1841 / 260 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

8 Daustsättigung

den sind. Der Maler Hermann aus Muͤnchen, hierher zur Aus⸗ fuͤhrung der Schinkelschen Zeichnungen al Fresco berufen, wurde als Gast eingefuͤhrt und von seinen alten Freunden, so wie von allen, die seine trefflichen Arbeiten in Muͤnchen kennen zu lernen so gluͤcklich

waren, herzlich willkommen geheißen. Sr.

Meteorologische Beobachtungen.

Abends 10 Uhr.

Nach einmaliger

18411. 16. Sept.

Lufidruck 338,41 Par. 337,00 Par. 336,84 Par. Quellwärme 8,3 °0 K. + 11,32 n. +† 21,22 n. + 12,5° R. Flusswärme 14,0°9 R. + 10,0 R. + 10,4* R. + 10,0° R. Bodenwärme 14,9°9 R. 86 pct. 45 pct. 79 pct. Ausdünstung 0,046 Rh. heiter. heiter. heiter. Niederschlag 0. 0. 0. 0. Wuͤrmewechsel + 21,9⁰. Wolkenzug... =— 0. + 10,19. Tagesmittel: 337,42 Par. + 15,0° R... 10,1 8 n. 70 vct. 0.

Morgens Nachmittags

6 Uhr. 2 Uhr. Beobachtung.

Luftwärme.. Thaupunkt. ..

8—

Berliner Börse. Den 17. September 1841.

Pr. Cour.

Brief. Geld.

Pr. Cour. Brief.] Geld.

St. Schuld-Sch. 104 3 10 . Pr. Engl. Obl. 30. 102 101 2 Präm. Sch. der

Seebandlung. Kurm. Schuldv. Berl. Stadt-Obl. Elbhinger do. Danz. do. in Th. Westp. Pfandbr. Grossh. Pos. do. Ostpr. Pfandbr. Pomm. do. Kur- u. Neum. do. * Schlesische do-.

Actiehn. Brl. Pots. Eisenb. do. do. Prior. Act. 4⸗ Mgd Lpz. Eisenb. 112 111 102½ do. do. Prior. Aet. 102 103 ¼ Berl. Anh. Eisenb. 104 103 100 99 ½ do. do. Prior Aet. 102 ½

48 Düss. Elb. Eisenb. 94 102 ½1 do. do. Prior. Act. 103 ½ 103

1 Rhein. Eisenb. 97 102 ½ w Gold al marco 211 103¼ Friedrichsd'or 13 ½ 10! 5 Andre Goldmün- 102 ½⅔ zen à 5 Th. 87⁷ Disconto 3

124 ¼ 123 ¼ 102 ½ 80 ½ 792

0. 28248 4-

nae

12

sehene Weinbergs⸗Grundstuͤck, der Roitzschberg ge⸗ nannt, soll, da dessen Besitzer durch seinen wesent⸗ Aufforderung. lichen Aufenthalt im Auslande behindert ist, dasselbe Alle diejenigen unbekannten Glaͤubiger, welche zu bewohnen, mit der diesjaͤhrigen Weinlese, im weiland regierenden Herrn Wege freiwilliger Licitation an den Meistbietenden, Grafen Joseph zu Stolberg⸗Stolberg Anspruͤche ma⸗ jedoch mit Vorbehalt der Auswahl unter den Lici⸗ lzegt in jeder guten Buchhandlung zur Ansicht vor. chen sollten, werden hierdurch aufgefordert, diesel⸗ tanten, verkauft werden. 1

b Der unterzeichnete, welcher mit diesem Verkaufe unter Beibringung beauftragt ist, ladet daher alle diejenigen, welche dieses Grundstuͤck zu kaufen beabsichtigen, hierdurch

ein, bevorstehenden

an den Nachlaß des

ben spaͤtestens bis zum 1. November d. J. bei dem unterzeichneten Kommissarius, der forderlichen Beweismittel, anzumelden.

Bei Nichtinnehaltung dieses Termins werden sie

es sich selbst veizumessen haben, wenn die Feststel⸗ 4.

lung ihrer Anspruͤche zum Prozeß verwiesen werden des Vormittags auf dem Roitzschberg sich einzufin⸗ auf Schwierigkeiten den, uͤber ihre Vermoͤgens⸗ und sonstigen Verhaͤlt⸗

muß und ihre Befriedigung Schr

stoßt, die in den rechtlichen Verhaͤltnissen der ver

schiedenen Bestandtheile des Graͤflichen

ihren Grund haben. 8 Stolberg, den 15. Juli 1841.

Tschirner, E11“

Koͤnigl. Regierungs⸗Rath und Kommissarius fuͤr die

Regulirung des Graͤflichen Nachlasses.

ö“

Dampfschifffahrt

wird. zwischen Magdeburg und Hamburg.

Dr.

zwischen hier und Hamburg nur sechsmal woͤchent⸗ lich, und fallen die Fahrten am Montag sowohl hier als in Hamburg aus. 8 Auskunft und Fahrbillets ertheilen in Berlin die Herren Herrmann &. Meyer, Werderschen Markt Nr. 4. 8 1 Magcdeburg, den 14. September 1841. Die Direction der vereinigten Hamburg⸗Magdebur⸗ ger Dampschifffahrts⸗Kompagnie. 88

Holzapfel. 2

darbietend,

Die Dampfschiffe der Hanseatischen Dampfschiff- fahrts-Gesellschaft 11116116A““

Capt. Bridge,

1““ I1 Capt. Bohn,

500 Tons, und mit eleganten Kajüten

versehen, haben am 28. August ihre regelmässigen

Fahrten begonnen und werden von nun an jeden

Freitag Abend von Hlamburg und Hull ihre Fahr-

ten fortsetzen. . Da bei der Erbauung dieser. Schiffe, der ersten

stall und

jedes grols ca.

