uung der Praͤklusion, zu diesem Termine hierdurch vorgeladen.
Hypotbekenschein sind in der Registratur einzusehen.
Interesse derselben die erforderlichen Maßregeln fuͤr
denstandes Alle, welche aus irgend einem Rechts⸗
8 ber dieses Jahres, Nachmittags 3 Uhr, vor uns auf hiesiger Weinkammer gehdrig v—ZSög und nachzuweisen, wobei die auswaͤrtigen
werden ausgeschlossen werden.
8
2
am 16. Juni 1843, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und
Der eingetragene Besitzer, Kanzlei⸗Seeretair und Lieutenant a. D. Carl Ludwig Schmidt, oder dessen Erben, und die eingetragene Glaͤubigerin, Wittwe Thiele, Dorothee Henriette geborene Derter, oder deren Erben, so wie die unbekannten Realpraͤtenden⸗ ten, werden, und zwar Letztere unter der Verwar⸗
ai 8. nneitaHf Har PProclam a.. Nachdem uͤber das Vermoͤgen des hiesigen Kauf⸗ manns Nicolaus Friedrich Gau bei dem Andraͤngen seiner Glaͤubiger concursus formalis eroͤffnet und im
die Sicherung der vorhandenen Masse und deren Ad⸗ ministration durch eine bestellte Kuratel getroffen wor⸗ den, werden zur gehoͤrigen Konstatirung des Schul⸗
runde an den genannten Gemeinschuldner und des⸗ en Vermoͤgen, und namentlich an das dazu gehoͤ⸗ rende, in der Heiligengeist⸗Straße sub Litt. A. No.
2 1 2 4 des dargestellten Gegenstandes, welcher bei Landschasten und Genrebildern mit beson- derer Genauigkeit anzugeben seyn wird, ist an den Blendrahmen oder an die Rückseite des IHauptrahmens der Gemälde sorgfältig zu besfesti- gen. — Wo diese Vorsicht nicht beobachtet wird, trägt der Uebersender jeden Nachtheil, der durch etwanige Beschädigung oder Verwechselung geschehen könnte. Die Verpackungs- und Frachtkosten bezahlt der die Kunstwerke empfangende Verein, jedoch mit Ausnahme der Post-Sendungen, welche letztere nur portotrei angenommen werden. Es muss dem betheiligten Vereine aber vor der Absendung der Kunstwerke durch Fracht, unter der Adresse der zu §. 2. genannten Empsänger, davon durch die Post eine kurze Benachrichtigung mit Angabe der Grösse der Kunstwerke und der Signatur der Kiste, dergestalt zeitig gegeben werden, dass nach dem gewöhnlichen Postenlaufe noch hinreichende Zeit für den betheiligten Verein bleibe, um die zur Sache gehörigen Verfügungen zu treffen. — Auch die Rücksendungskosten der etwa unver- kauft gebliebenen Sachen übernehmen die Vereine. Künstler und Privat-Personen, die von den Ver-
338 hierselbst belegene Wohnhaus und Waaren⸗Lager Forderungen und Anspruͤche haben, biermit aufge⸗ fordert, solche in nachstehenden Terminen, als: am 3. oder 17. November, oder am 1. Dezem⸗
reditoren un⸗ ter dem Praͤjudiz ihrer Nichtberuͤcksichtigung bei den uͤber die Masse zu treffenden Dispositionen zugleich hiesige Bevollmaͤchtigte zu bestellen haben, widrigen⸗ falls sie durch die in oͤffentlicher Diaͤt am 14. Dezem⸗ ber d. J. zu publizirende Praͤklusiv⸗Erkenntniß von aller Theilnahme an der vorhandenen Konkurs⸗Masse WEE IAGE; ’
Stralsund, den 19. Oktober 1842. Verordnete zum Stadtkammergericht. (L. S.) Erichson.
Z
Bekanntmachung.
den Debit der dort gewonnenen Braunkohlen kon- sfrraktlich für Berlin übernommen, dies dem resp. Pu- likum hierdurch bekannt zu machen.
einen nicht aufgesordert sind, haben sich wegen der Uebersendung an die §. 2. genannten Her- ren zu wenden, alle direkte Sendungen ohne diese Vermittelung gehen auf Kosten der IIerren Einsender.
Königsberg, im Oktober 1842.
Namens der Kunstvereine zu Danzig, Breslau und Posen, deren Haupt-Geschästsführer H. Degen.
Anzeige die Rauener Braunkohlen betreffend.
Nachdem die Kohlen-Bergwerke des Herrn von Rappard zu Rauen bei Fürstenwalde nunmehr durch eine Eisenbahn mit der Spree in Verbindung gesetzt sind, so dass täglich mehrere Kahnsladungen verschifst werden können, erlauben sich Unterzeichnete, welche
Bestellungen auf Braunkohlen werden vom heuti-
Das zum Nachlaß des verstorbenen Rentier Herrn Fr. W. Schnackenburg gehoͤrende, hier am Haus⸗ oigtei⸗Platz Nr. 7 belegene Grundstuͤck, soll aus reier Hand verkauft und kann in den Tagen vom ten bis 12ten d. M., taͤglich von 2 bis 4 Uhr, be⸗ sichtigt werden. Die Beschreibung desselben und die Verkaufs⸗Bedingungen liegen ebendaselbst und au⸗ ßerdem bei dem Unterzeichneten, Vormittags von 9 — 12 und Nachmittags von 3 bis 5 Uhr, zur Ein⸗ sicht bereit. Kauflustige werden eingeladen, am 14ten d. M., Rachmittags um 4 Uhr, ihre Gebote bei dem Unterschriebenen abzugeben. Berlin, den 2. November 1842. Bode, Justizrath,
gen Tage ab bei uns sowohl von Wiederverkäufern, so wie von grösseren und kleineren Konsumenten, an- genommen und zur Ausführung nach der Reihenfolge notirt. Die bereits bestellten Quantitäten sollen so viel als möglich von den erst ankommenden Ladun- gen, welche wir binnen 8 Tagen erwarten, befriedigt werden.
Lieserungen von jedem beliebigen Umfange können sosort realisirt werden, wenn der Abnehmer die Koh- len von der Ablage: Grosse Tränke diesseits Für- stenwalde, selbst verschisst.
