1841 / 312 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

cheinen sollte, dem Fiskus als ein herrenloses Gut] baͤud ur freien Disposition eine eben so

ugesprochen und demselben verabfolgt werden wird, und

klusion sich etwa meldende Erbe alle Handlungen hoͤchst richtige und *“ des fur⸗ Geschichte au und Dispositionen desselben und szu solchen Grade aus, daß es die Bewunderung jehes ter Fa.

uͤbernehmen schuldig, von ihm weder Rechnungsl gung noch Ersatz der gehobenen Nutzungen zu fo

ern berechtigt, sondern sich lediglich mit demien gen, was alsdann noch vorhanden seyn wird, zu b vmogen verbunden seyn soll.

Den Auswaͤrtigen werden der Justiz⸗Kommissa⸗ rius Wilke, Ober⸗Landesgerichts⸗-Rath Martins ———t und Justizrath Jung als Mandatarien in Vorschlag Ediktal⸗Ladung⸗

gebracht.

Berlin, den 11. Oktober 1841. 8 Kodnigl. Preuß. Kammergericht.

1

fentliche Vorladung.

Oef

Alle unbekannten Erben des am 23. Februar 1820 Andene eborenen und am 20. Maͤrz 1840 zu Elbing ew. gelabets iorbenen Schuhmacher⸗Gesellen Heinrich Rüdolb 8 tsz in oöder durch gehoͤrig legitimirte Bevollmaͤchtigte bei

Krause, Sohn des verstorbenen Polizei- Kommihae, Peter Krause und dessen gleichfalls u5 frau geborenen Zipp, so wie alle diejenigen, mwelcer die etwa 150 Thlr. betragende, im hiesigen. Ma se Landesgerichts⸗Depositorio befindliche Nachlaß⸗ 89n” Erbrechte zu haben vermeinen, werden hierdure geladen, sich in termino 8 . 8 en 101 Septem ber 1842, Vorm. vor dem ernannten Deputirten, Herin, Obeterichts. gerichts- Referendarius Simson, im a6.* Terminszimmer, entweder in Person ö“ nit gehbriger Fnformatzon berfonmisarien Koͤhler, 5 hnen die Justiz-K Koͤhle Cchmͤdt und Nnabe in Vorschlag 1c. vesdan⸗ u melden und ihre Erbrechte, so wie den C zrad i 2 rer Verwandtschaft mit dem verstorbenen Heinrich Rudolph Krause, nachzuweisen. ee hat zu gewaͤrtigen, daß den sich meldenden Erben nach vorgaͤngiger Legitimation der Nachlaß zur freien Disposition verabfolgt, wenn sich aber Niemand mel det, alsdann dem Fiskus zugeschlagen werden wird. Marienwerder, den 14. Oktober 18411. Civil⸗Senat des Koͤnigl. Ober⸗Landesgerichts. 8

Nothwendiger Verkauf. Land⸗ und Stadtgericht zu Brandenburg, den 12. Oktober 1841.

Das allhier am altstaͤdtischen Markt sub No. 305 belegene Wohnhaus nebst Zubchoͤr, jedoch mit Aus schluß der Maschinen, zur erbschaftlichen Liquidations⸗ masse des Tuchscheerermeisters Ludewig Friot gehorig, Vol. 7. pag. 289 des Hypothekenbuchs der Altstadt, abgeschaͤtzt auf 8588 Thlr. 3 Sgr. 7 Pf., zufolge der nebst Hypothekenschein und Bedingungen in der Re⸗ gistratur einzusehenden Taxe, soll am 23. Mai 1842, Vormittags 11 Uhr,

1384

hne als soli

e⸗ Sachkenners erres 1

r⸗ dieses Theater⸗Gebal

i⸗ nach den richtigsten Grund

e⸗ geschildert. enz, den 1 November 1841.

vgensr Guͤnther, Notar.

52122 8 22₰ 60 4* 8 Nachdem der hiesige e11 Johann Gottlieb Schneider, ohne de 1““ fannte Erben hinterlassen zu haben, v 1. ist⸗ so werden alle diejentgen, welche an dessen Nach las als Erben oder sonst aus einem Rechtsgrunde Anspruͤche zu haben vermeinen, hierdurch oͤffentlich

den 18. Februar 1842, G rechter feuͤher Gerichtszeit entweder in Person

Verlust ihrer Anspruͤche und der ihnen etwa zuste⸗ henden Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu erscheinen, ihre Anspruͤche gehoͤrig anzumelden und zu bescheinigen, daͤruͤber mit dem curator hereditatis rechtlich zu verfahren, sodann den 31. Maͤrz 1842 der Inrotulation der Akten und den 22. April 1842 der Publication eines Erkenntnisses, welches beim Außenbleiben fuͤr publizirt erachtet werden wird, ge waͤrtig zu seyn. 1 Koͤniglich Saͤchsisches Justizamt Hohnstein, am 21. August 1841. von Scheibner.

anntmgch

Die hiesige Herzogl. Restaurationswirthschaft an den Eisenbahnhoͤfen, welche mit dem 1. Juli 1842 pachtlos wird, soll anderweitig auf 3 resp. 6 Jahre in einem hierzu auf den

19. (neunzehnten) November a. c. anberaumten Termine oͤffentlich im Wege des Meist⸗ gebots verpachtet werden.

