8₰ Noch Etwas zur Finanz⸗Statistik Frankreichs.
i 1 i la distri- ai comparatif sur la formation et sur ““ revenu de la France en 1815 et en
1835; par Joseph Dutens. Paris, 1842.
rr Dutens, Mitglied des Instituts, ist bereits durch einige Ar⸗ 8 n die Wisfenschaft der Staats⸗Oekonomie bekannt. 8 hat im Jahre 1804 ein kleines Werk unter dem Titel: Analyse rai- sonnée des principes fondamentaux de 'économie politique her-⸗ ausgegeben, und 1836 schrieb er ein Buch, in welchem er Ques⸗ napy's Prinzipien uͤber den reinen Ertrag wieder zu beleben suchte, und dem er den Titel Philosophie de Péconomie politique er⸗ theilte. Dieses zweite Werk, obgleich es dem Verfasser die Auf⸗ nahme in die Akademie der moralischen und politischen Wissen⸗ schaften verschaffte, hat weniger Erfolg gehabt, als das erste, wel⸗ ches auf ein anderes System begruͤndet war. In den „verglei⸗ chenden Betrachtungen uͤber die Einkuͤnfte Frankreichs“ schloß sich Herr Dutens in Uee; auf die verschiedenen Arten der Einkuͤnfte noch den Lehren vae 1e an. In gegenwaͤrtigem Werke aber ist weniger von Grundsaͤtzen als von Thatsachen die Rede, und man kann im Nothfall ganz von den staatswirthschaftlichen Ideen des Verfassers absehen und sich blos auf seinen statistischen Ge⸗ sichtspunkt versezen. Das Buch Frföl in drei Theile; im ersten wird von den Territorial⸗Einkuͤnften, im zweiten von den industriellen und im dritten von den kommerziellen gehandelt. Die Kraͤfte, welche zur Bildung dieser Einkuͤnfte beitragen, sind theils geistig, theils materiell; der Verfasser be⸗ schaͤftigt sich nur mit den letzteren und theilt dieselben in zweierlei Arten: die erste umfaßt die festen, die zweite die umlaufenden Ka⸗ pitalien. Das Grund⸗Eigenthum repraͤsentirte im Jahre 1815 einen Werth von 39 Milliarden 460 Millionen. Im Jahre 1835 belief sich der Werth eben dieser festen, im Landbau angelegten Kapita⸗ lien auf 45 Milliarden. Diese Zunahme ruͤhrt, x Dutens zufolge, davon her, daß ungefaͤhr 4,760,000 Hektaren Landes, welche fruͤher unbebaut lagen, seitdem verwerthet worden sind, daß 317,690 Baulichkeiten auf einer gleichen Anzahl von Meiereien, eine jede zu 15 Hektaren, errichtet wurden, ferner von dem An⸗ kauf der Inventarien dieser neuen Meiereien, endlich von der sehr ver⸗ mehrten Viehzucht. Die umlaufenden Kapitalien der Grundbesitzer und Paͤchter beliefen sich im Jahre 1815 auf 3,386,996,000 zrr und im Jahre 1835 auf 3,954,933,000 Fr. Der gesammte Rein⸗Er⸗ trag war in ersterem Jahre 2,166,013,900 Fr., wovon 858,112,500 Fr. auf die Paͤchter und 1,307,901,400 Fr. auf die Grund⸗Eigenthuͤmer kamen. Im letzteren Jahre belief sich derselbe gesammte Rein⸗ Ertrag auf 2,773,826,8530 Fr., naͤmlich 1,056,428,000 fuͤr die Paͤch⸗ ter und 1,717,398,850 fuͤr die Grund⸗Eigenthuͤmer.
Zur Ermittelung der industriellen Einkuͤnfte Frankreichs lagen 8 Dutens nur sehr wenig Dokumente vor, und alle das
ahr 1815 betreffende Angaben sind Chaptal's Werke entlehnt. Dieser schaͤtzte damals die industriellen Einkuͤnfte auf 1,820,100,000 Fr. Herr Dutens hat 1,041,478,000 Fr. hinzugefuͤgt fuüͤr eine Reihe von Ertraͤgen, die in Chaptal's Statistik fehlten, und so erhaͤlt man eine Gesammt⸗Summe von 2,861,578,000 Fr. fuͤr die in⸗ dustriellen Einkuͤnfte von 1815. Füͤr das Jahr 1835 ist dieses Einkommen auf 3,938,135,965 Fr. abgeschäͤtzt. Die genannte Summe zerfaͤllt in zwei Theile: der erste umfaßt den Werth der Rohstoffe und des Brennmaterials, zusammen 1,405,076,399 Fr., der andere repraͤsentirt den Gesammtwerth der Fabrik⸗ und Hand⸗Arbeit und giebt 2,533,059,566 Fr.
Wir kommen nun zu den Handels⸗Einkuͤnften. Die festen Kapitalien dieses Industrie⸗Zweiges werden auf 910,037,000 Fr., die in Umlauf befindlichen auf 500,000,000 geschaͤtzt. Der innere Handel erstreckt sich auf die Erzeugnisse des Bodens und auf die
*
der Industrie; die ersteren sind auf 3,908,404,670 Fr. veranschlagt, die letzteren auf 2,861,380,739 Fr., zusammen 6,769,785,409 Fr. Der auswaͤrtige Handel belaͤuft sich auf 903,394,000 Fr. Diese Zahlen gelten fuͤr 1815. Fuür 1835 kommen auf den inneren Han⸗
4 —.
Wien, 3. Sept. Baask-Actien 1630.
Hamburg, 6. S.pt. Bank-Aetken 1650. Ragl. Rass. 109 ½. 1 Paris, 3. Sept. 57 Hente An couw. 120. 80. Anl. 4° 1841 —. 5 ¾ Neapl. —.
5 ½ Span. Nonto 22 . Pass. 3 .
