1842 / 17 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Mon, 17 Jan 1842 18:00:01 GMT) scan diff

Beyer, Ober⸗Feuerwerker in der 5ten Artillerie⸗Brigade.

Zereer Feldwebel in der Garde⸗Artillerie⸗Brigade. 8 Bodendick, Feuerwerker in der 3ten Artillerie⸗Brigade.

Buchbinder, Stabs⸗Hautboist beim 19ten Infanterie⸗Regim

Buske, Rechnungsfuͤhrer beim Garde⸗Kurasster⸗Regiment. Conrad, ünerofss her im 2ten Garde⸗Regiment zu Fuß. Conradi, berittener Polizei⸗Sergeant zu Berlin. Dubau, Feldwebel im Kaiser Frän Grenadier⸗Regiment. Edler, Feldwebel im Kaiser Alexander Grenadier⸗Regiment. Elmer, chemaliger Feldwebel im Kaiser Franz Grenadier⸗

ment, jetzt Todtengraͤber bei der Hehwiss⸗Kheche zu Berlin.

Engel, Nachtwachtmeister zu Berlin. inler, F,7 829t zu Potsdam. 8 ranz, Feldwebel im isten Garde⸗Regiment zu Fuß.

riedrich, Bezirks⸗Feldwedel vom 3ten Bataillon (Jauersch

7ten Landwehr-Regiments. Gutzkow, Kanzleidiener beim Kriegs⸗Ministerium. Maaßen, Unteroffizier im Kaiser Franz Grenadier⸗Regiment. Mankey, Ober⸗Feuerwerker in der 2ten Artillerie⸗Brigade.

Muͤhl, Kassendiener beim Joachimsthalschen Gymnastum zu Berlin.

Musmann, Wachtmeister im Regiment Garde du Corps.

Muß, Feldwehbel und Rechnungsfuͤhrer im Kaiser Alexander Gre⸗

nadier⸗Regiment. 8 3 abl, Kastellan und Bote beim Kammergericht ha Berlin. alm, Unteroffizier in der 3ten Artillerie⸗Brigabe.

lewe, Wachtmeister im 1sten Garde⸗(Ulanen⸗) Landwehr⸗Regiment. odschudlowski, Unteroffizier im 2ten Garde⸗Regiment zu Fuß.

hode, Stabs⸗Hautboist im Garde⸗Jaͤger⸗Bataillon. chwarz, Feuerwerker in der 8ten Artillerie⸗Brigade.

eingraͤber, Diener beim Land⸗ und Stadtgericht zu Havelberg.

ißner, Polizei⸗Sergeant zu Berlin.

2

der General⸗Inspection der Artillerie.

Iff, Feldwebel beim Garde⸗Schuͤtzen⸗Bataimlloen. elke, 1— beim Kriegs⸗Ministerium. 1I1I1“ Botenmeister beim Konsistorium zu Berliun.

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Ich uͤbergebe dem Kriegs⸗Ministerium die beifolgenden Be⸗ stimmungen Stiftung einer Auszeichnung fuͤr pflichttreue andwehr, mit dem Auftrage, solche der Armee be⸗

kannt zu machen und zur Ausfuͤhrung derselben das Weitere zu verfuͤgen. Dem Staats⸗Ministerium habe Ich dieserhalb das

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Dienste in der

Noͤthige zugehen lassen.

Berlin, den 16. Januar 1842. 8* (gez.) Friedrich Wilhelm.

An das Kriegs⸗Ministerium.

Mit Wohlgefallen habe Ich das achtungswerthe Bestreben hrem Zwecke angemessen auszu⸗

bilden, bemerkt und daher beschlossen, forthin jedem Wehrmann, nachdem er seine Dienstpflichten erfuͤllt hat, als eine innerung eine aͤußere Aus

der Landwehr, sich fortdauernd i

zu verleihen:

1) Diese Auszeichnung besteht in einem kornblauen Bande, in welchem mit gelber Seide Mein Namenszug (F. W. IV.) eeingewirkt ist, und wird in einer eisernen infassung auf der

ünken Brust, gleich wie die Dienst⸗Auszeichnung des stehen⸗

den Heeres getragen.

Sie ist fuͤr Offiziere, Unteroffiziere und Wehrmaͤnner gleich. Den Anspruch darauf hat Derjenige, welcher nach Ableistung der gesetzlichen Dienstpflicht im stehenden Heere in beiden Aufgeboten der Landwehr die ihm obliegenden Pflichten vor⸗

wurfsfrei erfuͤllte. (S. §. 7.)

Die Verleihung der Auszeichnung erfolgt in der Regel bei

boce um Landsturm im Herbst jeden Jahres und faͤngt mit Denjenigen an, welche im Herbst 1842 austreten. Das bei dem Uebertritt aus dem ersten Aufgebot erhaltene Zeugniß des Wohlverhal⸗ tens giebt dem austretenden Unteroffizier und Wehrmann das Recht, sich mit dieser Bescheinigung bei dem Bataillons⸗ Commandeur seines Bezirks zur Erlangung der Auszeich⸗

der Entlassung aus dem zweiten Aufge

nung zu melden.

Bei den Offizieren ist es erforderlich, daß sie ihre Dienst⸗ pflichten in allen gedachten Stadien (S. §. 3) üͤberhaupt vorwurfsfrei erfuͤllt, und insbesondere den Uebungen, zu de⸗ naen sie beordert worden, so wie dem Scheibenschießen und Kontroll⸗Versammlungen mit Eifer beigewohnt haben, auch

e niemals kriegsrechtlich bestraft worden sind.

Die Listen der berechtigten Offiziere werden, unter Beifü⸗ gung der von den Brigade⸗Commandeuren zu bhestaͤtigen⸗

den Zeugnisse der Bataillons⸗Commandeure uͤber

Wohlverhalten auf dem geordneten Dienstwege an das Kriegs⸗Ministerium eingereicht, welches sie pruͤft und Mir zur Bestaͤtigung vorlegt. Diejenigen Offiziere, die auch nach zuruͤckgelegter Dienstpflicht aus ehrenvollem An⸗ triebe noch in der Landwehr bleiben wollen, sollen dabei

Mir besonders namhaft gemacht werden.

Der Unteroffizier und Wehrmann, welcher auf die Dienst⸗ Auszeichnung Anspruch macht, muß die Uebungen, zu wel⸗ chen er einberufen wurde, mitgemacht, und im Falle er diese zu versaͤumen gezwungen war, durch ein freiwilliges Ein⸗ —8 ebenso bei den Schießuͤbungen und Kontroll⸗Versammlungen seine Pflichten vorwurfsfrei erfuͤlllt, auch waͤhrend seiner Dienstzeit keine durch Kriegs⸗ oder Standrecht erkannte Strafe erlitten haben und nicht in der

kommen nachge

weiten Klasse des Soldatenstandes stehen.

