1842 / 164 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

122 4 a e8r

708 heees i98 ußh Ha182

mhehm at wec uh 8,98 8

88

85 2

Grundstuͤcke des Kalkbrennerci⸗Paͤchters Heydmann, noch restirenden 90 Thlr. bei der zweiten Einzahlung rige laͤndliche Besitzung mit schoͤner freier Aussicht Kontrakt mit ö Fabrik abgelaufen ist, und

zusammen gerichtlich abgeschaͤtzt zu 6054 Thlr. 4 Sgr. ganz zu berichtigen. 3 Pf., sollen Schulden halber gr. ganz chtig

8 der Gerichtsstelle gemeinschaftlich subhastirt wer⸗ Rate eingezahlt werden. stratur einzusehen. säblung des Rest⸗Kapitals die fuͤr die erste Rate vo

10 Th

2 Proklamga.

Auf den Antrag des Heren Doktors von Haselberg bierselbst werden alle diejenigen, welche an das dem vormaligen hiesigen Tischlermeister, jetzigen Bauer⸗ hofs⸗Besitzer, L. Helm zu Soltin dei Cammin ge⸗ boͤrige, an der Buͤchstraße sub No. 6 bierselbst be⸗

legene und nach dem beigebrachten Kauf⸗Kontrakt

gemäaͤß, in Anrechnung zu bringen. Jeder Einzahler hat mit dem Gelde die betreffende

selben —2 gleichlautenden Designationen, vo denen die eine auf einen ganzen Bogen geschriebe

vom 25sten d. Mts. an den Herrn Ertrahenten ver⸗ seyn muß, bei der Zahlung einzureichen, worauf ihm

kaufte Wohnhaus c. p. dingliche Anspruͤche oder For⸗ die andere Designation, mit der Interims⸗Quittun derungen irgend einer Art 82 egaraer s des Empfaͤngers versehen, sofort zuruͤckgegeben werde berechtigt halten, hierdurch geladen, solche in einem

der auf - - den 1ä4sten und 2s8sten kft. Mts. und den unter Beidruckung eines Stempels, uͤber die geleistet

12. Julid. J., iedesmal Morgens 10 ühr, angesetzten Liquidations Termine vor dem Stadt⸗

gerichte hierselvst gehorig anzumelden und glaubhaft kurzer Zeit dem Actionair statt des Quittungsbogen

nachzuweisen, oder - ige sie zetlonatr 3 8 zuffee 1 2 durch EEq186— E eine Original⸗Actie mit einer fuͤr die Dauer der Bau⸗ ein massives Haus, worin seit mehreren Jahren ein .J., Morg zeit ausreichenden Anzahl Zins⸗Coupons ausgehaͤndigt Material⸗Geschaͤft schwunghaft betrieben wird, schnell

10 Uhr, zu erkennende Praͤklusion werden ausgeschlos⸗ sen und von dem gedachten Hause c. p. fuͤr immer werden abgewiesen werden. b Datum Greifswald, den 27. Mai 1842. Direktor und Assessores des Stadtgerichts. (L. S.) Dr. Teßmann.

werden.

Statuts, der Eigenthuͤmer derselben von uns öͤffent

Ediktal⸗Ladung. lern Preuß. Courant, zusammen also Funfzehn Tha⸗ Der zu Wuͤscheid am 15. November 1760 gebo⸗ ler, spaͤtestens am 12 August d. J. an die Gesell

rene Heinrich Lacher ist bereits seit langen Jahren schaftskasse zu entrichten, und buͤßt er, wenn er die⸗

abwesend, ohne daß sein Aufenthaltsort bekannt ist. ser Aufforderung nicht vollstaͤndig und puͤnktlich Ge⸗ Und da nun seine hiesigen vorlaͤufig hinreichend le⸗ nuͤge leistet, die fruͤhere Zahlung so wie jedes fernere itimirten Seitenverwandten aus dem Grunde, weil Anrecht auf die Actie ein, deren Zeichner dann, inso⸗

r bereits laͤngst das 7oste Lebensjahr erreicht hat, fern naͤmlich die erste Interims⸗Quittung bereits an

erichet Die veb Rest 8,8 2 1 pitals erfolgt aber nur no ei der zweiten Ein⸗ am 17. Januar 1843, Vormittags 11 Uhr, zahlung, 14 spaͤteren kann nur die ausgeschrickene e schaftlich su (§. 4 des Statuts.) Wer Tare und Hypothekenschein sind in der Regi⸗ von diesem Rechte Gebrauch macht, hat bei 41 Ein⸗

aufgelaufenen Zinsen, welche fuͤr die Zeit oberen Stock aber 5 herrschaftliche Zimmer. vom 1. September 1841 bis 30. Juni 1842 à 4 Ct. gehoͤren ferner eine Scheuer, Wagenremise, Alle 10 Sgr. pro Actie betragen, dem §. 12 des Statuts

Quittungsbogen, nebst zwei, nach der Reihefolge der

wird. Einige Zeit spater koͤnnen die Quittungsbogen, auf welchen inzwischen ein Mitglied des Direktoriums,

Zahlung quittiren wird, gegen die Interims Quit⸗ tung wieder eingeldst werden. Ist jedoch das Rest Kapital vollstaͤndig eingezahlt, so wird ebenfalls nach

Wenn auf eine Actie die jetzt ausgeschriebene Theil zahlung bis zum 30. Juni d. J., Abends 7 Uhr, nicht Koͤnigliche Intelligenz⸗Comtoir in Berlin. eingegangen ist, so wird, nach §. 6 des Gesellschafts⸗ Hsir zesKase g Ich kann uͤber den Verkauf von Guͤtern in ver⸗ im Werthe von 10,000 bis

869,9090 Phlr. auf 15 29 Ses So eben erschien von Scribe als Folge des Verre d'eau

lich aufgefordert werden, die ausgebliebene Zahlung 8 G ““ und außerdem eine Conventionalstrafe von Fuͤnf Tha⸗ schseheten Uhegenden

nach dem Gebirge ist

nach dem aus freier Hand zu verkaufen. der Herr Besi Sie ist bisher als Bleiche benutzt worden, ist von kann, so ist derselbe geneigt, mit etwanigen Llebha⸗ Wiesen und Aeckern umgeben, welche zusammen bern zu dieser ausgezeichneten Erde in 13 Morgen Magdeburgisch an Flaͤche enthalten. lung zu treten. Das im guten Stande befindliche Wohngebaͤude ent⸗ Transport qußerst guͤnstig gelegen, so daß das fragl.

er erwaͤhnter Gruͤbe frei a.- en

nterhand⸗ Der nahe gelegene Elbstrom ist zum

n haͤlt par terre 4 Wirthschafts⸗ und Domestiken⸗, im Fossil in entfernte Gegenden billig bezogen werden

auch ein Trockenhaus, was bisher zum Bleichen ge n

n Kauflustige, welche diese Besitzung mit oder ohn in diese Aecker zu kaufen wuͤnschen, koͤnnen in Merse

b Haus⸗ und Handlungs⸗Verkauf.

