1841 / 307 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

ihn dadurch in einen unertraͤglichen Briefwechsel.

8 ruheten per mane

an du m. Pnhlik einem

118 3 Feserivte In Uebereinstimmung mit Reskripte eff vom 24. September 1841 1 8. brolgen n solchem ertheilten Autorisation wirt nachfolg des Allerhoͤchste ente, von Gottes Gnaden Zair (hristian der Siebente, von ꝙGC Wir Christier 7 Norwegen, der Wenden und msemnark, Norwegen, der Wenden a2⸗ Koͤnig zu Daoanu Schleswig⸗ Holstein, Stormarn Gothen, Herzog bu Fen ve. zu Oldenburg und 8 CCEC“ allen und jeden, so daran 259g9 hierdurch zu wissen, was gestallt der Raths⸗ Herwandter Friedrich Woldsen in Husum als t. Administrator der in Anno 16410 von dem weil. Doct. Theologiae und Superintendent des e Stifts Ratzeburg, Rikolaus Pekracun, er⸗ si richteten Familienstiftung, auphlicane 0 F. erunter thaͤnigst vorgestellt, wie ihm die Administration dieser Stiftung je laͤnger je muͤbsamer um dee⸗ willen gemacht wuͤrde, weil die Descendenten der in dieser Stiftung verordneten 7 Stamm Linien sich so sehr vermehrt und in Unseren und fremden Laͤndern dergestalt zerstreut wohnen, daß ein Ad⸗ ministrator weder ihre Namen wissen kann, noch auch diejenigen, welche zu einer von den 7Stamm Linien gehoͤren, sich selbst unter einander kennen, es also gemeiniglich geschaͤhe, daß zu einer faͤllig gewordenen Hebung sich Personen von unterschie⸗ denen Orten entweder zu fruͤh, oder zu spaͤt bei ihm, dem Administratori, schriftlich meldeten und

uhero derselbe gebeten, Wir ge⸗ latum generale Allergnaͤdigst zu verfuͤgen, daß er in Zukunft bei seiner unentgelt⸗ lichen Administration mit dergleichen Unzutraͤglich⸗ keiten verschonet und ein jeder an obiger Stiftung Theilnehmender schuldig seyn soll, sich tempestive durch einen Gevollmaͤchtigten in loco zu melden. Wann wir nun diesem Gesuch in Koͤnigl. Gna⸗ den stattgegeben: als mandiren und befehlen Wir hierdurch, alles Ernstes, daß alle diejenigen, welche an vorermeldeter Petraeischen Familien⸗Stif tung Antheil nehmen wollen, sich zu der auf jeden Weihnachten faͤlligen Hebung vor dem naͤchstfol⸗ genden Ostern bei dem pro tempore administratore in Husum, und zwar die außer der Stadt Husum Angesessenen, durch einen in Husum wohnenden Gevollmaͤchtigten zu melden schuldig seyn sollen, mit der ausdruͤcklichen Verwarnung, daß diejeni⸗ gen, welche dieses verabsaͤumen, von der Hebung desselben Jahres ausgeschlossen seyn und die Aus⸗ zahlung an den, oder diejenigen, welche sich tem⸗ pestive durch einen Gevollmaͤchtigten in loco ge- meldet, ohne irgend einen weiteren an den Ad— E ministrator zu machenden Anspruch geschehen soll. Gegeben unter Unserem vorgedruckten Koͤnigl Insiegel im Obergericht auf Unserem Schlosse Got⸗ den 9. September 1768. Rantzau.

von dem Unterzeichneten hierdurch unter dem Hin⸗ zufuͤgen in Erinnerung gebracht, daß sich aus der Buüuͤnzowischen oder Gieselinischen Stammlinie fuͤr die Zinsen der Jahre 1831 und 1838, so wie aus der Naamann⸗Bernhardinischen fuͤr die Zin⸗ sen des Jahres 1839 Niemand gemeldet hat, diese Linien daher mit ihren Anspruͤchen auf die Zinsen dieser Jahre praͤkludirt sind. Gleichzeitig wird zur Nachricht fuͤr die theilnehmenden Familien hierdurch angezeigt, daß in gegenwaͤrtigem 1841sten Jahre¹ (die Zinsen werden faͤllig Weihnachten 1841, ausge

verwickelten, dane

e““ li

zahlt Ostern 1842v) die Rechelsche, 1842 die tto tung mit den Nordischen unmittelbar 868 8⸗ EE1“ ;7. ist ihre Wichtigkeit angedeutet, aber auch ihre Le⸗ ltere, Retugeische 845 die 2 8 bische oder ist ih EET11— b 8 eeh aͤltere Petrageische, 1845 die Buͤnzowische oder bendigkeit; denn das Unmittelbare, die ganz persoͤn⸗ liche, noch ihre eigene Sprache redende und noch

