sehr fehl ung Emy ben. sie Erei gewi eine die ; dene die lebt Ide und
Ist
rer halte konn Gede heim
keAein vernuͤnftiger
der dem Sultan geborenen Prinzessin wurden drei Tages von den Flotten⸗ und
deutung geäͤndert, und Sympathie fuͤr 2 der Sache Marie Christin uncherischen Mitschuld ö“ 23sten heißt es: „In In dem Eco del Comercio vom 23sten heit Nichee begg u dabei keinen anderen welche dies glauben. Spitzbuben (Picaro) zu geworbenen aeseben. 23sten macht darauf aufmerksam, daß ter nach Spanten Dann sagt er: EWIeraß wird sich nie mit ihr aussoͤhnen: aber zu ver⸗ “ sistische Partei zu thun? Eben das, was Ludwig Phi⸗ Heute ist die London erhalteu und wird morgen einen dorthin abfertigen. Seit sen. Die hier befindlichen Deputirten sind wegen der Einberu— tragen, noch andere endlich wuͤnschen die schleunige Einberufung, Portugal. 2. 3, I 88* . “ Ersterer wird als der unfaͤhigste Minister geschildert, den Portu⸗ nur durch den Beistand der Klubs behaupten, an deren Spitze Posten, der auf Lebenszeit und vom Ministerium unabhaͤngig ist, ausgeschlagen haben. Türkei. Riza⸗Pascha, der bevorzugteste Liüebling des Sultans. Kuͤrzlich tans, Tahir⸗Pascha zum Großwesier erhoben zu sehen. Der Guͤnstling zu entfernen, wie sie es mit dem ausgezeichneten Re⸗ Tage hinterei er vier mal des Tage hintereinander vier 1 ütenb 1200 Geschuͤtzen gethan; so erbebten, wie bei der letzten Erderschuͤtterung, dem erwaͤhn⸗ den Einsturz droht. Merkwuͤrdig ist, daß nur steinerne Gebaͤude wie ein Rohr, nur daß die Erschuͤtterung bei vielen Haͤusern in
Spvanische Regierung. Un viel als Verschworung gegen die Sanische 5,4 Ftegjerung sich Mensch glauben kann, daß . 2 0sor zer E .e welches die geheime 8 7 icke e 82 gir. auf den Grund blicken, un Kabinets ist. 8 Fpristi Viele schrei⸗ n Christinens. Viele 1 Paris wirbt man Leute an zu een e. welche der Onkel ben diesen Skandal auf Rechnung der L Ludwig Pbilie Zweck, als den, seine Residen muͤßte er an der Spite der An⸗ 4 5 racan vom 8 ⸗ r. 5 o Iü‚hre Mui 8 Der * un hella sobald sie volljaͤhrig geworden sey, ihre Nepfe⸗ d sich an Espartero und den Li⸗ beralen raͤchen werde. Partei von Herzen und b schlagen, um sich zu 1eemte gen. zaß erst zu erkennen geben, wenn er deren „ seinen Haß erst dann zu er 1 wird er sein: 99. bevorstehend und unfehlbar haͤlt. en. Mi allen Kraͤften den Franzoͤsischen Re⸗ und Demokraten beistehen. mit 235 Soldaten nach Portugal gefluͤchtet hat. Dort wurde er in der Provinz Tras os Montes entwaffnet. wei Tagen sind wir ohne besondere Nachrichten aus den baski— schen Provinzen. Binnen kurzem werden dort 50,000 Mann auf⸗ sung der Cortes getheilter Meinung; einige wuͤnschen, daß diese verschoben werde und alle Gewalt der Junten verbleibe, andere um dem Ministerium den Krieg zu erklaͤren. — Der Marschall Saldanha ist am 20sten in Sevilla angekommen und soll in das Lissabon, 28. Okt. (Times.) Es steht hier wieder ein partieller Ministerwechsel bevor, und zwar heißt es, der Kriegs⸗ gal je hervorgebracht habe, was gewiß viel heißen will; Letzterer, noch jung, taͤlentvoll und uneigennutzig, hat mit seinen Finanz⸗ zu koͤnnen. Der Graf Taipa außerte ihm deshalb ganz offen, er sey wegen seiner guten Eigenschaften mißfaͤllig; allerdings ein Costa Cabral, der leitende Minister sich befindet. Viel Aufsehen erregt die Nicht-Erkennung des Marschalls fuͤr den sich aber in Portugal nur drei Personen durch Rang und Verdienste eignen; dies sind, außer Saldanha, die beiden Konstantinopel, 20. Okt. (L. A. Z.) Der Groß⸗Admi⸗ erst schenkte dieser ihm ein prachtvolles Pferd mit reicher Harna- schirung. Dies erweckt Eifersucht und Neid bei den Ministern, Monarch soll nun willens seyn, diesen Liebling durch den Ei⸗ sandtschaftsposten in Petersburg zu entschaͤdigen, was die Mini⸗ schid⸗Pascha gethan, den sie fast mit Gewalt nach Paris ge— schickt haben. 8 5 orio 0 .,0 de schuͤsse aus Kuͤstenbatterien 21 Freudenschuͤst 8. 1200 Ge ten gethan dies macht in Summa taͤglich 100,800 Schuͤsse aus schwerem am Hafen eben Naturereigniß muß ich noch hinzufuͤgen, daß, außer dem rwaͤhn ten Einsturz eines Theils der Umfassungsmauer des Seriaskerats gelitten haben, dahingegen bei allen Nachforschungen durchaus kein Schaden an hoͤlzernen Gebaͤuden, woraus doch der groͤßte den untern Etagen groͤßer war als in den obern, da in ersteren in manchen Gebaͤuden die Meubles verruͤckt und Glaser und
8 ie en's so sehr annehme, blos um si 7 Fs esbss 2 anzoösischen Ursache dieses Betragens des Französische In loto coelo errant die, zu seiner keuschen bern. Um diesen zu erlangen, 8,2 △ die Koͤnigin Is bao. raͤckrufen un in e. „Ludwig Philipp verab⸗ scheut die progressistische fuͤr Was hat formisten 1 “ Nachricht eingegangen, daß der Oberst Orive sich N. S. Der Englische Gesandte hat heute einen Courier aus gestellt seyn. Espartero wird, wie es heißt, Vitoria nicht verlas⸗ s 4 8 2 fber⸗ wuͤnschen der Regierung moͤglichst unumschraͤnkte Gewalt zu uͤber⸗ Hauptquartier Espartero's abgehen.
1 1 7 91 7 8 „ 8 2 ,49 minister Villareal und der Finanzminister Avila wuͤrden austreten. plaͤnen zu viele Personen vor den Kopf gestoßen, um sich halten schlimmes Bekenntniß. Das jetzige Ministerium kann sich aber Saldanha zum Oberhofmeister des Koͤniglichen Haushalts, ein Herzoge Terceira und Palmella, welche ihn jedoch Beide schon ral Tahir⸗Pascha ist jetzt nach dem Groß⸗Marschall des Palastes, und deswegen bis jetzt die Hintertreibung des Wunsches des Sul— ster der Pforte nicht ungern sehen werden, um den gefaͤhrlichen
Wegen Geschuͤtze. Ich kann versichern, daß die Haͤuser ebe bel Ueber dieses noch in Kas⸗Cheni ein Minaret dermaßen beschaͤdigt ist, daß es Theil der Stadt besteht, wahrzunehmen war. Diese schwankten Flaschen umgeworfen wurden.