5 ¾ n*¹. 109 ⅛. 43 106 ½. 3 76 . 2½2 —. b . — 9
Aul. do 1834 1
del in Roh⸗Erzeugnissen des Bodens 6,728,760,822 und in Erzeug⸗ 5 der ganzen vndstrie bnlammen 10,666,896,787 — r., und der ganze Handels⸗Umsatz belaͤuft sich fuͤr dasselbe Jahr auf 1,595,148,911 55 2 u41 Nachdem Herr Dutens auf diese Weise die Einkuͤnfte Frank⸗
1u
Berliner Börse.
Den 8. September 1842.
reichs angegeben hat, stellt er einen Ver leich an zwischen diesen
und den Einkuͤnften Großbritaniens, der folgendermaßen ausfaͤllt: Fonda.
8 8 Beief.
Pr. Cour.
Geld.
—
Pr. Cour.
Hexete. Briet. 1 914.
1) Territorial⸗Brutto⸗Ertrag. Verhaͤltniß wie Frankreich 18353 .6,728,760,822 Fr. Vereinigtes Koͤnigreich von 1:0,851. Großbritanien 1836... .5,725,720,000 ⸗ 2) Territorial⸗Netto⸗Ertrag. Frankreich 1835 2,773,826,921 ⸗ 1:0,586
Pr. Rugl. Obl. 30. Prüm. Sch. der Sechandlung. Kur- u. Neumürk. Schuldverschr. Vereinigtes Koͤnigreich 1836.1,625,000,000 ⸗ 3) Industrie⸗Ertrag. Frankreich 1835 3,938,135,965 ⸗ Bereinigtes Koͤnigreich 1836.3,725,000,000 ⸗ 1:0,946. 4) Auswaͤrtiger Handel. 11.1“ Frankreich 1835. Einfuhr 760,726,696 ⸗ 894 Ausfuhr. 834,422,218 ⸗ Zusammen 1,595,778,01 Vereinigtes Koͤnigreich 1836. Ausfuhr. 1,500,000,000 ⸗
Danz. do. in Tb.
Grossh. Pos. do. 9 Ostpr. Pfandbr. an Pomm. do.
Seblesische do.
St. Sebald-Seb.*) *
Berl. Stadt-Obl.*) ⸗
Westp. Pfandbr.
Kur- u. Neum. do. *
104 102
85½
102 ⁄ 102 ½ 48 103 ⅛
103 ½
103 ¼
103 ½
—
10¹1½
106 ½ 103 ¾ 103 103 102 ¾
Hrl do. Mg do. do. do.
do.
Brl. Anb. Risenb. Düss Elb. Eisenb. Rhein. Risenb.
Berl.-Frankf. Kis.
Friedrichsd'or
Audere Goldmün- nen à 5 Tb. —
Disconto. —
*) D., Mvafer vergütet auf den am 2. Januar 1843 fnn
127 103
.Pots. Kisenb. do. Prior. Obl. d. Lps. Risenb. do. Prior. Obl. — 104 ½
do. Prior. Obl. — 79 ⅓
do. Prior. Obl.
do. Prior. Obl.
vCSneebhn.
8 EEI11
Hieraus ist zu ersehen, daß der Grund⸗Ertrag des Vereinig⸗
Wmechseel-Cours.
Pr. Cour. Thle. au 20 Sgr. Brief. Geld.
Amsterdam do.
Hamburg do.
ten Koͤnigreichs sich auf nicht mehr als vier Fuͤnftel von dem Grund⸗Ertrage Frankreichs belaͤuft. Dieser Unterschied erklaͤrt sich aus dem Unterschied in der Oberflaͤche des in Frankreich und in Großbritanien verwertheten Landes. In Großbritanien naͤmlich sind blos 4,600,000 Hektaren mit Getralde bebaut, in Frankreich dagegen wird auf 25 Millionen Hektaren Ackerbau betrieben. Was die industriellen Einkuͤnfte betrifft, so steht auch darin Frank⸗ reich obenan, nur die Handels⸗Einkuͤnfte betragen in Großbrita⸗ nien fast doppelt so viel als in Frankreich. 82 weitere Einzel⸗ heiten uͤber das Buch des Herrn Dutens wollen wir nicht ein⸗ gehen, um nicht in Wiederholuͤngen zu verfallen, da uͤber dieselben
Breslau
Leipzig in Couraut im 14 Thl. Fuss.. 100 Feaukfuart a. M. WA 150 Petersburg
Fl. Kurz
Pl. 2 Me. Mk. Mh.
Fr. 2 Me.
140 139 ⁄ Kurz — 2 Me. —
6 24 ½
St. 3 Me.
Pl. 2 Me. —
Pl. 2 Me. Thlr. Thlr. Pl. 2 Mt. 1 Shbl.
2 Mt. 99 ½
8 Tage —
102 ½ 1 %
3 woeb. 1
Gegenstaͤnde schon aus dem Werke des Herrn Schnitzler, welches eine aͤhnliche Arbeit ist, mehrere Auszuͤge mitgetheilt worden sind. (Vergl. St. Ztg. Nr. 231 und 241.)
———— —— — — — 8
Bü Enn g aairrEn komische Oper Meteorologische Beobachtungen.
Abende 10 Uhr.
Luftdruck . 335,38“ Par. 336,70“ Par. 336,4 30 Par. Lustwärme 10,4 ° n. + 18 %n. + 10,0° n. Thaupankt. + 5,8 0 n. + 8/70 n. + 7,2° n. Dunstaöttigung 70 pet. 49 pet. 80 pct. Regen. beiter. beiter. SW. W. 80. Würmewecbael † 18,6° Wolkenrzug... — W — 5,1⁰°.
Tagesmittel: 336,170 Par.. † 12,8 ° h.. 4 7,20 h... 66 p¹.
1842. 7. Sept.
Morgens 6 Uhr.