9

und billig verkauft werden.

Auskunft geben. Auch von Kapitalien auf sichere Hypothek. Bromberg, den 8. Juni 1842. 8ee Czerwinski, Commissionair.

Dazu kann. massiv gebaut, ferner gewoͤlbte Pferde⸗ und Kuhstäͤlle, zu

braucht worden. Endlich gehdͤren dazu noch 50 Mor⸗ 1842. gen guter Acker, die nahe und bequem gelegen sind.

burg von dem Ober⸗Regierungsrath Haeckel oder in

g Hirschberg von dem Kunstgaͤrtner Jacob (vor dem Berlin 3 : n Langgassen⸗Thore) naͤhere Auskunft erhalten, wenn H (Stechbahn 3) ist zu haden sie sich in portofreien Briefen an dieselben wenden.

In einer groͤßeren lebhaften Provinzial Stadt des 6 Herzogthums Sachsen, an einem schiffbaren Flusse, absichtigte Umgestaltung der buͤrgerlichen Verhaͤlt⸗ mehreren Chausseen und der Eisenbahn gelegen, soll nisse der Juden in Preußen.“ 8.

Naͤhere Auskunft ertheilt auf franco Anfragen das schienen

Liebhaber wollen sich an den Unterzeichneten s gefaͤlligst wenden, welcher naͤhere Auskunft daruͤber eben bereit ist.

Daubnitz bei Lommatzsch, im Koͤnigreich Sachsen C. H. Schmidt, Gutsbesitzer.

*ꝓLiterarische Anzeigen.

In der Buchhandlung von E. S. Mittler in

1

Die Judenfrage in Preußen,“

8 vearbeitet . w.. e⸗ ½8 T b eo dor B r a n VNNEC1ö1

Gegenwort auf die Schrift: „Die gegenwaͤrtig be⸗

geh. 5 Sgr. Aderholz in Breslau.

Bei Schuberth &X Comp. in Hamburg ist er⸗ und in der Stubrschen Buchdandlung, Berlin, Schloßplatz Nr. 2, Potsdam, Hohenwegstr.

Nr. 4, zu haben: Der Brand von Hamburg im J. 1842 vom 5. bis 8. Mai, von Christern, mit Plan Thlr.

L'Ambitieux, comédie par Scribe, 7 ½ Sgr.

Lorenzino, drame par 1a2 10 Sgr.

Für Subskribenten auf das Répertoire du theätre srançais à Berlin (S vollständige Stücke 1 Thlr.) ist

laßmasse desselben seinen G

uf desselben und Ausantwortung andere Personen abgetreten ist, nach §. 7 des Statuts Kaufmanns L. J. aen Brsletbe hat die Nach⸗

eines unter Kuratel stehenden Vermoͤgens angetra⸗ zur Entrichtung der ausgebliebenen Rate angehalten en haben, so werden der Heinrich Lacher odet seine verden 3 G 1 8 Leibes⸗ oder Testaments⸗ oder Vertrags⸗Erben auf⸗ efordert, innerhalb 3 Monaten von dem Tage an, Mittheilung, daß jetzt, wo die saͤmmtlichen Erdarbei vo diese Aufforderung zum erstenmal in den oͤffent⸗ ten und Bauwerke an sichere Unternehmer gegen aus⸗ chen Blaͤttern erscheint, sich vor der unterzeichne⸗ reichende Cautionen in Entreprise gegeben, wo die en Behoͤrde einzusinden und das 1 1 n Empfang zu nehmen, widrigenfalls der ]2 Oberbau durch Kontrakte sichergestellt ist und nde suͤr todt erklaͤrt und sein Nachlaß den aufge⸗ das begonnene Expropriations⸗Geschaͤft die Aussicht tretenen Intestat⸗Erben fuͤr erb⸗ und eigenthuͤmlich gewaͤhrt, daß wir das Grund⸗Eigenthum zu den an aus eantwortet werden soll. . Preisen erwerben werden, das geforderte aldbreitbach, den 5. Juni 1842. ctien⸗-Kapital zu unserem Unternehmen ausreichen Fuͤrstlich Wiedisches Justizamt Halerburg. wird, da wir nach dem gegenwaͤrtigen Stande des Kalt. Geschaͤfts der Hoffnung Raum geben koͤnnen, daß kaum eine namhafte Position des gesammten Kosten Ueberschlages uͤberschritten werden wird, daß wir viel⸗ mehr noch bei manchen Anschlags⸗Positionen nicht unbedeutende Ersparnisse voraussetzen duͤrfen.

Bekanntmachung. 1 Ihen⸗ Gelegenheit zu ge⸗ ben, waͤhre er guten Jahreszeit taͤglich bequem . i 184 und schnell von hier⸗nach Swinemuͤnde und von vae AEEATETEEö“ Eisen⸗ da anbero kommen zu koͤnnen, wird mit der Mitte bahn Gesellschaft dieses Monats ein neu erbautes Passagierschiff auf BFrancke, Vorsitzender. dieser Tour in Fahrt gesetzt, welches von einem mit kraͤftigen Maschinen versehenen Dampfbugsirboot

geschleppt werden soll. Stand der Lebens⸗Versicherungsbank f. D. worden.

In dem Passagierschiff befindet sich ein elegantes in Gotha am 1. Juni 1842.

Damenzimmer, ein gleicher großer Salon, so wie Zahl der Versicherten

eine gut eingerichtete helchen Lroher und ist solches Summe der bestehenden Versiche⸗ außerdem mit allen wuͤnschenswerthen Bequemlich⸗ rungen .. 18,189,100 Thlr. keiten verseben. Da sich am Bord des Passagier⸗ Hiervon neuer Zugang seit 1. Januar: schiffes keine Dampfmaschinen befinden, so werden Versicherte 459 Pers die resp. Reisenden auch nicht durch die Unannehm⸗ 716,000 Thle. lichkeiten beschwert, welche solche herbeifuͤhren. 9. 8.

