1843 / 70 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

8 ““

Und doch ist es so. 1 sowohl körperlicher als geistiger,

daß

getreten ist. dener Keime, so rasch vorwärts, nicht paßt. nen der neuen

Gesetze zu, wie sie Schlag auf

drängten, und verzweifelten an ihrem Gedeihen; aber Institute in empfänglichen Boden Man fand sich mit großer verwickeltsten Form zurecht, und in

daß die neuen

wurden sie gewahr, Wurzel faßten.

gelegt waren und schnell Leichtigkeit in jeder, auch der

wenig Jahren war es, als ob man darin geboren worden und es nie Doch darf hierbei nicht übersehen werden, daß der Freiheitskampf die Elite der Nation aus allen Theilen Europa's nach Griechenland gezogen hatte, und daß zum größten Theile aus dieser die Beamten genommen wurden, welche die neuen denn bei weitem der kleinste Gränzen des Königreiches

anders gewesen wäre.

Einrichtungen ins Leben einführen sollten Theil der Angestellten ist innerhalb der geboren.

Indessen haben jetzt die Wurzel geschlagen, und man Bürger und Bauer bereits besser in orientirt ist, darum weniger kümmert, horchende, Alles beachtende Grieche. Gemeinde⸗ und Gerichtswesen. D teren ist dem

mieisten Institute im

kurator, Urtheilen und Ordonnanzen so gut, oder Zehntpächter.

Der Bürger Studien macht er in den Kaffeehäusern,

jeder Tageszeit besucht sind.

moderne politische Ideen, scharf hervorstechender Zug in

zu finden und sich unter ihr wohl zu fühlen, was dem Türken ohne kes

Aber die Entwickelungen gehen in Griechenland für sie der im Abendland geltende Maßstab Gar manche sahen daher mit Kopfschütteln dem Erschei⸗ Schlag einander

Volke selbst schon kann behaupten, daß der griechische seinem jungen Staatswesen als der abendländische in dem seinigen, als der neugieriege, nach allen Seiten hin Namentlich gilt dies von dem ie unerhörte Nomenklatur des letz⸗ Volke schon völlig geläufig, selbst der Bauer von Appellation und Cassation, Untersuchungsrichter und Staats⸗Pro⸗ wie vom Gemeinde⸗Rathe

aber ist in der Regel ein kleiner Advokat. welche nicht allein in jedem Städtchen, sondern auch in den größeren Dörfern bestehen und zu

Diese Empfänglichkeit des Griechen für sein Sinn für öffentliches Leben, ist ein seinem Charakter. Durch sie wurde es ihm leicht, sich in die Herrschaft des Gesetzes und ihre Konsequenzen

1.“

vorhan⸗ Ausnahme unmöglich nung der Dinge ein und Schmiegsamkeit Charakters, welchem wider den kann; daher sind Franken,

Räthsel.

nach und nach

so möchten deuten. Der Grieche hat z.

betrachtet alles Höherges

2000 Jahren. Daher

sie beseelen müßte.

da dieser sich

hatte seinen Hausstand gleiche Mühe; denn besaß auch besitz, so fehlten die Mittel machen.

spricht

Seine heit, als irgend von 100,000 Thalern.

durch die wach

1“

Bekanntmachungen.

[810] Ediktal⸗Ladung.

Von dem unterzeichneten Justizamte werden in Ver⸗ folg des diesfalls beantragten und in Gemäßheit des Mandats vom 13. November 1779, ingleichen des Pa⸗ tents vom 9. September 1826 eröffneten Ediktal⸗Pro⸗ zesses die in der Anfuge sub O benannten Abwesen⸗ den, über deren Leben und Aufenthalt seit der in ge⸗ dachter Beilage angegebenen Zeit ihres letztbekannten Aufenthalts und resp. ihres Wegganges keine Nachricht zu erlangen gewesen ist, so wie für den unten bemerk⸗ ten Fall der Todeserklärung, alle diejenigen, welche an deren Vermögen als Erben, Gläubiger oder aus irgend einem Rechtsgrunde Ansprüche zu haben vermeinen, hiermit peremtorisch vorgeladen,

den 30. September 1843 bei Verlust des ihnen etwa zustehenden Rechtes der Wie⸗ dereinsetzung in den vorigen Stand und unter der Ver⸗ warnung, daß außerdem sie, die Abwesenden, für todt, diejenigen aber, welche an deren Verlassenschaften aus irgend einem Rechtsgrunde Ansprüche haben könnten, für präkludirt und deren für verlustig werden geachtet werden, zu rechter Gerichtszeit an hiesiger Amtsstelle in Person und, da nöthig, bevormundet, oder durch ge⸗ nügend gerechtfertigte und, was Auswärtige anlangt, mit gerichtlicher Vollmacht versehene Beauftragte, zu erscheinen, sich anzugeben, so weit nöthig die persönliche Identität darzuthun, sich, so viel insonderheit die Erben und Gläubiger betrifft, gehörig zu legitimiren, ihre An⸗ sprüche an das bezügliche Vermögen anzumelden und zu bescheinigen, darüber mit dem bestellten Kontradik⸗ tor, nach Befinden auch unter sich, rechtlich zu verfah— ren und binnen 6 Wochen zu beschließen, sodann den 28. Dezember 1843

der Eröffnung eines rechtlichen Erkenntnisses, welches hinsichtlich der Außengebliebenen Mittags 12 Uhr des⸗ selben Tages für publizirt erachtet werden wird, sich zu gewärtigen. Auch haben auswärtige Interessenten zur Annahme künftiger Ladungen Bevollmächtigte an hie⸗ sigem Orte zu bestellen. 8

Königlich Sächs. Justizamt Grimma, 1843.

den 29. April Köderitz.

