͤsung einzureichen, und bemerken zugleich, daß, wenn der⸗ gleichen Zins⸗Coupons und Zins⸗Scheine ferner CI“ soll⸗ ten, die Einloͤsungsfrist derselben spaͤter durch Ausbringung eines Praͤklusiv⸗Termins beschraͤnkt werden wird. Berlin, den 19. Juli 1841.
Haupt⸗Verwaltung der Staats⸗Schulden.
Deeh, von Werger. Natan. Tetrenborn.
„Koͤnigliche Bibliothek. 1 In der naͤchsten Woche, vom 2ten bis 7ten k. M., findet, edruckten Auszugs aus dem Reglement gemaͤß,
nigliche Bibliothek statt. Es werden daher alle diejenigen, welche
Buͤcher der Koͤniglichen Bibliothek in Haͤnden haben, hierdurch
aufgefordert, dieselben an einem der genannten Tage, Vormit⸗ tags von 9 bis 12 Uhr, gegen Zuruͤcknahme der daruͤber
Abgereist: Se. Excellenz der Koͤnigl. Schwedische General⸗ Lieutenant, Graf Karl von Loͤwenhjelm, nach Stockholm.
ün—
Landtags-Angelegenheiten.
Rhein⸗Provinz.
Düsseldorf, 14. Juli. In dieser (bereits gestern erwaͤhn⸗ ten) Sitzung kam noch der von mehreren Einwohnern Triers veranlaßte und von einem Mitgliede des 4ten Standes gestellte Vortrage, welcher einfach dahin lautete, daß die Staͤnde⸗Versammlung eine Verwendung bei des Koͤnigs Maje⸗ staͤt moͤge eintreten lassen, damit der zu großer Trauer der Dib⸗ Fcg nun schon so lange verwaiste bischoͤfliche Stuhl zu Trier aldigst besetzt werden moͤge. Der Bericht des 3ten Ausschusses nimmt auf die bei verschiedenen Gelegenheiten vernommenen Koͤ⸗
niglichen Worte Bezug, welche eine nahe Ausgleichung aller noch schwebenden kirchlichen Differenzen mit Zuversicht erwarten lassen, und auf das Vertrauen, welches die Staͤnde holten Malen waͤhrend der Dauer dieses Landtags an den Stu⸗ fen des Thrones haben laut werden lassen, und schließt mit der
Aeußerung, daß es um so eher gestattet seyn wuͤrde, den Wunsch
schon zu wieder⸗
und die Bitte der Trierer um baldige Wiederbesetzung des seit vier Jahren erledigten bischoͤflichen Sitzes, einen Wunsch, welcher gewiß von der ganzen Provinz getheilt werde, der Allerhöͤchsten Beruͤcksichtigung zu empfehlen, da dessen Erfuͤllung wenigstens nicht unmittelbar mit dem beklagenswerthen Konflikte zwischen Staat und Kirche zusammenhaͤnge und daher nicht nothwendig von dessen eben so heiß ersehnter, doch vielleicht schwierigerer endlichen Loͤsung abhaͤngig sey. Die Wiederbesetzung dieses Bi⸗ schofsitzes wuͤrde daher als ein heilverkuͤndender Vorbote der gaͤnzlichen Ausgleichung der kirchlichen Differenzen in der Pro⸗ vinz freudig begruͤßt werden.
Gegen die Tendenz dieses Berichtes wird bemerklich gemacht, daß, bei allem Interesse, welches gewiß Jeder dem hier vorgetra⸗ genen Wunsche widme, wohl die Frage gestellt werden duͤrfe, ob eine Veranlassung zu einer deshalb an des Koͤnigs Majestaͤt zu richtenden Bitte vorliege? Moͤge auch die Kompetenz des Land⸗ tags dahingestellt bleiben, so habe sich doch noch juͤngst bei einer anderen Gelegenheit der Wunsch allgemein dahin ausgesprochen, daß alle rein konfessionellen Interessen der Berathung der Staͤnde⸗ Versammlung moͤchten fern gehalten werden. Wollte man aber auch hiervon absehen, so wuͤrde zunaͤchst zu ermitteln seyn, durch wen die lange Dauer der Erledigung des bischoͤflichen Stuhls zu Trier veranlaßt worden sey. Dem Vernehmen nach solle sie in der Wahl eines Bischofs ihren Grund haben, den der Koͤnig als persona grata nicht anerkannt habe. In letzterem Falle handele es sich lediglich von der Ausuͤbung des Mafestaͤts-Rechtes und duͤrfte mithin jede Einmischung des Landtages sehr leicht mißdeu⸗ tet werden koͤnnen. Endlich sey auch durch nichts erwiesen, ob die Antragsteller bereits den vorgeschriebenen Instanzenzug ver— folgt, ob sie sich an des Koͤnigs Majestaͤt gewandt und 8 und welche Antwort sie erhalten haben. Der Redner hielt es dem— nach fuͤr angemessen, die nicht hinreichend motivirte Petition auf sich beruhen zu lassen. Ein anderer Abgeordneter trat dieser An— sicht mit dem Bemerken bei, daß es bedenklich sey, sich in des— fallsige kirchliche Untersuchungen einzulassen, indem man aus einer solchen einseitig gestellten Bitte moͤglicherweise wuͤrde entnehmen koͤnnen, als liege ihr die Voraussetzung zum Grunde, daß das Unrecht sich allein auf der Seite des Gouvernements befinde.