FRiland.
Berlin, 8. Nov. Die heute ausgegebene Nummer der Gesetz⸗Sammlung enthaͤlt folgende Koͤnigliche Verordnung:
„Wir Friedrich Wilhelm, von Gottes Gnaden, Koͤnig von
Preußen ꝛc. ꝛc.
verordnen, nachdem Wir uber die Aufhebung des §. 201 Tit. 20. Th. II. des Allgemeinen Landrechts das Gutachten nssetes Staats⸗ Rathes vernommen haben, auf den Antrag Unseres Staats Ministe⸗ riumg was 1“ g 8 8
Der §. 201 Tit. 20 Th. II. des Allgemeinen Landrechts welchem alle uͤber das Verbrechen der decösdig er Feanschts, ngch
Sa darie Christine heißt so
1382 9. Nov. Der verstorbene Bischof von Paderborn, Freiherr von Ledebur, hat in seinem Testament ͤber sein gan⸗ zes Vermoͤgen zu Gunsten milder Stiftungen in seinen Dioͤzese verfuͤgt. In einem kurz vor seinem Tode mit sterbender Hand geschriebenen WVöööT Stiftungen dem gnaͤdigen 2 Sr. Majestaͤt des Koͤnigs. B“ von dem bereits in oͤffentlichen Blaͤttern die Rede gewesen, ist nicht minder ein Denkmal fuͤr den Bischof, ats seine Stiftungen selbst; seine Veroͤffentlichung kann daher auch nur noch mehr dazu beitragen, das Andenken des edlen, frommen Mannes in Segen fortwirken zu lassen: Allerdurchlauchtigster Großmaͤchtigster Koͤnig, Allergnaͤdigster Koͤnig und Herr!
Berlin,
Wenn Ew. Majestaͤt diese Zeilen erhalten, dann ist die Hand
kalt, welche sie geschrieben hat; ich stehe vor dem ewigen Richter, auf dessen Barmherzigkeit ich mein ganzes Vertrauen setze. Seit Monaten krank, erinnert mich taͤglich das Abnehmen meiner Kraͤfte daran, daß die Stunde naht, wo ich Rechenschaft geben muß uͤber die Verwaltung meines Amtes, welches meine Schultern oft schwer gedruͤckt hat. Nicht verlassen kann ich diese Welt, ohne Ew. Ma⸗ jestaͤt meinen herzlichsten und innigsten Dank auszudruͤcken fuͤr die große Huld, welche Allerhoͤchstdieselben mir seit Ihrem Regierungs⸗ Antritte erwiesen und meine letzten Lebenstage dadurch erfreut haben, so wie fuͤr das viele Gute, welches Ew. Majestaͤt meiner Dioͤzese haben angedeihen lassen. Ich bete taͤglich zu Gott, daß er Ew. Majestaͤt durch eine lange und gesegnete Regierung beloh⸗ nen wolle, und werde diese Gebete jeden Tag erneuern, welchen Gott mir noch schenken wird. Ich bitte Ew. Majestaͤt auf mei— nen Knieen, der Dioͤzese Paderborn auch nach meinem Tode ein gnaͤdiger und guͤtiger Koͤnig zu seyn. ““
— Ueber mein Vermoͤgen habe ich, wie dieses meine Pflicht fordert, zu milden Zwecken verfuͤgt. Mein Allergnaͤdigster Koͤnig und Herr; die Stiftungen, welche ich errichtet, empfehle ich Ihrem Allerhoͤchsten Schutze und bete demuͤthig und flehentlich, daß Ew. Majestaͤt zu befehlen geruhen moͤgen, daß mein letzter Wille ge⸗ treulich in allen Punkten vollzogen werde. Insbesondere wage ich, Ew. Majestaͤt anzuflehen, der Genossenschaft der barmherzigen Schwestern in Paderborn, welche ich in meinem letzten Willen bedacht habe, Schutz und Gnade angedeihen zu lassen, die freie
selbststaͤndige Entwickelung dieses kirchlichen Institutes durch Fern⸗ haltung beengender Eingriffe huldreichst befoͤrdern und zu diesem Zwecke das Statut fuͤr die gedachte Genossenschaft Allergnaͤdigst genehmigen zu wollen. Mit dieser Bitte nehme ich Abschied von Fw. Koͤnigl. Majestaͤt bis zum Wiedersehen in einer besseren Welt, wo Allerhoͤchstdieselben den Lohn der Gerechten empfangen werden. Ich segne Ew. Majestaͤt, und wenn ich scheide, werden meine letzten Wuͤnsche auf meinen guten Koͤnig gerichtet seyn. In tiefster Ehrfurcht “
8 Ew. Koͤniglichen Majestaͤt unterthäͤnigster, treugehorsamster Friedrich Klemens, Bischof von Paderborn,
Freiherr von Ledebur.
—2 2
Etwas über die mit der Stellung eines Deputirten unverträglichen Aemter in Frankreich.
