X
struirten Bauerhaͤusern, bis zu den groͤßten . fen; zu Gemeinde⸗, Back⸗ und Braubaͤusern, Ge⸗ meindeschenken und Gasthoͤfen, zu Haͤusern 8 Betriebe verschiedener Professionen und zu vr geschäͤften, zu Schulen, Pfarrwohnungen .g chen, so wie auch zu geschmackvollen 8abcesenn Ferner: zu Buͤrger⸗ und Gesellschaftshaͤusenn nde einer speziellen Anweisung zur Reparatur⸗ 7 rung und zum Neuausbau⸗ alter e. 2 in den meisten Provinzen Deutschlands bes henden Baupolizei⸗Gesetzen entworfen und ausgefuͤhrt. Ein populair instruktives Universal⸗ “ Modell⸗ und Handbuch als Leitfaden beim Konstruiren der Gebaͤude, so wie auch zum Selbstunterricht fuͤr Maurer⸗ und Zim⸗ mer⸗Meister und Gesellen, Bau⸗Eleven, Bauherrenu. als Vorlegeblaͤtter fuͤr Real und Bauhandwerks⸗Schulen von M. Wölfer. Blatt Zeichnungen. 4. geh. 2 ½ Thlr. Zehn Novellen von Caroline Leonhardt⸗Lyser in 3 Baͤnden. 8. 2 ½ Thlr. Diese interessanten Novellen unserer ersten D schen Stegreif⸗Dichterin werden alle Freunde belletristischer Lektuͤre ansprechen. Das blutende Herz von Christburg Historischer Roman aus Preußens Vorzeit von Ferd. Schreiber. 141413 Thlr. allen Leihbibliotheken sind beide Werke zu
Mit 56
8
Bei uns erscheint und ist in Berlin zu haben in Oehmigke's Buchhandlung (Jul. Buͤlow), Burgstraße Nr. 8:
21
Die Erziehung des Menschen in seiner fortschreitenden Entwickelung. Eine gekroͤnte Preisschrift der Madame Necker de Saussure. Aus dem Franzoͤsischen uͤbersetzt von
den Pfarrern L. Overbeck und F. Smidt.
Das Werk, welches wir hiermit uͤbergeben, besteht aus zwei Baͤnden, die in vier Lieferuͤngen in die Haͤnde des Abnehmers gelangen. Der Preis einer Lieferung ist ½ Thlr.
Diesem Hauptwerke, welches die Erziehung beider Geschlechter umfaßt, schließt sich dann noch als Sup plement die „Erziehung des weiblichen Geschlechts“ insbesondere an, welches sowohl als dritter Band des Hauptwerks, wie auch als fuͤr sich bestehend, angese hen werden kann, und zu dessen Abnahme die Kaͤufer des Hauptwerks nicht verpflichtet sind. Der Preis dieses Bandes in zwei Lieferungen ist ebenfalls Thlr. fuͤr jede Lieferung.
Die ersten beiden Lieferungen, den ersten Band bil⸗ dend, sind erschienen und an alle Buchhandlungen versandt. Bielefeld, im November 1841.
Velhagen & Klasing.
1 — EEsbseiung
der einzelnen Kotzebueschen Theaterstuͤcke.
Nachdem kuͤrzlich eine neue, schoͤne und wohlfeile Ausgabe von Kotzebue's Theater erschienen ist, deren Baͤnde aber nicht vereinzelt werden, habe ich auch dem vielfach geaͤußerten Wunsche entsprochen, dessen einzelne Schauspiele fuͤr bedeutend bil⸗ ligere Preise als bisher abzulassen, und ist ein spe⸗ zielles Verzeichniß derselben in allen Buchhandlun⸗ gen, in Berlin in der Plahnschen Buchhandlung, Jaͤgerstr. 37, zu bekommen. Diese Stuͤcke werden auch vorzugsweise zum Uebersetzen in fremde Spra⸗ chen benutzt, wozu sie sich wegen des besonders in den Lustspielen enthaltenen Conversationstons em pfehlen.
Leipzig, im Okt. 1841.
Eduard Kummer.
So eben sind erschienen und in allen Buchhand⸗ lungen zu haben, in Berlin bei E. S. Mittler (Stechbahn 3):
Gymnasien und Realschulen in ihrem gegenseitigen Verhaͤltnisse. Mit Beziehung auf Seebeck's Schrift. Von Dr. Chr. Weiß, Koͤnigl. Preuß. Regier.⸗ und Schulrathe. 10 Sgr.
Andie hohen Regierungen Deutschlands.
Von einem Lehrer. 3 ¾ Sgr.
Aufruf zur Wachsamkeit. An Eltern, Leh
rer und Erzieher. Von einem Lehrer. 10 Sgr.
Der Gegenstand dieser Schrift ist neuer⸗ dings von einigen Regiecrungen kraͤftig angeregt worden. 8 J.
In Unterzeichnetem ist so eben erschienen und durch
Wunder in Leipzig.
alle Buchhandlungen, in Berlin durch F. Duͤmm⸗
ler, Linden Nr. 19, zu beziehen:
Paer suüu ch einer Physiologie der Sprache
nebst historischer Entwickelung der abendlaͤndischen
Idiome nach physiologischen Grundsaͤtzen. Von 8 “ Dr. K. M. Rapp. Enthaltend Vierter und letzter Band. G „ I. Die Physiologie der Sprache. Physiologie der rhythmisch und rungen und Zusaͤtze zu den drei fruͤheren Baͤnden Gr. 8. Preis 1 Thlr. 15 Sgr. Der Verfasser hat sich die neue Aufgabe gestellt
den Kreis aͤlterer und neuerer Sprachen in si 2* wor die Bildung des Abendlandes bewegt/ vergislchena
schildern. Neben getreuer Benutzung der strengwis
Ackerhoͤ⸗ fuͤgten Sprachproben sind in dieser Gesammt⸗Ortho⸗
(Griechisch, Latein, Gothisch. sind die mittelalterlichen Sprachen dargestellt: By zantinisch, Provenzalisch, Nord⸗Franzoͤsisch, Altnor⸗
wovon der 6 Bogen starke gedruckte Katalog bei Un
Berlin bei Alexander Duncker, Kdnigl. Hofbuch⸗
Die Deutschen II. Die Dichtungsformen des Mittelalters, phonetisch nachgebildet. III. Verbesse⸗
ie gegeben und meist von Uebersetzungen in ei⸗ graea schen verwandten Sprache begleitet. — Die fruͤher erschienenen drei Baͤnde kosten zusammen 4 Thlr. 22 ½ Sgagr. und enthalten: Der erste Band die Theorie, d. h. die Laute und die Erscheinungen der Quantitaͤt und des Accents, so wie sich diese Seiten der Sprache auf dem Gesammtgebiet der beigezogenen Sprachen darstellen; außerdem noch den Anfang der historischen Schilderung, naͤmlich die Sprachen der alten Welt: Im zweiten Band
disch, Angel⸗Saͤchsisch, Nieder⸗ und Ober⸗Deutsch. — Den dritten Band fuͤllen die lebenden Sprachen, mit Ausschluß des Deutschen, von dem nur das Nieder⸗ Deutsche aufgenommen ist, indem das Ober⸗Deutsche
sammt unserer Schriftsprache obigem vierten Band,
womit dieses Werk geschlossen ist, angehdren. Stuttgart und Tuͤbingen, Oktober 1841. J. G. Cottascher Verlag.