2) 6 Acker 174

Dampfschiffe unter Deutscher Flagse für eigentliche 3) 1 Acker 15 Rth. Feld. Das ganze Grundstuͤck ist mit einer 3 Ellen hohen

Seglahrten, hauptsächlich auf Erleichterung des Ver- kehrs und Unterdrückung der bestehenden Monopole

Rücksicht genvommen ist, auch Alles dabei angewandt Mauer umgeben.

2 8 1156 18 Sh. S8 Auswärtige Börsen. Amsterdam, 13. Sept. Niederl. wirkl. Sebuld 51 2%. 5 % 4°. 101 X. Kanz. Bill. 25 %. 5 8% Span. 18 ⁄½. Passive. —. Ausg. —. Präm. Seh. —. Pol. —. Oesterr. 105 ⅞. Frankfurt a. M., 14. Sept. Oesterr. 5 et. 108 ¼ 6. 4 98 ¼ 6. 55 ¼ 6. 19 24 ¾ Br. Bauk-Act. 1925. 1923. Parbal-Obl. —. I. ae zu 500 Fl. 137 ½. 137 ¾. Loose zu 100 Fl. —. Preuss. Praäm. Sch. 80 ½¾ G. do. Anl. 102 ½ G. Poln. Loose 73 ⅔⅞ G. 5 ¼ Span. Anl. 20 ⅛. 20 ½. 2 8 Holl. 50 ¾. 50 22. Eisenbahn-Actien. St. do. linkes —. München-Augsburg —. Dresden 100 ½ G. Köln-Aachen 100 ¼ G. 15. Sept. Bank-Aetien 1605 G. Engl. Russ. 108 ½. etersburg, 10. Sept. Lond. 3 Met. 39 ½. IHamb. 342⁄%. Paris 412. Poln. à Par. 300 Pl. —. 40. 500 Pl. —. 4o. 200 Fl. 25 ¼.

Zinsl. —. Preuss.

Germain —. Versailles rechtes Ufer —.

Strassburg -Basel 245 Br. Leipzig-

1 Königliche Schauspiele. Sonnabend, 18. Sept. Im Schauspielhause: Erziehungs⸗ Resultate, Lustspiel in 2 Abth., von C. Blum. Hierauf: Der Ka⸗ pellmeister von Venedig, musikalisches Quodlibet in 1 Abth. (Dlle. Gruͤnbaum: Hannchen.)

Sonntag, 19. Sept. Im Opernhause: Der Feensee, große Oper in 5 Abth., Musik von Auber. Ballets von dem Koͤnigl. Balletmeister Hoguet. (Dlle. Gruͤnbaum: Margarethe. Herr Boͤtticher: Graf Rudolph von Kronenburg.) 8

Preise der Plaͤtze: Ein Platz in den Logen des ersten Ranges 1 Rthlr., 10 Sgr. u. s. w.

Im Schauspielhause: Capitain Firnewald, Lustspiel in 5 Abth. vom Verfasser von „Luͤge und Wahrheit“. (Herr von Lavallade: Capitain Firnewald.) Hierauf: Das Landhaus an der Heerstraße, Posse in 1 Akt, von Kotzebue.

Montag, 20. Sept. Im Schauspielhause: Werner, oder Herz und Welt, Schauspiel in 5 Aufz. von Gutzkow.

Dienstag, 21. Sept. Im Opernhause: Die Familien Mon⸗ tecchi und Capuletti, Oper in 3 Abth., von Bellini. (Dlle. Haͤh⸗

nel, als neu engagirtes Mitglied der Koͤnigl. Oper: Romeo, Dlle.

besehen wuͤnschen, wollen sich an den Herrn Foͤrster Richter in Oberau gefaͤlligst wenden, die sonst etwa noch gewuͤns Meissen, am 12. Septbr. 1841.

Zu dem Rittergute Roitzschberg gehoͤren: L 1

1) ein herrschaftliches Wohnhaus mit 7 heizbaren Zimmern, die schoͤnste, ausgebreitetste Aussicht

großen hellen Kuͤche; 8 die Preßwinzerei mit eingebautem Kuhstall; ) das Preßgebaͤude mit zwei großen Pressen;

einem Pferdestall auf 10 Pferde und einem Wagenschuppen;

das Gaͤrtner die im Jahre 1839 von Grund aus neu und massiv erbaute Winzerei mit eingebautem Kuh⸗

ein massiv erbaunter Wagenschuppen mit einge⸗ bautem Backhaus und Obstdarre. 1— Diese Gebaͤude deckt und mit 5450 Thlr. bei dem Koͤnigl. Saͤchf. Brandversicherungs⸗Institut versichert. Unter den⸗ selben befinden sich die schoͤnsten Kellereien. II. an Grundstuͤcken: 1) 11 Acker 115 DRth. Weinberg mit den besten Sorten gut bestanden;

C. Kruͤger: Gulllietta, als letzte Gastrolle.)

1 Königsstädtisches Theater. Sonnabend, 18. Sept. (Italienische Opern⸗Vorstellung.) Zum erstenmale: II Turco in Italia. Opera buffa in 2 Atti.

Dr. B. Hirschel. gr. 8. 1841. brosch. ¾ Thlr

eipzig, den 25. August 1841.

Oktober 1841,

Ed. Bote & G.

Ausführlicher Prospekt gratis. vortheilhaftesten Bedingungen.

welcher auchsgegeben: chte Auskunft ertheilen

Springer, Stifts⸗Syndikus. an Gebaͤuden:

mit mehreren Kammern und einer

haus;

sind saͤmmtlich mit

b n ziehen: Rth. Obst⸗ und Grasgaͤrten und

Foͤrster. broschirt. Die Gesangkunst oder die

worden, was zur Schnelligkeit und Stärke der Schiffe peitragen konnte, so0 darf gewils erwartet werden, dafs die Mitglieder der Hamburger Börse sowohl, wie das Handel treibende Deutsche Publikum überhaupt,

Zuwendung ihrer Güter unterstützen und gern dazu beitragen werden, die Unabhängigkeit des Deutschen Handels auch auf diese Weise zu fördern. Zur Wahrnahme der Geschäfte sind von der Di- rection ernannt: in Hamburg Herr R ob. M. Sloman jr. in Hull Herr Josep h Sanderson, mit 5 wir die Frachten und Passage zu reguli- ten ersuchen. g- Hamburg, den 1. September 1841. Die Direction. Die Fracht von Hull nach IHlamburg ist bis auf wei-

₰—

Cent, 1

ren festgesetzt. zu haben:

11“

Rob. M. Sloman jr.