Beyersche, 1813 die Hay⸗Luͤtzensche, 1844 die Gieselinische, 1846 die Naamann⸗Bernhar⸗ dinische, 1847 die juͤngere Petraeische Stamm⸗ i linie und so fernerhin in dieser Reihefolge nach Lei⸗8 stung des Erforderlichen zur Hebung gelangen. b Husum, den 12. Oktober 1841. ) Storm, Advokat, Ritter vom Dannebrog,

p. t. Administrator der Petraeischen Familien sch Stiftung. V

Dem angeblich nach Polen emigrirten Johann Braun von hier ist von seiner am 29. Jannar 1840 gestorbenen Mutter, der Wittwe des Spitalverwal⸗ ters van der Heyd, Susanna gebornen Moll, fruͤ⸗ her geehelicht gewesenen Ferdinand Braun dahier, eine in 90 Fl. bestehende Erbschaft angefallen.

Da sein Aufenthalt unbekannt ist, so wird er hier⸗ mit aufgefordert, innerhalb 6Monaten a dato seine Erbanspruͤche an den Nachlaß seiner Mutter um so gewisser geltend zu machen, als der ihm zukommende Antheil sonst denjenigen zugetheilt werden wird, welchen er zukaͤme, wenn er zur Zeit der Erbschafts⸗ eröffnung nicht mehr am Leben gewesen waͤre.

Mannheim, den 27. Juli 1841. Großherzogl. Stadtamts⸗Revisorat.

h

6

Literarische Anzeigen.

Bei E. S. Mittler (Stechbahn 3) ist zu haben: Le den

Unterricht im Kopfrechnen, 1s Grundlage eines zweckmaͤßigen Rechnenunter⸗ richts uͤberhaupt. Fuͤr Elementarlehrer, so wie fuͤr diejenigen, die sich selbst unterrichten wollen. Nach einer eigenthüͤmlichen Methode bearbeitet 0) Senn

r. E. S. nger

Erfurt, Keysersche Buchhand Ladenpreis 1 Thlr., auf 8egeeeung. Thlr Bei der Bearbeitung dieses Leitfadens hatte der Verf. den Zweck vor Fußen: das Rechnen zu einer Matbematik für Volksschulen zu erheben und demselben dadurch den Standpunkt anzuweisen, den es, um wohlthaͤtig auf allen weiteren Unterricht ein wirken zu koͤnnen, einnehmen muß. 8 Daß diese Arbeit den angegebenen Zweck wesent lich foͤrdern wird, dafuür sprechen eben so die viel

jaͤhrigen Erfahrungen des Verfassers, wie die Er⸗ folge, welche durch dessen Methode bereits herbei⸗ gefuͤhrt worden sind, und wird dieses Werk daher

gewiß Vielen eine sehr willkommene Erscheinung sey

Bei C. Flemming ist erschienen und in allen Buchhandlungen Deutschlands vorraͤthig, in Berlin

bei Mittler, Stuhrsche Buchhandlung, Ensli sche Bchhdlg, Nicolaische Bchhodlg./ Schroede Dehmigkesche Bchhdlg.: 8

Warum habt ihr den Priesterrock nicht an? E.— Eine Frage des Kaisers Napoleon 88 Geistliche. Zum mstneeenischen Regierung auf Got⸗ hmaßlichen Vortheil der protestantischen Kirche

jal. Schleswia⸗Holsteinischen Regierung auf Pote⸗ muthmaßlichen B rot schen Kire Köͤnigl. Schleswig⸗Holf und in Gemaͤßheit der in Betracht gezogen und allen Fursten, Konsistorien und Synoden derselben zur Begutachtung vorgelegt. Ein Vortrag in der Synode zu Sagan 1840 vom

ein Leitfaden zu Vorlesungen in Schullehrer⸗Semi⸗ narien und zur Wiederholung schon angestellter Leh⸗ rer bei Knaben.

und bei Erscheinungen in ihrer Moralitaͤt gern ver weilen wollen, von C. G. Klinghardt, Pastor in

Nr. 25, ist so eben erschienen:

oder die Anwendung des Manipulirens, als eines maͤchtigen Huͤlfsmittels bei Behandlung der nervosen Krankheiten.

lungen zu haben:

Rüussisch— Kaiserlichen wieklichen Geheimen Raths und bevollmachtigten Ministers am Reichstage zu Regensburg, Ritters der Orden des heiligen Alexan⸗

fallen in die Zeit Friedrichs des Großen, und be

waͤrtigt.

teresse sind; es befinden sich darunter merkwuͤrdige Schreiben des Hauses Hessen⸗Kassel, Hessen⸗Darm⸗ stadt, der Kaiserin Katharina Il. und bedeutender

Le Catalogue des Pincipales publi-

6

8 lin, Mitglied der

1362

Pastor C. G. K. in Halbau. Pgreis geh. 5 Sgr. Der Knabenlehrer Der Knabenlehrer,

Herausgegeben von C. G. Kling

geh. 2 ½ Sgr.

