“ 1
Rei edieh, in welchem Falle gewiß mehr Blut eflossen 88 hoͤrt, war derselbe auf den Abend des naͤmlichen Cgages bestimmt, wo waͤhrend des Balles, den Jacobson veranstal⸗ eete, mit der Ermordung saͤmmtlicher Offiziere der Anfang gemacht werden sollte, um dadurch die Truppen unthaͤtig zu machen. —
Die Ruhe in Braila war bei Abgang dieser Berschte bereits wie⸗ der vollkommen hergestellt, und in dieser Stadt sowohl als auch in Jassy und anderen Orten die strengsten Ueberwachungs⸗Maß⸗
. regeln angeordnet.
8 Inland.
8 Salzwedel, 14. Maͤrz. Am gestrigen Tage war unsere Vaterstadt in freudiger Aufregung; denn wir begingen eine seltene Feier. Im Mai des vorigen Jahres hatten Se. Majestaͤt unser Allergnaͤdigster Köͤnig bei Allerhoͤchstihrer Anwesenheit in Salz⸗ wedel, die Allen unvergeßlich ist, geruht, auf die von dem Buͤr⸗ germeister von Benningsen⸗Foͤrder ausgesprochene Bitte, Allerhoͤchst⸗ ihr Bildniß der Stadt zum Geschenk zu verheißen. Auf speziellen Befehl Sr. Majestaͤt ist nun dies Bild durch Herrn Professor Kruͤger in Berlin im vorigen Jahre gemalt und der Stadt uͤber⸗
sandt worden. Das Geschaͤfts⸗Zimmer des Magistrats auf dem
Rathhause, welches bereits das Bildniß Sr. Majestaͤt unseres Hochseligen Koͤnigs — ebenfalls ein Geschenk Koͤniglicher Huld und Gnade — als schoͤnsten Schmuck enthielt, hat nun gestern
durch dieses zweite Bild abermals eine Auszeichnung erhalten.
Köln, 20. Maͤrz. Die hiesigen Zeitungen enthalten einen Bericht uͤber die lette Sitzung des Dombau⸗Vereins, in welcher der Herr Bischof von Geissel zum erstenmale den Ehren⸗Vorsitz innahm. Derselbe hielt bei dieser Gelegenheit folgende Anrede:
„Sie haben die Guͤte gehabt, meine verehrten Herren, mich durch eine aus Ihrem Gremium gewaͤhlte Deputation zur Theil⸗ nahme an Ibren Berathungen uͤber den Ausbau des Domes und als Stellvertreter des Herrn Erzbischofs zum Ehren⸗Vorsitze in Ihren Bersammlungen einzuladen. Mit Vergnuͤgen gebe ich mir die Ehre,
dieser freundlichen Einladung hiermit zu entsprechen. Indem ich daher heute zum erstenmale in Ihrer Mitte erscheine, kann ich mit der Aeußerung meines warmen Dankes fuͤr die mir erwiesene Ehre ur die Gefuͤhle wiederholen, welche ich bereits gestern Ihrer ver⸗ hrlichen Deputation in wenigen Worten angedeutet habe. Diese Hefuͤhle sind die der lebhaftesten Theilnahme an Ihren edeln Bestrebungen. Ich nenne diese Bestrebungen edel, denn sie gelten ei⸗ em schoͤnen Werke, — einem Gotteswerke; und gerne t ich hie⸗
u meine persoͤnliche und amtliche Mitwirkung, nach allem Vermoͤgen. Seither ein Deutscher und Rheinlaͤnder, bin ich nun auch ein Koͤl⸗ er geworden; Ihre Bemuͤhungen zum Ausbaue Ihres altehrwuͤrdi⸗ en Muͤnsters muͤssen daher meine lebendigsten Sympathieen in jeder Feichtung rege machen. Was Sie foͤrdern und vollenden wollen, ist a ein Koͤlnisches Werk, die Zierde Ihrer Stadt, die auch mir fortan, wie Ihnen, lieb und werth ist. Es ist ein Rheinlaͤndisches Werk, unter allen Domen, welche von der Quelle des Altva⸗ ters Rhein bis zu seiner Muͤndung, nach dem Ausdruck Ihres Rhein⸗ lied⸗Saͤngers, in seine Fluthen sehen, der erhabenste und herrlichste. Es ist ein Deutschvaterlaͤndisches Werk, hegonnen in jener großarti⸗ gen, dem Dienste Gottes geweihten Baukunst, welche wir vorzugs⸗ weise die Deutsche nennen, und nun fortgesetzt, und will es Gott, ollendet durch die milden Gaben bruͤderlicher Eintracht und christ⸗ icher Liebe aus allen Deutschen Volksstaͤmmen und Gauen. — Aber auch hoͤher noch liegen meine Sympathieen fuͤr Ihre Bestrebungen; denn was Sie foͤrdern, ist ja zuletzt ein religidses Werk, ist der Aus⸗ bau eines Gotteshauses, die Vollendung der altehrwuͤrdigen Mutterkirche des Rheinlandes, der hohen Kathedrale, welche, wie ihr Name dieses ansagt, den erzbischoͤflichen Stuhl in ihrem Chore traͤgt, und in wel⸗ cher, wie von Alters her, unablaͤssig Gebete geschehen fuͤr diese Stadt, den Koͤnig un nahme fuͤr dieses schoͤne Koͤlner, so zuletzt in noch
Werk, wie als Deutscher, Rheinlaͤnder und hoͤherem Maße als katholischer Bischof, als Stellvertreter des Hohenpriesters in diesem Tempel, als Huͤter seines Stuhles im Gotteshause; und Sie, meine verehrten Herren, werden is meine Gefuͤhle verstehen, wenn ich sage, daß ich mich luͤcklich schaͤtze, mit dem mir gewordenen Berufe der oberhirt⸗ ichen Pflege des geistigen Baues der Kirche unter Ihnen, zugleich uch mit Ihnen den leiblichen Ausbau dieses Gotteshauses foͤrdern
u konnen; damit durch den einen Bau wie durch den andern, der GBottesfriede, die Eintracht und die christlich bruͤderliche Liebe ver⸗ wirklicht werde. — Und so gebe denn der, dem Sie dies Haus bauen, em wohlgefaͤlligen Werke Gedeihen! Moͤge, wie die Mauern em⸗ orsteigen in die Wolken, sein Segen in reicher Fuͤlle herabkommen uͤber diese Stadt und dieses Erzbisthum, uͤber den Koͤnig und sein Köͤnigliches Haus, uͤber das gesammte Deutsche Vaterland, seine Faͤrsten und sein Volk! Ja, so moͤge es werden, — so geschehe es!“
eNaeneͤ. EEEqEE1ö1
atss ghitr , Werze chgihe en mas bemig männe
er Vorlesungen und praktischen Uebungen bei der Koͤniglichen Akademie der Kuͤnste in dem Sommer⸗ Halbjahre vom 1. April bis Ende Septem-⸗:
