1841 / 298 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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vanley herruͤhrenden Vorschlag zur Herstellung der Ruhe in Ir⸗

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her oder entfernter mit

1 8 diejenigen Personen verwendet, die naͤ 1 8 Verbindung stehen oder, gestanden 1-aa n in solchen Faͤllen vergißt man fruͤhere u“ .“ e unterstuͤtzt gewisse Pariser Journale mit sehr edeuten en Summen. Der Messager, das Eigenthum der Regierung, kostet derselben allein fuͤr die Kasse der geheimen Fonds 120,000 bis 140,000 Fr. jaͤhrlich. Dann kommen die minssterillen Jour⸗ nale der Departements und die auslaͤndischen Blaͤtter. Das ist noch nicht Alles; es giebt noch Schriftsteller, die seit langer Zeit nicht mehr arbeiten, mit keinem Blatte mehr in Verbindung ste⸗ hen, die Gehalte von 10,000 12,000 Fr. beziehen und wie reiche Pfruͤndner leben. Außerdem giebt es noch außerordentliche und unregelmaͤßige Ausgaben, welche durch Arbeiten und Eindruͤcke des Augenblicks veranlaßt werden. Die Widerlegung eines Artikels, einer Abhandlung der Opposition kostet haͤufig sehr viel. Zuwei⸗ len ist es auch moͤglich, durch Verraͤtherei eine ministerielle Mei⸗ nung in ein Oppositions⸗Blatt aufnehmen zu lassen, mittelst Gel⸗ des eine kompromittirende Nachricht in dasselbe einzuschwaͤrzen und dadurch das Blatt in den Augen seiner eigenen Partei herabzu⸗ setzen; das ist mehr als einmal geschehen.

Dies alles ist jedoch unzureichend und man zehrt sich auf diese Weise so schnell auf, als wenn man das Faß der Danaiden fuͤllen wollte. Es giebt so viele Leute, die bereit sind, sich zu ver⸗ kaufen, daß der reichste Kaͤufer haͤufig nicht ausreicht; um indeß Jedermann Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, muß man sagen, daß es auch Ausnahmen giebt, daß es Maͤnner giebt, die zu ge⸗ wissenhaft, oder zu halsstarrig, zu wenig aufgeklaͤrt oder syste⸗ matisch und aus Bosheit feindselig gestimmt sind, und folglich al⸗ len Argumenten dieser Art widerstehen; gegen diese wendet man die Gesetze und die Assisen an. Das Uebel ist nun einmal un⸗ heilbar und die Zuͤgellosigkeit der Journale bringt unermeßliche Verwirrung in dem Gehirn und der materiellen Existenz einer Menge von Leuten hervor. Wir werden in kurzem sehen, welche Gegenmittel der Großsiegel⸗Bewahrer den Kammern vorlegen wird.

Großbritanien und Irland. gondon, 20. Okt. Die Times hat einen von Lord Al⸗

land in ihre Spalten aufgenommen, der auf offizieller Anerken⸗

kennung der kirchlichen Autoritaͤt des Papstes und auf Abschaf⸗ fung der veralteten Ausnahme⸗ Gesetze in Irland beruht. „Der erste Schritt, der zu thun waͤre“, heißt es in diesem Artikel, nach einer langen historischen Einleitung uͤber die Verhaͤltnisse der Ir⸗ laͤndischen Katholiken, unter Anderem, „muͤßte eine Maßregel zur Besoldung der katholischen Geistlichkeit Irlands seyn; der jetzige Zustand der Finanzen scheint allerdings fuͤr einen solchen Vor⸗ schlag nicht guͤnstig, aber die Nothwendigkeit der Sache ist so drin⸗ gend und der zu erlangende Vortheil so groß und sicher, daß ich keinen Preis fuͤr zu hoch halten wuͤrde, wenn der Zweck, den ich vor Augen habe (die Ruhe Irlands und die Zufriedenheit seiner Be⸗ volkerung), damit erreicht werden koͤnnte. Der naͤchste E chritt zur Ver⸗ wirklichung des beabsichtigten großen Zweckes muͤßte die Aufhebung der Gesetze seyn, welche den offenen Verkehr mit dem Roͤmischen

Hofe verbieten, und die Ernennung eines Gesandten an diesem Hofe, nach Rußlands und Preußens Beispiel, wodurch unsere Be⸗ ziehungen zu demselben, die gegenwaͤrtig jedem Grundsatz gesunder Vernunft und Politik entgegen sind, auf eine staatsmaͤnnische Ba⸗ sis gestellt seyn und etwas Festes darbieten wuͤrden . woran man sie feaifen konnto“ Das genannte Blatt erklaͤrt diesen Vorschlag fuͤr hoͤchst interessant und sagt einstweilen nur so viel daruͤber: „Wir tragen kein Bedenken, die Ueberzeugung auszusprechen, daß das vorgeschlagene System, wenn man es unter angemessenen Ein⸗ schraͤnkungen annaͤhme, einen bedeutenden und den achtbarsten Theil der katholischen Bevöͤlkerung, der bisher den Bannern O'Con⸗ nell's und der Repeal nur bedingt gefolgt ist, auf die Seite der constitutionellen Regierung beruͤberbringen und dazu dienen wuͤrde, eine wahrhaft konservative Partei in Irland zu begruͤnden.“

Die Times enthaͤlt einen sehr energischen Artikel in Betreff der Mac Leodschen Sache. Sie meint, wenn die Regierung der

1“ die die Wohlfahrt unseres Vaterlandes untergraben haben. Jetzt ist eine neue Periode eingetreten, eine Periode des Aufbaues und der Wiederherstellung. Aus der Ankuͤndigung der Gesetz⸗Ent⸗ wuͤrfe, die uns vorgelegt werden sollen, geht hervor, daß die Re⸗ gierung den Wunsch hegt, das Mangelnde zu ergaͤnzen und das Gebrechliche herzustellen, und die Arbeiten, die Ihrer war⸗ ten, werden uͤberaus wichtig seyn. Durch die genaueste Befolgung des Grundgesetzes, durch Ruͤcksichtnahme auf die oͤffentliche Meinung, durch Wahrheit und durch ge⸗ genseitiges Vertrauen zwischen der Regierung und den General⸗ Staaten werden die Interessen des Niederlaͤndischen Volkes be⸗ foͤrdert werden, welches, inmitten so vieler Unruhe und Leiden⸗ schaftlichkeit in anderen Laͤndern, so glaͤnzend sich auszeichnet durch treue Anhaͤnglichkeit an der gesetzlichen Autoritaͤt, durch Maͤßigung und Achtung fuͤr Ordnung und Gesetz, welches die Grundpfeiler der buͤrgerlichen Freiheit sind.“

Das Handelsblad bemerkt, die Erwaͤhlung des Herrn van Dam van Isselt zum Praͤsidenten der zweiten Kammer erscheine als ein uͤberaus wichtiges Ereigniß, wenn man sich erinnere, wie dieses Mitglied der Generalstaaten zu allen Zeiten eine sehr unab⸗ haͤngige und freisinnige Gesinnung an den Tag gelegt habe. Man koͤnne seine Erwaͤhlung, fuͤgt die genannte Zeitung hinzu, als einen Sieg der Constitutionellen in Niederland betrachten.

