hört hatten, dem Feuer der auf sie gerichteten Batterieen des Schlosses Monjuich und der Citadelle zu antworten, so ist zu vermuthen, daß ihre Widerstandskraft schon an jenem Tage so ziemlich erschöpft war. So steht denn zu erwarten, daß der Friede in Catalonien durch einen baldigen Sieg der Regierung für diesmal wiederhergestellt werden wird, allein man ist leider nicht berechtigt, aus dieser Thatsache, wenn sie wirklich eintritt, auf eine lange Dauer der öffentlichen Ruhe
in dem Fürstenthume zu schließen. Espartero war im Januar Meister
des aufrührerischen Barcelona geworden, und sechs Monate später ürzte ihn ein neuer Aufstand derselben Stadt, welche dem Regenten ihre Demüthigung nicht vergeben konnte. Wird die gegenwärtige
Regierung glücklicher sein? Wir sehen keinen Grund, es zu hoffen. —
Aus dem Detail⸗Bericht über die Einnahme von Mataré geht her
vor, daß Prim sich dieser Stadt erst nach einem sechsstündigen Kampfe
bemächtigt, in welchem er über funfzig Mann verloren hat.
Sriechenland.
m. Paris, 8. Okt. Es wird mir ein Brief aus Athen vom isten v. M. mitgetheilt, welcher, an eine hochgestellte Person ge richtet, über Ankona hier angekommen ist. Die ruhige Haltung der griechischen Nation, die sich in dem ersten Augenblicke so erfreulich gestaltete, droht in ernsthafte Kämpfe auszuarten, da die Parteien sich über die Wahl ihrer Kandidaten zur Deputation für die bevor⸗ stehende National-⸗Versammlung nicht verständigen zu können scheinen. In jedem Wahl⸗ Bezirke stellen sich eine Menge Kandidaten, wovon der Eine den Anderen um jeden Preis verdrängen will. Schon ist es hier und dort zu kleinen Raufereien gekommen, die bald in wirk liche Parteikämpfe auszuarten drohten. Es herrscht eine dumpfe Gäh rung durch das Land, die dem unparteiischen Beobachter nichts Gutes ahnen läßt. Die Stellung des Königs ist noch immer schwierig. Das neue Kabinet benimmt sich ihm gegenüber dem Scheine nach zwar ehrer bietig, so oft er aber diesen oder jenen Vorschlag eines Ministers bekämpfen zu wollen scheint, hat das Ministerium sogleich das Wort Entlassung im Munde. Da dies aber leicht das Signal zum Aus⸗ bruch neuer Unruhen sein könnte, so zeigt der König bei würdiger Haltung eine kluge Nachgiebigkeit, um seinem Lande abermalige Un⸗ ruhen zu ersparen.
Eine der ersten Forderungen, welche das neue Kabinet machte, war eine durchgreifende Aenderung in der Besetzung des Staats Rathes. Die meisten Mitglieder des letzteren leben nur von ihrem Gehalte, und da sie unter der früheren Verwaltung ernannt worden sind, so fand das Ministerium Metaras, daß sie vom Könige noch zu abhängig seien, um die Gestaltung des constitutionellen Staatslebens aufrichtig zu unterstützen. Bisher war der Staatsrath die Seele und der Mittelpunkt der Verwaltung. Durch die Einführung des Reprä⸗ sentativ⸗Systems verschwindet das Ansehen und der Einfluß des Staats⸗Raths, da seine gesetzgebende Gewalt der National⸗Versamm lung übertragen werden soll. Im Grunde kann also der Staats⸗ Rath der Revolution vom 3. (15.) September nicht sonderlich gün⸗ stig gestimmt sein. Wenn gleichwohl derselbe bei den letzten Vorfällen eine bedeutende Rolle mitgespielt hat, so rührt es daher, daß er aus der Noth eine Tugend machte, und wohl einsah, daß die liberale Partei alles so fein angestellt hatte, daß jeder Widerstand des Staats⸗Rathes unnütz gewesen wäre. Mehr um ihre eigene Stellung zu bewahren, als aus politischer Ueberzeugung, ließen sich die Glieder des Staats⸗Rathes bewegen, als Werkzeuge der Revo⸗ lution zu dienen. Als aber der große Schlag ausgeführt war und das neue Ministerium zu willkürlich mit dem Könige zu verfahren anfing, da ließen mehrere Glieder des Staats⸗Rathes ein warnendes Wort verlauten, welches den Ministern mißfiel und dieselben bewog, die Reorganisation des Staats⸗Rathes zu begehren. Der König, welcher dabei seine ergebensten Diener zu verlie ren fürchtete, widersetzte sich der Ausführung dieses Planes doch umsonst. Das Kabinet fand in dem Widerstande des Königs einen Beweggrund mehr, die bisherigen Staatsräthe der Reaction verdächtig zu halten und auf deren Entlassung zu dringen. Glückli⸗ cherweise setzte die Nachricht, daß der Staatsrath neu besetzt werden sollte, alle Ehrgeizigen in Bewegung. Jedermann, der an der Revo⸗ * vom 3. (15.) September theilgenommen hatte, machte seine Ansprüche auf die vakanten Stellen geltend. Das Kabinet wurde mit so vielen Gesuchen bestürmt, daß es, in der Verlegenheit, nur Wenige befriedigen zu können und desto mehr unzufrieden zu machen, die Reorganisation des Staatsrathes bis nach der Einberufung der National⸗ Versammlung verschob. Es hätte sonst am Vorabend der Wahlen für die Deputation den ohnehin sich offenbarenden Keim des bürgerlichen Zwistes noch mehr angefacht.
