a
dieser Macht sehen maͤssen. Die Bewegung dieses Handels imn)— Ausfuhr aus Frankreich nach Preußen. gahre 1841 erglebt sich folgendermaßen. venn. g 1 98e Gesammtzahl der aus Franzbsischen Haͤfen nach Preußen 82 bebehn Fane Wancen, eussefchef g⸗ Iaber a. ausgelaufenen Schiffe betraͤgt 59, mit einem Gehalte von Benennun der Er⸗ 9433 Tonnen und einer Bemannung von 507 Personen. Darunter Waaren, Quanti⸗ We eth Quanti⸗ Werth. hobene waren 9 Franzoͤsische, 33 Preußische und 17 von anderen Flaggen. Wichtigkeitgeord. taͤten. keaͤten. Zöüe. Eingelaufen sind 296 Schiffe von 55,542 Tonnen und mit Seidenzeuge Kil. 115682 13208708 115082 13137939 490 2771 Personen bemannt; es waren darunter 5 Französische, 189 Baumwo enzeuge⸗ 202291 5398310 200895 5368309 161 Preußische und 102 von anderen Flaggen. Bei dieser Aufzaͤhlung Wollenzeuge ⸗ 157493 3672528 156769 3654992 102 hat man nur auf die beladenen Schiffe, sowohl Segel⸗ als Weine... Litr. 5061815 1995863 5057628 1994951 1018 Dampfschiffe Ruͤcksicht genommen. Die folgende Uebersicht zeigt, Pavier, Buͤcher, in welchem Verhaͤltnisse jede Flagge an dem Handel zwischen Kupferstiche, Li⸗ Frankreich und Preußen Theil genommen hat. C⸗ ——2à Kil. Flagge. Eingelaufen. Ausgelaufen. Verhaͤltniß zu 100. Gemahlener oder Tonnen. Tonnen. Eingel. Ausgel. gestampft. Krapp ⸗ Franzöoͤsische 669. 8.7 Hausgeräthe..⸗ Preußische. 43535 6930 789. 73. Leinen⸗ od. Hanf⸗ “ — gewebe ⸗
3
Russischea.. 5050 .2
Schwedische 9909 390 . 4. Verschiedene Arti⸗ — kel der Pariser
Vare⸗ ische gs 8 8 † 8 4 8n⸗
nische 85 8 22 . Industrie Fr. — 1118100 — Hollaͤndische 2629 334 2 Kraͤmerwaaren.. Kil. 132916 1107178 . Bauholz.. — 1058949
Hanseatische 1130 68. 1 .Fr. Enn 1058919 3471
Hannoversch 2452 475 Verarbeit. Haͤute Kil. 27122 1037888 27122 1037888 78
Mecklenburgisch 17897 — 1“ 0. Toͤpfer⸗, Glas⸗ u. er
Englische — 79 — — Krystall⸗Waaren Fr. — 994489 — 993010 3945 9433 100.0 1500.0 Mode⸗Waaren.. ⸗ —- 27798030 — 798030
ie maͤchtige Unterstuͤtzung des Staates New⸗ Fnen angehörd, und die noͤrdlichen und nordwest⸗ berhaupt, denen die neue Vertheilung der Repraͤ⸗ Inen Staaten im Kongresse das Uebergewicht Wuͤrde nun Fs — ich der Fall seyn wird, so bliebe dem Whig⸗Kan⸗ vee ader saecs eshe und das alte Sprichwort faͤnde hier buchstaͤbliche Anwendung: „duobus litigantibus tertius gaudet. 8 Unsere Presse faͤngt an, mehr und mehr sich mit einem groß⸗ artigen, umfassenden Finanzplane zu beschaͤftigen, der urspruͤnglich F Johnson ausgegangen ist, und zum Zwecke haͤtte, auf 4— Weise der gedruͤckten Finanzlage der meisten
i 3 de 2 2 . ev bb. abzuhelfen. Dieses Projekt bestaͤnde darin,
ralschatz eine Emission von 200 Millionen Dollars 88 mnnü- die saͤmmtlichen Staats⸗Laͤndereien ga⸗ rantirt, und dann unter die einzelnen Staaten je nach Bedarf vertheilt wuͤrden, um sie dadurch in den Stand zu setzen, ihre Verbindlichkeiten entweder ganz oder doch wenigstens groͤßtentheils
1“ 1116“
Die Mallepost, welche am 22sten von hier nach Bayonne ab⸗
ing, wurde abermals zwischen Aranda und Burgos von sechs
äͤubern angefallen. Die scheu gewordenen Maulthiere gingen
mit dem Wagen durch; die Raͤuber gaben Feuer, und verwunde⸗ ten den Conducteur und einige Reisende.
Es faͤllt auf, daß bis diesen Abend keine weitere Nachrichten
als bis zum 21sten aus dem Hauptquartiere van Halen's eingegan⸗
Konstantinopel, 16. Nov. (A. Z.) Chosrew pesche se dieser Tage in sein Palais in der Stadt eingezogen. Man schließt daraus, daß er seine neue Stelle bald antreten wird.
Der Redacteur des Journal de Smyrne steht in Unter⸗ handlung mit dem Tuͤrkischen Ministerium, um ein neues Journal hier in der Hauptstadt zu errichten. Dieses Journal soll nach dem entworfenen Plan dreimal in der Woche erscheinen.
