1841 / 286 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Auf die Thee⸗Preise haben die Chinesischen Nachrichten be⸗ deutenden Einfluß geaͤußert; sie sind wieder um 15 pCt. gewichen, was aber voreilig zu seyn scheint, da der Krieg mit China wohl seyn duͤrfte.

8 ich s⸗ u Ende seyn aüah ee cemalh⸗ Durchschnitts⸗Preis von Weizen ist am 1. Oktober auf 68 Sh. 6 Pce. und der Zoll auf 16 Sh. 8 Pee. gegangen, und es ist alle Aussicht vorhanden, daß er in der naͤch⸗ sten Woche noch hoͤher gehen wird, so daß die Spekulanten, die zu 1 Sh. verzollt haben, Zeit genug uͤbrig behalten, ihre Vor⸗ raͤthe ohne Konkurrenz neuer Zufuhren zu verkausen. Aus folgenden Mitgliedern des Geheimen Raths ist ein Co⸗ mmité fuͤr den oͤffentlichen Unterricht gebildet worden: aus dem Grafen Wharncliffe, Sir R. Peel, Herzog von Buckingham, Herrn Goulburn, Sir J. Graham, Lord Stanley und Lord So⸗ merset. b “] 2 Der Visconde Barbacena ist aus Rio⸗Janeiro hier eingetrof⸗ fen, um als Brasilianischer Gesandter nach dem Haag zu gehen. Sir Charles Bagot ist auf seinen neuen Gouverneur⸗Posten in Kanada abgegangen. 2 3 Lord Howard de Walden verlaͤßt Lissabon, um die Erbschaft seines Bruders, des Herrn Ellis, anzutreten, der am gelben Fieber in Jamaika gestorben ist. 1““

Niederlande.

Aus dem Haag, 10. Okt. Bei der gestrigen weiteren Eroͤrterung des Ausgaben⸗Budgets in der zweiten Kammer wur⸗ den die Ausgaben des Kolonial⸗Departements mit 44 gegen 3

und die des Finanz⸗Ministeriums mit 34 gegen 18 Stimmen ge⸗ nehmigt. Das Budget des Kriegs⸗Ministeriums fand zwar auch in dieser Sitzung lebhaften Widerspruch, doch wurde es am Ende von 29 gegen 22 Stimmen angenommen. In der darauf folgenden Abend⸗Sitzung zeigte der Finanz⸗Minister an, daß mit Genehmigung Sr. Majestaͤt des Koͤnigs eine Posi⸗ tion des Budgets, wonach 5,500,000 Fl. zur vorlaͤusigen Verfuͤ⸗ gung der Regierung gestellt werden, ganz wegbleiben könne, was auf beide Jahre die Summe von 11 Millionen betrage. Der Finanz⸗Minister behielt sich die naͤhere Erlaͤuterung dieses Gegen⸗ standes fuͤr die naͤchste Sitzung vor, wo auch neue Antraͤge in Bezug auf das Ministerium der auswaͤrtigen Angelegenheiten ge⸗ macht werden wuͤrden.

Die Herren Staatsrath Borret und General⸗Inspektor van

Mesritz sind aus Bruͤssel zurtckgekehrt. Sie bringen in der That geeignete Vorschlaͤge zur definitiven Regulirung der noch obschwe⸗ benden Differenzen, doch sollen sich dieselben weniger auf die Um⸗ wandlung der Belgischen Schuld, als auf andere Gegenstaͤnde be⸗ ziehen. 8 Deutsche Bundesstaaten. 8 Stuttgart, 4. Okt. Am gestrigen Abend wurde uns der Genuß zu Theil, die in London mit so vielem Beifall aufgenom⸗ mene romantische Oper „der Zigeunerin Warnung“, von unserem Landsmann Julius Benedict komponirt, bei uͤberfuͤlltem Hause zu horen. Da hier nicht der Ort seyn kann, ins Einzelne dieses Werkes einzugehen, so moͤge die Bemerkung genuͤgen, daß die Freunde der Deutschen Musik von den vielen edeln und seelenvol⸗ len Melodieen der Arien, Duette, Terzette ꝛc., so wie von den eigenthuͤmlichen, charakteristischen Choͤren, welche diese Oper ent⸗ aͤlt, uͤberrascht und ergriffen wurden.

Mehrere Gemeinden des Großher⸗

Lurxemburg, 6. Okt. an Se. Majestaͤt den Kö⸗

ogthums hatten bereits Bittschriften a 1 889. Großherzog gerichtet, um den Anschluß an den Deut⸗ schen Zoll⸗Verband als ein dringendes Beduͤrfniß des Landes dar⸗

zustellen, als hier am 2ten d. M. eine Versammlung der angese⸗ hensten Fabrikanten, Gewerbtreibenden und Grundbesitzer des Groß⸗ herzogthums stattfand. Einstimmig wurde in dieser Versammlung nachstehende Bittschrift an unsern S ouverain beschlosfen:

„Wir unterzeichnete Grundbesitzer, Gerber, Eisenhuͤtten, Fayence⸗ rien⸗, Handschuh⸗ und Papier⸗Fabriken-Besitzer hatten bereits am 22. Juni die Ehre, eine Bittschrift an Se. Majestaͤt - richten, welche die meisten - hns 1ghe ben, und die Wuͤnsche der ersten Luxem burger Geschaͤftsleute enthielt. b 8n 8 ges Geschöseiegt, Sire, gingen dahin, um einen bestimmten Bei tritt zum Deutschen Zollverbande fuͤr das Geoßherzogthum zu bitlen, wasz allein dem leidenden Zustande der Luxemburger Industrie im All⸗ gemeinen ein Ziel setzen und insbesondere die betreffenden Industrie

weige der Unterzeichneten dieser Bittschrift vor gaͤnzlichem Ruin be⸗

wahren köͤnne. Letztere waren auch bei Ew. Maiestaͤt juͤngster An⸗ wesenheit um Hochstdieselben versammelt, um Ihnen, Sire, die Ge⸗ uͤhle der Ergebenheit und Erkenntlichkeit fuͤr die Bemuͤhungen aus⸗ udruͤcken, denen sich Hoͤchstdero Regierung in der Angelegenheit, den u Berlin obschwebenden Unterhandlungen ein guͤnstige Richtung zu 7 erzogen hatte. 1 18hen Biꝛrfchrift vom 22. Juni niedergelegten Wuͤnsche der

Unterzeichneten wurden durch Herrn Wilhelm Pescatore muͤndlich

rvollständigt, dem Ew. Matestaͤt ein geneigtes Ohr in dieser Ange⸗ legenheit zu leihen geruhten, indem derselbe zugleich aus Hochstdero

huldvollen Aeußerungen die guͤnstiasten Vorbedeutungen in Bezug der vortheilhaften Beendigung der Unterhandlungen mit dem Deutschen Zoll⸗Verein glaubte entnehmen zu koͤnnen. Die Versicherungen, velche Ew. Majestaͤt uns zu geben geruhten, machten einen tiefen Eindruck auf alle diejenigen, welche das Gluͤck hatten, Hoͤchsidero wohlwollende Worte zu vernehmen, und ließen bei Niemand den ge⸗ ringsten Zweifel uͤber das zukuͤnftige Handelssystem des Großherzog⸗ 1hums uͤbrig.

