folgten, trat auf unserem Platz eine sehr fuͤhlbare Geschaͤfts⸗Pause ein, die den Umsatz in allen Gattungen von Wollen, bis auf Schle⸗ sische Lammwolle laͤhmte. In diesem Artikel war das Geschaͤft leb⸗ heaft, indem von verschiedenen Seiten Auftraͤge eingegangen waren und auch einige auswaͤrtige Haͤuser deshalb sich hier aufhielten. Im
1252 — — Spremberg, 4. Okt. Bei dem am 4ten d. M. hierselbst abgehaltenen Herbst⸗Wollmarkte wurden circa 320 Cent⸗ ner Mittelwolle eingebrdcht und zu den Preisen von 56 bis 59 Rthlr. verkauft.
Antwerpen, 4. 0kt. Ziaal. 5 G. Neue Aul. 19 G. PFrzankfurt a. M., 6. oOkt.
2 ½ 55 ¾ Br. 1¼ 24 ⅛ Be. zu 500 Pl. 137 ¾. 137 ½.
Oesterr. 5 % Met. 107 ⅞ g. Bank-Aet. 1907. 1905. Loose zu 100 Fl. —.
4⁰ 99 d. Partial -Obl. —. Loo0 Preuss. Präm. Sch. 81 G
Allgemeinen war indessen das Quantum von Lammwo
Jahre viel geringer, als es sonst zu seyn pftegte, da vorhergegangenen strengen Winters
mern sc
Schlesischer mittelfeiner und mittel und Posenscher wovon heute nur noch
sehr flaues Ergebniß geliefert.
Von auswaͤrtigen Kaͤufern hat sich nur eine sehr geringe Anzahl
eingefunden. Berliner Woll⸗Haͤndler, denen sonst der
Polnischen Wollen auf dem jebigen Markte gut rentirte, sind, mit
einigen Ausnahmen, gar nicht gekommen und so beschraͤ
nahe die ganze Masse des zu verkaufenden Quantums auf unsere in⸗ ländischen Fabrikanten, die zwar von Leipzig von einer guten Tuch
kommen, dennoch in geringerer Zahl sich eingestellt haben.
Der meiste Umsatz ist bis heute in mittelfeinen Schlesischen und
messe
in mittel⸗ und geringen Polnischen Wollen gewesen; in und Mittelpolnischen Wollen ist Manches gemacht wo
Schlesische Sommerwollen zum groͤßten Theil verkauft sind. Im Allgemeinen kann man die Preis⸗Reduzirung gegen letzte
Fruͤhjahrpreise um 6 bis 8 Rthlr. annehmen; hiervon Wollen ausgeschlossen, die sich zu den fruͤhern Preisen Das zum Verkauf gestellte Quantum bestand aus: Schlesische Einschur⸗Wolle dito Sommer⸗ dito . Polnische und Gallizische Einschur- Wolle 8 Zesterreichische Wolle.. “ Russische EEZZZ““
.ö55 2*
ters die Sterblichkeit unter den Laͤm r bedeutend gewesen ist; es blieb daher immer viel Frage
wenig auf unserem Platz zu finden ist. Der heute als beendet anzusehende Herbst⸗Wollmarkt hat ein
circa Ctr.
lle in diesem
do. 4 % Anl. 102
in Folge des
Meteorologische Beobachtungen.
Hell. 50 ½. 50 ½.
Lammwolle, 1841.
Morgens 8. Oktober. 6 Uhr.
Nachmitta 2 Uhr
do. linkes —. Dresden 100 G.
Hambur
Abends 10 Uhr.
Nach einmaliger Beobachtung.
Luftwärme.. Thaupunkt ... Dunstsättigung Wetter
Einkauf von —+ 6,10
71 pCt
+ 5,0° n. 81 pct. heiter. sW.
ikte sich bei sw. SW. Par. + 8
Wolkenzug. .. Tagesmittel: 330,32
mittelfeinen rden, so wie
E8111
n &
Luftdruckk.. 329,01 Par. 330,94“ Par. 331 701 Par. + 6,22 n. † 11,2 n. + 7,72 n.
R.
regnig.
8
r
Den 9. 0 ktober 1841.
Quellwärme 8,1°9 R.
Flusswärme 10,9⁰° Bodenwärme I11,5°R. Ausdünstung 0,039, Rh. Niederschlag 0,041 Rb. Wurmewechsel† 11 „,4 8.
heas + 8,20. R. + 5,80° h. 78 pct. SW.
+ 6,20R. Passive 5 8¼. 82 pot. heiter. SW.
Eisenbahn-Actien. st.
London, 5. 0Ot. Ausg. Sch. 11 ½. 8 4 ½ Holl. —. 5 9
Eugl. Russ. 112 ⅛. Bras. 60. Columb. 20 ½. Mex. 241 ⅞. 1“
Paris, 4. o0kt. 79. 55. 5 ½ Neapl. fin cour. 105. 60. 5 ½ Span. Rente 23 ½.
Wien, 4. 0!t. hee. 1 ½ —. Bank-Aectien 1555. Aul. de 1834 136 ½. de 1839 109 ‧.
2 G. Poln. Loose 74 G. 5 ½ Spau. Aul. 21⅞. 21 ½. 2 ½ 2
Germain —. Versailles rechtes München-Augsburg —. Strassburg -Basel 245 Br.
Köln-Aachen 99 ½ Br. g, 7. Okt. Bank-Aectien 1605 Br.
Cons. 3 2 89 ½.
Engl. Russ. 108
Belg. —. Port.
Chili —. 00 — 4 5 ½ Rente fin cour. I114. 75. 3 ½ Rente fin
5 % met., 106 ½. 4½ 98 ½. 3 ¾ 1. °
EE’
S e.
sind geringere behaupten.
V Pr. Cour.
Fon ds. s Brief. Geld.
Pr. Cour.
Kctien. . (Geld.