Da die durch den niederen Wasserstand herbei- geführten hohen Frachten den Preis der Braunkohlen
als Testaments⸗Exekutor. Konigsstraße Nr. 62. H8 (Eingang Heiligegeiststraße Nr. 26.) s . LE“ 1“ ühun ab 1“ Bekanntmachung,“
die Ausstellungen der Kunst-Vereine zu l)anzig, Kö- nigsebrg in Preussen, Stettin, Breslau und Posen im
Jahre 1842/43 betreffend.
Die verbundenen Kunst-Vereine zu Danzig, Kö-
nigsberg in Preussen, Stettin, Breslau und Posen wer- den, wie im Jahre 1841, so auch im Jahre 1842 /43, vom 28. Dezember 1842 bis ultim. Juli 1843, nach der eben angegebenen Reihenfolge der Städte, un- mittelbar auf einander stattfindende Kunst-Ausstellun- en veranstalten und damit Ankäuse von Kunstwer- en, behufs der Verloosung derselben, verbinden. Den gechrten Künstlern Deutschlands, welche diese Ausstellungen mit ihren Werken zu bereichern geneigt wären, wird Folgendes zur gefälligen Beachtung em-
gen Ermessen der Vorstände abhängen, die in
8 Alle an die Kunst-Vereine zu richtende Schrei-
2) Zur Erleichterung der. Absender werden
ernselben vollständig durchlaufen zu lassen, wo-
“ Cperet
pfohlen.
ben sind unter Kreuzband und mit der Bezeich- nung: Angelegenheit des Kunst-Vereins abzufertigen.
1 ½ Sgr.
Zahlung.
für den Augenblick sehr erhöhen und deren Einfüh- rung hier in Berlin erschweren würden, so über- nimmt das Bergwerk den Schaden und hat die Preise sür die Tonne von 4 Berl. Scheffel wie solgt sest-
um eine solche Arbeit mit Konsequenz und Gruüͤnd⸗ lichkeit durchzufuͤhren.
Denjenigen, deren Bedürfnisse der Umfang, und deren Mittel der hoöͤbere Preis des groͤßeren Werks uͤbersteigt, ist der unlaͤngst erschienene und noch sehr reichhaltige Auszug nicht minder zu empfehlen.
Iünsüen.
So eben ist eingetrossen:
Thomas Thyrnau, 3 Bände. (Neuer Roman der Versasserin von Godwie-Castle und St. Roche.) Preis 6 Thlr. 25 Sgr.
Vofssche Buchhandlung, Charletten-Str. 25, Ecke der Dorotheen-Str.
Zur Nachricht.
Die in der Koͤnigsstraße Nr. 61 in der Belle-⸗Etage zum Verkauf aufgestellte Privat⸗Gallerie von Oel⸗Gemäaͤlden aus der Alt⸗Italienischen
Schule bleibt nur noch bis zum 11ten d. der Besichtigung freigestellt.
In der Gropiusschen Buch⸗ und Kunsthand⸗ lung in Berlin, Koͤnigl. Bauschule Laden Nr. 12, ist vorraͤthig:
Himmlisches Palmgaͤrtlein.
Ein christkatholisches Gebet⸗ und Erbauungsbuch mit sechs Stahlstichen von Joseph Keller nach Zeich⸗ nungen von Eduard Steinle. 1ste Lieferung. 15 Sgr.
Duͤsseldorf. Julius Buddeus.
In der Enslinschen Buchhandlung (Ferd. Müller) in Berlin, Breite Str. 23, ist erschienen und zu haben:
Gruͤson, Dr. phil. J. P., Aufloͤsung der in
M. Hirsch's Sammlung von Beispie⸗ len ꝛc. (vierte Ausgabe) enthaltenen Glei⸗ chungen und Aufgaben. Zum Selbstun⸗ terricht bestimmt. gr. 8. 1 Thlr. 20 Sgr.
In unserem Verlage ist so eben erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen:
Liederbuch
des Deutschen Wolkes Preis 17 Sgr. — 1 Fl. Rh.
Einige Freunde und gruͤndliche Kenner des Deut⸗ schen Gesanges haben diese Sammlung von 1116 al⸗ ten und neuen Liedern, die in Deutschen Landen wirklich gesungen worden sind und gesungen werden, ausgewaͤhlt und festgestellt, damit fuͤr einen Preis, wie er nur durch eine der groͤßten Auflagen möoglich geworden ist, dieser Liederschatz als ein weltliches tausend Haͤnde gelan Der Reichthum des In⸗ halts wird schon die deuten, unter welche die Sammlung geordnet ist: 1) Kinderlieder, 2) Turn⸗ und Wanderlieder, 3) Stu⸗
gesetzt:
Bei kleineren Partieen unter 20 To. 13
Bei grösseren Partieen 12
Bei Kahnsladungen, die hintereinan-
der und an einer Stelle ausgela- den werden 11
Für diese Preise werden die Kohlen hier oberhalb der Schleuse ans User geliefert.
Bei Kontrahirung auf Quantitäten über 1000 To. sollen, wenn der Schiffs-Transport selbst übernom- men wird, nochgrössere Zugeständnisse gemacht werden.
Die Anfuhr vom Wasser bis vor dem Hause des Konsumenten wird auf Verlangen von uns in ausge- messenen Wagen bei Quantitäten nicht unter 10 To. zu 1 ¼ Sgr. pr. To., bei kleineren Quantitäten zu Unter 5 To. nicht. Sämmtliche Preise verstehen sich gegen gleich baare
Joh. Fr. Heyl £ Co. Berlin, Leipziger-Str. No. 75.
Sgr. pr. To.
r. To. besorgt.
in Berlin der Kastellan der Königl. Akademie der Künste, Herr Rietz, in Dresden Herr Ober-Steuer-Kanzelist Wein- berzger, in München Herr Vergolder Mäller, in Düsseldorf Herr Professor Inspektor Win-
die Versendung der Kunstwerke übernehmen. 3) In Ermangelung einer bei Uebersendung der
Kunstwerke ausdrücklich ausgesprochenen ent- gesgengesetzten Bestimmung wird es vom alleini-
Ediktal⸗Vorladung des Leonhard Ruf von hier in⸗ nerhalb der vorgesetzten 6 monatlichen Frist ohne Erfolg geblieben, so wurde derselbe durch Erkennt⸗ niß vom heutigen Tage fuͤr verschollen erklaͤrt und tergerst, sein in 638 Fl. 13 Kr. bestehendes Vermoͤgen seiner Schwester Anna Catharina, geehelichten Pitschin, ge⸗ gen angemessene Caution ausgeantwortet.