E * “ “ ist 28. vnaen agen von Odessa ommen er eingetroffen. erselbe soll sich, wie es heißt, mit n 2 .„ New⸗ . dem naͤchsten Datapfbobe nach Se s dilchinen heiß zu erfuͤllen. Es wuͤrden demnach erhalten: New⸗York 26 Mil
roßbritani Schri 8 8 lvanien 18, Ohio 13, Virginien 14, Massachussetts 9, Der Großbritanische Botschafter hat neuerdings Schritte ge⸗ E.Ir e Hrord⸗Carolina 9,800,000, Sud⸗Carolina
than, um uͤber seine Nationalen in der Tuͤrkei eine vollstaͤndige 1— 90, Mai Kriminal⸗Jurisdiction zu erhalten. Bisher kam der Botschaft nur eobbbbeeeeeeee die Instruction der Prozesse zu und zur Erlassung des Urtheils New⸗Hampshire 5 Mill, as vrg essionen des Kon⸗ mußten die Akten nach England de werden. hat 2* EE“ 1 vee da 7 .1 8 2 · . ur Spre 8 4 7 Fner ZAJe dese, de Oberhand habende demokratische Partei eine erklaͤrte
gung von ihnen, obgleich er sie des Treuebruchs beschuldigt, indem sie
munen, Patrimonialgerichtsherren und anderen Privatpersonen, in den an sie als Parlamentair abgeschickten Obersten Correa brlenge
deren Haͤnden sie sich dermalen befindet, an den Staat werde ab⸗ zuräuͤckbehalten, und den ihn begleitenden Soldaten die Waffen weg⸗
gegeben werden.“ Dieser Antrag fand eine uͤberwiegende Unter⸗ — haben, ein Verlust, den der General van Halen bald
stuͤzung. Die weitere Berathung wurde, nachdem noch Mehrere elegenheit fand, wieder gut zu machen, indem er einige hundert
dafuͤr und dagegen gesprochen, auf heute vertagt. 8 „ — Patronen auffing, die man in die Stadt
. zu bringen suchte.
Karlsruhe, 1. Dez. Ihre Hoheiten der Erbgroßherzog Die Regierungs⸗Junta ihrerseits hat zwar mehrere Schreiben
und der Prinz Friedrich traten heute eine Reise nach Wien an, an den General⸗Capitain gerichtet, aber wie es scheint, keine Ant⸗ wo sie einen laͤngeren Aufenthalt nehmen werden.
wort darauf erhalten. In dem ersten dieser Schreiben fordert die
Einen Gegenstand des Tagsgespraͤchs bildet in diesem Augen⸗ Regierungs⸗Junta den General⸗Capitain mit den trotzigsten Wor⸗ blick ein Aufsaß uͤber Badische Militair⸗Zustaͤnde, welcher in einer ten auf, sofort das Fort Monjuich zu raͤumen und mit seinen zu Darmstadt erscheinenden militairischen Zeitschrift gedruckt ist. saͤmmtlichen Truppen das Catalonische Gebiet zu verlassen, und sie Die darin enthaltene Kritik machte Aufsehen; man wollte, wie
droht ihm im Weigerungsfall mit einem allgemeinen Aufgebote es heißt, dem Namen des Verfassers nachforschen, worauf sich der ganzen Provinz, nach dessen Verkuͤndigung Niemand von dem derselbe nunmehr freiwillig genannt haben soll. Catalonischen Heere Quartier erhalten werde. In einem zweiten Schreiben spannt die Regierungs⸗Junta indessen schon gelindere Saiten auf, ja sie desavouirt darin indirekt ihre fruͤhere Mitthei⸗
lung, indem sie versichert, daß sie Ursache habe, zu glauben, daß
der unter I. A. beantragten Einrichtung noͤthig ist, von den Kom⸗ bewerber, da e York, dem er se lichen Staaten u sentation der einze verleiht, fuͤr sich hat.
374036 1610351 16627 1579565
1577957 1577957 59233 1184660
18315 1157309
373591 1606480 1045
16627 1579565 12106
1557002 1557002 8565 58843 1176860 166
15136 1109661 161
Braunschweig, 5. Dez. (Magd. Z.) Zu den mannig⸗ fachen Propositionen, welche den seit dem 29sten v. M. versam⸗ . 1 — . melten Landständen uͤberwiesen sind, gehoͤrt auch die einer Reform man ihr Siegel gemißbraucht und ihre Unterschriften nachgemacht unseres Postwesens, in einem solchen Sinne, wie sie schon bei meh⸗ habe. Beachtenswerth ist noch, daß der Franzͤsische Konsul reren Regierungen zur Sprache gekommen ist. Es soll naͤmlich bei seinen Verhandlungen mit dem General⸗Capitain das bezweckt werden, die Personenpost und die Befoͤrderung kleinerer Verdienst geltend macht, welches er sich um die Person
rachtstuͤcke gaͤnzlich aufzugeben und der freien Konkurrenz zu desselben duͤrch die Befreiung seiner Toͤchter aus der Gewalt —— und nur die Briefpost als Regierungs⸗Unternehmen be⸗ der Insurgenten erworben. Der General van Halen antwortet stehen zu lassen. 1 sdem Herrn Lesseps hierauf dadurch, daß er seinen schon fruͤher aus⸗
1118100 2318 132820 1104192 374
1“
Luxemburg, 30. Nov. Die außerordentliche Session der
Staͤnde ist am 20. November geschlossen worden. In dieser Ses⸗ sion sind ungeachtet ihrer kurzen Dauer wichtige Gesetze zu Stande gekommen, so das Gesetz uͤber die Organisakion der Gemeinden und der Distrikte; das uͤber die Organisation der Verwaltung der bffentlichen Arbeiten; das uͤber die Kompetenz der Friedensrichter; das uüͤber das Patentrecht u. a. Auch wurde in dieser Session das Budget fuͤr das Jahr 1843 votirt. FrrrXrreankfurt a. M., 5. Dez. In der heutigen außerordent⸗ lichen Sitzung hohen Senats wurde Herr Schöff und Syndikus Dr. von Meyer zum aͤlteren und Herr Senator Dr. Neuburg zum juͤngeren regierenden Buͤrgermeister fuͤr das Jahr 1843 erwaͤhlt.
Italien.
Rom, 24. Nov. (A. Z.) Die um die Bildung der Jugend in den niederen und mittleren Volksklassen in jeder Hinsicht sehr verdiente Congregation della Dottrina cristiana von Weltgeistlichen, in Frankreich gestiftet, aber unter den politischen Wirren des vo⸗ rigen Jahrhunderts abhanden gekommen, ist vom Papste fuͤr alle Italienischen Laͤnder repristinirt worden. Zum Congregations⸗ General ist der Padre Meloccaro bestimmt. In einer Privat⸗ Audienz machte ihn der Papst selbst vor wenigen Tagen mit sei⸗ nen Wuͤnschen fuͤr das Gedeihen des Instituts und dessen der⸗ malige Tendenzen bekannt. b3“
; v1““ . Spanien. Paris, 3. Dez. Telegraphische Depeschen aus Spanien: 1. Barcelona, 30. Nov. Das Englische Linienschiff „For⸗ midable“ von 90 Kanonen ist gestern Abend um 9 Uhr nahe der Muͤndung des Llobregat gestrandet. Das Dampfschiff „Gassendi“, welches heute fruͤh von dem Kommandanten der Station abge⸗ schickt wurde, sucht dasselbe von der Sandbank, auf welcher es liegt, loszubringen. Das Gelingen dieses Versuchs ist ungewiß; die Mannschaft aber und ein Theil der Ausruͤstung werden sicher gerettet, das Meer ist ruhig. Seit gestern hat sich nichts geaͤn⸗ dert in Bezug auf den Stand der Dinge zu Barcelona. II. Barcelona, 30. Nov., Abends. Barcelona wird mit dem Regenten kapituliren. Die Junta hat den Freicorps die Weisung ertheilt, die Waffen in das Fort Atarazanas (das Ma⸗ rine⸗Arsenah) abzuliefern.