Freiwillige Versteigerung. Das durch seine reizende Lage und den vorzuͤgli⸗ chen Wein, der daselbst erbaut wird, bekannte, eine halbe Stunde von Meissen und gleichweit von dem Anhaltepunkte der Eisenbahn bei Oberau, unmittel⸗

dar aun

Literarische Anzeigen. E111 15 I11.1““ 8 Im Verlage der Hahnschen Hofbuchhandlun in 2 2 la sche Dnte 0 10 vorzugswe 2 0 6 Im er ag 8b ) 64 f ) g dies vaterländische Unternehmen rzugsweise dur nHaͤnnover ist so eben erschienen und in allen Buch⸗ handlungen zu haben, in Berlin bei E. S. Mitt⸗

ler (Stechbahn 3): Kurzer Abriß der Geschichte zum Selbststudium und zur Repetition,

Vorbereitung zum Kadetten⸗Erxamen in Fragen und Antworten entworfen. 8. geh.

Bei J. J. Weber in Leipzig ist so eben erschie⸗ alle Buchhandlungen zu

(Fortsetzung von Master Humphreys Wanduhr.) 1. bis 3. Baͤndchen à 10 Sgr.

So eben ist erschienen und in Berlin bei Aleran⸗ der von Meissen nach Radeburg fuͤhrenden der Duncker, Koͤnigl. Hofbuchhaͤndler, Fenn Ete⸗ Chaussee gelegene, mit Ritterguts⸗Gerechtsamen ver⸗Nr. 21, zu haben:

aller Erfordernisse, von

tisch bearbeitet,

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Leipzig. 8. Elegant brosch.

Leipzig, im August 1841.

1841. Preis Thlr.

In unserem Verlage sind

8 In 8. Broschirt. Leipzig, im September 1841.

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Boz (Dickens),

für die Preußischen Staaten. Vom vernuͤnftigen Gebrauche des kalten

Wassers in Gesundheit und Krankheit. Ae vermehrte Auflage.

Diese Gesunden und Kranken ho chst nuͤtzliche Schrift Otto Wigand.

Musikalien-Leih-Inslitut der Buch-, Kunst- und Musikalien-Handlung von Bock, WW“ No. 42, Ecke der Oberwallstrasse. Reise auf d Bahnst er ver⸗ nisse sich auszuweisen, ihre Gebote zu eroͤffnen und qer 1““ 1 . 8 it derfelben kana Nachlasses der weiteren Kaufs⸗Verhandlungen sich zu gewärtigen. ung; E11“

Die Haͤlfte der Kaufsumme kann gegen hypothe⸗ karische Sicherheit und jaͤhrliche Verzinsung zu 4 pCt. auf dem Grundstuͤcke stehen bleiben.

Diejenigen, welche dieses Grundstuͤck vorher zu ö1 Es ist bereits im Druck und wird naͤchstens aus⸗ ternimmt und waͤhrend der fluͤchtigen Reise ange⸗

Der Gast⸗ und Schenkwirth, oder: Grund⸗ V welche sawohs 5 polizeiliche Verfahren 8,S95 Spriꝛ ifts in Bezug auf die Erlaubnißertheilung zur An⸗ Von naͤchster Woche an gehen unsere Dampfchiffe ungefaͤhre Beschreibuug des Grundstuͤcks. lage vot Gast⸗ und Bseeehtettafchisten vns zum Kleinhandel mit Getraͤnken uͤberhaupt, als

auch 1 C1114“* selbst zu ord⸗

nen bestimmt sind. Herausgegeben von W. G. erschien se ist i en 2

v. d. Heyde, Konigl. Ho seaah. bebeee chenohtn gen des

bei W. Heinrichshofen. Subseriptionspreis O

bis zur Erscheinung des Buches 20 Sgr., spaͤ⸗ 2 L1“ 88 Sgr., wo nicht 1 Thlr. - 809 mit 1 1b it vollem Rechte kann di Schri s eine un⸗ h eine 2te Winzerei mit eingebautem Kuhstall, entbehrliche Hüͤlfsschrift 111““ nach den neuesten Ansichten und Erfabrungen der nalbeamten, so wie als ein untruͤglicher Leitfa⸗ 8 1 den fuͤr das Verhalten in polizeilicher und gewerb⸗ Bearbeitet zum Selbstunterrichte fuͤr Weinpflanzer, licher Bezichung den Gast⸗ und Schenkwirthen o wohl in Gaͤrten als auch in Ebenen, auf Huͤgeln und Getraͤnke⸗Fabrikanten, empfohlen werden. J. 1 zsc Die bei dem fraglichen Gewerbebetriebe sich so ver⸗ fuͤr Weinbergs⸗Arbeiter und fuͤr die erwachsene, der seciedeartig, 9 18 Angesh S Faͤlle finden in dieser Schrift ihre vollstaͤndige Erledigung. 1 1 2 Buchhandlungen nehmen Bestellungen an, n Ber⸗ Herzogl. Nassauischem Medizinal⸗Assessor und fuͤnf⸗ Ziegeln ge⸗ lin Ferd. Duͤmmler, U. d. Linden Nr. 19.