Schweden und Norwegen.

CTChristiauig, 10. Okt. (A. Z.) Die Convention von Hel⸗ singoͤr uͤber den Sundioll soll bereits sowohl von Englischer als von Schwedischer Seite unterzeichnet seyn; von der hier in Nor— wegen sich befindenden Regierung ist ein Antrag nach Stockholm abgegangen, der, wie man vermuthet, darauf ausgeht, daß man von Seite Norwegens gegen die antiunionelle Behandlung dieser wichtigen Sache protestirt.

Die Norwegischen Mitglieder des Unions⸗Comité, die Herren Maubach, Falsen, Foß und Erichsen, sind nach Stockholm abge⸗ reist, wo die Verhandlungen den 1. Oktober wieder eroͤffnet wer⸗ den sollen. Herr Falsen ist schon zum Mitglied des Storthings erwaͤhlt, und Herr Foß wird ohne Zweifel erwaͤhlt werden; die Verhandlungen des Comité muͤssen folglich dieses Jahr beendigt seyn.

Der Professor Sverdrup, Lehrer der Griechischen Philologie und spaͤter der Philosophie an der Universitaͤt Christiania, der im Jahre 1814 nicht geringen Einfluß auf die politischen Ereignisse gehabt, hat seinen Abschied als Professor genommen. 8

Seit Wochen haben wir fast ununterbrochen das schoͤnste Herbstwetter gehabt; es ist demnach vielleicht zu hoffen, daß Norwegen dieses Jahr von einer Hungersnoth verschont wird.

Deutsche Bundesstaaten.

—2*—% Altenburg, 23. Okt. Unser gestriges Amts⸗ und Nachrichtsblatt bringt uns unter Anderem die Kunde, daß in Folge einer Uebereinkunft der Koͤnigl. Preußischen, der Koͤnigl. Saͤchsi⸗ schen und der Herzogl. Sachsen⸗Altenburgischen⸗, Fuͤrstlich Thurn⸗ und Taxisschen Post⸗Direction vorerst fuͤr die Korresondenz zwischen Alrenburg und den oͤstlichen Preußischen Pro⸗ vinzen eine Vereinbarung dahin getroffen sey, daß vom 15. Ok⸗ tober an mit dem Wechsel geschlossener Transit⸗Pakete zwischen Altenburg einer⸗ und zwischen Berlin, Magdeburg und Halle an⸗ dererseits uͤber Leipzig zu beginnen, und daß die Spedition der⸗ selben so zu bewirken sey, daß die Transit⸗Pakete von Altenburg taͤglich fruͤh von 2—3 Uhr mit der Eilpost nach Leipzig abgehen, um durch Eisenbahn⸗Befoͤrderung an demselben Tage, Vormittags 11½ Uhr, in Halle und von da entweder Nachmiktags 2 Uhr in V Magdeburg oder Nachmittags 5 ½ Uhr in Berlin einzutreffen. Umgekehrt aber sollen zwar die taͤglich in Magdeburg fruͤh 6 Uhr und in Halle fruͤh 8 ½ Uhr auf der Eisenbahn nach Leipzig abge⸗ henden hierher gerichteten Korrespondenzen noch an demselben

Tage, Nachmittags 3 Uhr (richtiger 4 oder 4 ½ Uhr), hier anlan⸗

gen, dagegen aber die aus Berlin taͤglich Mittags 12 ½ Uhr auf

der Eisenbahn abgehenden Briefschaften erst den darauf folgenden

8 . . e r. & Maci j 889 * jer 9 Union so schwach sey, daß sie die Drohungen eines Poͤbelhaufens, Tag, Nachmittags 3 Uhr, hier anlangen.

Mac Leod im Falle seiner Freisprechung ermorden zu wollen, zur

Gewiß wird diese Beschleunigung des bisherigen V rkehrs

e Ausfuͤhrung gelangen ließe, so muͤßte Großbritanien dafuͤr an ihr und namentlich das Aufgeben des bisherigen Umweges uͤber Zeitz

und der Union dieselbe Vergeltung uͤben, als wenn Mac Leod zum Tode verurtheilt und hingerichtet werden sollte. Das Tory⸗ blatt erklaͤrt, daß in beiden Faͤllen England einen großen, gewal⸗ tigen und entscheidenden Krieg fuͤhren muͤsse, in den die ganze Welt verwickelt werden duͤrfte. 1 8

Zorgestern gaben die Chartisten in Glasgow Herrn Feargus O'Connor eine Soiree, woran 2500 Personen Theil nahmen. Auch die Chartisten⸗-Frauen richteten dabei an O' Connor eine Adresse, die durch eine Deputation von drei Maͤdchen, begleitet von mehreren ihrer Freundinnen, uͤbergeben wurde. Die Depu⸗ tirten waren gut gekleidet und wohl gebildet. Die Erste las die Adresse des Vereins, fuͤr den sie auftrat, mit vielem Nachdrucke vor; die Zweite hielt eine Rede und uͤbergab O'Connor einen gol⸗ denen Ring; die Dritte brachte einen elfenbeinernen Spazierstock und ein Goldstuͤck fuͤr einen anderen Radikalen, der wegen seines Antheils am Chartisten⸗Aufstande zum Tode verurtheilt war, spaͤ⸗ ter nach Botany⸗Bai transportirt wurde und jetzt in sein Vater⸗ land zuruͤckgekehrt ist. Der Glasgow A rgus bemerkt: „Diese leichtsinnigen Maͤdchen wurden fuͤr die Art, in der sie sich ihres unweiblichen Auftrages entledigten, mit lautem, begeistertem Bei⸗ fall begruͤßt.“ „Der Sun klagt daruͤber, daß auch unter den arbeitenden Klassen der Hauptstadt gegenwaͤrtig die groͤßte Noth herrsche. Die Zahl der unbeschäͤftigten Schneider und Schuhmacher nimmt taͤglich zu, und die Weber von Spitalsields sind in Verzweiflung. Das genannte Blatt versichert, daß die Scenen des Elends und des Mangels selbst in diesen durchweg nothleidenden Bezirken ganz beispiellos sey. b 2

Die mit der letzten New⸗Yorker Post in England eingelaufe⸗ nen Kanadischen Journale sind, wegen des Ablebens Lord Sy⸗ denham's, noch alle schwarz umraͤndert. Das falsche Geruͤcht, daß Sir Howard Douglas, der vormalige Lord⸗Ober⸗Commissair der Jonischen Inseln, zu dessen Nachfolger bestimmt sey, machte uͤbelen Eindruck in der Provinz. Lord Sydenham's Leiche sollte am 24. September in der Episkopal⸗Kirche zu Kingston unter den seinem Range gebuͤhrenden Ehren beigesetzt werden.