8 Paris, 3. Dez. Aus den bis jetzt veroͤffentlichten amt⸗ lichen Berichten des Generals van Halen lernt man den Gang der Unterhandlungen der empoͤrten Stadt mit dem General⸗Capi⸗ tain von Catalonien bis zum 21sten v. M. kennen. Diese Unter⸗ handlungen sind im Namen der Stadt hauptsaͤchlich durch die Provinzial⸗Deputation gefuͤhrt worden, weil diese die einzige ver⸗ fassungsmaͤßige Behoͤrde war, welche den Aufruhr bestehen lassen, und die neben der Regierungs⸗Junta einen, wenn auch beschraͤnk⸗ ten, amtlichen Wirkungskreis behalten hatte. Der General van Halen erklaͤrte, daß er nur die Provinzial⸗Deputation als eine Be⸗ hoͤrde anerkenne, mit welcher er in Negociation treten koͤnne, und daß er nur von ihr Mittheilungen annehmen werde, und er beklagte sich nachdruͤcklich, als ihm die Provinzial⸗Deputation spaͤter doch ein Schreiben der Junta zuschickte. Der ganze Aufstand wird von ihm als das Werk einer Coalition von Moderados, Karlisten und Republikanern bezeichnet, das gerades Weges zur Wiederherstel⸗ lung des Absolutismus fuͤhren muͤsse, wenn man nicht sofort und energisch gegen dasselbe einschreite. Daher erklaͤrt er, daß es seine feste Absicht sey, Barcelona, so wehe dies auch seinem Her⸗ zen thue, zu beschießen und im Nothfalle in einen Schutthau⸗ en zu verwandeln, wenn sich die Stadt nicht binnen kuͤrze⸗ ster Frist unterwerfe. Denn, sagt der General⸗Capitain, ich kann nicht abwarten, daß andere Catalonische Staͤdte das Beispiel Barcelona's nachahmen, und daß die Karlisten den Buͤr⸗ gerkrieg in den Gebirgen von neuem anfangen, weil es alsdann zur Rettung der Verfassung vielleicht zu spaͤt seyn wuͤrde. Er fordert demnach die Provinzlal⸗Deputation dringend auf, allen ihren Einfluß geltend zu machen, um die Unterwerfung der Stadt herbeizufuͤhren. Wuͤrde diese noch laͤnger verzögert, so sehe er sich IS n ee, ne zu schreiten. ie Einmischung der fremden Konsuln in di Haͤndel scheint ihm durchaus unbeachtet 8—2 zu r 8 und er bittet die Provinzial⸗Deputation, in diesem Sinne zu han⸗ deln. Wir haben uns ohne fremden Beistand geschlagen, sagt er folglich koͤnnen wir uns auch ohne fremden Beistand wieder ver⸗ soͤhnen. Man weiß, daß gleichwohl eine sehr thaͤtige Einmischung der Konsuln in die Varceloneser Ereignisse stattfand. Auf die erste Anfrage derselben: ob der General⸗Capitain die Stadt beschießen wolle? antwortet der General⸗Capitain, daß dies lediglich von dem Entschlusse abhaͤnge, den die Stadt binnen kuͤrzester Frist fassen werde, und daß er sich keinenfalls dazu anheischig machen koͤnne, den Konsuln, ihrem Verlangen gemaͤß, von der etwa nothwendig werdenden Ausfuͤhrung dieser Maßregel vor⸗ gaͤngige Anzeige zu machen, und ihnen den zur Raͤumung der Stadt durch ihre Landes⸗Angehoͤrigen erforderlichen Aufschub zu⸗ zugestehen; wenn die Konsuln wuͤnschen, die Personen und das Eigenthum ihrer Schutbefohlenen in Sicherheit gebracht zu sehen, so moͤgen sie, wenn sie nicht von der unverzuͤglichen freiwilligen Uebergabe der Stadt uͤberzeugt seyen, so bald als moͤglich die diesem Zwecke entsprechenden Anstalten machen. Was die Insur⸗ genten betrifft, so spricht der General van Halen mit großer Maͤßi⸗
gesprochenen Dank wiederholt, daß er aber zugleich zu verstehen iebt, daß der Franzoͤsische Konsul in jenem Falle nur seine strengste
flicht gethan, weil die Aufruͤhrer jene Damen, die bereits an
ord eines Franzoͤsischen Schiffes gewesen, von demselben gewalt⸗ sam fortgefuͤhrt, und sich auf diese Weise eine Beleidigung der Franzoͤsischen Flagge zu Schulden kommen lassen, fuͤr welche Herr Lesseps nicht umhin konnte, die fragliche Genugthuung, die Freilassung der widerrechtlicher Weise verhafteten Personen, zu ver⸗ langen.
O Madrid, 26. Nov. Wir erwarten stuͤndlich das Ein⸗ treffen der Rachricht entweder von der Uebergabe oder von der Einaͤscherung Barcelona's.
In jener Stadt hat offenbar eine Reaction zu Gunsten der Wiederherstellung der Ordnung stattgefunden. Die am L20sten er⸗ folgte Errichtung einer berathenden Huͤlfs⸗Junta, deren 25 Mit⸗ glieder saͤmmtlich zu den reichsten und angesehensten Familien ge⸗ hören, deutet dies an. Niemand glaubt, daß diese Personen sich 1 den Grundsaͤtzen bekennen koͤnnen, welche die urspruͤngliche
olks⸗Junta in ihrer Proclamation vom 19ten aufstellte.