Um Ihnen einen Begriff von dem politischen Gewirre zu geben, welches in Athen gegenwärtig herrscht, brauche ich Ihnen nur anzu⸗ führen, daß Obrist Kalergis, welcher am 3. September nicht nur den Kriegs⸗Minister, seinen Chef, den ganzen Tag hindurch, und den König zehn volle Stunden gleichsam gefangen hielt, zur Belohnung dieser Verwegenheit vom Kabinet Metaras, dem Könige als erster Flü⸗ gel⸗-Adjutant beigegeben worden ist, in welcher Eigenschaft er fortwäh⸗ rend den König begleitet, so daß letzterer so zu sagen keinen Schritt machen kann, ohne unter der Aufsicht des ersteren zu stehen. Der König fügt sich auch darin, weil Kalergis seit der Revolution der Lieb⸗ ling des Volks geworden ist und wo er sich nur blicken läßt, mit Jubel
begrüßt wird.
Nächst dem Obersten Kalergis theilt Johann Soutzo die allge⸗ meine Popularität. Johann Soutzo ist der Schwiegersohn des Für⸗ sten Michael Soutzo, gewesenen Gesandten in Paris, wo dessen blü⸗ hende Tochter Helena ihrer Schönheit wegen so viel Aufsehen machte. Johann Soutzo, der sich mit der reizenden Helene vermählte, bekleidet die Stelle eines Professors der politischen und ökonomischen Wissen⸗
chaften an der Universität von Athen und genießt unter der studirenden Jugend, seiner liberalen Lehren wegen, des größ⸗ ten Anhanges. In der Nacht vom 3. (15.) September stand Jo⸗ hann Soutzo an der Spitze der Verschworenen. Seine Gattin, die von Allem unterrichtet war, hatte ihm mit eigener Hand eine weiße und blaue Schärpe (die beiden griechischen National⸗Farben) gestickt, welche Johann Soutzo beim Ausbruch der Revolution trug. Die studirende Jugend von Athen hat sich jene beiden Schärpen ausgebe⸗ ten, um eine Flagge daraus zu machen, welche bei feierlichen Gele⸗ genheiten auf dem Universitäts Gebäude aufgesteckt werden soll. Am
5. (17.) I. M. wurde die Flagge zum ersten Mal in Gegenwart der
gesammten akademischen Jugend feierlich und unter dem Rufe: „Es
lebe Johann Soutzo!“ aufgezogen. So unschuldig dergleichen That⸗ sachen an sich . sein scheinen, so beurkunden sie doch die wahre
Stimmung der Nation, welche größere Exzesse früher oder später be⸗
fürchten läßt, wenn man dem Andrang des revolutionairen Geist . 32 „ * 8 1* 8 airen Geistes
nicht bei Zeiten Gränzen zu setzen sich beeilt.
Eisenbahnen.
Fasssremß. Es ist hier vor kurzem die Meinung ausge⸗ sprochen worden, daß über eine Eisenbahn⸗Verbindung mit der burg⸗Berliner Bahn bereits entschieden sei und beschlossen worden wäre, ihre Richtung auf dem linken Ufer der Elbe zu nehmen. Bei⸗ der neulichen Anwesenheit des Herrn Finanz⸗Ministers hat sich jedoch die Gewißheit herausgestellt, daß hierüber von der hohen Staats⸗ Behörde noch nichts entschieden ist, und bevor die nöthigen Ermitte⸗
ö lungen über die verschiedenen Trakte nicht geschehen sind, auch keine Entscheidung über diese wichtige Frage erfolgen wird.
Aus dem Kreise Großgerau, 7. Okt. In Folge der von Grundeigenthümern erhobenen, auf das Erpropriations⸗Gesetz gestützten Reclamationen, die Abtretung von Land zur Erbauung der Main⸗Neckar⸗Eisenbahn betreffend, ist bekanntlich ein Stillstand in den schon längst begonnenen Bahn⸗Arbeiten eingetreten, der zur Zeit noch besteht und dessen Ende vorläufig noch nicht abzusehen sein dürfte. Die Reklamanten wollen, wie man vernimmt, sich bei der von dem Großherzoglichen Administrativ⸗Justizhof zu Darmstadt erlassenen Verfügung nicht beruhigen, sondern den Rekurs an den Großherzog lichen Staats⸗Rath ergreifen, was ihnen jedoch wenig nützen dürfte, da ihre Forderungen für den unergiebigsten Sandboden höchst übertrieben sein sollen.
