1843 / 47 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

in Paris kein, hin, daß das System der seit vier

sprießlichen Resultate führen

will man noch nicht begreifen,

weise auch der Grundsatz der

Occupation gilt bei Vielen

„—. Paris, 9. Febr.

ten haben so zu sagen alle Hoffnungen, und glänzenden Berichte des Generals Bugeaud erregt worden wa⸗ Abd el Kader ist plötzlich wieder erschienen; er ist wie ein Orkan mitten in die Französischen Besitzungen eingebrochen und alle unterworfenen Stämme, die man so wohlgefällig aufzählte, existir⸗ ten nur in den Spalten des Moniteur. Stämme empörten sich bei der Annäherung Abd el Kader's, von dem man glaubte, er habe sich definitiv in die Wüste zurückgezogen. Der Sultan erschien unvermuthet mit zahlreichen Kabylenschwärmen und blokirte die an der Küste liegende Stadt Cherchell. dieses Wieder⸗Erscheinens ist von der Art gewesen, daß der General⸗ Gouverneur in aller Eile auf einem Dampfboote abgereist ist und alle disponiblen Truppen mit sich genommen hat Algier keine Garnison mehr; die dem Eifer der National⸗Miliz anvertraut worden.

ren, zerstört.

Jahren zu seiner

die Meinung des urtheilsfähigen Publikums entschieden da ewigen Expeditionen und Raubzüge, das chsten Blüthe kann und führen wird. daß mit diesem System nothwendiger⸗ Unterwerfung und Occupation der gan⸗ zen Regentschaft aufgegeben werden muß; die Idee der beschränkten 1 3 noch heute wie zur Zeit des von der Tafna für ents jeden unvereinbar mit der Größe, der Würde und der civilisirenden Mission Frankreichs.

Die aus Algier eingegangenen Nachrich⸗

gebracht ist, zu keinem er⸗ Aber freilich

riedens

welche durch die zahlreichen

Die unterworfenen

Die Wirkung

hat. In diesem Augenblicke Vertheidigung der Stadt ist Es ist dies von

Wichtigkeit und erregt ernste Besorgnisse. Unsere angeblichen Verbündeten können in jedem Augenblicke zur Avantgarde der Araber⸗Horden werden. Wir halten mit bedeutenden Kosten Punkte besetzt, die 25 und 30 Licues

von Algier entfernt s

Linien hindurch und dringen von Augenblicke, wo man es am wenigsten erwartet, bis in die Sahel vor die Thore von Algier vor und selbst

und die Metidscha, d. h. bis

bis zu den Punkten, wo die größten Opfer die Einfälle der Kabylen Der schnelle und blutige Zug Abd el Kader's von den Bergen von Wan⸗Serris bis vor die Thore von Cherchell hätte selbst dann etwas

unsere Kolonisten gegen

Furchtbares, wenn auch dadurch in eine gefährliche

Generals Bar nicht 84 Manmn

abschnitten, verloren hätte.

Mann oder, wie es heißt, nur 4000 . auf kommt wenig an; allein so viel bleibt immer gewiß, daß er durch seine Kühnheit und sein Genie alle unsere n ur 1 nungen auf Ruhe und Konsolidirung illusorisch macht.

Wir haben 84,000 Mann in Algier; man giebt dort in jedem Jahre 84 Millionen Franken aus ohne die Landstraßen und Befestigungen votirt

alle unsere Hoff

ind; allein die Araber gehen zwischen unseren

nicht der Obers Lage i, denen die Ob der Emir jetzt nur 1200

Zeit zu Zeit und zwar in einem

gebracht worden sind, um sicher zu stellen.

t⸗Lieutenant Saint⸗Arnaud gekommen oder die Kolonne des Beni⸗Menasser die Köpfe 1500 5000 Mann bei sich hat, dar⸗

Anstrengungen unnütz und

für Sy⸗

Summen, welche V 9

werden. Man hat alle

steme versucht und seit vier Jahren das der unbeschränkten Besetzung

die umfassende Anwendung gegeben. Die ben nur ungewisse und äußerst zweifelhafte; Debatten zwischen den Anhängern der beschränkten und beschränkten Besetzung beginnen jetzt lebhafter als daß man in den nächsten

det keinen Zweifel, Vorschläge

aus allen Vorhersagungen, aus allen Ber schüre des Generals Bugeaud enthalten sind, welche dadurch erregt worden sind. nicht den wahren Zustand von Algier. Bu hat denselben als Soldat, der sich als Sieger betrachtet, geschildert; Kriegs⸗Ministerium publizirten Vorsicht und Zurückhaltung verfaßt,

noch

die jährlich von dem den mit so großer

daraus über den wahren Stand der

IsI Inth⸗

111“

Oberhaus.

zulegen, daß die Franzosen sich bei ihrem Widerstande gegen das Untersuchungs⸗Recht mit Unrecht auf die Vereinigten Staaten berie fen, da diese schon im Jahre 1823 ein Durchsuchungs⸗Recht vorge⸗ schlagen, das viel weiter gehe, als das jetzt von England in Anspruch genommene, lautete im Wesentlichen folgendermaßen:

„Der Vorschlag wurde damals nach England gesandt, nicht in Gestalt einer einfachen Depesche, sondern einer Depesche, welche den vom Senate der Vereinigten Staaten bereits genehmigten Entwurf zu einem Traktate Der Senat, d. h. sobald zwei Drittheile seiner Mitglieder sich in dem Votum vereinigen, besitzt nämlich in Gemein schaft mit dem Präsidenten das Recht der Ratifizirung der Traktate. betreffende Vorschlag des Senats der Vereinigten Staaten ging dahin, daß die Kreuzer beider kontrahirenden Parteien befugt seyn sollten, alle des Sklavenhandels verdächtigen Schiffe unter der Flagge eines der beiden Länder anzuhalten, zu untersuchen, aufzubringen und vor die Tribunale zu führen. Dieser Traktat wurde von England angenommen, am 7. März 1824 von Herrn Rush für die Vereinigten Staaten, von den Herren Huskisson und Canning für England unterzeichnet und, zur Notification für den Senat und den Präsidenten, nach Amerika zurückgeschickt. Er

über den Gegenstand enthielt.

lber diesen Gegenstand machen

Grossbritanien und IJrland.

Sitzung vom 7. Februar. Vortrag, welchen Lord Brougham in dieser Sitzung über das Durchsuchungs Recht hielt, und dessen Zweck dahin ging, noch aus⸗ führlicher, als er es schon in der Adreß⸗Debatte gethan hatte, dar

Diese unermeßlichen Opfer ha⸗ Resultate ergeben. Die denen der un⸗ jemals, und es lei⸗ Tagen der Kammen wird. Was wird jetzt Berechnungen, die in der Bro⸗ aus allen Hoffnungen, Bis jetzt kennt man in Paris Der General Bugeaud

Aktenstücke wer⸗ daß man Dinge nur wenig lernen kann.

