1842 / 96 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Thu, 07 Apr 1842 18:00:01 GMT) scan diff

“]

2s,e

1825 in den

ein⸗ eg.⸗

Bez.

Reg.⸗

1831

¹. densin dersi

ein⸗

gan⸗ zelnen

en ro⸗

Bez. vinz.

Welinuget E“ ns unst Bemerkun⸗ gen.

186 87

588 349 252 218 Trier 122 Gasthoͤfe und Kruͤge Duͤsseldorf 943 Köln 396 463

496 328

wirthe.. 8 Duͤsseldorf... Kböln

Aachen Koblenz Trier

4916

1 259 121

276 133

776 391 391 239 117

985 493 470 449 332

2484 2287 2586

116“ 6 Steuerpflich⸗ tige.

58 1 1 Baͤcker....

Fleischer. Bierbrauereien 2,5360

3,588 4

8 I mwolle 10,289 (1837) .. .. . . . 8 muütntüt. d 8 282,171

16,880 % 4,832 ( 11,591 0 2,308 44 Strumpfwaaren 8920

Maschinenspinnereien:

„Leinen

1971

Fernner befanden sich in der Rbein⸗Provinz: 1 . 6,617 (1839) i. d. ganzen

8

u u n n

(1837)

11“

uf Baumwolle 40 mit 98,347 Spindeln (⸗) 152 mit 1 (⸗ 4143 401,210

Wolle 181 107,299 Glashuͤtten... 3 Fayence⸗Fabriken 4 Pulver⸗Fabriken 14 Branntweinbrennereien:

in Staͤdten

auf dem Lande

2

wovon in Thaͤtigkeit resp. 772 u. 2,568 (

welche gebrauchten an Getraide und Kartoffeln

Feafiten von Koͤlnischem Wasser 28

ucker⸗Raffinerieen

Ertrag der Gewerbesteuer in den 1 ü1ses 139,373 79,975 59,333

1824 101,379 56,842 50,970

8 Duͤsseldorf... Köoͤln ....

Aachen

1,983,856 Fac 8

8 Koblenz 38,643

Trier.

60,869

1889) 28 (1835

1831 144,689 83,651 60,921 60,235 48,372

Monarchie 23,339

16,984 10,314 45,013

21,022 14,111 2,118

in der ganzen Mo⸗

narchie 25,972 Spind.

111 9.

4,420 und

9,3

17,577,970 Schffl.

egierungs⸗ 183

74 Bezirken: 9 1.

111I11““

406

wendet: fuͤr Staats⸗Straßen 3,175,085 Rthlr., 988,681 Rthlr.; auf die Unterhaltung besserungen resp. 5,261,073 Rthlr. und 2,178,478 Rthlr.

8 Die von 1819 bis 1840 verwendete

Summe helauft sich auf 11,

die Preußische Rhein⸗

Straßen besitzt, auch

sind doch nur unbedeutende Kanal⸗Anlagen gemacht. (saͤmmtlich im Reg.⸗Bez. Duͤsseldorf):

1) Der Klever⸗ oder Spoy⸗Kanal, etwa der Stadt Kleve und dem Rhein;

zur Lokalbenutzung der betreffenden Kreise dienend; 3) der Hafft⸗Kanal zwischen dem Rheine und Neuß;

mit der Maas bestimmt, jetzt verfallen. Die hier in

Gemeinde⸗Vermogen in

richt schließen will.

IX. Religibse und geistige Kultur.

Kirche hatte zu Anfang 1841 75 8

und zwar im Regierungs⸗Bezirk Koblenz. 11 Dekanate mit 284 Trier 14 . 412 Aachen 19 Koln 16 Duͤsseldorf. 15

Pfarrsprengeln,

250 Bei einer 2 b ijede Pfarrei durchschnittlich 1257 Seelen.

Die evangelische Kirche hatte 24 Synodal⸗Bezirke mit 386 Pfarrsprengeln und 440 Pfarrstellen, und zwar der Regierungs⸗Bezirk

Koblenz.. 9 Spnodal⸗Bezirke mit 138 Pfarrsprengeln, Trrier 11““ EE“ 46*“ fSee.-

8 2 36 38 III1116““

136 .1a. Daher kommen von den 593,353 evangelischen Bewohnern auf jede Pfarrei durchschnittlich 1537

Seelen.

30

Universitaͤt Bonn, 18 Gymnasien, 2 katholische Priester⸗Seminarien, 4 Schullehrer⸗Seminarien; ferner 49 hoͤhere Stadtschulen, und 2 27 katholische (mit 108 Lehrern und 1590 Schuͤlern), 22 evange

(mit 85 Lehrern und 1417 Schuͤlern, lingen). Privat⸗Erziehungs

Schuͤlern),

und 306,197 Schuͤlern), 968 evangelische (mit 1117 Lehrern und 98,542 Schuͤlern), 40 juͤdische (mit 43 Lehrern und 3822 Schuͤlern). Von diesen Unterrichts⸗Anstalten besaß der Regierungs⸗Bezirk Duͤsseldorf. 18 hoͤh. Buͤrgersch. 739 Elementarsch. 51 Privatlehr⸗Anst. Aachen 3 . 496 . 48 öEE11“*“ 635 17 2. g t⸗ Koblenz (1838) 12 1““ 29

Aus dem Vorstehenden laͤßt folgende Zusammenstellung sich

entwerfen. sMNatholische Evangelische Israelitische Lehrer Schuͤler Lehrer Schuͤler Lehrer Schuͤler Gymnasien 123 2150 109 1200 46 Hoͤhere Buͤrgersch. 10ö8 1590 1417 Elementar⸗Schul. 3135 306197 1117 98542 Privat⸗Lehr⸗Anst. 159 3337 140 2000

Zusammen 3525 325281 1757 705255

85 43 21 64

menstellung nicht liefert) hat auch die Zahl der Gymnastal⸗Lehrer

4) die sossa Eugeniana bei Geldern, 1626 zur Verbindung des Rheins

n Frage stehende Schrift enthaͤlt noch einige recht schaͤtꝛbare Nachrichten uͤber die Unterrichts⸗Anstalten und uͤber das der Rhein⸗Provinz, womit ich meinen Be⸗

Die katholische

ekanate mit 1535 Pfarrsprengeln,

Bevoͤlkerung von 1,929,660 Katholiken kommen mithin auf

fuͤr Bezirks⸗Straßen und außergewöhnliche Ver⸗ 217 Rtölr., also auf lahrlich durchschnittlich 484,183 Rehlr. Hegleich Frevin⸗ an 170 Meilen schiffbare Wasser⸗ uͤr Fluß⸗Correctionen Manches geschehen ist, Dahin gehdren