9 Niederlande.

Aus dem Haag, 22. Okt. In der gestrigen Sitzung der zweiten Kammer uͤbernahm Herr van Dam van Iselt den Vor⸗

it einer Rede, worin er sagte: „Seit zwoͤlf Jahren nehme sitz mit

von unserem ganzen korrespondirenden Publikum dankbar aner⸗ kannt. Doch ist dabei der Wunsch, daß dieselbe auch auf die Versendung der Briefe und Zeitungen ausgedehnt werden moͤchte, nur um so lebhafter und natuͤrlicher.

Ueber die Ergebnisse der Inspection unserer Bundes⸗ Truppen laͤßt sich nur Erfreuliches melden. Auch war denen, welche den Eifer und die Tuͤchtigkeit ihrer Chefs, so wie das Ver⸗ trauen kennen, welche diese im Allgemeinen bei ihrer Mannschaft genießen, die Kunde, daß der mit der Inspection beauftragte Kai⸗ serl. Koͤnigl. Feldmarschall Lieutenant, Graf von Hrabowsky, nach Besichtigung des Materials und nach Ausfuͤhrung taktischer Ue⸗ bungen und eines auch vom Publikum mit viel Theilnahme ver⸗ folgten Feldmanoͤvers, sich anerkennend und belobend uͤber den vorgefundenen Zustand unseres Militairwesens ausgesprochen habe, nicht unerwartet, ob sie sich gleich deshalb nicht weniger daruͤber freuten, ihre Hoffnungen und Erwartungen von der Wirk⸗ samkeit unseres Obersten von Diederichs, dem Eifer des Offizier⸗ Corps und dem Fleiße der Mannschaft durch die Stimme eines so berufenen Kenners bestaͤtigt zu finden.

Der Bau der Eisenbahn von hier nach Leipzig und bereits auch schon ein Stuͤck gegen Crimitschau hin schreitet munter vorwaͤrts, wie sich wohl von der Thaͤtigkeit von mehr als 1600 Menschen, außer denen jetzt auch eine immer zunehmende Anzahl von Pferden zum Erd⸗Transport verwendet wird, erwarten laͤßt. v1“

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Hesterreich. 2 Agram, 16. Okt. (Agr. Z.) Von dem Bosnischen Wesir Chosrew Pascha ist zur Herstellung von Ruhe und Hrdnung an den Grenzen der beiderseitigen Laͤnder, eine Mission an Se. Er⸗ cellenz den hierlandes kommandirenden General⸗Feldzeugmeister Grafen Nugent abgesendet worden, welche nach uͤberstandener zehntaͤgigen Kontumaz zu Zavalje, am 9. d. M., in Begleitung der als Ehren⸗Kavaliere (mibmandar) ihr entgegengesendet gewe⸗ senen Hrn. Hauptmann Wukmanich vom Oguliner Grenzregiment und des orientalischen Dollmetschers Freiherrn von Hiller, hier eintraf. Diese Mission besteht aus dem ersten Ablegaten Ismail Aga, Bimbaschi (Major) im zweiten Bataillon des dritten groß⸗ herrlichen Regimentes, und aus Halil⸗Efendi, der in der Statt⸗ halterschaft Bosnien befindlichen zwei regulairen 555 I. fanterie Baschkiatib (Ober⸗Kommissair), zugleich zweiter Ablegat

ich einen Sitz in dieser Versammlung ein, in welcher ich an den wichtigsten Berathschlagungen Theil genommen habe. Ich kann es mir also auch nicht verhehlen, daß es meinem Herzen ein uͤber⸗ aus freudiges Gefuͤhl ist, in meiner Ernennung zu Ihrem Praͤsidenten ei⸗ nen Beweis Ihrer Zustimmung zu erblicken, welcher mir eine Ermunte⸗ rung seyn wird, auf dem Wege, den ich bisher gegangen, auch fernerhin fortzuschreiten. Wir haben Jahre voll Kummer und Sorgen durchlebt,

und Sekretair fuͤr diese Sendung. Ferner befinden sich dabei die Tschausche Jusuf, Ismail und Mustafa und zwei Diese Mission uͤberbrachte auch die von Seite der hohen forte fuͤr den kommandirenden Herrn General und drei Personen seiner Umgebung bestimmten Geschenke, welche * B“ P 9 1- 8 resT†o C feierlichen Auffahrt Säee EE E.

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in 12 Stunden darauf vollzogen.

Lemberg, 15. Okt. ist in uͤblicher Weise am 4ten d. M. eroͤffnet und am 9ten d. M wieder geschlossen worden. Der Gubernial⸗Praͤsident, Freiherr

von Krieg, und der Ritter von Gorayski fungirten dabei als Kö⸗

nigliche Kommissarien.

8 2 Spanien. Der Messager enthaͤlt folgende telegraphische Depeschen: „Bayonne, 18. Okt. Am 14ten ist General Ayerbe von Pampelona ausgeruͤckt, um gegen O'Donnell zu marschiren.“ „Bayonne, 19. Okt. Tolosa seine Vereinigung mit Urbistondo bewerkstelligt. hat sich mit Alcala zu Hernani vereinigt. 1 Andoain. Nach dem ministeriellen Journal Espectator vom 12ten hat der Regent dem Infanten Don Franciscus den Befehl

zugeschickt, seine Reise nach Spanien aufzuschieben.“

„Bayonne, 19. Okt. Am 16ten hat sich O'Donnell Estel⸗ la's bemaͤchtigt. Urbistondo war am 18ten Morgens zu Tolosa, und Alcala zu Andoain. Der Karlistische Oberst Lauz streift an der Graͤnze Navarra's, an der Spitze ehemaliger Offiziere und Soldaten von seiner Partei, um O'Donnell zu unterstuͤtzen. Am

17ten Abends waren die Dinge zu Pampelona noch in demselben

Stand. Ayerbe ist dahin zuruͤckgekehrt und ist nicht bei den ge⸗ gen O'Donnell ausgesandten Bataillonen geblieben.

