1842 / 7 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Fuͤr den Fall, daß der Kongre

igte Maßnahmen als das Staaten, wie uͤberhaupt auf Ausgleichung und auf

Noechactigket das Fundament der Ver assung der Staaten beruhe.

8 Was die nothwendige Feststellung der Geldverhaͤltnisse und der 2 ngelegenheiten im Allgemeinen betrifft, so

daß er die Frage uͤber den Vorzug des Me⸗ ferzet⸗ vor dem Papiergelde dahingestellt seyn lassen wolle, da

erkläͤrt der Praͤsident, daß sie zu der Zeit, als

man das Papiergeld zuerst ntersucht werden

muͤssen und der praktische

ihres groͤßeren oder und zu behandeln. Staaten „sehr herbeizufuͤhren, schon aus dem Grunde, Staaten die unumschraͤnkte Macht gien zu verleihen und diese Macht raucht worden sey. In Frage stehe uͤberdies, Unions⸗Regierung die einzelnen Banken zwingen koͤnne, Baarzahlungen leisten zu wollen, oder, falls b. Stande seyen, zu liquidiren.

weil zustehe,

in dem Geldwesen des Landes haben

seiner Bedeutung nach schon jetzt den Handel weit uͤbersteige. Welche Vorschlaͤge aber die Erfolg haben, wenn nicht das Volk selbst und alle Volke der Regierung dadurch zu Huͤlfe

der Sparsamkeit befleißigten und Treu allen ihren Unternehmungen hielten. Was schlaͤge des Praͤsidenten zur Reform des Geldwesens be⸗ trifft, so sind sie dem Kongresse in einem detaillirten Entwurf des Schatz⸗Secretairs mitgetheilt, dessen Tendenz dahin geht, dem Praͤsidenten, d. h. der Exekutiv⸗Behoͤrde, alle direkte Einwirkung

und Glauben nun die Vor⸗

auf die Finanz⸗Verwaltung und ihre Beamten zu nehmen, so weit

dieselbe nicht in disziplinarischer Hinsicht erscheint, also, nach dem Ausdruͤcke des Praͤsidenten selbst, das Schwerdt von der Boͤrse zu trennen. Es soll eine Kontrolle, ein Aufsichts⸗Buͤreau, in Wasyington errichtet und mit Filial⸗Insti⸗ tuten an den groͤßeren Handelsplaͤtzen versehen werden. Von diesen Buͤreaus wuͤrde die Aufbewahrung und Auszahlung der Staatsgelder besorgt werden, und sie duͤrften Schatzscheine statt Gold⸗ und Silbergeld ausgeben. Ohne ausdruͤckliche Zustimmung der Legislatur duͤrfte die Summe dieser Scheine den Betrag von funfzehn Millionen Dollars nicht uͤbersteigen. Die Buͤreaus duͤrf⸗ ten zugleich Certifikate gegen die von Privatleuten bei ihnen de⸗ ponirten Gold⸗ und Silberbetraͤge ausgeben, und endlich einhei⸗ mische Wechsel und Tratten ankaufen, die auf Sicht zahlbar, sicher fundirt, nur eine kurze Zeit zu 1 u Pläͤtze gezogen sind, welche nicht uͤber hundert Englische Meilen vom Ausstellungs⸗DOrte entfernt liegen. Zur Deckung der Kosten waͤre eine Abgabe bei Ausstellung von Certifikaten und beim Kauf und Verkauf von Wechseln zu erheben. Der Praͤ⸗ sident motivirt diesen Plan sehr ausfuͤhrlich aus dem Entwurfe selbst sowohl, als auch aus den von der fruͤheren Bank der Ver⸗ einigten Staaten dargebotenen Erfahrungen, und benutzt die Ge⸗ legenheit, um von der großen Schuldenmasse der einzelnen Staa⸗ ten, die er auf 200 Millionen angiebt, zu sprechen und dabei die Hoffnung zu aͤußern, daß die Staaten ihr Moͤglichstes thun wuͤr⸗ den, ihren Glaͤubigern gerecht zu werden, die uͤbrigens, wie er hinzusetzt, nicht die Befuͤrchtung einer allgemeinen Zahlungsun⸗ faͤhigkeit hegten, wenn auch der eine oder der andere Staat fal⸗ liren sollte.

Der Schluß der Botschaft beꝛieht sich auf die Berichte der Staats⸗Secretaire des Krieges und der Marine und des Ge⸗ neral⸗Postmeisters. Man ersieht aus denselben, daß mit den Befestigungen an der Seekuͤste eifrigst fortgefahren wird, und daß eine Militair⸗Posten⸗Kette von den sogenannten Council Bluffs bis an das Stille Meer gezogen werden soll, um dadurch eine sichere zwischen den Amerikanischen Ni derlassun⸗ gen an dem Flusse Columbia und den diesseits der Rocky⸗Moun⸗ tains belegenen Besitzungen zu gewinnen. Der Verstaͤrkung der Flotte wird nur im Allgemeinen, aber sehr dringend das Wort geredet. Das Post⸗Departement hat sehr durch das Monopol der Fisenbahnen zu leiden, deren es sich zum großen Theile zur Be⸗ soͤrderung der Briefposten bedienen muß. Es wird daher auf die Nothwendigkeit einer allgemeinen legislativen Maßregel in dieser Hinsicht hingewiesen. Endlich fordert der Praͤsident noch zu legis⸗ lativen Maßnahmen auf, um den Mißbrauch der Amtsgewalt der Exekutiv⸗Behoͤrde durch willkuͤrliche Absetzung der Beamten behufs 8 auf die Kongreß- und Praͤsidenten⸗Wahlen zu ver⸗

ern.

als dringend nothwendig

(Bresl. Z.) Ihre Majestaͤt unsere

. Revision des bestehen⸗ den Zoll⸗Tarifs füuͤr abehig halte. raͤth der Praͤsident gemaͤ⸗

