1841 / 324 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

ansehnlichen Versammlung, und die Predigt uͤber das Sonntags⸗ Evangelium befestigte sie alle in dem Entschlusse, Gott uͤberall, besonders aber auch in dieser Kirche, durch Wahrhaftigkeit im Denken und durch Aufrichtigkeit im Reden zu ehren. Nach demn kraͤftigen Kanzelvortrage des Pfarrer Dr. Gregor betrat der . nigliche General⸗Superintendent Dr. Sartorius den 88 weihete, nach einigen herzlichen Worten uͤber die Kraft und Be⸗ deutung des Segens, die Kirche feierlich ein.

Hs

2 18 8 Prszüübe er Pro⸗ Mlünster, 18. Nov. Der Herr Ober⸗Praͤsident der Preo

c. 1 . vinz Westphalen hat unterm 9ten d. M. dem Buͤrgermeister von Rheine, Herrn Forstmann, folgende Mittheilung gemacht:

Ich habe nach Ruͤckkehr von der zur Verherrlichung des Ge burtsfestes Sr. Majestaͤt des Koͤnigs dort uö626* des Tages mich gedrungen gefuͤhlt, Sr. Majestaͤt die ö

meinen Aecußerungen dantbarer Liebe und Verehenng für den 8. Landesvater sich neu bewaͤhrten treuen Gesinnungen der Einwohner von Rheine zu schildern, und daran meine Fuͤrsprache fuͤr ein mir bei meiner dortigen Anwesenheit von dem Buͤrger Koͤtter uͤberreichtes Gesuch um Begnadigung seines Sohnes, des Militair⸗ Straͤflings Heinrich Koͤtter, welcher zu 20jaͤhriger Festungsstrafe verurtheilt war und davon erst 2 ½ Jahr abgebuͤßt hat, geknuͤpft. Daß dieses bei Sr. Maiestaͤt die allergnaͤdigste und wohlwollendste Aufn ahme gefun den hat, sagt Ihnen die beigefuͤgte an mich ergangene Allerhoͤchste Kabinets⸗Ordre vom 2. d. M., welche Sie den Einwohnern von Rheine und vornehmlich dem dadurch insbesondere hochbegluͤckten al⸗ ten Buͤrger Koͤtter nebst meinem Gluͤckwunsche bekannt zu machen haben.“ Muͤnster, den 9. November 1841. 9 Ich will mit Ruͤcksicht auf Ihre Verwendung vom 17ten v. M., und um den Einwohnern von Rheine einen Beweis Mei⸗ ner Beruͤcksichtigung und Anerkennung ihrer treuen Gesinnungen zu geben, den Militair⸗Straͤfling, Heinrich Koͤtter, ausnahms⸗ beiff dergestalt begnadigen, daß derselbe schon zu Weihnachten dieses Jahres von der Festung entlassen werden soll, und habe hiernach an das General⸗Kommando des 7ten Armee⸗Corps verfuͤgt. 2 Berlin, den 2. November 1841. 8 (gez.) Friedrich Wilhelm. An den wirklichen Geheimen Rath und Ober⸗Praͤsidenten von Vincke.“

Neueste Pläne und Aussichten für die ausgedehn⸗ ttere Anlage von Eisenbahnen in Frankreich.

„„ Paris, 15. Nov. Herr Teste, Minister der öoͤffentli⸗ chen Arbeiten, beschaͤftigt sich sehr angelegentlich mit der Ausar⸗ beitung seines Planes zur Anlegung von Eisenbahnen. Es heißt noch immer, er wolle die Annahme dieses Planes zu einer Kabi⸗ nets⸗Frage machen. Wir wuͤnschen, daß dies wahr und zugleich sein Plan von der Art seyn moͤge, daß er sowohl in finanzieller Hinsicht, als in Bezug auf die Richtung und die technische Aus⸗ fuͤhrung der Linien eine strenge Pruͤfung aushaͤlt. Die Regie⸗ rung scheint bei ihrer Combination zu beharren, die darin besteht, daß sie selbst * der Kosten uͤbernimmt, den Gesellschaften uͤber⸗ laͤßt, die kraft des Pacht⸗-Kontrakts den Gewinn von der Bahn beziehen und das letzte, zum Ankauf des Terrains bestimmte Zwoͤlf⸗ tel auf die spezielle Rechnung der Departements setzt.

Diese Vorschlaͤge werden nicht uͤberall guͤnstig aufgenommen; man erinnert sich an die fruͤheren ungluͤcklichen Beispiele von Un⸗ ternehmung oͤffentlicher Arbeiten durch die Regierung, an die un⸗

eheuren Kosten, der von ihr begonnenen Bauten und an die uͤble Stimmung des Corps der Ingenieure der Bruͤcken und Chaus⸗ seen, so oft von der Ausfuͤhrung von Projekten die Rede ist, die nicht von den Ingenieuren der Regierung ausgegangen sind. An Beweisen zur Unterstuͤtzung dieser Ansicht fehlt es nicht und wir wollen einige anfuͤhren, weil sie zeigen, weshalb wir in Frankreich noch keine große Eisenbahn⸗Linien haben, und zugleich darthun, daß die Regierung nicht dazu gemacht ist, sie auszufuͤhren.

Die Anlegung der Eisenbahn von Paris nach Havpre, die jetzt aufgegeben ist, sollte nach der Veranschlagung der Ingenieure 90 Millionen Fr. kosten; der Fonds der Gesellschaft wurde auf diese Summe basirt. Als aber die Gesellschaft die Arbeiten be— ginnen wollte, und nun eine neue Veranschlagung vornehmen ließ, da fand es sich, daß die Kosten auf 190 Millionen stiegen, und in Folge dieser Entdeckung mußte das Unternehmen aufgege⸗ ben werden. Man hat gesetzlich zwei Eisenbahnen von Paris nach Versailles autorisirt, die einander zu Grunde richten. Die von den Ingenieuren entworfene Eisenbahn von Bordeaux nach La Teste konnte nicht ausgefuͤhrt werden und die Gesellschaft, ge⸗ zwungen, darauf zu verzichten, hat von den Kammern eine Ver— laͤngerung des Termins auf 35 Jahre verlangt.

Bei dem Bau der durch die Gesetze von 1821 und 1822 genehmigten Kanaͤle, hat die Verwaltung der Bruͤcken und Chaus⸗ seen die ungeheuersten Mißgriffe begangen. Die Kanaͤle, die wir hier nicht namentlich auffuͤhren wollen, hatten vor der Erlassung der genannten Gesetze 53 Millionen Franken gekostet; die Kam⸗ mern fuͤgten noch 128 Millionen hinzu, und mit dieser Summe haͤtte man alle die Kanaͤle vollenden muͤssen, aber in diesem Au⸗ genblick sind diese Arbeiten noch nicht beendigt, obwohl seit acht Jahren zu der vorher genannten Summe noch 110 Millionen

Im Vandenhoeck

everevSwvahr so daß die ganze Summe 291 Millionen Fr. etraͤgt.