——

[VW

Der

v““

ist vor noch so kurzer Zeit von England besetzt gewesern unter 529 rem Volke und in unseren Kammern eine noch zu große Empfindlichkei

der Gefühle herrscht, und daß wir es

chungs⸗Recht in Vorschlag zu 8 zession sehen (dasselbe Wort brauchen die Franzosen auch jetzt wieder) und ich möchte daher gern die Sache für jett noch ausgesett

ehen.““ 1 bett. 8 Die Wichtigkeit dieser Erklärung läßt sich nicht verkennen. Sie wi⸗ s in Aufnahme gebrachte Ansicht, daß die Verträge von 1831 und 1833 per incuriam angenommen 828 Weit davon entfernt, daß die „maritimen Rechte und die eer 8 des Meeres“ in den Jahren 1831 und 1833 zuerst in Frage 1.19 een den sind, ist die Frage, welche dieselben angeblich gefäedet, vena⸗ h 2 s mehrere Jahre zuvor in Anregung gebracht worden, und das Durchsu⸗ Hung 3 Recht wurde im Jahre 1831 nur deshalb erst bestätigt, weil damals die Eifersüchteleien der früheren Zeit entschlafen waren und die Frage sch. 8 Entscheidung reif erwies. Diesen Stand der Dinge sollten unsere 2 ach⸗ barn jenseits des Kanals nicht aus den Augen verlieren. Ich noch einmal zurück auf die Instructionen, welche damals (im Jahre 1 29) die Vereinigten Staaten an ihre Repräsentanten in Europa erlassen haben. An Herrn Everett, den Gesandten im Haag, wurde in folgender Weise ge⸗ schrieben: 3 „„Dieser vorgebliche Handel trägt

derlegt unbedingt die neuerding

alle Merkmale des Seeraubes an sich, d. h. eine auf dem offenen Meere begangene Felonie und da derselbe von dem größeren Theile der civilisirten Welt für ein Verbrechen erklärt worden ist, so muß er der besonderen Klasse von Verbrechen zugetheilt wer den, zu denen er seiner Natur nach gehört, und dieselbe Strafe nach sich ziehen, welche der Brauch und das Völkerrecht darüber verhängen. Eine gemeinsame Erklärung aller christlichen Mächte würde unfehlbar diesen Praktiken ein Ende Alachsg. 98 Staatsschiffe aller Nationene naürnen rch s Völkerrecht ermächtigt seyn, gegen bei b G 5 . 585 T Rüehsicht auf die Farbe der Flagge⸗ 11 ge sie in Anspruch nehmen möchten, während, so lange der Han 5 je 68 einzelnen Lande nur als ein Vergehen gegen die Gesetze dieses Landes be handelt wird, es jeder Nation für sich (und dies ist der Grund unseres Argumentes und die Ursache, aus welcher wir das Durchsuchungs „Recht allgemein statuirt zu sehen wünschen) gestattet seyn würde, den Piraten aller anderen Nationen unter ihrer Flagge einen Zufluchtsort darzubieten. Wenn mein edler Freund, der die auswärtigen Angelegenheiten leitet, eine Depesche der kräftigsten und entschiedensten Art entwerfen wollte, um andere Regierungen zum Beitritte zu seinem ehrenwerthen Unternehmen zu bewegen, so würde er keine Worte anwenden können, welche geeigneter und passender wären, als die Worte dieser für einen Amerikanischen Gesandten bestimmten Instructionen. Ich wage es daher, die Hoffnung auszusprechen, daß wir unsere Nachbaren nicht länger hinter dem Beispiele Amerika's Schutz suchen und behaupten hören werden, sie könnten den Traktat von 1841 nicht ratifiziren und müßten die Zurücknahme der Traktate von 1831 und 1833 verlangen, weil die Vereinigten Staaten jedwedem T urchsuchungs⸗ Rechte unwiederbringlich entgegen seven. Sie sind im Gegentheil die Pa⸗ trone des Durchsuchungs⸗Rechtes.“ 1 8. Si 9. Februar. Graf Stan⸗ HOberhaus. Sitzung vom 9. Februagr. Graf Ste hope brachte an diesem Abend seine angekündigte Motion vor, welche verlangt, daß ein Ausschuß ernannt werde, um den jetzigen Zustand der arbeitenden Klassen zu untersuchen und auf Mittel für einträgliche Beschäftigung derselben zu denken. „Wir haben“, sagte der Antrag⸗ seller unter Anderem, „eine konservative Verwaltung, die den Weg ter Whigs geht, und das Land befindet sich in einem furchtbaren Zustande. Der neue Tarif hat den Werth des Grundbesitzes in

der Insel Hong⸗Kong machten und Befugnisse der Britischen Konsulats⸗Agenten nicht wagen dürfen, dieses Durchsu⸗ welche, bringen, da man darin abermals eine Kon⸗ Regierung delshäfen China's angestellt werden sollen. . erwiederte, es sey allerdings durchaus nothwendig, eine legislative Maßregel zur Regulirung der Englischen und anderer wichtiger Angelegenheiten auf der Insel Hong⸗Kong ge⸗

4 ißig einzurichten und zugleich die Voll⸗ regelmäßig einz e 3 dssecnan des mit der Chinesischen in den verschiedenen Han⸗ Sir Robert Peel daß irgend Gerichtshöfe

gemãß den Bestimmungen abgeschlossenen Vertrags,

troffen würde; er halte jedoch für rathsam, die Gesetzgebung über die⸗ sen Gegenstand so lange aufzuschieben, bis ein desfallsiges Ansuchen geschehe. Mit Grund lasse sich annehmen, daß sie vielleicht bald und jedenfalls lange vor dem Schlusse der Session Gelegenheit haben würden, die Ansichten des Bevollmächtigten Pottinger, dessen trefflicher Geschäftsführung er bei diesem Anlasse mit Freuden die entschiedenste Anerkennung zolle, über die fraglichen und zum Theil schwierigen Punkte ausführlich zu vernehmen. Er wünsche daher, daß man die Gesetzgebung für Hong⸗Kong aufschiebe, bis man über Sir H. Pot⸗ tinger's an Ort und Stelle geschöpfte Ansichten im Klaren sey, ob⸗ wohl es allerdings möglich wäre, daß man bereits früher zu der fraglichen Gesetzgebung werde schreiten müssen. Sir G. Staunton erklärte sich durch die Antwort des Ministers völlig befriedigt.

Auf eine Denkschrift der Kaufleute, wel⸗

London, 10. Febr. Ka 8 w Jahre 1839 den Chinesen ausge⸗

en das Opium gehörte, das im 1 1— 1 2 ener⸗ werden 86 . hat Sir R. Peel denselben anzeigen veer In⸗ die Regierung vollkommen bereit sey, ihre Ansprüche zu 1. sichti⸗ gen, und daß, sobald die Ratificationen des Friedens⸗ Vertrags in China 1e gec. r seyn würden, ihre Angelegenheit vorgenommen werden solle.