Verschollenheits⸗Erklaͤrung. Nachdem die unterm 14. August 1841 erlassene
Donauwoͤrth, 21. Oktober 1842. 19 Am,. Koͤniglich Bayerisches Landgericht.ß
den Cyklus der Ausstellungen gegebenen Sachen
nach auch keine der oben gemachten Reihenfolge der Ausstellungen widersprechende Anordnung zu berücksichtigen möglich bleiben wird. Die Ausstellungen beginnen Danzig 1842 den 26. Dezember, Königsberg 1843 den 13. Februar,
Breslau 1843 den 19. Mai,
Posen wird durch spezielle Anzeige in ösfsentli- chen Blättern s. Z. bekannt gemacht. Demnach werden die zu diesen Ausstellungen bestimmten Gemälde und sonstigen Kunstwerke einzusenden seyn: an den Kastellan der Königl. Akademie, Herrn Rietz in Berlin, bis Ende November 1842, oder spätestens an den Herrn Kaufmann Simpson in Danzig bis zum 20. Dezember 1842; an den Herrn Stadtrath D egen in Königsberg bis zum 8. Februar 1843; an den Herrn Kauf-
mann Scheeffer in Stettin bis zum 1. April
1843; an die Schlesische Gesellschaft für vater- ländische Kultur in Breslau bis zum 12 Mai 1843; an Herrn Regierungs-Rath von Reib Posen (seste Bestimmung der Ablieferungszeit noch vorbehalten). Die Gemälde müssen unumgänglich an die sie enthaltenden Kisten mit Schrauben besestigt, die Kisten aber nicht nur zugeschroben, sondern auch über den Fugen mit starkem Papier verklebt wer-
den. — Bei solchen ewwe2 *ꝙ& an den Deckeln oder den Seitenwänden der Kisten zur üͤberschre 1
HRaumersparung mit Schrauben befestigt werden, iten und ohne die Uebersichtlichke ist es durchaus erforderlich, dieselben noch au- tern
Iserdem durch Kreuzgurten gegen das Herabsaller an sichern.
*
Preises oder Werthes
von anerkanntem Werthe, welche aus dem Hahn⸗ schen Verlage in Hannover durch alle Buchhandlun⸗ Stettin 1813 den 9. April, sen, in Berlin durch E. S. Mittler (Stechbahn 3),
Bromberg, jederzeit zu erhalten und namentlich auch
Heyse's, Dr. J. Ch. A., allgemeines Fremd⸗
nitz insch
Ein Zettel mit Angabe des Malers, des aäu- sten Nachahmer und Kompilatoren verfallen sind undldenen es s und tieferer Cerenh mnfenfg nn⸗,
Literarische Anzeigen.
Neue, bereits ganz vollstaͤn dig erschienene Fremdwoͤrterbuüuͤcher
o wie durch dessen Buchhandlungen in Posen und zu sehr nuͤtzlichen Geschenken zu empfehlen sind:
woͤrterbuch. Mit Bezeichnung der Aussprache, der Betonung und der Abstammung. Achte, vermehrte und sehr verbesserte Auflage. 2 Thle. 73 Bogen in gr. 8. 2 ½ Thlr.
Heyse's, Dr. J. Ch. A., kleines Fremdwoͤr⸗ terbuch. Ein reichhaltiger Auszug aus dem groͤ⸗ ßeren Werke. 31 ½ Bogen in gr. 8. geh. 1 ½ Thlr.
Acht starke Auflagen verbuͤrgten schon laͤngst die zunaͤchst in Zuverlaͤssigkeit, Reichhaltigkeit und wis⸗ senschaftlicher Begruͤndung bestehenden eigenthuͤmli⸗ en Vorzuͤge des ovigen groͤßeren Werks, welches gerade nach diesen so oft wiederholten sorgsamen neuen Bearbeitungen des ruͤhmlichst bekannten Herrn
Herausgebers den wahren Beduͤrfnissen der Zeit und
den Fortschritten aller Kuͤnste, Wissenschaften und
Gewerbe jetzt am treffendsten entspricht, ohne die ur⸗
spruͤnglichen Graͤnzen eines Fremdwoͤrterbuchs fuͤr
den praktischen Gebrauch aller Staͤnde gänzlich zu t dur planlose und ungesichtete Anbäufung von zusch
8 ün erschweren, welche lediglich dem Studium Fͤcher oder den Spezialwoͤrterbuͤchern frem⸗ er Sprachen angehdren, in welchen Fehler die mei⸗
Natur⸗ und Stimmungslieder, 7) Liebeslieder, sladen und Romanzen, 9) Vaterlands⸗ und lliieder, 10) Gedachtniß⸗, Helden⸗ und Ehrenlieder,
dentenlieder, 4) Lieder eines besonderen Berufs, 5) Gesellschafts⸗, insbesondere Trinklieder, 6) Zeit⸗,
8) Bal⸗ .Sas.
11) Scherz⸗ und Schelmlieder, 12) Geistliche Lieder. November 1842. Breitkopf und Haͤrtel.
88 4
Neue Subseriptions⸗Eroͤffnung auf Eduard Heinel's Geschichte des Preußischen Stagtes.