„. Paris, 1. Nov. Die Regieruug erwartet fuͤr die naͤchste Parlaments⸗Session eine neue Auflage des Remillyschen Antrags in Bezug auf die in der Deputirten⸗Kammer sitzenden Beamten und vielleicht wird dieses Mal die Frage uͤber die mit
Stellung eines Deputirten unvertraͤglichen Aemter ernstlich erdr⸗ tert werden. Bei dem gegenwaͤrtigen System wird allerdings die Kammer zuletzt sich ganz mit Beamten und mit Personen bevoͤl⸗ kern, welche die Wahl zum Deputirten nur als die Fußbank zum Gluͤck betrachten. Allein es fragt sich, ob man durch die Aus— dehnung des Kreises der mit dem Sitz in der Kammer unver— einbaren Aemter das bestehende Uebel heben wuͤrde? In einem Lande wie Frankreich und bei einer so ausgedehnten Verwaltung, wie die unsrige, bleiben der Regierung noch immer genug Mit⸗ tel zur Bestechung uͤbrig, und es wird nicht moͤglich seyn, alle oͤffentlichen Beamten von der Kammer auszuschließen. Aber wenn man auch diese Moͤglichkeit zugiebt, so wuͤrde das Amt eines Deputirten, auch abgesehen von der bloßen Ehre, die damit verknuͤpft ist, noch immer Vortheile genug darbieten. Die Repraͤsentanten der Nation wuͤrden dann, statt fuͤr sich selbst zu sorgen, die Angelegenheiten ih xer Verwandten und ihrer Familie betreiben; sie wuͤrden Aemter fuͤr ihre Neffen, Lieferungen fuͤr ihre Bruͤder, Freitische fuͤr ihre Kinder, vortheilhafte Kauf⸗Vertraͤge fuͤr ihre Freunde, mit einem Worte, Alles verlangen, was man ihnen schon jetzt bewilligt, nur nach einem groͤßeren Maßstabe und
mit weit groͤßerer Autoritaͤt, da man in gewissem Betracht die dem Ministerium zu Gebote stehenden Mittel der Verfuͤhrung ver—
indert haͤtte. 1 Allleg, was man thun wird, um die Zahl der nicht kammer⸗ faͤhigen Aemter zu vermehren, wird keine große Wichtigkeit haben, weil das Amt eines Deputirten in Frankreich als das untruͤgliche Mittel, sein Gluͤck zu machen, betrachtet wird. Die Regierung hat diese Idee dadurch bestaͤtigt, daß sie allen Forderungen und Anspruͤchen der Deputirten nachgegeben hat; sie konnte nur durch dieses Mittel regieren und da es sehr wenige Deputirte giebt, die nicht das Interesse des Landes ihrem persoͤnlichen Interesse nach⸗ setzen, so hat das Ministerium bei seinem Bestechungs⸗Verfahren ziemlich leichtes Spiel. Der Geist, welcher die sogenannten Re⸗ praͤsentanten des Landes beherrscht, ist so allgemein, daß partielle Reformen unnuͤtz seyn wuͤrden. Die Hauptguelle des Uebels liegt in dem Mangel alles politischen Glaubens, in einer tiefen Gleich⸗ guͤltigkeit gegen die großen Interessen des Landes, in einem, gebie⸗ terischen Beduͤrfnisse, durch alle moͤgliche Mittel die Genuͤsse zu vermehren und dadurch schnell sein Gluͤck zu machen. Der politische Cynismus ist in Frankreich aufs hoͤchste gestiegen, und man begreift leicht, daß derselbe zugleich eine namhafte Veraͤnderung aller Begriffe von moralischer Schicklichkeit in sich schließt. Man geht, um eines materiellen Vortheils willen, ohne Schwierigkeit von einer Partei zur anderen uͤber, und die auffallendste Apostasie ist nach Verlauf von vierzehn Tagen vergessen. Es giebt in der Deputirten⸗Kam⸗ mer 120 — 140 Mitglieder, die allen Ministerien und allen Re⸗ gierungen angehoͤren, die sich allen Doktrinen und allen Meinun—
Straf⸗Erkenntnisse dem Landesherrn von Amtswegen vorgele gn sollen, und die im §. 508 der Kriminal Ordnung dwheaeden der Kabinets⸗Ordre vom 4. Dezember 1824 wiederholte Bestimmung nach welcher alle Erkenntnisse in den wegen des gedachten Verbrechens gefuͤhrten Untersuchungen an den Justiz⸗Minister zur Bestätigung ein gesendet werden sollen, werden hiermit aufgehoben.
Urkundlich unter Unserer Hoͤchsteigenhaͤndigen Unterschrift und beigedrucktem Koͤniglichen Insiegel. 2 —Gegeben Domanze, den 12. September 1841. 86 Prinz von Preußen.
v. Boyen. p. Ladenberg. Eichhorn.
Graf v. Alvensleben. F y. Thile, Graf zu Stolberg.“
Friedrich Wilhelm. 8
Muͤhler. Fuͤr den Ministern des Innern: v. Meding. Freiherr v. Werther.
gen anbequemen, und die sich nur dann feindselig zeigen, wenn ihre eigenen Interessen bedroht werden; dies ist das Caput mor- tuaum der Kammer, welches immer dem Meistbietenden gehoͤrt. In England sieht man nichts Aehnliches. Dort sind die Parteien scharf geschieden und die Ueberlaͤufer selten. Wenn auch die Bestechung bei den Wahlen existirt, so kommt sie doch kaum im Parlamente vor, und die Lockspeise eines Amtes hat keine große Wirkung auf die Meinung eines gewaͤhlten Mitgliedes. Es giebt im Unterhause nicht jene schwankende Menge, die den Whigs oder den Tories angehoͤren koͤnnte, jenachdem die eine oder die andere Partei am Ruder waͤre. Jede Meinungs⸗ Nuͤance hat ihre Anhaͤnger, die auf ihre Treue stolz sind und die nicht daran denken, ihr politisches Mandat als ein Mittel anzu⸗
“ 1“ 11“ sehen, ihr Gluͤck zu machen. Diese Vergleichung der Englischen und der Französischen Kammer zeigt, daß das Uebel bei uns in die Sitten uͤbergegangen ist und daß die Kaͤuflichkeit der Stim⸗ men, so wie die parlamentarische Bestechung Gebraͤuche geworden find, die man bald nicht mehr tadeln wird. Der Staatsdienst ist das Monopol der Deputirten geworden, und die Verwaltungs⸗ und richterlichen Aemter werden eben deshalb zum guten Theile unfaͤhigen Haͤnden, Neulingen, anvertraut, die eben aus der Provinz kommen und, statt aller Verdienste, eine unersaͤttliche Be⸗ gierde zu avanciren haben.
Die letzten Ernennungen in dem Stande der Richter wie der Diplomatie, haben die Diskussion der Frage uͤber die mit den Functionen eines Deputirten unvertraͤglichen Aemter wieder ins Leben gerufen. Es sind bei dieser Gelegenheit ziemlich auffallende Dinge vorgekommen. So wollte man durchaus die offene Stelle des General⸗Secretairs im Justiz⸗Ministerium mit einem Depu⸗ tirten besetzen, waͤhrend dieselbe von Rechts wegen einem der Di⸗ rektoren gebuͤhrte. Der Fall wurde zweimal im Minister⸗Kon⸗ seil debattirt und erst nach langer Unschluͤssigkeit uͤbertrug man die Funetionen des General⸗Secretairs dem natuͤrlichen und legi⸗ timen Kandidaten, gab aber doch das Amt dieses Letzteren einem Deputirten, der durchaus keinen Anspruch darauf hatte.
Es gieht einen Gesichtspunkt, aus dem die Frage wegen der Unvertraͤglichkeit gewisser Aemter mit den Funktionen der Depu⸗ tirten noch nicht betrachtet worden ist; dies ist der Gesichtspunkt der Wuͤrde unserer Repraͤsentanten. Ist es schicklich und passend daß sie wie Kommis in unserer Central-Verwaltung vertheilt sind, wo sie jeden Augenblick der Klingel des Ministers oder des Ge— neral-Secretairs gehorchen muͤssen, wo sie zur Dispofition des Publikums stehen und offenbar der, dem Deputirten so nothwen⸗ digen Unabhaͤngigkeit beraubt sind? Ist es nicht zugleich betruͤ⸗ bend und laͤcherlich, daß ein Mitglied des gesetzgebenden Koͤrpers zu derselben Zeit Kommis eines Ministers ist, wo er berufen ist, Gesetz⸗Entwuͤrfe eben desselben Ministers zu diskutiren?