A. Faͤcher der bildenden Kuͤnste.
1) Zeichnen, Malen und Modelliren nach dem lebenden Modell, geleitet von den Mitgliedern des akademischen Senats;
b1“”“ Allgem einer
11““ eaNa 31““
Bekanntmachungen.
General⸗Versammlun der rlin⸗An⸗ wa. Eefen vatn der. erlhn 8
Zu der, Freitag den 29. April cr. Na mit⸗
vebeleischer attfindenden diesjaͤhrigen
terworfen.
General⸗Versammlung,
in welcher zwei Mitglieder und zwei 1 ter des Verwaltungs Raths gewablt Beerer. laden wir die geehrten Actionairs unserer Gesellschaft mit dem ergebensten Ersuchen ein, der Besiimmung (1“ S.) des §. 28. des Gesellschafts⸗Statuts emaͤß, in ung Tagen vom 18. bis 26. April c. (einsch Aaten nebst einem nach der Nummerfolge 1252v9 ten, von ihnen unterschriebenen, Verzeichnisse der⸗ selben in unserer Hauptkasse im Empfangshause vor⸗ zulegen. Das Verzeichniß wird daselbst zuruͤckbe⸗
Stimmenzahl des Inhabers ausgehaͤndigt werden, welche als Einlaßkarte in die Versammlung dient.
mair ein Exemplar des Geschäaͤfts⸗Berichts der Di⸗
und das Vaterland. Darum fuͤhle ich die lebhafteste Theil⸗
Anzeiger für die Preuß
Versuch einer Darstellung san zu C. Ritter's Erdkunde. Iranische Welt. Ein Entwurf von Karl Zim-
Actionairs sind den Beschluͤssen der Anwesenden un⸗
Gleichzeitig machen wir auf die Vorschrift des §. 32. des Statuts aufmerksam, nach welcher beson⸗ dere Antraͤge einzelner Actionairs spaͤtestens 14 Tage vor der General⸗Versammlung dem unterzeichneten Vorsitzenden schriftlich 32 werden muüͤssen, widrigenfalls die Beschlußna sten General⸗Versammlung ausgesetzt werden kann.
Berlin, den 20. Maͤrz 1842.
Der Verwaltungs⸗Rath der Berlin⸗Anhaltischen Eisenbahn⸗Gesellschaft.
Am 15ten d. M. ind mir aus meiner Be⸗ ließlich), ihre hausu ng 24,,1 G 1) eine Kurmäaͤrkische Obli „4090 Thlr. No. 3752 nebst 21neHürmärtische Obligation uͤͤber halten und dagegen eine Bescheinigung uͤber die entw endet e- 2298 A. IEA biser Paviere hiermit. Zugleich mit dieser Bescheinigung erhaͤlt jeder Actio⸗ zirk Bromb 32
ABZBIu
2) Unterricht in der Composition und Gewandung, Professor Begas;
3) Zeichnen und Malen im Peniglichen Museum, Professor Kretisch⸗ mar; 4) Zeichnen nach Gyps⸗Abguͤssen, Professor Daͤhling; 5) Lehre von den Proportionen und den außeren Formen des menschlichen Koͤr⸗ pers, Professor Dr. Froriep; 6) Landschafts⸗Zeichnen, Berfeser Schirmerz 7) Zeichnen der Thiere, besonders der Pferde, Professor Buͤrde; s) die Pruͤfungs⸗Klasse, Professor 54⁷ 9) Zeichnen nach anatomischen Vorbildern, Professor Berger; 10) Kupferstechen, Professor Buchhorn; 11) Holz⸗ und Formslechen, Professor Gu⸗ bs 12) Schrift⸗ und Kartenstechen, vacat; 13) Erklaͤrung der Ge⸗ malde des Koͤniglichen Museums in ihrem Laat⸗ zur Geschichte der Kunst, Professor Dr. Kugler; 14) Kunst⸗Mythologie, der akademi⸗ sche Lehrer Dr. Schoͤll; 15) Metall⸗Graviren und Steinschneiden, der akademische Lehrer, Medailleur Karl Fischer; 16) Bronzegie⸗ ßen, der akademische Kuͤnstler, Lehrer H. Fischer. B. Sagnc⸗.