Die General⸗Verwaltung der Bruͤcken und Chausseen ist nicht

konsequenter in der Anwendung ihrer rein wissenschaftlichen Prin⸗ zipien. Bei dem Beginn der Anlegung von Eisenbahnen hatte sie gebieterisch einen von 1500 Metres verlangt; spaͤter findet man in ihrem Jahres⸗Bericht uͤber den Zustand der Arbeiten im Jahre 1840, daß sie Kruͤmmungs⸗ Halbmesser von 500 und 600 Metres vorschlaͤgt. In Betreff der Neigung der Bahnen wollte sie nur 3 Millimetres gestatten; in dem erwaͤhnten Bericht schlaͤgt sie 5 6 Millimetres vor. Diese Neigung ist sehr gering, denn auf der Eisenbahn von Birmingham nach Gloucester uͤberwinden zwei Lokomotiven mit einem Wagen⸗ zuge an einem Punkte, der Licei-incline heißt, eine Neigung von 1 auf 37. Im Jahre 1838 wies die Verwaltung der Bruͤcken und Chausseen den Vorschlag, die Eisenbahn von Paris nach Lyon auf einem der Uferdaͤmme des Seiten⸗Kanals der Loire entlang zu fuͤhren, unter dem Vorwande zuruͤck, daß die Lokomotiven die Pferde, welche die Schiffe ziehen, scheu machen und dem Gebrauche der Schleusen unuͤbersteigliche Hinderniffe in den Weg setzen wuͤr⸗ den. Nun legte aber der Minister der oͤffentlichen Arbeiten im Jahre 1840 den Kammern einen Plan vor, wonach auf einem der Uferdaͤmme des schmalen Ourcq⸗Kanals mit Kruͤmmungs⸗ Halbmessern von 200 und selbst von 75 Metres eine Eisenbahn von Paris nach Meaux erbaut werden sollte. In dem genannten Berichte schlaͤgt die Verwaltung der Bruͤcken und Chausseen außer⸗ dem noch vor, die Eisenbahn von Paris nach Straßburg im Departement de l'Aude auf dem rechten Ufer des Kanals der obe⸗ ren Saone und die Eisenbahn nach Lyon auf dem Leinpfad des Kanals von Burgund anzulegen.

Alle diese Fehler, diese Anomalien, diese Inkonsequenzen sind von Herrn Cordier in seinem Werke uͤber die oͤffentlichen Arbeiten, von dem wir eine ziemlich ausfuͤhrliche Uebersicht ge⸗ geben haben (s. St. Ztg. Nr. 288.), mit großer Freimuͤthigkeit dargelegt worden. Alle jene Veraͤnderungen in den Projekten der Ingenieure der Bruͤcken und Chausseen werden von Ruͤcksichten eingegeben, die dem oͤffentlichen Besten fremd sind, und haben im Allgemeinen nur den Zweck, den Forderungen und den In⸗ teressen einflußreicher Mitglieder der einen oder der anderen Kaͤm⸗ mer zu genuͤgen.

Die Eisenbahn⸗Linien, welche die Regierung im vorigen Jahre hat untersuchen lassen, sind die von Paris nach der Nordgraͤnze, von Paris nach Straßburg, von Paris nach Lyon, von Elboeuf nach Caen, von Orléans nach Vierzon, von Tarbes nach der Ga— ronne mit einer Verlaͤngerung bis Pau. Die im Laufe des Jah⸗ res 1841 angestellten Untersuchungen muͤssen den Plan, welchen der Minister der oͤffentlichen Arbeiten den Kammern vorlegen will, vervollstaͤndigt haben. Man will, wie bereits erwaͤhnt, vor Allem die Eisenbahn von Paris nach der Belgischen Graͤnze bauen; sodann die von Marseille nach Arles, deren Kosten sich wegen der großen Schwierigkeiten des Terrains unmoͤglich genau berechnen lassen; auch wuͤrde die Linie von Paris nach Lyon uͤber Chalons an der Saone begonnen werden.

Nach diesen Arbeiten wuͤrde, wie es heißt und wie man im Elsaß hofft, die Linie von Paris nach Straßburg die Prioritaäͤt vor allen anderen haben. Diese Linie hat zugleich eine kommer⸗ zielle und eine militairische Wichtigkeit. Sie wuͤrde der Lokal⸗ Industrie große Dienste leisten und die große Straße fuͤr den Transit⸗Handel zwischen den transatlantischen Laͤndern und dem suͤdlichen und mittleren Deutschland bilden, und in strategischer Hinsicht wuͤrde sie den Transport von Truppen und Kriegs⸗Ma⸗ terial nach dem Rhein beguͤnstigen. Es sind verschiedene Linien fuͤr diese Bahn vorgeschlagen worden und wir glauben nicht, daß die Regierung bereits einem der von ihren eigenen Ingenieuren vorgeschlagenen Plaͤne den Vorzug gegeben hat. Diese Linien scheinen uͤbrigens nicht tadelfrei zu seyn; sie verlassen zuweilen die reichen und fruchtbaren Gegenden und gehen nach kleinen Ort— schaften, wo die Schwierigkeiten des Bodens zahlreich sind. So verlaͤßt man das reiche Thal der Meurthe und die wichtigen Staͤdte Nancy, Luneville, St. Dié u. s. w.; man graͤbt Tunnels, man uͤberbaut mit groͤßes Kosten den Teich von Lindre und erreicht Straßburg, indem man der Graͤnze folgt und eine wenig bevoͤl⸗ kerte Gegend durchzieht.

Fuͤr die Eisenbahnen des Suͤdens scheint Orleans der Mit⸗ telpunkt werden zu sollen. Die Linie von Lyon wuͤrde von Cor⸗ beil (die Bahn von Paris nach Corbeil ist bereits eroͤffnet) aus⸗ gehen und Melun, Fontainebleau, Joigny, Montbars, Dijon, Macon und Villefranche beruͤhren; im Thal von Armengçgon wuͤrde die Eisenbahn auf einem der Uferdaͤmme des Kanals von Burgund entlang gefuͤhrt werden. Von Orleans wuͤrden Linien nach Tours, Nantes, Bordeaux und Bayonne gehen. Eine Linie von Bordeaux nach Marseille und von Marseille nach Lyon wuͤrde das allgemeine Netz vollenden und es bleiben nur noch Zweig⸗ Bahnen und Linien von untergeordneter Wichtigkeit uͤbrig.