Ende Dezember d. J. soll eine Buͤcher Sammlung,
terschriebenem, Schuͤtzenstr. Nr. 10, zu haben ist, ver⸗ steigert werden. “ b Rauch, Koͤnigl. gerichtl. Auctions⸗Kommiss.
So eben erschien in meinem Verlage und ist in
haͤndler, Franz. Straße 21, zu haben: Wurm, Dr. C. F., Prof., Verfassungs⸗Skizzen der freien und Hansestaͤdte Luͤbeck, Bremen und Hamburg. gr. 8. geh. 20 Sgr. Hamburg, September 1841. 3 Johann August Meißner.
Nachstehende Werke haben so eben die Presse bei mir verlassen und sind in Berlin bei E. S. Mitt ler (Stechbahn 3) vorraͤthig: .
Organism der Sprache von Dr. K. F. Becker. Zweite neubearbeitete Ausgabe. à3 Thlr.
Ich erlaube mir, hiermit die Maͤnner vom Fach sodohl, als auch das sich fuͤr Sprachwissenschaft in⸗ terefsirende Publikum uͤberhaupt auf das Erscheinen dieser neuen Ausgabe aufmerksam zu machen, die bei gaͤnzlicher Umarbeitung von Seiten des Herrn Verfassers fuͤglich als ein ganz neues Werk gelten kann. Zur Empfehlung eines so ausgezeichneten, auch in aͤußerer schoͤnen Form erschienenen Werkes, das die Grundlage des ganzen Beckersch en Spra ch systems bildet, und das Jedem, der sich mit dem jetzigen Standpunkte der Sprachwissenschaft vertraut machen will, unentbehrlich seyn wird, brauche ich weiter nichts hinzuzufuͤgen, uͤberzeugt, daß es als eine willkommene, die Deutsche Literatur ehrende Erscheinung begruͤßt werden und ihm die gebuͤh rende Anerkennung von Seiten des gelehrten, wie auch wohl des groͤßeren gebildeten Publikums nicht fehlen werde.
Handbuch der gerichtlichen Untersu— chungskunde von Dr. Ludw. H. F. v.
Mit einer großen und genauen Abbildung des elektro⸗magnetischen Apparates. Eine wichtige Schrift fuͤr Techniker, Maschinen⸗ bauer, Fabrikanten ꝛc. Nach den neuesten Verbesse⸗ rungen dargestellt von Dr. Taylor. Quedlinburg, bei G. Basse. gr. 8. geh. Pr. 15 Sgr. Hier finden wir die neuesten Resultate in Bezug auf diese hoͤchst wichtige Erfindung, die uns belehren,
Weise an die Stelle jeder anderen Triebkraft zu setzen ist. Die Abbildung stellt den elektro⸗magnetischen Apparat sehr anschaulich dar.
Im Verlage von Duncker und Humblot ist erschienen und zu Weihnachts⸗Geschenken zu em⸗ pfehlen: Die Weltgeschichte in Biographieen. Von K. W. Boͤttiger. gr. 8. Theil 1— 5. Subscriptionspreis 8 1 Thlr. Auch in einzelnen Lieferungen und Baͤnden zu haben.) Es bedarf dies Werk, bei dem Namen des Ver⸗ fassers und bei der so zahlreichen Theilnahme des Publikums keiner weiteren Empfehlung, von Seiten der Verlagshandlung. — Der kuͤrzlich erschienene 5te Band enthaͤlt: Neuere Geschichte in Biographicen. 1r Theil: Einleitende Bemerk. und Uebers. des Zeitraums. Maximilian I. — Emanuel der Gluͤckliche. Al boquerque. Camoens. — Don Hernandez Cortez. Pizarro. — D. Martin Luther. D. Philipp Me⸗ lanchthon. — Huldreich Zwingli. Joh. Calvin. — Franz lI. — Karl V. — Heinrich VIII. — Gustav I. Wasa. — Inigo von Loyolg. — Sul⸗ tan Suleiman. Ismael Ssaffsi und Baber. — hilipp II. Cervantes. — Wilhelm von Org⸗ nien und sein Sohn Moritz. — Heinrich IV.
und Baco. — Papst Sirtus V. — Iwan lV. —
Maximilian I. von Bayern. — Albrecht von Wald⸗
stein, Herzog von Friedland. — Gustav II. Adolph.
Richelieu. — Descartes (Cartesius). Schah
Abbas 1. — Akbar der Große. Albufasl u. Feisi. M iI1mß
uͤber Aus muͤndlichen und schriftlichen, gedruckten und ungedruckten Quellen. Von
Dr. Friedrich Wilhelm Zwei Baͤnde. gr. 8. geh. saglt. Erster Theil. Einleitung. — Johannes Falk. — Bettine Brentano. — Persoͤnlichkeit. — Ge⸗
sundheit. — Charakter. — Gesinnung. — Thaͤ tigkeit. — Totalitaͤt. — Eigenheiten. — Fehler. Hauslicher Zustand. — Reisen. — Fremde, Mar⸗ tin Friedrich Arendt. Adam Oehlenschlaͤger. Franzosen u. Englaͤnder. — Juden. — Freunde. Goethe u. Schiller. — Umgebung. — Ruhm. —
Publikum. Zweiter Theil. Weimarische Zustaͤnde. — Goe—
iemer.