Die Abfahrt des Passagierschiffes von hier wird „seit 1. Januau

Eine Stunde nach Ankunft der Berliner Schnell⸗ Ausgabe fuͤr 56 Sterbefaͤlle post stattfinden, und von Swinemuͤnde so zeitig, daß Betrag der verzinslichen Auslei⸗ Reisende von hier am naͤmlichen Tage noch mit der zʒbungen . 2,930,000

Personenpost nach Berlin abfabren koͤnnen. Das Gesammtfondss 3,100,000

zu erlegende Passagiergeld ist gegen die bisher fuͤr Versicherungen werden vermittelt durch

die Fahrt nach und von Swinemuͤnde pr. Dampf- C. G. Franz, Alexanderstr. 41.

schiff ’-e. Preise heruntergesetzt. Stettin, den 2. Juni 1842. .

Comité der Stettiner Dampfbugsirboot⸗Rhederei.

Versicherungssumme Einnahme an Praͤmien und Zinsen . 312,654 Thlr. 106,400

Bekanntmachung des Comtoir 188 IINEa und Technik. - 1 Der Haupt⸗Lehrkursus fuͤr das Sommer⸗Semester Nach Hamburg geht taͤglich, mit Ausnahme in unserem landwirthschaftlich-⸗technischen Institut am Montag, wo ein Schlepp Dampfschiff expedirt beginnt am 1. Juli. Lehrgegenstaͤnde sind: Land wird, ein Dampfschiff mit Passagieren und wirthschaftliche Technologic. (Staͤrke⸗, Kar⸗ Guͤtern von hier ab. Naͤhere Auskunft und toffelmehl⸗, Syrup⸗, Zucker⸗, Spiritus⸗, Brannt⸗ VI“ in Berlin bei Herren Herr⸗ wein⸗, Liqueur⸗, Rum⸗, Essig⸗, Vel⸗, Kalk⸗, Ziegel⸗, eA. 1 EEEE66 Markt Nr. 4. Kohlen⸗, Theer⸗, Pottasche⸗ und Glas⸗Fabrication.) Aczabeh ve Fee ImrvU PFbysik, Chemie, Mechanik, Volkswirth⸗ Die Directio n. scchaftslehre und einzelne Zweige der Staats⸗ Holtzapfel. und Rechtswissenschaften. Außerdem wird Unterricht in der Gewinnung des Torfes, im Nivelliren, im Loͤthen, im Zeichnen und in der Buch⸗ und Rechnungs⸗ fuͤhrung ertheilt.

1 E Zweite Einzahlung auf die Actien er

8 d 8 Magdeburg⸗Halberstaͤdter Eisenbahn⸗ Der besondere praktisch⸗theoretische Lehrkursus in Gesellschaft. der Spiritus⸗Fabrication beginnt spaͤter. Indeß muͤs⸗ Die Bau⸗Arbeiten fuͤr die Magdeburg⸗Halberstaͤdter sen diejenigen Herren, welche Brennerei⸗Ver Eisenbahn⸗Gesellschaft haben in den letzten Monaten walter werden wollen und durch unsere Vermit auf mehreren Punkten der Bahnlinie bereits begon⸗ telung als solche placirt zu seyn wuͤnschen, ebenfalls ven und werden üͤberall mit dem moͤglichsten Nach⸗ zum 1. Juli eintreffn. b eanch fortgesezt. Nicht minder ruͤckt das Exrpropria- „Wer naͤhere Auskunft wuͤnscht, theile uns dies 9 62* schaft vor. Diese Umstaͤnde, verbunden mit faͤlligst mit oder wende sich an das Koͤnigl. Intelli⸗ kand bekschtlichen Zahlungen, welche fuͤr die in Eng⸗ genz⸗Comtoir in Berlin. schienen, soen und nach und nach eingebenden Bahn⸗ Schwetz an der Weichsel, am 31. Mai 1842. ne. 4 8 für die Hoͤlzer zum Sehrben unserer Die Direction des Comtoir fuͤr Landwirthschaft und achsten Zeit g bic erworbenen Grundstuͤcke, in der 111“*“ Resat, nach geigetzweren mäͤsen, veraniassen uns, 1 8 . jede Actie eine zweite Ein aChafte Statuts, eahs guts⸗Verpachtung ais ichehen vhelern Preuß. Courant Ein sehr schoͤnes Rittergut im Herzogthum Sach⸗ gre. n sevom N. Juni d. J. an, spa⸗ sen soll wegen Ankauf des jetzigen Herrn Paͤchters ggI noch auf 6 Jahre anderweit cedirt werden. Zu die⸗ in vFr Gesch 8 Abends 7 u sem Rittergut gehoͤren 1000 Morgen Feld, bester ET8 (Johannis⸗ Auenboden (vor jeder Ueberschwemmung hinlaͤnglich Kafte zu entrichten is ie Gesellschafts⸗ gesichert), 51,7 S. ganz vorzuͤgliche Wiesen, be⸗ e lrrfge Aetlen einhab deutende Hutung, Branntweinbrennerei ꝛc. und ein Aus g tien⸗Inhaber koͤnnen aber, wenn sie ganz komplettes Inventarium, als: 8 Stch. Pferde, sich nicht eines hiesigen Vermittlers bedienen wollen, 20 Stck. Ochsen, 30 Stck. Kuͤhe, 20 Stck. Jung⸗ die Zahlung b vieh, 1000 Stck. Schaafe, 25 Stck. Schweine ꝛe, in Halberstadt an die Herren Gebruͤder Wrede so wie alles vorhandene Schiff und Geschirr. Zur 8 oder an Herrn Karl Kux sen. und Uehernahme sind ca. 12,000 Thlr. incl. Caution er⸗ in b an Herrn G. L. Domme. forderlich 3 9 ee. Alles 2 iter 8 an die Herren Gebruͤder Loͤbbecke Weitere durch den Oekonom Fr. Herr⸗

EE1“ .

Schließlich benutzen wir diese Gelegenheit zu der

uͤest. Vermoͤgen Lieferung der eisernen Bahnschienen und der Hoͤlzer

11,213 Pers.

tter Heilerfolge zu erfreuen hatte, denn es wurden von

mann, große Ulrichsstraße Nr. 57 in Halle a. d. S. aus einer ½ Meile von der Elbe gelegenen Grube,

sind deshalb die erforderlichen Sicherheits⸗Verfuͤ⸗

nicht schon auf das Erbschafts⸗Proklam vom 16. De zember v. J.

den 26. August d. J., Morgens 11 Uhr, und zwar sub poena pro omni praeclusionis, so wie des Verlustes schriftlicher Beweismittel, augesetzt,

wozu die Glaͤubiger desselben, die Auswaͤrtigen mit

der Aufgabe procuratores in loco unter dem Nach theile, daß sie an die Beschluͤsse der gegenwaͤrtigen oder mit Prokuratoren v Glaͤubiger gebun⸗ den seyn sollen, vorgeladen werden. Signatum Guͤstrow im Großherzogl. Stadtgericht, den 31. Mai 1842. 1.

