er alle Tegnerschen Dichtungen (die Frithiofs⸗Sage hat schon die 4te Auflage erlebt) und die wichtigsten prosaischen Schriften dieses Hochbegabten durch treue und fließende Uebersetzungen auf Deutschen Boden verpflanzt. Sein „Skandinavisches“ (1832), so wie seine „Volkslieder der Schweden” (14830, 1ster Band) und deren Fort⸗ setzung „Alt⸗Schwedische Balladen, Maͤhrchen und Schwaͤnke” (1836) sind die erfreulichsten Bereicherungen Deutschen Schriftenthums. Die umfassendste Kenntniß der nordischen Sprachen und des ganzen nor⸗ dischen Alterthums entwickelte er in den Abhandlungen zu seiner ge⸗ diegenen Uebersetzung von Snorre Sturlason's „Heimskringla“ (ister Band, 1837). — Waͤhrend der letzten Jahre seines Lebens ge⸗ waͤhrte ihm „der literarisch⸗-gesellige Verein zu Stralsund“, dessen Hauptgruͤnder und Hauptstuͤtze er war, ganz besonders Freude, da er sah, wie durch denselben wissenschaftlicher Sinn und edle Geselligkeit gediehen. Seine lebhafte Theilnahme beurkunden die zwei von ihm (1837 und 1839) herausgegebenen „Berichte“ dieses Vereins.
Diese ausgezeichnete amtliche und literarische Thaͤtigkeit des
Heimgegangenen fand auch uͤberall die gerechteste Anerkennung. Eine
große Anzahl Deutscher und Außerdeutscher Gelehrtengesell⸗ schaften nahm ihn als Mitglied auf; am thaͤtigsten arbeitete er fuͤr die Koͤnigliche nordische Gesellschaft in Kopenhagen. In den geach⸗
tetsten kritischen Blaͤttern ist fast allen seinen Schriften auf das ruͤh⸗ mendste gedacht. Des Hochseligen Koͤnigs Maiestaͤt beehrte ihn schon im Jahre 1828 mit dem rothen Adler⸗Orden dritter Klasse, so wie des Koͤnigs von Schweden Majestaͤt mit dem Nordstern⸗Orden. Die Schwedische Akademie erfreute Mohnike, als den gruͤndlichsten Be⸗ foͤrderer und Verbreiter der Skandinavischen Literatur in Deutschland, im Jahre 1840 durch ihre große goldene Medaille; und auch Se. Koͤnigl. Hoheit der Kronprinz Oskar uͤbersandte ihm in demselben Jahre fuͤr die Hochdemselben zugeeignete Gesammt⸗Ausgabe der Teg⸗ mterschen Gedichte in Deutscher Uebersetzung eine mit Seinem Bilde gezierte große goldene Medaille.
Die Zahl seiner Freunde nah und fern ist außerordentlich groß. Von seinen noch lebenden akademischen Freunden, mit denen er bis zuletzt in der innigsten Vertrautheit lebte, sind die namhaftesten: der Kaiserlich Russische Wirkliche Geheime⸗Rath und Generalstabs⸗
Arzt der Armeen, Dr. von Schlegel zu St. Petersburg, der Koͤniglich Preußische Wirkliche Geheime Oöber⸗Finanzrath und, desheeeuc. 1G Praͤsident Keßler in Arensberg, der Koͤniglich Bayersche Geheime Rath Professor Dr. von Schubert in Muͤnchen und der bekannte
Dr. F. L. Jahn zu Freiburg an der Unstrut. — Waͤhrend der letz⸗ ten Jahre seines Lebens hatte er einen festen, innigen Bruderbund geschlossen mit Schwedens gefeiertem Saͤnger und Bischof Dr. Esaias Tegner, der ihn zweimal in Stralsund besuchte, das letzte⸗
mal vom 8. bis 29. April d. J.
durchsegelte, lag unser Mohnike schon auf dem Schmerzenslager. Als die Gefahr schon bedeutend geworden, sah und sprach er an⸗ seinem Krankenlager noch seinen hochverehrten Freund, den Bischof Dr. Ritschl. Mohnike’s in einzelnen Faͤchern ungewoͤhnlich reichhaltige Buͤchersammlung (sie zaͤhlt gegen 10,000 Bñpỹͤnde) wurde von
Als dieser sein Freund und Bru⸗ der aus Norden, nachdem er sich hier in Mohnike'’s gastlichem Hause leiblich und geistig aufgefrischt hatte, die Baltischen Fluthen
“
qö Unter Hinweisung auf die den
Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 25. Mai 1841. Das hierselbst in der Koͤpnicker Wassergasse Nr. 2
Stralsundischen belegene Ostermannsche Grundstuͤck, taxirt zu 66373
Zeitungen ausfuͤhrlich inserirten Ladungen vom heu⸗ Thlr. 25 Sgr. 3 Pf.) soll Schulden halber
tigen Tage, werden alle und jede, welche an die dem
Rittmeister von Schultz bisher eigenthuͤmlich gehd
spiel belegenen Allodial⸗Guͤter Ober . Muͤtzkow rechtsbegruͤndete Forderungen und Anspruͤch
haben und machen zu koͤnnen dafuͤr halten, zu deren
Anmeldung und Beglaubigung in einem der folgen den Termine, als: am 23. August, am 14. oder 30. Septbr. d. J
s. . 112111 9 49 „ burger Morgen (saͤmmtlich der beste Rapsboden), Morgens 10 Uhr, vor dem Koͤnigl. Hofgericht, bei 60 Acker zweischuͤrige Wiesen, 200 Acker mit Eichen, Buchen, Birken ꝛc. bestandenes Holz, 12 Morgen Gaͤrten, Koppelhutung in 2 Doͤrfern, Patronat und Gerichtsbarkeit, Zinsen und Lehnen à 5 Ct., Brauerei und eine Windmuͤhle, welche jaͤhrlich 40 Thlr. Pacht giebt, Jagd ꝛc., soll mit saͤmmtlichem Inventarium um den Preis von 85,000 Thlr. mit 25,000 Thlr.
