A. Von Prioritäts⸗Actien à 500 Thlr. b
Nr. 63. 223. 328. 445. 536. 693. 767. 822. 913. 954. 1000. 1255. und 1282.
B. Von Prioritäts⸗-Actien à 100 Thlr.
Nr. 44. 293. 433. 532. 613. 782. 955. 961. 1007. 1194. 1265. 1275. 1409. 1477. 1650. 1968. 2043. 2151. 2188. 2255. 2283. 2332. 2430. 2621. 2758. 2896. 2933. 3020. 3319. 3469. 3714. 3903. 3941. 3943. 4001. 4049. 4050. 4134. 4226. 4291. 4465. 4517. 4605. 4657. 4689. 4979. 5171. 5204. 5230. 5237. 5379. 5459. 5464. 5663. 5745. 5802. 6110. 6234. 6295. 6422. 6474. 6529. 6701. 6717. 6767. 6782. 7225. 7254. 7301. 7545. 7795. 7873. 7878. 7922. 7968. 8064. 8099. 8102. 8144. 8171. 8172. 8247. 8262. 8334. 8459.
In Gemäßheit des unterm 18. Februar 1842 Aller höchst bestätigten zweiten Nachtrages zum Statute un serer Gesellschaft fordern wir die Inhaber der ausge⸗ loosten Actien hierdurch auf, dieselben nebst sämmt⸗ lichen vom 1. Juli c. ob laufenden Coupons am 1. Juli c. bei unserer hiesigen Hauptkasse gegen Zah lung des Nominalwerths der Actien einzuliefern.
Der Betrag fehlender Coupons wird von dem Ka⸗ pitale gekürzt.
Die Verzinsung der ausgeloosten Actien hört mit dem 1. Juli c. auf, und rücksichtlich derjenigen Actien, welche bis ult. Dezember d. J. nicht zur Einlösung präsentirt werden sollten, tritt alsdann das gerichtliche Depositions⸗Verfahren ein.
Berlin, den 1. April 1843.
Direction der Berlin⸗Anhaltischen Eisenbahn⸗Gesellschaft. v. Cronstein. Naunpn. Bode. Veit. Meyer.
Passagier-Dampfschifffahrten zwischen Potsdam und der Pfaueninsel. Während der diesjährigen Sommer⸗Monate wird, wie in den früheren Jahren, zwischen Potsdam und der Pfaueninsel, wenn letzterer Ort dem Publikum geöffnet ist, vom 18tenc., jedoch nur des Donnerstags, eine regelmäßige Personenfahrt unterhalten werden. Die Abfahrtsstunden sind festgesetzt: von Potsdam um 7 ½. 9. 12. 2. 4. 5 l Uhr, » der Pfaueninsel „ 8. 10. 1. 2 ¾. 4 ¼. 6 ½ » Preis eines Fahrbillets zur Hin⸗ oder Rückfahrt 4 Sgr., Kinder unter 12 Jahren zahlen die Hälfte. Zwischen Potsdam und Hamburg, Dampfb. „Falke“.) 8 Abfahrt Freitag den 19ten c., Nachm. 3 Uhr. (Dauer der Reise inecl. Aufenthalt 24 à 25 Stunden.) Vom 22sten c. wird ein zweites neues Passagier⸗ boot („Prinz Carl von Preußen“) zwischen Potsdam und Hamburg in Fahrt gesetzt. Die regelmäßige Ab⸗ fahrten erfolgen dann . von Potsdam: Montags u. Freitags 3 Uhr Nachm. » Hamburg: dito » Donnerstags 5 „» Morg. Preis eines Passagierbillets zur ersten Kajüte 8 Thlr., zur zweiten Kajüte 6 Thlr., Kinder unter 10 Jahren zahlen die Hälfte, und Familien von drei Personen und darüber genießen die Begünstigung, nur ³ des Passa⸗ giergeldes zu entrichten. . Guͤterfahrt zwischen Berlin und Hamburg. (Dampfböte „Delphin“ und „Berlin“.) Die Abfahrten erfolgen regelmäßig von beiden Plätzen zugleich, jeden Sonntag Morgen. Ahnker, Dsch. Agent d. Königl. Seehdlg. büüüen Taubenstr. 10.
Das Dampfschiff „Harlequin“, Capt. Milne, welches am 4ten d. seine erste Fahrt von Stettin nach Kopen⸗ hagen gemacht hat, wird darin während dieses Som
mers so fortfahren, daß es an jedem zweiten Montage von Kopenhagen und an jedem zweiten Donnerstage von Stettin, mithin von 14 Tagen zu 14 Tagen er pedirt wird. Seine Abfahrt von Stettin geschieht da⸗ her in den Monaten Mai und Juni: am 18. Mai, 1. Juni, 15. Juni, 29. Juni, Mittags 12 Uhr, Passagiere des ersten Platzes zahlen 10 Thlr., des zweiten ⸗ 212 des Verdecks 1 „ Person, und Frachtgüter nach der bei dem Herrn Mäkler Herrlich ausliegenden Taxe. Stettin, den 6. Mai 1843.
A. Lemonius.
Verkaufs⸗Anzeige.
Eine im Nieder⸗Schlesischen Gebirge eben so ange⸗ nehm wie vortheilhaft, 2⁄¼ Meilen von hier belegene Herrschaft mit bedeutenden Forsten und einem geräumi⸗ gen ausgezeichnet schönen Schlosse soll aus freier Hand verkaust werden. — Auf portofreie Anfragen ertheilt nähere Auskunft
Schweidnitz, den 7. Mai 1843.