Weiseste an und wuͤnscht moͤglichste Ausgleichung der verschiedenartigen Interessen der verschiedenen egenseitiger ereinigten

eingefuͤhrt, haͤtte Staatsmann die Dinge nur nach Maßgabe ihrer Existenz, nicht nach Maßgabe eringeren absoluten Werthes zu beurtheilen Allerdings aber sey es in den Vereinigten schwer, eine Reform in dem Papiergeld⸗Systeme

den einzelnen Bank⸗Privile⸗ nur allzuhaͤusig gemiß⸗ ob die ihre e dazu nicht im 1— en Daß aber die Unions⸗Regierung nicht nur diese Gewalt, sondern uͤberhaupt eine schaͤrfere Kontrolle muͤsse, werde nicht bestritten werden koͤnnen, wenn man die immer mehr zunehmende Wich⸗ tigkeit des Handels im Innern des Landes in Betracht ziehe, der mit dem Auslande weit uͤbe. Regierung in die⸗ ser Hinsicht auch machen moͤge, so wuͤrden dieselben doch keinen Einzelne im kaͤmen, daß sie sich in

laufen haben und auf

2 Allergnädigste Königin hat in landesmuͤtterlicher Liebe geruht, den

Allgemeiner Anzeiger für

Bekanntmachungen.

Berlin⸗Frankfurter Eisenbahn. ddem Einzahler als

Gesellschaft werden hierdurch aufgefordert,

venn⸗ der ausgegebenen Quittungs⸗Bogen nauf den ruͤckzunchmen. rechnung der Zinsen à 5 pCt. vom 16. Januar bis 8.n. 15. Februar 1842 auf die schon geleisteten sechs Ein⸗ zogenen 2 mit7 Sgr. 6 Pf. auf jeden derselben, in Bestaen en Tagen vom 1. bis 15. Februar 1842, mit ten Ge Ausnahme der Sonntage, in unserem Bürecau, Ober. wallstraße Nr. 3, Morgens von 9 dis b. B leisten.

Die 8 von 10 pCt. wird auf dem Quit⸗ tungs⸗Bogen selbst durch einen der Direktoren oder Stellvertreter und unseren Rendanten Thimm be⸗ scheinigt, weshalh die Actionaire ersucht werden:

die Auittungs⸗Bogen unter Beifuͤgung dop⸗

pelter, nach den Nummern geordneter, mit der Namens⸗Unterschrift versehener

Verzeichnisse, in den Tagen in

unserem Buͤreau mit der Zahlung einzureichen, wogegen sofort das eine Verzeichniß mit der Unter⸗

Hugo

ten

schrift des oben genannten Rendanten Thimm und unserem Stempel versehen zuruͤckgegeben wied und ss ö vee. dient. 5 ie Actionair Berlin⸗Framee er Zuruͤckgabe dieses bescheinigten Verzeichnisses, we Dier Ketzonaire der Berlin⸗Frankfurter isenbahn. che b 8 Invaber een sind Kerdue Einzahlung von Zehn Prozen: anbe⸗ fungsbogen, gehdrig vollzogen, nach acht Tagen zu⸗

Actionaire werden auf die in den Quittungs⸗ abgedruckten und von Sr. Matestaͤt dem Koͤnige mittelst AA wd⸗ ellschafts⸗Statuts aufmerksam gemacht erlin, den 30.

Royal Exchange Assurance

Vom 4 enn. g enberg die Haupt⸗A

In Feuer⸗Versicherungs⸗Gesell

Koͤnigl. Privilegium 82 Jahe 1chofe narsce zurch

festigun

8 11.“ 1

beiden hiesigen Jungfrauen⸗Klöstern zum heiligen Wei nachtsfeste die begläckendste Freude zu bereiten, indem kugcaserbache * telst gnaͤdigsten Handschreibens vom 16. Dezember d. J. der Frau Oberin der Elisabethinerinnen, so wie der Frau Oberin der Ursu⸗ linerinnen ein großes, kostbares silbernes Kruzifix huldvollst uͤber⸗ sendeten. Beide hohe Gnadengeschenke wurden am Zsten d. M. den aufs freudigsfe üͤberraschten und begluͤckten Empfaͤngerinnen eingehaͤndigt. Es gereicht uns zum groͤßten Vergnuͤgen, die bei⸗ den Allerhoͤchsten Handschreiben nachstehend mittheilen zu koͤnnen.

„Ich uͤberschicke Ihnen hierbei ein silbernes Kru isir als ein

Zeichen der Erinnerung des bei Meiner letzten Anwesenbeit in Bres⸗ lau Ihrem Kloster abgestatteten Besuchs, dessen Ich Mich mit Ver

ner Wahrhett

sondern nur scheiden.“

der Bundes⸗Verfassung, als dewußtseyn des Volks, eine immer Wohlfahrt einzunehmen. In der verst

baͤltnisse und Beduͤrfnisse von Deutschland ist viel Verdienst zu erwerben.

alle Deutschen begegnen, giebt noch kein

eines einzelnen 2 v 8 ene Hürzschafr far die Güte Wetestreite heilsamen Rat und Autoritaͤten, aber auch n

durch das erstarkte Selbst⸗ 2 2 * und R en Anwendung a ü. en der politischen Oekonomie 889 die besonßeren Vei⸗ noch viel zu thun und Allein die Vaterlandsliebe, in der sich jene gestuͤtzten Vorschlages, 8 ***½ . -2, —JI.ê29

e und aufgeregte Gefuͤhle, reif durchdachte und wohlbegruͤnder!“ mee kefaht⸗

und in diesem

gnuͤgen erinnere. Ich verbleibe Ihre wohlgeneigte Elisabeth. Charlottenburg, den 16. Dezember 1841.

Meteorologische Beobachtungen.

1812.

An die Frau Oberin des Klosters der heil. Ursula in Breslau.“ 41. Januar.

„Empfangen Sie beikommendes silbernes Kruzisir als ein Zei⸗

4 888 1; Nacb einmalger Beobachtung.

4b,42.

Morgens nen 10 Unr.

6 Uhe. 2 Unr.

chen der Erinnerung an Meinen letzten Besuch in Ihrem Kloster, dessen Ich gern eingedenk gewesen bin. Ich verbleibe

1“ 8 1 Ihre wohlgeneigte 111“““ lisabeth. Charlottenburg, den 16. Dezember 1841.

