1843 / 77 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

werde, so lasse er sich durch Hinzunahme eines Vorzimmers leicht erweitern, so wie auch zum Zwecke der Anbringung von Gallerieen eine Erhöhung In dem Gebäude selbst liege mithin kein Hinderniß. Die Würde der Versammlung erheische, auf einen unbedeutenden Zuschuß Wenn der Landtag die Interessen und Rechte der ganzen Provinz zu vertreten habe, so dürfe er auch wohlerwor⸗ bene Rechte der Einzelnen nicht außer Acht lassen; in der Achtung vor 3 Düssel

dorf habe ein solches Recht; die Stadt sei seit Jahrhunderten der Sitz

des Landtags gewesen, die Gnade Sr. Majestät des Königs habe der Stadt dieses Ehrenrecht erhalten, und die Kabinets⸗Ordre vom 12. De⸗ 2 Hinsichtlich des Kostenpunktes verweise er wiederholt auf die Ersparniß von 1000 Thalern, und zweifle

desselben möglich sei.

zu den Kosten nicht zu sehen. dem Rechte des Einzelnen werde das Recht des Ganzen geehrt.

zember v. J. dasselbe aufs neue bestätigt.

nicht, daß die Versammlung sich für den Bau aussprechen werde. Ein Abgeordneter der Ritterschaft bemerkt: nutzung des Schlosses in Düsseldorf.

können, weshalb der Saal breiter und höher gebaut werden missse.

Der Referent: Dies sei nicht möglich, weil man die alten Fundamente

zu benutzen beabsichtige.

Der Herr Landtags⸗Marschall: Auf dem Plane seien die Sitze nur flüchtig stizzirt; dadurch, daß man sie in einem größeren Halbzirkel anbringe, lasse sich ein bedeutender Raum gewinnen, so daß die Tischlänge, statt 14,

19 bis 20 Fuß betrage. Ein Abgeordneter der Ritterschaft:

bleibe.

entspreche. Er wolle das Sprichwort: „viele Geduld läßt sich

einen geringen Raum beschränken“, nicht zur Anwendung bringen, sondern nur bemerken, daß das Bedürfniß nicht nach den Anforderungen einzelner Stände, welche in den Palästen wohnen, zu bemessen sei, sondern daß den Landbewohnern auch eine bescheidene Behausung genüge. Man möge der Provinz keine unnöthigen Kosten machen; das Bedürfniß des Landtages werde durch einige wenige Abänderungen des vorliegenden Projektes be⸗

friedigt.

Ein Abgeordneter der Städte: Ob Düsseldorf oder Koblenz als Sitz des Landtages den Vorzug verdiene, wolle er nicht entscheiden, weil eine persönliche Rücksicht keinen Einfluß haben dürfe. Wohl aber sei er dage⸗ gen, daß für ein Lokal, welches nicht ausschließlich zur Disposition des

Landtages stehe, Geld ausgegeben werde.

sich in dem projektirten Gebände nicht anbringen ließen, Stock zu anderen Zwecken benutzt werden solle. Wenn

Auch er sei für die Be⸗ nutzung osses in D . Wenn aber der Baumeister auf eine Tischlänge von 14 guß 7 bis 8 Personen gerechnet habe, so gehe das nicht an, indem nur 5 bis 6 Personen an einem solchen Tische Platz finden

Es sei nachgewiesen, daß das ständische Lolal, wenn es auch einen Theil eines anderen Gebäudes aus⸗ mache, dennoch Eigenthum des Landtags und zu dessen freier Disposition Es frage sich mithin nur noch, ob das vorgelegte Projekt dem

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Lokal noch nicht einmal fertig sei.

Wahl vorgeschritten werden. (Schluß folgt.)

Berlin, 14. Sept.

den, über einen Antrag auf Reform der Porto

berathen.

Berlin, 14. Kronprinz von Schweden, die Prinzen Karl von Bayern,

nach dem Manöver begeben. ESe. Königl. Hoheit der Großherzog von Weimar Sanssouci gefahren, um daselbst die W nehmen.

Heute Mittag ist Familien⸗Diner bei S dem Prinzen Karl, an welchem die hier anwesende Höchsten Herrschaften theilnehmen werden.

V b V

asserkünste in Augenschein

Aachen, 10. Sept. (Aachen. Z.)

hier eingetroffen. nach Mainz fortsetzen.

Trier, 9. Sept. (Tr. Z.) ten, seit die

Da

frische Aussehen und die schöne Haltung der in der Frühe unter dem V Wirbeln der Trommeln und dem klingenden Spiele zu den Manövers Söhne des Vaterlands werden mit freudigem Stolze bemerkt; und Alles drängt sich zu dem kriegerischen Schauspiele auf

ausrückenden den singirten Feldern der Ehre vor unseren Thoren.

Neeisse, 10. Sept. (Schl. Z.) In unserer Festung herrscht jetzt große Bewegung. Die zwölfte Division ist hier und in der näch⸗

könne, daß vielleicht bis zum Zusammentritt des nächsten Landtages das

Dennoch beschließt die Versammlung, daß eine Kommission aus fünf Mitgliedern ernannt werde, und soll am Schlusse der Sitzung zu deren

r Wir erhalten heute durch die Düssel⸗ dorfer Zeitung den vollständigen Bericht über die Schluß⸗Sitzun des rheinischen Landtages. Es wurde in derselben noch über die Be⸗ bildung für Architeltur, Skulptur, M theiligung der Stände am Ausbau des Schlosses zu Düsseldorf, über V das Einkommen aus dem Rhein⸗Zolle, über die Realisation von Kassen⸗Anweisungen, die bei der Präsentation als falsch erkannt wür⸗ Taxe und über den

Sept. Se. Majestät der König und Se. Ma⸗

onpr d 3 Friedrich der Niederlande und Johann von Sachsen haben sich heute

sind nach

br. Königl. Hoheit en Allerhöchsten und

1 . Heute sind Se. Durch⸗ gern laucht der Prinz August von Sachsen Koburg mit Gemahlin, der rend Das Prinzessin Clementine von Frankreich, Königl. Hoheit, und Gefolge

Die hohen Reisenden werden morgen ihre Reise

Tr Unsere Stadt und Umgegend bie⸗ t die 16te Division bildenden Truppen hier in dem Mo

ndte 5 d an Ein neues Gebäude, in einem selthale zusammengezogen sind, das Bild eines regeren Lebens bescheidenen Style, wie einer der vorigen Redner sich ausgedrückt habe, ge⸗ ind d b 1 baut, werde nicht 70— 80,000, sondern höchstens 50,000 Rthlr. kosten. Dann wolle er noch bemerken, wie schon in dem gegenwärtigen Sitzungs⸗Lokale welches doch eine Höhe von 19 Fuß habe, erfahrungsmäßig die Hitze kaum zu ertragen sei; daß mithin Oeffnungen in der Decke nöthig seien, welche da dessen oberster Stock zu anderer eck daher die Stadt Düsseldorf auf ihre Kosten ein besonderes Ständehaus nicht bauen wolle

so möge die ganze Sache auf sich beruhen, bis die Provinz ein solches baue.

als Dieselben die Versammlung verließen.