„Perpignan, 19. Okt. hat sich am 14ten permanent erklaͤrt und die Verwaltung uͤber⸗ nommen. Sie hat die Bildung des 3ten Bataillons der National⸗ Garde, zusammengesetzt aus Hafen-⸗Arbeitern und Matrosen des Grao, dekretirt. Jeder Alkade entwirft eine Liste von den Ver⸗ daͤchtigen seines Quartiers. verlassen. Die Zulassung in die Stadt ist dreien Compagnieen des Regiments von Savoyen, das von Alikante kam, verweigert worden. General Seoane ist am 14ten Abends nach Valencia zuruͤckgekehrt.“

Das Journal des Débats hat Nachrichten aus Ma⸗ drid vom 44ten, denen zufolge Ruhe, aber eine duͤstere Ruhe in jener Hauptstadt herrschte. Die Militair-Kommission war in Parmanenz und die Verhaftungen dauerten fort. Am Sten hatte der Regent der Koͤnigin die Hellebardiere vorgestellt, welche den Palast auf eine so heldenmuͤthige Weise vertheidigt hatten. Je⸗ der von ihnen erhielt 2000 Realen (circa 140 Thlr.) und Avan⸗ cement. Ihre Namen wurden in einem an die Armee gerichte⸗ ten Tages-Befehl genannt, und in der Madrider Hofzeitung publizirt. Am 10ten fanden die gewoͤhnlichen Festlichkei⸗ ten zur Feier des Geburtstages der Koͤnigin Isabella statt. Am Abend waren alle Haͤuser erleuchtet. Es scheint, daß in der Nacht vom 7ten zum 8ten, als die Straße, in welcher das Franzoͤsische Gesandschafts⸗Hotel liegt, mit Soldaten angefuͤllt war, einige Flintenschuͤsse gegen jenes Hotel abgefeuert worden sind. Der Franzöͤsische Geschaͤftstraͤger, Herr Pageot, hat diese Thatsache

zur Kenntniß der Spanischen Regierung gebracht, und man wird

sich wahrscheinlich beeilen, ihm genuͤgende Erklaͤrungen daruͤber zu geben.

Bayonne, 16. Oktober. Es treffen hier mit jedem Tage immer mehr Spanier ein, die fruͤher saͤmmtlich zu den Corps von Cabrera, Balmaseda und anderen Karlistischen Anfuͤhrern gehoͤr⸗ ten. Der Konsul verweigert Allen die Paͤsse nach Spanien und man hofft, die Behoͤrden werden bald Anstalten treffen, diese Gaͤste, die man hier nicht sehr gern sieht, wieder ins Innere von Frank⸗ reich zu schaffen.

Man hat hier die Nachricht erhalten, daß Puente la Reyna kapitulirt hat. Die Garnison verlangte, sich nach Pampelona zu begeben, was indeß O'Donnell nicht gestattete; sie schlug daher den Weg nach dem Ebro ein.

Munagorri ist auf Befehl des beruͤhmten ehemaligen Anfuͤh⸗ rers der Chapelgorris, Elorio, welcher im letzten Kriege der libe⸗ ralen Sache so wesentliche Dienste leistete, nebst mehreren seiner Gefaͤhrten in Goizneta erschossen worden.

Die Madrider Blaͤtter enthalten sehr ausfuͤhrliche De— tails uͤber den Prozeß des Generals Diego Leon. Das Kriegs⸗ gericht bestand aus dem Admiral Dionysio Capaz, den Generalen Pedro Mendez Vigo, Nicolas de Isidro, Pedro Ramirez, José Cortinez, José Grases und dem Brigadier Pinto. Der General Leon erklaͤrte vor Gericht, daß er Kenntniß von den Plaͤnen ge⸗ habt haͤtte, welche entworfen worden waͤren, um dem General Espartero die Regentschaft zu entziehen, daß er aber niemals habe einwilligen wollen, sich an die Spitze der Bewegung zu stellen. Als er in der Nacht vom 7ten zum 8ten habe Generalmarsch schlagen hoͤren, habe er sich von seinem Bedienten eine Husaren⸗ Uniform ohne Saͤbel bringen lassen. Um halb ein Uhr Morgens habe er den Palast betreten. Er raͤumte ein, daß die Soldaten ihn mit Zuruf empfangen haͤtten; er habe ihnen aber angedeutet, daß man dergleichen Demonstrationen fuͤr die Koͤnigin Isabelle aufbewahren muͤsse. Er habe die Hellebardiere gebeten, das Feuer einzustellen, da dies das einzige Mittel sey, um von den Soldaten zu erlangen, daß sie nicht mehr schoͤssen. Da man seinen Vor⸗ stellungen kein Gehoͤr geschenkt habe, so sey er aus der Stadt gefluͤchtet, ohne die Eskorte anzunehmen, die ihm von den Soldaten angeboten wurde. In Colmenar habe er sich entschlossen, nach Madrid zuruͤckzukehren, auf dem Ruͤckwege sey er den Husaren begegnet und habe sich ergeben. Sein Erscheinen im Palaste in der Nacht vom 7. zum 8. erklaͤrte er dadurch, daß er seit einiger Zeit mit dem General Puig Samper uͤberein gekommen waͤre, daß im Fall eines Allarms alle Generale der Madrider Garnison sich im Pallaste zusammen finden sollten. Der General⸗ Anwald schilderte in seinem Requisitorium den General Conchar als den offensiblen Chef der Revolte und den General Leon als seinen Mitschuldigen, und trug gegen Beide auf die Todes— strafe an. Nachdem der Vertheidiger des General Leon's, der General Roncali das Wort genommen hatte, verlangte der General Leon noch selbst Einiges zu seiner Bertheidigung hinzu⸗ zufuͤgen. Er richtete einige sehr energische Worte an das Gericht und sagte unter Anderem: „Es ist durchaus falsch, daß ich der Chef der Empoͤrung gewesen bin oder an derselben Theil genom⸗ men habe. Wenn dem so gewesen waͤre, so wuͤrde ich an der Spitze der Soldaten vor dem Palaste erschienen seyn, man wuͤrde meinen Leichnam unter den Gefallenen gefunden haben, denn ich haͤtte sie sicherlich niemals verlassen und man wuͤrde mich nicht als Fluͤchtling gefangen genommen haben.“ Das Kriegsgericht verurtheilte den General Leon mit einer Majoritaͤt von 4 Stim⸗ men gegen 3 zum Tode. Das Urtheil ward sogleich, obgleich sich Freund und Feind fuͤr die Begnadigung verwendeten, bestaͤtigt und bbb111““

Ueber den gestern gemeldeten beklagenswerthen Unfall des Lieutenants Falk berichtet ein Correspondent der L. A. Z. aus Konstantinopel folgendes Raͤhere: „Ein seit ungefaͤhr vier Mong⸗

Der diesjaͤhrige Postulaten⸗Landtag

Man versichert, O'Donnell habe zu Iturbe Ihre Vorhut ist zu

Die Munizipalitaͤt von Valencia

Blos die Patrioten duͤrfen die Stadt

bezirke, die Burington Sentinel, welches uͤber die gewalt⸗

frreien aus Waffer der Rebellenhorde b Wir ermahnen das Volk, sich zu staͤrken in muthvollen Entschluͤssen. stellte, schlosffen die darin befindlichen die Thuͤren nach innen, und Unsere Huͤlfsmittel sind unerschoͤpflich; laßt sie uns alle gebrauchen. Winde und Wolken sind fuͤr uns im Einklang. fuͤr uns ausgedacht werden, um nach dem heißen Verlangen unsers

Englaͤnder zu besiegen, so haben wir nie einen gleichen Gegner zu

geschrieben werden auf Bambus und Seide; die Zeugnisse eures Wohl⸗

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132 der Liste der Verdienstvollen eingetragen finden. Krieger und Volk! traget Sorge, euch nicht selbst zu uͤbergeben, wie die Bewohner von Tschusan gethan haben; seyd stark und unerschuͤtterlich, wie die Klip⸗ pen im perlenreichen Meer. Gehorchet dieser Vorschrift! Lasfet sie nicht unbeachtet!

