1843 / 74 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

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fortdauern möge (s. oben die telegraphische Depesche). Der Herzog von Glücksberg übergab (s. Allg. Preuß. Ztg. Nr. 71) am 26sten das Schreiben, das ihn als französischen Geschäftsträger beglaubigt. Die Verfügung des neuen Finanz⸗Ministers, durch welche der von dem Minister Calatrava auf unbefugte Weise zur Bezahlung der Coupons der Zproc. Schuld angewiesene Ertrag des Quecksilber⸗Kon⸗ traktes seine ursprüngliche Bestimmung zurückerhält, hat, wie voraus u sehen war, in England eine günstige Wirkung hervorgebracht, so daß jene Papiere bis auf 26 ½ pCt. gestiegen sind. Ohne Ge⸗ nehmigung der Cortes konnte Herr Calatrava unmöglich zur aus⸗ schließlichen Begünstigung einer und zwar der jüngsten Klasse von Steaatsgläubigern über eine Hülfsquelle verfügen, die gesetzmäßig zur ilgung der spanischen Staatsschuld bestimmt ist. Nur Unwissenheit oder leidenschaftliche Verblendung kann also in der getroffenen Anord⸗ nung die Wirkung reactionairen Geistes erblicken. 1 Aus der so eben veröffentlichten Handelsbilanz der Insel Cuba von 1842. ergiebt sich, daß im vergangenen Jahre 377 Schiffe weniger dort einliefen als 1841. Der Werth der Einfuhr belief sich jedoch auf 23,032,863 Piaster und überstieg den von 1841 um 1,008,597 Piaster. Der Werth der Ausfuhr überstieg den von 1841 um 1,118,975 Piaster an einheimischen Produkten, 197,789 an Gold und Silber, und 6596 an altem Eisen und Kupfer. Der Ertrag der Einfuhrzölle überstieg den von 1841 um 61,812 und der der Ausgangszölle um 55,009 Piaster. Auch in vergangener Nacht waren die Truppen in den Kasernen

466

In französischen Renten war heute die Stim⸗ mung, namentlich anfangs, etwas edrückt. Die Speculation war heute, fast ausschließlich, den industriellen Actien zugewendet, worin seit langer Zeit kein so ansehnliches Geschäft als heute stattgefunden.

Stand der Rente: 5 % 123. 35. 3 % 82. 15.

London, 4 Sept. (B. H.) Getraide⸗Markt. (Von Herren Kingsford K Lay.) Die Witterung ist jetzt fortwährend ausgezeichnet schön. üdlichen Distrikten haben die Landleute ihren Weizen bereits ge⸗

Paris, 5. Septbr.

In den s sichert und wenn das Wetter so schön bleibt, wird die Weizen⸗Aerndte in den nördlichen Grafschaften, wo man jetzt allgemein damit beschäftigt ist ebenfalls in zwei bis drei Wochen beendet sein. Die Berichte über den Ertrag sind so widersprechend, daß es schwer hält, eine richtige Meinung in Be⸗ treff desselben zu fassen; die Qualität, so viel wir davon gesehen haben, kommt aber abfallend. Die Landmärkte waren während der vorigen Woche nur sparsam mit Weizen versorgt und die Preise haben sich an denselben behauptet. Unsere heutige Zufuhr von frischem Weizen aus Esser, Kent und Suffolk war gut die Beschaffenheit desselben aber abfallend gegen vorige Woche, und die Käu⸗ mung wurde ziemlich allgemein zu einer Erniedrigung von 2 Sh. pr. Or. gemacht. Im Werthe von altem englischen und verzolltem fremden ist keine Veränderung vorgefallen, der Umsatz darin aber unbedeutend. Gerste kommt langsam an den Markt und ist schwer zu begeben. Erbsen be haupten sich völlig. Bohnen bleiben wie vorige Woche. Mit Hafer ist es fortwährend sehr flau, und in einzelnen Fällen haben die Preise etwas nachgegeben. Die Aussichten auf die Kleesaamen⸗Aerndte sind bisher schlecht gewesen, und die Preise haben sich daher seit Schluß der letzten Saison eirca 10 Sh. pr. Ctr. gehoben. Das jetzige Wetter mag indessen eine sehr wohlthuende Wirkung haben und der Ertrag daher größer werden,

senbach, von Kotze, von Podewils, Rittmeister im 6ten Küras⸗ sier⸗Regiment (genannt Kaiser von Rußland), von Bredow IJ. II. III. von Loebel, Graf von Mengersen und Baron von plotho, Lieutenants von demselben Regiment, aus Brandenburg. von Nor⸗ mann, Ritterguts⸗Besitzer, aus Mosens bei Saalfeld in Ostpreußen Cassel, Justiz⸗Kommissarius, aus Neustadt⸗Eberswalde.

Hotel de Saxe. Regierungs⸗Rath Krause aus Frankfurt a. d. O. Rittergutsbesitzer Franck, nebst Gemahlin, und Predigt⸗Amts⸗Kandidat Klamroth, nebst Schwester, aus Mulckenthien in Pommern. Guts⸗ besitzer von Buchholz aus Stettin und Päsch aus Frankfurt. Kauf⸗ leute Bandelow aus Posen, Simon aus Königsberg in Pr., Hep⸗ ner aus Danzig, Wolff aus Stettin und Bauer aus Lvon. Kühne, Lieutenant in der 3ten Jäger⸗Abtheilung, aus Lüben. Maurermeister Stier aus Stettin.

Kaiser von Rußland. Hecker u. Krüger, Kandidaten der Theolo⸗ gie, aus Kamles in Mecklenburg. Kaufl. Muetzell aus Stettin und Stettiner aus Königsberg i. Pr. Rittergutsbesitzer von Bornstaedt aus Ehrenberg, von Basewitz aus Ruppin u. L. von Grabowsky und W. von Gravousky aus Warschau. Baronin von Podewils

Gutsbesitzerin, und Fräulein von Podewils, Rentiere, aus Stettin.]

König von Portugal. Justizrath Stellter, nebst Gemahlin und Tochter, Siud. Stellter aus Königsberg. Die Kaufleute Finger aus Halle, Konsul Bulcke aus Danzig, Mandard aus Romorantin Theune aus Stettin, Beckmann aus Posen, Witthaus aus Keit⸗ wich und Weyht, nebst Gemahlin und Siud. Weyht aus Stettin. Frau Doktor Hahn, nebst Tochter, aus Posen. Justiz⸗Kommissarius Kühne aus Stettin. Rittergutsbesitzer von Kurlinski aus Bromberg. Rentier Schröder aus Breslau.