In unserem Verlage ist so eben erschienen und
durch alle Buchhandlungen zu beziehe: Eduard Heinel's 1 Geschichte des Preußischen Staates und Volkes, fuͤr alle Staͤnde bearbeitet. 88 Fortgesetzt von ““ Franz Ku gr ““ Auch unter dem Titel: 1“ Neuere Geschichte des Preußischen Staates und Volkes von der Zeit des großen Kurfuͤrsten bis auf unsere
8 8 5
fuͤr alle Staͤnde bearbeitet von Franz Kugler. 1. Thl. 1. Lief.
gr. 8. geh. Subseriptionspreis ¾ Thlr. Mit dieser Lieferung uͤbergeben wir dem Publikum eine neue Folge von Ed. Heinel's Geschichte, welche, da der Urheber des Werkes sich durch anhaltende Koͤr⸗ perleiden genoͤthigt gesehen hat, von der Vollendung desselben abzustehen, von Herrn Professor Dr. Franz Kugler bearbeitet wird, dessen schoͤne und anziehende Darstellungsweise hinreichend bekannt ist, und der sich neuerdings durch seine Geschichte Fried⸗ richs des Großen allgemeinen Beifall erworben hat. Wir machen nun darauf aufmerksam, daß die ersten drei Baͤnde die V “ Preußens enthal⸗ ten und daß mit diesem 4. Bande der Heinelschen Geschichte, oder mit dem Ersten der Kuglerschen, ein neues selbststaͤndiges Ganzes, die ei⸗ gentliche Staats⸗Geschichte Preußens (von der Zeit des großen Kurfuͤrsten bis auf unsere Tage)
beginnt.
Pies giebt uns Veranlassung eine neue Sub⸗ seription hierauf sowohl, als auf die ersten drei Baͤnde zu eroͤffnen, indem wir es dem Publikum uͤberlassen, ob es das Werk vollstaͤndig in 6 Baͤnden, ob es Bd. 1—3 fuͤr sich, oder ob es nur Bd. 4— 6 (die neue Folge: Neuere Geschichte des Preußischen Staates und Volkes in 3 Theilen) in Lieferungen oder bandweise beziehen will. Die ersten 3 Baͤnde sind in 24 Lieferungen erschienen. Die neue Folge wird ebenfalls in Lief. herausgegeben, deren etwa 8 einen Band bilden. Die Lief. werden rasch auf ein⸗ ander folgen. Der Subseriptionspreis für eine Lief. von etwa 6 Bogen betragt ¾ Thlr. Ausfuührliche Anzeigen hieruͤber sind in allen Buchhandlungen
in Haufn. im Oktober 1842 erlin, im e 2. 1 . Duncker und Humblot.
Füin In Bei Carl Heymann in Berlin, Heil. Geiststr. 7, ist erschienen und in allen guten Buchhandlungen
msmit einer Charakteristik und Lebensskizze Klin
— Damokles. — III. Bd. Faust's Leben, Thaten (und Hoͤllenfahrt. — IV. Bd. Geschichte Raphaels
Der
mit Genehmigung des Herrn Justiz-Ministers “ Mühler herausgegebene Termin-Kalender Preussischen Justiz -Beamten
auf das Jahr 1843 mit verschiedenen, aus amtlichen Quellen entnom. menen, die Preussische Justiz-Verfassung und Ver. waltung so wie das Justiz-Beamten-Personal betref. senden statistischen Uebersichten und Nachrichten Nebst einer Karte der Provinz Westphalen nach
Justiz-Verwaltungs-Bezirken. Die Rang- und Anciennetäts-Liste ist mit Genauig. keit und Sorgsalt gearbeitet und der andere Inhalt von mannigsachem Interesse. 1 Der Preis dieses so beliebten Termin-Kalenders in gepresstem Sasfianband bleibt sfür ein gewöhnliches Exemplar, über 300 Seiten stark, 22 ½ Sgr., mit Papier durchschossen 27 ⅛ Sgr.
½
Als eine der anziehendsten neueren Komödien empsehlen Les Memoires du diable d'après Soulié par Arago. 10 Sgr. — Ferner No. 16 — 20. der 2ten Serie des Répertoire du théatre français à Berlin: L'Ambitieuse, comédie en 5 actes p. Scribe 7 ½ Sgr. Vatel, comédie p. Scribe. Indianna et Charlemagne 5 Sgr. Oscar, comédie p. Scribe 6 Sgr. Le tyran d'une semme 5 Sgr. L'ange dans le monde et le diable à la maison 7 ½ Sgr. Der Subscr.-Pr. für 6 No. (8 vollst. Stücke) ist 1 Thlr. 34 Linden. Schlesingersche Buch- u. Musikhdlg.
Neueste Karten
des Geographischen Instituts zu Weimar, 2u
haben bei Simon Schropp & Comp. in Berlin, Jägerstr. gb. 24.
Nach den neuesten Materialien von C. F. Weiland
Kupsfer gestochen, 1842.
Der Staat Algier, mit fünf Beikärtchen, enthal. tend Umgegend von Algier, Bona, Constantine, Oran und das Territorium von Algier. Neue Ausgabe. Ein Blatt Imperial-Format. 10 Sgr.
Das Chinesische Reich mit seinen Schutzstaa- ten (Hoch-Asien) und dem Kaiserthume Japan. 88g hinzugefügter Bezeichnung der jeter NYon den Engländern besetzten Küstenpunkte.) ½ Thlr.
Oro-hydrographische Karte von Europa. ½ Thlr.
Karlsruhe. Im Verlage des Unterzeichneten
Gesangbuch des ganzen Deutschen Volks in viele ist erschtenen und durch alle soliden Buchhandlun⸗ g. gen zu beziehen, in Berlin durch Alex. Duncker, Anfuͤhrung der Abschnitte an⸗ Koͤnigl. Hofbuchhaͤndler, Franz. Str. 21:
ö chwaben, es war und ist. Dargestellt in einer freien Folge von Aufsaͤtzen in Schwaben geborener oder einheimisch gewordener Schriftsteller. 6 Herausgegeben von u
auer, Professor am
wie
d w 88 B a oberen Gymnasium zu Stuttgart. Erste Abtheilung. 28 Bogen gr. 8. brosch. Preis 2 ½ Thlr. b C. Macklot.
F. M. Klinger's ausgewaͤhlte Werke. In Unterzeichnetem sind 2 eben erschienen und an alle Buchhandlungen, in Berlin an Ferd. Duͤmmler, Linden 19, versandt worden:
F. M. Klingeres ausgewaͤhlte Werke.
Taschen⸗Ausgabe in zwoͤlf Baͤnden, ger's
und dessen Bildnisse in Stahlstich. Zweite Lieferung oder 2r, 3r und Ar Band. Druck und Papier ganz gleich den beliehten Ausga⸗ ben von Schiller, Goethe, Wieland, Lessing ꝛc. Der Preis des Ganzen in vier Lieferungen 4 Thlr. 20 Sgr.