Nach weiteren Berichten aus China soll der Kaiser in Bezug auf den einzigen, von ihm in dem mitgetheilten Edikt noch beanstan deten Punkt, die Eröffnung des Hafens von Fuhtschaufu für den Handel, später ebenfalls nachgegeben haben. 1

Die von Herrn Featherstonhaugh erzählte Geschichte von der in den Pariser Archiven aufgefundenen, den Britischen Ansprüchen so üüberaus günstigen Bezeichnung der Gränzlinie zwischen den Vereinig⸗ ten Staaten und den Britischen Besitzungen in Nord⸗Amerika auf einer alten, im Besitz von Franklin gewesenen Karte (vergl. unten den besonderen Aufsatz darüber), scheint bei der hie sigen Presse ziemlich allgemein Glauben zu finden, und selbst der Standard, der als ministerielles Blatt in der Regel bei⸗ solchen Gelegenheiten vorsichtig zu Werke geht, äußert, daß er die Sache glaube; er tröstet sich damit, daß England auch noch Advokaten habe, welche im Stande gewesen wären, einen solchen Kniff durchzuführen, wie der Amerikanische Advokat, Herr Webster, der dafür in seiner Heimat ohne Zweifel sehr werde belobt werden; aber, setzt das genannte Blatt hinzu, England unterhandle nicht durch Advokaten und befinde sich daher stets im Nachtheile gegen diejenigen, welche in der Diplomatie ihre Zuflucht zu Kniffen nähmen. Die Sache ist auch im Parlamente bereits zur Sprache gekommen, ohne indeß einen bestimmten Aufschluß herbeizuführen. Sir Charles Napier fragte nämlich den Premier Minister, ob er Aus - kunft geben könne über eine Karte, auf der die Gränze zwischen den Vereimgten Staaten und den Britischen Besitzungen mit einem rothen

venlant um ein Drittel, in Irland um 20 bis 25 pCt. herunter⸗ gebracht. Die arbeitenden Klassen haben ein eben so unzweifelhaftes Recht auf eine billige Belohnung ihrer Arbeit, wie Ew. Herrlichkeiten auf Ihre Titel und Güter. Das Eigenthum derselben ist aber durch eine Parlaments⸗ Akte konsiszirt, und die arbeitenden Klassen, deren Lohn reduzirt worden, sind im Unterhause nicht vertreten.“ Der Rednet schloß seinen Vortrag damit, daß er die Ansicht aussprach, das neire Korugesetz und der neue Tarif müß⸗ ten wieder aufgehoben werden, und er warnte die Pairs vor den Folgen, wenn dies nicht geschähe. Graf von Ripon, der Handels⸗ Minister, wollte den Motiven des Antragstellers gern Gerechtigkeit widerfahren lassen, ersuchte aber um eine gleiche Gunst für diejeni- gen, welche anderer Meinung wären. Er widersetzte sich der vorge— schlagenen Untersuchung, weil sie keinen bestimmten Zweck habe, und vertheidigte den neuen Tarif, der, wie er behauptete, in seinen bis⸗ herigen Wirkungen sich eher heilsam als nachtheilig erwiesen habe. Lord; Beaumont dagegen unterstützte Lord Stanhope’s Antrag und erklärte seine Unzufriedenheit über Sir R. Peel's kürzlich abgegebene Erklärungen in Betreff der Korngesetze, so viel wollte er wenigstens hoffen, daß die Regierung den Willen kundgeben werde, das riesige Ungeheuer, welches neuerdings in Gestalt des Bundes gegen die Korngesetze emporgesprossen, zu vernichten. Lord Bro ugham erklärte, er könne den freien Handel nicht entdecken, der nach Lord Stanhope's Aeußerung das Land zu Grunde richte. Unter dem neuen Tarif seyen nur 3100 Stück Rindvieh und 315 Schweine ein⸗ geführt worden, was höchstens Ct. von der bloßen Consumtion der Stadt London ausmache. Uebrigens wollte Lord Brougham die heftig aufregenden Reden, welche kürzlich zu London in einer Ver⸗ sammlung von Korngesetz Gegnern gehalten worden, auch keinesweges billigen. Graf von Radnor sprach gegen die Motion und empfahl vollständige Abschaffung aller Korngesetze. Lord Ashburton erklärte sich für einen Freund gemäßigten freien Handels, bezeichnete, es aber als abgeschmackt, alle Beschränkungen ohne Rücksicht auf die eigen— thümlichen Verhältnisse des Landes aufheben zu wollen; bei Eng⸗

darauf ratifizirt, jedoch unter Abänderung eines Punktes; es sollten eais die Gränzen, innerhalb welcher das Recht auszuüben wäre, Afrika, estindien, mit Einschluß des sogenannten Spanischen Festlandes, und

Amerika seyn; der Präsident aber Amerikanischen Flagge mit einer

bemüht war, sagte (und ich,

mit einigem Anschein von G.

obgleich ein Verfechter dieses rund):

der von jeher die Unabhängigkeit der gewissen Pedanterie aufrecht zu erhalten Rechtes, glaube

9 8 . „„Warum will man ein Durchsuchungs⸗Recht in Baltimore oder in

dem Hafen von New⸗York statuiren, wo von dem S die Rede gewesen ist, wenn nicht da Themse ausgeübt werden soll?

8 Sklavenhandel niemals sselbe Recht auf der Medway und der

Das 5

Prinzip dieses Traktats ist das der

Reciprozität; daran wollen wir uns denn auch streng halten.““

Die Unterschrift und Ratification wurde d Weglassung jener Bestimmung, beigesetzt schich, 8 ihn verwarf, aber aus welch

erwerfung nicht peremtorisch und definitiv, sondern

darauf, daß der Traktat von den Vereinigten Staaten Falcher 8 denselben daher jetzt nicht an die Auslassung verbindlicher

Uebrigens haben die Vereinigten Staaten den Convention

sey, und daß es Veränderung zu Wäre jene unbedeutende Traktat jetzt als ein dern in Kraft seyn. Entwurf zu einer

machen,

solchen

arauf dem Traktate, unter und derselbe nach England ge⸗

em Grunde? Es geschah diese Hinweisung öst ausgegangen zustehen könne, noch eine Niemand gedacht habe. erfolgt, so würde der zwischen den beiden Län⸗

früher nicht Pakt

allein hierher,

nicht sondern

auch nach Holland, St. Petersburg, Oesterreich, Preußen und Dänemark geschickt, ja sogar in Columbien sich für dessen Annahme verwendet, wo sie nicht eine so willkommene Aufnahme dafür erwarten durften, als hier. Sie haben denselben auch Herrn von Chateaubriand, damaligem Französischen Minister der auswärtigen Angelegenheiten, mitgetheilt, einem Manne von

eben so großer Konsequenz, wie von großem Geiste, der, obgleich persönlich ein Gegner des Sklavenhandels, der Aufforderung folgende Erklärung ent⸗ gegenstellen zu müssen glaubte: 1

. „„Es ist wahrlich erst zu kurze Zeit her, daß wir auf Leben und Tod England gegenübergestanden haben; es ist so kurze Zeit her, daß Siege ge⸗ wonnen sind, deren Folgen wir noch schmerzlich empfinden; unser Gebiet

d vi eeae eeee mn.