Ew. Excellenz ihn ins Leben riefen. Zeichnungen, Büchern und plastischen welche die Akademie bereichert wurde,

Die vielen Lehrmittel Kunst⸗Werken,

Excellenz erinnern muß.

weise der akademischen Prämieen. Excellenz reines Wohlwollen unvergeßlich bleiben.

zu Geist als Schutzengel hinfort über uns schweben.

versichern, daß wir Ew. Excellenz nie vergessen. 2 unser innigster Wunsch sich erfülle, und Ew. Excellenz gedenken mögen und eben so auch Denselben Freude gewähre, was Ew.

um uns her die Kunst zur würdigen Schwester der in unserer Ze

Anschauung bringt. 8 2

verharren Ew. Excellenz allerergebenste Diener.“

Se. Kaiserl. Hoheit der Erzherzog Stephan mit Gesolge auf de Eisenbahn von Dresden hier an und reiste nach kurzem Verweilen im Bahnhofe, von da aus sofort nach Weimar weiter.

Allein Ew Excelle werden dennoch unaufhörlich uns in der allerehrerbietigsten 5 dankbarsten Erinnerung gegenwärtig sein; denn wenn wir uns hin⸗ fort versammeln, wird der akademische Rath daran gemahnt, daß

sind Denkmale It 9 enkma rer 8- reichen Wirksamkeit. Die Erweiterung des Kreises dederegesegens⸗ alerei und Kupferstecherei, welche durch die Einführung der Ateliers bewirkt wurde, ““] lebendige und volle Entwickelung des Talents denlbar und möglich ist wie die Kunstgeschichte lehrt und das Wiederaufleben der Künste in 1 en A. w neuester Zeit allgemein bestätigt, verdanken wir Ew. Excellenz einsichts⸗ Ausbau der Straßen von Trarbach nach Irmenach und Lengkamp voller und thätiger Leitung, so daß jeder Fortschritt in der Kunst an Ew. 8 Wenn die Architekten, Bildhauer, Maler, die von unserer Akademie ausgingen, in das Vaterland heimkehren, oder im Auslande sich und der Anstalt, welcher sie ihre Bildung verdanken, jestät der Kaiser von Rußland, so wie Ihre Königl. Hoheiten der Ehre erwerben, so sind auch dies Früchte von Ew. Ercellenz Einrichtung, 888 einer unparteiischen, zweckmäßigen und gewissenhaften Vertheilungs Vor Allem wird uns aber Ew. Mag Wohlwollen unsere Herzen, wenn wir Ihrer gedenken, selbst erfüllen, und so Ihr So zuversichtlich wir auch von den Allerhöchsten huldreichen Gesinnungen Sr. Maje⸗ stät des Königs erhoffen dürfen, daß die Kunst⸗Akademicen wieder unter eine einsichtsvolle Obhut gestellt werden, so dürfen wir doch Damit aber auch unserer fortwäh⸗ Ew. Excellenz sein Ent⸗ stehen, seine belebte und frohe Thätigkeit verdankt, so werden wir uns bestreben, zu vollführen, wozu Dieselben den Grund gelegt ha⸗ ben, und wir wollen nicht ermüden, die große Aufgabe zu lösen, auch

mann kann dort ungehindert ohne Paß

hoch gebildeten Wissenschaft heranzuziehen, so daß, was der Men⸗

schengeist im Inneren erkeunt, die Kunst in konkretem Dasein zur Dies mögen die sprechenden Beweise sei

r ies mögen die sprechenden Beweise sein, daß

wir mit wahrster und größter Verehrung und genehmigen Diesel⸗

ben den lebhaftesten Ausdruck unseres Gefühls mit innigster Liebe

Leipzig, 12. Sept. (Leipz. Ztg.) Gestern Abend kam

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lipp im nächsten Herbst einen Ausflug nach England zu machen 5 absichtige. Die Erfinder eines solchen Gerüchtes üi b“ nug, daß, wenngleich dem Könige der Franzosen die ““ Reise ins Ausland nicht verwehrt, nichtsdestoweniger ee eee; Fes Ministerium geben dürfte, welches die Verantwor b22 . übernehmen möchte. Man darf nicht 8228 reiche Vorsichtsmaßvegen gn. X“ 8 ciisen. erli varen, um das Leben L. g Philipp's schüßen echh. der König sich begiebt, folgt ihm die Wachsamkeit 9 8 und wir haben in den Blättern unlängst gelesen, 1 enn. Paß Treport oder in Eu weilen durfte, der nicht einen beson dazu erhalten hatte. Weit entfernt, diese Vorsicht . 1vns müßte man vielmehr das Ministerium zur Veranfmor f Füne⸗ wenn es Etwas vernachlässigen wollte, um F. r nicht hinreichend sicher zu stellen. Dergleichen Vorsichts⸗ Vhetzasae vertragen sich aber nicht wohl mit der britischen 111““ e hat in Großbritanien nur einen höchst 9. sogenannte Aufsicht der hohen Polizei⸗ nennt, b ei eine Sommer⸗Residenz verlegen wollte, . Paris nach Rouen zu

Treport die Reise im Wag or ten. . vder vndn str ol aber, *4 man sagt, erklärt 2ö— Eisenbahn die Gefahr der Reise größer wäre, a anf .H; 85 chen Straße, das Ministerium nicht ohne Noth die . 8 8 einer Eisenbahnfahrt üibernehmen dürfe. So ;m 84 6 König erscheinen mochte, so wußte er doch ““ 8 Minister zu sehr zu ehren, um nicht deren Vorstellungen H geben. Urtheilen Sie hiernach, ob das Kabinet sich dazu * würde, die Reise des Königs nach England für rathsam zu gken.

Größeren Bestand hat das Gerücht, daß die später einmal nach Frankreich zurückkommen 1 Versailles zu besuchen. Es liegt wenigstens im Gebiete 9 lichkeit, daß die Königin Victoria, welche schr wünschen so . zu sehen, dem König der Franzosen einen Ausflug hierher währen des nächsten Frühjahrs versprochen hat.