17) Die Lehre von der zweckmaͤßigen Anle ung der Gebaͤude, ver⸗ bunden mit praktischen Uebungen im Entwerfen derselben, Professor Rabe; (privatim wied Derselbe vortragen: a) die Lehre von den Constructionen, oder wie die Gebaͤude und jeder einzelne Theil dersel⸗ ben, den Forderungen der Festigkeit gemaͤß, zweckmaͤßig zu errichten sind, b) die Geschichte der Baukunst bis zur gegenwaͤrtigen Zeit, ver⸗ bunden mit der ngx der verschiedenen Bauwerke der Vorzeit und der Gegenwart); 18) die Projectionen, die Lehre der Saͤulen⸗ Ordnungen nach Vitruv, nebst ihren Constructionen im Zeichnen, und mittelst geometrischer Schatten⸗Construction, 25, Hummel; 19) Perspektive und Optik, Derselbe und der akademische Lehrer, Maler Beckmann; 20) Decoration innerer Raͤumlichkeiten, der aka⸗ demische Lehrer Boͤtticher; 21) Entwerfen der Gebaͤude, Professor Strack; 22) Uebungen im Skizziren architektonischer Gegenstaͤnde, Derselbe; 23) Perspektive fuͤr Architekten, der akademische Lehrer, Maler Beckmann; 24) Modelliren architektonischer Verzierungen und Glieder, der akademische -. 794 Fischer.
. usik.
25) kehrs der Harmonie, Musik⸗Direktor Bach; 26) Choral⸗ und Figural⸗Styl, Derselbe; 27) Doppelter Contrapunkt und Fuge, Derselbe; 28) freie Vokal⸗Composition, die Musik⸗Direktoren Bach Vund Rungenhagen; 29) freie Instrumental⸗Composition, Die⸗ elben. 188 Bei der mit der Akademie verbundenen Zeichnen⸗
Schule wird gelebhrt:
30) Freies Handzeichnen in drei Abtheilungen, unter Leitung der Professoren Herbig, Daͤge und Lengerich und des Assistent⸗Leh⸗ n Maler Albert Kbhler.
Gewerk⸗Schule wird gelehrt:
31) Freies Handzeichnen, von den Professoren Herbig, Berger und Lengerich, und dem akademischen Lehrer Maler Alb. Kbhler; 32) Modelliren nach Gyvps⸗Abguͤssen, Prof. Wichmann und der Assistent Lehrer August Fischer; 33) Architektonisches und geometri⸗ sches Reißen, Prof. Zielcke und der akademische Lehrer Stoͤvesandt.
Fuͤr die Unterrichts⸗Gegenstaͤnde von Nr. 1—29 hat man sich uvor zu melden im Akademie⸗Gebaͤude jeden Mittwoch von 12 bis 2 lbr⸗ bei dem Direktor Dr. Schadow; fuͤr Nr. 30 um dieselbe Zeit, ebendaselbsi beim Professor Hampe, und fuͤr Nr. 31 — 33, bei Dem⸗ selben, Sonntags 8 bis 10 Uhr, ebendaselbst.
Berlin, den 1. Marz 1842. G 8
Koͤnigliche Akademie der Kuͤnste. ze. G. Schadow, Direktor.
11““
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B I“ Börvse. Den 24. März 1842.
Pr. Cour. Brief.] Geld.
Pr. Cour.
Aclien. 8 Brief.] Geld.
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83 82 102 v½ 10 101 ½ 103 ¾
Brl. Pots. Eisenb. do. do. Prior. Aet. Mgd. Lpz. Eisenb. do. do. Prior. Act. Brl. Anh. Eisenb. do. do. Prior. Act. Düas Klb. Eisenb. do. do. Prior. Aer. Rbein. Kiseub.
do. do. Prior. Act.
St. Schuld-Secb. 1 104 ¾ Pr. Engl. Obl. 30. 4 Präm. Sch. der Seebandlung. — Kurm. Schuldv. 3 ½ Berl. Stadt-Obl. 4 Elbiuger do. 3 Danz. do. in Th, een 48 Westp. Pfandbr. 3 ¾ Grossh. Pos. do. 4 Ostpr. Pfandbr. 3;
Pomm. do. 3 3
Kur. u. Neum. do. mWechsel-Cours.
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85 ⅔ 101 ¼
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Gold al marco — Friedrichad'or 13 Andere Goldmün- zen à 5 Th. 8 Disconto — 4 Pr. Cour. Thlr. zu 30 Sgr. Brief.] Geld.
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Seblesische do.
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Bei der mit der Akademie verbundenen Kunst⸗ und
140 139 ½ 149 148 ¾
RKurz 2 Me.
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3 Me. 2 Mt. 2 Mt. 2 Mt. 2 Mt.
do. Hamburg
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Pasiad . 300 Fr.
Wien in 20 Xr.
Augsburg
Breslau
Leipzig in Courant im 14 Thl. Fuss..
Frankfurt a. M. WA . Petersburg
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100 Thlr. 100 Thlr. 8 Tage 100 Fr. 2 Mt.
1 ShRbl. 3 Woch.
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mermann. 1 Thlr.
me daruͤber bis zur naͤch⸗ Passions-Kantate.
Jägerstr. 42.
gez. Buck.
ziehen: gation uͤber 3 Coupons;
g digten, 9 Bande. gr. 8.
Erin, Regierungs⸗Be⸗
v. Guttry, Gutsbesiher.
ion uͤber den Bau der Bahn. rerae Vertreter stimmberechtigter Actionairs, welche aeeenee Mitglieder der Gesellschaft seyn muͤs⸗
b . re.? eehaen. niederzulegen. Nicht erscheinende schienen:
Literarische Anzeigen.
re beglaubigten Vollmachten ebenfalls Bei G. Reimer, Wilhelm-Str. 73, ist eben er-
Das Kreuz Christi.
EFEFKhvheil. Dritter Theil. Aufl. Vierter Theil.
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18 Pi gh
Auswürtige Börsen.
muamnatnif an r w bame u⸗
Amsterdam, 20. Mherz. Miederl. wirhl. Seb. 52. l. 5 % Span. 21 . Antwerpen, 19. Murz. Zinal. 5 ¼. Meue Aual. 21*.
Frankfurt
IHIamburg,
a. M., 21. Murz. Ooestevv. 5 ⅜ net. 109 G. 4½ 101 ¼ G.