Pachtlustige, welche sich uͤber ihre Solvenz und Qualification als Wirthe gehoͤrig auszuweisen ver⸗ moͤgen, werden daher hiermit eingeladen, sich ge dachten Tages, Vormittags 10 Uhr, in dem Lokale des Restaurations⸗Gebaͤndes einzufinden, nach vor⸗ hergegangener Bekanntmachung der Pachtbedingun⸗ gen, welche auch vor dem Termine gegen Erlegung der Kopialien von uns zu erhalten sind, ihre Ge⸗ bote abzugeben und des Zuschlags gewaͤrtig zu seyn

Koͤthen, am 17. Oktober 1841. 8

Herzogl. Eisenbahn⸗Kommission. A. v. Behr. F. Poͤtsch. Ulbricht.

vor dem Heerrn Assessor Siemon an ordentlicher Ge⸗ richtsstelle subhastirt werden. 8 1

öbeX“”“ 1

Auf den Antrag des hiesigen Kaufmanns Carl Mi chels und dessen Ehefcau, verwittwet gewesenen Metz, geb. Saegert, werden alle dieienigen, welche aus einem Rechtsgrunde Anspruͤche und Forderungen an nach stehende, ihnen gemeinschaftlich gehoͤrig gewesene, von ihnen aber verkaufte, auf hiesigem Stadtfelde belegene Morgen Aecker, als:

111“

11414“*“

Auf Ansuchen der zu Riga in Kurland domizili⸗ renden Wittwe des von hier gebuͤrtigen Johann Frie⸗ drich Heynisch, fruͤher in Friedrichstadt in Rußland, gestorben in Ratzeburg, Louise geb. Kreuz, sind ihre sämmtlichen Kinder, deren Auͤfenthalt hier unbe kannt, so wie alle die, welche an den hier befind lichen in circa 620 Thlr. bestehenden Nachlaß des gedachten Heynisch Erbanspruͤche zu machen habeu, bei Verlust derselben und der Rechtswohlthat der

1) ein Morgen im ersten Schlage ostwaͤrts Nr. 36, ) ein Morgen im ersten Schlage ostwaͤrts Nr. 75, 3) ein Morgen im ersten Schlage westwaͤrts Nr. 93, ) ein Morgen im zweiten Schlage westwaͤrts Nr. 9, hein Morgen im zweiten Schlage westwaͤrts Nr. 96, ) ein Morgen im dritten Schlage ostwaͤrts Nr. 11, ein Morgen im dritten Schlage ostwaͤrts Nr. 44, hein Morgen im dritten Schlage ostwaͤrts Nr. 70, ein Morgen im vierten Schlage ostwaͤrts Nr. 45, h ein Morgen im fuͤnften Schlage westwaͤrts Nr. 19, 11) ein Morgen im fuͤnften Schlage ostwaͤrts Nr. 97, zu haben vermeinen, hiermittelst geladen, solche am 12. und 26. kft. Mts. und am 10. Dezember d. J., Morgens 10 Uhr, vor und gehoͤrig anzu melden und nachzuweisen, bei dem Rachtheil, daß sie sonst damit durch die am 23. ej. zu erlassende Praͤ⸗ klusiv⸗Sentenz ausgeschlossen und fuͤr immer werden abgewiesen werden. atum Greifswald, den 27. Oktober 1841. (L. S.) Direktor u. Assessores des Stadtgerichts. D Hoesfer.

Oeffentliche Versteigerung des spielhauses zu Koblenz. Am 6. Dezember d. J. Nachmittags 2 Uhr wird vor unterzeichnetem Notar und in dessen Schreib⸗ stube dahier das zu Koblenz in dem angenehmsten Theile der Neustadt, dem Clemens⸗ oder großen Pa⸗ rade⸗Platze gegenuͤber, gelegene Theater⸗Gebaͤude, unter vortheilhaften Bedingungen, einer oͤffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Dieses Schauspielhaus wurde nach dem Modelle des Mannheimer Theaters im Jahre 1788 neu und nassiv aufgefuͤhrt; es hat eine Breite von 65 und ine Tiefe von 167 Fuß; nach dem Paradeplatze zu hat es eine Fronte von 7 Fenstern, ist dreistoͤckig und zerfaͤllt in ein vorderes, großartig konstruirtes, u einer großen Restauration geeignetes Wohnhaus, und das eigentliche Theater⸗Gebaͤude; das er⸗ stere hat 3 in der Mitte der Fronte neben einander gen Vorhalle fuͤhren. Zu jeder Seite dieser Vor⸗ halle befindet sich ein geraͤumiges straßenwaͤrts ge⸗

Schau⸗

legenes Zimmer, von denen das eine noch mit Kuͤche,

Im mittleren 8 zu Konzerten

Alkoven und Kammer versehen ist. Stocke befindet sich ein geraͤumiger

Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, auf

den 1. April 1842 edictaliter vorgeladen worden, vor uns auf dem Rathhause dahier persoͤnlich, oder durch genuͤgend

Bevollmaͤchtigte, wozu die Herren Advokaten Weithas in Schleitz und Heynisch in Lobenstein vorgeschla gen werden, zu erscheinen, hinsichtlich ihrer Perso nen sowohl als ihrer Erbanspruͤche sich hinlaͤnglich auszuweisen, wegen Vertheilung mit der Wittwe sich auseinanderzusetzen und die auf jeden kom mende Erbrate in Empfang zu nehmen, welches un⸗ ter Hinweisung auf das an Gerichtsstelle angeheftete Patent hierdurch bekannt gemacht wird.