VEEEEETETETETEE

8 .

lands künstlichen Zuständen; mit einer ungeheuren Staatsschuld, sey es unmöglich, ein völlig nivellirendes System der Nande 8⸗ Freiheit anzunehmen; so könne es z. B. den Britischen üristen nicht gestattet werden, Runkelrüben zur Zucker⸗Fabrication, er 9 back anzubauen, so einträglich ein solcher Kulturzweig. 18 de auch seyn möchte, weil dadurch ein Theil der Staats I 868 loren gehen würde, dessen man nicht entbehren könne. Der 2 arqa von Clanricarde endlich sprach sich entschiedener für freien Han- del und gegen Differenzial⸗ und Schutz Zölle aus, und he. daß die Aufhebung von Monopolen nicht die Abschaffung der secche Einnahme⸗Zölle in sich schließe. Als es zur Abstimmung, kam, wurde der Antrag des Grafen Stanhope mit 25 gegen 4 Stimmen ver⸗ worfen.

vom 7. Februar. Herr Ferrand

nterhaus. Sitzung k 8 5 8 b Petitionen aus Ost⸗ und Mittel⸗

übergab an diesem Abend mehrere 58 Lothian in Schpttland, worin ö. Untersuchung über das Verfahren der Eigenthümer von Kohlengruben begehrt wird. Die Bittsteller versichern, daß sie von ihren Grubenherren höchst ungerecht behandelt würden. Herr Hume überreichte Bittschriften aus chottischen Or⸗ ten gegen die in voriger Session angenommene Bill, welche die Ver⸗ wendung von weiblichen Arbeitern in Bergwerken und Kohlengruben untersagt. Lord Palmerston zeigte an, daß er am lsten d. die Vorlegung einer Abschrift der auf den Washingtoner Vertrag be⸗ züglichen Korrespondenz beantragen werde; Herr Wallace, daß er am 14ten d. auf Einsetzung einer Kommission zur Untersuchung des im Handel und Fabrikwesen herrschenden Nothstandes antragen wolle. Herr Tafnell brachte eine Bill ein, welche dem durch die Bestech⸗ lichkeit seiner Wähler noch aus den Debatten der vorigen Session her bekannten Wahlort Sudbury das Wahlrecht zu nehmen bezweckt. Sir G. Staunton fragte, ob die Regierung im Laufe der jetzigen Session eine Bill einbringen werde, um die Justiz⸗Verwaltung auf

Strich bezeichnet sey und welche Herr Webster dem Kongresse vor⸗ gelegt haben solle. Sir, Robert Peel verneinte dies, setzte aber hinzu, er habe selbst eine andere mit einer Gränzlinie bezeichnete Karte erhalten, welche, der Angabe nach, aus der Bibliothek des Königs Ludwig Philipp herrühre. Auf das Ersuchen Sir Charles Napier's, sich von der Französischen Regierung nähere Auskunft über die Sache ertheilen zu lassen, erwiederte Sir Robert Peel nichts. Sir R. Peel hat mit Hinsicht auf die Kreuzer gegen den Skla venhandel noch auf eine im Unterhause an ihn gerichtete Frage er⸗ klärt, England habe sich verpflichtet, jedem Kreuzer, der seine Station mit einer anderen vertausche, eine auf diese Station lautende neu Vollmacht zuzustellen. 3 Der zwischen Rußland und England abgeschlossene Handels⸗ und Schifffahrts⸗Vertrag wird von den hiesigen Blättern jetzt vollständig mitgetheilt. Die einzelnen Bestimmungen sind im Wesentlichen fol gende: 1) Gegenseitige Freiheit der Schifffahrt in allen Theilen der beiden Länder, in denen überhaupt die Schiffe fremder Nationen zugelassen wer den. 2) Die Schiffe beider Nationen sollen gegenseitig keinen höheren Ab⸗ gaben unterworfen seyn als die eigenen. 3) und 4) Alle Erzeugnisse des Bodens, der Industrie und der Kunst der beiden Länder dürfen fortan von Britischen und Russischen Schiffen unter denselben Vorrechten in die beiden Länder eingeführt und ausgeführt werden, welche die Nationalschiffe bei der Einfuhr und Ausfuhr genießen. 5) Alle Erzeugnisse, welche nicht von der vorerwähnten Art sind, sollen, ob in Englischen oder Russischen Schiffen eingeführt, keine höheren Zölle erlegen, als sie in den E— zu erlegen haben würden. 6) Alle Waaren und Handels Artikel, 8* che in die Häfen eines der beiden Länder eingeführt oder in die Entre pots gebracht werden, sollen denselben Zöllen unterworfen sevn, mögen sie nun in Russischen oder Englischen Schiffen eitge ihrt werden. 7) Alle diese Artikel sollen denselben Regulativen und Bedin⸗ gungen unterworfen werden, ohne Unterschied, ob sie in Englischen oder Russischen Schiffen eingeführt sind. 8) Keine der beiden Megietungen darf irgend eine Gesellschaft, Corporation oder einen in ihrem Namen handeln⸗ den Agenten bei dem Ankaufe von Erzeugnissen, des Bodens, der Industrie oder Kunst, welche in ihre respektiven Häfen eingeführt worden sind, auf den Grund der Nationalität des Schiffes, in welchem sie eingeführt wor⸗ den, begünstigen. 9) Der Russische Handel soll in dem Britischen Ostin⸗ dien dieselben Vorrechte genießen, wie der Handel der meist begünstigten Nation. 10) Die Stipulationen des Traktats finden keine Anwendung auf den Küstenhandel der beiden Länder. 11) Die Schiffe und Unterthanen der beiden Nationen sollen dieselben Vorrechte in den beiden respektiven Ländern genießen, wie in ihrem eigenen. 12) Die am 16. (28.) Februar 1825 in St. Petersburg in Bezug, auf die Russische n Besitzungen an der Nordwest⸗ Küste von Amerika abgeschlossene Convention wird durch den gegenwärtigen Traktat nicht affizirt. 13) Jedes Russische oder Englische Schiff, welches durch Fe in einen Englischen oder Russischen Hafen getrieben wird, 8 818 Pfug⸗ niß, sich in demselben auszubessern und zu verproviantiren, 38 vncc. ung anderer Abgaben, als der von den National Schiffen zu eza h v. fen⸗ und Feuer⸗Gelder; tritt völliger Verlust des Schiffes 88 so 8 8* geborgene Ladung nicht zurückgehalten werden, sobald die Abgaben 18 der Bergelohn bezahlt sind, welche die Nationalschiffe bezahlen würden. 4) . Konsuln, Vice ⸗Konsuln und Agenten beider Länden haben sich gegensei i Beistand zu leisten zur Einfangung der Deserteure von Kriegs⸗ und 58 fahrteischiffen. 15) Die Dauer des Traktats ist auf zehn Jahre bestimm 16 16) Die Ratificationen sollen baldmöglichst. ausgewechselt werden. In zwei Separat⸗Artikeln wird 1) bestimmt, daß die besonderts Begünstigun⸗ gen welche in Rußland zu Gunsten von Schweden und Norwegen nr hen, nicht auf diesen Traktat angewendet werden sollen, und 2) 180 anderer unbedeutender Exemtionen von den Bestimmungen des Trakta aufgegahnt. Stanley's Erklärung zufolge, sind von den Kanadischen Deportirten bereits 8 aus der Verbannung e weil es sich ergeben hatte, daß das von Lord Durham Verlassene 2₰ portations⸗Gesetz in Bezug auf jene Individuen einen Versioß 8 der die Gesetze enthalten. Wegen der ersten Insurrection in Nieder- Kanada in den Jahren 183 ist Niemand vor Gericht gestellt, son⸗ dern es sind deshalb nur jene nachher zurückberufenen 8 Individuen exilirt worden; für alle Uebrigen wurde damals eine Amnestie erlas⸗ sen, der indeß gleich darauf der Einfall zweier Haufen sogenannter ank eee ns lic