8) Die Listen der nach diesen Bedingungen zur Dien Auszeich⸗ nnung sich eignenden Unteroffiziere 8 esenbenft⸗ 2 vpon dem Bataillons⸗Commandeur zusammengestellt und dem

Prigade⸗Commandeur zur Prüfung und eventuellen Bestaͤ⸗ . tihens vorgelegt. Auf Grund derselden wird die summari⸗

e Nachweisung des Bedarfs an Aus Zwischenbehoͤrden dem Allgemeinen gesandt, welches dagegen die erford jedem Armee⸗Corps zusenden wird.

Bei dem Uebertritt ins zweite Aufgebot, muß üͤber das

spruchs, in einem Noͤthige bemerkt

Verloren gegangene Auszeichnungen muͤssen die Inhaber

Obige zur Begruͤndung des künftigen A auszustellenden Füͤhrungs⸗Zeugniß 88* werden.

aus eigenen Mitreln wieder anschaffen.

9) Wenn Offiziere oder Unteroffiziere der Landwehr sich d

8 1 1 3 bungen, oder sengsch e98

in den auszeichnen, so können dieselben als eine zusnahme auch dann schon zur Dienstaus

nung in Vorschlag gebracht werden, wenn sie die D

ihre Thaͤtigkeit bei den Schießzaͤ ehrenvolle

jahre des ersten Aufgebots zuruͤcklegten. 10) Die Beg Hengn fuͤr Ums

iere aber von dem Kriegs⸗Minister vollzogen. 11) der

Wohnsitzes in Wongrowiee, bestellt worden.

7† 2*

setzlichen Vorschriften bei Vergehen finden auch auf die in ede stehende Fus gchnur Anwendung.

Indem Ich diesen iermit zuwende, erwarte Ich, daß die verliehene Auszeichnung ür alle neu eintretende Wehrmaͤnner ein ehrenvoller Antrieb seyn

wird, mit immer regem Eifer die Pflichten ns 16 zu

Berlin, den 16. Januar 1842. 1 (gez.) Friedrich Wilhelm.

eweis des Wohlwollens der Landwehr

Se. Majestaͤt der Koͤnig haben Alergnaͤdig eruht: Den Landgerichts⸗Assessor Maus zu El rokurator beim Landgerichte in Koͤln, und zwar beim Unter⸗ uchungs⸗Amte zu Vonn zu ernennen; und Den Land⸗ und Stadtgerichts⸗Assessor Weingaͤrtner zu Paderborn zum Land⸗ und Stadtgerichts⸗Rath zu beföͤrdern.

erfeld zum Staats⸗

Der bisherige Land⸗ und Stadtgerichts⸗Assessor von Gi⸗ zycki ist zum Justiz⸗Kommissarius bei dem Land⸗ und Stadtge⸗ richte zu Wongrowiec und zum Notarius im Departement des Koͤnigl. Ober⸗Landesgerichts zu Bromberg, mit Anweisung seines

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ese, Buͤchsenmacher beim Kaiser Franz Grenadier⸗Regiment. . vAetrt. 94 FtIn 851 3bz aer Ausland

hl, —. in der 5ten Artillerie⸗Brigade und Registrator bei

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bleibende Er⸗ zeichnung nach folgenden Bestimmungen

1 eroffiziere und Gemeine wer⸗ den von den Bataillons⸗Commandeuren, die fuͤr die Offi⸗

uͤber den Verlust der uͤbrigen Ehrenzeichen bestehenden

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Zeitungs-Nachrichten.

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81IW111“ Frankreiih.

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Pairs⸗Kammer. Sitzung vom 11. Januar. Zu der heutigen Sitzung hatten sich die Herzoge von Orleans und Ne⸗ mours eingefunden. Auf der Ministerbank befanden sich die Her⸗ ren Guizot, Duperré, Humann, Teste und Cunin⸗Gridaine. An der Tages⸗Ordnung war die Vorlesung und die Eroͤrterung des Adreß⸗ Entwurfs. Der Berichterstatter Herr Merilhon bestieg die Rednerbuͤhne und verlas den nachstehenden Adreß⸗E

„Sire, die Pairs⸗Kammer schaͤtzt sich gluͤcklich, Ew. Majestaͤt den gewohnten Zoll ihrer Ehrfurcht und ibrer Anhaͤnglichkeit dar⸗ zubringen. Die Fragen, welche im Orient die 4652 rankreichs erregt hatten, sind beendigt. Ew. Majestaͤt haben die zeichnet, welche die gemeinsame Absicht der Maͤchte aus⸗ t, den Frieden Europa's aufrecht zu erhalten. Mit Ih⸗ nen, Sire, uͤberlassen wir uns der Hoffnung, daß jene Convention zur Befestigung der Ruhe des Tuͤrkischen Reiches beitragen wuͤrde. Ew. Majestaͤt hat bedeutende Verminderungen der öffentlichen Lasten angeordnet. Jene Verminderungen aber haben nicht zugereicht, um zwischen der Einnahme und der Ausgabe des Staates das eben so nothwendige als allgemein gewuͤnschte Bleichgewicht wiederherzu⸗

Wir werden uns bemuͤhen, jenes Gleichgewicht zu erlangen, ohne unsere militairischen Streitkraͤfte mehr zu 89 . Sicherheit und Wuͤrde Frankreichs erheischen und ohne diejenigen ͤffentlichen Anlagen zu verschieben, welche das Land sehnlichst wuͤnscht. Wir werden mit Sorgfalt den von Ew. Maiestaͤt verkuͤndeten Gesetz⸗Entwurf uͤber den Bau großer Eisenbahnlinien pruͤfen. Die bairs⸗Kammer weiß, daß die eicht grert und die Schnelligkeit des

erkehrs zwischen den verschiedenen j

Staͤrke und des eichthums sind. Sie wird immer Vergnuͤgen alle Entwuͤrfe —ö—öx— welche Ew. Majestaͤt ihr zur Vermehrung und zur Be⸗ bindungswege jeder Art vorlegen lassen wird. Die Ausdehnung der Handels⸗Verbindungen Frankreichs ist Gegenstand der Sorgfalt Ew. Majestaͤt, und es sind atgf Ihren Befebhl nterbandlungen ein⸗

ntwurf:

onvention

chraͤnken, als es die

heilen des Koͤnigreichs Mittel

ervollkommnung der Ver⸗

Ihre hohe Weishest wird die Nothwendigkeit nicht aus

em Gesichte verlieren, den Schutz aufrecht zu erhalten, der der National⸗Arbeit durch eine Gesetzgebung gesichert worden ist, welche, indem sie die Sicherheit der Interessen unseres Ackerbaues und un⸗ serer Industrie verbuͤrgte, so maͤchtig zu dem Reichthum und zu dem Gedeiben Frankreichs beigetragen hat. Wir vernehmen mit Freude

unde Ew. Majestaͤt die Ausdruͤcke des Vertrauens zu der

Fortdauer des Friedens. Frankreich, welches bereit feyn wuͤrde, jedes Opfer zu bringen, um seine Wuͤrde zu behaupten, betrachtet einen ehrenvollen Frieden als das groͤßte aller Guͤter. Die Befestigung söstschen Macht in Algier muß das Werk der Zeit, der Aus⸗