Das Gerücht, dem zufolge die Königin Victoria dem König der Franzosen den blauen Hosenband⸗Orden verehrt haben soll, ist ohne Grund. Denn die Königin Victoria hat sich, wie es scheint, bei diesem Besuche in Eu jedes Aktes enthalten wollen, der die Monarchin verkündet hätte. Man⸗ glaubte allgemein, daß Herr Guizot und der Admiral Mackau den Bath⸗Orden erhalten würden. Von allen angekündigten Ordens⸗Verleihungen ist aber nur eine faktisch, nämlich die Ernennung des Prinzen Albrecht zum Großkreuz

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und mehr oder minder radikale Glaubens⸗Bekenntnisse zum Besten zu geben, wie neulich ebenfalls Herr von Lamartine zu Macon thun wollte, aber durch den Rektor des dortigen Collége daran gehindert wurde, indem dieser ihm das Wort versagte.

Srossbritanien und Irland.

London, 9. Sept. Die Erklärung, welche das britische Ka⸗ binet durch Herrn Aston in Madrid der spanischen Regierung hat

der Dinge Kenntniß erhalten habe und mit der neuen Regierung in gutem Vernehmen verbleiben wolle, giebt den Oppositions⸗Blaͤttern hier neue Veranlassung zu Vorwürfen und Angriffen gegen die Regierung. Diese „Anerkennung“ der revolutionairen, verfassungswidrigen Re⸗ gierung, noch dazu zu einer Zeit, da 124 9, schon im Sturze be⸗ griffen sei, zeige wieder deutlich, wie die M orning Chroniele sagt, daß das Peel⸗Kabinet gar kein bestimmtes System in seiner auswär⸗

de jure von Spanien erklärt und erkenne nunmehr dennoch die ihm feindliche Partei in Spanien als Regierung an. Die wider⸗ legt heute das Whigblatt insofern, als sie erklärt, daß der Ausdruck „Anerkennung“ in diesem Falle ein unpassender sei, denn die britische Regierung erkenne in Spanien niemals eine temporaire Verwaltung an, die ihr Dasein Intrignen und der Revolte verdanke, und deren Sturz durch dieselben Mittel ihrer Erhebung bewirkt werde, sondern England erkennt einzig und allein in Spanien die Königin Isabella II. an, und es wäre eine sonderbare Neuheit in den diplomatischen Beziehungen zweier Kronen, welche durch die Bande alter Freundschaft und be⸗ sonderer Verträge verbunden sind, wenn der britische Minister Madrid deshalb verlassen hätte, weil die Minister der Königin von Spanien, die Diener der Krone, bei welcher er akkreditirt ist, die Achtung oder das Vertrauen Englands nicht besitzen. Diese wenigen Worte des Toryblatts zeigen hinlänglich, daß die Segenwartige Tory Regierung wohl ein bestimmtes System in der spanischen Politik befolgt, welches

freilich nach whiggistischen Grundsätzen als kein System erscheint.

10 gor 6 P 1 8 8 4 8 Mo habe noch vor kurzem Espartero im Parlamente für den Regenten

Lord Palmerston hatte das eine Ziel vor Augen; Festigung der Macht Espartero’'s, um zum Lohn für England einen günstigen Han⸗ dels⸗T b es ist bekannt, mit welcher Energie sich dels⸗Traktat zu erlangen, und es ist bekannt, mit welcher Energie sich

führen können, er in die inneren

Nicht auf die Festigung der Macht Espartero's beschränkt sich dagegen die Tory⸗Politik. Man erkennt, daß die Länder England und Spanien in

natürlichem und geordnetem Zustande der Dinge, jenes mit dem

die zu unseligen Folgen hätte Verhältnisse Spaniens eingriff.

der edle Lord dieser Aufgabe unterzog und mit welcher Bestimmtheit, V

sen van Kattendyk ersetzen würde. Herr Mollerus besitzt die Liebe des Volkes.

Der Gesetz⸗Entwurf über die Verminderung der elf Provinzial⸗

Gerichtshöfe auf fünf hat in den Sectionen der zweiten Kammer nicht nur Beifall gefunden, sondern mehrere Mitglieder wollen sie auf zwei reduziren. imn haben 18 Mitglieder an den Arbeiten der Sectionen in Bezug auf diese 2 1 n wichtige Frage gar nicht Theil genommen; 19 Mitglieder von 40 haben eröffnen lassen, daß man von der dort stattgehabten Umgestaltung sich für die Verminderung der Gerichtshöfe auf 5 und 21 für die auf 2 ausgesprochen. Die Annahme des Gesetzes ist daher, was die Ver⸗ minderung der Gerichtshöfe betrifft, fast als gewiß zu betrachten, obgleich die Abwesenheit der 18 Mitglieder ein Geheimniß ist. Ein solches Verfahren ist tadelnswerth, denn es wird der Regierung da⸗ durch unmöglich, die Gesinnung der Majorität kennen zu lernen und sie sieht sich dadurch in Schwierigkeiten verwickelt, die man ihr er⸗ n sparen könnte. Und wenn in dem gegenwärtigen Falle die Majorität tigen Politik befolge, gar nicht wisse, was es zu thun habe, so daß der der Kammer der Meinung wäre, daß zwei Gerichtshöfe hinreichten, Premier⸗Minister sich der größten Inkonsequenzen schuldig mache. Er hätte man, bei der Abwesenheit mehrerer Mitglieder nicht das Recht,

Nach dem vorläufigen Berichte der Kammer

anzunehmen, daß die Kammer diese Entscheidung nicht annähme? Die Wiederaufnahme der Arbeiten der Kammer wird um die Mitte dieses Monats stattfinden.

Aus dem Berichte über den Zustand des Armenwesens in den Niederlanden im Jahre 1841 geht hervor, daß es in dem Königreiche 6331 Wohlthätigkeits⸗Anstalten giebt, von denen 6315 Kommunal⸗ Anstalten sind. Etwa 505,093 Personen haben Wohlthaten aus den⸗ selben erhalten, wobei die Vertheilung von Lebensmitteln und Brenn⸗ material, so wie die Leihbanken, nicht mitgerechnet sind. Die Zahl jener unterstützten Personen verhält sich zu der Bevölkerung 2,931,143 Seelen) wie 203:1000. Die Einnahmen dieser Anstal ten betrugen in dem genannten Jahre 19,476,871 Fl., die Ausgaben 19,026,999 Fl. Ein anderes ungünstiges Zeichen für den Wohlstand des Landes ist die Abnahme, die sich in dem Besuch namentlich der höheren Schulen zeigt; es besuchten nämlich im Jahre 1836 1241, im Jahre 1839 1180, im Jahre 1840 1155 und im Jahre 1841 nur 1112 Schüler Gymnasien und gelehrte Schulen.