Nachmittage 2 Uhr.
Nach einmaliger
neobachtang. Feldmann.
Quellwärme 9,00 R. Pluasswärme 14,002 h. Bodenwärme 1I1“ Ausdünstung 8 Niederschlag 0,009 Rb.
schenfeind. .“ msterdam, 4. Sept. Antwerpen, 3. Sept.
Auswärtige Börsen. Niederl. wirkl. Sch. —. 5 8 Span. 16 ½. Zinal. —. Neue Aul. 16 ½.
Freitag, 9. Sept.
8 Freitag, 9. Sept. Gesang in 4 Akten, Sonnabend, 10. Sept.
Königliche Schauspiele.
in 3 Akten.
Sonnabend, 10. Sept. se male: Der Vertraute, Lustspiel in 3 Abth. Hierauf, zum Er⸗ stenmale: Der Sohn auf Reisen, Lustspiel in 2 Abth., von C.
Sonntag, 11. Sept. Humoristische Stu⸗ dien. Hierauf:
Im Opernhause: Don Quigote.
AKönigsstädtisches Theater. Einen Jux will er sich machen, Posse mit von J. Nestroy.
er
Verantwortlicher Redacteur Dr.
Allgemeiner Anzeiger für die Preußischen Staaten. b. Hrn. Kunsth. Hermann; in Weimar: b. Hrn. fmann und durch die Buchhandlungen
ristoph Arnold zu Dresden u. Leipjig. Statt aller LE111“ seltenen Gemals.
Bekanntmachungen.
Bekanntmachung. Nachdem nunmehr die hoͤbere Genehmigung ein⸗ egangen ist, soll unverzuͤglich mit dem Bau der Thaussee von Reinerz uͤber Lewin bis an die Boͤh⸗ u mische Landesgraͤnze bei Nachod vorgegangen und 8 versucht werden, denselben entweder im Ganzen oder nach den Haupt⸗Rubriken des Anschlags zu ver⸗ dingen. Wir haben zu diesem Zwecke auf dem hie⸗ sigen Regierungs⸗Gebaͤude vor dem Departements⸗ Rath, Regierungs⸗Assessor Koͤnig, auf Sonnabend den 24. September einen Termin anberaumt, an welchem wir 12 Uhr sich einzufinden mit der Bemerkung hierdurch einladen, daß der Anschlag und die naͤheren Bedin⸗ gungen, welche von den gewoͤhnlichen im Allgemei⸗ nen nicht abweichen, vom 12ten k. Mts. ab auf dem Regierungs⸗Gebaͤude in unserer Registratur einzu⸗ sehen sind. Breslau, den 3. August 1842. Koͤnigliche Regierung. Abtheilung des Innern.
1 betraͤgt. ferner
und deren etwa
Herzoglich Rothwendiger Verkauf.
seit dem Jahre 1809 dessen Deposital⸗Vermoͤgen 9 Thlr. 28 sgr. 6 pf.
5) die unbekannten Erben der am 20. April 1840 zuru Proschowitz verstorbenen Susanna verw. findet. Bayda, deren Verlassenschaft in 7 Thlr. 17 Sgr. a zuruͤckgelassene Erben oder Erbneh⸗ mer werden hiermit oͤffentlich vorgeladen, nen neun Monaten, spaͤtestens aber in dem auf 1 den 16. September 1. - fruͤh um 10 Uhr in Unternehmungslustige bis Mittags hesetzten Termine entweder schriftlich oder persoͤnlich ch zu melden und die weitere Anweisung, im Aus⸗ bleibungsfalle aber . erklaͤrt und uͤber i Erbfolge eingeleitet, sche Verlassenschaft gung getroffen werden wird. Schloß Ratibor, den Ratiborsches Gericht der Guͤter Binkowitz und Altendorf ꝛc.
von da verschollen ist und von ihm unterschriebenes Verzeichniß der Nummern seiner Quittungsbogen oder Actien in einem doppel⸗ ten Exemplare zu uͤbergeben hat, indem der Einlaß nur gegen Vorzeigung des einen dem Praͤsentanten zustellenden Exemplars dieses Verzeichnisses statt⸗ , 99 8 Sbenbes aeageg b er Verwaltungsrath der Ober⸗Schlesischen Eisen⸗ bahn⸗Gesellschaft. E “ Kaufgesuch einer Apotheke. b Eine Apotheke wird von einem zahlbaren Kaͤufer zu kaufen gesucht. — Hierauf Reslektirende wollen das Naͤhere unter verstegelter Adresse: „Aesculap . M. 147.“ dem Koͤntgl. Intelligenz⸗Comtoir zu Ber⸗ 7 gewaͤrtigen, daß fuͤr todt lin mittheilen. Offerten von dritten Personen blei⸗ re Verlassenschaft die gesetzliche ben unberuͤcksichtigt.
888 uͤber 2— Saesanus Gayda⸗ — onst na fuͤ⸗
ch den Gesetzen Verfü „Wegen anhaltender Kraͤnklichkelt des Besitzers soll in einer Stadt Pommerns von circa 8000 Einwoh⸗ nern und 3 Bataillonen Garnison die einzige Buch bandlung des Orts, zu welcher außer anderen Ar⸗ tikeln der Verlag und die Herausgabe eines Wo⸗
8. k. J. hiesiger Gerichts⸗Kanzlei an⸗
20. Dezember 1841.
u Berlin, den 19. Februar 1842. 1“ Egee vmele ncch Kuͤster C vrsteragnang oder
„ mit vorgeladen. von O
—
Gregenstäaͤnde n dieser Versam 1) die im §. 27
8 Ediktal⸗Cit 8 a tion „Folgende Personen, welche seit IX. ihrem Leben und Au rer Zeit von nine⸗ 4 8 8 “ keine Nachricht gegeben 1) der Seilergeselle Joseph Joschko aus⸗ welcher zuletzt im Ja lch aus Sennten, 88 Ungarn von sich Nachricht egeben, dermalen 35 Jabr alt ist und im biesecen Deposito ein Vermoͤgen von 29 Thlr. 19 sgr. 4 pf. hat; 2) der Bartholomaͤus Cypra aus Proschowitz, wel⸗ cher dermalen ungefaͤhr 64 Jahr alt und seit 44 Jahren verschollen ist und ein Deposital⸗
Bahnstrecke
ges, so desselben.