2 ½, 57 ½ o. 1¼ 24% c. 5.1.Aℳ6. 1980. 1978. 10090 2, 100 FI. 170. 139 . Pre⁴⁴. Prüm. Seb. 83 ⅛ G. 40. 4 ⅓ Aul. 103 ½ G. Pols. Lo0⁴⁴οᷣ 76 0. 65 % Span. 19. 24. 23 ½. 2 ½ à⁄ naH. 51 c. 51 ¼.
Eisenbahn-Actien. 103 0. Köla-Aachen 97 0. München-Auagabuarg 78 G.
Taonnsbahn - Act. 388 †. 388 ½. Leipaig-Drosdes
22. Macz. Dank-Actien 1665. Ragl. Rass. 109 ½.
Paris, 19. Muarz. 5 % H ⁵ο ε⁴ cosr. 117. 75. 3 8¾ Rente da cour. 80. 75.
Passive 5 ½.
Wien, 19. HBank-Actien
Anl. de 1841 au compt. 80. 85. 5 ⅔ Neapl. ün cour. 106. 55. 5¾ Span. Rente
25 ⁄.
2½ 55 ½.
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100 ½. 3½ —.
Marz. 5 % Met. 107 ⅛. 4 ¼ 8 1 de 1829 Loot.
1609. Aal. 40 1634 137 ½.
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In unserem Verlage ist erschienen: ⁷
Graun's Tod Jesu.
Vollst. Kl.-Ausz.
Das Arrangement ist als vortrefflich anerkannt. Ed. Bote & G. Bock.
Im Verlage von Duncker und Humblot sind erschienen und durch alle Buchhandlungen zu be⸗
Theremin, Konigl. wirkl. Ober⸗Konsistorialrath, Hof⸗ und Domprediger und e;. Pre⸗ Auch einzeln zu haben, jeder Band zu 1½ Thlr.
Band 5. unter dem besonderen Titel: Zeugnisse von Christo in einer bewegten Zeit.
Predigten in den Jahren 1830, 1831, 1832
uüund 1837 gehalten. 2te Auff.
Band 6. bis 9. unter dem besönderen Titel:
Predigten.
4te von neuem durchgesehene Aufl. Zweiter
zte von neuem durchgesehene Aufs. 2te von neuem vencheschene
gr. 8. Jeder 11
gliedern der. gesammten Chor⸗Personale d des Koͤnigl. Kapellmeisters Herrn C. W. Henning. Ansang 7 Uhr, Ende 9 Uhr.
05 27.
spiele: Die se
von Khoras-
KFhnigliche Schauspiele.
11. .2bg
Freitag, 25.
Buͤreau ist an diesem Ta Sonnabend, 26. März. Im
von Gluck. Hierauf: Requiem, von Koͤnigl. Saͤngerinnen Dlles. Tuczek
Saͤngern
Herren n Koͤnigl.
Sonnta
L. van Beet r. Snrug Fidelio. Im Schauspielhause: vom Koͤnigl. Hof⸗Theater zu Dresden: Isaura, als
Montag, 28. Maͤrz. Im Schauspielhause: s
.
†I
— 25. onnabend, Mater. 1 b Sonntag, 27. Maͤrz. Der Scheiben⸗Toni, nebst einem Vor⸗
choͤne Rose im Zillerthal. 28. Maͤrz. (Italienische Opern⸗Vorstellung.) I Pu-
Montag,
tani.
Dienstag, 29. Maͤrz.
Kein Schauspiel. Das Billet⸗Verkaufs⸗ e geschlossen. . Opernhause: De profundis, Mozabt, ausgefuͤhrt von den und Haͤhnel und den Koͤnigl. oöͤtticher, so wie von den uͤbri⸗
Maͤrz.
Mantius und
Saͤngern und Saͤngerinnen, den saͤmmtlichen Mit⸗ Königl. Kapelle, den Koͤnigl. Musikschulen und dem
des Koͤnigl. Theaters, unter Direction
Symphonie von
(Dlle. Bayer, Gastrolle.) Im Opernhause: Die Krondiamanten.
N11ö1 8 E61668
Maͤrz. Im Opernhause.
Die Schule des Lebens.
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Königstädtisches Theater. b
Maͤrz. Kein Schauspiel. ne 26. Mäͤrz. Zum erstenmale wiederholt: Stabat
Drittes Konzert von H. W. Ernst.
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er: Die Reise auf gemeinschaftliche Kosten.
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Die vierteljaäͤhrliche Praͤnumeration der
Staats⸗Zeitung betraͤgt 2 Rthlr. Preuß. Cour. fuͤr das Inland. — Bestellungen fuͤr Berlin werden in der Expedition selbst (Friedrichs⸗Straße Nr. 72) gemacht und jeder innerhalb der Ringmauer der Stadt wohnende Praͤnumerant erhaͤlt das Blatt durch die Stadtpost, schon den Abend vor dem ange⸗ gebenen Datum, frei ins Haus gesandt. — Aus⸗ waͤrtige, des In⸗ oder Auslandes, bewirken ihre Be⸗ stellungen rechtzeitig bei den resp. Post⸗Aemtern; wer dies versaͤumt, kann nicht mit Gewißheit die Num⸗ mern erwarten, die vor der hier eingegangenen Anmel⸗
dung erschienen sind.
Fuͤr einzelne Nummern des Blattes ist der Preis
2 ½ Sgr.
“ Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Garuckt in der Deckersch
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ischen Staaten.
Drittes Buch.
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Pr. 1 ½ Thlr.
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r. 8. 1 ½ Thlr.
Erster Theil.
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11“ — Vom Tode. Drei Predigten im Jahre 1836 gehalten. gr. 8. geh. ½ Thlr.
— Der Tod, ein Lehrer der Weisheit. †8
am 7. Nov. 1841 gehalten. gr. 8. geh. ⁄2 Thlr.
— Wo sollen wir Huͤtten des lacke dauen; Pre⸗ digt am ersten Sonntage des Adventes 1841 ge⸗ halten. gr. 8. geh. 1 Thlr.