Wildbad im Koͤnigreich Wuͤrttemberg.

nen. Auf die Dauer derselben ist auch in diesem Jahre der Unterzeichnete durch Allerhoͤchste Entschlie⸗ ßung als Regierungs⸗Commissair hierher abgeordnet Der Gebrauch der Baͤder wird durch die von der Koͤnigl. Staats⸗Finanz⸗Verwaltung unter nommenen, schon sehr weit vorgeruͤckten Neubauten nicht gestoͤrt; es sind vielmehr, neben den bis jetzt unveraͤndert gebliebenen aͤlteren Badraͤumen, die bei⸗ den bereits im vorigen Jahre mit Beguemlichkeit eingerichteten und indessen vervollkommneten geraͤu⸗ migen Interims⸗Baͤder auch in diesem Sommer zu benutzen, und mit dem 1. Juni werden das neuge⸗ baute Fuͤrstenbad, so wie die beiden Kursaͤle und das Bad⸗Hotel, ebenfalls dem Gebrauche uͤbergeben. Duͤrch diese neuen Einrichtungen ist nicht nur wie der eine Reihe schoͤn ausgestatteter Zimmer und ein Baderaum mehr den Badegaͤsten zur Verfuͤgung ge⸗ stellt, sondern auch dem Beduͤrfnisse eines Vereini⸗ F. fuͤr die geselligen Unterhaltungen voll⸗ staͤndig entsprochen. Die taͤglichen Briefpost⸗ und Eilwagen⸗Verbindungen mit Stuttgart uͤber Calw und mit Karlsruhe uͤber Pforzheim werden am 1. Juni ihren Anfang nehmen. Zur Erleichterung der Ver⸗ bindung mit Baden dient die Relais⸗Posthalterei zu Herrenalb, welche sich einerseits an die Station Reuenbuͤrg, andererseits an die Station Gernsbach anschließt. Eben so ist auf der Straße von hier nach Freudenstadt (Rippolzau, Griesbach) und in das Murgthal in dem Orte Besenfeld eine Relais⸗Post⸗ halterei errichtet worden, und es wird zwischen hier und reudenstadt einmal woͤchentlich eine Postwagenfahrt stattfinden. Neben dem Badarzte, Hofrath Pr. Fri⸗ ker, und dem ausuͤbenden Arzte Dr. Schweikle, wird sich der ausuͤbende Arzt Dr. Falleti aus Hamburg wieder waͤhrend der Kurzeit dahier aufhalten. Uebri⸗ 22 bleibt die Benutzung der durch ihre Badwaͤrme evorzugten und von jeher den Baͤdern Gastein, Pfaͤ⸗ fers und Leuk an die Seite gestellten Quellen das ganze Jahr uͤber uneingeschraͤnkt. Den 22. Mai 1842. . Der Vorstand der Koͤnigl. Bad⸗Aufsichts⸗Behoͤrde und abgeordnete Regierungs⸗Commissair Freiherr von Linden, Regierungs⸗Rath.

1 Bekanntmachung. Die Wasser⸗Heilanstalt zu Kreischa bei Dresden, welche im vergangenen Jahre sich nicht nur eines

sehr zahlreichen Besuchs, sondern auch ausgezeichne

208 meist chronischen Kranken weit uͤber die Haͤlfte eheilt entlassen, ist auch in diesjaͤhriger Bade⸗Sai⸗ on von vielen Kurgaͤsten beehrt. Der an mich ergangenen Aufforderungen nachzukommen, mache ich auch Preußens Bewohner auf meine so ungemein reizend gelegene, mit dem schoͤnsten Quellwasser reich⸗ lich versehene und mittelst der Eisenbahn nur eine volle Tagereise von Berlin entfernte Heilanstalt auf- merksam 1

Kreischa bei Dresden, im Monat Mai 1842.

Joh. Friedr. Reißbach, Besitzer.

Porzellan-Erde. Seit 60 bis 70 Jahren hat die Koͤnigl. Saͤchsische Porzellan⸗Fabrik zu Meissen (vermoͤge Kontrakts)

leisten, wogegen Einzahlungen mittelst brieflicher Uebersendung nicht angenommen werden koͤnnen. Eine ganz nahe bei Hi

Nach 8§. 3 des Gesellschafts Statuts steht es uͤbri⸗ mittelbar an der Vees Hirschberg in Schlesien un⸗ gens den Actien⸗Inhabern frei, die auf jede Actie Warmbrunn gelegene, zum Worze 18248 25

1.

alljaͤhrlich eine bedeutende Quantitaͤt Porzellan⸗Erde bezogen. Diese Erde ist ganz weiß, daher eisenfrei⸗ und bedarf weiter keiner besonderen Empfehlung, in⸗ dem sie, durch das Meißnische Porzellan, sich als besonders echt, bewaͤhrt hat. Da nun der fruͤhere

Die Kuratel der minorennen Kinder des weiland ubigern abgetreten, es

gungen getroffen, auch ein Termin zur Anmeldung aller Forderungen und Anspruͤche, in so weit dies durch alle Buchhandlungen zu

. geschehen, ferner zur Production der Originalien, so wie zur Deduction der Prioritaͤt auf

Die diesjaͤhrige Badezeit hat am 15. Mai aüshn un⸗ den Linden.

der Preis dennoch nur à 3 ½ Sgr. 34 Linden. Schlesingersche Buch- u. Musikhdlg. 2

Reise-Lektäre.

Rieeise⸗Berichte und Gedichte. Erinnerungen aus den Sommerwandertagen 1841. von L. Rellstab. 2 Theile brosch. 3 Thlr. 15 Ngr. Mit Lebensfrische und geistreicher Auffassung aus gestattet, werden diese Neise⸗Berichte jedem Leser eine sehr anzichende Lektuͤre gewaͤhren. Die Durch⸗ fluͤge an Boͤhmen, Oesterreich, Ober⸗Italien liefern eine Menge des verschiedensten und interessanten Stoffes, den der ruͤhmlichst bekannte Verfasser mit ihm eigenthuͤmlich geistreicher Darstellung trefflich

benutzt hat.