des Muthes seyn. Jenes Land, welches die Tapferkeit

unserer Soldaten erobert und vertheidigt hat, und wo die Prinzen, Ihre Soͤhne, so oft dem Tode getrotzt und das Beispiel aller mi⸗ litairischen Tugenden gegeben haben, gehoͤrt uns durch den öieg und wird uns noch mehr durch die Wohlthaten de Civilisation gehoͤren. Ew. Majestaͤt hat es gesagt: Algier wir ortan und fuͤr immer Franzoͤsisch bleiben. Die Pairs ammer wird die Gesetz⸗Enkwuͤrfe, welche ihr im Namen Ew. Ma jestat werden vorgelegt werden, mit Aufmerksamkeit pruͤfen. Sire es ist nur zu wahr, daß verbrecherische Umtriebe und freche Atten⸗ tate, zwar immer durch die Vorsehung verecitelt, aber sich stets er⸗ neuernd, den Aufschwung Frankreichs und seine maͤchtige Thaͤtig⸗ keit noch hemmen; sie verzoͤgern die Wohlthaten jener um den Preis so vieler Anstrengungen und Gefahren eroberten Fnbes. Indeß werden die zwar langsame aber sichere Wirkfamkest 8 strenge Ausfuͤhrung der Gesetze, die Mitwirkung und die Eintracht roßen Staatsgewalten, so wie der Eifer aller guten Buͤrger rdnung und die oͤffentlichen Freiheiten unangetastet erhalten. Das Gluͤck und die Ruhe sind der Gegenstand der theuer⸗ sten Wuͤnsche Ew. Majest

Anstrengungen und Ihrer Opfer aͤrndten; die Nachwelt wird auf ewige Zeiten das Andenken daran bewahren.

Bei der nunmehr eroͤffneten allgemeinen Debatte nahm zuerst der Fuͤrst von der Moskowa das Wort, und begann mit der Prüͤ⸗ fung der Convention vom 13. Juli. Er tadelte es, daß das Mi⸗ nisterium sich eines Vertrages der so unfruchtbar in sei⸗ nen Resultaten gewesen sey. D denen Englands geopfert worden. b m G gangen sey, und wenn man dieser Politik treu bleibe, werde Frankreich immer, wenn es eine vortheilhafte Allianz abschließen, oder wenn es eine Stellung einnehmen wolle, um seine Macht im Mittellaͤndischen Meere zu befestigen, darauf 155 seyn muͤssen, eine Englische Flotte der seinigen gegenuͤberzuse litik der materiellen Interessen sey diejenige, welche England im⸗ mer befolgt habe und stets befolgen werde. Der Redner mißbil⸗ ligte es, daß man die Politik der bewaffneten Isolirung, die ein⸗ zige, welche der Waͤrde Frankreichs gezieme, aufgegeben habe; aber das Franzoͤsische Kabinet haͤtte es vorgezogen, selnen Namen ir⸗ end einem diplomatischen Akt anzuhaͤngen; es sey dies eine be⸗ lagenswerthe Politik, nach welcher es beinahe nicht mehr erlaubt y, zu sagen: „Alles ist verloren, ausgenommen die Ehre.“

Der Marquis von Boissy unterstuͤtzte den Entwurf und sagte, daß er die Hoffnungen der Kommission hinsichtlich der Auf⸗ vehheunng 5 ehrenvollen Friedens theile. Er veeM die

nisse, w b Diplomatie helrsch zwischen Frankreich und der Europaͤischen

einer huͤbschen Frau. Indeß tadelte er die Raͤcksichten, welche man

der Justiz, die

t; die Zukunft wird die Fruͤchte Ihrer

e eeen Frankreichs waͤren ach dem, was bis jetzt vor⸗

en; denn die Po⸗

chten mit den voruͤbergehenden Launen

re Spanien beobachte, welches die ihm ge⸗

eisteten Dienste mit so vielem Undank lohne. Er schilderte Espar⸗ tero als bereit, sich des Spanischen Thrones zu bemäͤchtigen, und

ing sogar so weit, ihn einen dases zu nennen. (Heftiges urren). Herr Guizot ersuchte den Redner gewisse Aus⸗ druͤcke zuruͤckzunehmen, die auf dieser Rednerbuͤhne vollkommen un⸗ passend waͤren. Der Mann, von dem er gesprochen habe, sey in einem benachbarten Lande, mit dem man in Frieden lebe, im au⸗ enblicklichen Besiz der Koͤniglichen Gewalt. Herr von

oissy: „Es scheint mir, daß es erlaubt seyn muß, öͤffentliche Handlungen so zu henennen, wie man es fuͤr gut haͤlt. Ich habe von meinen Ausdruͤcken keinen zuruͤckzunehmen. Herr Guiz ot: „Sie haben den Regenten von Spanien einen Henker genannt; um die Zuruͤcknahme dieses Ausdruckes und einiger anderen muß

ich Sie ersuchen.“ Herr von Boissy ließ sich auf diesen Ge⸗ enstand nicht weiter ein, sondern 1 be Abgang der Post noch nicht beendigt war.

Paris, 11. Jan. Ueber das Votum des General⸗Conseils des Handels, welches sich gegen Annahme des Vorschlags aus⸗

Presse in folgender Weise: „Dieses Botum wird allgemeines Erstaunen erregen. Wenn die General⸗Conseils des Ackerbaues und der Fabriken, welche sich vor der Konkurrenz des Aussandes fuͤrchten, den Gedanken an Handels ⸗Vertraͤge zurückwei⸗

theils aus Reprauͤsentanten einer Industrie zusammengesetzt ist,

schiedenen Laͤndern der Welt le durch welche allein jener Austausch erweitert werden kann?

konomisches System beklagen, es nicht der Muͤhe werth gehalten haben, einer Eroͤrterung belzuwohnen, in welcher alle großen Fra⸗

aͤber die sie sich beschweren, 88 erregen?“

Der Semaphore von Minister dem General Bugeaud neuerdings den Besehl zugesandt habe, auf einige Zeit nach Paris zu kommen und dem Herrn von Rumigny interimistisch den Oberbefehl uͤber die Franzoͤsischen Besitzungen in Afrika zu uͤbertrogen.

Seit einigen Tagen hat ein sehr lebhafter Courierwechsel zwischen Paris und Brazgen statt, in Folge der Diskussion des General⸗Conseils der Agricultur fuͤr die Beibehaltung der Ein⸗ angszoͤlle fuͤr die Belgischen Erzeugnisse. Der Belgische Bot⸗ eße Herr Lehon, hatte gestern lange Konferenzen mit Herrn Cunin⸗Gridaine aus Anlaß des Votums des General⸗Conseils.