8

Sympathisirer aus den Vereinigten Staaten folgte. Von diesen Letzteren wurden fünf von den Gerichten zum Tode verur⸗ theilt, aber nur einer hingerichtet und die Strafe der vier Ande⸗ ren in Verbannung umgewandelt. Auch in Bezug auf die Insur⸗ rection in Ober⸗Kanada wurde eine Amnestie erlassen, nachdem nur 2 Insurgenten hingerichtet und 63 flüchtige zu verschiedenen Strafen in contumaciam verurtheilt worden waren. Am 3. No⸗ vember 1839 fand darauf eine zweite Insurrection in Nieder⸗Kanada und zugleich ein Einfall von Sympathisirern in Ober⸗Kanada statt; aber auch dieser zweite Aufstand wurde sehr gelind behandelt. In Nieder⸗Kanada wurden 855, in Ober⸗Kanada zwischen 1100 und 1200 Individuen verhaftet, aber nur etwa 150 vor die Kriegsgerichte gestellt, von denen 12 zum Tode und 136 zur Deportation verurtheilt worden; ungefähr 78 von Letzteren gehörten zu den sogenannten Sympathisirern, welche, ohne Genehmigung der Regierung der Ver⸗ 9 Staaten, einen Raub⸗ und Beutekrieg in Kanada geführt hatten.

An mehreren Orten sind Adressen unterzeichnet worden, um Sir Robert Peel ihre Freude zu erkennen zu geben, daß er dem Mord⸗ versuche Macnaughten's entgangen ist.

Die Kosten der Fahrt nach Ostindien auf dem Wege über Aegyp⸗ ten werden auf 131 Pfd. berechnet, nämlich 4 Pfd. von London nach Paris, 10 Pfd. von dort nach Marseille, 28 Pfd. von Marseille nach Alexandrien, 12 Pfd. von dort nach Suez und 80 Pfd. von Suez nach Bombay.

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Brüssel, 10. Febr. (K. Z.) Die Repräsentanten⸗Kammer beschäftigt sich mit einem Gesetze gegen den Schleichhandel, über den fortwährend von Seiten mehrerer Industriezweige Klage geführt wird. Der Schleichhandel geht, wie sich von selbst versteht, mit hohen Ein⸗ gangs⸗Zöllen Hand in Hand und erregt daher am meisten die Be⸗ schwerden derjenigen, die immer auch um Schutz gegen die auslän⸗ dische Industrie bitten und denen man in dieser Hinsicht schon Vieles zugestanden hat. Zu jenen beschützten Fabrikaten gehören vorzüglich Baumwollen⸗ und Leinenzeuge. Von ersteren, wurde behauptet, wür⸗ den für beinahe 30 Mill. Fr. jährlich eingeschmuggelt. Schärfung der Strafen, strengere Gränzaufsicht, Erweiterung des Zoll⸗Rayons, nebst der Befugniß, auch im Innern des Landes zu jeder Zeit Haus⸗ suchungen halten zu dürfen und von größeren Quantitäten Waaren sich den vorzeigen zu lassen, endlich der Gebrauch eines auf die Waare, die den Zoll bezahlt, pels: das sind so ungefähr die Mittel, unter denen man zu wählen hätte, und die theils von der Regierung selbst, theils von einzelnen Rednern vorgeschlagen worden. Die zuletzt genannten aber erregen, weil sie vexatorischer Art sind, so oft sie auch schon im Lafe der letzten Jahre vorgeschlagen worden, mehrfachen Widerspruch. Sie widerstreben dem Bedürfnisse freier Bewegung im Innern und dem Unabhängigkeitssinne, der dem Belgischen Volke eigen ist, und werden daher auch diesesmal wohl nicht angenommen werden. In einem Lande, wie Belgien, das nach so vielen Seiten hin offen und dazu von industriell und kommerziell hoch ausgebildeten Völkern um⸗ geben ist, wird der Schleichhandel immer das Geschäft vieler Gränz⸗ bewohner bleiben, so lange hohe Zölle es zu einem einträglichen machen; auch liegt in der allgemeinen Stimmung eine gewisse Nach⸗ sicht gegen Vergehen dieser Art, die Schuld daran ist, daß auch die Gerichte selten die ganze Strenge der Gesetze gegen diejenigen ein⸗ treten lassen, welche die Gränz⸗Aufseher glücklich genug waren, fest⸗ zunehmen.

In wenigen Tagen wird ein Gesetz gegen einen Schleichhandel anderer Art vorgelegt werden: den Schleichhandel nämlich mit Wäh⸗ lern. Es ist hohe Zeit, daß dieses Gesetz in die Kammern komme, weil man sonst nicht frühe genug damit fertig wäre, um es noch auf die Wählerlisten für die künftigen Juni vorzunehmenden Wahlen an⸗ wenden zu können. Die Untersuchung, welche das Ministerium über alle Arten von Wahl-Unterschleifen angeordnet hat, ist zwar noch nicht beendigt, doch hat man schon genug Aufschlüsse erhalten, um die wunden Stellen zu kennen, die zunächst eines Heilmittels bedürfen. Es wird dabei manches Unterhaltende ans Tageslicht kommen, auch haben die oͤffentlichen Blätter schon fleißig vorgearbeitet. Die erste Denunciation ging von der liberalen Seite aus, und es schien, als ob nur einige sich zur katholischen Farbe bekennende Parteimänner auf das Mittel verfallen wären, durch Zahlung höherer Steuern für Andere und durch in der Wirklichkeit nicht begründete Angaben besteuerbarer Ge⸗ genstände sich Wähler zu fabriziren, von deren Stimmen sie natürlich zum voraus sicher waren. Seitdem aber die katholischen Blätter ihrerseits dem Gegenstande ihre Aufmerksamkeit gewidmet, hat sich das Blatt gewendet. Massenweise scheinen die Löberalen an einigen Orten ihren Anhang auf diese Weise vermehrt zu haben, daher sie in

aufzuprägenden Stem⸗

ler aneignete.