Der Herr Antragsteller glaubt in dem Gesuche keine der hier angedeuteten Beschwernisse enthalten zu sehen. Der Fall sey von dem vor einigen Wochen vor der Versammlung verhandelten, durchaus verschieden. Haͤtte er dieses nicht eingesehen, so wuͤrde er den Antrag nicht eingereicht haben; dafuͤr duͤrfte wohl sein damals abgegebenes Votum buͤrgen. Der Redner weist die Ver⸗ schiedenheit des Falles im Einzelnen noch naͤher nach und ist der Meinung, daß bei der Wahl zu Trier nur ein formelles Hinder⸗ niß obwalte, dessen Beseitigung wohl um so eher zulaͤssig seyn moͤchte, als, so viel bekannt, die Persoͤnlichkeit des Gewaͤhlten kein Bedenken anrege. Ob in dem vorliegenden Falle die kirchliche Institution oder das landesherrliche placet der geschehenen Wahl abgehe, oder ob sie beider zugleich entbehre, sey ein Geheimniß. Daruͤber beduͤrfe es aber auch keiner Aufklaͤrung, indem der An⸗ trag keine dahin zielende Frage beruͤhre. — Der Herr Vorsitzende bemerkte, der Antrag wie der Bericht seyen einfach, und dafuͤr schulde man dem Ausschusse Dank. Er wuͤnschte, die Verhand⸗ lung moͤge ebenfalls einfach seyn, und erklaͤrte schon jetzt, daß er dem Antrage des Ausschusses beitreten wuͤrde. — Es wird in— dessen von anderer Seite noch angefuͤhrt, es seyen dem Dom⸗ kapitel in Trier vier Kandidaten zur Wiederbesetzung des bischoͤf⸗ lichen Stuhles als persona grata bekannt gewesen; dennoch habe es einen Mann gewaͤhlt, von dem es vermuthen konnte, daß er nicht persona grata seyn wuͤrde. Darauf sey das placet ver— weigert worden, und die desfallsige Verantwortlichkeit treffe somit lediglich das Kapitel. Ueberdies hafte keine Gefahr auf dem Ver— zuge, indem die bischoͤflichen Functionen von dem Weihbischof und General⸗Vikar daselbst zur Zufriedenheit verrichtet wuͤrden, und somit moͤge die Versammlung, ihren bisherigen Grundsaͤtzen ge⸗ treu, Se. Majestaͤt mit Angelegenheiten dieser Art nicht behelli⸗ gen. — Noch schaͤrfer spricht sich ein anderes Mitglied uͤber den vorliegenden Gegenstand aus, indem es in dem Benehmen des
Kapitels eine absichtliche Opposition gegen das Staats⸗Oberhaupt
zu erblicken glaubt; dies Unrecht muͤsse das Kapitel einsehen, und der Papst selbst koͤnne nur dahin wirken, daß eine neue Wahl vorgenommen werde. wuͤrde dem National⸗Interesse und den Absichten des Koͤnigs ent⸗ gegen seyn, von dessen Weisheit und Gerechtigkeit Alles, was zum Besten fuͤhre, zu erwarten sey. Er schließt damit, alles das, was sich mit den Rechten und Ehren der Koͤnigl. Krone, des Preu—- ßischen Volkes, mit der hoͤchsten Freiheit der Deutschen Nation, mit dem Wohl des gesammten Vaterlandes werde vereinigen las⸗
sen, werde der Koͤnig thun, und ein Mehreres muͤsse man von
ihm nicht erwarten.