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König von Preußen. Kaunfmann Riedel aus Königsberg. Referen⸗ einer Zeile 2 Sgr. darius Bessel aus Bielefeld. Kaufleute L. Leo aus Memel, Gün⸗ ther aus Neumiehl, Voß aus Naumburg.

Stadt London. von Buchwaldt, Premier-Lieutenant im 9ten Husa⸗ ren⸗Regiment, aus Saarbrück. Frank, Amtsrath und Rittergutsbesitzer, aus Sonnenberg. Kanzleirath Müller aus Weimar. Gutsbesitzer Franke aus Wikoline. Fabrikbesitzer Rossum aus Breslau. Kauf⸗ mann Blümner aus Bromberg. 1

Hotel de l'Europe. J. von Adelsson, Kaiserl. russischer Staats⸗ rath im Finanz Ministerium und Doktor der Medizin, nebst Gemahlin und Tochter, und Fräulein J. Favez aus St. Petersburg.

Hotel de St. Pete rsbourg. Baron von Bose und Dr. und Pro⸗ fessor Schuh aus Wien.

Rheeinischer Hof. Smolak, Kaiserl. russ. General⸗Major, nebst Familie, aus Warschau. La nglois, Königl. französischer Oberst, nebst Gemahlin, aus Paris. Geheimer Rath von Ziegeler aus Sonders⸗ hausen.

Kronprinz. Dr. und Professor von Balassa aus Pesth.

Hotel de Hambourg. Professor und Dr. Sch midt, nebst Familie aus Stettin.

Hotel du Nord. Se. Excellenz der Ober⸗Burggraf des Königreichs Preußen, von Brünneck, aus Trebnitz.

Hotel du Rome. Se. Excellenz der Kaiserl. russische General⸗Lieute⸗ nant a. D. von Helffenreich und Baronesse von Ungern⸗ Sternberg aus Reval. Sir Richard Fitz Gibbon, Königl. groß⸗ britanischer Oberst, nebst Familie, aus London. von Hofstetten, Königl. baverischer Kammerjunker, aus München. Regierungs⸗Titular⸗ rath von Heyking und Rittergutsbesitzerin Frau von Heyking aus Riga. b

Hotel de Russie. Se. Durchlaucht der Prinz von Hohenlohe⸗ Ingelfingen aus Potsdam. Capitain Montague aus Woolwich.

British Hotel. P. von Möller, Kaiserl. russischer Flügel Adjutant und Capitain der Marine, aus Petersburg.

In Privathäusern. Der General⸗Lieutenant und kommandirende Ge⸗ neral des 7ten Armee-Corps und Gouverneur von⸗ Neuchatel, Herr von Pfuel Erxcellenz, aus Münster, Jägerstr. 34 bei Lamprecht. 1

Das unterzeichnete Comité erledigt sich hiermit der angenehmen Pflicht, sämmtlichen bei der am 6ten d. M. stattgefundenen Einweihung des Mili⸗ tair⸗Friedhofes in der Hasenheide Anwesenden für ihre freundlich bewiesene Theilnahme seinen ergebensten Dank abzustatten.

Dasselbe hat sich die würdige Einfriedigung der Gräberstätte, auf wel cher 2383 vaterländische Krieger, die an den in den Schlachten von Groß⸗ beeren und Dennewitz empfangenen Wunden in hiesigen Lazarethen starben, zum Ziel gesetzt, und hält sich überzeugt, daß bei der bekannten vaterländi⸗ schen Gesinnung der Einwohner Berlins es nur dieser einfachen Anregung bedarf, um durch freiwillige Beiträge einen Fonds zu beschaffen, hinreichend zur Errichtung einer Umfassungs⸗Mauer und, wenn möglich, zur Anstellung eines Invaliden als Aufseher bei dieser uns allen heiligen Grabstätte. Jede beliebige Beisteuer wird auf das dankbarste entgegen genommen.

Berlin, den 9. September 1843.

Das Comité des Vereins zur neuen Einfriedigung des in

8 belegenen Militair⸗ Kirchhofes. . F. Förster. Baurath. Deibel. Kohlheim. Hindersin. Lieber. Schmidt.

Metrorologische Beobachtungen.

Abends V

unter den Waffen, und starke Patrouillen durchzogen die Straßen. Der General Narvaez hat den Chefs der aufgelösten National⸗Miliz . Geetraide Preise. angedeutet, daß er sie für den etwaigen Ausbruch von Unruhen ver⸗ Weizen, E11e—“ untwortlich mache. T span. u. weiß. G Morgen Abend werden die Königin und ihre Schwester wieder Rostock., van. .. 50 54 hier eintreffen. Nho.. pe. (vdvw. deoi frischer . 86,, 60 Die Regierung ist in den Besitz sehr wichtiger Papiere gelangt, Schlesischer rother n aus denen sich ergeben soll, daß die Partei der Centraljunta auf die dS. geer. . 52 2 58 Mitwirkung des Infanten Don Francisco rechnet. Odessa, Petersb. u. vom schw. Meere. 46 a 50 .“ Roth toskan., Civita Verchig, Barletta,

*△* Paris, 5. Sept. Vor einigen Tagen ist eine neue Flug⸗ eebf nssche Romanilla u. Donau

