lehrten⸗Kongresses in Flo⸗
renz über das Pönitentiar⸗System.
auf dem hiesigen Kongreß der GelehrtenSystem. Da der Kongreß wurden, gehorte auch das Pönitzersammlung der Naturforscher nach seiner Aufgabe nur 8 htung der Verhaͤltnisse, auch nur seyn sollte, so forderte “ welcher das Gefaͤngnißwesen e ₰ ee im Zusammenhange steht. Es ist mit medizinischen Forschungen Streitfrage uͤber Einfuͤhrung des bekannt, daß bei der großen S re A““ Isoli⸗ Sns und üͤber den Vorzug der 5m Ilder⸗ Poͤnitentiar⸗S Nacht von dem System, das in Auburn oder rung Tag v ist, die Erfahrungen wichtig werden, welche in Genf eingefuͤhrt ist, er Isolirung, auf die Zahl der in Bezug auf den Einfluß der Iso in “ 8 erb⸗ Geistes⸗Krankheiten der Gefangenen und die groͤßere A-8 2 lichkeit als Folge der absoluten Isolirung angefuͤhrt weiß, wie uͤber die Richtigkeit und den Werth der in dieser Ruͤ 3 sicht angefuͤhrten Beobachtungen gestritten wird. Erfahrne Aerzte hatten sich in Europa noch wenig uͤber den Gegenstand ausge⸗ sprochen. Hier schien es nun drei Maͤnnern, die in Florenz an⸗ wesend waren, wichtig, die Versammlung zu benuͤtzen, üih in der medizinischen Abtheilung eine Diskussion aͤber den Gegenstand herbeizufuͤhren. Es vereinigten sich Graf v. Petitti di Rovetto, Staatsrath in Turin, der zuerst in Italien das Pönitentiar⸗ System vertheidigte und in hochgeachteten Schriften richtige Grundsaͤtze aufstellte; ferner Herr Chevalier Ronchivecchi in Flo⸗ renz, ein gruͤndlich gebildeter Praktiker, der durch seine Thaͤtigkeit bei den Arbeiten in den Maremmeu seine Tuͤchtigkeit bewaͤhrte und von dem Großherzog von Toscana nach Deutschland, Frank⸗ reich, England geschickt war, um die Gefaͤngniß⸗Einrichtungen zu studiren, und Geheimrath Mittermaier aus Heidelberg zur Ein⸗ reichung einer Schrift, in welcher dem Kongreß der Stand der Streitfrage klar entwickelt
und gewisse Fragen vorgelegt wer⸗ den sollten. Diese Schrift wurde unter dem Titel: Questioni igieniche concernenti ai nuovi sistemt penitenztart indirizzate alla sezione di medicina del terzo congresso staliano dei Signori Mittermaier, Ronchivechi e Petitti. Firence 1844; am 22. Sep⸗ tember gedruckt uͤberreicht. Es wurden darin 9 Fragen vorgelegt, unter anderen Fragen: 1) Kann die bestaͤndige Beraubung der frischen Luft im Freien, wie dies nach dem System der absoluten Isolirung eintritt, nicht leicht in der Laͤnge in den eingeschlossenen Individuen unheilbare organische Verletzungen hervorbringen, welche die Zahl der Sterbefaͤlle unter den Gefangenen vermeh⸗ ren? 2) Kann der Mangel an Bewegung, wenn auch einige beschraͤnkte Spaziergaͤnge zugegeben werden, nicht aͤhnliche Wir⸗ kungen bei den Gefangenen hervorbringen? 3) Bringt die lange dauernde absolute Isolirung nicht einen Hang zum Laster der Selbsibefleckung hervor? 4) Erzeugt dieser Umstand, auch abge⸗ sehen von der daraus entstehenden physischen Zerruͤttung, nicht leicht eine merkliche Vermehrung der Geistes⸗Krankheiten, vorzuͤg⸗
Verhandlungen des Ge⸗
1438
der Berathung nahmen außer dem Grafen Petitti die Herren Buffalini, Professor der Klinik in Florenz, Speranza, Arzt in Parma, der Graf Scopoli von Verona, Professor Orioli von Corfu, Dr. Gosse, Arzt in Genf, Bonacossa, Arzt der Irren⸗ Anstalt in Turin, Professor Botta von Genua, Professor Steen von Padua, Professor Betti zu Florenz u. A. Theil. Die Ver⸗ handlungen waren belehrend. Merkwuͤrdig ist, daß keine Stimme sich fuͤr das System absoluter Isolirung erhob, und daß alle Red⸗ ner anerkannten, daß dies System die Zahl der Geisteskrankhei⸗ ten und der Sterbefäͤlle unter Gefangenen vermehren wuͤrde. Man vereinigte sich, um den wichtigen Gegenstand noch erschoͤpfen⸗ der zu behandeln, eine Kommission zu ernennen, die auf dem naͤchsten, 1842 in Padua zu haltenden Kongreß uͤber die bezeich⸗ neten Fragen einen umstaͤndlichen Bericht erstatten sollte. Es ist zu hoffen, daß man in Deutschland gegen diese Verhandlungen Italiens uͤber das Ponitentiarsystem nicht gleichguͤltig seyn werde. Es ist zu beklagen, daß die Regierungen, um das Gefaͤngnißwe⸗ sen zu studiren, nur nach Nord⸗Amerika, England, Frankreich Kommissarien senden, ohne zu erwaͤgen, daß in Italien, dem Lande, welches so reich an Wohlthaͤtigkeits⸗Anstalten und ausgezeichneten Maͤnnern ist, vielfache Belehrung auch fuͤr Gefaͤngnißkunde ge⸗ schoͤpft werden koͤnnte. G
Meteorologische Beobachtungen.
Nach einmaliger Beobachtung.
Abends
Nachmittags 1 10 Uhr.