2

hardt, Pastor in Halbau. 8. Der schwere Kopf,

üfschluß und Huͤlfe fuͤr Prediger, Juristen, Schrift

eller und alle, welche buͤndige Arbeiten vecrichten

Halbau. 8. geh. Preis 2 ½ Sgr.

Bei August Hirschwald in Berlin, Burgstraße

Welche rechtliche Anspruͤche 8 haben die Besitzer der aus den Zwangsanleihen des ehemaligen Koͤnigreichs Westphalen herruͤhrenden Obligationen an die betheiligten Staaten:⸗ ine staats⸗ und voͤlkerrechtliche Frage beantwortet von 1 8 Jbö r. beider Rechte.

2 eSe,

8 8

) Velinpapier. geh. 7

Bei E. S. Mittler (Stechbahn 3) ist zu haben: Dr. Beisser: Guter NRath fuͤr 1“

Aus dem Franzosischen uͤbersetzt. 8. geh. Preis 7 Sgr.

So eben sind erschienen und in allen Buchhand⸗

des Freiherrn Achatz Ferdinand von der Asseburg, rbherrn auf Falkenstein und Meißdorftc.

der - Newsky und des Danebrog. us den in dessen Nachlaß gefundenen handschrift chen Papieren bearbeitet von einem ehemals in diplomatischen Anstellungen verwendeten Staatsmanne. Mit einem Vorworte von u K. A. Varnhagen von Ense. Auf Maschinen⸗Velinpavier, geheftet. 2 ½ Thlr. Die Denkwuͤrdigkeiten des Herrn von der Asseburg

uͤhren sowohl diesen Herrscher als seine hervorra⸗

genden Zeitgenossen; sie fuͤhren in das Innere vie Dr. Wöhler der Redaction des MNörterbuchs der ler Deutschen Verhaͤltnisse und in deren Verflech⸗Chemie zugetreten ist, und dals die ferneren Lieserun-

Hiermit

nmweigenem Kostuͤm auftretende Erscheinung ist es, ie uns einen Lebenskreis, der doch nur noch bezie⸗ ungsweise der unsere ist, am treulichsten vergegen⸗

Das Werk ist mit einer Menge Beilagen berei hert, die fuͤr den Geschichtsforscher von hohem In⸗

oher Staatsbeamten aus jenen Zeiten. Die Preßfreiheit in Englaͤnd mit besonderer 1 eEungh DLebell. geh. Preis 10 Sgr. 1 Nicolaische Buchhandlung in Berliu (Bruͤderstr. 13), Elbing, Braunsberg u. Thorn.

B

8s

l1 Lihralre de la Sour ohale de Lrue Correspondant et Dpositaire de la Librairie LviDATP98ö Darnls. listribue gratuitement

catllolnis le Firmin Didot frères imprimeurs-librai- res de l'lnstitut de France à Paris. Octobre 1841.

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Der Kalseeegag sskskevreich ““ o111I1I11 und der Staats⸗Verwaltung des 11 16 Mit besonderer Ruͤcksicht auf die Lebensgeschichte der Beiden. Fuͤnftes Heft oder II. Baͤndes erstes Heft, à 8 Bo⸗ 5SIe eS.SHAö b Die Herausgabe der Fortsetzung dieses hoͤchst inte

Umstaͤnde leider bis jetzt verschoben werden. Die

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FEriedrich Viewe

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vinz, a, d. Franz.

n.

v/

From

.F., Bemerkungen üb. d. Zustand Frank-

pädagog.

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ausgefuͤhrt nach Zeichnungen von Frau H. Stielke und C. Scheuer, in dem lithograph. Institut von Arnz u. Comp. in Duͤsseldorf. Gebunden in Sammt mit vergoldeten K rampen. 8 1 1 . Ein Probe Exemplar dieses ausgezeichneten Werkes liegt zu geneigter Ansicht fuͤr Kuͤnstler und Kunst freunde in der b

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à 20 Sgr. Volkslieder der Wenden in der Ober- 1 und Nieder-Lausilz. Aus Volksmunde ausgezeichnet uud mit den Sangwei- sen Deutscher Uebersetzung, den nöthigen Erläute- frangen, einer Abhandlung über die Sitten und Ce bräuche der Wenden und einem Anhange ihrer Mührchen, Legenden und Sprüchwörter, herausgege- ben von Leop. IIaupt und J. E. Schmaler. Auch unter dem Titel: Pjesnicki hornych a delnych Luziskich Serbow.