3000
1500 St. Schuld-Sch. 4 104
15 103½ 23500 Pr. Engl. Obl. 30. 3 102
800 88 8 1000 Präm. Sch. der V
18“
— 80
8 also zusammen ⸗
₰ 2 — 2 8 Davon sind bis heute ungefaͤhr nur Ctr. 15000 verkauft, ein Bestand von Ctr. 14800 bleibt.
Die Preise der verschiedenen Wollen stellten sich wie folgt: 100 — 110 Rthlr.
68 — 60 — 65 — 60 —
50 —
Hochfeine Schlesisch Feine dito Mittelfeine dito Mittel dito Hochfeine Sommerwolle Mittel dito G ⸗ Hochfeine Schles. Sterblingswolle Mittelfeine dito dito Feine Schweißwolle 8 Gerberwolle 2 Hochfeine Schles. Lammwolle Feine dito dito Mittelfeine dito dito Schhlesischen Ausschuß dito — Feine Polnische Einschurwolle ⸗ Mittelfeine dito dito 8 Mittel dito dito — Geringe dito dito Feine Polnische Lammwolle Mittel dito dito Geringe dito dito Feine Polnische Sommerwolle Mittel dito ddito Polnischer Ausschuß Polnische Sterblingswolle Russische geringe Einschur Oesterreichische Wolle Weiße Zackel⸗Wolle Schwarze dito
Einschur pro Ctur.
45 — 38 — 71919,8— 978) es 65 —
1 2
U
II1I1“
i5 es 55 — 46 — 38 — 60 — 53 — 46 — 55 — 8 30 — 38 — 38 —
A
N
A
8)
Bekanntmachungen.
Kriminalgerichtliche Bekanntmachung. 9)
In der Nacht vom 18. zum 19. September d. J. 8 sind aus dem Koͤniglichen Museum fuͤr vaterlaͤndi⸗ 10) sche Alterthuͤmer, im Garten des Koͤniglichen Schlos⸗ ses Monbijon belegen, die unten aufgefuͤhrten Gold und Silbersachen mittelst Einbruches entwendet wor⸗ den. Auf die Wiederherbeischaffung derselben ist nach der Bekanntmachung des Koͤniglichen Polizei⸗Praͤ⸗ sidii, de dato 272. September c., eine Belohnung von Tausend Thalern gesetzt. Unter Bezug⸗ nahme auf diese Bekanntmachung werden alle die⸗ jenigen, welche das gestohlene Gut oder einen Theil desselben in ihrem Besitze haben, so wie diejenigen, welche uͤber den Verbleib des gestohlenen Gutes ir⸗ gend eine Auskunft zu ertheilen im Stande sind/ hierdurch aufgefordert, die in ihrem Besitze befind⸗ lichen Gegenstaͤnde ungesaͤumt zum Devpositorio des unterzeichneten Kriminalgerichts einzuliefern, so wie ihre Wissenschaft von dem Verbleibe des gestohlenen Gutes dem ernannten Inquirenten, Herrn Krimi⸗ nalgerichts⸗Rath Noͤrner, taͤglich Vormittags von 8 bis 2 Uhr, im Kriminalgerichts⸗Gebaͤude, Mol⸗ kenmarkt Nr. 3, mitzutheilen oder dem Kriminal⸗ gerichte schriftliche Anzeige davon zu machen. Wer diese Aufforderung nicht beachtet, setzt sich der Ge⸗ fahr aus, kuͤnftig als Diebeshehler mit zur Unter⸗ suchung gezogen und bestraft zu werden.
Berlin, den 6. Oktober 1841. 1
Konigliches Kriminalgericht hiesiger Residenz.
539219ouböö
Verzeichniß der gestohlenen Gegenstaͤnde. 4) Ein in der Mitte durchgehrochenes Stirnband vpon feinem Goldblech, 8 ½ Dukaten an Gewicht. 4⁷ 97 2“ lang und 1 1 breit, sehr duͤnn ge⸗ heaͤmmert, an beiden etwas spitz zulaufenden En den befindet sich eine kleine zum Durchziehen eines Bandes geeignete Oeffnung, an beiden Enden zunaäͤchst unter dieser Oeffnung befinden sich getriebene Ornamente, und zwar erst drei . von Schraäͤgstrichen, dann
8 entrische Kreise und endlich ch eine
Stricheahe, v endlich noch eine
2) Fragment einer spiralfoͤrmig in sich ge⸗ 2 Stange von feinem Golde, das 2;ee in eine hufeisenfoͤrmige Platte aus, die auf ei⸗ ner Seite mit eingepraͤgten Ringen verziert ist. Die Einwirkung des Feuers ist sichtbar.
3) Ein fast wie ein Arm gestaltetes Fragment von 14) massivem feinem Golde. 1
4) Ein aͤhnliches noch mehr durch Feuer unkennt⸗ lich gewordenes Fragment.
5) Ein fast wie ein kleiner Kuͤraß gestaltetes, durch das Feuer fast ganz zur Schlacke umgestaltetes Fragment von feinem Golde.
6) Eine stark mit Silber legirte Goldstange, 3 ½ lang, ³½ dick. 8
7) Eine Schlacke zusammengeschmolzenen Metalls, worin nuͤr wenig Gold zu seyn scheint
2) Eine kleine Schnalle von feinem Golde, das
Seebandlung. 29800
Kurm. Schaldv. 3 ½ 102 ½ wo alsdann
101 ⅔ 103 ½
Berl. Stadt -Obl. 4 103 ¾ 99 ⅔
Elbinger do. 3 ½ 100 Danz. do. in Th. — Westp. Pfandbr. 3 ½ Grossh. Pos. do. 4 Ostpr. Pfandbr. 3 ½
Pomm. 3 ⅔
65 Kur- u. Neum. do. 3 ½
70 Schlesische do. 3 ½
85
74
do.
do.
do.
And
I“
Dise
Brl. Pots. Eisenb. 5 do. do. Prior. Aet. Mgd. Lpz. Eisenb. do. do. Prior. Aet Brl. Anb. Eisenb.
