1841 / 278 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

suchung hervorgegangen ist die einleitende Uebersicht her Gebiets⸗ Entwickelung der Preußischen Staaten, obwohl es gerade bier, . tlich fuͤr die aͤlteren Zeiten, nicht an trefflichen Vorarbeiten fehlt.

Egn uͤrde nicht schwer seyn, in diesem Abschnitte dem Verfasser man⸗ verle⸗ Ferthuͤmer, Luͤcken und Mißgriffe nachzuweisen. Auch die hechnliche Charakteristrung der einzelnen Regenten ist oft sehr ver⸗ Faplt nliche vergebens sucht der Verfasser nicht selten den Mangel eines fehlt ichen Studiums durch das uUrtheil zu decken, welches er den Nlemoires pour servir à l'histoire de Brandebourg entnimmt. Besser und mit mehr Fleiß ist das Familienrecht der Hohenzollern bearbei⸗ tet; hier ist das Material mit ruͤhmenswerther Sorgfalt oft aus nicht sehr leicht zugaͤnglichen Quellen zusammengetragen. Am vorzuͤglich⸗ sten aber und dankenswerthesten ist die Schilderung der Beziehungen Brandenburgs zum Reiche. Die Rechte und Ehren, die den Mack⸗ rafen von Brandenburg, als Kurfuͤrsten des veiege Roͤmischen Reiches, gebuͤhrten, ihre Theilnahme an der Kaiserwahl, ihre Verhaͤlt⸗ nisse zu den Reichskollegien, ihr Antheil am Reichstage und an den sonstigen Reichsgeschaͤften, ihre Beziehungen zum Reichs⸗Kammerge⸗ richte und Reichs Hofrathe, ihre Exemtion von der Reichs⸗Gesetzge⸗ bung, ihre Verpflichtungen zur militairischen Beschirmung des Rei⸗ ches, alle diese Dinge sind mit Benutzung der wichtigsten Reichs⸗ gesetze, so wie der zuverlaͤssigsten aͤlteren Bearbeiter des Reichs⸗ Staatsrechtes, wie Olenschlager, Pfeffinger, Ludewig, Luͤnig, J. J. Moser, Haͤberlin, Faber, von Meyern u. a., und der besten vaterlaͤn⸗ dischen Geschichtsforscher, wie Gercken, Kuͤster, Lentz, Pauli, Schepe⸗ litz, Dreger, Wohlbruͤck, G. W. von Raumer u. a. sorgsam zusam⸗ mengestellt. Im Ganzen wird man auch in den beiden letzten Ab⸗ schnitten keine neue und uͤberraschende Ansichten, keine Resultate ei⸗ gener Forschungen finden; allein, auch Dieses zugestanden, bleibt das bloße Sammler⸗Talent, wenn es mit Vorliebe und Unverdros⸗ senheit sich einer Arbeit widmet, immer sehr schaͤtzenswerth, nament⸗ lich wenn dasselbe sich, wie hier, Gegenstaͤnden zuwendet, die, so groß auch das Interesse ist, welches sie in Anspruch nehmen und verdienen, dem aroͤßten Theile des modernen Publikums gaͤnzlich unbekannt sind. Nach dem, was uns vorliegt, bleibt die Unmoͤglichkeit der weite⸗

ren Ausfuͤhrung des vorliegenden Werkes sehr zu beklagen. Ueber allen Unvollkommenheiten, welche die Arbeit darbietet, gewahrt man in derselben doch eine Unverdrossenheit in der Aufhellung der verschie⸗ denen staatsrechtlichen Verwickelungen, und einen in unserer Zeit nicht haͤufig vorkommenden Sammlerfleiß, die gewiß groͤßeren Anforderun⸗

gen genuͤgt haͤtten, wenn durch ein laͤngeres und tieferes Studium

eine leichtere Handhabung und eine sicherere Beherrschung des Stof⸗ fes moͤglich gemacht worden waͤre. 8 e

Verlin⸗Potsdamer Eisenbahn. In der Woche vom 28. September bis incl. 4. Oktober c. sind auf der Berlin⸗Potsdamer Eisenbahn gefahren: 1) Zwischen Berlin und Potsdam 12,988 Personen 2) Zwischen Berlin und Steglitz 2,100 Zusammen 15,088 Personen. Im Monat September fuhren auf der Berlin⸗Potsdamer Ei⸗ senbahn: 1)

Zwischen Berlin und Potsdam 47,216 Personen.

25 Iwische RBerli Stealitz 824

2) Zwischen Berlin und Steglitz 10,534 Zusammen .... 57,750 Personen.

und betrug die Einnahme 15,676 Rthlr. 25 Sgr. 3 Pf.

Auswärtige Börsen.

A msterd am, 10 Niederl. wirkl. Schuld 51. 5 % do. 101. Kanz. Bill. 25 ¼. 5 0 Spau. 19 ¾%. ve Zinsl. —. Pol. —. Oesterr. 105 %.

Passive. —. Ausg. —. Preuss. Präm. Sch. —.

Allgemeiner Anzeiger

Bekanntmachungen.

Berlin⸗-Frankfurter Eisenbahn. Die Anlieferung von 90,000 Stuͤck Haken 1“ 8 8. Nr. 1. zu Querschwellen,

50,000 StuJck Hakennaͤge 1

frauen und

28,000 Stuͤck Endbolzen mit

Vorlegescheibeu. Mutter, Dieses K

84,000 St. Mitrelbolzen mit angehenden Hausfrauen

V V

bereiten zu lernen.

Ein unentbehr Koͤchinnen. W sch wellen, rungen bearbeitet. Nr. 2. zu Langschwellen, Siebente Auflage. Mit Abbildungen. Gebunden. 20 Sgr.

234

Antwerpen, 30. Sept. Zinsl. 5 G. Neue Aul. 19 ¼ G.