So eben erscheinen in meinem Verlage und sind lkafeln. durch Wilhelm Logier in Berlin, Friedrichsstr. Nr. 161, so wie durch alle Buchhandlungen, zu be⸗ schaft der Anbau und die Kultur des Weinstocks un⸗

Ausbildung eines Sängers abhängig ist. 8 Jurch anatomisehe Tafeln er- des sehr gluͤcklich zu verbinden gewußt hat. Jedem,

klärt, nach eigenen Erfahrungen erweitert und 88 % 3 .. durch eine rationelle Basis zur Wissenschaft er⸗ beschaͤftigt, wird dieses mit tiefer Sachkenntniß nnd hoben von C. G. Nehrlich, Privatgelehrten lobenswerthem Fleiß verfaßte Werk, das durch die und Lehrer des Italienischen Kunstgesanges 2 8 2

Preis 1 Plör. 25½ Sgg noch besonderen Werth erhaͤlt, eine hoͤchst willkom⸗

B. G. Teubner.

t

Breitkopf & Haͤrtel.

In Oehmigke's Buchhandlung (J. Buͤ low), Buͤrgstraße 8, ist erschienen und in allen Buchhand⸗

8 g 3

18. September d. J. proCt. oder 10,800 proCt. nach Tralles und bemerken wir B. 8 68 589 „ah 4 8 r zugle daß die Preise desselben in der Woche vom 4. bis 11. Sepkemn enb. c. 17 ½˖ Rthlr. und 17 Rthlr. gewesen sind. v. ohne Umsatz.

Musica del Maestro Rossini. (Signor Giovanni Setti aus Mailand, neu engagirtes Mitglied: Selim Damelech, als Debuͤt.)

Sonntag, 19. Sept. Der politische Zinngießer. Vaudeville⸗ Posse in 3 Akten, nach Holberg's Lustspiele neu bearbeitet und zusammengestellt von C. Birnbaum. Die Musik eingerichtet von C. Baldewein. 1 Montag, 20. Sept. (Italienische Opern⸗Vorstellung.) Gemma di Vergy. Opera in 3 Atti. Musica del Maestro Gaetano Do- nizettl.

Marktpreise vom Getraide.

Berlin, den 16. September 1841. Zu Lande: Weizen 2 Rthlr. 18 Sgr. 2 Pf., auch 2 L Sgr. 9 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 20 Sgr., 2f eüuch 15 S-. roße Gerste 1 Rthlr. 8 Pf.; Hafer 26 Sgr. 3 Pf., auch 21 Sgr. Pf. Eingegangen sind 34 Wispel. g Zu Wasser: Weizen 2 Rthlr. 27 Sgr. 6 Rihlr. 25 Sgr. und 2 Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf; a

2 18 Sgr. 9 Pf., auch 1 Rthlr. 15 Sgr.; Hafer 20 Sgr. 3 Pf., auch 25 S

522

gr. Eingegangen sind 735 Wisvel 1 Scheffel. Mitlwoch, den 15. September 1841. Das Schock Stroh 8 Rthlr. 20 Sgr., auch 7 Rthlr. 15 Sgr.

Der Centner Heu 1 Rthlr. 6 Sgr. 3 Pf./ auch 22 Sgr. 6 Pf.

Branntwein⸗Preise.

Die Preise von Kartoffel⸗Spiritus in der Woche vom 11. bis waren 17 ½ und 17 ½ Rthlr. pro 200 Quart à 54

Koen⸗Spiritus 18 Rthle.

Berlin, am 18. September 1841. Die Aeltesten der Kaufmannschaft von Berli

Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.

Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofhuchdruckerci.

Dr. L. Weyl, Liew, Wegweiser fuüͤr Eisen⸗ bahn⸗Reisende durch Berlin, Pots⸗ dam, Dessau, Koͤthen, Magdeburg Halle, Leipzig, Dresden, oder wie kann der Reisende in 8. Tagen alles Sehenswerthe dieser Staͤdte und die sie verbindenden Eisen⸗ bahnen kennen lernen. Ein unentbehrlicher Rathgeber auf der Berlin⸗Anhaltischen, Ber⸗ lin-Potsdamer, Magdeburg⸗Leivpziger und Leiv⸗ zig⸗Dresdner Eisenbahn. P. reis: broschirt 15 Sgr. Mit einer neuen Eisenbahnkarte 20 Sgr. Die Karte allein 5 Sgr.

Wer zu seinem Vergnuͤgen oder in Geschaͤften eine

Von

unternimmt, wird diese, wenn er dem

trag Musikalien als Eigenthum zu entnehmen, 3 TPhlr. Wegweiser folgt, mit geringerem Kosten⸗ und Zeit⸗ Für Auswärtige die

aufwand machen. Auf seiner ganzen Reise wir

1 888892 1 b e wird er einen kundigen Fuͤhrer besitzen, der ihn nicht allein uͤber die Sehenswuͤrdigkeiten der genannten Staͤdte belehrt, sondern auch mit ihm die Dampffahrt un⸗

nehm unterhaͤlt. . Tableau der Sehenswuͤrdigkei T hens digkeiten von Berlin und Polsdam, gefalzt 5 Sgr, kar⸗ tonnirt 7 ½ Sgr., illuminirt 15 Sgr. 8

Bei C. F. Amelang in Berlin, Bruͤderstr. 11, Magdeburg, In⸗ und Auslandes zu haben:

8 oder die Lehre

vom praktischen Weinbau

8

vorzuͤglichsten Oenologen Deutschlands.

und in Gebirgen. Eine vollstaͤndige Bildungsschule Weinkultur sich widmende J Jugend undzwanzig Jahre Weinguts⸗Besitzer zu Ruͤdesheim L“ Rheingau. 1

gr. 8. it 2 schwarzen und 2 kolorirten r⸗

Maschinen⸗Velinpap. Geh. 1 Thlr. S Wenngleich unter allen Zweigen der Landwirth⸗

streitig eine der ersten Stellen einnimmt, so wurde

Psyche aus Franz Horn's Nachlasse. Ausge⸗ dieser wichtige Gegenstand, in literarischer Hinsicht, waͤhlt von Gustav Schwab und Friedrich bisher noch immer nicht so bearbeitet, als er es ver⸗ Zweiter und dritter Band. 3 Bde. kompl. 3 Thlr. Ge 1q b 4 88 w fha ses EE“ v Föerv. ster alter und neuer Leit vom physiologisc nen 884 2944 2 Auche eine in der psychologischen, ästhetischen und pädagogischen Deutschen Literatur laͤngst gefuͤhlte Luͤcke auszufuͤllen; Standpunkte aus betrachtet, mit Berücksichtigung auch wird seine verdienstvolle Arbeit um so mehr An⸗

denen die vollendete erkennung finden, als er das rein Praktische

Elegant dient. Es war daher ein dankenswerthes Unterneb⸗ men des in diesem Fache schon vortheilhaft bekannten heimnisse der Herrn Verf., durch die Herausgabe des vorliegenden