Die Nachrichten, welche die Regierung bis diesen Morgen aus dem Hauptquartier des Generals van Halen erhalten hat, gehen nur bis zum 21sten. Van Halen hatte die National⸗Miliz der Umgegend von Barcelona entwaffnet und seine Truppen so vertheilt, daß ihm die Verbindung mit dem Monjuich gesichert blieb. Am 20sten zeigte ihm die Provinzial⸗Deputation von Bar⸗ celona die Einsetzung der neuen Huͤlfs⸗Junta an und druͤckte die Hoffnung aus, daß dadurch der Weg zu einer Ausgleichung ge⸗ bahnt seyn und die Drohung van Halen's, die Stadt zu bom⸗ bardiren, ohne Ausfuͤhrung bleiben moͤchte. Am Llsten verlangte van Halen eine genuͤgende Antwort von Seiten der Provinzial⸗
Deputation, widrigenfalls er das Bombardement eroͤffnen werde. Die Konsuln von Großbritanien und Frankrich richteten am 20sten an van Halen die Bitte, er moͤchte ihnen anzeigen, wann er das Feuer eroͤffnen werde, damit die Englischen und Franzoͤsischen Unterthanen sich zur rechten Zeit zuruͤckziehen koͤnnten. Van Ha⸗ len antwortete darauf am 241sten: „Ich kann Ihnen nicht dafuͤr einstehen, ob ich die Stadt beschießen werde, oder nicht, und noch weniger kann ich es Ihnen im Voraus ankuͤndigen, ob ich das Feuer gegen die Stadt eroͤffnen werde, denn ich bin entschlossen, es ohne Aufschub zu thun, wenn sich die Rebellen nicht binnen sehr kurzer Frist den Gesetzen und der rechtmaͤßigen Regierung unterwerfen. Die Karlisten haben naͤmlich angefangen ihr Haupt zu erheben, indem die Indultirten in Vich und der Um⸗ gegend, wo keine Truppen blieben, zu den Waffen griffen, und nur dem Patriotismus des Ayuntamiento's und der National⸗ Miliz jener Stadt ist es zu verdanken, daß sie entwaffnet und gefangen gesetzt wurden. Sie, mein Herr, koͤnnen in Barcelona selbst erfahren, ob man geneigt ist, binnen weniger Stunden die Vorschlaͤge anzunehmen, die ich vermittelst der Provinzial⸗Depu⸗ tation gemacht habe; im entgegengesetzten Falle koͤnnen Sie die Erlaubniß verlangen, daß alle Unterthanen Ihres Landes, und zwar sobald wie moͤglich, die Stadt raͤumen moͤgen.“ Van Halen richtete uͤbrigens an die Provinzial⸗Deputation die Bitte, zu ver⸗ hindern, daß die fremden Konsuln auf irgend eine Weise in diese Angelegenheiten gezogen wuͤrden. „Als Spanier haben wir ge⸗ fochten, und nur als Spanier werden wir uns verstaͤndigen“, sagt er, scheint aber vergessen zu haben, daß ohne die Dazwischenkunft des Franzoͤsischen Konsuls seine Familie, so wie die des Generals Zavala und die des Gefe politico, verloren gewesen seyn wuͤrden.
Es bedarf wohl kaum der Bemerkung, daß der von der Volks⸗Junta von Barcelona verkuͤndigte Wahlspruch hier durch⸗ aus keinen Anklang finden kann. Wie allgemein auch die Unzu⸗ friedenheit mit der bestehenden Regierung seyn mag, und mit welcher Schadenfreude auch die verschiedenartigsten Parteien auf die Verlegenheit blicken, in welche der Regent sich versetzt findet, so will doch kein vernuͤnftiger Mann, einigen bis⸗ her ganz unbekannten Personen das Recht zugestehen, die Regentschaft Espartero's im Namen der bewaffneten Einwoh⸗ ner einer seit laͤnger als zwei Jahren der Anarchie preisgegebenen Stadt fuͤr erledigt zu erklaͤren, und das Bestehen einer Regent⸗ schaft, ja, des Thrones uͤberhaupt, in Frage zu stellen. Nur Republika⸗ ner koͤnnten sich unter eine solche Fahne reihen, und diese werden in der Hauptstadt Spaniens am wenigsten ihr Haupt zu erheben wagen. Die periodische Presse waͤlzt freilich einstimmig und mit gewaltigem Nachdruck die ganze Verantwortlichkeit des hervorgerufenen und noch zu erwartenden Unheils auf den Regenten selbst, eingedenk 89 jetzt grade jaͤhrigen Aufstandes von Barcelona gegen die
egentin.
Die Gaceta erklaͤrte gestern das Geruͤcht, als ob die Regie⸗ rung einen Gewaltstreich gegen die periodische Presse beabsichtige, fuͤr Verleumdung. Der General⸗Inspecteur der National⸗Milizen, General Ferraz, versammelte vorgestern die Bataillons⸗Chefs der hiesigen National⸗Miliz, erklaͤrte ihnen, daß die Republikaner, durch das Gold der Moderirten gewonnen, die Ruhe zu stören beabsich⸗ tigten, und fragte, ob jene Chefs fur ihre Untergebenen einstaͤnden. Die Antwort war in jeder Fofiche befriedigend. 8 Die Koͤnigin hat ihre taͤglichen Spazierfahrten eingestellt, der Vormund koͤmmt nicht mehr von ihrer Seite, und die Wachen im Palaste sind verstaͤrkt worden.