Jede fernere Besorgniß in dieser Beziehung wurde um so leichter aus dem Gemüͤth der ÜUnterzeichneten entfernt, als vorgenannte De⸗ putatton noch mehr durch die Erklaͤrung Ew. Magtestaͤt beruhigt wurde, daß die einzige Schwierigkeit, die sich unserem Beitritte zum Deut schen Zollverbande entgegengestellt haͤtte, die sey, die Ausfuhr unseres

Leders nach Deutschland mit einer beonderen Abgabe belegen zu wol

len, eine Schwierigkeit, welche Ew. Mazestaͤt, ohne irgend ein Opfer

fur unsere Gecber, zu beseitigen hofften. Die Unterzeichneten erwarten daher mit dem groͤßten Vertrauen in die foͤrmlichen Versicherungen und die hohe Einsicht Ew. Majestaͤt, den Beschluß der fortdauernden Unterhandlungen in Berlin, welche selbst noch nach Hochstdero Aufenthalt in unserer Mitte mit dem groͤß⸗ ten Interesse durch die Regierung Ew. Majestaͤt fortgesetzt wurden.

Die Unterzeichneten wuüͤrden bereit gewesen seyn, mit der ganzen

Kraft threr Ueberzeugung als Vertheidiger jener allgemeinen und blei-

benden Interessen des Großherzogthums aufzutreten, wenn sie ein

weniger großes Vertrauen in das endliche Resultat dieser Unterhand⸗ lungen gesetzt und nicht die vollstaͤndige Gewißheit in sich genaͤhrt

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es nicht, wissen aber, daß die unerwartete, wiewohl noch nicht offizielle Nachricht der Nichtratification des am 8. August zu Berlin beschlossenen Vertrags, die industrielle und handeltreibende Klasse in die groͤßte Bedraͤngniß versetzt hat, indem diese seit laͤngerer Zeit ihre Unternehmungen und Hoffnungen auf die folgerechtesten Raison⸗ nements und vorhergegangenen Thatsachen basirte und mit Ruhe die Folgen der durch Ew. Matestaͤt Regierung selbst gethanen ersten Schritte erwartete. Wird Ew. Majestaͤt dulden, daß unser Land, kaum befreit von einer revolutionairen Qual, so betruͤbend in ihren Folgen, noch laͤnger in einer ungluͤcklichen Ungewißheit verbleibe, welche alle Quel⸗ len unseres Wohlergehens versiegend macht.

Die Unterzeichneten verzweifeln noch nicht, Sire. Sie wissen, daß das Wohlergehen des Großherzogthums allein in Ew. Majestaät Absicht liegen kann; daß dieses Wohl, welches unter dem Schutze Ew. Majestaͤt steht, nach der gegenwaͤrtigen politischen Stellung des Landes nur durch eine innige Handels⸗Verschmelzung mit den verschiedenen Staaten des Deutschen Zoll⸗Verbandes hervorgerufen werden kann. Wenn eine so vollstaͤndige Verschmel⸗ zung unserer Handels⸗Interessen auch mit Frankreeich und Belgien unter nicht weniger guͤnstigen Bedingungen als dieienigen sind, welche man uns von Seiten Deutschlaͤnds angeboten hat, moͤglich waͤre, so wuͤrden wir, Sire, eine Meinungs⸗Verschiedenheit uͤber eine Materie von solchem Lebens-Interesse wohl begreifen; aber koͤnnen wir uns, ohne die lebhaftesten Besorgnisse unserer Zukunft, dem ungewissen Wechsel moͤglicher Verbindungen aussetzen, welche aus der Annahme⸗Verweigerung des unterm 8. August zu Berlin geschlossenen Traktates hervorgehen muͤssen. Dieser Traktat, die Frucht einer langen und peinlichen Erwartung, sollte er vernichtet seyn, nachdem er, in seinem von den Gegnern des Vereins gefuͤrch⸗ tetsten Theile bereits auf eine Art ins Leben getreten ist, welche uns

auf eine unumstoͤßliche Weise das Ungegruͤndete der unseren Acker⸗

bauern eingeflößten Besorgnisse beweist. 8

Die Ergebnisse der theilweisen Ausfuͤhrung des Traktates vom letzten 8 August haben die Gegner des Deutschen Zoll⸗Verbandes gezwungen, ein sogenanntes moralisches Interesse anzurufen, welches auch nur darin besteht, alle Thatsachen zu entstellen und unseren Landleuten den Traktat vom 8. August in der Art vorzuspiegeln, als habe derselbe nur den Zweck, uns die Militair⸗ und Gemeinde⸗Or⸗ ganisation Preußens, wo nicht gar die ganze Regterung dieses Lan⸗ des aufzudringen. 3

Die Unterzeichneten haben niemals in diesem Traktate und wer⸗ den in demfelben niemals etwas anderes erblicken koͤnnen, als eine Handels⸗Frage; aber nirgends sind die moralischen Interessen voll⸗ staͤndiger gesichert, als da, wo die materiellen Interessen vollstaͤndig befriedigt sind. Die Beispiele und die wahren Ueberlieferungen, welche uns unsere Vaͤter uͤbertragen haben, wuͤrden diese Wahrheit, wenn es noͤthig waͤre, bezeugen.

Ueberdies wissen wir, Sire, nicht weniger die aus der vorge⸗ schrittenen Civilisation neuerdings hervorgegangenen Beduͤrfnisse zu schaͤtzen, und indem wir uns unter den gegenwaͤrtigen Verhaͤltnissen bemuͤhen, die zahlreichen Arbeiter, welche wir beschaͤftigen, zu beru⸗ higen und in der Achtung zu erhalten, welche dem Herrscher und den Gesetzen des Landes gebuͤhrt, tragen wir, Jeder nach seinem Wirkungskreise, bei, die moralischen Interessen des Landes auf die moͤglichst festeste Basis zu gruͤnden, ohne welche die Ausdehnung der politischen und buͤrgerlichen Rechte so zu sagen ohne allen Werth sind.

Unser Land, Sire, bedarf im hoͤchsten Grade der Ruhe und der Gewißheit fuͤr die Zukunft in Betreff seines Haͤndels und seiner Industrie.

Diese Zukunft, Sire, sowohl als die Nationalitaͤt des Luxembur

gers, sind keine eiteln Namen oder Theorien, und diese großen In teressen muͤssen nothwendigerweise in der Handels⸗Verbindung mit Deutschland eine Stuͤtze, eine Kraft und Dauer finden, welche weder unsere Abgesondertheit noch ein Handelz⸗Kontrakt mit anderen benach⸗ barten Staaten jemals sichern koͤnnen. .

Aus der festen Garantie so theuerer Interessen waͤre natuͤrlicher⸗ weise und ohne die geringste Stoͤrung und Erschuͤtterung die Anhaͤng⸗ lichkeit der Luxemburger an ihre Institutionen, an ihre Sitten und eine unerschuͤtterliche Treue fuͤr ihre Fuͤrsten hervorgegangen.

Unsere Institutionen, Sire, wuͤrden sich um so leichter unter solchen Bedingungen haben entwickeln koͤnnen, als unsere mit dem Deutschen Bunde bestehenden Verhaͤltnisse, dem allgemeinen Vereini⸗ gungs⸗Prinzip, welches uns an Deutschland bindet, gemaͤßer, und daher wohlthuender fuͤr das Ganze gewesen waͤren.