o werden
erfolgen
3) der Johann Gallus aus Janowitz, liches Alter nicht bekannt, welcher aber bereits 17 Jahr verschollen ist und der ein Devosital⸗ 2812ꝙ von 6 Thlr. 17 sgr. 1 pf. besitzt;
0 S
8 in dem 4) der J Sch us Neugarten, welcher
Dsber⸗-Schlesische Eisenbahn. Die Herren Aectionaire der Ober⸗Schlesischen Ei⸗ senbahn laden wir dentlichen General⸗Versammlung auf den 5. Oktober c., Nachmittags 3 Uhr, m hiesigen Boͤrsen⸗Lokale ergebenst ein. der Berathung und Beschlußnahme mlung werden seyn:
Festsetzung der ¹ ppeln aus bis 6 Uügen sed, Festteung des hierzu erforderlichen Betriebe Inpentn n und des erforderlichen
wie die Art und Weise der Beschaffung
ollt . der — bezeichneten Tage der Gegenstand
Stunde Fortsagnn nüchifolgenden Tagen zu gleicher
Verinogen von p Thir. 11 sar Af⸗ bestor; funs eobemeben, dos in Gemaͤßbeit §. 29. des Sta⸗ dessen eigent⸗ lung beiwohnen will, veic⸗
. Oktober c. Bär. in h, seine Quittungsbogen oder Ackien
sonst auf genuͤgende Wei 1e neirgagscsn vder z hig⸗ folgte Niederlegung nachteweifene
chenblattes, ferner Papierhandlung und eine Leihbibliothek von über 3600 Banden, eine Buchdruckerei mit den nzotbigen Schriften und eine Steindruckerei ehoͤrt, mit saͤmmtlichen Vorraͤthen fuͤr den festen Preis von 8000 Thlr. aus freier Hand verkauft werden. Herr Buchhaͤndler L. Hold in Berlin befoͤrdert Anfragen sofort.
hierdurch zu einer außeror⸗
Oelgemaͤlde⸗Versteigerung. Montag den 26. September d. J. sollen zu Dres⸗ den durch Unterzeichneten eine Sammlung sehr werthvoller Oelgemaͤlde versteigert werden, welche in den letzteren Jahren des 16ten und den ersteren des 17ten Jahrhunderts aus den Gegenden am Rhein, in Bayern, Oester⸗ reich, Boͤhmen, Schlesten und 25 zusammenge⸗ bracht worden sind und Fesger eils altere emaͤllde aus den Schulen und in der Manier der Meister Lucas Cranach — Mabuse — Rubens — Ruis⸗ dael — Rembrandt — Boll — Palamedes — eter de Laar — Raph. deUrbino — Hackert — V Seen — Dietrich — Wauvermann ꝛc. ent⸗ alten.
Das gedruckte Verzeichniß ist auf 4 Ver⸗ langen 1- haben: in Berlin: b. Hrn. Asher, Hrn. Link, Kunsthaͤndl., u. Hrn. Mayer, Antiquar; in b. Hrn. Buchhaͤndl Barth und den Kunst⸗ handlern Hrn. Boͤrner und Rud. Weigel; zu Hamburg: 6. Hrn. Harzer, Makler; in Manchen:
sub 2. des Statuts vorbehaltene Richtung, in welcher die Bahn
zur Landesgraͤnze weiter zu Art und Weise der Aufbrin⸗
zur vollstaͤndigen Herstellung der
benoͤthigten Kosten⸗Betra⸗
nicht vollstaͤndig erledigt werden,
und Schluß der Verhandlung
er der
gehagtrn s, ge eral⸗Versamm
spaͤtestens bis zum
Gesellschaft
müdritten Orte er⸗ und gleichzeitig ein
Buchh. Ho * des Hrn. C
wird bemerkt: daß der gr
Im Opernhause: Die beiden Schuͤtzen, 8 Musik von Lortzing. Im Schauspielhause:
111n
Alpenkoͤnig und der Men⸗
J. B. Zinkeisfen.
Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerel.
ere Theil derselben sich
bei der hier abgehaltenen Ausstellungl der Tiedge⸗Stif⸗
tung befunden und von echten 1 Sammlung wahrhaft alterthuͤmlicher
eine und seltener
Kennern als
Leistungen anerkannt und bewundert worden ist. Dresden, den 2. September 1842.
11“
Carl Ernst Heinrich,
Koͤnd
Gasthofs⸗Verpachtung. 1 89- einer vorzugsweise von Fremden Residenzstadt Deutschlands
gl. und Raths⸗Auctionator. “ I1““
besuchten ist ein komplett einge⸗
richtetes frequentes Hotel von Dato oder beliebiger Zeit an zu verpachten. Naͤbere Auskunft ertheilt das Nachweisungs⸗Com⸗
toir von Fischer in Leipzig.
u““ *
gehen die au
ten schnellfahrenden Hamburger
Hamburg nach Helgoland ““
fs bequemste und eleganteste eingerichte⸗
ampfschiffe
„Patriot“ und „Elbe“
jeden Dienstag, Donnerstag u. Sonnabend bis incl. den 24. September d. J. Weitere Auskunft wie Billette ertheilen in
Berlin die Herren derschen Markt Nr.
vSnee K
Meyer, Wer⸗
Hamburg, den 1. Sept. 1842. Julius Kuͤhne.