Es giebt Personen, welche glauben, daß die Gesellschaften in finanzieller Beziehung im Stande seyen, diese ungeheuren Arbeiten auszufuͤhren, wenn die Regierung den Actionairen 4—4 ½ pro Cent Zinsen bewillige. Diese Methode koͤnnte einige Chancen des Er⸗ folgs fuͤr sich haben und wenn sie ausfuͤhrbar ist, so glauben wir, daß man sie nicht verwerfen muͤsse. Sie hat indeß auch ihre Nachtheile; sie kann die Nachlaͤssigkeit befoͤrdern und eine schlechte

Allgemeiner Anzeiger für die Preußzi

Havemann, W., Mittheilungen aus dem Leben

Ruprechtschen Verlage in

Verwaltung erzeugen. Wenn eine Eisenbahn nur 4 pro Cent Zinsen traͤgt, so liegt es vielleicht im Interesse der Gesellschaft, ihre ganze Brutto⸗Einnahme fuͤr Gehalte, Unterschleife oder we⸗ nigstes fuͤr Verbesserungen zu verwenden, da die Garantie der Regierung ihr stets dieselbe Einnahme von 4 pro Cent sichert. In anderer Beziehung ist die Einmischung der Regierung, wie oben gezeigt, vielleicht noch nachtheiliger, wenigstens wenn sie nicht voͤllig unabhaͤngig geschieht. Wenn man sich von allen parlamen⸗ tarischen Einfluͤssen befreite, einen gut entworfenen und durchdachten Plan befolgte, auf allen Luxus bei den Arbeiten verzichtete, dann wuͤrde die Ausfuͤhrung durch den Staat oder durch das von dem Minister der oͤffentlichen Arbeiten vorgeschlagene gemischte System moͤglich seyn.

Man faͤngt an, sich daruͤber zu beunruhigen, daß wir noch keine Eisenbahnen haben, waͤhrend alle Nachbarlaͤnder den Bau dersel⸗ ben mit der groͤßten Thaͤtigkeit betreiben und ihr Gebiet nach al⸗ len Richtungen mit Eisenbahnen durchschneiden. Jedermann wuͤnscht, daß dieser uns in offenbaren Nachtheil und eine unter⸗ geordnete Stellung versetzende Zustand aufhoͤre, und die Regie⸗ rung wuͤrde, wenn ihr Eifer etwa erkalten sollte, lebhaft gedraͤngt werden, ihre Plaͤne, mit denen sie das Publikum schon so lange unterhaͤlt, zu realisiren. Dieser Umstand wird bewirken, daß man in finanzieller Beziehung weniger Schwierigkeiten erheben und selbst druͤckende Bedingungen annehmen wird, um nur endlich zu positiven Resultaten zu gelangen.

Meteorologische Beobachtungen.

1841.

Morgens [Nachmittags Abends 20. Nov.

6 ar 2 hss 10 Mbh

Nach einmaliger Beobachtung.

Luftdruck... Luftwärme ... Thanpunkt ... Duustsättigung Wetter

333,75“ Par. 332,92 Par. 332,86 Par. Quellwärme 8,2°09 R. 0,00 n. + 1,60n. + 4,1° R. Plusswärme 1,6 ° n. 0,8 °R. + 0,60 h. + 3,20 R. Bodenwärme 3,0⁰° M. 93 pCt. 91 pCt. 93 pCt. Ausdünstung 0,029, Hh. Schnee. Regen. Regen. Niederschlag 0,08s Rh. W. WSW. WSW. Wärmewechsel + 0 0⁰, Wolkenzug... WSW. 4,9. Tatesmittel: 333,18 Par... 1/,90 R... + 1,0° R., 92 pCt. Wsw.

Auswärtige Börsen. Niederl. wirkl. Schuld 521. 59% do. 99 ½ —. Ausg. —. Zinal. 442⁄. Preuss.“

Amsterdam, 16. oOkt. Kanz. Bill. 25 ½. Span. 20 32 Passive Prüm. Sch. Pol. —. Oesterr. 105 ¼.

Antwerpen, 15. Nov.

Zinsl. —, Neue Anl. 20 ½¼. 8 Hamburg, 19. Nov.

Bank-Actien 1605 G. Bpngl. Russ. 108 ½. L. ondon, 13. Nov. Cons. 88 ⅞. Belg. 100 ¼. Neue Aul. 21 ½¼. Passive 42. Ausg. Sch. 10 ¾. 2 ½ 9 NLoll. 51 ½. 5 % Port. 30. 3 2 18 Engl. Russ. 1122 Bras. 57 ½. Columb. 19. Mex. 24 ½. Peru 13 ½. Chili 69 ½ Paris, 16. Nov. 5 % Reute üiu cour. 116. 40. 3 % Rente dn cour. 52 30. Aul. 8 1841 ün cour. 81. 10. 5 G% Neapl. 106. 55. 5 8 Span. Rente 22 ⅛. Passive 4 ½. Wien, 16. Nov. 5 % Met. 105 ½.

1⁰½ 1 8 Saag * 6 —. Bank-Actien 1568.

4 99 ½. 3 ½ 75.

Aul. de 1831 136 ¾. de 1839 108

Königliche Schauspiele. 1 „Montag, 22. Nov. Im Schauspielhause: Der Stiefvater, Lustspiel in 3 Abth., nach Holberg, von E. Raupach. Hierauf: Ein Herr und eine Dame, Lustspiel in 1 Akt, nach einem Vaude⸗ ville des Favier, von C. Blum.

Dienstag, 23. Nov. Im Opernhause: Czaar und Zimmer⸗ mann, komische Oper in 3 Abth., Musik von N. Lortzing. Tanz von Hoguet.

Schauspielhause: Pour le second début de Mr. Del- vil: 1) L'hötel garni, comédie en 1 acte et en Vvers. 2) La reprise de: Le chevalier du Guet, eomédie en 2 actes et en prose, par Mr. Lockroy. (Dans la première pièce, Mr. Delvil remplira le rôle de Mr. Gaillard, et dans la seconde, celui du Chevalier.)

Mittwoch, 24. Nov. Im Schauspielhause: Treue Liebe, Schauspiel in 5 Abth., von Eduard Devrient.

Königstädtisches Theater.

Montag, 22. Nov. (Italienische Opern⸗Vorstellung.) Zum erstenmale: Pltaliana in Algeri. Opera in 2 Atti. Musica del Maestro Rossini. (Signora Carmela Marziali, vom Theater zu Venedig: Isabella; Signor Francesco Ciaffei, vom Theater la Scala zu Mailand: Lindoro; Signora Giuseppina Sori, vom Theater zu Venedig: Elvira, neu engagirte Mitglieder der Italie⸗ nischen Opern-⸗Gesellschaft, als Debuͤts.)