Der National war zu heute wegen eines von dem öffent⸗

chen Ministerium inkriminirten Artikeis mit der Gazette de rance, die jenen Artikel in ihre Spalten aufgenommen hatte,

or die Assisen geladen. Wegen Krankheit des verantwortlichen erausgebers, Herrn Delaroche, ward die Sache des National erschont. Das Gesuch des Herrn Foucauld, verantwortlichen erausgebers der Gazette, um eine gleiche Verschiebung, ward indeß nicht beruͤcksichtigt, und als Herr Foucauld sich hierauf ent⸗ ernte, verurtheilte ihn der Gerichtshof in contumaclam zu ein⸗ aährigem Gefaͤngniß und 4000 Fr. Geldstrafe. Die Kosien des 2 Prozesses vor dem Pairshose sollen sich nach einem ober⸗ chlichen Anschlage auf mehr als 250,000 Fr. belaufen und Herr upoty wird, wie schon erwaͤhnt, der einzige von den Verurtheil⸗

tten seyn, der durch Aufopferung seines ganzen Vermöͤgens einen Theil der Kosten zu decken im Stanbde ist.

Boͤrse vom 11. Januar. Der Adreß⸗Entwurf der Pairs⸗ Kammer war an der Borse hbekannt, und da er im ministeriellen Geiste abgefaßt ist, so folgerten daraus die Spekulanten, daß das Kabinet vom 29. Oktober eine starke Majoritaͤt in der Pairs⸗ Kammer haben werde. In Folge davon waren die Franzoͤsischen Renten gefragt.

* Paris, 11. Jan. Das Ministerium hat vergangene Woche dem General Bugeaud die Weisung han lassen, selnen

Urlaub anzutreten, indem es ihm zugleich die Ver⸗ w

cherung gegeben 15 daß das Interim nur waͤhrend seiner Abwe⸗ senheit dauern solle, und die Ernennung des General Rumigny keine verdeckte Abberufung verberge. Der Telegraph aus Toulon wird mit der Antwort des General Bugeaud sehnlichst erwartet. General Ru⸗ migny ist indessen fortwaͤhrend im Hotel Latour du Pin, besucht die Lazarethe, besichtigt die naͤchsten Umgebungen, jedoch stets ohne offizielt der Armee gemeldeten Charakter, auch wird sein Name im Algierischen Moniteur nur im Gefolge des General Bu⸗ geaud erwähnt. Die Gemahlin des Generals ist in Paris geblieben.

Seit dem 1. Januar sind wieder zahlreiche Beurlaubungen in den verschiedenen Infanterie⸗Regimentern, selbst unter den Un⸗ teroffizieren und Korporalen angeordnet worden, um auf diese Art die Reduction einer Compagnie pro Bataillon ohne zu fuͤhlbare Stöße fuͤr die Armee Befoͤrderungen eintreten zu lasttn. Auch werden den Unteroffizieren u. s. w., die noch fortdienen wollen, Plaͤtze in der Algierischen Armee, und zwar in den dort neu zu organisirenden Regimentern, angeboten. Die Zahl derer, die sich zu diesen Versetzungen melden, ist jedoch nicht bedeu⸗ tend. Eben so ist die Zahl der in Algier ausgedienten Soldaten, die dem Gesehe zufolge entlassen werden muͤssen, Ende dieses Jahres gegen 800 gewesen. Von diesen waren die meisten 5, 6—7 Jahre und laͤnger bereits in Afrika, nur 50 60 aber wollten sich trotz der dringenden Vorstellungen des General Bugeaud bereit adas in Algier zu bleiben, um die Bevoͤlkerung der Militair⸗Doͤrfer oder der Milltair⸗Kolonie⸗Versuche zu bilden. Diese verabschiedeten Mannschaften sind jetzt in Toulon angelangt, sie haben den Algierischen Dienst, das Klima, die steten Strapazen und die Unsicherheit der dortigen Besitzungen herzlich satt. Auch mit den Civil⸗Kolonisten, die man gern mit Weib und Kind her⸗ beizoͤge, geht es nur langsam und es waͤre daher zu bedauern, n die Vorschlaͤge des Generals Buͤgeaud ohne Beachtung lieben.

Das Projekt, den waͤhrend der Schlacht bei Waterloo ge⸗ fallenen Franzosen auf dem Schlachtfelde selbst ein Denkmal zu errichten, scheint in Stocken gerathen zu seyn, o leich sich dazu bereits vor einiger Zeit eine aus verschiedenen Notabllitaͤten zusammenge⸗

sehte Kommission gebildet hatte. eh eg

Großbritanien und Irland.

London, 10. Jan. Se. Majestaͤt der Koͤnig von Preußen wird am 20sten d. in England erwartet, und es sind fuͤr Aller⸗ hoͤchstdenselben, außer den schon erwaͤhnten Gemaͤchern in Schloß Windsor, auch Staatszimmer im Buckingham⸗Palast hier in London in Bereitschaft gesche. Eine Abtheilung der Koͤniglichen Garde⸗ Kodallerie ist nach Woolwich beordert, wo der Koͤnig landen wird, um Se. nach dem r g zu geleiten. Der Britische Hof wird es, wie ministerielle Blaͤtter versichern, an 11X“X““ 1“ 1““ 888118

2 8 WWö

nichts fehlen lassen, um die Aufnahme des Koöͤnigs von Preußen ngland so glaͤnzend als moͤglich zu machen, und es soll eine

8., gr⸗ 8 2 zu Ehren Sr. Majestaͤt gege⸗ ben werden. Gleich nach der Taufe des Prinzen v. Wales wird einige⸗ male Cercle bei Ihrer Majestaͤt im St. James⸗Palast sein, wobei sich der Adel des Landes so zahlreich als irgend moͤglich einzu⸗ t. Die Saison wird daher in diesem Jahre in nlich fruͤh beginnen, und alle Hotels duͤrften uͤber⸗ haben sich Ihre Majestaͤt und Prinz Albrecht in Schloß Windsor auch schon einige neue Qua⸗ drillen und Galopps und den deutschen uͤbt, die bei den Hofbaͤllen ausgefuͤhrt werden sollen. Der Ober⸗ Kammerherr und Lord Charles Wellesley nahmen an diesen Pro⸗ ben Theil. Dem Ersteren ist Frogmore⸗House uͤbergeben worden, uum darin die noͤthigen Anstalten zur Aufnahme mehrerer der vor⸗ nehmsten Gaͤste Ihrer Majestät zu treffen, die zur Taufe einge⸗ laden sind. Taͤglich ergehen noch solche Einladungen, auf welche schleunige Antwort erbeten wird, damit man bei Zeiten wisse, wie viel Personen bei der Taufe anwesend sein werden. ißer hohen Wuͤrdentraͤgern der Kirche und des Staats, die dieser Ceremonie von Amtswegen beiwohnen müͤssen, sind auch bereits die Ritter des Hosenband⸗Ordens eingeladen, die durch den Glanz ihres Ordens nicht wenig zu dem Pomp der feierlichen Handlung Einladungen an Revpraͤsentanten der beiden arlamentshaͤuser und der Buͤrgerschaft sollen noch folgen. Gestern robe der geistlichen Musik statt, welche eorg's⸗Kapelle aufgefuͤhrt werden soll. Prinz Albrecht hat die Stuͤcke dazu ausgewaͤhlt; es sind lauter Compositionen von Haͤndel: eine Fest⸗Ouvertuͤre, die Ouvertuͤre zu dem Oratorium „Samson“, ein großer Marsch aus „Herkules“ und das Hallelujah aus dem „Messias“. Die Fest⸗Ouvertuͤre wird espielt werden, wenn die Tauf⸗ en Chors eintritt, und der Mar dem Gotteshause entfernt.