Frankfurt a. M., 2. Okt. Oesterr. 5 ¼ Met. 1073 G0. 49 99 ½ 6 2 ½ 55 ½ G. 1 ½ 24 ½ Br. Bank-Aet. 1915. 1913. Partial-Obl. hn- 28.w zu 500 Fl. 138 ½. 138 ¼. Loose zu 100 Fl. —. Preuss. Präm. Seb. 81 G. do. 4 9% Anl. 102 ½ G. Polu. Loose 74 ½ G. 5 % Span. Anl. 20 ½. 20 ½. 2 ½ G Hll. 50 ½. 50 ⅞.

Eisenbahn -Actien. St. Germain —. Versailles rechtes Ufer —. do. linkes —. München-Augsburg —. Strassburg -Basel 245 Br. Leipzig- Dresden 100 ½ G. Köln-Aachen 99 ½ G.

Londo n, 1. Okt. Cons. 3 ½ 89 ⅛. Belg. —. Neue Aul. 22 ½. Passive 5 8½. Ausg. Sch. —. 2 ½ ½ Holl. 51 ¼. 5 Port. 30 ¼. 3 ½ sg. 8 Paris, 30. Sept. 5 % Rente fin cour. 114. 45. 3 ½ Rente fin cour. 79. 20. Noapl. —. 5 % Spau. Rente 22 ⅞. Passive 5 ½. 1 Wien, 30. sept. 5 % Met. 106 ½. 4 ½ 98 ½. 3 ½% —. 2 ½ 5 —. 15½ —. Bank-Actien —. Aul. de 1831 —. de 1839 273 ½.

vvehccinor Büres—e. Den 5. O ktober 1841.

Pr. Cour.

Brief. Geld.

Pr. Cour.

1 Actien. Brief. Geld.

221 122 ½ s

102 ½1

Brl. Pots. Eisenb. do. do. Prior. Act. 2 Mgd. Lpz. Eisenb. 112 111 do. do. Prior. Act 102 ½ 102 101 8 [Brl. Anh. Eisenb. 105 104 103 103 ½ do. do. Prior. Act. 102 ½1 101 ¾ 100 99 ½ Düss Elb. Eisenb. 5 93 92 ½ 18 do. do. Prior. Act. * 102⁷ 102¼ 105¾ 102 ½ 1022 1092 101 ½ 101 2 102

St. Schuld-Sch. 104 ½ 104 Pr. Engl. Obl. 30. 102 101 2 Prüm. Sch. der Sechandlung. Kurm. Schuldv. Berl. Stadt-Obl. Elbinger do. Danz. do. in Th. Westp. Pfandbr. Grossh. Pos. do.

Ostpr. Pfandbr.

80

88 —,8

9

Rbein. Eisenb.

.85] ,—

Gold al marco Friedrichsd'or . 13

Andere Goldmü

Pomm. do. Kur- u. Neum. do.

Schlesische do.

SS

88

zen à 5 Th. 5

5 Disconto 8 4

Pr. Cour. Thlr. zu 30 Sgr. Brief. Geld.

7 --9 uS8. 58 Kurz 138 ½ 113“ 137 ½ 2 Mt. 148 3 Mt. 6 18 2 Mt. 78 G 2 Mt. 2 2 8

Amsterdam do. IIamburg

do.

1 Paris.. 300 Fr. Wien in FlI. Augsburg FI. V Breslau 100 Thle. Leipzig in Courant im 14 Thl. Fuss.. 100 Thlr. Tage 99 ¼ Frankfurt a. M. W2Z 100 PIl. 2 Mt. 101¼ 101 Petersburg 1 SRbI. 3 Woch. 1 2 ½

London... h“

Mt. 101 ½ Mt.

Königliche Schauspiele. Mittwoch, 6. Okt. Im Schauspielhause: Werner, oder: Herz und Welt, Schauspiel in 5. Abth., von C. Gutzkow. Donnerstag, 7. Okt. Im Opernhause: Auf Begehren: Wil⸗ helm Tell, Schauspiel in 5 Abth., von Schiller. Im Schauspielhause: Pour Pouverture du théaàtre français

———

für

Kraͤfte mit glaͤnzendem Erfolge.

und Koͤchinnen,

et la premibre représentation de Pabonnement. 1) Heuri Hfa- melin, comédie en 3 actes, du théätre du Gymnase, par M Souvestre. 2) Le tyran d'une femme, vaudeville nouveau en 1 acte, par M. Bayard.

Freitag, 8. Okt. Im Opernhause: Die Nachtwandleri Oper in 3 Abth., mit E. nern basse s, von Bectnenbgein Tuczek, vom K. K. Hof⸗Operntheater zu Wien: Amine.)

Sonntag, 10. Sept. Im Opernhause: Die Stumme von Portici, große Oper in 5 Abth., mit Ballet. Musik von Auber

Preise der Plaͤtze: Ein Platz in den Logen des ersten Ranges 1 Rthlr. 10 Sgr. ꝛc.

Im Schauspielhause: Die Vertrauten, Lustsp. in 2 Abth von A. Muͤller. Hierauf: Vor hundert Jahren, Sittengemaͤlde in 4 e von E.

ie eingegangenen Meldungen um bestimmte Plaͤtze z Franzöͤsischen Vorstellungen sind moͤglichst en

und wird ersucht die Billets von Dienstag den 5ten bis Mittwoch

den 6ten d. M. abholen zu lassen.

Königsstädtisches Theater. Mittwoch, 6. Okt. (Italienische Opern⸗Vorstellung.) Tor- quato Tasso. Opera in 3 Atti. Musica del Maestro Donnerstag, 7. Okt. Der Wollmarkt, oder: Das Hotel de Wibourg. Lustspiel in 4 Akten, von Clauren. (Neu einstudirt.) Hierauf: List und Phlegma. Vaudeville in 1 Akt, von L. Angely.

Meteorologische Beobachtungen.

Abends 10 Uhr.

Nachmittags

I 4. Oktober.

Morgens 3 Nach einmaliger 6 Uhr. 2 Uhr Beobachtung.