Vorraͤthig bei Wilh. Logier, Friedrichsstr. 161,

Bei Breitkopf & Härtel in Leipzig ist erschie- nen und in Berlin bei T. Trautwein, Buch- und Musikalienhandlung, Breite Stralse No. 8, zu haben

G. Meyerbeer Hugenotten. Kl.-A. m. W. 15 Thlr. Kl.-A. ohne W. f. Pste. à 2 ms. 6 Thlr. 15 Sgr. à 4 ms. 8 Thlr, OQuver- ture f. Orch. 2 Thlr. 15 Sgr. f. Pste. à 2 ms. 20 Sgr. à 4 ms. 1 Thlr. Einzelne Gesangsnummern mi Pste. u. Guit.-Begl. von 5 Sgr. 1 Thlr. 20 Sgr. Potpourri f. Pste. à 2 ms. und à 4 ms. à 1 Thlr.

Bestellungen auf das ““ Berliner Taschenbuchh zum Besten der Nothleidenden in Hamburg und der Armen in Berlin werden angenommen in 8 der Gropiusschen Buch⸗ und Kunsthandlung, Koͤnigl. Bauschule Laden Nr. 12.

So eben ist erschienen: 5 Koepke, Rud. Anast., Dr. Philos.: De Vitae Scriptis Liudprandi, episcopi Cremonensis. Commentatio historica. Cum appendice tabularum., quibus chronologia paparum a Stephano V. usque ad Joannem XIII. illustratur. 12 Bogen. gr. 8. Preis 1 Thlr. Berlin, den 3. Juni 1842. C. H. Jonas, Werderstraße 11.

So eben erscheint und durch alle Buchhandlungen zu beziehen, in Berlin durch Alera nder Duncker, Koͤnigl. Hofbuchhaͤndler, Franz. Straße 21: 8

Lehrbuch der Mechanik in ihrer Anwendung

auf die physischen Wissenschaften, die Kuͤnste und

Gewerbe, von Karl Bresson. Mit 18 Tafeln eeerne (in gr. sol.). Erscheint in sechs ieferungen à 15 Sgr.

Der Nam dieses dcze eichneten Ebee ist wohl die beste Empfehlung sar dieses Werk.

Preußens wildwachsende Pflanzen in

naturgetreuen Abbildungen nebst Beschreibung.

Von Dr. J. R. Linke. gr. 8. Dieses Pflan⸗

senwert erscheint in Lieferungen mit 10— 20 fein

Ulum. Abbildungen à 7 ½ Sgr. eng Abbildungen der saͤmmtlichen Arznei⸗ e w ach f. Handbuch der medizinisch⸗phar⸗ mazeutischen Botanik. Von Dr. Ed. Winkler. 2te Aufl. 4. Erscheint in Lieferungen mit 5 Ta⸗ feln fein illum. Abbildungen à 7 ½ Sgr. Der schnelle Absatz, welchen die erste Auflage fand, duͤrfte wohl das beste Zeugniß fuͤr die Gediegenheit dieses Werkes seyn. C. B. Polet.

Bei F. A. Herbig in Berlin erschien in einer zweiten, verbesserten und vermehrten Auflage: Von den Krankheiten des Menschen. Allgemeiner Theil oder allgemeine Pathologie

1842. 1 ½ Thlr.

Die specielle Pathologie und Therapie, zweite Auflage in 4 Bänden oder 7 Abtheilungen, kostet 15 ¾ Thlr., und ist dieses besonders praktischen Aerzten zu empsehlende Werk, v sich der Herr Verfasser nach dem Ausspruch eines Rezensen ten einen Denkstein der Unsterblichkeit gesetzt hat, nun wieder vollständig durch alle Buchhandlungen

zu haben. u1“X“ ö“

i h nrb rcher,8848

8 7 q& Pariser Wahl⸗Comites. Der Moniteur pari⸗

devorstehenden Wahlen.) ddte fuͤr Meriko.

AKrbeiter.)

Bei K. F. Kdhler in Leipzig ist erschienen und

Majestaͤt der Koͤnt

1.

vi SRmdem vvge X. Ingn [ L“

muegI uzoener ssr Hssn⸗ P r 2 - 1

L; as. Irrttnha e 686 4 I, IbnS 2 Kk 80

Sis. as,1. .

sche Staats⸗Zeit

16 8 EEE111

8 I8. „—9Asveris 729 n d 924 8 EEE11.““ 8 48 * ImI/II1111““

Sza

111414*

Berlin, Mittwoch den 1l5 ten Juni

veene, 26

mnnn In 1I1“

vehs; Naaher St. Petersburg. waehEeagchann †. ußlgnb. —“ Warschau. Wissenschaftliche Mission. Musikalisches⸗ alr Erbrterung des Ausgabe⸗Bud⸗

rs-Kammer. Frankrelch. 3 24 aris. Wahl⸗Programm des Journal des

b 1 1 esundheits Zustand des Koͤnigs. Vermischtes. .ae eines Wechsel⸗Agenten wegen Zeirkäͤufe.) Schreiben aus Paris. (Ueber die Stellung der Parteien in den

8 derennen. Par⸗ Großbritanien und Irland. London. Pfer 1

8 Arbeiter⸗Noth. Englische Dampf⸗ Se Feesee an 8eisch5. Schreiben aus London. (Das

1 t; die Subseriptionen zu milden Zwecken; Verhandlungen Fe natzchauses; betheioe Vorschlag hinsichtlich der Bergwerks

elgien. Bruͤssel. Fuͤrst von Chimay. Sammlung fuͤr Ham

burg. 1 e Bundesstaaten. Muͤnchen. Ankunft der Herzo lich veicee Bredzenae C 4 „Erdffnung der Staͤnde⸗ Versammlung. Schleiz. Der Ungluͤcksfall im Theater. Oesterreich. Wien. Erkrankung des Erzherzogs Maximilian. Vermischtes. aus 28 g. der anhalten den Duͤrre; Thellnahme fuͤr Hamburg. e5w e Aargau. Die katholische Kirche in Spanien. Waadt. Mendelssohn⸗Bartholdy. Verfassung im Kanton Tessin. 24 Türkei. Konstantinopel. Ablehnung Aegyptischer Huͤlfe in Sy rien. Einer Daͤnischen Fregatte die Einfahrt in die Dardanellen verweigert. bsren Ostindien. Zustand von Afghanistan. 8 China. Englische Eifersucht 7. die Franzosen in China. Inland. Schreiben aus Stettin. (Eine Berichtigung in Bezug Jauf das Urtheil uͤber die Rede des Herrn Thiers uͤber Deutsche Eisenbahnen.) Aachen. Wiederherstellung der 32 Saͤulen im Hochmuͤnster. Hallec. Straf⸗Anstalt.