Was nun jene unverträaͤglichen Aemter selbst betrifft, so ist ihre Zahl allerdings groß, auch wenn man diejenigen Deputirten ausnimmt, die der Natur ihrer Functionen wegen niemals einen Sitz in der Kammer einnehmen koͤnnen; der Art sind die mei⸗ sten Mitglieder des diplomatischen Corps, die hoͤheren Marine⸗ Offiziere, die ein Kommando haben, der General⸗Gouverneur vo Algier u. s. w. Diese wenigstens muͤßte die Regierung als solche ane kennen, da die Abwesenden ihr nicht ihre Stimmen geben koͤnnen, wen sie nicht annimmt, daß sie durch Maͤnner ersetzt wuͤrden, die ihr feindlich waͤren, was bei dem gegenwaͤrtigen Zustande der parla⸗ mentarischen Sitten kaum anzunehmen ist.
Wir glauben, daß, wenn diese Frage in der naͤchsten Session in der Deputirten-Kammer zur Sprache kommt, das Kabinet,
welches es auch sey, einige Zugestaͤndnisse machen wird, waͤre es—
auch nur, um in dieser Beziehung Ruhe zu haben. Aber das Uebel wird, wie gesagt, nichtsdestoweniger fortbestehen, weil man in Frankreich den parlamentarischen Geist und die parlamentarischen Pflichten gaͤnzlich verkennt, und die Beweglichkeit der Meinungen sich taͤglich durch die Nothwendigkeit der persoͤnlichen Interessen erklaͤrt.
k. Den 6. November 1841.
Dr. 1 „ Aetten. 8 Ur. Watir.
Pr. Cour. Geld. BHBriecC.
Fonds. S — Brief. Geld.
122 ½ — 102 ½ 102 110⁷ 109 102 ½ 102„ 1049,
Brl. Pots. Eisenb.
do. do. Prior. Aect. Mgd. Lpz. Eisenb. — do. do. Prior. Act. Brl. Anh. Eisenb.
do. do. Prior. Act. 102 23 Düss Elb. Eisenb. 92² ½f do. do. Prior. Aet. 7 — Rhein. Eisenb. 94 do. do. Prior. Aet. 101
101 ⁄¼ 1037¼ 102 — V 80 9 Kurm. Schuldv. 102 ¼ 101 3 Berl. Stadt-Obl. 103 103 ¼ Elbinger do. 3 ½ —
St. Schuld-Sch. 4 Pr. Engl. Obl. 30. 4 Sch. der
Seebandlung.
Prüm.
Danz. do. in Th. — 48 — Westp. Pfandbr. 3 ½ 102½ Grossh. Pos. do. 4 105 ½ Ostpr. Pfandhr. 3 ½ 102 x½1 Pomm. do. 3 ½ 102 ¼ Kur- u. Neum. do. 3½ 10 1 ¼
Schlesische do. 8b —
105 012 1018 Gold al marco — Friedrichsd'or Aadere Goldmün- I
100¼ 100½⅔
zen à 5 Th.
13 ½ 838 3
Disconto
Börsen.
wirkl. Schuld
Auswärtige
4. Nov. Niederl.
Kanz. Bill. 25 ⅓ 5 Span. 20 . Passive —. Prüm. Sch. 1441 ½. Pol. —. 105 ½.
Antwerpen, 3. Nov. Zinsl. —.
Frankfurt a. M., 5. Nov. Oesterr. 5⁰ 2 ½ ⁷ 55 5 Br. 19 24 ½ Br. Bank-Aect. 1870 G. zu 500 Fl. 137 ⅞. 137 ⅞. Loose zu 100 FPI. do. 49 Anl. 102 ½% Ur. Poln. Loose 74 2 G. 5 ½ Holl. 49 922à. 49 ⅞.
Eisenbahn-Actien. St. München-Augsburg —. Köln-Aachen 96 ½ G6.
Bank-Aectien 1550. Rngl. Russ. 108 ¼. 116. 10. 3 Ronte fln
105, 95. 5⁰0 Span. Rente
511¹ 80 8 51 %. 5 ½ do. 99 ½,
Zinsl. 4 ½.
Amsterdam, Ausg. —. Preuss, Oesterr.
Neue Anl. 20 ⁄⅛. Met. 106 ¾ 6. 4 98 . Partial-O0bl. —. L.0080 Preuss. Präm. Sch. 80 G. 291 951 0
Span. Aul. 22 ½. 228. 226
Germain —., Versailles rechtes Ufer —.
do. Iiu“ Strassburg -Basel —. Leipzig-
Hamburg, 6. Nov. Paris, 3. Nov. 5 ½ Rente
80 30. Anl. de I1841 fin cour. 81.25. 5 % Neapl. 21 †¼. Passive 5. Wien, 3. Nor. 5 9% Met. 105 79.
0
fiun or. cour.
9 2
de 1839 108 ¼
Königliche Schauspiele.
Dienstag, 9. Okt. Im Opernhause: Der Guitarrespieler, Oper in 3 Abth., nach dem Franzoͤsischen des Scribe, bearbeitet von J. C. Gruͤnbaum. Musik von F. Halevy. (Dlle. Tuczek: Sara de Villareal.)
Im Schauspielhause: Spectacle demandé: 18 cond début de Mlle. Léêonide: 1) Rodolphe, ou: Le frère et la soeur, drame en 1 acte, par Scribe. 2) Un secret, drame-
Pour le se
vaudevilie nouveau en 3 actes. — 1 Mittwoch, 10. Nov. Im Schauspielhause: Die Lebensmuͤden, Lusispiel in 5 Abth., von E. Raupach.
Königstädtisches Theater. Dienst 9. Nov. Zum erstenmale: Die Muͤllermeisterin, oder: Die Folgen einer Erbschaft. Ein Gemaͤlde aus dem Leben, mit Gesang, in 3 Akten, von J. Schickh. Musik von Hebenstreit. Mittwoch, 10. Nov. (Italienische Opern⸗Vorstellung). Zum erstenmale wiederholt: Parisina. Opera in 3 Atti. Musica del Maestro Donizetti. (Signora Laura Assandri: Parisina.)
Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen. Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerei. ““ Beilage
ag,
Maßregel getroffenen Bestimmungen nachstehend zur
2698 Wwillenschaft, Kunst und Literatur.
Denkmale der Baukunst des Mittelalters im Ko⸗ niglich Preußischen Herzogthum Sachsen, bear⸗ beitet und herausgegeben von Dr. L. Puttrich. 7—10 Lief. Leipzig 1841. Fol.