Düss Elb. Eisenb. 5
Kbein.
Gold al marco Friedrichsd'or
zen à 5 Th.
Preise
Scherz in 1
Montag, Lustspiel in 5
do. Prior. Aet. 4
do. Prior. Aet. 5 Eiseub. 5
Se⸗ * 8 ere Goldmün- Senneterre, G
V *
vonto
70 55 50 42
spiel in 5 Abt Thlr. zu 30 Sgr. “ ü. Brief.]Geld.
105 85 70 48 70 60 48 42 65 56 50 58 50
Amsterdam do. RüEZZA4“ 6 do.
London
Wien in 20 Xr.
Augsburg
Breslau
Leipzig in Courant im 14 Thl. Fuss. . Franleturt a. M. WIAFö Petersburg .
Mk. Mh. 2 LSt. 8 dd114““ 300 Fr. 822 150 F 2 159 2— 100 7 2 100 100 F
1 S
Thlr. 8
EI1111“ Kurz 149 dSe⸗ Mt. 148 ¼ Mt. — Mt. Mt. Mt. Mt. Tage Mt. Woch.
DSDSponntag, 3 Akten, von
6 18 ⅔ 78 1 102 ½ — 101½ 9 ½ — 99 8 101
I Rossini.
hlr.
Rbl. 3
38 — 44 45 44
23
Amsterdam, 5. 0Okt.
Präm. Sch. —. Pol. —. Oesterr. 10
Eine kleine duͤnne Platte gemischten Metalles, goldhaltig.
Ein massiver goldener Fingerring, an dessen ei⸗ ner Seite ein kleiner Buckel.
Ein massiver, 227 Dukaten im Gewicht halten⸗ der Goldring von dem feinsten Dukatengolde. Loͤwen oder Drachenkoͤpfe bilden Enden, arabeskenartige Verzierungen vertreten. die Stelle der Maͤhnen, die Oeffnung ist weit ge nug, drei ein achtel Zoll und 2 ½ Zoll in Lichten, um die Hand hindurch zu stecken und den Ring am unteren Arm zu tragen. Es ist indessen keine Spvur, daß er getragen oder gebraucht worden, sichtbar. Die Dicke des Goldes betraͤgt ³0, bei der Haͤmmerung desselben ist in der Mitte ein etwas erhabener Reifen gelassen. An dee Ober flaͤche sind einige Einschnitte in das Gold be⸗ merkbar.
Zwei gebrochene Schnallen von gehaͤrtetem Eisen oder Stahl, mit einem feinen Goldblech statt der Vergoldung bekleidet. An dem Ringe der Schnalle, deren Zuͤnglein durchgebrochen worden ist, war ein Goldplaͤttchen befestigt, getrieben und mit zwei Reihen Steinchen besetzt, so jedoch, daß nur drei in jeder Reihe vorkommen, zuerst das Dreieck, dann der Rhombus und zuletzt das Oblongum.
Heftende bildet ein Rechteck, dessen obere Seite durch eine auf⸗ und absteigende Spitze von Gold in 4 Dreiecke getheilt wird, welche mit aͤhnli⸗ chem Glasfluß wie die vorhergehenden Schmuck⸗ sachen ausgelegt sind.
Ein wie ein Degenbuͤgel gestaltetes massives Stuüuͤck des feinsten Goldes von 97 Dukaten Ge⸗ wicht. Die innere Seite des Buͤgels ist, so wie
Auswärtige Niederl. Kanz. Bill. 25 ¼. 5 % Span. 19 ¾. Passive. 54
16 -
die offenen
33 588
5) Ein goldener Armring aus einem einfachen duͤn⸗
7) Ein großer goldener Armring, in dem einge⸗
18) 19)
20)
21) 22)
83) 24)
25) 26)
27) Zwei dergl.
der obere Theil des unteren Endes, flach gehaͤm⸗ 28)
mert. Der uͤbrige obere Theil und die Seiten sind mit Reliefs verziert; zwei mit Schwert und Schild bewaffnete auf Pferden reitende Maͤnner, ein knieender und einen Bogen spannender Schuͤtze, Hirsche und andere Gegenstaͤnde zieren den Ruͤk⸗ ken, liegende Menschengestalten, Hunde, Drachen und Voͤgel, einander verfolgend und zum Theil einander verschlingend, bilden die Verzierungen der Seiten; eine dreifache Perlenreihe umzieht die breite Mitte des Buͤgels und bildet auch den Schluß der beiden Enden. Der Grund, auf welchem die Relief⸗Darstellungen hervortreten, ist punktirt. Ein Schmuckstuͤck aus sehr feinem Golde mit farbigem Schmelzwerk, bestehend aus laͤnglich runden Baumeln, 3“ lang, aus durchbrochenem Blaͤtter⸗ und Blumenwerk, zum Theil mit wei⸗ ßem und blauem Schmelz geziert, mit dazwischen fenfenhen fenen Goldfaͤden, auf welchen wahr⸗ heinlich ehemalsPerlen gereiht waren. Das Ganze um eine goldene Roͤhre befestigt. Darunter be⸗ ee och, ee zweier Ringe, die in eine dech örten und dunkelblau emaillirten Blaͤttern bestehende Rosette eingreifen,
Börsen. wirkl. Schuld 51 92
Gedruckt in 5 % do. 100⁸½
16 „ 5 6. Preuss.
16 „
Ausg. —. Zinsl.
eine bis zur untersten Verzierung 2“ lange zweite Baumel, einer sphaera armillaris sehr aͤhn⸗ lich, in deren vertieften Reifen die runden Ein⸗ druͤcke kleiner Kugeln und darin noch haftender Golddraͤlhe zu erkennen geben, daß diese Reifen einst mit Perlen ausgefuͤllt waren. Oben und unten ist jede der beiden Baumeln mit einem doppelten Blumenkelch theils aus weißer, theils aus gruͤner und blauer Emaille bestehend, abge⸗ schlossen. Der ganze Schmuck ist bis ans Ende des untern beschaͤdigten Ringes 6 lang und an⸗ geblich 2 Loth schwer. .
nen Reifen bestehend, der an den offenen Enden, von denen etwas abgeschnitten ist, geringelt er scheint, in der Mitte aber zu einer mit Streifen verzierten Platte sich erweitert.
v. Goldbrakteaten und eine Perle von Gold⸗ rath.
druͤckte, oben dreieckige, unten runde Zierrathen, 200 Thlr. an Werth.