Vermeidung der Praͤklusion, womit am 21. Okto bercr. verfahren werden wird, hierdurch aufgefordert Datum Greifswald, den 20. Juli 1841. Koͤnigl. Preuß. Hofgericht von Pommern u. Ruͤgen (L. S.) ö1“ Koͤnigl. Hofgerichts⸗Rath.
SähekGCitnmntitg. Nachdem uͤber das Vermoͤgen des Kaufmanns J.
am 8. Marz 1842, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden.
8 2. 1 b 1 1 Taxe und renden, gegenwaͤrtig verkauften, im Niegarfer och⸗ Hypotbekenschein sind in der Registratur einzusehen. und Nieder⸗
ersetzt. 1 9. Was endlich den auch auswaͤrtigen Sped teurs unter gewissen Bedingungen allhier nachg. lassenen Betrieb von Meßspeditionsgeschaͤften b.
unter dem
treffend.
. Ritterguts⸗Verkauf.
Ein Ritterqut in Thuͤringen mit ganz
neuen mas⸗
Der Rath der Stadt Leipzig.
siven Gebaͤuden, 30 Hufen Feld à Hufe 30 Magde⸗ —
Anzahlung verkauft werden. Das Gut giebt, da es verpachtet ist, gec— 4000 Thlr. Revenuͤen, wofuͤr Garantie geleistet wird.
A. Ißmer hierselbst mittelst Verfuͤgung vom 4. Maͤr; Naͤheres 18 Dekonom Fr. H v“ d. J. der Konkurs erdffnet und die Vorladung der große Ulrichf raße Nr. 57 in Halle a. d. S.
bekannten Glaͤubiger durch besondere Verfuͤgungen er⸗ folgt ist, so ist zur Liquidation und Veriftaction der Forderungen der etwanigen noch unbekannten Gläu⸗ biger, so wie zu deren Erklaͤrung uͤber die Beibehal tung des zum Interims⸗Kurator und Kontradiktor be⸗
stellten Justiz⸗Kommissarius Schuͤßler, ein Termin auf Wirthschaftsgebaͤuden,
den 18. September c., Vormitt. 9 Uhr,
vor dem Herrn Land⸗ und Stadtgerichts⸗Assessor Bur⸗
chardt an ordentlicher Gerichtsstelle hierselbst anbe raumt, zu welchem die etwanigen noch unbekannten Glaͤubiger unter der Verwarnung vorgeladen werden daß, im Fall sie weder selbst noch durch einen mit Vollmacht und Information zu versehenden Bevoll maͤchtigten aus der Zahl der hiesigen Justiz⸗Kommissa rien erscheinen sollten, ihre Praͤklusion ausgesproche und ihnen gegen die uͤbrigen Glaͤubiger ein ewige Stillschweigen auferlegt werden wird. Den am hiesi gen Orte Unbekannten werden die Herren Justiz⸗Kom
missarien Dechend, Justizrath Brandt und Kreis⸗Ju
stizrath Martins zu Mandatarien in Vorschlag gebracht. grof
Marienwerder, den 7. Mai 18ñ41. Kednigl. Land⸗ und Stadtgericht.
q11“ Oeffentliche Vorladung. Es werden Behufs Todeserklaͤrung
1) der Boͤttcher Karl Prang, welcher in einem Al⸗
ter von etwa 67 Jahren um Pfingsten 1812 sich ins Russische Lager vor Danzig begeben hat;
) der angeblich im Jahre 1798 in Stolzenberg bei Danzig geborene Jakob Cylkowski — auch Zielkowski — welcher sich im Jahre 1812 aus dem Dorf Kamerauofen in die Gegend von Dan⸗ zig begeben hat; der hier am 16. November 1790 geborene Jo hann Georg Hennig, welcher schon vor dem Jahre 1817 als Baͤckergeselle von hier auf die Wanderschaft gegangen;
)h der hier am 19. September 1789 geborene Tuch machergeselle Michaäel Konewke, welcher etwa in seinem 20sten Lebensjahre den hiesigen Ort verlassen, um sich angeblich in Pr. Stargardt als Husar einstellen zu lassen,
welche saͤmmtlich von ihrem Leben und Aufenthalt keine Nachricht gegeben haben, event. deren unbe⸗ kannte Erben aufgefordert, bis
1 zum 1. Februgr 1842
bei dem unterzeichneten Gericht schriftlich oder per⸗ soͤnlich sich zu melden, widrigenfalls sie fuͤr todt er⸗ klaäͤrt und das Vermoͤgen derselben den legitimirten naͤchsten Erben aus geantwortet wird.
Zugleich werden die unbekannten Erben:
a) des hier im Jahre 1825 als Forstschreiber verstor benen, angeblich aus Koͤnigsberg in Preußen ge⸗ buͤrtigen Ernst Ludwig Raphael Debouchain, dessen Nachlaß aus 243 Thlr. 10 Sgr. besteht; der am 11. November 1838 in dem Dorfe Ka⸗ mergu verstorbenen, aus Boelkau bei Danzig gebuͤrtigen Anna Marie geb. Rezel, zuerst ver⸗
ehelicht gewesenen Rektor Martin, zuletzt ver ehelicht gewesenen und geschiedenen Fl Drews, welche etwa 20 Thlr. nach des am 23. August 1839 in dem Dorfe Szadrau mit Hinterlassung von 1 Thlr. 13 Sgr. 9 Pf. ver⸗ storbenen Dienstknechts Johann Stolinski,
aufgefordert, sich spaͤtestens bis
zum 1. Februar 1842 bei dem unterschriebenen Gericht schriftlich oder per⸗
soͤnlich zu melden, widrigenfalls deren nachgebliebe⸗ nes Vermoͤgen dem landesherrlichen Fiskus zuge⸗
sprochen worden ist. Schoͤneck in Westpreußen, den 10. April 1841. Konigl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht.
Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 25. Mai 1841.