½ Meile lang, zwischen

2) der Nord⸗Kanal, 1809 zur Verbindung der Maas mit dem Rbheine begonnen (Venlo⸗RNeuß), unvollendet geblieben und jetzt

ische auch außerdem 46 juͤdischen Zd g⸗ und Unterrichts⸗Anstalten waren vor⸗ handen 159, und zwar 81 katholische (mit 159 Lehrern und 3347 1 58 evangelische (mit 140 Lehrern und 2000 Schuͤlern), 2 juͤdische (mit 21 Lehrern und 309 Schuͤlern). Die Zahl der Elemen⸗ tarschulen betrug 3675, und zwar 2667 katholische (mit 3135 Lehrern

V mittlere bES 4 =

Donastaüttigung Zu Anfang des Jahres 1841 zaͤhlte die Rhein⸗Provinz, außer der

Wolkennug

V

Die bier in Frage kommende Schrift (welche eine solche Zusam⸗

294,659 387,071

VIII. vinz

(nach einer Angabe der zur B den Regierungs⸗Bezirken

Eerbdeh........ . 11A1AXAX“ 2 ½

8*½ 8

Duͤsseldorf

397,868 456,907 Rthlr.

in der Monarchie 2,225,480 Rthlr.

..

Monarchie 1094 Meilen Staats⸗Straßen.

Die Gesammtlaͤnge aller jetzt in der Rhein⸗Provinz vorhandenen Staats⸗ und Bezirks⸗Straßen betraͤgt 455 ½ Meilen (resp. 273 und 182 ½¼); davon sind ausgehaut: Staats⸗Straßen 250 Meilen, Bezirks⸗ Straßen 109 Meilen; bleiben noch zu vollenden 86 ½ Meilen. der letzten 25 Jahre wurden auf den Straßen b au uͤberhaupt ver⸗

Fuͤr die Land⸗Communicationen ist in keiner Pro⸗ der Preußischen Monarchie so gut gesorgt, als in den Rheinlanden. Im Jahre 1816 waren daselbst bereits 222 Meilen Staats⸗ und Provinzial⸗Straßen; 1825, außer 150 Meilen Provinzial⸗Straßen

eurtheilung vorliegenden Schrift), in

Waͤhrend V

1835: 3621

Schulbes

Vermehrung in 6 Jahren)

Im Jahre 1835 waren 43 14 Jahren vorhanden, wieder entlassen; mithin blieben damals 3 wirklich verpflichtet.

280

6, 3

2

*.

* 4735

305

5,391 schulpflichtige Kinder von 5 bis davon jedoch 39,926 dispensirt oder bereits ng 95,405 zum Schulbesuche 1 Nach Verhaͤltniß der Zunahme der Bevoͤlkerung seitdem kann man fuͤr Ende 1840 die Zahl der K und 14 Jahren auf 470,000 anschlagen, mithin et uche verpflichtete auf 5,9 Einwohner ⸗- 600

inder zwischen 5 wa 435,000 zum Kinder annehmen, und dann kommen:

1 schulpflichtiges Kind, 8 1 Elementar⸗Lehrer, 1 Elementar⸗Schuͤler,

mntseN a9 tHn-

95 Elementar⸗Schuͤler 1 Elementar Lehrer*).

XX. Gemeinde⸗Schuldenwesen. Willemsen mitgetbeilten neuesten Daten beruͤhre, gleichung eine fruͤher veroͤffentlichte amtliche Ueb voran, weil jene Daten nicht alle Regierungs⸗B

8 Bevor ich die von Herrn sende ich zur Ver⸗ ersicht um so mehr ezirke betreffen.

und Schuͤler nicht angegeben; weshalb ich solche aus einem Berichte fuͤr 1835, mit angemessenem Zuschlage, habe entnehmen muͤssen. Hiernach besaß also die Rhein⸗Provinz: 1841: 3901 Unterr.⸗Anst. mit 5040 Lehrern u. 420,666 Schuͤl. (2,575,000 Einw.)

374,386 (2,335,000 Einw.) 46,280

Regierungs⸗

Es sind uͤberhaupt an Schulden incl. Zinsen liquidirt worden in den Jahren 1816—34.

Dazu

pro 1835 an Zinsen u. s. w.

Summa aller liquidirten Schul⸗ den pro 1816—35.

8

des Ja

835 uͤberhaupt abgetragen worden.

Darauf sind bis zum

res

Bleibt Rest am 1. Januar 1836.

Rthlr.

4,939,965 1,916,999 2,504,712 1,159,171 4,355,622

Sgr. 3 18 20 8

Rthlr. 39,135 25,647 19,746 27,310 97,199

e 2

16

1 24 28

Sgr. 3

Rthlr. 4,979,100 1,942,647 2,524,458 1,186,482

r.

Pf. 10

Rthlr. 4,410,248 1,825,334 2,120,077

748,411 3,061,472

Sgr. 26 8 1 17 18

11

10 2

Pf.

Rthlr. 568,851 117,312 404,381 438,070 1,391,349

Sgr. 10 26

26 18

A222og

14,876,470 V

Re

dirt an Kapitalschuld und ruͤckstaͤndigen Zinsen: 2,004,102 Rthlr.

(Kap. 1/444,690, Zins. 559,414)

81 ierungs⸗ Bis incl. 1840 wurden liaune8,

20

2 209,039

tilgt:

1,929,699 Rthlr.

14

Bezirk Trier: Davon sind bis

Ende 1840 ge⸗ Ende 1840 blieben

noch zu bezahlen: 74,403 Rthlr.

Regierungs⸗Bezirk Aachen: Bis Ende 1838: 2,201,367 Rthlr.

Bis Ende 1838: 2,573,846 Rthlr.

(Kap. 1,6589,608,Zins.1,084,237)

Bis Ende 1840: 1,255,608 Rthlr.

(Kap. 982,169, Zins. 273,438)

Bis Ende 1840: 2.442,536 Rthlr.

Bleiht wirkl. Regierungs⸗Bezirk

Bis Ende 1840: 789,170 Rthlr.

Regierungs⸗Bezirk Duͤsseldorf: Bis Ende 1840: 2,542,186 Rthlr.

E1“““

Ende 1838 noch zu bezahlen: 372,479 Rthlr.

Hiervon ohne Werth 170,16t

Schusd 257,377 Aka: 7817 Mthlr.

Ende

zu bezahlen: 466,437 Rthlr.

Ende 1840 noch zu bezahlen: 900,349 Rthlr.

