1842 / 70 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

zan s n, in welchem er Ihre Manestaͤt so lange repraͤsen ürn- des edlen Grafen kann ich soch nicht elten lassen; ich behaupte naͤmlich, daß die Frage der Unabhaͤngigkeit Vvanzens niemals als be in diesem Hause hehandelt wor⸗ den ist. Wenn es irgend einen Gegenstand giebt, in Bezug auf wel⸗ chen alle Mitglieder aller Klassen des Volkes hier zu Lande eines Sin⸗ nes sind, so ist es der, Spanien wahrhaft zu machen, dadurch, daß auf jedem guͤtlichen Wege seine Ehre, Woblfahrt und sein Gluͤck aufrecht erhalten wird. Dies ist die Politik jeder Regierung unseres Landes eine lange Reihe von Jahren hindurch gewesen. Es war die Politik⸗ welche zu den glorreichen Siegen meintes edlen Freundes (des Her⸗ zogs von Wellington) auf der Halbinsel fuͤhrte, es war dieselbe Po⸗ litik, welche den edlen Lords gegenuͤber den Quadrupel⸗Traktat und die daraus entspringenden Maßregeln diktirte. Auch die jetzige Re⸗ jerung wird dieser Politik treu bleiben, ohne Ruͤcksicht darauf, ob Spanien von einem Koͤnige, von Cortes oder von einem Regenten beherrscht wird. Wir haben nur mit der gegenwaͤrtigen Regierung von Spanien zu thun, und ich gebe gern zu, daß diese Regierung, in dem letzten Jahre besonders, die Unterstuͤtzung der Britischen Mini ster verdiente, indem sie mehr gethan hat, die Huͤlfsquellen des Lan⸗ des zu erdffnen und dessen Interessen zu foͤrdern, als irgend eine an⸗ dere Regierung seit dem Tode des Koͤnigs Ferdinand. Es ist mir wohlbekannt, daß ein Komplott im Gange ist, um cine Insurrection in Spanien zur Ausfuͤhrung zu bringen, ein Komplott, welches, nebenbei gesagt, schon mehr zu seiner eigenen Vereitelung ethan hat, als irgend eines, dessen ich mich er⸗ innern kann; denn dieses Komplott ist in allen seinen Theilen der Spanischen Regierung bekannt, dieselbe ist vollkommen geruͤstet, ihm Widerstand zu leisten, und wie ich hoffe, wird dies mit Erfolg ge⸗ schehen. Da nun allerdings mehrere bei dem fruͤheren Buͤrgerkriege in Spanien betheiligte Offiziere, von denen man weiß, daß sie in die Verschwoͤrung eingeweiht sind, sich der Spanischen Graͤnze genaͤhert haben, so wurden daruͤber der Franzbsischen Regierung Vorstellungen gemacht, und es hat diese Regierung den Britischen Ministern die destimmteste Versicherung gegeben, daß sie keinen Antheil an diesen Be⸗ wegungen nehme und sie nicht sanctionire, und daß alle moöͤglichen Maͤßregeln getroffen werden sollten, um alle verdaͤchtigen Individuen von der Graͤnze zu entfernen, so wie auch, daß durch Verweigerung von Püssen und auf andere Weise alle verdaͤchtige Personen verhin⸗ dert werden sollten, sich der Graͤnze zu naͤhern. Der edle Graf hat ganz recht gesagt, daß man sich mit jeder Erklaͤrung, welche die Franzoͤsi⸗ sche Regierung uͤber diesen Gegenstand zu geben, sich gemuͤßigt sehen moͤchte, wuͤrde zufriedengeben muͤssen, aber Versicherungen, wie die vorerwaͤhnten, zumal, wenn sie von einer Regierung kommen, an de⸗ ren Spitze ein Mann wie der jetzige Franzoͤsische Minister der aus⸗ waͤrtigen Angelegenheiten steht, verdienen doch immer große Achtung. Nichtsdestoweniger ist es Pflicht unserer Regierung, den Verlauf der Ereignisse zu uͤberwachen, alle moͤglichen Mittel zu ergreifen, um der Spanischen Regierung, sowohl in Bezug auf die Umtriebe an der Franzdsischen Graͤnze, wie an der Kuͤste, so weit es in unserer Macht steht, zur Abwehrung jedes Angriffs behuͤlflich zu seyn. Der edle Graf kann sich darauf verlassen, daß die Britische Regierung Alles thun wird, was sie vermag, um der gegenwaͤrtigen Regie⸗ rung in Spanien Beistand zu leisten. In Bezug auf einen anderen Punkt dieser Angelegenheit scheinen mir die Besorg⸗ nisse des edlen Grafen irrig zu seyn. Ich glaube nicht, daß gegruͤndete Veranlassung vorhanden ist, anzunehmen, daß es zu irgend einer Verbindung zwischen Don Carlos und der verwittweten Koni⸗ in von Spanien kommen duͤrfte. Ich weiß, daß bisher keine solche Vereinigung zwischen den Karlisten und Christinos stattgefunden hat, denn der eben erwaͤhnte Prinz hat alle solche Vorschlaͤge aufs ent⸗ schiedenste zurückgewiesen, und gerade heute noch habe ich Depeschen erhalten, durch welche ich benachrichtigt werde, daß mehrere der ein⸗ flußreichsten Personen in den Baskischen Provinzen jede Absicht, je⸗ mals an einer Verbindung dieser Art Theil nehmen zu wollen, des avouirt haben. Man hatte behauptet, Cabrera sey von Don Carlos nach Paris gesandt worden, aber es erweist sich jetzt, daß derselbe gar nicht in jener Hauptstadt gewesen ist, daß Don Carlos ihm die Er⸗ laubniß verweigerte, jenen Ort zu besuchen, und der genannte

Offizier hat auch oͤffentlich jede Verbindung mit dem Kom⸗

Dies scheint mir eiden . Ich 3 &. 865 zutscheidend zu seyn. Ich raumes Zeit haben, die Antworten auf die Se welche

eset⸗Ent⸗: ch zugleich mit den

plotte desavouirt. glaube, daß unter den Haͤuptern der Verschwoͤrung Unei⸗ nigkeit herrscht, indeß bezweifle ich durchaus nicht, daß es unter ihnen einige giebt, welche den Versuch einer insurrectionellen Bewegung in Spanien machen wollen; aber das Komplott selbst scheint mir nicht so furchtbar zu seyn, wie es dem edlen Grafen vorkommt. Unter solchen Umstaͤnden, und da die Spanische Regierung vorbereitet ist, dem Komplott zu begegnen, und die in jenem Lande vorherrschenden Gesinnungen vollkommen kennt, glaube ich, daß sie jedwedem Angriff 1 der erwaͤhnten Art mit Erfolg wird Widerstand leisten koͤnnen. Der edle Graf hat dann gefragt, ob, im Fall einer solchen Invasion, Bri⸗ tische Kriegsschiffe nach den Spanischen Haͤfen wuͤrden geschickt wer⸗ den, um Britisches Eigenthum und Interesse zu beschuͤtzen. Hierauf kann ich nur antworten, daß dies ohne Zweifel geschehen wuͤrde, wenn man es noͤthig faͤnde, und daß uͤberhaupt die Britische Regie⸗ rung zur Spaniens, als eines alten Bundesgenossen und eines Landes, bei dessen Wohlfahrt wir wesentlich betheiligt sind, jedes Mittel anzuwenden bereit ist, welches billigerweise von ihr ge⸗ fordert werden kann.“

London, 5. Maͤrz. Die Liste der geistlichen und weltlichen Lords in der zweiten Session des vierzehnten Parlaments des vereinigten Koͤnigreichs Großbritanien und Irland ist jetzt fertig. Obenan steht Se. Koͤnigliche Hoheit der Prinz von Wales, wel⸗ cher, wiewohl bei weitem das juͤngste Mitglied des Hauses, vor allen uͤbrigen Pairs den Vortritt hat. Auf ihn folgt der Her⸗ zog von Cumberland und Teviotdale, Koͤnig von Hannover.