335,01 331,22 332,06 Par. Quellwärme 8,2 ° R. 8 0 n. + 12,39R. 4 10,70 R. Flusswärme 12,60 R v 0 4 + 8/2 R. . 9,4 °R. + 8,7⁰0 R. Bodenwärme 13,4 °R. 83 8 t. 79 e 84 pct. Ausdünstung 0,0417 Rb. regnig. V trübe. balbheiter. Niederschlag 0,016 Rh

Luftqdruck... Luftwärme ... Thaupunkt . .. Dunstsättigung Wetter

No. No. Wärmewechsel 25,5°. Wolkenzug. .. NO. + 8,8°

Tagesmittel: 332,938 Par. + 11,1° R.. 8,80 R. 82 pCt. XO

Marktpreise vom Getraide. SI den 4. Oktober 1841.

u Lande: Weizen 2 Rthlr. 15 Sgr., auch 2 Rthlr. 10 Sgr⸗; 8g 1 Rthlr. 88. 3 Pf., auch 1 Rthlr. 13 Sgr. 9 t.; kleine Gerste 27 Sgr. 6 Pf.; Hafer. 26 Sgr. 3 Pf.; auch 21 Sgr qhg: 1 Rthlr. 17 Sgr. 6 Pf. 11““

Zu Wasser: Weizen 2 Rthlr. 26 Sgr. 3 Pf., auch 2 Rthlr 21 Sgr. 3 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 18 Sgr. 9 gf.⸗ den 2. Oktober 1841. Das Schock Stroh 9 Rthlr., auch 8 Rthlr. Der Centn 1 Rthlr. 5 Sgr., auch 20 Sgr. Ehee

Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen. 8 Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerei.

die Preußischen Staaten.

late, Gelées, Pasteten, Kuchen und anderes Back⸗ ausschließlich auf die gefeierten Namen Cervantes Ausdehnung der Koͤrper durch die Waͤrme. Getraͤnke ꝛc. in sehr kurzer Zeit schmackhaft und Calderon beschraͤnkt zu glauben. 1 8 8 Noch Nebst Kuͤchenzetteln und Be⸗ den Heroen haben bisher sich der besonderen Vorliebe Schwan. lehrungen uͤber Anordnung der Tafeln, Tranchi- und Beachtung unserer Deutschen Meister im Ueber⸗ bilis Hydrae, von Olbers. Ueber die Temperatur⸗ liches Handbuch fuͤr Haus- tragen zu erfreuen gehabt, wir haben drei bis vier Veraͤnderung der Erde in der Naͤhe ihrer Oberfl sche Nach vieliaͤhrigen Erfah⸗ wesentlich gute Uebersetzungen des Don Quixote auf⸗ von A. Quetelet. Bemerkungen bei Gele enhelt zuweisen und am Calderon versuchten unsere Kory⸗ der Abhandlung won Quetelet: Ueber den Menschen 17 ½ Sgr. phaͤen Schlegel, Gries, von der Malsburg ꝛc. ihre und die Gesetze seiner Entwicklung, von Dr. a. b d nit g. Aber von den treff⸗ Wilh. Heinr. Lehmann. Ueber den Zusammenhang Kochbuch darf nicht nur jungen Damen, lichen Kastilianern Lope de Vega, Moreto, Rojas, zwischen Temperatur, Luftdruck und Windricheung sondern Alarcon, Gugvara, Tirso de Molina ꝛc. ist nicht das von L. F. Kamtz. Ueber die Mondgebirge 1cs

Nur diese bei⸗ etwas uͤber den veraͤnderlichen Stern Bayeri im Nebst einigen Beobachtungen uͤber Varia-

Vorlegescheibeu. Mutter, 3 S. ; 1 eant, erden. Gleich 8 8 ; ; ; e elnn, auch Speisewirthen mit Recht empfohlen werden. Gleiche zu ruͤhmen. Lope de Vega gilt den meisten J. H. Maͤdler. Vordamerika und Europa, meteo⸗ 28,000 Stuͤck Platten Nr. 1. Den besten Beweis seiner außerordentlichen Brauch⸗ (hoͤchst unverdienter Weise) fuͤr einen Vielschreiber rologisch mit einander verglichen A. he.

zu den Endbolzen,

zu den Hakennaͤgeln auf

Querschwellen, uche

der kleinsten Gattung zur 150 verschiedene Arten L1 4) Eingelegtes zu Suppen, 18 Arten. 6) Kloͤße und Fricassées, 38 Arten.

fuͤr die Berlin⸗Frankfurter Eisenbahn soll in Entre⸗ 126 Arten.

prise gegeben werden. Die naͤheren Serinssangen 7) Saucen oder Bruͤhen, 74 Arten. Buͤreau, Ober⸗Wallstr. Nr. 3, chen und Braten des Fleisches, 130 Anweisungen. blikum erhaͤlt also in dem vorliegenden Werke Gele⸗ In. 10) Mehl⸗, Milch⸗ und genheit, die Bekanntschaft mit auserlesenen Werken

11) Puddings, 22 Ar⸗ wenig oder gar nicht bekannter Meister der dramati⸗ en. 12) Geschmorte Obstarten und Salate, 38 Ar⸗ schen Poesie zu machen, und es wird genuͤgen, die 14) Pa⸗ Aufmerksamkeit der Literaturfreunde auf diesen ersten

15) Ein⸗ Band zu lenken, wenn wir einfach bemerken, daß 10) Kalte und warme Ge⸗ darin el burlador de Sevilla, der Verfuͤhrer von Arten. 17) Kuͤchenzettel und Tafel⸗Arran⸗ Sevilla, Urtypus des Mozartschen Don Juan, ein Don Gil von den gruͤnen Ho⸗

hierzu sind in unserem

so wie im technischen Buͤrcau, Krauts⸗Gasse Nr. 30, 9) Fische, 63 Anweisungen. Eierspeisen, 85 Anweisungen.

entgegen zu nehmen und liegen in letzterem auch Proben der einzelnen Gegenstaͤnde aus. Die

hierauf Reflektirenden werden ersucht, ihre Forderung ten. 13) Gelées und Crémes, 51 Arten. steten, Torten und Backwerk, 103 Arten.

versiegelt unter der Aufschrift; „Submission zur Lie⸗

ferung von Hakennaͤgeln, Bolzen und Platten fuͤr die gemachtes, 27 Arten.