Der Regent kam vorgestern in Saragossa an. Die Trup⸗ pen, die ihm von hier aus nachfolgen, werden dort am 1. De⸗
zember eintreffen. 30 Vacaillo 8 celona zu operiren. um gegen Bar⸗
„Ein in Konstantinopel sich aufhaltender Schweizer hat den schöoͤ⸗ nen Gedanken gefaßt, in dieser Stadt, wo die Protestanten Deut⸗ scher und Franzoͤsischer Zunge so großer Gefahr fuͤr Leib und Seele ausgesetzt sind, eine Buͤchersammlung Franzöͤsischer und Deutscher Buͤcher zu gemeinem Nutzen anzulegen. Da fuͤr die dort zerstreuten Protestanten noch so wenig durch Prediger kann gethan werden, ist es aͤußerst wuͤnschenswerth, daß Stimmen einer wohl ausgesuchten Bibliothek sich unter ihnen hoͤren lassen. Be⸗ reits haben Freunde aus der Franzoͤsischen Schweiz sich sehr thaͤ⸗ thig gezeigt, eine kleine Franzoͤsische Bibliothek ausgewaͤhlter Buͤ⸗ cher zusammenzusteuern. Auch fuͤr Deutsche Schriften haben sie einiges gethan und wünschen nun, daß auch fuͤr diesen Zweck einige Gaben an Geld oder vorzuͤgliche religioͤse Schriften zu diesem Ende moͤchten eingesandt werden.“
Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerika.
New⸗York, 17. Nov. Die Regierung ist nicht im Stande die vom Kongresse bewilligte Anleihe von 12 Millionen Dollars unterzubringen, und befindet sich daher in fortwaͤhrender Geld⸗ verlegenheit. Dazu koͤmmt noch, daß der neue Zoll⸗Tarif sich als zugleich dem Handel und der Staats⸗Einnahme verderblich erweist. Sechs und eine halbe Million Schatzkammerscheine sind in Folge der vom Kongresse ertheilten Autorisation ausgegeben, aber andere Schatzkammerscheine aus fruͤheren Jahren werden inzwischen ein⸗ loͤsbar und vermehren die Finanznoth.
Da die Wahlen im Staate New⸗York zu Gunsten der Par⸗ tei ausgefallen sind, welche den Staats⸗Kredit, im Widerspruch mit den sogenannten Repudiatoren, die gewisse Staatsschulden nicht anerkennen wollen, unbedingt aufrecht erhalten zu sehen wuͤnscht, so sind die Stocks von New⸗York gestiegen, waͤhrend die von Alabama, Illinois und Indiana, wo die entgegengesetzten Grundsaͤtze vorherrschen, immer mehr fallen.
Nach dem New⸗York Herald beabsichtigt der Praͤsident Tyler in der Botschaft, mit welcher er den Kongreß zu Anfang des Monats Dezember d. J. eroͤffnet wird, die Einfuͤhrung des Entrepot⸗Systems in Vorschlag zu bringen. Das genannte Blatt meint, daß er bei der Kaufmannschaft allgemeine Zustimmung fuͤr diesen Vorschlag finden werde.
Aus Kanada wird nichts von politischer Bedeutung berich⸗ tet. In Montreal hatte am 9. November ein Erdstoß stattgehabt, der sich auch in der Umgegend bemerkbar machte.
O New⸗York, 17. Nov. Der durch Lord Ashburton mit unserer Regierung abgeschlossene Vertrag uͤber die Graͤnzstreit⸗ Frage und die uͤbrigen Punkte, welche so lange einen Zankapfel zwischen den Vereinigten Staaten und England gebildet hatten, ist nun seit dem 10. November in volle Kraft und Gaͤltigkeit ge⸗ treten. Unter diesem Datum erließ der Praͤsident, Herr Tyier, eine Proclamation an das Volk der Vereinigten Staaten, worin er die geschehene Auswechselung der beiderseitigen Ratificationen anzeigt.
Inzwischen ist die öͤffentliche Aufmerksamkeit in diesem Augen⸗ blicke weit mehr durch den Ausgang der Wahlen des Staates sew⸗York und durch den entschiedenen Sieg, den die Locofocos dabei erlangt haben, in Anspruch genommen. Die Whigs mͤssen es nun selbst eingestehen, daß sie voͤllig aufs Haupt geschlagen sind, und ihr Kandidat, Herr Clay, mag die Hoffnung, das naͤchste Mal zur Praͤsidentschaft zu gelangen, auf unbestimmte Zeit ver⸗ schieben. Herr Clay, der sich auf die politische Arithmetik voll⸗ kommen gut versteht, mochte wohl diese Wendung der Dinge vor⸗ ausgesehen haben; so erklaͤrt man sich wenigstens sein zuruͤckhalten⸗ des Benehmen gegenuͤber den Erklaͤrungen mehrerer whiggistischen National⸗Conventionen, die ihn zu ihrem Kandidaten erkoren, ihm auch davon Anzeige machten, ohne daß er jedoch sich zu einer be⸗ stimmten Antwort uͤber die Annahme oder Nicht⸗Annahme der Kandidatur verstanden haͤtte. Nach dem Resultate der Wahlen von New⸗York ist auch fuͤr die naͤchste Zukunft die Fortsetzung dieses Schweig⸗Systems seinerseits zu erwarten. Nach der neuen Vertheilung der Zahl der Repraͤsentanten, welche jeder Staat zum Kongresse, der die Praͤsidentenwahl vornimmt, zu schicken hat, treffen auf den Staat New⸗York allein nicht weniger als 46, und da diese nun nach dem neuesten Wahl⸗Ergebnisse im demokratischen Sinne und fuͤr den demokratischen Kandidaten stimmen werden, so ist die Erwaͤhlung eines solchen ziemlich sicher. Es fragt sich jetzt nur noch, wer wird der Gluͤckliche seyn, der am Ende den Sieg davon traͤgt? Daruͤber sind die Demokraten aber selbst noch keinesweges zu einer Verstaͤndigung gelangt, und so lange dies nicht der Fall ist, bleibt Herrn Clay noch immer ein, wenn auch sehr schwacher Hoffnungsschimmer, der aber seine einzige Grund⸗ lage in der Annahme einer Fortdauer der inneren Spaltung unter seinen Gegnern hat. Diese Annahme aber hat außerordentlich wenig Wahrscheinlichkeit fuͤr sich. Es ist nicht zu glauben, daß die Demokraten nicht eben so gut einsehen sollten als die Whigs, daß ihre Sache Gefahr laͤuft, wenn sie ihre Kraft nicht in ihrer gan⸗ zen Fuͤlle auf einen Kandidaten konzentriren und so dem Whig⸗ Kandidaten jede Aussicht auf Erfolg abschneiden. Bis jetzt wird aber noch immer der Name des Herrn Calhoun neben dem des Herrn van Buren als demokratischer Kandidat genannt. Auch in diesem Falle macht sich die Opposition, die in allen Ver⸗ haͤltnissen zwischen dem Norden und Suͤden der Union hervortritt, bemerklich. Im Söüͤden wollen die Demokraten Herrn Calhoun, waͤhrend jene des Nordens um Herrn van Buren sich schaaren, der vor dem jetzgen Praͤsidenten schon diese Wuͤrde bekleidet hatte. Der Letztere ist aber in entschiedenem Vortheile gegen seinen Mit⸗
egnerin derselben ist und den ganzen Plan geradezu als eine Ver⸗ ehn der Eleshentson bezeichnet. Allein dessenungeachtet ist nicht zu laͤugnen, daß die Vertheidiger des Planes schon dadurch viel ge⸗ wonnen haben, daß die oͤffentliche Meinung einmal ihre Aufmerk⸗ samkeit darauf hingelenkt hat. Gerade jetzt hat der Staatsschatz angezeigt, daß eine Summe von 562,144 Dollars als Ertrag von den Staatslaͤndereien eingegangen sey und zur Vertheiluug unter die einzelnen Staaten bereit liege. Die ganze Summe ist aber an sich schon so klein, daß natuͤrlich die auf die einzelnen Staaten treffenden Antheile zur gaͤnzlichen Unbedeutendheit zusammen⸗
schmelzen.