Es ist noch immer die Rede davon, daß eine anonyme Gesell⸗ schaft im Herzogthum Limburg zum 1. Oktober ein Journal heraus⸗ geben wird; man sagt indeß, daß es noch an einem Redacteur fehle, und daß auch die Eintracht, welche in dem Schooße der Gesellschaft zu herr⸗ schen schien, schon momentan getrübt worden sei. Die Eingeweihten behaupten jedoch, daß bereits eine ziemlich starke Summe für die Publizirung vorhanden sei. Man beschäftigt sich im Publikum viel mit dieser Angelegenheit. Was will diese Gesellschaft, die sich in Dunkel hüllt? Die Zeit wird es lehren.

Schweden und Uorwegen.

Ueberfluß seiner Fabrikate, . 1— öe ni ntbehren können, und daß nach Herstellung der Ruhe ein Han lim. 1 its⸗Tidning vom gestri⸗ 9 Traktat zwischen beiden Fändern auch ohne gefährliche Ein⸗ gen Tage enthält folgendes Bülletin: „Als 8 I 175 mischung des einen in die Wirren des anderen zu Stande kommen nig am vorigen Freitag den sten ausfahren v Senbat muß; man sah deshalb die Regentschaft Espartero's so lange gern, glück, über einen Schirm zu fallen, den Se. Majes ã in der S . 1 stube bei Seite setzen wollte. Im Fallen stieß sich der König an beide Knieen, vornämlich an das linke, und zwar so heftig, daß er von einem Schwindel befallen wurde, der mehrere Sekunden Bewußtlosigkeit zur Folge hatte, aus welcher er indessen nach und nach wieder erwachte und sich bald vollkommen wieder erholte. Dieser Vorfall, der anfäng⸗ lich mit langwierigen Folgen zu bedrohen schien, dürfte um so weni⸗ ger Veranlassung zu Befürchtungen geben, als der König am nächsten Tage schon wieder seine gewöhnlichen Beschäftigungen vorgenommen hat, und schon am Zten nach Rosendal fahren wollte, welches er 3 dessen, weil das Heruntersteigen von den Schloßtreppen für seine be schädigten Knieen zu angreifend gewesen sein würde, noch aussetzte. Dasselbe Blatt meldet in seiner heutigen Nummer, daß Se. Majestät gestern Nachmittag bereits wieder eine Fahrt im Thiergar⸗

ten gemacht haben. 8 G a“ Paris, 9. Sept. Telegraphische Depesche aus Spanien. 8 Perpignan, 8. Sept. Am 6ten währte das Schießen in Barcelona in der Gegend des Seethores und des Engelthores fort. Das Artillerie⸗Feuer hatte von beiden Seiten aufgehört. Die In⸗ surgenten sind entmuthigt; mehrere waren desertirt.

Ein anderer Abgeordneter desselben Standes bemerkt: Wenn es sich blos um das Ausreichen des Lokals, auch für den Fall einer Vermehrung der Deputirten⸗Zahl und der Einführung der Oeffentlichkeit, handle, so un⸗ terliege das gegenwärtige Projekt keinem Bedenken. Wenn aber die Stände ein ihnen eigenthümlich zugehöriges Lokal erwerben sollen, so müsse wieder⸗ holt werden, daß in der vorgeschlagenen Weise ein Eigenthum nicht erwor⸗ ben werde, noch auch erworben werden könne, sondern höchstens ein gemisch⸗ tes Eigenthum und kaum ein Besitz oder Nutzungsrecht zur Hälfte. Was man nicht weiter veräußern könne, sei auch kein wahres Eigenthumsrecht. Deshalb sei er für die Erbauung eines den Ständen ausschließlich gehöri⸗ gen Lokals, besonders auch aus dem Grunde, weil schon für die jetzigen Zwecke das vorgeschlagene Lokal nicht übermäßig viel Raum darbiete und wenig korpulente Deputirte wünschen lasse. Die Verwendung des Kapital⸗ Betrags der bisher gezahlten Jahresmiethe sei eigentlich eine bloße Zah⸗ lung der Miethe durch dieses Kapital einschließlich der Tilgung, und es scheine ihm nicht wünschenswerth, in dieser Weise die Verpflichtung zur Ein⸗ richtung einer Miethe auf eine Reihe von Jahren zu übernehmen.

Ein Abgeordneter der Städte sagt: Schon auf dem vorigen Landtage habe er gegen die Verlegung nach Koblenz gestimmt, und wiederhole dieses auch heute. Die bisher gezahlte Miethe werde auch ferner zu tragen sein; mithin handle es sich für die Provinz eigentlich blos um ein Opfer von 5000 Thalern, mittelst dessen ein neues Lokal gewonnen werden könne. Im Uebrigen sei bei der Einrichtung des Ständesaales auf die bevorstehende 8

sten Umgegend vollständig zusammengezogen, indem auch die Füsilier⸗ Bataillone aus Brieg und Schweidnitz, so wie das zweite Ulanen⸗ und das sechste Husaren⸗-Regiment in unserer Nähe eingetroffen sind.

8 8 der Ehren⸗Legion. Baden. Karlsruhe, 9. Sept. (Mannh. Ihre Das vor einigen Tagen so belebte Eu⸗ fängt an, wieder still zu Königl. Hoheit die Großherzogin will nächste Woche ihre Reise nach werden. Mit Ausnahme des Königs, der Königin der Franzosen, der Fast täglich marschiren die Infanterie⸗Bataillone mit klingendem Spiel Italien antreten, um, wie verlautet, 6 Monzate dort zu verweilen; Madame Adelaide, der Herzogin von Orleans und der Prinzestin 88 durch die Stadt und bieten uns so das stets gern gesehene Schau⸗- ihr Gefolge wird nicht unbedeutend sein, unter Anderen begleitet sie Joinville, sind die übrigen hohen und höchsten b spiel eines freudig bewegten Kriegerlebens. Die Kavallerie ist auf, dahin der Ober ö von Dubois. 8 8 dort wieder abgereist. Die Königin der Belgier, die der Dörfern stationirt und die Artillerie, obgleich erst vor kurzem von 6“] Haber deb Angelegenheit ist fortwährend das Tages⸗ tine und deren Gemahl sind nach Brüssel abgegangen; E 68 ihrer Revue aus Breslau zurückgekehrt, nimmt doch schon wieder— gespräch; in den Verhören, die bereits gestern den ganzen Tag ge Aumale und Montpensier, so wie Herr Gutzot, Baron thätigen Antheil an den jetzt eine Stunde von hier, seitwärts von dauert, Hinge zur Sprache gekommen sein, die auf viel Täu⸗ Cowley, Graf St. Aulaire u. s. w. sind nach Paris, 1n gg e. der Straße nach Ziegenhals, stattfindenden Uebungen. Auch die schung oder Mißverständniß deuten; auch dürfte noch manche Person Der König erwartet nur den nach Brighton die 1 hiesige Pionier⸗Abtheilung ist überaus thätig, sowohl zu Wasser, als 18g 880g2s werden, die ihr bis jetzt fremd scheint, so lautet das begleitenden Prinzen von Joinville, vnö L zu Lande. Noch vor kurzem wurden bei dem hiesigen Schießhause Gerücht. Advokat Sander aus Rastatt, dieser tüchtige Jurist, hat die gliedern der Königlichen Familie das CXX 8 oud sogar zur Nachtzeit Brücken aller Art über der Neissefluß geschlagen LEA11114““ Interesses übernommen, und befindet sich ziehen, wo Se. Majestät Vhtrgen und dies Alles mit einer Genauigkeit und Sicherheit, die an das Wun⸗ .. diesem ö“ seit vorgestern hier. In den zerstörten gedenkt, und bis 11614“ , u 3 derbare gränzen. Gegenwärtig werden auf dem Uebungsplatz vor 8 Fist irhen 1. Wmale haben mehrere Gesandt⸗ dann wieder bis v 1 en 2 der Ziegel Barriere Laufgräben und Sappen aller Art ausgeführt, Mafts 85 von Werth niedergelegt, die bei Herzog und die Herzogin von Nemours werden am sten Il. M. um die in großer Anzahl zusammengezogenen Pionier⸗Mannschaften 8 L g zum Theil verletzt, zum Theil gefähr