2 Uhr
Morgens
6 Uhr.
1841. 18. Nov.
Quellwärme 8,20 R.
Flasswärme 2,69⁰ .
Bodenwärme 3,50 H.
Ausdünstung 0,029, Rh.
Niedersechlag 0,055 Rh.
Wind Wärmewechsel + 2,1⁰⁰, — 0,9.
Wolkenzug... — Tagesmittel: 332,25 Par. + 0,39 HR. — 1,90 n.. 85 pCt. 080.
Luftdruck. 33 1,01“9 Par. 332,09 G Par. 330,66 Par.
Luftwärme .. 0,90 K. + 1/,8 R. — 0,1° R.
Thaupunkt ... b — 3,0 R. 2,50° R. hhees 0,3⁰ R. Duustsättigung 83 pct. 75 pct. 98 pet. trübe. bezogen. Schnee.
080. 080.
0890. eg
116.“
Den 19. NNovember 1841.
Passive 4 ½. Ausg. Sch. 10 ½. 2 ½ ½ Holl. 51 5. 5 ½ Port. 292. 8½ 18. Engl. Russ. I12 ⁄3. Bras. 57 ½⁄. Columb. 19 ½. Mex. 25. Peru 13 ½. Chil 70.
— —
Königliche Schauspiele.
Sonnabend, 20. Nov. Im Schauspielhause: lotti, Trauerspiel in 5 Abth., von Lessing. Sponntag, 21. Nov. Im Opernhause: Iphigenia in Tau⸗ ris, Oper in 5 Akten. Musik von Gluck. (Frau von Faßmann wird als Iphigenia wieder auftreten.) Im Schauspielhause: Treue Liebe, Schauspiel in 5 Abth., von Eduard Devrient. Montag, 22. Nov. spiel in 5 Abth., von Goͤthe. Musik von L. Königstädtisches Theater.
Sonnabend, 20. Nov. (Italienische Opern⸗Vorstellung.) Lucia di Lammermoor. Opera in 3 Atti. Poesia del Sigr. Salva- tore Cammarano. Musica del Maestro Gaetano Donizetti. (Zu dieser Vorstellung werden die mit Mittwoch bezeichneten Billets ausgegeben.)
Emilia Ga⸗
Im Schauspielhause: Egmont, Trauer⸗ von Beethoven.
090 9)
vember, gegeben werden. Die dazu bereits verkauften mit Sonn⸗ abend bezeichneten Billets bleiben zum Montag guͤltig.
Sonntag, 21. Nov. Lenore. Melodrama in 3 Abthl., mit Gesang, von K. v. Holtei. Musik von Eberwein.
Montag, 22. Nov. erstenmale: Ltaliana in Ageri. Opera in 2 Atti. Maestro Rossini. (Signora Carmela Marziali, vom Theater zu Venedig: Isabella; Signor Francesco Ciaffei, vom
nischen Opern⸗Gesellschaft, als Debuͤts.)
Billets guͤltig.) 8 Dienstag, 23. Nov. Zum erstenmale: Die Wette, oder:
ten, von C. Elmar. Musik von F. von Suppe.
—
Pr. Cour.
Rrief.†%CGeld.
1 3 Pr. Cour. ctien. 8 Brief.
* I Fonds. V 8 Geld.
Brl. Pots. Eisenb. do. do. Prior. Act. 42 Mgd. Lpz. Eisenb. — do. do. Prior. Act. Brl. Anh. Eisenb. do. do. Prior. Act. Düss Elb. Eisenb.
do. do. Prior. Act.
103²
1049 101 ½¼
102 102 ½ 109
St. Schuld-Sch. 4 Pr. Engl. Obl. 30. 4 Präm. Sch. der Seehandlung. — 80 2 Kurm. Schuldv. 3 ½ 102 2 Berl. Stadt-Obl. 4 1022 103 ½ 383 —
80 „¼
Elbinger do.
Danz. do. in Th.
lich in Zusammenhang mit der durch lange absolute Isolirung bewirkten Aufregung des Gemuͤths? 5) Sind die auf diese Art entstehenden Geisteskrankheiten leicht heilbax? 6) Wird die ab⸗ solute Isolirung nicht leichter bei Voͤlkern suͤdlicher Laͤnder, deren Gemuͤth leidenschaftlicher und deren geistige und physische Be⸗ schaffenheit von der der Bewohner der Nord⸗Amerikanischen Staaten verschieden ist, und geistigen Krankheiten erzeugen? Amerikanische System vorgeschriebene, n 8 rungsweise genuͤgen, den bezeichneten Uebeln. vorzubeugen; 8 die Entziehung aller geistigen Getraͤnke bei Völkern, die; an Wein gewoͤhnt sind, nicht eine große Vermehrung der Schwaͤche zur Folge, die nachtheilig wirken kann? 8) Welches ist die ge⸗ ringste Zeit, fuͤr welche die absolute Isolirung auf eine unschaͤd⸗ liche Weise angewendet werden kann? Nimmt man eine solche Zeit an, wird diese Isolirung schaͤdlich werden, wenn sie aue 9) Wird nicht, durch ermuͤdende Zelle ein genuͤgendes - werden koͤnnen? — Die diese Fragen faneg.