Ludu z erta napisane a z jich narodnymi hfosami, Njemskim pséelozenjom, njedze potrejebnymi wutozen- a z2 wopisanjom Serbow nolozkow a wasnja a 2 a psislowow wudate wot

) jami psidawkom z jich bosnie kow peöis . Leop. IIawpta a JI. E:⸗ Smolerja. 8 1stes Heft. gr. 4. brosch. Vel. à 1 Thlr. Kupferdr. à 2 TPhlr. Dieses Werk wird aus circa 8 Lieserungen bestehen.

Dieses Wörterbuch, für dessen Brauchbarkeit di

0e

*

Inhalt.

Amtliche Nachrichten.

Frankreich. Paris. Die Zoll⸗Verhandlungen mit Belgien in ihrer zweiten Phase. Vermischtes. Briefe aus Paris. (Die Belgischen Verhandlungen; die Eisenbahn nach Calais; Herr von Chasseloup⸗Laubat; Gerichtliches. Disharmonie des Ministeriums; der Prozeß Quenisset.)

Großbritauien und Irland. London. Hof⸗Nachrichten. O'Connell als Lord⸗Mayor von Dublin. Einziehung von Bis⸗ thuͤmern in Irland. Entdeckung des Betrugs mit unrichtigen Schatzkammerscheinen. Unterhandlungen uͤber den Stader Zoll. Aecre's und Syriens Raͤumung von Seiten der Englischen und

Oesterreichischen Truppen. Ministerielle Presse uͤber die Spani schen Angelegenheiten. Bevoͤlkerung Großbritaniens und Irlands. Vermischtes. 1

Belgien. Bruͤssel. Zeitungs⸗Bericht uͤber die Entdeckung eines Komplotts. Schreiben aus Bruͤssel. (Vereitelte Verschwoͤrung gegen die Regierung; noch etwas uͤber die Haltung des Journal des Débats in Bezug auf die Zoll⸗Verhandlungen.

Deutsche Bundesstaaten. Muüuͤnchen. Eisenbahn von Augs⸗ burg nach Nuͤrnberg. Direktor von Langer zum Central⸗Gale⸗ rie⸗Direktor ernannt. Bremen. Nord⸗Amerikanischer Konsul.

Oesterreich. Wien. Herzog von Bordeaux erwartet. Reductio⸗ nen bei der Armee. Des Bischofs von GGroßwardein Konflikte in Ungarn. Ungarische Sprache. Bischof von Gurk, Gindl *†

Die Citadelle von Barcelona

Spanien. Delegraphische Depeschen: demolirt. Zuͤstand von Catalonien.

Türkei. Konstantinopel. Verhaͤltnisse zu Tunis. Mand⸗ ver vor dem Sultan. Nachrichten aus Syrien. Smyrna. Polemik des Journal de Smyrne gegen das Journal des Débats uüͤber den Aufstand der Kandioten.

Ostindien. Besorgniß vor einem neuen Birmanen⸗Kriege.

Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerika. Ein Privat⸗Schrei⸗ ben Mae Leod's uͤber seine Lage. Bewachung Mac Leod's gegen einen Ueberfall. 8 ““

Brasilien. Defizit und Deckung desselben. Ablaufs⸗Termin des Handels⸗Traktats mit England.

Inland. Breslau. Ober⸗Schlesische Eisenbahn. Reise des Herzogs von Braunschweig.

Auffuͤhrung der Antigone auf dem Hof⸗Theater zu Potsdam. EErster!

Artikel.)

* 47 4 88 8 3 Amtliche Uachrichten. WEEE

Kronik des Tages.

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Garnison⸗Verwaltungs⸗ Ober⸗Inspektor Glindemann in Koblenz Allergnaͤdigst zu ge⸗ statten geruht, die ihm nachtraͤglich verliehene Hannoversche Kriegs⸗ Denkmuͤnze vom Jahre 1813 annehmen und tragen zu duͤrfen.