in ihren verschiedenen Dienstverrichtungen zu üben. et wurden, es soll nun von Seiten der Interessirten um Schutz ge

Maͤcon eintreffen. Man sagt, daß Herr von Lamartine in seiner Eigenschaft als Präsident des General-Conseils den Prinzen dabei

beten sein, der auch durch fortgesetzte Bewachung der Lokalität wohl

außerdem erfolgt wäre. Der bedauerliche Volkstumult, über dessen

anreden wird. Entstehen die verschiedensten Gerüchte im Umlauf sint ir 8† 1“ 1b 1 9 v ind, w och z

Vermehrung der Deputirten und die Anbringung von Tribünen für das Ausland. dden ernstesten und ausgedehntesten e16 Publikum Rücksicht zu nehmen. 9 84 hungen Veranlassung geben; Der Referent: In der Kabinets⸗Ordre vom 12. Dezember 1842 sei h Deutsche Bundeostaaten. nghc 5 . böö 8” jedoch die Beschädigungen, gesagt: die Stände durften vielleicht zu disponiren sein, statt des zu über⸗ Bayern Bamberg, 8. Sept. (Fr. M.) Erste Sitzung der 6 1 b g6 be a. sokgendern Nacht mehrere israelitische Woh⸗ nehmenden Miethzinses ein denselben ablösendes Kapital zu den Baukosten deutschen Architekten und ndentolre In Ge h 14 8. Pie h- E“ der auerkanntesten Redlichkeit in herzugeben. Es werde mithin vorausgesetzt, daß der Landtag prinzipaliter EE1ö“ st 5* de⸗ 888 1 84 8. he8 88” 898 Tl b 8 bachthei⸗ unt Schreck versetzt wurden; ein vielgetheilter Wunsch ist, die Entrichtung des Miethzinses vorziehe. Ferner sei in der Kabinets⸗Ordre Maagis⸗ 5 c 8u 38 an ersamm ung. „Zuerst ergriff 88 Wort daß irgend eine öffentliche Kasse diese Verluste ersetzt, die der roheste

bestimmt, daß zuerst ermittelt und festgestellt werden solle, welche Leistungen agistrats⸗-Rath Barlet aus Bamberg, um die Versammlung Namens Sinn veranlaßt und die jeden Gebildeten empören müssen.

Stockholm, 6. Sept. Die Stats⸗Tidning vom gestri⸗

und unterstützte sie, als sie diesen Zustand der Ruhe herbeiführen konnte; man gab sie aber auf, als sie diesen Ansprüchen nicht ge nügte. Die Tory⸗Politik giebt danach keiner besonderen Re⸗ gentschaft in Spanien den Vorzug;

sie erkennt jede de facto Regierung dort an, denn sie hat das sehnlichste Verlangen nach Ruhe und Ordnung, aus welchem Zustande allein für England ein Vortheil hervorgehen kann. Man wirft dieser Politit, die wir in der That als die einzig heilsame und rechtliche bezeichnen müssen, vor, daß sie auf diesem Wege dem französischen überwiegenden Cinslusse in Spanien, der die englischen Interessen und das europäische Gleich⸗ gewicht gefährde, freie Bahn eröffne, aber man weiß in Eng. land sehr wohl, daß die beste Garantie gegen Uebergriffe Frankreichs die nationalen Elemente des spanischen Charakters selbst bilden, der jedem französischen Wesen fremd bleiben wird. Diesem Systeme der Tory⸗Politik widerspricht keinesweges die Erklärung Sir Robert Peel's, daß er Espartero noch als Regenten de jure von Spanien anerkenne. Die Cortes haben denselben dazu gemacht, und die Cortes allein können ihn dieses Rechts berauben; dies Recht giebt ihm aber Ansprüche auf eine einem Regenten zu⸗ kommende Behandlung, und Sir Robert Peel versichert, daß auf Grund desselben ihm in England eine solche Behandlung zu Theil werden soll. Das hat aber nichts mit einer Anerkennung der neuen Regierung zu schaffen, die gar nicht stattgefunden hat, da man allein die z anerkennt. Kommen wir auf den heuti

. Paris, 9. Sept. Am 14ten, 15ten und 16ten September wird auch in diesem Jahre ein großer Kongreß der Weinbauer von Frankreich zu Bordeaur abgehalten werden, um über ihre Interessen und insbesondere über die Mittel zu berathen, welche am besten der gedrückten Lage dieses wichtigen Zweiges der landwirthschaftlichen Industrie des Landes abhelfen könnten. Die Versammlung wird dies mal zahlreicher und glänzender werden, als in irgend einem der früheren Jahre. Man berechnet die Zahl der dazu erwarteten Theilnehmer auf

vꝙ Paris, 8. Sept. Die Nachrichten, welche wir heute mit der Estaffette aus Madrid unter dem 3ten l. M. erhalten, scheinen

die Stadt übernehmen wolle, so wie welche Mittel die Fonds der Akade⸗

mie dazu darbieten.

nicht aufgeklärten Punkte etwas Näheres zu erfahren. Ein Abgeordneter der Städte:

salls an den Kosten betheiligen. Der Herr Landtags⸗Marschall:

den Rest des erforderlichen Baukapitals werde Se. Majestät selbst decken. Ein Abgeordneter der Städte:

noch nicht gehoben sei, so dürfe die Gelegenheit, durch Betheiligung an dem Ausbau des Schlosses in Düsseldorf ein euntsprechendes Lokal zu erlangen, nicht abgewiesen, jedoch in solcher Weise davon Gebrauch gemacht werden, man den späteren ausführlichen Plan nicht präjudizire. Aus diesem Grunde halte er die Betheiligung mit einem Kapital für weniger vortheil⸗ haft, als die Entrichtung einer Jahres⸗Rente, bis dahin, daß man über das dereinstige Lolal der Stände völlige Gewißheit habe.