An die Frau Oberin des Klosters der heil. Elisabeth in Breslau.“ Zu gleicher Zeit empfing die Frau Oberin des Ursuliner⸗Klo⸗

Lufedruck.... Luftwärme ... Thaupunkt ...

Dunstsättigung Weitter

[9 - 7 22 777 277 338,66 Par. 338,08 Per. 338,01 Par. Quellwbeme 8,0*9 K.

6 3 ° h. 5,0°h. 5,72° n. FIlwsswürme 0,0° n. 7,3° h. 7,2“ h. 7,7° n. Dodenwürme 0,39 . 81 rc . 75 rCc. 80 rct. A*d8n,6ang 0,027, R). heiter. V bezogen. berogen. Niederschlag 0. 0. 0. 0. Wurmewechsel 5,9˙, ’1 0. 8,1°.

Tagesmittel: 338,28 Par... 5,8 ° hn.. 7,4 *h.. 79 pc¹. 0. 8

sters von dem Koͤnigl. Legationsrath, Secretair Ihrer Majestaͤt, Herrn Sasse, ein Schreiben vom 18ten d. M., mittelst welchem derselbe im Auftrage Ihrer Majestaͤt eine goldene Broche uͤber⸗ sendete fuͤr die junge Dame der Anstalt, welche Allerhoͤchstdieselbe angeredet und ein Gedicht uͤberreicht hat. Die in solcher Art be⸗ gnadigte Pensionaͤrin des Erziehungs⸗Instituts des Klosters ist Clotilde Freiin von Hundt.

Amster Ka n2. Hill. 25 „8 Prüm. Seb. —. Antwer

London sive 5 ½. Auag. kagl. Russ. —.

wiscsenschalt, Kunst und Literatur.

Urtheil uüͤber Fr. List’'s Werk: „Das nationale Sy⸗ stem der politischen Oekonomie, 1ster Band. 1811.“

Dr. Rau in der Vorrede zu seinem Lehrbuche der politischen Ockonomie, 4te Auflage, 1841, sagt uͤber obige, von gewissen Blaͤt⸗ 8 —. eine der wichtigsten Erscheinungen ihrer Art begruͤßte Schrift Folgendes:

„Der Verfasser versucht es, das Meckantil⸗ System, nur ohne die aͤlteren Irrthuͤmer uͤber die Handels⸗Bilanz und Geld⸗ Einfuhr, wieder aufzurichten und das Smithsche System umzustuüͤr⸗ zen; er bezicht aber Alles auf einen einzelnen Gegenstand, namlich die hohe Nuͤtzlichkeit der Gewerke fuͤr die Wohlfahrt der Voͤlker und die Rothwendigkeit, diesen Unternehmungen bei einer gewissen Ent⸗ wickelungsstufe des Gewerbewesens vermittelst der Schutzzölle eine nachdruͤckliche Unterstuͤtzung zu geben. In beiden Punkten geht er mit Ferrier, Fraͤnzl u. A., namentlich muͤt einem Theile der Redner in den Franzoͤsischen Kammern, viel weiter, als die meisten national⸗ dkonomischen Schriftsteller. Viele von diesen (ich habe mich densel ben ebenfalls angeschlossen) sehen zwar die unbedingte Handels⸗Frei⸗ heit nicht als nahe erreichbar an, stellen die Zutraͤglichkeit maͤßiger Schutzzolle unter gewissen Umstaͤnden keinesweges in Abrede und beach⸗ ten wohl die aus den Zoll⸗Einrichtungen anderer Staaten entstehen⸗ den Stbrungen, halten aber die Schuͤtzzöllee weder fuͤr ein unfehlba⸗ res, noch fuͤr ein ganz unbedenkliches Mittel und empfehlen bei ibrer Anwendung große Behutsamkeit und Umsicht. Die Granzen einer Vorrede gestatten es nicht, hier den Beweis zu unternehmen, daß Herr List, von einer einseitigen Ansicht befangen, Wahres und Irriges vermengt, daß seine Polemik gegen andere Schriftsteller oft ungerecht ist, wie denn z. B. die von ihm hoch angeschlagene Lehre von den produktiven Kracen nicht neu ist, und daß uͤberhauvt 6 die Grundlagen der Volks⸗Wirthschaftslehre in ihrer bisherigen Ge⸗¹ staltung von ihm nicht erschuͤttert worden sind. as eine Erwaͤhnung dieses Buches hier noͤthig macht und eine ernst⸗ liche Ruͤge verdient, das ist die in solchen Untersuchungen noch nicht vorgekommene Leidenschaftlichkeit des Aus⸗ drucks. Der Verfasser bricht mit großer Zuversicht uͤber die Anhaͤnger der herrschenden Schule den Stab und scheut sich nicht, die Deutschen National⸗Oeckonomen der Gleichguͤltigkeit ge⸗ gen die Wohlfabrt ihres Vaterlandes anzuklagen. Diese Vorwuͤrfe erfordern besonders darum eine entscheidende Asvehr, weil sie auch in sehr vielen Zeitungs⸗Artikeln verbreitet worden sind. Schwerlich werden sich jedoch Andersdenkende durch solche Bannstrahlen ein⸗ schuͤchtern lassen, schwerlich wird ihre Verunglimpfung sonderlichen Eindruck machen, und eben so wenig ist zu befuͤrchten, daß wissen⸗ schaftliche Geschaͤftsmaͤnner, die an ruhiges Abwaͤgen von Gruͤnden gewoͤhnt sind, sich von solchem Ungestuͤm fortreißen lassen. Die Vortheile des freieren Austausches zwischen den Voͤlkern werden in Europa immer mehr und mehr anerkannt; die Regierungen degin⸗ nen dem auswaͤrtigen Verkehre mehr Erleichterung zu geben; selbst Herr List gesteht den Nutzen des Mitwerbens in demselben in ge wissen Gräaͤnzen zu; es ist also ein Umsturz des ganzen Lehrgebaͤndes jetzt weniger als je zu erwarten. Ein Umstand scheint dem erwaͤhn⸗ ten Angriffe auf dasselbe bei Einzelnen zur Empfehlung gereicht zu haben, naͤmlich der patriotische Eifer, der von seinem Urheber an den Tag gelegt wird. Es ist eine eben so natuͤrliche als erfreuliche Erscheinung, daß sich in unseren Tagen die allgemeine Aufmerksam⸗ keit mehr als je den gemeinsamen volkswirthschaftlichen Angelegen⸗ heiten von Deutschland zugewendet. Die wohlthaͤtigen Wir⸗ kungen des Zoll⸗Vereins entfalten sich mehr und mehr, der Verkehr belebt sich zusehends, großartige Anstalten erheben sich, und zugleich ist Deutschland auf dem besten Wege, sowohl durch die Be⸗