Ein goldener Fingerring mit reicher Verzierung. Ein etwa 3 ½ im Durchmesser haltender Arm⸗ ring von duͤnnem Goldblech.
Ein uͤber 4 Loth schwerer goldener Armring von außen verziert, an den Auslaͤufen in 2 Spiralen endend.
Ein gewundener goldener Armring. Zwei kleine goldene Spiralringe.
Ein goldener etwa 2 ½ im Lichten eckiger Reifenring.
Ein kleiner goldener Spiralring.
Ein etwas groͤßerer goldener Spiralring. Ein dergl.
haltender
Zwei Gewinde von dreifachem starkem Silber drath; die Drathstangen vierseitig mit abgerun deten Ecken, an einem Ende mit einem Knoͤpf⸗ chen versehen, dessen Seitenflaͤchen mit ein und demselben Stempel verziert, dessen Oberflaͤchen aber mit einem andern Zeichen gestempelt sind. Bis zu einer gewissen Seite gehen die dreifachen Windungen nach einer Richtung, und springen dann nach der entgegengesetzten Seite uͤber, ohne daß jedoch hier ein Gleichmaaß zu bemerken waͤre. Denn die erste etwas groͤßere der beiden Silberrollen hat ihre Windungsabschnitte in der verschiedenen Laͤnge 1 3 ½ , von 1 7, wieder von 17 7“ und ist in dem letzten Theile 1 2 ½1 also im Ganzen 57 8“ lang. Die zweite engere Rolle mit etwas duͤnnerem Drath ist in ver⸗ schiedenen Abschnitten 1"¼ 6½, 1 8 ½ 17 7 ½ und 1 1 ½, also im Ganzen 5 7½“ lang, er⸗ stere wiegt 1 Pfd. 9 Lth., die zweite 1 Pfd. 4 Lth. Silberwerth 64 Thlr.
Das dem Knoͤpfchen entgegengesetzte Ende ist
Dienstag, 2 Abth., Musik von Bellini.
△ — 4 g . „ Schauspielhause: Pour le premier début de Mad. Del⸗ vil dans Femploi des premières amoureuses: La Marquise de (Mad.
Delvil remplira de rêle de Mad. de Senneterre.)
Mittwoch, 13. Im Schauspielhause: Werner, Schau⸗
Königliche Schauspiele.
Sonntag, 10. Okt. Im Opernhause: Die Stumme von Portici, große Oper in 5 Abth., mit Ballet.
der Plaͤtze:
Ranges 1 Rthlr. 10 Sgr. ꝛc. Im Schauspielhause:
aus 2: Der Bevollmaͤchtigte, Akt, von Frau von Weißenthurn.
11 Hkr. Abth.
12.
Im Schauspielhause: Die nach Sheridan, von Leonhardi. Okt. Im Opernhause:
omédie en 3 actes, du thédâtre francais 5 2*—
Okt. h. von K. Gutzkow.
Ronigsstädtisches Theater.
10. Okt. Der Talisman. J. Nestroy. Musik von A. Muͤller.
Montag, 11. Okt. (Italienische Opern⸗Vorstellung.) II Bar- biere di Seviglia. Opera buffa in 2 Atti.
Dienstag, 12. Okt. Der politische Zinngießer. Vaudevi 1 Posse in 3 Akten. gießer. Vaudeville⸗
Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.
der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdrucker
“ v“ Bei dem Abschlusse des Debitwesens des verstorbe nen Julius von der Lancken sind fuͤr folgende 6 Glaͤu
1) den Handelsgaͤrtner Boͤck⸗
mann
des Herrn Herzogs Hol⸗
stein⸗Beck Durchlaucht . ⸗
das Hamburger Adreß⸗
Comtoir ...
Baͤcker Engels Erben.
den Apotheker Rose, vor⸗ e“
die Wittwe Paucker in
Hamburg 71ö
ad depositum genommen worden.
„Es werden daher diese Glaͤubiger nunmehr aufge fordert, in termino den 25. November d 8 Morgens 10 Uhr, auf dem Koͤnigl. Hofgerichte selbst oder durch hinreichend Bevollmaͤchtigte zu er
2) 3)
4)
6)
zukommenden Antheile, welche sich durch andere Ein⸗ fluͤsse noch etwas vermehren, nach Abzug der Kosten in Empfang zu nehmen, bei Vermeidung des Nach theils, daß sie nicht nur gaͤnzlich von diesem Debit wesen und mit Auferlegung immerwaͤhrenden Still⸗ schweigens werden ausgeschlossen, sondern daß auch
fuͤgt werden wird. Greifswald, den 22. September 1811.
Koͤnigl. Preuß. Hofgericht von Pommern u. Ruͤgen ( 9. Dr. Odebrecht. 1
s
Literarische Anzeigen. Bei Gustav Kuͤhn in Neu⸗Ruppin ist so eben erschienen und von der Gropiusschen Buch⸗ und Kunsthandlung in Berlin zu beziehen: Se He bh 2 i ch 8 e er auf Befehl Sr. Maitestaͤt des hochseliget igs
Fr. Wilhelm III. Isgeget Hlis wiederhergestellten Klosterkirche und des ehe maligen Dominikaner⸗-Moͤnch⸗Klosters
zu Neu⸗Ruppin, von Dr. A. F. Riedel. Auf Veranlassung des Magistrats zu Reu⸗Ruppin herausgegeben von Dr. Kampe 6 Bg. 4. brosch. ½ Thlr.
