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Spanischen Angelegenheiten noch zu keiner allgemeimen ” schen Intervention reif seyen; jedenfalls aber sey die n . die Einsetzung einer ordentlichen Regierung eher e ge 25 V In der Times meldet ein Korrespondent, *
men nach, die Franzoͤsische Regierung eine Note Unmischun in dis maͤchte zu richten gedenke, ., me⸗ Einmischung Spanischen Angelegenheiten zu desavontrerl.
6 aͤußert sich der ministerielle
1 oro]* Mognier ꝗg: 8 8 ais. * ec. faͤhrt fort, den Englischen Einfluß mit Espartero zu indentifiziren, obschon man vollkommen einsehen muß, daß die jetzige Regierung der Koͤnigin von England nichts mit diesem unredlichen Abenteurer zu thun hat. Der National stellt die Thorheit eines solchen Vorwandes recht heraus, indem derselbe die Aufmerksamkeit auf die Hindernisse hinlenkt, welche dem Englischen Handel durch diesen usurpatorischen Reichsverwe⸗ ser in den Weg gelegt worden sind. Der Versuch, die Interessen Espartero's mit denen Englands zu vereinbaren, ist laͤcherlich.“
In der Times findet man fernere Bemerkungen zu dem
neulich von diesem Blatte mitgetheilten Operations⸗Plan fuͤr den Fall eines Krieges mit den Vereinigten Staaten.
Standard uͤber
Es wird unter Anderem darin vorgeschlagen, durch 5000 freie Neger mit 10,000 Armaturen, von Jamaika aus, die Vereinigten Staaten im Suͤ⸗ den angreifen zu lassen, welches die schwaͤchste Seite sey, wogegen ein Angriff im Norden 30,000 Mann erfordern wuͤrde, der auch 2 E 1 2 „ 8 schwerlich Erfolg haben duͤrfte; Diese Vorschlaͤge werden indessen im Morning Herald zuruͤckgewiesen. Letzteres Blatt fragt, ob sich England dem Haß und dem Hohn der Welt preisgeben solle, um die Baumwolle einen Penny wohlfeiler zu erhalten? Ueberdies wuͤrde die Ausfuͤhrung dieser Vorschlaͤge bei dem Zu⸗ stande Irlands und Kanada's hoͤchst bedenklich seyn. Es wird uͤbrigens behauptet, daß der Urheber jenes Planes denselben mit umstaͤndlichen Details der hoͤchsten Militair⸗Behoͤrde vorgelegt habe. Nach einer Andeutung des Globe waͤre die Designirung Lord Ellenborough's zum General⸗Gouverneur von Ostindien zu⸗ naͤchst durch den Wunsch der Buckinghamschen Partei im Ka⸗ binette veranlaßt worden, ein Mitglied aus demselben zu entfer⸗ nen, das dem von dieser Partei vertretenen Monopol⸗System im Handel und der Industrie keinesweges unbedingt zugethan sey. Man will wissen, daß der neue General⸗Gouverneur dahin werde instruirt werden, die Eroberungs⸗Politik, welche Lord Auckland eingeleitet hat, aufzugeben, ja sogar die Britischen Truppen aus Afghanistan und Sind zuruͤckzuziehen. 2 Die Falklands⸗Inseln, uͤber deren Besitz schon lange Diffe⸗ renzen zwischen England und Buenos⸗Ayres bestehen, die aber jetzt von ersterem besetzt sind, haben dieser Tage in der Person des Lieutenants Mordy von dem Koöoͤniglichen Ingenieur⸗Corps einen neuen Gouverneur erhalten. Derselbe hat sich bereits am 9ten in Woolwich nach seiner neuen Bestimmung eingeschifft und ein Detaschement der Sappeurs und Mineurs mitgenommen, welches sehr sorgfältig mit den noͤthigen Waffen versehen worden ist, so
Edward King sich am nach dem Platafluß abgehen wollte. Der zum Nachfolger des Ad⸗ miral Roß an der Brasilianischen Kuͤste bestimmte Contre⸗Admiral Thomas wurde dort aus England gegen Ende Septembers erwar⸗ tet. handel in der Abnahme. Vice⸗Admiral Sir Edward Owen wurde taͤglich in Portsmouth erwartet, um von da nach dem Mittellaͤn⸗ dischen Meere abzugehen, wo er den Ober⸗Befehl uͤbernimmt. Drei Schiffe von daher sind zuruͤckbeordert, und zwei neue Schiffe in Portsmouth, von denen es hieß, daß sie in aktiven Dienst tre⸗ ten sollten, werden fuͤr jetzt nur zum gewoͤhnlichen Dienst aus⸗ geruͤstet.
schiedener Anhaͤnger der Korngesetze, waͤre, dem Globe zufolge, zum Nachfolger Lord Ellenborough's als Praͤsident der Östindi⸗ schen Kontrolle bestimmt, falls dieser den Posten eines General⸗ Gouverneurs von Ostindien erhielte.
dauer der bisherigen Geldnoth in dieser Kolonie. dort so sehr an Arbeitern, daß ein Herr Dunlop die Indischen Inseln und Chinesischen Kuͤsten bereisen wollte, um Arbeiter an⸗ zuwerben.
steht theilweise noch Getraide auf dem Felde, dessen Einbringung durch die heftigen Regenschauer der letzten Tage verhindert wor⸗ den ist.
daß man glaubt, es sey die Absicht der Regierung, ihre neue Er⸗ werbung gegen jeden feindlichen Angriff zu vertheidigen.
Die Times bemerkt uͤber das guͤnstige Ergebniß der Ein⸗ kuͤnfte in dem abgelaufenen Vierteljahre Juli, August und Sep⸗ tember 1841: „Der diesmalige Bericht uͤber das vierteljaͤhrliche Einkommen ist unter vielen nicht der erste, der ganz gegen die Vermuthungen unserer Tages⸗Politiker ausgefallen ist. Dieser Bericht kommt gerade zur rechten Zeit, um die traurigen Beschrei⸗ bungen, welche der Verein gegen die Korngesetze in Betreff des großen Elendes des Volkes giebt, zu widerlegen. Eine Vermehrung in dem Einkommen von den Verbrauchssteuern in dem letzten Viertel⸗ jahre muß die guten Leute, die sich die Ueberzeugung eingeredet hatten, daß die Lage der großen Masse des Volks sich sest schnell verschlimmere, stutzig machen. Die Vermehrung der Verbrauch⸗ steuern allein betraͤgt 244,617 Pfd. St. oder, in runden Zahlen auf ein Jahr berechnet, 1 Million Pfd. St. Diese Vermehrung kann nicht den großen Versammlungen bei den letzten Wahlen, bei denen mehr verzehrt worden ware, zugeschrieben werden, denn die Wahlen fanden nicht in dem letzten, sondern in dem vorleßes Vierteljahre statt. Eben so zeigt der ‚Vericht uͤber das Erge bhi der Zoͤlle ein aͤhnlich es Ergebniß. Die Whig⸗Blaͤtter schreiben den Ueberschuß derselben uͤber das gleiche Vierteljahr im vorigen Jahre dem Eingange des fremden Getraides zu; aber dies ist eine un⸗ richtige Ansicht von der Sache, denn das Vierteljahr des Jahres 1840 muß auch eine bedeutende Einnahme von eingefuͤhrtem frem⸗ den Getraide enthalten haben.”⸗ 1 1
In Glasgow hat eine Chartisten⸗Demonstration stottgefun⸗ den, deren Theilnehmer der untersten Volksklasse angehoͤrten; es waren an 10,000 Maͤnner, Weiber und Kinder versammelt. Auch Herr Feargus O' Connor erschien dabei, zierlich gekleidet und ohne Spuren seiner sechzehnmonatlichen Verhaftung, die bekannt lich um einige Monate abgekuͤrzt worden. Für die Motionen, welche beantragt wurden, erhoben sich etwa 4000 Haͤnde, als aber ein heftiger Platzregen eintrat, lief der Haufen aus einander.