Ein Abgeordneter der Nitterschaft: Man möge mit der Stadt Düssel⸗ dorf eine Vereinbarung treffen, wonach dieselbe das den Ständen einzu⸗ räumende Lokal später wieder zu übernehmen habe.

„Ein Abgeordneter der Landgemeinden: Wofern ein besonderes Gebäude für Rechnung der Provinz gebaut werden solle, so falle auch die Unterhal⸗ tung desselben den Ständen zur Last, welche bei einem Gebäude, das alle zwei Jahre auf etwa zwéi Monate benutzt werde und die übrige Zeit hin⸗ viss eeh⸗ fünfmal so hoch sein werde, wie die bisherige Miethe. Den asch sei ein eigenes Lokal für den Landtag sehr wünschenswerth und eine buheest Hassende Gelegenheit gegeben, diesem Wunsche zu genügen. Die aenee Fn danaaflegenden Frage sei von den gegen den Bauplan erho⸗ Ueberlegung Gaec unabhängig, indem es noch immer in fernere Feh seFee werden könne, ob man mit dem Plane einverstan⸗ den sei oder nicht, und ob man den Wunsch oder die Bedi 6. sprechen wolle, daß noch diese d din Wunf 85 G,.. 18e F. 88 idch diese oder jene Abänderung angebracht werde. Eine solche speziellere Prüfung könne füglich einer von dem Landte 8 nenden Kommission übertragen werden, A“

waste erscteg nie ge Fielsetige Unterstützung und wird (nach die Versammlung sich mit einem Konin venvächst folgende Frage: „Will sam ug sich t einem Kapital von 20,000 N PI bau des Schlosses in Düsseldorf behufs der Besch EE dischen Lokals betheiligen?“ zur Abstimmung gebrncht n0 bejaht, von 28 verneint. ht und von 35 Stimmen Demnächst wird von mehreren Seiten bie 8 - 8 dischen Kommission zurückgekommen, welche I. stän⸗ der Räume und namentlich des Sitzungs⸗Saales mit Re Eeinrichtung den zu verhandeln habe. egierung und 1 der Herr Landtags⸗Marschall hält die Er iner s nicht für erforderlich, veif nnt Beibe haitung des verstedeneneh ammisan 1 EEEEEE 1— nes, durch eine leichte Veränderung in dem Arrangement der Sitze der erforderliche Raum im Sitzungssaale vollauf zu beschaffen sei, und macht darauf auf⸗ merksam, daß durch die Verhandlungen einer Kommission nur Zeitverlust entstehe und der dringend nöthige Anfang des Baues so aufgehalten werden

Es sei wünschenswerth, über diese beiden bisher noch Die Stadt Düsseldorf werde sich jeden⸗

Dem Vernehmen nach seien aus den Fonds der Akademie 10,000 Rihlr. disponibel; die Stadt Düsseldorf müsse ben so viel zuschießen, wie die Stände, mithin beiläufig 20,000 Rthlr.;

dte: Es sei zweckmäßig, daß das Stände⸗ zaus alleiniges Eigenthum der Stände oder der Provinz sei; weil aber die Ungewißheit über die Einrichtung und Ausdehnung des ständischen Wesens

Secretair des Vorstandes Dr. Puttrich verschiedene Mittheilungen über den Geschäftsgang machte, worauf Professor Stier aus Berlin einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag hielt, in welchem den besonderen Dienst bei ihr hatte, eine Summe von 1000 Fr. zu⸗ er seine Ansichten über die Baukuust im Allgemeinen, so wie über stellen lassen. die verschiedenen Richtungen aussprach, welche dieselbe in der Ver gangenheit und Gegenwart in Deutschland genommen. machte eine Erörterung, die sich über die Ausführbarkeit des Planes einer 104 Klafter langen Holzbrücke entspann, welcher der Versamm⸗ lung von einem österreichischen Architekten vorgelegt worden war. Unangenehm bemerkt wurde, daß bis jetzt noch kein einziger der Münchener Baumeister erschienen ist; doch hofft man, daß wenigstens einzelne derselben sich noch einfinden werden. Anwesenden sind Preußen und Sachsen.

Kronprinz Oskar von Schweden und Norwegen geruhten bei Höchstihrer Ankunft in Dresden, am 9. d. M., eine durch den schwedischen und norwegischen Konsul, Herrn Kaskel, präsentirte Deputation des hie⸗ sigen Hauptvereins für die Gustav⸗Adolph⸗Stiftung und deren Bitte: Se. Majestät den König von Schweden ꝛc. ꝛc. der tiefsten Ehr furcht und Dankbarkeit des Vereins zu versichern, huldreichst anzu⸗ nehmen. 3

hiesigen Kunst⸗Akademie hat, als Antwort auf den mündlichen Ab⸗ schied, den von Lindenau in der letzten Sitzung desselben, der er bei⸗ wohnte, in höchst ergreifender Art an ihn richtete, folgende Adresse an den gefeierten Staatsmann erlassen: Ew. Excellenz letzte Worte, welche Dieselben zu dem akademischen Rathe sprachen, erfüllten uns Alle mit dem Gefühle, daß wir verwaisen. war der stumme, wahre Ausdruck der Trauer

dieser Stadt willkommen zu heißen, eine Versammlung, welche sich zur Aufgabe gemacht habe, der Baukunst in Deutschland eine natio⸗ nale Richtung durch gemeinsame Bestrebung der Baukuüͤnstler zu geben, und wobei das Gelingen verbürgt sei durch die Tüchtigkeit und deutsche Gesinnung der Männer, welche sich ihr gewidmet, durch den Aufschwung, welchen der Geist der Eintracht und Einheit in

Deutschland jetzt wieder genommen, und durch die Unterstützung und Belebung, welche seine Könige und Fürsten in gleichem Sinne jedem höheren Aufstreben, insbesondere der Kunst, zuwenden. Bürgschaft hierfür gebe ferner die Begeisterung, mit welcher in ganz Deutsch land die Vollendung des größten deutschen Baues, des Domes zu Köln, durch alle Klassen seiner Landes⸗Genossen beschlossen worden sei und ins Werk gesetzt werde, und gewiß werde auch in der Baukunst das, was in den Zeiten des Faustrechts möglich gewesen, jetzt unter der Herrschaft verfassungsmäßiger Gesetze wieder ausgeführt werden.