Baden, 7. Okt. Aus gut unterrichteter Quelle haben wir die erfreuliche Nachricht erhalten, daß die ganze Eisenbahnstrecke zwi⸗ schen Karlsruhe und Kehl (über Ettlingen, Rastatt, Oos, Appen⸗ weier) schon im April, spätestens im Mai des nächsten Jahres dem Verkehr eröffnet werden wird. Von der Direction der Posten und Eisenbahn sind sämmtliche auf dieser Strecke liegenden Posthaltereien von diesem Termine wenigstens zur Nachachtung vorläufig in Kennt⸗ niß gesetzt.
Berlin-Stettiner Eisenbahn. Im Monat September sind befördert worden 1) 29,542 wofür eingenommen wurden .. . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . . . .. . ... 28,398 Rthlr. 1 2) 32,281 Ctr. 18 ¼ Pfd. Güter (der Pransport h von Frachtgütern hat auf der Strecke Stettin-Angermünde erst mit dem 10. Sep- lember begonnen), wofür, incl. des Vich- transports, PP1VöVöVö Summa. 36,005 Rthlr.
Personen,
Handels- und Börsen-Uachrichten. Marktpreise vom Getraide. Berlin, den 12. Oktober 1843. Zu Lande: Weizen 2 Rthlr. 2 Sgr. 5 Pf., auch 1 Rthlr. 28 Sgr. 10 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 16 Sgr. 10 Pf., auch 1 Rthlr. 15 Sgr. 7 Pf.;
große Gerste 1 Rthlr. 2 Sgr. 5 Pf.; auch 1 Rthlr. 1 Sgr. 2 Pf.; Hafer Rthlr.
25 Sgr. 2 Pf., auch 20 Sgr. 5 Pf. Eingegangen sind 44 Wispel.
Zu Wasser: Weizen 2 Rthlr. 7 Sgr. 2 Pf., auch 1 N
27 Sgr. 7 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 19 Sgr. 2 Pf., auch 1 Rthlr. 18 Sgr.;
kleine Gerste 1 Rthlr.; Erbsen (schlechte Sorte) 1 Rthlr. 10 Sgr. 9 Pf. ingegangen sind 42 Wispel.
Mittwoch, den 11. Oktober 1843.
Das Schock Stroh 7 Rthlr. 25 Sgr., auch 6 Rt
Centner Heu 1 Rthlr. 5 Sgr., auch 25 Sgr. “ L“ Der Scheffel 17 Sgr. 6 Pf⸗, auch 12 Sgr. 0 Pf. Branntwein⸗Preise.
Die Preise von Kartoffel⸗Spiritus waren am ’ien 15 Rthlr., am 10ten 15 Rthlr. und am 12. Oklober d. J. 15 ½ — 15 ½¼ Rthlr. (frei ins Haus geliefert) pro 200 Quart à 54 pCt. oder 10,800 pCt. nach Tralles. Korn⸗Spiritus: ohne Geschäft.
Berlin, den 12. Oktober 1843.
Die Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin.
Berlin, 11—12. Okt. Unsere Getraide⸗Preise sind durchweg unver⸗ ändert geblieben. Weißer schlesischer Weizen 89./90 pfünd. 55—56 Rthlr., gelber schlesischer 52 — 54 Rthlr., neuer weißer auf 50 Rthlr. und gelber auf 48 Rthlr. p. Wspl. gehalten. Von märkischem ordinairem Weizen ist eine kleine Ladung à 46 ¾ Rthlr. p. Wspl. verkauft. Polnische Gattungen Weizen alte Waare ohne Anstellung. Roggen alter vom Boden von 38 —40 Rthlr. p. Wspl., loco aus dem Kahn von 37 ½ — 38 ½ Rthlr. nach Qual., 9v. Okt. Lieferung 37 % Rthtr. bezahlt und Brief, p. Frühjahr 34 Rthlr. Brief, 33 ¾ Geld. Große Gerste 73 pfünd. 25 Rthlr., kleine 22 Rthlr. p. Wspl. zu bedingen. Hafer 48—50pfünd. von 16½ — 17 ⅛ Rthlr. p. Wspl. Okt. Lie⸗ ferung 16 ½ — 17 Rthlr. für 48—50pfünd. zu bedingen. Oelsaaten ohne Umgang. Winter⸗Raps auf 76 Rthlr. p. Wspl. Winter Rübsen auf 73 Rthlr. p. Wspl. gehalten. Sommersaat à 64, Rthl. p. Wspl. verkauft und zu haben. Rothes Kleesaat von 12—15 ½ Rthlr. p. Ctr., weißes von 17—21 Rthlr. v. Ctr. zu bedingen. Rüböl loco 11½ Rthlr. p. Ctr. bezahlt, auf 11512½ Rthlr. gehalten; p. Nov./Dez. 11 ½ Rthlr. Geld, ö. Dez. Jav. 1473 Rtblr. gevoien; p. Jau./ Febr. / Malz April 11* Rthlr. Brief, 11 ½ Rthlr. Geld. Leinöl 10 ¾ Rthlr. p. Ctr. Mohnöl 16 ¾ Rthlr. loco, 15 ¾ Rthlr. p. Ctr. auf Lieferung im November käuflich. Spiritus besser und für den Bedarf 15 ½ Rthlr. p. 10,800 % bezahlt und Geld; auf Lieferung bis April 14 ½ — X¼ Rthlr. zu machen; April. Mai 15 Rthlr. geboten, auf 15 ½ Rihlr. gehalten.