Verzeichniß der in Obigem von dem Justizamte Grimma vorgela⸗ denen Abwesenden. I. Johann Gottlob Jaßmus (auch Gaßmus) aus Hohnstädt, geb. den 6. Oktober 1784, ältester Sohn des verstor⸗ benen Gärtnergutsbesitzers Johann Gottlob Jaßmus daselbst, folgte im Jahre 1812 als Grenadier beim Königl. Sächs. Infanterie⸗Regiment von Nieschemeu⸗ schel dem Feldzuge nach Rußland und befand sich zu⸗ letzt im Januar 1813 beim Kranken⸗Transport in War⸗ schau; sein Vermögen besteht in 143 Thlr. 1 Ngr. 3 Pf. II. Gottfried Kluge aus den Amtshäusern bei Grimma, geb. den 1. November 1787, des verstorbenen Johann Gottfried Kluge allda Sohn zweiter Ehe, nahm im Jahre 1812 als Gemeiner beim Königl. Sächs. Husa⸗ ren⸗Regiment am Feldzuge in Rußland Theil; Vermö⸗ gen: 32 Thlr. 8 Ngr. 8 Pf. IlI. Johann Friedrich Loose aus Clennen, geb. den 17. August 1789, ein Sohu des im Jahre 1838 zu Zeunitz verstorbenen Gärtnergutsbesitzers Jo⸗ hann Friedrich Loose, war Mühlbursche und diente im Jahre 1811 beim Konigl. Sächs. Regiment Prinz Frie⸗ drich als Musquetier, als solcher er dem Feldzuge in Rußland beiwohnte; es gehören ihm 10 Mfl ¹ IV. Gottfried Michael aus Großsteinberg geb. den 20. März 1787, ältester Sohn des verstorbe⸗ nen dasigen Nachbars und Gärtnergutsbesitzers Johann Gottfried Michael, folgte im Jahre 1812 als Bemei⸗

ner beim Königl. Sächs. Garde du Corps⸗ ; dem Feldzuge nach Rußland; besitzt 200 Thnesimente V. Johann Georg Seiler aus Hohnstädt geb. den 27. Oktober 1794, Sohn des im Jahre 1832 verstorbenen dasigen Gärtnergutsbesitzers Johann Gott⸗ lob Seiler, diente im Jahre 1813 beim Königl. Sächs. Infanterie⸗Regimente von Steindtel und wohnte zuletzt der Belagerung von Torgau bei; hat 430 Thlr. 1 Ngt. 6 ½2 Pf. im Vermögen. VI. Johann Gottlob Baum aus bei Grimma, geb. [den 10. April 1801, Sohn zweiter Ehe des ver⸗ storbenen Nachbars und Häuslers Johann Georg Baum zu Burgberg, wird seit dem Jahre 1813 vermißt, wo

Burgberg

446

diesem ist Allein neben dieser Empfänglichkeit besitzt der Grieche eine große Zähigkeit des Willen nichts Fremdes aufgedrungen wer⸗ Slaven, Venetianer und Türken über ihn hingegangen, ohne irgend bleibende Eindrücke zu hinterlassen. Wenn schon die unbestreitbare Empfänglichkeit für liberale In⸗ stitute auf sogenannte demokratische Elemente im Volke schließen läßt, auch andere Erscheinungen B. einen tellte mit Widerwillen und sträubt sich gegen jedes Unterordnen in gesellschaftlicher Hinsicht, gegen jedes Anerken⸗ nen fremder Vorzüge, alle Art von Superiorität ist ihm drückend, er neigt sich in dieser Hinsicht noch eben so zum Ostrakismos, wie vor spricht auch jeder gegen die Bildung einer Aristokratie; diese würde von Anfang an die ganze Nation gegen sich haben und schwerlich je zu Kräften kommen, Auch stände ihr die große Gleichheit in den Ver⸗ mögens⸗Verhältnissen entgegen. Denn der Grieche ging nackt aus dem Freiheitskampfe hervor, seine Häuser waren verbrannt, seine Felder verödet, seine Pflanzungen zerstört, die er hatte, war verloren oder aufgezehrt. neu zu gründen, und jeder hatte dabei fast hier und da einer größeren Grund⸗ und die Hände, ihn nutzbringend zu Auf der anderen Seite ist die Arbeit sehr gesucht und da⸗ her theuer; die arbeitende Klasse lebt folglich leicht. Grunde herrscht hier in Wohnung, Tracht und Lebensart größere Gleich⸗ wo im Abendlande, wozu jedoch die überkommene Sitte beitragen mag; und es möchten sich finden, die über 1000 Thaler Grundsteuer zahlen, oder 50 Kapitalisten

Neben dem Gleichheitstrieb ist dem Griechen von jeher eine ge⸗ wisse Neuerungssucht charakteristisch gewesen, welche fentben Sympathieen der gebildeteren Klassen des Vol

für Frankreich genährt werden mag. Man spricht in

2 8 und bleibt die neue Ord⸗

auf ihr Vorhandensein hin⸗ großen Gleichheitstrieb, er

und nichts sich ren Beweises. da der Geist fehlt, der

worden, ni

und die wenige fahrende Habe, Jeder ohne Ausnahme

Aus diesem schwerlich 50 Grundbesitzer byz

Lage kommen,

vorzüglich mit ie miliren scheint.