— Abendstunden. Zweite, vermehrte Ausgabe in Einem Bande. 8. Druckpapier 2 Thlr. kart. 2¼ Thlr. Kupferdruckpapier 2. Thlr.
son. veanen
Bei E. S. Mittler (Stechbahn 3) ist zu haben:
s Wohlfeile Ausgabe. Fane.
FIJ. J. Berzelius, Lehrbuch der8 Chemie
in gedrängter Form. 8
Bearbeitet und mit den nöthigen Nachträgen versehen
von Friedr. Schwarze. 4tes und 5tes Heft (Dop-
—2 gr. 8. Preis 1 Thlr. 15 Sgr.
Diese treffliche Bearbeitung von Berzelsus Che⸗ mie, welche, wegen ihrer konzisen Form und ihres wohlfeilen Preises, mit dem allgemeinsten Beifall aufgenommen ist, wurde leider, ohne Verschulden der Verlagshandlung, seit langerer Zeit unterbro⸗ chen. Dieselbe wird aber von jetzt an schnell im Drucke gefoͤrdert werden.
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Land⸗ und Stadtgerichts⸗Rath beim
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Inhalt.
liche Nachrichten. Rußland und Polen. Christenthum uͤbergehen. raukreich. Paris.
St. Petersburg. Juden, die zum
aris. (Reuester Stand der Zuckerfrag die Eisenbahnen. —
Der neue Britische Zoll⸗Tarif in Bezug auf Frankreichs Handels⸗
Interesse.) Irland. Parlaments⸗Verhandlun⸗
roßbritanien und 1— a 9 * Unterhaus. Art der Erhebung der Einkommen⸗Steuer. —
ondon. Bericht Aöeemmee — Erscheinen eines
nzoöͤsischen Kriegsschiffs bei Nore.
Belaladfschen s 4. Einfuhr⸗Zoll auf Wollengarn. — Schreiben aus Bruͤssel. (Noch Einiges uͤber die beab schtigten Modifica⸗ tionen des Gesetzes uͤber die Universitaͤts⸗Pruͤfungen.)
Dänemark. Kopenhagen. Handels⸗Verbindungen mit der Re⸗
publik Ecuador.
Deutsche Bundesstaaten. Schreiben aus 2i 9. (Das Ar⸗ beitshaus für Freiwillige.) — Brief aus Frankfurt a. M. (Die Taunus⸗Eisenbahn:)
Hesterreich. Wien. Diplomatisches Corpvs. een
Italien. Rom. Hohe Reisende, die zum Theil bereits eingetrof⸗ fen und zum Theil noch erwartet werden.
Spanien. Schreiben aus Madrid. (Diplomatisches; Klagen uͤber Raͤuber⸗Unfug; militairische Maßregeln; die Provinzial⸗De⸗ putationen und das Ayuntamiento von Barcelona.)
Asvpten. Alexandrien. Franzöoͤsische Abyssinien. ““
Koblenz. Burg Stolzenfels.
Fetencs Mühch EE1 Die Revue des deur Mondes uͤber die Span
Ueber Friedrich's des Großen Manuskript der „Reflexions sur Charles XII.“ im Britischen Museum zu London.
Wissenschaft, Kunst und Literatur. Auffuͤhrung des Stabat mater von Rossini.
Inland.
Kronik des Tages. Se. Majestaͤt der Koͤnig haben Allergnaͤdigst geruht:
Dem Koniglich Hannoverschen General⸗Steuer⸗Direktor Dommes, den Koͤniglich Daͤnischen Etats⸗Raͤthen Franke und Sick, dem Großherzoglich Mecklenburg⸗Schwerinschen Geheimen
Legations⸗Rath Dr. Prosch, dem Herzoglich Oldenburgischen 6 ergiebt.
Die Regierung hat saͤmmtlichen in Bordeaux residirenden
Geheimen Hofrath Jansen und dem Minister⸗Residenten der
freien und Hansestadt Hamburg, Godeffroy, den Rothen Adler⸗ Orden zweiter Klasse; so wie dem Köͤniglich Daͤnischen Geheimen
Legations⸗Rath, Kammerherrn von Loͤwenoͤrn, und dem Her⸗ zoglich Sachsen⸗Koburg⸗Gothaischen Geheimen Assistenz⸗Rath
Heß, den Rothen Adler⸗Orden dritter Klasse, zu verleihen; ferner
Den Kreis⸗Deputirten und Rittergutsbesitzer Jacobi auf Groß⸗Jena zum Landrath des Naumburger Kreises, im Regie⸗
rungs⸗Bezirk Merseburg; und ee. und Stadtgerichts⸗Assessor Haupt zu Posen zum
selbst zu ernennen.
Ihre Majestaͤt die Koͤnigin haben dem Kaufmann Herr⸗
mann on das Praͤdikat als Hof⸗Lieferant beizulegen geruht. — 1 88 8 - Sieml seither noch immer eine schmutzig dunkle Farbe hatte, ist seit un⸗
gefaͤhr 8 Tagen voͤllig rein und klar geworden. Diese Veraͤnde⸗ rung, welche nun erst den Brunnen wahrhaft nuͤtzlich macht, er⸗
Angekommen: Der Kaiserl. Russische General⸗Lieutenant und General⸗Adjutant, Fuͤrst Labanoff⸗Rostowsky, von St.
Petersburg. Der Großherzogl. Mecklenburg⸗Schwerinsche General⸗Major
und General⸗Adjutant, von Boddien, von Schwerin.