Danzig, 11. Okt. An der Börse sind verkauft: nachträglich am 10.: Roggen inl. 11 L. 118 pf. a Cf. 230, 10 ½ L. 121pf. a Cf. 240; Gerste 6 L. 105pf. u. 7 L. 108 pf. a Cf. 170 (auf Approbation), 6 L. 107pf. a Cf. 183; heute Weizen poln. 15 L. 132 pf. a Cf. 350, 18 L. do. a Cf. 380, 14 L. 132 — 33pf. a Cf. 385; Roggen inl. 3 ½¼ L. 119pf. a Cf. 232 pr. Last.
Magdeburg, 11. Okt. Höchster und niedrigster Getraide⸗Markt⸗
preis pro Wispel. Weizen: 48 — 42 Rthlr.
Roggen: — 38 — »
Köln, 9. Okt. (H. O.) Rüböl. Effektiv 32 ½ à*, bei Partieen 32, pro Laufe dieses Monats 32 ⅛½, pro November 29 ½ à 29, pro Dezember 29, pro Mai 29 ½ Rthlr. — Rappsaat 9 ½ Rthlr.
St. Petersburg, 6. Okt. Waaren-Umsatz seit dem letzten Bör⸗ senbericht: Gekauft: Von gelbem Lichttalg, 1. Sorte, 300 Fässer zu 30 ½ Rub., 250 do. zu 30 Rub., 600 do. zu 30 Rub., 350 do. zu 31 ½ Rub. und 100 do. zu 312 Rub., alles per Berkowetz und baar in Loco. — Verkauft: Von weißem Havannazucker, bester Qualität, 450 Kisten zu 7 ½ Rub. per Pud, den Zoll baar und den Rest in 9 Monat.
Riga, 25. Sept./7. Okt. (B. N. d. O.) Von Säe⸗Leinsamen sind bis jetzt ca. 70/m. To. hier angekommen, der Preis behauptet sich fest auf SRo. 5 ½ à 9. In unseren übrigen Erport Artikeln geht nichts von Belang
umn. Hanf, poln. Rein Beo.⸗Ro. 86—85, Ausschuß 77 — 75, Paß 73 — 72.
Gerste: — 28 Rehlr. SHe 18ö. „
Hamb. 90 Tage 35 49.
öJP1“““ EE Den 13. 0 ktober 1843.
FPr. Couf. Pr. Cour.
Fonds. b Brief. Geld.
Aelien. 8£ Brief. Geld. [Gem.
81. Schuld-Seb. 3 ¾l 103 ½ 103 ⅛ Pr. Engl. 0bl. 30. 102 ⅔ — Prüm Sch. d. Seeb. — 89 ½ Kur- u. Neumöärk. Schuldverschr. 102 ½ Berl. Stadt-Obl. 103 ¾ Danz. do. in Th. Westpr. Pfandbr. Grossh. Pos. do. do. do. Ostpr. Pfandbr. Pomm. do. Kur- u. Neum. do. * Schlesische do.
do. do. Prior. Obl. 104 ½ Mgd. Lpz. Bisenb. — d0. do. Prior. Obl. 4 Brl. Anh. Bisenb. — 40. d0. Prior. Obl. 4
5
1
Berl. Pots. Bisenb. 5 155 4 V
1 101¼
Düss. Elb. EBisenb. do. do. Prior. Obl. Rhbein. Biseub. 5 do. do. Prior. Obl.“ Brl. Frankf. Bisb. dx0. do. Prior. O bl. 0 b.-Schles. Eisb. Brl.-Stet. E. Lt. A. do. do. do. Lt. B. Magdeb.-Malber-
Gold al marco. 412 städter Eisenb. 4
Friedrichsd'or. And. Gldm. à 5 Th. Disconto.
2 Bresl-Schweidn.- Freibg. Eisenb. 4
E1111114*“*“
Niederl. wirkl. Sch. 53 %. 5 % do. 100 5Q⁄.
3 % 40. 27 ⅞. Pass. —. Ausg. —. Ziusl. —. Oesterr. 110. 4 % Russ. Hope 90³¾
ziusl. —. Neue Aul. 18 16.
Hamburg, II. Okt. Hank-Actien 1670. Rugl. Russ. I12 ½¼.
Petersbu rg, 6. Okt. Lond. 3 Met. 38 ¾%. Hamb. 35. Paris 410.
Wien, 8. Okt. Bank-Actien —. Anl. de 1839 114.