Griechen⸗

8*

8 er mit den Russischen Truppen fortgegangen seyn soll; es gehören ihm 18 Thlr. VII. Johann Gottlob Fritzsche aus Klein⸗ bothen,

geb. den 2. Februar 1783, sonst Gärtner in Neichen und zuletzt Hausbesitzer in Kleinbothen, verließ im Jahre 1821 die Seinigen, ohne daß seitdem über ihn etwas in Erfahrung zu bringen gewesen; sein Vermö⸗ gen besteht in 458 Thlr. 14 Ngr. 8 Pf.

Die sämmtlichen vorerwähnten Vermögens⸗Bestände sind hypothekarisch versichert, mit Ausnahme eines Theils von Nr. VII., welcher in die Grimmaische Sparkasse

eingelegt ist.

18s Literarische Anzeigen.

In der G. Braunschen Hofbuchhandlung in Karls⸗

₰2* ruhe ist erschienen und bei (CS Mittler in Berlin (Stechbahn 3), Posen und Bromberg zu haben: Kleine Maler⸗Akademie. Thier⸗Studien. 28 u. 38 Heft: „Pferde.“ Jedes Heft mit 12 Bl. 15 Sgr. Bis jetzt sind erschienen: Blumen⸗Malerei. Portrait⸗ Malerei. Bäume. Landschaften. Seestücke. Anato⸗ mie des Menschen. Landschaft⸗Studien, 18— 4s Heft. Vorlagen zum Figurenzeichnen, 18—4s Heft. Baum⸗ stämme. Thier⸗Studien, 18 Heft: Hunde. Für das Heft mit 12 Bl. à 15 Sgr.

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272 ö“ 8 Librairic de Charles Gosselin, P

Halincwe Alexandre Duncker,

Libraire de la Cour, rue Française 21:

8 IL. E S ITVYcTrTEFPDEFC P 5 MYSTERES DE PAHIS PpAR EUGENE SUE. 8 vCvDIIvIDUNTTITII 1LUSTRE E par Daumier, Grandville, Tony Johannot, Eugène La mi, Pau quet, Raffet, Traviès, Trimolet, Célestin Nanteuil, Frangçgais, Emy, Baron, Staal, de Beaumont ectc. etc. Cet ouvrage formera 2 forts volumes in 8., papier et sera orné de 400 gravures sur acter Il est publié en 80 livraisons à 50 cen-

Daubigny,

jésus vélin, et sur bois. times. Chaque livra de texte, une grande gravure sur imprimée sur feuillet séparé, et repre 1 scene, soit un personnage-type en pied, et trois ou moyennes dans le texte; le tout une couverture. Il parait une ou

zson contient une feuille de 16 pages acier ou sur bois présentant soit une

quatre gravures renfermé dans deux livraisons par semaine.

Jamais livre n'a obtenu le 2 Mystbres de Paris. Cet ouvrage, véritable portrait de la société parisienne, depuis la classe la plus insme jusqu'à la classe la plus élévée, a mérité d'oc- cuper les deux tribunes de la chambre des pairs et de la chambre des députés. Et, comme cela ecut lieu jadis pour la Prison d'Edimbourg de l'illustre Walter Scott, un grave magistrat a fait retentir les voòtes d'un tribunal de l'éloge sincère des Mystères de Paris, considérés comme le livre le plus moral de notre époque et dont les tableaux n'étaient que l'exacte reproduction des faits qui chaque jour se passent sous nos y

succðs qu'obtienent les

Anzeiger.

Im Verlage der Unterzeichneten ist so eben erschienen: Die zweite Lieferung des zweiten Bandes (der dritte Band ist bereits ausgegeben) [1574] vom Handwörterbuch der

griechischen Sprache von Dr. W. Pape, Professor am Berlinischen Gymnasium zum Kloster.

Lerxikon⸗Oktav. 2 Bände, jeder von 80 90 Bogen; nebst einem 3ten Bande von 27 Bogen, die griechi⸗

schen Eigennamen enthaltend.

grauen

Subscriptionspreise. Für das ganze Werk von 3 Bänden 7 ½ Thlr. Für das griechisch ⸗deutsche Wörterbuch von 2 Bänden

land von fremden drängt die früher Presse zieht fast nur von dort ihre Nahrung, stehen auf jedem Blicke nur dorthin gerichtet. Ob es nun gut war, gen Throne gegenüber, welchem es an historischer Basis fehlt, durch Einrichtungen zu begünstigen, das muß die Zukunft lehren. Ereignisse mit der Zeit dahin führen, daß bäude in der Constitution den eigentlichen aber in dem kaum geborenen gesetzt hat, kein eigentlicher Grund und Boden für eine Repräsentativ⸗Verfassung sei, Man denke z. B. Thrones den etwaigen Kammern gegenüber, die Parteien nach abendländischem Muster organisiren würden, was jedoch nach dem was oben cht ohne Weiteres Einrichtungen der Regentschaft haben der Krone zu wenig Machtvoll⸗ kommenheit gelassen, nen, bald genöthigt sein, ihr Panier in der Republik aufzuschlagen, da sie innerhalb der Monarchie keinen Der Zusammenstoß des Mittelalters klassischem Boden, wie er oben der interessantesten Erscheinungen eine eigenthümliche fruchtbringende Entwickelung hervorgehen wird, muß die Zukunft lehren. 1b Dinge diese Frage fast verneinen. t au⸗ Singe desee üihen Clemente gewichen zu sein, und sich in die mo⸗ dernen Elemente gezogen zu haben. mit ihr zusammenhängt, 8 1 wie die katholische Kirche in Frankreich, während das griechische Staatsleben sich dem

6 Thlr.

Für das Wörterbuch der griechischen Eigennamen 1 Thlr.