Herr Shiel wollte im Unterhause auf Vorlegung der zwischen dem Grafen Aberdeen und dem Franzoͤsischen Kabinet über die Unterredung des Ersteren mit dem Grafen von St. Au⸗ b5 in Betreff Algiers gefuͤhrte Korrespondenz antragen, verschob Ir Motion bis zum naͤchsten Donnerstag. Einstweilen er⸗ An 2 2 8 dffentlichen Blaͤtter in Betrachtungen uͤber diese . n Der Courier schreibt die Verwechselung der des Grafen v und objection einer bloßen Unachtsamkeit St. Aulaire zu und meint, daß durch die Erklaͤ⸗

9 rafen Aberdeen und Sir R. Peel's die Algierische

Frage nur zu einer ruhenden gemacht sey, die man immer bei

was gaͤnz⸗ gegen England abhaͤnge. Dazu k chs gegen andere Staaten und Schwaͤche und trotz ihrer Uafa Figkeit noch, daß die Tuͤrkei,

doch so viel Selbstachtung besitze, um di tion nicht anzuerkennen. Allein selbst w 1 pation Algiers durch Frankreich anerkannt haͤtt Divan die Occu⸗ nicht von England geschehen; die Englische Re sey dies noch fuͤr jetzt keine Bemerkung daruͤber zu machen 8 69 habe lediglich Frage koͤnne einst mitwirken, um Europa Se Algierische scheiden. Aehnlich aͤußert sich der Morning g eges⸗ V lands Einwilligung wenigstens, sagt derselbe, werde A 6 mit Eng⸗ nen Fall als ein integrirender Theil Frankreichs betrach da diese Frage mit der Britischen Seeherrschaft eng pe In Irland scheint der ministerielle Korn esetz⸗Plan bei kei⸗ ner Partel Beifall zu finden. In mehreren Staͤdten, unter deren in Belfast, sind Versammlungen gehalten und Petitionen entworfen worden, welche auf gaͤnzliche Aufhebung der ö abzwecken. Andererseits macht eines der bedeutendsten dortigen konservativen Blaͤtter, das Dubliner Evening Mail, auf den

eeeüess meh ber

BVeraͤnderun

Liste enthaͤlt in der

3 in Birmingham) die meisten Zeitungen. 1. pel fuͤr die gesammten Zeitungen und Journale neigt sich auf die

8 Iee waͤh⸗ Die Neutralen haben nur 4,639,708 Stempel. Dagegen hat die Times, als kon⸗

in den Sectionen uͤber die der Kammer vorgelegten wouͤrfe gemacht sind, vorzubereiten, und wird s8

anderen Gesetz⸗Entwuͤrfen beschaͤftigen koͤnnen, die sie noch waͤh⸗ rend der ge enwaͤrtigen Sitzung vorzulegen beabsichtigt. Die Ge⸗

neralstaaten Mitg

er auf kei⸗:

tet werden, 8 rknuͤpft sey. ““

290

angeblichen großen 2— aufmerksam, welchen die beabsichtigte in dem Haferzolle fuͤr Irland haben werde, und die Limerick Chronicle, ebenfalls ein konservatives Blatt, sagt:

„Dem Irlandischen Grund⸗Eigenthuͤmer und Paͤchter bietet sich

die drohende Aussicht auf entsetzliches Verd dar, welches, wenn es wirklich eintreten sollte, eine völlige Umwaͤlzung in den

jetzigen Saͤtzen des Pachtzinses und anderer Lasten in ganz Ir⸗

land herbeifuͤhren und allgemeine Unzufriedenheit, Verwirrung und Noth erzeugen wuͤrde. ir muͤssen daher der Regierung noch⸗ mals ernstlich anrathen, die beantragte Zoll⸗Skala in der Weise zu modifiziren, daß dem Irlaͤndischen Ackerbau einiger Schu verbleibt. Im vorigen Jahre waren um diese Zeit schon 100,000 Faͤsser Hafer mehr versandt, als bis jetzt in diesem Jahre.“

Die so eben auf einem Grogfslobogen erschienene, von Clarke und Lewis herausgegebene Parlaments⸗ und Zeitungs⸗ itte des Blattes eine Uebersicht der Engli⸗ schen, Schottischen und Irlaͤndischen Zeitungen, deren Faͤrbung man sogleich dadurch erkennen kann, daß die Titel der konserva⸗ tiven mit blauer, der liberalen mit rother und der neutralen mit schwarzer Schrift gedruckt sind. Eben so ist es mit den Namen der Parlaments⸗Mitglieder gehalten, die zu beiden Seiten des Blattes am Rande aufgefuͤhrt sind, und die blaue Farbe scheint die vorwaltende zu seyn. In England erscheinen, Wales einge⸗ schlossen, 219 Zeitungen, in Schottland 64, in Irland 78,

auf den Britischen Inseln (Guernsey, Jersey, Man) 16;

zusammen also 377. In London allein erscheinen 72 Zeitun⸗ en und Journale. Unter den Englischen Grafschaften erscheinen in Devonshire, Gloucestershire, Kent und Lancastershire (worunter

9 in Liverpool und 5 in Manchester) und Warwickshire (worunter Die Zahl der Stem⸗

Seite der liberalen, denn diese haben 31,273,897 rend die Konservativen nur 23,774,832 haben.

servative Zeitung, unter allen Zeitungen in den Vereinigten Koͤnigreichen

die groͤßte Zahl der Stempel, naͤmlich 5,000,000, wogegen die liberale Morning⸗Chronicle nur 2,075,500 hat. Unter den Provin⸗

zial⸗Zeitungen hat der in Leeds erscheinende Northern Star die meisten (976,500), wogegen der bekannte Liverpool Mer⸗ cury nur 400,000 hat. 1

Evening Mall, ebenfalls konservativ rick Chronicle, auch konservativ (200,000), obenan.

Lord Mahon, Mitglied der Verwaltung, hat in der gestrigen Unterhaus⸗Sitzung eine Bill zur besseren Beschuͤtzung des schrift⸗ stellerischen Eigenthums eingebracht.