Saalburg im Fuͤrstenthum Reuß, den 30. Okto⸗ ber 1841. Der Stadtrath.

In Auftrag, Jahn, Stadtschreiber.

Das Niedergericht der freien und Hansestadt Ham⸗ burg hat auf Imploriren Procuratoris Fisci noid des loͤbl. Zehntenamts ein Proklam dahin erkannt:

daß Alle, welche an den Nachlaß des am 22. Ju

nius 1841 zu Horst bei Uetersen verstorbenen hiesigen

Buͤrgers Friedrich Wilhelm Friebel, welcher aus

Berlin gebuͤrtig seyn soll und als dessen Geschwi⸗

ster und Erben sich bereits gemeldet haben: 1)

Carl Heinrich Friebel, 2) Wittwe Christiane Hen⸗

riette Fabricius geb. Friebel, 3) Wittwe Maria

Louise Charlotte Koessel geb. Friebel und 4) Georg

Friedr. Friebel, saͤmmtlich zu Berlin, aus ei⸗

nem Erbrechte oder aus irgend einem anderen

Rechtsgrunde Anspruͤche zu haben vermeinen, schul⸗ dig seyen, solche Anspruͤche, Auswaͤrtige nicht an⸗ ders als durch sofort zu legitimirende hiesige Be⸗ vollmaͤchtigte, bis zum 11. Maͤrz 1842, als in dem dazu angesetzten einzigen und peremtorischen Termine, bei Strafe des Ausschlusses und eines auf⸗ zuerlegenden ewigen Stillschweigens, in dem Nie⸗ dergerichte anzugeben und zu rechtfertigen.

Hamburg, den 22. Oktober 1841.

Zur Beglaubigung G. Pemoͤller, Dr. Actuarius.

Literarische Anzeigen.

geeigneter Saal mit einem anstoßenden eleganten vel in Stuttgart ist erschienen:

Kabinet. Der dritte Stock hat vier große Zimme straßenwaͤrts und zwei Kammern.

8 Hs(las d Rom.

Im Dachgeschoß ist ein großer Speicher mit einer E“ des klassischen Alterthums

Sbs 4 1 4„ 1 in einer organischen Auswahl aus de FS her mit den zen uͤber dem eige 1S. 1 Auswahl aus den Meisterwer⸗ 4 I“ 5 Kammer, welch it den großen uͤber dem eigent⸗ken seiner Dichter, Geschichtschreiber und Philoso⸗ schehenen, im Gegensatze der Scheinwahrheit des

lichen Theatergebaͤude befindlichen Speichern durch phen. Nach den be⸗

Thuͤren verbunden ist.

Aus der Vorhalle des Vorderhauses fuͤhren ut mittelbar 3 Thuͤren in das eigentliche Theater⸗G

baͤude selbst, und so steigt aus derselben zu jed

sten vorhandenen Uebertragun

8Gc keldeteikerar, geschichtlichen Erlaͤuterungen be⸗ 1 Pr f. . Fr. B. p g r.;, er Mit einem Vorwort von K. Fr. Borber g.

Seite eine breite Treppe aufwaͤrts zu den oberen in Zärich.

NRaͤumen des Theaters.

Hinter dem Theater⸗Gebaͤnde ist noch ein bedeu -— tender freier Raum, welcher von den Besitzungen Die Dichter des Hellenischen

des Eigenthuͤmers des angraͤnzenden Trierischen H es umgeben ist.

In vier Abtheil. zu vier Lief. à 15 S 68 8 . a 2 S 8 2 Erste Abtheilung ie Pefns o⸗ Hdoͤchst elegante Ausstattung, Okt hums eeb, 60 B 8 Preis: 2 Thlr. Preuß.”

2 zude zeichnet sich in seinem Innern durch, . Das Gebaͤude zeichnet de und großartige, nicht seinem ganz neuen und eigenthuͤmlichen Plane bear⸗

2 2 be9r Senes 8 rch seine optisch und akustischbeitet; es ist besonders bestimmt, als eine geordnete er nach erfolgter Pra sweniger aber auch vnech, ge Construction in einem Beispielsammlung bei Vortraͤgen uͤber alte Litera

gen herausgegeben und mit fortlaufenden biographi⸗

Das hier dem Publikum gehotene Werk ist nach

Gymnasien und Universitaͤten zu

Nicht mit Unrecht wird daher dienen, als welche es sich bereits der Anerkennung de als eines der schoͤnsten und kompetenter Stimmen in vollem Maße zu erfreuen saͤtzen errichtetes Gebaͤude hat. Zugleich aber macht dies Werk, wie zuvor kein