15,085,510

1840 noch

29

V

V

12,165,544

r 1840, wonach sich

Kinder von 5 bis

14 Jahren 71,190

12

6

2,919,965

22

in welchen die ch bewegt, mich Stoff erschoͤpft zu

Das Werk: Die Rhein⸗Provinz unter Preußen, enthaͤlt aber, neben der (wie bereits angedeutet) nicht erschoͤpfenden Darstellun allgemeiner Verhaͤltnisse der Provinz, sehr werthvolle, umfas⸗

*) Die elnen Re etails f

vorliegende Schrift enthaͤlt bei der Darstellung der ein⸗ ierungs⸗Bezirke von einigen derselben hierher

befanden im Regierungs⸗Bezirk

Davon schulpflichtig 66,497

Die

chulen haben besucht 1840

58,431 70,441

ehbrige

3

Diese Zahlen sprechen fuͤr sich selbst und bezeugen namentlich,

daß von den Maßregeln, durch welche die Preußin

Woblfahrt ihrer Rhein⸗Provinzen zu foͤrdern suchte

Tilgung der Gemeinde⸗Schulden

belohnt wurden. Die Besprechun

seres Vaterlandes h

che Regierung die „die Schritte zur durch die segensreichsten Erfolge

g der Verhaͤltnisse eines der schoͤnsten Theile un⸗ 1. des hat schon so weit uͤber die Graͤnzen, Beurtheilung einer neuen Druckschrift gewoͤhnlich si⸗ binausgefuͤhrt, daß ich genoͤthigt bin, ohne den haben, abzubrechen.

letztere aber, ohne Motto, den Titel:

der

sende, gruͤndliche und groͤßtentheils fruͤher no nicht Daten uͤber die enzelnet Regierungs⸗ 8. 1S.echnseneche

wichtigste Stadte. Schon allein des besonzers empfohlen ein deshalb kann die Schrist mit Grund

Stettin, den 23. Januar 1842. &

—————

Berlin-Potsdamer Eisenbahn. In der Woche vom 29. März bis incl. 4. April c. sind auf der Berlin-Potsdamer Eisenbahn gesahren

8gn. Leslh 56 1 18oes Zusammen 5275 Personen.

Im Monat März c. fuhren 32,084 P d' b . Geld-Kinnahme 10372 Rehlr. 14 Sc8. . "nd batrut e

Dauer der Fahrten aut der Herlin-Anhaltischen

1 Eisenbahn 2e2e; 89

vom 22. bis incl. 31. März 1842.

vb1) Zwischen Berlin und Cöthen. 82

Personenzug. Güterzug.

kürzeste Dauer 4 Stunden 27 Minuten. 4 Stunden 45 Jenn. längste 6 56 8 8 . mittlere ö646 . 59 . 6 8 .

2) Zwischen Cöthen und Berlin: . kürzeste Dauer 4 Stunden 13 Minuten. 5 Stunden 2. Minuten.

7

längst 8 5 6 28 2 aüngste 31 2

aee

Meteorologische Beobachtungen.

Abende Nach einmahger 10 Unr. Beobachtung.

340,94“ Par. + 2,7° n. 2,4 °n. 65 vpct. balbbeiter. NW.

Naebmittagse

1842. Morgens 2 Uhr.

5. April. 6 Uhe.

Qvellwlrme 7,82 l. Flusswürme 2,8* . Hodenwürme 3,1“°R. Avodünatang 0,0320 Rb. Nidorschlag 0. Wimeweebsel 4 64½ + 1,4*.

2,6 ° h. 67 pct. Nxo.

1,12°9n. +P 6,0° n. 2,22 n. 3,02° h. 90 vpct. 46 pct. beiter. beiter. NNoO. No.

N

Tagesmittel: 341,010 Par.. +fᷓ 2,8°h...

Thaupunkt...

Auswürtige Börsen.

Amsterdam, 2. April. Niederl. wirkl. Sebald 51 12. 5 % do. 101 ½. Kanz-Bill. —. 5 % Span. 21.-⁄%l. Pass. 5 ½. Ausg. —. EZinel. —. Preuss. Präm. Sch. —. Pol. —. Oesterr. 106 %¾.

Antwerpen, IJ. April. Zinal. 5 . Nene Anl. 20 ½. 85

Hamburg, 4. April. Bank- Aetien 1655. Ragl. Rass. 110.

London, 30. Murz. Cons. 3 % 89 ⅛. Belg. Neue Aul. 24 ½. Pas. ,109 5 ½. Ausg. Seb. 12⅛., 2 ½29 HeH. 52. 5 102 ½, 5 ⅛½ Pem. 34 ¼. v. 20⁄. Enpl. Russ. —. Bras. 68 ½. Chiu 80. Colamb. 26 bk. Mex. 42 ½. Poem 17.

Paris, 1. Apeil. 5 8% Rente ün cour. 117. 75. 3 Rente fin cour. 80. 80. Anl. ü 1841 —. 5 % Neapl. au compt. 107. 5 8% Span. Rente 25 ½. Pau- sive 5 ¼.

Petersburg, 29. Murz. Lond. 2 Met. 38 %. Hamb. 34 ½. Pari. 405. Poln. 84 Paris 300 Pl. 71 ⁄. 40. 500 Pl. do. 200 Fl. 27 h.

Vien, I. April. 5 9% Met. 107 ¼⁄2. 4 ½ 100 2. 3 ½ —. 2 ½ —. —. Bank-Aectien 1614. Anl. 4 1837 137. 105 ⁄. 8

ns. Königliche Schauspiele. Donnerstag, 7. April. Im Opernhause: Iphigenia in Tauris, Oper von Gluck.

m Schauspielhause: La Calomnie. reitag, 8. April. Im Schauspielhause. Zum erstenmale: Fa i, oder: Die Abentheurer, Tragoͤdie in 5 Abth., von . Laube.

Die General⸗Intendantur der Koͤniglichen Schauspiele hat, nach aältiger Pruͤfung, und genauer Durchlesung der 85,585 ihre ufforderung vom 28. Mai v. J. eingegangenen Lustspiele von Sei⸗ ten der dramaturgischen Pruͤfungs⸗Kontmifson, nden koͤnnen, den ersten und zweiten pee⸗ definitiv ndem keins der eingesandten Stuͤcke die saͤmmtlichen Erfordernisst ur Qualification, als Preisstuͤck, in sich vereinigt. Dagegen finde, je sich bewogen, folgenden Stuͤcken, die den angedeuteten Erforder⸗ nissen am naͤchsten kommen, einen Anerkennungs⸗Preis von vierzig Stuͤck Dukaten zu dewilligen, und zwar: dem Lustspiel mit dem Motto: „Genau die Rolle memoriren, Charakter und Effekt studiren ꝛc.“ 40 Duk.; ferner dem Lustspiel mit dem Motto: „Es 8298 auch sein Gutes haben, daß der Deutsche Dichter in der Regel nur um der Ehre willen arbeitet“ 40 Duk.; ferner dem mit dem Motto: „— tumes alto stemmate, tanquam

feceris ipse aliquid, propter quod nobilis esses.“ Juvenal Sat.