Paris, 3. Dez. Der Messager publizirt nachstehende
telegraphische Depeschen:
„Alexandrien, 12. Nov. Der Kaiser von China hat den Traktat vom 29. August angenommen und sich verpflichtet, ihn zu ratifiziren, sobald die Nachricht von der Ratification Seitens Ihrer Britischen Majestaͤt eingegangen sey. Es ist seine Absicht, einen Botschafter nach London zu senden. Ein Dampfschiff ist direkt von Nanking in Suez eingetroffen, um diese Nachricht zu uͤberbringen; am Vord desselben befand sich Herr Malcolm, Se⸗ cretair der Englischen Gesandtschaft. Die Englische Flotte wird in Chusan uͤberwintern, wo umfassende Arbeiten unternommen worden sind, um den Aufenthalt auf der Insel gesund zu machen.“
„Malta, 25. Nov. Der Kaiser von China hat seine Zu⸗ stimmung zu dem Traktat gegeben; aber er weigert sich, vor Ih⸗ rer Britischen Majestaͤt zu unterzeichnen. Diese Weigerung gruͤn⸗ det sich auf die Vorschriften der in China beobachteten Etikette. Die Haͤlfte der ersten Einzahlung, wie sie der Traktat vorschreibt, ist indeß schon geleistet und mit der Fregatte „la Blonde“ nach England gesandt worden. Die Britischen Land⸗ und See⸗Streit⸗ kraͤfte befanden sich noch immer in Nanking.“
8 6 J nland. “
hü Berlin, 8. Dez. Einen uns zugekommenen längeren Arti⸗ kel, welcher eine Beantwortung der unlaͤngst erschienenen Bro⸗ schuͤre „Aphorismen uͤber den Rechtszustand in Preußen u. s. w.“ enthaͤlt, haben wir der Bequemlichkeit der Leser wegen gleichfalls als Broschuͤre besonders abdrucken und der heutigen Nummer der Staats⸗Ztg. beilegen lassen. Den auswaͤrtigen Abonnenten wird derselbe durch die Fahrpost zugesandt. “
— — Halberstadt, 6. Dez. Gestern Abend um 6 Uhr traf Se. Koͤnigl. Hoheit der Kronprinz von Hannover, unter dem Namen eines Grafen von Diepholz reisend, hier ein, nahm das Nachtquartier im Hotel „zum Prinz Eugen“ und setzte heute fruͤh die Reise uͤber Coͤthen nach Altenburg fort.
Dirschau, 1. Dez. Seit dem 23. November ist hier die Passage uͤber die Weichsel fuͤr alles Fuhrwerk fortwaͤhrend ge⸗ hemmt, denn die dicht zusammengestopfte Eisdecke ist so unsicher, daß nur bei Tage auf den uͤber dieselbe gelegten Brettern Per⸗ sonen und ganz leichtes Gepaͤck uͤbergebracht werden koͤnnen. Eine Aenderung dieses Zustandes ist ohne Eintritt von Frostwetter gar nicht abzusehen, denn das Eis liegt zu fest verpackt, als daß es bei dem fallenden Wasser in Gang kommen koͤnnte.
— —
Frankreich's Handel mit dem Deutschen Zoll⸗ Verein im Jahre 1841. ““
(Nach Franzoͤsischen Dokumenten.) 1
EE“
„, Paris, im Nov. Die Zoll⸗Verwaltung hat die Uebersicht von dem Handel Frankreichs mit seinen Kolonieen und dem Auslande waͤhrend des Jahres 1841 bekannt gemacht. Diese Uebersicht, welche fast dieselbe Form hat, wie die fruͤheren, ist die zwoͤlfte der im Jahre 1830 begonnenen Reihe. Bevor wir die allgemeinen Angaben daraus mittheilen, wollen wir ihr den Theil entlehnen, der sich auf den Deutschen Zoll⸗Verein bezieht, weil derselbe von groͤßerem Interesse ist, als das Uebrige.