Berlin⸗Frankfurter Eisenbahn“ bis zum 31. Bkto⸗träͤnke, 272

ber c. in unserem Buͤreau, Ober⸗Wallstr. Nr. 3, ein⸗gements, nehst Anweisung zum Franchiren ze. Intriguen⸗Lustspiel en ieht hieraus, daß nichts die Kochkunst Be⸗ sen“ beide von Tirso de Molina, und ein geistliches Stuͤck von Lope de Vega, das erste vollstaͤndig ver⸗ ichten der hoͤheren deutschte auto sacramental mit seinem burlesken In⸗ mangelt, woran Koͤchinnen, die sich fuͤr termezzo enthalten sind. Von der Uebertragung läßt enfalls sehr gelegen sich nach dem Urtheile Sachverstaͤndiger behaupten, daß sie bemuͤht ist, den echten Spanischen Ton ir Form und Inhalt zu treffen, ohne daruͤber undeutsch schen Verlagsbuchhdlg. in Siegen, Wiesbaden und

zureichen. Man

Berlin, den 27. September 1841.

Die Direction der Berlin⸗Frankfurter Eisenbahn⸗ auch nicht an Anweisungen zu Ger

dieselbe

seyn muß. EIAnzeigen. In allen guten Buchhandlungen, zu Berlin und 8

Potsdam in der Stuhrschen, ist zu haben: iuang

der Verfassung und Verwaltung vi11111 Ein Huͤlfsbuch

amte in Staͤdten, Gutsherrschaften und Polizeischul⸗ zen auf dem Lande und Gendatmenj

von So eben ist erschienen und in allen Buchhandlun⸗

Dr. Gust. Aler. Bielitz.

89 en zu haben: Leipzig bei Kollmann. 20 Sgr .““

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4v Thl.

barkeit liefern wohl die schnell auf einander

treffendes vergessen ist, und das es in diesem Buche

ausbilden wollen, eb

der Buch-, Kunst- und Musikalien-Handlung von Ed. Bote E G. Bock, Jägerstralse No. 42, Ecke der Oberwallstrasse. u Abonnement für 3 Mlonate 1 Thlr. 15 Sgr. Mit

Spanische Dramen

D Velinp. Diese Verdeutschung bisher noch unuͤbersetzter ausge⸗

Dramg im 16ten und 17ten Jahrhundert gehoͤrt nicht zu H

zu werden.

Für Auswärtige die

uͤbersetzt von E. A. Dohrn. Sauber geb. 1 Thlr. 20 Sgr.

Inhalt:

zum den in Plaͤtten Nr.2 gefolg⸗ etwa in Kotzebue's Manier und die vorhandenen Ueber⸗ b Nr. 2. ten Auftagen dieses nuͤtzlichen und unentbehrlichen tragungen seiner Werke sind nicht eben geeignet, die⸗ 1 1“ sem T“ 88 Moreto 88 ntr

. Stuͤck Der reichhaltige Inhalt dieses Kochbuches ist nach⸗ sein beruͤhmter desden con el. desden unter der sehr i hand Koͤnigl. Bauschule Laden Nr. 44 8,000 Stuͤck Platten Nr. 3. süchender: 4) viit, gebere Belchrungen. 2) Supven, freien Bearbeitung „Dona Diana“ von West be⸗ und Kunsthandlung, Koͤnigl. Bauschule Laden Nr. 12. 3) Kalteschalen, 14 Arten. kannt, und die Wenigsten wissen, 11“ 5) Gemuͤse, heblichsten Alterationen zu Gunsten moderner Buͤh⸗ nen⸗Konvenienz stattgefunden haben; von den uͤbri⸗ 8) Vom Ko⸗ gen kennt Deutschland kaum die Namen. Das Pu⸗

Musikalien-Leih-Institut Nicolaische Buchhandlung in Berlin (Bruͤderstr. 13), Elbing, Thorn, Braunsberg Ge und Stettin.

d- n Unterzeichnetem ist so eben erschienen und durch ler Berechtigung, für den ganzen gezahlten Be- 8 4½9e, 8 - Sas E1“ zu bethehtne 3 Thlr. alle Buchhandlungen zu beziehen, Berlin durch die Xusführlicher Prospekt gratis.

* draͤthe istratspe 86 1 fuͤr Landraͤthe, Magistratspersonen und Polizeibe⸗ vortheilhaftesten Bedingungen.

Stuttgart und Tuͤbingen, im August 1841. J. G. Cottascher Ver ascher Verlag. Berlin, vorraͤthig in der Gropiusschen Buch⸗

dabei die er⸗

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—, uͤber das spezifische Gewicht der chemischen Verbindungen. 8. 12 ½ Sgr.

Frankfurt a. M., im August 1841.

G. F. Kettembeil.

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Leipzig, und in Berlin bei Ferd. Duͤmmler, Lin den Nr. 19, zu haben: 8 1188 8 der B IIgg n oder die Staatsidee in Frankreich in ihrer nothwendigen Entwicklung

Gropiussche Buch⸗ und Kunsthandlung: ((Tah184141. 6 Herausgegeben von IIschb- mit Beitraͤgen von Dove, Kaͤmtz, Lehmann, Maͤdler, Olbers 8 und Quetelet. 8. kart. Preis 3 Fl. 24 Kr. oder 2 Thlr.

Ludwig XIV. bis auf Ludwig Philipp b mit einem Ruͤckblick auf Deutschland. gr. 8. geh. 12 ½ Bogen auf Velin⸗Druckpapier. 4 Thir, 16 Sgr. Jetzt, wo in Deutschland Gestaltung, Entwick⸗

d. die sich selbst belehrende Koͤchin, den Buͤchern, 5 8. Fel' g. 8 9 „rschi 8 zar 4 . . 8. 8 e 8 „welche einem laͤngst gefuͤhlten Beduͤrf⸗ Bessel's Tafeln, um Hoͤhen⸗Unterschiede gus Baro⸗ in Frankreich mit Rothwendigkei allgemeines Deutsches Kochbuch füͤr burgerliche nisse abhelfen und in der Biblisrhg eines Gehütsf. meter⸗Beobachtungen zu berechnen. Tafeln zur tne Febilder⸗ als Le Varatigfeht erziugt he⸗

oder 826 aushaltungen.