VIII. „Wo man arbeitet, da ist genug.“ Spruͤche Salws⸗ monis. 40 Duk.; und dem mit dem Motto: „Weit ritt ich her von Boͤhmen, ich habe spaͤt mich aufgemacht. 40 Duk. Die Auszahlung vorstehender Anerkennungs⸗Preise findet jedoch nicht eher, als nach der ersten Auffuͤhrung auf einem der Koͤniglichen Theater mit einem, nach den bestehenden Normen zu regulirenden, angemessenen Honorars⸗Zuschuß, statt. „Außerdem verdienen aber, nach dem Prfan s⸗Kommission, eine ehrenvolle Erwähnung folgende drei ustspiele, von denen die beiden ersteren die Motto's habemn: „Das Lustsoiel darf des Ernstes nicht entbehren, soll es nicht zur Posse herabsinken ꝛc.“ „Was ist die Kunst, der die Natur fehlt? das 1: „Bilder der Zeit“ fuͤhrt. Diese drei Lustspiele sind, gegen das uͤbliche Honorar, zur Auffüͤh⸗ rung geeignet befunden worden. Die Einsender der oben benannten sieben Stuͤcke werden nun Seitens der General⸗Intendantur der Königlichen Schauspiele ergedenst ersucht, ibre Erllaͤrungen wegen roͤffnung der ihren Stuͤcken beigefuͤgten Adressen innerhalb viet Wochen einzusenden, indem, wenn diese Zustimmung in der erbetenen Frist nicht erfolgt, die General⸗Intendantur sich für ermaͤchtigt hal⸗ ten wird, die Zettel zu eroͤffnen. Die Einsender derjenigen Lustspiele, deren Motto vorstehend nicht angefuͤhrt ist, werden ganz ergebenst ersucht, dieselben binnen drei Monaten durch einen gehörig legitimirten Bevollmaͤchtigten wieder abfordern zu lassen, oder mittelst dald gefaͤlligst abzugebender schrift⸗ licher Erkläͤrung die Entstegelung der beigefügten Adressen, Behufs

Urtheil der dramaturgischen

der Ruͤcksendung der Manuskripte, zu gestatten.

Berlin, den 5. April 1842.

General⸗Intendantur der Koͤniglichen Schauspiele.

Aönigstädtisches Theater.

Donnerstag, 7. April. Der Scheiben⸗Toni. La n Freitag, 8. April. Siebentes und vorletztes Konzert des Herrn

H. W. Ernst. 1) Auf Begehren: Achtes Konzert (Scena can- tante) von Spohr, vorgetragen von H. W. Ernst. 2) Ouvertuͤre. 3) Sonate auf der G Saite uͤber die Preghiera aus „Mosè“ komponirt von Paganini, vorgetragen von H. W. Ernst. 4) Ouvertuͤre. 5) Andante spianato und: Der Karneval von enedig, komponirt und vorgetragen von H. W. Ernst. Vorher: Graf Schelle. Posse in 3 Akten, von L. Angely. (Neu einstudirt⸗

8n Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeis 88. 8

Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerei. 8 Beilage

1

1) zwischen Berlin und Potsdam 8184 Personen 899. 8 1

sich nicht veranlaßt uee

schaftlichen Verein zu Berlin am 22.

enf weide hhae mwaeh öö Am 2

Warrekauri.

Zur Beseitigung mehrerer Einwuͤrfe und Vorurtheile, welche sich gegen den auch in unserer Zeitung mehrfach besprochenen Plan der Colonisation der Chatham⸗Inseln durch eine Deutsche Coloni⸗ sations⸗Gesellschaft geltend zu machen gesucht haben, enthielt die Hamburger Boͤrsen⸗Halle unlaͤngst (d. 14. Maͤrz) einen lesens⸗ werthen Aufsatz, aus welchem wir nachtraͤglich Einiges ausheben wollen: 4 8 „Eine Verzweigung der Deutschen Colonisations⸗Gesellschaft uͤber Deutschland, beßt 8 erscheint in mehr als einer Hinsicht wuͤnschens⸗ werth. Der Augenblick duͤrfte somit gekommen seyn, einige Mißverstaͤnd⸗ nisse aufzuklaͤren, welche die vorurtheilsfreie Pruͤfung des Unter⸗ nehmens aus dem vaterlaͤndischen Gesichtspunkte erschweren.

Die dagegen erhobenen Zweifel finden wir auf eine wohlwol⸗ lende Weise in dem Ministertal⸗Erlaß einer bei der Auswanderung wesentlich betheiligten Deutschen Regierung zusammengestellt. Im Großherzogthum Hessen wandern mit Zuf —7 der Obrigkeit ganze Gemeinden aus, nachdem sie die Feldmark sammt der Wal⸗ dung verkauft haben. Die vaͤterliche Regierung widmet dem Schicksal solcher Auswanderer eine durch die e⸗ Vortraͤge des Freiherrn von Gagern, den die Hamburgische Gesellschaft mit Stolz zu ihren Ehren⸗Mitgliedern zaͤhlt, ausdauernd angeregte Auf⸗ merksamkeit. Folgendes sind die dadurch veranlaßten, eines prakti⸗ eArmwern wuͤrdigen Aeußerungen des Ministers, Freiherrn Du Tbil:

„Eine ganz neue Erscheinung ist der projektirte Ankauf der Chatham⸗Inseln, die, der Sage nach, zur Colonisation bestimmt seyn sollen. Der schoͤne, patriotische Gedanke ehrt den, der ihn faßte, und man wird ihm alles Gedeihen wuͤnschen. Abgesehen in⸗ dessen von den politischen Fragen, die aufgeworfen sind, aber den armen Auswanderer wenig kuüͤmmern werden, darf man sich, wenn von dem praktischen Vortheil die Rede ist, nicht verhehlen, daß die Entfernung, verglichen mit der Nord⸗Amerika's, sich ungefaͤhr wie 4 zu 1 verhaͤlt, die Transport⸗Kosten also in demselben steben werden, so wie, daß die Flaͤche, wenn die Landwirthschaft auf den Getraidebau begruͤndet wird, allenfalls etwa 10 12,000 Ko⸗ lonisten Raum bieten duͤrfte, was fuͤr Deutschland wenig ist, oder noch weit weniger Menschen fassen koͤnnte, wenn die Wirthschaft, wie in dem benachbarten Neu⸗Seeland, (2) auf die Schafzucht be⸗ rechnet seyn sollte. Dazu kommt noch bei dem Anschlag der Kosten, daß die Kaͤufer der Inseln, wie sich gar nicht anders verlangen laäͤßt, ihr Land wieder verkaufen, wahrscheinlich um hoͤheren Preis verkaufen muͤssen, als die Regierung der Vereinigten Staaten das ibrige, oder sollten sie den Boden unentgeltlich einraͤumen, so waͤre das noch schlimmer, denn bei einer Privat⸗Gesellschaft wuͤrde es Be⸗ dingungen voraussetzen, die den Kolonisten vielleicht abhielten, freier Grundbesitzer zu werden.“