Literarische Anzeigen. In Leipzig bei F. A. Brockhaus ist erschienen
und in allen Buchhandlungen bei E. S. Mittler (Stechbahn 3): Gedichte von K.
(Otto von De in den besten 5en 1 Preis 1
bereits viel
Schulen enthaltend am 5. Oktbr. u. f. T u. f. T. in Berlin,
werden soll,
ist
Rauch zu haben.
zu haben, in 2 8
itschri
lden, Werthvolle
„welche, und zwar die 1ste Abth.
Zimmerstraße Nr. 65, versteigert
„ die 2te Abth. am 21. Novbr. bei dem dee.e T, eahee
3½ MNonte Un cour. 79. 90.
Zum Ersten⸗
* General 8 Hofstaat des Grafen von Paris; Stand der Befestigungs⸗Arbei
ten. — Die Legitimisten in ihrer Stellung zu den
Kommissarius fuͤr die saͤmmtlichen Untergerichte des
1
E“
1.“
Allgemei
e Staats
8
8 5
8 8
“] — —
4 8 1 8 8 1 1 3114 Sen v zn Hez, u 86 81 „ 8 8 agn . .
. 8 2 . * 3 8 . 88 3
Amtliche Nachrichten⸗ Fetliche St. Petersburg. Kaiserl. Manifest, die
uͤrstin betreffend. 2 Frungeharzne Feesn nccerfcfran von der Afrikanischen Kuͤste. —
ugegud. — Vermischtes. — Briefe aus Paris. (Der
arteien und ur Regierung.)
Großbeiganieg und Irland. London. Zeit der Ruͤckkehr des Franzoͤsischen Botschafters. — Die Koͤnigl. Fahrt nach Schottland. — Wein⸗Einfuhr. — Vermischtes.
Deutsche Bundesstaaten. Muͤnchen. Bevorstehende Reise des Herzogs und der Herzogin von Leuchtenberg. — Schreiben aus Dresden. (Die Ereignisse am 4. September, der Waldbrand an der Boͤhmischen Graͤnze.) — Leipzig. Feuersbruͤnste in Oschatz und Meißen. — Stuttgart. Abreise des Koͤnigs. — Karls⸗ ruhe. Abgeordneten⸗Kammer. Antraͤge auf Foͤrderung der Wein⸗ Production. .
Syrien. 2 in Kurdistan. — Die Pascha's von Damaskus und Bagdad. 1 Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerika. Brief aus Paris.
(Schuldenwesen der Union; Naturalisation; Auswanderung.)
Inland. Koͤln. Worte Sr. Majestaͤt des Koͤnigs bei der Grund⸗ steinlegung des Dombaues. — Dombau⸗Urkunde und Grundstein⸗ Inschriften. — Bruüͤhl. Ankunft Ihrer Majestaͤten. — Koblenz. Reise des Koͤnigs von Wuͤrttemberg.
Das Militairwesen in Chiliininäͤäagag. öI1“
Amtliche Uachrichten Ksrronik des Tages.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben Allergnaͤdigst geruht:
Dem Premier⸗Lleutenant von Roͤder IJ., aggregirt dem ssten Garde⸗Regiment zu Fuß und militalrischen Begleiter des Prinzen Alexander von Preußen Koͤnigl. Hoheit, den Rothen Adler⸗Orden vierter Klasse zu verleihen.
ustiz⸗ reises Lebus mit Anweisung seines Wohnorts in Fuͤrstenwalde, und zu⸗ gleich zum Notar in dem Departement des Ober⸗Landesgerichts zu Frankfurt a. O., und
Der bisherige Land⸗ und Stadtgerichts⸗Assessor Hinze zum Justiz⸗Kommissarius fuͤr die saͤmmtlichen Untergerichte des Uecker⸗ mäuͤnder Kreises, mit Anweisung seines Wohnorts in Pasewalk, bestellt worden.
Angekommen: Der Kaiserlich Oesterreichische Wirkliche Geheime Rath und Kaͤmmerer, außerordentliche Gesandte und bevollmaͤchtigte Minister am hiesigen Hofe, Graf von Traut⸗ mannsdorff⸗Weinsberg, von Perleberg. 116
Der Ober⸗Landesgerichts⸗Assessor Christiani ist zum
—
Zeitungs-Nachrichten. Aluslandd.ʒ
“ Nußland und Polen.
St. Petersburg, 3. Sept. Die Entbindung Ihrer Kai⸗ serl. Hoheit der Frau Großfuͤrstin Caͤsarewna von einer Prinzes⸗ n (was wir bereits unter Warschau gemeldet, wohin die Nach⸗
cht durch den Telegraphen gekommen war) ist am 30sten v. M. erfolgt und wurde den Einwohnern der Hauptstadt durch Kano⸗ nendonner verkuͤndet. Es ist bei dieser Gelegenheit folgendes Kai⸗ serl. Manifest erschienen: 11
„Von Gottes Gnaden Wir Nikolai der Erste, Kaiser und Selbst⸗ berrscher aller Reußen u. s. w. thun allen Unseren getreuen Unter⸗ thanen kund. Am 18. (30.) dieses August⸗Monats ist Unsere geliebte Schwiegertochter, die Casarewna und Großfuͤrstin Maria Alexan⸗ drowna, Gemahlin Unseres geliebten Sohnes, des Thronfolgers und Caͤ⸗ sarewit c von einerPrinzessin entbunden worden, welcheUns Enkelin und Ihrer Kaiserlichen Hoheiten Tochter ist und den Namen Alexandra erhal⸗ ten hat. Diesen Zuwachs Unseres Kaiserlichen Hauses erkennen wir als ein neues Segenszeichen des Allerhoͤchsten, welches uͤber Uns und Unser Reich ausgestroömt worden, und indem Wir dies Unseren getreuen Unterthanen verkuͤnden, sind Wir uͤberzeugt, daß sie alle mit Uns ihre herzlichen Gebete fuͤr die Erhaltung und das Gedeihen der Neu⸗ geborenen zu Gott richten werden. Wir befehlen, in allen Doku⸗ menten schriftlich und muͤndlich, wie es sich gebuͤhrt, dieser Unseren Neugeborenen geliebten Enkelin den Titel Großfärstin und Kaiser⸗ liche Hoheit beizulegen. Gegeben in Zarßkoje⸗Sselo, den 19. Aug. im Jahre nach Chr. G. 1842 und Unserer Regierung im siebzehnten. (Gez.) Nikolaus.“
Die Kanzlei des Comité's und der Kommission fuͤr den Bau einer Eisenbahn zwischen Petersburg und Moskau ist jetzt wieder aufgehoben und der bisherige Direktor derselben, Wirkliche Staats⸗ rath Fischer, zum Direktor des Eisenbahn⸗Departements bei der General⸗Direction der oͤffentlichen Bauten ernannt worden.