Systema- mit dem Wissenschaftlichen seines Gegenstan⸗

der sich nur irgend mit der Kuͤltur des Weinstocks

beigegebenen, sorgfaͤltig ausgefuͤhrten Abbildungen

mene Erscheinung seyn und gewiß von Keine befriedigt bei Seite gelegt werden. Hibe Gleichzeitig verließ die Presse:

8 dbl 8, B. 68 3& 5 1 8 exschtenen F K ges, B., (Herzoglich Nassauischer Medizinal⸗

Assessor und fuͤnfundzwanzig Jahre Wei

besitzer zu Ruͤdesheim im e nbat)2 iguts⸗ chemie oder Lehre von der Weinbereitung und Weinerziehung nach rationellen Grundsaͤtzen; zunaͤchst fuͤr Weingutsbesitzer, Weingutsverwal:

8 .“

Preis 1 Thlr. ter, Weinerzieher, Weinhaͤndler und Weinspe⸗

kulanten, so wie auch fuͤr Weinkuͤfer, Wei

lermeister, Kelleraufseher, Kellergehuͤlfen, Wene⸗ komtoiristen, Weinreisende und uͤberhaupt fuͤr alle Zoͤglinge in der Weinbaukunde. gr. 8vo. IZZ“ Abbildung und 2 Ta⸗ ellen. aschinen⸗Velinpapier. S tet. 1 Thir. etaithss te S aviüt

Amtliche Nachrichten.

t. Inhal 8 inzug des 17ten leichten Infanterie⸗Regi⸗ ncernbas auf die Prinzen. Naͤheres uͤber ungen unter den Arbeitern. Die ve . in Clermont⸗Ferrand. Die Presse uͤber das J⸗ urn 8— 2 Débvats und die Anleihe. Vermischtes. Briefe aus P aris. (Der Einzug des 17ten leichten Regiments. Charakter der juͤng⸗ sten Unruhen in Paris und in verschiedenen Departements.) Belgien. Bruͤssel. Eisenbahn⸗Verbindung und Zollvereinigung mit Frankreich. Jesuiten nach dem Missuri. Deutsche Bundesstaaten. Schreiben aus Leipzig. (Der Bahn⸗ hof der Sachsisch⸗Bayerischen Eisenbahn.) Bautzen. 2 ischof Mauermann ¼ W. uͤrzburg. Silo. Schreiben aus Wies⸗ baden (Fuͤrst Metternich am Johannisberge. Rubini's Kon⸗ zert.) Hamburg. Hanseatische Dampfschifffahrt. 8 Oesterreich. Wien. Ankunft Ihrer Majestaͤten in Ischl. Schweiz. Die Jesuiten in Luzern. 11“ Seen Naͤheres uͤber die Feste der Ritterschaft und der Stadt. Abreise Sr. Majestaͤt des Koͤnigs.

Frankreich. Paris. ments; abvermaliges die juͤngsten Beweg

.“ Ueber die Erzeugung des Runkelruͤben⸗Zucke ter Artikel.)

rs in Frankreich. (Drit⸗

Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.

S jesta Koͤnig haben Allergnaͤdigst geruht: .Wgv Fecset und bevollmaͤchtigten Minister am

Koͤnigl. Französischen Hofe, Kammerherrn Heinrich Friedrich on Arnim, in den Grafenstand zu erheben; ferner,

Dem Ober⸗Pfarrer Dr. Ehrlich zu Rothenburg in der Ober⸗ Lausitz und dem Ober⸗Foͤrster Eberstein zu Wildenbruch, im Regierungs⸗Bezirk Stettin, den Rothen Adler⸗Orden vierter Klasse ; so wie dem Foͤrster Pernow zu Rinkau, im Regierungs⸗Bezirk Bromberg, das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen; und

Dem Schuhmacher Tr unkenboldt zu Berlin zu gestatten, ie ihm von dem Großherzoge von Baden verliehene Feld⸗Dienst⸗

Auszeichnung zu tragen.

Den Maschinen⸗Fabrikanten Zuͤst und Comp. zu Elberfeld ist unter dem 14. September 1841 ein Patent auf einen selbstthaͤtigen, hubverstellenden Krummzapfen fuͤr Druckpumpen, in der durch Zeichnung und Beschrei⸗ bung nachgewiesenen Zusammensetzung, ohne Jemanden in der Benutzung der einzelnen bekannten Theile zu gleichen Zwecken zu behindern, fuͤr den Zeitraum von Fuͤnf Jahren, von jenem Tage an gerech⸗ net, und den Umfang der Monarchie ertheilt worden.

Angekommen: Der General⸗Major und Commandeur der nten Garde⸗Landwehr⸗Brigade, von Below IJ., von Breslau.

Zeitungs-Nachrichten. Ausland.