Der Justiz⸗Kommissarius von Baerenfels. Verkauf einer Zuckersiederei. Zum meistbietenden Verkauf der Herrn E. C. R. Krüger zugehörigen, hier belegenen, erst vor mehreren Jahren neu erbauten Zucker⸗Raffinerie, mit vollständi
gem Inventarium und einem großen Wohnhause, habe
) in dessen Auftrag Termin
z, am 17. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr,
in meiner Expedition angesetzt. Die Erklärung über den Zuschlag eerfolgt sofort nach abgehaltenem Ter⸗ mine. Die mitten in der Stadt liegenden geräumigen
ft. Eins groß e xzung hEö1“ Grundstück stehen bleibel. er Kaufgelder kann auf dem
Halle a. 8. S, den 2i1. April 1843.
8 er Justiz⸗Kommissar und Notar G. Riemer.
1““ Guͤter⸗Verkauf.
Die Eigenthümer der auf Rügen Gzi 8 spiel belegenen Allodial⸗Rittergüben Dnbreainosten giice sevitz haben zum Zweck einer Erbtheilung den Verkauf der gedachten Güter, welche bis Trinitatis 1844 ” pachtet sind, beschlossen und mich zum öffentlichen Auf⸗ bot derselben bevollmächtigt. Zur Ausrichtung diesas Auftrages werden hiermit die erforderlichen Aufbots⸗ Termine auf den 13. und 27. Juni und 11. Juli die⸗ ses Jahres, Vormittags 10 Uhr, angesetzt, und ich er⸗ suche die Kaufliebhaber, sich dann in meinem Hause einzufinden. Die Verkaufs⸗Bedingungen, wie auch die Gutskarten und Flur⸗Register, können bei dem Herrn von Berg hierselbst oder bei mir eingesehen werden. Zur vorläufigen Nachricht gereicht, daß die Güter, welche neben einander liegen, sowohl zusammen, als auch einzeln aufgeboten werden, daß die Area von
Dubkevitz 909, die von Klucksevitz 1657 Magdeburger
Morgen beträgt und beide Güter sehr ergiebigen Boden haben, auch die Gebäude von besonders guter Beschaf⸗ fenheit sind. Stralsund, den 8. Mai 1843.
8. G. Schwing.
Bekanntmachung.
Die Commende Groß Tiez, im Kreise Nimptsch gelegen, soll wegen Erbtheilung verkauft werden, Zu derselben, welche aus 2 Vorwerken und 5 dazu gehö⸗ rigen Zinsdörfern besteht, gehören 3
1) an Areal 2040 Morgen,
2) an Zinsungen, die Natural⸗Zinsen zu Gelde be⸗ rechnet, und zwar a) an firirten 4400 Thlr., b) an unfixirten 600 Thlr.
Die Steuern incl. Kanon betragen 2010 Thlr., die landschaftliche Tare ist 111795 Thlr.
Der dortige Wirthschafts⸗Inspektor wird jeden Sonn tag Morgen bereit seyn, sechsjährige Rechnung, land schaftliche Taxe und Karte zur Ansicht vorzulegen, auch die Wirthschafts⸗Gebäude und das lebende Inventa rium in Augenschein nehmen zu lassen.
Zur Zeit des diesjährigen Wollmarkts werde ich mich entweder in Groß Tiez aufhalten oder hier, Junkern⸗Straße im weißen Hirsch neben der goldenen Gans, wohnen und bereit seyn, behufs des Verkaufs in Unterhandlung zu treten, event. behufs des Ab⸗ schlusses das Erforderliche sofort zu veranlassen.
Breslau, den 1. Mai 1843. Bahp.
8
Verkauf eines Landhauses.
Die Erben des verstorbenen Geheimen Justizrath Schmelzer beabsichtigen, ihr zu Giebichenstein bei Halle gelegenes (ehemals Reichardtsches) Grundstück aus freier Hand zu verkaufen. Dasselbe besteht in einem geräu⸗ migen Wohnhause im Dorfe mit Wirthschafts⸗Gebäu⸗ den und einer Scheune, einem 20 Magdeburger Mor⸗ gen enthaltenden, im Englischen Geschmack angelegten, auch Obst⸗ und Küchengarten in sich fassenden Gäarten mit einem Gewächshause und einem auf der Höhe des Gartens gelegenen neu erbauten Wohnhause.
Die Kaufliebhaber werden ersucht, sich zur Kenntniß der Bedingungen des Verkaufs und weiteren Unterhand⸗ lung an den Justizrath Mänicke in Halle zu wenden.
Guts⸗Kaufgesuch.
Es wird ein Land⸗ oder Rittergut im Werth von 10⸗ bis 40,000 Thlr. zu kaufen oder gegen eins oder mehrere gut rentirende und schön gelegene Häuser in Berlin zu tauschen gesucht.
Hierauf Reflektirende wollen die genaueren Angaben der Verhältmisse des Guts, so wie des Kaufpreises, portofrei unter Adresse „Guts⸗Kaufgesuch V. 37.“ an das Königl. Intelligenz-⸗Comtoir in Berlin gefälligst einsenden, worauf das Nähere mitgetheilt werden soll.