Das in der Koͤpnickerstraße Nr. 111 belegene Oster⸗ Meßwoche, also vom Einlauten bi
mannsche Geundstuͤck, taxirt zu 16487 Thlr. 5 Sar 6 Pf., soll Schulden halber
Aam s8. Maͤrz 1842, Vormittags 11 Uhr, in der Gerichtsstelle subhastirt werden.
ht. Ler’ Frist bleibt der Handel, so wie das Aushaͤngen von Fleischer
ge 8 8 2 gelassen hat; rer, die Stelle der Firmen vertretender Merkmale
Tarxe und das Feilhalten der juͤdischen Klei 4 hypothekenschein sind in der Registratur rbeme“ die Meßwoche beschraͤnkt. Sönelen
V Freiguts⸗Verkauf. 6 Eiin Freigut (mit Rittergutsgerechtsamen unweit Halle) mit schoͤnen herrschaftlichen Wohn⸗ und 720 Magdeburger Morgen separirtem Feld (Weizen⸗ und Rapsboden), 12 Mor⸗ gen zweischuͤrige Wiesen, 8 Morgen Gaͤrten, 50 Magdeburger Morgen bestandenes Holz, an Eichen, (Buchen, Birken ꝛc., Geldzinsen, 50 Schock hartes „Zinsgetraide, Jagd ꝛc., so wie saͤmmtliches vorhan⸗ t denes Inventarium an 12 Stüͤck Zugpferden, 25 Stck. Rindvieh, 1200 Stck. feinen Schafen ꝛc. (Der Paͤchter giebt 3000 Thlr. Pacht ohne obigen Holz⸗ nertrag.) 8 Das Gut soll Familienverhaͤltnisse halber schnell fuͤr den billigen Haͤlfte Anzahlung verkauft werden. Naͤheres durch den Oekonom Fr. Herrmann, ße Ulrichstraße Nr. 57 in Halle a. d. S.
Freiguts⸗Verkauf. Ein Freigut unweit Halle, mit sehr guten, fast lauter ganz neuen massiven Gebaͤuden, 21 Hufen se⸗ parirten Feldern, à Hufe 30 Magdeburger Morgen (Raps⸗ und Weizenboden), bedeutender Hutung, auf welcher 1000 Stuͤck Schafe gehalten werden koͤnnen, Anpflanzungen von 40 Schock Obstbaͤumen, 15 Acker bestandenes Holz, ein Garten von einigen Ackern, bedeutende Getraide⸗, Geldzinsen und Lehnen ꝛc., einer großen im besten Schwunge befindlichen Ziegelei und Braunkohlenwerk, welche jaͤhrlich 600 Thlr. reinen Nutzen gewaͤhren, soll mit saͤmmtlichem Inventarium an: 8 Pferden, 24 Stuͤck Rindvieh, 700 Stuͤck Scha fen ꝛc. (weil der Besitzer im naͤchsten Ort Paͤchter eines Gutes ist) um den Preis von 80,000 Thlr. mit der Haͤlfte Anzahlung verkauft werden. Der Verkaͤufer macht sich verbindlich, das Gut sofort mit 3000 Thlr. Pacht zu uͤbernehmen. Naͤheres durch den Oekonom Fr. Herrmann, große Ulrichstraße Nr. 57 in Halle a. d. S.
Vekanntmachung. 1. Die diesjaͤhrige Leipziger Michaelis⸗ messe beginnt den 27. Septemnber und endigt mit dem 16. Oktober.
2. Waͤhrend dieser drei Wochen koͤnnen alle in⸗ laͤndischen so wie die den Zollvereinsstaa⸗ ten angehoͤrenden Fabrikanten und Handwerker, ohne einige Beschraͤnkung von Seiten der hiesigen Innungen, oͤffentlich hier feil halten und Firmen
gegen
Preis von 54,000 Thlr. mit der
B. n chu n 9 Halberstaͤdtsche Stiftung.
daß im naͤchsten Monate an die Theilhaberinne der Halberstadtschen Stiftung, welche als daz
Zahlung eines Betrags auf Abrechnung fuͤr da zweite und dritte Viertel d. J. erfolgen wird. 2) Sie geschieht unbeschadet der Ablage der Rech
terin jetzt beschaͤftigt ind. b Auf dieser und der damit theilweise in Verbin
laͤufig kann versichert werden, daß die Anstalt in bluͤhendem Zustande sich besindet. Es bedarf abe zur Erreichung der edlen Absichten der Stifterin noch einer Verbesserung ihrer Statuten, welch durch weitere Erfahrungen geboten wird.
zugleich ferner mit Stiftungs⸗Angelegenheiten
niß hiernaͤchst jedem Geschaͤftsfuͤhrer ’ werden.
4) Zur Vervollstaͤndigung der Arbeiten der neuen V Verwaltung werden saͤmmtliche Theilhaberinnen welche als solche noch nicht bei der Unterzeichne
mitgetheil
noch schleunigst, beziehungsweise durch die Ge— schaͤftsfuͤhrer, zu bewirken. Es bedarf hierzt der Vorlegung oder Einsendung der Aufnahme Urkunden, Geburtsscheine und Quittungen in ur⸗- oder beglaubigter Abschrift, so wie der Be zeichnung des Wohnorts, der vollstaͤndigen Na men der Theilhaberin und des Vaters derselben
Sterbetages, wenn er todt ist, der geleisteten gleichwie der empfangenen Zahlungen und son stiger fuͤr die Stiftung erheblicher Sachver haͤltnisse. Auf der Aufschrift saͤmmtlicher die Halberstadt sche Stiftung betreffenden Schreiben u. s. w. ist dieselbe zu bezeichnen. Die neu angemeldeten Theilnehmerinnen werden in der Kuͤrze ihre Aufnahme-Urkunden oder Nach richt uͤber die noch beizubringenden Erfordernisse erhalten. Kassel, den 21. Juli 1841. Die zeitige Vorsteherin Wilhelmine v. Wangenheim.
IEEII Von dem Hieronymus Schmidtschen Familiensti⸗ pendium fuͤr Studirende zu Leipzig, Jena oder Halle ist ein Antheil erledigt. Verwandte, welche ihre Verwandtschaft zu legitimiren vermoͤgen und die Perception nachsuchen wollen, haben sich binnen acht Wochen bei dem Unterzeichneten zu melden. Greiz, den 27. Juli 1841. Dr. Schmidt, Superintendent und Konsistorial⸗Assessor.