Wenn Ew. Majestaͤt, geleitet durch hoͤhere Ruͤcksichten, welche zu ergruͤnden uns vielleicht nicht zusteht, es fuͤr gut erachtet haͤtten, die Sanetion vom 8. August aufzuschieben, so wuͤrden wir Hoͤchst dieselben demuͤthigst anflehen mit allen Ew. Majestaͤt zu Gebote ste henden Mitteln uüͤnserer gegenwaͤrtigen Abschlossenheit so bald als moͤglich ein Ziel setzen zu wollen, indem wir jene nicht laͤnger wuͤr den ertragen koͤnnen, ohne Ew. Magfestaͤt durch fortdanernde Klagen zu belaͤstigen.

Es wolle daher Ew. Majestaͤt einen zeitweisen Anschluß des Groß⸗ herzogthums an den Deutschen Zoll⸗Verband mit aller der bisher an den Tag gelegten vaͤterlichen Sorgfalt allergnaͤdigst in Erwaͤ⸗ gung ziehen.

Dieser Wunsch, Sire, ist nur der treue Ausdruck einer Mei⸗ nung, die Ew. Majestaͤt selbst in Anregung brachte, als vor Kurzem Einer von uns die Ehre hatte, sich uͤber diese Frage muͤndlich mit Hoͤchstdenselben zu unterhalten, und zwar in der Audienz, welche Ew. Majestaͤt unterm 2. August c. allergnaͤdigst bewilligten.

Der zeitweise Verband des Großherzogthums mit dem Douanen⸗ System Deutschlands wuͤrde uͤbrigens in keiner Weise die wahren In⸗ teressen des Landes beeintraͤchtigen, waͤhrend auf der anderen Seite ein solcher Versuch den unermeßlichen Vortheil dacbdte, die industriel⸗ len und kommerziellen Beduͤrfnisse desselben besser wuͤrdigen zu lernen.

Wenn die Unterzeichneten auch auf diese letzte Hoffnung Verzicht leisten muͤßten, so wuͤrde ihnen nichts uͤbrig bleiben, Sire, als ihre einstimmigen Wuͤnsche Ew. Maiestaͤt dahin vorzutragen, daß ein be⸗ schleunigter Anschluß an das Zoll⸗System Frankreichs ihrer mißlichen Lage ein Ende bringen moͤchte.

Selbst eine ganz vollstaͤndige Verschmelzung der Handels⸗Inter⸗ essen mit dem Koͤnigreich Belgien wuͤrde nichtsdestoweniger den gaͤnzlichen Untergang der beiden Haupt⸗Industrieen des Landes: naͤmlich der Gerberei und des Huͤttenwesens, nicht verhindern koͤnnen. 8 Wir hofsfen daher, Sire, daß die ganze Koͤnigliche Sorgfalt Ew. Majestaͤt sich kuͤnftig dahin richten werde, unserer Industrie und unserem Handel die Oeffnung der Maͤrkte Frankreichs, in Erman⸗ gelung derer Deutschlands, bewirken zu wollen. 1 Aber laͤßt es sich von Frankreich, dessen Handels⸗System bisher so politisch und rationell gewesen, erwarten, daß es fuͤr uns das thun wird, was es anderen Laͤndern, wo seine Weine und mehrere andere Produkte seiner Industrie so bedeutenden Absatz finden wuͤr⸗ den, verweigert? 1 1 Wir wollen an den guten Willen Frankreichs glauben allein Ew. Majestaͤt werden ohne Zweifel von Seiten der Franzoͤsischen Regierung, in der Voraussetzung des Bruches der Verhandlungen mit dem Deutschen Zoll⸗Verein und der Nichtausfuͤhrung des un term 8. August zu Berlin geschlossenen Traktates, foͤrmliche Zusiche⸗

haͤtten, daß die Regierung Ew. Majestät daruͤber hinlänglich aufge G

klarr Jinh neberzeugung, Sire, ist die, daß keine andere Handelsver⸗

1 en die Interessen der Unterzeichneten in einem so hohen Grade Sen e der Anschluß des Großherzogthums an den Deut⸗ schen Zollyerband. Indem wir uns also auf die Versicherung Ew. Majestaͤt stuͤtzten, erfreuten wir uns auch noch einer so großen Wohl⸗ that der Initiative, welche schon Hoͤchstdero erhabener Vater genom. men hatte und die wir stets als das Resultat eines hohen Gedan

kens und einer tief durchdachten Prufung der wabren, durch die po⸗

litischen Begebenheiten erzeugten Verhaͤltnisse des Großherzogthums

Luxemburg zu betrachten liebten. S

Diese Verhaͤltnisse, Sire, sollten sie wohl von den Unterzeichneten mißverstanden seyn? Sie glauben

rungen bereits erhalten haben. .

Wenn dem so ist, Sire, und wenn die Versprechen der Franzö⸗ sischen Diplomatie sich nicht auf eine Abtragung derselben durch Belgien begruͤnden, das uͤbrigens fuͤr uns nichts thun kann, so be⸗ wahren wir uns die Hoffnung einer gluͤcklicheren Zukunft. So wie es notorisch ist, daß Frankreich und Deutschland allein das politische und kommerzielle Daseyn Belgiens bestimmen, so gewiß haͤngt auch unter Heil, Sire, nur von Frankreich oder Deutschland ab.

Als das Koͤnigreich der Niederlande noch in seiner ganzen Un⸗ versehrtheit bestand, hing Belgien nicht von seinen Nachbarn ab, und das Großherzogthum theilte mit ihm die schaͤtzenswerthen Han⸗ dels⸗Vorzuͤge, entspringend aus der innigen Verschmelzung der beiden großen Abtheilungen dieses Koͤnigreiches. Diese gluͤck⸗

V

liche Zeiten, Sire, wuͤnschen wir eben so lebhaft zuruͤck als 3

Andere; aber, welche auch unsere Wuͤnsche seyn möͤgen sie wie⸗ der entstehen zu sehen, so koͤnnen wir dennoch nicht unsere Existenz einer etwaigen Zukunft opfern, welche, wenn auch nicht sehr ungewiß, wenigstens einer schwierigen und vielleicht weit hinausge⸗ schobenen Realisirung unterliegen duͤrfte, und unsere Aufopferungen zu beschleunigen, wahrlich nicht im Stande seyn wuͤrde.

Wolle Ew. Majestaͤt die Wuͤnsche, welche wir hiermit vorzu⸗ tragen die Freiheit genommen, allergnaͤdigst in Erwaͤgung ziehen, und sich erinnern, daß in den Adressen, welche Hoͤchstdenselben ohnlaͤngs selbst von Seiten der Gegner unseres Anschlusses an den Deutschen Zoll-Verband vorgelegt wurden, auf das bestimmteste er⸗ klaͤrt war, daß der in Rede stehende Anschluß immer noch vorzuͤg⸗ licher sey, als unsere Abgesondertheit.