— Medea in Korinth. — Medea auf dem Kaukasos.
de Aquillas. 1 Die fruͤher erschienene erste Lieferung oder 1r, 8r und 141r Bd. enthaͤlt: G I. Bd. Die Zwillinge. — Die falschen Spieler. — Elfride. — Konradin. — Der Schwur gegen die Ehe. — VIllI. Bd. Geschichte eines Deutschen der neuesten Zeit. — XI. Bd. Betrachtungen und Gedanken uͤber verschiedene Gegenstaͤnde der Welt und der Literatur. Die Ruͤcksicht, von Klinger's verschiedenen Schriften als Probe verschiedenartiges zu geben, be⸗ wog uns die Baͤnde nicht in ihrer ordentlichen Reihe aufeinander folgen zu lassen. Die weiteren 6 Baͤnde werden aber in 2 Lieferungen, von je wieder 3 Ban⸗ den, und zu demselben Preise wie obige, so rasch fertig werden, daß das 1b res jedenfalls vollstaͤndig erscheinen wird und wirso⸗ mit wohl hoffen duͤrfen, daß die bald wieder in Ord⸗ nung gebrachte Reihenfolge den verehrlichen Sub⸗ skribenten nicht unangenehm seyn wird.
Stuttgart und Tuͤbingen, Okt. 1842.
J. G. Cottascher Verlag.
So eben ist erschienen und in der Nicolaischen Buchhandlung in Berlin, Bruͤderstr. 13, Elbing Braunsberg und Thorn, zu haben:
Thomas Thyrnau, — von der Verfasserin von Godwie⸗Castle und St. Roche, in 3 Banden. geh. Preis 6 Thlr. 25 Sgr.
Musikalien-Leih-Institut der Buch-, Kunst- und Musikalien- Handlung von Ed. Bote & G. Bock,
„Großbritanien und Irland. London.
Belgien. Bruͤssel. Die
neu gezeichnet und von geschickten Künstlern in
Subseriptionspreis fuͤr eine Lieferung 2 Thlr. 5 Sgr.
Inhalt: II. Bd. Der Guͤnstling. — Aristodemos.
Ganze im Laufe dieses Jab⸗
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N. Inhalt. en.
Frankreich. Paris. - - . iellen Inkeressen in der Belgischen Zoll⸗Verci⸗ Vertreter der industriellen J ss gi. beee
nigungs⸗Frage. — Resultate des juͤngsten Census. ¹ en gas Pa ris. (Die Handels⸗Kammern und die Belgische Zoll⸗Vereinigungs⸗Frage. — Differenzen mit Belgien wegen des Eisenbahn⸗Tarifs, des er vom 16. Juli und der Patent⸗Steuer auf Handels⸗Reisende. 5
¹ 8. Koͤniglicher Besuch beim
Herzog von Wellingtön. — Lord Lyndhurst's Genesung. — Neuer Lord⸗Mayor von Dublin. — Berathungen des Londoner Vereins gegen die Korngesetze. — Folgen von Peel's Handels⸗Maßregeln. — Bankerotte. — Wahrscheinliche Entwickelung der Dinge in Afgha⸗ nistan. — Ueber den Ausgang der Niger⸗Expedition. — Vermischtes.
Vereinigten Staaten nehmen die Maß⸗
regel gegen Belgische Schiffe zuruͤck.
8¶NKHteimn men
Schiweden und Norwegen. Stockholm. Ober⸗Statthalter⸗Amt
der Hauptstadt. — In einer Erwiederung des Koͤnigs wird auf
die Wichtigkeit der Bankzettel hingewiesen.
Dänemark. Kopenhagen. Schiffswerfft⸗Eisenbahnen auf St. Thomas. — Petition aus Schleswig um eine Schleswig⸗Holstein⸗ sche Fagge — Ankunft des Kronprinzen und der Kronprinzessin.
Deutsche Bundesstaaten. Muͤnchen. Bayerische Vereine fuͤr den Koͤlner Dombau. — Hannover. Der Kdnig. — Entlassung des Praͤsidenten Grafen zu Innh⸗ und Knyphausen. — Braunschweig. Einberufung der Staͤnde. — Hamburg. Die Absetzung des Ge⸗ neral⸗Konsuls Meyer in Bordeaur. ,
Oesseegeich. Salzburg. Kirchliches Vorrecht des Erzbischofs on Salzburg. 3 21
Spanien. Schreiben aus Madrid. (Die F des Herrn Carnerero in Deutschland und Frankreich; die Volljaͤhrigkeit der Koͤnigin.
Aegypten. Alexandrien. Abreise des Vice⸗Koͤnigs nach hira. — Große Verheerungen durch die Rinderpest.
Inland. Koblenz. Kirchen⸗Kollekte fuͤr Ruhrort. — Krefeld. Seidentrocknung.
Die wissenschaftliche Reise des Professors Lepsius in Aegypten un im Petraͤischen Ar die⸗ nenc 7 gdhten und
Beilage. Die Preußischen Gesetze uͤber die Ehescheidung.
a⸗
8
8
Kronik des Tages. Se. Majestaͤt der Koͤnig haben Allergnaͤdigst geruht: Dem ausgeschiedenen Buͤrgermeister Ernst zu Oberbieber in der Grafschaft Wied den Rothen Adler⸗Orden vierter Klasse und dem Schulzen Richter zu Langengrassau im Schweinitzer Kreise das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen;
Den bisherigen Direktor des Land⸗ und Stadtgerichts zu Paderborn, Ober⸗Landesgerichts⸗Rath Schepers, zum Direktor des Justiz⸗Senats zu Ehrenbreitstein; und
Den Landgerichts⸗Assessor Peter Hubert Karl Heinrich von Ammon zu Duͤsseldorf zum Landgerichts⸗Rathe daselbst zu ernennen.