8 8 4 MSI i0 Liorhrto ten hier befindlicher ehemaliger preußischer Ingenieur⸗Lieutenant Falk aus Schlesien, welchem von dem Chef der Artillerie, Mo⸗ hammed⸗Ali⸗Pascha, der Auftrag geworden hier ein Inge⸗ nieurcorps zu bilden, hatte in der Naͤhe des Dorfes Ali⸗Bei⸗Köi, wo die unter dem Namen der suͤßen Waͤsser von Europa bekann⸗ Folgendes ist die Skala der Preise: Wer von den Solda⸗ ten Baͤche Cydaris und Lycus Penleblager ten oder aus dem Volke den Capitain Elliot ergreift und abliefert, 4 98 3 9 . . 8 2 8 8 errichtet. Durch ““ 1n be erhaͤlt 100,000 Dollars und wird in den vierten Grad des Ran⸗ seinen Ufern 92es. 1“ dges ges versetzt. Wer einen von Elliot's Subordinirten (Bremer, Pbersegioger drohenden Wefahr bencochrir0ge -e Morrison, Dent) einfaͤngt und abliefert, hat eine Belohnung von r do 2 2 0 12 1 5 . 50 9 2 Lgn 1eee vag os⸗ Felt sich von Pera dahin zu begeben. Er 50,000 Dollars zu erwarten und kommt in den fuͤnften Rang⸗ e t⸗Hane das Thal zz wisch en die sem grad. Diejenigen, welche einen Plan ausdenken, die Schiffe der E“ uaße 313“ büg. Wasser. erg, v Barbaren 8 v. 1—2 6 S tande Seene erhal⸗ b8n 8,re Rors ten 1000 Dollars fuͤr jeden Mast; fuͤr einen Schooner aber gor 9 9 59„* 60— 9 Nor 9 Mor C 2 4 88 4 8 2 82n 2 aber a,h der 8n h“ n 1“ 3000 Dollars. Die Ladung genommener oder ve brannter Schiffe durqütee er ploͤtzlich, sein Pferd und seine Kapf⸗ gebort denen, welche dergleichen ausfuͤhren, unangesehen der aus⸗ Wasser reitend, verschwand er plöͤtzlich, sein 4 ferd un seine Kopf⸗ geschriebenen Belohnung. Fuͤr Wegnahme eines Dampfschiffes bedeckung, der tuͤrkische Feß, zeigten sich nach einige Minuten und werden 6000 Dollars bewilligt. Kaufleute fremder Nationen ersteres schwamm dem Ufer zu. Vergebens boten die auf den naͤchsten 8— Chinesen die Englaͤnder ausrotten helfen Hie Anhoöhen befindlichen tuͤrkischen Offiziere bedeutende Summen, um un⸗ in Zukunft bei der Ein⸗ und Ausfuhr nur den halben Zoll zu er⸗ SHSees hzciafss Afr 111A 8 Re⸗ Snt 4 29 ee⸗ 2 8 eheschala umchsüte nses rssfee beeneehn legen haben. Wer mit den Verhaͤltnissen der Barbaren genau es Verungluüch ten zu vermoͤgen, de ei der g ernung 99 ½ . 8 erieaslisten“ uͤbertreffe * 8 8. der vnenden Stroͤmung des Flusses fand sich Niemand, dem es mog⸗ 8.1 EEen 41 bermaaslen 9n = P.sxa 68 are dem Lieute Kalk : ilf⸗ eile u ieser . b 2 61 3 ö en, lich gewesen waͤre, dem Lieutenant Falk zu öe. and dieler der soll, wenn er es verlangt, angestellt werden, sonst aber eine ausgezeichnete und allgemein geachtete Offizier fand zum Entsetzen Beloh von 20,000 Doll b 2 Endlic 1 der Anwesenden seinen Tod in den Fluten. Sein Leichnam ward 8 „Nleg 8 Svce * 28 En. L-vA. wS werden e1 Anwe 1114“*“ eden lebend eingebrachten Englaͤnder 200 Dollars, fuͤr jeden er genden To achdem sich die Waͤsser etwas verlau⸗ den le. 8S . 8 7 8 erst am fotgenden Tage; nachdem vas vermau⸗ Kopf eines Englaͤnders 100 Dollars, fuͤr einen lebenden Seapoy fen, gefunden und von einem Kameraden des Verstorbenen und (Indischen Soldaten) 50 Dollars und fuͤr den Kopf eines solchen dem Kanzler der Preußischen Gesandtschaft, die sich zur Auf⸗ D Dollars ns g. cGhsses l opf eines solchen suchung desselben nach Ali⸗Bei⸗Koͤi begeben hatten, unter Be⸗ Lügses. gleitung eines- tuͤrkischen Majors nebst zwei Mann Wache auf einem Wagen, in ein Leichentuch gehuͤllt, nach Pera gefuͤhrt, um bis zur Beerdigung in der Griechischen Kirche aufbewahrt zu werden. Bei der Ankunft des Wagens in Pera versammelte sich eine große Anzahl von Neugierigen, worunter ein gewisser De l'Or, angeblich ehemaliger Offizier, und ein Hamburger Na⸗ mens Matthisson. Da die Griechischen Geistlichen anfangs einige Schwierigkeiten machten, den Leichnam aufzunehmen, so rief man 8

Leon am 15. Oktober. den ersten Dragoman der Preußischen Gesandtschaft, der densel 8*30 Madrid, 14. Okt. Der eigentliche Plan, den die Ver⸗ ben vorlaͤufig nach dem Lokale der Preußischen Gesandtschafts⸗

9 dem schworenen vom 7ten hatten, liegt noch unter einem Schleier ver⸗ Kanzlei bringen ließ. Sehr zu bedauern ist das Benehmen der Porgen, der jedoch durchsichtig genug ist, um die Hauptsache erra⸗ H;H. De bOr und Matthisson bei dieser Gelegenheit, welche, wie then zu lassen. Die Absicht war, sich der Koͤnigin und der In⸗ es scheint in aufgeregtem Zustande, den Hrn. Stiepovich, so wie

mehrere andere anwesende Deutsche auf das roheste und unge⸗

fantin zu bemaͤchtigen, sie nach den Baskischen Provinzen zu ent⸗ fuͤhren und dort die Koͤnigin Christine als Regentin auszurufen.