Berichtigung. In Nr. 105 der Allg. Preuß. Ztg. S. 7 Sp. 3 Z. 31 v. o. ist statt: „vor Chr. Geb.“ zu lesen: nach Chr. Geb.
F “ msterdam, 9. 0kt. Kauz-Bill. —. 5 % Span. 18 %. Preuss. Präm. Sch. —. Pol. —. Antwerpen, 8. 0kt.
Angekommene Fremde.
British Hotel. Se. Excellenz Baron von Con stant⸗Rebocque, General der Infanterie, aus dem Haag.
Hotel de Russie. von Ko tzebue, Kaiserl. russ. Staatsrath und Konsul, aus Jasso. Freiherr von Sell, Großherzoglich mecklenburgischer Reise⸗ Marschall und Oberst⸗Lieutenant, aus Schwerin.
Meinhardt's Hotel. Freiherr von Blankenberg, General⸗Lieute⸗ nant a. D., aus Neustadt⸗Eberswalde. Ottokar, Graf Lynar aus Dresden.
Hotel de Rome. Fabriken⸗Direktor Mayer und Graf Teleki von Szek aus Wien. Graf Wale wski aus Warschau. Baron Rasta⸗ wiecki aus Lublin. von Willamowitz Möllend orf, Kammer⸗ herr und Rittergutsbesitzer, aus Gadow.
Hotel de Hambourg. Stadtrath Strahl aus Frankfurt g. d. O. Opernsänger Schunk aus Hamburg.
König von Preußen. Jarticuliers Schonheyder und Smith aus Stettin. Kaufleute Büsche aus Iserlohn und Lenßen aus Rheidt. Rathsherr Gerrmann, nebst Famillie, aus Riga. 8 1
König von Portug al. Particulier J. von Kyewski nebst Gemahlin aus Warschau. Rittergutsbesitzer Engelbrecht nebst Gemahlin aus Heinsdorf bei Jüterbogk. Hartig, Königl. Ober⸗Förster, nebst Gemah⸗ lin, aus Rietschen. J. G. Lüdde, Dr. phil, aus Magdeburg. Guts⸗ besitzer Flügge nebst Familie aus Schwerin. A. von Neratoff, Kaiserl. russischer Offizier, aus Petersburg. Kausfleute F. G. Kopsel aus Magdeburg und W. Baur aus Breslau.
Hotel du Rhin. Rentier Rodd aus London. Partikulier Adelheim aus Petersburg. Amtmann Sch äffer aus Deßau. Gutsbesitzer Am- broun aus Halle. Kaufleute Höllen aus Danzig, Wendt aus Marienwerder, Schmid und Bitzel aus Leipzig.
Stadt London. Königl. Kammerherr und Ober⸗Landesgerichtsrath von Schlieben aus Magdeburg. Kaufmann von der Crone aus Bar⸗ men. Königl. Regierungsrathe Capherr aus Potsdam. Fabrikbesitzer Bartholdy und Reiner und Particulier Mürz aus Wiener⸗Neustadt.
Kaiser von Rußland. Ritkergutsbesitzer Nern st aus Potslow. Oekonom Nernst aus Prenzlow. Kunstreiter Carre aus Stettin. Stallmeister Stella aus Posen. Rentier Förster, nebst Gemahlin, aus Frankfurt a. d. O. Kaufleute Oppenheim aus Hamburg, Schönfeld aus London, Weinberg aus Elbing, Müller aus Danzig und Berger aus Dresden. 8
Hotel de Saxe. Frau Divisions⸗-Auditeur Bein aus Mainz. Kauf
leute Ullmann aus Mannheim und Fischel aus Königsberg i. Pr. Gorklo, Kandidat der Rechte, aus Liebau.
Hotel de l' Europe. Rittergutsbesitzer Puppel, nebst Gemahlin, und Fräulein Rimpau, aus Siegelsdorf bei Halle. Professor Moretti, nebst Gemahlin, aus Pavia. Masor a. D. von Knorr aus Liegnitz in
Schlesien. Dr. med. Mannl aus Karlsbad. in Böhmen. Cand. med. Hellwitz aus Würzburg.
Rother Adler (Kölnischer Hof). Particulier von der Gröben aus Frankfurt a. d. O. Kaufleute Lorbacher aus Querfurt und Voigt aus Halle. Baumeister Rätzel aus Cöthen. Ober Ingenieur Fritze aus Boitzenburg. Prediger Kirchner aus Prenzlau.
Hotel de Prusse. Frau Geheimeräthin Gräfin von Seckendorff und Frau Regierungs⸗Räthin Gräfin von Seckendorff und Comtesse aus Merseburg. Particulier Baron von Heyden aus Dyck.
In Privathäusern. von Kamp tz, Ober⸗Hofmeister am Großherzog⸗ lich mecklenburg⸗strelitzschen Hofe, nebst Gemahlin, und Fräulein von Hessberg aus Strelitz, Unter den Linden Nr. 59 a. bei Possart. Fräu⸗ leins von Harder und von Schultz aus Mitau, Unter den Linden Nr. 33 bei von Hüttel.