Von diesem Wörterbuche, über dessen Plan und Ten⸗ denz wir Näheres aus dem durch alle Buchhandlungen gratis zu beziehenden Prospekte einzusehen bitten, ist jetzt die 2te Lieferung des 2ten Bandes ausgegeben. Die dritte Lieferung des 2ten Bandes erfolgt be⸗ stimmt zu oder unmittelbar nach Michaelis d. J., und wird damit das ganze Werk vollstän⸗ dig erschienen sein.

Wir machen Deutschlands Philologen und Schul⸗ männer hierdurch auf eine der ausgezeichnetsten Arbei⸗ ten aufmerksam und bemerken, daß die außerordent⸗ lich billigen Subscriptionspreise noch bis Ostern 1844 bestehen. Bis dahin wird auch auf 6 Exemplare 1 Frei⸗Eremplar abgegeben.

Braunschweig, August 1843.

Friedrich Vieweg und Sohn.

Vorräthig in Berlin bei E. H. Schroeder

Linden 23, Jagorsches Haus. 8

deF. 5 Morin (Kleine Präsidentenstr. 7,

+— . im Actiengebäude) ist erschienen und in allen Buchhand⸗ lungen zu haben:

8 88 8 Neuester Plan von Stettin mit der Berlin⸗Stettiner Eisenbahn und

der Fahrt von Stettin nach v“ Kartonnirt. 10 Sgr.

Bei C. F. Amelang in Berlin (Brüderstr. 11), erschien so eben und ist durch alle Buchhandlungen des In⸗- und Auslandes zu haben:

8678 Praktisches Hülfsbuch

zum Erlernen 8 der französischen und italienischen Sprache, bestehend in einer Sammlung der beim Sprechen am häufigsten vorkommenden Wörter und Redensarten nebst Unterredungen und Briefen über allerlei Gegen⸗

stände des geselligen Lebens; deutsch, französisch, italienisch.

Zur Benutzung beim Schul⸗ und Privat⸗Unterricht und

insbesondere auch zum Gebrauch für Reisende,

von Dr. August Ife, Lehrer der deutschen, französischen und italienischen Sprache in Berlin.

22 Bog. in Oktav. Maschinen Belinpap. geh. 1 Thlr.

Der durch seine früheren sprachwissenschaftlichen-Ar⸗ beiten schon bekannte Herr Verfasser des hier angezeig⸗ ten Buches übergiebt mit demselben nicht blos denjeni⸗ gen, welche sich dem Erlernen der französischen und ita⸗ Renischen Sprache widmen, sondern auch denen, die ein gleichzeitiges Erlernen dieser beiden Sprachen beabsich⸗ tigen, ein seinen Zweck hoffentlich nicht verfehlendes Hülfsbuch, das sich eben sowohl durch Reichhaltigkeit, als durch systematische Anordnung empfehlen wird. Die als Anhang gegebene Uebersicht des Wissenswerthesten aus der italienischen Sprachlehre dürste denen, die sich vielleicht blos eine oberflächliche Kenntniß des Italieni⸗ schen verschaffen wollen, gewiß nicht unwillkommen sein; auch werden schönes Papier und reiner, korrekter Druck mit dazu beitragen, daß dieses nützliche Buch sich recht bald einer günstigen Aufnahme wird erfreuen können.

In demselben Verlage erschienen früher:

Sprachen fast nur die französische, und diese ver⸗ herrschende italienische Sprache immer mehr, die französische Bücher Bücherbrett, und die unruhige Jugend hat ihre diese Richtung des Volksgeistes dem jun

wie sie die Regentschaft gegeben hat, Allerdings könnte wohl der Gang der das von ihr angelegte Ge⸗ Schlußstein erhielte. Daß Staate, in welchem noch Alles gährt

dies bedarf wohl kaum des weite⸗ nur an die schwierige Stellung des im Falle sich in diesen

über die vorhandenen Parteien gesagt angenommen werden könnte. Denn die

und die Opposition würde, um Halt zu gewin⸗

Platz für dasselbe findet. mit der neuesten Zeit auf möchte eine

angedeutet worden ist, Ob daraus

unserer Tage sein.

Man möchte nach dem jetzigen Stand der Denn alles Leben scheint aus dem

Die griechische Kirche und was

dürfte daher mit der Zeit etwa in eine ähnliche

mehr zu assi⸗ has

französischen immer

[Ife, Dr. Aug., Der kleine Franzos. VII. Aufl.

7 ½ Sgr.

—, Der kleine Italiener. II. Aufl. 12 ½ Sgr.

Rurokhandt, GC. S0 kleine Engländer. III. Aufl. 10 Sgr.

ETEETIT1ö15 Conversation in English and German etc. etc. 1 Thlr. 7 ½ Sgr.

—, Complete Pockel- Dictionary. III. SCI 2. ulr

Ponge, J., Cent Dialogues allemands et fran- gais. 25 Sgr.

CGCuiqde de la Conversation françaisc. 2 Vols. 2 Thlr.

Valentini, Dr. Fr., Dialoghi et Collo qui italiani e tedeschi etc. etc. 1 Thlr. 15 Sgr.

h Dizionario Portat ile italiano tedesco, tedesco italiano ctc. 2 Vols. II. Aufl. 3 Thlr.