Dieses echt vaterlaͤndische Werk, von welchem wieder vier Liefe⸗ rungen vorliegen, hat den gedeihlichsten Fortgang, und erfreut sich ferner der Foͤrderung von oben herab, indem wir in der vorstehenden dritten Unterzeichnungs⸗Liste die hohen Namen Ihro Mageestaͤt der Russischen Kaiserin, des Prinzen Karl von Preußen, des Koͤnigs und Kronprinzen von Bayern, des Landgrafen von Hessen⸗Homburg u. s. w. finden. Gegenstand und Behandlung ist auch in diesen Heften be⸗ deutend und voͤllig befriedigend. Die beiden ersten sind den Denk⸗ malen Freiburgs an der Unstrut gewidmet, jenem die goldene Aue weithin beherrschenden Hochsitze der alten Thuͤringischen Landgrafen aus Fraͤnkischem Koͤnigsstamm, deren bedeutungsvolle und sagenreiche Geschichte sich auch an diese Burg knuͤpft. Sie hieß eigentlich Neu⸗ burg oder Gur) Neuenburg, zu der nur noch als Dorf vorhan⸗ denen Altenburg, und wurde im Jahre 1062 erbaut von dem Grafen Ludwig dem Salier, noch vom Volke benannt der Springer, von seinem Sprung aus dem Gefaͤngniß auf Gibichenstein hinab in die
Saale, nachdem er den Gemahl der schoͤnen Adelheid von Weisenburg auf
ader Jagd erschlagen hatte. Sein Enkel, Ludwig der Eiserne, der in der Ruhla⸗Schmiede hart geschmiedet wurde, und einst die widerspen stigen Edelleute selber vor den Pflug spannte und mit ihnen den noch darnach benannten Adels⸗Acker furchte, stellte eben hier sei⸗ nem Schwager Kaiser Friedrich Rothbart, der sich uͤber die mangel⸗ haften Burgmauern des herrlichen Baues wunderte, am naͤchsten Morgen seine, in leuchtendes Eisen gekleideten Mannen, als die staͤrkste RNingmauer dar. Auch Ludwigs Sohn, Hermann, wohnte hier, als Pfalzgraf von Sachsen, bei dem Heinrich von Veldeke seine entfuͤhrte Aeners, das erste Altdeutsche Rittergedicht in gebildeter Ge⸗ stalt, wiederfand und vollendete; so wie Hermann darnach als Land⸗ graf die groͤßten Deutschen Saͤnger um sich versammelte, auf der durch ihren Sangeskrieg beruͤhmten Wartburg, deren damalige Herrlichkeit auch ein neulich erst entdeckter Palast, im Rundbogenstyl, bezeugt. Gesunken ist zwar laͤngst, sogar sammt dem Namen, die Neuburg, welche nach dem Aussterben der Landgrafen mit Hermanns Bruder, Koͤnig Heinrich, an den Meisnischen Markgrafen, Heinrich dem Erlauchten, kam, und oft erobert, zerstoͤrt und hergestellt wurde, in den folgenden Fehden, waͤhrend welcher sie auch, nebst Landsberg, Markgraf Heinrich von Brandenburg 1304 besaß und bewohnte. Noch sind aber aus der aͤltesten Zeit die geweihten Bauwerke uͤbrig: die Burgkapelle; und in der unter der Neuenburg angelehnten Stadt Freiburg (so genannt von ihren Befreiungen, wie Frei berg in Sachsen) die Stadtkirche. Die Erhaltung und Her stellung dieser herrlichen Bau⸗ und Geschichts⸗Denkmale ist nun, seitdem sie wieder dem Hause Brandenburg gehoͤren, durch die Gnade Sr. Majestaͤt des Hochseligen Koͤnigs und Seines erhabenen Nach folgers gesichert. 18 Eine vollstaͤndige getreue Darstellung dieser Denkmale war also gewiß hoͤchst willkommen, und ist hier, mit der ruͤhmlichst anerkann⸗ ten Genauigkeit der Maaße, Formen und Gebilde, vom Herausgeber und seinem Gehuͤlfen, dem Maler G. W. Geyser d. 1., geliefert, wobei wir den geschichtlichen und beschreibenden Theil der gruͤndli chen Feder des Landraths Lepsius zu Naumburg verdanken, dem der Herausgeber das noch Erforderliche hinzugefuͤgt hat. Weil uͤber den Urheber und die Geschichte dieser beiden Bauwerke die Urkunden meist schweigen, so muͤssen auch hier die Steine selber reden, und solches thun sie denn auch in diesen Abbildungen vernehmlich genug.
Die Burgkapelle ist eine von den wenigen noch uͤbrigen Dop pelkapellen uͤübereinander, wie die zu Landsberg, Egec, Nuͤrnberg, deren Einrichtung, durch den beschraͤnkten Raum der Burg bedingt, thurmartig in die Hoͤhe, anstatt in die Breite ging, und durch eine Oeffnung im Fußboden des oberen Geschosses, dieses fuͤr die Herr⸗ schaft, und das untere fuͤr die Dienerschaft bestimmte. Beide Stock⸗ werke sind im Rundbogenstyl, auf Saͤulen mit mannigfaltigen Blaͤttern⸗Knaͤufen und Kreuzgewoͤlben. Merkwuͤrdig ist dabei im unteren Stockwerke der gewuͤrfelte Zierat, sowohl außen als an den Deckplatten der Saͤulen. Das obere Stockwerk ist reicher ver⸗ ziert und hat in der Mitte eine vierfache Saͤule, deren ver⸗ schlungene, mit Thierbildern geschmuͤckte und reichvergol dete Knaͤufe nach jeder der vier Seiten mannigfaltig gebildet sind. Die davon ausgehenden Hauptgurte des Gewoͤlbes haben eine, aus kleinen Halbkreisen zahnfoͤrmig gebildete Verzierung; welche, von Morgenlaͤndischem Ansehen, auch wirklich ganz ebenso nur an Arabischen Bauten in Spanien, nur aͤhnlich hie und da in Frankreich und England, und in Deutschland allein an der Krypta des Bamberger Doms vorkoͤmmt. Sie stimmt uͤbrigens zu den bekannten kleinen rundbogigen Zieraten, welche von außen schon alle Gebaͤude dieses Rundbogen- oder Romanischen Styls ankuͤn digen.