In der am 11ten in Dublin gehaltenen woͤchentlichen Repeal⸗ Versammlung zeigte Herr O'Connell an, daß er mit dem Dampf⸗ schiffe „Great Western“ einen Beitrag von 160 Pfd. aus den Bereinigten Staaten erhalten habe, so wie denn uͤberhaupt schon bedeutende Beitraͤge aus Amerika eingegangen wäaͤren. Die Repeal⸗ Bewegung verbreite sich wie ein Lauffeuer durch alle Theile von
merika, wo bekanntlich viele Irlaͤnder sind; im Norden und Suͤden, im Osten und Westen halle das Land vom Repralruf wieder, und er koͤnne keine Worte sinden, um sein Entzuͤcken uͤber diese Demonstrationen der Sympathie von Seiten ihrer warmen und freiheitsliebenden Freunde jenseits des Atlantischen Oceans auszudruͤcken. Er las hierauf die Dokumente vor, welche die Amerikanischen Mittheilungen begleiteten. Von 56 katholischen Priestern waren 56 Pfd. an Beisteuer zum Verein eingesandt, auch lieferte O'Connell 1 Pfd. von seinem 2isten Enkel, einem Maͤdchen, 3 Tage alt, was großen Jubel und Gelaͤchter erregte.
Im Ganzen waren 380 Pfd. fuͤr die Woche eingegangen. Der Lord-⸗Lieutenant von Irland, Graf de Grey, ist mit sei⸗
ner Familie und sehr zahlreichem Gefolge nach Dublin abgereist,
um dort seinen Winter⸗Aufenthalt zu nehmen.
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ten habe.
26. dio⸗Janeiro befand und
August zu
In Folge der Wachsamkeit der Kreuzer war der Sklaven⸗
Nicht Lord Fitzgerald Vesey, sondern Herr Herries, ein ent⸗
Nachrichten aus Sydney vom 15. Juli melden die Fort⸗ Auch fehlte es
In Wales, Northumberland, Lancastershire und Chestershire
Das Bankers⸗Circular berechnet, daß sich jetzt in dem Koͤönigreiche eine hinlaͤngliche Masse von Getraide finde, um da⸗ mit bis zum Oktober 1842 auszureichen.
Der Einfuhr⸗Zoll von fremdem Getraide hat jetzt Hoͤhe von 20 Sh. 8 Pee. fuͤr den Quarter erreicht.
Herr Jaudon hat die Zahlung der gestern faͤlligen Anleihe der Vereinigten Staaten⸗Bank angekuüͤndigt.
wieder die
Zinsen der
An der Fonds-Boͤrse ist man mit der Liquidation der Ope⸗ ration in fremden Papieren beschaͤftigt, welche diesesmal, vornehm⸗ lich mit Ruͤcksicht auf Spanische Fonds, die zwischen 23 ¼ und 17¹ geschwankt haben, große Variationen darbietet. Das Geld ist fortwaͤhrend sehr begehrt und der Diskonto 6 bis 7 pEt. fuͤr kurze Anleihen auf Staatspapiere.
Als Beispiel der jetzigen raschen Postverbindung mit Ostindien fuͤhrt der Globe an, daß am 2. Juli vom Hause Cockerell und Compagnie in London ein Brief uͤber Marseille nach Kalkutta ab⸗ geschickt und am 8. Oktober, also in 95 Tagen, die Antwort dar⸗ auf demselben eingehaͤndigt worden sey.
Herr Hall, der geschaͤftsfuͤhrende Direktor der oͤstlichen Graf⸗ schafts⸗Eisenbahn, hat ein neues und angeblich weit zweckmaͤßigeres Signal⸗System fuͤr Eisenbahnen erfunden, das naͤchster Tage auf vorgenannter Bahn versuchsweise eintreten soll und geeigneten Falls auf den uͤbrigen Bahnen Nachahmung finden duͤrfte. Die Lokomotiv⸗Fuͤhrer sollen dadurch insbesondere in Stand gesetzt werden, die Zeit, welche seit dem Voruͤbereilen eines Zuges ver⸗ flossen ist, genau zu berechnen.
Im Vauxhall⸗Garten wurden dieser Tage eine Anzahl von Original⸗Gemaͤlden des beruͤhmten Hogarth, Eigenthum der fruͤ⸗ heren Besitzer jenes Vergnuͤgungsortes, oͤffentlich versteigert und ungewoͤhnlich niedrige Preise dafuͤr gezahlt.
Ein Blatt der Grafschaft Fife meldet, daß die Einwohner von Kincardine dieser Tage einen Groͤnlaͤndischen Wallfisch von der Gattung, welche eine flaschenförmige Nase hat, an ihr Gestade
geschleudert sahen und sich desselben mit großer Muͤhe bemaͤchtig⸗ ten. Das Thier machte verzweifelte Anstrengungen, um wieder ins Wasser zu gelangen, und schlug mit seinem Schweife, so ge⸗ waltig um sich, daß mehrere seiner Angreifer ein unwillkuͤrliches Seebad nehmen mußten. Der Wallfisch war 40 Fuß lang, und sein Werth wird auf 150 Guineen geschaͤtzt.
Niederlande. Aus dem Haag, 18. Okt. Ihre Koͤnigl. Hoheit die Prinzessin von Oranien ist aus Stuttgart hier wieder eingetroffen.
Belgien.