schrift erschienen, welche der Idee der Vermählung der Königin von 8 8 WW111 Spanien mit dem ältesten Sohne des Don Carlos, als dem einzigen 8 Fne 8 2 1 * Auskunftsmittel zur Wiederherstellung der Ruhe und des geregelten do. weiße und gelbe Koch⸗-... .. 32 236 Zustandes auf der pyrenäischen Halbinsel das Wort redet. Hier eine do. Futter⸗ 26 a 28 der beachtenswerthesten und lehrreichsten Stellen aus dieser Schrift. Roggen, englischer.. . . . 28 30 „In einem so furchtbar zerfleischten Staate wie Spanien in diesem Fremder.. ... ö“ Augenblicke ist, muß es natürlich schwer sein, alle Parteien zugleich zu be⸗ Bohnen, englische.. 20 a 32 friedigen. Aber man muß wenigstens die zahlreichste aller Parteien um ihre Fremde Meinung fragen, man muß überdies auf die wahren konstituirenden Grund⸗ 1111A66A“*“ sätze Rücksicht nehmen, denn diese überleben immer die Leidenschaften, welche 11111“*“*“ die Zeit zerstört, und welche durch ein verständiges Verfahren mit jedem GWetite Mahzz.. . .. Tage gemildert werden. Das Unglück (und es fehlt Spanien wahrhaftig Mahl⸗ und Distillir nicht daran) führt zum Nachdenken, und das Nachdenken überzeugt, daß die Hafer, englischer Herrschaft des Rechts die größten Bürgschaften der Dauer und der Stabi⸗ Holländischer lität mit sich bringt. Für die Hitzigsten ist vielleicht die Opposition gegen Dänischer, schwedischer und russischer. ie Vermählung der jungen Isabella mit ihrem Vetter, dem Prinzen von Wicken, dänischer und königsberger ..... Asturien, nichts mehr als eine Frage der augenblicklichen Eigenliebe. Die Große hamburger .. .... .. ... Kinder, welche aus jener Ehe entständen, würden nothwendigerweise alle Mehl, englisches. Nechte und alle Ansprüche in ihrer Person vereinigen, kein Gegenstand des Amerikanisches u. Zweifels könnte in dieser Hinsicht mehr auftauchen, und die Ruhe würde für dito Jahrhunderte zurückkehren. Ist diese Zukunft etwa nichts? Und kann es etwas verführerischeres als die Gewißheit einer langen Zukunft des Friedens und der Unabhängigkeit für ein Volk geben, welches durch einen zehnjähri⸗ gen Bürgerkrieg abgenutzt, durch die evolutionairs, die seine Schätze und Hülfsquellen verbraucht haben, zu Grunde gerichtet, durch seine Bundes⸗ genossen in kommerzieller Beziehung ins Elend gestürzt, und durch die Aus⸗ sicht auf einen Wechsel der Dynastie mit ewiger Zwietracht bedroht ist? Vor allen Dingen hat Spanien die Unabhängigkeit nöthig, zumal da es sich, Dank seiner geographischen Lage und seinem natürlichen Reichthum,

isoliren kann, ohne aufzuhören, eine große Nation zu sein. Spanien hat weder nöthig, die Produkte des

als man erwartete. Frei

50 2 58 Sh. 50 56 56 a 60

Unter Schloß

34 a 42

40 46 Plenar⸗Versammlung nicht geknüpft gewesen sei und hatte demnach einfach

darauf angetragen, die Genchmigung des vom 31. Mai 1842 mit dem No⸗ tar Simon zu Koblenz abe eschlossenen Kausvertrags auszusprechen.

Der Referent wird 289 den letzten Paragraphen des Vertrags zu verlesen, welcher lautet, wie folgt: „Die ankaufenden Stände⸗Mitglieder behalten sich ausdrücklich die Genehmigung der kompetenten höheren Behörde vor, und ist nur, nachdem dieselbe erfolgt ist, der gegenwärtige Vertrag als

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der Ausschuß nicht geglaubt, eine nochmalige Prüfung des Verhältnisses, in welchem die verschiedenen Provinzen zur Klassensteuer beitragen, vorschlagen zu müssen. Er war vielmehr der Meinung, daß dem Antrage auf Erneue- rung der Bitte um Festhaltung des Klassensteuer⸗Kontingents der Rhein⸗ provinz keine Folge gegeben werden möge. Der Ausschuß hatte ferner beantragt, an Se. Majestät die Bitte zu richten; ad 3) der Abschreibung der von abgegangenen Einwohnern entrichteten Klassensteuer vom Kontin⸗ gente der Gemeinden, insoweit dieselbe erweislich durch Zugang nicht ersetzt ist, mit der Maßgabe gestatten zu wollen, daß der Betrag der Abschreibung dem Kontingente des gesammten Regierungs⸗Bezirkes zur Last gesetzt werde. Ad 4) a. ermitteln zu lassen, in welchem ungefähren Betrage die in den Umkreisen der Städte erhobene Schlacht⸗ und Mahlsteuer die Bewohner des Umkreises treffen; b. die Abschreibung des so ermittelten Betrages von dem Klassensteuer⸗Kontingente der betreffenden Gemeinden zu Lasten der Staatskasse zu gestatten, und c. rücksichtlich der Vertheilung dieses Betrages die vorzugsweise Berücksichtigung der untersten Klassenstufe vorzuschreiben. Die Versamm⸗ lung erklärt sich mit diesen Ansichten einverstanden. Ad 5) Hatte der Ausschuß beantragt: Se. Majestät zu bitten, die Heranziehung der Städte⸗ Bewohner zur Klassensteuer für die Zeit ihres Aufenthaltes in einer klassensteuerpflichtigen Gemeinde zu gestatten, wenn die Dauer dieses Auf⸗ enthalts zwei Monate erreicht oder übersteigt. Mit Rücksicht darauf, daß die Klassensteuer in monatlichen Raten erhoben, und daß die aus klassen⸗ steuerpflichtigen Städten kommenden Einwohner jeden Monat in der Liste ab⸗ und zugeführt werden, beschließt die Versammlung, den Vorschlag des Ausschusses dahin zu modifiziren, daß die Heranziehung der Städtebewohner schon dann erfolgen solle, wenn die Dauer ihres Aufenthaltes in einer klassen⸗ steuerpflichtigen Gemeinde Einen Monat erreicht oder übersteigt. Ad 6) Hatte die Majorität des Ausschusses vorgeschlagen, daß eine Kommission aus Regierungs⸗Beamten und zehn ständischen Mitgliedern zusammengesetzt werde, um die Klassonstener⸗Vertheilung unter den verschiedenen Regierungsbezirken zu ermitteln und die Grundlage zu einer neuen Vertheilung vorzulegen. Der Referent und die Minorität des Ausschusses hatten für jetzt weder aus allgemeinen Gründen, noch im besonderen Interesse des Regierungs⸗ Bezirks Trier eine neue Vertheilung der Klassensteuer unter die Regierungs⸗ Bezirke der Provinz befürworten zu dürfen geglaubt, und zur Unterstützung dieser Ansicht angeführt, daß beispielsweise im Regierungs⸗Bezirke Trier, welcher eine stärkere Bevölkerung und eine größere Anzahl von Pferden und Füllen, von NRindvieh und Schafen besitze, als der Regierungs⸗Bezirk Köln, dennoch an Grundsteuer 4 Sgr. 7 Pf.,

an Klassen⸗ und Schlacht⸗ und Mahlsteuer 4 Sgr., an Gewerbesteuer 3 Sgr.

Amtlicher Theil. ““ 32138: Angelegenheiten. Rheinprovinz. Be⸗ rathungen über einen Haus-Ankauf der Provinzial Feuer⸗ Sozietät, über verschiedene Anträge in Bezug auf die Klassensteuer, über Reclamationen wegen eingezogener kirchlicher Privat⸗Stiftungsfonds, über die Gleichstel⸗ lung der höheren Bürgerschulen mit den Gymnasien, über den durch den Bergbau verursachten Wassermangel in Essen, über Parification der Ein⸗

quartierungs⸗ und Vorspannskosten, über die Gewerbesteuer der Saar⸗ schiffer und über die Gewerbesteuer

40 44 38 a 42

30 a 36

rechtsbeständig zu betrachten.