(Zu dieser Vorstellung sind die mit Sonnabend bezeichneten Billets guͤltig.)

Dienstag, 23. Nov. Zum erstenmale: Die Wette, oder: Kuͤnstlerstolz und Frauenliebe. Lebensbild mit Gesang, in 3 Ak⸗ ten, von C. Elmar. Musik von F. von Suppe. Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.

Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckeret.

chen Staaten.

betreffend den gegenwaͤrtigen faktischen Besitzstand der Reichsgraͤflich Aldenburg⸗Bentinckschen Fi⸗

oder sogenannten Polcher Dingtage herruͤhreuden, 3 8 - vemnachst in den Besitz des Koͤniglichen Domainen und unbekanute Realpraͤtendenten und uͤbrigen In⸗ von nur 100 und 2002

Allgemeinen Preußischen

Deutsche Bundesstaaten.

Baireuth, 15. Nov. (L. A. Z.) Unsere Stadt und Um⸗ . 8 1 ; 8

gegend feierte gestern einen frohen und erhebenden Tag in dem Feste der Enthuͤllung vom Denkmale Jean Paul's. Gegen 11 Uhr bewegte sich der Festzug von dem Rathhause aus nach dem Regierungsgebaͤude, wo man den Kreispraͤsidenten als Koͤnigl. Kommissar abholte, und von da nach dem Gymnasiumsplatze unter Vorantritt des Landwehrmusikcorps. Außerdem bildeten den Zug das Festcomité, die bei dem Denkmale werkthaͤtigen Kuͤnstler und Handwerker, die eingeladenen Verwandten Jean Paul's, namentlich der Bruder des Verewigten, Gottlieb Richter, nebst Sohn, Schwiegersohn und Enkel, sodann der Schwieger⸗ sohn Jean Paul's, Dr. Ernst Foͤrster aus Muͤnchen, mit den zwei erstgeborenen Enkeln des Dichters; sodann der Kreis⸗ praͤsident von Stenglein zwischen beiden Buͤrgermeistern, die Koͤniglichen Civil⸗ und Militairbehoͤrden, die Geistlich⸗ keit, der Rektor, die Professoren und Lehrer der verschiedenen hoͤ⸗ heren Studien⸗-⸗Anstalten, die eingeladenen Fremden, der Magistrat, die Lehrer der Deutschen Schulen und eine Abtheilung Landwehr. Am Schluß einer musikalischen Introduction auf dem Festplatz und unter dem Donner der Kanonen wurde die Statue von den Enkeln Jean Paul's, die auf die Stufen des Postamentes geho⸗ ben worden waren, enthuͤllt. Es war ein ergreifender Moment, der die Augen der Tausende umher, die den Platz und die Fen⸗ ster der Haͤuser inne hatten, ja zum Theil auf den aufgedeckten

Daͤchern einen gefaͤhrlichen Platz genommen, mit Thraͤnen fuͤllte,

und man wußte nicht, galten sie der ruͤhrenden Erscheinung der Kinder oder der Erscheinung des Gefeierten, die Alle mit freudiger Zustimmung begruͤßten. In der That war der Eindruck uͤberraschend und schlug alle Vorurtheile, die sich dagegen Bahn ge⸗ macht, mit einemmale nieder. Man fand Gestalt und Phy⸗ siognomie treu, die Auffassung edel, die Arbeit uͤberraschend schoͤn. Ein Festgesang gab der versammelten Menge Zeit, sich dem An⸗ schauen und der angeregten Stimmung zu uͤberlassen, worauf der Koͤnigliche Kommissar in einer kurzen koͤrnigen Rede die Wil⸗ lensmeinung des Koͤnigs in Betreff der Errichtung des Denk⸗ mals kund that. Nach ihm wies der Ober⸗Buͤrgermeister von Hagen in einer ausfuͤhrlichen Rede, nachdem er den Werth des großen Koͤniglichen Geschenks fuͤr die Stadt dargethan, auf die umfassenden Verdienste Jean Paul's hin, unter denen er vor⸗ nehmlich die als politischen Schriftstellers und seine Kraft der Hoffnung und der Gewißheit des Sieges in der Zeit der Unter⸗ druͤckung mit beredeten Worten hervorhob. Das Volkslied:

Bekanntmachungen. V

Oeffentliches Aufgebot der bekannten und unbekannten Anspruchs⸗Berechtigten an verschiedene, von dem ehemaligen Ritter gedinge zu Polch herruͤhrende Immobilien und aus dem Verkaufe eines Theils der⸗ selben, so wie aus den Revenuͤen erloͤsten Geldern.

Nachdem auf das von uns unter dem 29. Fe bruar 1832 erlassene oͤffentliche Aufgebot alle bis da⸗ hin unbekannt gebliebene Interessenten, welche sich fuͤr berechtigt hielten, aus irgend einem Rechtsver haͤltnisse einen Anspruch an die unten naͤher bezeich⸗ neten, von dem zur Zeit der Deutschen Reichs⸗Ver⸗ 8 di fassung zu Polch, im jetzigen Kreise Mayen, Regie⸗ rungs⸗Bezirks Koblenz, bestandenen Rittergedinge

legen;

Diesem zufolge

Fiskus und in neuester Zeit in den des Koͤnigl. Preu

Empfaͤnger Koch,

gelegenen Modumsfelder; der Theil der

an Lothar Friesen und Caspar Schmalbach, al die Meistbietenden, offentlich verkauften, in der zu nehmen sind. Gemeinde Polch gelegenen Gartens, welches in ie Koͤniglichen Kassen geflossen ist; 9) die aus den seit dem 1. Junius 1815 gen Objekten erfallenen Revenüͤen geldst

teressenten, welche es eit, ßischen Kammerherrn und Landraths, Grafen von spruͤche innerhalb des anberaumten Praͤklusivtermins vorläufiger Actien mit

„Heil unserm Koͤnig!“ schloß sich daran und an dieses ein allge⸗ meines Lebehoch dem Koͤnige, der das Fest und das Denkmal gegeben.