Es ist gelungen, in Leipzig den Verfertiger und Verbreiter falscher Kassen⸗Anweisungen in der Person eines dortigen Litho⸗ graphen zu entdecken und denselben der That zu uͤberfuͤhren. Wir bringen dieses mit dem Bemerken zur oͤffentlichen Kenntniß, daß wir, in Gemaͤßheit unserer Bekanntmachung vom 14. Maͤrz v. J., auch fernerhin Jedem, der einen Verfertiger und wissentlichen Verbreiter falscher, zur Taͤuschung des Publikums geeigneter Kas⸗ sen⸗Anweisungen anzeigt, so daß er zur Untersuchung und Bestra— sung gebracht werden kann, nach Beschaffenheit des Falles eine Belohnung von 300 bis 500 Thalern gewaͤhren und diese bei be⸗ sonderen ÜUmstaͤnden noch angemessen erhoͤhen werden. Wer An— zeigen dieser Art zu machen hat, kann sich an jede Orts-Polizei— Behoͤrde wenden, auch auf Verlangen der Verschweigung seines Namens versichert halten, insofern diesem Verlangen ohne nach— theilige Einwirkung auf das Untersuchungs-Verfahren irgend zu willfahren ist.

Berlin, den 30. Oktober 1841.

Haupt-Verwaltung der Staats⸗Schulden.

Rother. Deetz. von Berger., Natan. Tertenborn,.

Zeitungs-Uachrichten. Ausland.

Frankreich.

Paris, 30. Okt. Der Constitutionnel enthaͤlt solgenden Artikel: „Die kommerziellen Unterhandlungen zwischen Frankreich und Belgien sind, wie es heißt, wieder aufgenommen; diesesmal aber wer⸗ den die Bedingungen des abzuschließenden Vertrages nicht von Kom missarien, sondern von dem Belgischen Gesandten eroͤrtert werden der in direkter Verbindung mit dem Ministerium treten wird. Herr Lehon hat ohne Zweifel bestimmtere Instruction und aus— gedehntere Vollmachten erhalten, als sie Herr von Muelenaere hatte, denn sonst wuͤrde eine solche Veraͤnderung der Personen gar keine Bedeutung haben. Ein Journal behauptete, daß man den Gedanken einer Handels⸗Union wieder aufgenommen habe, und daß es sich jetzt darum handele, eine vollstaͤndige Verschmelzung der merkantilischen Interessen beider Laͤnder herbeizufuͤhren. Als zum er—⸗ stenmale von einem solchen G hin, daß derselbe auf fast unuͤbersteigliche Hindernisse stoßen wuͤrde. 1 eeen den Belgischen Kommissarien und dem Ministerium haben so sehr die Richtigkeit unserer Voraus⸗ sehungen bewiesen, daß man sich nicht einmal uͤber die Klauseln eines einfachen Handels⸗Traktates verstaͤndigen konnte. Da man jetzt auf jene erste Idee einer Handels⸗Union zuruͤckkommt, so muͤssen sich, seit Herr von Muelenaere Paris verlassen hat, die Gesinnungen beider Parteien auf eine seltsame Weise geaͤndert haben. Diese Hypothese ist indessen schwer zulaͤssig, weil der ge⸗ scheiterte Annaͤherungs⸗Versuch erst ganz kuͤrzlich stattgefunden hat. Wenn aber auch die Stimmung von beiden Seiten durch⸗

haͤlt sie fuͤr eine vollkommene

Plane die Rede war, wiesen wir darauf

aus versöhnlicher Natur waͤre, so wuͤrde doch jener Plan so ernste, neue und unerwartete Schwierigkeiten anregen, daß unseres Er⸗ achtens die Eroͤrterung desselben ein Zeitverlust ist.“

Gesiern, als am Jahrestage der Bildung des jetzigen Kabinet⸗ tes, waren saͤmmtliche Minister vom Koͤnige nach St. Cloud geladen.

Der Moniteur enthaͤlt heute die Koͤniglichen Ordonnanzen, durch welche der Baron von Billing zum General⸗Konsul in Alexandrien, der Baron von Langsdorf zum außerordentlichen Gesandten und bevollmaͤchtigten Minister beim Kaiser von Bra⸗ silien und der Marquis von Chasseloup⸗Laubat zum außerordent⸗ lichen Gesandten und bevollmaͤchtigten Minister beim Deutschen Bundestage ernannt werden.

Die Eroͤffnung der Debatten des Quenisset'schen Prozesses ist in Folge der zahlreichen Verhaftungen, die stattgefunden ha— ben, auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

Der General O'Donnell ist heute fruͤh in Paris eingetroffen. Er ward einige Stunden darauf von der Koͤnigin Marie Christine empfangen und hatte spaͤter eine lange Konferenz mit ihrem Pri⸗ vatsecretair.

Aus Bordeaux vom 27sten d. wird gemeldet, daß Rubini, nachdem er Tages zuvor eine Vorstellung zum Besten der Armen gegeben hatte, bei dem Erzbischofe von Bordeaux zu Mittag speiste. Außer dem beruͤhmten Tenoristen befanden sich unter den eingeladenen Gaͤsten der Bischof von Algier, der Präͤfekt und die angesehensten Personen der Stadt. 1 Boͤrse vom 30. Okt. Heute war der Tag der Praͤmien⸗ Erklaͤrung, und es wurden deshalb wenige oder gar keine Geschaͤfte in der Rente gemacht. Die niedrigen Notirungen aus London druͤckten die hiesigen Course. Man sprach am Schlusse der Boͤrse von einem Unwohlseyn Ludwig Philipps.