Seitungs-Nachri
1*
St. Petersburg, 16. Maͤrz. (H. C.) Wegen der zum
Christenthume uͤbertretenden Juden haben Se. Kaiserliche Majestaͤt
am 19. Januar ein Gutachten des Minister⸗Comités bestatigt das nachstehende Vorschriften in dieser Beziehung enthaͤlt: H Rch⸗ men Juden die chrisiliche Religion an, ist die heilige Taufe auch an ihren Kindern bis zum siebenten Jahre zu vollziehen; tritt s doch nur der Vater oder die Mutter allein
üͤber, so sind im ersten Falle die Soͤhne,
zu taufen. 2) Juden, die den christlichen Glauben angenommen und in den geistlichen Stand uͤbergetreten sind, werden aus den Flufen Regstern⸗ in welchen sie verzeichnet stan⸗ den, ausgeschlossen. u ihrer vorlaͤufigen Einrichtung erhaͤlt jede Person ohne Unterschied des Geschlechts eine Unterstuͤtzung von 15 bis 30 Silber⸗Rubeln, Kinder aber nur die Haͤlfte. 3) Die getauften Juden sind berechtigt, in den Handelsstand uͤberzutre⸗ ten, sobald sie das dafuͤr erforderliche Kapital angeben und die Gildensteuer entrichten; sie koͤnnen sich auch in landwirthschaftliche Hemeinden, in Handwerks⸗ und Gewerbszuͤnfte aufnehmen lassen. 892 ie Ansiedelung wie die erste landwirthschaftliche Einrichtung 5 „Eezusren Juden auf Kron⸗Laͤndereien ist ganz nach Grund⸗ 809 Judinnigen Gesetze zu vollziehen, die fuͤr die Uebersiedelun en im Gouvernement Cherson bestehen. * en uden werden bei ihrer Ueber Landereien steuerfreie Jahre den, die in den S werden.
im letzten die Toͤchter
hrung auf Kron⸗ und Privat⸗ gewaͤhrt, wie 18 uͤberhaupt den Zu. tand der Landleute uͤbertreten, zugestanden
Geruͤchte uͤber Ministerwechsel. — Nach⸗ brre aus Algier. — Sparkasse. — Vermischtes. — Briefe aus
fallen und ihnen eine große Heerde Schlachtvieh abgenommen; aber unsere Huͤlfsvoͤlker haben ihm diese Beute wieder entrissen
die heute hier verbreiteten Nachrichten sich bestaͤtigen, so hat er Gesandtschaft nach
Jahre 1841 sich auf
Land⸗ und Stadtgericht da⸗
direkt zur Abschaffung des Eigenthums und der würden. seiner Suspension vom Amte gehalten hatte, im lassen. Das Journal des Döbats aͤußert sich uͤber dieselben in folgender Weise: „Wir haben mit der gewissenhaftesten Auf⸗
zum Christenthume rari
Spysteme einander gegenuͤber stellte, Beide
Unrecht thun, sich der Dienste eines 5) Den getauf⸗
hat einen eben so unangenehmen Eindruck in
Paris, 20. Maͤrz. Das Geruͤcht von einer Ministerial⸗ Veraͤnderung gewinnt seit einigen Tagen an Konsistenz, obgleich anscheinend die Stellung des Kabinettes, den Kammern und der Krone gegenuͤber, vollkommen gesichert erscheint. Vor einigen Ta⸗ gen hacke man gesagt, daß das Kabinet deshalb aufgeldst werden solle, weil man bei den allgemeinen Wahlen Herrn Guizots Unpo⸗ pularitaͤt fuͤrchte. Jetzt aen man, daß Herr Cunin⸗Gridaine in Folge des Beschlusses, das Zuckergesetz zu verschieben, seine Ent⸗ lassung einzureichen geneigt sey, und daß zwischen ihm und seinen
Kollegen seit einigen Tagen die heftigsten Debatten stattfaͤnden, welche leicht zu einer gaͤnzlichen Aufloͤsfung des Ministeriunis füh⸗
ren koͤnnen. Wie dem aber auch sey, so laͤßt sich nicht erwarten,
daß in diesem Augenblicke eine ministerielle Krisis, die den Aus⸗
fall der allgemeinen Wahlen ernstlich gefaͤhrden koͤnnte, zugelassen werden wird. Man schreibt aus Algier vom 10ten d.: „Seit der Ent⸗
General Bugeaud aus Tremezen hat Abd el Kader einen
ersuch gemacht, seinen Einfluß auf die Staͤmme jener
Provinz wieder zu gewinnen. Er hatte die Beni⸗Znassen uͤber⸗
und ihn gezwungen, jenen Theil von Algier zu verlassen. Wenn eine andere Niederlage in der Provinz Maskara erlitten. Man versichert naͤmlich, daß es dem General Lamoricière gelungen sey, die Hachem's zu erreichen, die der Emir vergebens zu vertheidi⸗ Pin suchte. Der ganze Stamm soll sich, um einer gaͤnzlichen ernichtung zu entgehen, uns unterworfen haben. Der General von Rumigny ist seit mehreren Tagen abwesend, um Medeah und Miliana zu verproviantiren. Die seit 8 Monaten zwischen dem Bei von Miliana und dem General Bugeaud schwebenden Unter⸗ handlungen sind ihrem Abschlusse nahe. Der General⸗Gouverneur ist vor einigen Tagen nach Blida abgegangen, um die letzte Hand an jenes Werk zu legen. — Man spricht hier von der nahe be⸗ vorstehenden Ankunft des Herzogs von Montpensier.“ Heerr Benjamin Delessert hat uͤber die vorjährigen Opera⸗ tionen der Pariser Sparkasse, deren Praͤsident er ist, einen Be⸗ richt erstattet, aus welchem hervorgeht, daß die Einschuͤsse im 40,041,518 Fr. 256,911,458 ⸗
und die Ruͤckzahlungen sich auf. .
belaufen haben; so daß eine effektive Vermehrung
des Kapitals um... stattgefunden hat. Hierzu den Saldo vom 1. Ja⸗ nuar 1841 gerechnet mit “ 70,355,337 ⸗ welches eine Total⸗Summe voon
13,130,060 ⸗
Spanischen Fluͤchtlingen den Befehl zugehen lassen, jene Stadt zu verlassen, und es sind denselben Wohnsitze mehr im Innern des Landes angewiesen worden. Die Herren Thiers und Molé sind in den letzteren Tagen haͤu⸗ fig in den Tuilerieen empfangen worden.