Frankreich.
Paris, 4. Sept. In Folge eines vorgestern stattgehabten Minister⸗Conseils sind Depkschen, die von der groͤßten Wichtigkeit seyn sollen, an den Admiral la Susse, Befehlshaber des Levante⸗ Geschwaders, abgesandt worden. Sogleich nach dem Schlusse des Conseils reiste der Admiral Duperré nach Eu ab.
Man will wissen, daß die Regierung Nachrichten von sehr erhalten habe, worin der von der
neuem Datum aus Tripoli
Malta Times gemeldeten Ermordung von vier Franzosen mit
„ Sonnabend den 10 ten
keiner Sylbe erwaͤhnt wird. Man findet es auffallend, daß dle ministeriellen Journale jene Angabe der Malta Times nicht widerlegen.
Man schreibt aus Toulon vom 29. August. „Wir erfah⸗ ren heute, daß die Amerikanische Fregatte „der Kongreß“, von 60 Kanonen, dem ein Schiff derselben Nation vorausging, zu Mahon angekommen ist. Die Escadre der Vereinigten Staaten im Mit⸗ telmeere wird hun 2 Linienschiffe, 2 Fregatten und 2 Korvetten stark seyn. Der Amerikanische Commodore hat einen seiner Offi⸗ iere zum Kaiser von Marokko geschickt, der unter verschiedenen
orwaͤnden sich geweigert hat, ihn zu empfangen. Wir sind dar⸗ auf gefaßt, bald zu erfahren, daß die See⸗Streitmassen der Union Tanger bombardirt haben, um fuͤr die dem Amerikanischen Kon⸗ sul geschehene Beleidigung Rache zu nehmen. Die Division Leray bleibt ohne Zweifel an den Kuͤsten Marokko's, um unsere Lands⸗ leute zu schuͤtzen, wenn der Amerikanische Commodore sich dazu entschließt, Gewalt anzuwenden.“
Vor einiger Zeit erhielt bekanntlich der General Bugeaud Befehl, sich nach Paris zu begeben, um bei der Abstimmung uͤber das Regentschafts⸗Gesetz zugegen zu seyn. Dies geschah zu der Zeit, als man noch glaubte, der ministerielle Gesetz⸗Entwurf werde zu sehr stuͤrmischen Debatten Anlaß geben, und das Votum duͤrfte zweifelhaft seyn. Spaͤter, als man uͤber diesen Punkt beruhigt war, erhielt der General⸗Gouverneur Gegenbefehl. Man versichert jedoch, daß das Projekt, ihn durch den General von Rumigny zu ersetzen, noch nicht aufgegeben sey. Auch will man wissen, daß nunmehr der Herzog von Aumale zum Vice⸗Koͤnig von Algier be⸗ stimmt sey, da die gegenwaͤrtige Stellung des Herzogs von Ne⸗ mours ihm nicht erlaubt, sich in jener Eigenschaft nach Algier zu begeben. Der General Bugeaud wuͤrde, dem Vernehmen nach, zum Marschall und Pair von Frankreich ernannt werden.
Herr Locke, Ober⸗Ingenieur der Eisenbahn von Paris nach Rouen, hat in seinem vor kurzem an die Actionaire abgestatteten Bericht uͤber den Stand der Arbeiten auf dieser Linie bestimmt erkaͤrt, daß die Bahn, wenn die Schienen zur gehoͤrigen Zeit ge⸗ liefert wuͤrden, bereits im Maͤrz oder spaͤtestens im Mai kuͤnftigen Jahres, also zwei Jahre vor dem festgesetzten Termin, vollendet seyn werde. Bis zum 30. August hat diese Bahn 27,428,591 Fr. 31 Cent. gekostet.
Der Cassationshof beschaͤftigte sich heute mit dem Prozesse des seither nicht erschienenen Temps. Bekanntlich wurde der verantwortliche Herausgeber, der Haupt⸗Redacteur des Blattes, in erster Instanz zu 100,000 Fr. wegen falscher Erklaͤrung des Cautions⸗Eigenthums und wegen Umgehung gewisser Preßgesetze verurtheilt; zu gleicher Zeit verordnete das Gericht die Unterdruͤk⸗ kung des Blastes. Als die Verurtheilten bei dem Konigl. Ge⸗ richtshofe appellirten, wurde die Geldstrafe auf 20,000 Fr. herab⸗ gesetzt und das erste Urtheil auch in anderen Beziehungen gemil⸗ dert und erlaubt, das Journal forterscheinen zu lassen. Der Ge⸗ neral⸗Prokurator wendete sich aber an den Cassationshof. Dieser beschaͤftigte sich nun heute mit dieser Angelegenheit. Nach einer zweistuͤndigen Berathung erkannte der Cassationshof die Verletzung gewisser Gesetz⸗Artikel bei der Faͤllung des Appellations⸗Urtheils an und verwies den Prozeß des Temps an den Gerichtshof von Amiens.