buͤhrlichste insultirten, wofuͤr sie, da sie hier unter dem Schutze 1

keiner fremden Gesandtschaft stehen, von den Tuͤrkischen Behor⸗

Der Ausbruch war auf den 10ten, als den Geburtstag der Kö⸗ nigin Isabella, festgesetzt, an welchem Espartero und alle Generale

den vermuthlich verhaftet worden sind und hoͤchst wahrscheinlich

von hier entferut werden duͤrften. Die Bestattung des Lieute⸗

und Behoͤrden im Palaste zum Handkusse erscheinen mußten und als⸗ dann durch die Verschworenen festgenommen werden sollten. Allein die nants Falks hat auf feierliche Weise unter Begleitung eines evan⸗ Verschworung war laͤngst kein Geheimniß mehr; die kompromittirten gelischen Geistlichen, der Beamten der Preußischen Gesandtschaft und eines zahlreichen Gefolges von Freunden des Verstorbenen auf dem christlichen Gottesacker unweit Pera stattgefunden.“

in meinem Briefe vom 7ten erwaͤhnten Generale wurden aufge⸗ Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerika. New⸗YPork, 27. Sept. Ein Journal der noͤrdlichen Graͤnz⸗

Nähere direkte Nachrichten über die Ereignisse in

Madrid am 2. und s. Oktober und ihre nächsten Folgen bis zur Hinrichtung des Generals Diego

sucht und hielten sich verborgen, und am 7ten fruͤh erhielken plöͤtzlich 88 Garde⸗Offiziere, deren Gesinnungen verdaͤchtig waren, die Entlassung aus dem Dienste. Nun glaubte man nicht laͤnger woarten zu koͤnnen. Der Oberst⸗Lieutenant des Infanterie⸗Regi⸗ ments la Princesa, Don Ramon Nuvilas, ein aͤußerst tapferer Offizier, der fruͤherhin Adjutant Espartero's war, und im letzten Kriege sieben Schußwunden erhalten hatte, beschloß, eine Haupt⸗ rolle zu uͤbernehmen. Er verfuͤgte sich dreist zum Regenten, und stellte diesem vor, daß ihm der Geist seines Regiments verdeaͤchtig sey, daß er jedoch, falls ex zum diensthabenden Offizier (Offecier

same Fortschleppung des Obersten Grogan hoͤchst erbittert ist, meldet, daß der Oberst einige Jahre vor dem Kanadischen Auf⸗ stande im Jahr 1837 zu Caldwell's Manor in Kanada, nahe an der Graͤnze, gewohnt habe. Als enthusiastischer Republikaner sey er gleich im Anfange des Kampfes den Kanadiern verdaͤchtig und du jour) ernannt wuͤrde, fuͤr seine Untergebenen einstaͤnde. Espar⸗

Erfolg, als die Thuͤre zu verletzen, erwiederten. Ihre Kugeln flogen durch die Thuͤre und richteten im Innern groß Verwuͤstun⸗ gen an, ohne irgend Jemand zu verletzen.

Die Generale Concha und Leon geriethen in die groͤßte Be stuͤrzung, indem sie bedachten, welchem Schrecken und welchen peinlichen Gefuͤhlen die Koͤnigin und Infantin in Folge der un⸗ erwarteten Flintenschuͤsse ausgesetzt seyn mußten. Sie hatten ge⸗ hofft, die Hellebardiere zu uͤberrumpeln, oder durch Geld zu ge⸗ winnen, allein beide Versuche scheiterten an der Treue dieser Braven, und vergeblich suchte man irgend einen geheimen Ein⸗ gang zu entdecken. Bei der eingetretenen Verwirrung mißlang alles, und mittlerweile erfuhr man im Palaste, daß auch die Ver⸗ suche, die in den Kasernen befindlichen Truppen der Garde und der Regimenter Mallorca und Soria zu gewinnen, gescheitert waren, und daß die National⸗Miliz, so wie einige Truppen, das Schloß von drei Seiten umringten und nur das von dem Pa⸗ laste nach dem Thore von Segovia hinabfuͤhrende sogenannte Campo del Moro, wo die Wagen hielten, in denen die Koͤnigin entfuͤhrt werden sollte, noch freiließen. Die vor dem Palast aufgestellten Truppen von la Princesa hatten sich bereits mit den andringen⸗ den Milizen herumgeschlagen, und zogen sich, hart bedraͤngt, auf das Schloß zuruͤck, oder ergaben sich zum Theil.

In dieser Lage blieb den Verschworenen nur uͤhrig, durch ei⸗ nen verzweifelten Angriff die Hellebardiere zu noͤthigen, sich in die inneren keinen Schutz darbietenden Gemaͤcher zuruͤckzuziehen, und dadurch die Königin selbst der groͤßten Gefahr auszusetzen, oder ihr Heil in der Flucht zu suchen. Man nahm letzteren Ent⸗ schluß. Der General Concha befahl das Schießen einzustellen, und, waͤhrend Wein und Speisen unter die Soldaten vertheilt wurden, die besten Reitpferde aus dem Koͤniglichen Stalle vor das Schloß zu fuͤhren. Er, Leon, Nuvilas und die uͤbrigen Anfuͤhrer bestiegen diese, schlugen sich durch die Milizen, und entkamen mit einiger Kavallerie aus dem nahe belegenen Thore von San Vi⸗ cente auf dem Wege, der nach dem Prado und dem Passe der Guadarrama fuͤhrt. Dies geschah gegen ein Uhr nach Mitternacht.

Unterdessen glich Madrid einer vomFeinde eingenommenenStadt. Alle Straßeneingaͤnge waren von Schildwachen besetzt, die, nach Art der Spanier, auf den ersten Anruf Feuer gaben. Truppen zogen hin und her, Reiterei sprengte von allen Seiten an, und bis zum hellen Morgen herrschte die Anarchie uͤberall. Auf alle Per⸗ sonen, die sich dem Hotel der Französischen Botschaft naͤherten, selbst auf solche, die darin wohnen, wurde Feuer gegeben, und ich zaͤhlte am anderen Morgen gegen 20 Kugeln in der Thuͤre des Hauses. 1 Der Minister⸗Präͤsident Gonzalez befand sich gerade in der im Koͤniglichen Schlosse belegenen Staats⸗Kanzlei, als die Ver⸗ schworenen in jenes eindrangen. Er schloß sich ein, und wurde unbeachtet gelassen. Die uͤbrigen Minister versammelten sich in dem großen Posthause auf der Puerta del Sol, wo einige Ba⸗ taillone National⸗Milizen aufgestellt waren, und brachten, dort ihr Schicksal abwartend, die Nacht zu.