Literarische Anzeigen.
aushaͤngen. 3. Gleiche Berechtigung haben alle anderen auslaͤndischen Fabrikanten und Handelsleute. 4. Außer vorgedachter dreiwodchentlicher
Handelsfirmen, auch aller und jeder sonstiger aͤuße⸗
des Verkaufs, allen auswaͤrtigen Verkaͤufern bei einer Geldstrafe bis zu 50 Thalern verboten.
5. Jedoch ist zur Auspackung und Einpak⸗ kung der Waaren die Eroͤffnung der in den Haͤu⸗ sern befindlichen Meßlokalien in der Woche vor der
oͤttcherwoche und in der Woche nach der Zahlwoche gestattet. cgna Jede fruͤhere Eroͤffnung so wie spaͤtere Schlie⸗ sof g. eines solchen Verkaufslokals wird, außer der
fortigen Schließung desselben, mit einer Geldstrafe, nach Befinden, bis zu 25 Thalern belegt.
a Allen auslaͤndischen, den Zollvereins⸗ staaten nicht angehrigen Professionisten und Handwerkern ist nur waͤhrend der eigentlichen Iten der Messe, mit ihren
stattet. hren Artikeln feil zu halten ge⸗
8. Eben so bleibt das Ha usiren jeder Art und
Die juͤdischen Feier⸗ fallen, werden durch
tage, welche in die
ezwoche
Im Verlage von Julius Klinkhardt in Leip⸗ zig ist so eben erschienen und in allen Buchhand lungen zu haben (in Berlin, Stechbahn 3, Posen und Bromberg bei E. S. Mittler):
A ““ 1001
r01 for the amusement of everybody knowing English.
Kl. 8. Broschirt. Preis ½ Thlr.
Durch die Buch⸗ und Kunsthandlung von E. H. Schroͤder in Berlin, U. d. Linden 23 im Jagor⸗ schen Hause, ist zu, beziehen: “
EU 0 de la littérature française. ööwournal des gens du monde.
1 1841. Janvier — Juin.
Preis des Jahrgangs 5 ½8 Thlr.
Diese Zeitschrift, die eine Auswahl des Besten der
esammten Franzosischen periodischen Presse gibt, hat
s seit der kurzen Zeit ihres Bestehens bereits ein roßes Lesepublikum erworben und der Absatz ist ortwaͤhrend im Steigen. Allgemein erkennt man die umsichtige Auswahl, die reiche Abwechselung und die Sechc acabet⸗ der Mittheilungen an.
In allen Buchhandlungen koͤnnen
efte des Eeho
“
trifft, so verweisen wir deshalb auf das von uns 20. Oktober 1837 erlassene Requlativ, die Betreibung des Speditionshandels allhier be⸗
Leipzig, den 20. Juli 1841.
1) Es sind die Vorbereitungen so weit getroffen,
berechtigt alsdann sich ausgewiesen haben, die
nung, mit deren Aufstellung die Erben der Stif⸗ dung stehenden Abgabe der Stiftungsbuͤcher u. s. w.
beruht die Beantwortung einzelner Anfragen. Vor⸗
findet deshalb Seitens des Stiftungs⸗Ausschusses ler, geheftet 1½ Thlr. eine reifliche Berathung, mit Hinzuziehung eines Glasbrenner, A., Schilderungen aus dem Ber⸗ sehr tuͤchtigen Rechnungs⸗Verstaͤndigen, welcher b
beschaͤftigt ist, statt, und es wird das Ergeb⸗
ten sich ausgewiesen haben, hiermit ersucht, dies
dessen Standes, Wohnortes, Lebensalters oder
ihm mit der innigsten Sorgfalt gehegt und gepflegt.
gemeiner Anzeiger für die Preußischen Staaten.
Verlaͤngerung der Verkaufszeit bis in die Zahlwoche eingesehen werden; es erscheint regelmaͤßig in Hef⸗
ten von 2 —3 Bog. am 15. u. 30. d. M. i⸗ Leipzig, im Juli 1841. e⸗ Brockhaus L& Avenarius, e⸗ Buchhandlung fuͤr Deutsche und auslaͤndische Literatur.
In unserem Verlage ist vor kurzem erschienen: Das Evangelium Johannes
für das Leben Jesu. Kritisch untersucht von Dr. Alex. Schweizen, Professor der Theologie in Zürich. Gr. 8vo. Preis: 1 Thlr. 15 Ngr. (12 gCr.) n JJAEEE u der Dogmen Geozchiehte von “ Dr. K. R. Hagenbach, Professor der Theologie in Basel IEEIITIö1 1“ gr. 8vo. Preis 3 Thlr. 9 Leipzig, im Juli 1841. Weidmannsche Bchhalg.
1
5
ꝙIn der Crantzschen Buchhandlung, Friedrichs⸗ r Straße Nr. 62, sind so eben nachstehende Werke erschienen:
e Becker'’s kleine Weltgeschichte, 3 Baͤndchen, 3te Auflage, neu bearbeitet von Dr. G. L. Staͤd
liner Volksleben. 18 u. 28 Heft. geh. 20 Sgr.
1
t landes ist von mir zu beziehen, in Berlin durch (Alerander Duncker, Kdonigl. Hofbuchhaͤndler, Franz. Straße Nr. 21: Bilder aus Griechenland 86 von
Ludwig Steub. 1 1 Zwei Theile. 2 ((Gr. 412. Gehesftet. 2½ Thlr. Leipzig, im Juli 1841. F. A. Brockhaus.
8
Spo eben ist neu und vollstaͤndig erschienen und zu haben in Berlin in der Enslinschen Buchhand⸗ lung Ferd. Muͤller), Breite Str. 23, in Kuͤstrin Uin derselben und in Stargard bei Ferd. Muͤller: FKheorise und Marlis der pharmaceutisch-chemischen Arbeiten vo L... Drei Baͤnde. Friedrich Fleischer. 58 Thlr.