R 5 Thlr.
Jagemann, Großherzogl. Badischem Amt mann zu Heidelberg. Zweiter Band, die Prag⸗ matik der Untersuchungskunde enthaltend. 63 Bogen mit 3 Steindrucktafeln. Preis 3 Thlr. 20 Sgr. 1 Die ungemein guͤnstige Aufnahme des ersten (the⸗ oretischen) Theils dieses Werkes, welches fast in allen gelehrten Zeitschriften und zwar von den er sten Kriminalisten, wie Mittermaier, Abegg, Zacha ria in Heidelberg, Zachariaͤ in Goͤttingen, Muͤller, Rauter, Bopp u. A. vielfaͤltig besprochen und uͤber all als eine wesentliche Ergaͤnzung der Strafprozeß⸗ theorie anerkannt wurde, veranlaßte den Herrn Ver fasser, einen zweiten Band auszuarbeiten, welcher eine vollstaͤndige Nutzanwendung der Lehrsaͤtze des ersten in dreihundert vierundvierzig Akten auszuͤgen enthaͤlt, die von mehr als 600 erläaͤuternden Anmerkungen begleitet sind und sich dadurch als eben so viel selbstaͤndige Kriminalfaͤlle gestal⸗ ten. Eben deshalb glaube ich annehmen zu duͤrfen, daß dieser zweite Band allen Freunden von Krimi nalfaͤllen uͤberhaupt, insbesonders aber auch den Kri⸗ minalpraktikern, Psychologen und Anthropologen von hohem Interesse seyn werde. Frankfurt a. M., am 15. Oktober 1841. 1u“ G. F. Kettembeil.
In unserem Verlage ist erschienen:
Die Holz⸗Architektur des Mittelalters Mit Anschluß der schoͤnsten in dieser Epoche entwickelten Produkte der ge⸗
4. Heft. gr. Fol. Preis 3 Thlr. 15 Sgr., auf Velinpapier 4 Thlr. (Preis des 1sten bis 3ten Heftes 8 Thlr. 15 Sgr., auf Velinpapier 13 Thlr.) Schenk u. Gerstaͤcker, Linden Nr.
55 27.
Zu dem vor einigen Jahren erschienenen und mit so vielem Beifall aufgenommenen
Lieder und Bilder, auch unter dem Titel: „Lieder eines Malers“ (R. Reinick mit Randzeichnungen seiner Freunde) er
Band, derselbe wird Illustrationen zu bereits bekann ten Gedichten, Volks werden. Das Verzeichniß
selbst radirt
Jdarf. Preis 5 Thlr. — Gebundene Exempl. in farbigen Druck doEeemihhir Duͤsseldorf. Julius Buddeus.
senschaftlichen Werke eines Schneider,
8 Buttmann Grimm, Raynouard, Diez, sind seine Vorbilder
werblichen Industrie, von C. Boͤtticher.
scheint zu Anfang des kuͤnftigen Jahres ein zweiter nennen.
und Trinklieder enthalten, die von auswaͤrtigen und hiesigen Malern komponirt und der Mitarbeiter zeigt, daß die ausgezeichnetsten Kuͤnstler sich bei dem Werke betheiligt haben und daher das Publikum nur etwas wirklich Gediegenes erwarten In Collico gebunden 5 7 Thlr.
⸗Subseriptionslisten und Probeblaͤtter sind vorraͤthig und werden Kuͤnstlern u. Kunstfreunden zugesandt von der Gropiusschen Buch⸗ und Kunsthandlung,
besondere Rask, dessen Unterricht er in Kopenhagen aufgesucht hat, und Schmeller. Ihnen und einem ausgedehnten Studium der Idiome, wie sie gesprochen werden, verdankt er die Auffassung der Sprache als eines lebendigen Stoffes. Die vielgestaltigen Erschei⸗ nungen desselben, hier vorerst der Lautlehre, weiß er darzustellen als Ausstrahlungen einer urspruͤnglichen Einheit. Dies wird besonders anschaulich durch das
Band einer gleichmaͤßigen Orthographie, mit deren
Beistand er den oft so wunderlichen Eigensinn der
bestehenden Orthographieen baͤndigt. Die beigefuͤg⸗
Koͤnigl. Bauschule Laden Nr. 12.
Die wichtigste Erfindung unserer Zeit! Bei E. S. Mittler (Stechbahn 3) ist zu haben Der Elektro⸗Magnetismus
8. als mechgnische Triebkraft - fuͤr Lokomotiven, Schiffe, Mi ꝛc., s zur voriheilhaften ffe, Muͤhlen ꝛc., s Drechseln,
und jeder anderen Art mechanischen Bewegung.
b o wie auch haften Anwendung bei dem Svinnen, Schleifen, Reiben, Saͤgen, Poliren u. s. w.
the's Leben und Wirken von 1775 — 1786. — Goethe's Reise nach Italien. — Goethe nach seiner Ruͤckkunft 1788 — 1790. — Goethe’s Ver⸗ haͤltniß zu Schiller 1793 — 1805. — Goethe’s Schriften. Goethe's Urtheile uͤber Dichter, Kuͤnstler, Kunstkenner, Naturforscher, Philoso⸗ phen, Regenten u. Staatsmaͤnner Goethe’'s Tischreden. — Schlußworte.
plar) bewirkt werden koͤnnen, so daß dieses seit 20 Jahren durch zweckmaͤßige Einrichtung, Richtigkeit und Schoͤnheit der Darstellung den ersten Rang be- hauptende Huͤlfsmittel beim Unterricht in der E kunde auch daneben den Vorzug der moͤglichst erreich⸗ baren Wohlfeilheit sich bewahrt.
erschienen und in jederguten
der Große. — Elisabeth und Maria. Shakespeare
Wuͤrttemberg
Royalfolio
sche Militairs besonders
Erd⸗
in Ber⸗ Berlin und die Berliner.
Bei Karl J. Klemann (Burastr. 8) ist so eben
Buchhandl. vorraͤthig: Berlin und die Berliner.
Schilderungen von Ludwig Eichler.
Zu haben bei S. Schropp K“õ Comp.