Referent entgegnet, der letzte Redner sey von ganz irrigen Ansichten ausgegangen; weder habe das Kapitel ungesetzlich ge⸗ handelt, noch seyen uͤber den Vorfall diplomatische Verhandlungen schwebend. Der Fall sey einfach, eine Wahl sey geschehen, die Be⸗ staͤtgung versagt worden; auf die Gruͤnde der Verweigerung habe
der Ausschuß nicht eingehen wollen, sondern nur die Folgen des gegenwaͤrtigen Zustandes und eine Beseitigung desselben ins Auge
gefaßt. Die Inkompetenz des Landtages sey zwar oft angeregt, aber nie vollstaͤndig nachgegeben worden. Man habe die Besorg⸗ niß vor Mißdeutungen geaͤußert; allein auch Schweigen koͤnne oft mißdeutet werden. Es wird noch angefuͤhrt, daß es sich hier
von konfessionellen Differenzen gar nicht handle, sondern einfach von der Frage, ob die Versammlung sich dafuͤr verwenden wolle,
daß dem kirchlichen Beduͤrfnisse der Didzese Trier abgeholfen werde; dies scheine, abgesehen von der Konfession, ganz unbedenk⸗ lich von jedem Mitgliede der Staͤnde-Versammlung geschehen zu
koͤnnen. Die demnach dahin gestellte Frage, ob des Koͤnigs Majestaͤt
gebeten werden solle, die Wiederbesetzung des bischoͤflichen Sitzes
„ e 4 zu Trier zum Gegenstande vorzuͤglicher Beruͤcksichtigung zu machen, wird mit 67 gegen 5 Stimmen bejaht.
Jede Einwirkung von Seiten der Staͤnde
Zeitungs-Uachrichten. Ausland.
Frankreich.
Paris, 22. Juli. Der Moniteur veroͤffentlicht eine Reihe aus Neuilly vom 20sten d. datirter Koͤniglicher Ordonnan⸗ zen, durch welche zu Pairs von Frankreich ernannt werden: der Graf von Latour⸗Maubourg, Botschafter zu Rom, der Marquis von Gabriac, der Graf Montesquiou, der Graf de la Redorte, vormaliger Botschafter zu Madrid, der Vice⸗ Admiral Mackau und Herr Romiguieres, vormaliger Gene⸗ ral⸗Prokurator am Gerichtshofe zu Troyes.
Nach den Geruͤchten, die seit einigen Monaten uͤber den Plan zu einer umfassenden Pairs⸗Kreirung verbreitet waren, muß es auffallen, daß die Liste der neuen Pairs nur 6 Namen ent⸗ haͤlt, besonders wenn man bedenkt, daß seit einem Jahre gegen 30 Mitglieder der Pairs-Kammer mit Tode abgegangen sind. Man vermuthet, daß die groͤßere Pairs⸗Promotion bis nach den naͤchsten allgemeinen Wahlen verschoben worden ist, um einem Theil der moͤglicherweise nicht wieder erwaͤhlten Deputirten einen Sitz in der Pairs⸗Kammer verschaffen zu koͤnnen.
Der Messager enthaͤlt Nachstehendes: „Eine gestern hier eingetroffene telegraphische Depesche aus Toulouse meldet, daß da⸗ selbst vollkommene Ruhe herrsche. Die gerichtliche Instruction wird mit Thaͤtigkeit fortgesetzt. Die Anstifter der Unruhen fan⸗ gen an, die Groͤße des Fehlers, den sie begangen haben, einzuse⸗ hen. — Eine telegraphische Depesche meldet, daß in Auch die Ordnung einen Augenblick lang gestoört worden sey. Ein Haufen Ruhestbͤrer, durch einen aus Paris gekommenen Emissair aufge⸗ regt, wollte den Abmarsch der Schwadronen des 5ten Jaͤger⸗ Regiments, die nach Toulouse bestimmt waren, verhindern. Sie errichteten zwei Barrikaden, welche von den Truppen genommen wurden, ohne daß dieselben noͤthig hatten, von ihren Waffen Ge⸗ brauch zu machen. Die Unordnung wurde auf der Stelle unterdruͤckt. — In Cahors wurden waͤhrend der Nacht aufruͤhrerische Plakate angeschlagen. Man hat die Urheber dieser Provocation, welche uͤbrigens ganz ohne Resultat geblieben ist, noch nicht entdecken koͤnnen. — In Montpellier fanden vor dem Abmarsch der Truppen einige Zusammenrottirungen statt, welche die Straßen unter Absingung der Marseillaise durchzogen. Es wurden mehrere Verhaftungen vorgenommen. Seit dem 48ten ist Alles vollkommen ruhig. — Auf allen anderen Punkten sind Ruhe und Ordnung nicht ge⸗ stoͤrt worden. Der lebhafteste Unwille giebt sich uͤberall gegen die Toulouser Aufruͤhrer kund.“
Der interimistische Praͤfekt Bocher hat unterm 18ten d. eine Proclamation an die Einwohner des Departements der Oberen Garonne erlassen, worin er abermals die Gesetz⸗ und Zweckmaͤ⸗ ßigkeit der von dem Finanz-Minister angeordneten Maßregeln in gemaͤßigten und eindringlichen Worten dem Volke klar zu ma⸗ chen sucht.