Paris, 30. Okt. Die von Koͤnig Leopold an die De⸗

putation der Bruͤsseler Buchdrucker gerichteten Worte (vergl. St. Z.

dr. 305 unter Belgien) machen hier einiges Aufsehen, und man aͤlt sie f Bestaͤtigung der schweren Zweifel, die sich schon fruͤher gegen die ernstliche Bedeutung der neu an— geknuͤpften kommerziellen Unterhandlungen mit Belgien geltend gemacht hatten. Je naͤher man die Handels⸗ und Gewerbs⸗Ver⸗ haͤltnisse und die Steuer-Systeme der beiden fraglichen Laͤnder pruͤft, desto mehr uͤberzeugt man sich, daß eine Handels⸗Union ohne eine voͤllige politische Verschmelzung nicht moͤglich ist. Die verschiedenen Beweisgruͤnde fuͤr diesen Satz sind mit vieler Gruͤnd⸗ lichkeit und Klarheit in einer Broschuͤre des Herrn Jottrand, eines ehemaligen Mitgliedes des Belgischen Senates, zusammen⸗ gestellt. Gaͤbe man sich hier die Muͤhe, diese Schrift, „Des rap- politiques et commereiaux de la Belgique et de la France“ betitelt, zu studiren, so wuͤrde man von mancher schmeichelnden Taͤuschung uͤber das Verhaͤltniß Belgiens zu Frankreich zuruͤck⸗ kommen und vermuthlich die Idee eines Franzoͤsisch⸗Belgischen Zoll⸗Vereins fuͤr die Dauer der jetzigen Verfassung der beiden Staaten aufgeben. Man faͤngt indessen wenigstens an, zu begrei— fen, daß jene Idee in Belgien durchaus unpopulair ist, obgleich der hiesige Journalismus sich noch immer die Miene giebt, zu glauben: „daß die Belgische Presse in dieser Frage, statt die df— fentliche Meinung zu vertreten, vielmehr darauf ausgehe, dieselbe irre zu leiten.“ Der Instinkt der Völker ist bei solchen das Na⸗ tional⸗Leben so tief durchdringenden Interessen maͤchtiger, als alles Raisonnement.

Die Unterhandlungen mit einer Gesellschaft Franzoͤsischer und Britischer Kapitalisten uͤber den Bau einer Eisenbahn nach Lille und Calais sind nicht sowohl an der Sparsamkeit des Finanz⸗ Ministers, als an den uͤbertriebenen Forderungen der Unterneh⸗ mer gescheitert. Die Gesellschaft hatte sich erboten, den Bau der Bahn binnen sechs Jahren fuͤr eine Bauschsumme zu vollenden, die ihr der Staat im Laufe von zwoͤlf Jahren zuruͤckzahlen und bis dahin verzinsen solle. Der Kontrakt war auf diese Grundlage hin schon zur Unterzeichnung fertig, als Herr Humann seine Zustim— mung zu demselben versagte, weiler sowohl das Kapital, als den Zins⸗ fuß, besonders aber den letzteren, zu hoch fand. Natuͤrlich bleibt nichtsdestoweniger die Eisenbahn nach Lille mit einer Sei⸗ tenbahn nach Calais, als die wichtigste und dringendste aller anzulegenden Linien, auf dem Programme der bevorstehenden Ses⸗ sion der Kammern. Es ist uͤbrigens gewiß, daß der Minister der oͤffentlichen Arbeiten, der schon voriges Jahr aͤußerst verstimmt daruͤber war, sein Departement uͤber dem Pariser Festungsbau ganz vernachlaͤssigt zu sehen, auf das Bestimmteste erklaͤrt hat, daß er sein Portefeuille niederlegen wolle, wenn diesmal seinen Forderungen fuͤr Unternehmungen zum oͤffentlichen Nutzen nicht ein reichliches Genuͤge geleistet werde.

Den im diplomatischen Personal vorgenommenen Veraͤnde⸗ rungen und Befoͤrderungen wird keine hoͤhere Wichtigkeit zuge⸗ schrieben. Der zum Gesandten in Frankfurt ernannte Marquis de Chasseloup⸗Laubat hat bisher nie einen diplomatischen Posten bekleidet. Er ist Militair und Adjutant des Marschalls Soult. In der Deputirten⸗Kammer behauptet er einen gewissen Rang unter den ministeriellen Rednern, und er zeichnete sich be— sonders zur Zeit des Ministeriums vom 15. April durch seine Waͤrme und seinen Eifer in der Unterstuͤtzung des Grafen Molé aus.