Zürich,

Underen seyn sollte.

höhung auf ausländist wenden möchte, und zwar die ersten von 2 von 3 auf 8 Rthlr., welchen Antrag sich der Abg. Frhr. von Schäz⸗ Bei der am 6ten d. erfolgten Berathung über die Zu⸗ lässigkeit hat sich derselbe sehr entschieden dafür ausgesprochen, auf der Antrag an die betreffende Kommission verwiesen wurde.

.“ 9. Febr. (Basel. Ztg.) hat heute einstimmig beschlossen, dem Dichter Herwegh die fernere uldung zu versagen, indem dieser seinen Plan, eine politische Wirk⸗ amkeit bei uns zu verfolgen, und diese namentlich auf Deutschland uszudehnen, offen und unumwunden ausgesprochen hat. So ehren⸗ haft eine solche Erklärung von seiner Seite seyn mag, so wird iemand einer vernünftigen, nicht radikalen Regierung zumuthen, daß ie hierzu ihr Placet ertheile, um so viel weniger, da nicht unbekannt st, daß die Niederlassung Herwegh's nur der Anfang zu noch vielem Nun werden wir sicher auch von anderen Ko⸗ phäen dieser Schule verschont bleiben; und sollte auch Herwegh ürger des Musterstaates (Basellandschaft) werden, so schützt Zürich vor seiner Niederlassung durch Anwendung des Konkordates, nach lchem eine solche ihm versagt werden kann, so lange er nicht wäh⸗ iud zehn Jahren Schweizerbürger ist. Die Einmuth unseres Regie⸗ ngs⸗Rathes läßt uns sicher annehmen, daß dieser das drohende ebel erkannt hat und den Willen und die Kraft besitzt, den nunmehr betretenen Weg beharr

195

che rohe Garne und

bv O1z.

lich zu verfolgen.

Der Regierungs⸗

6

geschlichtete Zettel ver⸗ auf 4 Rthlr., die letzten

5

wor⸗

Rath

doch

werden?“

dieser Angelegenheit ungefähr die Rolle des Beutelschneiders spielen, der „Halt den Dieb“ schreit, damit er selbst im Gedränge mit heiler Haut davon komme.

Brüssel, 11. Febr. Belgischen Blättern zufolge, wird die Abschließung des letzten Vertrages mit Holland eine allgemeine Ver⸗ änderung unseres Kabinets, und zwar in liberalem Sinne, zur Folge haben. Es heißt, daß Herr Nothomb einen Ehrgeiz darein setzt, diesseitiger Gesandter im Haag zu werden, wo er sich große diplo⸗ matische Erfolge für sein Land verspricht.

Gegenwärtig sind wieder alle Belgische Bischöfe bei dem Kar⸗ dinal⸗Erzbischof in Mecheln versammelt, wie dies gewöhnlich kurz vor der Fastenzeit der Fall zu seyn pflegt.

In einigen streng katholischen Landschaften, in welchen nächstens neue Wahlen stattfinden, werden jetzt viele Bilder verbreitet, auf welchen über der Figur des heiligen Joseph, als Schutzpatrons von Belgien, ein Gebet zu lesen für einen guten Ausgang der Repräsen⸗ tanten⸗Wahlen. 1 Dänemark.

18 openhagen, 10. Febr. (Alt. M.) Die gestern statt⸗ gefundene Prozession in Veranlassung des Leichenbegängnisses des Prinzen von Schleswig⸗Holstein⸗Sonderburg Augustenburg ge⸗ währte einen feierlichen Anblick. Dem Leichenwagen zunächst folgten die Wagen Ihrer Majestäten wie der Ihrer Majestät der verwitt⸗ weten Königin in höchster Galla, und diesen Se. Königl. Hoheit der Kronprinz, Se. Königl. Hoheit Prinz Ferdinand, Se. Durchlaucht der Landgraf von Hessen, noch mehrere fürstliche Herrschaften und das übrige Gefolge; am Eingang der Petrikirche ward der Sarg von dem Bischof und sämmtlichen Predigern der Stadt empfangen die den Trauerzug in die Kirche hineinführten, wo der Hofprediger Paulli die Rede hielt; als der Sarg in der Kapelle war, redete schließlich noch Doktor Johannsen. 8 Ine he;

I111¹“ Deutsche Bundesstaaten. F

München, 8. Febr. (Bayer. Bl.) Die Spinnereien in Augsburg und Kaufbeuren brachten den Antrag an die Kammer der Abgeordneten, daß dieselbe sich bei der Regierung für eine Zoll⸗Er⸗

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Berlin, 14. Febr. dentliche Sitzung der Stadtverordneten, in welcher die Frage wegen der „bedingten Oeffentlichkeit“ zur Entscheidung kommen sollte, war demgemäß eigentlich eine Fortsetzung der vorigen (vom 7ten), worin man sich bekanntlich über die Fassung der Frage nicht einigen konnte. Die Verhandlungen begannen heute mit der Vorlesung des Gutach⸗ tens eines Mitgliedes, das im Wesentlichen die später zur Abstim mung gebrachte Frage vorgetragen und beleuchtet hatte. geknüpften Debatten veranlaßten mehrere speziellere Anträge in Be⸗ treff der bedingten Oeffentlichkeit, welche indeß, weil man zuerst die Hauptfrage erledigt zu sehen wünschte, auf den Fall ihrer Annahme und eventuellen höchsten Bestätigung, von selbst zerfielen. sammlung einigte sich daher über die Frage:

„Soll die Zulassung von stimmfähigen Bürgern zu den Berathun gen der Stadtverordneten bei den höheren Behörden beantragt

(Berl. Nachr.)

Die heutige außeror⸗

Die daran

Die Ver⸗

Nachdem zuvor durch Aufhebung der Hände fast einstimmig die vorstehende Fassung angenommen war, wurde die Frage selbst zur

Abstimmung durch Kugelung gebracht. Das Ergebniß des Skruti

niums war, bei einer Anwesenheit von 98 Stadtverordneten: 68 für die Annahme und 30 dagegen;

so daß die geeigneten Anträge wegen Zulassung der stimmfähigen Bürger zu den Versammlungen der Stadtverordneten nunmehr nach

dem bestehenden Instanzenzuge werden gebildet werden.

