1843 / 164 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

gestorben

Königsberg . Gumbinnen. Danzg Marienwerder..

26,202 16,311 10,308

27,314 17,815

68,938 .. 25,609 41,77 29,712 30,739 19,364 20,658 12,291 16,875 9,078 6,249 4,026 47,589 33,665 29,235 26,074 18,634 18,840

Bromberrg Potsdam mit Berlin.. Frankfuvpt .. Stettin... Köslin. Stralsund.... Breslau 47 bö32, Magdebugg . bbb böööö öö

20) Arnsberg.... 21) Köln.. 22) Düsseldorf.. 29) Fboblenz

11) 12) 13) 14) 15) 16) 17) 18) 19)

..„„„

1605

1111.1¹”“

32,554 8,500 ;746 36

.

also Zuwachs verblieben

————

3. 1 EEEEeTe] v-SHä

..

.. .

.„ „„

een

8,571 5,731 68968— . 9 99 13,821 I 12,959 .11,375 8,367 7797 20 0023

—,—2

. 13,924

5 15,307

8,105 5,907 8,654 1,250 2,311 5,149 6,092 3,9741 10,392

7 25) Achen 14,365 Der ganze Staat bööö

188,521

Nach der am Ende des Jahres 1840 vollzogenen allgemeinen inwohnerzählung enthielt der Preußische Staat in den vorstehend

benannten Regierungsbezirken, also mit Ausnahme des Fürstenthums

Neufchatel Einwohner.

Dazu kam Zuwachs durch den Ueberschuß der Gebornen

iber die Gestorbenen im Laufe der Jahre 1841.......

1812

14,928,501 176,249

urch deren Zurechnung sich ergiebt eine Einwohnerzahl von 15,293,271

Hierin sind die Veränderungen nicht begriffen, welche während der letzten beiden Kalenderjahre durch den Wechsel des Aufenthalts Nach den besonderen Verhältnissen des Preußischen Staats ist hierbei nicht sowohl an Einwanderungen und Auswanderungen nach der gewöhnlichen Bedeutung dieser Worte, d. i. an ein Anziehen und Abziehen ganzer Familien mit aller ihrer Habe, zu denken, als viel⸗ r an den Zugang und Abgang, welcher daraus entsteht, daß ein⸗ zelne mehrentheils noch junge Leute die Heimath verlassen, um außer der⸗ selben versuchsweise bessern Erwerb, oder eine ihren Wünschen mehr zusa⸗ gende Stellung im Leben aufzufinden. Seit einer langen Reihe von Jahren haben die von drei zu drei Jahren wiederholten Zählungen eine Vermeh rung der Einwohner ergeben, welche, fast bei jeder Zählung zuneh⸗

ntstanden.

meh . )

mend, einen Ueberschuß über den Zuwachs ergab,

der inzwischen durch

82

das Uebergewicht der Geburten über die Todesfälle erzeugt wurde. Dieser Ueberschuß konnte zum Theil allerdings dadurch entstanden sein, daß in die spätern Zählungslisten Menschen aufgenommen wur⸗

den, welche bei den frühern zwar schon im Staate vorhanden, aber

aus Versehen nicht in das Verzeichniß aufgenommen waren; er konnte jedoch zum Theil auch dadurch entstehn, daß die Zahl der von Aussen her Zugezogenen die Zahl der nach Aussen hin Weggezogenen über⸗

traf.

Gründe, welche hier in ihrer vollen Bedeutung auseinanderzu⸗

setzen, das Verhältniß einer Zeitung nicht gestattet, erheben zu einer Wahrscheinlichkeit, welche an Gewißheit grenzt, daß der bei weitem größte Theil dieses Ueberschusses wirklich durch das Uebergewicht der Anzie⸗ henden über die Abziehenden hervorgebracht wurde. wohl anzunehmen, daß vermöge dieses Uebergewichts die Zahl der Einwohner des Preußischen Staats am Ende des Jahres 1842 be⸗ reits nicht unerheblich größer war, als die vorstehende Berechnung ergiebt; volle Gewißheit hierüber wird jedoch die am Ende des ge genwärtigen Jahres 1843 zu wiederholende allgemeine Einwohner

zählung verschaffen.

Es ist daher

Wird die Zahl der Einwohner, welche die Zaͤhlung zu Ende des Jahres 1840 ergab, mit dem Zuwachse verglichen, welchen das lleber gewicht der Geburten in den beiden Jahren 1841 und 1842 erzeugte;

so sindet man, daß derselbe auf hunderttausend zu Ende des Jahres

1840 vorhandene Einwohner betrug im

im Jahre 1812.. .....

-—];

A 1263

in beiden Jahren zusammengenommen also 2

7

) 2444

0904

Demnach ganz nahe 2 ½

pro Cent, und zwar ins Besondere im Jahre

1841 sehr nahe ein Zwölftel Prozent weniger als im Jahre

1842.

Bei einer Vermehrung um 1,263 pro Cent jährlich ergiebt

sich, wenn sie gleichförmig fortdauerte, eine Verdoppelung der Volks

8

zahl in etwas mehr als 55, aber weniger als 50 Jahren, und es würde hiernach schon vor Ende des gegenwärtigen Jahrhunderts der

Preußische Staat sehr nahe Dreißig Millionen Menschen ent⸗

halten.

Die Geschichte des neueren Europa's gewährt kein Beispiel,

7

daß eine so lange Reihe von Jahren nicht durch Krieg, verheerende

Seuchen oder ähnliche Landeskalamitäten unterbrochen worden wäre; und wenn auch allerdings vertraut werden darf, daß die Fortschritte eechter Bildung solche Landplagen seltener oder wenigstens minder ver

derblich machen werden, so bleibt die Hoffnung auf ein in solchem Maaße fast sechszig Jahre lang fortschreitendes Wachsthum der Be⸗

kerung doch allzukühn, um deren Erfüllung wahrscheinlich zu finden. Der Preußische Staat enthielt auf 5077vQ geographischen Quadrat⸗ meilen am Ende des Jahres 1840 durchschnittlich auf der Quadrat meile 2940 Einwohner, und würde, wenn seine Bevölkerung sich ver⸗ doppelte, deren 5880 auf derselben haben. So höchst beträchtlich eine solche Dichtheit der Bevölkerung auch allerdings erscheint, so wurde dieselbe doch schon im Jahre 1840 selbst im Preußischen Staate nicht etwan bloß in einzelnen landräthlichen Kreisen oder auch Regierungsbezirken, sondern in einem Landestheile von beträchtlicher Ausdehnung durchschnittlich noch übertroffen. Die vier Regierungs⸗ bezirke Düsseldorf, Achen, Köln und Koblenz, welche mit dem minder bevölkerten Regierungsbezirke Trier die Rheinprovinz bilden, enthiel⸗ ten mit Ausnahme des letzteren auf einem Flächenraume von 356