Königliche Schauspiele.
Sonnabend, 14. Okt. Der Postillon von Lonjumeau, komische Oper in 3 Abth. Musik von A. Adam.
Sonntag, 15. Okt. Zur Feier des Allerhöchsten Geburtsfestes Sr. Majestät des Königs: Ouvertüre zur Oper: Armide, von Gluck. Hierauf: Festrede, gedichtet von Fr. Förster, gesprochen von Herrn Devrient. Und, zum erstenmale: Medea, Tragödie von Euripides. Uebersetzung von Donner und Both. Musik vom Königl. Musik⸗ Direktor Taubert.
Anfang der Vorstellung halb 7 Uhr.
Im Konzertsaal: Premier début de Mr. Montaland dans Pemploi des premiers rôles jeunes. 1) Le jeune mari. (Mr. Montaland: Oscar de Beaufort.) 2) Le Chevalier du Guet. (Mr. Montaland: Chevalier du Guet.)
Preise der Plätze: Parquet 20 Sgr. Steh⸗Balkon 20) Sgr. Parterre 15 Sgr.
Der Verkauf der Billets zu den im Konzertsaale stattfindenden Vorstellungen dauert am Tage der Vorstellung nur bis Mittag 1 Uhr.
Der Plan des Zuschauerraumes des Konzertsaal⸗Theaters ist im Billet⸗Verkaufs⸗Büreau für 2 ½ Sgr. zu haben.
Montag, 16. Okt. Medea.
Anfang der Vorstellung halb 7 Uhr.
v
Balkon 1 Rthlr.
Königsstädtisches Theater
Sonnabend, 14. Okt. (Italienische Opern Vorstellung.) Auf höchsten Befehl: Lucia di Lammermoor. Opera in 3 Atti. Musica del Maestro Gaetano Donizetti.
Preise der Plätze: Ein Platz in der Orchester Loge 1 Rthlr. 10 Sgr., in den Logen und im Balkon des ersten Ranges 1 Rthlr. 5 Sgr., im Parquet und in den Parquet-Logen 25 Sgr., im Amphitheater und in den Logen des zweiten Ranges 20 Sgr., Parterre 15 Sgr., Sperrsitz des dritten Ranges 10 Sgr., Gallerie 7 ½ Sgr.
Der Anfang der italienischen Opern Vorstellungen ist um halb 7 Iüht. Dee Kaßfe wird um halb 6 Uhr geöffnet. .*
Sonntag, 15. Okt. Zur Feier des Allerhöchsten Geburtsfestes Sr. Majestät des Königs: Fest⸗Kantate. Gedichtet von Emilie Seidel. In Musik gesetzt vom Kapellmeister Antonio Buzzola. Aus⸗- geführt von dem gesammten italienischen Opern⸗Personal und dem Chor. Hierauf: (Italienische Spern⸗Vorstellung.) Chiara di Ro-⸗ semberg. b
Der Anfang dieser Vorstellung ist um 6 Uhr. um 5 Uhr geöffnet. 1 1
Textbücher in italienischer und deutscher Sprache sind im Billet⸗ Verkaufs⸗Büreau und Abends an der Kasse à 5 Sgr. zu haben. Ebendaselbst ist auch der Text zur Fest⸗Kantate, in italienischer und deutscher Sprache, à 2 ½ Sgr. zu haben.
Montag, 16. Okt. (Italienische Opern⸗Vorstellung.) Zum ersten⸗ male in dieser Saison: Norma. Opera in 2 Atti. Musica del Maestro Bellini.
Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen. “ ““ Gedruckt in der Deckerschen Geheimen Ober⸗Hofbuchdruckerei
Beilag
Die Kasse wird
.
657
Beilage zur Allgemeinen Preußischen
18
zu 28 h
Inland. Schweidnitz, Ende Septembers.
seitdem aber hat auch huldigt.
— immer mehr entgegen.
Pfarrkirche
Schlesien durchmessen zu wollen.
arbeitet; die bedeutenden oft weit
indessen, wie es scheint, nicht hergestellt.