Gewiß hat der Freiherr Du Thil Recht, den durch den Ankauf der Chatham⸗Inseln angeregten, zum Theil muͤßigen politischen Fra⸗ gen aus dem Standpunkt des armen Auswanderers nur etne geringe Wichtigkeit beizulegen. Die Deutschen Ansiedler Suͤd⸗Australiens in Klemzig und Hahnsdorf bei Adelaide, deren Waffen die Kolonie den , ihrer Graͤnzen anvertrauen konnte, beschweren sich nicht uͤber den Druck der Englischen Gesetze, unter welchen sie leben. Das ihre Ueberfahrt und ihre Ansiedelung erleichternde Englische Kapital hat ihnen schneller eine Aussicht auf arbeitsfrohen Wohlstand in gesetz⸗ licher Freiheit eroͤffnet, als die Taͤuschung eines wohlfeileren Landbe⸗ sitzes und des Majoritaͤts⸗ Despotismus der Holzaxt ihrer uͤber Buf⸗ falo in die Waͤlder des Mississippi⸗Gebiets vordringenden Bruͤder ver⸗ spricht. Dennoch ist nicht zu leugnen, daß eine jede veredelnde Ent⸗ wickelung der Deutschen in den Australischen Kolonicen Großbrita⸗ niens, wie in den Vereinigten Staaten Nord⸗Amerika's, von der An⸗ eignung Englischer Bildung bedingt wird. Unter diesen Umstaͤnden lag der Gedanke nicht fern, durch Uebereinkunft der Deutschen Aus⸗ wanderung ein ausschließlicheres antarktisches Colonisations⸗Gebiet zu erwerben. Auf eine Anfrage der Suͤd⸗Australischen Gesellschaft hatte das Britische Kolonial⸗Amt erwiedert: die Regierun habe zwar nicht den Wunsch, die Auswanderung von Deutschen nach Suͤd⸗Australien zu verhindern, sie sey jedoch nicht gewillt, derselben Vorschub zu lei⸗ sten. Sollten daher Deutsche Auswanderer sich dieser Kolonie zuwen⸗ den, so wuͤrden sie dort zwar des Schutzes der Englischen Gesetze und der Koͤnigl. Regierung genießen, im Uebrigen aber als Fremde aufge⸗ nommen werden und allen Rechts⸗Beschraͤnkun en anderer Fremden unterworfen seyn. Der Freibrief der Neu⸗Seelaͤndischen Gesellschaft enthielt in Beziehung auf die Zulassung von Einwanderern ohne Unter⸗ schied des Ursprungs ausgedehntere Befugnisse. Die besser geordneten Finanzen derselben verbuͤrgen die Zukunft ihrer Niederlassungen. Ueber den Vorzug Neu⸗Seelands, jener abgeschiedenen Doppel⸗Insel, „deren starre Gebirgsmasse aus der Mitte einer ewig bewegten, unabsehbaren Wasserwelt majestaͤtisch durch ihre reichbekleideten gruͤnen Waldgebirge bis zu einzelnen kuͤhnen Schneegipfeln emporragt, vor den periodisch ausgedoͤrrten Weidesteppen Australiens, kann wohl bei demjenigen kein

Zweifel mehr obwalten, dem es vergoͤnnt war, mit der Bluͤthe der

Nation auf den Vortrag unseres großen Geographen zu horchen, oder einen Blick auf die Aufzeichnung zu

Schhilderung entlehnt ist *).

In den Verhandlungen mit dem Agenten der Neu⸗Seelaͤndischen Gesellschaft war von Taranaki am Fuße des schneebedeckten Egmont die Rede. Aber schon erhob sich New⸗Plymouth an dessen hafenlee⸗ rer Kuͤste. Daß aber der Deutschen Ansiedelung durch das Meer die

*) Die Colonisation von Ein Vortrag im wissen⸗ aftlie anuar 1842, von Karl Ritter. Mit einer Karten⸗Skizze d Besten der evangellschen Lche⸗ sin

Jerusalem. Berlin, bei Wilhelm Besser. 1842.

LW1“

9

Bekanntmachungen.

Der hinter die unverehelichte Cathari 3 rothea Richter aus de deseg uea“‧ Do. arugs 8, —. Fcgene. ; ist erledigt, da die ꝛc. Richter in Friesack ergriffen und 'b Gefaͤngniß wieder zugefabre ist. ““

Brandenburg, den 2. April 1842.

Koͤnigl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht.

gerichte werden.

hen werden.

dr Nothwendiger Verkauf. Fürgec den ankucsma e des Gutsbesitzers Ludwig ücger ve in Am Gruͤtzmacher gehoͤrigen Grund⸗

4) 21 5 Ost⸗Havellaͤndischen Kreise bei Spandow va. im Hypothekenbuche des Koͤniglichen b auf Itergerichtz Vol. VII. pag. 197 verzeichnete, neet, gi balegie,Ser * Ft abgeschäbte Vor⸗ 21 1 ¹ an 2 8 dese am Richer⸗Barnimschen Kreise der Kurmark 8 Koͤndglichen n der vormaligen Charlottenburger I“ Forst „die Jungfernheide“ genannt, Kammergerichas Hopothekenvuche des Koͤniglichen 18,567 bn , ol. IV. paz. 57 verzeichnete, auf 1 Sgr. 3 pf abgeschaͤtzte For

ö““

Zakrzewo

erhaͤltniß

werfen, welcher jene gedraͤngte

9 9 224 Allgemeiner Anzeiger für land⸗Parzelle, welche zusammen auf 49,931 Thlr. 7 Sgr. 9 Pf. gerichtlich abgeschaͤtzt worden sind, sollen an den Meistbietenden in d den 17. August 1842, Vormittags 10 Uhr,

vor dem Kammergerichts⸗Rath Meier im Kammer⸗ anberaumten Termine öffentlich verkauft

Die Tarxe, der neueste Hypothekenschein und die Kaufbedingungen koͤnnen in der Registratur eingese⸗

Berlin, den 23. Dezember 18411. ae n8 Köͤnigl. Preuß. Kammergericht.