Wenn nun durch die Verweigerung der Ratification des Trak⸗ tates vom 8. August eine gluͤckliche Uebereinstimmung in den Wuͤnschen aller Luxemburger entstanden seyn wird, so duͤrfte wohl Ew. Majestäaͤt hohe Weisheit, obige Vorstellung einerallergnaͤdigsten Aufnahme nicht fuͤr unwuͤrdig achten, und Hoͤchstdieselben werden, wir wagen es zu hof⸗ fen, die Nothwendigkeit der Wiederaufnahme der Verhandlungen zum Zwecke, unseres Anschlusses an den Deutschen Zoll⸗Verband, er⸗ kennen, wenn uns nicht die Franzoͤsische Regierung etwas Gleichgel⸗ tendes dagegen bewilligt.

Dies sind die Wuͤnsche, Sire, der Mehrheit der Einwohner Ih⸗ res Großherzogthums; es sind dieselben Wuͤnsche, wie sie Ew. Ma⸗ jestaͤt bereits duͤrch einen großen Theil der angesehensten Einwohner des Landes vorgetragen woͤrden sind, so wie die einer von ihr selbst angeordneten kommerziellen Untersuchung; es sind endlich die Wuͤnsche, wie sie Hoͤchstdenselben von dem regelmaͤßigen konstituirten und kon⸗ sultirten Lande vorgetragen worden waͤren.

Wenn das Schicksal, das seit langer Zeit unser ungluͤckliches Land verfolgt, noch nicht seine ganze Strenge an uns ausgelassen hat, so moͤge unser Schicksal sich verwirklichen, aber es erfahre die ganze Welt, daß die groͤßte Anzahl der Luxemburger ein besseres Looz verdient haͤtte.“ (Folgen 133 Unterschriften.)

Wien, 9. Grkt. (L. A. 8.) Aus Pettau ist die Nachricht eingetroffen, daß die in morgangtischer Ehe mit dem General⸗ Mazjor Herzog Alexander von Wuͤrttemberg vermaͤhlte Graͤfin Ho⸗ henstein in Folge eines Sturzes vom Pferde, indem sie den Mi⸗ litair-Exercitien ihres Gemahls beiwohnte, zu fruͤh entbunden wurde und im bluͤhendsten Alter starb. Ihre Leiche wurde nach Sieben⸗ buͤrgen in das Erbbegraͤbniß der graͤflichen Familie Rheday ge⸗ fuͤhrt. Der Herzog ist nach Pesth gereist, um seine Schwester, die Gemahlin des Erzherzogs Palatin, zu besuchen.

Die neuen Statuten der National⸗Bank, welche dieses Insti⸗ tut bei Gelegenheit der nunmehrigen Verlaͤngerung seines Privi⸗ legiums bis zum Ende des Jahres 1866 erhielt, bestehen aus 60 Paragraͤphen. Der Kaiser sagt im Eingange des Patents, daß dieselben aus Ruͤcksicht auf die seit dem Bestande der Bank ge⸗ wonnenen Erfahrungen und nach Anhoͤrung der Bank⸗Direktoren erlassen worden seyen. Im §. 13, welcher von der neu zu krei⸗ renden Giro⸗Bank handelt, heißt die Bestimmung: „Als Giro⸗ Bank uͤbernimmt sie Banknoten oder bankmaͤßige Silbermuͤnze und zur Einkassirung bestimmte Wechsel in Bank-⸗Valuta auf laufende Rechnung, woruͤber durch Anweisung und Abschrei⸗ bung auf dem zu diesem Behuf eroͤffneten Folium verfuͤgt wer⸗ den kann.“ Auf Pfaͤnder sind die Prozente 6 vom Hundert. Der Bank⸗Gouverneur und sein Stellvertreter werden vom Kaiser er⸗ nannt. In gleicher Weise ernennt derselbe, wie das Patent sich ausspricht, die Direktoren, nach den ihm vom Ausschuß vorgeleg⸗ ten Wahllisten. Der Gouverneurs⸗Stellvertreter muß beim An⸗ tricte seines Amtes 12, und jeder Direktor 6 Actien eigenthuͤmlich besitzen, welche waͤhrend der Dauer desselben unveraͤußerlich sind. Der §. 42 spricht von der Wirksamkeit des nunmehrigen zweiten Kaiserlichen Kommissars bei der Bank, welcher naͤmlich das Es⸗ kompte⸗ und Darlehn⸗Geschaͤft, in Absicht auf die Zweckmaͤßigkeit der eingereichten Effekten und auf die Unparteilichkeit des Verfah⸗ rens in der Kredit⸗Bewilligung zu uͤberwachen hat.

Italien. 88

8 Neapel, 29. Sept. (A. Z.) Zwei Koͤnigl. Dampfschiffe, „Ferdinando II.“ und „Nettuno“ haben gestern fruͤh unseren Ha⸗ fen verlassen. Auf ersterem befanden sich Ihre Majestaͤten der Koͤnig und die Koͤnigin, nebst deren Gefolge, um uͤber Messina nach Palermo zu gehen. Hoͤchsidieselben werden jedoch ihren begbsichtigten laͤngeren Aufenthalt in Sicilien abkuͤrzen und sich spaͤter wahrscheinlich nach Wien begeben, um daselbst der Ver⸗ maͤhlung der Tochter des Prinzen von Salerno mit dem Bruder Ihrer Koͤnigl. Majestaͤt beizuwohnen. 8

Heute traf das in England erbaute neue Dampfschiff „Pa lermo“ hier ein; es hat den Weg von Palermo hierher in 1 Stunden zuruͤckgelegt, also mehr den 12 Miglien in eine Stunde. Unverzuͤglich sieht man auch den von unserer Regie⸗ rung in England bestellten sechs Dampfschiffen entgegen, vorn denen ein Theil den Postendienst zwischen Neapel und Sicilien versehen, gleichzeitig aber auch fuͤr den Transport von Passagie ren benutzt werden wird. Diese erleichterten Verbindungsmitte sind fuͤr Sicilien von der groͤßten Wichtigkeit und werden auch ihren wohlthaͤtigen Einfluß daselbst nicht verfehlen.

Da nach den heutigen Briefen aus Genua der Koͤnig von Sardinien verweigert hat, zwei Fregatten herzugeben, die zum Her⸗ ausziehen des „Pollux“ als durchaus nothwendig erachtet werden um das erforderliche Gegengewicht zu haben, so wird dessen Ret⸗ tung mehr und mehr zweifelhaft; man wird am Ende dieses Vor⸗ haben ganz aufgeben oder das Fruͤhjahr abwaͤrten muͤssen.

Spanien.

Paris, 8. Okt. Der Messager enthaͤlt nachstehende te⸗ legraphische Depeschen aus Bayonne, die des Witterungszu— standes wegen erst heut angelangt sind:

Bayonne, 7. Oktober. Am 5ten forderte O'Donnell, als er ein Bataillon Verstaͤrkung erhielt, die Stadt auf sich zu erge⸗ ben. Ribeiro verweigerte es, und die Citadelle eroͤffnete das Feuer. Man hoͤrte noch in der Nacht den Donner der Kanonen. Brigade Concha zu Trafalla hat sich fuͤr Espartero ausgesprochen.

Bayonne, 7. Okt. zu Gunsten der Koͤnigin Christine erklaͤrt. Die Bevoͤlkerung, die National⸗Garde und die 1600 Mann starke Garnison haben sich einstimmig ausgesprochen. Der Kommandant der Provinz, Santa Cruz, hat allein sich geweigert.