Reihe von Festen mit der groͤßten

finden beabsichti London ungewd

fuͤllt seyn. In den letzten Tagen

roßvater⸗Tanz einge⸗

r in seiner Rede fort, die 2

spricht, daß die Regierung alles aufbieten möͤge, um Handels⸗

Vertraͤge mit den fremden Maͤchten abzuschließen, aͤußert sich die Außer den

sen, so ist dies leicht begreiflich; aber ist es nicht selt. ,eö. sam, daß ein Handels⸗Conseil, ein Conseil, welches groͤßten⸗ beitrage e

. 1z * Nachmittags fand die erste die nur von dem Austausche Frankreich und den ver⸗ bei der Taufe in der St.

t, sich gegen Vertraͤge ausspricht,

so seltsame Votum laͤßt sich nur durch die Abwesenheit me rerer Mitglieder erklaͤren; und in der That ist es zu unserer Kenntniß 1 daß einige von denen, die sich am meisten uͤber unser nnere des ho⸗

ch wieder aus

rozession in das wenn dieselbe si Die Ouvertuͤre zu „Samson“ wird andlung selbst einleiten, und den Beschluß des Gan⸗ Dr. Elvey wird dabei die Orgel spie⸗ t das Orchester und den Saͤnger⸗Chor b Das Orchester wird aus etwa 60 Instrumenten beste⸗ hen und die Zahl der Saͤnger sich auf jeder Seite der Orgel soll eine provisori das Orchester, die andere fuͤr eingeladene Die Stuͤhle in der Kape band⸗Ordens einnehmen.

ddie heilige zen macht das Hallelujah. len und Sir George Smar

en der materiellen Interessen zur Sprache kamen. Isi so viel Pleichgaͤltigkeit nicht geeignet, Zweifel an der Wahrheit der Leiden,

arseille will wissen, daß der Kriegs⸗ 70 bis 80 belaufen. An sche Gallerie, die eine fuͤr Personen, errichtet wer⸗ e werden die Ritter des Hosen⸗ Außer denen, die mit Einladungs⸗Karten vom Ober⸗Kammerherrn versehen sind, wird Niemand in die Ka⸗ elassen werden. Vor dem 25sten d., an welchem Tage 2 stattfinden soll, werden noch

fuͤhrenden Musik veranstaltet werden der St. Georg's⸗Kapelle abgehalten, da die

einige Proben der aufzu⸗

um letztenmal vor der Taufe Gottes⸗ apelle von morgen an, der noͤthigen Veraͤnderungen wegen, geschlossen bleiben muß. In dem Schiff roße Oefen angebracht, deren Schorn⸗ ind. Von London werden naͤchster Tage die großen Staatskutschen nach Schloß Windsor abgehen, in de⸗ re Majestaͤt, Prinz Albrecht und die hoͤchsten Gaͤste vom

Schlosse nach der St. Georg's⸗Kapelle fahren werden. Abgestie

wird am Eingang der Kapelle des Kardinals Wolsey; von da

giebt man sich nach dem Kapitel⸗Saal, wo der

von Wales bis zum Beginn der Taufhandlung b Aus der Kapelle des Kardinals Wolsey nach der g durch den Kreuzgang, welcher beide Gebaͤude 4 Der steinerne mit Teppichen fuͤr den Tauf⸗ Platform er⸗ r Taufe werden mehrere glaͤnzende ten in Schloß Windsor re Majestaͤt im St. Georgs⸗Saal eben. Man glaubt, auch einige Tage r eine Reihe von

derselben werden einige steinroͤhren 36 Fuß lan

unge Prinz eiben wird. St. Georg's⸗ Käapelle geht der Zu

trennt, und der ebenfalls erwaͤrmt werden soll. ußboden vor Kardinal Wol bedeckt worden. In der St. stein in einiger Entfernung vom Altar eine erhoͤhte richtet. In der Woche nach de

Banketts und Abendgesellsch Am Taufabend selbst wird J

ein großes Diner zu mehr als e. Majestaͤt der Koͤnig von Preußen si fhalten und in dieser Zeit entwede Buckingham⸗Palast oder die Zimmer des Palast bewohnen werde. 3 seines Monarchen waͤhrend Aller⸗ leben, zu welchem tuart de Rot

apelle ist gan g's⸗Kapelle wir

undert TCouverts

Zimmern im Hannover im merath Bunsen wird zu Ehren

hoͤchstdessen Anwesenheit hier m Zweck derselbe das elegante Hotel des Lord auf Carltonhouse⸗Terrace, gemiethet hat, dasselbe, welches der

Stroganoff, der als außerordentlicher Botschafter Rußlands bei hrer Majestaͤt im Jahre 1838 hier anwesend war, damals sichtigt Ihre Majestaͤt auch von Preußen und dem Koͤ⸗ oventgarden⸗Theater en in beiden Theatern estlich dekorirt werden

t. James⸗ ehrere Feste

Nach den Hoffesten beab mit ihren hohen Gaͤsten, dem Koͤnige nige der Belgier, das Drurylane⸗ und das C besuchen, und es sind bereits mehrere Lo estellt worden, die fuͤr diese Gelegenheit

Nach dem Morning erwartete Graf von Westmo verstorbenen Vaters regulire seiner Landguͤter treffen, Posten nach Berlin

Tory⸗Blaͤtter ruͤhmen die Ausbreitung der im presbyterischen Schottland. jetzt in einer centralen Gegend von Schottlan

eminar gegruͤndet werden unter dem Nam heiligen und ungetheilten Dreifaltigkeit.“ dung sind zu 20,000 Pfd. St. veranschla unterzeichnet: darunter 100 Pfd. von der K vom Erzbischof von Canterbury, 1000 Buccleich und 1000 von

Gestern Abend zwi anfing, fand in dem Dorfe C Arbeiter eines Steinbruchs ren und eine Straße desselb furchtbarer Erdsturz statt, d und achtzehn Haͤuser nebst begrub, theils zertruͤmmerte umgekommen oder verstuͤmme fehlen noch.