Technisches fuͤr Eisenbahnen.

4 88 28½ i8

Amtliche Uachrichten. Kronik des Tages.

haben Allergnädigst geruht: Dem katholischen Pfarrer und Erzpriester Fuhrmann zu Nippern, im Regierungs⸗Bezirk Breslau, den Rothen Adler⸗Orden dritter Klasse mit der Schleife; dem Medizinalrath Dr. Damerow und dem Professor Dr. Ritterich zu Leipzig den Rothen Adler⸗ Orden vierter Klasse; Dem Kreis⸗Physikus Dr. Arnold zu Posen und dem Kreis⸗ öhysikus Dr. Kauser zu Neisse den Charakter als Sanitaͤts⸗ ath zu verleihen; und 1 Den bisherigen Adjunkten des Gesandtschafts⸗Predigers zu Neapel, den Prediger Paul Wilhelm Remy, zum Gesandt⸗ schafts⸗Prediger in Neapel zu ernen)en. 85 Bekanntmachung. Die hiesige Korrespondenz nach und uͤber Leipzig wird von jetzt ab auch mit dem um 6 ½ Uhr Abends nach Wittenberg abge⸗ henden Dampfwagenzuge ihre Befoͤrderung erhalten. Diese Kor⸗ respondenz trifft dann mit der um 10 ½ Uhr Abends von Witten⸗ derg abgehenden Personenpost am anderen Morgen um 8 ½ Uhr in Leipzig ein. die Korrespondenz zwischen Berlin und Leipzig wird hiernach taͤglic viermal, und zwar in der nachstehend bezeichneten Zeit, efoͤrdert: aus Berlin: 7u. 11 ¾ Uhr Vorm. 6 ½ Uhr Abends 8 Uhr Abends fruͤh mit dem mit dem zweiten mit dem 3ten mit der Reitpost 4 ersten Dampf⸗ b egveeen. wagenzuge bis zuge bis Leipzig. zuge bis en⸗ und von dort mi abt 1. b. u. von dort d. ersten Dampf⸗ mit der Perso⸗ wagenzuge wei⸗ * nenpost weiter. ter. i. Leipzig: 2U. N. 7 Uhr Abends 8 ¼ Uhr fruͤh 9 ½ Uhr fruͤh a. Leipzig: 6 ½ U. f. 10 ½ Uhr Vorm. 3 ½ Uhr Nachm. 7 Uhr Abends erster Dampf⸗ zweiter Dampf⸗ dritter Dampf⸗ Personenpost bis wagenzug bis wagenzug bis wagenzug bis Wittenberg und Berlin. Berlin. Wittenberg und von dort mit dem I von dort per ersten Dampf⸗ HMessis. Reitpost weiter. wagenzuge wei⸗ i. Berlin: 1 U. N. 5 Uhr Nachm. 5 Uhr fruͤh. 10 ½ Uhr Vorm. Berlin, den 13. Juni 1842. G6 General⸗Post⸗Amt. ʒBekanntmachun e.G Die von dem 1 ½—- Koͤniglichen Kredit⸗Institute aen 995 r r 2. a und 28. Juni 1838 auf as Rittergut Drogelw m Glogauer Kreise ausgefe Pfandbriefe B. und 8880 2 s gefertigten 9. 10 und 11 à 1000 Rthlr. 1016 bis einschließlich 1022 und Nr. 1240. 1241 à 500 Rthlr. 3021 bis einschließlich 3028 und Nr. 3374. 3375 à 200 Rthlr. Nr. 5539 bis einschließlich 5554 und Nr. 6241 bis einschließlich 6244 à 100 Rthlr. Nr. 10,578 bis einschließlich 10,610 und Nr. 11,398 à 50 Rthlr. Nr. 20,655 bis 20,720 und Nr. 22,289. 22,290 sud von dem Schuldner zum Johanni⸗Termin 1842 gekuͤndigt orden und sollen gegen andere dergleichen Pfandbriefe gleichen Sge eingetauscht werden. Sam en 99. 50 und 51 des Gesetzes vom 8. Juni 1835 (Gesetz⸗ Besi mlung Nr. 1649) zufolge, werden daher die gegenwaͤrtigen ber der obe bezeichneten Pfandbriefe B. hierdurch aufgefordert,

die letzteren nebst den dazu gehbrigen laufenden Coupons Series II. Nr. 4. bis 10. in Breslau bei dem Handlungshause Ruffer und Comp. zu praͤsentiren und in deren Stelle andere Pfandbriefe B. gleichen Betrages in Empfang zu nehmen. Berlin, den 2. April 1842. 8 1“ Koͤnigliches Kredit⸗Institut fuͤr Schlesien.

Zeitungs-Nachrichten. Ausland.

St. Petersburg, 7. Juni. Der Geheime Rath Gra Matuszewicz, bekannt durch seine fruͤheren diplomatischen Missio⸗ nen und zuletzt als Russischer Gesandter in Stockholm akkreditirt, ist vor einigen Tagen im 46sten Jahre seines Alters mit Tode abgegangen. 1

Die Kaiserliche Kirchen⸗Kapelle hat unter Leitung ihres Di⸗ rektors, des Oberst Alexis Lwoff, dieser Tage das beruͤhmte Sta⸗ bat mater von Pergolese mit den Choͤren und der. Instrumenta⸗ tion von Lwoff aufgefuͤhrt; die Kaiserl. Hofdame Fraͤulein von Bar⸗ tenieff und Dlle. Falcon hatten die Solo⸗Partieen uͤbernommen; die Versammlung war aufs tiefste ergriffen und erkannte, daß der alte Italiener doch besser als Rossini, dessen Stabat wenige Tage 8v19 aufgefuͤhrt worden war, die Andacht in Toͤnen auszudruͤcken wußte.

Warschau, 10. Juni. Der Administrations⸗Rath des Koͤ⸗ nigreichs hat auf Vorstellung des Kurators des Warschauer Lehr⸗ Bezirks, General Okuneff, die . des Direktors des War⸗ schauer Real⸗Gymnasiums, ehemaligen Obersten Frankowpki, und des Professors der Chemie an demselben Gymnasium, Zdzitowiecki, nach Deutschland genehmigt, wo dieselben sich mit den technischen Instituten bekannt machen sollen, um dann ein chemisches Laboͤ⸗ ratorium in dem neuen Lokal des hiesigen Real⸗Gymnasitums an⸗ zulegen. Die Herren Frankowski und Zdzitowiecki haben in die⸗

sen Tagen bereits ihre Reise angetreten.