Der Mecklenburgische Wollmarkt zu Güstrow wird, zufolge Großherzoglicher Bestimmung, in diesem Jahre am 26., 27. und 28. Juni gehalten. Vor Anfang des Marktes wird schon die Wolle gelagert seyn, so daß die Käufer den Vorrath sogleich übersehen können. Güstrow, den 26. April 1843. Bürgermeister und Rath.
Bekanntmachung und Aufforderung. Am Sten d. M. ist Frau Caroline Friedericke, ge schiedene Frahnert, geb. Weilepp, welche an Herrn Oekonomie⸗Amtmann Frahnert in Memmleben bei Artern, in Thüringen gelegen, verehelicht war, mit Hinterlassung eines beim Wohllöbl. Stadtgericht zu Leipzig deponirten Testaments verstorben, worin sie unter anderen einem jeden ihrer Pathen ein Legat von Funfzig Thalern Pr. Cour. hinterlassen hat. Da die Erblasserin deren Namen und Wohnort anzuführen nicht vermocht, so hat sie testa⸗ mentarisch verordnet, daß 1) ihre sämmtlichen Pathen acht Mal, und zwar jeden Monat ein Mal, vom Monat November d. J. an gerechnet, abwechselnd in der Preußi schen Staats⸗Zeitung und der Leipziger Zeitung von dieser Disposition in Kenntniß gesetzt und zur Empfangnahme des Legats aufgefordert wer⸗ den, diejenigen, welche nach Verlauf eines halben Jahres, von der letzten Bekanntmachung an ge⸗ rechnet, sich zur Empfangnahme des Legats bei der Universal⸗Erbin oder deren Bevollmächtig ten nicht gemeldet haben, desselben verlustig und irgend einer Restitution nicht theilhaftig seyn und das Legat ein halbes Jahr von der Anmeldung an gerechnet, diejenigen ausgezahlt erhalten sol⸗ len, welche sich als Pathe der Verstorbenen durch ein kirchliches Attestat gehörig legitimirt haben. Dieser Disposition zufolge fordere ich nun alle diesenigen, bei welchen die obengenannte Frau Ca⸗ roline Friedericke, verehel. gewesene Frahnert, geb. Weilepp, jemals Pathenstelle vertreten hat, oder resp. deren Eltern hiermit auf, sich bei mir, dem unter⸗ zeichneten Testaments⸗Vollstrecker und Bevollmäch⸗ tigten der Universal⸗Erbin, unter Production des betreffenden kirchlichen Zeugnisses zu melden und, falls die Legitimation für richtig befunden, der Aus zahlung des betreffenden Legats nach Verlauf eines halben Jahres, von der Anmeldung an gerechnet, gewärtig zu seyn, wogegen diejenigen Legatarien, welche sich innerhalb eines halben Jahres von der jetzten Bekanntmachung an gerechnet, welche im Monat Juni k. J. in der Leipziger Zeitung erfol⸗ gen wird, bei mir als Pathe der Verstorbenen nicht gemeldet und resp. legitimirt haben, des Legats ohne Beachtung irgend eines Restitutions⸗Grundes für
verlustig erklärt werden.
23. November 1842. Adv. Carl Klein, als Testaments⸗Vollstrecker.
Leipzig, am
Bekanntmachung.
Das von Herrn Kaufmann Jördens allhier hinter⸗ lassene, in hiesiger Antonstadt unmittelbar an der sehr frequenten Bautzner Straße und der Priesnitz, dem Link⸗ schen Bade gegenüber und ganz in der Nähe der Elbe gelegene Fabrik⸗ und Garten⸗Grundstück, mit allen dazu gehörigen Wohn⸗, Wirthschafts⸗ und Fabrik⸗Gebäuden, nebst Bauplätzen zu Errichtung neuer Wohngebäude, soll aus sreier Hand verkauft werden.
Auf demselben besteht seit undenklichen Zeiten eine Cichorien⸗ und Runkelrüben⸗Fabrik, welche früher durch
L. Hol
1
Pferdekraft getrieben wurde, statt deren aber Herr Jör⸗ dens kurz vor seinem Tode eine Dampfmaschine zu 20 Pferden Kraft errichtet und dazu ein neues Ma schinen⸗ und Fabrik⸗Gebäude erbaut, auch damit zugleich eine Nudel⸗Fabrik, eine Mahlmühle, eine Griesmühle, eine Graupenmühle, eine Raspelmaschine, eine Schnupf⸗ tabacksstampfe und eine Holzschneidemühle in Verbin⸗ dung gebracht hat.
Kauflustige werden ersucht, sich wegen der näheren Kaufbedingungen an unseren General⸗Bevollmächtigten, Herrn Advokat Tischer allhier, zu wenden.
Dresden, den 6. Mai 1843.
Die Jördensschen Vormünder. Carl Wunnenburg. Eduard Albrecht.
Freiwillige Subhastation der Rittergüter Wildenhain und Ruppersdorf.
Die im Königreich Sachsen im Amts⸗Bezirk Borna an der Herzoglich Altenburgischen Gränze liegenden Rittergüter Wildenhain und Ruppersdorf, von denen ersteres Allodial⸗Eigenschaft hat, letzteres aber Mann⸗ lehngut ist, sollen der Erbtheilung halber
den Zwölften Juni 1843 im Wege der freiwilligen Versteigerung an den Meist bietenden nach den bei Subhastationen zu beobachten den Vorschriften notariell versteigert werden.