Gestern fruͤh fand
zwischen Herrn Lacrosse, Mitglied der Deputirten⸗Kammer, und
Herrn Granier von Cassagnac, Redacteur des Globe, statt. Eine
Aeußerung des Letzteren uͤber den Contre⸗Admiral Lacrosse, Vater des Deputirten, hatte zu dem Streit Anlaß gegeben. Herr La⸗ crosse ist am Schenkel verwundet worden, und sein Zustand soll nicht ohne Gefahr seyn. Das Wasser des Artesischen Brunnens von Grenelle, welches V
regt allgemeine Freude. Die Einwohner der benachbarten Viertel, die bisher das Wasser des Artesischen Brunnens verschmaͤhten,
anzufuͤllen.
saͤtze des Kommunismus und uͤberhaupt Prinzipien vortruͤge, die Familie fuͤhren welche er bis zu
Herr Ferari hat jetzt die Vortraͤge,
merksamkeit die Vortraͤge des Herrn Ferari und besonders denje⸗
nigen durchgelesen, der in dem Auszuͤge, den die oͤffentlichen Blaͤt⸗ hohem
ter davon mittheilten, die allgemeine Mißbilligung in so Grade erregte. Wir haben dieselben ohne die mindeste Parteilich⸗ keit, weder fuͤr Herrn Ferari, noch fuͤr seine Angeber, gepruͤft. Das Resultat dieser Pruͤfung ist, wir freuen uns dessen, dem Professor durchaus guͤnstig gewesen. Es ist nicht mehr zweifelhaft fuͤr uns, daß man den Gedanken des Herrn Fe⸗ entstellt hat. Man 8* nicht gesehen nicht sehen wollen, daß Herr Ferari, indem er zwei — — stellt/ verurtheilt hat. hat mit einem Worte eine historische Auseinandersetzung fuͤr eine dogmatische Lehre ausgegeben. Wir waren dieses Zeugniß der Wahrheit schuldig, und wir legen es mit Vergnuͤgen ab. Wenn es sich darum handelte, die Vortraͤge des Herrn Ferari als ein literarisches und philosophisches Werk zu pruͤfen, so wuͤrden wir Manches einzuwenden haben; aber in wesentlicher Hinsicht, in Bezug auf den Punkt, auf den es hier ankoͤmmt, rechtfertigen ihn seine Vortraͤge vollkommen, und der so ausgezei 1 zu berauben. Es ist dies wahrlich nicht der Leeecnaer Kraͤfte der lehrenden Koͤrperschaft zu schwaͤchen!* 3 „. Paris, 20. Maͤrz. Die Vertagung des Zuckergesetzes 1 n E en Seestaͤdten, wie unter den Fabrikanten des inlaͤndischen Zuckers, hervorgebracht,
waͤhren, vierzehn Tage sind fuͤr das
ZEE327 Fr 3 sen, daß es absolut unmoͤglich ist, alle Stimmen, die gewoͤhnlich
Feinigen.
1 Zucker. in der Nahe von Versailles ein Duell 3
. ernannt. — — einige Erweiterung erhalt draͤngen sich jetzt in großen Massen herbei, um ihre Eimer damit 2 g erhalten zu haben,
Druck erscheinen
oder vielmehr ausschließliche Man
Alle dabei Betheiligten bedauern diesen Aufschub, und i
und anderen Seehaͤfen haben bereits nicht 2 eö stationen stattgefunden. Die Handels⸗Kammer von Havre hat in Masse ihre Entlassun eingereicht, und die angesehensten Kaufleute haben ein Gluͤckwunsch⸗Schreiben an die ausgeschiedenen Mitglie⸗ der der Handels⸗Kammer gerichtet. In Bordeauy ist die Aufregung fast eben so groß, und es ist fast als gewiß anzunehmen, daß die Uazufriedenheie sich daselbst eben so heftig aͤußern wird, wie in Havre.
„Vorgestern hielten die Deputirten der Seehaͤfen in einem der Buͤreaus der Deputirten⸗Kammer eine Versammlung, woran auch mehrere Deputirte der bei der inlaͤndischen Zucker⸗Fabrication be⸗ theiligten Departements, so wie die Abgeordneten der Kolonieen, theilnahmen. Es wurde beschlossen, eine Deputation von zwoͤlf
kitgliedern an den Conseils⸗Praͤsidenten und an den Minister der auswaͤrtigen Angelegenheiten zu senden, um das Kabinet um Vorlegung eines Gesetzes uͤber den Zucker zu ersuchen. Die De⸗ putation bestand aus den Herren Wuͤstemberg, Ducos, Billault, Dubois, Rasteau, Mermillod und dem Grafen Roger, als Repraͤ⸗ sentanten der Seehaͤfen, und aus den Herren Pierron, Sau⸗ bat, Martins, als Revpraͤsentanten der inlaͤndischen Zucker⸗ Fabriken; ferner repraͤsentirten der Admiral Leray die Konigliche Marine und Herr Jollivet die Kolonieen. Gestern Abend wurde die Kommission von dem Conseils⸗Praͤsidenten und Herrn Guizot empfangen. Beide haben, ohne sich bestimmt zu verpflichten, der Kommission die Versicherung gegeben, daß das Minister⸗Conseil den Gegenstand aufs neue in Berathung nehmen werde. Dies ist der jetzige Stand der Frage. Es ist fast unmoͤglich, daß das
Kabinet bei so einmuͤthigen Manifestationen noch zoͤgern kann;
woellte es, jenen Reclamationen gegenuͤber, in Unthaͤtigkeit verhar⸗ ren, so wuͤrde es vielmehr die Wahlen kompromittiren, als guͤn⸗
stig fuͤr die gegenwaͤrtige Verwaltung auf sie einwirken.