Brüssel, 16. Okt. (Belg. Bl.) In einer Versammlung von Preutzen und Deutschen im Allgemeinen war beschlossen wor⸗ den, bei Gelegenheit des Jahrestages der Geburt und der Hul⸗ digung Sr. Majestaͤt des Koͤnios von Preußen dem Koͤnigl. Preußischen Gesandten zu Bruͤssel, Herrn von Arnim, eine Se⸗ renade zu bringen, so wie ihm eine die Wuͤnsche der Versamm⸗ lung ausdruͤckende Adresse zu, uͤberreichen. Diese Adresse wurde gestern Abend um 10 Uhr uͤbergeben, und zugleich begann die Musik der Guiden eine glaͤnzende Serenade. Die in der Adresse ausgebrachten Toaste waren folgende: Dem Koͤnige von Preu⸗ ßen — der Koͤnigin Elisabeth — Preußen — Deutschland — dem Herrn Gesandten — den Vertheidigern der Rechte des Deutschen Vaterlandes — der Deutschen National⸗Presse, stets im Kampfe fuͤr die Ehre des Vaterlandes — den Hohenstaufen und den Hohenzoöllern — der verschwundenen Groͤße und jener, die sich erhebt dem Deutschland, das war, und jenem, das seyn wird ic. Am Scchlusse der Adresse heißt es, der Koͤnig möge sich uͤberzeugt halten, daß auch seine im Auslande sich auf⸗ haltenden Unterthanen in das Ja eingestimmt haͤtten, das bei der Huldigung in Berlin vernommen worden. — Der Gesandte hatte
rend des Abends besand sich eine glaͤnzende Versammlung in den
Der Lord⸗Kanzler hat dem neu ernannten Lord⸗Mayor der City von London angezeigt, daß er am 2. November die Bestaͤti⸗ gung seiner Wahl von Ihrer Majestaͤt der Koͤnigin zu erwar⸗
Salons des Hotels der Preußischen Gesandtschaft vereinigt. Un⸗ ter den eingeladenen und empfangenen Personen bemerkte man Monsignore Fornari, Paͤpstlichen Nuntius; den Botschafter Frank⸗ reichs; die Gesandten Englands, Oesterreichs und Hollands; die Geschaͤftstraͤger der Vereinigten Staaten, Brasiliens, Daͤnemarks, Schwedens ic.; alle Minister des Koͤnigs ꝛc. ꝛc.
Der Graf von Liederkerke⸗Beaufort, Groß⸗Palast⸗Marschall des Koͤnigs Wilhelm, ist im Alter von 79 Jahren in seinem Schlosse zu Noisy, wohin er sich seit der Revolution zuruͤckgezo⸗ gen hatte, gestorben. 1 8
Deutsche Bundesstaaten.
Dresden, 15. Okt. nen, vom Köͤnigl. Saͤchsischen Gesandten ausfuͤhrlichen Brricht mit, welcher dem Koͤniglichen Kapelle und des
Nach Berichten vom Cap sollen die nach Port Natal aus⸗
Gruft zugekommen, in der die
zur Feier des Tages ein diplomatisches Diner gegeben und waͤh⸗
Die Leipziger Zeitung theilt ei⸗ in London abgefaßten, General⸗Direktor der Hoftheaters uͤber den Zustand der irdischen Ueberreste Karl Maria
Katakomben unter Moorfieldschapel gesprochen. Es geht fer⸗
ner hieraus hervor, daß die Art der Bestattung der irdischen Huͤlle Karl Maria v. Weber'’'s der Mehrzahl der Faͤlle bei wohlhabenderen oder ausgezeichneteren Mitgliedern der hiesigen katholischen Gemeinde uͤblichen Bestat⸗ tungsweise keineswegs verschieden war.
von der zur Zeit des Todes desselben, in
Die Ruͤcksicht endlich auf die Möglichkeit einer spaͤteren Zuruͤckwuͤnschung der irdischen Ueber⸗ reste nach Deutschland, duͤrfte sich den sich der Bestattung 1826 unterziehenden Personen demnach weniger stark aufgedrungen ha⸗ ben, als dies demjenigen Theile des Deutschen Publikums erschei nen duͤrfte, welchem unbekannt ist, daß die Beisetzung fruͤher die hier gewoͤhnliche Bestattungsweise in den hoͤheren Klassen war, und daß ein bleierner Sarg die unerlaͤßliche Bedingung der Zu⸗
8
lassung eines Todten zu den Katakomben ist ꝛc. R. v. Gersdorff.“
Hamburg, 12. Okt. (A. Z.) Wir haben seit gestern zwei Fallissements, ein Oel⸗Spekulant und das Haus Santos und Manteiro in Altona. Bei dem ersteren verlieren nur die bei die⸗ sem Artikel betheiligten Spekulanten und Makler, das letztere soll jedoch sehr bedeutend seyn; wohin die Verluste treffen werden, war an heutiger Boͤrse noch nicht bekannt. Bei den hiesigen Banquiers hatte die Firma schon seit einigen Jahren keinen gro⸗ ßen Kredit, nichtsdestoweniger werden einige derselben und meh⸗ rere Wechsel⸗Makler nicht ohne Verlust davonkommen, da sie erst ganz kuͤrzlich von den Fallirten Wechsel, auf Londen von eige⸗ ner Hand gezogen, kauften, die wahrscheinlich nicht alle eingelöst werden. Bei unserer Kaufmannschaft stand die Firma in grb⸗ ßerem Ansehen, da dieses Haus erst vor einigen Monaten sechs Schiffe nach der Afrikanischen Kuͤste ausruͤstete, welche von dem Chef der Handlung selbst, der von der Koͤnigin von Portugal ein Stuͤck Landes daselbst zum Geschenk erhielt, dahin begleitet wur⸗ den. Die Expedition erregte bekanntlich selbst in England große Aufmerksamkeit; man fuͤrchtete, sie sey zum Sklaven⸗Handel be⸗ stimmt, so daß im Parlament erst ganz kuͤrzlich Anfragen des⸗ halb geschahen, die Lord Palmerston dahin beontwortete, die Eng⸗ lischen Kreuzerschiffe haͤtten Instructionen zur Beobachtung der 6 Schiffe erhalten. Leicht ist's daher moͤglich, daß der Firma in London aus diesem Grunde der Kredit gekuͤndigt wurde.