Der Areal⸗Gehalt beider Güter beträgt nach den Ergebnissen der Landes⸗Vermessung circa 106 Acker (à Acker 300 ◻. Ruthen) Feld, 22 Acker Wiesen, 6 Acker Hutung, 9 Acker Holz, 2 Acker Gartenland und 3 Acker an Teichen; es wird dabei eine im Durchschnitt 200 Thlr. jährlichen Reinertrag gewährende Braunkohlen⸗ grube betrieben, und neben dem Rechte der hohen, mittleren und niederen Jagd, der Fischerei im Schnau⸗ derflusse 2c. berechnet sich der jährliche Ertrag an Erb zinsen, Lehngeldern und anderen gutsherrlichen Gefäl len durchschnittlich auf 400 Thlr., wogegen an Dona tivgeldern und Kanon nur 96 Thlr. jährlich zu ent⸗ richten sind. Das Rittergut Ruppersdorf wird jetzt von dem mit Wohn⸗ und Wirthschafts⸗Gebäuden, auch einer neu eingerichteten Dampfbrennerei versehenen und sehr angenehm liegenden Wildenhain aus bewirthschaf⸗ tet, welches letztere 6 Stunden von Leipzig, 2 Stunden von Altenburg und Borna, Stunden von Lucka, ½ Stude von der Sächs.⸗Bayperischen Eisenbahn und ½ Stunde von der Altenburg⸗Pegauer Chaussee ent fernt ist.
Die Kaufs⸗Bedingungen, deren Abänderung bis zum Termin vorbehalten bleibt, sind bei dem Herrn Adv. Engel jun. in Borna einzusehen, und haben sich Kauflustige an dem angesetzten Terminstage des Vor⸗ mittags auf dem Rittergute Wildenhain einzufinden.
Gutsverkauf in Boͤhmen.
Mit Beziehung auf die Bekanntmachung vom vori gen Monat wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß ge⸗ bracht, daß das im Klattauer Kreise Böhmens, 1 ½ Stun⸗ den von der Bayerischen Gränze und 6 Stunden von Marienbad gelegene Gut Stockau, am 14. Juni I. J. bei dem K. K. Landrechte in Prag, öffentlich feilgebo⸗ ten und bis dahin von J. U. Dor. Edmund und J. U. Dor. Heinrich Schuster in Prag über selbes Auskünfte ertheilt werden. Die Bedingnisse der Feil⸗ bietung, nach welchen der Verkaufswerth vom Jahre 1799 pr. 163829 F. 14 ½ Kr. Conv. Münze zum Aus⸗ rufspreise angenommen wurde, sind aus der Prager Zeitung vom 5. Mai J. J. zu entnehmen, und dieses Gut kann bis zum Verkaufstage von Jedermann bese⸗ hen werden.
Packet⸗(Post⸗) Fahrt von Hamburg
nach New⸗York.
Die rühmlichst bekannten Packet⸗ (Post⸗) Schiffe des Unterzeichneten werden folgendermaßen von hier abgehen:
Stephani, Mai, Washington, Juni, Juli,
Franklin, Howard, Paulsen, 15. August, Newton, Wienholtz, 15. September, Stephani, Flor, 25. Oktober, und so weiter monatlich in derselben Ordnung. Bei allgemein anerkannter Vorzüglichkeit dieser Schiffe ist das Passagegeld in der Kasüte und Zwischendeck auf das billigste gestellt, und ertheilen nähere Nach⸗ richten die bekannten Herren Agenten des Unterzeich⸗ neten, so wie auf portofreie Anfragen Rob. M. Sloman in Hamburg, Eigenthümer dieser Packetschiffe.
Capt. Flor, 25 Krüger, 25. Sleeboom, 25.
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No. 33. Les Burgraves, Prilogie 1e ictor Hugo. 10 Sgr. No. 18. Les Mémoires du diablc, Comédie.
2me édit. 10 Sgr.
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Wissen und Glauben von M. Guillemon. Aus dem Französischen.
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Dieses Werk wurde in Frankreich als eine der wichtigsten Erscheinungen der neueren Zeit mit lebhaftestem Interesse aufgenommen.
Was die Deutsche Bearbeitung betrifft, so wird es dem Leser gleich klar werden, daß nur Liebe zur Sache und ausgezeichnete Befähigung eine solche schaffen konnte, welche durchaus als selbstständi⸗ ges Werk erscheint. G
Münster, im März 1843. J. H. Deiters.
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Straß (O. v. Deppen).
Recucil de Calembourgs,
Meedem den St. Annen⸗Orden erster Klasse verliehen.
8 4 4 Besser (Behrenstr. 44). Art von Bestechung schuldig gemacht hatte,
und Dufaure, die in der vorhergehenden Sitzung gegen
— 28 1“ 1“ ““ 8 2rachist a6 Prei insene r101J2⸗7 nü8 ehsF nI 1 gwre 111424*“ 118 81 8 Rthlr. — Jahr.
8 Kthlr. — Jahr. 88b
in allen Theilen der Monarchie oohne Preiserhöhung. 18,, I n In 492
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Icni n Hus9 113u8 886
“ . 1 — JVVC“ Berlin, Dienstag den 16en
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Schluß der Wahl⸗Debatten. — Haltung des Ministeriums in der Zucker⸗Frage. — Vermischtes. — Straßburg.
Schifffahrt auf dem Rhone⸗ und Rhein⸗Kanal. — Briefe aus Paris.