1 5 1 lehren, lin und in allen Buchhandlungen. daß der Elektro⸗Magnetismus auf hoͤchst vortheilhaftte
1s Heft (Putzmacherin. — Kolosseum.) mit einer
Original⸗Federzeichnung v. Th. Hosemann. Sauber broschirt 7½ Sgr. . Die erste Serie, welche unter gleichem Titel und
zu gleichem Preise zu Anfang dieses Jahres erschien, besteht aus 3 nal⸗Federzeichnungen v. Hosemann und 1 Barbier, Wachtparade, Leichenbitter, Lieb⸗
haber⸗Theater, Droschken, Auction.
Heften (von L. Lenz) mit 3 Origi⸗ enthält:
In unserem Verlage ist erschienen und durch alle Buchhandlungen des In- und Auslandes zu beziehen: “ Krankheiten des Kopfes und der Sinnes-Organe. . den neuesten und bewäöhrtesten Forschungen Deutscher, Französischer und Englischer Aerzte systematisch bearbeitet. 3 Bände gr. 8. broch 1839 und 1840. 6 Thlr.
Der erste Band enthält: Die Krankheiten des Ge hirns und der äulseren Kopfbedeckungen; Band II. Die Krankheiten des Seh- und Gehör-Organs; Band III. Die Krankheiten der Nasen- und Mundhöhle, der Zähne und des Gesichts. — Jeder Band einzeln NI Um die Anschaffung zu erleichtern, kann auch das Werk in 12 Lieferungen, jeder Band zu 4 Lieserun gen à 15 Sgr., bezogen werden.
Volssche Buchhandlung, Charlotten-Str. 25, Ecke der Dorotheen-Str
4
Kriegsgeschichte.
Eine dritte Auflage des fruͤher unter dem Titel: „Bei⸗ trag zur Geschichte der Feldzuͤge von 1814 u. 1815 in Frankreich ꝛc.“ mit allgemeinstem Beifall aufgenom menen Werkes ist so eben bei Metzler in Stuttgar erschienen, mit dem Titel: 3 Das Kommando des Kronprinzen vol in den Feldzuͤgen von 1814 und 1815 gegen Frankreich, nach amtlichen Quellen her ausgegeben von den Offizieren des K. Wuͤrtb. Gen Quartiermeisterstabs. Neue Ausgabe, besorgt zur Feie des Jubelfestes der 25jaͤhrigen Regierung Koͤnigs Wilhelm v. Wuͤrttemberg. gr. 8. Mit 12 Karten in Royalfol. 1. tonirt 3 ¾ Thlr. 8
Der Preis der beiden fruͤheren vergriffenen Aufla gen, welche uͤberdies dadurch, daß auch ihr Tert in
gedruckt worden, zur Benutzung sehr un en, betrug 9 Thlr. Der auf nur ½ des
bequem waren, ölr r 5 dieser zugleich weit schd
fruͤheren bestimmte Preis ner ausgestatteten neuen u eine um so groͤßere Verbreitung sichern, da die ge 6 naue Kenntniß der Kriege von 1814 u. 15 und jenes Kriegs⸗Schauplatzes in Frankreich, uͤber welchen eine General⸗Terrainkarte beigegeben ist, jederzeit fuͤr Deut
wichtig ist. — Eine Pracht⸗
Von der neuen Lieferungs⸗Ausgabe vom Universal⸗Lexikon der Handlungs⸗Wissenschaften von Aug. Schiebe
ist die 12te und letzte Lieferung nun erschienen und dieses Werk in 12 Lieferungen vollstaͤndig zu 12 Tha⸗ lern, in 3 Baͤnden sauber kartonnirt zu 13 Thalern durch alle Buchhandlungen zu erhalten, in Berlin durch die Amelangsche Sort.⸗Bchh. (R. Gärt⸗ ner), Bruͤderstr. 11. Einzelne Hefte der fruͤheren Ausgabe in 19 Hef ten sind zur Vervollstaͤndigung von Exemplaren à 2, Thaler auch noch zu erhalten. Friedrich Fleischer.
3
Leipzig 1841.
Bei Gebr. Schumann in Leipzig sind erschienen: 1AX ein Romanzenkranz. 1 Erste vollstaͤndige Uebertragung, welche, außer den bisher in Deutschland bekannten 78 Gedichten, durch Aufnahme weiterer 76, nach der Duranschen Sammlung, nun saͤmmtliche vorhandene Eid⸗Romanzen giebt, von E. M. Duttenhofer. s“ Waͤhrend Herder nur 70 dieser Eid⸗Gedichte nicht uͤbersetzt, sondern bearbeitet hat, auch von allen uͤbri gen Deutschen Uebersetzungen keine mehr als 78 Ro manzen enthaͤlt, sind hier zum erstenmal, nach der neuen Duranschen Ausg. des Span. Tevxtes, saͤmmt⸗ liche vorhandene 154 Cid⸗Romanzen, in Wort und Form getreu, durch einen bekannten Uebersetzer wie dergegeben, so daß wir diese Schrift mit Recht die erste vollstaͤndige und gediegene Uebertragung des Cid Druck und Papier ist schoͤn, der Stahlstich gelungen. E. L. Bulwer's Werke. Aus dem Englischen. 63r bis 67r Band. 16. geh. Band 63 enthaͤlt das neue Drama „Geld“, B. 64— 67 den anziehenden neuen Roman „Nacht und Morgen.“ Seit die Stuttgarter Ausgabe von Bul⸗ wer's Werken vergriffen ist, bildet gegenwaͤrtige die einzige vollstaͤndige Deutsche Ausgabe der saͤmmtlichen Werke Bulwer's. Jeder Band kostet auf Velinpagp. gedruckt und geheftet ¼ Thlr., die 67 Bde. komplet 16 Thlr. 8 Zu erhalten in allen Buchhandlungen Preußens, in Berlin Stechbahn 3, Bromberg, Posen bei E. S. Mittler
5
v“
F ie 21ste Auflage von Stieler's Schulatlas über alle Theile der Erde und über das Weltgebäude in 27 Karten etc. Gotha, bei Justus Perthes.“ hat durch besondere Gunst der Verhaͤltnisse eine Er⸗ niedrigung im Preise (auf 1½¼ Thlr. fuͤr das Exem⸗
7)
Ausgabe, bei welcher Text und Kupfer⸗Platten auf
schoͤnstes dickes Velinvap. gedruckt, der Text in Oktav
und die Kupfer ungebrochen in einem Atlas, jede einzeln, schoͤn gebunden sind, ist fuͤr 6½ Thlr. auf Bestellung zu beziehen. — Vorraͤthig in allen Buch handlungen Preußens, in Berlin
lin (Stechbahn 3) Posen, Bromberg bei E. S. Mittler.