2 Oesterreich. gLinz, 12. Okt. (Karlsr. Z.) Abends den 9ten d. sind Se. Durchlaucht der Fuͤrst Metternich mit Gemahlin und Gefolge hier angekommen und am naͤchsten Morgen mit dem Dampfboote nach Wien abgegangen. Gestern haben Se. Koͤnigl. Hoheit der Prinz von Sachsen, von Wien kommend, diese Stadt passirtz wie verlautet, auf der Reise nach Berchtesgaden. Auch Se. Kaiserl. Hoheit der Erzherzog Maximilian von Este traf gestern hier ein, um Se. Koͤnigl. Hoheit den Prinzen von Preußen, der diesen Morgen um 4 Uhr angekommen, zu empfan⸗ gen. Dies geschah vor Linz auf dem zum befestigten Lager von Linz gehorigen Thurme, Nr. 1, woselbst die beiden erlauchten Herren das Fruͤhstuͤck einnahmen. Hierauf nahm der Prinz von Preußen vom Thurme Nr. 32 Augenschein, gefuͤhrt vom Erzherzoge und den hier anwesenden hoͤheren Mili⸗ tairs. Ein mit Kanonenfeuer auf demselben ausgefuͤhrtes Exer⸗ zitium diente dem Prinzen die Manipulation der Vertheidigung dieser Thuͤrme bei feindlichen Angriffen zu veranschaulichen. Rach⸗ dem der Prinz von einem der schoͤnsten Hoͤhenpunkte dieser Stadt — vom Freynberge — eine allgemeine Uebersicht des ganzen b festigten Lagers gewonnen hatte, begab sich Se. Koͤnigl. Hoheit in die Stadt, verweilte jedoch in dem Gasthofe nur ganz kurze Zeit und trat um 9 Uhr Morgens die Weiterreise uͤber Boͤhmen nach Berlin an. Im Laufe des heutigen Tages wird auch der Hannoͤversche General von dem Busche hier erwartet. Schweiz. .“ Luzern, 12. Okt. (Basl. Z.) Der regierungsraͤthliche An⸗ trag in Betreff der Aargauischen Kloͤster und Katholiken geht auf Festhaltung der fruͤheren Instruction, und dann im ferneren noch zusaͤtzlich: „Falls eine Mehrheit der Kantone gegen Wiederhe stellung saͤmmtlicher Kloͤster sich aussprechen sollte, so wird die Gesandtschaft sich jeder ferneren Theilnahme an den Berathungen und Abstimmungen uͤber diese Angelegenheit enthalten, uͤbrigens die verletzten Rechte des Bundes, der katholischen Bevoͤlkerung und der Klöster in dem Sinne feierlich verwahren, daß keiner Mehrheit von Standesstimmen zustehen koͤnne, einem Artikel des Bundes⸗Vertrages widersprechende Beschluͤsse zu fassen. Sie wird mit den Gesandtschaften der Staͤnde, welche fuͤr Aufrecht- haltung des Bundes-Vertrages gestimmt haben, uͤber das Weitere sich berathen und sofort Bericht erstatten und die weiteren Maß— nahmen vorbehalten. Auf den Fall, daß fuͤr keinen der Antraͤge eiue Mehrheit sich ergeben sollte, wird sie erklaͤren, daß bis Aus— trags der Sache der Tagsatzungs⸗Beschluß vom 2. April abhin bestaͤtigt, und genaue Aufbewachung daruͤber gehalten werden solle. Auf den Fall, daß die konfessionelle Frage zur S prache kommen sollte, so wird sich die Gesandtschaft diesfalls an die fruͤhere In⸗ struction halten.“ Diese Antraͤge wurden gestern vom großen Rathe an die bestehende Instructions⸗Kommission gewiesen.
bietungen Aargau's befriedigt zu erklaͤren, erhob sich der bisherige bereits erwaͤhnt) seine Stelle niederzulegen, und schloß, nachdem
mit folgenden Worten: „Waͤre es erlaubt, nur an sich zu den—
lege. Was mich uͤbrigens in diesem Augenblicke vorzuͤglich ergreift, und alles Andere daneben in Vergessenheit stellt, ist der Gedanke an die Freude, die unsere Entlassung in Bern verursachen wird. Bei der Nachricht von dieser Veraͤnderung werden auf allen Huͤ⸗ geln Feuer prennen, und Ihre Gesandten, meine Herren, werden durch Triumphbogen in die Bundesstadt einziehen. Ich werde mich dieser Ehrenbezeigungen als einer dem Kanton Waadt erwiesenen Huldigung freuen.“ von Weiß, der seine Ansicht mit Waͤrme und Beredsamkeit ver⸗ theidigt hatte, zog sich von der Stelle eines zweiten Gesandten zuruͤck. Der im zweiten Scrutinium erwaͤhlte erste Gesandte de la Harpe nahm diese Stelle an, ungeachtet sie ihm wegen seines vorgeruͤckten Alters beschwerlich fiel. Der zweite Gesandte, der
dann genuͤgen koͤnnte,
Lausanne, 12. Okt. Nachdem der große Rath von Waadt mit 86 Stimmen gegen 80 beschlossen hatte, sich mit den Aner⸗
erste Gesandte an der Tagsatzung, Staatsrath Druey, um (wie er einiger aͤhnlichen Verhaͤltnisse seines politischen Lebens erwaͤhnt,
ken, so wuͤrde ich Ihnen sagen, daß ich diese mit vielen Unan⸗ nehmlichkeiten verbundene Stelle mit der groͤßten Freude nieder⸗
Auch der Praͤsident des großen Raths, Herr
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id jener alten laͤngst vergessenen Feindschaft zwischen Bern und
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Waadt zu nehmen.
Die von dem Staatsrath von Genf dem dortigen großen Rath vorgeschlagene Instruction ist folgende: „Die Gesandtschaft
wird dahin zu wirken suchen, daß der Art. 12 des Bundesvertrags
diejenige Auslegung erhalte, welche am besten geeignet ist, die Rechte
der Kantonal⸗Souverainetaͤt mit der Gewaͤhrleistung in Einklang zu bringen, die den in jenem Artikel erwaͤhnten Rechten zu Theil
werden soll. Deshalb hat die Gesandtschaft Vollmacht, zu allen versoͤhnlichen Maaßregeln mitzustimmen, welche diesen Zweck be⸗ foͤrdern. Sie wird im Namen des Kantons Genf erklaͤren, daß er Beschluß des Aargauischen großen Raths vom 19. Juli nur wenn die Regierung noch das Kloster Hermetschwyl denjenigen beifuͤge, deren Wiederherstellung sie ver⸗ spricht und durch nachtraͤgliche Erklaͤrungen sich dahin ausspreche, daß alles von der Liquidation der Guͤter der aufgehobenen Klöͤster erruͤhrende Vermoͤgen einzig und allein zum Vortheil der Katho⸗ liken verwendet werde, mit Abzug der Kriegskosten vom verflosse⸗ nen Winter.“ 1 Appenzell A. Rh. hat den Neuhausschen Antrag nommen und Dr. Heim zum Gesandten erwaͤhlt. In St. Gallen wurde am 14. Oktober schon die dritte Sitzung des großen Raths in Betreff der Kloͤster⸗Angele genheit gehalten, und an diesem dritten 122 von fruͤh 8 bis Abends 10 Uhr unuünterbrochen fortgesetzt. Der Antrag des kleinen Raths ur Annahme des Neuhaͤusschen Gutachtens wurde mit 77 gegen 57 Stimmen verworfen. Der Antrag zur Herstellung aller Frauenkloͤster mit Vollmacht, sich im Nothfalle fuͤr den Aar⸗ gauer Beschluß aussprechen zu koͤnnen, wurde ebenfalls mit 74 egen 63 Stimmen verworfen; das erste Minderheits⸗Gutachten (Herstellung aller Kloͤster ohne alle Konzession) desgleichen beinahe einhellig. Mit 76 gegen 66 Stimmen wurde dagegen der Baum⸗ gartnersche Antrag zum Beschluß erhoben: fuͤr die Herstellung aller Kloͤster zu wirken, mit Vollmacht zu allfaͤllig noͤthig werden⸗ den Konzessionen “ Spanien. Bayonne, 14. Okt. So eben vernehmen wir, daß O'Don⸗ nell und seine Parteigaͤnger, die in der Citadelle von Pampe⸗ lona eingeschlossen sind, an Wasser Mangel zu leiden ansangen. (Das Geruͤcht von der Uebergabe der Stadt scheint sich also nicht zu bestaͤtigen.) — Der patriotische Alkalde von Elissondo hat an die Bewohner des Thales, auf deren Ergebenheit er sich verlassen kann, Wassen vertheilen lassen, um den Banden, die sich zu bil⸗ den beginnen, kraͤftigen Widerstand zu leisten.