Frankreich. aee-enens Sitzung vom. 8. Juni. 1 mer begann heute die Eroͤrterung des Ausgabe⸗Budgets fuͤr 1843. Herr Ferrier sagte einige Worte uͤber die Stellung Frankreichs als Seemacht, die er so kraͤftig als moͤglich zu a. wuͤnschte, und damit war die allgemeine Eroͤrterung uͤber das Budget ge⸗ schlossen. Es wurden hierauf die verschiedenen Kapitel, welche sich auf die Ministerien der Justiz und der auswaͤrtigen Angelegen⸗ heiten beziehen, ohne Eroͤrterung angenommen. Zu einer laͤngeren Debatte gab das Budget des oͤffentlichen Unterrichts Anlaß, wel⸗ ches inde auch, so wie das Budget des Ministers des Innern und das des Ministers des Handels und des Ackerbaues, unveraͤn⸗ dert angenommen wurde. Die Kammer begann auch noch in 88 heutigen Sitzung die Eroͤrterung des Budgets der oͤffentlichen auten.

Paris, 9. Juni. Der Constitutionnel, welcher bei der jetzigen Wahl⸗Bewegung am direktesten den Herrn Thiers repraͤ⸗ sentirt, fordert, nach seiner an die Waͤhler gerichteten Prinzipien⸗ Erklaͤrung, das Journal des Débats auf, nun auch seinerseits mit einem Wahl⸗Programm hervorzutreten. Hierauf erwiedert das letztgenannte Blatt: „Unser Programm ist sehr einfach, noch weit einfacher als das des Constitutionnel. Herr Thiers ruͤhmt sich, im Jahre 1842 alles dasjenige zu wollen, was er bei den Wahlen im Jahre 1839 gewollt habe; bei diesem Datum bleibt er stehen; er wagt nicht, weiter zuruͤckzugehen. Wir unsererseits wollen im Jahre 1842 alles dasjenige, was wir seit 12 Jahren gewollt haben; wir vertheidigen 82* noch Alles, was wir fruͤher vertheidigten. Unser Programm befindet sich in den Gesetzen, welche die Kammern seit 12 Jahren erlassen haben, in den denk⸗ wuͤrdigen Voten, durch welche sie zu verschiedenen Malen die Politik, die uns leitet, gegruͤndet oder aufrecht erhalten haben. Es befindet sich in den Handlungen des Ministeriums Périer, des Ministeri⸗ ums vom 11. Oktober und in den Handlungen des Herrn Thiers selbst, bevor er aus unseren Reihen entwich und sich in die Arme der linken Seite warf. Wir wollen im Jahre 1842 dasselbe, was Herr Thiers gleich uns und mit uns wollte, so lange er Herr seiner selbst und seiner Vernunft war, so lange er seinen Ruhm nur in dem oͤffentlichen Wohle suchte. Die Geschichte der Juli⸗ Revolution beginnt nicht, wie Herr Thiers jetzt zu meinen scheint, im Jahre 1839. Schon vor jenem Jahre, welches wir damals, wie spaͤter, ein Jahr der Verwirrung und des Ungluͤcks nannten, waren alle Grundseaͤtze der Politik eroͤrtert, alle wesentlichen Ge⸗ setze erlassen, alle großen Fragen entschieden. Vor 1839 wurden die September⸗Gesetze erlassen, und zwar durch Sie, Herr Thiers,

nicht durchgreifend genug waͤren. Alle die Gesetze, welche die 88 * 9. wieder hergestellt haben, das Gesetz uͤber die Vereine, das Fese uͤber die oͤffentlichen Ausrufer, das Gesetz uͤber den Besitz von Kriegs⸗Waffen, fallen in die Zeit vor 1839. Auch unsere auswaͤrtige Politik, die Politik des Friedens und der Transaction, ward vor 1839 gegruͤndet, und zwar in den ewig denkwuͤrdigen Eroͤrterungen uͤber Polen, uͤber Belgien, uͤber Ita⸗ lien. Unsere jetzigen Debatten und Fragen sind nur Kinderspiele gegen die Debatten und Fragen von damals! Hundertmal ward in jenen Tagen der Aufregung und der Leidenschaft

Herr Thiers von der linken Seite ein Verraͤther gescholten. Herrn Thiers war dies gleichguͤltig und er hatte Recht. Jene Politik, welche noch jetzt besteht, trot der Wunden, die ihr das verderbliche Ministerium vom 1. Maͤrz beigebracht hat, ic die⸗ jenige, welche wir im Jahre 1842 vertheidigen. Eine gemäͤßigte, aber feste Unterdruͤckung der Unordnung im Innern; strenge Auf⸗

E““

Institutionen schuldig ist; keine Propaganda nach Außen, kein all⸗ gemeiner Krieg, getreue Ausfuͤhrung der Vertraͤge. Man hat unser Programm verlangt, das ist es.“

Die verschiedenen Nuͤancen der Opposition haben jetzt ihre Wahl⸗Comité's in folgender Weise konstituirt: Radikales Co

mité, praͤsidirt von Herrn Marie; Comité der aͤußersten Linken, praͤsidirt von dem General Thiard; Comité der lin⸗ ken Seite, praͤsidirt von Herrn Odilon Barrot; Comité des linken Centrums, praͤsidirt von Herrn Ganneron; Comité der Opposition der rechten Seite, praͤsidirt von Herrn Berryer. Wie es heißt, werden diese Comité's, jedes fuͤr sich, ihre Kandidaten aufstellen, dann aber zusammentreten und alle ihre Stimmen auf denjenigen Kandidaten vereinigen, der in dem respektiven Wahl⸗Bezirke die meisten Chancen fuͤr sich hat.