Der Herzog von Nemours, welcher Paris wieder verlassen und sich nach Compiègne begeben hat, um die dort versammelten Truppen zu inspiziren, fand im Lager zu St. Omer eine steinerne Pyramide, die zum Andenken des Herzogs von Orleans allein durch die Haͤnde der Soldaten errichtet war. Dieses einfache und geschmackvolle Monument war von Herrn Pradier, Lieute⸗ nant im 11ten Infanterie⸗Regiment, entworfen und unter seiner Leitung auf gemeinschaftliche Kosten der Offiziere und Soldaten ausgefuͤhrt worden.
Auf der Vorderseite liest man folgende Inschriften:
„Zum Andenken Sr. Koͤniglichen Hoheit des Herrn Herzogs von Orleans, ihres Generals en Chef, die 2te Infanterie⸗Division des Operations⸗Corps an der Marne. G Antwerpen. 1832 Eiserne Thore. 1839 Maskara. 1835 Teniah de Mouzaya. 1840 Aufgerichtet von der 2ten Division und erbaut von den vier nfanterieRegimentern. 8 Begonnen den 9. aen und bemndigt den 20. August 1842. 2te Infanterie⸗Division. General⸗Lieutenant d'Hautpoult. 8 1ste Brigade. 2te Brigade. General Galinier. General Talandier. 4Ates Linien⸗Regiment. 17tes Linien⸗Regiment. 11⸗ 2 2 55⸗ 2 8 L“ 10tes Regiment Chasseurs zu Pferd.
* Paris, 4. Sept. Einer Koͤniglichen Entscheidung zufolge, soll der bisherige Hofstaat des verstorbenen Herzogs von Orleans nun doch auf den Grafen von Paris uͤbergehen. General⸗Lieutenant Baudrand hat den Titel und die Function eines ersten Adjutanten des Grafen von Paris erhalten, General Marbot, der kuͤrzlich eine Mission nach dem Haag erhielt, und Graf Montgugon sind Adjutanten, Honorar⸗Adjutanten der Oberst⸗Lieutenant Chabaud Latour und der Herzog von Elchingen, Sohn des ehemaligen Na⸗ poleonistischen Marschalls. Ordonnanz⸗Offizier des Grafen von Paris ist Bertin de Veaux. Graf Cambis erhielt die Functionen als Stallmeister, Herr von Boismilon, der viele Jahre hindurch die Erziehung des Herzogs von Orleans leitete und sein aͤltester Vertrauter war, bleibt als Geheimer Secretair beim Grafen von
aris, außerdem gehoͤren zwei Aerzte zum Haushalt des Prinzen. ie Erziehung leitete die Herzogin von Orleans von jeher selbst.
Die Bauten bei der Pariser Befestigun sind auch in den
agen der groͤßten Hitze, die hier einige 28 hindurch bis zu inem seit vielen Jahren nicht erreichten Grad gestiegen war, kei⸗ esweges unterbrochen worden. In den jetzt verflosfenen 8 Mo⸗ aten des Jahres 1842 sind so viele Entrepreneurs dieser Arbei⸗ ten aus verschiedenen Gruͤnden entweder von ihren Kontrakten abgestanden und falliirt, daß sich jetzt der eigenthuͤmliche Umstand hervorstellt, daß die Regierung, naͤmlich das Ingenieur⸗Corps der
HLHee Großbritanien und Irland. 87
September
Armee, jetzt schon wenigstens die Haͤlfte aller Arbeiten um Paris selbst leitet und folglich die Regierung, wie zu erwarten steht, in 2 Jahren die Leitung der ganzen Arbeiten in ihren Haͤnden haben wird. Auch bemerkt man, daß die Ingenieure (das Genie⸗Corps) die Arbeit wohlfeiler herstellen als die Civil⸗Unternehmer; theils liegt dies in der militairischen Leitung und Beaufsichtigun der Arbeit, theils auch in dem leicht erklaͤrlichen Umstande, daß die Ingenieure dies Handwerk besser verstehen, als die Civil⸗Un⸗ ternehmer, uͤberdies auch bei diesen Arbeiten mit mehr Rechtlich⸗ keit, und ohne den Unterschleifen die Hand zu bieten, zu Werke ——+4 Man fragt sich aber noch immer, was wird man nach der Been⸗ 1 digung oder nur beim raschen Fortschritt der Arbeiten mit der 25 — 30,000 Ks;ͤpfe starken, bei der Befestigung beschaͤftigten Bevoͤllke⸗ rung von Handwerkern, Maurern, Tageloͤhnern u. s. w. anfangen, welche man alle zu diesen außerordentlichen Arbeiten nach Paris und der Umgebung gezogen hat? Es sind uͤbrigens seit einiger Zeit mehrere Aenderungen in dem urspruͤnglichen Plan der Befestigungen von Seiten der Befestigungs⸗Kommission vorgenommen worden. Die 14 neuen Forts sollten nur 61 Fortifications⸗Fronten bieten, 3 jetzt aber ist Folgendes angeordnet worden. Die Einfassungslinie soll 94 Fortifications⸗Fronten mit einer Ausdehnung von 39,126 Metres bilden. Die aͤußeren Arbeiten sollen 65 Fortifications⸗Fronten mit einer Ausdehnung von 22,263 Metres bilden. Diese Vergroͤße⸗ rung des urspruͤnglichen Planes ruͤhrt daher, weil man eine große befe⸗ stigte kasemattirte Kavallerie⸗Kaserne auf der linken Seite der Straße nach Lille erbauen will. Diese große Kaserne ist in den sge offiziellen Berichten gar nicht erwaͤhnt worden. Diese auf einer Hoͤhe u erbauende Kavallerie⸗Kaserne wird 4 Fortifications⸗Fronten usdehnung haben. Ferner hatte man die Absicht, fruͤher ein großes befestigtes Magazin in Bercy auf dem rechten Seine⸗Ufer innerhalb der Befestigungs⸗Linie zu errichten. Dieses fuͤr unge⸗ heure Materialien bestimmte Magazin, kasemattirt und stark be⸗ festigt, sollte den Verproviantirungsort oder das sogenannte Zeug⸗ haus oder Arsenal fuͤr die ganze Pariser Umfassungs⸗Linie bilden. 82 Man hat jedoch gefuͤrchtet, daß ein solches Arsenal so nahe der Stadt und der beweglichen Bevoͤlkerung der Vorstadt St. Antoine nicht gut placirt und es vorsichtiger waͤre, dasselbe dem Fort von Vincennes beizufuͤgen. Deshalb, so wie zur Erbauun einer großen Kavallerie⸗Kaserne nebst Staͤllen, werden auch in Vincennes jetzt so bedeutende Neubauten angeordnet. Vincennes soll gegen alle Ueberrumpelung und gegen jeden Angriff, selbst der dichtesten Volksmassen, sollten sie auch Militair⸗Abtheilungen un ter sich zaͤhlen, geschuͤtzt werden. Vincennes wird also gewisser⸗ maßen die groͤßte Citadelle von Paris.