Die Actionaire der Glasgow⸗Edinburger Eisenbahn, die am

18. Februar eroͤffnet wurde, haben mit 1219 gegen 648 Stim⸗

men (7589 gegen 3476 Actien) entschieden, daß an Sonntagen auf dieser Bahn gefahren werden solle.

fruͤheren Parlamenten her als Vorkaͤmpfer fuͤr strenge Sonntags⸗

feier bekannt, droht den Actionairen mit einer Klage vor dem

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= Notterdam, 5. Mäaͤrz. Die Mitglieder der zweiten

Kammer der Generalstagten sind, nach einer kurzen Vereinigung von hoͤchstens zwanzig Tagen, noch einmal in ihre Heimath zu⸗

ruͤckgekehrt, und werden sich erst nach dem Osterfeste von neuem wiederversammeln. Die Regierung wird waͤhrend dieses Zwischen⸗

8.

setz⸗Entwuͤrfe uͤber das Notariat, namentlich aber der uͤber

die Konflikte und der uͤber die Pensionen, sind lebhaften

Angriffen von Seiten der Presse ausgesetzt gewesen; man eben besser von der Kammer

sagt auch, daß sie nicht aufgenommen werden duͤrften, man behauptet selbst, daß, im Falle

sie nicht bedeutende Veraͤnderungen erleiden, sie nicht durchgehen Der uͤber das Notariat ist die Veranlassung zu einer Menge von Petitionen gewesen, die saͤmmtlich mehr oder weniger

werden.

detaillirte Reclamationen gegen mehrere Artikel des Entwurfs und gegen seine Zulassung enthalten. Alle diese Petitionen sind in der Kanzlei zur Einsicht der Mitglieder niedergelegt worden. Unpar⸗ teiische Maͤnner, die im Stande sind, mit Gachkenntniß zu urthei⸗ len, behaupten jedoch, daß er mehrere Punkte enthalte, die ihm vor dem jetzt in Kraft stehenden Gesetze den Vorzug geben.

Eine bemerkenswerthe Thatsache waͤhrend der kurzen Vereini⸗ gung der Kammer ist die von den P Nord⸗Hol⸗ lands vollzogene Wahl des Herrn C.

benen

diensten bekannt. Er machte seine Studien an der Universitaͤt von

Utrecht, wo er in der Schule des beruͤhmten Professors von Heus⸗

den gebildet wurde, der ihm besonders gewogen war. Er hat bei alledem den mit Recht verdienten Ruf der strengsten Moralitaͤt und Rechtlichkeit. Diese Fesaesg gereicht den Provinzial⸗Staa⸗ ten Nord⸗Hollands zur Ehre und kann gewissermaßen beweisen, daß die jetzige Wahlform, der sich ein Theil der Presse so lebhaft „eenses., doch im Stande ist, der Kammer der Ge⸗

ieder zu verschaffen, die durch ihre Talente, 27 Einsichten und ihre Unabhaͤngigkeit wuͤrdig sind, dort ihren Sitz zu haben. Ich will damit nicht sagen, daß unser Wahl⸗

System vollkommen sey; wie alle menschlichen Dinge hat es na⸗ den scheine, undb daß es sehr zu wuͤnschen sey, daß vach

dem Sinne des §. 40 der Geschaͤftsordnung in verschiedene Kom⸗ missionen nicht dieselben Mitglieder gewaͤhlt wüͤrden. Des Koͤnigs Majestaͤt sind bei der gegenwaͤrtigen —2 von der Ueberzeu⸗ gung geleitet, daß eine einstweilige Vertagung, se

tuͤrlich seine Maͤngel; ich will auch nicht sagen, daß man damit

nicht einige Veraͤnderungen wuͤrde machen koͤnnen, die die Erfah⸗

rung von mehr als einem Viertel⸗Jahrhundert vielleicht nothwen⸗

dig gemacht haben. Die Regierung selbst scheint dieser Ansicht zu seyn; denn man sagt, daß sie die Absicht habe, der Kammer hier⸗ üͤber einen Gesetz⸗Entwurf vorzulegen. Aber ein zu schneller Uebergang waͤre auch in diesem Falle nicht rathsam und wuͤrde

von dem Ieeehn Theile der Nation nicht gebilligt werden.

So wuͤrde z. B. die sogenannte direkte Wahl, die man von ge⸗ wissen Seiten zu wuͤnschen scheint, von dem ruhigeren Theile der ation nicht gut geheißen werden; denn zu solchen Reformen ist die Zeit noch nicht gekommen.

Kovenhagen, 4. Maͤrz. (A. M.) Vorgestern ward, na 2ꝙ vern vorgaagigen Beczauffeunoen eines Theits der . wagg u 2 lung gehalten, um sich düren mgegegs. eine groͤßere Versamm⸗

niglichen Willen auszusprechen Sich vorbehielten.

nter den Schottischen Zeitungen stehen

der Glasgow Herald (333,000) und die Edinburgh Cou⸗

rant (274,150) unter den Irlaͤndischen die Dubliner kon⸗

servative Saunders News Letter e. die Dubliner (4

der Allerdurchlauchtigste Großherzog Paul Friederi 38,000), und die Lime⸗:

Sir Andrew Agnew, aus

Aer Niederlande. o %

der Krankheit Gefahr derselben wohl erkennend, mit großer Ruhe und frommer Ergebung dem Ende entgegen, in der treuen Pflege Allerhoͤchstihrer Durchlauchtigsten Frau des Schmerzes findend. Und als gestern die dens naͤher kam, ließen Allerhoͤchstdieselben ihre fuͤrstlichen Kinder vor Sich treten, ertheilten ihnen nochmals den vaͤterlichen Segen, richteten besonders an des Erbgroßherzogs Koͤnigliche Hoheit, wel⸗ cher am Tage zuvor von Bonn allhier eingetroffen waren, unter ruͤhmender Anerkennung der von Ihren nen Ihnen im Leben gewidmeten ud nuhcgreh und Treue, er⸗ mahnende Worte des Friedens und entsch

Sie gelebt, in der laut bekannten Liebe zum Vaterlande und un⸗ ter den heißesten Segenswuͤnschen fuͤr Mecklenburg.

eben erst angetretenen 6ten ken uͤberaus reiche irdische Laufbahn, viel zu land, welches in Ihnen den gerechtesten, liebevollsten Regenten ver⸗ lor und lange betrauern wird, in der Hoffnung aber Trost finden darf, die Regenten⸗Tugenden des hohen Verklaͤrten in Allerhoͤchst⸗ dessen Nachfolger, Sr. Koͤnigl. Hoheit dem Erbgroßherzoge Frie⸗ derich Franz, welcher die Ihnen angefallene Regierung der Groß⸗ herzogl. Mecklenburg⸗Schwerinschen Lande sofoört angetreten hat, verjuͤngt wiederkehren zu sehen.“

A. de Tex, welcher in der Sitzung vom 24. Februar den durch das Grundgesetz vorgeschrie⸗

id geleistet hat. Herr de Tex ist Professor der Rechte am Athenaͤum zu Amsterdam und als ausgezeichneter Rechtsgelehrter auch im Auslande durch mehrere Schriften von wesentlichen Ver⸗

ist das Koͤnigl. Reskript in

lung in dem Vortrage vom 26sten v. Wunsch einer einstweiligen Vertagung der d. J. Sr. Majestaͤt dem Koͤnige zur Anzeige gebracht und den loͤb⸗ lichen Staͤnden darauf zu erdffnen, daß des Köͤnigs Majestaͤt Anstan

gewuͤnschte Folge zu geben. Allerboͤchstdieselben haben hei dieser Ver⸗ anlassung die Ansicht auszusprechen geruht, daß, in Erwaͤgung der nach der Geschaͤfts⸗Ordnun thung der vorgelegten Gegenstaͤnde, von dem Rechte, Kommissio⸗

1 1 eh, e SHbnemankt.