Vorsitz des Professors Buffalini in Gegenwart Sr. Koͤnigl. Hoheit de erzogt 8 1 und seiner Minister, so wie mehr als 400 Mitglieder statt. Ar
—ꝑ — —
eine groͤßere Hinneigung zu koͤrperlichen 7) Wird die durch das ninder aufregende Nah—
Hat
nicht durch die Angewoͤhnung un— h fuͤr laͤngere Zeit angewendet wird? Arbeit des Gefangenen in der Surrogat fuͤr den Spaziergang in dem Hofraum eingefuͤhrt nnen Diskussion uͤber ’ in der medizinischen Abtheilung unter dem a. Buffalini am 25., 27. und 28. September s Großherzogs von Toscana
Bbein. Bisenb.
do. do. Prior. Aet-
102 ¼ — 105 ½ 105 102 ⅔ 101 101 101] 101 100 ½1
Disconto
Westp. P'fandbr. 3 ½ Grossb. Pos. do. 1 Ostpr. DP'fandbr. 3 ½ Pomm. do. 3 ½
31 Kur- u. Neum. do. 3½
Gold al marco Friedrichsd'or Andere Goldmün-
Schlesische do. 3½ 1öö“
Auswärtige Börsen.
Niederl. wirkl. Schuld 51 Je.
Amsterdam, 15. 0kt. Ausg. —. Ziusl.
Kanz. Bill. 25 9½. 5 9 Span. 20 6. 8 Präm. Sch. —. Pol. —. Oesterr. 105 ⅞. Antwerpen, 14. Nov. Zinsl. —. Neue Anl. 20 .
Frankfurt a. M., 16. Nov. Oesterr. 5 % Met. 107 ½. 107. 2 ½% 55 ¼ G. 1 ½⅛ 24 ⅛ Br. Bank-Act. 1897. 1895. Partial-Obl. —. zu 500 Fl. 138 ¼. 138. Loose zu 100 Fl. —. do. 4 ½ Anl. 102 ¼ Br. Poln. Loose 74 ⅞ 6. 5 ½ Span. Aul. 228 22 ¼. Holl. 50 ℳ%. 50. Eisenbahn-Actien. St. München -Augsburg Köln-Aachen 97 2 GC. 17. Nov. Bank-Actien 1605 G. Rugl. Russ. 108 ⅛. Nov. Cons. 3 G 89 ½. Belg. 100 ¼.
Passive —.
21
Germain —. Versailles rechtes
UInkes —. —. Strassburg-Basel —.
Dresden 101 2 G. Hamburg, 1 London, 12.
0 11. 4 99 1„ Loose Preuss. Prüm. Sch. 80 ¼ G.
9019 16
Uf
Leipzig-
Marktpreise vom Getraide.
1 Berlin, den 18. November 1841.
Zu Lande: Weizen 3 Rthlr. 15 Sgr., auch 2 Rthlr. 25 Sgr.; Roggen 1 Rthlr. 28 Sgr. 9 Pf., auch 1 Rthlr. 20 Sgr.; große Geeste 1 Rthlr. 3 Sgr. 9 Pf., auch 29 Sgr. 5 Pf.; kleine Gerste 1 Rthlr. 5 Sgr., auch 26 Sgr. 3 Pf.; Hafer 27 Sgr. 0 Pf., auch 22 Sgr. 6 Pf.; Erbsen 2 N Linsen 2 Rthlr. 27 Sgr. 6 Pf., auch 118 Wispel. 9 .
Zu Wasser: Weizen (weißer) 3 Rthlr. 15 Sgr., auch 3 Rthlr. 11 Sagr. 3 Pf., auch 3 Rthlr. 8 Sgr. 9 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 26 Sgr. 3 Pf., auch 1 Rthlr. 22 Sgr. 6 Pf.; große Gerste 1 Rthlr. 2 Sar. 6 Pf.; kleine Gerste 1 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf.; Hafer 23 Sgr. 9 Pf.⸗ guch 22 Sgr. 6 Pf. Eingegangen sind 698 Wispel 18 Scheffel.
Mittwoch, den 17. November 1841. Das Schock Stroh 9 Rthlr. 10 Sgr., auch 8 Rthlr Der Centner Heu 1 Rthlr. 5 Sgr., auch 21 Sgr. 3 Pf. Kareöosfel P (i
Der Scheffel Kartoffeln 15 Sgr., auch 8 Sgr. 9 Pf.
Branntwein⸗Preise. Die Preise von Kartoffel⸗Spiritus in der Zeit vom 11. bis incl. 18. Rovember d. J. waren: 15 — 14½ Rthlr. pro 200 Quart à 54 Ct. oder: 10,800 pCt. nach Tralles. Korn Spiritus ohne Umsatz. Berlin, am 18. November 1841. Die Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin.
2 Rthlr. Eingegangen sind
10 Sgr.
Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.
Neue Anl. 21 t.
—— —
Bekanntmachungen. einer Seitenba
1“
Mit Beziehung auf die den Stralsundischen Zei⸗ tungen in extenso inserirten Ladungen vom heutigen Tage werden auf den Antrag des Doctor juris Her mann Richter zu Stralsund alle dicienigen, welche an das ihm eigenthuͤmlich gehoͤrende, im Jahre 1839. von den von Normann ⸗Jarnitzer Erben zunäͤchst an den von Corswant auf Pentin und Darseband, dann Kapitgl 8 aber in eben diesem Jahre an ihn uͤberlassene, im Koͤniglichen 2 Trenter Kirchspiel auf Ruͤgen belegene Allodialgut bei den Herr Reuendorff nebst Pertinenz Zessin und an die dortigen werden. Saaten und Ackerarbeiten Forderungen und Anspruͤche Breslau, haben, zu deren Anmeldung und Beglaubigung in Comité d einem der folgenden Termine den 2. und 31. Dezbr. d. J., oder am 11. Ja⸗ Morgens 10 Uhr, vor dem Kdnigl. Hofgerichte, bei Eichborn. Vermeidung der am 31. Januar k. J. zu erken⸗C. nenden Praͤklusion, hiermit aufgefordert. rungsrath.
Datum Greifswald, den 30. Oktober 1841. C. Ruthar Kͤnigl. Preuß. Hofgericht von Pommern u. Ruͤgen.. (L. S Dr. Odebrecht.
propriation, a
Bau der Eise
.
Bekanntmachung.