geographischen Quadratmeilen nach der Zählung zu Ende des Jah⸗ res 1840 = 2,121,705 Einwohner, d. i. durchschnittlich 5959 auf der geographischen Quadratmeile. Auch ist selbst eine größere Dichtheit der Bevölkerung kein unbedingtes Hinderniß einer so schnellen Zunahme derselben. Der Regierungsbezirk Düsseldorf, welcher einen Flächen⸗ raum von 9838½8 Quadratmeilen enthält, hatte bereits zu Ende des

Jahres 1840 durchschnittlich schon 8238 Einwohner auf der Qua⸗ dratmeile; dennoch aber in Laufe des Jahres 1842 unter hundert tausend Einwohnern durchschnittlich: Geerbenes also Zuwachs durch das Uebergewicht der Gebornen 12.3; d. i. mehr als im Durchschnitte für den ganzen Staat. Ueberhaupt hat die Dichtheit der Bevölkerung bei dem zeitigen Zustande von Europa noch immer weniger Einfluß auf die sortschreitende Zunahme derselben, als die Gewerbsamkeit der Einwohner und die Vertheilung des Bodens unter dieselben. Hierzu treten in einzelnen Jahren noch die Einflüsse der Witterung auf die Gesundheit und der wechselnde Ertrag der Erndten. Die nachstehende Zusammenstellung zeigt über⸗ sichtlic, wie weit die Wirkungen der Dichtheit der Bevölkerung sich im Jahre 1842 auf den Fortschritt in der Zunahme derselben er⸗ strekten.

1019

855 2736

und auf hun⸗ derttausend der⸗ selben Zuwachs im Jahre 1842 1983 1794 1728 1700

hatten am Ende des Fahres 1840 Ein⸗ wohner auf der geogr. Quadratmeile

2) Bromberg 3) Marienwerder b“ 1) Stettin 2079 5) Oppeln... .. 3728 6“ 2408 ““ 2564 8) Frankfurt.. 2210 9) Erfurt. 5261 10) Stralsund 2162 11) Breslau 137 8238 hc“*“ h6“ 46017 15) Arnsberg 3784 16) Potsdam mit Berlin 2842 Iö-ö-——981— 18) Gumbinnen ... 2004 19) Trier 20) Achen 21) Magdeburg... Peeeae

Köln 24) Koblenzz 25) Münster.. 1111I“ Hier stehn in der Reihefolge die drei Regierungsbezirke Köslin, Bromberg und Marienwerder obenan; sie bilden eine zusammenhän⸗ gende Fläche von 792 ¼ geogr. Quadratmeilen, worauf aber am Ende des Jahres 1840 nur 1,351,901 Menschen wohnten, d. i. durch schnittlich 1705 auf der Quadratmeile. Auch einzeln genommen ist ihre Bevölkerung die mindest dichte, dagegen der Zuwachs durch das Uebergewicht der Gebornen der größte im ganzen Staate; bei Kös⸗ lin beträgt derselbe beinahe zwei, und bei Bromberg und Marien⸗ werder wenig theils über theils unter 1 pro Cent. Aber die zunächst mindest dichtbevölkerte Fläche biidet Ostpreußen mit den Regierungs⸗ bezirken Königsberg und Gumbinnen, welche zusammengenommen im Jahre 1840 auf 706 ½ geogr. Quadratmeilen nur 1,393,790 Ein⸗ wohner enthielten, also 1973 auf der Quadratmeile durchschnittlich; demungeachtet stehn sie in der vorstehenden Reihefolge erst in der 17ten und 18ten Stelle weit unter viel bevölkerteren Landestheilen, und der Zuwachs, welchen sie durch das Uebergewicht der Geburten empfingen, betrug nur wenig theils über theils unter einem pro Cent. Im zunächst vorhergehenden Jahre 1841 war der Zuwachs durch das Uebergewicht der Gebornen in Ostpreußen noch viel geringer; er betrug nämlich durchschnittlich auf hunderttausend zu Ende des Jahres 1840 Lebende .

im Regierungsbezirk Königsberg nur.. c. 680

Gumbinnen sogar nur. 332 also bei jenem wenig über zwei Drittheil, bei diesem kaum ein Drittheil pro Cent. Der auffallende Unterschied beider Jahrgänge liegt nicht sowohl in einer erheblich verschiedenen Sterblichkeit, als darin, daß im Jahre 1842 viel mehr Geburten vorkamen, als im

Jahre 1841. Es sind nämlich:

Die Regierungsbezirke

1281 1288 1266 1166 1149

2992 3466 6180

92 23) 40

4364

2

im Regierungs⸗ bezirke Gumbinnen 22,761 26,202

. im Regterungs⸗ geboren worden 30,855 33,977 25,439 20,776 25,406 20,471

demnach Ueberschuß verblieben 1841 5416 1985

1“

Ostpreußen hatte im Jahre 1842 eine gute Erndte, nachdem in den nächstvorhergegangenen Jahren theils die Hoffnungen des Land⸗ manns durch ungünstige Witterung vereitelt, theils seine Wintervor⸗ räthe durch Frost und Nässe zerstört worden waren. Der Einfluß der bessern Erndte von 1842 auf Geburten und Todesfälle kann in den Bevölkerungslisten erst im Jahre 1843 kenntlich werden, und es ist jedenfalls dadurch die beträchtliche Mehrzahl der Gebornen des Jahres 1842 nicht erklärlich.

(Fortsetzung folgt.)

een

Auswärtige Börsen.

2 erdam, 10. Jani. Niederl. wirkl. Sch. Kauz-Bill. —. 5 % Span. 18 ⅔. 3 % do. —. Preuss. Präm. Sch. 165. Pol. . Oesterr. 107 ⁄¼.

Hamburg, 12. Juni. Bank-Actien 1660.