Solches bewaͤhrt sich gleich bei der Stadtkirche, an welcher sich auch dadurch alsbald die urspruͤnglichen Theile von den manig faltigen Um- und Fortbauten kund geben. Wenige bedeutende Kir chen dieser Zeit haben sich in unseren Gegenden dabei so vollstaͤndig erhalten, namentlich mit ihren alten und vollendeten Thuͤrmen. Einzig vielleicht ist hier der dritte große Thurm, der uͤber dem Kreuze kuppelartig aufsteigt; wie solches am haäͤufigsten in den Eng⸗ lischen Kirchen vorkoͤmmt, und in seiner Anlage noch den Keim zu einer neuen Gestaltung des ausgebildeten spitzbogigen Kirchen baus zu enthalten scheint, indem auch so die mannigfaltig gesuchte Verbindung von Kirche und Thurm gefunden und beide durch ein großes, piramidisch zusammenstrebendes Ganze innig und lebendig vereint wuͤrden. Die innen und außen
138338 ußischen Staats—
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deutlich erkennbare aͤlteste Gestalt der Freiburger Kirche war ein gleich⸗
hohes Langkreuz mit niedrigeren Seitenschiffen, grad abgeschniltenen Kreuzarmen und Chor, halbrunden Vorlagen (Chor⸗ und Seitenni⸗ schen), flacher Decke, rundbogigen Fenstern und Thuͤren, und eben solcher Vorhalle zwischen und vor den beiden Thuͤrmen. Von der letzten sind nur noch theilweise die Saͤulen und das alte Bildwerk uͤbrig, welches die thronende Muttergottes mit dem Kinde und En geln umher darstellt, und jetzt als Decke der spaͤter angebauten Wen⸗ deltreppe dient, da es urspruͤnglich gewiß uͤber der Thuͤre dieser Ma⸗ rienkirche stand, wie schon das Halbrund desselben anzeigt. Die Vorhalle ist jetzo durchaus spitzbogig, so wie die Thuͤr, und eine Sei⸗ tenthuͤr; und eben so sind die Fenster des Langschiffes und des Chors, so weit er spaͤter verlaͤngert ist. Diese neue Bauart, im ausgebildeten, zum Theil reichen Spitzbogenstyl, trat theilweise schon beim allmaͤli gen Fortbau nach der alten Anlage mitten herein (wie die spitzen Fenster des fuͤdlichen Thurmes unter desselben runden Fenstern); meist aber kam sie erst mit dem durchgreifenden Umbau, indem die Seitenschiffe zur Hoͤhe des Mittelschiffs gefuͤhrt wurden, die großen neuen Fenster erhielten, und dazwischen Strebepfeiler, wie am Fort⸗ bau des Chors, zum Widerhalte des nun auf die achteckigen inneren Pfeiler gesetzten mannigfaltig gerippten Kreuzgewoͤlbes, welches, wie das ganze Innere, spitzbogig ist.
Solche Woͤlbung geschah in den Jahren 1491 bis 1499 durch Meister Peter von Weißenfels, wie die eingehauene erste Jahr⸗ zahl und handschriftliche Jahrbuͤcher besagen. Ein Uebelstand dieses Umbaus war die Erhoͤhung des uͤber alle drei Schiffe erweiterten Kirchendachs, dessen urspruͤngliche Hoͤhe noch die Kreuzarme behielten (so wie ihre rundbogigen Fenster und Thuͤr), waͤhrend Langschiff und Chor alle Thuͤrme geniedert und den Thürm uͤber dem Kreuze mit seinen runden Fenstern zum Theil verbaut haben. Sonst wurde die ser Umbau so tuͤchtig und meisterlich ausgefuͤhrt, daß oft die Anfuͤ⸗ gung kaum zu erkennen ist; wie denn auch die alten Werkstuͤcke meist wieder angewandt wurden, z. B. die des rundbogigen Gesimses außen am Langschiffe; hie und da sind die unveraͤnderten aͤlteren Rundboͤgen nur spitz gemeißelt. Die kronartigen Spitzen der Thuͤrme und die Aufsaͤtze ihrer Giebel, besonders des Mittelthurmes und der Kreuz⸗ arme gehoͤren auch noch dem alten Bau, und sind eben so selten, als zierlich. Schoͤn verziert sind auch in diesen die uͤbereckstehenden vier⸗ eckigen Fenster; waͤhrend in den Giebeln der beiden oben achteckigen Seitenthuͤrmme ein Saͤulchen je zwei eingetiefte kleinere Spitzgiebel (nicht Spitzboͤgen) stuͤtzt. 8
So stellen auch diese merkwuͤrdigen Bauwerke eben so lehrreich wie anziehend die Geschichte der Altdeutschen Baukunst in ihren bei den Haupt⸗Entwickelungen anschaulich vor Augen. Sie reichen in ihrer urspruͤnglichen Gestalt, mit der Burg⸗Kapelle, zumal im unteren Stocke, bis zur Gruͤndung der Burg im 11ten Jahrhundert zuruͤck. Die schoͤne Kirche in ihrer aͤlteren Gestalt war anfangs, neben der kleinen Burg⸗Kapelle, die Hofkirche fuͤr die Hofhaltungen, Feste und maännigfaltigen Versammlungen an diesem Hochsitze der Thuͤ⸗ ringer Landgrafen. Mit dem Verfalle der Burg trat die Stadt Frei⸗ burg selbstaͤndiger hervor, veedraͤngte sogar den Namen der Neuen⸗ burg, und die nunmehrige Stadtkirche wurde fuͤr die wachsende Gemeine erweitert, welche gegenwaͤrtig aber auch die Erhaltung und Herstellung derselben der vaͤterlichen Fuͤrsorge des Hochseligen Koͤnigs zu verdanken hat.
Die 9te und 10te Lieferung enthalten den Naumburger Dom, das wichtigste und reichhaltigste Baudenkmal Sachsens im Rundbo⸗ genstyl, das in naͤchster Beziehung zu den gleichzeitigen Freiburger Bauwerken steht; zuvoͤrderst erscheinen nur die wohlgewaͤhlten und getreuen Abbildungen Nr. 1—5, 8, 10, 12, 16, 17, 19, darunter die trefflichen alten Standbilder des im Spitzbogenstyl angefuͤgten west lichen Chors. Die Beschreibung und Geschichte wird in den naͤch⸗ sten Lieferungen folgen, mit den uͤbrigen Abbildungen, durch welche sie erst voͤllig verstaͤndlich werden.
vvDDHS
Berlin. In der Sitzung der geographischen Gesell⸗ schaft am 6. November trug Herr Lichtenstein einige von Herrn G. Sumner eingesandte Mittheilungen vor, namentlich uͤber die Auffindung reicher Silberminen in Nord⸗Carolina, welche seit einem Jahre bearbeitet werden, und eine Nachricht uͤber die Ausdehnung der Kolonie Liberia auf der Westkuͤste von Afrika. — Herr Zeune gab Nachrichten uͤber die in der letzten Versammlung der Natur⸗ forscher vorgekommenen fuͤr die Geographie wichtigeren Mittheilun⸗ gen. Er legte dann die Naturbilder von Vogel und Hellmuth's to⸗ pische Hydrographie vor, und gab eine Uebersicht des Inhalts bei⸗ der Buͤcher. — Herr Kloͤden jun. las eine Abhandlung des Herrn Dr. Junghuhn uͤber Java in etheographischer und botanischer Hin⸗ sicht. Herr Schultz gab eine Uebersicht von Kreyl's Untersu⸗ chungen uͤber die von ihm beobachteten Aenderungen, welche die Magnetnadel durch den Mond erfaͤhrt, so wie uͤber die Einwirkung des Mondes auf die Atmosphaͤre. Ferner berichtete er uͤber Buzorini's Beobachtungen, betreffend den Zusam⸗ menhang zwischen Luftelektricitaͤt nnd Erdmagnetismus mit spezieller Beziehung auf den Gang und die Verbreitung der Cholerg. — Heer von Benningsen⸗Foͤrder gab Bemerkungen uͤber die Entstehung. der Configurations⸗Phänomene, welche das Schwarzwald⸗Vogesen⸗ System, die Argonnen und die Huͤgel an der Luxemburgisch⸗Franzoͤ⸗ sischen Graͤnze darbieten. — Herr Girard las uͤber ein Kalklager in der Naͤhe von Beeskow. — Herr Dove legte die Abhandlungen der Finnlaͤndischen Akademie vor, und gab daraus, so wir aus meh⸗ reren anderen neu erschienenen Werken, Mittheilungen, vorzugsweise meteorologischen und physikalischen Inhalts. Herr H. Mahlmann hatte seine neue Karte von Europa eingeschickt. Neu erschienene Karten
en zur Ansicht vorgelegt.