Spätere Privat-Mittheilungen melden, daß demnächst der

sogleich eine Estaf

Den Beschluß

Die Mehrzahl der

Sachsen. Dresden, 12. Sept. (L. Z.) Se. Königl. Hoheit der

Dresden, 11. Sept. (D. A. Z.) Der akademische Rath der

Unser tiefes Schweigen die wir empfanden,

1“

Baden, 8. Sept. (K. Z.) Se. Königl. Hoheit der Herzog von Cambridge, mit Gefolge und Dienerschaft, unter dem Namen eines Grafen von Culloden reisend, ist hier angekommen.

Sachsen⸗Weimar. % Weimtar, 12. Sept. Heute früh ist, in Abwesenheit des Großherzoglichen Hofes, Se. Kaiserl. Hoheit der Erzherzog Stephan aus Dresden hier angekommen. An unsere Höchsten Herrschaften, welche sämmtlich in Berlin sich befinden, wurde

ette abgefertigt, um die Ankunst Sr. Kaiserl. Hoheit zu melden.

LKrankreich.

Paris, 9. Sept. Der König hat den Prinzen Albrecht mit dem Großkreuz der Ehren⸗-Legion dekorirt. Der Prinz war mit die⸗ sem Orden während der Einschiffung geschmückt.

Die Königin Victoria hat bei ihrer Abreise 25,000 Fr. für die Schloßdienerschaft hinterlassen; außerdem aber jedem der Diener, der

Der Prinz Albrecht hat den Stadtarmen von Eu 100 Pfd. St. gegeben.

Herr Vatout, erster Bibliothekar des Königs, hatte die Ehre, Ihrer Majestät der Königin von England ein prachtvoll gebundenes Exemplar seines Werkes „Geschichte des Schlosses Eu“ zu überreichen. „Das ist ein Schloß voll reicher, historischer Erinnerungen!“ sagte die Königin und Herr Vatout entgegnete schnell: „Ew. Majestät fü⸗ gen zu diesem Werke das schönste Blatt!“

Herr Paul Delaroche und Herr Morel Fatio, welche nach Eu berufen sind, um die Hauptmomente aus dem Aufenthalte der Köni⸗ gin Victoria in Frankreich zu malen, haben unter Anderem folgende Aufgaben empfangen: die Landung zu Treport, die Ankunft im Schlosse zu Eu, das Fest im Walde, die Revue und die Abreise. Herr Delaroche wird sich vorerst nach London begeben, um diejenigen Personen zu malen, die dazu bestimmt sind, auf seinen Bildern eine Stelle einzunehmen. Diese Bilder werden auf der nächsten Ausstel⸗ lung erscheinen und sind für das Museum in Versailles bestimmt.

Der Herzog von Montpensier, der bereits in der Hauptstadt angelangt ist, wird sich binnen wenigen Tagen nach Metz begeben.

Herr Guizot ist wieder in Paris angekommen.

Der Herzog und die Herzogin von Nemours werden am 20sten in Lyon erwartet. Es werden daselbst Anstalten zu ihrem festlichen Empfange getroffen. Das große Theater wird zu einem Bankett eingerichtet, welches die Stadt ihren Königlichen Gästen zu geben

beabsichtigt. 1 v111““

m Paris, 9. Sept. Kaum hat die Königin von Großbrita⸗ nien Frankreich verlassen, so will man schon wissen, daß Ludwig Phi

nahe an zweitausend aus allen Departements des Landes, wo Wein bau getrieben wird. Einladungen dazu sind nach allen Seiten hin ergangen, namentlich an die sechsundneunzig Mitglieder des Weinbau⸗ Vereins der Deputirten⸗Kammer, an die sämmtlichen Deputirten der Gironde, an die in diesem Departement domizilirten Pairs von Frank⸗ reich und diesenigen, welche mit dem Weinbau⸗Comité von Bordeaux in Verkehr stehen, an die sechsundzwanzig Abgeordneten des Central⸗

Königin ne 3 i gen Artikel der Times zurück, so heißt es in Bezug hierauf: „Wir selbst, oder andere Organe der öffentlichen Meinung in Eng land können natürlich die letzten Ereignisse in Spanien frei und nach Belieben besprechen, um ein Urtheil über den Charakter der Partei aus einer Untersuchung der Mittel zu erhalten, welche dieselbe zur

Gewalt gebracht haben, und um ihre Zukunft abzumessen, aber diese

Comité's von Paris, an den General⸗Rath der Gironde, die Munizipal und die Handels⸗Kammer von Bordeaux, die sämmtlichen Präsidenten, Se⸗ cretaire und Delegirten der verschiedenen Weinbau⸗Comités im Departe ment der Gironde, was bei den 154 dergleichen Comités, welche jetzt dort bestehen, nicht weniger als 476 Eingeladene von diesen allein ausmaͤcht; die Comités der verschiedenen anderen Departements und alle von den Deputirten der Weinbau⸗Kommission angedeuteten Personen 315 an der Zahl; endlich die Deputirten der Se⸗häfen und der unter den vorstehenden nicht begriffenen Gegenden, wo Weinbau getrieben wird. Die Deputirten der Seehäfen sind deshalb ausdrücklich ein⸗ geladen worden, weil die Interessen der Schifffahrt mit denen der Weinproduction, welche jener einen nicht unbedentenden Theil ihrer Frachten liefert, im innigsten Zusammenhange stehen. Dergleichen Versammlungen zu höchst nützlichen, wahrhaft nationalen, patriotischen und dabei friedlichen Zwecken, eine der besten Früchte des auch in Frankreich mehr und mehr sich regenden Associationsgeistes, können, wie es auch wirklich der Fall ist, von der Regierung nur gern gesehen werden, und werden daher auch von ihr auf jede Weise gefördert. Dagegen zeigt sich seit einiger Zeit in den Munizipal⸗Räthen mehrerer Lokalitäten ein gewisses Streben, über die durch das Gesetz diesen Versammlungen vorgezeichneten Schranken hinaus in das Gebiet der Politik und der Gesetzgebung hinüberzugreifen, Bestrebungen, welche die ernste Aufmerksamkeit der Regierung erheischen. Die Vorfälle zu Angers, wo der Munizipal⸗Rath gegen den vom König kraft der ihm zustehenden Prärogative ernannten Maire sich auflehnt, und sogar sich weigert, in irgend eine Berathung und Be⸗ schlußfassung über die Gemeinde⸗Angelegenheiten einzugehen, so daß die letzte Monats⸗Session desselben unverrichteter Dinge geschlossen werden mußte; zu Mans, wo der Maire dem ältesten Prinzen des Königlichen Hauses eine warnende Lection halten zu müssen glaubte; zu Toulouse, wo der Geist der Widerspenstigkeit und des Radikalismus fast unglaublicherweise bis in den Schooß des Gemeinderathes eingedrungen ist, und man so zu sagen um die Wette sich beeifert, jede Gelegenheit aufzusuchen, um der Regierung Oppo⸗ sition 1 wmachen und fast Trotz zu bezeigen: alle diese Thatsachen sind even so viele sprechende Zeugnisse für das Vorhandensein des bezeichneten Geistes. Die Munizipalräthe der kleinsten Städte wollen, wie es scheint, mit der Deputirten⸗Kammer in Konkurrenz treten, und selbst die Preis⸗Vertheilungen an die Zöglinge der öffentlichen Schulen möchte man benutzen, um sogenannte patriotische Erklärungen