London, 9. Cons. 3 % 92 ½. Belg. sive 5. Ausg. Sch. 10 ½¼. 2 ½ % Holl. 55. 5⁰% 100. 5 % Port. 3 % . Engl. KRuss. 113 ½. Bras. 71. Chili 92. Columb 23. Mex. 28. Peru 16.

Paris, 9. Juni. 5 % Rente üin cour. 121. 35. 39 % Kente ün cour. 80. 10. 5 % Neapl. au compt. 106. 25. 5 % Span. Rente 28 ½. Pass. 4⅞.

Petersbu S; 6. Juni. Lond. 3 Met. 37 11 IIamb. 34 ⅛. Poln. à Paris 300 Fl. 81 ½. do. 500 Fl. do. 200 Fl. 1

Wien, 9. Juni. 5 % Mei. 110 ½. 4 % 101 ¾. 3 % 772. 1 %

5 % 111““ Zinsl. —. 4 % Russ. Hope 88 . 110 ¼.

Anl. 20 ½. Pas-

Bugl. Russ. Juni. 102 ½. Neue

210 % 2 526

—. Baunk-Actien 1645. Aunl. de 1834 141 28 de 1839 111⅞. Schauspiele.

Opernhause: D

ö1I“ Donnerstag, 15. Juni. Im Oper in 3 Akten, von Bellini. Im Schauspielhause: 1) Le tyran d'une femme, vaudeville acte. 2) Davis, ou: Le bonhceur d'eétre fou, vaudeville nouveau en 2 actes, par Mr. Fournier.

Freitag, 16. Juni. Im Schauspielhause: Camoens. Hierauf: Zum erstenmale: Strauß und Lanner, Lustspiel in 1 Akt, von Dr. C. Töpfer. Und: Zum erstenmale: Zwei neue Genrebilder, in Spa⸗ nischer, Französischer und Deutscher Sprache, von L. Schneider. Die Musik ist komponirt und arrangirt von dem Hof⸗Komponisten H. Schmidt. Der Solotanz der Dlle. Polin von dem Königl. Balletmeister Hoguet. In Scene gesetzt von L. Schneider. 1) Spa⸗ nische Vaterlandsliebe. Burgos, 1809. 2) Ein Pas des deux vor hundert Jahren. Berlin, 1743. . Sponnabend, 17. Juni. Im Schauspielhause: Hierauf: Erziehungs⸗Resultate. (Dlle. Lilla Western, als Gastrolle.)

ie Nachtwandlerin.

en 1

Der Roman. Magarethe

Königsstädtisches Theater.

Donnerstag, 15. Juni. Gast⸗Vorstellung der Ungarischen Na⸗ tional⸗Tänzer aus Pesth, in 2 Abtheilungen. Erste Abtheilung (nach dem dritten Akt des Stücks): Magyar Nêp-Täncz (Ungarischer Volks⸗ tanz), ausgeführt von Mad. Ruzsa Ilka und Herrn Kilänyi, verbun⸗ den mit einem Czikos-Panc«z (Ungarischer Schäfertanz), ausgeführt von Herrn Fitos (im Volks⸗Kostüm). Zweite Abtheilung (nach dem fünften Akt des Stücks): Magyar Kettös-Tanecz (Ungarisches Nobel pas de deus), ausgeführt von Herrn Veßter Saͤndor und Mad. Ruzsa Ilka, dazu: Hlärom àâ Tancz (pas de trois), ausgeführt von denselben und Herrn Kilaͤnyi (im Magnaten⸗Kostüm). Hierzu: Mut⸗ tersegen, oder: Die neue Fanchon. Schauspiel mit Gesang in 5 Abth

Freitag, 16. Juni. Der Talisman. (Herr Wallner, vom Kst. privilegirten Theater in der Josephstadt zu den Titus Feuer⸗

Wien: fuchs, als Gast.) 8

Oeffentliche

Doͤnnerstag, den 15. Juni, Abends 7 Uhr, in der Sing⸗Akade⸗ mie: Musikalisch⸗deklamatorische Akademie und humoristische Vorlesung von M. G. Saphir, zum Besten der unter dem Schutze Ihrer Ma jestät der Königin stehenden Klein⸗Kinder⸗Bewahr⸗Kranken⸗Anstalt. 1) Elegie von Ernst, für Violoncell und Piano übertragen von M. Ganz und ausgeführt von demselben und Herrn Lührs. 2) Das Lied vom Frauenherzen, von Saphir, gesprochen von Mad. Crelinger. 3) Arie von Rossini und 4) Lieder von Mendelssohn, gesungen von Mad. Burchardt. 5) Die Tonleiter eines Männernamens, von Saphir, gesprochen von Dlle. Stich. 6) Humoristische Vorlesung von Herr Saphir. Eintritts⸗Karten, mit dem Stempel der Armen-Direction versehen, à 1 Rthlr., sind in der Schlesingerschen Musikalien⸗Hand⸗ lung, beim Hauswart der Sing⸗Akademie und in der Wohnung des Herrn Saphir (Friedrichsstr. 75, Morgens von 9— 11 Uhr), Abends

Kasse aber à 1 ½ Rthlr. zu haben.

2

Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.

Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hosbuchdruckerei,

111.““ Ivi Cxnfen

1“

Anzeigen.

IIannover, im Verlage der buchhandlung ist so chen E. S. Mittler in Berlin uind Bromberg, znu bezichen: Die Versteinerungen des Har⸗

Bescha icben

IHI 81 h n 80 he 12 erschienen und

gebirges.

von

Friedrich Adolph. Rocmer Königlich Hannoverschem Amts-Asse Mit 12 Steintafeln. gr. 4. 1843. Preis Da das Uebergangs-Gebirge jetzat

50„.

Hof- durch

(Stechbahn 3), Posen

2 Thlr.

ü . v0n zZuüugsweise

das Interesse und Studium der Freunde der Geog- 8 . 2 8 nosie und Petrefactenkunde in Anspruch nimmt, 80

glauben wir dem obigen sorgfältig

gefundenen Unter-Abtheilungen

nahme verheilsen zu därfen und fügen wir

noch

auch abgebildet sind.

ausgestatteten Werke, in dessen Einleitung alle in England auf- jenes Gebirges auch am Harze nachgewiesen sind, eine günstige Auf- nur die Bemerkung hinzu, dals alle am Harze bislang entdeckten Petrefacten vom Herrn Verfasser

Allgemeiner Anzeiger

Ferner sind

schienen:

Roemer, . Norddeutschen Oolithen-Gebirges. Nebst Nach- 8

dazu.

trag

1836 u. 1839.