8 verstaͤndliche Anweisungen,

Speisen, als Suppen, Gemuͤse

Mehl⸗, Milch-und

Enthaltend: gruͤndliche und allge⸗ ten fehlen duͤrfen”.

““

ten Im Gegentheil strebt diese Ar⸗ Verwandlung der Barometer⸗Skalen. Tafeln zur ziehung zwischen Frankreich und Deut

alle Arten von beit danach, ein Beduͤrfniß erst fuͤhlbar zu machen, Verwandlung der Thermometer⸗Skalen. Danische ö 8 eich und Deutschland obge⸗ n, Gemuͤse, Saucen, Ragouts, die Nothwendigkeit naͤmlich, den reichen Schatz der und Preußische Fuße. Toisen. Pariser Fuß.

d Eierspeisen ische, Braten, Sa⸗ unermessen produktiven Spanischen Literatur nicht Meter. Englischer Fuß. Spezifische Gewichte.

Amtliche Nachrichten. Frankreich.

Niederlande.

Belgien.

. 2 lung und Vertheidigung der constitutione

3 Astronomische Ephemeride Repraͤsentativ⸗Verfassung bbbbe 1

Tafeln um aus der Ephemeride den Aufgang. der teresse aller Vaterlandsfreunde in Anspruch nimmt,

Sonne fuͤr Orte zwischen 44° und 55° nordlicher wird gewiß eine Schrift mit Beifall aufgenommen

zeichneter Werke aus der Bluͤthezeit des Kastilianischen Breite zu berechnen. Tafeln zur Bestimmung der werden, welche klar und buͤndig aus der Geschichte oͤhen vermittelst des Barometers von Gauß. nachweist, sowohl wie jene Staatseinrichtung sich

Inhalt. b

vrrehrendie Tories und die Tunesischen Haͤndel.

Bruch der Belgischen Unterhandlungen. Vermischtes.

aus Paris. (Die Emancipation der Sklaven in den Franzoͤsischen. Kolonieen und der Widerstand der Pflanzer.)

Großbritanien und Irland. London. Vorstellung des neuen Brasilianischen Gesandten. Geruͤchte von diplomatischen und anderen Ernennungen. Blokade von Cartagena und Buͤrgerkrieg in Neu⸗Granada. Vermischtes. Das Parlament eilt zum Schluß. Schreiben aus London. (Graham’s Versprechungen in Bezug auf die herrschende Fabriknoth und die Armengesetze; die Dissenters in der Kornfrage.) u“

Haag. Neue Bestimmung hinsichtlich der Rech—

nungs⸗Kammer.

Bruͤssel. Differenzen im Ministerium hinsichtlich der Zoll⸗Verhandlungen. Die Eisenbahn und der neue Bruͤsseler Stationsplatz.

Schweden und Norwegen. Stockholm. Getraidezoll.

Dentsche Bundesstaaten. Stuttgart. Denkmal der Wuͤrt⸗ tembergischen Jubelfeier. Leipzig. Meßbericht. Schreiben aus Frankfurt. 8 8

Oesterreich. Wien. Ankunft des Prinzen von Preußen und des Prinzen Johann von Sachsen.

Italien. Rom. Die Antonins⸗Saͤule durch einen merkwuͤrdigen Blitzstrahl versehrt.

Spanien. Madrid. Espartero. Don Francisco de Paula.

Türkei. Konstantinopel. Truppen⸗Konzentrirung in der Haupt⸗ stadt. Neue Organisation der Armee.

Nord⸗Amerika. Wichtige Ereignisse der letzten Zeit. Stand der Angelegenheit Mac Leod’'s. Bedenkliche Lage der Graͤnz⸗ streitigkeit. Abermaliges Veto des Praͤsidenten gegen die neue Bank⸗Bill und Prorogirung des Kongresses. Kabinets Wechsel mit Ausnahme des Staats⸗Secretairs. Tarif⸗Erhoͤhung. Untergang der ehemaligen Unions⸗Bank, Rauferei in Cincin⸗ nati. Unterhandlungen zwischen Mexiko und Teras.

Inland. Loͤwenberg. Huldreicher Empfang einer Deputation

bei Sr. Majestaͤt. Stonsdorf. Beisetzung des verewigten Fuͤrsten Reuß. Se. Majestaͤt und Prinz Wilhelm im Trauer⸗ zuge. Glogau. Vorbereitungen zum Empfange Sr. Ma⸗ jestaͤt des Koͤnigs. Erdmannsdorf. Ankunft des Prinzen Albrecht Koͤnigl. Hoheit. Berlin. Koͤnigl. Kabinets⸗Ordre, die Belegung der Sparkassen⸗Bestaͤnde und die Sportel⸗ und Stempel⸗Freiheit in Armen⸗Angelegenheiten betreffend. Bonn. Versammlung der Phtlologen ꝛc.

Wissenschaft, Kunst und Literatur. Riemer uͤber Goͤthe.

Amtliche Machrichten.

Kronik des Tages. Berlin, den 6. Oktober. 8 Se. Majestaͤt der Koͤnig sind von der Reise nach Schle— sien hier wieder eingetroffen.

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben den Staats⸗ und Kabinets⸗ Minister, Freiherrn von Werther, auf seinen Wunsch, von der Leitung des Ministeriums der auswaͤrtigen Angelegenheiten Aller⸗ gnaͤdigst zu entbinden und solche dem zum Staats⸗ und Kabi⸗ nets-Minister ernannten bisherigen Gesandten am Kaiserlich Oesterreichischen Hofe, Grafen von Maltzan, zu uͤbertragen, die Verwaltung der Angelegenheiten des Fuͤrstenthums Neuchatel und Valangin dagegen dem Ersteren vorzubehalten und denselben zugleich zu Allerhoͤchstihrem Ober-Marschall zu ernennen geruht.