zei Joh. Hoffmann in Prag ist so eben erschie nen und bei T. Trautwein in Berlin, Breite Str No. 8, zu haben:
Joseph Labitzky., Jubelklänge aus Walzer f. d. Pfte., komponirt zum feier Ii chen Geburtsfeste der Kronprinzessin von Grofsbritanien. 708 Werk. Pr. 15 Sgr. Ie ee 6 SS. 1. Viol. u. Pfte. 20 Sg.
b [. Flöte u. Pste. 20 Sgr., f. Guitarre 7 Sgr., f.
ganze Orchester 2TIIIT
Elegantes Weihnachts-Geschenk. In meinem Verlage ist erschienen und bei Will Logier in Berlin, Friedrichsstr. 161, zu haben: Gebee und Tedee V1 von 88 Elisa von der Recke, geborner Reichsgraͤfin von Medem. Mit dem in Stahl gestochenen Bildnisse der fasserin. Kartonnirt 1 Thlr. 10 Sqr... . B Von diesen trefflichen Gebeten und Liedern, die durch Innigkeit des Gefuͤhls und Klarheit des Glau⸗ bens jedes religioͤse Gemuͤth ansprechen und erhe ben, habe ich eine deren vrillante Ausstattung dem inneren hohen Wer⸗ the vollkommen entspricht und als Weihnachtsgabe mit vollem Rechte anzuempfehlen ist.— Leipzig, November 1841. B. G. Peubner.
Ver
In unserem Verlag erschien eine der berühmtesten Konzert-Compositionen von Fantaisie s. I. Ouatuor de Ludovic p. Vio- lon av. Acc. de Quintuor ou Piano à 1 Thlr.; serner: Ernst, 3 Rondinos s. Robert le diable, Nathalie et la Tentation av. Acc. de 2e Violon
à ½ Thlr., dito av. Piano à ³ Thlr.
Ernst eet Schunke. Rondo allemand sur Oberon pour Violon et Piano concertant. Op. 23. 1 TPhlr. Introduction, Var. et Finale s. u. thême favori de Straufs p. Violon et Piano concert. Op. 26. 1 ½¼ Thlr. 1
Ernst et Osborne. Souvenir de la Juive par Violon et Piano concert. ¾ Thlr.
34 Linden. Schlesingersche Buch- u. Musikhdlg.
illum. Dext nebst Karten in 8. kar⸗
Fest⸗Ausgabe duͤrfte ihr
Prachtausgabe veranstaltet,
81N 4. 481 “
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8 R n eoics vnhesnah, 24 Frrug ‚as, hrs emn 961116 1 1I1 n,e H⸗2017184 72t109 144 1187188. 1 26 vK 246912188 . iis ete
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Amtliche Nachrichten.
Rußland. St. Petersburg. Diplomatisches Corros.
Frankreich. Paris. Vermischtes. — Brief aus Paris. (Herr von Lamartine und seine politische Stellung.)
Großbritanien und Irland. London. Ueber den Titel des Kronprinzen. — O'Connell Rente. — Fabriknoth. — Vermischtes. — Fortdauer des Buͤrgerkrieges in Neu⸗Granada. — Proklami⸗ rung von Santa Cruz zum Praͤsidenten von Bolivien.
Niederlande. Amsterdam. Projekt einer neuen Ostindischen Handels⸗Gesellschaft.
Dentsche Bundesstaaten. Muͤnchen. Veraͤnderte Organisation der Akademie der Wissenschaften. — Hannover. Liste der Staͤnde— Mitglieder. — Hildesheim. Bevorstehende neue Bischofs⸗Wahl. — Karlsruhe. Krankheit des Großherzoglichen Prinzen. — Ham⸗ bu rg. Umzug von der alten nach der neuen Boͤrse. — Schreiben aus Frankfurt. (Boͤrse; Vermischtes.)
Oesterreich. Wien. Nordbahn.
Schweiz. Genf. Die juͤngsten Ereignisse unter einem religids⸗ kirchlichen Gesichtspunkte.
Spanien. Madrid. Vermischtes. — Brief aus Madrid. (Espar⸗ tero's Einzug; Handels⸗Angelegenheiten; Haltung der Regierung in Barcelona.)
Aegypten. Kahira. Eisenbahn nach Sucz. — Abyssinische Mission.
Inland. Duͤsseldorf. Eisenbahn.
Die Berlin-Stettiner Eisenbahn.
Amtliche Nachrichten.
Kronik des Tages.
Angekommen: Der Koͤnigl. Niederlaͤndische Staatsrath, außerordentliche Gesandte und bevollmaͤchtigte Minister bei der Deutschen Bundes-Versammlung, von Scherff, von Frank⸗ fürt
Abgereist: Der Koͤnigl. Großbritanische Gesandte, Brigade⸗ General Lord William Russell, nach London.
Ausland. 8. Rustland und Polen.
St. Petersburg, 30. Nov. Der Koͤnigl. Daͤnische Ge⸗ sandte, Graf von Rantzau, und der Gesandte der Vereinigten Staaten, Oberst Todd, haben vorgestern die Ehre gehabt, Sr. Majestaͤt dem Kaiser ihre Beglaubigungs⸗Schreiben zu uͤberrei⸗ chen. Aus den Haͤnden des Brasilianischen Gesandten haben Se.
Majestaͤt die Insignien des Cruzeros⸗Ordens empfangen.
1u“
Frankreich.
Paris, 1.
Dez. gendes: „Mehrere Journale sprechen von der Aufloͤsung der De⸗
zufolge, koͤnnen wir versichern, daß das Journal, welches jenes Geruͤcht zuerst verbreitete, durchaus falsch berichtet war.“
Der Moniteur parisien enthaͤlt Fol⸗
meine Willfaͤhrigkeit gegen ihn.
Herr von Salvandy, Botschafter Frankreichs in Spanien,
ist in vergangener Nacht von Paris nach Madrid abgereist. Er wird erst am 6ten die Graͤnze uͤberschreiten, da die Instructionen der Madrider Regierung zu seinem Empfange (so meldet der Messager) nicht fruͤher daselbst eintreffen koͤnnen.