Der Vormund der Koͤnigin, Herr Arguölles, dessen Pflicht gewesen waͤre, nicht von ihrer Seite zu weichen, wollte nicht an den Ausbruch der Verschwoͤrung glauben, und verweilte mit dem Intendanten des Palastes, Heros, in dem Koͤniglichen Stalle, als der General Concha Befehl gab, dort Niemanden herauszulassen. Nun erriethen sie, was vorging, verbargen sich und entkamen, als man die Pferde aus dem Stalle holte. Auch sie verfuͤgten sich um ihre Haut zu decken, in das Posthaus. 9”;

Und wo blieb der unuͤberwindliche Degen Espartero's? Wo

verhaßt geworden; im Winter 1838 habe darauf die Britische tero ging in diese Falle, und Nuvilas, zum diensthabenden Offi⸗ Soldateska sein Haus umringt und verbrannt, nachdem sie sein zier ernannt, ertheilte uͤberall, und namentlich den beiden Garde⸗Com⸗ Eigenthum gepluͤndert und seine, Frau und Kindrr gendoͤt higt, sich pagnieen, welche im Palast die Wache hatten, Befehle, wie sie seinen in der strengen Kaͤlte zu Fuß uͤber die Amerikanische Graͤnze zu Zwecken entsprachen. UIm 7 Uhr Abends verfuͤgte er sich in die Kaserne fluͤchten. Damals sey dem Obersten fuͤr mehr als 6000 Dollars seines Regiments, in welcher auch das Kavallerie⸗Regiment la Schaden zugefuͤgt worden, und jetzt gedaͤchten die Briten ihr Princesa sein Quartier hatte. Gleich darauf erschien dort der Werk zu vollenden und ihn auf die Aussage einiger eidbruͤchigen Marechal de Camp Don Manuel de la Concha (dessen juͤngerer Schufte hin gerichtlich zu morden. Dies sey die Frucht, welche Bruder mit der Schwester der Herzogin de la Vitoria verheira⸗ das Amerikanische Volk von Herrn Webster's demuͤthiger Gefuͤ⸗ thet ist), fruͤherhin Chef des Infanterie⸗Regiments la Princesa, gigkeit unter den Britischen Uebermuth aͤrndte; Genugthuung und hielt an die Truppen eine Anrede, in welcher er ihnen ver— zu fordern, we Staatssekretaͤr schwerlich den Muth haben. sicherte, daß die Republikaner das Leben der Koͤnigin Isabella be⸗

drohten, und sie aufforderte, ihm zu ihrem Schutze nach dem Pa⸗

Ehina. laste zu folgen. Die Infanterie, unter die man reichlich Geld ver⸗

Canton, 29. Juni. Unter den in der letzten Zeit von die

2 theilte, erklaͤrte sich dazu bereit und entwaffnete die Kavallerie, den Chinesischen Behoͤrden erlassenen Proclamationen befindet sich welche sich weigerte. Die Offiziere der letzteren wurden oben in auch folgende der drei Kaiserlichen Kommissare, welche Belohnun⸗ der Kaserne eingeschlossen; einige Husaren fanden jedoch Gelegen⸗ gen ausschreibt fuͤr die Einlieferung der todten oder lebenden Köͤr⸗ 5 8

V rung heit, auf die Infanterie Feuer zu geben. Hieruͤber entstand Al⸗ per Elliot's, Bremer's, Morrison's und Dent’s: 15 larm, und der General Concha brach nun eiligst mit elf Com⸗ „Der aufruhrdaͤmpfende Generalissimus Yih und die ihm zum

eisg 1b pagnieen la Princesa, befehligt von dem Oberst⸗Lieutenant Nuvi⸗ Beistand erkorenen großen Minister Yang und Lung geben hier⸗ . durch eine klare Auskunft uͤber Verleihung von

Belohnungen V und den es Don Francisco Lerzundi und Don Jogquin vehs gch en. Prene Pühn⸗ E“ i 5 fesh ege eingeschlossen. Die Husaren sprengten des Fhuren, warfen ie e einer Lands be’ee eee. taͤnde es an der SIf 8 11A1X4X“ 8 82 2 8 dn Verstand zum gemeinen Besten aufzubieten. Die Psferde und eilten vor die Wohnung des Regenten. Augenblick⸗ Englischen Barbaren haben seit letztem Jahr, als sie den Apfel der lich wurde um 8 Uhr bei stockfinsterer Nacht und herabstroͤmen⸗ Zwietracht auswarfen, nicht aufgehoͤrt, gegen das himmlische Reich dem Regen die National⸗Miliz durch Generalmarsch zu den Waf⸗ zu rebelliren; sie nehmen keine Vernunft an, herrschen mit stolzem fen gerufen. 1 Geiz, verlassen sich auf ihre Staͤrke, verwuͤsten unser Gebiet, rauben, Mittlerweile verfuͤgten sich die aus dem Dienst entlassenen I sie die a Was S die in Garde⸗Ofsiziere nach der Kaserne ihres Regiments (des ersten) Staub zerfallenden Gebeine gethan? Felder und Huͤtten stehen ver⸗ 8 -„. 1 MX“ lassen; unser Volk ist von außerster Bedraͤngniß heimgesucht; die vol- 8 E11 bewegen, an dem Aufstande Theil, zu nehmen. fremden Barbaren haben das Fleisch verzehrt und das Mart getrun. Allein bei ihrer Ankunft wurden sie durch Flintenschuͤsse gezwun⸗ ken; Hahnenschrei und Hundegebell sind Toͤne, die in Myriaden Fa⸗ gen, umzukehren, indem die Soldaten durch die unterdessen zu milien gar nicht mehr gehoͤrt werden; selbst unmuͤndige Kinder wur⸗ Offtzieren ernannten Sergeanten fuͤr den Regenten gewonnen den der straͤflichsten Lust zur Beute. Jetzt sind die Barbaren vor worden waren. Auf diese Weise war die Bewegung bereits zum Canton erschienen, unter erlogenem Vorwand, Herstellung des Frie Theil vereitelt. dens nachzusuchen; schlau wie Fuchse verfuͤhren sie die Leute; ihre Sobald der General Concha mit den elf Compagnieen am verstohlenen Blicke sind China's Fluch. Aus solchen Quellen fließt Koͤniglichen Schlosse ankam, wurde er mit ihnen vanr emt . fuͤr uns Herzbeklemmung und Zaͤhneknirschen. Wir haben von Pe⸗ habenden Truppen deren Chef gewonnen war, und die de Hberst⸗ king her Befehl erhalten, nur Ein Ziel zu verfolgen: Unterwerfung 2 hbbfic deren Shef gewonnenwar, und die dem Oberst⸗ und Ausrottung der Fremden; wir sollen das Volk an der Kuͤste be und Feuersnoth; wir sind angewiesen, das Fleisch zu verschlingen und in ihrer Haut zu schlafen.