——

In der Buchhandlung Aͤthenaeum von⸗ Th. Scherk, Franz. Str. 41, ist so eben erschienen:

Ausführliche Erklärung [188 b] einiger der vorzüglichsten evangelischen Kirchenlieder für Schule und Haus von Dr. G. F. G. Goltz, Ober⸗Pfarrer ꝛc. Preis brosch. 1 Thlr. 15 Sgr.

Ihre Majestäat die Königin haben Allergnädigst geruht, die Zueignung dieses vortrefflichen Buches huldreichst anzunehmen.

[189 b] u Die Musikalien-Handlung von Carl Paez,

vormals Lischke, Bauschule No. 9, empfiehlt ihr reichhaltiges 8 1 8 1 Musikalien-Leih-Institul für Einheimische und Auswärtige zu geneigter Be- nutzung. Ausfährlicher Prospekt gratis. Musikalien jeder Gattung mit dem

Carl Paez.

üblichen

191 »b hcl. fätenen junger Landwirth sucht einen seinen Kenntnissen angemessenen Wirkungskreis. Derselbe hat von seiner Jugend an sich theoretisch und praktisch für sein Fach ausgebildet und außergewöhnigliche Kenntnisse für alle Zweige der Landwirthschaft sich zu eigen ge⸗ macht, auch seit 12 Jahren bereits große Güter selbst⸗ ständig administrirt und zwar diese Grundstücke aus der größten Rohheit zu dem möglichst höchsten Ertrage ge⸗ hracht. Bei einem höheren Grade von Bildung und ungemeiner Liebe für seinen Beruf wünscht er aber auch eine Stellung, wo er sich ganz nützlich machen könnte, namentlich zur Anlage und Führung von größeren landwirthschaftlichen Unternehmungen mit Fabriken en⸗ gagirt zu werden. Ohne große Ansprüche auf Ge⸗ halt zu machen, ist er auch erbötig, gegen Erlag von einer Caution auf Tantieme größere Güter zu af riren. Ueber seine Moralität und Brauchbarkeit kann er sich durch Atteste von den höchsten Landes⸗Behörden und anerkannten bedeutenden Landwirthen ausweisen, und spricht nur noch den Wunsch aus, daß er recht bald ein Engagement dieser Art erhalten möchte. Die⸗ jenigen, welche hierauf reflektiren sollten, mögen daher spälestens bis zum 24. September d. J.

an das Königl. Intelligenz⸗Comtoir in Berlin einsenden, wo alsdann der Anzug bei einer Einigung sofort ge⸗ chehen kann.

1enee airis

Beerlin, den 3. August 1843. 8 Ksöhnigl. Kontrolle der Staats⸗Papiere

ihre Adressen und speziellen Engagements⸗Bedingungen unter V. 61. 1 6 sätzen bereiteten Arzeneimittel, nebst Reglement;

Das Abonnement beträgt: 2 Rthlr. für ¼ Jahr. 4 Üthlr. Jahr. 8 Rthlr. 1 Jahr. in allen Theilen der Monarchie ohne Preiserhöhung. Insertions-Gebühr für den Raum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.

Alle Post-Anstalten des In- und Auslandes nehmen Bestellung auf dieses Zlatt an, für Berlin

die Expedition der Allg. Preuss.

4 Seitung:

chsstrasse Mr. 72.

Inhalt. Anttlicher T Inland. Berlin. Einweihung des Friedhofes in der Hasenhaide. Frankfurt a. d. O. Nachtrag zu dem Bericht über die dortige An⸗ Sr. Majestät. Elberfeld. Reise Sr. Ercellenz des Herrn S Etn 8e⸗ Seehg des Weihbischofs von zlau. zurchreise Sr IFyrhhüln S 8 Ministers Grafen von Stolberg. 11“ Dentsche Bundesstaaten. Bayern. München. Bevorstehende Ab⸗ reise des Kronprinzen von Schweden. Fürst Ludwig von Wallen⸗ stein. Die Villa des Herzogs Max am Starnberger⸗See. Sachsen Dresden. Harzreise des Königs. Leipzi eerfessunasfes 8 L 2 4 48 g „Leipzig. Verfassungsfest. Sachsen⸗Weimar⸗Eisenach. Weimar. Abreise des Großfürsten Michael und des Erbgroßherzogs. Sachsen⸗Altenburg Alten 8 burg. Versammlung der Landwirthe. Aus S ö““ Paulus Appellation an das Publikum. r. ““ Frankreich. Paris. Rückkehr des Herzogs von Montpensier. Kö⸗ nig Leopold in Eu erwartet. Bischof von Tropes †. Vermischtes Brief aus Paris. (Weiteres über den erwarteten Besuch der Königin Victoria und die Vorbereitungen zu deren Empfang in Eu; Plan zu einer arabischen Verwaltung in Algerien.) 3 8 Großbritanien und Irland. London. See⸗Erkursion der Köni⸗ gin. Die Adresse des Stadtraths an Espartero. Entdeckung einer neuen Insel im stillen Ocean. Italien. Bologna. Die Aufrührer in der Romagna zerstreut. Spanien. Brief aus P aris. (Zustand von Barcelona.) Portugal. Schreiben aus Lissabon. (Weinbau⸗Gesellschaft des „Douro; das Straßengesetz; Verpachtung der Accise; neue Anleihe.) Griechenland. Schreiben aus dem Piräus. (Weitere Reductionen im Staatshaushalte, namentlich im Departement des öffentlichen Unter⸗ richts; Waldbrände; Dotation der Offiziere.) G 40Lob Breslau. Bahnhof der Breslau⸗Schweidnitz⸗Freiburger Bahn. Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten. Breslau, Stettin Danzig u. K önigsberg in Pr. Getraidemarkt. Frankfurt a. M. Börse. St. Petersburg und Riga. Getraidepreise. P aris Börse. London. Getraide⸗Einfuhr. Mailand. Seidenmesse in Bergamo.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruh Den Regierungs⸗Präsidenten August Ludwig Leopold Fritsche zu Köslin in den Adelstand zu erheben;