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Das Journal des Débats meldet aus Madrid vom Hten d.: „Der Marschaͤll Espartero ließ gestern die Truppen der hiesigen Garnison die Revue passiren, um ihnen fuͤr die ihm be⸗ vwiesene Treue zu danken. Es heißt, daß heute gegen Abend 29. von den bei den letzten Ereignissen kompromittirten Personen in Nadrid erschossen werden sollen. Unter ihnen befaͤnde sich der Unter⸗Staats⸗Secretair des Krieges und der General Norza⸗ aray.“
Marseille, 12. Okt. Wir haben die Journale aus Bar⸗ elona bis zum 9ten d. erhalten. Am Morgen des 7ten war da⸗ elbst uͤber Perpignan die Nachricht von dem am 2ten in Pam— pelona stattgehabten Ereignisse eingetroffen. Alsbald versammelte der General⸗Capitain van Halen die Truppen der Garnison auf dem Platze de la Bota und setzte sie von der Schild⸗Erhebung Donnell's in Kenntniß; er erinnerte sie an ihre Eide. Nach der Revuͤe wurden saͤmmtliche Corps⸗Chefs zu dem General van alen beschieden, welcher sie persoͤnlich verantwortlich machte fuͤr alles, was die Subordination in ihren respektiven Corps gefaͤhr⸗ den koͤnnte. Der Stadt-Rath von Barcelona erließ am 8ten folgende Proclamation: „Die unversoͤhnlichen Feinde unserer In⸗ stitutionen, die, welche die Regentschaft des Herzogs da la Ziroria toͤdtlich verabscheuen, und welche durch alle ihnen Gebot stehenden Mettel die September⸗Manifestation ersticken
möchten, suchen die schrecklichen und blutigen Auftritte wieder zu
eneuern, welche, Dank den Anstrengungen der tapferen Armee,
er National⸗Miliz und der ganzen Nation, so gluͤcklicherweise auf⸗
ehöͤrt hatten. Solches beweist die Insurrection O'Donnell's zu Pampelona, an der Spitze einiger verfuͤhrter Leute, welche ohne Zweifel in diesem Augenblicke ihren Verrath und ihre Unklugheit bereuen. Es ist anzunehmen, daß diese schmachvolle Reaction weite Verzweigungen habe. Demnach hat der Stadt⸗Rath von Barce⸗ lona, entschlossen, sein Leben fuͤr die Aufrechthaltung der Freiheit aufzuopfern, beschlossen und dekretiren die constitutionellen Alka⸗ den, wie folgt: „Wer fuͤr die Rebellion O'Donnell's guͤn⸗ stige Geruͤchte verbreitet, soll nach der ganzen Strenge der Gesetze, als Verraͤther am Vaterlande, bestraft werden.“ Der politische Chef der Provinz Barcelona, Dionisio Valdes, publi⸗ zirte am 7ten eine Proclamation, worin er unter Anderem sagt: „Es sind diese Provinz und ihre Hauptstadt insbesondere dabei betheiligt, daß die Ordnung aufrecht erhalten werde; und sie wird es werden, denn die Behoͤrden wachen fuͤr die Bewahrung der Ordnung mit euerem Beistande, mit dem der tapferen National⸗ Miliz und mit der wirksamen Unterstuͤtzung der Provinzial⸗Depu⸗ tation und des constitutionellen Gemeinde⸗Rathes. Militair⸗Behoͤrde, welche das Vertrauen der Einwohner in so hohem Grade verdient, wird eintretenden Falles, sich an die Spitze der loyalen Spanier stellend, die Ohnmacht der Feinde des Staates darzuthun wissen. Identifizirt mit der Sache der Freiheit, bin ich bereit, jeder Gefahr mich auszusetzen, und wenn es seyn muß, selbst dem Tode, um sie zu vertheidigen; denn mir ist das Leben nichts ohne dieses heilvolle Prinzip, welches gewahrt werden soll, trotz aller Machinationen unserer Feinde.“ — General van Halen, Graf von Peracamps, spricht in einem Cirkulare, das er gleichfalls am 7ten ausfertigte, sein Leid— wesen uͤber den Verrath eines Generals, welcher vordem sein Blut
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schicken, um sich mit den Behoͤrden dieser Provinzen in Einver⸗ nehmen zu setzen. Die Provinzial⸗Deputation und der Stadt⸗ rath von Barcelona kamen in Betracht der außerordentlichen Um⸗ staͤnde und der Erledigung ihrer Geschaͤfte obliegen zu koͤnnen, uͤberein, eine Ueberwachungsjuntg zu ernennen. Diese sollte am 10ten Morgens in dem großen St. Georgssaale installirt werden. Zu Mitgliedern derselben wurden ernannt, von Seiten der Pro⸗ vinzial⸗Deputation, der politische Chef, als Praͤsident, Juan An⸗ tonio de Llinas und Antonio Giberga, und von Seiten des Stadt⸗ rathes Manuel Torreno und Eudoldo Ros; vier Repraͤsentanten, als Mitglieder der Junta, sollten noch von der Nationalgarde der Stadt ernannt werden. Nach dem „Constitucional“ ist zu Girono, Lerida und Taragona die Nachricht von O'Donnell's Insurrection mit großem Unwillen vernommen wordenz uͤberall fraternisirten das Volk und die Truppen.
Marseille, 13. Okt. Das Spanische Paketboot „Mer⸗ curio“ ist heute von Barcelona vom 11ten im hiesigen Hafen ein⸗ getroffen. Lerida, Tarragona und Girona haben sich entschieden gegen die Christinische Bewequng ausgesprochen. Der Gouver⸗ neur von Monjoui, Oberst Burgues, w⸗lcher verdaͤchtig war, ist durch einen bewaͤhrten Patrioten, den Oberst⸗Lieutenant Echalcen, ersetzt worden; eben so ist der Oberst Pujol zum Nachfolger des Gouverneurs von Seu d'Urgel ernannt worden. Barcelona war ruhig; die Vorsichts⸗Maßregeln beschraͤnkten sich darauf, ein Na— tional⸗Garde⸗Bataillon auf dem Piquet zu halten. Jeden Abend durchzogen Volkshaufen, meistentheils junge Leute, die Straßen unter dem Gesange der Riego-Hymne. — Aus Valencia ver⸗ nimmt man, daß in dieser Stadt eine gewisse Gaͤhrung herrschte.