Man will wissen, daß die Regierung von der Kammer einen Kredit von 40 Millionen Franken verlangen werde, um die Run⸗ kelruͤben-Zucker-Fabrikanten zu entschaͤdigen und dieser Industrie in Frankreich gaͤnzlich ein Ende zu machen. 1
Aus Valenciennes meldet man, daß gegenwaͤrtig in Hamburg eine Remonte⸗Kommission fuͤr die Franzoͤsische Kavallerie existire. Dieses Comité kaufe direkt von den Zuͤchtern und erspare da⸗ durch dem Franzoͤsischen Schatze bedeutende Summen. An der Spitze jener Kommission stehe der Eskadron⸗Chef Lemire.
Herr Plougoulm, der bekanntlich jetzt wieder in den Advoka— tenstand eingetreten ist, hat in die Gaäazette des Tribunaux eine sehr ausfuͤhrliche Rechtfertigung seines Benehmens als Ge— neral⸗Prokurator von Toulouse einruͤcken lassen. Seiner Darle⸗ gung zufolge, haͤtte Niemand der Regierung treuere und muthigere Dienste geleistet als er, und Niemand waͤre haͤrter dafuͤr bestraft worden. In der That gewaͤhrt es einen seltsamen Anblick, Herrn Plougoulm, der in den ersten 7 oder 8 Jahren nach der Juli⸗Re⸗ volution fast in allen politischen Prozessen die Factionen mit einem Eifer bekaͤmpfte, der seinen Namen mit zu dem unpopulairsten in Frankreich machte, jetzt in die Reihen der Mißvergnuͤgten eintre— ten zu sehen. 8
Das Urtheil des Zucht⸗Polizeigerichtes zu Pau ist Gegenstand einer doppelten Appellation geworden. Außer den Verurtheilten hat auch der Koͤnigliche Prokurator gegen dasselbe a minima ap⸗ pellirt. “
Das Journal des Dobats enthaͤlt Folgendes: „Wir haben einem anderen Journale nacherzaͤhlt daß dem Kultus der Augsburgischen Konfession zwei neue Kirchen eroͤffnet “ den. Es scheint gewiß, daß die Kirche de Panthemont der 12 mirten Gemeinde eingeraͤumt werden wird. Was aber die 1 de l'Assomption betrifft, so ist durchaus nicht die Rede ’ selbe dem protestantischen Kultus zur Verfuͤgung zu stellen 2 (Hier⸗ nach waͤre also auch die in unserer gestrigen Korrespondenz Paris gegebene Nachricht zu berichtigen.) 3
Der General⸗Musik⸗Direktor Spontini ist von hier nach Berlin zuruͤckgekehrt; man glaubt aber, daß er nach einer kurzen
den 7en
D —
Anwesenheit in der Preußischen Hauptstadt seinen festen wieder in Paris aufschlagen wird.
Boͤrse vom 1. Dezember. Die Liquidation geschah heute en baisse. — An der Boͤrse hieß es, aus London seyen Berichte wenig beruhigender Art eingetroffen, und die Tuͤrkisch⸗Griechische Frage drohe neuerdings, eine Spaltung zwischen den Kabinetten von Paris und London zu veranlassen. — Die Spanischen Fonds hoben sich abermals etwas, in Folge weiteren Steigens derselben an der Madrider Boͤrse vom 24. November.
Vom Französischen Ober⸗Rhein, 2. Dez. Die viel⸗ fachen Ausdehnungen unserer Industrie und unseres Handels ha⸗ ben in der letzten Zeit zu uͤbertriebenen Speculationen vieler un⸗ serer groͤßten Fabrikanten gefuͤhrt und dadurch den Ruin manches großen Hauses bewirkt. Der Firma Hausmann, welche vor vier Wochen ihre Zahlungen einstellte, ist nun auch ein anderes in St. Marie bei Kolmar gefolgt, dessen Chef sich sogar erschoß. Durch die Niederlage dieses Hauses leiden abermals viele Hunderte von Familien, wenn die Arbeiten in den Fabriken nicht fortgesetzt werden koͤnnen. — Die Rivalitaͤt, welche gegenwaͤrtig hinsichtlich des direkten Eisenbahnbaues nach Paris zwischen dem Ober⸗ und Nieder⸗Rhei⸗ nischen Departemente stattfindet, ist bemerkenswerth. Die Regie— rung kann nur Vortheil daraus ziehen; denn welcher Linie sie auch den Vorzug gaͤbe, der direkten von Straßburg nach Paris, oder der von Muͤhlhausen nach Dijon, sie hat große und mitunter sehr wichtige Contributionen zu gewaͤrtigen. — Die in den Fabrikstaͤd⸗ ten vollendete Zaͤhlung lieferte das Resultat, daß gar viele Gebaͤu— lichkeiten nicht so in die Kataster eingeschrieben waren, wie das haͤtte seyn sollen, so daß sich ein nicht unbedeutendes Maximum in den Steuern herausstellt. 1
„ Paris, 1. Dez. Seitdem die Rede davon ist, Herrn von Lamartine die Praͤsidentschaft der Deputirten⸗Kammer zu uͤbertragen, halten sich die Herren Passy und Dufaure ganz bei Seite. Der Erstere befindet sich im Departement der Eure und kommt nur des Sonnabends nach Paris, um den Sitzungen der Akademie der moralischen und politischen Wissenschaften beizuwoh⸗ nen; der Zweite wird erst am 28. Dezember, d. h. am Tage nach der Eroͤffnung der Session, hier eintreffen. Dies Alles deutet eben nicht auf sehr wohlwollende Gesinnungen von Seiten dieser beiden Parteifuͤhrer, die etwa uͤber vierzig Stimmen in der Kam⸗ mer disponiren. Die Weigerung des Herrn Dufaure, die Praͤsi⸗ dentschaft zu uͤbernehmen, hat die Plaͤne des Ministeriums verei⸗ telt, und dadurch, daß es sich an Hexrrn von Lamartine wandte, hofft es auf dieser Seite die vierzig Stimmen zu gewinnen, die es auf der anderen Seite wahrscheinlich verlieren wird. Es ist dies eine neue Verwickelung, und wir glauben, daß die Herren Dufaure und Passy sich daruͤber freuen. Die Regierung beobach- tet noch immer große Ruͤcksichten gegen sie, und ihre Verwandten und Anhaͤnger, die sich in der Verwaltung befinden, verlieren nichts von ihrem Kredit und geben nichts von ihren Anspruͤchen auf. So ist z. B. Herr Antoine Passy, Unter⸗Staats⸗Secretair im Ministerium des Innern und Bruder des Herrn Hippo⸗
lyte Passy, wirklich Minister im Departement des Innern; Herr
Duchatel giebt ihm in allen Punkten nach und zeigt eine unge— Herr Legrand, General⸗Direktor der direkten Steuern, der Befoͤrderer des Census und eng ver— bunden mit der Partei Passy, tritt haͤufig in offene Opposition
b e. G 4 mit dem Ministerium, und seine Manifestationen sind nichts we⸗ putirten-Kammer, als von einer Frage, die an der Tagesord⸗ nung sey. Den aus den besten Quellen geschoͤpften Erkundigungen;
niger als wohlwollend fuͤr das gegenwaͤrtige Kabinet; dennoch denkt man gar nicht daran, ihn in seiner administrativen Stellung zu
beunruhigen.