Wheatston’s Voltaischer Telegraph.

in Korrespondent der Allg. Zeitung macht derselben folgende Mittheilung uͤber des Englischen Physikers Wheatston im Großen ausgefuͤhrte Voltasche Telegraphen:

„Hr. Wheatston hatte die Guͤte, mir seinen eben fertig ge— wordenen und wesentlich verbesserten Voltaschen Telegraphen in Thaͤtigkeit zu setzen. Es bedurfte in der That des groͤßten Auf⸗ wandes von Scharfsinn und des ganzen ausgezeichneten Erfin⸗ dungsgeistes Wheatstons, um eine Vorrichtung zu Stande zu bringen, die Alles zu leisten scheint, was man nur immer von ihr verlangen kann, und in welcher Schwierigkeiten beseitigt worden sind, die das Aussehen der Unuͤberwindlichkeit hatten. Mit einigen winzigen Daniellschen Ketten werden auf betraͤcht⸗ liche Entfernung hin umstaͤndliche Berichte gesendet, und man braucht hierzu nicht mehr Zeit als gerade noͤthig ist, um die ab— gefertigten Depeschen abzulesen. Diese sind mit anderen Worten in eben demselben Augenblick an dem Ort ihrer Bestimmung angelangt, in dem sie abgeschickt worden. Es erscheinen naͤmlich da, wo die ertheilte Nachricht vernommen werden soll, auf einer

vielfach durchschnittenen zifferblattartigen Scheibe schnell hinter

einander und buchstabenweise die geeigneten Woͤrter oder fest⸗ gesetzten Zeichen. So weit ich die Sache zu beurtheilen vermag, gebuͤhrt dem Wheatstonschen Telegraphen unter allen Vorrichtun— gen aͤhnlicher Art entschieden der Vorzug, da sich derselbe am besten fuͤr Anwendung im Großen eignet. Auf der Eisenbahn,

die von der City hinunterlaͤuft nach Blackwall, wie auch noch auf

einigen anderen, hat man von demselben bereits Gebrauch ge⸗ macht, und da dessen Vortrefflichkeit auf diesen Schienenwegen taͤglich sich erprobt, so unterliegt es wohl keinem Zweifel, daß binnen kurzer Zeit England mit einem Netz Voltascher Telegra— phen eben so uͤberdeckt seyn wird, wie es bereits von Eisenbahnen durchzogen ist. Bekanntlich durchlaͤuft der elektrische Strom die Metalle mit einer Geschwindigkeit, von deren Groͤße selbst die kuͤhnste Einbildungskraft sich keine Vorstellung zu machen im Stande ist mit einer Schnelligkeit naͤmlich, welche diejenige des Lichtes, das doch in einer Sekunde den ungeheuren Raum von 80,000 Stunden durcheilt, noch um ein Namhaftes uͤber⸗ trifft. Dadurch nun, daß es dem Menschen gelungen ist, jene wunderbare Kraft in seinen Dienst zu ziehen und dieselbe nach Belieben zu lenken, hat er etwas zu Stande gebracht, an dessen

2 Allgemeiner A einer Oelmuͤhle und verschiedenen Grundstuͤcken,

haltend 37 Morgen 58 Ruthen 60 Fuß, theils in, theils an dem Walde von Hochpochten ge⸗

stimmt; die Quittirung

jetziger Zahlung

Kaufgelder eines von der Franzoͤ⸗ halb bei

H&

unterlassen werden, ihre An

Boos⸗Waldeck, und des Handlungshauses Franz Fors⸗ uns anzuzeigen, mit allen diesen, dem Koͤniglichen anzunehmen.

boom zu Frankfurt am Main uͤbergegangenen Immo⸗ Fiskus gegenuͤber, als ausgeschlossen erachtet werden, bilien und Gelder, welche aus dem Verkaufe eines und zwar lediglich durch den Ablauf des Termins

g

Theils derselben, so wie aus den Revenuͤen, erloͤst und selbst, ohne daß

in die Koͤniglichen Kassen geflossen sind, zu machen, Praͤklusivbescheides bedarf. Dagegen bleiben densel⸗ Haupt Kasse aufgefordert sind, ihre vermeintlichen Anspruͤche in⸗ ben ihre persoͤnlichen und dinglichen Rechts⸗Anspruͤche nerhalb einer Praäͤklustvfrist von drei Monaten anzu⸗ an dieienigen Personen, die von uns in den Besitz d

es eines weiteren Verfahrens oder

bringen, fordern wir nunmehr auf Grund der Aller⸗ vorerwaͤhnten Realitaͤten eingewiesen worden sind, hoben werden koͤnnen.

hoͤchsten Kabinets⸗Ordre vom 8. September d. J., und denen ein Theil der in die Koͤniglichen Kassen Wir senden diese Bekanntmachung jedem urspruͤng⸗ ing, Seite 288, und einer darauf er⸗ geflossenen Gelder ausgezahlt wurde, vorbehalten. 1

Gesetz⸗Sammli

gangenen Verfuͤgung des Herrn Geheimen Staats⸗ Gegenwaͤrtiges

Ministers und Chefs der zweiten Abtheilung des Ko⸗ durch die Allgemeine Preußische Staats Zeitung, als und stellen denjenigen, 1 niglichen Haus Ministeriums, von Ladenberg Ercel⸗- durch die Amtsblaͤtter der saͤmmtlichen Koͤniglichen nicht geschehen sollte, anheim, solche bei Herrn 5

lenz, vom 2asten desselben Monats, fernerhin saͤmmt⸗ Rheinischen und Westphaͤlischen Regierungen, zu drei delssohn & Comp. in Berlin oder hier bei uns ent⸗

oͤffentliches

:

liche bis jetzt bekannte oder unbekannte Interessenten, verschiedenen Malen, jedes Mal nach einem Zwischen gegen zu nehmen.

welche aus irgend einem Rechtsgrunde an die vorge⸗ raume von vierzehn Tagen, bekannt gemacht werden, dachten Besitzungen des ehemaligen Polcher Dingta⸗ der dreimonatliche Praͤklusivtermin aber von dem Tage ab, an welchem dieses Aufgebot zum dritten Male jetzt einen Anspruch zu haben vermeinen, auf, zur bEA1ö14“ 86 Koͤniglichen Regie Wahrne nd Ausfuͤhr ihrer Rechte sich in⸗rung erscheinen wird, zu laufen anfangen. Wahrnehmung und Ausfuͤhrung ihrer Rechte sich in Koler⸗ den 29. Hrsober 1941. fang Koͤnigliche Regierung.

ges und die davon aufgekommenen Revenuͤen noch

nerhalb einer dreimonatlichen Frist bei uns zu melden. Die Obiekte, auf welche sich dieses Aufgebot be⸗

zieht, sind folgende: 1) der Wald Hochpochten, groͤßtentheils aus Buchen Hochwald bestehend, enthaltend 2794 Morgen 103 Ruthen, gelegen im Banne der Gemeinde helm Berg

Edik

hat sich vor

Stettin den 14. Oktober 1841.