Frankreich. 6

aris, 13. Sept. Schon um 10 Uhr heute fruͤh draͤngten sich unabsehbare Schaaren auf der ganzen Linie der Boulevards und in dem Faubourg St. Anteine. Mit Ungeduld erwartet man die Ankunft des Herzogs von Aumale und des 17ten Linien⸗ Regiments. Um 10 Uhr langte das Regiment auf dem Eisenbahn⸗ bofe an und zog sodann uͤber die aͤußeren Boulevards bis an die Barrièdre du Throne. Der Herzog von Aumale, welcher die Obersten⸗Uniform trug, war von seinen beiden Bruͤdern, den Her⸗ zoͤgen von Orleans und von Nemours, begleitet. Um 11½ Uhr erschien der General Pajol mit seinem zahlreichen Generalstabe, dem sich viele Stabsoffiziere der Garnison angeschlossen hatten, an der genannten Barrière, um das 17te Regiment zu empfangen. Um 12 Uhr durchschritt das Regiment diese Barridere der Haupt⸗ stadt inmitten einer unermeßlichen Volksmenge, die ununterbrochen den Ruf: „Es lebe das 17te Regiment!“ ertbönen ließ. Als die Spitze des Zuges an der Rue Traversière anlangte, wurde ganz in der Naͤhe der Prinzen auf diese ein Pisto lenf chuß ab⸗ gefeuert. Die Kugel traf zum Gluͤck Niemand. Sie verwundete das Pferd des Oberst⸗Lieutenants des 17ten Regimentes am Kopfe und verletzte dann noch ein zweites Pferd, welches sich dicht hin⸗ ter dem Herzoge von Orleans befand. Der Urheber dieses Atten⸗ tats war ein in eine Bloͤuse gekleideter Arbeiter. Er wurde so⸗ gleich von den Personen, die in seiner Naͤhe waren, festgehalten und der bewaffneten Macht uͤbergeben Anfaͤnglich leistete er den lebhaftesten Widerstand, als er sich aber in den Haͤnden der Mu⸗ nizipal⸗Gardisten sah, fing er an zu weinen und wurde ohnmaͤch⸗ tig. Er ward vorerst nach dem Posten der Bastille gebracht, wo er auch von dem General⸗Prokurator, Herrn Franc Carré und dem Polizei⸗Praͤfekten, Herrn Gabriel Delessert, ins Verhoͤr ge⸗ nommen wurde. Er soll eingestanden haben, daß es seine Absicht gewesen sey, den Herzog von Orleans zu erschießen. Auch ver⸗ breitet sich das Geruͤcht, daß er als Mitglied einer geheimen Gesellschaft erkannt worden sey. In Folge dieses Attentats trat eine Verzoͤgerung in dem Marsche ein, und erst nach 2 Uhr langte die Spitze des Zuges am Triumphbogen an. Bis dorthin war der Koͤnig mit zahlreichem Gefolge dem Regimente entgegenge⸗ kommen. Er druͤckte dem Herzoge von Aumale die Hand und schloß ihn dann tief erschuͤttert und mit Thraͤnen im Auge in seine Arme. Der Koͤnigin scheint man jenes neue Attentat bis nach der Revue verheimlicht zu haben. Das Regiment fuͤhrte auf

dem Carrousselplatze unter den Befehlen des Herzogs von Au⸗ male einige Mandver aus, worauf der Koͤnig die Reihen durch— schritt und einige Ehrenzeichen vertheilte. Gegen 4 Uhr trat das Regiment den Marsch nach Neuilly an.

Der Messager giebt heute nachstehende Details uͤber die Unruhen, welche seit einigen Tagen auf dem Greve⸗ und Chate⸗ let⸗Platze stattgefunden haben: „Seit einigen Tagen mischten sich Leute, von denen man weiß, daß sie verschiedenen geheimen Ver⸗ einen und namentlich den Communisten⸗Gesellschaften angehoͤren, unter die Handwerker⸗Gruppen, die sich in dieser Jahreszeit in den Abendstunden auf dem Auai de gévre und in der Umgegend zu versammeln pflegen. Jene Individuen ergingen sich in mehr oder weniger heftige Aeußerungen gegen die Regierung des Koͤ⸗ nigs und zu Gunsten einer politischen Verfassung, deren Grund⸗ lagen die republikanischen und kommunistischen Lehrsaͤtze seyn soll⸗ ten. Die Behoͤrde hatte sich darauf beschraͤnkt, diesen Anfang der Unordnung zu uͤberwachen; aber am Freitage wurden die Aeußerungen so uͤbertrieben heftig, daß zwei Personen ver⸗ haftet werden mußten. Vorgestern nahmen die Dinge eine etwas ernstere Gestalt an; gegen 8 Uhr Abends sammelten sich etwa 300 Personen auf dem Chatelet⸗Platze und ließen den Ruf vernehmen: „Nieder mit Ludwig Philipp! Es lebe die Republik! Nieder mit Guizot!“ Dieser Haufen ward sogleich, aber nicht ohne Widerstand, durch eine Brigade Sta t⸗Sergean⸗ ten auseinandergetrieben. Es wurde mit Steinen nach der be⸗ waffneten Macht geworfen, und mehrere Stadt⸗Sergeanten wur⸗ den verwundet. Von dem Chatelet⸗Platze zog sener Haufe noch durch mehrere Straßen, unter Absingung der Marseillaise. Die

Ruhestoͤrer drangen gewaltsam in mehrere Laͤden ein, bemaͤchtig⸗

ten sich mehrerer Stuͤcke rothen Zeuges, aus denen sie Fahnen machten, und bewassneten sich mit Stöoͤcken, die sie wegnahmen, wo sie sie fanden. Gegen Mitternacht war Alles ruhig, mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen.“ Gestern Abend ging es auf dem Chatelet⸗Platze wieder unruhig her, aber nirgends er- blickte man Anzeichen einer ernsten Emeute. Die Munizipal⸗ Garde hatte einige Steinwuͤrfe auszuhalten, worauf der Platz ohne viele Schwierigkeiten geraͤumt wurde.