Bei der heute angefangenen Ziehung der 4ten Klasse 86ster Koͤnigl. Klassen⸗Lotterie fiel der erste Haupt⸗Gewinn von 200,000 Rthlr. auf Nr. 28,081 nach Coͤln bei Krauß; 1 Haupt⸗Gewinn von 40,000 Rthlr. auf Nr. 38,700 in Berlin bei Alevin; 1 Haupt⸗ gewinn von 30,000 Rthlr. auf Nr. 20,096 nach Magdeburg bei Roch; 1 Gewinn von 5000 Rthlr. auf Nr. 28,779 in Berlin bei Burg; 2 Gewinne zu 2000 Rthlr. fielen auf Nr. 29,100 und 68,616 nach Magdeburg bei Brauns und nach Naumburg bei Kayser; 39 Gewinne zu 1000 Rthlr. auf Nr. 65. 272. 3684. 5851. 7410. 7839. 12,699. 14,019.17,673. 17,742. 19,352. 21,408. 23,031. 24,980. 31,432. 32,394, 33,802. 34,762. 37,736. 38,493. 40,126. 49,559. 50,803. 50,914. 55,757. 56,190. 61,242. 62,953. 64,426. 66,283. 71,659. 73,684. 76,787. 80,261. 81,004. 85,240 und 89,442 in Berlin bei Alevin, bei Burg, Zmal bei Matzdorf, 2mal bei Moser und 7mal bei Seeger, nach Breslau bei Bethke, bei Cohn, bei Gerstenberg und 2mal bei Schreiber, Coͤln bei Krauß, Frankenstein bei Friedlaͤnder, Halberstadt bei Sußmann, Halle Zmal bei Lehmann, Iserlohn bei Hellmann, Koͤnigsberg in Pr. 2mal bei Borchardt und 2mal bei Friedmann, Liegnitz bei Leitgebel, Mag⸗
“ 8
111““
deburg bei Elbthal und bei Roch, Nordhausen bei Schlichteweg,
Potsdam 2mal bei Hiller, Sagan bei Wiesenthal und auf die veiden unabgesetzten Loose 83,054 und 85,854; 22 Gewinne zu 500 Rthlr. auf Nr. 150. 2475. 4266. 9501. 9723. 17,706. 20,382.
27,492. 29,017. 32,277. 33,785. 34,354. 34,751. 37,269. 38,918.
40,443. 41,868. 47,253. 55,556. 64,301. 64,945 und 67,152 in Berlin bei Aron jun., bei Borchardt, 2mal bei Burg und bei Mestag, nach Bonn bei Haast, Breslau bei Schreiber, Coͤln bei Krauß, Ehrenbreitstein bei Goldschmidt, Elberfeld 2mal bei Heymer, Frankenstein bei Friedlaͤnder, Glatz bei Braun, Halberstadt bei Sußmann, Iserlohn bei Hellmann, Koͤnigsberg in Pr. bei Fried⸗ mann, Naumburg bei Kayser, Posen bei Pulvermacher, Sagan bei Wiesenthal, Stettin bei Wilsnach, Trier bei Gall und nach Wesel bei Westermann; 32 Gewinne zu 200 Rthlr. auf Nr. 393. 1659. 1817. 12,241. 14,272. 17,370. 21,571. 33,721. 34,063. 35,720. 37,548. 39,513. 42,976. 44,186. 45,265. 48,090. 48,890. 49,032. 49,659. 52,560. 53,197. 53,873. 53,910. 64,064. 64,973. 66,728. 68,324. 77,141. 77,804. 79,217. 84,850 und 89,079. Berlin, den 10. November 1842. Koͤnigl. Preußische General⸗Lotterie⸗Direction.
Bekanntmachung.
Unter Genehmigung des Koͤniglichen Hohen Ministeriums der geistlichen, Unterrichts⸗ und Medizinal⸗Angelegenheiten ist die bisherige Bestimmung des Reglements der Koͤniglichen Bibliothek, daß das Abholen und Wiederbringen der entliehenen Buͤcher auf zwei Vormittage woͤchentlich beschraͤnkt und nur diejenigen Zettel, welche bis Tags vorher bis 11 Uhr Vormittags in den dazu be⸗
November
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stimmten Kasten gelegt waren, Berucksichtigung finden sollten, da⸗ hin abgeaͤndert worden, daß vom heutigen Tage an sowohl das Entleihen als die Ruͤckgabe von Buͤchern den dazu berechtigten Personen an jedem Vormittage gestattet ist, und wird demnach der §. VI. 1 des Reglements abgeaͤndert, wie folgt:
„Zum Abholen und Wiederbringen der entliehenen Buͤcher und zur Zuruüͤcknahme der ausgestellten Empfangscheine ist jedes Tages, an welchem die Koͤnigliche Bibliothek 253 geoͤffnet wird, die Vormittagsstunde von 11 bis 12 Uhr bestimmt, und werden die in dem dazu ausgestellten Kasten bis 9 Uhr Vormittags vorgefundenen Zettel noch an demselben Vor⸗ mittage besorgt, die spaͤter eingelegten Zettel aber erst am Vor⸗ mittage des folgenden Tages beruͤcksichtigt werden.“
Berlin, den 7. November 1842.
Der Koͤnigliche Geheime ö“ und Ober⸗Bibliothekar, Dr. Pertz.
Abgereist: Der Hofmarschall Sr. Majestaͤt des Koͤnigs von Schweden, Freiherr von Wahrendorff, nach Stockholm.
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eitungs-Nachrichten. Ausland.
Frankreich.
Paris, 5. Nov. Der Koͤnig der Belgier hatte gestern fruͤh, in Gegenwart des Herrn Guizot, eine lange Konferenz mit dem Koͤnige und reiste einige Stunden spaͤter nach Bruͤssel ab, wie es scheint, mit der Ueberzeugung, daß an den Abschluß eines Zollverein⸗Ver⸗ trages fuͤr jetzt nicht zu denken sey.