Ein Abgeordneter der Landgemeinden: Er habe auf die Entscheidung des Landtags provozirt, weil er, nachdem der Abgeordnete Buschmann ver⸗ storben, in der Kommission mit seiner Meinung allein gestanden habe. Seiner Ansicht nach müsse mit öffentlichen Geldern wirthschaftlich umgegan⸗ gen werden, zumal im vorliegenden Falle, wo die pecuniairen Verhältnisse der Provinzial⸗Feuer⸗Sozietät die größte Sparsamkeit erheischen.

Ein Abgeordneter der Ritterschaft: Die Ehre des Landtags erfordere, daß das Mandat, welches der Kommission von dem vorigen Landtage er⸗ theilt worden, aufrecht erhalten werde, der unbefriedigende Zustand des In⸗ stituts in pecuniairer Beziehung könne kein Motiv abgeben, eingegangene Verträge zurückzuziehen oder zu verletzen.

Ein Abgeordneter der Städte: Aus der Aeußerung des vorletzten Red⸗ ners lasse sich beinahe folgern, als ob seine Kollegen darauf ausgegangen seien, dem Notar Simon sein Haus recht theuer anzubringen. Die Kom⸗ mission sei der Ansicht gewesen, daß für die Provinz.⸗Feuer⸗Sozietät ein Haus gekauft werden müsse. Die Abgeordneten von Runkel und Busch⸗ mann stimmten für die Erwerbung des so genannten Stadthauses in Ehren⸗ breitstein; alle übrigen Mitglieder der Kommission aber erklärten sich dage⸗ gen,

46 a 52 24 a 35 der Bäcker zu Geldern. Berlin. Inhalts⸗Anzeige des? Zerichts über die zweiundfunfzigste Plenar⸗Sitzung. Hülfleistung preußischer Beamten bei der Untersuchung der polnischen Bergwerke. Aachen. Durchreise des Ministers Thiers. Dentsche Bundesstaaten. Bayern. München. Abreise Sr. Königl. Hoheit des Kronprinzen von Schweden. Württemberg. Künzelsau. Hinrichtung dreier Verbrecher. Baden. Karls⸗ ruhe. Unordnungen. Leichenbegängniß des Herrn von Göler. Polizeiliche Maßregeln. Sachsen⸗Altenbu⸗ rg. Altenburg. Ver⸗ sammlung der Landwirthe. Freie Städte. Frankfurt a. M. Näheres über die Unordnungen zu Karlsruhe. 1 Frankreich. Pa ris. Festlichkeiten in Eu. Aberdeen und Gutzot. Vermischtes. Briefe aus Paris. (Die Königin Vietoria und die Presse. Lamartine und die Wahl⸗Reform.) 8 4 Großbritanien und Irland. London. Die Times über Espar⸗ tero und Spanien. Die Königin besitzt das Recht, das Land ohne Erlaubniß zu verlassen. Spanien. Paris. Telegraphische Nachrichten aus Spanien; Die Junta von Saragossa löst sich auf; die provisorische Regierung durch die nieder⸗ ländische Regierung anerkannt. Briefe aus Madrid (Die Empörung des Regiments „Principe“; Rückkehr der Königin nach Madrid; Unter⸗ werfung der National Miliz und der Junta von Saragossa.) und Paris. (Fortdauernde Gährung zu Barcelona und Saragossa.) 1 Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten. Danzig. Getraidebörse. S. Petersburg. Marktpreise. Paris. Börse.

weil dasselbe keine zweckmäßige Lokalitäten hatte, und überdies außer⸗ halb des Bezirks des rheinischen Appellationshofes gelegen war, so daß alle gegen die Anstalt zu erhebenden Prozesse nicht nach der rheinischen Gesetz⸗ gebung hätten behandelt werden müssen. Alles Mögliche sei geschehen, um das Haus des Notars Simon zu einem billigen Preise zu erstehen, und nur die Genehmigung der kompetenten höheren Behörde vorbehalten wor⸗ den. F

9 Sack 44

saures... Saamen, Leinsaamen, Odessa .... ... p. Qr. 44 46 Sh. Rappsaamen.P p. Last 30 a 32 Pfd. Kleesaamen, weißer, hamb. p. Cent 40 46 Sh. rother holländ. 36 a 46 » 114X4“ 50 a 53 » Kanariensaamen p. Qr. 66 4 80 » Leinkuchen, deutsche und franz... ö“

Liverpool, 1. Sept. (Baumwoll⸗Markt.) Die Steigerung der Preise von amerikanischer Baumwolle beträgt seit Dienstag ½ d, und von Surate⸗, Brasil⸗- und ägpoptischer völlig ½ d. In Auction von 1300 B. wurden heute 760 B. zu 8 ½ a 18 d, von 500 B. Bowed und gefleckter (stained) 240 B. zu 3 ¾¼ a 6 verkauft.

Der Verkauf ging vor sich zu sehr vollen Preisen für ord. Qualitä ten. Spekulanten nahmen 27,000 B. amerik. und 2000 B. Surate⸗, und Exporteure 1450 B. amerik., 300 B. und 400 B. Pernambuko⸗Baumwolle. 3060 B. amerik., 270 B. Brasil⸗, und 350 B. Surate⸗ wurden im vori gen Monate ins Innere konsignirt.

Heute wurden 6000 B. gekauft. trägt 63,130 B.

Vom 4ten. Im heutigen Markt gingen ca. 6000 B. ab, davon 1000 B. amerikanisch an Spekulanten, und 1000 B. zur Ausfuhr. Die Preise waren sehr fest zu den Schlußnotirungen von voriger Woche. Das Geschäft bestand aus 300 B. Maranham⸗ zu 5 ½ a 5 ½ d., 400 B. Surate⸗ zu 2 a 3 ½ d., der Rest aus amerikanischer.

Wenn die Prov.⸗Feuer⸗Sozietät fortbestehen solle, so könne sie eines Hauses nicht entrathen; glaube man aber an ein baldiges Aufhören der⸗ selben, so möge man den geschehenen Kauf rückgängig machen.

1 Ein Abgeordneter der Ritterschaft: Zur Zeit des Ankaufes seien die Verhältnisse der Prov.⸗Feuer⸗Sozietät noch nicht bekannt gewesen; deshalb fönne die Kommission sich nicht verletzt finden, wenn dieser Ankauf gegen⸗ wärtig wieder aufgehoben werde.