Lieutenant Nuvilas als Offizier qu jour Gehorsam leisteten, einge⸗ lassen. Waͤhrend nun einige Mannschaft die anliegenden Koͤniglichen Staͤlle besetzte, und in den Umgebungen des Schlosses Wachen aus⸗ ließen nur solche Personen, die an dem Unternehmen Theil nehmen wollten, ein. Eine Menge Garde⸗Offiziere und Personen aus den boͤheren Staͤnden wurden eingelassen, unter denen besonders der General⸗Lieutenant Don Diego Leon (Graf von Belascoain), ein großer, schoͤner, seiner aͤußersten Bravour wegen zum Sprichwort fuͤrchten. Dann wird Gluck und Wohlstand von neuem under uns gewordener Mann, in glaͤnzender, mit allen Orden geschmuͤckter hronen, eure Namen aber, glaͤnzend durch Patriotismus, werden ein. Hufaren⸗Uniform, hervorragte. Die Truppen empfingen ihn mit Vlrhattens, cfen gut Bamd d die Zeugn 8 Jubel, und nun stuͤrmte man die große Haupttreppe hinan, die zu Schultern herabhaͤngen. wlichen Siegel geschmuͤckt, follen von euren einer Reihe von Seͤlen fuͤhrt, an deren Ende die von der Köͤnigin Eiden und klammern uns Hin. die Generale, halten fest bei unseren bewohnten Gemaͤcher liegen. I 1 Wenn wir Befehle erlaen, so hastdelri wil dch vananhe nen, Felsen. Oben am Eude der sehr breiten, sich in der Mitte wenden⸗ Belohnungen ausschreiben, so wird unsere Zusage treclic⸗h vebalegn den Treppe befanden sich in einem Vorsaale die diensthabenden, Darum verkuͤnden wir nun diese Anordnung und reqguliren 8sn. mit Karabinern bewaffneten achtzehn Hellebardiere. Der vorderste von fenleiter der ausgesetzten Preise. Vergeltet den Av, . mit Wu. ihnen gewahrte die hinaufstuͤrmenden Truppen, ließ sogleich Feuer cher, was sie euch Schlimmes gethan haben: raͤchet eure Stammge⸗ auf sie geben, und schloß eiligst die große, sehr starke Thuͤre hin⸗ nossen, die 199 Leben fuͤr das Land hingeopfert haben. Wenn ihr uns ter sich, so daß den Truppen der Eingang gesperrt war. Die Helle⸗ in den Stand lletet⸗ eure ruͤhmlichen Handlungen dem Kaiser am bardiere richteten nun aus kleinen Secenbfnungen ein moͤrderi⸗ Morgen zu melden, so werdet ihr eure Ramen schon am Abend auf sches Feuer auf die Truppen, das diese, natuͤrlich ohne anderen

Kriegslisten moͤgen erhabenen Kaisers das Land vor Verderben zu bewahren. Jeder von uns muß nichts unversucht lassen, den Feind aufzureiben; gelingt es, die

herrn, verlassenen Kinder verlebten. kennenden Spuren der ausgestandenen Angst, und des sehr ka Morgens mußten sie, auf des Re⸗ enten Geheiß, ihm zur Seite auf dem Balkon des Schlosses erscheinen, vor welchem üͤmmtliche Truppen und Milizen defilirten. ¹ mund, 828 eine üüs Person sagte der Köͤnigin: eigene Mutter hatte jene Le ie schosse

Mazestae zu aeeede st gnac sche Pnhnb- bn, um 88

und ritt auf und Nuvilas entkamen. seiner glaͤnzenden Husaren⸗IUlnifoͤrm gefangen hier eingebracht und in die Haupt⸗Kaserne der National⸗Miliz, das ehemalige Kloster S. Tomas, gefuͤhrt. So sehr hatte er die Besinnung verloren, daß er mehrere wichtige Papiere, die er bei sich hatte, auf der

verweilte der Regent, der geschworen hatte, das Leben und den Thron Isabella's mit seinem letzten Blutstropfen zu vertheidigen und dem 12,000 Mann, 3 Regimenter Kavallerie und 20 Kano⸗ nen zu Gebote standen, um diesen Eid zur Erfuͤllung zu bringen? Der Regent machte sich reisefertig und befahl, daß alle Trup⸗ pen, anstatt auf das Schloß zu marschiren, sich vor seinem Hause und in dem daran stoßenden Prado aufstellen sollten. Hier ver⸗ blieben sie die ganze Nacht in Schlachtordnung, also in dem 8* 4 Koͤniglichen Schlosse entgegengesetzten Ende von Madrid die National⸗Miliz unter den Befehlen einiger republikanischer Generale sich dem Feuer der Verschworenen aussetzte, und sie 8 Palast einschloß. Um Tages⸗Anbruch erhielt Espartero die Nach⸗ richt, daß die dort eingeschlossenen, von ihren Chefs verlassenen Truppen sich zu ergeben verlangten. Nun stieg er (6 Uhr Mor⸗ gens) zu Pferde, ließ Victoria blasen und zog mit seiner gan en Armee uͤber die Puerta del Sol, wo er von der Miliz mit ng. e⸗ heurem Jubel empfangen wurde, vor das Koͤnigliche Schlo6. Die insurgirten Soldaten ließen dort ihre Waffen zuruͤck und wurden in ein in der Naͤhe befindliches Gebaͤude eingeschlossen. Nun begab sich der Regent mit seinem großen Gefolge in; den Palast, um sich nach dem Befinden der Koͤnigin und Infan⸗ tin zu erkundigen. Die große Treppe war mit Blut besudelt und die glaͤnzenden Saͤle, Gemaͤlde, Vasen, Tapeten schrecklich verwuͤ⸗ stet. Auf der Stelle ertheilte er jedem der treuen Hellebardiere den S. Fernando⸗Orden und eine Geld⸗Belohnung und stellte 5 der Koͤnigin vor, deren zitternde Haͤnde von den durch Pulver und Blut besudelten Lippen der Hellebardiere gekuͤßt wurden Als am Abende im Palaste die ersten Schuͤsse fielen wurde der Koͤnigin gerade Gesang⸗Unterricht ertheilt. Erschrocken fra s 6 sie ihren Lehrer, was der Laͤrm bedeute. Dieser suchte beruhigen, allein die Koͤnigin erklaͤrte, sie fuͤhlte sich unwohl baü-, man brachte sie, so wie die Infantin, zu Bette, waͤhrend sich die Ober⸗Hofmeisterin und die Gouvernante, Mina's Wittwe in 88 nem entlegenen Gange verkrochen. Eine außerhalb des Palastes abgeschossene Flintenküuͤgel flog in das Zimmer, wo die Koͤniglichen Kinder schliefen, und drang eine Elle hoch uͤber dem Bette der Infantin in die Wand ein. Man mag sich denken welche Nacht diese von der ganzen Welt, nur nicht von dem hoͤchsten Schutz⸗ Ungeachtet der nicht zu ver⸗ lten

Darauf erschien auch der Vor⸗ „Ew. Majestaͤt

8 Gift anstatt des Trostes. Noch in der Nacht setzten einige Schwadronen des Hutsaren⸗ 2

Regiments la Princesa, dessen Chef der General Leon fruͤherhin gewesen war, den entkommenen Vorschworenen nach, und nach allen Richtungen wurden Stafetten abgeschickt, um die National⸗ Milizen aufzubieten. 1 Stt General Leon ein.

stuͤrzt; ein anderes, das er genommen, war nicht rasch gentig, er selbst (kein Mann von dem geringsten Talent) verlor den Kopf

Nach einigen Stunden holte man den Sein Pferd war in einen Graben ge⸗

f die ihn verfolgenden Husaren zu, waͤhrend Concha Am Morgen des Sten wurde Leon in