Ueber die auf heute zusammenberufene große Versammlung der Industriellen aͤußert sich das Journal des Doöbats in fol⸗ gender Weise: „Wir vermuthen, daß die Versammlung vollstaͤn⸗ dig seyn wird, und daß alle Zweige der Industrie dazu eingeladen seyn werden; denn am Ende werden die Mäͤnner, welche den Kreuzzug gegen Belgien unternommen haben, doch nicht allein sprechen wollen. So wird also Lyon neben Elbeuf, Muͤhlhausen neben Lille, Rheims neben Roubaix, Vordeaux neben Havre, Nan⸗ tes neben St. Etienne erscheinen. Wann die Bewohner von Havre, von denen man niemals erwartet haͤtte, daß sie einen so thaͤtigen Antheil gegen die Union nehmen wuͤrden, sich auf dem Kampf⸗ platze einfinden, so wird man ihnen ihr fruͤheres leidenschaftliches Ma⸗ nifest zu Gunsten der Handels⸗Freiheit entgegenhalten. Wenn sie darauf entgegnen, daß sie eifersuͤchtig auf Antwerpen sind, so wird man ihnen erwiedern, daß die Eifersucht kein Argument ist, und daß die Antwerpener gern ihre Lage an den Ufern der Schelde gegen jene bewundernswuͤrdige Lage vertauschen werden, die das wohlhabende und volkreiche Thal der Seine beherrscht. Wenn Lille behauptet, daß die Genter Woll⸗Fabriken es zu Grunde rich⸗ ten wuͤrden, so wird Muͤhlhausen wiederholen, was es schon ge⸗ sagt hat, daß es naͤmlich jene Fabriken in keiner Weise fuͤrchtet, und daß deshalb Lille, Roubaix und Rouen, die sich mit Muͤhl⸗ hausen in gleicher Lage befinden, in ihren Besorgnissen nicht ge⸗ rechtfertigt sind. Wenn St. Etienne gegen die freie Ein⸗ fuhr der Belgischen Kohlen protestirt, so wird dagegen Nantes, welches seit langer Zeit, und mit Recht, gegen das System der Zonen solicitirt, einwenden, daß es fuͤr die Dampfschifffahrt des Kuͤstengebiets und fuͤr die Industrie des Nordens sehr vortheilhaft seyn wuͤrde, wenn der Zoll auf Belgische Kohlen abgeschafft wuͤrde. Wenn die Tuch⸗Fabrikanten von Chateauroux, von Sedan und von Elbeuf murren und behaupten, daß die Union das Todes⸗ Urtheil ihrer Industrie seyn wuͤrde, so wird Rheims lebhaft gegen eine so gewagte Behauptung protestiren. Bordeaux wird Iaa ten, daß der Weinhandel des Gironde⸗Departements von dem Zoll⸗Verein neue und schoͤne Abzugswege erwartet, und es koͤnnte hinzufuͤgen, daß es im Interesse der Haͤfen des Atlantischen Meeres, Havre mit einbegriffen, liege, Bel⸗ gien mit dem Franzoͤsischen Salze, welches an der Kuͤste der Bretagne gewonnen wird, zu versehen. Die Industrie der Haupt⸗ stadt, welche an Wichtigkeit keiner anderen nachsteht, wuͤrde sich laut vernehmen lassen; denn unsere Gegenstaͤnde des Luxus, un— sere Bronzen, unsere Moden wuͤrden in Belgien zahlreiche Lieb⸗ haber finden; unseres Buchhandels nicht zu gedenken, der von dem Alp des Nachdrucks befreit werden wuͤrde. Und was wuͤrde es gar erst werden, wenn die Konsumenten, die man doch auch fuͤr etwas zaͤhlen muß, in der Debatte repraͤsentirt waͤren, wenn sie ihr Recht geltend machen und sagen koͤnnten, daß das Erscheinen neuer Produzenten auf dem Franzoͤsischen Markte ihnen unter dem Einfluß der Konkurrenz eine groͤßere Wohlfeilheit in kurzer Zeit verschaffen wuͤrde.“
Die Kaufleute und Fabrikanten von Rheims haben eine Adresse an den Koͤnig gerichtet, worin sie sich entschieden zu Gun⸗ sten des Zoll⸗Vereins mit Belgien aussprechen. Die Champagner⸗ Fabrikanten haben nicht an der Berathung Theil genommen, um den Schein zu vermeiden, als ob jener Maßregel ein rein persoͤn⸗ liches Interesse zu Grunde laͤge.
Der mehr erwaͤhnte Korrespondent des Courrier de la Gironde sagt in einem Schreiben aus Paris vom 31sten v. M.: „Das Kabinet war in Bezug auf die Zoll⸗Vereins⸗Frage von An⸗ fang an sehr getheilter Meinung, und die feindseligen Kundgebun⸗ gen der Industrie haben, wie sich leicht denken laͤßt, nicht wenig dazu beigetragen, die Unentschlossenheit des Ministeriums zu ver⸗ mehren. Herr Lacave⸗Laplagne allein beharrt auf seiner Mei⸗ nung. Herr Duchatel ist entschieden gegen den Entwurf. Herr Guizot stimmt jetzt fast mit Herrn Duchatel uͤberein, und man ver⸗ sichert sogar, daß er dem Herrn Cunin⸗Gridaine wegen der festen und energischen Sprache, die dieser im Conseil gefuͤhrt hat, seine Zufriedenheit ausgedruͤckt habe. Außerhalb des Conseils: der Koͤnig; im Conseil: Herr Lacave⸗ Laplagne, und unter den moͤglichen Staatsmaͤnnern: der Graf Molé; dies
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sind die drei großen Einfluͤsse, auf welche die Anhaͤnger des Zoll⸗
vereins zaͤhlen koͤnnen. Auf der einen Seite vielleicht die Quali⸗
taͤt, aber auf der anderen sicherlich die Quantitaͤt. Ich bin uͤber⸗ zeugt, daß Herr Guizot die Frage in den Kammern nicht anre⸗ gen wird, wenn sich die parlamentarische Majorität ihm entschie⸗ den guͤnstig zeigt; daß er aber im Gegentheil darauf dringen wird, sie vorzunehmen, wenn die Majoritaͤt ihm feindlich ist, damit er doch bei Gelegenheit einer großen Frage das Ministerium verlassen kann. Mit der Belgischen Union fallen, heißt ehrenvoll fallen und sich vielleicht fruͤher oder spaͤter eine Wiederauferstehung vor⸗ bereiten. Herr Thiers hat diese Taktik stets angewendet, wenn er seine ministerielle Stellung kompromittirt sah.“