(SDie Zucker⸗Frage, die Eisenbahnen und das Budget. — Die Gesandt⸗
schaft in China; Herr Lesseps General⸗Konsul in Alexandrien; Beginn der Dehatten über das Zucker⸗Gesetz.) 3
Großbritanien und Irland. Oberhaus. Ueber die Irländischen
Rexpeal⸗Umtriebe. — Unterhaus. Desgleichen. — Verweigerte Aften⸗
stücke. — Korngesetz⸗Debatte. — London. Kommission zur Untersu⸗
chung der Gesundheits⸗Verhältnisse unter der Bevölkerung der großen
Städte. — Bevölkerungs Verhältniß von Irland und England. — Ver⸗
mischtes. — Schreiben aus London. (Die Besetzung von Sind und ihre Folgen; Ansiedelung in Port Natal; Finanz⸗Zustand; Peel's Vor⸗ schläge in Betreff des Kirchenwesens.)
Niederlande. Haag. Der Gesetz⸗Entwurf zur Zinsen⸗Reduction der öproc. Obligationen. — Eingabe der Holländischen Inhaber Nord⸗Amie⸗ rikanischer Fonds.
Deutsche Bundesstaaten. München. Gesetz⸗Entwurf über das Verfahren in Strafsachen. — Bevorstehende Abreise des Herzogs und der Herzogin von Leuchtenberg. — Schwerin. Großherzogl. Verordnung gegen den Nachdruck. — Weimar. Landes⸗Bevölkerung. — Schreiben aus Frankfurt a. M. (Personal⸗Nachrichten; projektirte Anleihen; Börse; Eisenbahnen; Berlioz.)
Spanien. Schreiben aus Madrid. (Herr Cortina soll die Bildung eines neuen Ministeriums aufgegeben haben.)
Griechenland. Schreiben aus Athen. (Finanz⸗Maßregeln und Münz⸗ wesen; Ersparnisse.)
Jonische Inseln. Ankunft und Installation des neuen Ober⸗Commissairs.
La Plata⸗Stgaten. Schreiben aus Paris. (Näheres über die be⸗ drängte Lage Montevideo's und die Flucht Rivera's.)
Haiti. Schreiben aus Paris. (Dekret über die neue Verwaltungs⸗ Organisation.)
12 Hseg est, bi,;
Inhalt.
“ *
Amtliche Nachrichten. Außland und Polen. Frankreich. Paris.
Zur weiteren Beurtheilung der Zuckerfrage in Frankreich.
“
Amtliche Uachrichten.
KAKroynik des Tages.
Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: Den Land⸗ und Stadtgerichts⸗Rath Bötticher zu Bromberg
zum Direktor des Land⸗ und Stadtgerichts zu Trzemeszno; und
Den Landgerichts⸗Rath Pratsch zu Ostrowo zum Direktor des Land⸗ und Stadtgerichts zu Pleschen zu ernennen.
Der Archäolog des hiesigen Museums, Professor Dr. Gerha rd, und der Assistent der Skulpturen⸗Gallerie, Dr. Panofka, sind zu außerordentlichen Professoren in der philosophischen Fakultät der hie⸗ sigen Universität ernannt worden.
Heute wird das 16te Stück der Gesetz⸗Sammlung ausgegeben, velches enthält: unter unnche⸗ 9Das Gesetz über die Umschreibung außer Cours gesetz⸗ ter oder zum Umlauf unbrauchbar gewordener, unter öffentlicher Autorität auf jeden Inhaber ausgefertigter Papiere; und — Das Gesetz über das Wieder-Incourssetzen der unter öffentlicher Autorität auf jeden Inhaber ausgefertigten Ss Papiere. Beides vom 4ten d. M. Berlin, den 16. Mai 1843. 8 Debits⸗Comtoir der Gesetz⸗Sammlung.
Angekommen: Der General⸗Major und Commandeur der 10ten Iunfanterie⸗Brigade, Tuckermann, von Saarlouis.
Seitungs-Nachrichten. 31pp““**“ nussland und Polen,
St. Petersburg, 9. Mai. Se. Majestät der Kaiser ha⸗ dem diesseitigen Gesandten in Berlin, Baron von Meyendorff, den Weißen Adler⸗Orden und dem in außerordentlicher Mission bei Majestät dem Kaiser von Oesterreich beglaubigten Grafen von
Neuerdings haben auch wieder mehrere Ordens⸗Verleihungen für
die im Kampfe gegen die Bergvölker bewiesene Tapferkeit stattge⸗
funden. —.— Frankreich. Paris, 10. Mai. b zung der Deputirten⸗Kammer eine wahrhafte Niederlage erlitten, in⸗ dem die Wahl des Herrn Allier zum Deputirten für Embrun von der Kammer für gültig erklärt worden ist. Das Resultat des Vo⸗ tums über die Wahl des Herrn Floret ließ das Ministerium auch die Annullirung der Wahl des Herrn Allier hoffen; auch wurde dieselbe heftig bekämpft. Da es aber erwiesen war, daß derselbe sich keiner f so trat die Partei Passy Herrn Floret
stimmt hatte, auf die Seite jenes Deputirten, und dies gab den
e sschlag zu seinen Gunsten. 1 schag seseum rechnet darauf, daß die Kammern noch vor Ende Juni geschlossen werden können, indem acht oder neun Gesetz⸗Ent⸗ würfe bis auf die nächste Session verschoben worden sind. Heute früh begaben sich alle Minister nach Neuilly, wo ein Ka⸗ binets⸗Conseil gehalten und beschlossen wurde, daß die beiden Mini.