Ver steinerungen

Die

Kreide Gebirges.

1841.

r. 4.

Bei Wilh. Besser (Behrenstr. 44) ist so

erschienen:

. e e 8 3 u Fliegende Blaͤtter fuͤr Fragen des Tages. V. (Das Vertrauen. Korrespondenz. Ein Gespräch.

Aufruf an den Journalismus). 8.

Felix

(Gedichte.) 8. geh. 10 Sgr.

Bei mir erschien so eben

handlungen zu

Enslinschen Buchhandlung (F. Müller), Breite

Straße Nr. 22

r. c.

vaumn. nSn;

er⸗-

Verlage seither

in demselben

die Versteinerungen des der Engländer, Franzosen,

Mit 21 lithograph. Tafeln. gr. 4. 9 ½ Thlr. Norddeutschen Sen Fafeln.

des Von

—.

10

Mit 16 lithograph. 8— 1 8 hlt. r 8. brosch.

den 1. Juni 1843.

“X“ Leipzig,

Bei C. geh. 5 Sgr. d Bromb zu beziehen: ““ 4 d sen un romberg, zu beziehen: Marius, Ephemeren. 1

der

neueren

und ist durch alle Buch m beziehen, in Berlin vorräthig in der der

für die Preußischen Staaten.

Eine Sammlung geistreicher Gedanken klassischen Schriften

Spanier, Italiener und Deutschen.

Heinr. Weinedel.

W. Leske in Darmstadt ist erschienen und durch E. S. Mittler in Berlin (Stechbahn 3), Po

Batblidihe

Geschichte.

Sammlung

vorzüglichsten Geschichtsschreiber vom Anfange des sechs . zehnten Jahrhunderts bis auf die Gegenwart.

In Verbindung mit mehreren Geschichtsforschern und

Geschichtsfreunden herausgegeb

von 89 Dr. Phil. Hedw. Külb.

Erster Theil. Guiceiardini's Geschichte Italiens.

Erster Band. Erstes und zweites Heft. gr. 8. geh. Preis pr. Heft 15 Sgr. Den Freunden der historischen Lektüre die ausgezeich⸗ netsten Quellenschriften in getreuen und guten Nachbil dungen vorzuführen, ist der Zweck dieser Sammlung. Es werden für dieselbe nur solche Werke gewählt, welche sich seit der Zeit ihres Erscheinens eines begründeten Rufes erfreuen und deren Verfasser selbst entweder in die Zeitereignisse wirkend eingriffen oder den handeln⸗ den Haupt⸗Personen so nahe standen, daß eine genaue Kenntniß der Verhältnisse bei ihnen vorausgesetzt wer⸗ den kann. Dabei wird auch vorzüglich auf Gediegen⸗

aus den

gedruckt. 3 11““

—— Sen.

Wissenschaft, Kunst und Literatur.

Archäologisches. Berlin. Die im verflossenen Winter von den Herren Gerhard und Panofka veranlaßten archäologischen Zusammenkünfte vereinigten auch neuerdings, am 11. Mai und am 8. Junt, einen auserwählten Kreis hie siger Kenner und Freunde altklassischer Kunst und zeichneten wiederum durch manche anziehende Mittheilungen sich aus. „In der Versammlung vom 11. Mai benutzte Herr Gruppe ein vom Professor Zahn nächstens zu edirendes Pompejanisches Wandgemälde aus der Casa di Labirinto, um einige Bemerkungen über den Vorhang in den Theatern der Alten daran zu knüpfen. Es stellt nämlich jenes Bild nach Herrn Gruppe's Erklärung ein Theater vor, wie sich aus der nebenher angebrachten Maske, dem als Thymele zu deutenden Altar und aus der ganzen Anordnung wahrscheinlich machen läßt. Man sieht einen halben Vorhang, in welchem Herr Gruppe das „velum minutum, dum actus commutabantur“s bei Donat de consult. trag. erkennt. Dem nächst wurde der Unterschied von Aulaeum und Siparium zur Sprache ge⸗ bracht, jenes sey der von unten heraufgezogene große Vorhang, dies ein zu beiden Seiten im Fallen zurückgeschobener; jener scheine solchen Theatern zu gehören, welche keine bedeckte Bühnen hatten, dieses erfordere ein Dach. Der Vorhang der alten tragischen Bühne, welche bedeckt war, werde dem ach ein Aulaeum gewesen seyn, dagegen das Siparium in der späteren Bühne theils wegen mangelnder Deckung, theils wegen gesteigerter Tiefe der Scena angewandt worden sey. In dieser späteren Zeit scheine das Siparium auch als ein zweiter Vorhang in der hinteren Scenenwand ge⸗ dient zu haben, um durch dessen Beseitigung einen Blick in das Innere der Gebäude zu eröffnen, zu welchem Zweck sich die Griechischen Tragiker des Encvclema oder der Exostra bedienten, d. i., einer vorgeschobenen kleinen Bühne. Der Vortragende theilte seine Ansicht darüber mit, was die Grie⸗ chen zu dieser komplizirten Vorrichtung genöthigt habe, und fand die Zu⸗ stimmung der anwesenden Philologen und Architekten, indem er die Erschei⸗ nung mit der geringeren Tiefe der Griechischen Bühne in Verbindung brachte, welche letztere wieder abhängig sey von dem größeren Bogen der Zuschauersitze. Es wurde nämlich in späterer Zeit dieser Bogen immer flacher; darum konnte die Römische Bühne tiefer seyn und selbst durch einen fortgezogenen Vorhang der Hinterwand noch weiter ins Innere blicken lassen. 8

Dieser Vortrag fand lebhaften Antheil, aber auch Widerspruch, wie denn die geringe Autorität des Donat, die gangbarste Bedeutung des Wortes Aulaeum als Teppich und andere Punkte mehr, dazu Anlaß gaben. Im Allgemei nen jedoch zeigte die Versammlung mit Herrn Gruppe’s Beweisführung sich einverstanden, und nur in Betreff des Pompejanischen Bildes blieb der Wunsch rege, die scharfsinnige Deutung desselben auf ein Theater zu völ⸗ liger Gewißheit gesteigert zu wissen.