Mit Bezug auf die Bekanntmachung des eichneten Kuratorii vom 18. Oktober c. wird hier⸗ durch in Erinnerung gebracht, daß die General⸗Ver ammlung der Interessenten der Preuß. Renten⸗Ver sicherungs Anstalt am Montag den 22sten d. M., Norgens 11 Uhr, im Englischen Hause, Mohren⸗ straße Nr. 49, stattfinden wird.
Berlin, den 19. November 1841. 3
hier, so sche dem sein J
dabei zu bestimmen geruht haben, „daß die nen Bestimmungen des Eisenhahn⸗Gesetzes vom 3. November 183
sollen“, werde
Dies zur oͤffentlichen Kenntniß bringend, bemerken wir, daß fortwaͤhrend noch Zeichnungen von Actien⸗ Kapitalien à 200 Thlr. und zwar in Berlin bei vem des Verfassers die erste starke Auflage, und schon ist
den 9. November 1841.
Graf Hochberg, Vorsitzender. Graf Burghauß auf Laasan.
G. Kopisch.
Hiermit fordern wir unseren Bruder Friedrich Ju lius Ferdinand Zube, der im Monat Juni vorigen. unter⸗ Jahres von hier nach Frankreich abgegangen ist, oder diejenigen, die Auskunft uͤber dessen uns jetzt unbe kannten Aufenthaltsort ertheilen koͤnnen, pflichtschul⸗ dig auf, sich an unseren Anwalt in der Rudenschen Erbschafts⸗Angelegenheit, Herrn Justizrath Rafalski
Bromberg, Novbr. 1841.
Anzeiger für
hn nach Schweidnitz“ zu ertheilen und O die allgemei⸗
v“ “ und z8, besonders diejenigen uͤber die Er⸗ 1AA“ uf dies Unternehmen Anwendung finden n wir zum Fruͤhjahre k. J. mit dem nbahn selbst beginnen koͤnnen.
Von
lgenten Herrn A. Bloch und hierselbst eine zweite noͤthi eh Ruffer & Co. entgegengenommen eint seeite noͤthig geworde
gegenwaͤrtigen Zustande
er Breslau⸗Schweidnitz⸗Freiburger Eisenbahn Gesellschaft. 1
Becker, Stadt⸗ L. Moritz v. Koenen, Ober⸗Regierungsrath. Baron v. Reibnitz, Regie (G. H. Ruffer, Kommerzienrath.
dt. L. Salice, Stadtrath. Scholtz, Stadtrath.
abzufordern.
lungen zu bezie Buch den Nr. 12: Ur. nell als moͤglich schriftlich zu wenden, in nteresse durch Verzogerung leiden koͤnnte.
29 8.N1238 ’e Die Geschwister Zube. f
Anstalt. v. Reimann.
Se. Majestaͤt der Koͤnig mittelst Aller⸗ Be hoͤchster Kabinets⸗Ordre vom 9. Oktober d. J. „die erschienen Konzession zu dem eingeleiteten Unternehmen einer naͤchst in Eisenbahn⸗Anlage von 2 nach Freiburg und Nr. 2,
Literarische Anzeigen.
Bei Chr. E. Kollmann in Leipzig ist so eben
Potsdam, Hohenwegstr. Nr. 4
in aͤußerst eleganter Englischen Stahlstichen.
und in allen guten Buchhandlungen, zu der Stuhrschen, Berlin, Schloßplatz zu haben:
die Preußtis
g. I1I1 aus zuverlaͤssigen Quellen.
E
Zweite nach den neuesten Verhaͤltnissen berichtigte Auflage 1 ¼ Thlr.
Vor kaum 10 Monaten erschien im Selbstverlage
auch fuͤr Jeden, der sich ein treues Bild von dem des Preußischen Staats ver⸗ schaffen will, besonders fuͤr das Handel und Ge werbe treibende Publikum, so wie auch zum Nach⸗ Hermann 2 schlagen und Vergleichen fuͤr jeden Beamten, na⸗ 1 T mentlich fuͤr die landaͤthlichen Behoͤrden, Magistraͤte, Zoll⸗ und Steueraͤmter, nicht minder fuͤr alle Sta⸗ von Polterabend⸗ tistiker außerhalb Preußen, als ein belehrendes und erschienenen Sammlungen den Vor willkommenes Huͤlfsbuch zu betrachten. Der Prospekt desselben, nebst vollstaͤndigem In⸗letzen wird. halts⸗Verzeichniß ist in allen Buchhandlungen gratis
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1
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unstblatt apart „Lu⸗
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(Italienische Opern⸗Vorstellung.) Zum Musica del
838 jaffei, vom Theater la Scala zu Mailand: Lindoro; Signora Giuseppina Sori, vom Theater zu Venedig: Elvira, neu engagirte Mitglieder der Italie⸗
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Bei H. M. Fritsch in Stolp ist erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben, in Berlin be
uͤbergiebt hiermit eine Sammlung Gedichten, die vor den meisten der . 1 zug hat, daß keit Gedicht das Zartgefuͤhl der sittsamen Jungfrau ver
Maurerische Lieder fuüͤr Br. Freimaurer. 15 Sgr.
In der Nauckschen Buchhandlung, Hausvoigtei-
und Darstel
Inhalt.
Amtliche Nachrichten. x ““
Paris. Spanische Haͤndel. Angebliches Zusammeuzichen von zwei Armee⸗Corps an der Spanischen Graͤnze. — Vermischtes. — Brief aus Paris. (Toulouser Haͤndel.)
Großbritanien und Irland. London. Buͤlletins. — Dank gebet fuͤr die gluͤckliche Niederkunft der Koͤnigin. Dotation des Thronfolgers. — O' Connell uͤber seinen Besuch beim Lordlieutenant. — Zustand Syriens. — Vermischtes.