die P Wir ersuchen in allen vorkommenden Faͤllen sich an denselben qewogenst zu wenden. Hamburg, den 9. Dezember 1811. 8 Der General⸗Bevollmaͤchtigte R. V. Swaine. Auf vorstehende Anzeige mich ergebenst beziehend, empfehle ich mich zu geneigten Auftraͤgen. Beclin, den 24. Dezember 1841. Hugo Loͤwenberg, am Monbijou⸗Platz Nr. 2.

Anl. de Passive 5 ½.

Wien,

8* 8* varg

Im Sch

sin Frédériec,

Donnerst 3 Akten, von

Phantastise C. Meisl.

Höͤchsten Befe del

rinnen Dlles.

im Gebaͤude d spielhause à 1

Gedruckt in

§§. 11 und 16 des gerichtlich voll⸗ vom 15. Mai 1841 genehmig⸗

Kupyferstich Auction. Donnerstag, den 10. ,g 1812 u. f. T. soll zu Dresden durch Unterzeichneten eine Sammlung von Italienischen, Englischen, Franz., Deut⸗ chen und Hollaͤndischen Kupferstichen, auch Lithographieen versteigert werden. Unter den ersteren befindet sich die Shakspeare⸗Gallerie nebst 13 Bdn. Teut und ein vorzuͤgl. schoöͤner Ab⸗ pese druck der Muͤllerschen Madonna.

Dezember 1841.

Berlin⸗ rankf Lis. GesenscFrar Ferer⸗Etfen

Association London.

uͤbernimmt Herr Kaufmann

entur der genann⸗

Hamburg, 3. Jan.

Paris, 1841 ün cour.

DBank-Actien —.

1g Donnerstag, 6. Jan. Domino, komif Gruͤnbaum: Brigitte; Mad. Pohlmann⸗Kreßner: Ursula.) Freitag, 7. stoph Columb Ouvertuͤre und die Musik in den Zwischenakten ist aus venschen Symphonieen. Der Anfang dieser Vorstellung ist um halb 6

Sonnabend, 8. Jan. Julia, Trauerspiel in 5 Abth., von Shakespeare.

Freita 4 9.

Sonnabend, 8. Jan.

Koͤnigl. Kapellmeister Dr. Felix Mendelssohn⸗Bartholdy. Leitung des Komponisten und Mitwirkung der Koͤnigl. Saͤnge⸗

Bader, Boͤtticher und Mantius, so wie der Koͤnigl. Die Ausfuͤhrung der Choͤre hat eine Anzahl hiesiger Gesangs⸗ freunde gefaͤlligst uͤbernommen.

Die Einnahme ist zum Besten der Erwerbsschulen und der Orchester⸗Wittwen⸗Kasse bestimmt. Textbuͤcher sind an der Kasse fuͤr 2 ½ Einlaß⸗Karten sind vom Donnerstag an bei den Kastellanen

Verantwortlicher Redacteur Dr.

Auswäürtige Börsen.

dam, I. Jan. Niederl. wirkl. Schuld 51 Iv. . 5 il Span. 22, †. Paass. —. Pol. —. Oesterr. 105 ⅛. ben, 31. Dez. Ziaal. *¼. Neue Aal. 22 ½ G. 8 Dank- Aetlen 1625 G. Ragl. Russ, 108 . 29. Dez. Cona. 3 ¼ 89 ½. nelkL. —. Neuo Avl. 24 ⅛. P*5. Secb. 12. 5 ¾ non. 99 ½. 2 ½ 51%. 5 ¾ Port. 32 ½. 3; 19 . Hras. 63. Chim —. Colamb. 20 k. Mex. 26 ½. Pera 14. B1. Dez. 5 ½ Rente fin conr. 116. 55. 3 9 hente fe cour. 78. 5. 5 Span. Rente 25 ¼.

78. 70. 5 % Neapl. —. 3I. Dez. 5 ¾ Met. 106 ¼. 4 99. 3 2 ½ —.ñ Anl. 1824 706 ½. 4, 1829 269 ⁄¼.

Ausg. —. Zinsl. —. Preuess.

4 . Fsssn 11I“

Der schwarze

von Auber. (Dlle.

. Königliche Schauspiele. Im Schauspielhause: che Oper in 3 Abth., Musik

Jan. Im Opernhause: Zum erstenmale: Chri⸗ us, Trauerspiel in 5 Akten, von K. Werder. Die Beetho⸗

Uhr.

auspielhause: 1) La Marquise de Senneterre, co-

médie en 3 actes et en prose, par Mr. Mélesville. 2) Le Cou-

vaudeville en 1 acte.

Im Schauspielhause: Romeo und

Königstädtisches Theater. ag, 6. Jan. Der Talisman. Posse mit Gesang in 8. Nestron.

Jan. Die drei Jahrhunderte 1742, 1842, 1942. Zeitgemaͤlde mit Gesang in drei Abtheilungen, von

(Nalienische Opern⸗Vorstellung.) Auf Lucrezia Forgia. Opera in 3 Atti. Musica

hl:

Maestro Donizetti.

Oekkentliche Autkührungen. Mit Allerhoͤchster Genehmigung: Montag, 10. Januar. Konzert⸗Saale des Koͤniglichen Schauspielhauses Paulus.

Oratorium nach Worten der heiligen Schrift, komponirt vom

28

Im

Unter

Haͤhnel und Tuczek, der Koͤnigl. Saͤnger Herren apelle.