Außerdem forderte Herr Gerhard zur Vergleichung zweier in Anord nung und Gegenstand wohl entsprechender Wandgemälde, des geschmückten Hermaphrodit und des sterbenden Adonis, auf, deren Herkunft aus einem und demselben Pompejanischen Hause, ihrer verschiedenen Größe ungeachtet, zu der Vermuthung veranlaßt, als seyen sie zwei ursprünglich zusammen gehörigen Griechischen Originalen nachgebildet. Auch legte Herr Curtius Pläne und Architektur⸗Fragmente von Delphi vor, welche einer nächstens bekannt zu machenden Arbeit desselben über Delphische Inschriften angehören.

In der Versammlung vom 8. Juni gab zuvörderst Herr Kramer eine übersichtliche Darstellung der mancherlei Meinungen, welche seit Winckelmann von berühmten Archäologen an die vermeintlichen c2 0 oy« einer berühmten Stelle des Strabo XIV. p. 640 geknüpft worden waren, und bestätigte aus zwei von ihm zu Rom verglichenen Handschriften Tyrwhitt's Vermuthung, daß, statt jene „verkehrten“ Bildwerke gezwun⸗ gen für alterthümliche zu deuten, Werke des Slopas „X209&. 20„% darin gemeint waren.

Hierauf gab Herr Panofka, mit Vorlegung des eben erschienenen dritten Heftes seiner Bilder antiken Lebens, einen genauen Bericht über den Plan dieses mit noch einem Heft nächstens abzuschließenden Werkes. Die Aufgabe desselben, das Leben der Griechen nach seinen verschiedenen Aeußerungen zu veranschaulichen, wird auf 20 lithographirten Tafeln gelöst, welche auf Erziehung, gymnastische Spiele, Wettrennen, Musik, Jagd (Taf. I. V.), Krieg, Heilkunde, bildende Künste, T anz, Spiele (Taf. VI. X.), Hochzeit, Gelage, Opfer, Landleben, Seeleben (Taf. XI. X V.), Handel und Gewerbe, häusliches Leben, Frauenleben und auf das Ende des Lebens (Taf. XVI.— XX.) sich beziehen, dergestalt, daß jede dieser Abtheilungen mit acht bis zehn ausgewählten und zum Theil unedirten antiken Kunst⸗Darstellungen belegt ist, wie denn der ganze bildliche Umfang des Werks auf etwa 180 Denkmäler anläuft. Hieraus legte Herr Panofka zu besonderer Betrachtung die Tafeln VII. und IX. in einer Anzahl von Abdrücken vor und erwähnte beispielsweise als neue Ergebnisse seiner erklärenden

1

V

V V

Zusammenstellung ein bisher aus antiker Sitte nicht nachgewiesenes musi⸗ kalisches Instrument, nämlich einen Stab mit deei beckenähnlichen Aufsätzen aus einem Relief der Villa Albani (Taf. IX.), dessen Anwendung auch der Vorrömischen Beschreibung des Porsenna⸗Gralbmals (Plin. XXXVI., 19, petasus, ex quo pendeant exapta catenis tinunnabula) zur Erläuterung dient, ferner die mit besonderem Beifall aufgenommene Deutung eines be⸗ kannten schönen Vasenbildes „tanzender Mänadm“ (Taf. IX., 4) auf die am Fest Herois zu Delphi gefeierte Rückführung Semele's aus der Unterwelt; die Umwandlung des auf einem Pompejanischen Bilde bisher erkannten Musik⸗-Unterrichts des Centauren Chiron auf eme Versammlung von Heil⸗ göttern, in welcher Chiron als Lehrer der Chirurgie (Hygin. 274) zwischen Apolla, Päan und Aeskulap gestellt ist u. A. m.

Ferner gab Herr Bötticher eine Darlegung der Grund⸗Ansicht seines Werkes: Tektonik der Hellenen, in welcher auf neue und

selbstständige Weise ein Versuch gemacht ist, eine organische Entwickelung

der Griechischen Architektur auf die einfachsten Bedingungen aller Gliederung zu begründen. Das Werk selbst, welches diese Ansicht zugleich mit den bildlichen Beweisen derselben im erforderlichen Umfang veröffentlicht, wird nächstens vollendet seyn.

Herr Gerhard legte ein mit dem Junistück der Archäologischen Zeitung bekanntzumachendes Kupferblatt vor, worin ein im hiesigen Königlichen Museum seit kurzem aufgestellter Sarkophag mit der Darstellung der neun Musen abgebildet ist. Dieser Sarkophag ward von dem Berichterstatter zugleich mit anderen für Kunst und Alterthum wichtigen Skulpturen (der vortrefflichen für Mnemosyne gehaltenen Gewandstatue in

Nachweisung mit Bemerkungen über das Verhältniß der modernen Musen⸗

der Rotunde des Museums, seltenen Jupiter- und Saturnusköpfen, dem Sarkophag mit Cirkusspielen, zahlreichen Etruskischen Todtenkisten u. ga. m.) auf Befehl Sr. Majestät des Königs im Jahr 1841 zu Rom angekauft und zeichnet sich vor anderen Reliefs desselben gefälligen Gegenstandes, bei einer verhältnißmäßig guten Skulptur und verständigen Anordnung der von Apoll und Minerva begleiteten Musen, durch sinnvolle Verknüpfung des Hauptbildes mit dem dazu gehörigen und bild aus. Die Bildnißfigur des Verstorbenen, welche auf anderen Römi schen Sarkophagen allzu oft in gefällige myothologische Bilder sich eindrängt, ist auf jenen beigeordneten Naum dergestalt verwiesen, daß einige der Musen als Pflegerinnen derjenigen Sterblichen erscheinen, welche man in diesem Marmorwerke besonders auszeichnen wollte. Herr Gerhard begleitete diese * Darstellung zur antilen, da jene lediglich auf dem Römischen Typus beruhe und von dem conventionellen Beiwerk und Unterschied seiner Neunzahl allzu sklavisch sich binden lasse, so sey eine fieiere, geistigere Auffassung jenes begeisternden Gegenstandes fernerer künstlerischer Behandlung anzuwünschen, zu welcher Griechische Gefäß⸗Malereien anderen Entdeckung füͤglich die Hand bieten sollten. Mit dem Vorbehalt, bei anderer Gelegenheit hierauf zurück zukommen, ging der Berichterstatter zuletzt auf den Gegenstand des fign renreichen Deckelbildes über, welches, in seiner Gesammtheit aufgefaßt,