„In allen Buchhandlungen ist zu habet: John Bowring uͤber den Deutschen Zollverband. Aus dem Englischen uͤbersetzt von Dr. F. G. Buek. Berlin bei Wilh. Besser. gr. 8. brosch. 25 Sgr. Der Verleger erlaubt sich, durch gegenwaͤrtige An⸗
abgekniffen. 1811ͤ1
zeige auf dies interessante, wichtige und zeitgemaͤ zetg G 1 htig aͤße Buch wiederholt aufmerksam zu machen. E
Ufer —. Leipzig-
Neue Anl. 23½.
3 ½ 19.
cour, Passive 5 ½ 8
1 Musik von Auber. Ein Platz in den Logen des ersten
dramatischer . 8 1““ Hierauf: Vor hundert Jahren, Sittengemaͤlde in 4 Abth., von E. Raupach Laͤsterschule,
Norma, Oper in
Musica del Maestro
biger, welche sich zwar selvst nicht gemeldet haben, aber dennoch angezeigt und beruͤcksichtigt sind naͤmlich:
7
scheinen, um nach gebuͤhrender Legitimation die ihnen
uͤber diesen Deposital⸗Bestand anderweit rechtlich ver⸗
8 nmbhale.
Amtliche Nachrichten.
Frankreich. Paris. Herr von Bourqueney Gesandter in Kon⸗ stantinopel. — Die Presse uͤber die Entwaffnung. — Lamartine uͤber die Herabsetzung des Zolles vom fremden Schlachtvieh. — Ver⸗ mischtes.
Großbritanien und Irland. London. Truppen⸗Musterung. — Armen⸗Bill und Finanz⸗Operation. — Agitation Irlaͤndischer Geist⸗ lichen. — Chartisten⸗Versammlung in Manchester. — Flotten⸗Com⸗ mandeur im Mittelmeer. — Medizinischer Verein fuͤr Syrien. — Spanische Schuld⸗Verzinsung. — Vermischtes. — Parlaments⸗ Verhandlungen und Zustand des Landes. — Brief aus London. (Stellung der Geistlichkeit in Irland zu dem jetzigen Kabinet; die Kirche und die Dissenters in England.) 1
Belgien. Brief aus Bruͤssel. (Naähere Aufklaͤrungen uͤber den Abbruch der Verhandlungen mit Frankreich.) ] 1
Dänemark. Kopenhagen. Reise Ihrer Majestaͤten. — Be⸗ richte uͤber Dlle. Taglioni. 3 “]
Deutsche Bundesstaaten. Muͤnchen. Der Paͤpstliche Inter⸗ nuntius uͤberreicht seine neuen Akkreditive als Nuntius. — Truppen⸗ Inspizirungen. — Darmstadt. Neue Anwendung der Galvano⸗ plastik. — Karlsruhe. Reise der Großherzogin nach Tegern⸗ see. — Hamburg. Antraͤge des Raths bei der Erbgesessenen Buͤrgerschaft. b 1 “
Oesterreich. Schreiben aus Wien. (Truppen Inspizirungen; Hof⸗Feste zu Ehren der hier anwesenden Koͤniglichen Prinzen; Bevorstehende Vermaͤhlung des Erbprinzen von Modena mit Prin⸗ zessin Adelgunde von Bayern.) — Pesth. Fuͤrst Grassalkovics. † — Landtag in Siebenbuͤrgen.
Schweiz. Luzern. Schluß des Kreisschreibens in Betreff der Aargauischen Kloster-⸗Angelegenheit. — Zuͤrich. Instructions⸗ Entwurf in der Kloster⸗Angelegenheit. Schaffhausen. Angebliche Zoll⸗Erleichterungs⸗Antraͤge von Seiten Frankreichs.
Italien. Rom. Deutsche Gelehrte in Italien.
Türkei. Konstantinopel. Tod einer Schwester Sultan Mahmud's.
Aegypten. Alexandrien. Diplomatische Korrespondenz zwi⸗ schen dem Englischen General⸗Konsul und Mehmed Ali.
China. Angebliche Capitulation der Chinesen in Canton.
Zur Emancipations⸗Frage. „ Ke ⸗ Bourbon gegen die Abschaffung der Neger⸗Sklaverei.
Protestation des Kolonial⸗Rathes von
Wissenschaft, Kunst und Literatur. Zur christlichen Epigra phik. — Spanische Dramen, uͤbersetzt von Dohrn.
Amtliche Nachrichten.
Kronik des Tages.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Kaiserl. Russischen Re⸗ sidenten zu Krakau, Wirklichen Staatsrath Freiherrn von Un⸗ gern⸗Sternberg, den Rothen Adler-Orden zweiter Klasse Al⸗ lergnaͤdigst zu verleihen geruht.
Angekommen: Der Kaiserl. Russische Ober⸗Ceremonien⸗
ister, Graf Branicki, von Leipzig. meister, Graf von Branicki, von zie “
Der Kaiserl. Oesterreichische Kaͤmmerer und Vice⸗Palatin der
Ungarischen Gerichtstafel, von Uerményi, von Hamburg.
Zeitungs-Nachrichten. Ausland. Frankreich.
Paris, 5. Okt. Der Moniteur parisien und nach ihm lle ministeriellen Blaͤtter zeigen an, daß Herr von Bour que⸗ ey, bisheriger erster Botschafts⸗Secretair in London, zum au⸗
tzerordentlichen Gesandten und bevollmaͤchtigten Minister in Kon⸗ stantinopel ernannt worden sey, und sich gegen Ende des Mo⸗ nats auf seinen Posten begeben werde.