2 ½ Sgr. zu haben. er Sing⸗Akademie, im Koͤnigl. Opern⸗ und Schau⸗ Rthlr. zu haben. 8 36

J. W. Zinkeisen. der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckeret.

eußischen Staaten.

F. Link, Breslau in der Buchhandl. d. Hrn. Faat⸗ & Comp., zu Dresden durch säͤmmtl. Buch⸗ und Kunsthandlungen, so wie b. Hrn. Anti⸗ quar Pet. Janßen u. b. Hrn. Maler Kleini Leipzig b. Hrn. Maler Boͤrner u. im Kunst Institut d. Hrn. Rud. Weigel, und zu Wei⸗ mar in der Hoffmannschen Buchhandlung. 84

Dresden, den 27. Dezember 1841. gean

Karl Ernst Heinrich, Ksßhnigl. auch Raths⸗Auctionator.

Literarische Anzeigen.

Erschienen und in Berlin bei Ferd. Duümmler,

Linden 19, ist zu haben:

Gencalogisch⸗historisch⸗statistischer Almana

Reunzehnter Jahrgang, fuͤr das Jahr 1842. 1030 Seiten gr. 16. karton. 2 Thlr. 4.

Weimar, im Dezember 1841. Landes⸗Industrie⸗Comtoir.

11u6“]

edruckte Katalog i 8 gen zu haben: in Beriin b Luf vortofreies Verlan

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Großbritanien und

Türkei.

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, St. petersburg. Der Winter amn 18. „agench, —agstebr. Aufklaͤrungen der Presse über die

aris. Praͤsi Das Journal des Debats uͤber den veagsater.eei eit. SEgn. einer Militairkolonie in Algier.

veeeldena Feag Jehnas. Leen. —ö— nung. Lord Ashburton’s Mission nach den Vereinigten Bemerkungen uͤber die Amerikanische Botschaft. Zustand des Fonds⸗ und des Getraidemarkts. Todesfaäͤlle. Vermischtes. 2 8 1 aad. 1b. Deutsche Bundesstaaten. Hamburg. Sterblichkeit. Hild⸗ burghausen. Meldung aus dem Weimarischen Oberlande. Schweiz. Zuͤrich. Handelsfreiheit und Zollsysteme in der Schweiz.

* Italien. Rom. Ankunft des Erzbischofs Fuͤrsten Schwarzenberg.

Standrecht gegen Verbrecher. 1 4. antinopel. Ruͤckkehr zum alten System. Izzed Pascha's Einfluß.

25e . ndrien. Heer, Flotte und Kauffabrtei⸗Schiffe.

Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerika. Korrespondenz uͤber das Durchsuchungsrecht. Vermischtes. Nachrichten aus Ha- vana, Cartagena, Mexiko und den La Plata⸗Staaten.

Inland. Kbnigsberg. Bevoͤlkerungs⸗Statistik. Luͤtzen. Gu⸗ stav Adolph's⸗Denkmal. Aachen. Industrie und Handel. Eisenbahn nach Mastricht.

Uebersicht der Ausgaben fuͤr Franzoͤsische Monumente und Staats⸗ Gebaude.

1116”“

Fäee

Amtliche Naͤchrichten. Kronik des Tages.

Se. Massat der König hahen Alrgvaͤdigst geruht:: e. Majestaͤt der Koͤnig haben Allergnäaͤdigst geruht: Dem Iest ber. 8edege Greuzb ufer zu Vallendar die Rettungs⸗Medaille am Bande zu verleihen;

Dem Faͤrsten Felix Lichnowsky zu gestatten, den ihm verliehenen Belgischen Leopolds⸗Orden anlegen zu duͤrfen.

Land⸗ und Stadtgerichts⸗Direktor Wilberg in Treptow reis⸗Justizrath fuͤr den Greifenbergschen

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1 uz 8S

an der Rega ugleich zum Kreis zu besbr ern; und 1 Den bisherigen Regierungs⸗Assessor Albert Otto von Dresler zum Regierungs⸗Rath bei dem Regierungs⸗Kollegium zu Gumbinnen zu ernennen. enen 1114“ Ihre Durchlaucht die verwittwete Prinzessin Heinrich L.X. zu Reuß⸗Schleiz⸗Köstritz ist von Ziebingen hier eingetroffen. Abgereist: Der Koͤnigl. Großbritanische außerordentliche Gesandte und bevollmaͤchtigte Minister am hiesigen Hofe, Graf

bvon Westmoreland, nach London.

11“ V mer zu verbreiten.

EE11 Ee

Seitungs-Nachrichten.

Ausland. 280 181 Sg s

h111

n Rußland und Polen. 8 St. Petersburg, 25. Dez. Am 18. Dezember wurde die saaksbruͤcke gegen 2 Uhr abgenommen, da sich Eis zeigte, und 8- darauf hoͤrte alle Verbindung Fe beiden Newa⸗Ufern auf. Am 20sten gegen 10 Uhr Abends blieb das Eis auf der Newa stehen, und am 2lsten gegen 12 Uhr Mittags war die Fuß⸗ bruͤcke schon aufgestellt. Heute Legen 5 Uhr Nachmittags begann auch wieder die Communication uͤber die aufgestellte Isaaksbruͤcke.

Frankreich. Paris, 1. Jan. Gestern Abend empfingen der Koͤnig und

die Koͤnigliche Familie die Damen des diplomatischen Corps, die

Deputation des Staats⸗Rathes, die Beamten der Civilliste und nahmen die Gluͤckwuͤnsche derselben zum neuen Jahre entgegen. Heute fruͤh wird in der Kapelle der Tuilerien die Messe zum Andenken an die Prinzessin von Wuͤrttemberg, deren Todestag heute ist, gelesen werden, und die Königin wird, wie es heißt, leich nanc Beendigung des heutigen offiziellen Empfanges nach reux reisen.

Das Journal des Doébats hatte gestern neuerdings die Behauptung aufgestellt, daß die Kandidatur des Herrn von La⸗ martine eine Intrigue des Herrn Thiers gewesen sey. Gegen

seiner Gedanken stehen.