Leipzig, 1841.
1““ In der Schlesingerschen Buch- und Musikhand- lung, unter den Linden Nr. 34, lerschien so eben:
Artot, Scèene de Lucie de Lammermoor de Do- nizetti p. Viol. et Piano. Op. 5. 25 Sgr. Ro- mance de Lucréèce Borgia transcrit p. Viol. 15 Sgr.
Bertini, 25 Etudes musicales p. Piano à 4 mains. Op. 97. 2 livyr. à 12 ½ Sgr. 25 Etudes caracté- ristiques p. Piano. Op. 66. 3 livr. à 17 ½ Sgr. Le Repos p. Piano. Op. 86 et 101. 3 livr. à 12 ½ Sgr. 50 Etudes p. Piano. Op. 29 et 32. 4 livr. à 40 Sgr.
Cherubini, Ave Maria für eine Stimme mit Piano. 5 Set
Chopin, Fr., 3 22 ½ Sgr.
Chwatel, 2 Rondinos über Themas aus der Flucht nach der Schweiz von Kücken für Piano. Op. 45. 12 ½ Sgr.
nouvelles Etudes p. Piano.
à 7 ½ — 12 ½ Sgr.
Döhler, Th., Morceau de Salon. Piano. No. 1. 15 Sgr. No. 2. 40 Sgr.
Donizetti, Die Favoritin. — La Favorite. Oper in 4 Akten. Klavier-Auszug mit Deutsch. und Franz. Texte. 6 Thlr. 7 ½ Sgr. QOuverture für Piano 15 Sgr., zu 4 Händen 20 Sgr., für Or- chester 2 Thlr. 20 Sgr. Alle Gesangs-No. ein- zeln. Mosaique de la Favorite. Lieblingsmusik sür Piano arr. v. Peter Schubert. 4 livr. 17 ½ Sgr. do. p. Piano et Violon concertants arr. p. Pa-
nofka. 2 livr. à 1 Thlr. 7 ½ Sgr.
Aus dem Verlage von Rich. Muͤhlmann in Halle ist durch alle Buchhandlungen zu erhalten, in
Beerrlin vorraͤthig bei T. Trautwein, Breitestr. 8
Grundsätze 6 4 — . der 192, 218 Polizeigesdetzagebung. von ö Heinr. Ludw. von Jakob, Kais. Russ. Staatsrathe.
Um diesem klassischen Werke des beruͤhmten Ver⸗ fassers nicht Fremdes und leicht Geringeres beizu⸗ fuͤgen, erschien davon 1837 die zweite Auflage ganz unveräͤndert. So lange der nur noch geringe Vor⸗ rath reicht, wird dieselbe zu 2 Thlr. erlassen.
schen Schiffs im Kanal. —
nach seinem inneren Werthe und seiner Bedeutung 8— in (Granada. — Vermischtes.
Durch alle Buchhandlungen des In⸗ und Aus⸗
Dessauer, Gesänge mit Franz. und Deutsch. Texte. 1. Fandango. 2. Ninette. 3. Vorwurf, mit Piano.
2 Etudes p.
hia) virfsag egeh, ee sh 1 Pan rio4 ⸗19 nau naniche heno bag hda s nnaqnu 8. Iden bipasc besnv4NUä Sah 6n. e , e11““
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No.
111¹“n 11116“ . EPtbe 1I — a * 7 e 2 8 . 4 „ Adeblegenheiten. Rhein⸗Provinz. Provinzial⸗ Feuer⸗Societaͤt. — Arbeits-Anstalt zu Brauweiler. — Wittwen⸗ Kassen⸗Reglement. — Wechsel⸗Stempel. — Vollendung des Nord⸗ Kanals. — Salz zum Viehfutter.. Frankreich. Paris. Nachtraͤgliches uͤber die Toulouser Haͤndel. — Vermischtes. — Briefe aus Paris. (Die „Morning Chroniele und der Vertrag vom 13. Juli; die Anlethe; General Bugeaud; Toulouse; die Memoiren der Madame Laffarge.) 8 Großbrit. und Irland. London. Ueber die Zusammenberufung des Parlaments. — Wahl⸗Ausgaben der Tories. — Naͤherer Be⸗ richt uͤber den Zusammenstoß eines Russischen und eines Preußi⸗ sche Zustaͤnde von Venezuela und Neu⸗
Belgien. Bruͤssel. Handelsverhaͤltnisse mit Frankreich. Dänemark. Kopenhagen. Die Erderschuͤtterung vom 12. Juli. — Neuerfundene Schwimmguͤrtel. G b Deutsche Bundesstaaten. Aschaffenburg. Graf Hrzan, ein —Veteran des Kurmainzer Hofes †. — Karlsruhe. Erste Kam⸗ mer. Vertretung von Mitgliedern beider Kammern. — Schreiben aus Frankfurt a. M. (Reisen hoher Personen.) 1 Oesterreich. Wien. Ankunft der Herzogin von Berry. — Die
Familie Obrenowitsch. . z Italien. Mailand. Abreise des Prinzen Albrecht von Preußen. panien. Madrid. Der Aufstand zu Alhucemas unterdruͤckt. — Schreiben aus Madrid. (Naͤheres uͤber die letzten Unruhen in Barcelona; die Inseln Fernando Po und Annobon.) Inland. Aachen. Feste zu Ehren der “ 1
Frankreichs Handel mit den La Plata⸗Staaten.
Amtliche Uachrichten.