Hofkirche die feierliche Wei

3 h über Ausföhrung eines Plans u be: ernannten 8 e dae ih h negamche en Sal.e drs, unn n ae e e 2 isegh m im nasmse E em ue wasr,. mhis baahe nia üma n

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rathen, der schon mehrere Jahre in verschiedenen gröͤßeren und kleineren Kreisen saͤmmtlicher Provinzen des Reichs in Anregung ebracht worden ist, einen Plan naͤmlich, der die Abbezahlung der

taatsschuld vermittelst freiwilliger Beitraͤge b Cerm oder kleineren Vereinen unter der Leitung eines National⸗Comité's in der Hauptstadt betrifft. In der gedachten Versammlung ward eine Adresse an den Khnig angenommen, die darauf antraͤgt, daß den Bittstellern vom Koͤnige gestattet werden moͤge, nicht nur per sönlich, vermittelst einer jäͤhrlichen Gabe, zur erminderung der Staatsschuld beitragen, sondern auch sich mit denjenigen Leuten

außerhalb der Hauptstadt, sowohl im Koͤnigreich, als in den Her⸗ ,— in Verbindung setzen zu duͤrfen, die sich schon mit die⸗

sem patriotischen Unternehmen einverstanden erklaͤrt haben. Ferner werden Se. Majestaͤt ersucht, zu genehmigen, daß ein Comité zu sammentrete, um die freiwilligen Beitraͤge, die aus allen Thei len des Reichs zur Verminderung der Staatsschuld eingehen duͤrften, entgegen zu nehmen, und das Comité in dieser Eigenschaft anerkannt werde, bis alle Theilnehmer an diesem Unternehmen Personen waͤhlen koͤnnen, die mit der Staatsschulden⸗Direction in Berbindung treten, damit die zusammengeschossenen Summen nach ber Bestimmung verwandt werden u. s. w. Die zur Ueberrei⸗ ung dieser Bittschrift gewaͤhlte Deputation bestand aus dem Dr. Kierkegaard, dem Rechnungsfuͤhrer Hansen, dem Guts⸗Ver⸗ walter Ole Andersen (Mitglied eines kleinen Vereins zur Vermin⸗ derung der Staatsschuld durch freiwillige Beitraͤge fuͤr die Kirch⸗ spiele Herfoͤlge und Sedder bei Kjöge), dem Sattlermeister und Aeltermann Noͤnnich, dem Klein⸗Schmiedemeister Meyer und dem Drechslermeister Aulum und hatte gestern Vormittag Audienz bei dem Köͤnige. Se. Majestaͤt geruhten zu wiederholten Malen in den gnaͤdigsten Ausdruͤcken Allerhoͤchstihre besondere Anerkennun und Ihren herzlichen Dank fuͤr die Gesinnung, mit welcher 87 große Unternehmung begonnen sey, zu bezeugen, so wie die Hoff⸗ nung zu aͤußern, dem beantragten Versahern ee Genehmigung ertheilen zu koͤnnen, woruͤber Sie in einem Reskript Ihren Köͤ⸗ Deutsche Bundesstaaten. Schwerin, 8. Maͤrz. Die Schweriner Zeitung ent⸗ haͤlt nachstehenden, vom gestrigen Tage datirten Artikel uͤber das

üs:. Sr. Koͤniglichen Hoheit des Großherzogs Paul

riederich:

„Schon seit dem 24sten v. M. waren Se. Hoheit von einer Unterleibs⸗Entzuͤndung befallen, welche von Anfang an mit ziem⸗ lich heftigen Symptomen auftrat und schon am dritten Tage zu einigen Besorgnissen Anlaß gab. Indessen schien an diesem Tage der Zustand des hohen Patienten sich zu verhessern, die ange⸗ wandten Heilmittel schienen die beabsichtigte Wirkung nicht zu verfehlen, die Schmerzen nahmen ab und alle Umstaͤnde berech⸗ tigten zu der Erwartung, daß die baldige Genesung nicht ausbleiben werde, als das Uebel, wenn auch mit Unterbrechungen, wieder staͤr⸗ ker hervortrat und den schon mehrmals bekaͤmpften entzündlichen Charakter von neuem an den Tag legte, ohne daß dem aben mit wirksamem Erfolge entgegengetreten werden konnte. Der Zte, 4te und 5. Maͤrz vergingen zwischen Furcht und Hoffnung, als in der Nacht zu dem 6. Maͤrz sich so gefaͤhrliche Krankheitszeichen darthaten, daß fortan das Leben des vielgeliebten Landesvaters aufs Ernstlichste bedroht erschien, und schon in Laufe des gestri⸗ ven Tages die Aufloͤsung erwartet werden mußte, der jedoch die raͤftige Natur des hohen Patienten noch eine Zeit lang Wider⸗ stand leistete, bis heute Morgen 5 ½ Uhr das theure Leben, nach dem unerforschlichen Rathschlusse des hoͤchsten Lenkers der mensch⸗

lichen Schicksale, ein sanftes Ende fand. Se. Koͤnigliche Hoheit hatten waͤhrend des ganzen Laufes hr volles Bewußtseyn b-acgn und sahen, die

emahlin die wohlthuendste Linderung tunde des Schei⸗

ienern und Untertha⸗

iefen bald darauf, wie

Also endeten Se. Koͤnigl. Hoheit im 42sten Lebens⸗ und im egierungsjahre 8 an guten Wer⸗ ruͤh fuͤr das Vater⸗

Hannover, 5. Maͤrz. (Hamb. Korr.) Nachstehendes

etreff der Vertagung:

„Ich habe den von der loͤblichen A Staͤnde⸗Versamm⸗ 3 sn erkennen gegebenen

elben bis nach Ostern

genommen haben, dem Antrage der Staͤnde die

stattfindenden mehrfachen Bera⸗

nen zu ernennen, ein ausgedehnter Gebrauch gemacht zu wer⸗

Ibst unter den von

ten loͤblichen Stäͤnden anheimgegebenen Bevorwortungen, dem Fort⸗

d ledigten sehr wichtigen staͤndischen Arbeiten we⸗ 889 fheb nech seon vebe⸗ A. dieselbe namentlich auf Seiten der loͤblichen Staͤnde die en eneschlicse, die nach und nach aus F. wr vnd fec 2 * d

ngenden Gegenstaͤnde sofort zu . üee. gehlleben, daß es in den Feersl⸗ der allgemeinen

mlung beruhe, durch den Be Srandeeegen Blean inn in vom 23sten bis 30sten d. auszusetzen.