sanderes, auch dem groͤßeren gebildeten Publikum eine Uebersicht und den Genuß der gesammten klas sischen Literatur moͤglich und fuͤhrt in die Bekannt⸗ schaft mit dem klassischen Alterthume selbst ein. Es ist etwas ganz Anderes und viel mehr, als eine bloße Blumenlese, am wenigsten eine regellose, der⸗ gleichen ein Verleger als von gleicher Tendenz und Ausfuͤhrung, wie unser Werk, anzupreisen sich ange⸗ maßt hat, um dadurch derselben, die ihm liegen ge⸗ blieben, Absatz zu verschaffen. In dieser Beziehung bitten wir jeden Literaturfreund, zu pruͤfen, zu vergleichen, ehe er kauft, und besondere Aufmerk⸗ samkeit dem Vorwort des Herrn Prof. von Orelli und der vortrefflichen, den umfassenden Plan des Werkes ausfuͤhrlicher darlegenden Einleitung des Herausgebers zu widmen. Eigene Ansicht des Wer⸗ kes wird von der gediegenen und geschmackvollen Bearbeitung, der umfassenden Reichhaltigkeit und dem inneren unvergaͤnglichen Werthe desselben am besten uͤberzeugen, so wie, daß man ein so beleh⸗ rendes, Geist und Geschmack bildendes und vered⸗ lendes Werk zu einem wohlfeileren Preise, als da⸗ fuͤr festgestellt ist, nicht wird erwerben koͤnnen. Es wird einen wuͤrdigen Platz in der gewaͤhltesten Bi⸗ bliothek einnehmeni und sich zu Geschenken, nicht sowohl fuͤr Studirende auf Universitaͤten und Gym nasien, als auch fuͤr Freunde und Freundinnen ei ner geistvollen Lektuͤre vorzugsweise eignen.

Zu eigener Ansicht und Pruͤfung wird das Werk von allen Buchhandlungen bereitwilligst vorgelegt, namentlich von E. S. Mittler, Stechbahn Nr. 3 in Berlin, Alex. Duncker, Duͤmmler, Ens linsche, Gropiussche, Plahnsche, Stuhrsche und allen uͤbrigen Buchhandlungen.

1“ 8

Das Meister-Examen fuͤr Maurer und Zimmerleute

in den Deutschen Bundesstaaten, vorzugsweise in

Preußen und Bayern. Nebst einer vollstaͤndigen An⸗

leitung, sich dazu gehoͤrig vorzubereiten. Von dem

F. S. Bau⸗Inspektor W. G. Bleichrodt. Mit

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Die polytechn. Zeitung 1841, Nr. 15, sagt: „Da dieses vortreffliche Buch die Hauptlehren dieser Ge⸗ werbe enthaͤlt und die Forderungen, die man jetzt bei den Pruͤfungen macht, deutlich und vollstaͤndig an— giebt, so wird es als hoͤchst zeitgemaͤß Vielen erwuͤnscht seyn.“

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Taͤuschend⸗Ersonnenen, was bei jenen, mit der Schoͤnheit der Form im Bunde, die Theilnahme der mitdenkenden und mitfuͤhlenden Hoͤrer oder Le⸗

ser in Anspruch nimmt, und zwar um so eindring⸗

Joh. Kasp. von Grelli licher: je groͤßer die Fuͤlle und je mehr ausgezeichnet

die Eigenthuͤmlichkeit der Ereignisse, welche solchen Beschreibungen zum Grunde Welches Ein⸗

zelleben vermag sich aber zu vergleichen, ruͤcksichtlich des Reichthums und der Mannichfaltigkeit seines Inhalts, dem Leben der Erde, und welchen Hochgenuß darf der Leser eines, nicht an phanta⸗

59 in den Terxt eingedruckten Holzschnitten. gr. 8. 5

stische Vermuthungen, sondern an Thatsachen sich haltenden Berichtes uͤber dieses Leben sich verspre⸗ chen, wenn es ihm, wie hier, seinen wirklichen Hauptereignissen wie seinen gegenwaͤrtigen Bethaͤti⸗ gungen nach, in eben so geistreicher als wohlgefaͤl⸗ liger Form, als in andauernder Erneuerung behar⸗ rendes Erzeugniß weltalllicher Wechselthaͤtigkeit vor⸗ gefuͤhrt wird! Kastner. Grundzüge einer neuen und wissenschaftlich begründeten XAXX“ (Schädellehre). Von Dr. Karl Gustav Carus. Mit zwei lithographirten Tafeln. gr. 8. Velinpapier. 1 Thlr. oder 1 Fl. 30 Kr. Es giebt noch eine andere als die Gallsche Kra- nioskopie, und diese andere ist die allein wissenschaft- liche und physiologische. Aus dem Vorworte des Verfassers. Nosologisch-therapeutische Untersuchungen über die brandige Zerstörung durch Behinderung der Circulation des Blutes. Von D Che äIIgkor, Prosessor zu Freiburg. b. 8. Velinpapier. 15 Sgr. oder 48 Kr.

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Der homdopathische Hausfreun Ein Huͤlfsbuch

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ger-Stralse No. 24, sind erschienen: Monats-Berichte über die Verhandlun- gen der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin. Zweiter Jahrgang, Mai 1840 1841.

Redigirt von Wilhelm Mahlmann. Mit 3 lithogr. Taseln. Preis broch. 1 Thlr. 15 Sgr.

nebst einer zweifachen Abhandlung 1

Inhalt.

che Nachrichten. b Amelün und Polen. Warschau. Adelsverleihung. ö“ Frankreich. Paris. Die Entwaffnung der Marine. Oppo⸗

sition gegen die neue Coalition des Herrn Duvergier de Hauranne.

Eisenbahn nach Straßburg. Flotte nach Tunis. Ver vnn herzenien und Irlaund. London. Niedrigere Angabe uͤber

den durch den Tower-Brand angerichteten Schaden. Ueber die

Plaͤne in Betreff der Vermaͤhlung Isabellas von Spanien.

Vermischtes. Nachrichten aus Malta, China und Ostindien. Niederlande. Haag. Generalstaaten.