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Der Moniteur parisien enthaͤlt Folgendes: „Die Ma⸗ drider Post, welche bis zum 8ten d. im Ruͤckstande war, ist am liten d. uͤber Zaca in Bayonne eingetroffen. Man erwartet noch immer die Bestaͤtigung der Nachricht von der Capitulation der Stadt Pampelona. Dem Vernehmen nach marschiren die Gene⸗ rale Alesano und Zurbano auf Vittoria. Das Geruͤcht, daß Espartero selbst auf dem Marsche nach den Baskischen Provin⸗ zen begriffen sey, bestaͤtigt sich nicht. — Durch ein Dekret der provisorischen Regierung in Bilbao ist der General La Rocha
ernannt worden. In der Provinz Alava hat der General⸗Com⸗ mandeur Piquero Streitkraͤfte bis nach Puebla d'Arganzau vor⸗ geschoben, theils um die Aushebungen zu beguͤnstigen, theits um die Bewegungen der Truppen Espartero's zu beobachten.“
Die provisorische Regierung von Vittoria hatte dem Infan⸗ ten Don Francisco de Paula den Eintritt in Spanien verbo⸗ ten und deshalb folgendes Dekret erlassen: „Die revolutionaire Regierung in Madrid hat kuͤrzlich beschlossen, den Leidenschaften, die sich in unserem ungluͤcklichen Vaterlande bewegen, einen neuen Zuͤndstoff entgegen zu halten, indem sie den erlauch⸗ ten Infanten Don Francisco de Paula in das Land zuruͤckberief, um mit Huͤlfe seines Koͤniglichen Ursprungs neue Spaltungen herbeizufuͤhren. Die provisorische Regie⸗ rung kann nicht zugeben, daß man bis zu diesem Punkte die Gefuͤgigkeit Sr. Koͤnigl. Hoheit mißbrauche, besonders da es sich hier um den oͤffentlichen Frieden und um die Interessen aller Spanier handelt. Demzufolge beschließt dieselbe: Artikel 1. Se. Koͤnigl. Hoheit dem Infanten Don Francisco de Paula und seiner erhabenen Familie ist der Eintritt in Spanien so lange ver⸗ weigert, bis die Koͤnigin Marie Christine von Bourbon wieder im freien Besitz ihrer Herrschaft ist und selbst daruͤber bestimmen kann, was ihr in jener Hinsicht als gerecht und zweckmaͤßig er⸗ scheint. Artikel 2. Die Civil⸗ und Militair⸗Behoͤrden der drei Baskischen Provinzen und Navarra's sind unter der strengsten
beauftragt.“
Wiscsenschaft, Kuntt und Literatur. Zur Literatur der Geschichte des Völkerrechts. Histoire des Progres du droit des Gens en Europe depuis la paix de Westphalie jusqu'au Con- greées de Vienne; avec un précis historique du droit les gens européen avant la paix de Westphalie. Par Lennrnh Sheaton, Ministre des Etats-unis ††ꝗμαmé-
rique preès la cour de Berlin. Leipzig, Brockhaus, 1841.
im Interesse einer heiligen Sache vergossen habe, und seinen Ab⸗ scheu gegen die aus, welche aus Ehrgeiz oder verfuͤhrt durch fremdes Gold (oro estrangero) die Schrecken des Buͤrgerkrieges wieder heraufbeschworen wollen; van Halen hofft, daß unter den ihm untergebenen Truppen nicht ein einziger sich finden werde, der im Stande waͤre, seine Eide zu vergessen und das zu miß⸗ kennen, was das Baterland dem General Espartero verdanke, der es mit Ruhm bedeckt habe. „Sollte ich ungluͤcklicherweise mich taͤuschen“, fuͤgt er hinzu, „so soll sofortiger Tod das Verbrechen
Das vorliegende Buch, das eine Luͤcke in den Staats⸗Wissenschaf⸗ ten ausfuͤllt und zu dem gigantischen Baue derselben einen hoͤchst ach⸗ tungswerthen Beitrag liefect, entstand, wenigstens seiner jetzigen Form nach, bei Gelegenheit einer Preisfrage, welche die Académie des Scien- ces morales et politiques de l'Institut de France fuͤr das Jahr 1839 gestellt hatte. Deshalb beschraͤnkt es sich im Wefentlichen auf die Geschichte des Voͤlkerrechts seit dem Westphaͤlischen Frieden. Es wird von der Akademie einer ehrenwerthen Erwaͤhnung fuͤr wuͤrdig befun⸗ den, und dann von dem Verfasser fuͤr die Herausgabe noch mit einer Einleitung uͤber das Voͤlkerrecht und die Geschichte des Voͤlkerrechtes vor dem Westphaͤlischen Frieden vermehrt.
Die Wichtigkeit und Bedeutung des Buches ergiebt sich, wenn man fuͤrs Erste die Genauigkeit der Ausfuͤhrung seiner einzelnen Theile voraussetzt, im Allgemeinen aus der bisherigen Behandlung des Voͤl⸗ kerrechtes uͤberhaupt. Diese bestand groͤßtentheils in der Ausarbeitung der Theorie, man haͤufte System auf Soͤstem, wich ab in einzelnen Ansichten, und Niemand aus dem groͤßeren Publikum machte sich klar, was denn nun die durchgaͤngige Haltung in den Rechtsprinzipien gewon⸗ nen habe, was nicht. Die Geschichte des Voͤlkerrechts ward vernach⸗ laͤssfigt. Die Geschichte aber hat vor Allem zu leisten, das positiv Geltende vor Augen zu stellen und die Theoricen in ihrer geistigen Entwickelung dem Faktischen gegenuͤber zu vergleichen, d. h. ihre Guͤl tigkeit nachzuweisen. So nur kann eine klare Anschauung der Re⸗ sultate des Gedankens und der Thaten erlangt werden. Diese große und umfassende Aufgabe hatte der Verfasser zu loͤsen, ein schwieriges Werk, weil historische und philosophische Kritik neben einer gewalti⸗ gen Gelehrsamkeit dabei vorausgesetzt werden muͤssen. Fragen wir nun, in wie weit der Verfasser seine Aufgabe geloͤst habe und welcher Nutzen, ja welcher Fortschritt der Wissenschaft durch sein Werk ge⸗ bracht sey, so steht dies zwar außer der Moͤglichkeit einer Anzeige, alle einzelnen Resultate vorzufuͤhren, wird sich aber doch am besten en nehmen lassen, wenn wir den Gang der Untersuchung und die Art und Weise der Darstellung im vorliegenden Buche charakteristren.
Von einem Voͤlkerrechte im wahrhaften Sinne des Wortes kann nur dann die Rede seyn, wenn wir als letzten Grund, oder vielmehr als das eigentliche Fundament desselben, einen Voͤlkerstaat
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ten. Dadurch aber ist das Verhaͤltniß des Einzelnen zum Staate von dem der Staaten zu einander verschieden, daß es uͤber den Staaten keinen Praͤtor giebt, der den Frieden bewahrt und den Streit schlichtet; nur Gott und das Urtheil Gottes, die Geschichte, ist dieser Praͤtor. Die Vernunft also ist das Gesetz des Völker⸗ rechts, das seine leuchtenden Strahlen uͤber die Welt aussendet, und sich in der Iv. Gewohnheit, in geschlossenen Vertraͤgen, im bindenden Worte der Menschen abspiegelt. Es soll, das lehrt na⸗ mentlich die Geschichte der neueren Zeit, in jedem Staate eine na⸗ tionale Freiheit und Selbststaͤndigkeit, und unter den Nationen eine freie Verbindung bestehen.