e Kammern zuruͤckge⸗ Uebrigens ist es nicht

chluß einer dreitaͤgigen

abinet Sr. Maijestaͤt des Koͤnigs. Der taats⸗ und Kabinets⸗Minister G. Freiherr von Schele.“

X Dresden, 7. . Gestern fand in der katholischen Weihung des vom Papste wegen seiner Verdienste um die katholische Kirche proprio motu zum Bischof

annover, den 4. Maͤrz.

von Rama in partibus ernannten apostolischen Vikars Mauer⸗

vergoͤnnt seyn, hier anzudeuten, in welcher Art sich die varber an dem Sitze der B 9

und zugleich Frankreich den

mann, des Bruders des verstorbenen Bischofs Mauermann, statt. Die feierliche Handlung wurde mit glaͤnzendem Gepraäͤnge und verschiedenen symbolischen Ceremonien, deren Bedeutung spaͤter der Königl. Hofprediger Dietrich in einem Kanzel⸗Vortrage entwickelte, von dem Bischof von Leutmeritz unter Assistenz des Ossegg und des Dom⸗Dechanten von Budissin vollzogen.

ewer, 4. März. Der Herr Bischof von Geissel hat der V e-nn der Didͤzese 2 peyer durch Rundschreiben eroͤffnet, daß

waͤhrend seiner Abwesenheit die Verwaltung des Bisthums unter Oberleitung wie bisher durch den General⸗ Vikar, Herrn Dom⸗Dechant Dr. Weiß, und das Kollegium der geistlichen Raͤthe fortgefuͤhrt werde, bis dafuͤr anderweitige Vorsorge getroffen sey.

Darmstadt, 4. Maͤrz. (Mannh. J.) Die seit fuͤnf

4

Wochen hier versammelt gewesene Militair⸗Kommission des achten Deutschen Armee⸗Corps, welche mit der e. neuer Signale fuͤr dieses Corps beschaͤftigt war, hat nunmehr ihren desfal sigen Auftrag vollzogen, und sind die Wuͤrttembergischen Commissaire, die Oberst⸗Lieutenants von Dalbenden und von Brand und v. von Weißenstein, wie auch die Badischen, die Majore Holz un

von Stoͤcklern und Hauptmann von Faber, heute fruͤh von hier

wieder abgereist.

tomold, 3. März. (Hannov. Z.) Nach dem Vor⸗ gan 2 und Hildesheimer Liedertafeln haben jetzt guch die Liedertafeln von Rinteln, Herford und Oldenburg ein

Konzert zum Besten des Hermans⸗Denkmals veranstaltet, und

den Ertrag zur Vereins⸗Kasse hierher eingesandt. Die Thuͤringer

Liedertafel wird ehestens nachfolgen. Auch hat Graf Eduard von Keller auf Moͤbisburg bei Erfurt in der Dorfzeitung vom 26. Fe⸗ bruar einen Aufruf zu einer National⸗Subscription von kleinen

Beeitraͤgen fuͤr das

ermans⸗Denkmal erlassen. Wir freuen uns, bei dieser Gelegenheit berichten zu koͤnnen, daß in Mecklenburg und in einigen Theilen von Hannover und Bayern eine solche Na⸗ tional⸗Subscription bereits ins Leben getreten ist. 8

Die Hannoversche Kunst⸗Ausstellung wird in den naͤchsten Tagen zwei der neuesten Kunstwerke Ernst von Bandel's erhalten. Sie harren noch unter dem Meißel des Kuͤnstlers der endlichen Vollendung. Es sind ein Taufstein und ein wunderholdes Jesus⸗ Kind, beide aus dem reinsten Cararischen Marmor ausgefuͤhrt.

Ernst von Bandel's Atelier bietet ein reges Leben dar. Se. Durchlaucht der regierende Fuͤrst hat dem Kuͤnstler die Saͤle der Fuͤrstlichen Burg zur Wohnung 5 Hier waltet er, ab⸗ eeschieden von dem Geraͤusche der elt, unter den genialen Wer⸗ den seiner Schoͤpfung, und sammelt er seine bisher zerstreuten, theils in seiner Werkstatte zu Carara, theils in Rom befindlichen

Arbeiten um sich her, von denen schon mehrere hier eingetroffen

sind. Ein Verzeichniß der dort aufgestellten Kunstwerke mit er⸗

jaͤutender Beschreibung findet sich in der letzten Nummer des

Stuttgarter Kunstblattes. An Frankfurt a. M., im Februar. Man darf es wohl

zu den Zeichen der Zeit rechnen, daß die orientalische Frage,

di tausendmal besprochen, seit Jahren der Zielpunkt der Eu⸗ dis seclansepanzat. der 4 zac. den zu entwirren Staatskunst

und Diplomatie ihre besten Kraͤfte bald 8₰ *2 bald vergeuden,

daß diese noch bei weitem nicht beseitigte Frage eine ihrer be⸗

deutendsten Phasen in der Bundesstadt am Main gefunden hat. Mit nicht geringer Theilnahme hat man aus dem Pers des am

8. Februar in den hiesigen Blaͤttern veroͤffentlichten Protokolls der

Deutschen Seeese Sürns vom 15. Januar und nament⸗

lich aus der Oesterreichisch⸗Preußischen Erklaͤrung uͤber die Urkun⸗ den vom Juli v. J., welche die eingetretene Stoͤrung in dem Ver⸗ haͤltniß zu Frankreich entfernt haben, die Ueberzeugung gewonnen,

wie Deutsche Staatskunst, ruhend auf der Eintracht der Deut⸗ schen Herrscher und Völker, stark durch vaterlaͤndischen Sinn und kriegerischen Muth der Deutschen Stammesgenossen, tief eingreifend mitgewirkt hat zur neuen Befestigung eines Friedensstandes, den man in seiner 1 len Punkten aufgeregter politischen Leidenschaften, bald als ein

Phaͤnomen zu betrachten versucht seyn duͤrfte. Wir haben nicht

in der slaͤndischen Presse die so e Man hat die Ueberzeugung gewonnen, daß die Dividende fuͤr 1841

etwas schwaͤcher als voriges Jahr seyn muͤsse, da alle Ausgaben im Jahr 1841, darunter die starken außerordentlichen, in die Be⸗