Die Ausfuhr, wie die Einfuhr, zerfaͤllt in den allgemeinen und den speziellen Handel. Bei der Einfuhr umfaßt der allge⸗ meine Handel Alles, was zu Lande oder zur See eingefuͤhrt wird, ohne Ruͤcksicht darauf zu nehmen, ob die Waaren fuͤr die Con⸗ sumtion, fuͤr die Entrepots, fuͤr die Ausfuhr oder fuͤr den Transit bestimmt sind; der spezielle Handel begreift nur das, was in den inneren Verbrauch uͤbergeht. Bei der Ausfuhr besteht der all⸗ gemeine Handel in allen Waaren, die ins Ausland gehen, gleich⸗ viel ob sie Franzoͤsischen oder fremden Ursprungs sind; der spezielle ene. .s - nationalen Waaren 1178 die durch Erle⸗
ngangs⸗Zolls nationalisirten und 2
Uübeen aenaens onalisi nd spaͤter wieder ausge ie Uebersicht des Handels von 1841 ist die erste, welche
9 besondere Abtheilung fuͤr den Deutschen Zoll⸗Verein enthaͤlt; 1h Jahre 1840 war eine Rubrik fuͤr Preußen und eine
an v uͤbrigen Deutschen Staaten. In dem Dokument veg 1 ist diese Unterscheidung nicht mehr vorhanden. Da in⸗ eß der Zoll⸗Verein keine anderen Haͤfen besitzt als die Preußischen,
so hat man natuͤrlich die ganze Schifffahrt desselben auf Rechnung
In unserem auswaͤrtigen Handel nimmt der Deutsche Zoll⸗ Verein erst die siebente Stelle ein, und unser Verkehr mit dem⸗ selben im Jahre 1841 üͤbersteigt fuͤr den allgemeinen und speziellen Handel der Aus⸗ und Einfuhr zusammengenommen nicht den Werth von 134 Millionen Fr.; im Jahre 1840 betrug derselbe nur 127 Millionen; es ergiebt sich mithin zu Gunsten des Jahres 1841 eine Zunahme von 7 Millionen. Die nachstehende Tabelle giebt eine detaillirte Uebersicht der Ein⸗ und Ausfuhr, nach der Natur und der Wichtigkeit der einzelnen Waaren geordnet, sowohl fuͤr den allgemeinen als fuͤr den speziellen Handel. .“
Allgemeiner Handel. Spezieller Han Fremde, 1 Fremde, im Jahre 1841 eingefuͤhrte 1 Waaren. 8 1 Benennung der Wagren, nach der Wichtigkeit geord. Wolle in großen Quantitaͤten. Kil. Haare zum Hut⸗ machen und Ver⸗ spinnen 2 Brennholz Fr. Schlachtvieh St. Seidenzeuge Kil. Raffinirter Zucker Wollenzeuge Goldschmidtsasche und Kraͤtzschlich Steinkohlen.. Oelhaltige Koͤrner Baumwollenzeuge Leinene oder han⸗
W“
del.
im Jahre 1841 konsumirte Waaren.
Werth. dere erth. obene Zoͤlle.
Quanti⸗ taͤten.
4112944 19367632 4048257 13943526 3067583
173493 6939720 — 5479644 157273 4614234 31082 3159068 2546381 3055657 97513 3028720
20773 830920 252 — 5423017 76227 157273 4614234 1096362
4660 534530 67566 4462 11495
98568 2957040 98568 2957040 54
170298585 2554479 170298585 2554479 187735
3023906 2267930 2996276 2247206 54735 82580 2192454 — —
53948
Maschinen.. ⸗ — 691948 77802 Kratzdistel Kil. 428611 685778 685778 Kaschemir⸗Gewe⸗
be(keine Shawls) Gr. 2247500 674250 2247500 Rohe Seide Kil. 9082 593415 1989 Fluͤchtige Oele.. ⸗ 5906 590600 5060
Goldsachen und 575955 566757 566355
Bijouterieen Gr. Verarbeitet. Kork Kil. 150635 451905 11803 Fr. 450526 —
e
upfer⸗, Messing⸗
u. Bronzewaaren Kil. 434472 61006
Vanille 383000 335 83750 374166 7062 144771 345718 626 1252
Rohe Baumwolle ⸗ 2 33677 4677 140310 265778
Cochenille .
Blattgold u. Gold⸗ 260000 254530
428611
674250
138330
506000 b“
564453 8 35409 428582
61041 1532 18252 172859 11226
434266
265778 260000 254530
drath Gr. Feine P 2 Plattirte Waaren Kil. Gegenstaͤnde fuͤr Sammlungen. Fr. — uhren. 8 Safran Kil. 4849 Kaschemirshawls Fr. — Seesalz Kil. 5263178 Hanf 221628 Gruͤnspan. ⸗ 67233 Zubereitete Haͤute -⸗ 22508 Hanf⸗, Leinen⸗, Baumwollen⸗-u. Wollen⸗Garn u.
90191 13000 25453
90191 13000 25453
253993 — 182043 249572 — 220042 242450 4556 227800 186100 — 3100 157895 5263178 157895 149562 221628 149562 148919 67233 148919 143831 22508 143831
138069 18929 2094639 132391 2093039 — 106313 — — 104561 86181
133989 132367
81597 104561 103417
Chlorkalk Kil. 86181
fene Zeuge Gußeisen u. Stahl ⸗ Rohe Haͤute Fr. Kraͤmer⸗Waaren. Kil. Sensen, Feilen, Saͤgen u. andere Geraͤthschaften. Pferd S
Kaffee .
Kupfer, legirt mit Zink, vergoldet oder versilbert..
Verarbeit. Taback
Matten und Ge⸗ flechte von Stroh ⸗
Feine Perlen Gr.
u Fr. — 1. 2 163 er. Ail
en melzung Kil.
Hoͤlzerne Uhren. St.
Schweine⸗BorstenKil.
Butter 2
182839 1920383 5785007 1688454 1348328 104424 1244423
151901 3486511
65335
802322 130085 895378 380294 1311631 18109 548522 117614
366138 1084963 326575 961782 480510 2572 914920 2572 914920 70136 1048697 891392 88 75 101
44254 866160 38093 761958 134619 861562 — —
57378 757443 57337 35830 716600 35830 701887 —
1739609 695844 135739 678695 129823 584203
Inj 384705 538584 opfen
423492 529365 Toͤpfer⸗, Glas⸗ u.
Krystall⸗Waaren Fr. — 526288 Getraide Lit. 576 514913 Pappe, Papier 8 Buͤcher u. Kupfer⸗ * * ch Kil. 68985 432915 62930 .St. 121630 413991 123817 416151 31404 Bau⸗Materialien Fr. — 353893 — 352879 12566 Taback i. Blaͤttern Kil. 153222 352411 , — Hanf⸗ und Leinen⸗ 1 garn 73923 325245 50952 225199 20411 Hausgeraͤthe.... 14979 311738 13263 277147 4899 111895
Kinder⸗Spielzeug
u. kurze Waaren 121196 272691 251763 106401
Fette Samendle. 343509 274807 987 790 325
Saatfruͤchte 172830 259245 155922 233883 1889
Schreibfedern... 21101 253746 18213 218916 8954
Bettfedern 50706 228685 51720 236715 45708
Messerschmiede⸗
Waaren 18570 222840
Eier 2 276302 221042 489174 220261 3295 214690
204639 204639
89775
756289 5691 716600 197 688497 21669
22658 81384
1739561 78985 129670 384705 418187
695824 369925 583515 25791 538584 13981 522734 300703
439370 156329
4979590 454896 11906
401092 21007
—
u n u
NA
221042 1524 212149 25174 180250 279
376302 471443 2803
204639
uropaͤisch. Rohr
und Schilf Gegenstaͤnde fuͤr Sammlungen. (Objets de coller tion) Fr. Rohes Zinn Kil. Bleistifte Metallwaaren...