Untersuchungen haben nichts mit den öffentlichen Beziehungen beider Staaten zu einander zu schafen. Die Regentschaft Espartero’'s war durch die Autorität der Cortes von Spanien geschaffen, und erreichte plötzlich ihre Endschaft durch den Willen eines großen Theiles der spanischen Nation. Wie wir auch immer dies Resultat um des Landes und der Königin willen beklagen mögen, so ist es doch ein Resultat, das keine fremde Macht hätte verhindern. können, und was wir auch immer von den Verdiensten und den Ansprüchen der Re⸗ gierung Espartero's halten mögen, so war dieselbe doch vermöge ihres temporairen und untergoerdneten Charakters etwas ganz anderes, als die höchste und permanente souveraine Macht der Königin von Spanien.“ Wie groß die Uebertreibung der Zahlen⸗Angaben von der Menge

die wirkliche Bevölkerung jenes Landes einigermaßen rücksichtigt. Seit dem März dieses Jahres hat O'Connell 31 Repeal⸗Versammlungen gehalten, welchen nach den Repeal⸗Organen in Summa 8,610,000 Menschen beigewohnt haben sollen. Die ganze Bevölkerung Irlands Männer, Weiber und Kinder, beträgt aber nach dem letzten Cen sus nur 8,175,238 Menschen; so daß es also 430,000 Repealers in Irland mehr geben müßte, als es überhaupt Einwohner giebt. Man kann zwar annehmen, daß dieselben Personen mehreren Versammlungen beigewohnt haben, doch dürfte es sich nur auf wenige, Fälle in der Nähe von Dublin und auf eine geringe Anzahl beschränken. Es hat in Irland seine besonderen Schwierigkeiten, große Volksmassen zwan⸗ zig oder dreißig Meilen weit fortzubewegen. Doch die Uebertreibung dieser Angaben tritt noch mehr hervor, hens; man bedenkt, daß in der Provinz Ulster mit Ausnahme eines Versuchs in Monaghan keine einzige Repeal⸗Versammlung zu Stande gekommen ist, und daß diese Provinz allein mit Ausschluß Monaghan's 2,200,000 Einwohner zählt. Uiederlande.

G Mastricht, 9. Sept. Es bestätigt sich, daß die Regierung die Gesetz⸗-Entwürfe über die Besteuerung des unbeweglichen Eigen⸗ thums, der öffentlichen Renten und der Gehalte zurückgezogen hat, aber es verlautet noch nichts darüber, was man an ihre Stelle sez⸗ 8 ö” Ankunft des diesseitigen Gesandten am russischen Hofe, Ba⸗ ron Mollerus, hat zu dem Gerüchte Anlaß gegeben, daß er den ge genwärtigen Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Herrn Huys⸗

der Repealers in Irland ist, kann man leicht ermessen, wenn man auf

die Besorgnisse, welche die neuesten Uuruhen in Barcelona erregen, etwas zu beschwichtigen. Die pariser Blätter von heute z. B. erzäh⸗ len, daß das Ayuntamiento von Madrid verordnet hatte, daß an 1sten I. M. der Jahrestag der Revolution von 1840 feierlich began gen werden sollte. Zu diesem Zwecke sollte in der Metropolitan⸗ Kirche ein Tedeum gesungen und Abends die ganze Stadt erleuchtet werden. Man betrachtete nicht ohne Grund diese Maßregel als eine Demonstration gegen die herrschende gemäßigte Partei, die bei der erwähnten Revolution unterlag. Aber der heutige Courier be⸗ richtet, daß man einer solchen Maßregel eine höhere Bedeutung bei⸗ legt, als sie verdient. Es scheint das Ganze nur das Werk der Ayacuchos zu sein, welche unter dem Ayuntamiento mehrere Anhän⸗ ger zählen, die zur Zeit der Regentschaft Espartero's ernannt wur⸗ den. Uebrigens wurde der erwähnte Beschluß mit geringer Majori⸗ tät durchgesetzt. Nur etwa die Hälfte der Mitglieder des Ayunta miento's und einige wenige Mitglieder der General⸗Deputation wohnten dem Gottesdienste bei; sonst war die Kirche ziemlich leer. Auch die Illumination fiel nur sehr schwach aus.

In Catalonien wird vielleicht die Gährung nachlassen, wenn man in Baͤrcelona wird erfahren haben, daß die Abgeordneten der ober sten Junta der erwähnten Stadt, so zufrieden mit ihrem Empfange in Madrid waren, daß sie dem Kabinet Lopez versprachen, sich ihr anzuschließen.

Die Stadt Sevilla, welche von der provisorischen Regierung einer besonderen Belohnung sich zu erfreuen hatte, sandte eine Depu⸗ tation nach Madrid, um dafür der Königin Dank zu sagen. Die Königin Isabella empfing die Deputation am 2ten l. M. in feierlicher Audienz, welcher die Minister beiwohnten.

Brigadier Amettler, welcher während des letzten Pronunciamiento gegen Espartero sich besonders ausgezeichnet hatte, ist zum General⸗ Gouverneur von Lerida und zum General⸗Kommandanten der gleich⸗ namigen Provinz ernannt worden.

* * Paris, 9. Sept. Wir haben heute noch einiges Genauere über die blutigen Vorfälle erfahren, deren Schauplatz Saragossa war, bevor die Auflösung der Junta erfolgte. Als man daselbst die An⸗ näherung des von der Regierung zu Madrid ernannten General⸗ Capitains Lopez Batos erfuhr, wurden ihm von Seiten der Stadt mehrere Abgeordnete entgegengeschickt, welche ihn vermögen sollten, seinen Marsch einzustellen. Aber der General⸗Capitain verweigerte dies. Da er aber glaubte, wenn er seinen Einzug nur auf Fe⸗ einzigen Punkt bewerkstellige, so könnten die Streittrafte send en leicht alle sich dahin wenden, um seinem Einrücken Mibes Macht gegenzusetzen, so zog er es vor⸗ obgleich seing rten sie nur in drei Bataillonen bestand, auf versc unter dem rücken zu lassen. Aber die Freiwilligen der 31 8