Dauer, mitten unter dem Wogendrang auf so vie⸗

gefunden, daß wichtigen, als aufklaͤrend⸗instruktiven Mittheilungen in dem be⸗ sagten Bundes⸗Protokoll und seinen Annexen nach ihrem ganzen Gewicht erkannt und gewuͤrdigt worden waͤren. Es moͤge darum

einung undes⸗Versammlung ausgesprochen hat. An dem Londoner Protokoll vom 1a. Juli 1841, das be⸗

stimmt war, alle direkten Folgen des Vertrags vom 15. Juli

1840 in die Reihe vollendeter Thatsachen zu bringen, 8 Wiedereintritt in den Euro⸗ päͤischen Verband auf jede mit der Würde der vier Maͤchte vexeinbare Weise zu erleichtern, hat man besonders die

gluͤckliche Wahl des diplomatischen Auskunftsmittels im Verein

mit der Offenheit und Aufrichtigkeit des Ausdrucks bewundert. Frankreich konnte sich gleich jeder anderen Europaͤischen Macht dem Grundsatz des Dardanellen; Traktats vom 13. aanschließen, daß diese Meerenge fuͤr fremde Kriegsschiffe geschlos⸗ ssen bleiben sollte: es wurde hierzu durch das Londoner Protokoll vvom 10. Juli noch besonders veranlaßt. Dies unter den 4 Maͤch⸗ 6 8elossen⸗ Protokoll sagt in dieser Beziehung:

Juli 1841

a dieser Grundsatz (die Verschließung der Dardanellen)

seiner Natur nach eine allgemeine und dauernde Anwendung lei⸗

det, so sind die Bevollmaͤchtigten, im Auftrag ihrer Hoͤfe, der

Meinung, daß, um die Eintracht und Uebereinstimmung darzuthun, welche den Absichten aller Hoͤfe zur Befestigung des Europaͤischen

Friedens zum Grunde liegt, es angemessen waͤre, die jenem Grund⸗

satz gebuͤhrende Achtung vermittelst einer Uebereinkunft, an welcher Frrankreich Theil zu nehmen aufgefordert wuͤrde, auf den Wunsch unnd die Einladung Sr. Hoheit des Sultans zu bestaͤtigen. In⸗

dem diese Uebereinkunft Europa ein Unterpfand der Eintracht der

fuͤnf Maͤchte darzubieten im Stande ist, so hat der Koͤnigl. Bri⸗

ectische erste Staats⸗Secretair fuͤr das auswaͤrtige Amt im Einver⸗ staͤndniß mit den Bevollmaͤchtigten der vier Maͤchte diesen Gegen⸗ stand zur Kenntniß der Franzoͤsischen Regierung zu bringen uͤber⸗ nommen, zugleich mit der Einladung, sich dieser Uebereinkunft an⸗ zuschließen.“ ꝛc.

Man sieht auf den ersten Blick, daß hier Vieles zwischen den

Zeilen zu lesen ist, und bemerkt schon an dem Lakonismus der

orm und des Ausdrucks, daß hier Schwierigkeiten zu umschiffen

waren, die in so entscheidendem Moment, da sie nicht zu loͤsen

eee. umgangen werden mußten. Der Meerengen⸗Traktat vom 3. st, seiner scheinbaren Unbedeutenheit halber, von der Französischen Journal⸗Presse und selbst in den Kammern vielfach herabgesetzt woörden. Er wird indessen nur verstaͤndlich und ge⸗

8 wichtvoll durch Vergleichung mit dem Protokoll, das ihm voran⸗

gegangen ist und den Weg bezeichnet hat, auf welchem der Fran⸗ Fösticem durch Herrn Thiers aus den Fugen gebrachten Politik

die Wiederg b Fenͤherung zu den allgemein Europaͤischen Inter:

besonders fuͤr Deutschland von hohem Interesse, und wird gewiß

Literatur berichtigen, die auf der einen Seite eben so unverdient

bn Stand der Boͤhmischen Literatur und ihre Bedeutung“, von Leo

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essen und den anderen Maͤchten die Einladung Frankreichs erneutem Eintritt in die konservative Sphaͤre 8 8n 42

spezieller Beziehung auf Deutschland laͤßt sich, bei Erwaͤgung d Prwickel Oesterreichisch⸗Preußischen Erklaͤrung, im Bundes⸗ rotskoll pom V rälaten von

15. n nicht verkennen, daß die Stellung der Bundesmaͤchte, 1

wie sie in Folge der Ereignisse von 1841 genommen werden mußte sich in einem Grabe befestig hat, der Jec Deutschen mit en Empfindungen erfuͤllen muß. Auf wuͤrdigere Weise konnte die

durch den einhelligen Beschluß vom 15. 9

gen der Umsicht der len; so viel ist gewiß, sie hat auf weitem Umweg unermeßlich viel beigetragen zur günstigsten Wendung der Deutschen Frage.

Die Nation sah sich zum erstenmal seit der Bund geschlossen wurde und nach Genuß 25jaͤhrigen Friedens um F V

den Sache willen, von außen bedroht. Mehr bedurfte es nicht,

sie das Geheimniß ihrer Staͤrke erkennen zu lassen. Der Bund selligen Verkehr wohl ein zu großes Gewicht beigelegt. sen und in den Kreis der hoͤheren Politik als wirkendes und Ruͤck⸗ ve dnen

ist nun dem Auslande gegenuͤber zur Europaͤischen Macht erwach⸗ sicht gebietendes Glied eingetreten.

Frankfurt a. M., 6. Maͤrz. der Prinz Friedrich zu Hessen, Gouverneur von Luxemburg, hat vor einigen Tagen unsere Stadt wieder verlassen und ist nach Luxemburg zuruͤckgekehrt. seinen hohen nahen Verwandten einen Theil des Sommers auf dem in der Naͤhe unserer Stadt liegenden Schlosse Rumpenheim verbringen. 1

Mittheilungen aus Wiesbaden zufolge, wird Se. Durchlaucht der Herzog von Nassau in dieser Woche nach Berlin abreisen, um dem dasigen Koͤniglichen Hofe einen Besuch abzustatten.

In der gestrigen Sitzung ertheilte die gesetzgebende Versamm⸗ lung dem von Seiten unserer Stadt abgeschlossenen Erkauf der

auf diesseitigem Gebiete liegenden Guͤter des Deutschen Ordens

ihre Sanction, und die Ratification von Wien wird bald erfolgen. Nur das in Sachsenhausen liegende „Deutsche Haus“, in welchem die hier garnisonirenden Oesterreichischen Truppen einkasernirt sind, und die daran stoßende Ordens⸗Kommando⸗Kirche, hat der Orden nicht veraͤußert. Die Kaufsumme betraͤgt 260,000 Fl. und es wurde schon bei Konversion des aͤlteren Anlehens darauf Bedacht genommen. Wenn einerseits diese Guͤter⸗Acquisition in mehr als

einer Hinsicht fuͤr unsere Stadt bedeutungsvoll ist, gewinnt der Deutsche Orden andererseits aber auch dabei, indem die Guͤter

gut bezahlt worden sind. Man ist hier sehr gespannt, wie sich die Unterhandlungen

bei dem Baues der Kassel⸗Frankfurter Eisenbahn gestalten oder vielmehr, welches Resultat sie erzeugen werden. Die Groß⸗ herzoglich Hessische Regierung ließ einen Antrag an unseren Se⸗ nat gelangen, welcher seinerseits der gesetzgebenden Versammlung

daruͤber vertrauliche Mittheilung machte. Man wird sich dies⸗ seits schwerlich mit diesem Antrag verstaͤndigen, vielmehr auf den