zur Allgemeinen Preußischen Staats⸗-Ze

sehr wohl erhaltenen Deckel V

die seltene Darstellung einer Philosophen⸗Schule zu gewähren scheint. Herr Zahn hatte das eben vollendete siebente Heft seiner Pompejani schen Wandgemälde vorgelegt, dessen vorzüglich anziehender Inhalt auf Tafel 61— 62 merlwürdige malerische Darstellungen (Phädra, Ivhigenia, die Qualen der Psoche) gewährt, sodann auf Tafel 63 69 zu reichhaltiger architektonischer Beschauung der in Herkulanum ausgegrabenen Häuser auf fordert und endlich auf Tafel 70 zwei perspektivische Ansichten liefert, deren eine wegen der Eigenthümlichkeit eines aufgezogenen Vorhangs die von Herrn Gruppe ausgegangenen Erörterungen über Griechisches Theaterwesen in der obengedachten Versammlung vom 11. Mai veranlaßt hatte. Die Annahme einer Scenen⸗Ansicht, welche statt der als Regel vorausgesetzten drei neben einander liegenden Thüren des tragischen Theaters einen mit Schildern, Adler und Krone verzierten Rundbau ohne Angabe daneben be⸗ findlicher Thüren darstellt, fand neue Schwierigkeit, zumal auch die Deutung auf einen Tempel mit umgebendem Hofraum nicht fern liegt; doch behielt man sich vor, auf diese Untersuchung, wie auf Herrn Gruppe's Resultate, zurückzukommen, welche auch, ohne seine Deutung des Bildes zu theiten, ihren selbstständigen Werth behaupten dürften. Außerdem waren Mitthei⸗

b

-

itung.

misch⸗Aegvptischer Kunst aus der Umgebung Athens ans Licht treten zu sehen, ist eben so überraschend, als die gedachte athletische Darstellungs⸗ weise eigenthümlich ist.

883

Kunst⸗Notiz.

* Halberstadt, 10. Juni. Gestern und vorgestern wurde hier die Versammlung der Deputirten der zum westlichen Cyklus gehörenden Kunst⸗ Vereine gehalten. Die erste Sitzung fand am 8. Juni im Hause des Dr. Lucanus statt, wozu sich mehrere Kunstfreunde von auswärts eingefun den hatten. Herr C. de Marées aus Braunschweig, welcher in den letzten Jahren die Leitung der Ausstellungs Angelegenheiten geführt, gedachte zu⸗ nächst der Verdienste, welche sich sein Vorgaänger, der verstorbene Rendant Ribbeck, um die Vereine, um deren Ausstellungen und um viele Künstler erworben. Dann schritten die Anwesenden zur Wahl eines Haupt⸗Ge⸗ schäftsführers für die nächsten zwei Jahre, wozu Herr de Marées ernannt wurde.

Die Zeit und Reihenfolge der Ausstellungen für 1844 wurde so fest⸗ gestellt, daß für Hannover Alles bis zum 10. Februar, für Magdeburg bis zum 30. März, für Halberstadt bis zum 30. April, für Halle bis zum 25.

Mai, für Braunschweig bis zum 10. Juli und für Kassel bis zum 1. Sep⸗ tember abgeliefert seyn müßte, wenn die resp. Vereine die Frachtkosten tra⸗ gen sollten. In den Katalog sollten nur die Kunstwerke verzeichnet werden, welche 14 Tage zuvor angemeldet würden. Zur Tragung der Kosten der Verpackung schienen die Mittel der Vereine nicht auszureichen, wie man künftig auch nur für Sendungen wirklich guter Kunstwerke die Fracht über⸗ nehmen und den außerhalb Deutschland wohnhaften Künstlern die Bedin⸗ gung zu stellen sich genöthigt sah, daß diese alle Sendungen bis zur Preu⸗ ßischen, Sächsischen ꝛc. Gränze franco liefern und auch nur bis dahin franco zurückerhalten sollten. Um die vielen gar zu unbedeutenden Bilder, womit die Ausstellung überschwemmt und wodurch Last und Kosten so un⸗ nütz vermehrt würden, wo möglich abzuhalten, wolle man sich nicht allge⸗ mein zur Tragung der Frachtkosten verpflichten, sondern nur für wirklich gute Gemälde, und wo dieses zuvor ausdrücklich zugesagt seyn würde. Für sorgfältige Verpackung, genaue Bezeichnung, Angabe der Besitzer und der Preise sollen die jedesmaligen Absender haften, dagegen aber die Gemälde auch während der Transporte gegen Unglück versichert werden. Dem An⸗ trage des Dr. Lucanus zufolge, erklärten sich die Herren Deputirten von Kassel, Halle und Magdeburg sehr geneigt, sich wo möglich mit Halberstadt

wegen Beschaffung eines ausgeführten Kupferstichs nach einem bedeutenden neuen Historiengemälde als Vereins Geschenk für die Actionaire zu einigen, nämlich pro rata auf gemeinschaftliche Kosten. Hannover und Braun⸗

schweig mußten sich ihrer eigenthümlichen Verhältnisse wegen von einer sol⸗ chen Vereinigung ausschließen, dagegen war man einstimmig zum gegensei⸗ tigen Austausch einer gewissen Anzahl Blätter bereit, damit jeder Verein dadurch in den Stand gesetzt würde, künftig den Mitgliedern, welche mehr

als eine Actie gezeichnet haben, für jede Actie ein besonderes Kunstblatt

zutheilen zu können; auch fand man es sehr wünschenswerth, den Geschäfts⸗

führern und Conservateuren aller zum westlichen Cyklus gehörenden Ver⸗ eine, welche allen diesen Vereinen gar manchen Dienst zu leisten hatten, durch Zutheilung der Vereinsblätter eine kleine Aufmerksamkeit zu erzeigen.