204639 2476
88 o1“ 9 “
— 194049 — 130304 1433 95416 190832 87790 175580 3863 19232 168226 18630 155035 24864
. 253847 161519 82 13 Eichenrinde 772030 154628 154628 869 zeine Fahence... 2767667 138383 137682 3029 Koke 13310630 133106 133106 29299
Hanf. 190486 123956 123956 18627 Cichorienwurzeln 244222 122112 122112 2387 Futterkraͤuter. 3004482 120180 120000 3394 Braunstein 595607 119121 118031 7141 Blutegel 3600100 108003 3600100 108003 3960
S Wildpret und Ge⸗ el 82738 82738 82738 1821
füag Fr. — Berliner Blau. Kil. 3637 29096 121 968 276 3472003 — 2037631 254844
Andere Artikel. — s 8251775 — 52283 7127075
13310630 190486 244222
2999982 590157
Summa
103417 443717
66558 142784 66331 89795
66558 62207 62857 50100
Alkali, Soda.. ⸗ Tafelfruͤchte ⸗ Wein⸗Branntw. Lit. 62857 Eisenerz KeNil. 1002000 50100 Holz zur Kunst⸗
Tischlerei 144018
Wolle in großen
Partieen 4281 Oelhaltige Koͤrner ⸗ 20940
443717 135494 89795 1002000
49937 8184 2443
17124 499 1996 15705 20940 15705 57 Andere Artikel. — 4019611 — 3355067 28546 Summa.. — 31324798 — 47997245 93185 Fuͤr den allgemeinen Handel betraͤgt der Werth der Einfuhr in Frankreich zur See 5,283,476 Fr., zu Lande 77,287,303 Fr. Die Ausfuhr aus Frankreich nach Preußen zur See 2,808,062 Fr.,
zu Lande 48,516,736 Fr.
Wissenschaft, Kunst und LTiteratur. Königliche Oper. Jubilaͤum des Opernhauses.
Wie im vorigen Jahre, am 5. November, das Jubildum der Grundsteinlegung zum Koͤniglichen Opernhause, so wurde gestern, am 7. Dezember, der hundertjaͤhrige Jahrestag der Eroͤffnung dieses großartigen Theater⸗Gebaͤudes festlich begangen. Zu jener ersten Feier hatte man eine Anthologie aus der Deutschen Opernmusik ge⸗ waͤhlt, um deren Entwickelung im Laufe eines Jahrhunderts durch eine Reihe von Tongemaͤlden anschaulich zu machen. Eine Ouver⸗ tuͤre von Friedrich dem Großen selbst, der mit dem Bau des Opern⸗ hauses, welchen er schon als Kronprinz projektirt hatte und leich nach seiner Thronbesteigung unter Leitung und nach den Entwuͤrfen des Freiherrn von Knobelsdorf zur Ausfuͤhrung bringen ließ, zugleich auch den Bewohnern Berlins zum erstenmale das Schauspiel einer Oper gab, bildete die wuͤrdigste Einleitung zu jener musikalisch⸗dra⸗ matischen Akademie. Es folgten dann Scenen aus Opern von Graun, Haͤndel, Hasse, Hiller, Gluck, Schenk, Reichardt, Ditters⸗ dorf, Mozart, und im zweiten Theil, den ein Marsch des hochseligen Koͤnigs Friedrich Wilhelm's III. eroöͤffnete, aus Opern von Winter, Beethoven, Himmel, C. M. von Weber, Spohr und Lortzing. Die ersten von diesen Fragmenten, bis auf Gluck, den großen Reforma⸗ tor der Oper und eigentlichen Begruͤnder des klassischen, fuͤr alle Zeiten musterguͤltigen Opernstyls, wurden im Rokoko⸗Kostuͤm aufge⸗ fuͤhrt, mit dem auch jene fruͤhere Opernmusik noch vollkommen ver⸗ wandt ist. 1
Die Darstellung eines ganzen Werkes aus dieser Periode des Deutschen lyrischen Drama's wuͤrde auf der Buͤhne jetzt, eben so wie etwa ein Schauspiel von Weiße oder Gellert, kaum noch zu ertragen seyn, wenngleich einzelne Stuͤcke aus den Opern von Graun, Haͤndel und Hasse in rein musikalischer Hinsicht auch vor dem aͤsthetischen Urtheil unserer Zeit noch sehr wohl bestehen koͤnnten. Es war damals das Bluͤthenalter der Kirchenmusik in Deutschland; 1741 schrieb Haͤndel den „Messias“ und in den naͤchstfolgenden Jahren noch mehrere seiner ausgezeichnetsten Oratorien; die Glanzveriode der Deutschen Oper begann erst mit Gluck. Auch in Italien war die Bluͤthe der geistlichen Musik vorausgegangen; die Oper entwickelte sich erst spaͤ⸗ er; nur traten dort diese beiden Epochen fruͤher ein, als bei den Deut⸗ schen. Dafuͤr haben diese aber auch in der einen wie in der anderen Sphaͤre eine Hoͤhe erreicht, auf welcher die Italienische Musik nie⸗ mals anlangte. Bei aller Innigkeit und Begeisterung in den Har⸗ monieen der alten Italiener, bei aller Grazie, Leichtigkett und Spruͤh⸗ kraft in den Melodieen der neueren, haben sie doch nichts aufzu⸗ weisen, was an Fuͤlle der poetischen Production, an Tiefe der geisti⸗ gen Anschauung und an charaktervollem Ausdruck einem „Messias“, einer Bachschen „Passionsmusik“, einer „Schoͤpfung“, einem Mozart⸗
schen „Requiem“, oder einer „Jphigenie in Tauris“, einem „Don