Belgien. Bruͤssel. Die letzte Gewerbe⸗Ausstellung. — Die Frage wegen Verleihung der Rechte einer morglischen Person an die Uni⸗ versitaͤt Loͤwen. — Schreiben aus Bruͤssel. (Handels Vertraͤge; der Gesetz⸗Entwurf uͤber das oͤffentliche Unterrichtswesen; Verhand⸗ lungen mit Frankreich; Preis⸗Vertheilung fuͤr die Industrie⸗Aus⸗ stellung.
Deutsche Bundesstaaten. Muͤnchen. Letzte Augenblicke der Hochseligen Koͤnigin Karoline. — Augsburg. Ihre Mafestaͤten die Koͤnige von Preußen und von Wuͤrttemberg. — Stuttgart. Zweite Kammer. Debatten uͤber die vermehrte Rekruten⸗Aushebung.
Schweiz. Zuͤrich. Handelsstraße von Basel nach Mailand.
Ss Livorno. Die Großherzogliche Familie begiebt sich nach Neapel.
Spanien. Schreiben aus Madrid. (Weiterer Verkehr zwischen der Regierung und dem Franzoͤsischen Geschaͤftstraͤger; Vermeh⸗ rung des Heeres; das Englische und das Franzoͤsische Handels⸗ Interesse in Spanien.
Mexiko. Naͤhere Berichte uͤber den Aufstand in der Hauptstadt. — Proclamationen des Praͤsidenten Bustamente und de; Rebellions Chefs Valencia. 8
Inland. Berlin. Gesetz, den Zinsfuß bei Ausleihung von Gel dern der Pflegebefohlenen an Privat⸗Personen betreffend.
Amtliche Nachrichten Kronik des Tages.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben Allergnaͤdigst geruht: Dem Korbmachermeister Kraut zu Gruͤnberg die Rettungs⸗ Medaille mit dem Bande zu verleihen; ferner Den seitherigen Regierungs⸗Assessor Schoͤnberger zu Trier dhm Landrath des Kreises Kochem, im Regierungs⸗ Bezirk Ko⸗ lenz zu ernennen, so wie “
Dem Intendantur⸗ Secretair Heidegger bei der Militair⸗
Intendantur des 8ten Armee⸗Corps den rath, und
Den Kaufleuten Wilhelm Rogge und Sigismund Bernheim das Praͤdikat als Hof⸗Lieferanten beizulegen.
Der Land⸗ und Stadtrichter Dyckerhoff in Bublitz ist zum Gerichts⸗Amtmann des Gerichts⸗Amts zu Herzberg ernannt worden.
Charakter als Kriegs⸗
““ Frankreich. 8 Paris, 15. Nov. Die France enthaͤlt Folgendes: „Herr Olo⸗ 188 b6 . vor einiger Zeit von Herrn Guizot, daß die Koͤnigin Marie Christine veranlaßt wuͤrde, Frankreich zu verlassen, worauf der Minister ihn fragte, ob diese Forderung im Namen der Koͤnigin Isa⸗ bella gestellt wuͤrde. Der Spanische Gesandte bejahte dies, und Herr Guizot bemerkte ihm darauf, daß alsdann eine solche Forde⸗ rung nur eine regelmaͤßige Form habe, wenn er eine Note als be⸗ vollmaͤchtigter Minister der Koͤnigin Isabella einreiche. Herr Olo⸗ zaga ging in diese Falle und uͤberreichte die geforderte Note welche sogleich einigen Mitgliedern des diplomatischen Corps mitgetheilt wurde. Der Neapolitanische Gesandte protestirte gegen eine soiche Forderung und bemerkte, daß man schicklicher Weise die Gast⸗ freundschaft einer Frau nicht verweigern koͤnne, welche Tochter 2 nes Koͤnigs, Wittwe eines Koͤnigs, Schwester eines Koͤnigs und Mutter einer Koͤnigin sey. Der Oesterreichische Geschaͤftstraͤger war derselben Meinung; und so wird die Koͤnigin Marie Chri⸗ stine ungestoͤrt in Paris bleiben koͤnnen.“ (Vergl. unten Schrei⸗ ben aus Madrid.) 1“ 88 Co m mere eeenthaͤlt heute den nachstehenden Artikel, ei dessen Lesung zu beruͤcksichtigen ist, daß jenes Blatt in der Re⸗ B1 sehr gut unterrichtet, noch sehr gewissenhaft zu seyn Voraussehungen verwirklichen sich, wie dies auch Fehlen 1 ich war. Die Steuerpflichtigen werden wiederum die da 88 88 Ministeriums zu bezahlen haben. Es scheint gewiß jn EE1 jedes von 25,000 Mann, in Perpignan 609 12,000 nne, z e. werden sollen. Eine Reserve das Re⸗ut.. wird in Toulouse gebildet werden. Das ist
8 er strafbaren Intriguen die sich die Regier auf eine so unkluge Weise ee Ie sich die Regzerung Iix Sh eisg Petisi zah. Wir waren in Frieden der Pyrenaͤen⸗ Gränze e- Bärgerkrieges hatte unsere an Die Kammer hatte dem Ministerium aben disvonibel gemacht. drider Regierung in gutem “ ö hgi de “ weniger gab sich die ministerielle Fein dsehig Nichtsdesto⸗ ber-Revolution auf alle Weise b 11313 Worte und selbst durch den Telegrapde “ rach innert sich aller der falschen Nachrichten, 92 kund. Man er⸗ offizielle Organ unter dem Namen von telegras eenh bürch das verbreitet wurden. Die Insurrection lag schon 11, C. Depeschen ch uns noch immer ihre Staͤrke und die Hoffnung aldigen Triumph verkuͤndete. Die minder offiziellen Journale Sie suchten den Na—
e, . 1 9 1 soj 1 α uͤbertrieben ihrerseits die Lage Spaniens. auf unwahre Weise von schlechten