Publikand um. Die im Thorner Kreise belegenen Ritterguͤter und Tillice, 23 Sgr., letzteres auf 9,136 Thlr. landschaftlich ab⸗ eschaͤtzt, sollen in termino den 10. Augu ohmstlags 11 Uhr, hier an öͤffentlicher Ge⸗ richtsstelle subhastirt werden. . G schein und Kaufbedingungen koͤnnen in der Registra⸗ tur eingesehen werden. Die verehelichte Notar v. Bronisch, Barbara ge⸗ borne v. Jasinska, die verehelichte Oekonomie⸗Kom⸗ missarius Helene v. Grzuczlewska, geborene v. Mazo⸗

ußischen Staats⸗Zeitung o 96.

Verbindung mit dem Mutterlande, der große Vortheil einer Hafen⸗

zu selbststaͤndiger Entwickelung erforderlichen Absonde⸗ rung gesichert bliebe, erschien in mehr alz einer Bezichung wuͤn⸗ schenswerth. Eine Unterhandlung zwischen der Belgischen Regierung und der Neu Seelaͤndischen Gesellschaft hatte auf das anomale Ver⸗ häͤltniß der von Broughton im Jahre 1791 entdeckten Gruppe der Chatham⸗Inseln aufmerksam gemacht, welche sich . dem System des antarktischen Britanien anschließt, ohne ausdruͤckli in der die Britische Hoheit begruͤndenden Proclamation begriffen zu seyn. Unverdaͤchtige Zeugnisse bestaͤtigten den Vortheil, welchen diese Inselgruppe einer auf den Anbau der Cerealien berechneten Nieder⸗ lassung vor dem waldbedeckten Neu⸗Seeland darbictet. Es war er⸗ laubt, sich der Hoffnung zu uͤberlassen, daß auf dieser Inselgruppe unter dem vormundschaftlichen Schutz der Heimath, welcher die Aus⸗ wanderer angehdren, im Einverstaͤndniß mit der in jenen Gegenden vor⸗ herrschenden Seemacht, eine Deutsche Pflanzstadt nach Altgriechischer Weise gegruͤndet werden koͤnne, welche der Erhaltung der Nationali⸗ taͤt groͤßere Buͤrgschaften gewaͤhren wuͤrde, als Nord⸗Amerika oder Suͤd⸗Australien. Weiche Isung die voͤlkerrechtliche Vorfrage finden, an welche Bedingungen die Englische Regierung ihre Acquiescen knuͤpfen moͤge, uͤber den Einfluß der politischen Frage auf das Woh der Deutschen Auswanderer glauben wir die unberufenen Vertreter derselben mit dem Freiherrn Du Thil beruhigen zu koͤnnen.

Gehen wir zu dem Einwand der groͤßeren Entfernung uͤber, so bestimmt eine Hamburgische Verordnung zur Sicherung der Verpro⸗ viantirung die laͤngste Dauer der Reise nach der Ostkuͤste von Ame⸗ rika auf 13, diejenige nach Australien und Van⸗Diemens Land aller⸗ dings auf 27 Wochen. Schiffe von London haben Wellington an der Cooks⸗Straße indeß schon in 93 Tagen erreicht. Eine der Er⸗ oͤffnung nahe reselm eg⸗ Packetfahrt uͤber Panama, fuͤr welche Ota⸗ beiti und Warrekauri Stationen darbieten, kuͤrzt die Distanz zwischen England und Neu⸗Seeland bis auf 70 Tage ab. Die Zeit ist somit nicht fern, wo eine in der Region veraͤnderlicher Winde einigerma⸗ ßen beguͤnstigte Fahrt die Antipoden eben so schnell erreichen wird, als New⸗Orleans in weniger guͤnstiger Jahreszeit, und wo kaum mehr als zwei Monate dem Briefverkehr mit den Chatham⸗Inseln genuͤgen werden. Bedenkt man uͤbrigens, welchen Weg der Auswan⸗ derer noch von Baltimore, New⸗York oder New⸗Orleans bis zu den Waͤldern hat, wo er einen Scheffel Landes aus erster Hand zu dem Preise der Regierung kaufen kann, so duͤrfte der Unterschied sowohl in der Zeit als in den Kosten der Uebersiedelung noch mehr verschwin⸗ den. Fuͤr den arbeitsfaͤhigen, aber unbemittelten Auswanderer faͤllt alles Interesse an diesem Unterschiede weg, weil es dem Vernehmen nach in der Absicht der Deutschen Colonisations⸗Gesellschaft liegt, ihm, freilich mit sorgfäaͤltiger Auswahl, nach dem Vorgang aͤhnlicher Englischer Gesellschaften, eine durchaus kostenfreie Ueberfahrt ohne allen An⸗ spruch auf spaͤtere Abarbeitung des Vorschusses zu gewaͤhren. Die Kosten dieser Ueberfahrt werden sich im Durchschnitt fuͤr die Person wahrscheinlich auf nicht weniger als 50, nicht mehr als 60 Preuß. Thaler belaufen. Ein großer Vortheil der Deutschen Unternehmung vor den Englischen besteht naͤmlich in den viel geringeren Kosten der Verproviantirung und der niedrigeren Fracht Hamburgischer Schiffe, die, bisher in Ballast ausgehend, jenseits des Cap eine

stadt und der

Ruͤckladung suchten. Der Freiherr Du Thil spricht freilich die Be⸗

sorgniß aus, die Kaͤufer der Insel wuͤrden, wie sich das nicht anders verlangen lasse, ihr Land fuͤr einen hoͤheren Preis verkaufen, als die Regierung der Vereintgten Staaten, oder, was noch schlimmer sey, an die unentgeltliche Einrdumung des Landes Bedin ungen knuͤpfen, welche den Kolonisten verhinderten, freier Grundbe itzer zu werden. Wenn nun allerdings der fuͤr die Verzinsung und den Er⸗ satz des Kaufpreises, der Besitzergreifungs⸗Kosten und die Vorschuͤsse es Betrichs⸗Kapitals erforderliche Preis das Regierungs⸗Minimum der Australischen Kolonicen von 485. St. und dasjenige der Ameri⸗ isch fuͤr den Hamburgischen Scheffel von 200 16fuͤßigen Quadrat⸗Ruthen, welcher sich zum ngllschen Aere wie 31 zu 32 verhaͤlt, um ein Geringes uͤbersteigen moͤchte, ja, selbst wenn es die Absicht seyn sollte, diesen remunerirenden Preis nach dem Vor⸗ gang der Englischen Gesellschaften auf das Vierfache, vielleicht bis auf 10 Preuß. Thaler scheinbar zu erhoͤhen, so liegt darin doch nichts Abschreckendes. Die Halfte des Preises wird dem Kolonisten durch die eigene freie Ueberfahrt oder diejenige der Arbeiter ersetzt, deren er

kanischen Union von 1 ½1 Doll.