Den bisherigen Regierungs⸗Rath Wilhelm Goswin Ma thias Linz zu Trier zum Ober⸗Regierungs⸗Rath und Abtheilungs⸗Diri⸗ genten bei dem Regierungs⸗Kollegium daselbst zu befördern ; und

Den seitherigen Regierungs⸗Assessor Reichenau zum Regie⸗ rungs⸗Rath bei der Regierung in Marienwerder zu ernennen.“

Potsdam, den 6. September. Se. Majestät der Kaiser von Rußland sind auf Schloß anssouci eingetroffen. 1 Se. Kaiserl. Hoheit der Herzog von bendaselbst eingetroffen.

Se. Kaiserl. Hoheit der Großfürst Michael Pawlowitsch sst von Frankfurt a. M. und 8 Se. Königl. Hoheit der Erbgroßherzog von Sachsen⸗

7

Leuchtenberg ist

Weimar von Weimar hier eingetroffen.

der aufgerufenen und der Königlichen Kontrolle der Staatspapiere im Rechnungs⸗Jahre 1842 als gerichtlich amortisirt nachgewiesenen Staatspapiere.

Dokuments.

Geld⸗

Sorte.

Betrag. Rthlr. Staats⸗Schuldscheine.

rechtskräftigen Erkenntnisses.

9,566 Courant. 300 26,192 V 25 36,380 200 77,659 100 89,809 8 100 31,334 50 46,923 25

132,508 25 134,539 1000 3,975 500 131,714 N. 25 79,937 100 99,421 100 114,173 200 55847 kK. 100 58,252 E 100

vom 19. März 1840. 20. Januar 1842. 18. November 184

Juni 1840.

Mai 1840.

Februar 1842. . 8 14“

September 1841.

Januar 1842.

. April 1842. 11. August 1842. Dezember 1841

Heute wird das 27ste Stück der 6. vechs dregnnse vnre s ick der Gesetz⸗Sammlung ausgegeben, Nr. 2373. Die Allerhöchste Kabinets⸗Ordre vom 11. Juli d. J

über 12 Befugniß der approbirten Medizinal⸗Personen

zum Selbstdispensiren der nach homöopathischen Grund⸗ » 2374. Desgleichen, vom Llsten ej 3 desgle 21sten ejd. m., die Abänderung der

bisherigen Form der Berufung der Actionaire der

schaftlichen Privatbank von Pommern zu außerordentlichen Versammlungen betreffend; Die Ministerial⸗Erklärung wegen der mit der Königlich bayerischen Regierung getroffenen Uebereinkunft über den wechselseitigen Schutz der Waaren⸗Bezeichnungen; vom 24. Huüi d. ... Die Allerhöchste Bestätigungs⸗Urkunde vom 11. August d. J., nebst dem dazu gehörigen Nachtrage zu dem Statute der Ober⸗Schlesischen Eisenbahn Gesellschaft in Betreff der Weiterführung der Bahn von Oppeln nach der Landesgränze bei Berun; und Die Ministerial⸗Erklärung über die mit der Herzoglich braunschweigischen Regierung getroffene Uebereinkunft wegen des gegenseitigen Schutzes der Waaren⸗Bezeich⸗ nungen. Vom 15ten v. M. Berlin, den 8. September 1843. Debits⸗Comtoir der Gesetz⸗Sammlr 11114““ Der Fürst Dimitrij Dolgoruckow, von Se. Excellenz der General⸗Lieutenant und kommandirende Ge⸗ neral des 8ten Armee-Corps, von Thile II., von Koblenz. Se. Excellenz der Kaiserl. russische General der Kavallerie und General⸗Adjutant Graf Orl off, Se. Excellenz der Kaiserl. russische General⸗Lieutenant und Ge⸗ neral⸗-Adjutant von Adlerberg, Ihre Excellenzen die Kaiserl. russischen General-Lieutenants von Moller und von Lanskoi, b Die Kaiserl. russischen General-Majors von Affrassimoff von Plaoutin und von Narischkin, von St. Petersburg Ioʒ 47 cc. 2 8 8* Der Kaiserl. russische Wirkliche Staatsrath Dr. Willie und fmt ““ russische General⸗Major von Tolstoy, von Frank⸗

HNichtamtlicher Theil.

Inland.