Trier, 10. Febr. In der hiesigen Zeitung liest man fol⸗

genden Erlaß:

„In Nr. 37 der Trierschen Zeitung vom Ften d. M. ist unter der Rubrik „Verspätete Rüge“ ein Aufsatz enthalten, wonach mehrere Ein⸗ nehmer zu ihrer eigenen Geschäfts⸗Erleichtenung den Hagelbeschädigten auf die denselben bewilligten Unterstützungsgelder ihre Steuern in Abzug ge⸗ bracht haben sollen, und zwar nicht nur die rückständigen, sondern sogar die noch nicht verfallenen des ganzen Jahres bis Januar 1843. solches Verfahren, wenn es wirklich stattgefunden hätte, nicht ungeahndet

bleiben könnte, indem dadurch nicht nur der Zweck der gewährten Unter stützung, sondern auch die betreffenden Kassen⸗Vorschriften umgangen wät ren, so fordern wir den unbekannten Verfasser dieses Aufsatzes hiermit auf, uns recht bald, längstens in 14 Tagen, die betreffenden Einnehmer und Steuerpflichtigen unmittelbar namhaft zu machen, um den Gegenstand der fraglichen Rüge einer sorgfältigen Untersuchung unterwerfen und nach Um⸗

8

ständen das Geeignete verfügen zu können. Trier, den 8. Februar 1843.

Königl. Preuß. Regierung.“

Ein Beitrag zu

dem Streit

über die Nordost⸗

Gränze der Vereinigten Staaten von Nord⸗

Amerika.*)

II London, 6. Febr. (Verspätet.) Ich erwähnte bereits frü⸗ her, daß, wenn nicht die anderen Mitglieder der Opposition, so doch gewiß Lord Palmerston, den von Lord Ashburton und Herrn Webster am 9. August vorigen Jahres in Washington abgeschlossenen Traktat zu einem Haupt⸗Angriffspunkt gegen die Verwaltung Sir Robert Peel's

machen würden.

Es ist dies ein Gegenstand, auf den ich die Auf

merksamkeit des Deutschen Publikums ganz besonders zu lenken wünsche, weil es bei diesem Streite unbetheiligt ist und der Traktat, so wie die damit verbundenen streitigen Punkte von der Art sind, daß sie

in Europa richtig verstanden werden müssen.

Die Englische Regie⸗

rung kam dem von Lord Palmerston so pomphaft angekündigten An⸗ griffe gegen die von ihm so genannte „Ashburton⸗Capitulation“ zu⸗ vor, indem an dem ersten Tage der Session mit Wissen der Regie⸗ rung eine von Herrn Featherstonhaugh verfaßte Schrift erschien, die

*) Unsere Leser wollen bemerken, daß in der obigen Korrespondenz nicht von der streitigen Nordwest⸗Gränze (Oregon⸗Gebiet), sondern von jenem alten Gränzstreite auf der Nordost⸗Gränze zwischen dem Nord⸗Amerikani⸗ schen Staate Maine und den Englischen Provinzen Neu⸗Braunschweig und Kanada die Rede ist, eine Differenz, welche bekanntlich schon im Jahre 1833 durch den Schiedsspruch des Königs der Niederlande hatte geschlich⸗ tet werden sollen, und die jetzt durch den Vertrag des Lord Ashburton de⸗

finitiv ausgeglichen worden ist.

Um den Inhalt des gegenwärtigen Briefes

zu verstehen, muß man sich erinnern, daß zur Zeit des Versailler Traktates von 1783, welcher den Amerikanischen Unabhängigkeits⸗Krieg beendigte, den Vereinigten Staaten die Anerkennung von Seiten Englands verschaffte und zugleich deren nördliche Gränze gegen das Britische Kanada regulirte, von dem jetzt streitigen Gebiete noch keine auch nur einigermaßen richtige Karte vorhanden war. Man mußte sich in dem Traktate begnügen, die Richtung der Gränze nicht durch Vermessung und Karten, oder nach Längen⸗ und Breiten⸗Graden, sondern durch Bezeichnung von Höhenzügen und Flüssen anzugeben, die man nicht hinreichend kannte, und welche, wie sich hernach fand, gar nicht oder wenigstens nicht da existirten, wo man sie vorausgesetzt hatte. Dadurch ist die Auslegung des Traktats, dessen Bezeichnungen nun auf die Wirklichkeit durchaus nicht passen wollten, ein fast nicht zu lö⸗ sendes Problem geworden; auch der Ashburtonsche Traktat ist nur eine

Vermittelung, keine Entscheidung der Frage.

Inwiefern die Franklinsche

Karte, die auch nur auf ungewissen Voraussetzungen beruhen konnte, Licht in die Sache bringt, könnte nur durch nähere Vergleichung der darauf als unzweifelhaft bestimmten Punkte ermittelt werden.

leicht in einem besonderen G 8 I.“

Wir kommen viel⸗

Artikel auf diese Frage zurück. n 88 Anmerk. d. Red.

K n.

Da ein

auf die Politik der von Lord Ashburton getroffenen Anordnungen das hellste Licht wirft. Ich muß bitten, meine vvg⸗. nicht so zu verstehen, als ob ich die Konzessionen, welche zu dem: raktat von Washington führten, beklage; solche Konzessionen, die von einer mäch⸗ tigen Nation des Friedens wegen gemacht werden, sind nach meiner Ansicht ehrenvoller, als die Trophäen eines glücklichen Krieges. Aber die Gerechtigkeit verlangt, daß die Motive und das Benehmen aller Parteien von der Welt gehörig gewürdigt werden, obgleich der Traktat nunmehr eine vollendete Thatsache ist, gegen die zu protestiren abgeschmackt wäre.

Es möge hier bemerkt werden, daß Herr Featherstonhaugh ein Mann von wissenschaftlicher Bildung ist, der von Lord S im Jahre 1840 zu einem der Kommissarien für die Aufnahme der strei⸗ tigen Gränze erwählt wurde. Sein Bericht war sowohl aus diplo⸗ matischen, als aus politischen Gründen entschieden günstig für sämmt⸗ liche Britischen Ansprüche. Nichtsdestoweniger tritt er jetzt als der Vertheidiger des Ashburtonschen Traktats auf, und zwar aus dem Grunde, weil, bei dem Zustande der öffentlichen Meinung in Bezu auf diesen Gegenstand, ein Vergleich (compromiss) die einzige Weise gewesen sey, diese Frage zu erledigen, und er beweist, daß Lord Ash⸗ burton's Gränzlinie die beste sey, die vorgeschlagen worden.