. Kronik des Tages. Wir Friedrich Wilhelm von Gottes Gnaden Koͤnig von Preußen ꝛc. ꝛc. 1
Bei dem Ruͤckblicke auf die denkwuͤrdige Zeit, durch welche die Stiftung des Eisernen Kreuzes hervorgerufen wurde, und in dankbarer Erinnerung an die vielfachen Beweise hohen Muthes und treuester Hingebung, welche in diesem ehrenden Zeichen des Verdienstes um Koͤnig und Vaterland eine oͤffentliche Aner⸗ kennung fanden, haben Wir beschlossen, an dem heutigen Tage, dem Geburtsfeste Unseres in Gott ruhenden vielge⸗ liebten Herrn Vaters Majestaͤt, einem Tage, welcher waͤhrend Seiner langen, segensreichen Regierung ein Tag der üheen nen Freude war und Uns und Unserem Volke in dihei een delh, ruͤhrenden Andenken bleiben wird, die nachfolgenden Bestimmun⸗ gen wegen einer Stiftung fuͤr die Inhaber des Eisernen Kreuzes zu erlassen. 6 “ 8
1 Eisernen Kreuzes am Inlande
Von den Inhabern des Kre Bande, welche ihren bleibenden Wohnsitz im ollen fortan und zwar: 2 des Eisernen Kreuzes erster Klasse
12 Senioren aus dem Offizier⸗Stande und 3
12 Senioren aus dem Stande vom Feldwebel abwaͤrts einen jaͤhrlichen Ehrensold von Hundert und Funfzig Thalern, und bb) von den Inhabern des Eisernen Kreuzes zweiter Klasse 8 36 Senioren aus dem Offizier⸗Stande und 36 Senioren aus dem Stande vom Feldwebel abwaͤrts einen jaͤhrlichen Ehrensold von Funfzig Thalern auf Lebenszeit empfangen.
schwarzen haben,
S5 Die Inhaber des Eisernen Kreuzes werden hierbei zu dem Stande der Offiziere oder zu dem Stande vom Feldwebel ab⸗ waͤrts gerechnet, je nachdem ihnen in dem einen oder dem anderen die Auszeichnung verliehen worden ist. Die Militair⸗Aerzte fol⸗ gen demselben Grundsatze.
“” “ Der Eintritt in die Seniorenstellen jeder der vier Klassen
(F. 1.) erfolgt nach bestimmten, durch den Gang der Feldzuͤge
von 1813 bis 1815 gebildeten Zeitabschnitten, von denen der fruͤ⸗
here immer vor den spaͤteren an die Reihe kommt. Diese Zeit⸗
Abschnitte sind folgende:
1) Von Eroͤffnung der Feindseligkeiten im Jahre 1813 bis zur
Schlacht von Groß⸗Goͤrschen.
2) Von der Schlacht von Groß⸗Goͤrschen bis zum Waffen⸗
Stillstande. 11“ 3) Vom Waffen⸗Stillstande bis zur Schlacht von Leipzig. 4) Schlacht von Leipzig bis zum Uebergang uͤber den ein. 5) Von dem Uebergang uͤber den Rhein bis zum Frieden vom 30. Mai 1814; und 5 6) Der Feldzug des Jahres 1815.
Alle, denen das Eiserne Kreuz in einem dieser Zeitabschnitte verli ehen worden, bilden unter sich, jedoch nach dem Offizier⸗Stande und dem Stande vom Feldwebel abwaͤrts getrennt, eine ge⸗
schl ossene v v. 56 An die Berechtigten des 6ten Abschnitts schließen sich, gleich⸗ alls nach dem Stande getrennt: hi 7) Diejenigen, welche das Eiserne Kreuz durch Vererbung er⸗ halten haben.
J
Fas §. 4
In jedem der sieben Abschnitte (C. 3) wird die Reihefolge zum Eintritt in die Senioren⸗Stellen nach dem Tage der Verlei⸗
“ 16 11““
Di
☛
enstag
☛
hung des Eisernen Kreuzes bestimmt. Bei gleichzeitiger Verlei⸗ hung gehen diejenigen vor, welche bei dem Gefechte, fuͤr welches die Aszeichnung verliehen worden, verwundet sind; sonst aber entscheidet in diesem Falle das Dienst⸗Alter zur Zeit der Verlei⸗ hung, und bei gleicher Dienstzeit das Lebensalter.
89 2 . 0.
Gehoͤren Inhaber des Eisernen Kreuzes erster Klasse, welche als solche in der Reihefolge noch nicht zu einer Senioren⸗Stelle ge⸗ langen koͤnnen, nach dem Tage der Verleihung des Eisernen Kreu⸗ zes zweiter Klasse, zu den Senioren dieser Klasse, so empfangen sie in der letzteren den Ehrensold von Funfzig Thalern, bis sie in eine erledigte Stelle der ersteren Klasse eintreten.“ 6 W 8
Vermindert sich in dem ersten Abschnitte (§. 3.) die Zahl der Inhaber des Eisernen Kreuzes erster Klasse in dem einen oder dem anderen Stande in dem Maße, daß sie geringer ist, als die Zahl seiner Senioren⸗Stellen, so gehen die erledigten Stellen auf die Besitzer des Eisernen Kreuzes zweiter Klasse desselben Stan⸗ des und Abschnitts dergestalt uͤber, daß sie nach dem Ehrensold⸗ Satze dieser Klasse getheilt und deren Senioren⸗Stellen dadurch vermehrt werden. Sind auf diese Weise alle Berechtigte des einen Standes im ersten Abschnitt beruͤcksichtigt worden, so gehen die dann zur Erledigung kommenden Stellen auf den anderen Stand des Ab⸗ schnitts uͤber, und nur erst, wenn saͤmmtliche, diesem Zeitabschnitte angehbrende Inhaber des Eisernen Kreuzes Seniorenstellen erhal⸗ ten haben, erlangen die des zweiten Abschnitts und, nach gleichem Grundsatze, spaͤter die des dritten Abschnit s und sgfort Fest Eg⸗ spruch, in erledigte Stellen einzuruͤcken.
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Die Verleihung der Seniorenstellen erfolgt durch Uns Aller⸗ hoͤchstselbst am 3. August jeden Jahres auf den Vorschlag Unserer General⸗Ordens⸗Kommission, welche demnäͤchst die Namen der Se⸗ nioren durch die oͤffentlichen Blaͤtter bekannt machen wird.