In der am 9. Juni gehaltenen Versammlung der Kunst⸗Vereins⸗ Deputirten stellte Dr. Lucanus den Antrag, künstig wenigstens die Haupt Vereins⸗Bilder den Verloosungen zu entziehen und als Vereins⸗Eigenthum für ein Stadt⸗ oder Vereins⸗Musenm zu reserviren. Die Deputirten der Vereine gingen sehr gern darauf ein, bei Gelegenheit der nächsten General⸗ Versammlung diesen Antrag bei ihren Vereinen zu bevorworten, und die Deputirten von Braunschweig erklärten: daß ihr Verein kürzlich bereits den Entschluß gefaßt habe, all und jede Verloosung aufzugeben, vielmehr jedes geeignete Bild, was man erwerben würde, für ein solches Museum aufzu bewahren. Darauf forderte der oben Genannte die Anwesenden ferner auf, ihre respektiven Vereine zu veranlassen, alljährlich einen bestimmten Beitrag zur Vollendung des Kölner Doms zu leisten und, als am zweckmäßigsten,

azu die Einnähme eines bestimmten Tages ver Ausstellungen zu überwei⸗ sen, wie dieses bereits in Halberstadt geschehen sev. Alle Anwesenden gin⸗

lungen des Herrn von Quast über das Römische Forum, ferner des Kö⸗ gen darauf ein, auch diesen Vorschlag bei ihren Vereinen zur Sprache zu

niglichen General-⸗Konsuls zu Jassp, Geheimen Justizrath Neigebauer, über Dacische und Mösische Alterthümer, namentlich der vielversprechenden Umgegend von Gallacz, zur Stelle.

Anziehend war auch die aus Athen von Professor Noß so eben ein— gegangene (in der Korrespondenz der Staats⸗Zeitung aus Athen be reits gegebene) Notiz über die neuerdings in der Gegend von Marathon gefundene Statue eines Antinous. Die Figur ist von pentelischem Mar⸗ mor, etwa 8 Fuß hoch, Aegyptisch bekleidet und in den Händen mit athle⸗ tischen Sprunggewichten versehen. Sie ist vollkommen wohl erhalten bis auf die Nase, die Lotosblume auf der Calantica und eine Fingerspitze; die Arbeit ist keck und breit, die Oberfläche des Marmors nicht polirt, sondern nur mit dem feinen Zahneisen überarbeitet. Ein so ansehnliches Werk Nö⸗

bringen und zu unterstützen.

Auch wurde der Vorschlag acceptirt: den Geschäftsführern und Kon⸗ servatoren der Vereine, welche zum betreffenden Coklus gehörten und auch durch Geschäfte für andere Vereine so vielfach beschwert wuürden, je Exem⸗ plare der Vereins⸗Blätter zuzutheilen, welche die Vereine sonst nur für ihre Actionaire bestimmen, und den Genannten gleich bei Eröffnung der Aus⸗ stellungen mit den Katalogen auch Partont⸗Billets zuzusenden.

Schließlich einigte man sich wegen der beschwerlichen Nachzahlungen und Ausgleichungen der Actien Beitrage von einem Vereine an den ande⸗ ren dahin, daß man für zweckmäßiger hielt, gegenseitig verhältnißmäßig die Zeichnung auf so viel Actien auszudehnen, bis eine gleiche Summe herauskommen würde, als die Mehrbeträge ganz fallen zu lassen.

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Bekanntmachungen

Subhastations Patent 1 wegen der Güter Antheil Streidelsdorf, Louisdorf und Antheil Nieder Herzogswaldau.

Zur freiwilligen Subhastation der im Freistädter Kreise belegenen drei Rittergüter, Antheil Streidels dorf, Louisdorf und Antheil Nieder Herzogswaldau, welche nach einer im Jahre 1829 aufgenommenen landschaftlichen Taxe auf 32,927 Thlr. 18 Sgr. 4 Pf.,

Allgemeiner Anzeiger für

8 Alle unbekannten Realprätendenten werden aufgebo⸗ ten, sich bei Vermeidung der Präklusion spätestens in diesem Termine zu melden. Köslin, den 24. Königl. Ober⸗Landesgericht, Civil⸗Senat

E dkiNl Von dem unterzeichneten Gerichte werden alle unbe⸗ kannten Erben und Erbnehmer des für todt erklärten

gegen die übrigen Kreditoren ein ewis auferlegt werden. Magdeburg, 28. April 1843.

Dezember 1842.

KIt

(8

ges Stillschweigen

Königliches Land⸗ und Stadtgericht.

Nothwendiger Verkauf. Königl. Land⸗ und Stadtgericht zu Senftenberg. Das in dem Dorfe Saalhausen sub No. 1. bele⸗ gene im Hypothekenbuche Vol. I. No. 1. verzeichnete, dem Oekonomen Julius Eduard Vogt gehörige, brenn⸗

die Preußischen Staaten.

am 30. Dezember d. J., Vormitt. 11 Uhr, auf hiesiger Gerichtsstube angesetzten Termine zu mel⸗ den, ihre Legitimation zu führen und weiterer Anwei⸗ sung zu gewärtigen, widrigenfalls ad 1. der Klocke für todt erklärt, ad 2. der Nachlaß als herrenloses Fiskus zugeschlagen werden wird. Zehden, den 10. März 1843. Koönigl. Land⸗ und Stadtgericht.

Gut dem König

heit und Schönheit der Darstellung Rücksicht genommen. Ein ausführlicher Prospektus ist dem ersten Hefte vor⸗

Beilage

17,777 Thlr. 10 Sgr., und resp. 28,505 Thlr. 13 Sgr. 4 Pf., jedoch nach der im Jahre 1843 nicht nach land schaftlichen Tax⸗Prinzipien erfolgten Abschätzung auf 145,140 Thlr. 15 Sgr. zusammen gewürdigt worden, ist ein Bietungs⸗Termin auf

den 15. Juli 1843, Vormittags 11 Uhr, angesetzt worden.

Besitz⸗ und zahlungsfähige Kauflustige werden daher vorgeladen, in diesem Termine vor dem ernannten De putirten, Ober⸗Landesgerichts⸗Assessor v. Hugo, auf dem hiesigen Schloß entweder in Person oder durch gehörig informirte und gesetzlich legitimirte Mandata rien sich einzufinden, ihre Gebote abzugeben und dem⸗ nächst den Zuschlag an den Meist⸗ und Bestbietenden zu gewärtigen.

Beide Taxen, die drei Hopothekenscheine und die be⸗ sonderen Kaufbedingungen können während der ge⸗ wöhnlichen Amtsstunden in der hiesigen Registratur, die neuere Tare und die Verkaufs⸗Modalitäten auch bei dem Justiz⸗Kommissarius Zingel in Freistadt, beim Ober⸗-Landesgerichts⸗Assessor Jeuthe in Breslau, Schweid nitzerstraße Nr. 28, und beim Amtmann Seidlitz zu Streidelsdorf, welcher auf Anmelden die Güte zeigen wird, eingesehen werden.