Der Moniteur publizirt heute das Resultat der im Laufe des vorigen Jahres stattgefundenen Volkszaͤhlung nach Departe⸗ ments, Arrondissements, Kantonen und Gemeinden. Die Ge⸗ sammt⸗Bevoͤlkerung des Koͤnigreichs belaͤuft sich danach auf 34,494,875, die in 363 Arrondissements, 2846 Kantonen und 37,040 Gemeinden vertheilt sind. Die seit dem Jahre 1700 in verschiedenen, anfaͤnglich willkuͤrlichen und spaͤter regelmaͤßigen Zwischenraͤumen vorgenommenen Zaͤhlungen ergeben folgende Stei⸗ gerung:
Jahre 1700 belief sich die H6 9 Bevoͤlkerung auf.. Im 1762 I“ „ ve“ 27,349,003 2 1806 29,107,425 „ 30,461,875 „ 1826 31,858,937 7 — 3 32,569,223 ma 52 . 33,540,910 erLe „ 34,494,875
Ueber den neuen Kometen, den Langlier in der Nacht vom 28. Oktober im Sternbilde des Drachen auf der Koͤniglichen Sternwarte zu Paris entdeckt hat, ist in der Sitzung vom 31sten in der Akademie der Wissenschaften Bericht erstattet worden. Die letzte berechenbare Beobachtung war vom 30sten. Er hatte in den paar Naͤchten der Beobachtung waͤhrend 24 Stunden seine Stel⸗ lung sehr veraäͤndert; wegen mehrerer, spaͤter eingetretenen, dunk⸗ len Raͤchte, kann man uͤber seine eigentliche Bahn noch nichts Bestimmtes sagen. Er ist teleskopisch, d. h. mit bloßem Auge kann man ihn nicht sehen. In den paar Tagen der Beob⸗ achtung hat sein Glanz sehr zugenommen; sein Lichtschweif wird schon sichtbar; es scheint daher, daß er seinem Perihelium nahe ist. Maurier entdeckte ihn 2 bis 3 Stunden spaͤter als Langlier, und zwar ganz unabhäaͤngig von diesem, auf demselben Observato⸗ rium. Auf die Medaille von Lalande, welche dem ersten Entdecker Fhaba⸗. wird daher nur Langlier vorzugsweise Anspruch machen onnen.
19,669,320 Seelen 21,769,163 24,800,000
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= Paris, 5. Nov. Heute sindet die Versammlung der Ab⸗ geordneten der verschiedenen Handelskammern des Landes statt. Ich habe Gelegenheit gehabt, einige dieser Herren kennen zu ler— nen, und nach den Mittheilungen derselben zu schließen, ist zu er⸗ warten, daß die Versammlung ihre Einwendungen gegen den Plan eines Zollvereins mit Belgien nicht nur, sondern auch gegen jeden partiellen Vertrag, wodurch die Franzoͤsische Steinkohlen⸗ und Ei⸗ sen⸗Industrie ihrer Behauptung nach in jedem Falle benachtheiligt wuͤrde, mit zwar ruhiger und gemaͤßigter Sprache, aber darum mit nicht minderer Entschiedenheit vorbringen wird. Jede Konzes⸗ sion an Belgien in kommerzieller Beziehung, lautet das Schlagwort und der ewige Refrain dieser Herren, ist absolut schaͤdlich und da⸗ rum zu verwerfen, sofern sie nicht mit einer politischen Vereini⸗ gung Belgiens mit Frankreich Hand in Hand ginge. Da aber diese, wie die Svhng. jetzt stehen, unmoͤglich geworden ist, so kann auch von einer Konzession der vorerwähnten Art keine Rede mehr seyn.
Ich habe neulich schon darauf hingewiesen, wie die Agitation gegen das Zoll⸗Vereins⸗Projekt hauptsaͤchlich nur im Norden Frank⸗ reichs ihre Haupt⸗Stuͤtzpunkte hat, waͤhrend vom Suͤden her nur St. Etienne sich derselben angeschlossen hat. Nun ist auch ein umgekehrter Fall vorgekommen: die Handels⸗Kammer von Rheims hat sich fuͤr den Zoll⸗Verband ausgesprochen; fuͤr jetzt, das ist fuͤr den naͤchsten Augenblick, wird dies wohl im Stande der Sachen nichts aͤndern, ob aber der von Rheims ausgegangene Anstoß nur das Signal zu einer Reaction im oͤffentlichen Geiste in Betreff dieses Projekts ist, der zu weiteren Entwickelungen und ernsteren Folgen fuͤhren kann, ist eine andere Frage. Sey das Votum von Rheims nun freiwillig erfolgt oder auf Anregung von außen her hervorgerufen durch Einfluͤsse, die ein großes Gewicht in die Wag⸗ schale legen wuͤrden, die Thatsache verliert dadurch nichts von ihrer Wichtigkeit. Es giebt außer den beiden schroff sich gegenuͤberste⸗ henden Meinungen in der Frage noch eine dritte, schwebende, die noch nicht recht weiß, auf welche Seite hin sie sich schlagen soll. Welcher von beiden, im Widerstreite mit einander begriffenen aber sie sich zuwendet, der wird am Ende der Sieg bleiben. Es kaͤme nur darauf an, gegen die gegenwaͤrtige Action des Nor⸗ dens eine kraͤftige Reaction des Suͤdens hervorzurufen, mit wel⸗ cher alle bisher noch unentschiedene Elemente vereinigt werden muͤßten, und Paris, das man im Ganzen als dem Unions⸗Pro⸗ jekte nicht entgegen annehmen kann, wuͤrde dann vollends den Ausschlag geben. Dies soll allerdings der Grundgedanke seyn, der in gewissen Regionen vorherrscht. Viele glauben, daß es Herrn Thiers auch gelingen wuͤrde, in der Kammer eine, wenn auch nicht starke Majoritaͤt fuͤr den Zoll⸗-Verband mit Belgien zu Stande zu bringen. Was indessen die Pariser Blaͤtter uͤber das angebliche Aussprechen des Herrn Thiers fuͤr oder gegen das Pro⸗ jekt zu Tage gefoͤrdert haben, ist groͤßtentheils unrichtig, da der⸗ selbe bisher gegen Niemanden eine bestimmte Aeußerung in dieser Beziehung gemacht hat. Herrn Thiers ist es vor Allem darum zu thun, seine Stellung wieder zu konsolidiren, und dies waͤre schwerlich der Weg und das Mittel dazu.
O Paris, 5. Nov. Nach einer zwischen Frankreich und Belgien getroffenen Uebereinkunft soll die neu eroͤffnete Eisenbahn