Der General⸗Gouverneur von Direktoriums der Ostindischen C zur Auszahlung eines weiteren T Kriege gemachten Beute

u Lande empfangen davon jeder 9523, die Brigadiers 178 nen Soldaten auf den M

Das Comité fuͤr die Errichtu gs von Wellington versammelte faßte den Beschluß, da hantrey uͤbertragene und z von anderen Kuünstlern vollend der neuen Koͤniglichen Börse

Herald wird der aus Berlin zuruͤck reland blos die Angelegenheiten seines n und Anordnungen zur Verbesserung aber auf seinen Gesandtschafts⸗

Episkopal⸗Kirche zung derselben d ein theologise men „Kollegium der Die Kosten der Gruͤn⸗ t, und 6000 sind bereits nigin⸗Wittwe, 105 Pfd. Pfd. vom Herzog von in Liverpool.

und 5 Uhr, als es zu daͤmmern ombi⸗Down, unweit Bath, weil die zu weit unter dasselbe vorgeruͤckt wa⸗ ganz unterminirt hatten, ein Landes erstreckte chulhause theils ollen dabei

zuruͤckkehren. Zur Unterstü

Herrn Gladstone

uͤber 7 Acre

der Kirche und dem S Hunderte von Mense lt worden seyn. Naͤhere Nachrichten

Indien hat einen Befehl des ompagnie veroͤffentlicht, welcher heils der im letzten Birmanen⸗ efehlshaber zur 28,570 Rupien, die 5, die Subaltern⸗Offiziere 117, ann vier Rupien.

einer Reiterstatue des Her⸗ ich am Freitag in Mansion⸗ das dem verstorbenen Bild⸗ Theil von ihm ausgefuͤhrte et und vor dem Westende estellt werden solle.

Die Ober⸗

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Nach dem Berichte uͤber den Durchschnittsstand der Bank von England waͤhrend der am 4. Januar abgelaufenen 12 Wo⸗ chen betrugen die Aktiva 27,459,000, die Passiva 24,580,000 Pfd. St. Der Baarvorrath belief sich auf 4,779,000 Pfd. St.

Der Shipping⸗Gazette zufolge, sollte, nach den letzten Berichten uͤber die Niger⸗Expedition, das Schiff „Albrecht“ allein im Flusse bleiben. Doch besanden sich angeblich auch auf diesem Schiff, außer dem Wundarzt und einigen Offizieren, nur noch 10

esunde unter der weißen Mannschaft. Das Dampf⸗ chiff „Wilberforce“, welches anfangs die Bestimmung hatte, bis naͤchstes Fruͤhjahr auf dem ;. zu bleiben, war shon zu As⸗ cension angelangt, wo am 1. Januar auch die uͤbrigen Dampf⸗ schiffe eintreffen sollten. .

Am Freitag ist der Bischof von Chichester, Dr. Schuttle⸗ worth, nach kurzer Krankheit gestorben.

O. London, 7. Jan. Ich habe Ihnen schon früuͤher uͤber das Widerstreben der ultra⸗hochkirchlichen Partei, der Puseyiten oder Newmaniten, gegen das Bisthum in Jerusalem gesprochen. Bisher beschraͤnkte sich dieselbe auf kleine Plaͤnkeleien, individuelle, schriftlich an den Erzbischof eing sandee Proteste, Zeitungs⸗Artikel, unbedeutende, beinahe absurde Broschuͤren vom Diakonus Palmer (nicht zu verwechseln mit dem ausgezeichneten Oxforder Professor, der sich fuͤr das Bisthum ausgesprochen), jetzt aber ist sie mit einer, wenn auch nicht umfang⸗, doch inhaltreichen Schrift von ganz anderer Bedeutung aufgetreten durch James Hope. Dies st ein junger, aber hoͤchst ausgezeichneter Rechtsgelehrter, nament⸗ lich Kanonist, der sich vor zwei Jahren als Advokat der Kapitel vor dem Oberhause die hoͤchste Achtung, selbst bei Gegnern, er⸗ warb. Damals drang seine bewunderte Rede nicht durch, weil die Forderung der Gegenwart zu maͤchtig war; jetzt vollends hat er sein großes Talent gegen eine Sache gerichtet, die mit ihrer tief in der Nation wurzelnden Kraft ihn und seine Partei erdruͤk⸗ ken wird. Nur widerwillig giebt er zu, daß die Englische Kirche da, wo schon ein Griechischer Bischof sey, das Evangelium selbst⸗ verkuͤndigen duͤrfe: eigentlich sollte sich, meint er, Bischof

lexvander von dem dortigen Griechischen Bischof eine Kommission als „General⸗Vikar fuͤr die Englaͤnder“ geben lassen, und begruͤndet dies durch eine Citation aus Kardinal Thomassinus. Haupt⸗ saͤchlich aber protestirt er gegen jede Einigung mit den Protestan⸗ ten des Kontinents; diese muͤßten, nach ihm, einzeln zur Eng⸗ lischen Kirche uͤbertreten; wenn man seine Worte genau nimmt, duͤrfte kein Lutheraner ohne neue Taufe in einer Englischen Kirche zum Abendmahl gelassen werden; durch eine strenge Anwendung vergangener, in der Englischen Kirche selbst nicht mehr beobach⸗ teten, rein disziplinaren Satzungen moͤchte er eine unuͤberschreit⸗ bare, starre, steinerne Graͤnze um die Englische Kirche ziehen; er droht dem Bischof Alexander, wenn er diese Graͤnze uͤber⸗ schreite, werde die Kirche sich von ihm lossagen. Es ist schmerz⸗ lich, zu sehen, wie ein ausgezeichneter Geist und ein edles Gemuͤth o weit sich verirren, so am Buchstaben kanonischer Satzungen angen, so dem Wehen des Geistes sich verschließen kann; noch schmerzlicher ist es, zu fuͤhlen, wie dabei im Hinterhalt un⸗ ausgesprochene Furcht und Erbitterung gegen die evangelische Geistesfreiheit liegt, und ein verhaltener Zorn, daß durch einen solchen Schritt der Kirche Hoffnungen, die nach einer anderen, der Roͤmischen Seite, hingewandt waren, vernichtet sind. Wenn diese Partei so viel Macht in der Englischen Kirche haͤtte, als sie jetzt Larm darin macht, so staͤnde es freilich schlimm um die Hoff⸗ nungen, welche die evangelische Kirche fuͤr das Bisthum in Jeru⸗ salem begen moͤchte. Aber die beste Antwort auf solche Befuͤrch⸗ tungen giebt die eben offiztell (by authority) publizirte, wohl nicht mit UnLecht dem Bischof von London jugeschriebene Bekannt⸗ machung (Statement) uͤber das neue Bisthum. Hierin wird aus⸗ druͤcklich erklaͤrt, daß Deutsche evangelische Christen als Gemein⸗ den demselben inkorporirt werden; es wird ihnen der Gebrauch ihrer nationalen Liturgie zugesichert und versprochen, daß nur Deutsche als Geistliche bei 4,21 angestellt werden sollen, und daß der Bischof keinen dazu ordiniren werde, der ihm nicht ein Zeug⸗ niß der vaterlaͤndischen, kompetenten (d. i. kirchlichen) Behoͤrde uͤber seine Verpflichtung auf die Augsburgische Konfession bei⸗