Doébats zu bedienen,

f Behauptung lehnt sich heute die Preffe auf, erklaͤrt, da

und nun einmal

Dinge reden wolle. gegenwaͤrtige Legislatur sich ihrem Ende werde durch zwei große Thatsachen bezeichnet: Die Coalition und die orientalische Angelegenheit; die Coalition habe die Verwirrung im Parlamente hervorgebracht, sie habe eine wechselung aller Rollen bewirkt und die Majoritaͤt eben sowohl wie die Opposition desorganisirt.

offen uͤber die gegenwaͤrtige Lage der

nahe.

Inland; sie habe Europa aufgeregt und das Ansehen Frankreichs bis auf einen gewissen Punkt geschwaͤcht.

gangenheit an; Frankreich stehe da, wo es vor 5 den, außer daß es Zeit verloren und Maͤnner abgenutzt habe. „Das Land“, so faͤhrt die Presse fort, „ist augenschein⸗ sich uͤber dies Alles betrüͤbt und ermattet; es will, daß man es ren sjere, und daß man es nicht ferner zerreiße; es amnestirt die

sie allein den Gedanken dieser Kandidatur gehabt habe Widerspruch stehe. Sie erinnert zufoͤrderst daran, daß die Dieselbe

Koͤnigen Ver⸗

Die orientalische Angelegenheit habe auf das Ausland hervorgebracht, was die Coalition auf das Schwierigkeit“, sa

1 Jene beiden großen Handlungen der Fransbsischen, Holitik gehoͤrten indeß ceß der Ver⸗ Jahren gestan⸗

Absicht vorhanden ist,

I

39 Berlin, Freitag den 7 en Januar

72

Vergangenheit zu Gunsten der Zukunft; es sucht Maͤnner, die jener hohen Mission gewachsen sind, und wird sie angehmen, wenn es deren findet, die auf der Hoͤhe seiner Beduͤrfnisse und Man moöͤchte fast sagen, daß es in sich selbst instinktartig eine Umgestaltung aller seiner politischen Streit⸗ kraͤfte fuͤhlt, waffnung aller Parteien vorausgehen muß. 1 die Maͤnner sich durch die Analogie ihrer Ideen und ihres Pa⸗

eine Umgestaltung, der nothwendig eine Ent⸗ Ja, es ist Zeit, daß

triotismus und nicht mehr durch die Antipathie fruͤherer Vor⸗ gaͤnge an einander 22 Die Deputirten⸗Kammer hat bei die⸗ sem Allen eine große Rolle zu spielen; ihre Staͤrke ist uͤberwie⸗ end. 9* Form ist, unter welcher die Nation ihren Gedanken, ihren Willen und ihr Leben reproduzirt. Sie muß von dieser Lage durch⸗ drungen seyn, nicht um dieselbe 2 mißbrauchen, sondern um das Volk bald gegen den Despotismus, bald gegen die Muthlosigkeit und bald

egen sich selbst zu vertheidigen; sie muß sich an das Land anlehnen, 8. muß so mit demselben zusammenhaͤngen, daß die Liebe des BVolkes sie hebt, sonst werden die Factionen ihren Platz einneh⸗ men, und sie wird denselben nicht wiederfinden. uri zu sagen, aber die Deputirten⸗Kammer laͤuft diese Gefahr; sie ist nicht populair im guten Sinne des Wortes; sie ist nicht populair vor der Vernunft des Landes; sie hat bei dem Theil der Nation, der denkt, der richtet und der leidet, etwas von ihrer moralischen Waͤrde und von ihrem Ansehen verloren. Wenn diese Abneigung des Landes gegen die Deputirten⸗Kammer dauern und sich ver⸗ mehren sollte, so wuͤrde daraus eine Gefahr nicht allein fuͤr die Kammer, sondern fuͤr das Land, fuͤr den Thron und fuͤr die en selbst entstehen. Diese Besorgniß quaͤlt uns seit einiger Zeit

einer parlamentarischen Koterie uͤber die andere.

Es ist traurig,

als der voruͤbergehende Triumph irgend Welche Abhuͤlfe giebt es dagegen? Nur eine einzige. Herr von Lamartine hat eines Tages auf der Rednerbuͤhne, als er Herrn Thiers antwor⸗ tete, ein Wort gesagt, welches seitdem oft angefuͤhrt worden ist.

weit mehr,

Nicht den Ministern steht es zu, sich Majoritaͤten zu machen,

sondern den Majoritaͤten, sich Minister zu machen.“ Wie koͤnnen sich nun aber die Majoritaͤten Minister machen? Augenscheinlich nur dadurch, daß sie sich uͤber und nicht unter die Minister stellen, daß sie sich bei entscheidenden Gelegenheiten unabhaͤngig von den Ministern zeigen und denselben nicht unterwuͤrfig auf allen ihren Wegen folgen, daß sie sich um gewisse Prinzipien und nicht um gewisse Minister gruppiren. Wollen ist fuͤr eine Majo⸗ ritaͤt Seyn. Wenn sie ihren Willen aufgiebt, so giebt sie ihr Le⸗ ben auf. Eine unabhaͤngige Majoritaͤt uͤberlebt zwanzig Ministe⸗ rien; eine disziplinirte Majoritaͤt, um uns des Ausdrucks der geht mit dem Sturze des Kabinets zu Grunde. Sie findet sich hinter einem anderen Ministerium wieder zusammen, wendet man ein. Ja, aber wenn das Land sieht, daß dieselben Maͤnner sich hinter entgegengesetzten Kabinetten wie⸗

der zusammenfinden, dann verliert jene Majoritaͤt eben durch ihre Disziplin, die man fuͤr gesinnungslose Dienstbarkeit haͤlt, und es

kommt der Tag, wo man sich von allen Seiten sagt: die Kam⸗

mer gehoͤrt dem Ministerium, die Kammer gehoͤrt der Regierung,

aber nicht mehr sich selbst; die Kammer ist nicht mehr das Land. Huͤten wir uns vor diesem Tage. Dies ist die ganze Intrigue, der zu Liebe wir zu drei verschiedenenmalen versucht haben, jenen Gedanken einer unabhaͤngigen Majoritaͤt im Schoße der Kam⸗ „Man mußte diesen Gedanken durch einen Ei⸗ gennamen charakterisiren, und der des Herrn von Lamartine repraͤ⸗