Dem Zahnarzt Karl Berthold Alexander Lomnitz in Berlin ist unter dem 30. September 1841 ein Patent

auf ein Verfahren, Metalle auf electrochemischem Wege

zu vergolden, soweit es als neu und eigenthuͤmlich aner⸗ kannt worden ist, ohne Jemanden zu behindern, auf die bekannte Weise mit Huͤlfe der Elektrizitaͤt Metalle zu vergolden, auf Fuͤnf Jahre, von jenem Tage an gerechnet, und fuͤr den Um⸗ fang der Monarchie ertheilt worden.

Frankreich.

Paris, 1. Okt. Mehrere hiesige Blaͤtter enthalten ein Pri⸗ vatschreiben aus London vom 28. September, worin behauptet wird, daß das Tory⸗Ministerium sich nicht gefuͤgiger in Bezug auf Frankreich zeige, als es Lord Palmerston that. Lord Aber⸗ deen soll sich weit schroffer gezeigt haben, als Herr von St. Au⸗ laire erwartete und haͤtte von vorne herein ohne die geringsten Umschweife auf das bestimmteste erklaͤrt, daß England es nicht dulden koͤnne, wenn Frankreich, kraft der Besetzung Algiers, nach einer Art von See⸗Ober⸗ Herrschaft im Mittellaͤndischen Meere strebe, sich in die Tunesische Angelegenheit einmische und den Sultan zu verhindern suche, daß er den Bey von Tunis, seinen Vasallen, der jeden Tribut zu zahlen wei⸗ gere, zuͤchtige. „Bis jetzt“, haͤtte Lord Aberdeen hinzugefuͤgt, „haben wir Alles gethan, um in der Tunesischen An⸗ gelegenheit keine Schwierigkeiten hervorzurufen, wir haben Frank⸗ reich einen Beweis unseres guten Willens gegeben, indem wir es vermieden, ihm Verlegenheiten zu bereiten; aber das muß ein Ende haben. England wird es nicht dulden, daß Frankreich in Tunis intervenire, den rebellischen Bey beschuͤtze, und so seinen Einfluß an der Afrikanischen Kuͤste auf Kosten der Rechte des Sultans vermehre. Das beste Mittel fuͤr Frankreich, um seine friedlichen Absichten zu beweisen, wuͤrde darin bestehen, wenn es seine Seestreitkraͤfte im Mittellaͤndischen Meere verminderte, eine

““

theilweise Entwaffnung in Toulon wuͤrde ein Pfand der Eintracht zwischen den beiden Laͤndern seyn.“

Der Toulonnais vom 28sten d. sagt, daß die Tunesische Angelegenheit sich taͤglich mehr werwickele, und daß Algier von den Englaͤndern bedroht werde. Er fuͤgt hinzu, daß der „Papin“ am 26sten Abends 11 Uhr Toulon verlassen habe, um sich nach Tunis zu begeben, wohin ihm binnen kurzem mehrere Schiffe folgen sollen. Man liest zu gleicher Zeit in der Sentinelle de la Marine vom 28sten, daß das Linienschiff „le Genereux“ Anstalten zur Abreise trifft, und daß mehrere Dampfschiffe den Befehl erhalten haben, Kohlen einzunehmen, um bereit zu seyn, auf das erste Signal in See zu gehen. Das Dampfschiff „le Phaöëton, welches mit Depeschen fuͤr den Capitain Leray nach Tunis expedirt worden war, wird jeden Augenblick in Toulon zu⸗ ruͤckerwartet.

Das Journal des Débats enthaͤlt Folgendes: „Es scheint gewiß, daß die zwischen Frankreich und Belgien eroͤffnete Unter⸗ handlung nicht, wenigstens fuͤr jetzt nicht, das große Resultat ha— ben wird, welches wir herbeigewuͤnscht hatten. Wir wußten wohl, daß ein Zoll⸗Verband bei naͤherer Pruͤfung auf große Schwierig⸗ keiten stoßen wuͤrde; aber wir hatten die Hoffnung, daß ein fester und aufrichtiger Wille von beiden Seiten dieselben besiegen wuͤrde. In Ermangelung jener Combination bleiben indeß noch ander— weitige Arrangements zu treffen, die geeignet sind, unsere Han⸗ dels⸗Beziehungen mit Belgien zu verbessern, und man muß glau⸗ ben, daß die Unterhandlung wenigstens zu einem Abschluß kom⸗ men wird, der, wenn er auch nicht vollkommen zufriedenstellend, doch von einiger Wirksamkeit ist.“ Die Presse dagegen er⸗ klaͤrt, daß die Unterhandlungen auf unbestimmte Zeit verschoben waͤren, und daß man auf keine Loͤsung mehr rechnen duͤrfe.

Die Gendarmerie hat gestern ein Individuum verhaftet, welches als eines der thaͤtigsten Anstifter der Emeute bezeichnet wurde, welche kuͤrzlich Paris beunruhigte. Man hat zwei mit Kugeln geladene Pistolen, eine Schachtel mit Zuͤndhuͤtchen und eine kleine Ouantitaͤt Pul⸗ ver bei ihm gefunden. Nach der Polizei⸗Praͤfektur gefuͤhrt, nannte er sich Antoine Boidin und gab vor, in einem hiesigen Hand⸗ lungshause beschaͤftigt zu seyn. Spaͤter gestand er ein, daß er Soldat im 3ten Linien⸗Regimente gewesen und am 15. Septem⸗ ber desertirt sey. Die Pistolen haͤtte er bei sich gefuͤhrt, um sie gegen diejenigen zu gebrauchen, welche ihn verhaften wollten. Er leugnet, irgend einen Antheil an den Emeuten genommen zu ha⸗ ben, und behauptet, daß nur der Widerwille gegen das Soldaten⸗ leben ihn zur Desertion veranlaßt haͤtte. Er ist vorlaͤufig nach dem Militair⸗Gefaͤngnisse der Abbage gebracht worden.