“
1843.
9
ster, welche bei der Zuckerfrage stets in der Minorität geblieben und sich der Annahme des von der Regierung empfohlenen Systems stets widersetzt haben, während der Erörterung des Zuckergesetzes in der Kammer nicht an den Debatten Theil nehmen sollen.
Der Kriegs⸗Minister hat in Paris und dessen Weichbild einen Anschlag anheften lassen, wonach nächsten Freitag die bedeutende Un⸗ ternehmung der Erd⸗ und Maurer⸗Arbeiten im Jahre 1843, 44 und 45 für die Erbauung eines sechzehnten äußeren Forts, im Norden von Aubervilliers⸗les⸗Vertus, zugeschlagen werden soll. Dieses neue Fort wird St. Denis, seinen Kanal, die große Straße nach Flan⸗ dern, den Kanal der Hurecg, Pantin, La Vilette, die Kapelle St. De⸗ nis, die Ebene des Vertus und den ganzen Norden von Paris bis zu den Boulevards du Centre beherrschen. Die Arbeiten für dasselbe sind zu der Summe von 3 Millionen 500,000 Fr. geschätzt, die der anderen Forts, welche in der Entstehung begriffen sind, waren nur zu 3 Millionen veranschlagt.
Es sind Nachrichten aus Rio Janeiro vom 23. März einge⸗ gangen. Die „Belle Poule“ war noch nicht dort angekommen; man traf indeß am dortigen Hofe Anstalten, den Prinzen von Joinville aufs glänzendste zu empfangen. Die Französischen Kriegsschiffe „Ville de Marseille“, „Gloire“ und „Atalante“ hatten ihre Fahrt um vierzehn Tage verschoben, um bei der Ankunft der „Belle Poule“ zugegen zu seyn.
Die von dem Central⸗Comité eröffnete Suͤbscription für die durch das Erdbeben auf Guadeloupe Verunglückten beträgt bis jetzt 1,959,506 Fr. 17 Cent. 3
„Die Quotidienne, welche bisher ihren Preis von 80 Fr. beibehalten hatte, macht jetzt bekannt, daß sie das Abonnement auf 48 Fr. herabsetze, zugleich aber für diejenigen Personen, die sich aus Hingebung dazu verstehen würden, auch ferner noch 80 Fr. zu zahlen, eine Subscription eröffnen wolle.
Der General-Lieutenant Baron Soult, Bruder des Marschalls, ist am 7. Mai zu Tarbes im 74. Jahre gestorben. Er wurde im Jahre 1788 Soldat und 1813, in welchem Jahre er sich sehr aus⸗ zeichnete, Divisions⸗General; er trat bereits vor einigen Jahren aus dem aktiven Dienst.
Die Polizei von Lyon hat eine wichtige Entdeckung gemacht und Menschen den Gerichten überliefert, die, wenn sie sich schuldig be⸗ kennen, nicht hart genug durch das Gesetz und die allgemeine Ver⸗ achtung bestraft werden können. Seit in Frankreich die Lotterie un⸗ terdrückt ist, haben sich geheime Büreaus gebildet, welche die für aus⸗ wärtige Lotterieen bestimmten Einsätze empfangen. Es scheint, daß ungefähr zwanzig Lyoner Banquiers sich heimlich mit diesem schmäh⸗ lichen Handel für die Mailändische Lotterie beschäftigten, und auf ge⸗ schickte Weise übereingekommen waren, um daraus ungeheuren Nutzen zu ziehen. Ein von ihnen angestellter Courier verließ Mailand un⸗ mittelbar nach der Ziehung mit den gezogenen Nummern, und reiste mit solcher Schnelligkeit, daß er die 204 171-Je welche un⸗
rennen, in
sere Stadt von der Hauptstadt der Lombardei 36 Stunden abmachte. Er erreichte also Lyon 36 Stunden vor dem Courier der Regierung und mehrere Stunden vor dem Schluß der Büreaus für dieselbe Ziehung, deren Nummern er mit⸗ brachte. Die Banquiers oder Einnehmer selbst konnten dann sicher spielen und hatten blos zu bestimmen, was ihnen von dem Gewinn zukam, indem sie gewisse Summen auf die bekannten Nummern setz⸗ ten. Dieser Betrügerei kam Herr Galeone, neu ernannter Commis⸗ sair des Stadtviertels Hoteldieu, auf die Spur, und er traf seine Maßregeln mit solcher Umsicht und Geschicklichkeit, daß der Courier, der vorgestern, am 4. Mai ankam, bei seinem Eintritt in die Stadt mit allen Papieren, welche Licht auf die Machinationen, deren haupt⸗ sächliche Triebfeder er war, zu werfen vermögen, verhaftet wurde. Zwei der betrügerischen Banquiers wurden gestern verhaftet; Andere werden demselben Schicksal nicht entgehen.
In Havre sind mehrere Personen verhaftet worden, weil sie in Verdacht stehen, bei dem Brande des Theaters betheiligt zu seyn. Zwei derselben gehören zum Theater⸗Personale.