Gesellschaft. Wartenberg.

Masche. Var Goͤrlitz.

t

18 Jahren von hier ent⸗ haber

1841

Actie) hiermit ausgeschrieben werden und zu berich tigen sind, aber Quittung uͤber 20 Thlr. erfolgt.

Zur Zahlung hier bei unserer Haupt-⸗Kasse und und in Berlin bei dem Herrn Mendelssohn & Comp. die Kaufgelder der von dem Koͤniglichen Domai⸗ sind die Tage vom 20. bis ultimo November c. be⸗ nen⸗Fiskus am 9. Oktober 1822 an den Steuer als Meistbietenden, oͤffentlich durch den Rendanten unserer Haupt-⸗Kasse Herrn jahre 1842 der Ansang gemacht und die im Frühjahr verkauften, in dem Banne der Gemeinde Uelmen Dietrich auf denselben Quittungsbogen, auf wel⸗ 1343 beendigt werden mufs, soll entweder im Gan- schen die ersten Einzahlungen bescheinigt sind; wes⸗- zen oder in einzelnen Theilen denjenigen Un⸗- en jetzi diese mit zu uͤberreichen ternehmern übertragen werden, von denen das unter- sischen Domainen⸗Verwaltung am 23. April 1812 und hier Tags nach der Einlieferung, in Berlin zeichnete Direktorium die annehmlichsten Preis-Of- sin moͤglichst kurzer Frist quittirt wieder entgegen ferten im Wege der Submission erhalten wird.

unsererseits erfolgt allein

lichen Actionair noch besonders, mit Beifuͤgung ei⸗ Aufgebot soll sowohl niger Bemerkungen wegen der Zahlungsweise, zu migten Beschlusse der General-Versammlung der Ge- welchen solche Mittheilung sellschaft werden sernerhin auch Gold- und Sil-

Witte.

Rheinische Eisenbahn. ¹. 8 SIih.1814 Der jetzt 52 Jahr alte, hier geborene Georg Wil⸗ Die Actionaire unserer Gesellschaft und die In⸗ ö SJJa. n. hat sich ve Fo 3 privilegirter Obligationen werden hierduͤrch nelmen, Kreis Kochem, Regierungs⸗Bezirk Ko⸗ fernt und seit dieser Zeit von feinem Leben und Auf⸗ benachrichtigt, daß die Zinsen der Actien fuͤr das

blenz, graͤnzt gegen Osten an die Gemarkungen enthalt keine Nachricht gegeben. Es ist auf seine Jahr à 5 pCt. mit 12 ½ Thlr. per Actie und

Staats⸗Zeitung No.

Moͤglichkeit auch nur entfernt zu glauben vor kurzem noch als Vermessenheit erschienen waͤre. Menschen vermoͤgen jetzt, ob⸗ gleich durch die groͤßten Raͤume getrennt, mit einander zu verkehren, gerade so, als ob sie sich unmittelbar gegenuͤber staͤnden, als ob sie nur eine Spanne weit von einander getrennt seyn wuͤrden. Der Gebieter eines Landes ertheilt am Regierungssitz seine Be⸗ fehle, und im naͤchsten Augenblick schon ist sein Wille an den Graͤnzen des Reichs bekannt und in Ausfuͤhrung begriffen. Kauf⸗ leute erhalten jetzt an diesem Ort eine wichtige Nachricht, und nach wenigen Minuten ist ihr Inhalt schon auf Hunderte von Meilen hin bekannt, und was nur immer innerhalb eines zusammenhaͤn⸗ genden Telegraphen⸗Systems Mittheilungswerthes sich ereignet, das kann unmittelbar nachher auf dem ganzen Umfang desselben bekannt seyn.

Wiclenschaft, Kunct und Literatur. 2 In der Versammlung des wissenschaftlichen Kunst⸗Vereins am 15ten d. erfreute sich die Gesellschaft ganz besonders an einer gro⸗ ßen Anzahl landwirthschaftlicher Skizzen und Studien von Pipen⸗ hagen in Prag. Obschon nur einfarbig braun, sind sie dennoch von einer wahrhaft magischen Wirkung, so daß, je laͤnger man darauf sicht, desto mehr einzelne Partieen und Gestalten dar⸗ auf erscheinen. Eine aͤhnliche Praxis der Pinselfuͤhrung, wobei auch der Pinselstiel mit gleicher Fertigkeit gehandhabt wird, ist uns, außer bei Salvator Rosa, nicht vorgekommen. Kunstfreunde finden diese Skizze zur Ansicht bei dem Kunsthaͤndler Sachse. Prof. Brandt, Koͤniglicher Hof⸗-Medailleur, legte die von ihm auf Veranlassung des 25jhrigen Regierungs Jubilaͤums des Koͤnigs von Wuͤrttemberg ge⸗ schnittene Medaille vor, welche auf der Hauptseite das wohlge⸗ troffene Bildniß des Koͤnig Wilhelm zeigt, auf der Kehrseite eine Wuͤrttembergerin mit einer Mauerkrone, die Verfassungs⸗Urkunde haltend, und eine Clio, welche auf die Tafel der Geschichte die fuͤnfundzwanzig Regierungs⸗Jahre verzeichnet.

Prof. Zahn zeigte aus seinen reichen Sicilianischen Mappen eine große Anzahl Mosaiken aus Sagracenischen und Normannischen Gebaͤuden vor. Sehr interessant ist es, dabei den Uebergang von dem Styl der Saracenen zu dem der Normannen zu erkennen, wel⸗ cher sich uͤberall in der Architektur jener Epochen bemerklich macht.

Unter diesen Mosaiken, welche Prof. Zahn alle in der Origi⸗ nalgroͤße in Farben an Ort und Stelle kopirt hat, zeichnen sich be⸗ sonders aus: die im Saracenischen Palazzo della Zisa bei Palermo, in der Koͤniglichen Schloß⸗Kapelle zu Palermo und in dem Dome zu Monreale. Eine Auswahl dieser Mosaiken wird in dem Werke: „Ornamente aller klassischen Kunst⸗Epochen“, von Zahn gegeben wer⸗ den, dessen ötes und 7tes Heft naͤchstens bei Reimer erscheinen wird.

Tr.