Bekannt
8 W““ uͤber die Konvertirung der Elbinger Brau⸗ gerechtigkeits⸗Obligationen.
Mit Bezug auf die oͤffentliche Bekanntmachung des Kommissarii zur Regulirung der Finanz⸗Verhaͤltnisse der Stadt Elbing vom 21. Juni d. J. uͤber die Kuͤn⸗ digung und Konvertirung der Elbinger Braugecech tigkeits⸗Obligationen werden im weiteren Auftrage der Koͤniglichen Ministerien des Innern und der Po
lizei und der Finanzen die zur Ausfuͤhrung jener
langen?
oͤffentlichen Kenntniß gebracht:
1) Die saͤmmtlichen im Umlaufe befindlichen Elbin ger Braugerechtigkeits⸗Obligationen sind von ihren Inhabern in coursfaͤhigem Zustande und nebst den Coupons unter Nr. 27 bis 32 in den Tagen vom 1. J. an die
bis 15. Dezember d. J.
tionsschein einzuliefern und es werden die Glaͤn⸗ biger aufgefordert, sich bei dieser Gelegenheit zu
gleich zu erklaͤren: die dazu auf 6 Jahre neu ausgefertigten 3 ½ pro b. ste die 1- 1 zentigen Couponsbogen. jaͤhrlicher Zinsen vom Jahre 1842 ab gefallen 4) Dieienigen, welche die Baarzahlung vorziehen,
ob ste sich die Konvertirung auf 3 ½ pro Cent
lassen wollen, oder ob sie die Baarzahlung ver
Den am 15. Januar k. J. fo Coupon Nr. 26 haben die Glaͤubiger Behufs
Akademie der Künste zu Paris.
8 EbvVben erhalten wir den ausfuͤhrlichen gedruckten Bericht (82 Seiten in 4.) uͤber die zu Paris am 2ten v. M. unter dem Vorsitz ihres Vice Praͤsidenten, Herrn Garnier, gehaltene oͤffentliche Sitzung der Koͤniglichen Akademie der Kuͤnste, welche bekanntlich einen Theil des Franzoͤsischen Instituts (Institut Royal de France) ausmacht. Sie war bestimmt fuͤr die Zuerkennung der Preise, deren freilich die Fran⸗ zosische Regierung jungen Kuͤnstlern aller Faͤcher weit mehr und be⸗ deutendere, gewaͤhrt, als irgend eine andere. Ein etwas umstaͤndlicherer Auszug aus jenem Bericht, wird vortrefflich dienen koͤnnen, Ver⸗ gleichungen anzustellen. Wie den einzelnen Menschen, muß man in⸗ deß auch die Voͤlker, jedes nach seinem eigenen Maße messen. Allein immer muß man eingestehen, daß Frankreich seine jetzige hohe Kunstbluͤthe wesentlich der großartigen Unterstuͤtzung verdankt, welche die Regierung den Kuͤnstlern aller Faͤcher so reichlich gewaͤhrt. — Die Sitzung (im Lalais des bcaux arts am Quai Conti) wurde erdffnet mit einer von “ reisendem Pensionair der Akademie, komponirten zaäbeoranf Herr Raoul⸗Rochette, bestaͤndiger Secretgir der Akademie, uͤber die aus Rom von mehreren dort stuͤdirenden Pensio⸗ nairen (DPensionnaires dua Roi) eingesandten Arbeiten verlas, deren 1 fuͤnf Jahre in Rom bleibt. Die Censur war im Ganzen scharf streng; die Zahl der eingesandten Fleißesproben ungemein groß. Mnrage i wugen Arbeiten von den Malern Papety, Blanchard, —— Buttura, Letzterer ein Landschafts⸗Maler; und Vauthic S⸗ Bonasieur, Ottin, Chambard, Vilain, Gruyere “ bies, (Thssirtene von den Architekten Lefuel, Uchard, . Pouger und Famin; von den Kupferstechern g e. schloß; von den Musikern Gounod und Bous⸗ .“ bloß sich die Zuerkennung der Preise. In der „Historien ⸗Malerei war die von der Franzdsischen Aka⸗ demie ertheilte Aufgabe dieselbe, welche vor einigen Jahren von der Koͤniglichen Akademie der Kuͤnste zu Berlin gewaͤhlt worden war: „Joseph's blutiges Kleid wird dem Erzvater Jakob uͤberbracht.“ Den ersten großen Preis erhielt August Lebouy aus Honfleur, 29 Jahr alt, Schuͤler von Paul Delaroche. Einen zweiten ersten Preis deuxième prémier grand prix) erhielt C. F. Jalabert aus Nismes, 21 Jahr alt, ebenfalls Schuͤler von Delaroche. Den zweiten großen Preis (second grand prix) Jules Naudin aus Paris, Schuͤler von Cogniet. Diejenigen, denen erste Preise zufallen, gehen als Pensio⸗ naire der Akademie nach Rom. — In der Landschaft, die die Fran⸗ zosen nach Goussin's, Dughet's und Claude Lorrain's Beispiel gern, nach ihrem Ausdruck, heroisch nehmen (paysage heroique), war die Aufgabe: „Adam und Eva werden durch einen Engel mit flammen⸗ dem Schwerte aus dem Paradiese vertrieben.“ Den ersten großen Preis erhielt Felir Lanoue aus Versailles, Schuͤler von Vernek; den zweiten großen Preis (deuxieme grand prix) Theoph. Blanchard aus Paris, Schuͤler von Blondel; einen zweiten gleichen Preis Ant. Cinier aus Lyon, Schuͤler von Delaroche. Dieser Wett⸗ kampf wurde als vorzuͤglich gelungen hervorgehoben, und die Akademie bedauerte, nicht noch einen vierten ersten großen Preis zu besitzen, um ihn Herrn Benouville geben zu koͤnnen. In der Skulp⸗ tur war die Aufgabe: „Der Tod des Demosthenes auf Calaurea.“ Den ersten großen Preis erhielt G. Dieboldt aus Dijon, Schuͤler der Herren Ramey und Dumont; einen zweiten ersten großen Preis C. J. Godde aus Paris, Schuͤler der Herren Blondel und Pradier; den zweiten großen Preis J. L. Maillet aus Paris, Schuͤler von David. — In der Architektur war die Aufgabe: „Ein Palast fuͤr ei⸗ nen Franzoͤsischen Ambassadeur bei einer auswaͤrtigen Macht ersten Ranges.