zur Urbarmachung des von ihm gekauften Landes bedarf, ein Vier⸗

theil aber durch die sein Fsan sichernde Vermessung, durch Wege, Bruͤcken und andere Einrichtungen, welchen die Kraͤfte des Einzelnen, im Kampf mit einer ungezaͤhmten Natur, nicht gewachsen sind. Aus dieser Vertheuerung des Bodens entspringt der Vortheil, daß sich der Landbesitz im Gleichgewicht mit den zu seiner Urbarma⸗ chung erforderlichen Kraͤften erhaͤlt, ohne welche selbst das Delta des Nils fuͤr den ausschließlichen Besitzer nur einen illusorischen Werth haben wuͤrde. Die Beherrschung dieser Kraͤfte naͤmlich setzt ein ver⸗ mittelndes Kapital voraus. Wo dieses fehlt, kann es nur durch Ar⸗ beit und Ersparniß gebildet werden. Man wuͤrde diese Faktoren des Kavitals zerstoren, wenn man den wenig bemittelten Anstedler durch

genthums ohne Arbeitskraͤfte einer seinen Spar⸗Pfennig schonenden Pachtung oder dem hohen Tagelohn jeder neuen Ansiedelung vorzu⸗ ziehen. Es ist nicht in Abrede zu stellen, daß der gewoͤhnlichen Klasse Deutscher Auswanderer das vermittelnde Kapital in geringerem Maße zu Gebot steht, als den Englischen. Der Zweck des vorgeschlagenen Colonisations⸗Systems ist indeß gerade dessen Ergaͤnzung durch die Herbeiziehung wohlhabender Kolonisten, durch die Anticipation des

Kredits, vor Allem aber durch Arbeit und Sparsamkeit. Wie lang⸗

sam aber auch die Deutsche Colonisation sich im Verhaͤltniß ihres

eringeren Kapitals entwickeln, welche Ruͤcksicht auch die genuͤgsame

nabhaͤngigkeit des kleineren Deutschen Eigenthuͤmers verlangen moͤge: die Grundsaͤtze des Gleichgewichts zwischen Land, Kapital und Arbeit bleiben darauf nicht weniger anwendbar. aͤußerung eines auf 200,000 Scheffel oberflaͤchlich geschaͤtzten, zum

em auf

v. Niedzalkowska,

v. Tolkacz, werden fentlich vorgeladen.

Alle⸗Liejenigen,

ersteres auf 12,076 Thlr. Johann Struck ü

st 1842, sien verkaͤuflich uͤberlassene,

Taxen, Hypotheken⸗

meinen sollten, werden

gen und Anspruͤche in terminis

Die successive Ver⸗

Kriminal⸗Gesetzgebung verliehen.

1

wieska, eventualiter deren unbekannte Erben, wie auch den 5ten u. 1 folgende ihrem Aufenthalt nach unbekannte Real⸗ Interessenten, als: der Constantin Roman v. Bro⸗ vor dem nisch, die Wittwe Nepomucena v. Dabska, 1 der Peter v. Wbczecki alias Wo⸗ rzewski, die Constantia Franziska v. Mazowiecka, so wie die v. Mazowieckische Familie und der Ricolaus zu obigem Termin hierdurch oͤf⸗

Marienwerder, den 27. Dezember 1841. Civil⸗Senat des Koͤnigl. Ober⸗Landesgerichts.

Proklama.

welche an den hiesigen Kaufmann berhaupt, insbesondere aber an das von demselben hereits im v. J. dem Kaufmann Chrie⸗ an der Steinbecker Straße sub No. 20. hierselbst belegene Wohnhaus c. pert., ingleichen auch an die mitverkauften Waaren⸗Vor⸗ raͤthe, Laden⸗Utensilien und Fabrik⸗Einrichtungen Forderungen und Anspruͤche machen zu koͤnnen ver⸗ auf den Antrag des Kauf⸗ manns Struck hierdurch geladen, solche Forderun⸗

merksamkeit auf eine Schrift hinzulenken, die,

Wohlfeilheit des Landes veranlassen wollte, den Schatten des Ei⸗ als leidenschaftloses Gutachten eines vorzugsweise Urtheilsfaͤhigen

erscheint, wo die bochwichtige Materie, welche sie behandelt,

4 m. nt -ag 8 8 1 5

b amcbeinmintt

Ackerbau geeigneten Areals in Parzellen von 160 Scheffeln in der Feldmark, 40 Scheffeln in der Naähe der Hafenstadt außer einem staͤdtischen Bauplatz, fuͤhrt auf einen Ueberschlag der zum Behuf des ersten Anbaues von der Gesellschaft uͤberzusiedelnden Bevoͤlkerung, deren Vermehrung, höoͤchstwahrscheinlich weit uͤber die von dem Frei⸗ berrn Du Thil angenommene Graͤnze, dem Reiz der aufbluͤhenden Pflanzstadt, dem Handel und den Gewerben zu uͤberlassen.“

————

wilcenschaft, Kunct und Literatur.

Beitraͤge zur Strafprozeß⸗Gesetzgebung von J. F. H. Abegg, ordentlichem Professor der Rechts⸗Wissen⸗ scchaft an der Universitat zu Breslau u. s. w. Neustadt

a. d. Orla bei Wagner, 1841. 8. XVIII. und 210 Seiten.