bringe, da der Englische Bischof nicht wohl selbst diese Ver⸗

lchtung 75 abnehmen kann, sondern vielmehr, wie billig, eine rklaͤrung uͤber die Schriftmaͤßigkeit der 39 Artikel fordern muß. Wer diese letzteren fuͤr schriftwidrig haͤlt, kann freilich so wenig in Jerusalem, wie in der unirten Landes⸗Kirehe Preußens fungi⸗ ren, in welcher ebenfalls die reformirten Symbole neben der Augs⸗ burgischen Konfession stehen. Daß der Bischof von London in der erwaͤhnten Schrift die Verfassungen der protestantischen Kir⸗ chen des Kontinents „weniger vollkommen“ nennt, als die seiner eigenen Kirche, darf man ihm wohl so wenig uͤbel nehmen, als er die entgegengesetzte Ansicht einem Konsistorial⸗Rath verargen duͤrfte. Aber auf einer anderen Stufe steht freilich die Puseyitische Ultra⸗ Partei, welche im evangelischen Deutschland gar keine Kirchen sieht. Wir scheuen uns nicht, zu sagen, daß wir in der katholischen Kirche eine viel groͤßere Bildsamkeit, Freiheit und Lebendigkeit sehen, als in der, wozu jene Partei die Englische Kirche zu machen sich be⸗ muͤht. Aber vor dem Wehen des evangelischen Geistes in dieser Kirche wird jene Partei zerstieben. 87 18

Aus dem Haag, 10. Jan. Der Zweck des gestern er⸗ waͤhnten Koͤnigl. Beschlusses scheint dahin zu gehen, N. eevn Egichung von der rellgibsen Erziehung zu trennen. Die dem Koͤnigl. eschlusse beigefuͤgte Denkse rift erkennt dies an, denn es heißt darin: „Der Sinn des Beschlusses ist, daß die gesetzlichen Anordnungen uͤber den Elementar⸗Unterricht aufrecht erhalten wer⸗ den und daß der Unterricht blos eine staatsbuͤrgerliche und gesell⸗ schaftliche Angelegenheit werde, die voͤllig frei ist von den Lehr⸗ saͤtzen irgend eines Religions⸗Bekenntnisses, und bei dem man jede ausschließliche Richtung zu vermeiden hat, so daß die dazu gehoͤrigen Functionen von jedem Holläͤnder ohne Unterschied des Glaubensbekenntnisses versehen werden koͤnnen. Um jedoch Denen welche Parteilichkeit bei der Durchfuͤhrung dieser Grundsaͤtze fuͤrch⸗ ten moͤchten, so viel moͤglich Sicherheit zu gewaͤhren, ist unter Anderem enserdnes worden, daß bei Uebertragung dieser Functionen besonders Ruͤcksicht auf ein gehoriges Verhaͤltniß wischen den Mitgliedern der verschiedenen Glaubensbekenntnisse genommen werde. Bei Aufrechthaltung des Grundsatzes, daß der Elemen⸗ tarunterricht außerhalb aller Religions⸗Bekenntnisse bleiben solle, wollte man gleichzeitig Gewißheit geben, daß in den Schulen nichts gelehrt werde, was einem Religions⸗Grundsatze widerspraͤche und obwohl der Geistlichkeit der verschiedenen Glaubens⸗Bekennt⸗ nisse keine Gewalt uͤber den Elementar⸗Unterricht verliehen wor⸗ den, hat man doch nicht verkannt, daß grade die Geistlichen sich vorzugsweise in der Stellung befinden, ihn zu uͤberwachen, und daß man ihnen deshalb Gelegenheit geben mäsfe das, was in den Schulen gelehrt wird, kennen zu lernen, damit sie, wenn sie wahr⸗ nehmen, daß dort etwas vorkommt, was der Lehre ihrer Kirche

widerspricht, dies angeben und ihre Bemerkungen daruͤber machen

Belgien.

Trotz der strengen Jahreszeit sind die Arbeiter in großer Anzahl an der Eisenbahn der Vesdre auf der ganzen Linie von Luͤttich nach Verviers bis zur Graͤnze beschaͤf⸗ Nach den Verpflichtungen und Versprechungen der Unter⸗ nehmer hat man Grund, zu hoffen, daß Belgien mit Deutschland, wie mit Frankreich, vor dem Ende dieses Jahres verbunden seyn Die Station von der Maas nach Chaubdfontaine wird im Juli, die von Verviers einige Monate spaͤter eroͤffnet werden. Beendigt man in Preußen mit der naͤmlichen Thaͤt tion von Aachen bis zur Graͤnze, so wird Bruͤssel 1842 mit Koͤln, Lille und Valenciennes in Verbindung sehen. rtinn 8

Deutsche Bundesstaaten.

Darmstadt, 13. Jan. In der neten⸗Kammer stellte der Abgeordnete Antrag, die Eisenbahnen des Großherzogt Da dieser Antrag nicht . dern auch fuͤr die benachbarten Deutschen Laͤnder ein spezielles Interesse hat, so theilen wir ihn hier vollständig nach der Groß⸗ z. Hess. Ztg. mit: „Das Großherzogthum schen Norden und Suͤden, O

Lüttich, 11. Jan.

keit die Sec⸗ im Jahre

estrigen Sitzung der Abgeord⸗ reiherr von Doͤrnberg den ums auf Staats⸗

kosten zu bauen. los fuͤr Hessen, son⸗

essen, das wichtigste Mittelglied zwi⸗ en und Westen des Deutschen Bundes und des gesammten Deutschen Handelsverkehrs, geeignet, nach dieser guͤnstigen geographischen Lage, nach seiner dichten Bevölkerung, im Eisenbahnwesen eben so voranzugehen, wie es, zum Ruhme und Ge⸗ deihen des gemeinsamen Deutschen Vaterlandes, den Deutschen Zoll⸗ Verein begann, dieses unser Land steht dennoch im Unternehmen der Eisenbahnen am meisten unter den bedeutenderen Deutschen Staa- uruͤck. Nachdem in diesen das neue, eben so wohlthaͤtige und tbare, als gewaltige Verkehrsmittel sich immer mehr verbreitet, auch die Bahnen des Großherzogthums Baden si

ihrer Vollen- dung nahen, kann und darf das Großherzogthum Hessen hierin nicht Die Entbehrung der unermeßlichen Vortheile der isenbahnen, die direkten Nachtheile und Gefahren, womit weitere ig unser Land bedroht, Pflicht, nicht laͤnger zu saͤumen, Werk zu legen, u bringen. Die Richtung der Ba erzogthuͤm ist durch dessen Lage und den be Verkehrs gegeben, naͤmlich vom Neckar uͤber Darmstadt, Frank (Sachsenhausen), uͤber Offenbach nach Hanau, von da uͤber Fr berg nach Gießen, nach dem noͤrdlichen Kurhessen und dem Haupt⸗ knotenpunkt, welchen dort Kassel nach bereits abgeschlossenen Staats⸗ Vertraͤgen bildet. Diese Richtung ist einerseits nothwendige Fort⸗ setzung der Badischen Hauptbahn, andererseits nothwendige Vermit⸗ telung von Suͤdwest⸗Deutschland mit dem Norden einen der frequentesten und bedeutendsten Handel wege von Deutschland, ja, gemachten Erfahrun en und reiflichsten Erw eine solche Hauptbahn ni sondern als National unternehmung des durchzieht und verbindet als nischen Provinzen, entspricht d vinz Rheinhessen, foͤrdert uͤberdies, sentlich das besondere Interesse dies sammelten Landstaͤnde des die Hand zur Ausfuͤhrung Denkmal, das ihn no ersprießlichen Einfluß Stellung des Großherz Bekanntlich sind bereits mission fuͤr die hiesige inmittelst Ueberschlaͤge bearbeitet worden, na der Bahn vom Neckar nach dem Main fen, Transportmittel, auf eine Laͤnge vo betraͤgt; davon kommen beilaͤufig 12 St lich Hessische Gebiet, in diesem Verhaͤlt einem anderen Verhaͤltnisse aber noch be 1 b or uͤber Offenbach und die Kurhessische Graͤnze betr von kaum 13 Stunden auf das nun auch an, daß auf dieser le pelt so viel, die uͤbrigen Ausgab men doch hier immer nur 13 Stunden 3,731,521 Fl. Hierzu die ob fuͤr den Großherzoglich Hessischen Anthei die Gesammtsumme fuͤr die 25 ½ Wuͤrde hieran 4