Glogau, den 17. Mai 1843.

Königl. Ober⸗Landesgericht.

(L. S.)

JI. Senat.

v. Forckenbeck. Nothwendiger Verkauf. Königliches Ober⸗Landesgericht zu Köslin.

Das Allodial⸗Rittergut Gersdorff im Kreise Bütow, abgeschätzt auf 25,445 Thlr. 17 Sgr., zufolge der nebst Hypothekenschein und Bedingungen in der Re⸗ gistratur einzusehenden Taxe, soll behufs Auseinander⸗ setzung der Erben am 9. August 1843, Vormittags um 11 Uhr, in unserem Kollegienhause subhastirt werden.

Schauspielers Gerhardi aus Egeln hierdurch öffentlich vorgeladen, im Termine TöqPö1b19“ vor dem Herrn Ober⸗Landesgerichts⸗Assessor Lepper sich entweder persönlich oder schriftlich oder durch Mandatarien, wozu ihnen die hiesigen Herren Justiz Kommissarien Büsching und Jungwirth vorgeschla gen werden, zu melden, ihr etwaniges Erbrecht an dem Nachlaß des gedachten Gerhardi nachzuweisen und zu bescheinigen und weiterer Verhandlung zu gewärtigen. Im Fall des Nichterscheinens oder Nichtanmel⸗ dens werden sie mit ihren Erbansprüchen präkludirt und solcher, als herrenloses Gut, dem Königl. Fis⸗ kus zuerkannt werden. Wanzleben, den 30. November 1842. Königl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht.

v““ Nachdem über das Vermögen der Kaufleute Louis Knobbe und Rudolph Molkentin und über das Ver⸗ mögen der Handlung, welche dieselben gemeinschaftlich unter der Firma Knobbe et Molkentin allhier geführt, zufolge Verfügung vom 15. April c. das Konkurs⸗Ver⸗ fahren eröffnet worden, werden sämmtliche unbekannte Gläubiger hiermit vorgeladen, im Termine den 16. August c., Vormittags 10 Uhr, vor dem Ober⸗Landesgerichts⸗Assessor Göring persönlich oder durch zulässige Bevollmächtigte, wozu die Justiz Kommissarien Harte, Grubitz und Pabst in Vorschlag gebracht werden, zu erscheinen, um ihre Ansprüche an die Konkursmassen gebührend anzumelden und deren Richtigkeit nachzuweisen. Diejenigen Gläubiger, welche in diesem Termine nicht erscheinen, sollen mit allen ihren Forderungen an die Konkursmassen präkludirt und es soll ihnen dieserhalb

und brauberechtigte Erbkrug⸗, Erbrichter⸗ und Zwei⸗

hufengut, zufolge der mit dem neuesten Hopotheken

schein in unserer Registratur einzusehenden Taxe auf 11,350 Thlr. 17 Sgr. 11 Pf. abgeschätzt, soll am 46. Oktober c., Vormittags 10 Uhr,

an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden.

Die Kaufbedingungen sollen in dem Termin

1 festge⸗ stellt werden. 8

Senftenberg, den 7. April 1843. 8 Nothwendiger Verkauf.

Die zu Erwinhof bei Hapnichen belegene, zwei Stun⸗ den von der Leipziger Eisenbahn entfernte, der Witwe Clara Ceres Fischer geborenen Neitzsch gehörige Eisen⸗ gießerei mit allem Zubehör, abgeschätzt auf

8 6667 Thlr. 27 Sgr. 3 P zufolge der nebst Hypothekenschein und Bedingungen in unserer Registratur einzusehenden Taxe, soll am 122. Juli 1843, Vorm. 10 Uhr, in Erwinhof subhastirt werden.

Lilenburg, den 22. Dezember 1842.

Königliches Land⸗ und Stadtgericht.

8 Avertissement. Von dem unterzeichneten Königl. Land gericht werden 8 1) der Johann Friedrich Klocke aus Alt boren am 29. April 1798, der seit dem Jahre 1816, nachdem er aus dem Feldzuge gegen Frank⸗ reich zurüͤckgekehrt und in Neudamm bei Auflösung der Landwehr zuletzt gesehen worden, verschollen ist; die Erben der am 25. November 1837 zu Grüne⸗ berg verstorbenen Hirten⸗Wittwe Kobis hierdurch aufgefordert, sich binnen Neun Monaten schrift⸗ lich oder persoͤnlich, spätestens aber in dem

und Stadt⸗

Rüdnitz, ge

2)

8

8

8 Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 16. Januar 1843. Das in der Rittergasse Nr. 3 belegene Grundstück des Hauptmanns a. D. Roeder und der Geschwister Fuchs, gerichtlich abgeschätzt zu 6709 Thlr. 3 Sgr. 6 Pf., soll wegen Aufhebung der Gemeinschaft b

am 1. September, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Ho⸗ pothekenschein sind in der Registratur einzusehen. Die unbekannten Real⸗Prätendenten werden zu diesem Ter ee. bei Vermeidung der Präklusion hierdurch vorge aden. 3

NMNothwendiger Verkauf.

Stadtgericht zu Berlin, den 19. November 1842.

Der dem Kaufmann Carl Friedrich Paetow gehörige 4 Antheil des in der Alexanderstraße an der Magazin⸗ straßen⸗Ecke belegenen Grundstücks, gerichtlich abgeschäͤtzt zu 7738 Thlr. 14 Sgr. 5 Pf., soll S am 29. August 1843, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hy pothekenschein sind in der Registratur einzusehen.

Der eingetragenen Gläubiger, Kaufmann Christian Ludwig Hartwig oder dessen Erben, werden zu diesem Termin öffentlich vorgeladen.

K Nothwendiger Verkauft. Stadtgericht zu Berlin, den 14. Februar 184 8 Das in der Elisabethstraße Nr. 65 und resp. Waß⸗ mannsstraße Nr. 34 und 34a belegene Mißigsche Grundstück, welches zum Theil noch nicht ausgebaut und in seinem jetzigen Zustande auf 5678 Thlr. 16 Sgr. 3 Pf. abgeschätzt ist, soll 88 180ehat 88 9 J., Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Tare und Hy⸗ pothekenschein sind in der Registratur einzusehen.