feentirte genau das, was wir ausdruͤcken wollten: Anhaͤnglichkeit an die

Regierung und Unabhaͤngigkeit von den Ministerien. Ein aͤhnlicher Ge⸗ danke entsprang zu gleicher Zeit in den Reihen der Opposition. Sollten wir den unsrigen verleugnen, weil er mit dem der Opposition zu⸗ sammentraf? Wir nehmen die Wahrheit uͤberall und die Staͤrke, wo wir koͤnnen, ohne sie zu fragen, woher sie kommen. Ja, es war etwas Anderes, als eine Machination zwischen der Opposition und uns. Man wird dies spaͤter sehen. be war und es ist ein großer gemeinschaftlicher Gedanke, der rechtlich und national genug ist, um daß es von beiden Seiten des Landes eingestanden werden kann, ohne daß eine Verabredung noͤthig gewesen waͤre. Dieser Gedanke ist die Vereinigung der großen parlamentarischen Streit⸗

kraͤfte, die durch die langen Spaͤltungen im Parlamente zersplit⸗ roßen, starken, un⸗ abhaͤngigen Majoritaͤt, die Alles in sich schließt, was die Monar⸗ chie will, und was die Freiheit versteht; es ist die Moͤglichkeit einer dauerhaften gouvernementalen Gewalt, personifizirt in einem

tert worden sind; es ist die Errichtung einer

Ministerium, in welchem alle ausgezeichneten Geister des Parla⸗ mentes ihre Sphaͤre und ihre Wiresehmkeit finden. Diese Session hat zwei Werke zu vollfuͤhren: den Haß auszuldschen, die Mit⸗ wirkung vorzubereiten. Dies ist das ganze Geheimniß, dies ist die ganze Intrigue!“

Das Journal des Deobats spricht sich heute uͤber den di⸗

plomatischen Inzidenzpunkt in Madrid auf eine sehr energische Weise aus. Es giebt nicht zu, daß es sich dabei um eine bloße Foͤrmlichkeit handele. Es koͤnne leicht unter dieser Frage der Eti⸗ kette ein sehr gefaͤhrliches Prinzip verborgen seyn, welches mit der Wuͤrde der Kronen und mit den Rechten des Koͤnigthums in Herr von Salvandy sey bei der Koͤnigin von Spanien und nicht bei dem Regenten akkreditirt; der entgegenge⸗ setzte Fall koͤnne sich mit der Wuͤrde Frankreichs nicht vereinigen. Die Geschichte lehre, daß es bei minderjaͤhrigen stets so gehalten worden sey, wie Frankreich es wolle gehalten wissen. Eine Ausnahme finde nur dann statt, wenn die Regentschaft sich in den Haͤnden eines schon ge⸗ kroͤnten Hauptes befinde, wie z. B. bei Maria von Medicis, dei Anna von Oesterreich und kuͤrzlich bei Marie Christine. „Die t das Journal des Debats am Schlusse, „ist nicht von unserer Seite erhoben worden, und Niemand in Europa, Niemand in Frankreich, kein Unparteiischer und kein Ver⸗ nuͤnftiger wird uns die Schuld beimessen. Wenn eine geheime

die Uneinigkeit zwischen den beiden Laͤndern zu naͤhren, so ist es wenigstens klar, daß

nicht das Franzöͤsische Kabinet diese Absicht an den Tag legt.“ See Der Moniteur Algerien vom 2tsten v. M. meldet, daß

Von allen Gewalten ist sie die maͤchtigste, weil sie allein

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1842.

der General Bugeaud Tages zuvor diejenigen Eenehn. h Dienstzeit abgelaufen ist, gemustert und ihnen in einer Anrede den Antrag wiederholt habe, als Militair⸗Kolonisten in Afrika zu bleiben, wo ihnen zu dem Ende Landstrecken geschenkt werden wuͤrden. Von den gemusterten 800 Soldaten nahmen 163 den Antrag sogleich an. Von den uͤbrigen erklaͤrten sich die meisten ebenfalls dazu geneigt, wollten indeß erst nach Frankreich gehen, um sich mit ihren Familien und ihren Freunden zu berathen. Man verspricht sich von diesen Militair⸗Kolonieen die besten Erfolge. Der Abbé von Lamennais, dessen einjaͤhrige Gefaͤngnißstrafe abgelaufen ist, hat gestern Saint Pelagie verlassen.

Großbritanien und Irland.

London, 1. Jan. Ihre Majestaͤt die Köͤnigin hat, wie

ministerielle Blaͤtter berichten, den betreffenden Behoͤrden schon angezeigt, daß es ihre Absicht sey, die bevorstehende Parlaments⸗ Session persoͤnlich mit einer Thron⸗Rede zu eroͤffnen. „Aus den Veraͤnderungen und Verschoͤnerungen, die im Oberhause vorgenom⸗ men werden“, sagt der Standard, „schließt man allgemein, daß Ihre Majestaͤt bei jener wichtigen und interessanten Ceremonie von allen den Koͤniglichen und anderen ausgezeichneten fremden Gaͤsten begleitet seyn werde, welche eingeladen worden sind, um bei der Taufe des Prinzen von Wales zugegen zu seyn. In Dover trifft man bedeutende Anstalten zum Empfange des Koͤnigs von Preußen, da Se. Majestaͤt dort landen wird.“

Die Nachricht von der speziellen Mission Lord Ashburton's nach den Vereinigten Staaten hat an der hiesigen Boͤrse einen sehr guͤnstigen Eindruck gemacht. Dem Vernehmen nach hat Lord Ashburton die Mission bereits angenommen und wird in zwei oder drei Wochen nach New⸗York abgehen. Man glaubt, daß die Wahl Lord Asfhburton's den Amerikanern ganz besonders an⸗ genehm seyn wird. eines Theils weil das Haus Baring, dem er fruͤher angehoͤrte, seit vielen Jahren mit den Vereinigten Staaten in Ver⸗ bindung gestanden und deren Finanz⸗Agenten in England gewesen, und anderen Theils weil er selbst Amerikanischer Buͤrger und

einer der bedeutendsten Grundeigenthuͤmer im Staate Pennsvl⸗ vanien ist. Selbst seine Gegner ruͤhmen an ihm seine Talente als Geschaͤftsmann und seine Gewandtheit als Unterhaͤndler, welche er bei dieser Gelegenheit mit um so entschiedenerem Erfolge werde in Anwendung bringen koͤnnen, da er mit allen Verhaͤlt⸗ nissen der Vereinigten Staaten sehr vertraut sey. In Bezug auf das Wesen und den Zweck seiner Mifsion theilt der in der Regel gut unterrichtete Standard Folgendes mit:

„Lord Asbburtons Sendung wird in keiner Weise der Autoritaͤt des Herrn For (des Britischen Gesandten) irgend einen Abbruch thun, noch den ordentlichen Verlauf der Unterhand zungen stoͤren. Wir glau⸗ ben, daß die Instructionen Sr. Herrlichkeit speziell drei Punkte und eben nur diese drei Punkte vetreffen, naͤmlich die Angelegenbeit der Caroline“, die Graͤnzfrage und das Durchsuchungsrecht. Von dem ersten Punkte erwartet man wenig Schwierigkeiten. In der That hat⸗ ten beide Theile die Frage schon stillschweigend zu Boden fallen lassen, als die gewaltthaͤtige, gesetzwidrige Verhaftung Mac Leod's von Sei⸗ ten der Behoͤrden von New⸗York, in Folge des Zeugnisses von Mein⸗ eidigen, dieselbe wieder ins Leben rief. Mit Heren Mac Leod's Frei⸗ sprechung kann man sie ganz fuͤglich wieder fallen lassen, denn es ist doch sicherlich jetzt, nach Verlauf von vier Jahren, fuͤr beide Theile zu spaͤt, Genugthuung zu fordern. Ueberdies in welcher Form sollte der eine oder andere Theil sie fordern? Großbritanien kann sie von den Vereinigten Staaten nicht fordern, denn diese haben ja wieder⸗ holt und auf das feierlichste mit welchem Grade von Aufrichtig⸗ keit, kommt dabei nicht in Betracht jedes Interesse fuͤr die soge nannten Sympathisirer desavouirt. Die Vereinigten Staaten koͤnnen sie von Großbritanien nicht fordern, ohne ausdruͤcklich zu erklaͤren,

daß das Gebiet, auf welchem der Einfall statthatte, zu jener Zeit un⸗ ter dem Schutze und also auch unter der Jurisdiction der Amerika⸗ nischen Gesetze gestanden habe, eine Erklaͤrung, welche sich nicht mit der Desavouirung der Angriffe vereinigen lassen wuͤrde, die jenen Einfall zur Nothwendigkeit machten. Ueber diesen Punkt also kann keine argerliche oder auch nur langwie⸗ rige Unterhandlung stattfinden. Etwas mehr, wenngleich nicht viel mehr Schwierigkeit, bietet die Graͤnzfrage dar. Durch Absendung des Lord Afbhurton schlaͤgt Sir Robert Peel indeß den Weg welcher am besten geeignet ist, die Sache einer schleunigen und zufrie denstellenden Erledigung entgegenzufuͤhren. Die Frage hat, so weit ihr Gegenstand in Betracht kommt, mehr als fast irgend eine andere in unserer Zeit zwischen zwei Nattonen streitig gewesene Frage den Charakter eines gewoͤhnlichen Civil⸗Prozesses. Es ist eine Frage welche sich durch Auslegung und Zeugen⸗ Verhoͤr entscheiden mut. Die Worte des Traktats von 1783 sind auszulegen und den durch die Lokalitaͤt gegebenen Bedingungen anzupassen. Eine solche Frage kann schwerlich anders als durch einen unparteiischen Schiedsrich⸗ ter entschieden werden; ohne Zweifel wird es ein Theil der Auf⸗ gabe Lord Asbburtons seyn, das Terrain fuͤr einen desniriven Schieds spruch vorzuberciten, wenn es ihm nicht gelingt, die Amerikantsche Regierung von der Billigkeit der Britischen Anspruͤche zu uͤderzeu gen. Der dritte Punkt, das Durchsuchungsrecht, koͤnnte auf den er⸗ sten Anblick fast unüuͤbersteigliche Schwierigkeiten darzudteten schei⸗ nen. Wir koͤnnen uns nicht verhehlen, daß die Vercinigten Staa⸗ ten noch niemals aufrichtig auf Unterdruͤckung des Stierendandels ausgegangen sind, und daß man, welche Grundseäze auch in ih rer Verwaltung und Gesetzgehung zur Anwenduneg dermgen mogen von ihnen behufs der Unterdruͤckung enecs Handels keine auf richtige Anstrengungen oder gar Opfer erwamten ann Oofer welche noch dazu ihr Nationalstolz dardmngen ml. Rächtsdesto⸗- weniger hoffen wir auf Erfolg fuͤr die Bonmthpungiem verd Asddur⸗ tons, zumal da er von den Gesandten alle Girtraört. Maͤchte in Wasbhington unterstuͤtzt werden mthch Dim Wahl des edlen Lords zu den wichtigen Dienstleistungem vintehe ihe uͤdertragen sind⸗ ist die gluͤcklichste, die man haͤtte moeßen Faenemn. Als Staatsmann besitzt Lord Ashburton Talente ersen Nanges vollkommen ausgebil⸗ det durch Studium und Erfahrung. Dazu kommt noch seine Kennt⸗ niß der Prinzipien und Details des Handels, besonders des Seehan⸗ dels, wie sie wenige Staatsmaͤnner vor ihm, wenn uͤberhaupt irgend⸗ welche, besessen haben; mit den Vereinigten Staaten aber ist er so⸗ wohl persoͤnlich, wie als Kaufmann, auf das genauste verbunden ge⸗ wesen. Von seiner Sendung darf man daher die bestmoͤglichen, wenn nicht die absolut besten Resultate erwarten.“

Die Times, welche berichtet, daß die Mission Lord Ashbur⸗

ton's schon vor dem Eintreffen der Botschaft des Praͤsidenten beschlossen worden sey, also ganz unabhaͤngig von . dastehe,