Belgien. Bruͤssel. Freilassung einiger Verhafteten. 8 Deutsche Bundesstaaten. Leipzig. Durchreise Sr. Majestaͤt des Koͤnigs von Preußen. Müͤnchen. Stuttgart. Zweite Kammer. Debatte uͤber die Strafprozeß⸗ Ordnung. Schreiben aus Frankfurt. (Boͤrse; Persoͤnliches.] 1 8 Schweiz. Bern. Ankunft der Wallisischen Gesandtschaft. Wie⸗ derzusammentreten der Tagsatzung. Abermalige Vertagung der Aargauer Frage. Genf. Politische Bewegungen. Unfug an der Franzoͤsisch Waadtlaͤndischen Graͤnze. Spanien. Brief aus Madrid. (Rachrichten aus den Provin⸗ zen; fortgesetzte Polemik des Eco del Comercio gegen Frank⸗

reich.) Malta. Englische Flotte im Mittellaͤndischen Meere.

Türkei. Konstantinopel. Befestigung der Hauptstadt. Preu⸗ ßische Militairs im Dienst der Pforte. Aegypten. Alerandrien. Ankunft von Said und Sami Pascha.

Traurige Nachrichten aus Jerusalem. 8 8 Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerika. Schluß⸗Verhand⸗ lungen des Mac Leodschen Prozesses. . 8 Mexiko. Parteifehden in der Hauptstadt. Besorgniß vor Theue rung. ““ . Stettin. Geburtstagsfeier Sr. Majestaͤt des Koͤnigs zu Bordeaur.

Duvergier de Hauranne uͤber die Parteien in Frankreich und die Nothwendigkeit, sie zu vereinigen.

Wissenschaft, Kunst und Literatur. Berlin. Anzeige bevor⸗

stehender Musik⸗Auffuͤhrungen.

Kronik des Tages.

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben Allergnaͤdigst geruht:

Den Staats-Prokurator Funke zu Koͤln zum Kammer⸗ Praͤsidenten in Elberfeld;

Den Intendantur⸗Rath Briesen zum Militair⸗Intendanten des 7ten lrmee⸗Corps, so wie die Intendantur⸗Assessoren Loͤwe und Messerschmidt bei den Intendanturen des 3ten und 6ten Armee⸗Corps zu Intendantur⸗Raͤthen zu ernennen; und

Dem bei dem Land⸗ und Stadtgerichte in Brakel angestellten Ober⸗Landesgerichts⸗Assessor Rintelen der Charakter als Land⸗ und Stadtgerichts⸗Rath zu verleihen. 8

Ihre Koͤnigl. Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Friedrich der Niederlande sind nach Schwerin in Mecklen⸗ burg abgereist.

Angekommen: Ihre Durchlauchten der Fuͤrst Egon und die Prinzen Karl und Maximilian zu Fuͤrstenberg, von Leipzig. 3

Abgereist: Der Geheime Legations⸗Rath, außerordentliche Gesandte und bevollmaͤchtigte Minister am Koͤnigl. Sieilianischen Hofe, von Kuͤster, nach Neapel.

Zeitungs-Nachrichter Ausland. Rußland und Polen.

Warschau, 5. Nov. Se. Majestaͤt der Kaiser hat der Wittwe und dem Sohne des am 29. November 1830 von den Aufruͤhrern in Warschau getoͤdteten Polnischen Brigade⸗Generals Blumer, aus Ruͤcksicht auf dessen vieljaͤhrige, eifrige und treue Dienste, so wie darauf, daß derselbe mit dem St. Annen⸗Orden erster Klasse dekorirt gewesen, den erblichen Adel des Koͤnigreichs Polen verliehen. 1

Die Fuͤrstin Alexandra Radziwill ist aus dem Gouvernement Wolhynien hier angekommen.

Frankreich. Paris, 4. Nov. Der Courrier frangais sagt: „Die Nach⸗ richten, welche wir aus Toulon erhalten, werden ohne Zweifel den Journalen jener Quasi⸗Opposition, die die Verminderung der Land⸗ Armee unterstuͤtzt, um die vollstaͤndige Beibehaltung unserer See⸗ Streitkraͤfte zu erlangen, die Augen oͤffnen. Die von dem Ministerium begonnene Entwaffnung ist vollstaͤndig. Waͤhrend es 12,000 Mann aus Afrika zuruͤckberuft, entlaͤßt es 6000 Matrosen, diejenigen nicht mitgerechnet, welche man von der Division, die nach Brest gegan⸗ gen ist, verabschieden wird. Noch vor Ablauf eines Monats wird der Effektiv⸗Bestand unserer See⸗Streitkraͤfte um ein Drittheil

vermindert seyn; und dies ist der Augenblick, den England waͤhlt, um die Stationen im Tajo und bei Gibraltar zu verstaͤrken. Es