Bayonne, 8. Okt. Der General Alcala hat von Bergara auf Tolosa eine ruͤckgaͤngige Bewegung gemacht. Man glaubt, daß er nach San Sebastian zuruͤckkehren wird. Am A4ten fruͤh war zu Madrid Alles ruhig. Die Bewegung pflanzt sich in Biscaya und Alava fort.

Der General O'Donnell hat am Tage seiner Schilderhebung in Pampelona zwei Proclamationen erlassen, die eine an die Ar⸗ mee, die andere an die Einwohner von Navarra und an die Bas⸗ kischen Provinzen. Diese beiden Proclamationen sind heute in

der Presse erschienen, und man folgert daraus, daß sie in Paris abgefaßt worden sind. Die heute hier eingetroffenen Journale

Hesterreich. .

Die

Am 5ten Morgens hat sich Bilbao

Zeugen seiner gehaͤssigen Tyrannei gewesen.

1“ 1 8 von der Spanischen Graͤnze enthalten dieselben noch nicht. Die erste jener Proclamationen lautet folgendermaßen: b „Soldaten! Die erhabene Fuͤrstin, deren Name euch sieben Jahre lang zu Schlachten und zum Siege fuͤhrte, die in ihrem Eifer fuͤr das Gedeihen Spaniens, den Spanischen Proskribirten die Thore des Vaterlandes wieder oͤffneten, die Wiederherstellerin der Freiheit in die⸗ sem ungluͤcklichen Lande, sie, die in Valencia eine ehrenvolle Verban nung der Verletzung der Constitution vom Jahre 1837 vorzog, die Mutter eurer Koͤnigin wird zu uns zuruͤckkehren. Vergebens hat ein undankbarer Mann, in Verbindung mit dem Abscheulichsten, was die Revolution hervorgebracht hat, sich an die Stelle der erlauchten Chri stine setzen wollen. Es war unmoͤglich. Ihr seyd ein Jahe lang Unfaͤhig, die Nation zuͤ

regieren; schwach, dem Auslande gegenuͤber; undankbar gegen die

Armee, deren Blut er nicht geschont hatte, um sich zu erheben, habt

ihr ihn im Schoße des empoͤrten Spaniens die despotischsten und unmoralischsten Handlungen begehen sehen. Waͤhrend die Revolution

und ihr Chef die beschworene Constitution in Stuͤcken zerrissen und

sich die brutale Festigkeit, mit der sie einer Mutter den Trost raub⸗ ten, ihre Tochter selbst in der Liebe zum Volke zu erziehen, zum Ruhme anrechneten, ließen sie in Carthagena die Nationalfahne mit Fuͤßen treten. Die Spanische Armee stirbt Hungers zum Lohne fuͤr ihre Feldzuͤge, diejenigen ihrer wuͤrdigen Offiziere, welche ihrer Wunden halberden Dienst verlassen mußten, hofften endlich auf einige Ruhe mittelst Anstellungen im Civildienste; aber man hat sie bei Seite geschoben; man ist so weit gegangen, sich uͤber ihre Wunden lustig zu machen, und die Aemter aller Art sind an eine Meute vertheilt worden, die sich bei den Stra⸗ ßen⸗Unruhen eine schaͤndliche Beruͤhmtheit erworben haben. Das Leben selbst der Koͤnigin und der Infantin, ihrer Schwester, ist in Gefahr, ja, Soldaten, das Leben jener erhabenen Kinder, welches uns gegen das Wiedererwachen der Anspruͤche des Don Carlos sicherstellt. Die erlauchte Koͤnigin, der durch die Verraͤtherei eines Ehrgeizigen die Regentschaft auf eine Zeitlang entrissen wurde, kehrt nach Spanien zuruͤck, um das geheiligte Unterpfand zu reklami⸗ ren, welches das Vaterland ihr durch das Organ der con stituirenden Cortes anvertraut hat. Ihr werdet in ihrer Begleitung die Generale finden, die eunch so oft zum Siege gelettet haben, und deren Blut, vermischt mit dem eurigen, auf mehr als einem Schlacht⸗ felde geflossen ist. Was mich betrifft, ich zweifle nicht an eurer Treue. Soldaten! Zu lange seyd ihr das Spielwerk des Ehrgeizes eines Mannes gewesen; eilet jetzt herbei auf den Posten, den die Ehre euch zur Beschuͤtzung des Thrones eurer Koͤnigin anweist. Hauptquartier zu Pampelona, den 2. Oktober 1841. (Gez.) Leo

pold O'Donnell.“

Die zweite, an die Einwohner von Navarra und die Baski⸗ schen Provinzen gerichtete Proclamation erinnert im Eingange an die Versprechungen, welche den Baskischen Provinzen, bei Gele⸗ genheit der Convention von Bergara, hinsichtlich ihrer Fueros er⸗ rheilt worden waͤren. Es heißt dann weiter:

„Der Mann, der euch, so lange ihr die Waffen in Haͤnden hattet, so viel versprach, der General Espartero, der euch in Ber⸗ gara auf eine heuchlerische Weise liebkoste, hat die Mutter seiner Koͤnigin betrogen, die Spanische Nation mit Schmach uͤberhäuft, sich verraͤtherischer Weise der Regentschaft des Koͤnigreiches bemaͤch⸗ tigt, eure Fueros de facto vernichtet und er wird damit enden, sie euch ganz zu rauben. Unter seiner Herrschaft sind die geheiligtsten Gesetze des Staates verletzt worden; die erhabene Fuͤrstin, ihrer Toͤchter beraubt, hat sich gendthigt gesehen, auf fremdem Boden einen Zufluchtsort gegen die Revolution zu suchen. Schon wird die Re⸗ ligion unserer Vaͤter auf eine unverschaͤmte Weise angegriffen, und jener Mann, Verraͤther und Betruͤger zu gleicher Zeit, erwartet nar vom Zufall die Gelegenheit, um die unschuldigen Kinder, welche seinem Ehrgeize im Wege stehen, von dem Thron ihrer Vor⸗ fahren herabzustuͤrzen. Die Koͤnigin Donna Marie Chri⸗ stine von Bourbon wird zu uns zuruͤckkehren; die Majoritaͤt der Nation und der Armee erwartet sie mit Ungeduld, und ihr theilt die⸗ selbe gewiß. In Spanien kann kein Kampf zwischen der Anarchie und der Vertheidigung des Thrones stattfinden. Wir werden siegen; aber wir werden ohne Blutvergießen siegen. Unter der Regierung einer Koͤnigin, welche den Spaniern so viele Beweise von Liebe gege ben hat, werden eure ehrwuͤrdigen Fueros unverkuͤrzt aufrecht erhal⸗ ten werden; das Schicksal der Geistlichkeit, der man auf re⸗ volutionaire Weise die Guͤter entreißen will, die ihr rechtmaͤ⸗ ßig gehoͤren, wird, wie es in einem wesentlich katholischen Lande seyn muß, sicher gestellt werden. Basken und Navarresen! Da ich bis zur Ankunft der Koͤnigin in ihrem Namen den Oberbefehl uͤber die Baskisch⸗Navarresischen Provinzen fuͤhre, so werden die Einwohner in mir einen festen Vertheidiger ihrer Rechte und einen General fin⸗ den, der bekannt dafuͤr ist, niemals sein Wort gebrochen zu haben. Moͤgen die Freunde der Koͤnigin zu mir eilen; moͤgen sie sich der Ar mee in die Arme werfen, die, aufrichtiger als jener Mann, der sie bei Bergerg kommandirte, sie von Herzen begruͤßen wied. Was mich be trifft, ich werde alle dieienigen, die anders handeln, fuͤr Verraͤther halten. Der interimistische General⸗Lieutenant, Viece Kdnig und General⸗Capitain von Navarra und der Baskischen Provinzen. (gez.) Leopold O'Donnell.“

Türkei.