“ Den ersten großen Preis erhielt Alexis Paccard aus Paris, Schuͤler der Herren Huyot und Lebas. Den zweiten großen Preis erhielt F. M. Tétaz aus Paris, Schuͤler derselben Meister; und die Akademie bedauerte, daß sie nicht noch einen ersten Preis zu vergeben habe fuͤr A. J. Hénard aus Fontainebleau, ebenfalls Schuͤler von Huyot und Lebas. — In der musikalischen Composition war die vor⸗ laͤufige Aufgabe fuͤr die Zulassung „eine achttheilige Fuge fuͤr zwei Choͤre”; dann „ein sechsstimmiger Chor mit großer Orchester⸗Beglei⸗ tung“, und die Hauptaufgabe: „der Tod des Lionel Foscari, lyrische Scenen fuͤr drei Stimmen (gedichtet vom Marquis Pastoret) mit einer Instrumental⸗Introduction, einem Kantabile ohne Accompagnement ꝛc. Den ersten großen Preis erhielt L. Maillard aus Montpellier, Schuͤ⸗ ler der Herren Leborne und Barbereau. Den zweiten großen Preis erhielt D. Th. Mozin aus Paris, Schuͤler der Herren Berton und Halevy, und einen gleichen Preis (deuxième second grand prix) A. A. G. Garaudé aus Choisy⸗-le⸗Roi, Schuͤler der Herren Paër und Ha⸗ levy. — Ein von dem Grafen de Maillé Latour⸗Landry gestifteter Preis von jaͤhrlich 1500 Fr., welcher abwechselnd von der Akadémie française und der Akademie der Kuͤnste einem armen Schriftsteller oder Kuͤnstler verliehen wird, deren Talent Aufmunterung verdient, wurde dem Architekten Clerget zuerkannt. — Ferner wurden die Namen der⸗ jenigen Schuͤler der Koͤniglichen Kunstschule proklamirt, welche die von dem Grafen Caylus und von Herrn de Latour gegruͤndeten Preise, die fuͤr den Departementalpreis bestimmte Medaille und die Medaille fuͤr die historische Landschaft, errungen hatten. Endlich die grande médaille d'émulation, welche demjenigen Architekten ertheilt wird, welcher im Laufe des Jahres in der Bauschule die meisten Erfolge zaͤhlte, erhielt der schon als Sieger des ersten großen Preises erwaͤhnte Alexis Paccard. — Die hierauf von Herrn Raoul⸗Rochette gesprochene Gedaͤchtnißrede auf den Architekten JFean Nicolas Huyot (geb. in Paris 1780), Professor an der gcole d'Architecture, welcher in die⸗ sem Jahre starb, als er gerade die jaͤhrlich wechselnde Stelle eines Praͤsidenten der Koͤniglichen Akademie der Kuͤnste bekleidete, verrieth durch ihre schoͤne tiefgefuͤhlte Haltung, wie innig der Redende dem abgeschiedenen wackeren Kuͤnstler befreundet war. Zum Schluß wurde die Composition des Herrn Maillard, welcher der erste musika lische Preis zuerkannt worden, zur Auffuͤhrung gebracht.
Ee
.faͤllig werdenden
₰
mereikasse ausgezahlt.
er Ablieferung der Obligationen behalten werden muͤssen.
Obligationen, welche
Zinse an Zinsen gewaͤhrt werden. welche fuͤr dies Mal noch mit
abgefuͤhrt wird.
1
Sollte einer oder der andere der erst vom Jahre 1842 ab faͤllig werdenden Couvons Nr. 27 bis 32 nicht mit abgeliefert seyn, so wuͤrde der Be trag dafuͤr vom Kapitale abgezogen und zuruͤck⸗
) Mit dem Ablaufe des gegenwaͤrtigen Jahres hoͤr die bisherige Verzinsung à 4 pro Cent unwider ruflich auf und es koͤnnen daher auch fuͤr solche legenen Grundstuͤcks besteht.
nicht praͤsentirt werden Justiz⸗Kommissarius Ebell als bestellten Nachlaß⸗
moͤchten, vom Jahre 1812 ab nur 3 ½ pro Cent Kurator werden daher alle unbekannte Erben und
6) Da sich die Kaͤmmereikasse uͤbrigens mit Korres⸗zu gestellen und ihre Legitin pondenzen und Versendungen nicht befassen kann, drigenfalls so haben die auswaͤrtigen Glaͤubiger ihre Obli⸗lrenden naͤ
die Preusischen Staaten.
erhalten dagegen am 2. Januar 1842 gegen Ruͤck gabe der empfangenen Recognition den Kapitals Betrag ihrer Obligationen und am 15ten ejusdem von N di auf den Coupon Nr. 26 die darin verschriebenen dder Zins⸗Erhebung zuruͤck zu behallen. Zinsen fuͤr das UIte Semester d. J. von der Kaͤm 2) Allen denjenigen, welche ihr Kapital zu 3 ½ pro Ct. 9 8 jaͤhrlicher Zinsen stehen lassen wollen und ihre Erklaͤrung daruͤber bis zum 15. Dezemher d. J. abgeben, wird eine Konvertirungs- Praͤmie von Einem pro Cent hierdurch zugesichert, welche ihnen sogleich bei d. und der oben bezeichneten Conpons von der Kaͤm⸗ mereikasse zu Elbing baar ausgezahlt weeden wird. Wer sich spaͤter zur Konverttrung entschließen sollte, hat auf die Praͤmie keinen Anspeuch. In dem am 15. Januar k. J. beginnenden Ter mine zur Bezahlung der Zinsen fuͤr das IIte Se eIT “ 1 11 1 ie 4 pro Cent berichtigt werden, empfangen sodann Kaͤmmereikasse zu Elbing gegen einen Recogni⸗ die freiwillig Konvertirenden gegen Ruͤckgabe der ihnen ertheilten Recognitionen die mit dem Kon vertirungs⸗Vermerke versehenen Obligationen und
aationen durch Bevollmaͤchtigte am Orte zu uͤber⸗ geben und die Zahlungen und sonstigen Leistun gen in Empfang zu nehmen.
Danzig, den 1. November 1841. Koͤnigliche Regierung. Abtheil. des Innern.
8 “““
bSI1111“*“ Am 15. Oktober 1839 verstarb bierfefv der pen⸗ sionirte Accise⸗Controlleur Christian Friedrich Grell, dessen Erben oder etwanige Verwandte bisher nicht zu ermitteln gewesen sind, und dessen Nachlaß groͤß tentheils in der Haͤlfte eines in der Bergstraße be⸗ Auf den Antrag des
Verwandten des vorbezeichneten Grell oder deren
Außerdem werden aber auch diejenigen, welche Erben hierdurch oͤffentlich vorgeladen, sich spaͤtestens 5. vh F gshn. sollten, ihre Obligationen einzu⸗ efern, es sich selbst beizumessen haben, wenn der Kroͤcher Betrag derselben zum gerichtlichen Deposttiumauf den 17. August 1842, Vorm. um 1 ½
in dem vor dem Kammergerichts⸗Referendarius von
anberaumten Termin nation zu Feören⸗ wi⸗ r— ige den sich legitimi⸗ der etwanige Nachlaß de - chsten Erben und, insofern Niemand er⸗
hier auf dem Kammergericht