Ein Abgeordneter der Städte: Da durch einen Beschluß des letzten Landtags der Kommission Auftrag und unbedingte Vollmacht zum Ankauf eines Hauses gegeben worden, so kompromittirte sich der Landtag, wenn er gegenwärtig sein Wort zurückziehe. Wenn auch der pecuniaire Zustand der Prov.⸗Feuer⸗Sozietät nicht befriedige, so sei doch deren Auflö⸗ sung noch nicht zur Sprache gekommen, vielmehr habe man auf Maßregeln zur Verbesserung derselben Bedacht genommen. Jedenfalls könne die auf den Ankauf des Hauses verwendete Summe nicht als eine verlorene angesehen werden. Die Diskussion habe nicht zum Gegenstand, ob die Ratification ertheilt werden solle oder nicht, sondern blos, ob die Kommis⸗

8 Beilage. Inland. Berlin. Ueber das Institut der Landräthe. Erfurt. Aerndte. Deutsche Bundesstaaten. Bayern. Aschaffen⸗ burg. Denkmal der Dankbarkeit gegen den König. München. Das Siegesthor. Württemberg. Stuttgart. Staats⸗Prüfun⸗ en im Baufache. Ulm. Donau Schifffahrt. Baden. Pforz⸗ eim. Turnfest. Grh. Hessen. Darmstadt. Kriminalfall. Fürkei. Konsta ntinopel. Ueber die Unterhandlungen mit Persien. Handels⸗Freiheit und Prohibitiv⸗System nach französischen Ansichten. (Schluß.)