In Clermont⸗Ferrand haben bei Gelegenheit der Regi⸗ strirung ernste Unordnungen stattgefunden. Der Messager be⸗ richtet daruͤber in folgender Weise: „Seit einiger Zeit bearbei⸗ teten Emissaire der anarchischen Parteien die dortige Bevoͤlkerung. Es ist ihnen gelungen, Unordnungen herbeizufuühren. Die Empo⸗ rung brach am 9ten aus, ward aber an diesem Tage schnell un⸗ terdruͤckt. Am 10ten sammelten sich indessen neue Haufen in den Straßen, und griffen die bewaffnete Macht mit Flintenschuͤssen an. 3 Soldaten wurden getoͤdtet und 15 oder 16 verwundet. Die Infurgenten hatten ihrerseits ebenfalls mehrere Todte und Ver⸗ wundete. Der gestern fruͤh hier angekommene Brief⸗Courier, der am 10ten Abends Clermont passirte, hat keine Briefe von jener Stadt mitnehmen koͤnnen. Seiner Erzaͤhlung zufolge, verbrannte man, als er durch die Stadt kam, die Barrièren, und das Gefecht dauerte fort. Es sind Befehle ertheilt worden, ansehnliche Streit- kraͤfte nach Clermont⸗Ferrand abzusenden.“

Der kuͤrzlich mitgetheilte Artikel des Journal des Débats uͤber die neue Anleihe veranlaßt heute die Presse zu folgender Entgegnung: „Wir haben uns nicht beeilt, auf jenen Artikel zu antworten, obgleich er die von uns aufgestellten Ansichten be— kaͤmpft. Warum haͤtten wir uns in der That beeilen sollen? Als Erbrterung haͤlt jener Artikel die Pruͤfung nicht aus; als Taktik koͤnne Niemand sich von derselben taͤuschen lassen. Auch hat sich

diemand daruͤber getaͤuscht. Selbst die Borse hat keine Ruͤck⸗ sicht darauf genommen und die Course haben sich vielmehr gebes⸗ sert. Jene Gleichguͤltigkeit des Publikums uͤber die Meinungen des Journal des D ébats haben mehr als einen Grund, je⸗ nes Journal hat seit einiger Zeit seine Ansichten so oft veraͤndert; es hat uͤber die großen wie uͤber die kleinen Fragen so sehr ge⸗ schwankt, daß es fortan unmoͤglich ist, eine Pelemik ernst— ich zu nehmen, die nicht mehr zu wissen scheint, wor⸗ auf sie hinauslaͤuft und was sie will. Das Journal des Debats, welches Anspruch darauf macht, ein Journal de

Ordnung und der Vertheidigung der allgemeinen Interessen de

Landes, so wie der Rechte der Regierung gewidmet zu seyn, gieb

ploͤtzlich die Einen, wie die Andern auf, um in die Fußstaͤpfen des Courrier francais und des Sidele zu treten, deren seltsames Ungeduld in dieser Anleihe⸗Angelegenheit aller Welt aufgefallen ist. Wie hat es sich nur verleiten lassen koͤnnen, den Finanz⸗Miz nister in die Alternation zu versetzen, augenblicklich erklaͤren zu sols len, entweder, daß er die Anleihe sogleich abschließen, oder sie ganʒ aufgeben wolle? Wir fragen Jeden, der bei dieser Sache gang unbetheiligt ist, ob eine solche Forderung wohl vernuͤnftig genannt werden kann. Alle Parteien in der Kammer, alle Oppositionen haben einstimmig anerkannt, daß man dem Finanz⸗Minister volle Freiheit lassen muͤsse, den Zeitpunkt der Anleihe zu waͤh⸗ len, und die Beschaffenheit derselben zu bestimmen, keine Partei hat sich auch nur die leiseste Andeutung in dire⸗ ser Beziehung erlaͤubt, weil durch die Beschraͤnkung der Frei⸗ heit des Ministers nicht allein seine Verantwortlichkeit aufgeho⸗ ben, sondern auch dem Staate laͤstige Bedingungen auferlegt werden wuͤrden. In der Presse selbst haben der Constitution-— nel, und was noch bedeutsaͤmer ist, der Nation al die Beweg⸗ gruͤnde jener weisen und patrioͤtischen Zuruͤckhaltung verstanden, und sind in dieser Beziehung mit gutem Beispiele vorangegangen. Und nun kommt Ihr, die gewoͤhnlichen Vertheidiger der Regierung, und fordert einen Finanz⸗Minister gebieterisch auf, das Geheimniß seiner Plaͤne der Ungeduld der Spieler Preis zu geben! Aber fuͤhlt ihr denn nicht, daß jener Minister strafbar waͤre, wenn er eurer Aufforderung gehorchte? Begreift ihr nicht, daß der Staat, dessen hoͤchstes Interesse er hier vertritt, der Habgier der Spe⸗ kulanten nicht preisgegeben werden darf? Die Journale, zu de⸗ ren Echo sich das Jour nal des Débats bei dieser Gelegenheit macht, haben die Verblendung nicht so weit getrieben. Obgleich die Autor⸗Eigenliebe sie haͤtte veranlassen koͤnnen, die Ideen zu verbreiten, welche die Débats ihnen entlehnt haben, so haben sie sich doch klugerweise enthalten, jenen Artikel in ihre Spalten

n eingeladenen Abtheilungen der

gezogen. Civil⸗ und gene Woche gemacht worden.

die in dem freundlichen Staͤdtchen gruͤßten.

Afrika nur wenige Wochen

aufzunehmen; sie haben es gemacht, wie das Pnublikum, sie haben die Blicke abgewendet.“

Der National ist gestern wegen eines Artikels uͤber die Unruhen in Macon mit Beschlag belegt worden. Er beschuldigt in demselben die Regierung, Konflikte zwischen den Soldaten und

dem Volke herbeizufuͤhren, um die Letzteren an das Blutvergießen zu gewoͤhnen.

Der Sohn des Marschall Gerard ist gestern Abend ploͤtzlich gestorben. Er war erst 23 Jahre alt. Herr Hottinguer, einer der angesehensten hiesigen Banquiers, ist vorgestern, nach kurzem Krankenlager, mit Tode abgegangen.

Voͤrse vom 13. September. Die Boͤrse war heute sehr wenig besucht, da fast alle Spekulanten dem Einzuge des 17ten Regimentes in Paris zusahen. Man sprach viel von ei⸗ nem Attentate gegen die Personen der Prinzen, aber die Course der Rente blieben ganz unveraͤndert.