Die Presse spricht sich heute uͤber die Nothwendigkeit einer
Entwaffnung in folgender Weise aus: „Diejenigen, welche uns mit Aufmerksamkeit lesen, wissen wohl, daß das, was wir Ent⸗ waffnung nennen, nicht im Entferntesten jenen Roman der Demuͤ⸗ thigung gleicht, den die Journale fabriziren, um einen Vorwand zu ihren Declamationen zu haben. Die Entwaffnung, wie wir sie verstehen, und wie unserer Ueberzeugung nach, die Regierung sie versteht, wird nicht zum Resultat haben, Frankreich weder zu Lande noch zur See zu schwaͤchen. Sie wird im Gegentheil den verschiedenen Elementen unserer materiellen Macht eine stäͤrkere, dauerhaftere und zu gleicher Zeit weniger kostspielige Organisation sichern. Fuͤr die Land⸗Armee wird die Entwaffnung darin beste⸗ hen, daß man den Effektiv⸗Bestand reduzirt, wodurch die Lasten des Budgets werden vermindert werden. Aber zu gleicher Zeit wird man die Reserve auf eine solche Weise orga— nisiren, daß die Kraft, welche man der aktiven Armee raubt, weit davon entfernt, fuͤr den Staat verloren zu seyn, bestaͤndig zu sei— ner Verfuͤgung bleiben wird, ohne ihm irgend etwas zu kosten. Hier ist also der Vortheil doppelt: die Boasis unserer Militair⸗ Macht konsolidirt und erweitert sin; die Ausgaben dagegen wer⸗ den eingeschraͤnkt. Wird Frankreich dadurch geschwaͤcht, oder waͤchst nicht vielmehr seine Macht und sein Wohlstand? Fuͤr die See⸗Armee wird die Maßregel aͤhnliche Resultate haben. Ein Theil der großen Linienschiffe wird in unsere Haͤrken zuruͤckkehren, und in einem Zustande der Bewaffnung gehalten werden, der uns erlaubt, sie bei dem ersten Anschein der Gefahr zu be⸗ nutzen. Auf unseren Werften werden Dampfschiffe und Fregatten, alsodas Material, erbaut werden, welches einer großen Nation in Friedenszeiten besonders Noth thut, und welches ihr im Kriege die meisten Huͤlfsmittel darhie⸗ tet. Wenn daher die Journale des Herrn Thiers einem erkuͤn⸗ stelten Unwillen in Bezug auf die Entwaffnung Luft machen;
wenn sie jene Maßregel als einen Verrath an dem Vaterlande angreifen, waͤhrend sie doch die Frucht der umsichtigsten und na⸗ tionalsten Politik ist, so suchen das Publikum zu taͤuschen und ei⸗ nen falschen Verdacht gegen die Regierung zu hegen. Es ist dies eine Taktik, die der Wahrheit eben so sehr, wie dem wahren Pa⸗ triotismus zuwider ist. Aber wir behaupten noch mehr: Wenn jene Declamationen gegen das, was man mit Unrecht als eine Erniedrigung unserer Seemacht darstellt, irgend Jemand schlecht anstehen, so sind dies sicherlich diejenigen, welche einen systemati⸗ schen Kultus fuͤr die Politik des Herrn Thiers gehegt haben. Ha⸗ ben diese Leute denn vergessen, daß bisher nur ein einziger Mann in Frankreich gewagt hat, es als nothwendig darzustellen, daß unsere Marine geopfert werden muͤsse, um England jeden Verdacht zu nehmen, und daß dieser Mann Herr Thiers war? Hat man seine beruͤhmte Rede vom 13. Ja⸗ nuar 1840 vergessen? Verlangt man, daß wir woͤrtliche Auszuͤge aus jener Rede geben, in welcher Herr Thiers es als Grundsatz aufstellte, daß Frankreich Unrecht haben wuͤrde, etwas Anderes, als eine Kontinental⸗Macht seyn zu wollen; in welcher er erklärte, daß man die Herrschaft uͤber die Meere, die Kolonial— Praͤtensionen unserem eifersuͤchtigen Nebenbuhler uͤberlassen muͤsse, indem dies das einzige Mittel sey, um jene Unvertraͤglichkeit der Interessen zwischen jenen beiden Laͤndern hinwegzuraͤumen? Diese Grundsaͤtze sprach auf der Franzoͤsischen Rednerbuͤhne der Mann aus, den die erwaͤhnten Journale jetzt als den Verfechter unserer Ehre und unserer Unabhaͤngigkeit bezeichnen. Die Regierung be⸗ trachtet, wir hoffen es wenigstens, das Verlangen Frankreichs, eine große Handels- und Seemacht bleiben zu wollen, als ein sehr rechtmaͤßiges und wird niemals einwilligen, daß wir die Herrschaft uͤber die Meere ausschließlich einer anderen Macht uͤberlassen.“
Das General-Conseil des Departements der Saone und Loire hat sich gegen die Herabsetzung des Zolls auf die Einfuhr fremden Schlachtviehs ausgesprochen. Es hieß, jener Beschluß sey einstimmig gefaßt worden; dagegen protestirt aber in hiesigen Journalen Herr von Lamartine, Praͤsident des genannten Gene⸗ ral⸗Conseils, in folgender Weise: „Das Conseil hat nicht einstim⸗ mig die Beibehaltung der Tarife verlangt, welche den Preis des Schlachtviehs uͤber die Maßen hoch erhalten. Ich habe, so viel es in meinen Kraͤften stand, gegen jene ungluͤckliche Tendenz des Prohibitirens und der systematischen Vertheuerung protestirt, welche um anscheinend einige Franzoͤsische Produkte zu be⸗ guͤnstigen, in Wahrheit zur Verarmung des Bodens beitraͤgt, und die arbeitenden Klassen entweder zur Forderung uͤbertriebe⸗ nen Lohnes, welches der Arbeit schadet, oder zur Entbehrung von Lebensmitteln zwingt, die ihrer Gesundheit zutraͤglich seyn wuͤrden. Die politische Oekonomie ist keine so mysteribse Wissenschaft, wie man in der Regel behauptet; sie hat auch ihre Moralitaͤt und kann nach ihren Werken beurtheilt werden. Diejenige politische Oekonomie, welche den Preis der zum Leben nothwendigen Dinge erniedrigt, ist gut, und diejenige, welche den Preis derselben so sehr erhoͤht, daß sie dem Volke unzugaͤnglich werden, ist schlecht. Die Vertheuerung ist das Verbrechen jener Wissenschaft, die Wohlfeilheit ist ihre Tugend. An diesen Zeichen kann man immer erkennen, wer Recht oder Unrecht hat. Ich bin fuͤr die Wohlfeilheit, denn ich will, daß der Arme lebe, und daß der Bo⸗ den die Menschheit vervielfaͤltige und nicht das Vieh fetter mache, um es theurer verkaufen zu koͤnnen.“
Der Temps erzaͤhlt, daß in der letztvergangenen Nacht in der Vorstadt St. Antoine zahlreiche aufruͤhrerische Plakate gegen den Koͤnig angeschlagen und bei Tages⸗Anbruch von der Polizei⸗ abgerissen worden waͤren.