7 Pf., in Summe 12 Sgr. 2 Pf. pro Kopf weniger entrichtet werden, als in dem Regierungs⸗ Bezirke Köln. 1 Ein Abgeordneter der Ritterschaft: Schon am dritten rheinischen Land- tage sei wegen der Ueberbürdung des Regierungs⸗Bezirks Trier bei der Vertheilung des Klassensteuer⸗Kontingents Beschwerde geführt und auf eine neue Ausgleichung der Bezirke unter einander angetragen worden. Man habe den Beweis dieser Ueberbürdung so evident erbracht, daß die Stände⸗ Versammlung sich mit einer großen Majorität, welcher zu der gesetzlichen von der Mitglieder, so viel er sich erinnere, nur eine oder zwei Stimmen sion innerhalb der Gränzen ihres Mandats gehandelt habe. fehlten, für den Antrag ausgesprochen habe. Wenn dahingegen heute der A tli chin T il Ein Abgeordneter desselben Standes schließt sich dem vorigen Redner verehrliche Referent, dessen Scharffinn man so oft in dieser Versammlung . M t Her hei an: die Majorität der Kommission habe den Kauf abgeschlossen, nachdem zu bewundern Gelegenheit gehabt habe, eine Reihe von Zahler 5 - DE’“ und alle Fitcaas 81 h eingezogen attes sn. aufstelle, durch welche gerade das Gegentheil bewiesen solle, Se Majestä qFgn 3,8; ragliche Haus ei ganz neu und dessen Berth von jedem Nichtsachver än⸗ so könne er sich unmöglich überzeugen, daß es demselben ernst⸗ 3 See Wheehsin n Sental 1“ und digen zu beurtheilen. Die Genehmigung der höheren Behörde sei nur aus lich damit gemeint sei. Aus diesem Zahlenverhältniß solle her⸗ Gesandten Grafen von Westmorlan d. pen Rothen Adler Ord Delikatesse, nicht aber aus Pflicht vorbehalten worden. geleitet werden, daß der Wohlstand, solglich die Klassensteuerfähigkeit in, dem EC“ erleil . 8 4“ Der Referent: Wenn er von den erschöpfenden Ermittelungen, welche Regierungs⸗Bezirk Trier groͤßer, oder mindestens eben so groß wie im erster Klasse zu verleihen; und er die Kommission dem Abschlusse des Geschäfts voraufgehen lassen, nicht ge⸗ Regierungs⸗Bezirke Köln sei, während dieser doch zu verschiedenen Steuern Den Kaufmann Otto Harrassowitz in La Guayra zum sprochen habe, so sei dies nur deshalb geschehen, weil ihm eine Rechtferti⸗ pro Kopf mehr als jener beizutragen habe, und daß daher die Hoffnung Konsul zu ernennen. gung ihres Verfahrens unnöthig geschienen habe. der Regierungs⸗Bezirk Trier werde bei einer neuen Vertheilung des Kon Ein Abgeordneter der Städte: Indem er die Verlesung der letzten tingents in seinem Beitrage ermäßigt werden, auf einer Täuschung beru Angekommen: Se. Excellenz der Ober⸗Burggraf des König⸗ Bedingung des Kauf⸗Aktes hervorgerufen, habe er nicht das Verfahren der Zur Wsenegung dieser Fe Fernnget habe 7. Nathggen bS- an reichs Preußen, von Brünneck, von Trebnitz. 8 Kommission angreifen, sondern nur diese, so wie die Versammlung veran⸗ dere W fün der vnde 89 ve 2 56 a 6 er Abgereist: Der Fürst Dimitrji Dolgoruckow, nach lassen wollen, über jene Bedingung sich auszusprechen. Die Versamm⸗ glanbe⸗ daß es ihm h eine ufga 1 hen szust 8 St. Petersburg 1 lung ertheilt dem Kauf⸗Akte einstimmig ihre Genehmigung. 1 Beleuchtung dieser Zahlen ein ganz an eres Ergebniß herauszustellen. 6s Ercelle de Ghenssal⸗ Aeutenant und Co Hierauf verliest der Referent den Bericht des sechsten Ausschusses über Der Herr Referent begründet seine Behauptung darauf: 1) Daß die bJ1I1I1IA“X“ e Figtetenant in ommandeur des folgende Anträge: 1) auf Ermäßigung der Klassen⸗Steuer und der Mahl⸗ Bevölkerung des Regierungs⸗Bezirks Trier diejenige des Regierungs⸗Bezirks Kadetten⸗Corps, von Below, nach Bensberg. steuer von Roggen in derselben Weise, wie sie früher von dem vorigen Köln um 19,000 Seelen übersteige. Allein wenn man auch zugeben müsse, Landtage erbeten worden; 2) daß das Klassen⸗Steuer⸗Kontingent der Rhein⸗ daß die Bevölkerung in diesen Regierungs⸗Bezirken seit dem Jahre 1816 Provinz mit der Zunahme der Bevölkerung nicht ferner erhöhet werde; 3) sehr bedeutend zugenommen habe, so werde doch wohl Niemand behaupten auf Abschreibung der von abgegangenen Einwohnern entrichteten Klassen⸗ wollen, daß es sich auch eben so mit dem Wohlstande verhalte, indem im Steuer vom Kontingente derjenigen Gemeinden, welche nachweisen, Gegentheil der steigende Pauperismus eine Folge der großen Zunahme der daß ein entsprechender Zzugang nicht stattgefunden habe, und zwar Bevölkerung sei. 2) Daß der Regierungs⸗Bezirk Trier eine beinahe gleiche in der Art, daß diese Abschreibung entweder vom Kontingent der Anzahl von Häusern, Fabriken, Mühlen ꝛc. wie der von Köln besitze. Hier ganzen Provinz ebenfalls abzuziehen, oder, insofern dies nicht thun⸗ komme es aber nicht auf die Anzahl, sondern auf den Werth der Gebäude lich, dem Kontingente des Regierungs⸗Bezirks zur Last zu setzen sei; an, und diese letzteren seien in dem Regierungs „Bezirke Köln zu einem 4) auf Ermäßigung der Klassen⸗Steuer in dem mahl⸗ und schlachtsteuer⸗ dreimal so hohen Katastral⸗Rein⸗Ertrage wie jene im Regierungs⸗Bezirke pflichtigen Umkreise der Städte; 5) auf Heranziehung der nur einen Monat Trier eingeschätzt. 3) Daß der Regierungs⸗Bezirk Trier eine größere Anzahl von lang sich in einer Gemeinde aufhaltenden Personen zur Klassensteuer; 6) auf Pferden habe. Dieses sei theils durch die Gebirge, theils durch den in mehreren eine neue Vertheilung des Klassensteuer⸗Kontingents in der Rhein⸗Provinz. Theilen des Bezirks vorherrschenden schweren Boden bedingt, wodurch man Ad 1. In Erwägung, daß, nachdem der sechste rheinische Landtag sein in diesen Gegenden genöthigt sei, oft 5 Pferde vor den Pflug zu spannen; ohne Beibringung neuer Gründe reproduzirtes Gutachten über die zweckmä⸗ die dadurch erforderliche größere Anzahl von wirke daher nur nach⸗ ßigste Verwendung des beabsichtigten Steuer⸗Erlasses ertheilt hatte, von des theilig auf die Landwirthschaft ein. 4) Daß der Regierungs⸗Bezirk Trier Koͤnigs Majestät der Nachlaß von der Salzsteuer beschlossen und zugleich mehr Rindvieh als jener von Köln besitze. Allein hier komme es auch mehr die Ansicht geäußert worden sei, auch fernere Erlasse zu Erniedrigung der auf den Werth als auf die Zahl an. 5) Daß es sich eben so mit den Salzpreise verwenden zu wollen, wobei jedoch vorauszusetzen, daß, so wie Schafen verhalte. Die groͤßere Anzahl von Schafen sei aber wohl, nicht in dem ersten, auch in dem zweiten Falle Se. Majestät geruhen werden, als eine Bevorzugung gegen den Regierungs⸗Bezirk Köln zu betrachten, indem das Gutachten der Stände einzuholen, tritt die Versammlung der Ansicht dieses daher rühre, daß der Regierungs⸗Bezirk Trier viel weniger Ackerland, des Ausschusses bei, daß keine Veranlassung vorliege, dieses Gutachten schon BWiesen, Gärten und Baumland wie der erstere, dahingegen 696,003 Morgen jetzt, wenige Monate nach Vollziehung des ersten Steuer⸗Erlasses unaufge⸗ Wild⸗ und Oedeland, Köln aber nur 103,700 Morgen, folglich Trier 592,323 fordert zu erstatten. Ad 2. War der Ausschuß der Ansicht: wenn nunmehr Morgen mehr dieser schlechten Ländereien besitze. 6) Daß die Grund⸗ beantragt werden solle, daß von jetzt an in der ganzen Monarchie die Klas⸗ steuer im Regierungs⸗Bezirk Trier sich pro Kopf nur auf 24 Sgr. 1 Pf., sensteuer unwandelbar festgestellt, daß sie mit der Zunahme der Bevölkerung in jenem von Köln aber auf 28. Sgr. 8 Pf. berechne; dieses sei eine na⸗ und der Staatsbedürfnisse nicht weiter steigen möge, so sei dies mit ande⸗ türliche Folge der besseren Qualität der Ländereien im Regierungs⸗Bezirke ren Worten ebenfalls ein Antrag auf die Art der Verwendung eines wei⸗ Köln. 7) Daß von der Klassen⸗ und Mahl⸗ und Schlachtsteuer im Regie⸗ ter zu bewilligenden Steuer Erlasses, und mithin aus den ad 1 angegebe⸗ rungs⸗Bezirke Trier auf den Kopf nur 19 Sgr. 2 Pf., in jenem von Köln nen Gründen nicht statthaft. Was dagegen die unwandelbare Feststellung aber 23 Sgr. 2 Pf. komme. Dieses beweise nun, daß der des Kontingents für die Rhein⸗Provinz allein betrifft, so erschien es dem Bezirk Köln bedeutendere Städte habe, als der von Trier, abe Ausschuß bedenklich, ein so unerhebliches Objekt, wie die Zunahme der Klas⸗ mal so viel an Mahl⸗ und Schlachtsteuer entrichten; ziehe Pg⸗ vro Kopf sensteuer, welche nach dem bisherigen Gange nur ungefähr 6000 Rthlr. pro BSteuer ab, so werde man finden, daß der Regierungs Bo Gewerbesteuer Jahr für die ganze Provinz beträgt, dem großen Unterschiede in der Bela⸗ mehr an Klassensteuer als der von Köln entrichte. 2 jenem vo 8 stung der Grundsteuer gegenüber zu stellen und die weiteren Erörterungen im Regierungsbezirke Trier nur 3 Sgr. 10 Pfan⸗ ts Anderes, als 8 durch die über diesen wichtigen Gegenstand dadurch zu benachtheiligen. Auch hatte 7 Sgr. 5 Pf. pro Kopf betrage. Dieses beweis u 1 ö 8

Auslandes zu holen, noch dem Auslande seine Erzeugnisse zuzuführen; es zaun den Krieg von seinen Provinzen fern halten, und seine Provinzen, die stolz sind auf ihre Sonderrechte und ihre alten Privilegien, haben die gräßliche Tyrannei der Centralisation nur zu fürchten, wenn sie sich den revolutionairen Sostemen hingeben, diesen ewigen Feinden der Provinzial⸗ und Munizipal⸗Freiheiten.“

der Hasenheide

Eisenbahnen.