Von der Türkischen Gränze, vom 3. Okt. (Deut⸗ sche Bl.) Nach Berichten aus Bukarest ist das End⸗Urtheil des außerordentlichen Divans uͤber die Theilnehmer an der letzten Verschwoͤrung gegen das Leben des Hospodars und seiner Familie nunmehr publizirt. Das Verbrechen wurde als Aufruhr erkannt, nachdem die Raͤdelsfuͤhrer eingestanden hatten, daß sie die gesetz⸗ liche Ordnung mit Gewalt und Blutvergießen umzustoßen und eine andere Regierung herzustellen beabsichtigt und zu diesem Zwecke auch bereits Vorkehrungen getroffen haben. Nach dem Theil VI. Cap. I. §. 2 des Landgesetzes wurden durch Stimmen⸗ Mehrheit 4 der Theilnehmer zu zehnjaͤhriger Salinen⸗Arbeit, 5 zu Zjaͤhriger Einkerkerung und der minderjaͤhrige Baltgesko zu drei⸗ jaͤhriger Einsperrung verurtheilt. Die Auslaͤnder, naͤmlich Murgo aus Siebenbuͤrgen und der Franzose Vaillant, welche inzwischen das Land verlassen hatten, sind fuͤr immer aus demselben verbannt worden, mit der Drohung, daß sie im Falle heimlicher Wiederkehr dem Strafgericht uͤbergeben werden wuͤrden.

Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerika. NRNew⸗Vork, 25. Sept. Die Nachricht, daß der Senat bereits das vom Praͤsidenten ernannte neue Kabinet bestaͤtigt habe, war voreilig; er hat vielmehr gegen einige Mitglieder Aus⸗ siellungen gemacht, und die Verwaltung ist daher noch nicht wie⸗ der vollstaͤndig organisirt. 8

„. Es bildet sich schon eine starke Partei gegen die Wiederee⸗ waͤhlung des Praͤsidenten Tyler, und von der Bank⸗Partei wird Herr Clay als Kandidat aufgestellt.

Die Anwesenheit des Prinzen von Joinville in New⸗York erregt großes Interesse; er hat dem Franzoͤsischen Botschafter und dem General⸗Konsul privatim Besuche abgestattet und die hier ge⸗ baute Russische Dampf⸗Fregatte in Augenschein genommen.

Die Besorgnisse, daß die Sache Mac Leod's imnimn Frsege

6- I 8 Reae Leod zu⸗ einem Kriege mit England fuͤhren koͤnnte, haben sich sehr gelegt. Der Prozeß wird in wenigen Tagen stattfinden, doch ist 18s nicht s bestimmt, an welchem. 1 ö820 rigst damit beschaͤftigt, Zeugen aufzutreiben.

Meriko. Fercerer 27. Aug. Die Finanz⸗

Schwierigkeiten i Mexiko haben so zugenommen, daß entweder, Sss an

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neues System angenommen werden oder die Regierung sich in kurzem voͤllig bankerott befinden muß. Dem Kongresse waren Vorschlaͤge zur Herabsetzung der neuen Consumtions⸗Steuern vor⸗ gelegt worden, der langsame Fortgang der Berathung aber zeigte, daß die Mitglieder zu einer dem Handel guͤnstigen Abaͤnderuͤng wenig Lust hatten. Im Allgemeinen sind die Aussichten truͤb, und man glaubt, daß in kurzem eine neue Regierungsform unter dem Einflusse militairischer Gewalt entstehen werde, wobei der General Santana die Haupt⸗Rolle spielen duͤrste. Bereits ist in Guadalaxara ein Aufstand, angeblich zu Gunsten der Herabsetzung der Consumtions⸗Steuer, eigentlich aber, wie man argwoͤhnt, auf Santana's Betrieb, ausgebrochen. 4

Niederländisches Indien.

Müntok (auf der Insel Banka), 12. Mai. erwartet traf am 30sten v. M. die Nachricht ein, daß sich an 1500 = n Chinesische Bergleute in dem Distrikte Banka-Kotta (auf der In⸗ sel Banka gelegen) seit dem 26. April gegen die Hollaͤndische Re⸗ gierung empoͤrt, einige Regierungs⸗Beamte dort ermordet und die Gouvernements⸗Magazine in Brand gesteckt haͤtten; auch außer⸗ dem noch die Redoute von Banka⸗Kotta belagerten, in der sich eine etwa 50 Mann starke Besatzung befand, die sich unter der Anfuͤhrung des Lieutenants Horstink sehr tapfer gegen die Insurgen⸗ ten vertheidigte. Gleich nachdem man Kunde von diesem Auf⸗ stande erhalten, wurden die noͤthigen Anstalten getroffen, den Auf⸗ ruhr baldmöͤglichst zu unterdroͤcken. Zu dem Ende mußte am 1. Mai ein etwa 150 Mann starkes Infanterie⸗Corps von hier nach Banka⸗Kotta abgehen, wo dasselbe am 2ten d. M. ankam, welche nur mit wenig Feuerwaffen, meist

und die Insurgenten, aber mit Lanzen, an denen drei mit Widerhaken versehene Spitzen sind, und mit Wurfspießen bewaffnet waren, nach einem kur⸗ zen Gefechte nach allen Seiten hin in die Gebirge und Waldun⸗ gen zerstreute. Die rebellischen Chinesen, an deren Spitze sich ein gewisser Hn⸗koo befand, suchten in der darauf folgenden Nacht unsere Truppen zu uͤberfallen, was aber mißlang, weil die Chine⸗ sen, wie dies in allen fruͤheren Gefechten auch der Fall war, ihre Naͤhe durch ihr immerwaͤhrendes Geschwaͤtz verriethen, und des⸗ halb durch Trauben- und Kartaͤtschen-Feuer in die Flucht getrie— ben wurden. Am 4ten, 5ten und 6ten d. M. fanden wieder Ge⸗ fechte zwischen den Insurgenten und den Niederlaͤndisch⸗Indischen Truppen statt, in welchen die Ersteren von den Letzteren immer geschlagen wurden. Unterdessen war aber der Mangel an Lebens⸗ mitteln bei den Insurgenten sehr groß geworden und dieselben suchten deshalb mit dem Capitain Kassa, dem Kommandanten der Hollaͤndischen Truppen, um einen Waffenstillstand und Frieden zu unterhaͤndeln, welcher den Chinesen aber erst alsdann bewilligt und zu Theil wurde, als sie am 7ten d. M. ihren Anfuͤhrer Hn⸗ koo den Hollaͤndern ausgeliefert und 10,000 Fl. Kriegs⸗Contribu⸗ tion erlegt hatten. Hn⸗koo ist am 8ten d. M. hier, in Muͤntok, angekommen und wird wahrscheinlich naͤchster Tage aufgehangen werden, wenn er naͤmlich nicht Vermoͤgen genug besitzt, um sich damit von dem Haͤngen loszukaufen.