4

a) 52410 Stück Eichenholz, 8 Fufs lang, 10 Zoll breit, 6 Zoll hoch,

b) 26205 Stück Eichenholz, 5 ½ FuIs lang, 414 Zoll bI eit, 6 Zoll hoch. Die Lieserung dieser Hölzer, mit welcher im Früh-

Lie-

serungs-Lustige werden deshalb hiermit ausgefordert,

Bei verzoͤgerter Zahlung treten die Bestimmungen die sestgestellten Lieserungs-Bedingungen im Bau-Bü-

des 8§. 13 der Statuten ein. Mehrfache Anerbie⸗ reau der Eisenbahn-Gesellschaft (Johannisbergstralse von obi⸗ tungen haben den Beschluß veranlaßt, bei der dies⸗ No. 1 eine Treppe hoch) selbst einzusehen oder sich en Gelder. maligen Einzahlung zum 1. Dezember d. J. (abwei sollen alle vorgedachte, bekannte chend von der fruͤheren Beschraͤnkung auf Zeichnungen ihre schristlichen Preis-Offerten versiegelt mit der

daselbst Abschrift geben zu lassen, demnächst aber

00 und; Thlr.) beliebige Vollzahlungen äulseren Aufschrift „Offerte auf das Holzloos No. der noch ruͤckstaͤndigen 80. „Ct., gegen Einhaäͤndigung baldigst und spätestens bis zum 13. Dezember d. J. halbjaͤhrigen Zinscoupons, an das unterzeichnete Direktorium einzusenden.

Magdeburg, den 17. November 1841.

Zugleich machen wir bekannt, daß die am 1. Ja⸗ Direktoriam der Magdeburg-Halberstädter Eisenbahn- nuar 1842 faͤlligen halbjaͤhrigen Zinsen von den schon jetzt zu voll eingezahlten Actien hier bei und in Berlin bei Herrn Mendelssohn &. Comp. in den ersten Tagen des Januar Mo⸗ 8 . er nats, gegen Ruͤckgabe des betreffenden Coupons, ge⸗ E 1“

Gesellschast.

unserer Francke, Vorsitzender.

sellschaft.

V Kölnische Feuer -Versich erungs-Ge- Nach einem von Sr. Majestät dem Könige geneh-

Waaren und Gemälde versichert.

Indem wir solches zur öffentlichen Kenntniss brin- gen, empfehlen wir einem geehrten Publikum die An- stalt bestens und benutzen diesen Anlass zugleich,

Das Direktorium der Berlin Stettiner Eisenbahn⸗(darauf ergebenst aufmerksam zu machen, dass, ausser

in unserem Comtoir, neue Friedrichsstrasse No. 37., durch die Agenten in Berlin:

Herrn Aug. Eckhardt, Holzmarktstrasse No. 70.,

E. Evenius, Lindenstrasse No. 17.,

IIerren Eduard Gerber & Co., O anienburger-

strasse No. 5.,

Ierrn J. Louisdowsky, Klosterstrasse No. 92., J. W. Weiss, Schönhauserstrasse No. 21., C. L. Egeler in Charlottenburg, Justiz-Kommissarius Salzmann in Spandau, C. Epner, Haupt-Agent in Potsdam, 8

Ebeling

der Gemeinden Eppenberg, Laubach und Muͤllen⸗ Todeserklaͤrung angetragen und wird daher der Georg die Zinsen der privilegirten Obligationen fuͤr das Anträge entgegengenommen werden, welche ausserden bach, gegen Suͤden an die Gemarkungen von Wilhelm Berg oder dessen unbekannte Erben oder zweite Semester 1841 à 4 SCt. mit 5 Thlr. per Stuͤck jede Auskunft zu ertheilen bereit sind.

Alfeln und Auderath, gegen Westen an Laͤnde- Erbnehmer aufgefordert, sich in dem auf

vom 2. Januar 1842 ab

Berlin, im Oktober 1841. Die General-Agenten für die Provinz Brandenburg.

ö

in unserem Comtoir oder

sche A nzeigen. Goͤttingen sind im Laufe des Jahres 1841 folgende Michael Neander's. Ein Beitrag zur Reforma⸗ b bei den Herren LEWWITEEEEIVEs1t

So eben ist an alle Buchhandlun en versendet i igke schiene 8 . ions⸗ Sittengeschichte des 16. Jahr 6 ih zn Paben 1n Berlim in hhe öö EEö1’““ und durch alle Buchhandlun 9 7 eeen e igeschichtr des 16. Jahrh. gr. 8. nn Künshandlung, Konigl. Bauschule Laden Nr. 12, Irenaͤus, Erwiderung auf das Schreiben des b Der Verb E“ Herrn Pastors s 7v.

; 8- 1 und die Kirche betreffend. gr. 8. geh. 7 ½ Sgr.

. emeinnu 6 89 er Ke nntni se. Incerti auctoris de figuris vel schematibus ver-

8e S 888g 11gn ö“ Phüttel⸗ welche der Handels⸗Verkehr in b sus v Peiitionem in ö 8 2 onde Füͤrste ej cur. F. G. Schneidewin. 8 maj. 15 Sgr.

Preis des ganzen Jahrgangs von 6 Heften mit vie⸗ 8 Kembur Frhalten 8 Klencke, Dr. H., neue anatom. u. physiolog. Un⸗ om 8

len Abbildungen. 4 Thlr. 10 Sgr. Elvers, Chr. Fr., Beitraͤge zum Waseerrechte. tersuchungen uͤber die Primitivnerven⸗Faser und vers. Neue Folge 1. Bds. 2. H. gr. 8. geh.

Der „Verbreiter“ ist ein zu bekanntes treffliches 18 H. das Recht des Wasserlaufes nach seinen das Wesen der Innervation. Mit 1 lithog. Ta 20 Sgr. 8 Haus⸗ und Familienbuch und braucht daher keiner leitenden Prinzipien und in seinen einzelnen Be⸗ fel. gr. 8. 262 Sgr. Zachariaͤ, Dr. G., Deutsches Stgats⸗ und Bun⸗ besonderen Empfehlung. Ectir., Er Sn stimmungen aus den Quellen des Roͤm. Rechts Leist, G., historia bondrum possessionis secundum desrecht. 1. Abth. Allgem. Lehren u. Verfas⸗

Der „Verbreiter“ wird wie bis dahin vollstaͤndig dargestellt, nebst einem Anhange uͤb Romagnoff's tabulas. 8 maj. 10 Sgr. sungsrecht der Deutschen Bundesstaaten. gr. 8. und schnell die neueren Beobachtungen, Erfahrungen Schrift vom Wasserrechte. gr. 8. geh. 20 Sgr. Liebner, Dr., Th. A., Predigten gehalten in der 2 Thlr. 5 Sgr. und Fortschritte in den verschiedenen Zweigen der G. riesebach, A., Reise durch Rumelien und nach Universitaͤtskirche zu Goͤttingen. gr. 8. geh. 1 Thlr. ——