Beau der Frankfurt⸗Darmstadt⸗Mannheimer Bahn nach dem fruͤ⸗

her abgeschlossenen Vertrag bestehen. Hessischerseits wuͤnscht man die Kasseler Bahn durch Ober⸗Hessen, (die beiden Hessen) uͤber Friedberg und Hanau, von da aufs linke Main⸗Ufer nach Offenbach und endlich nach Frankfurt, resp. Sachsenhausen zu

fuͤhren. In diesem Sinne hat auch pder Füͤrheffische Land⸗Bau⸗ id, erhalten, daß die in Valencia ausgebrochenen Unruhen durch die Bemuͤhungen der Behoͤrden am 22sten gestillt wurden und Trup⸗

Meister Arnd in Hanau eine Broschuͤre geschrieben. In der verflossenen Woche war der Umsatz der Boͤrse nicht

sehr belebt, doch behaupteten sich die Fonds im Allgemeinen fest. so Der Geldstand ist der Speculation in den Staatspapieren auf Mussk⸗Begleitung durch die Straßen zogen. unserem Platze fortdauernd guͤnstig, allein es fehlt der Impuls von außen dazu. Auch in der heutigen Effekten⸗Societaͤt wurde nicht viel gethan, doch waren die Hollaͤndischen Fonds fester, die Spanische Ardoins waren auch etwas bauen, aufzubuͤrden.

Oesterreichischen gesucht.

begehrter auf das Pariser Lockgeruͤcht, daß die Spanische Regie⸗

rung endlich einige der ruͤckstaͤndigen Coupons einloͤsen wolle.

Wiewohl man uͤberzeugt ist, daß dies nur ein leeres Geruͤcht ist,

taͤuscht sich die Boͤrse doch gern. Die Taunus⸗Eisenbahn⸗Actien wurden in der vorigen Woche durch Verkaͤufe zuruͤckgedraͤngt.

Besorgniß betrachtet wurde. jedenfalls gern gelesen werden; sie sollen blos die leitenden Ideen

des Verfassers uͤber eine bemerkenswerthe literarische Richtung, und deren Zusammenhang mit wichtigen Zeitfragen zur Anschauung bringen, ohne auf die Widerlegung mancher unrichtigen Ansicht oder auf die, von unverkennbarem Dilettantismus zeugenden Maͤngel der Darstellung einzugehen, was Sache der wissenschaftlichen Kritik blei⸗ ben mag, die neben manchen Fehlern gewiß auch die Wichtigkeit des

intracht Deutschlands und das unerschuͤtterliche der hi 1 Hundesfürsten und Reglerungen auf de e 8* V hier Gebotenen nicht verkennen wird.

Hoͤfe von Wien und Verlin nicht kund gegeben werden, als es

- . . . anuar ist. Die orientalische Frag⸗ mag in ihren ferneren n . taatenlenker noch schwierige Aufgaben stel⸗

Wie man hoͤrt, wird der Prinz mit

Einige Andeutungen hieruͤber duͤrften

Die Zustaͤnde der Gegen⸗

wart aus der Vergangenheit erklaͤrend, beginnt der Verfasser mit der geistigen Regsamkeit der Boͤhmen im 15ten und 16ten Jahr⸗

undert und einer Hinweisung auf die kirchlichen und politischen Ereignisse, welche die Boͤhmische Literatur zum lehen erweckt —2 auch ihren Verfall bewirkt hatten. Die neuere wiedererwachte Boͤh⸗ mische Literatur, von dem Wirken Dobrowsky's datirend und die beispiellos rasche Entwickelung derselben in juͤngster Zeit mit Recht in der Wirksamkeit des Boͤhmischen National⸗Museums begruͤn⸗ dend, wird das gegenwaͤrtige Verhaͤltniß der Boͤhmischen Literatur zur Wissenschaft und ihr b,- 2 Einfluß auf die Volksbil⸗ dung treffend geschildert, derselben aber in Beziehung auf den ge⸗ Eben so

richtig wie ihre bisherigen Leistungen und die Nothwendig⸗

keit ihres Entwickelungsganges bezeichnet und die verkehrten Be⸗ griffe uͤber Boͤhmische Sprachkenntniß berichtigt werden, eben so Se. Durchlaucht

gewiß ist die in Deutscher Bildung und Gesittung, in Deutschem Wissen wurzelnde von dem Verfasser aber nicht mit Gunst be⸗ handelte Vorliebe fuͤr die Germanisirung Boͤhmens ein wesent⸗ liches Hinderniß zur allgemeineren Verbreitung der Neu⸗Boͤhmischen Literatur, deren Wichtigkeit fuͤr die Bildung der unteren, meist czechischen Volksklasse uͤbrigens wohl Niemand verkennen wird.

Mit eben so viel Ruhe wie mit gruͤndlicher auf Geschichte und Philosophie beruhender Argumentation werden die Besorgnisse vor den Gefahren des Panslavismus und der slavischen Universal⸗ Monarchie zuruͤckgewiesen, und das Verhaͤltniß der Slaven unter einander wie zur Russischen Regierung sehr treffend bezeichnet. Was uͤber die politische Wichtigkeit der gegenwaͤrtigen Bestre⸗ bungen der Slaven gesagt wird, verdient wohl vor Allem in den Kreisen beachtet zu werden, welche zur Loͤsung jener Fragen beru⸗ fen sind, die in den Verhaͤltnissen des Orients kaum beschwichtigt, stets aufs neue wieder auftauchen, und es wuͤnschenswerth ma⸗

chen, daß der Einfluß im Voraus gewuͤrdigt werden moge, den die Slavischen Donau⸗Voͤlker auf deren dereinstiger Entscheidung

e.

uͤben muͤssen. Mit umsichtiger Besprechung der geschichtlichen Gestal⸗ tung der Oesterreichischen Monarchie, des Vert 1 1 nalitaͤten zur Einheit derselben und der Sprach⸗Verschiedenheit zur

aͤltnisses der Natio⸗

Verwaltung, wird auch in dieser Richtung die Bedeutung und der wohlthaͤtige Einfluß der geistigen Regung in der Boͤhmischen Li⸗ teratur nachgewiesen und eine Vermittelung der verschiedenartigen Bestrebungen versucht, deren versoöhnender Sinn gewiß auch in Beziehung auf den Konflikt zwischen Magyarismus und Slavis⸗ mus beherzigt zu werden verdient.