Ueber die Ursachen dieser Insurrection vernimmt man jetzt Folgendes: Da seit einiger Zeit Reis, Salz und andere Lebens⸗ mittel auf Java immer theurer geworden sind und die Regierung diese Lebensmittel erst von Java nach Banka bringen laͤßt, weil diese hier nicht zur Genuͤge erzeugt werden, so hat die Regierung seit dem 1. April d. J. fuͤr gut befunden, den Kaufpreis fuͤr Reis, Salz und Dingting (getrocknetes Fleisch) um 50 pCt. zu erhoͤ⸗ hen; dagegen aber den Einkauf⸗Preis fuͤr⸗ Zinn um ¹ Fl. pro Pikol 125 Pfd.) herunter zu setzen. Ich muß naͤmlich bemerken, daß die hiesigen Bergleute, welche meist von Borneo hier eingewanderte Chinesen sind, das aus den auf Banka sehr zahlreichen Zinnminen ausgebeutete Zinn zu festgesetzten Prei⸗ sen in die Regierungs⸗Magazine abliefern muͤssen, dagegen aber auch noch verpflichtet sind, die erwaͤhnten Lebensmittel eben auch zu den festgesetzten Preisen aus den Gouvernements⸗Magazinen zu beziehen. Da nun im April d. J. der Kauspreis fuͤr die Lebens⸗ mittel so bedeutend erhoͤht, dagegen aber der Ablieferungspreis fuͤrs Zinn herabgesetzt worden ist, so wollten sich die Bergleute im Distrikt Banka⸗Kotta dieser neuen Ordnung nicht fuͤgen und nah⸗ men ihre Zuflucht zur Gewalt, die sie nunmehr schwer buͤßen muͤssen.

Mit Bedauern bemerkt man hier, daß die auf Banka und in X“ (unter diesen Namen versteht man im Niederlaͤndischen Indien alle hiesige Hollaͤndische Be— Aes II1“ 8 sitzungen außer Java und Madura) b Eurvpaͤer she 88 wird; denn in solchen Faͤllen glaubt man immer aͤhnliche mentlich unsere Deutschen Landsleute mit ihrem Vaterlande in. Maßregeln ergreifen zu muͤssen, wie sie gegen uns ergriffen wor⸗

2 Der erste Gedanke ist natuͤrlich eine Erhoͤhung der Zoͤlle

laxrer oder faͤst gar keiner brieflichen Verbindung stehen, was sei⸗ den. anj js. 5 g stehen, was se V auf Amerikanische Erzeugnisse, und namentlich auf Baumwolle Allein, was wuͤrde daraus fuͤr uns folgen? Eine

nen Grund meist darin hat, daß man hier glaubt, daß die nach Europa zu sendenden Briefe bei der Ankunft in Batavig erst er⸗ 1 eines Rohß 1 brochen und alsdann sehr oft von dort gar nicht nach Europa be⸗ 12. Rohstoffes, den wir in sehr großen Quantitaͤ⸗ foͤrdert wuͤrden. Ob und in wie weit das gegruͤndet ist, weiß ich ken ierKe een und folglich eine uͤbermaͤßige Preiserhohung der freilich nicht; allein es spricht dafuͤr, daß maͤn hier nur sehr selten ha den aümwollen⸗Zeuge unh Antwort aus Europa erhaͤlt, weshalb man denn auch oͤfters auf V 2* VaumwelG Fes. Ss e Preiserhoͤhung wuͤrde zünaächst alle briefliche Verbindung mit der Heimath verzichtet. Uebrigens Inland betreffen, dann aber auch ein Hinderniß fuͤr unseren fuͤhle ich mich gedrungen hierbei zu erwaͤhnen, daß man im Rie— Absatz 8% Auslande seyn; dort wuͤrde die Konkurrenz mit Eng⸗ derlaͤndischen Indien eine ganz eigenthuͤmliche Orthographie ange⸗ für uns werden, als sie jetzt ist, ohne von nommen hat, wodurch namentlich die Deutschen Namen eigen⸗ dien der Schweiz und Sachsens zu sprechen. Es waͤre maͤchtig veraͤndert und unkenntlich gemacht werden. So 899. tes ellerdings eins, haͤrte Strafs fuͤr die Amerikaner und ein Theil ihrer Baumwolle wuͤrde allerdings in Frank⸗ reich unverkauft bleiben; allein indem wir ihren Inter⸗ essen Schaden zufuͤgen, wuͤrden wir auch zugleich die unsri⸗ gen kompromittiren, und die Erhoͤhung unseres Zoll⸗Tarifs wuͤrde uns zulett nur eine theuer bezahlte Befriedigung unserer Eigen⸗ liebe gewaͤhren. Wir wissen nicht, welches die Absichten Englands in dieser Beziehung sind; es scheint uns uͤbrigens, daß es, wie V immer, in dem entstandenen Konflikt seine Interessen wahrneh⸗ men und das von den Vereinigten Staaten ihm uͤbersandte Zoll⸗ Kartel nicht annehmen wird. Es wird wahrscheinlich dasselbe thun, was auch Frankreich thun muß, nämlich die Einfuhr von Baumwolle aus anderen Laͤndern als aus Nord⸗Amerika erleich⸗ tern. So muͤssen auch wir verfahren. Bei dem gegen⸗ waͤrtigen Zustande der Dinge wird die Baumwolle der Ver⸗ einigten Staaten durch unseren Tarif beguͤnstigt; man hebe diese Beguͤnstigung auf, indem man die Zolle auf die Baumwolle an

gelegenheit des Herrn H..... aus Berlin und seiner Schwieger⸗ mutter aus Bonn geschlossen. Die Geschwornen sprachen des Nachts um 10 ½ Uhr das „Nichtschuldig“ aus.

Der Verein Deutscher Philologen und Schulmaͤnner hat auf seiner diesjaͤhrigen vierten Versammlung in Bonn beschlossen, das Andenken des um die Wiffenschaft und besonders um die Rhei⸗ nische Friedrich⸗Wilhelms⸗Univerfitaͤt unendlich verdienten B. G. Niebuhr durch eine Medaille zu ehren, und diese von demselben Gothaischen Kuͤnstler Herrn Helfricht praͤgen zu lassen, dem der Verein die beiden Medaillen mit den wohlgetroffenen Bildnisse von F. A. Wolf und C. H. Mäller verdankt. Der Subserip⸗ tions⸗Preis fuͤr jedes Eremplar betraͤgt einen Thaler. Portofreie Bestellungen darauf nimmt Herr Dr. A. Capellmann in Duͤssel⸗

orf an.

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Frankreich und der neue Amerikanische

Zoll⸗Tarif. 1 282Paris, 9. Okt. Die Modification des von dem Ame⸗ rikanischen Kongresse angenommenen und von dem Praͤsidenten sanc⸗ tionirten Tarifs hat hier einen peinlichen Eindruck gemacht. Es st in der That eine wichtige Angelegenheit fuͤr Frankreich, daß in den Vereinigten Staaten alle Waaren, die bisher frei, oder gegen eine maͤßige Abgabe zugelassen wurden, nunmehr mit einem Zoll von 20 pCt. vom Werthe belegt werden.