Das Alterthum kannte keine freie und unter verschiedenen Voͤlkern, es hatte kein Vöͤlkerrecht. Dies ist der erste Satz, von dem der Verf. ausgeht. Selbst der groͤßte Po⸗ litiker der alten Welt, Aristoteles, betrachtete die Barbaren als von der Natur zu Sklaven der Griechen bestimmt, Fremder und Feind ist in der klassischen Sprache Ein Wort. Auch der Amphyctionen⸗ bund wird vom Verf. mit Recht mehr als ein religidser und stamm⸗ verwandschaftlicher Verein, denn als ein auf humanen Grundlagen
dauernde Verbindung
zum interimistischen General⸗Commandeur der Provinz Biscaya
beruhender Voͤlkerstaat oder Staatenbau aufgefaßt. Es ist klar, wohin wir im Alterthume das Auge richten, wir finden nirgends ein System freier Staaten, nirgends die Idee ausgesprochen von gleichen Rechten unter den verschiedenen Nationen, der Sieg pro⸗ fanirte selbst die heiligsten Heiligthuͤmer des Feindes; das jas gen- tium ist den Roͤmern nicht das Recht der Voͤlker zu einander⸗ sondern nur das Naturrecht. Den Germanen gebuͤhrt dee Ruhm, zuerst die Idee eines voͤlkerrechtlichen Stantes in die Geschichte eingefuͤhrt zu haben. Wir wuͤnschten, der Verf. haͤtte auf diese Thatsache mehr Gewicht gelegt und sie it ihren Urspruͤngen nachgewiesen. Wie anders steht die Germanische Freiheit da, auch in dieser Bezirhung, als die der alten Welt. Waͤhrend es einst in der Morgendaͤmmerung der Geschichte die Asiatischen Despoten versuchten, Alles, was von eigenem und selbststaͤndigem Leben in ihrem Kreise eristirte, zu einer Sklavenherrschaft umzubilden, wur⸗ den sie von der jugendlichen Macht kleiner Griechischer Freistaͤdte überwunden; in Alexander dem Großen kommt zuerst der Geist des Westens zur Herrschaft uͤber den Osten, aber dieser Geist ist nicht stark genug, sich selbststaͤndig und frei uͤber den massenhaften Kraͤften Afiens zu erhalten, er zerfaͤllt in sich, bis Rom mit eiserner Faust und furchtbarer Gesetzesstrenge die Welt unterjocht. Die Formen dieser Stadt werden die Gesetze der Erde, die Sprachen selbst ver⸗ schwinden vor den beiden einzigen, der Griechischen und Roͤmischen und von Nationen koͤnnen wir in den letzten Zeiten des Roͤmerreiches kaum mehr sprechen, bis die Germanen einen frischen Saamen zu und die Einheit de
neuen Voͤlkern uͤber den Westen ausstreuen Sklaverei unter dem Roͤmischen Imperator aufloͤsen. Aus dem Chaos der neuen Gestaltungen geht aber dann die Trennung in mehrere Voͤlkerschaften und die Verbindung zu einem Volkerstaate hervor, bis zu Karl dem Großen, eine Verjuͤngung des Roͤmischen Imperiums ju einer groͤßeren Fretheit, als bis dahin moͤglich gewesen, ja nur ge⸗ dacht war. Es geht ein Zug der Einigung, wie durch den mensch⸗ lichen Geist, so durch die ganze Geschichte. Ein jedes Volk behielt seit der Fraͤnkischen Herrschaft die Grundlagen seiner Sitte und Freiheit; waͤre dies nicht ge⸗ schehen, so wuͤrden wir heute nicht von verschiedenen Eu⸗ ropaͤischen Nationen sprechen koͤnnen. Ein jedes Volk behielt seit dem Deutschen Kgiserstaate unter Arnulf und Otto I. seinen Fuͤrsten, seine Volks⸗Versammlungen, seine Gerichte, Gesetze und Landtage, kurz seine Verfassung. Heinrich II. fand es sogar noͤthig sich wieder zur Koͤnigs Kroͤnung in Italien zu verstehen, welche die drei Ottonen im Sinne einer engeren Vereinigung vermieden hat⸗ ten. Die Polen, die Boͤhmen, die Ungarn, sy wie die uͤbrigen Vol⸗ ker des Reiches, bildeten Lehnsstaaten. In demselben Verhaͤltnisse standen eine Zeit lang die Koͤnige von Daͤnemark, Burgund und selbst von Frankreich. Allen diesen Staaten war wenigstens di Moͤglichkeit einer nationalen Entwickelung geblieben, ihre Selbst staͤndigkeit nur im geringen Maße bedingt, und dennoch versüͤchte!
geschaffen, und die Refoöͤrmation Paͤpstlichen Suprematic. Aber gerade in jener Zeit werden die Grund⸗
— 3388 Iö 0 Hrund⸗ lagen zu einem neuen Verein auf dem rein politischen In der neuern Geschichte sprechen wir von nationalen
alle den Abfall, die Völkerwaren auch offenbar noch nicht gebildet fuͤrdie Ideeeines Kaiserstaates. Wir sehen daher, wie leicht sich sett Gregor VII die Paͤpste an die Spitze dieser Monarchie des Voͤlkerstaates stellen; etn
— “ 8 Fs 4 8 geistlicher vr““ * 6e rzeIIe⸗ 2- „ „8* 128 Verantwortlichkeit mit der Ausfuͤhrung der obigen Bestimmung Betstlicher Herr ohne große matertelle Macht bringt hier die voͤlkerrecht⸗
lichen Gewalten des Kaisers an sich, alle Fuͤrsten und Koͤnige de Westens wurden eine Zeit lang als Lehnleute des Roͤmischen Stuh⸗ les dargestellt. Die hohe Geistlichkeit aller von Deutschen Voͤlkern gestifteten Staaten, d. i. die geistlichen Fuͤrsten, hielten von Zeit zi Zeit Reichstage unter dem allgemeinen Bischofe. Die Sprache der Kirche, die Staatssprache, war die Lateinische. Die Ritterschaft ward seit den Kreuzzuͤgen an die Paͤpste geknuͤpft. In diesem Ver⸗ eine, also bei dem gesaͤmmten Adel jener Staaten, herrschten ohnge faͤhr dieselben Sitten und Gestnnungen, dieselbe Bildung. Kampf⸗ lust, Liebe zu Abenteuern, Achtung fuͤr die Frauen, Ehrgefuͤhl waren die Zuͤge eines vollkommenen Ritters; uͤberall waren in den verschie⸗ denen Ritter⸗Orden dieselben Prinzipien geltend, vermoͤge dersel⸗ ben gab es ein gemeines Europaͤisches Kriegsrecht. Auch die Staͤdte hatten eine National⸗Physiognomie, dieselben Verfas⸗ sungen, Gebraͤuche und Handwerks⸗Rechte. Das schiedsrich⸗ terliche Amt, welches nach der Lehre der Kirche ein jeder Bischof innerhalb seines Sprengels in den Streitsachen der Glaͤubi⸗ gen verwaltete, und das dem Deutschen Kaiser zustand, kam auf den Papst. Wie oft intervenirten die Paͤpste, z. B. in den Streitigteiten Englands und Frankreichs, noch waͤhrend des vierzehnten Jahrhun⸗ derts, viele Vertraͤge wiesen selbst auf dieses Recht hin; die Parteicen unterwarfen sich fuͤr den Fall des Bruches der Vertraͤge ausdruͤcklich der Straf⸗Gerichtsbarkeit des Roͤmischen Stuhls. Der Papst gebot den Gottesfrieden, den Stillstand der Fehden, wie einst die Koͤnige und Kaiser. —
Alles dies sind Anfaͤnge des Voͤlkerrechtes Zuͤge in der Geschichte der Kultur uͤberhaupt; daß der Voͤlker⸗ stagt nicht vollkommen dargestellt werden kann und soll, das liegt in der Freiheit jeder Nation, in der Selbststaͤndigkeit, die sich beson⸗ ders stark im 14ten und 15ten Jahrhundert entwickelte. Damals schien die Europaische Verbindung zerrissen zu werden, die innere Ausbildung der staͤndischen Verfassungen, der Sprachen, der igtiona⸗ len Staaten uͤberhaupt geschah, die echte, erbliche Monarchie ward zerriß das hemmende Band der
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und bedeutende
Wege gelegt. Staaten, von
einem System derselben und von einem politischen Gleichgewichte; e. — 8
es giebt ein Gesetz, was uͤber den Staaten steh Wechsel⸗Verhaͤltniß, das
G t, und ein rechtliches aus demselben herpvorgeht. Freilich kann
von einem positiven Voͤlkerrecht im eigentlichsten Sinne nur 1“ 4. — 18st. 1 nur in den Europaͤischen Staaten und etwa in Nord⸗Amerika die Rede de-,
aber Europa hat jetzt die Weltherrschaft, und die fuͤnf großen Maͤchte
bilden eine politische Gemeinsamkeit, die nicht ohne der Welt gestoͤrt werden kann. 1¹“
Erschuͤtterung
Hier hatte also der Verfasser die umfassende, in ein Chaos
von Einzelnheiten eindringende Frage zu beantworten, wie sich diese
Gemeinsamkeit des Rechts unter
—
den Stgagaten historisch entwickelt
hat? Er that dies mit großer Genauigkeit, oft mit uͤberraschender
Gewandtheit und wie es uns
erscheint mit so klarer und einfa⸗
cher Darstellung, wie wir sie in den meisten politischen Schriften auf diesem Felde bisher haͤufig vermißt haben.