Da Lord Palmerston jetzt als der entschiedenste Gegner des Traktats auftritt, so ist es gut, sich zu erinnern, daß dieser Staats⸗ mann am 30. Oktober 1835 dem Britischen Geschäftsträger in Washington Folgendes schrieb: „Die Regierung Sr. Majestät schlägt daher der Regierung der Vereinigten Staaten vor, die gegenwärtige Differenz dadurch auszugleichen, daß das streitige Gebiet zwi⸗ schen Großbritanien und den Vereinigten Staaten gleich getheilt und jeder Partei derjenige Theil überlassen werde, welcher der benachbarten Lage oder anderer Umstände wegen jeder Partei am wünschenswerthesten erscheine.“ Der Geschäftsträger wurde beauf⸗ tragt, der Amerikanischen Regierung eine Note zu überreichen, worin eine Gränze vorgeschlagen wurde, die zum Theil aus dem Thalwege des St. John⸗Flusses und zum Theil aus einer Linie von der Quelle des Connecticut⸗-Flusses „auf eine solche Weise bestehen solle, daß die nördlichen und südlichen Theile des getheilten Gebietes so nahe wie möglich gleich groß seyen.“ Dieser Vorschlag wurde damals von der Amerikanischen Regierung verworfen.

Der Dr. Tiarks schätzte den Flächen⸗Inhalt des streitigen Ge⸗ biets auf 6,851,200 Acre (490 Preußische Quadratmeilen); allein man glaubt, daß der wirkliche Flächen⸗Inhalt 6,750,000 Acre (482 Preu⸗ ßische Quadratmeilen) betrage. Durch die Entscheidung des Königs der Niederlande wurden England 4119 Englische Quadratmeilen oder 2,636,160 Acres (188 Preußische Quadratmeilen) zuerkannt. Die ge⸗ genwärtige Vertheilung des Gebiets nach dem Traktat ergiebt für England 3,337,000 Acres (238 Preußische Quadratmeilen), für die Vereinigten Staaten 3,413,000 Acres (244 Preußische Quadratmeilen), mithin eine Differenz zu Gunsten der Union von 76,000 Acres (etwa 5 ½ Preußische Quadratmeilen), doch ist ein zwei⸗ oder dreimal so großer Raum in dem letzteren Gebiete mit Seen und Morästen be⸗ deckt. Dazu kommt noch, daß die Gränze sich auf keinem Punkte mehr als 60 Englische (13 Deutsche) Meilen Quebek nähert und Großbritanien alle von ihm angelegten Straßen und wichtigen Mi⸗ litairposten an seiner eigenen Gränze behauptet. Auf gleiche Weise ver⸗ fährt Herr Featherstonhaugh mit allen Einwürfen gegen den Traktat; er geigt, daß der Handel auf dem St. John⸗Flusse blos im Holz⸗Flö⸗ ßen besteht, welches den Britischen Niederlassungen an der Mündung dieses Flusses nur Vortheil bringen könne, ohne die Britischen Han⸗ dels⸗Verordnungen zu verletzen. Er setzt auseinander, wie falsch die von einem Französischen Schriftsteller herrührende Darstellung dieses Gegenstandes sey, indem derselbe mit Bedacht versicherte, daß die Britische Regierung eingewilligt habe, eine Entschädigung von 300,000 Dollars an die Staaten Maine und Maseachussetts zu zah⸗ len, während vielmehr diese Entschädigung jenen Staaten von der Central⸗Regierung der Union gezahlt werden muß, die allein die Verantwortlichkeit für jene Zahlung hat. Mit gleichem Erfolge erörtert er die anderen Punkte des Traktats. 8

Bis hierher war Herrn Featherstonhaugh's Broschüre darauf berechnet, diejenigen, welche den Traktat angreifen, zum Schweigen zu bringen und zu zeigen, daß derselbe jeder Partei das sichere, was für ihre Interessen und ihre Würde am wesentlichsten sey eee heißt voraussetzen, daß jede Partei mit gleicher Redlichkeit und mit gleicher Ueberzeugung von der Gültigkeit ihrer streitigen Ansprüche den Ver⸗ gleich eingegangen sey. Aber als diese Broschüre bereits gedruckt war und eben erscheinen sollte, ging in England eine Mittheilung in amt⸗ licher Form ein, wovon die Britische Regierung bereits seit mehreren Wochen Kenntniß hatte und die ein ganz neues Licht auf die ganze Verhandlung wirft.

Am 17ten und 19. August 1842 begann der Senat der Ver⸗ einigten Staaten in einer geheimen Sitzung die Berathung über die Ratifizirung des Traktats, der wenige Tage zuvor in Washington unterzeichnet worden war. Um diese Versammlung, von der mehrere Mitglieder aufrichtig glaubten, daß es sich um eine Abtretung eines Theiles von dem Gebiete der Vereinigten Staaten handle, zur Rati⸗ fizirung zu bestimmen, wurde der Senator Reeves, Präsident der Kommission für die auswärtigen Angelegenheiten, beauftragt, dem Senate mitzutheilen, daß ein der Britischen Regierung unbekannter Beweis, von dem sie selbst keine Idee hätten, vorhanden sey, wodurch auf das unzweifelhafteste dargethan werde, daß die Amerikanischen Ansprüche nicht nur fraglich, sondern wirklich unhaltbar seyen, wenn sie sich diesen Traktat entgehen ließen und zu einer neuen Entschei⸗ dung schreiten wollten. Ueberdies habe Herr Webster diesen Beweis bereits während der ganzen Unterhandlung in Händen gehabt und dennoch auf das feierlichste versichert, daß er von der Gültigkeit der von ihm vertheidigten Ansprüche fest überzeugt sey. Dieser Beweis wurde von dem Historiker Herrn Jared Sparks entdeckt und sofort mit folgendem Bericht über den Hergang dem Amerikanischen Staats⸗ Secretair für die auswärtigen Angelegenheiten übersandt:

G „Während ich in den Archiven des Departements für die auswärtigen Angelegenheiten in Paris mit meinen Nachforschungen unter den volumi⸗ nösen Aktenstücken, die sich auf die Amerikanische Revolution beziehen, be schäftigt war, fand ich in einem Bande ein Original⸗Schreiben des Dr. Franklin an den Grafen von Vergennes *), welches folgendermaßen lautet: 1 8 8 Passv, 6. Dezember 1782. „Sir! Ich habe die Ehre, hierbei die Karte zurückzuschicken, die Ew. Excellenz mir gestern übersandten. Ich habe, nach Ihrem Wunsche, die Gränze der Vereinigten Stsaten, wie sie in den Präliminarien zwischen den Britischen und Amerikanischen Bevollmächtigten festgestellt worden, mit einer starken rothen Linie bezeichnet. Ich bin u. s. w. B. Franklin.“

„Dieser Brief war sechs Tage nach Unterzeichnung der Präliminarien geschrieben und wenn wir uns die von Franklin erwähnte Karte verschaffen könnten, so würde dieselbe auf das Bestimmteste entscheiden, wie die Kommissarien die Worte des Traktats in Bezug auf die Gränz⸗Frage verstanden haben. Sie können wohl denken, daß ich keine Zeit verlor, nach der Karte zu forschen, indem ich nicht daran zweifelte, daß dieselbe meine

*) Obgleich dies Schreiben bereits in Nr. 44 unter London mitgetheilt worden ist, so geben Zusammenhanges wegen noch eimmnaal.

der Stagats⸗ Zeltung wir es hier doch b Anm, d, Reb.