Die Regierung wird in der naͤchsten Session ein Gesetz uͤber
einige wesentliche Veraͤnderungen in dem Code q'instruction cri minelle, im Code penal und außerdem ein Gesetz uͤber das Pö⸗ nitenzial⸗System vorlegen.
Der verantwortliche Herausgeber des National hat gegen das Urtheil des Assisenhofes, welches ihn zu viermonatlichem Ge⸗ faͤngniß und 5000 Fr. Geldstrafe verurtheilt, Cassation eingelegt.
Fuͤr die ungluͤcklichen Einwohner von Smyrna, die durch die Feuersbrunst vom 29. Juli in das hoͤchste Elend versetzt worden sind, ist jetzt in Paris eine Subscription unter den Auspizien der Gebruͤder von Rothschild eroͤffnet worden.
Die France publizirt ein Bulletin aus Kirchberg vom 24sten v. M., worin gemeldet wird, daß an jenem Tage der Her⸗ zog von Bordeaux zum ersten Male wieder aufgestanden und von seinem Verbande befreit worden sey.
Das Einlassen der Roͤhren in den artesischen Brunnen von Grenelle stoͤßt auf mehr Schwierigkeiten, als man dachte. In einer Tiefe von 300 Metres ist man auf ein Hinderniß gestoßen, welches das Herablassen der Roͤhren durchaus unmoͤglich macht; schon seit 8 Tagen bemuͤht man sich, dasselbe hinwegzuraͤumen, ohne daß man bis jetzt ein zufriedenstellendes Resultat erlangt hat.
Der Moniteur publizirt heute eine Uebersicht der Geschaͤfte der Bank waͤhrend des dritten Trimesters dieses Jahres. Die Bank hat in diesen drei Monaten theils auf Wechsel, theils auf Barren und theils auf oͤffentliche Fonds die Summe von 271,010,800 Fr. vorgeschossen.
Die Geschaͤfte der Sparkasse haben sich in der abgelaufenen Woche wieder guͤnstig gesiellt. Die neuen Zuschuͤsse beliefen sich auf 721,775 Fr., waͤhrend nur 594,000 Fr. zuruͤckgezahlt wurden.
Boͤrse vom 5. Oktober. Das Geschaͤft war heute, als am Zahlraggtage der Differenzen sehr unbedeutend, und die Ren— ten zeigte ine Neigung zum Sinken. Die Z proc. Rente blieb zu 79.30 Meeboten.
Großbritanien und Irland. Bei Windsor wurde gestern in Gegen⸗ wart der Koͤnigin und des Prinzen Albrecht eine große Revuͤe nebst Mandvern abgehalten. b Im Unterhause trat Herr Fielden, ein Radikaler, am Frei⸗ tage der Bill wegen Verlaͤngerung der Armen⸗Kommission bei der dritten Lesung nochmals mit einem Amendement entgegen, welches auf gaͤnzliche Verwerfung derselben antrug; dies Amendement wurde aber mit 133 gegen 18 Stimmen verworfen, und die Bill
passirte. Bekanntlich ist sie seitdem auch schon im Oberhause durch den Ausschuß gegangen. Am Sonnabend hielten beide Parla⸗ mentshaͤuser ausnahmsweise Sitzung, jedoch kam in beiden nichts besonders Bemerkenswerthes vor. Im Unterhause zeigte der Kanzler der Schatzkammer an, daß jetzt 3,644,000 Pfd. be⸗ hufs Fundirung der Schatzkammerscheine unterzeichnet seyen. Dies fuͤhrte auch in der gestrigen Sitzung des Ober⸗ hauses Graf Ripon gegen die Melbournesche Behauptung, daß der ministerielle Finanz⸗Plan mißlungen sey, als Widerlegung an, indem er bemerkte, daß hiernach, wenn auch noch nicht die ganze Summe von 5 Millionen, doch bereits eine Million mehr aufgebracht sey, als zur Deckung des bestehenden Desizits gebraucht werde. Das Unterhaus hielt gestern gar keine Sitzung, weil sich nicht Mitglieder genug eingefunden hatten.
In der am vorigen Montage gehaltenen Versammlung des Irlaͤndischen Repeal⸗Vereins zu Dublin wurde ein Schreiben des katholischen Pfarrers zu Newtown in der Grafschaft Waterford verlesen, dem 58 Pfd. Sterl. „als Beitrag von 1160 tugendhaf⸗ ten Maͤnnern und Frauen des Kirchspiels fuͤr die Vereinszwecke“, beigelegt waren. Von dem Pfarrer zu Kilrosanty waren in glei⸗ cher Weise 38 Pfd. und ein Schreiben eingegangen, worin es hieß, daß O'Connell von dem gnaͤdigen Gott zur Wiedergeburt Irlands gesandt sey, um sein Volk endlich von der Unterdruͤckung zu befreien. Auf O'Connell's Antrag wurde dies Schreiben in den Sitzungs⸗Bericht aufgenommen, wobei er jedoch bemerkte, daß jene Aeußerung ein wenig zu schmeichelhaft fuͤr ihn sey. Der Agitator hielt hierauf in gewohntem Style eine lange Rede, worin er gegen das Tory-Kabinet eiferte und erklaͤrte, daß die katholische Religion von ihren geschworenen Feinden, die jetzt an der Spitze der Regierung seyen, nur Angriffe jeder Art zu gewaͤrtigen habe, und daß sowohl Graf de Grey als Lord Elliot, denen er uͤbrigens gute Absichten fuͤr Irland zutraue, beim besten Willen dem Letzteren wenig gute Dienste wuͤrden erzeigen koͤnnen. Am Schlusse der Versammlung wurde angezeigt, daß gegenwaͤrtig das woͤchentliche Einkommen des Vereins 270 Pfd. Sterling betrage.