Im Temps liest man: „Die Angelegenheiten des Notars Lehon, die ein Defizit von 8 Millionen Fr. ergeben, sind ihrer definitiven Erledigung nahe, und Herr Lehon wird, Dank seinem Bruder, dem Belgischen Gesandten, und anderen maͤchtigen Ver⸗ mittlern, binnen kurzem in Freiheit gesetzt werden.“

An der hiesigen Boͤrse hat abermals ein bedeutender Speku⸗ lant, den die Journale als Baron d'E.... bezeichnen, seine Zah⸗— lungen eingestellt und die Flucht ergriffen. Derselbe hatte noch wenige Tage zuvor gegen nachtheilige Geruͤchte, die uͤber seinen Vermoͤgens⸗Zustand zirkulirten, in den oͤffentlichen Blaͤttern pro⸗ testirt. Er soll 900,000 Fr. Zproc. Renten in blanco verschlossen haben. An Differenzen bleibt er uͤber eine Million Fr. schuldig. Der Graf Lehon, außerordentlicher Gesandter und bevollmaͤch⸗ tigter Minister des Koͤnigs der Belgier, ist gestern nach Com⸗ piegne abgereist und wird sich von dort nach Bruͤssel begeben, wohin er von dem Koͤnige Leopold berufen worden ist. Waͤhrend seiner Abwesenheit wird der Legations⸗Rath Firmin Rogier als Geschaͤftstraͤger fungiren.

Der Courrier frangais will mit Bestimmtheit wissen, daß Lord Cowley, Bruder des Herzogs von Wellington, zum Eng⸗ lischen Botschafter in Frankreich ernannt worden sey.

Man spricht mehr als je von der Vermaͤhlung der Koͤnigin Isabella von Spanien mit dem Sohne des Infanten Don Fran⸗ cisco de Paula. Es scheint gewiß, daß sich in diesem Augenblicke mehrere Agenten der Franzoͤsischen Regierung in Madrid befin⸗ den, um wegen dieser Verbindung zu unterhandeln.

Boͤrse vom 1. Oktober. Heute, als am ersten Tage der Liquidation, war das Geschaͤft ziemlich lebhaft und der Cours der Zproc. Rente steigend. Dieselbe schloß zu 79.45.

ꝓ††½ Paris, 1. Okt. Der von der Kolonial⸗Kommission un⸗ ter dem Vorsitz des Herzogs von Broglie ausgearbeitete Entwurf der Sklaven⸗Emancipation ist jetzt dem Kolonial⸗Rathe der Insel Bourbon vorgelegt worden, und diese Versammlung hat sich be⸗ reits in ihrer Antwort auf die Eroͤffnungs⸗Rede des Gouverneurs in einer Weise uͤber die Absichten der Regierung geaͤußert, welche den starrsinnigsten und unbedingtesten Widerstand gegen jeden denkbaren Plan der Aufhebung der Sklaverei voraussehen laͤßt. Es ist leider nur zu gewiß, daß die große Mehrzahl der Pflanzer in den Franzoͤsischen Kolonieen der Idee der Sklaverei mit Fana⸗ tismus anhaͤngt, daß sie dieses Institut als ein natuͤrliches Gesetz, ihren Besitzstand als ein heiliges, unantastbares Recht betrachtet und fest entschlossen ist, keinen Finger zu ruͤhren, um die Emanci⸗ pation unter irgend einer Voraussetzung zu erleichtern. Wir werden nur der Gewalt weichen, ist ihre Losung; man kann uns hinopfern, aber nicht zwingen, die Werkzeuge unseres eigenen Un⸗ terganges zu seyn. Durch diese hartnaͤckige und systematische Op⸗ position gegen die Maßregel, die ihnen als unwiderruflich beschlos⸗ sen angekuͤndigt ist, werden die Kolonieen es allerdings dahin bringen, die Emancipation zu verzögern und zu erschweren, aber sie vermehren daͤdurch auch die Gefahren derselben in hohem Grade. Doch die Kolonisten verblenden sich recht gefliffentlich uͤber ihre eigene Lage, se weit, daß sie sogar man wuͤrde es vielleicht nicht glauben, wenn ich es nicht mit eigenen Ohren ge⸗ hoͤrt haͤtte mit offenem Aufruhr drohen, wenn Frankreich sie aufs Aeußerste treibe. Als ob Frankreich zur Demuͤthigung und Zuͤchtigung einer solchen Empoͤrung etwas Anderes zu thun brauchte, als die Garnisonen der Kolonieen einzuschiffen.

Wenn dieser Widerstand das Ergebniß des Racen⸗ hasses, der Habgier, der Herrschsucht, kurz aller der boͤsen Leiden⸗

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schaften ist, welche von dem Sklavenwesen unzertrennlich sind, so wird er durch falsche oder einseitige Darstellungen von der Lage der Emancipations⸗Frage noch gesteigert. In dieser Hinsicht wirken besonders die Delegirten der Kolonieen aͤußerst nachtheilig. Da sie von den Kolonial⸗Versammlungen periodisch gewählt wer⸗ den und ein sehr bedeutendes Gehalt haben, so ist es leicht be⸗ greiflich, daß sie den Wuͤnschen und Hoffnungen derselben durch die guͤnstigsten Schilderungen der Verhaͤltnisse schmeicheln. Nichts ist natuͤrlicher, als daß die Kolonieen durch die ermuthigenden Worte von Maͤnnern, wie die Herren Mauguin, Ch. Dupin, Janvier u. A, welche Delegirte waren oder noch sind, in ihrem Widerstands⸗Systeme bestaͤrkt werden. Dazu kommt dann noch ein besonders fuͤr die Kolonieen berechneter Journalismus, der in der Vertheidigung der Interessen seiner Klienten Alles zu uͤber⸗ bieten sucht, was Eelbstsucht und Leidenschaft in ihrem eigenen Namen vorbringen koͤnnten. Endlich hat die fatale Geschichte der Herren Granier de Cassagnac und Capo de Feuillide gezeigt, wie die Regierung selbst durch Miß⸗ griffe oder Uebereilung in den Kolonieen die Meinung befoͤrdert hat, daß der Emancipationslaͤrm nicht so ernstlich gemeint sey und eigentlich nur dazu diene, die ewigen Reclamationen des Liberalis⸗ mus und der Philanthropie zu beschwichtigen.