uruͤckbleiben.

ur dringenden achdruck Hand es mit Schnelle zur Ausfuͤhrun n durch unser Groß⸗ ehenden Weg des Haupt⸗

Verzoͤgerung

ꝛc. und begreift s- und Verkehrs⸗ von ganz Europa. Nach den inmit⸗ en, nach den umfassendsten Eroͤrterun⸗ ist es eine ausgemachte Sache, ht der Privat⸗Speculation uͤberlassen, Angelegenheit ausgefuͤhrt befruchtender Strom die Dies⸗Rhei⸗ ch zugleich dem Interesse der Pro⸗ wie sich leicht beweisen laͤßt, we⸗ er Provinz. Indem die jetzt ver⸗ Großbherzogthums der Staats ung bieten, stiften ch in der fernsten 3 auf den Woblstand thums uͤberh

der Regierung nsie diesem Landtage ein ch seinen hoͤchst Landes, auf die en wird.

ukunft dur des ganzen aupt, verherrli ie Großherzogliche Eisenbahn⸗Kom⸗ Gesellschaft sehr genaue die Summe aller Kosten sammt Gebquden, Bahnhb⸗ 18 ¾ Stunden 4,200,000 Fl. auf das Großherzog⸗ also 2,724,000 Fl., nach end weniger auf das In⸗ und Hanau bis Gießen gt beilaͤufrg 18 ½ Stunden, wo⸗ Inland kommen. tzteren Strecke die Erdarbeiten dop⸗ e⸗Rubriken gleich viel kosten, so kom⸗ auf die Stunde oder auf en erwaͤhnten 2,724,300 l an der Suͤdbahn, betr⸗ s Großherzoglichen Ge⸗ Jahre lang gebaut, so waͤre

a Rentirung, ohne die theil⸗ Zinsen abzuziehen, 645,582 Fl.

t, steigt die Haupt⸗ aͤnge des Inlandes Verlangt man hiervon Stunden des Inlandes ich rein, d. h. nach Ab⸗ Erwaͤgt man die Erfabrung aͤhnlicher auf unserer Hauptverkehrs⸗Richtung und Vermehrung dieser Frequenz nebst dem sehr bedeuten 1 o bevoͤlkerten Ge

Nimmt man 276,409 Fl.

Stunden de biets 6,455,821 Fl. B an Zinsen bis zum Zeitpunkt der voller weise beginnende Einnahme von den u verwenden. Diese zu den Ausgab umme auf 7,101,403 Fl. der ganzen Bahn (278,486 Fl. im Durchschnitt pro Stunde). eine Verzinsung zu 4 pCt., so muͤssen die 25 ½ 284,056 Fl. oder pro Stunde 11,220 Fl. jaͤhrl ug aller Kosten, einbringen. ahnen, die jetzige Frequenz auch nur die sichere den Beitrag, welchen der innere Verkehr einer Alimentation der Bahn liefert, so ist es durchaus nicht zw daß auf der ganzen Strecke von 25 ½ bn unseres Landes der Ertrag sich weit hoͤher stellt, daß in ihm nicht allein die Deckung der Zinsen, sondern auch der Kapital⸗ selbst wenn man wollte, eines Beitrags zu anderen Staats⸗ mit enthalten seyn wird. Es ist aber durchaus nicht daß der mittelbare Vortheil dieser ganzen an sich schon jene 284,000 Fl. werth ist. 1 Geldertrag derselben als einen jaͤhrlichen Zuschuß zu den Huͤlfsquellen des Landes betrachten; es gelten die Gruͤnde, weshalb man die Chausseegeld⸗Einnahmen nicht zum entscheidenden Maßstabe der Ren⸗ tabilitaͤt der Hauptstraßen annimmt, in noch hoͤherem Grade fuͤr un⸗ sere Hauptbahn. So sehr die Umstaͤnde zur alsbaldigen Ausfuͤh⸗ rung hindraͤngen, so hoͤchst erfreulich und erwuͤnscht ist es, daß erade der gegenwaͤrtige Zeitpunkt die uͤr Aufbringuͤng der 7 bis 7 ½ Millionen un ren Kapitals zu einem solchen produktiven Unternehmen darbietet. Es ist keinem Anstande unterworfen, . dit der Finanzen des Großherzogthums es sehr leicht fallen wird, unter landstaͤndischer Garantie kurzer Hand das erforderliche Kapital successive, so wie man es bedarf, durch Anlehen zu decken. Es wird aber nicht einmal noͤthig seyn, hierbei den Kredit im Auslande zu benutzen, indem, wenn uͤberall im Lande Su werden, den inlaͤndischen Kapitalisten eine Ge seyn wird, ihre Kapitale sicher und ohne An dieser Subseript

Stunden Eisenbabn innerhalb

Tilgung, 2

r unser Land ann den direkten

instigsten Verhaͤltnisse selbst eines noch hoͤhe⸗

daß bei dem großen Kre⸗

criptionen eroͤffnet

heit erwuͤnscht kon fuͤr Maͤkler und

on wuͤrden sich bei land⸗

er von Abloͤsungs⸗Kapitalien eben. zur Gelegenheit passender iehen; imglei⸗

en, die wir im

ioteure anzulegen. 1 discher Versicherung die Besit⸗ falls gern betheil 1 Immobilien⸗Ankaͤufe einen angemessenen chen die Verwaltungen der vielerlei Fonds und Ka Lande haben ꝛc. Freilich ist ein solches einfaches Verfahren man⸗ chen Papier⸗Spekulanten nicht angenehm und suchen diese, Schwie⸗ rigkeiten dagegen zu erheben. Wir haben aber nicht noͤth sicht zu nehmen; die Geschaͤftsleute werden darum ni⸗ wenn man ihnen spaͤterhin eine Gelegenheit geben will, einen Ver zu machen, dazu bereitwillig seyn. Es wird aber nicht einmal ubsthig seyn⸗

en, um aus i

darauf Ruͤck⸗