Die Reklamationen der Presse zu Gunsten der politischen Ge⸗ fangenen auf dem Mont St. Michel haben die Absendung eines General⸗Inspektors nach diesem Gefaͤngnisse zur Folge gehabt. Die Administration wird es sich angelegen seyn lassen, daß die ihm aufgetragene Untersuchung ernstlich gefuͤhrt werde, und daß sie die Verwaltung des Mont St. Michel von dem Verdacht der empoͤrenden Mißhandlungen reinige, die ihr gegen die ih⸗ rer Bewachung uͤbergebenen Gefangenen zur Last gelegt werden.

Großes Interesse erregt der Ausspruch des Civil⸗Tribunals von Limoges, durch den sich dieser Gerichtshof fuͤr inkompetent erklaͤrt zur Annahme einer Klage auf Schaden⸗Ersatz, welche Herr de Bourdeau, ehemaliger Minister, gegen den Progressif de Limoges wegen eines seine gegenwaͤrtige amtliche Wirksamkeit als Praͤsident des Departemental⸗Rathes angreifenden Artikels

erhoben hat. Das Gesetz verweist naͤmlich die Presse in Diffe mations⸗Sachen gegen oͤffentliche Beamte vor das Geschworenen⸗ gericht, vor welchem der Beweis der als diffamatorisch angeklag⸗ ten Behauptungen zulaͤssig ist. Um den Uebelstaͤnden dieser Juris⸗ diction zu entgehen, haben daher schon mehrere Staats⸗Beamte die Diffamations⸗Klage ganz bei Seite gelassen und einen bloßen Civil Prozeß auf Schaden⸗Ersatz erhoöͤben, bei welchem es nur darauf ankommt, einen moralischen Nachtheil nachzuweisen, und bei welchem der Gegner mitder Einrede: daß seine Anklagen gegruͤndet seyen, nicht gehoͤrt wird. Vergebens ist gegen dieses Verfahren eingewendet worden, daß die Trennung der buͤrgerlichen von der Kriminal⸗Klage in diesem besonderen Falle, wenn nicht dem Buchstaben, doch dem Geiste des Gesetzes entschieden zuwi⸗ derlaufe, da dieses offenbar die Staats⸗Beamten unter die Kon⸗ trolle der Presse stellen, der Presse jeden gegruͤndeten Tadel, jede Anklage freigeben wolle; die entgegengesetzte Ansicht at in den Tribunalen und selbst beim Cassationshofe die Ober⸗ hand behalten. Daher betrachtet man es denn als eine Art Ereig⸗ niß, daß sich der Gerichtshof von Limoges von der bisher gelten⸗ ten Praxis losgesagt und den Herrn de Bourdeau mit seiner Klage vor die Assisen verwiesen hat.

7 Paris, 30. Okt. Es finden noch fortwaͤhrend Plaͤnke⸗ leien im Conseil statt; das Kabinet ist in zwei Lager getheilt: auf der einen Seite stehen die Herren Soult, Teste, Cunin-Gridaine und Duperré, auf der anderen die Herren Guizot, Duchatel, Mar⸗ tin du Nord und Villemain; der Letztere ist uͤbrigens noch nicht ganz fuͤr die Partei des Herrn Guizot gewonnen und hat mehr als einmal seine Unabhaͤngigkeit gegen den Minister der auswaͤr⸗ tigen Angelegenheiten vertheidigt. Herr Humann, der neunte Mi⸗ nister, ist eine Art neutraler Person und beschaͤftigt sich ausschließ⸗ lich mit den Finanzen. Auch ist man taͤglich bereit, ihn aufzu⸗ opfern, um Herrn Passy in das Kabinet eintreten zu lassen und zugleich Heren Dufaure die Praͤsidentschaft der Deputirten⸗Kam⸗ mer zu verschaffen. Herr Humann bleibt Angesichts dieser Ge⸗ fahren vollkommen ruhig und scheint den ministeriellen Intriguen, die um ihn her angesponnen werden, gaͤnzlich fremd zu seyn.

Man sieht, daß die doctrinaire Fraction nicht die zahlreichste im Conseil ist, und es bedarf der ganzen Ausdauer des Herrn Guizot, um einer Krisis zu entgehen, wenn er ihr uͤberhaupt ent⸗ gehen kann. Denn außer den Antipathieen, denen er im Schoße des Kabinettes selbst begegnet, scheint Graf Molzé, der seinerseits ebenfalls eine Combination beabsichtigen soll, nicht unthaͤtig zu seyn, und man sagt sogar, daß er sich selbst Herrn Thiers naͤ— hern wuͤrde, wenn dieser sich in einen angemessenen Vergleich ein⸗ lassen wollte.