RNom, 26. Febr. Unsere Deutschen Kuͤnstler haben die Ab⸗

sicht, als Beitrag zum Koͤlner Dombau eine Ausstellung ihrer Ar⸗ beiten zu veranstalten und den Eintritts⸗Ertrag dafuͤr zu ver⸗

wenden. ““ ““ 9 ““ 1 ““ 11—.—““

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O Madrid, 26. Febr. Die Regierung hat die;

pen sowohl, wie National⸗Miliz, im besten Einverstaͤndnisse unter Natuͤrlich verfehlt der Parteigeist nicht, die gehoͤrige Nutz⸗Anwendung aus jenem Er⸗ eignisse zu ziehen und die ganze Schuld den Retrograden und Karlisten, welche ihre Hoffnungen auf die Uneinigkeit der Truppen Die wahre Gefahr aber, welche uns be⸗ droht, hat die Regierung selbst heraufbeschworen, indem sie durch die uͤbertriebenen Darstellungen der Trostlosigkeit un⸗ serer Lage und der gewaltigen Gewitterwolken, die sich jen⸗ seits der Pyrenaͤen zusammenziehen, um sich uͤber unseren Haͤup⸗ tern zu entladen, den Freunden der Anarchie Veranlassung,

oder, wie diese sagen, die Berechtigung giebt, den Unfug der Jun⸗ ten aufs neue und in ausgedehnterem Umfang als je, vorzuberei⸗ ten. Noch vorgestern sagt der Espectad or Folgendes,

triebskosten eingerechnet werden und der Reserve⸗Fonds nicht un⸗ wenn ein auslaͤndisches Blatt so spraͤche, hier fuͤr boshafte Ver

beruͤcksichtigt bleiben soll. Die Dividende betraͤgt wahrscheinlich

leumdung erklaͤrt werden wuͤrde: „Man muͤßte vor dem Tages

15 ½ Fl. pro Actie. Der Bau einer zweiten Schienen-Lage licht das Auge schließen, und mehr als unwissend seyn, wenn ma

der Taunus⸗Eisenbahn wird auf der bevorstehenden General⸗Ver⸗ sammlung der Actionaire nicht beantragt, da man ganz davon

zuruͤckgekommen ist. - Oesterreich.

x* Wien, 1. Maͤrz. Das seit mehreren Tagen hier ein⸗ etretene waͤrmere Wetter, von Sturm und starken Regenguͤssen Zeoleitet, hat endlich den Eisstoß bei Nußdorf in e. ge⸗ setzt; er ist in dieser Nacht abgegangen und hat mehrere Joche an den großen Donaubruͤcken fortgerissen, wodurch die Verbindung zwischen beiden Ufern abgeschnitten wurde, so daß uns heute alle

Hosten fehlen. ; 987Heae, Eee zaa b ape vom 16. Februar ist wegen der

e in der in den Gege . hier angelangt. Sie bringt wenig Neues von Belang. Da der Groß⸗Admiral Tahir Pascha, der seit dem Ab⸗ gang des Seriaskers Mustapha Pascha nach Syrien mit der pro⸗ visorischen Leitung des⸗Kriegs⸗Departements beauftragt war, auf sein Ansuchen dieser Functionen enthoben wurde, so sind dieselben

leichfalls provisorisch dem bekannten Befehlshaber der ottomani⸗ chen Armee gegen die Aegyptier in dem ungluͤcklichen Feldzuge on 1839, Hafiz Pascha, als Stellvertreter des Seriaskers, uͤber⸗ ragen worden. h 1

Die hinsichtlich der Wiedereinfuͤhrung der alten Tuͤrkischen racht 1. 8n I. of gemeldete Nachricht, hat sich nicht be⸗ aͤtigt.

Prag, 5. Maͤrz. Große Aufmerksamkeit erregt hier in en er Frbas. Kreisen eine kuͤxzlich erschienene kleine Schrift es jungen Grafen von Thun: „uͤber den gegenwaͤrtigen Stand V

der Boͤhmischen Literatur und ihre Bedeutung).“ So wenig der Titel darauf schließen laͤßt, so ist doch diese inhaltreiche Schrift

die Ansichten vieler uͤber die Bestrebungen einer neuentstehenden

ignorirt wie von Anderen zu sehr verkannt und mit ungerechter

*) Der vollstaͤndige Titel der Schrift ist: „uͤber den gegenwaͤrti⸗

rafen von Thun. Prag. 1812. Kronberger und Aziwnac. 8vo. II. 91.

.,.““]

die Lage des Landes und die uns umgebenden Schwierigkeite verkennen wollte. Ohne die Elemente, welche gegen die Freihei und Constitution kaͤmpfen, auseinanderzusetzen und zu zerlegen brauchen wir nur die Anzahl und Beschaffenheit der aus Spanie Ausgewanderten, die Interessen, welche sie vertreten, und di Ereignisse der beiden letzten Jahre in Betracht zu ziehen um zu erkennen, daß wir einer Lage, die uns erlaubte, die bewaffnete Macht auf den gewoͤhnlichen Friedensfuß zu stellen, sehr fern stehen.“ 8 aus hoͤchstens 130,000 Mann, und deshalb sey die Mobilisirung von

50,000 National⸗Milizen durchaus nothwendig. Wenn man nun bedenkt, daß die gegenwaͤrtige Regierung sich selbst als das Produkt des Willens der gesammten Nation betrachtet und dennoch einer Tuͤrkei und in den unteren Gegenden von Armee von 130,000 Mann zu ihrer Aufrechthaltung zu beduͤrfen glaubt, so muß es um so auffallender erscheinen, daß Ferdinand VII. Spanien zehn Jahre lang mit unumschraͤnkter Gewalt beherr⸗ schen konnte, ohne mehr als hoͤchstens 50,000 Soldaten zu seiner Verfuͤgung zu haben.

Dann sagt dasselbe Blatt, die Armee bestehe

Das Benehmen, welches die Regierung gegen die Juntisten

von Barcelona beobachtete, hat ihr in dem General Zavala, der bisher einer der vertrautesten Freunde Espartero's und nach van Halen's Abmarsch aus Catalonien im vergangenen Oktober in⸗ terimistischer General⸗Capitain in Barcelona war, einen bitte⸗ ren Feind erworben. im Kongresse die Verantwortlichkeit des dort gegen die Re⸗ gierung ohne daß die Minister ein einziges Mal das Wort zu seiner Vertheidigung genommen heaͤtten. sich nun Zavala in den öͤffentlichen Blaͤttern auf das heftigste: „weil ich den Befehlen der Regierung gehorchte, sagt er, blieb kein einziger Soldat zu meiner Verfuͤgung, und nunmehr unterlassen es die Minister, mich zu rechtfertigen, waͤhrend diejenigen General⸗ Capitaine, welche ihren Befehlen keine Folge leisteten, befoͤrdert worden sind.

Die Deputirten Cataloniens warfen erichteten Widerstandes auf den General Zavala,

Hieruͤber beschwert

Die heute aus Lissabon eingegangenen Nachrichten vom

21sten melden nichts von Bedeutung.

Moldau und Wallachei. Von der Moldauischen Gränze, 20. Febr. (A. Z.)

Die nicht unbedeutende Opposition, die in der Moldau der Regie⸗ vA heertars entgegensteht, hatte in der letzten Zeit auf das von dem 8

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