3 Dieser Zoll trifft namentlich unsere Seidenwaaren, unsere Weine, unsere Batist⸗ und Leinenzeuge, unsere verarbeiteten Haͤute, Kraͤmer⸗ und Mode⸗Waaren, die Gegenstaͤnde der Pariser In⸗ dustrie, wie Bronze⸗, Gold⸗ und plattirte Waaren, Möbeln u. f. w. Die Ausfuhr von Seidenwaaren stieg im Jahre 1839 auf 46 Mil⸗ lionen Franken, diese ganze Quantitaͤt lieferten die Staͤdte Lyon, Avignon und Nimes, die daher auch die Folgen dieser Veraͤnde? rung lebhaft empfinden. Außerdem, daß der Zoll von 20 pCt. die Waaren vertheuert und den Austausch unvermeidlich vermin⸗ dert, hat derselbe auch noch einen nachtheiligen moralischen Ein⸗ fluß, indem er das Vertrauen in die Zukunft schwaͤcht und eine Reaction gegen die Prinzipien bildet, die seit einigen Jahren die Prohibitiv⸗Theorieen schienen verdraͤngen zu wollen. Frankreich obgleich dem System der hohen Zöͤlle sehr ergeben, hatte nichto⸗ deskoweniger den Vexeinigten Staaten mehrfache Beweise gegeben daß es die Handels⸗Verbindungen zwischen beiden Laͤndern erleich⸗ tert zu sehen wuͤnsche. Es ist dies die erste Nation, fuͤr die wir die Differenzial⸗Zoͤlle auf die Schifffahrt abgeschafft haben, und der Traktat vom Jahre 1822 setzt die in unsere Haͤfen einlaufen⸗ den Amerikanischen Schiffe auf gleichen Fuß mit den unsrigen. In Folge dieser Bestimmung haben die Amerikanischen Kaufleute seit jener Zeit den groͤßten Theil der fuͤr unsere Fabriken bestimm⸗ ten Baumwolle auf ihren eigenen Schiffen in Frankreich einge⸗ fuͤhrt, und wir haben bis jetzt, obwohl wir es gekonnt haͤtten, nichts gethan, um mit ihnen zu konkurriren. Der Traktat vom Jahre 1831, welcher, um eine alte Streitigkeit zu beendigen, den Vereinigten Staaten eine Entschaͤdigung von 25 Millionen Fr. bewilligte, setzte auch eine Reduction der Zoͤlle auf Baumwolle von langem Stapel fest und machte denselben dem Zoll auf Baum⸗ wolle von kurzem Stapel gleich. In demselben Vertrage wurde 1 bestimmt, daß innerhalb zehn Jahren der Zoll auf Franzoͤsische Weine nicht uͤber eine Summe hinausgehen duͤrfte, die weit nie⸗ driger ist, als der durch das letzte Gesetz und seit dem 1. Okto⸗ ber dieses Jahres festgesetzte Zoll von 20 pCt.*) Die Amerikaner waren guch auf diese Bewegung eingegangen und hatten in den Jah⸗ ren 1838 und 1839 betraͤchtliche Reductionen vorgenommen, die so gluͤcklich gewaͤhlt waren, daß ihr Handel mit England und Frankreich in sehr ansehnlichen Verhaͤltnissen zunahm und fuͤr Frankreich einen Werth von mehr als 200 Millionen Fr. repraͤ⸗ sentirte, wobei nur die respektiven Produkte beider Laͤnder 9 h. der spezielle Handel in Betracht gezogen wurde*). Im 8 ahr 1839 stieg die Ausfuhr unserer Erzeugnisse auf 121 Milltonen⸗ wovon 60 Millionen auf Seiden⸗ und Wollenzeuge kamen eea die Ausfuhr der Vereinigten Staaten auf 86 Millionen, worun⸗ ter 62. Millionen fuͤr Baumwolle und 13 Millionen fuͤr Tabak in Blaͤttern. Der Handel zwischen der Union und Großbritanien ist noch weit bedeutender und die Stoͤrungen werden daher a noch weit suͤhlbarer seyn.

Jedermann fragt sich jetzt, welche Repressalien Frankreich er⸗

*.

Namen durch ein s und der Anfang derselben durch ein van ver⸗

werden hier die Punkte uͤber ä, ö, in weggelassen, das Ende der mehrt oder andere Hollaͤndisirung mit dem Deutschen Namen vor⸗ V

genommen, so daß man ohne es zu wollen, oft anders als in sei⸗ nem Vaterlande heißen muß, weshalb wohl auch so mancher von Europa nach den Niederlaͤndischen Indien gesendeter Brief seinen Herrn nicht findet, da er der hier uͤblichen orthographischen Veraͤnderungen ermangelt. Aus eben dieser Art und Weise eigen⸗ maͤchtig die Namen zu veraͤndern, kommt es denn nun aber auch nicht selten vor, daß reiche Leute hier verstarben, und ungeachtet, daß dieselben kein Testament gemacht haben, ihr Nachlaß doch dem Fiskus und dem Fonds des Samarangischen Waisenhauses an⸗ heim faͤllt, waͤhrend doch die in Europa lebenden Anverwandten derselben auf das Vermoͤgen dieser Leute die gerechtesten Anspruͤche haben, die aber wegen der hier uͤblichen Namen⸗Veraͤnderung ihr Recht nicht leicht nachweisen koͤnnen.

—“) Artikel 7. Von der Auswechselung der Ratisteationen dieser Conventionen an (diese Auswechselung geschah am 2. Februar 1832) werden die Franzoͤsischen Weine zur Consumtion in den Ver⸗ einigten Staaten und zwar gegen Zoͤlle zugelassen, die fuͤr das Gallon Rothwein in Faͤssern 6 Cents; fuͤr das Gallon Weißwein

EETE8“ Münster, 9. Okt. Ein biederer, wuͤrdiger Mann ist gestor⸗

Di ₰ℳ 9 1 —2* . „2X 3 0 . afn . 22 Die Anwalte von beiden Seiten sind eif- Fakultaͤt der hiesigen Akademie und derzeitiger

ben: Johann Christoph Schluͤter, Doktor der Philosophie, Rit⸗ ter des Rothen Adler⸗Ordens, Professor an der philosophischen 2 Rektor derselben. Der Tod entriß ihn gestern seinem Wirkungskreise und seinem mehrwoͤchentlichen, mit Ergebung getragenen Leiden.

Kööln, 10. Okt. (Duͤsseld. Ztg.) Gestern wurden nach viertaͤgiger Dauer die Assisen⸗Verhandlungen in der bekannten An⸗ 8b 8

in Faͤssern 20 Cents nicht uͤbersteigen duͤrfen. 8

**) Der spezielle Handel umfaßt nur die ausgefuͤhrten Franzoͤsischen Waaren und diejenigen eingeführten fremden Waaren, welche in Frankreich verbraucht werdel. Unter allge⸗ meinem Handel begreift man dagegen alle Waaren⸗ die, in Frankreich eingefuͤhrt oder von da ausgefuͤhrt werden. ohne Ruͤck⸗ sicht auf ihren Ursprung, ihre Abstammung oder ihre Bestimmung, sie moͤgen konsumirt, in Entrepots niedergelegt oder nur durch

Frankreich durchgefuͤhrt werd