heißt, Lord Aberdeen richte sehr freundliche Noten an Herrn Gui—

zot. Diese diplomatische Anstrengung wird ihm nicht schwer wer⸗

den. Halb durch Einschuͤchterung und halb durch Schmeichelei wird

England immer, wenn es mit Ministern von dem Schlage des

Herrn Guizot zu thun hat, zu seinem Ziele gelangen.“

Allgemeine

Der gestern erwaͤhnte Artikel des Herrn Duvergier de Hau— ranne (vergl. auch das heutige Blatt, unten) wird von dem Commerce als das parlamentarische Programm des Herrn Thiers bezeichnet, welcher Alles aufbiete, um sich mittelst einer neuen Coalition wieder ans Ruder zu bringen. Das genannte Blatt raͤumt zwar ein, daß in allen Parteien das Beduͤrf⸗ niß einer Annaͤherung, einer Transaction gefuͤhlt werde, aber Herr Thiers duͤrfe sich nicht schmeicheln, dieses Gefuͤhl zu seinem Vor⸗ theile ausbeuten zu koͤnnen. Man habe den Glauben an seine politische Rechtlichkeit gaͤnzlich verloren, und wenn er sich in der oͤffentlichen Meinung einigermaßen rehabilitiren wolle, so muͤsse er sich beiseite halten und dahin wirken, datz ein aufrichtig nationales Ministerium ans Ruder gelange. Wolle man uͤberhaupt eine Transaction zustandebringen, die auf irgend einer dauerhaften Grundlage beruhe, so muͤßten die abgenutzten politi— schen Notabilitaͤten zuruͤcktreten und neuen Maͤnnern Platz ma⸗ chen, die noch nicht das Vertrauen aller Parteien verloren und noch nicht alle Parteien betrogen haͤtten. Man muͤsse heraustre— ten aus dem Kreislauf, in dem sich seit 11 Jahren die Regierung bewege; nur so sey eine Versoͤhnung zwischen den Parteien, die sich so viel vorzuwerfen und so viel zu vergeben haͤtten, moͤglich. Um eine neue und kompakte Majoritaͤt zu erlangen, sey es uͤbri⸗ gens vor allen Dingen nothwendig, die jetzige Kammer außzuloͤsen.

Die herannahenden Kammersitzungen beschaͤftigen in die— sem Augenblicke unsere Provinzen nicht minder, wie ganz Frankreich. Die legislative Gewalt hat im juͤngsten Jahre viel fuͤr die Rheinischen Departements gethan und in der Bewilligung der Fonds fuͤr die Eisenbahn und des mit dem Koͤnige der Nie⸗ derlande abgeschlossenen Handelstraktats dem Elsasse hinlaͤnglich gezeigt, daß man dessen Emporbluͤhen wuͤnscht. Allein alles das wuͤrde außerordentlich an Bedeutung verlieren, wenn man die schon seit Jahren projektirte direkte Eisenbahn-Verbindung von Straßburg nach Paris nicht in Ausfuͤhrung braͤchte. Der ganze Handel wuͤrde sich nach dem schon ohnehin so bedeutenden Muͤhl⸗ hausen ziehen, weil diese Industriestadt durch den Schienenweg nach Dijon in gerade Communication mit der Hauptstadt koͤmmt. Die staͤdtische Behoͤrde in Straͤßburg hat das reiflich erwogen und den Beschluß gefaßt, eine Million Francs, als Unterstuͤtzung fuͤr die direkte Verbindung, zu genehmigen.

Das Geschwader, welches unter den Befehlen des Capitains Le Ray vor Tunis slationirte und aus den Linienschiffen „Nep— tune“, „Hercule“, „Trident“, „Diadème“, und der Fregatte „An⸗ dromeède“ besteht, ist am 25sten v. M. von Tunis in Toulon ein⸗ getroffen.

Die halb ofsiziellen Blaͤtter haben bis jetzt noch nicht eine Sylbe auf den Artikel des Courrier frangais geantwortet, worin er von dem durch den Unter⸗Praͤfekten von Bayonne fuͤr Musäagorri visirten Passe spricht. Die Presse laͤßt sich heute auf diesen Gegenstand ein, aber nur, um das Ministerium aufzu— fordern, jeden Beamten abzusetzen, der sich, wenn er in den oͤffent— lichen Blaͤttern angegriffen wuͤrde, selbst vertheidige und diese Ver⸗ theidigung nicht dem verantwortlichen Minister uͤberließe. Es heißt uͤbrigens, daß der Unter⸗Praͤfekt von Bayonne, Herr Leroy, durch den Telegraphen nach Paris beordert worden sey, um uͤber sein Benehmen Rechenschaft abzulegen. wieder auf seinen Posten zuruͤckkehren werde, und daß sein Nach— folger schon ernannt sey.

Der Moniteur parisien enthaͤlt Folgendes: „Die gestern Abend von Bayonne eingegangenen Nachrichten melden, daß fort— waͤhrend Fluͤchtlinge nach Frankreich uͤbertreten. Unter den zu— letzt Eingetroffenen besinden sich die Generale Pastor und Gorez. An der Graͤnze sind Streitkraͤfte konzentrirt, um die Auswande— rungen zu verhindern. Mit der Demolirung der Citadelle von Barcelona ist inne gehalten worden, aber man glaubt, daß das Zerstoͤrungswerk wieder aufgenommen werden wird.“

Der Regent von Spanien hat dem Herrn Olozaga, Spani— schen Gesandten in Paris, das Großkreuz des Isabellen⸗Ordens uͤbersandt.

Der Doktor Bowring ist gestern von London hier eingetrof⸗ fen. Er ist, heißt es, von dem neuen Englischen Ministerium be⸗ auftragt, die schon so oft begonnenen und abgebrochenen kommer⸗ ziellen Unterhandlungen zwischen Frankreich und England wieder aufzunehmen.