Berlin, 6. Sept. Heute Nachmittag, am Jahrestage der Schlacht bei Dennewitz, fand die feierliche Einweihung des Friedhofes in der Hasenhaide statt, wo 2382 in den Schlachten bei Großbeeren is Dennewitz verwundete und in den hiesigen Lazarethen an ihren Wunden verstorbeue vaterländische Krieger ihre letzte Ruhestätte ge⸗ funden haben. Der Begräbnißplatz, der seit dem Kriege unbenützt blieb, war bisher nicht besonders eingefriedigt gewesen; ein Ausschuß, Herren Friedrich Förster, Kohlheim, Baurath, Hindersin, jeber, Deibel und Schmidt bestehend, hatte deshalb eine öffentliche Aufforderung an alle Mitstreiter in dem Befreiungskampfe gerichtet, um sie zur Theilnahme an der mit Allerhöchster Genehmi⸗ gung Sr. Majestät des Königs veranstalteten Feier zu ver⸗ anlassen. Dieser Einladung folgend, sammelte sich eine große Anzahl ehemaliger Kameraden vor dem Vangerowschen Grunrdstück in der Hasenhaide; um 3 Uhr traten die Anwesenden, unter denen wir Se. Excellenz den General der Kavallerie von Borstell, den Ge⸗ neral-Lieutenant von Colomb Excellenz, den Ober⸗Bürgermeister Herrn Geheimen Ober⸗Regierungs⸗Rath Krausnick bemerkten, in Zügen an und begaben sich, das Musik⸗Corps, welches einen Trauer⸗ marsch blies, vorauf, von Marschällen geleitet, nach dem Kirchhofe, der in waldiger Umgebung auf einer Anhöhe gelegen ist. Die Ein⸗ gangspforte mit der Inschrift: „Heilig und unverletzlich ist die Ruhe⸗ stätte der in den Jahren 1813 und 1814 in den hiesigen Lazarethen an ihren Wunden verstorbenen Vertheidiger des Vaterlandes“, war mit Fahnen geziert, welche mit den Jahrzahlen 1813, 1814 und 1815 bezeichnet waren; mitten im Eingange war ein schwarzbekleideter Altar errichtet. Um diesen bildeten die Theilnehmer an der Feier die sich mit den Zuschauern auf mehrere Tausende beliefen, ein Vier⸗ eck, während die Instrumental⸗Musik und zwei Sängerchöre sich zu beiden Seiten des Altares aufstellten. Die Feier begann mit dem Chorale: „Allein Gott in der Höh'; sei Ehr! Herr Prediger Dei⸗ bel hielt eine Rede, die zupörderst die geschichtlichen Erinnerungen zurückrief, welche an die Grabesstätte geknüpft waren, und darauf an die hohen Pflichten erinnerte, die das Beispiel der hier Ruhenden den Ueberlebenden, so wie den spätesten Nachkommen auflegte. Nach— dem der Segen über die Gräber gesprochen war, wurde von dem Sängerchor das Lied: „Wie sie so sanft ruhen“ und zum Schlusse von der ganzen Versammlung der Choral: „Was Gott thut, das ist wohlgethan!“ gesungen.

Die Invaliden aus den Schlachten von Großbeeren und Denne⸗ witz waren besonders zur Theilnahme an der Feier eingeladen, wur⸗ den jedoch durch das Fest, welches der Berliner Frauen⸗ und Jung⸗ frauen⸗Verein zur Unterstützung hülfsbedürftiger Krieger an den Denk⸗ tagen jener beiden für Preußens Hauptstadt so wichtigen Schlachten alljährlich veranstaltet, zu erscheinen verhindert.

*. Frankfurt a. d. O., 5. Sept. Bei der großen Mit⸗ tagstafel am 3ten d. M. hatten Se. Majestät der König Allerhöchst⸗ selbst geruht, den ersten Toast auf das Wohl des dritten Armee Corps auszubringen. Der kommandirende General, General⸗Lieute⸗ nant von Weyrach, hatte hierauf um Erlaubniß gebeten, auf die Gesundheit Sr. Majestät des Königs trinken zu dürfen, und in sei⸗ nem Trinkspruch mit begeisterten Worten den tiefgefühltesten Dank und die Gesinnungen der unverbrüchlichsten Treue und Anhänglichkeit ausgesprochen, von denen das Armee⸗Corps und die Provinz, aus welcher dasselbe hervorgegangen ist, durchdrungen sind. Se. Majestät der König geruhten Sich hierauf nochmals zu erheben und a0 das Wohl des früheren langjährigen Chefs des dritten Armee⸗Corps „welchem dasselbe so Vieles verdanke“, Sr. Königl. Hoheit des Prin⸗ zen von vr zu trinken, unter der lebhaftesten Zustimmung er 8 or Aaühr dvrollr 8 11“ und zu tiefer Rührung des hochverehrten

p . sere Zeitung enthält heute zur Be⸗ Uetgeng de cerh . Nachrichten, 8. bisher lber 8 Reise Westphalen Dr. Eichhorn durch die Rhein⸗Provinz und aus erbreitet waren, folgende, wie ausdrücklich bemerkt wird, S sichersten Quelle herrührende Angaben. Der Herr Minister nach A ane 7. und 8. d. M. nach Bonn, 9. und 10. nach Köln, 11. znch Aachen, 12. und 13. nach Düsseldorf, 14. nach Elberfeld und

Barmen, 15. und Be 15. und 16. nach Arnsber 17 8b 1. 19. und 20. nach Minden. g, 17. und 18. nach Münster,

Münft 8 8 3 W 2. Sept. Das heute ausgegebene Amtsblatt zur öffentlie Bekanntmachung des Herrn Ober⸗ Präsidenten, welche I Kenntniß bringt, daß der bisherige Dom⸗Kapitular H 1 zu Paderborn zum Weihbischof der dortigen Diözese und zum Bischof von Lycopolis ernaunt und in dieser landesherrlich bestätigt worden si.” annt ind 6.

Bunzlau, 1. Sept. Am 28st “” sten v. M. traf Se. Excellen der Staats⸗Minister Herr Graf von Stolberg hier 8* fuhr soforz

zum Besuche nach Groß⸗Krausch d rei 28 e und 3. der ab. sch han reiste von da am Z1sten wie

Deutsche Bundesstaaten.