Legt das Ministerium einen Gesetz⸗Entwurf vor, so kann es nicht, wie es die Absicht hat, die Kammern zum 15. Mai schlie⸗ ßen; denn die Diskussion dieses Gesetzes wird acht bis zehn Tage udget der Ausgaben und Einnahmen, etwa zehn Tage fuͤr die Eisenbahnen, einige Tage fuͤr die Expropriation in Bezug auf Kanäͤle und vielleicht acht Tage fuͤr minder wichtige, aber dennoch dringende Gesetz⸗Entwuͤrfe er⸗ forderlich. Dies wuͤrde alle von dem Ministerium bereits fuͤr die Wahlen getroffenen Anordnungen und Bestimmungen in Unord⸗ nung bringen.
Die Zucker-Frage gewinnt voͤllig die Wichtigkeit einer poli⸗
Frage und bereitet dem Kabinet vielleicht mehr Verlegen⸗ heiten,
Fuͤr diese bei der ucker⸗Frage sind aber so entgegengesetzte und so lebhafte Interes⸗
als die orientalische Frage vor ihrer Loͤsung. letztere Frage hatte es eine bereits fertige Majoritaͤt;
ministeriell sind, fuͤr einen und denselben Gesetz⸗Entwurf zu ver⸗
Die Kolonisten und die Seehaͤfen 8 in ihren For⸗ derungen nicht einig; die inlaͤndischen Produzenten verlangen die Unterdruͤckung der Zucker⸗Fabrication mit Entschaͤdigung, den status quo und die Herabsetzung der Zoͤlle auf den Runkelruͤben⸗ Die Fabriken, welche einige Kraft besitzen und in
guten Umstaͤnden sind, wuͤrden sich mit der gegenwäͤrti⸗
gen Gesetzgebung begnuͤgen; aber das ist die kleinere Zahl,
und ihre Meinung wird sich nicht geltend machen koͤnnen. Die Mehrzahl verlangt den Abkauf ihrer Fabriken von Seiten des Staats oder die Wiedereinfuͤhrung der Steuer von 15 Franken fuͤr 100 Kilogrammen. Das Kabinet ist bekanntlich fuͤr die gaͤnz⸗ liche und unverzuͤgliche Unterdruͤckung der inlaͤndischen Zucker⸗In⸗ fi biungz, dadurch wuͤrde es auf einmal aller erlegenheiten uͤberhoben, die diese unendliche Frage seit fuͤnf bi sechs Jahren ihm bereitet. “ Die Eisenbahn⸗Kommission
hat Herrn Dufaure zu ihrem Der
Entwurf der Regierung scheint allein man hat das System
der Bruchstuͤcke beibehalten und wird die Arbeiten auf einer Un⸗
zahl 8 Man erinnert sich, daß Herr Ferari, Professor an der Straß⸗ zahl von Punkten zugleich anfangen, um den Forderungen aller burger Universitaͤt, in Folge seiner philosophischen Vortraͤge vom Amte suspendirt wurde. Man beschuldigte ihn, daß er die Lehr⸗
Lokalitaͤten zu genuͤgen, indem man annimmt, dies sey möglich. Die Kommission hat einigemal in ihren Sitzungen an 40 Per⸗ sonen vernommen, die aus allen Theilen Frankreichs nach Paris ekommen sind, theils um die Eisenbahn⸗Linien zu kritisiren, theils ie zu vertheidigen, oder neue Richtungen vorzuschlagen. Dies ist noch nicht Alles, die Mitglieder der Kommission wurden bis in ihre Wohnungen verfolgt, und Herr von Lamartine, Praͤsident
der Kommission, empfing gewoͤhnlich des Morgens, ehe er in den Palast Bourbon ging, zwoͤlf bis funfzehn Perso⸗
nen, die ihn in Betreff der Eisenbahn⸗Angelegenheiten sprechen wollten. Außerdem haben die Eisenbahnen noch eine wahre Suͤndfluth von Broschuͤren und Buͤchern her⸗ vorgerufen. Die Linie von Paris nach Straßburg hat allein zu mehr als dreißig besonderen Schriften Anlaß gegeben, von de⸗ nen eine ungeheure Menge Exemplare abgesetzt worden sind. Die Staͤdte Calais und Boulogne sur Mer haben seit einem Monat vier bis fuͤnf Abgeordnete in Permanenz in Paris, um jede ihrer⸗ seits die Ausschließung der anderen zu verlangen und den End⸗ punkt der Bahn von Paris nach dem Kanal fuͤr sich in Anspruch zu nehmen; dieser Konflikt hat auch zu neun oder zehn Broschuͤ⸗ ren mit Karten und Plaͤnen Anlaß gegeben. Man kann hieraus auf die Plackereien schließen, denen die Minister und namentlich der Minister der oöͤffentlichen Arbeiten ausgesetzt sind; auch erwarten sie, man kann es wohl sagen, mit einer lebhaften Ungeduld die Be⸗ endigung der Debatten und das Votum der Kammer. Es ist dies eine Angelegenheit, fuͤr die sich Jedermann interessirt, die aber so
8e außerordentliche Angriffe erfaͤhrt, daß man sie nicht eher fuͤr ge⸗ die Universitaͤt wuͤrde sehr griffe erfaͤh ß man sie h g
rettet halten wird, als bis sie legislativen Gewalt befindet.
Paris, 20. Maͤrz. In Folge der durch die Englische Regierun beabsichtigten Herabsetßzung des Zoll⸗Tarifs wird der mit Großbritanien —a —2 . 1 9. regung gebracht. Die Vollziehung diese . 1ch — — I. Frankreichs gescheitert, seinen Tarif irgend
sich nicht mehr in den Haͤnden der
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