Boͤrse vom 4. November. Die hoͤhere Londoner Noti⸗ rung veranlaßte bereits vor Eroͤffnung der Boͤrse einige Kaͤufe in den Franzoͤsischen Renten. An der Boͤrse dauerte die Kauflust zu steigenden Preisen fort. Es waren zwar wieder Geruͤchte von einigen Aenderungen im Ministerium verbreitet; sie blieben indeß ganz ohne Einfluß auf die Course. Man wollte ferner wissen, eine Ordonnanz fuͤr die Zusammenberufung der Kammern auf den 23ͤten werde an einem der naͤchsten Tage im Moniteur erscheinen. Es heißt, die Uebernehmer des neuen Zproc. Anlehens haͤtten bis jetzt erst sehr wenig von ihren Fonds emittirt, um den Preis zu halten.

Großbritanien und Irland.

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London, 3. Nov. Die Zeitungen enthalten zwar heute fruͤh noch eine Menge Details uͤber den Brand im Tower, jedoch ohne etwas von besonderem Interesse zu bringen. Die meisten Spritzen verließen gestern Abend die Brandstaͤtte, und heute wird man vermuthlich mit dem Wegschaffen und Durchsuchen des Schutts und der Truͤmmer beginnen. Dem Sun zufolge, haͤt— ten sich nur 100,000 Flinten in dem abgebrannten Gebaͤude be⸗ funden, und der Schaden wuͤrde sich, die Kosten des Wiederauf⸗ baues der Ruͤstkammer mit eingerechnet, wohl auf nicht mehr als 400,000 Pfd. St. belaufen.

Es ist schon erwaͤhnt worden, daß die ministerielle Morning Post sich sehr zu Gunsten einer Vermaͤhlung der jungen Isa— bella von Spanien mit einem Prinzen aus dem Hause Koburg ausspricht. Sie setzt jetzt ihre Ansichten hieruͤber, mit Beziehung auf den Heirathsplan, der in Franzoͤsischen ministeriellen Blaͤttern im Interesse Frankreichs aufgestellt worden, in Folgendem näͤher aus einander:

Man glaubt, daß er nicht V

‚Als Ludwig XIV. in scheinbarem Siegesjubel ausrief: „„Es

giebt keine Pyrenaͤen mehr!““ da fuͤhlte er gleichwohl in seines Herzens Grunde, daß der Spanische Erbfolgekrieg mit dessen Folgen seiner Macht den Todesstoß veesetzt hatte, und derselbe Mo⸗ narch, der einst im Palast von Versailles seinen Hofleuten einen Her⸗ zog von Anjou als Koͤnig von Spanien vorgestellt hatte, sagte auf seinem Todbette in dem elben Schloß zu dem Knaben, der weinend auf den Knicen lag, einem anderen Herzog von Anjou: „„Mein Sohn, pflege vor Allem die Kuͤnste des Friedens. Ich habe mich nur zu viel mit Krieg befaßt, und tief bexeue ich es jetzt.“ Dieses Beispiel seines großen Ahnheern ist, wie wir zu glauben Grund ha⸗ ben, an Ludwig Philipp nicht verlocen gegangen, und er selbst, wenn auch vielleicht seine thoͤrichten Schmeichler, hat nie daran gedacht, den jungen Herzog von Aumale der Spanischen Nation aufzudrin⸗ gen, eine Handlung, die ihm Kriegserklaͤrungen der Europaischen Großmaͤchte zuziehen muͤßte, welche uͤber eine solche Zerstoͤrung des Gleichgewichts der Macht mit Recht beunruhigt seyn wuͤrden. Was nach unserer Ansicht Ludwig Philipp's Politik ist, laͤßt sich in wenigen Worten sagen. Es giebt vier verschiedene Wege, die Regie⸗ rung Spaniens einzurichten: 1) eine sogenannte Republik mit einem Diktator; 2) eine Heirath zwischen der jungen Koͤnigin und dem aͤl⸗ testen Sohne des Don Carlos; 3) eine Verbindung zwischen einem Sohne des Infanten Don Francisco de Paula und seiner Koͤniglichen Muhme: 4) eine Heirath zwischen Isabella und einem Prinzen des Hauses Koburg. Die erste Anordnung koͤnnte natuͤrlich Ludwig Phi⸗ lipp als naͤchster Nachbar noch weniger, als irgend ein anderer Euro⸗ paͤischer Monarch gutheißen; daß Spanien auf seiner jetzigen Bahn bis zur republikanischen Regierungs⸗Form vorgehen werde, ist sehr moͤglich, aber eben so gewiß wird eine Republik in Spanien von keinem Bestande seyn; uͤbrigens laͤßt die Franzoͤsische Regierung in diesem Augenblicke große Truppenmassen marschiren, um als Ge⸗ sundheirs⸗Kordon gegen die Ansteckung der republikanischen Gaͤh⸗ rung in Spanien zu dienen. Die Heirath mit dem Sohne des Don Carlos wird Ludwig Philipp nicht aufmuntern, denn der Prinz von Asturien wuͤrde seines Vaters sehr natuͤrliche Feindschaft gegen Frankreich oder dessen jetzige Dynastie erben. Eben so wuͤrde gegen die Verbindung mit einem Sohne Don Francisco's, wiewohl in den Augen des klugen Monarchen schon ein viel besseres Auskunftsmittel, doch Manches einzuwenden seyn; denn der Einfluß des Vaters und der Mutter wuͤrde den Vortheil, der uͤbrigens aus der Erhaltung des Spanischen Thrones in der Spanischen Bourbonenlinie ent⸗ spraͤnge, sehr vermindern. Andererseits bietet die Vermaͤhlung mit einem Koburg jeden Vortheil einer Bourbonischen Verbindung dar und sichert zugleich die herzliche Mitwirkung Englands, besonders von Seiten unserer Koͤnigin, die eine solche Anordnung lebhaft wuͤnschen soll. Da eine Tochter Ludwig Philipp's einen mit unserer eigenen Monarchin so nahe verwandten Koͤnig aus dem Koburgischen Hause und ihr Bruder eine liebenswuͤrdige Prinzessin desselben Stammes geheirathet hat, so wuͤrde die fragliche Verbindung in der That eine durch ihre herzenverknuͤpfende Politik sich empfehlende, willkommene Familien⸗Heirath seyn. Dies betrachten wir als die wirklichen An⸗ sichten des weisen Koͤnigs der Franzosen, und in dieser Ueberzeugung unterstuͤtzen wie ihn mit demselben Eifer, womit wir uns ihm wider⸗ setzen wuͤrden, wenn wir glauben koͤnnten, er handle unter den selbst⸗ suͤchtigeren Eingebungen eines engherzigen Ehrgeizes.“