Straßburg, 10. Mai. Unterm 17. April erschien eine Kö⸗ nigliche Ordonnanz, welche die Schifffahrts⸗Gebühren auf dem Rhone⸗ Rhein⸗Kanal sehr bedeutend erhöhte. Bereits haben die Handels⸗ Kammern von Mülhausen und Straßburg Petitionen gegen diese Maßregel an den Handels⸗Minister eingegeben, und gegenwärtig liegt den hiesigen Schiffern eine ähnliche Petition an die Deputirten⸗Kam⸗
Das Ministerium hat in der gestrigen Stz⸗
mer zur Unterzeichnung vor, welche demnächst nach Paris abgehen wird. Diese Schrift weist nach, daß der neue Tarif unvermeidlich den völligen Ruin der Schifffahrt veranlassen müsse, indem dieselbe jetzt schon einerseits gegen die Konkurrenz der Straßburg⸗Baseler Eisenbahn zu kämpfen habe, andererseits der Deutsche Zoll-Verein Alles anwende, den Transit nach der Schweiz auf das rechte Rhein⸗ Ufer zu ziehen und mit solchem Erfolg, daß, während der Transit⸗ Waaren⸗Transport zwischen Mannheim und Basel im Jahre 1840 nur 200 metrische Tonnen betrug, derselbe im Jahre 1841 bereits auf 1700 und im Jahre 1842 sogar auf 3600 Tonnen gestiegen war. Die Petition erkennt freilich an, daß die Rücksicht auf die Actien⸗ Gesellschaft des Rhone⸗Rhein⸗Kanals theilweise den hohen Tarif be⸗ dinge, sie trägt aber, nachdem der Staat bereits die Absicht geäußert, die Gesellschaft zu entschädigen, um in den völligen Besitz des Kanals zu treten, darauf an, daß der Augenblick, wo in Gemäßheit dieser Absicht der Regierung der Rückkauf der Kanal⸗Actien stattfinden könne, beschleunigt und die Ausführung der genannten Ordonnanz einstweilen
vertagt werde.
†k Paris, 10. Mai. Nach der Beendigung der Verhandlun⸗ gen über die Wahl-Untersuchung, deren Wiederholung, beiläufig ge⸗ sagt, gewiß nicht so bald von irgend einer Partei vorgeschlagen werden wird, soll nun heute endlich die Diskussion über den Entwurf des Zuͤckergesetzes beginnen. Der Ausgang dieser Angelegenheit ist, obgleich sich die einheimischen Zuckerfabrikanten jetzt wie es scheint alle dem Regierungs⸗Antrage angeschlossen haben, noch immer so
zweifelhaft als je. Das heutige Journal des Débats faßt in sehr bündiger Weise die Gründe zusammen, welche gegen das mini⸗ sterielle Projekt und gegen den von der Minorität der Zucker⸗Kom⸗ mission gestellten Antrag auf gleichmäßige Besteuerung des Rohr⸗ und Rübenzuckers, ohne Entschädigung für die einheimischen Fabrikanten,
streiten. Es ist unmöglich, das große Gewicht dieser Gründe hin⸗ wegzulengnen. Aber auch der Kommissions⸗Antrag, welchem das Journal des Débats den Vorzug giebt, ist nicht frei von allerlei Bedenken, unter denen das schwerste die Gewißheit seyn dürfte, daß die von der Kommission vorgeschlagene Lösung der Zuckerfrage von allen Seiten nur als ein neues Provisorium angesehen werden würde.
In dieser Sachlage darf man für wahrscheinlich halten, daß die Mannigfaltigkeit und die Unsicherheit der obwaltenden Meinungen das Zustandekommen eines neuen Zuckergesetzes für jetzt noch verhin⸗ dern, und daß der bestehende Zustand um ein weiteres Jahr verlän⸗ gert werden wird. 9 Auf die Zucker⸗Debatte wird die Verhandlung der Eisenbahn⸗ Angelegenheit folgen, und man dürfte sich nicht wundern, wenn die letztere einen ähnlichen Ausgang nähme, wie den, welchen wir für die erstere vermuthen. Nach der Erledigung oder Beseitigung jener bei⸗ den Aufgaben wird die Kammer ohne Zweifel mit raschem Schritte über das Budget hinweg zum Schluüsse der Session eilen wollen Die Budget⸗Kommission ist in ihren Arbeiten weit genug vorgeschrit ten, um ihren Bericht in den nächsten Tagen erstatten zu können. Wie man vernimmt, macht die Kommission der Regierung eine große Zahl der beantragten Budgetsätze streitig. So schlägt sie namentlich vor, den Bestand des Heeres um 11,000 Mann zu verringern und dadurch eine Ersparniß von 14 Millionen zu bewirken. Die von dem Ministerium verlangten Gehalts⸗Zulagen für gewisse Klassen von Gerichts⸗Beamten, für Präfekten, Unter⸗Präfekten und Präfektur⸗ Räthe werden von der Kommission verweigert, und zwar zum Theil mit der Bemerkung, daß die Billigkeit der gestellten Forderungen zwar nicht zu verkennen sey, daß aber der Zustand der Staats⸗Fi⸗ 8 nanzen ihre Befriedigung verbiete. Die Besoldungen der Gerichts⸗ und Verwaltungs⸗Beamten in Frankreich sind im Durchschnitt außer⸗ ordentlich schwach, und sie stehen durchaus im Mißverhältnisse mit dem Ertrage der industriellen und merkantilen Gewerbe. Von 2846 Friedensrichtern zum Beispiel haben 2745, das heißt alle diejenigen, welche