* Paris, 13. Sept. Der Einzug des 17ten leichten In— fanterie⸗Regiments ist heute fruͤh von Corbeil aus, die Boulevards entlang, durch die Straße de la Paix, bei der Vendôme⸗Saͤule Voruͤber nach den Tuilerieen geschehen, wo der Koͤnig das Regi⸗ ment gemustert hat. Sodann ist das Regiment nach dem Park von Neuilly zu dem großen militairischen Bankett abmarschirt; uͤbrigen Pariser Garni⸗ ebenfalls ihrer Offiziere dorthin Eine gewisse Anzahl Einladungen an verschiedene

Militair⸗Behoͤrden sind ebenfalls schon vergan⸗ Das schoͤne Wetter hatte bereits nach Corbeil dieser Tage durch die Dampfboͤte auf der Seine, so wie durch die Eisenbahn eine Menge Schaulustige gefuͤhrt, Corbeil das Regiment be

unter Anfuͤhrung

son sind

Die Sache ist nunmehr beinahe ohne Straßen⸗Tumult abge⸗ gangen, da auch der Natio nal der aͤußersten Linken seiner Par⸗ tei gestern rieth, Straßenlaͤrm zu vermeiden. Ein Theil der Pa⸗ riser findet die dem Herzoge von Aumale bewiesene Auszeichnung üͤbertrieben, da er nur kurze Zeit das Regiment befehligte und in im Felde an dessen Spitze war.

Auf die Armee im Allgemeinen ist eine so besondere Hervorhebung

des 17ten Regiments nicht von besonders guͤnstiger Wirkung und

giebt natuͤrlich zu Rivalitaͤten Anlaß. Das Regiment uͤber⸗

dem besteht jetzt meist aus neuen Soldaten, nur ein ge⸗ ringer Theil der Mannschaft, gegen 200 Mann ungefaͤhr,

machten alle die 5 oder 6 letzten Jahre der Afrikanischen Feld⸗ und Streifzuͤge mit. Diese alten Militairs sind leicht durch ihre Haltung und gebraͤunten Physiognomieen zu erkennen. Das Volk hat heute das Regiment sehr gut begruͤßt, namentlich die ehren⸗

voll zerlumpte Fahne, welche die Afrikanische Feuerprobe tuͤchtig

bestanden.

Bei dem Bankett hat der Koͤnig auf das Wohl der Armee getrunken; die Prinzessinnen sind waͤhrend der Tafel in der Mitte der Bewirtheten erschienen. Der Herzog von Nemours geht Morgen nebst dem Herzoge von Orleans wieder nach Com⸗ piegne. Ebenso die Herzogin von Nemours. Man bemerkte die Prinzen Ferdinand und August von Koburg, ebenso die Min ster. Herrn Teste ausgenommen, der erst Ende des Monats zuruͤcker⸗ wartet wird, bei diesem militairischen Feste.

2 Uhr. So eben ersahre ich das Naͤhere uͤber die traurige Episode, welche in der Vorstadt Saint Anteine gegen 12 ½ Uhr sfattgefunden. Nahe dem Bastillen-Platze wurde ein Pistolenschuß aus der Volksmenge auf den Herzog von Aumale gerichtet. Der Schuß ging fehl, ein Soldat wurde verwundet ins Hospital ge⸗ tragen. Paris ist ruhig und uͤber diesen Frevel empoͤrt. Eine telegraphische Depesche wird Ihnen das Naͤhere vielleicht rascher melden.

„, Paris, 13. Sept. Durch, wenigstens dem Anschein nach, verschiedene Ursachen veranlaßt, haben fast in demselben Au⸗ genblick auf drei Punkten in Frankreich Unruhen stattgefunden; naͤmlich in Macon, Clermont Ferrand und Paris. Energische Maßregeln zur Unterdruͤckung derselben haben den Ruhestoͤrern alle Hoffnung geraubt; aber eben diese Maßregeln, welche die Ordnung wieder herstellten, haben den Zorn der Oppositions⸗ Presse erregt.

In Macon, sagt sie, haͤtte das Blutvergießen verhindert werden koͤnnen, wenn der Aufruf zur Ordnung auf gehoͤrige Weise statt⸗ gefunden haͤtte und die National⸗Garde an der Stelle der Linien⸗ Truppen angewendet worden waͤre. Bei einer Emeute, bei ei⸗ nem Auflaufe wird dieser Aufrufs gewoͤhnlich auf schlechte Weise gemacht, wenn man darunter die Worte versteht, welche von dem Maire oder dem Polizei⸗Kommissair, die mit dem Aus⸗ einandertreiben der Versammelten beauftragt sind, gesprochen werden. Der Grund hiervon ist folgender: Die Behoͤrde erscheint nur, wenn ein Tumult, wenn Versammlungen von 300 400 und mehr Personen stattfinden, die saͤmmtlich durch feindselige Gesinnungen und heftige Leidenschaften aufgeregt sind. Wenn der Beamte, welcher den Aufruf zu erlassen beauftragt ist, erscheint, so wird seine Stimme augenblicklich durch einen furchtbaren Laͤrm uͤbertaͤubt, und es ist ganz klar, daß Niemand diesen Aufruf versteht, selbst wenn er, wie es das Gesetz verlangt, dreimal wiederholt wird. Aber im Grunde ist dies nicht nothwendig; denn wenn der Maire oder der Polizei-Commissair im Augenblick von Unruhen vor den Versammlungen mit der dreifarbigen Schaͤrpe er⸗ scheinen und von Compagnieen oder Bataillonen, die bereit sind, Feuer zu geben, beglestet werden, so wissen die Aufruͤhrer sehr wohl, daß sie sich zuruͤckziehen muͤssen, und daß jeder Widerstand 8 sogleich unterdruͤckt werden wird. Somit ist der nichtige Vor⸗ wand, daß man den Aufruf nicht gehöͤrt habe, ein ziemlich schlechtes Argument gegen die Regierung und eine ti aurige Recht fertigung der Ruhestoͤrer.

8 WDis Iespofeniors⸗Ipumale sagen ferner, man zaesfe versoͤhn liche Maßregeln ergreifen und die National⸗Garde anwenden.

Diese Erfahrungen hat man gemacht und man weiß, was sie werth