Landwirthsch e shnn and ce Ber. im Fahre 1839. 2 Bde. mit 2 K. gr. 8. Lucke, Dr. E1 Beitraͤge zur een erschienen; besserungen und Erfindungen mittheilen, we geh. 3 Thlr. 22 ½ Sgr. Missions⸗Wissenschaft. 2 eden in dem Schoͤnfeld, M. G., Wunden, Wehe und Leiden schie Br 7 end 92 ge Diese Zins vf . ensati dn 8 v Geblet bes glanfres Heneen-whens dehhreg. 8 G ö1— Maeariate zum Uebersetzen aus Missions⸗Verein zu Goͤttingen gehalten. gr. 8. des Branntwein tri nkers. 2te dehs. 8. ½ Thlr verscheegenen eugdsgashen, a en. Wanden gen die- warsatenbohbeng Ealgn auech 8 vuf is Aes Pi EE“ Am 6. Dezember d. J. Nachmittags 2 Uhr wird Von den fruͤheren Jahrgaͤngen sin 0 Ere em Deutschen ins Lateinische fuͤr die mittleren geh. 10 Sgr. der liebe Branntwein, oder kurze Beleh⸗ 8 chpochten; statt 20 Thlr. nur 18 Thls. 2 . 78. die Voli⸗ Zum Oberben de I 8, 5; Süuree. zotkar und in dessen Schreib⸗ 4 8* e Buch⸗ Gymnastalklassen. 8 8 8 i ., Handbuch der hakentg. 85 2672 keits⸗Norein⸗ 09; 8 1 Hochpochten; 8 t 20 Thlr. Thlr. 24 Sgr. fuͤr die Vo „um Oberbau der Magdeburg-Halberstädter Eisen- vor un erzeichnetem Notar . EEEECEEIIöI durch jede gute Buch sialklass Nach dessen Tode fortgesetzt Melford, D; Handbuch der Italienischen rungen a,nlanga gssieas 1 6) die Zervasmuͤhle, bestehend in einem Wohnhause, Actie von 200 Thlr. (9 Thlr. 12 Sgr. fuͤr die Halb⸗bahn sind nachstehende stube dahter das zu Koblenz in dem angenehmsten . 1g/ 6 . 8 8

von A. H. C. Geffers. Des 1. Kursus 28 H. Umgangssprache. 8. geh. 20 Sgr. Tent & Gaßmann in Solothurn. gr. 8. 15 Sgr. Muͤhlenbruch, Dr. Cß. F., rechtliches Erachten,! Vorraͤthig bei E. S. Mittler (Stechbahn 3). 1 .e, b Beilage 8

reien und Waldungen von Uelmen und gegen den 18. Juli 1842, Vormittags 11 Uhr, Norden an die Gemarkungen der Gemeinden Uers⸗ angesetzten Termine oder vor demselben hier zu mel⸗ 1 feld und Liersthal; „, den, widrigenfalls Ersterer fuͤr todt erklaͤrt und die S. Oppenheim jun. 2) das Forsthaus sammt dem dazu gehoͤrigen Maͤus⸗ Erbfolge in sein Vermoͤgen eroͤfnet, X“ et Comp. in Koͤln, felder Hofe, bestehend aus einem Wohnhause nebst mit ihren Anspruͤchen praͤkludirt werden sollen. Al. Scha affhausen Scheune und Stallung und verschiedenen Grund⸗ Reetz, den 28. Juli 1841. Stein stuͤcken, enthaltend 123 Morgen 130 Nuthen Koͤnigl. Land⸗ und Stadtgericht. b öq((VqCVPV1Iöu.“. 9 Sg, gibegtb dem Waͤlde von Hochpochten; MN. Wergifosse er Puͤtzfelde bestehend aus einem Wohn⸗ 1 1 88 elss t C j 42 hause dees 88 und Stallun Sgehe Berlin⸗-Stettiner Eisenbahn. V 8 141 ½ b“ 5. denen Grundstuͤcken, haltend 117 Morgen 98 Ru⸗ Auf den Grund eines statutenmaͤßigen Beschlusses gegen Aushaͤndigung der faͤlligen Zins⸗C EEE Sachtbeils then 10Fuß, gelegen in dem Walde von Hochpochten; ersuchen wir die Actionaire Kieemees gen. egschl die hozen Lushas meumg. faͤlligen Zins⸗Coupons er 17. Thl. 1. des 5v. eväöe der Hoͤchsterhof, bestehend sa. mehreren Wirth⸗ dritte Rate fuͤr ihre Zeichnung zu der Berlin⸗Stet⸗ Koͤln, den 31. Oktober 1841. binnen 1 22a. Monaken ;5 Enstraße Nr 62 wohn⸗ schaftsgebaͤuden und verschiedenen Grundstuͤcken, tiner Eisenbahn mit 10 pCt. zum 1. Dezember d. J. Die Direction der Rheinischen Eisenbahn Gesellschaft. 3 Carow, in deri November 1841. haltend 122 Morgen 55 Ruthen 60 Fuß, gele⸗ einzuzahlen und gleichzeitig die Zinsen von den be⸗ Hirte, Spec.⸗Direktor⸗Substitut. Se sius, Justizrath. gen in dem Walde von Hochpochten; reits gezahlten beiden ersten Quoten pro 1. Maͤrz 8 . b ““ der Gieroldsrother Hof, bestehend aus einem bis 1. Dezember c., auf 9 Monate entgegen zu ee.; Wohnhause nebst Scheune und Stallung und nehmen. Lieferung von Hölzern

deikommiß⸗Herrschaften Kniphausen und Varel nebst Zubehdrungen. gr. 8. geh. 1 Thlr. Rost, Dr. V. Ch. Fr., Griechische Grammatik. bte durchaus genau berichtigte usgabe. gr. 8. 1 Thlr. 15 Sgr. 1 Tancredi summa de matrimonio. derlich. 8 maj. 22 ½ Sgr. Themis, Zeitschrift fuͤr Doktrin und Praxis des Roͤm. Rechts. Herausg, von Dr. C h. F. El⸗

Poppe & Comp.

Im Auftrage der Erben der hierselbst am 28. Sep⸗ tember dieses Jahres verstorbenen verwittweten Frau Kammergerichts⸗Raͤthin Rose, Johanne Philippine 1 in Aachen, Henriette geborne Carow, fordere ich alle diejeni

gen, welche Anspruͤche an deren Nachlaß, dessen

Anecdota, quae processum civilem spectant, ed. A. Wauanderlich. Bulgarus, Damasus, Bona- guida. 8 maj. 1 Thlr. 15 Sgr.

Blohm, H., Versuch zur naͤheren Eroͤrterung der

Ed. A. Wun-

SDeerren lliche Versteigerung des Schau⸗ tusc. , ʒBere ge Fogten;