in Städten von weniger als 30,000 Einw. angestellt sind, nur 800 Fr. Gehalt; die in Städten von 30 bis 50,000 Einw. erhalten 1000 Fr., die in Städten von 50 bis 100,000 Einw. 1200 Fr., die in Bordeaux, Marseille und Lyon 1600 Fr. und die in Paris 2400 Fr. Die Beisitzer an den Tribunalen erster Instanz haben, je nach den sechs Klassen, in welche diese Gerichtshöfe eingetheilt sind, 6000, 3000, 2400, 2100, 1800 und 1500 Fr. Besoldung. Bei den Beisitzern der Königlichen Gerichtshöfe wechselt das Gehalt von 8000 bis 3000 Fr. Die Unter⸗Präfekten beziehen durchschnittlich nicht mehr als 3000 Fr. Gehalt. Die militairischen Besoldungen, wenigstens die der Offiziere der niederen Grade, sind wo möglich noch schlechter. Der Infanterie⸗ Lieutenant hat 1450 bis 1600 Fr., der Hauptmann 2000 bis 2100 Fr.,
der Bataillons⸗Chef 3600 Fr., der Oberst⸗Lieutenant 4300 F., der Oberst 5000 Fr., Summen, welche bei dem hohen Preise aller Lebensbedürfnisse in Frankreich kaum die Hälfte des Werthes haben, den sie in Deutschland haben würden. kamn = Paris, 10. Mai. Es scheint zuverlässig, daß die Regie⸗ rung entschlossen ist, einen bevollmächtigten Minister am Hofe zu Peking zu akfreditiren, und obgleich die offiziellen Journale bisher noch über diese Maßregel Stillschweigen beobachtet haben, so ist sie doch für Niemanden mehr ein Geheimniß, so wie man auch allge-⸗ mein Herrn Theodore de Lagrenée als den Mann nennt, den die Regierung für diesen allerdings wichtigen Posten ausersehen habe. Herr de Lagrenée war zuvor bei Sr. Majestät dem Könige von Griechenland beglaubigt, und noch früher hatte er den Posten eines Geschäftsträgers am Hofe zu St. Petersburg bekleidet. Herr Adolphe Barrot, bisher Französischer General⸗Konsul zu Manilla, würde, mit einer kommerziellen Mission beauftragt, die aller Wahrscheinlichkeit zufolge mit jener des Grafen Rattimenton, der, schon vor einiger Zeit zum Konsul in China ernannt, die Reise über Rom, Alexan⸗ drien, Suez und das Rothe Meer dahin angetreten hat, im Zusam⸗ menhange steht, dem neuen bevollmächtigten Minister beigeordnet werden.
Diese Maßregel der Regierung findet allseitig entschiedenen Bei⸗ fall, und von manchen Seiten wird nur das Bedauern laut, daß die Regierung nicht schon früher daran dachte, Frankreich einen Vertreter in jenen Ländern zu geben, die in politischer wie in kommerzieller Be⸗ ziehung eine hohe Wichtigkeit erlangen dürften. Die Schwierigkeiten, welche die Ausführung des Entschlusses der Regierung zu überwinden haben wird, die allenfallsigen Verwickelungen, die daraus entstehen können, aber auch die vortheilhaften Ergebnisse, welche das Land da⸗ von erwarten darf, sind von Seiten des Ministeriums in ihrem voll⸗ sten Umfange gewürdigt und daher die umfassendsten Vorstudien dazu tchacht, alle auf die Chinesischen Verhältnisse Bezug habenden Do⸗ umente jeder Art in den Archiven der Ministerien des Handels und der auswärtigen Angelegenheiten aufgesucht und gesammelt worden, um den Männern, welche auf irgend eine Weise bei dieser zugleich politischen, kommerziellen, wissenschaftlichen und artistischen Mission eine Stelle einnehmen werden, alle Notizen und Mittel an die Hand zu geben, welche ihnen die Erreichung des vorgesteckten Zieles zu er⸗ leichtern und zu sichern vermögen.
Ueber den Weg, den die neue Gesandtschaft einschlagen soll, um an den Ort ihrer Bestimmung zu gelangen, vernimmt man allgemein eine Angabe, die aber noch sehr der Bestätigung zu bedürfen scheint. Man sagt nämlich, das Geschwader, welches die Gesandtschaft nach Peking führen solle, werde das Cap Horn an der Sübspitze Amerika's umsegeln und von dort direkt mitten durch die verschiedenen Insel⸗ gruppen des Stillen Weltmeers nach China gehen. Als Grund da⸗ ür, warum gerade diese Richtung eingeschlagen werden solle, wird angegeben, daß man es für zweckmäßig, ja nothwendig erachtet habe, der Gesandtschaft eine imposante Eskorte von Kriegsschiffen des Staa⸗ tes beizugeben, um so dem Kaiser von China, der wohl von Frank⸗ reich so gut als gar nichts wisse, einen ünstigen Begriff von der Macht desselben beizubringen. Dagegen ließe sich aber namentlich vom kommerziellen und wissenschaftlichen Gesichtspunkte aus so Manches einwenden. —
Man sieht binnen wenigen Tagen der Veröffentlichung der Maß⸗ regel der Regierung durch die offiziellen Journale nsheea⸗ 2 gerade Herr Adolphe Barrot ausersehen wurbe, chenssn 2 ger gleiten, ist jedenfalls ein sehr wohl berechneter nesch 8—