Es wuͤrde mich zu weit fuͤhren, Ihnen andere Punkte der neuen Befestigungen anzudeuten; so viel genuͤge nur, zu wissen, daß selbst auf dem linken Ufer der Seine das Mauerwerk der Bastio nen dort aͤußerst rasch vorschreitet, wo vor 2 ½ Monaten kaum ein Graben⸗Aufwurf zu bemerken war. Die Eisenbahn des linken Seine⸗Ufers fuͤhrt an diesen Arbeiten vorbei. Das Fortifications⸗ Comité besteht jetzt aus einem sehr bedeutenden Personal. Es ge⸗ hoͤren dazu: 1 Praͤsident, General⸗Lieutenant und Pair von Frank⸗ reich, 1 General⸗Inspektor, 3 General⸗Lieutenants, 9 Maréchaux de Camp, 4 General⸗Inspektoren, General⸗Lieutenants, 10 Gene⸗ ral⸗Inspektoren, Maréchaux de Camp, 27 Obersten, 29 Oberst⸗ Lieutenants, 81 Bataillons⸗Chefs, 250 Capitaine vom General⸗ stabe und 3 Lieutenants vom Generalstabe. 8*. Paris, 4. Sept. Wenn die Zeitungen nicht mehr mit den Staats⸗Angelegenheiten sich zu beschaͤftigen haben, so versinken sie in ihre Partei⸗Interessen; es entspinnt sich dann ein Krieg um Grundsaͤtze und Lehren. Diese Polemik, welche oft Alles mit sich fortreißt, ist eines der Kennzeichen des Franzoͤsischen Jour⸗ nalismus; nur bei uns findet man Schriftsteller von so bestaͤn⸗ diger Streitsucht. Zum hundertstenmal haben die ministeriellen und Oppositionsblaͤtter schon mit den legitimistischen Journalen angebunden. Dieses Mal indeß traten die konservativen Blaͤtter durchaus friedlich auf; sie kamen der legitimistischen Partei ent⸗ gegen, indem sie zwischen sich und ihr eine gewisse Gemeinschaft der Grundsaͤtze aufzustellen suchten, aus welcher eine Gemeinschaft der Richtungen, das heißt eine Stuͤtze fuͤr die Regierung, entspringen sollte. Die legitimistischen Blaͤtter wollen aber von dieser Schluß⸗ folgerung nichts wissen und protestiren laut gegen jeden Versoͤhnungs⸗ Gedanken. Diese Betheuerung hindert jedoch nicht, daß wir 8 lich Abtruͤnnige sehen, und daß etwa ein Dutzend legitimistischer Deputirten die Regierung insgeheim unterstuͤtzen. Zwar sind den Exaltirten der Partei und den Zeitungen diese Anbequemungen sehr unangenehm, da sie ihre letzten Hoffnungen zerstoͤren, aber sie fin⸗ den nun einmal statt, und man kann sich am Ende nicht verheh⸗ len, daß seit einem oder anderthalb Jahren eine Bewegung in der legitimistischen Partei vorgeht, die der Juli⸗Regierung und der neuen Dynastie sehr guͤnstig ist. In dem Maße, wie die jetzige Regierung sich befestigt, wie Ruͤhe und Ordnung immer dauerhafter begruͤndet werden, wie man zu den monarchischen Traditionen zuruͤckkehrt und die Opposition an Boden verliert, in demselben Maße muͤssen auch die Legitimisten ihren Hoffnungen entsa⸗ gen und sich wieder in die Staats⸗Angelegenheiten zu mischen suchen. Die Regierung beguͤnstigt natuͤrlich diese Reaction, und sie wird unter allen Umstaͤnden einen Legitimisten einem Oppositions⸗ Mitgliede vorziehen. Ist der Erstere einmal gewonnen, so bringt er seinen Beitrag von konservativen Grundsaͤtzen mit und verstaͤrkt offenbar die Regierungs Gewalt; wogegen der Letztere sie nur zu schwaͤchen und ihre Thaͤtigkeit zu hindern bemuͤht ist. Daher erklaͤrt sich leicht die Vorliebe der Regierung, so wie das Geschrei der Oppo⸗ sition, welche gern die Legitimisten als unversoͤhnliche Feinde be⸗ handeln saͤhe. Die Blaͤtter dieser letzten Partei suchen jene Be⸗ wegung so viel als moͤglich zu verbergen und fuͤhren eine groß⸗ prahlerische Sprache, die oft sehr laͤcherlich wird. öIII1a
sis Sept. Graf St. Aulaire wird, dem Verneh 1
London, 3. Sept. Ftob f seinen hiesigen Bot⸗ men nach, erst um die Mitte des Oktober n Fn schafterposten zuruͤckkehren. Das Personal der Hausk