Der vormalige Praͤfekt des Departements der Oberen Ga— ronne, Herr Floret, richtet aus Baͤyvonne vom 17ten d. das nach⸗ stehende Schreiben an die Redaction des Constitutionnel:
„In Ihrer Nummer vom 1tten d. sagen Sie bei Erwaͤhnung der Toulouser Unruhen: „„Wir stellen das Unrecht des Herrn Flo⸗ ret nicht in Abrede; er ist vor einer Manifestation der Munizipal⸗ Behoͤrde zuruͤckgewichen.“, — Ich habe mir keinen Akt der Schwaͤche vorzuwerfen. Die Registrirung der Haͤuser, Thuͤren und Fenster stieß auf Widerstand in Toulouse. Die Munizipal⸗Verwaltung wei⸗ gerte sich, den Agenten der Verwaltung der direkten Steuern beizu⸗ stehen, und die Letzteren waren von einigen Buͤrgern mit Gewalt zu⸗ ruͤckgetrieben worden. — Ich erstattete den Ministern der Finanzen und des Innern von dieser Lage Bericht 8 Die
8 8
Inn dieser und erbat mir Befehle. ministeriellen Instructionen bedachten den Fall, daß die Munizipal⸗ Behoͤrde ihre Mitwirkung fernerhin verweigern sollte; aber sie schwiegen uͤber den Fall, daß sich die der Registrirung unterworfe⸗ nen Buͤrger widersetzten. In Bezug auf diesen letzteren Fall ver⸗ langte ich Instructionen und Befehle. Ich wuͤrde sehr sorglos oder sehr verwegen gewesen seyn, wenn ich anders gehandelt haͤtte. — Es ist wahr, daß ich mir erlaubte, die Meinung auszudruͤcken, daß vielleicht ein Aufschub zweckmaͤßig sey, um in der naͤchsten Session von den Kammern eine Straf⸗Bestimmung in Bezug auf die Re⸗ gistrirungs⸗Gesetze zu verlangen. Statt aller Antwort auf meine Berichte erhielt ich nach 12 taäͤgigem Harren die Nachricht von mei⸗ ner Absetzung. Ich enthalte mich jeder Betrachtung uͤber diese Hand⸗ lung des Ministeriums und uͤber ihre traurigen Folgen; aber es mußte mir daran liegen, darzuthun, daß man mir keinen Fehler in jener ungluͤcklichen Angelegenheit vorwerfen kann. 3Z Let.“
Ueber die Absetzung des Herrn Pigag s . . das Journal des Débats in folgender Weise: „Wir wollen nicht untersuchen, ob die Regierung, indem sie Herrn Plougoulm ab⸗ setzte, die Strenge nicht etwas zu weit getrieben hat. Herr Plou⸗ goulm hat sein Ressort nicht verlassen; er hat seine Functionen nicht niederlegt. Alle Parteien, selbst diejenigen, die vor wenigen Tagen seinen Kopf verlangten, lassen seinem Muthe Gerechtig⸗ keit widerfahren. Man wirft dem Herrn Plougoulm nur einen Fehler vor, naͤmlich die Ploclamation vom 13ten d. unterzeichnet zu haben, welche, die Emeute aufzufordern schien, sich mit der Ent⸗ fernung des Praͤfekten zu begnuͤgen. Dieser Fehler haͤtte vie leicht aufgewogen erscheinen koͤnnen durch die Gefahren, welche der General⸗Prokurator bestanden, durch den Haß, den die Factio⸗ nen ihm weihen, durch die Energie und die Hingebung, von der er so viele Beweise gegeben hat! Wie dem aber auch sey, wir wollen jenen Fehler nicht zu beschoͤnigen suchen. Kaum den Dol⸗ chen der Moͤrder entwischt, ist Herr Plougoulm abgesetzt wore den! Gerechtigkeit, strenge Gerechtigkeit ist gegen ihn geuͤbt wor⸗ den. Aber nun verlangen wir auch, daß die Opposition sich we⸗ nigstens aus Scham enthalten moͤge, dem Siegesgeschren der Toulouser Aufruͤhrer ihr Geschrei gegen die abgeseßten Beamten inzuzufuͤgen.“ . 48,8 schreibt aus Mostaganem vom 8. Nuli: „Man glaubte einen Augenblick lang, daß mehrere staͤnden, sich zu unterwerfen, und dies verenlaßte wahrscheinlich