Herr von Lamartine befindet sich noch immer auf seinem Landgute St. Point im Departement der Saone und Loire, und die Combination, von der die Rede ist, wird vielleicht ohne seine Zustimmung vorbereitet. Wir sagen nicht, daß Herr von Lamar— tine die Praͤsidentschaft der Kammer nicht annehmen werde; aber dies ist nicht seine letzte Absicht, er hat einen anderen Ehrgeiz, und
hoer naͤhrt seit einiger Zeit den Gedanken, an die Spitze eines Ka⸗
binets zu gelangen. Dies ist ein Traum, der nicht in Erfuͤllung gehen wird. Herr von Lamartine besitzt ungemeine Faͤhigkeiten, er hat einen trefflichen Charakter und ein edles Herz, aber zu einem Staatsmanne paßt er durchaus nicht. Er betrachtet die Angelegenheiten nur auf allgemeine Weise und aus einem so ho— hen Standpunkte, daß der Horizont der Wirklichkeiten ihm verschwindet. Es fehlt ihm an speziellen Kenntnissen, und zugleich hat er nicht das Talent, diejenigen Personen auszuwaͤh⸗ len, welche dergleichen Kenntnisse besitzen. Der Schmeichelei aͤußerst zugaͤnglich, ist er von mittelmaͤßigen Koͤpfen umgeben, die seine Vorliebe fuͤr eine unbekannte, ideale und daher unausfuͤhr⸗ bare Politik sorgfaͤltig kultiviren. Herr von Lamartine ist konser—⸗ vativ; fruͤher war er Legitimist, aber er hat sich allmaͤlig der Herrschaft der Thatsachen unterworfen, waͤhrend er vielleicht seine alten Meinungen beibehalten hat. Er will gewisse Fortschritte, die er wenig definirt und die durch ihre unbestimmte Bezeichnung oft die Sarkasmen seiner Gegner hervorgerufen haben. Sein Bericht, den er in der letzten Session uͤber den Gesetz⸗-Entwurf in Bezug auf das literarische Eigenthum abstattete, hat seine tiefe Unkenntniß der Gesetze und die Unentschiedenheit seines Geistes in positiven Dingen sattsam beurkundet. Diese Arbeit hat ihm, selbst unter seinen Anhaͤngern, sehr geschadet.
Seine Ansichten uͤber den Orient sind bekannt. Er betrachtet die Aufloͤsung des Tuͤrkischen Reiches als nahe bevorstehend und glaubt nicht an das Organisations⸗Genie des Pascha's von Aegypten. Syrien muͤßte, seiner Ansicht zufolge, nach der Zerstuͤckelung des Tuͤrkischen Reiches den Kern zu einem christlichen Staate bilden. Diese Idee ist in der letzten Session mit ziemlich geringem Erfolge ent⸗ wickelt worden, obgleich Herr von Lamartine dies mit weit gro⸗ ßerer Schaͤrfe gethan hat, als es sonst in aͤhnlichen Faͤllen seine Gewohnheit zu seyn pflegt.
Seine Partei ist numerisch weniger stark, als die der Herren Dufaure und Passy. Auch sind es mehr persoͤnliche Sympathieen und Freundschaften, als gemeinsame politische Ideen, welche Herrn von Lamartine Anhaͤnger zufuͤhren. Auf der anderen Seite hat
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sein Wort oft eine große Autoritaͤt in der Kammer und hat in mehr als einem Falle ziemlich gute Wirkungen hervorgebracht. Man glaubt im Allgemeinen, daß er nicht die noͤthige Energie be⸗ sitze, um die Debatten der Kammer gut zu leiten, und daß seine Hand nicht fest genug sey, um die Anmaßungen der Parteien in den gehdͤrigen Schranken zu halten.
Wenn keines der bisher von dem Ministerium ausgesonne⸗ nen Mittel zur Erlangung einer Majoritaͤt reussiren sollte, so wird Herr Guizot, wie es heißt, die Kammer aufloͤsen. Er hegte vielleicht diesen Gedanken, aber wird ihn nicht ausfuͤhren, weil der Koͤnig einem Ministerium, das in Gefahr ist, zu fallen, nicht eine solche Genugthuung wird geben wollen. Kommt ein neues Ministerium, so wird die Auflosung stattfinden koͤnnen; aber durch ein Kabinet, das nicht mehr ganz gesichert ist, eine neue Kammer zu berufen, hieße, sich ernste Schwierigkeiten bereiten, und wir sind uͤberzeugt, daß der Wille des Herrn Guizot in die⸗ sem Falle nicht durchdringen wird. Schließlich wollen wir uͤbrigens zur Unterstuͤtzung unserer Meinung uͤber die Aufloͤsung der Kammern nur eine einzige Thatsache anfuͤhren, die uns aber schlagend zu seyn scheint: der Koͤnig wollte die Amnestie nicht durch ein Mi⸗ nisterium erlassen, das abtrat, er hat diesen Akt einem Kabinet uͤberlassen, das ans Ruder trat, um es zu konsolidiren und ihm eine Bedeutung zu geben.