Wir haben bereits mehrmals gesagt, daß außer den alten Feindschaften, die zwischen mehreren Mitgliedern des Ministe⸗ riums bestehen, dasselbe durch Meinungs⸗Nuͤancen gespalten wird, und Zwischenfaͤlle, die ohne diese Umstaͤnde von gar keinem Be⸗ lange waͤren, reichen nunmehr hin, die Uneinigkeit zu vermehren. So hat die Ernennung des Herrn Vivien, ehemaligen Groß⸗ siegelbewahrers, zum Mitglied des Staats-Rathes, welche nunmehr entschieden zu seyn scheint, zu sehr heftigen Dis⸗ kussionen und gegenseitigen Vorwuͤrfen Anlaß gegeben, in Folge deren der Conseils⸗Praͤsident fuͤr seinen Kandida⸗ ten die Oberhand behalten hat. Man weiß noch nicht, ob Herr Vivien die Ernennung annehmen wird. Um indeß den Sieg des Marschalls Soult etwas zu schwaͤchen, laͤßt Herr Guizot auch Herrn Janvier in den Staats-Rath treten. Dieser durck die ungemeine Veraͤnderlichkeit seiner Meinung bekannte Depu tirte gehoͤrt fuͤr den Augenblick der doctrinairen Partei an, und indem man ihm die Functionen giebt, die er verlangt, ist es viel⸗ leicht moͤglich, ihn fuͤr einige Zeit wenigstens zu fesseln. Es ist dies uͤbrigens eine ziemlich unbedeutende Acquisition; denn Hern Janvier hat keinen großen Kredit in der Kammer, und was seine administrativen Faͤhigkeiten betrifft, so hat er bis jetzt noch nichts davon kundgegeben.

Der Handels-⸗Vertrag mit Belgien ist, wie man sagt, der Ge⸗ genstand neuer und lebhafter Unterhandlungen geworden. Der Koͤnig wuͤnscht sehr, daß man zu einem Resultate gelange, und die⸗ ser Wunsch wird ebenfalls von Koͤnig Leopold getheilt. Dessenungeachtet wird nur wenig geschehen, und Herr. Lehon wird nicht gluͤcklicher seyn, als sein Vorgaͤnger, Herr von Muelenaere. Das Journal des Débats hat sich dieser An⸗ gelegenheit eifrig angenommen; es will nicht nur einen Handels⸗ Vertrag, sondern es traͤumt sogar von einem Handels⸗Vereine und glaubt, daß die Belgier ohne Umstaͤnde das Franzzͤsische Fis⸗ kal⸗System annehmen und ihre Lasten dadurch verdoppeln wuͤr⸗ den. Dieses Projekt ist mit vieler Unglaͤubigkeit aufgenom⸗ men worden; man weiß nur zu gut, daß man bei dergleichen Dingen nicht das Gefuͤhl an die Stelle der Interessen setzt, und daß, wenn es sich um den Austausch und um kommerzielle Beziehungen handelt, man vielmehr die Arithmetik, als Verwandtschafts⸗Ruͤcksichten zu Rathe zieht.

Der Prozeß des Quenisset zieht sich in die Laͤnge; man kennt noch nicht die Zeit der Eroͤffnung der Debatten. Taͤglich finden neue Verhaftungen statt. Die Thaͤtigkeit der Polizei vermindert sich nicht, und es scheint, daß ihre Anstrengungen nicht erfolglos sind. Diesmal wird man nicht eine isolirte That, einen Verbre⸗ cher ohne Mitschuldige zu richten haben, denn die Zahl der An⸗ geklagten und die Wichtigkeit der Aussagen fuͤhren auf die Quelle der Inspirationen, welche die That Quenisset's veranlaßten.

Großbritanien und Irland. London, 30. Okt. Nach Erkundigungen, die im Palaste eingezogen worden, befand sich die Koͤnigin gestern fruͤh viel woh⸗ ler, als seit mehreren Tagen. Ihre Majestaͤt ertheilte auch im Laufe des Tages dem neuen General⸗Gouverneur von Ostindien, Lord Ellenborough, eine Audienz. Nachmittags gingen die Koͤni⸗ gin und Prinz Albrecht im Garten des Palastes mit einander spazieren. Die verwittwete Koͤnigin, die an einem heftigen Husten leidet, befand sich vorgestern, nach dem letzten Buͤlletin aus Sud⸗ bury⸗Hall, ihrem Aufenthaltsort, auch um vieles besser. Prinz