Unter den mannigfachen Arten, einen Gegenstand, der in die Zeit⸗Interessen Aagreist⸗ zu behandeln, giebt es eine, welche in der

1I“

Regel dem, welcher sie waͤhlt, nicht allein den Zweck, seine Auf⸗ abe durch Belehrung des Lesers zu loͤsen, verfehlen laͤßt, sondern ihn unwillkuͤrlich zum Foͤrderer einer Sache macht, welche er anzu⸗ greifen beabsichtigte, indem ungeschickter Angriff oft lünstiger wirkt, als geschickte Vertheidigung. Die angedeutete Darstell

wo blos von dem Standpunkte des sogenannten gesunden oder gemei⸗ nen (was in Einem Sinne zuweilen eine große Wahrheit hat) Men schenverstandes eine Materie erdrtert wird, welche zu dem Anspruche berechtigt ist, von einem tieferen Standpunkte aus erfaßt zu werden,

und die nicht mit Raisonnements abgemacht werden kann, wie sie

Alltagsschwaͤtzer bei ihren Zusammenkuͤnften zu wechselseitiger Lust gegen einander auszukramen pflegen. Zu diesen Betrachtungen gab uns Anlaß ein in einer der hiesigen Zeitungen juüͤngst erschienener Aufsatz mit der Ueberschrift: „Auch ein Wort über das oͤffentliche Verfahren in Strafsachen.“ h

Der Verfasser erklaͤrt sich entschieden gegen die Oeffentlichkeit. Dagegen kann Niemand etwas haben; er theilt vielmehr diese Mei⸗ nung mit vielen Maͤnnern vom Fache, aber seine Beweisfuͤhrung (wir muͤssen hier aus Mangel an Raum auf den Aufesatz selbst ver⸗ weisen) ist von der Art, daß er keine Ahnung davon zu haben scheint, daß es noch andere Gruͤnde fuͤr die Oeffentlichkeit (und Muͤndlich⸗ keit) des Verfahrens giebt, als diejenigen, welche er zu bekaͤmpfen sich zum Ziel gesetzt hat.

Diese wichtigen Gruͤnde kennen zu lernen, uͤberhaupt sich uͤber die Zeitfrage, von welcher die Rede ist, so wie uͤber die mit derselben verwandten, eine gruͤndliche Kenntniß zu verschaf⸗ fen, kann nun vorzugsweise die vortreffliche Schrift dienen, welche den Gegenstand dieser Anzeige bildet, und die nach einer „Einleitung“, durch die man auf den Standpunkt fuͤr die ganze Untersuchung gestellt wird, in vier Abschnitten handelt: 1) von dem

ungsweise ist die,

Gegensatze des Anklage⸗ und des Untersuchungs⸗Verfahrens, 2) von

dem Gegensatze des schriftlichen und des muͤndlichen Verfahrens, 3) von dem Gegensatze der sogenannten Heimlichkeit und der Oeffent⸗ lichkeit des Verfahrens, 4) von dem Gegensatze der gesetzlichen Be⸗ weis⸗Theorie und des Verfahrens der Schwurgerichte. Es ist dies dem Umfange nach nur kletne, aber dem Inhalte nach uͤberaus reich⸗ haltige Werk eine wahre Bereicherung der betreffenden Literatur durch einen anderweitig um die Strafrechts⸗Wissenschaft hochverdienten, an einer vaterlaͤndischen Universitaͤt in reichem Segen wirkenden Lehrer, der uͤberall beweist, daß er nicht blos Theoretiker, sondern der Praxis durchaus nicht fremd sey, und wie in neuerer Zeit kein Anderer seine Theilnahme an den legislativen Erscheinungen des Tages bethaͤtigt hat*), ohne die geschichtliche und jede andere Seite der Wissenschaft zu vernachlaͤssigen. 1b

Was aber unserer Schrift hauptsaͤchlich einen hoben Rang an⸗ weist, ist, daß alle in ihr eroͤrterten Parteiungen ihre Rolle spielen, lediglich von dem Gerechtigkeits⸗ Prinziv aus ihrer Loͤsung entgegengefuͤhrt werden und der Stoff ju⸗ ristisch und philosophisch zugleich behandelt wird. Der Verfasser redet der Muͤndlichkeit und Oeffentlichkeit, nicht aber dem Geschwor⸗ nen⸗System das Wort, indem er uͤberzeugend ausfuͤhrt, daß unser vaterlaͤndischer Prozeß auf seiner eigenen Grundlage verbessert werden koͤnne. Auf die nachdruͤcklichste Weise werden die ungerechten Be⸗ schuldigungen gegen das bisherige Verfahren zuruͤck⸗ und wird nach⸗ gewiesen, daß die Quelle des Uebels, was allerdings nicht in Abrede estellt wird, so wenig wie die Abhuͤlfe, nur in den Gesetzen ge⸗ ucht werden koͤnne, daß vielmehr bei jeglicher Verbesserung, die der Verfasser entschieden fordert, hauptsaͤchlich auf die gute Gesinnung und die auch in dem Subiekte lebende Gerechtigkeit zu zaͤhlen sey, besonders in der Vorrede und dem Schlußkapitel angedeutet wird.

Moͤge es diesen wenigen andeutenden Worten gelingen, die Auf⸗ ein eben so gruͤndliches

bringend, in einem Augenblicke doppelt und dreifach beachtenswerth G der hoͤch⸗ sten Staats⸗Behoͤrde zur Berathung vorliegt und ein Menn 8 Leitung des Gesetz⸗Revistons⸗Geschaͤfts uͤbernommen, der selbst bisher die hoͤchste Zierde der Wissenschaft gewesen, die unser Verfasser durch seine besprochene neue Leistung auf die erfreulichste Weise gefoͤrdert hat. 88 bin, 8 118 2940 gnl 58878 An I 8

hms F Funkscherms Kesihn 88

*) Noch kuͤrzlich hat ihm des Koͤnigs von Schweden den Nordstern⸗Orden wegen seiner Verdsenste um die Ro Meifstat Auch seine ausfuͤhrliche Kritik des von keinem Sachverstaͤndigen un⸗

Wuͤrttembergischen Entwurfs wird bemerkt geblieben seyn.

8

en u. 19ten kft. Mts. und den 3. Mai J., iedesmal Morgens 10 Uhr, vor Stadtgerichte hierselbst anzumelden und ge⸗ geborene hoͤrig zu bescheinigen, bei Vermeidung der in ter⸗ mino den 13. Mat d. J., Morgens 10 Uhr, zu er⸗ kennenden Praͤkluston. Datum Greifswald, den 17. Maͤrz 1842. Direktor und Assessores des Stadtgerichts. L. S.) Dr. Teßmann.

d.

Magdeburger Vereinsbahn 1842.

Die diesjaͤhrigen Rennen sollen Mittwoch am 6. und Donnerstag am 7. Juli c. auf demselben Ter⸗ rain wie in den fruͤheren Jahren, beim Herrnkruge, und zwar des Nachmittags von 2 Uhr an, wie folgt abgehalten werden: Am 6. Juli. Heac

I. Rennen fuͤr zweijaͤbrige Kontinental⸗Pfer e ꝛc.

Unterschreiben und zu nennen bis 1. dga Bis jetzt drei Unterschri 1 II. Rennen fäͤr pferg⸗ . 5682% . So5e8 . 2. vrerrahsn ausgesette sülberne Ter

Fragen, bei denen sonst die politischen

*