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von Webers in London beigesetzt sind. Es geht daraus hervor, daß der bleierne Sarg in dem Gewoͤlbe der katholischen Moor⸗ fields⸗Kapelle so aufgestellt, daß er gegen alle Unbilden ge⸗ sichert und durch eine am Fuß desselben angebrachte Metall⸗ Platte leicht kennbar ist. Am Schlusse des Berichtes heißt es: „Aus dem Gesagten, welches auf eigene Anschauung und auf die mir von dem Minister Apostolicus der Moorfields⸗Kapelle mit⸗ getheilten Angaben begruͤndet ist, wollen Ew. Excellenz geneigtest beurtheilen, welche Glaubwuͤrdigkeit die Berichte der Reisenden verdienen, welche von Ueberfuͤllung und der Gefahr der Raͤumung
decjentgsg strafen, der seine Pflicht verletzen wuͤrde. Unsere Pflicht ist klar vorgezeichnet; unser Wahlspruch ist: Bertheidi⸗ zung des Thrones Nabella il. und der üetr leesrne- eüenn⸗ schaft des Herzogs de la Vitoria; dies ist Anshs Sene “ Der constitutionelle Alkade von Barcelona und die S-. der National⸗Garde haben die Bildung zweier Doee temee gdanven 7 2
denken, eine große, umfassende, geistige Verbindung der Nationen durch Recht und Sitte in der Vernunft⸗ und wirklichen Welt. Ohne Staat kein Recht. Des Friedens beduͤrfend, sind die Menschen zu buͤrgerlichen Ge⸗ sellschaften vereint, aber die Geschichte der Voͤlker ist die Geschichte eines allgemeinen und ewigen Krieges, eines Krieges, der nur bald auf dem, bald auf einem anderen Theile des Kriegsschauplatzes stattfin⸗ den und nur von Zeit zu Zeit durch eine Waffenruhe unterbrochen wird. Die Grundursache der Kriege kann ein jeder Mensch in sich selbst
Im spaͤteren Mittelalter finden wir eine auffallende Gleichguͤltig⸗ keit der Voͤlker und Fuͤrsten irgend eines hervorragenden Staates. Gleichguͤltig sah Europa dem Sturze des maͤchtigen Reiches Bur⸗ gund zu. Waͤre Burgund geblieben, so wuͤrden große Kriege zwischen Frankreich und Deutschland schwieriger gewesen seyn. Aber nach dem Falle Burgunds stehen sich im 16ten Jahrhundert zwei starke Maͤchte un⸗ mittelbar einander gegenuͤber, die Koͤnige von Frankreich und. das Haus Hesterreich; beide treffen an einander in den Jtaltenischen Haͤndeln
Advokat de Minvillle, erklaͤrte sich gleichfalls dafuͤr und zwar mit folgenden Worten: Ich bin in nicht geringer Verlegenheit, denn auf der einen Seite nehmen viele persoͤnliche Geschaͤfte meine Ge⸗ genwart in Anspruch, auf der anderen hat meine Meinung gesiegt. Ich weiß, daß ich von dieser Sendung viele Unannehmlichkeiten zu erwarten habe, darum nehme ich sie an.“ Er hatte sich in der — liger beschlossen, welche die Gehlrae M.. KS-b.48
Berathung die merkwuͤrdige Aeußerung erlaubt, eine Sache muͤsse Frcareheelbshnc⸗ Nene virsh Zücegler e sollen, um jeden sehr krank seyn, wenn man, um ihr den Sieg zu verschaffen, ge: schlossen Kommissaire nach Madrid Sarageffe . g. nöͤthigt sey, seine Zuflucht zur Erregung gehaͤssiger GDeisinnungermrm - 18 — Sarggo nd Valencia zu
gewanderten Hollaͤndischen Bauern allgemein den lebhaften Wunsch geaͤußert haben, wieder unter. den Schutz der Britischen Regie⸗ rung zu kommen. Im Kaffernlande fanden Feindseligkeiten zwi⸗ schen den Gaika⸗Staͤmmen gegen Kxeli, den Sohn des verstorbe⸗ nen Haͤuptlings Huitza, statt, die uͤber nicht ausgeliefertes Vieh entstanden waren. In der Kapstadt beschaͤftigte die schon neulich erwaͤhnte Petition, welche auf die Bildung einer legislativen Ver⸗ sammlung antraͤgt, die allgemeine Aufmerksamkeit; sie hatte die Unterschrift der einflußreichsten Leute in der Kolynies erhalgen..
Aus Portsmouth wird gemeldet, daß der Contre⸗Admiral Sir
2 1 cchafte zoaierde enteꝛwei . . 1 8 8 So dieser IZeit sinden; Leidenschaften und Begierden entzweien den Menschen mit und Kriegen unter Karl VIII, und Ludwig XII. Seit dieser Zeit Krieg 1 den Europaͤtschen
sich selbst und deswegen mit seinen Mitmenschen, ehbenso in den Staa⸗
. .
bildet sich eine verhaͤltnißmaͤßige Gleichbeit unter