Hanau, 5. Sept. Aus Kassel ist eine Estaffette eingetroffen, welche endlich die so lange erwartete höchste definitive Genehmigung des Baues einer Eisenbahn von hier nach Frankfurt überbracht hat. (Nr. 162.) Bekanntlich lag das durch eine Actien⸗Gesellschaft zu⸗ seammengebrachte Geld zur Bestreitung der Kosten dieses Unterneh⸗ mens schon seit länger als einem Vierteljahre bereit; aber man konnte nicht dazu schreiten, das Werk in Angriff zu nehmen, weil es

fortwährend an einer landesherrlichen Ermächtigung dazu fehlte.

Der Umsatz während der Woche be⸗

Nachmittags 1

Morgens 2 Ut

6 Uhr.

Nach einmaliger

1843. V

9. Sept. 10 Uhr. Beobachtung.

Luftdruck. . . 339,910 Par. 339,31“ Par. 339,26 Par. Auellwärme 8,39 R. Luftwärme 11,40 h. + 18,99 k. + 13,60 R. Plusswärme 13,90 K. Thaupunkt . .. + 8,80 R. + 10, 19 R. + 9,80 R. Bodenwärme 12,60, R. Dunstsättigung 81 pcCt. 51 pCt. 74 pct. Ausdüustung 0,029 Rh. Wetter halbbheiter. heiter. heiter. Niederschlag 0. Wind V NW. NW. Wärmewechsel + 19,1 Wolkenzug. .. NW. XW. + 190,2°9 K.

Tagesmittel: 339,19“ par. .+ 14,60 n... + 9,60 n... 69 pCt. NW.

Königliche Schauspiele. Montag, 11. Sept. Bürgerlich und romantisch, Lustspiel in

4 Abth., von Bauernfeld. (Dlle. Bertha Stich, vom Stadt⸗Theater zu Hamburg: Katharina von Rosen, als Gastrolle.) Hierauf, auf Begehren: Zwei Genre-⸗Bilder, von L. Schneider. 1) Spanische Vaterlandsliebe. 1809. .

Rom, 30. Aug. Schwerlich wird im Kirchenstaate irgend eines der⸗ jenigen Kultur⸗Elemente vermißt, denen andere Länder ihre Gesittung und Bildung, ihren Wohlstand verdanken; allein es stehen dieselben hier in ganz anderen Beziehungen als anderswo zu einander. So verschwindet fast die Stufe, auf der sich, trotz der zahlreichen Vergünstigungen Seitens der Re gierung, die Manufaktur⸗Bestrebungen dermalen finden vor der Höhe, auf welcher Landwirthschaft und besonders Viehzucht stehen. Dadurch bestimmt sich natürlich auch das kommerzielle Verhältniß des Kirchenstaats zum Aus⸗ land. Sein aktioer Verkehr beschränkt sich sast ausschließlich auf Ausfuhr von Natur⸗Produkten und Erzeugnissen der Agral⸗Industrie. Diese Aus⸗ fuhr ist im Verhältniß zur Größe des Landes bedeutend, denn man versen⸗ det jedes Jahr durchschnittlich nach der Lombardei, Venedig, Toscana, Il⸗ lyrien und Afrika 10,000 Stück Rinder, 50,000 Schafe und 40,000 Stück anderes Schlachtvieh; nach Piemont, Frankreich und England 800,000 Pfund Wolle; nach Neapel, Piemont und England 1 Million Pfund Käse, 400,000 Pfund Lämmerhäute, 200,000 Pfund Talg, 150,000 Pfund Fett; nach Piemont, Frankreich und England 270,000 Pfund roher Seide. Der Getraidebau wird wegen des theueren Taglohns man zahlt für Feld⸗ und Vignenarbeiten hier ungefähr das Dreifache als in Deutschland für ein so fruchtbares Land nur mäßig betrieben; dagegen dürften die reichen Hanf⸗Aerndten sehr bald die Zahl der Ausfuhr⸗Artikel vermehren. Der Ertrag des Handels mit Produkten aus dem Mineralreiche, namentlich mit Vitriol, Alaun, Schwefel und Salz ist ungefähr einem Viertel des für die obgenannten Artikel Gelösten gleich.

Auswärtige Börsen.

Amsterdam, 6. Sept. Niederl. wirkl. Sch. 52 1¶.. 5 % do. 100 39. Kauz-Bill. —. 5 % Span. 18. 3 % do. 27. Pass. J2. Ausg. —. Preuss. Praͤm. Sch. —. Pol. —. Oesterr. —. 4 % Russ. IIope 90216. 1 8 8

Antwerpen, 5. Sept. Zinsl. 5. Neue Anl. 18. holländische vte Gastrolle

Hamburg, 8. Sept. Bank-Actien 1660. Engl. Russ. 112 ½. Linden: Steffen Langer, als letzte 8 astro en.) LLI1“

London, 5 Sept. Cons. 3 2% 95 ½. Belg. 104 ¼. Neue Aul. 19. Pas- Sonnabend, 16. Sept. Erste italienische L pern⸗Vorstellung: jve 5. Ausg. Sch. 11. 2 ½ % Holl. 53. 5 % 101 ¼. 5 % Port. —. 3 % —. Beatrice di Tenda. Opera in 3 Atti. Poesia del Sgr. Romant. Engl. Russ. 115. Bras. 74 ½. Chili 99. Columb. 25 ¾. Mex. 37. Peru 20 ½. Musica del Maestro Bellini.

Pa ris, 5. Sept. 5 % Rente fin cour. 123.35. 3 % 86 ün cour. 82. 15. Der Billet 2 Verkauf zu 5 % Neopl. au compt. 107. 50. 5⁰% Span. Rente —. Pass. 4⅛. 9 9

8 Wien, 5. Sept. 5 % * 111*. 4 % 100 ⅓. 3 % 76 ⅔. den EI“

Actien 1633. Anl. de 1834 146. de 1839 114 . Orchester⸗Loge Rthlr 510 Sgr.,

ersten d 6 1 r. 5 Sgr. Angekommene Fremde. 8 88 v

Se. Excellenz der General Lieutenant und komman⸗ Ran es 20 Gar Parterre 15 Sgr dirende General des 3ten Armee⸗Corps, von W eyrach, Hohnhorst, 10 ges 6 G ss Ge 8 Major im Generalstab des 3ten Armee⸗Corps, von rN, 40 Sgr., Paherte († Se⸗ und Adjutant im General⸗Kommando des 3ten Armee⸗Corps, aus Frank⸗ ber Verantwortlicher Rebacleur D P. J. W. Zinkeisen. gert furt a. d. O. von Tietzen und Hennig, General⸗Major und Aveis A stre 88 1e Commandeur der 6ten Kavallerie⸗Brigade, aus Torgau. von Mas⸗ Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hosfbuchdruckerei.