Bayern. München, 1. Sept. (N. K.) Die auf morgen anberaumt gewesene Abreise Ihrer Königl. Hoheiten des Kronprin⸗ zen und der Kronprinzessin von Schweden ist auf kommenden Dien⸗ stag verschoben worden. Auch die übrigen hohen Gäste der Frau Herzogin von Leuchtenberg werden darauf München verlassen. Außer den Ministern des Aeußern und des Iunern wird auch de Finanz⸗Minister Graf von Seinsheim in den nächsten Tagen einen mehrwöchentlichen Urlaub antreten. Von den Mitgliedern der beider Kammern sind nur diejenigen noch hier, welche durch die Präsidial⸗ Geschäfte noch einige Tage zurückgehalten werden. Diesen Abend verläßt Fürst Ludwig von Wallerstein die Stadt, um sich zunächst nach Leutstetten zu begeben. Se. Durchlaucht, dessen Ernennung zum Staatsrathe im außerordentlichen Dienste bereits gemeldet wurde, wird übrigens in den ersten Tagen des nächsten Monats hierher zu⸗ rückkehren und dann unausgesetzt hier bleiben. Aus Triest hierher gelangte Privatbriefe legen den Vorgängen in Bologna, Ravenna zc. eine größere Wichtigkeit bei, als ihnen nach den öffentlichen Nachrichten über dieselben zuzukommen scheint. b

München, 2. Sept. (A. Z.) der Erzherzog Franz Karl und die Frau Erzherzogin Sophie sind heute hier durch, von Ischl kommend, zum Besuch nach Possen⸗ hofen am Starnberger See gereist, wo Se. Hoheit der Herzog Max und Ihre Kaiserl. Hoheit die Frau Herzogin Luise auf ihrer Vill a seit längerer Zeit verweilen. Das von jeher wegen seiner reizenden und gesunden Lage gern besuchte Starnberg entwickelt in diesem Sommer ein Leben gleich jenem in größeren Kurorten Deutschlands wobei Herzog Marx mit der liebenswürdigsten Leutseligkeit und Mu⸗ nificenz die schönsten Feste und Unterhaltungen für die dort befind⸗

liche zahlreiche Gesellschaft veranlaßt.

Ihre Kaiserl. Hoheiten

Sachsen. Dresden, 3. Sept. (L. Z.) Se. Majestät der Iu 2 . 8 *. 2₰ 83 König haben heute Nachmittag eine Reise in den Harz

8 Leipzig, 7. Sept. Nach ausführlichen Mittheilungen in der Deutschen Allgemeinen Zeitung ist am ten, wie hier, so auch in Dresden und Chemnitz wahrscheinlich auch in allen anderen be⸗ deutenderen Städten Sachsens das Verfassungs⸗Fest feierlich begangen worden. Aus Dresden wird bemerkt, daß diesmal das Beleuchten der Rathhäuser und das Aufstellen der Musikchöre nicht stattfand vielleicht, weil im vorigen Jahre in der späten Nacht das unerfüllt gebliebene, von wenigen Personen des niederen Volks ausgegangene Verlangen nach mißliebigen Musikstücken zu einem von aller politischen Behe ain entfernten Exzesse, dessen Urheber aber dennoch mit Zucht⸗ z 8 26 6 . 1 olIpp vSo 1 8

hags⸗ und Arbeitsstrafen belegt worden sind, Veranlassung gegeben

* Weimar, 5. Sept. Heute Mittag sind Se. Kaiserl. Ho⸗ heit der Großfürst Michael von Rußland hier durch nach Berlin passirt. Se. Königl. Hoheit unser Herr Erbgroßherzog reisen heute Abend ebenfalls zum Manöver des Garde⸗Corps nach Berlin ab. Ueber Veränderungen, Pensionirungen und Ernennun⸗ gen im Bereiche unseres Staats⸗Ministeriums ist offizi icht zur Kenntniß des Publikums ö

Sachsen⸗Altenburg. Altenbur 4. Sept. (D. A Die diesjährige Versammlung der S Seae . scheint, trotz der Ungunst der Witterung, die am zahlreichsten besuch⸗ teste unter allen bisherigen Zusammenkünften zu werden, indem sich bis heute Nachmittag 4 Uhr schon gegen 700 Mitglieder in das Al⸗ bum eingezeichnet haben. Auf der gedruckten Liste findet man zahl⸗ reich altenburger Bauern; auch viele Bewohner der Stadt Altenburg: Beamte und schlichte Bürger und sogar Bürgersfrauen haben sich als Mitglieder der Versammlung eingezeichnet. Von Fremden (Auslän⸗ dern, d. h. Nichtdeutschen) sind besonders viel Dänen, dann Ungarn, Böhmen, Russen und Schweden anwesend. Die erste Haupt⸗ Sitzung in der schön dekorirten, für diesen Zweck Feigens erbauten Festhalle auf dem Schießplatze nahm ihren An⸗ fang bald nach Erscheinen des Prinzen⸗ Georg in der Loge des Her⸗ zoglichen Hauses, da der Herzog selbst in seiner Residenz nicht an⸗ wesend sein kann. Geheimrath von Wüstemann, erster Vorstand, eröffnete die Versammlung mit einer trefflichen Rede, in der er die Anwesenden im Namen des Herzogs, im Namen der Sn , Namen der Landschaft willkommen hieß, und die Versicherung gab, daß dies so viel möglich durch die Herzlichkeit und Liebe, nEr. 58 den Anwesenden entgegenzukommen bemüht sein werde, ersetzt werden

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