1 Die Verschönerungen der Hauptstraßen und Plätze unserer Stadt bilden einen lebhaften Gegen⸗ satz gegen manche andere Provinzialstädte. Auch Schweidnitz bot noch vor 10 bis 12 Jahren einen ziemlich alterthümlichen Anblick dar; bei uns fast Alles dem mo Leider sehen wir daneben dem Verfall ein
Denkmäler aus der letzten Hälfte des Mittelalters Vor einem Jahre schien man den Bau der am meisten beschädigten linken Seitenhalle ernstlich be⸗ ginnen zu wollen, doch wurde derselbe bald wieder aufgegeben. Nur der steinerne im gothischen Styl erbaute Thurm — der höchste in scheint ruhig noch einmal seine zurückgelegte Laufbahn An den inneren Environs der Festungswerke, vorzüglich dem Theile, der vom Striegauer Thore bis zum Kroisch⸗ thore den Hauptwall ausmacht, wird seit dem Frühjahre rüstig ge⸗
auseinanderliegenden zerstörten Forts und Redouten in der äußeren Circumvallations⸗Linie werden
dernen Typus ge⸗ es der stattlichsten
Wer die Arbeiten aus Hülfsmitteln blos abschrieb, oder sie durch Dritte fertigen ließ, wird abgewiesen. Bei der weiteren gemein⸗ schaftlichen schriftlichen Prüfung über die verschiedenen Fächer der Rechtswissenschaft dürfen sich die Kandidaten nur des Corpus juris civilis als Hülfsmittel bedienen. Nach der schriftlichen Prüfung wird jeder Kandidat einzeln vor versammeltem Justiz⸗Ministerium mündlich geprüft; er muß eine Stelle aus dem Corpus juris civilis erklären und Fragen aus dem römischen Recht, dem Landrecht, Civil Prozeß und Kriminal⸗Recht beantworten. Die Kandidaten erhalten, je nach⸗ dem sie die Prüfung bestanden, die Prädikate „vorzüglich“, „gut“, „hinlänglich bestanden“, und hierüber eine Urkunde vom Präsidenten des Justiz⸗Ministeriums. Die nicht bestandenen werden auf ein Jahr zurückgewiesen.
der katholischen
Wer zum drittenmal in der Prüfung nicht bestand, wird zu einer weiteren nicht mehr zugelassen. — Ferner enthält das Staats⸗ und Regierungs⸗Blatt eine Großherzogl. Verord⸗ nung vom 15. September, welche die Verordnung vom 29. Septem⸗ ber v. J. gegen den Kanton Aargau wieder aufhebt und für Schwei⸗ zerkäse, Obstwein, Essig auch bei der Einfuhr an der Gränze dieses Kantons die ermäßigten Zollsätze der Verordnung vom 25. Januar 1838 wieder zuläßt. Die Regierung des Kantons Aargau hat das
Verbot der Einfuhr badischen Weins, Biers, Essigs und Mehls gleich⸗
Ausland.
Deutsche Bundesstaaten.
Baden. Karlsruhe, 6. Okt.
jahre vornehmen lassen soll.
gende Fächer Vorlesungen fleißig besucht haben:
2) Geschichte des römischen Rechts, 3) f
8 ) Das heutige Staats⸗ und Regierungsblatt enthält eine aus 14 Paragra⸗ phen bestehende Großherzogliche Verordnung vom 28. September, die umfassende Vorschriften über die Prüfung der Rechts⸗Kandidaten giebt, welche das Justiz⸗Ministerium jährlich im Früh⸗ und im Spãät⸗
Wer zu einer solchen Prüfung zuge⸗ lassen sein will, muß während sieben Semestern auf einer in⸗ oder
ausländischen Hochschule die Rechtswissenschaft studirt und über fol⸗
1) Römisches Recht,
83
b ranzösisches sches Landrecht, 4) deutsches Privatrecht, 5) Civil⸗Prozeß, 6) Krimi⸗
falls aufgehoben.
Großh. Hessen. Mainz, im Okt. (Grh. Hess. Z.) Am 13ten v. M. feierte die hiesige rheinische naturforschende Gesellschaft zum neuntenmal das Fest ihrer Gründung. Der städtische Vorstand hatte ihr zu diesem Zwecke die Benutzung des Akademiesaales im vor⸗ maligen Kurfürstl. Schloß überlassen. An der um 11 Uhr Vormit⸗ tags begonnenen Sitzung konnte daher diesmal eine zahlreichere Ver⸗ sammlung als in den früheren Jahren theilnehmen. Die Sitzung wurde durch den seitherigen Präsidenten der Gesellschaft, Medizinal⸗ Rath Dr. Gröser, mit einem einleitenden Vortrage eröffnet, welcher darauf hinwies, wie das in Rede stehende Institut von einem unbe⸗ deutenden Beginne sich bisher auf eine Weise entwickelt habe, welcher der Beifall der ausgezeichnetsten Gelehrten schon zuerkannt worden sei. Der Vortragende ergriff diese Gelegenheit, um der Gunstbezeugungen mit gebührendem Danke zu erwähnen, welche von Seiten ihres er⸗
Civil⸗ und badi⸗
nalrecht, 7) Kriminal⸗Prozeß, 8) Staatsrecht, 9) deutsche Staats⸗ lauchten Protektors, Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs von Hessen,
und Rechtsgeschichte, 10) Lehenrecht, 11) Kirchenrecht, 12) Philosophie des Rechts (Naturrecht), 13) Prozeß Praxis, 14) Referirkunst. — Nur aus erheblichen Gründen kann das Justiz⸗Ministerium ein Se⸗ mester an den für die Zulassung zur Prüfung erforderlichen vollen sieben Semestern Studienzeit nachlassen. Es ist genau vorgeschrieben, welche Zeugnisse über Sitten, Studien und sonst ge (drei aus dem Lehrkreise der philosophischen Fakultät) den Anmeldun⸗ Nur triftige Gründe entschuldigen das Versäumniß der Prüfung nach vollendeter Studienzeit, und man zugelassen werden.
gen zur Prüfung beiliegen müssen.
kann dann nur noch einmal (zur nächsten) Spätere Anmeldungen werden nicht berücksichtigt. Ministerium bestimmt,
(Oktober für die Frühjahrs⸗, April für die Herbst
Rechtsfrage, welche der Kandidat nach Grundsätzen des römischen und
hörte Vorlesungen
nach Ablauf der gesetzlichen Anmeldungsfrist
der Gesellschaft zufließen.