Der Sun sagt uͤber eine Ehartisten-Versammlung, welche am 27. September in Manchester stattfand: „Auf dem Steven⸗ son⸗Square zaͤhlte man gegen 3000 Personen; zwei Marschaͤlle oder Ceremonienmeister zu Pferde suchten die Ordnung aufrecht zu halten. Auf den Bannern der Zuͤge sah man ziemlich grobge⸗ malte Portraits von Feargus O'Connor, Bronterre O'Brien, Ben⸗ bow, Hunt und anderen Chartisten. Man trug im Triumph ein kleines Kind von 2 Jahren herum, das man den jungen Patrio— ten nannte und das, ganz mit Blumengewinden umhangen, uͤber dem Kopf eine Devise hatte, auf der man die Namen: Feargus O' Connor, Frost, O'Brien, Mac Donell, Hunt, Taylor las; zu den Fuͤßen des Kindes aber, das vor Furcht weinte und schrie, las man solgende, in seltsamem Widerspruche damit ste⸗ hende Inschrift: „Bei unverdienten Leiden ist Geduld ein Ver⸗ brechen!“ Die Menge nahm mit jedem Augenblicke zu, so daß man spaͤter die Zahl der Anwesenden auf 5— 6000 schaͤtzen konnte. In Croßlane stieß der Zug auf Feargus O'Connor, Benbow und Jackson, welche in einem sechsspaͤnnigen Wagen fuhren. Feargus 'Connor schuͤttelte herzlich den Leuten, die sich an den Wagen herandraͤngten, die Hand. In den Straßen Manchesters waren die Fenster und Thuͤren mit Menschen besetzt. In einer Rede, die gemaͤßigter war, als man hoffen durfte, bestand Feargus O'’'Connor darauf, daß man im Interesse der Volksfreiheit die rohe Gewalt nicht zu Huͤlfe nehmen duͤrfe. Die Versammlung nahm darauf einen Beschluß an, der Feargus O'Conner zu ihrem Fuͤhrer ernannte, und ging, ohne daß eine Unordnung vorgefallen waͤre, aus einander.“
Die United Service Gazette meldet jetzt als positiv die Ernennung des Vice⸗Admiral Sir Edward Owen zum Ober⸗Be⸗ fehlshaber der Flotte im Mittelmeere und die Zuruͤckberufung des als interimistischen Befehlshaber dorthin gesandten Contre⸗Admi⸗ rals Sir Frederic Mason.
In London fand am 30. September eine oͤffentliche Ver⸗ sammlung statt, um sich uͤber die Maßregel zu berathen, nach Sy⸗ rien einen geschickten Mann zu senden, der als Arzt und Seelsor⸗ ger zugleich daselbst wirken koͤnne. Von dem Praͤsidenten W. Cowper wurde die traurige Lage jenes Landes, bei den daselbst jetzt wuͤthenden Krankheiten, mit den lebhaftesten Farben geschil⸗ dert, indem nach der Versicherung des Dr. Greves in ganz Sy⸗ rien kein einziger Arzt zu finden seyn soll. Die Beschluͤsse der Versammlung gingen dahin, einen medizinischen Verein fuͤr Sy⸗ rien zu bilden, und es wurde ein Comité ernannt, um diesen Plan in Ausfuͤhrung zu bringen.
Die Inhaber Spanischer Fonds sind bisher noch im Zwei⸗ sel daruͤber gewesen, ob der Spanische Finanz⸗-Minister die Ab⸗ sicht habe, 3 oder 5 pCt. Zinsen auf die von der Spanischen Re⸗ gierung fuͤr die bis zum 1. November 1836 faͤllig gewesenen Di⸗ videnden der auswaͤrtigen Schuld ausgegebenen Schatzkammer⸗ scheine zu bezahlen. Einem jetzt bekannt gemachten Beschlusse des Ministers zufolge, betraͤgt der Zins 5 pCt., eine Erklaͤrung, die einen guten Eindruck auf die Fonds gemacht hat. Nach Berich⸗ ten des Morning Herald aus Madrid soll der Finanz⸗Minister entschlossen seyn, die in den Haͤnden der Herren Ardoins als Hy⸗ pothek befindlichen Fonds verschiedener Art, zum Belaufe von 7 Millionen Pfd., zu kassiren und zu dem Behufe die Schuld von 271,000 Pfd., fuͤr welche sie die Hypothek bilden, sofort von den Herren Ardoins einzuldoͤsen.
Der Morning Herald erklaͤrt, er habe nicht ohne ein schmerzliches Gefuͤhl die Bemerkungen zu lesen vermocht, mit wel⸗ chen das Journaldes Débats den Wunsch beantwortet, daß die Franzoͤsische Flotte vermindert werden moͤge. Nachdem jenes Tory⸗Blatt versichert hat, es wolle Frankreich keinesweges ve wehren, eine Flotte zu unterhalten, faͤhrt es fort: „Das Journal des Débats fragt uns, mit welchem Rechte wir Frankreich ta-⸗ deln, 20 Linienschiffe zu haben, waͤhrend wir deren 29 haͤtten. Wir antworten, daß unsere Lage eine ganz andere als die Frank⸗ reichs ist. Die 20 Linienschiffe Frankreichs durchkreuzen das Mit⸗ tellaͤndische Meer, das Frankreich so gern zu einem Franzoͤsischen