Paris, 5. Sept. Man schreibt aus Orleans: Die Arbeiten an der Eisenbahn zwischen Orleans und Vierzon werden mit großer Thätigkeit fortgesetzt. Die Regierung, welche die Ausführung der Erdarbeiten übernommen, hat auf der ganzen Linie Bauplätze ein⸗

gerichtet, und eine große Anzahl von Arbeitern angestellt, die größ⸗ tentheils den Bezirken angehören, die die Linie durchschneidet.

w

Handels- und Börsen-Nachrichten.

*q Danzig, im Sept. Auf dem Weichselstrom sind im Laufe des verslossenen Monats überhaupt 773 Stromfahrzeuge und 301 Holztraften angekommen, welche eingebracht haben: 477,901 Scheffel Weizen, 143,745 S Ro gen, 18,900 Scheffel Erbsen, 7846 Scheffel Leinsaamen, 3648 8 heffel aamen, 132 Centner Mohn, 296 Centner Fenchel, 6 Centner Hans, 1200 Centner Thierknochen, 548 Stück eichene Balken, 7751 Stück Schock eichenes Faßholz, 23,279 Stück kienene Bal⸗ 336 Stüc iene 9 3 9 scs &2f. Poltasche und mi fewvwer Rundholz, 00 Schock Bandstöcke, 7 Fässer e ve. Schiffs⸗ und Ruderknechten bemannt waren. 8 Beee 8 L22 zu Neufahrwasser sind überhaupt 211 Seeschiffe eingegan⸗ gen, zwar: a. 81 aus preußischen, b. 3 aus russischen, c. 7 aus schwe⸗ dischen und norwegischen, q. 4 gise 2. eati 1 Lr „d. 4 aus mecklenburgischen, e. 23 aus hanseati⸗ schen, k. 3 aus hannoverischen, g. 5 SSes. BEEE116 —. 435 verischen, g. 5 aus oldenburgischen, h. 35 aus däni⸗

schen, i. 15 aus holländischen, k. 7 aus burgischen, h v 8 Uändischen, k. 7 aus belgischen, 1. 25 aus englischen

und m. 3 aus französischen Häf 8 7 8 n;. dagegen 270 Seeschiff à,. mit einer Besatzung von 1516 Personen; gegen e eschiffe ausgegangen, nämlich: a. 16 nach preußischen b. 16 nach schwedischen und norwegischen, c S 8 Fe75 isch 14 rwegischen, c. 25 nach hanseatischen, d. 2 nach

hannoverischen, c. 14 nach dänischen, f. 37 Iess .

beigischen, h. 447 nach englischen und i. 10 nach holländischen, g. 8 nach einer Bemannung von 2091 Personen. beeüü chen Heäken, mit Der Dominiksmarkt wurde auch in diesem Weise am 5. August, Vormittags von 11 —12

ejusd. m. in derselben Stunde ausgeläutet. Der V 3 ßerst lebhaft, und hatten sich als Verkäufer auf vn hh. überhaupt 847 auswärtige Fabrikanten, Handwerker und Handelslente eingefunden. p

**% Frankfurt a. M., 7. Sept. Das Amtsb

Stadt verkündigt heute das Gesetz, das die Kreirung 69 von 2 Mill. Gulden zur Ausführung des diesseitigen Baues der Mone. Neckar⸗ und der Offenbach⸗Frankfurter Eisenbahn (welche letztere auch bereits abgesteckt ist) anordnet. Die Obligationen sollen al pari ausgegeben wer⸗ den. Die Börse war heute stille, die Fonds blieben ohne Aenderung, nur Ardoins und portugiesische niedriger.

2) Der Kurmärker und die Pikarde. 1815. Dienstag, 12. Sept. Die Räuber. (Herr Görner, Regisseur vom Großherzoglichen Hof⸗Theater zu Strelitz: Franz Moor, als Gastrolle.) b Mittwoch, 13. Sept. Jessondg. (Mad. Louise Köster, geborene Schlegel, vom Großherzoglichen Hof⸗Theater zu Schwerin: Jessonda, als Gastrolle. Dlle. Marx: Amazili.)

8

Inland. Landtags⸗- Angelegenheiten.

Königsstädtisches Theater. Montag, 11. Sept. Die Reise auf gemeinschaftliche Kosten. Vorher: Nummer 777. Dienstag, 12. Sept. Steffen Langer aus Glogau, (Dlle. Grafenberg: Klärchen Buren.

Rhein⸗Provinz.

Düsseldorf, 19. Juli. (Vierundfun fzigste Plenar⸗Sitzung.) Schluß.) Ein Abgeordneter der Städte verliest das Referat des zehnten lusschusses in Betreff des Ankaufs eines Hauses für die Provinzial⸗Feuer⸗

Sozietät.

In Folge eines von dem letzten Landtage enthaltenen Mandats hatten

die Abgeordneten Graf Boos, Brust, Dietz und von Runkel unterm 31. Mai

1842 ein dem Notar Simon in Koblenz zugehöriges Haus für die Provinzial⸗

Feuer⸗Sozietät zum Preise von 16,500 Rthlr. angekauft, jedoch die Geneh⸗ migung des Ankaufs durch die kompetente höhere Behörde vorbehalten; diese benehmigung war zwar nicht geweigert, vielmehr Seitens des Ministeriums nitgetheilt worden, daß gegen den fraglichen Ankauf nichts Wesentliches zu

erinnern sei; nichtsdestoweniger hatte das Ministerium verfügt, daß die de⸗

finitive Beschlußnahme dem gegenwärtigen Landtage vorbehalten werden müsse. Einer der Gründe dieser Zurückverweisung an dem Landtag war das vor Abschluß des Kauf⸗Vertrags erfolgte Ableben des Abgeordneien Busch⸗ mann. Der Ausschuß war jedoch einerseits nicht der Meinung, daß das die

Majorität der Kommission nicht beeinträchtigende Ausscheiden des Abgeord⸗ neten Buschmann das Mandat der Kommission unterbrochen habe, während andererseits das Mandat an einem Vorbehalt der Ratification

oder: Der Herr

Jahre auf herkömmliche dieser Vorstellung fin heute bbbeöSd-ee eser Vorstellung findet von heute,

Bank-

Ein Platz in der Fremden⸗ und in der in den Logen und im Balkon des im Parquet und in den Parquet- und in den Logen des zweiten Sperrsitz des dritten Ranges

Hotel de Prusse.

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