Ein Artikel im Morning Herald greift das Monopol⸗ System der Britischen Kolonial⸗Politik scharf an. Der Artikel schlaͤgt vor, namentlich die Produkte der Britisch⸗Nord⸗Amerika⸗ nischen Besitzungen in das vereinigte Koͤnigreich gaͤnzlich frei ein—⸗ fuͤhren zu lassen und die große Straße des Atlantischen Meeres eben so frei zu geben, wie den Weg von Liverpool nach London. Er schlaͤgt ferner vor, Kanada zu einem integrirenden Theil des Reiches zu machen und ihm Repraͤsentation im Parlamente zu gewaͤhren, dafuͤr aber ihm auch seinen Theil an der oͤffentlichen Staatslast aufzubuͤrden. Diese Vorschlaͤge werden vom Courier heftig bekaͤmpft. Erstlich, sagt dieses Blatt, wuͤrden die Kanadier sich schwerlich eine solche Last aufbuͤrden lassen, und dann sehe man nicht ein, warum Kanada groͤßere Vorzuͤge besitzen solle, als Englands uͤbrige Besitzungen, selbst Ostindien nicht ausgenom⸗ men. Nach der Basis der Volkszahl wuͤrde man dann im Par⸗ lamente 2300 Mitglieder haben. Zum Schluß wird bemerklich gemacht, daß ein aͤhnlicher Plan in Spanien die Losreißung der Kolonieen nur beschleunigt habe.

Waͤhrend der vorletzten Woche war die Silber⸗Ausfuhr nach dem Festlande sehr bedeutend, indem 600,000 Unzen nach Calais, etwa 200,000) nach Hamburg und 137,000 nach Rotterdam ab⸗ gingen, waͤhrend die Ausfuhr nach den Kolonieen ungefaͤhr 23,000 Unzen betrug.

Ueber Malta sind neue Nachrichten aus China und Ost⸗ indien eingegangen. Am 28. Oktober waren mit demselben Dampfschiffe, welches diese Nachrichten nach Malta brachte, Sir G. Bremer und Capitain Elliot daselbst angekommen. Sie woll⸗ ten sogleich nach England weiter reisen. Der Hafen von Malta war wieder voller Schiffe, unter denen sich nicht weniger als acht Linienschiffe befanden. Die nach Tunis gesandten Kriegsschiffe waren saͤmmtlich zuruͤckgekehrt, so daß die Verwickelungen dort we⸗ nigstens einstweilen erledigt zu seyn scheinen. Schon seit laͤngerer Zeit war von Seeraͤubern die Rede, die sich im Mittellaͤndischen Meere wieder gezeigt haben sollten. Jetzt ist auch ein Malteser Kauffahrteischiff auf der Hoͤhe von Kandia durch einen Griechischen Piraten verfolgt und beschossen worden, jedoch gluͤcklich entkommen. Aus China reichen die Nachrichten bis zum 21. August, aus Bombay bis zum 1. Oktober. Am 9. August kam Admiral Sir W. Parker und der zum alleinigen, selbst von dem Ostindischen General⸗Gouverneur unabhaͤngigen Bevollmaͤchtigten ernannte Sir H. Pottinger in Macao an, wor⸗ auf sogleich Capitain Elliot und der bisherige Befehlshaber der Flotte, Sir G. Bremer, ihre Stellen niederlegten und nach Ost⸗ indien zuruͤckkehrten. Sir H. Pottinger zeigte darauf den Chine⸗ sischen Behoͤrden in Canton an, daß er zum Bevollmaͤchtigten in Peking ernannt sey, uͤbergab ihnen ein Notifications⸗ Schreiben fuͤr den Kaiser und segelte mit der Flotte nordwaͤrts, zunaͤchst um Emoy anzugreifen und, wie man glaubte, auch Tschusan 8 zu besetzen. In Ostindien war nichts von Bedeutung vorgefa en. Die von der Stadt Canton bezahlte Contribution war dort 8 ßentheils angekommen und nach England abgesandt ““ nicht Grund, weshalb der Commodore Sir Gordon Bromer, dergelegt, wie Capitain Elliot, abberufen ist, sein Kommando niedergetegr,

1e. een esselbe efuͤhrt. Bei der Ankunft wird der kraͤnkliche Zustand desselben angefuͤhrt.