tionalhaß aufzureizen, indem sie Behandlungen sprachen, die unsere Mitbuͤrger in Spanien zu er⸗
daß das Zusammenziehen
gung muͤssen
Kommissarius, habe seine Abberufung aus
dulden haͤtten. Sie gingen so weit, erdichtete Details uͤber die Ermordung zweier Franzosen in Barcelona zu geben. Das Mi⸗ nisterium selbst sah sich in der Person seiner Agenten durch die Ertheilung eines Passes an Munagorri direkt kompromittirt Es V wußte auf diesen materiellen Beweis nichts zu erwiedern; es hat seinen Agenten weder abgesetzt, noch desavouirt. Mit einsus Worte es hat Alles gethan, um jene Entwickelung von Streitkraͤften, die es jetzt an den Pyrenaͤen organisirt, unumgaͤnglich nothwendie machen. Die oͤffentliche Me W“ ee oͤffentlich Meinung wuͤnschte in freundschaftlicher Beziehung zu Spanien zu bleiben; sie wuͤnscht es noch jetzzt, und doch beginnen die Vorbereitungen zu Feindseli . keiten; sie beginnen, im Widerspruch mit dem Willen, mit den augenscheinlichen Interessen der Nation und trotz 88 von den parlamentagrischen Majoritaͤten ausgesprochenen Meinung Unter einer regelmaͤßigen Regierung, mit Kammern, die ihre Pflich⸗ ten und ihre Aufgaben verstaͤnden, wuͤrde eine solche Berwegen⸗ heit, ein so in die Augen springender Fehler nicht ungestraft blei— ben. Welche Verlegenheiten werden durch den Weg, den das Ministerium einschlaͤgt, fuͤr unser Land und unsere Politik fuͤr die Freiheit unserer Bewegungen entstehen! Es waͤre so leicht ge⸗ wesen, durch ein wohlwollendes und rechtliches Benehmen an V Spanien, wenn auch nicht einen getreuen Verbuͤndeten, doch eine Macht zu haben, auf deren Neutralitaͤt wir uns verlassen konn⸗ ten. Dagegen hat man uns Spanien zum Feinde gemacht, und zwar nicht durch einen offenen Angriff, der, wenn er auch nicht zu entschuldigen gewesen waͤre, doch mindestens unserer Wuͤrde kei⸗ nen Eintrag gethan haͤtte, sondern durch Intriguen durch Um⸗ triebe, durch Komplotte, die von eben so wenig Muth als von dem Bewußtseyn unseres Rechtes zeugen. Es zirkuliren Geruͤchte d eines Observations⸗Corps nur der An⸗ fang zu einer direkten Intervention zu Gunsten Marie Christine's waͤre. Wir glauben, daß die Regierung eine solche Intervention versuchen wuͤrde, wenn sie es wagte; aber wir wissen auch daß ein allgemeiner Schrei des Unwillens dann von allen Punkten Frankreichs aus ertoͤnen und daß die Kammer zu einer solchen Gewaltthaͤtigkeit niemals die Hand bieten wuͤrde.“ Die Revue de Paris aͤußert sich heute uͤber die Stellung Frankreichs zu Spanien in folgenden kurzen Worten: „Es ist traurig, zu sagen, aber doch ist es wahr, daß wir noch eine ge⸗ raume Zeit lang keine andere Haltung gegen Spanien einnehmen koͤnnen, als die der Erwartung und der Geduld. Man muß ab⸗ warten, bis die Regierung Espartero's sich regularisirt oder sich elbst tödtet. Spanien ist mit mehr oder minder Grund uͤber⸗ zeugt, daß wir den Unruhen der letzten Monate nicht fremd e⸗ blieben sind. Man muß diesen Verdaͤcht und dieses Mißvergnuͤ * 1 sich nach und nach zerstreuen lassen. Die Zeit und v- ö die Spanische Regierung zu der Ueberze örin⸗ gen, daß Frankreich chr X“ 1 uns daher, indem wir eifersuͤchtig unsere Wuͤrde bewachen . vner Mogior j 3 8 185,wh jener Regierung nicht unnuͤtzerweise neuen Argwohn ein⸗ Man versichert, daß die Regierung gleich nach Eroͤffnung der naͤchsten Session den Antrag stellen werde, die Zahl der Mis glieder der Deputirten⸗Kammer von 459 auf 500 zu vermehren 1 “ ot versammelt sich heute, unter dem Vorsitze dns e Pasgr er, in geheimer, Sitzung, um den Bericht uͤber den Quenissetschen Prozeß anzuhoͤren. Es waren ungefaͤhr 140 Pairs anwesend. Der Bericht ist so weitlaͤuftig und c umfas⸗ send, daß er heute nicht beendigt werden konnte; man daß man auch morgen noch nicht damit zum Schlusse kommen werde. Die Pairs sind auf das dringendste aufgefordert worden uͤber die in dem Berichte erwaͤhnten Thatsachen vorerst nichts verlautbaren zu lassen. 