Der Moniteur parisien enthaͤlt heute folgenden Artikel:

„Seit 2 bis 3 Tagen suchen gewisse Englische Journale, man weiß nicht, zu welchem Zwecke, besorgliche Nachrichten uͤber die Gesundheit Sr. Majestaͤt zu verbreiten. Anfangs schenkten wir diesen laͤcherlichen Maͤhrchen, von deren Falschheit sich erst gestern ganz Paris uͤberzeugen konnte, keine Aufmerksamkeit. Da man aber die Fabel neuerdings auffrischt, so muͤssen wir wohl den Englischen Journalen erklaͤren, daß sich der Koͤnig niemals woh⸗ ler besand. Se. Majestaͤt faͤhrt taͤglich aus, fuͤhrt in dem Kabi⸗ nets⸗Conseil den Vorsitz und erledigt alle Arbeiten, welche dem Staats⸗Oberhaupt obliegen. Man hat bei dieser Gelegenheit die Leichtglaͤubigkeit der Englischen Journale gar seltsam mißbraucht. Wir sind ihnen diese Benachrichtigung schuldig, damit sie sich in Zukunft vorsichtiger zeigen.“ Seit gestern ist das Geruͤcht verbreitet, Espartero gehe da⸗ mit um, die Constitution von 1812 wieder herzustellen, um da⸗ durch die Dauer der Regentschaft zu verlangern. Die Verfassung von 1812 bestimmt naͤmlich, daß die Minderjaͤhrigkeit des Thron⸗ erben bis se seinem 18ten Jahre dauern soll, waͤhrend die jetzt bestehende Verfassung von 1837 der Minderjaͤhrigkeit ein Ende macht, sobald der Thronerbe das 14te Jahr erreicht hat. Der General Linage arbeitet, wie es heißt, in Uebereinstimmung mit den Radikalen und den geheimen Gesellschaften, unausgesetzt an die Verwirklichung eines solchen Verfassungs⸗Wechsels.

Mlle. Rachel trifft Anstalten zu ihrer Reise nach St. Peters⸗ burg, wo sie fuͤr. 18 Vorstellungen mit einem Honorar von 36,000 Silber⸗Rubel engagirt worden ist. Jene Vorstellungen werden bei Gelegenheit der in der Russischen Hauptstadt bevorstehenden Feierlichkeiten stattfinden.

Boͤrse vom 9. Juni. Die Franzoͤsischen Renten waren heute wegen der nahe bevorstehenden allgemeinen Wahlen, die auf die Gemuͤther einigen Eindruck zu machen anfangen, sehr schwach

der nur das Einzige an ihnen auszusetzen fand, daß sie noch

rechthaltung der Achtung, die man dem Koͤnigthume und unseren

und ausgeboten. Man unterhielt sich an der Boͤrse viel von dem Prozesse des Wechsel⸗Agenten Bagieux, welcher von dem Zuchtpolizeigerichte zu einer Geldstrafe von 5000 Fr. verurtheilt ist, weil er Zeitkaͤufe abgeschlossen hat, waͤhrend sein Klient, welcher die Differenzen nicht bezahlte, nur zu einer Geldstrafe von 500 Fr. wegen unerlaubten Spiels verurtheilt worden ist. Es hieß, das Syndikat der Wechsel⸗Agenten habe beschlossen, die Strafe, zu 8 Herr Bagieux verurtheilt ist, aus ihren Fonds zu be— zahlen.

„*., Paris, 9. Juni. Alles ruͤstet sich zum Kampf. Die Regierung hat seit drei Monaten alle Mittel ihres Einflusses auf⸗ geboten, um einerseits die Anstrengungen der Opposition zu para⸗ lysiren und andererseits Resultate vorzubereiten, die der ministe⸗ riellen Existenz guͤnstig sind. Die Opposition ihrerseits organisirt Comité's, giebt der liberalen Presse das Losungswort und sucht den erkalteten Eifer der Waͤhler der Linken wieder zu beleben. Die legitimistische Partei endlich erlaͤßt Prinzipien⸗Erklaͤrungen, schmeichelt der Opposition und sucht in den Reihen der dem Mi⸗ nisterium feindlichen Partei Rekruten zu werben. Seit kurzem haben sich tiefe Spaltungen in dieser Partei kund gegeben; indeß ist sie uͤber einen Punkt einverstanden, naͤmlich durch alle mögliche Mittel das Ministerium zu stuͤrzen und wo moͤglich auch die Re⸗ gierung. Fuͤr sich allein vermag sie nichts, und die funfzehn bis zwanzig Deputirte, die sie in der Kammer hat, besitzen keine ei⸗

ene Macht; sie stimmt mit der Opposition und unterwirft sich haͤufig den Forderungen der Linken. Diese Allianz ist von Herrn Berryer geschlossen worden, dem es auf diese Weise gelungen ist, der royalistischen Partei ihren Charakter und ihre Stellung zu rauben.

In dem bevorstehenden Kampfe giebt es eigentlich nur zwei Parteien, naͤmlich einerseits das Ministerium und seinen Einfluß und andererseits die Opposition, welche durch die Linke, die aͤußerste Linke und die legitimistische Partei repraͤsentirt wird. Diese drei Fractionen der Opposition handeln gemeinschaftlich und unterwer⸗ fen sich, mit sehr wenigen Ausnahmen, den Instructionen der Versammlung, die sich „Comité der constitutionellen Opposition“ nennt. Herr Barrot ist der ostensible Leiter dieses Comité's; allein Herr Thiers ist der wirkliche Chef desselben und regiert es zum Vortheil seiner persoͤnlichen Absichten. Man war anfangs im Zweifel daruͤber, ob man die von den Legitimisten angebotene Un⸗ terstuͤzzung annehmen solle, eine Unterstuͤtzung, die der Constitu⸗ tionnel, ohne das Losungswort seines Patrons angenommen zu haben, auf beleidigende Weise zuruͤckgewiesen hatte; nach reiflicher Erwaͤgung entschied man sich sür die Annahme der Allianz. In den Wahl⸗Kollegien, wo die Opposition weniger stark ist, als die legitimistische Partei, werden alle Stimmen dem Kandidaten der Rechten gegeben werden, damit der ministerielle Kandidat durch⸗ falle, und wo dagegen die Opposition im Verhaͤltniß zu den Legiti⸗ misten die Majoritaͤt hat, werden diese Letzteren fuͤr den Kandidaten der Linken stimmen. Dies Verfahren ist nicht neu; es ist bereits bei der Erneuerung der letzten und der vorletzten Kammer angewendet worden. Allein in diesem Jahre ist die Verbindung enger geknuͤpft, und die Conventionen wer⸗ den wahrscheinlich mit groͤßerer Strenge ausgefuͤhrt werden. Es giebt jedoch eine Fraction der royalistischen Partei, welche die⸗ ser äͤrgerlichen Verbindung fremd geblieben ist, naͤmlich die Frac⸗ tion, deren Organ das Journal La France ist. Dies Blatt hat