Ungluͤcklicher Weise giebt es aber wirklich eine, von dem guten Willen der Regierung und der Legislatur einigermaßen un⸗ abhaͤngige große Schwierigkeit, welche die Emancipation noch viele Jahre lang zu verzoͤgern droht, naͤmlich die Entschaͤdigungs⸗Frage. Die den Kolonisten zu zahlende Entschaͤdigungs⸗-Summe wird nach den geringsten Anschlaͤgen auf 250 Millionen berechnet, und der Franzoͤsische Schatz wird sich in seiner jetzigen Verfassung und bei den ihm vom vorigen Ministerium aufgebuͤrdeten Lasten, schwerlich im Stande fuͤhlen, der bloßen Idee der Pflicht ein so bedeutendes Opfer zu bringen. Daher werden denn nothwendiger— weise Vorschlaͤge einer stufenweisen Emancipation, bei der die Sklaven ihre Freiheit selbst ganz oder theilweise verdienen sollen, in den Vordergrund treten. Ein solches System hat aber unfehl⸗ bar nicht allein die absoluten Vertheidiger der Sklaverei, sondern auch diejenigen zu Gegnern, welche da glauben, daß es endlich Zeit sey, etwas Vollstaͤndiges zu thun. So ist denn alle Aussicht vorhanden, daß nachdem das Ob entschieden, der Streit uͤber das Wie noch ein halbes Menschenalter und laͤnger dauern koͤnne.

Großbritanien und Irland.

London, 1. Okt. Der Marquis von Lisboa ist dieser Tage der Koͤnigin als außerordentlicher Gesandter und bevollmaͤchtigter Minister Brasiliens am Hofe von St. James vorgestellt worden.

Sir Stratford Canning wird, wie es heißt, den Gesandt⸗ schafts⸗Posten in Konstantinopel erhalten, nachdem er den in Wien abgelehnt hat. Einige Tory⸗Blaͤtter scheinen aber mit dieser Wahl nicht ganz zufrieden zu seyn; sie meinen, Sir Stratford Canning habe fruͤher in St. Petersburg nicht den kuͤhlen Takt und die vorsichtige, aͤußerlich parteilose Ruhe bewiesen, die eine Haupt⸗ Eigenschaft jedes Diplomaten seyn muͤsse.

Lord Stuart de Rothesay wird vom Geruͤcht als General- Gouverneur Ostindiens bezeichnet; auch glaubt man, daß Lord Heytesbury und Sir Edward Vaughan bald eine Anstellung von dem neuen Ministerium erhalten wuͤrden.

Es heißt, der Vice-Admiral Sir Edward Owen werde den Ober⸗Befehl im Mittelmeere uͤbernehmen.

Aus Cartagena wird gemeldet, daß der Insurgenten⸗Chef Carmona noch immer die Staͤdt blokirt hielt. Es ist hiernach die neulich gegebene Nachricht von der Blokade Cartagena's dahin zu berichtigen, daß nicht die Regierung von Neu⸗Granada, sondern dieser Insurgenten⸗Chef Carmona die Stadt Cartagena in Blo— kade⸗Zustand erklaͤrt hatte, und daß diese Blokade, als eine fak⸗ tische, von der Britischen Regierung in der Hof-Zeitung anerkannt worden ist. Carmona ist naͤmlich der Ober-Befehlshaber von Manzanares, welches sich fuͤr die Foͤderativ⸗Verfassung erklaͤrt und daher, als einer der neuen Foͤderativ⸗Staaten in Reu⸗Gra⸗ nada gegen die Central-Regierung dieser Republik empoͤrt hat. Gouverneur dieses Staates ist Francisco Antonio Obregon, der unterm 8. Juli die Blokade⸗Erklaͤrung gegen Cartagena erließ „um“, wie es in seinem Dekrete heißt, „sowohl die Zufuhr von Lebensmitteln nach jener Stadt abzuschneiden, als auch die Ent⸗ weichung der Rebellen (d. h. der Anhaͤnger der Central⸗Regie⸗ rung) von dort zu verhindern.’“ Mit Aufrechthaltung der Blo⸗ kade wurde der kommandirende Offizier des Geschwaders von Manzanares, Jose Antonio Padilla, beauftragt. Der eigentliche Chef der foͤderalistischen Empoͤrung ist aber der oben genannte Francisco Carmona, General und Chef der Insurrections⸗Trup⸗ pen, der unterm 14. Jul noch ein zweites Dekret hin⸗ sichtlich der Blokade von Cartagena erließ und die Zwecke und Vorschriften derselben naͤher auseinandersetzte. In die⸗ sem Dekrete wird gesagt: 1) Daß in Folge des Ver⸗ raths eines Chefs die Stadt Cartagena den Agenten der Central⸗ Reglerung uͤbergeben worden sey, ganz im Widerspruch mit dem aus den Berathungen hervorgegangenen Votums der Majoritaͤt der Einwohner der Stadt, als der einzigen legitimen Basis der Macht bei dem jetzigen Zustande der Civilisation. 2) Daß in Folge der offenkundigen Meinung der Einwohner der besagten Provinz Cartagena, und um die Pflicht zu erfuͤllen, welche in Bezug auf Manzanares ihm (Carmona) obliege, Cartagena's Be⸗ stehen unter der Foͤderativ⸗Form sicher zu stellen, er die militairi⸗ schen Operationen zu Lande und zu Wasser begonnen habe, in der Absicht, die mißvergnuͤgten Einwohner der besagten Stadt zum Gehorsom zuruͤckzufuͤhren und sie mit der Mehrheit der freiwillig geaͤußerten Meinung der Buͤrger zu vereinen, welche, der na⸗ tuͤrlichen Rechte und Privilegien eines souverainen Volkes bedie⸗ nend, sich von der Central⸗Regierung in Bogota losgesagt und eine andere, ihrem Gluͤcke und ihrer Wohlfahrt mehr entsprechende Regierungsform organisirt haͤtten. 3) Daß ungeachtet der feind⸗ seligen Maßregeln, welche getroffen werden muͤßten, um die Stadt Cartagena zu zwingen, sich zu ergeben, es doch in keiner Weise die Absicht sey, die Interessen des fremden Handels zu beeintraͤch⸗ tigen, wodurch man den freundlichgesinnten Nationen, mit welchen