Großbritanien und Irland. Lgondon, 1. Dez. Die Kdnigin soll, wie der Globe wis⸗ sen will, eine Abneigung dagegen ausgesprochen haben, daß der neugeborene Thronerbe einen Titel erhalten sollte, der ihn seinem erlauchten Vater, dem Prinzen Albrecht, an Rang gleichstellen wuͤrde. Wie behauptet wird, haͤtten hieruͤber foͤrmliche Verhand⸗ lungen zwischen Ihrer Majestaͤt, dem Premier⸗Minister und dem Lord⸗Kanzler stattgefunden, um zu ermitteln, ob nicht eine Abwei⸗ chung von dem Herkommen in dieser Hinsicht thunlich sey. Am liebsten hoͤrt Ihre Majestaͤt, dem Vernehmen nach, ihren Sohn den „jungen Prinzen“ nennen, und diese Benennung desselben ist auch unter dem Hofstaat allgemein ein efuͤhrt.
In Irland ist jetzt bekanntlich die Zeit des Jahres gekom⸗ men, wo die Rente fuͤr O'Connell eingesammelt zu werden pflegt. Die Orangisten suchten bei dieser Gelegenheit dem Agitator einen schlimmen Streich zu spielen. Am vorletzten Sonntag Trinitatis, den 14. November, fand man naͤmlich in allen Straßen von Du— blin Mauer⸗Anschlaͤge folgenden Inhalts angeheftet: „Mansion⸗ House, 13. November. Da ich Endesunterzeichneter jetzt den Eh⸗ renposten des ersten Magistrats in der zweiten Stadt des Köͤnig⸗ reichs bekleide, so ersuche ich das Publikum dringend, jede Almo⸗ sen⸗Unterstuͤtzung meiner Person, da solche mit meiner jetzigen Amts⸗ wuͤrde unvertraͤglich seyn wuͤrde, bis zum naͤchsten Jahr zu verschieben. Ich hoffe, meine getreuen acht Millionen Irlaͤnder werden auch hierin den Rath befolgen ihres ergebenen Freundes Daniel O'Connell. „Diese List“ so schreibt der Dubliner Korrespon⸗ dent des Standard, „haͤtte sehr zum Nachtheil O'Connells ausschlagen koͤnnen, wenn seine Aussendlinge sich nicht schnell durch die ganze Stadt verbreitet haͤtten, um die Anschlaͤge herunterzu⸗ reißen. Jetzt stehen an allen Thuͤren der dreißig katholischen Ka— pellen Dublins die Rente⸗Sammler, bemuͤht, die zum Gottesdienst Gehenden auf jede Weise, mit guten und boͤsen Worten, fuͤr den „Vater des Vaterlandes“ zu brandschatzen. Dublin allein wird die Boͤrse seines Lord⸗Mayors mit mehr als 3000 Pfd. Sterl. spik⸗ ken.“ Uebrigens sollen, Toryistischen Blaͤttern zufolge, mehrere katholische Geistliche in Irland in diesem Jahre es abgeschlagen haben, ihre Kapellen zum Tribut-Einsammeln fuͤr O'Connell ge⸗ brauchen zu lassen. Dagegen sagt ein liberales Blatt, der Du⸗ blin⸗Pilot: „Die Einsammlung des O'Connell⸗Tributs fand am Sonntage den 21. November hier uͤberall statt, und der Er⸗ trag war viel ansehnlicher, als im vorigen Jahre, wo er sich nur auf 1438 Pfd. Sterl. belief, waͤhrend er jetzt 2006 Pfd. betraͤgt. Aus vielen Orten der Provinz sind bereits Anzeigen eingegangen, wonach dort ebenfalls die Beitraͤge sehr ansehnlich seyn werden. Der Bischof von Dublin hat, wie gewoͤhnlich, 10 Pfd. Sterl. beigesteuert.“
Die Berichte aus den Manufaktur-⸗Distrikten lauten fortwaͤh⸗
8 8 4 rend duͤster. In Manchester hat nach der Manchester Times das Fallissement der Kattundrucker Gisborne und Wilsons, wel⸗ ches im Anfang der Woche stattfand, große Sensation unter den Haͤusern, die in Kattun Geschaͤfte machen, erregt und die Nach⸗ frage nach diesem Artikel vermindert. Die Passiva dieses Hauses betragen beinahe 100,000 Pfd., und das Fallissement desselhen hat noch zwei andere herbeigefuͤhrt. „Die Spinner und die uͤbrigen Manufakturisten“, bemerkt obiges Blatt, „werden taͤglich aͤrmer, die Banken schraͤnken ihre Geschaͤfte ein, und Alles scheint darauf hinzudeuten, daß die dunkelen Wintertage in Hinsicht des Ver⸗ kehrs dunkler als je werden duͤrften.“ Eben so beunruhigend lauten die Nachrichten, welche die Blackburn Gazette uͤber den Zustand der Armen in Blackburn und in der Umgegend ertheilt. „Schon wenn der Weber volle Arbeit hat“, heißt es in jenem Blatte, „muß sein Zustand Mitleid erregen; wenn aber, wie im gegenwaͤrtigen Augenblicke, der Lohn ungewoͤhn⸗ lich niedrig, die Arbeit nur unbedeutend oder auch auf Nichts re⸗ duzirt und die Jahreszeit unfreundlich ist, dann erreichen seine Leiden das letzte Stadium menschlicher Geduld.“ In Nottingham hat vorgestern eine Versammlung von angesehenen Personen jenes Ortes stattgefunden, in welcher nahe an 1000 Pfd. zur Linderung des Elends gezeichnet wurden. Dadurch ist es moͤglich geworden, Veranstaltungen zu treffen, daß Anweisungen auf Suppe und Brod an die Nothleidenden vertheilt werden koͤnnen. Die dem Hunger⸗ tode nahen Armen scheinen diese Einrichtung mit großer Erkenntlichkeit aufgenommen zu haben, und man hofft, daß auf diese Weise der drin⸗ gendsten Noth fuͤrs erste abgeholfen seyn moͤchte. Auch in Schott⸗ land soll großes Elend unter der Arbeiterklasse herrschen. Die Times erklaͤrt indeß alle diese Nachrichten fuͤr sehr uͤbertrieben und meint, daß die Noth mehr in den Koͤpfen und Maͤgen der liberalen Zeitungsschreiber existire, die jetzt in großer Verlegenheit um Erwerb seyen und sich daher angelegentlichst damit beschaͤftig⸗ ten, eine Menge Ungluͤcks zu fabriziren, um nicht die einzigen Lei⸗