1 Das Commerce giebt als unverbuͤrgtes Geruͤcht, daß der Herzog von Orleans sich nach Lille begeben wuͤrde um die Bil⸗ dung eines Observations⸗Corps zu leiten, welches an der Belgi⸗ schen Graͤnze zusammengezogen werden solle. “““ Es heißt, Herr Moritz Duval, außerordentlicher Regierungs⸗ . Toulouse verlangt Durch eine Koͤnigliche Ordonnanz 1“ 2 wird Herr von Golbery, Mitglied der Deputirten⸗Kammer b General⸗Prokurator beim Koͤniglichen Gerichtshofe zu Befancon ernannt. (Vergl. das Privatschreiben aus Paris im estr ge Blatte der Staats⸗Zeitung.) Der Britische Botschafter, Lord Cowley, ward heute Vor⸗ mittag vom Koönige in feierlicher Audienz empfangen und uͤber⸗ reichte Sr. Majestaͤt sein Beglaubigungsschreiben Nach der Audienz ward Lord Cowley von der Koͤnigin und der “ Familie empfangen. — ““ 8 Der Bischof von Beauvais ist vorgestern, 73 Tode abgegangen. Boͤrse vom 15. Nov. Die Nachricht von der Zusammen⸗ ziehung eines Observationscorps an der Nordgraͤnze, die immer mehr an Konsistenz gewinnt, machte heute einigen Eindruck auf die Spekulanten und laͤhmte das Geschaͤft. Die 3 pCt. Rente blieb zu 80. 40. ausgeboten. 8 “
Jahr alt, mit
* Paris, 14. Nov. Es scheint, als sollten dem Kabi⸗ net fortwaͤhrend aus dem Widerstande, den die Toulouser seinen Maßregeln entgegensetzen, Verlegenheiten erwachsen. Waͤhrend es schon in der Ärt, wie die Bevoͤlkerung der Stadt sich bei der Arretirung der zum Aufruhr anreizenden Journalisten benahm ein vollstaͤndiges Gelingen jener Maßregeln sah, treffen jetzt Um⸗ staͤnde zusammen, die es zwingen werden, noch einmal ge en diese Stadt den Kampf aufzunehmen. Gegen die so bee . 19 entehrende Behandlung, welche, den raͤdikalen Blaͤttern e - jene Journalisten bei dem Transport nach dem ihnen an v- Fhe nen Gefaͤngniß erfahren haben sollen, herrscht hier nur eine Eeune der Mißbilligung, und selbst das Journal des Dobats bvr nicht unterlassen koͤnnen, die Regierung aufzufordern, das Pubit kum auf das bestimmteste hieruͤber aufzuklaäͤren. So F Sh es vee auch die Beschuldigungen seyn moͤgen, so tragen sie immer dazu bei, dem unzufriedenen Theil der Bevoͤlkerung von Toulouse auch anderwaͤrts Sympathieen zu verschaffen. So viel ist gewiß⸗
daß diese Angelegenheit das Kabinet ernstlich beschaͤftigt, und man sagt, daß die Minister⸗Versammlung in ihrer letzten Berathung noch uneins uͤber die hierin zu nehmenden Maßregeln gewesen ist. Der hier erwartete Botschafter der Pforte, Redschid Pascha ist nach den Nachrichten, die uns so eben aus Marseille vom zukommen, bereits in Civita Vechia eingetroffen.
Großbritanien und Irland. 81 Sngene 13. Nov. Abends. Die neuesten beiden Buͤlle⸗ 82 em Buckingham⸗Palast und aus Sudbury⸗Hall lauten folgendermaßen, das erstere, von heute datirt: „Die Koöͤnigin hat 1“ Majestaͤt hat nicht ein einziges un⸗ Symptom gehabt. Der junge 7 1“ ige Prinz ist fortwaͤhrend vö von gestern: „Die Koͤnigin⸗Wittwe 8 in 1 ö“ Nacht etwas geschlafen. In den Beschwerden 1 ö- .“ seit gestern keine wesentliche Veräaͤnderung vor⸗ gegangen.. 1 Privat⸗Nachrichten, welche heute fruͤh aus Sud— iry⸗H hier eingegangen si 3 uͤnsti und man hegt eini 8 398 8 sind, lauten dagegen etwas guͤnstiger, gefaͤhrlichen Kr ge Hoffnung, daß Ihre Majestaͤt sich von ihrer fuͤhel he Krankheit vielleicht noch wieder erholen koͤnnte 1 Das in callen Kirchen zu haltende Dankgebet ist vom Erz⸗ ischof von Canterbury abgefaßt und lautet: ,H. bar ziger und himmlicher Vater, durch desse Chabe . e ater, durch dessen huldvolle Gnade die Me heit zunimmt, wir bringen Dir demuͤthi sesg.,beüccttit heit zun „wir bre gen Dir emuͤthigst unseren herzlichen Dank fuͤr Deine große Deinem Volke zu Theil gewordene Guͤte, daß Deine Dienerin, unsere regierende Herrin, die Koͤnigin, po; Deine? rin, un 8 „die Koͤnigin, v Gefahren der Geburt entbunden und ihr der Sohnes verliehen worden. Wir flehen zu Dir, ferner Deinen op 8 Soo br 2 6 5 — vaͤterlichen Segen ihr zu goͤnnen; unterstuͤtze und staͤrke sie in d Stunden der Schwaͤche, und T uͤr Tag er raftrn Stunden Schwaͤche, und Tag fuͤr Tag erneuere ihre Kraͤfte Bewahre den jungen Prinzen vor Allem, was Leib oder Seele be⸗ schaͤdigen kann; begabe ihn, wenn er zu Jahren vorruͤckt, mit wah⸗ rer Weisheit und mache ihn in gehoͤriger Zeit zum geseg⸗ neten Werkzeuge Deiner Guͤte fuͤr diese Kirche, fuͤr die Na— 8 1—8 fuͤr die ganze Welt. Bedenke mit Deiner besonderen Gnade unsere Koͤnigin und ihren Koͤniglichen Gemahl, daß sie lange zusammen leben moͤgen im Genuß des irdischen Gluͤckes und zuletzt der ewigen Herrlichkeit theilhaftig werden. Pflanze in 2* Hen Deines Volkes einen tiefen Sinn Deiner mannigfa⸗ b. - dnaden und vergoͤnne uns, unsere Dankbarkeit durch pflicht⸗ volle Anhaͤnglichkeit an unsere Souverainin, durch bruͤderliche Liebe des Einen fuͤr den Anderen und durch bestaͤndigen Gehor⸗ sam gegen Deine Gebote an den Tag zu legen, so daß wir, nach— 5 .SH nee josg eoghog 1 4 wit durch dieses Leben in Glauben und Furcht vor Dir ge⸗ 8 “ öö in Dein himmliches Reich aufgenommen verde rch die Verdienste und Vermittelung Deirn 3 ee den le V 8 Deines geben . Rehes. o. sus Christus, unseres Herrn. Anhen .