Da der mit den Seniorenstellen zu verleihende Ehrensold zu⸗ gleich den Zweck hat, den minder beguͤterten Inhabern des Eiser⸗ nen Kreuzes, soweit es, die Kraͤfte des Staates gestatten, eine außerordentliche Unterstuͤtzung zu gewaͤhren, so wollen Wir es nicht allein zulassen, sondern auch mit Gnaͤdigem Wohlgefallen bemerken, wenn Senioren, die durch Gehalt, Pension oder Pri⸗ vatvermoͤgen in der Lage sind, des Ehrensoldes nicht zu beduͤrfen, denselben zu Gunsten ihrer minder beguͤnstigten Hintermaͤnner abtreten. Es soll ein derartiger Senior die Bezeichnung „Ehren⸗ senior“ fuͤhren, auch sein Name bei der jaͤhrlichen erleihung öffentlich bekannt gemacht werden.
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§. V“
Der Ehrensold wird neben der best zeichen⸗Zulage bezogen.
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r⸗Ehren⸗
“ Ehrensoldes hoͤrt auf, wenn der Empfaͤnger in das Ausland zieht. Bei Todesfaͤllen wird sie mit dem Sterbe⸗ Monate eingestellt, bei Verwirkung des Eisernen Kreuzes mit dem Monat, in welchem der Verlust ausgesprochen wird.
§ 11
Unsere General⸗-Ordens⸗Kommission ist mit der Reihesolge der Berechtigten, so wie mit der Ehrensoldes und den sonst in Beziehung auf die derlichen Anordnungen, beauftragt. 1
Urkundlich unter Unserer Allerhoͤchsteigenhaͤndigen Unterschrift und beigedrucktem Koͤniglichen Insiegel. M
Gegeben Sanssouci, den 3. August 1841.
(gez.) Friedrich Wilhelm
Die Zahlung des
der Feststellung Anweisung des Stiftung erfor-
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben Allergnaͤdigst geruht:— Den Premier⸗Lieutenant a. D., Kaufmann Heinrig ch Hirsch— berg zu Koͤnigsberg in Pr., zum Kommerzien⸗Rath zu ernen⸗ nen, und b . Dem Kupferschmidt-Meister Joseph Konstantin Kipp⸗ ferling jun. das Praͤdikat Hof⸗Kupferschmidt zu ertheilen.
Der bisherige Ober-Landesgerichts⸗Referendarius Karl Steinmetz zu Glogau ist zum Justiz⸗Kommissarius bei den Untergerichten des Sprottauer Kreises, mit Anweisung seines Wohnsitzes in Sprottau, bestellt worden.
Angekommen: Se. Durchlaucht der Koͤnigl. Wuͤrttem⸗ bergische General-Lieutenant, Adjutant Sr. Majestaͤt des Koͤnigs, außerordentliche Gesandte und bevollmaͤchtigte Minister am Kai⸗ serl. Russischen Hofe, Fuͤrst Heinrich zu Hohenlohe⸗Kirch⸗ berg, von St. Petersburg. 8
Der General⸗Major und ad interim Direktor des Allgemei⸗ nen Kriegs⸗Departements im Kriegs⸗Ministerium, von Reyher, von Magdeburg. 8 1
Telegraphische Depesche.
Köln, 1. Aug. Der Commerce vom 30. Juli enthaͤlt die Nachricht, daß die Juli-⸗Feste ohne die geringste Stoͤrung ab⸗ gelaufen sind.
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— 82 SA.
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3 . h“ Landtags-Angelegenheiten. 1
8 . nscilvienn Rhein⸗Provinz.
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Düsseldorf, 17. Juli. Durch Mittheilung des Herrn v. gelangt die (in Nr. 211 der St. Ztg.
enthaltene) Bescheidung Sr. Majestaͤt des Koͤnigs vom 14ten c. an die Staͤnde⸗Versammlung. Die Wahl der Mitglieder des staͤndischen Ausschusses wird demnach ehestens erfolgen.
Der 10te Ausschuß berichtet uͤber die Rechnungen der Pro⸗ vinzial⸗Feuer⸗Societaͤt pro 1837— 39, gegen welche sich nichts zu erinnern findet. Es wird vorgeschlagen, dem Beschlusse der Er⸗ werbung eines eigenen Geschaͤfts-Lokales noch einige Jahre An⸗ stand zu geben. Es seyen hier und da gegen den Fortbestand der Anstalt Zweifel erhoben worden, indem man behaupte, sie beruhe nicht auf hinreichend humanen Prinzipien, weshalb denn auch viele solide Gebaͤude aus dem Verbande getreten und dagegen Stroh⸗ huͤtten und andere sehr der Feuersgefahr ausgesetzte Gebaͤude in derselben blieben. Es wird erwiedert, daß dies eben fuͤr die hu⸗ manen Grundsaͤtze der Gesellschaft spreche. Humanitaͤt habe sie hervorgerufen und leite sie immerfort. Den Huͤtten komme der Beitrag der soliden Gebaͤude zu gut. Andererseits entgeg⸗ net man, bei, den hohen Tarifsaͤtzen muͤßten dagegen die Huͤtten auch fuͤr den Feuerschaden der Waͤltnißmaͤßig zu ge⸗ ring tarifirten soliden Gebaͤude mit bezahlen, und darin sey keine Humanitaͤt zu erkennen. Die fruͤhere Bergische Societaͤt sey nach billigeren Grundsaͤtzen verfahren. Referent macht aber darauf aufmerksam, daß die damalige Bergische Societaͤt zu einer Zeit entstanden, als dergleichen Institute fast noch nirgend 582 ten. Damals habe die Austheilung der Schaͤden auf alle Ver⸗ sicherten in gleichem Maße ohne Tarifirung stattfinden koͤnnen; mit dem Entstehen von Privat-⸗Gesellschaften habe man die grb⸗ ßere und niedere Feuergefaͤhrlichkeit streng geschieden, und so habe die Provinzial⸗Anstalt, um dem Untergang zu entgehen, zu 2 selben Maßregeln schreiten muͤssen. Fuͤr letztere spreche als voll guͤltiger Beweis, daß bei ihr schon uͤber 200 Millionen versichert seyen. Diese Ansicht theilen auch andere Mitglieder u11 lung und halten die Existenz der Societaͤt keinesweges fuͤr gefaͤhr⸗ det, wenngleich Tarif und Classification wohl noch nns 56 beduͤrfen moͤchten. — Dann werden noch verschiedene Lo alitaͤten in Koblenz und Ehrenbreitstein namhaft gemacht, welche sich zur Aufnahme der Verwaltung eignen moͤchten, dabei aber die Mei⸗ nung ausgesprochen, man koͤnne es der Kommission uͤberlassen, das Beste der Anstalt nach ihrer Einsicht wahrzunehmen, wobei noch besonders auf die Wichtigkeit der vielen bei derselben beruhenden Archivalien aufmerksam gemacht wird. Auf Ver⸗ anlassung des Herrn Vorsitzenden wird die aus fuͤnf, in der Naͤhe der Anstalt wohnhaften, Herren Deputirten zusammen⸗ gesetzte Kommission durch Acclamation ernannt und derselhes die Vollmacht ertheilt, dem vorliegenden Beduͤrfniß in angemesse⸗ ner Weise durch Kauf oder Miethe auf lange Jahre unter kon⸗- sultativer Mitwirkung des Direktors abzuhelfen.