“ 8 „ ghß ,5 2 gerrn „y 2 Ein 2 latt macht darauf aufmerksam, daß Georg III. in Be⸗ zug auf die Dotation seines Sohnes, des Prinzen v— Walo 8 tschluß faßte, ihm 50,000 Pfd. St. aus der Civilliste zu 8Sö um dem Staat keine neue Lasten aufzubuͤrden, und daß er vom Parlamente blos ein fuͤr allemal 60,000 öfd. . fuͤr die Kosten der ersten Einricht 9Da üͤr ersten Einrichtung des prinzlichen Haushaltes begehrte, welche auch bewilligt wurden. In der Regel wird de „ 8 72 8 oprs† 8 5 8 Prinzen von Wales erst dann, wenn er dem Alter von 21 ₰ 8 ren nahe ist, eine besondere Dotation bewilligt “ 1 In der am 9. Oktober zu Dublin abgehaltenen Versamm⸗ I des Repeal⸗Vereins zeigte der Lord⸗Mayor O'Connell an, aß er das naͤchste Lever des Lord-Lieutenga in sei . boo Ler s Lord⸗Lieutenants in seiner Eigen⸗ schaft s erster Beamter der Stadt besuchen werde, sagte en ü „Wenn ich dies thue, so geschieht es nicht aus persoͤnlicher Ach⸗ cung fr den GG;g- ich weder achte noch mißachte. Ich habe gehoͤrt, daß Lord de Grey eine gutgelaunte und üthige rt, de — 1 gulge muͤthige Art von zu Nichts tangendem Gentleman ist 89 des ge und ich gehe blos deslh seinem Lever, weil er der Vertreter seit he8 npee. Lever, r Vertreter seiner allgeliebten Souverainin ist. Niemand glaube daher, daß mein G ins Schkog fuͤr ernra elter 3 glau her, daß mein Gang ins Schloß fuͤr einen V freund, der sich dort sehen ließe, zur Ents⸗ 1 veras zund, der sich de keße, zur Entschuldigung diene oder daß er sich deshalb weniger kompromittiren üede ⸗ b Seh Grey, daß ich als Privatmann der Verachtun werth zu seyn glauben wuͤrde, wenn ich irgend ein Zeichen vi seyn 9 wuͤrk Zeichen von oder Billigung fuͤr einen Mann kundgaͤbe, der mit der 3 schen⸗s Heschkgitschen. und betruͤgerischen Verwaltung in Verbindung steht, AI und Betruͤger jedoch Lord Eliot (jetziger Secretair fuͤr Irland) ist, der, im Widerspruche mit sei Ferspre⸗ tair fuͤr b „im Wide seinem Verspre⸗ chen zu Cornwall, ohne Parteilichkeit die Verwaltung blos zum Be⸗ Fnngen Volkes fuͤhren zu wollen, die entschie⸗ densten Feinde des letzteren zu den wichtigsten Justizpost . * hat. Wie koͤnnen die Lords de Gre Kelo 11J. W Lords rey und Eliot glauben, daß i 32n si NolF 10 78 — F. 1 1 Irlonde Volk nach solchen Anstellungen Vertrauen schenken 1. Die Morning Chroniele sa W1 1 i 1 le I ring Ch e sagt, sie ersehe aus ihrer Kor⸗ respondenz von Konstantinopel mit Bedauern, 8s die 6 nichts weniger als befriedigend lauteten. „Die Er⸗ eignisse „ bemerkt sie, „gehen dort fast denselben Gang wie in Spanien. Die Maroniten und andere christliche Staͤmme zeigen 8- dem Einfluß ihres Klerus, der große Summen aus Urrhs 8 hat, eine entschiedene Feindseligkeit gegen Eng⸗ 8 und dessen Interessen. Es sind dieselben d 1 and und dessen — essen. elben Ursachen in Sy⸗ rien in Wirksamkeit wie bei den Spanischen . hee ens, 8 “ hat dem evangelischen Bischof von Jerusalem n Alexander, ein Dampfschiff zur Verfü e 3 Salomon Alexander, eg z rfuͤgung gestellt, au dem sich derselbe naͤchstens nach Palaͤstina einschfffens 255 . Zu Loughborough wurde dieser Tage eine zahlreiche Ver⸗ samm ung von Kaufleuten und Fabrikanten der Staͤdte? dottingham Derby und Leicester gehalte ari ese ezem⸗ “ gehalten und darin beschlossen, am 9. Dezem⸗ er allgemeine Versammlung der Kaufleute und Fab 1 2 er sogenannten inneren Grafschaften abzuhalten, um eine Petition an das Parlament wegen Abhuͤlfe der großen Noth, die unter der dortigen Fabrik⸗Bevoͤlkerung herrsche, vorzuschlagen und anzunehmen. Zugleich ward beschlossen, daß die Herren Cobden und Dr. Bowring, so wie die Berichterstatter der bedeu⸗ tendsten Whigblaͤtter, eingeladen werden sollten, der General⸗Ver⸗ sammlung beizuwohnen. Die Herzogin von Sutherland ist dem Beispiele der Koͤnigin gefolgt und hat dem Comité fuͤr die nothleidenden Arbeiter zu 1b — e 9 f Paisley 50 Pfd. St. uͤbersandt. Die Waterford Chroniele berichtet, daß in Irland wic⸗