Der Bericht des gedachten Ausschusses uͤber die Verwaltung heren Landtagen aufgestellte Frage zuruͤck, ob es nicht der Kosten und Raum⸗Ersparniß wegen nothwendig werden wuͤrde, wieder⸗ holt auf die Entfernung der jugendlichen Verbrecher und aller Individuen, deren Aufbewahrung und Verpflegung dem Staate und nicht der Provinz obliege, so wie der liederlichen Dirnen, de— ren daselbst noch immer einige befindlich seyen, anzutragen. Die⸗ ses wird um so mehr von der Versammlung fuͤr noͤthig erkannt, als nach dem Berichte der Raum der Anstalt, trotz der Eisen⸗ bahn⸗Arbeiten, bei welchen stets ein Theil der Detinirten beschaͤf⸗ tigt ist, fortwaͤhrend sehr beengt sey. Uebrigens fand sich uͤber die Verwaltung nichts zu erinnern, und die Versammlung sprach sich im Einverstaͤndniß mit dem Ausschusse belobend daruͤber aus.
Der 10te Ausschuß berichtet ferner uͤber den Antrag, welcher eine Revision des Wittwen⸗Kassen⸗Reglements vom 28. Dezember 1775 zum Gegenstande hat. Der Antragsteller bemerkt, daß fruͤ her jedem Staatsbuͤrger der Eintritt freigestanden, wogegen der selbe nunmehr bloß den Beamten gestattet werde. Auch glaubt er eine Haͤrte darin zu entdecken, daß erst nach fuͤnfjaͤhrigem Bei trage die Pension voll ausbezahlt, den minderjaͤhrigen Kindern aber nach dem Tode der Mutter gar nichts gegeben werde. Es wird behauptet, in Nachbarstaaten, namentlich in Bayern, seyen solche Anstalten auf liberalere Grundsaͤtze basirt. Der Antrag beabsichtigt somit: a. die Revision des Reglements; b. die Beruͤck⸗ sichtigung verwaister minderjaͤhriger Kinder; c. die Veroͤffentli chung der jaͤhrlichen Rechnungen dieses Instituts. Dagegen wird bemerkt, der Antrag gehe wohl zu weit; namentlich duͤrften die Finanz⸗Verwaltungen der Nachbarstaaten nicht der Art seyn, daß wir sie als Muster zu waͤhlen veranlaßt seyn koͤnnten. Diesem⸗ nach wird von der Versammlung beschlossen, das Gesuch bloß auf die Revision des Reglements und die Veroͤffentlichung der Jahres⸗ Rechnungen der Wittwen⸗Kasse zu beschraͤnken.
Schon bei dem 5ten Provinzial⸗Landtage war ein Antrag auf Abaͤnderung des Wechsel⸗Stempel⸗Gesetzes gestellt, aber in dem Allerhoͤchsten Landtags⸗Abschiede vom 26. Maͤrz 1839 abgewiesen worden. Ein neuer, diesen Gegenstand beruͤhrender Antrag b zweckt die gaͤnzliche Aufhebung des Wechsel⸗Stempel⸗Gesetzes, als in seinem Prinzip unhaltbar und in seiner Ausfuͤhrung fehlerhaft. Den Wechseln, als dem wichtigsten und unentbehrlichsten Befoͤrde⸗ rungsmittel des Handels und Verkehrs, sollen nicht durch Stempel⸗ Pflichtigkeit hemmend Fesseln angelegt werden. Ueberdies sey der aus dieser Einnahme zu erzielende Ertrag nur unbedeutend und habe in den Jahren von 1835 — 1838 nur etwas uͤber 77,000 Rthlr. aufgebracht. Dabei sey die Erhebung fuͤr den Pflichtigen wie fuͤr den Beamten gleich belaͤstigend. Fuͤr jeden Posten sey der Stem⸗ pel zu loͤsen; die Beamten halten sich bloß an ihre Dienststunden, an Sonn⸗ und Feiertagen sey das Buͤreau verschlossen, und so oft bei dringenden Vorfaͤllen die Umgehung des Gesetzes ganz unvermeidlich. Solle indessen die Kontrolle gewissenhaft ausge⸗ fuͤhrt werden, so werde sie vexatorisch oder provozire ehile u. s. w. Den Ausfall auf das Gewerbe zu 1h,e.. Frük⸗ das geringe Gewerbe, welches der Wechsel wenig edars ze rk⸗
â e 5⁷ blaß den ersten inlaͤndische kend werden. Jedenfalls moͤge man bloß “ Acceptanten fuͤr straffaͤllig erklaͤren. Aach. Sb 29,g8 2 ersten 500 Rthlr. ganz frei, von 500 Neße Verkauf gestempelte
er— Rthlr. erheben zu lassen und den Ver gestempelt per 100 Rthlr. erheb z und 9 Ausschuß er klaͤrte sich Wechsel⸗Formularien zu gestatten. Der Ne⸗ veertz
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der Arbeits⸗Anstalt zu Brauweiler kommt auf die schon auf fruͤ-
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