Holstein. Kiel, 6. Okt. (C. Bl.) Für Lauenburg ist un⸗ term 14. August ein Patent erschienen, welches bestimmt, daß die Urtheile der ratzeburger Regierung in Strafsachen nur dann zur nä⸗ heren Bestimmung an das Ober⸗Appellationsgericht in Kiel eingeschickt werden sollen, wenn die Regierung glaubt, daß auf lebenslängliche Freiheits⸗ oder auf Todesstrafe zu erkennen ist. Die Straf⸗Urtheile des Ober⸗Appellationsgerichts, welche auf lebenslängliche Freiheits- strafe mit schärfendem Zusatz lauten, sollen nur dann zur Bestätigung oder Begnadigung an die schleswig⸗holstein⸗lauenburgische Kanzlei ein⸗ geschickt werden, wenn das Ober⸗Appellationsgericht glaubt, von Amts wegen auf Begnadigung antragen zu müssen. Es sind also jetzt diese Verhältnisse für Lauenburg eben so geordnet, wie durch die Verord⸗
— Das Instiz⸗
Prüfung) eine
des badischen Rechts in deutscher, lateinischer und französischer Sprache nung vom 27. März d. J. für Holstein und Schleswig.
zu bearbeiten hat; desgleichen erhält jeder Akten über einen Civil⸗ 1 Zu diesen Arbeiten Hülfsmittel benutzt und sie müssen spätestens den September für die Herbst⸗ Prüfung dem Justiz⸗Ministerium eingesandt werden.
Prozeß zur Ausarbeitung einer Probe⸗Relation.
dürsen literarische H
1. März für die Frühjahrs⸗ und den 2
Grossbritanien und Irland.
London, 7. Okt. Die Nachrichten aus Jamaika über den großen
M ga. Brand in Kingston klagen alle über die dabei bewiesene Apathie der dor⸗ Von der Tüch⸗ tigen schwarzen Bevölkerung und nehmen daraus Veranlassung, über die
tigkeit dieser Arbeiten hängt die Zulassung zur weiteren Prüfung ab. gegenwärtige Stellung der Neger Besorgnisse laut werden zu lassen.
8 ““ ““ “ Bekanntmachungen.
45 S60 8 llöIöioõIõ
Das von dem Regiments⸗Quartiermeister George Wilhelm Willudowius mittelst Stiftungs⸗Urkunde vom 22. Oktober 1788 und 20. Februar 1795 mit den Grund⸗ stücken Ragnit Nr. 70 und Krakonischker Milchbude errichtete Familien Fideikommiß soll auf den Antrag der zeitigen Besitzer desselben, des Landraths August Friedrich Boguslaw v. Wildowski in Ragnit und der Frau Stadtrath Johanna Charlotte Wegener, geb. Wil⸗ ludowius, in Danzig, durch einen Familien⸗Schluß in der Art aufgehoben worden, daß die beiden Grundstücke nebst den vorhandenen Gebäuden und den in dem Ko⸗ dizille vom 20. Februar 1795 bestimmten Inventarien stuücken nach vorgängiger landschaftlicher Tare im Wege der freiwilligen, jedoch mit den Formen der nothwendi gen Subhastation meistbietend gerichtlich verkauft und die reine Lösung an die einzelnen zum Nießbrauche resp. zur Succession berufenen Interessenten auf den Grund einer ungefähren Wahrscheinlichkeits⸗Rechnung über den möglichen dereinstigen Anfall des Fideikommisses an sie verhältnißmäßig vertheilt werden sollen. Es werden daher in Gemäßheit des §. 9 des Ge⸗ setzes vom 15. Februar 1840 alle etwanige unbekannte Anwarter dieses Fideikommisses hierdurch aufgefordert, vor oder spätestens in dem am 13. März 1844, Vormittags um 11 Uhr, im Geschäfts⸗Lokale des unterzeichneten Ober⸗ Landes gerichts vor dem Deputirten, Herrn Ober⸗Landesgerichts⸗ Rath Bock, anstehenden Termine ihre Erklärung über den zu errichtenden Familienschluß entweder persönlich oder durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte, zu wel chen ihnen die Justiz⸗Kommissarien Lindenau und Koß⸗ mann und der Kriminalrath Hassenstein hierselbst in Vorschlag gebracht werden, abzugeben, widrigenfalls sie nach Ablauf des Termins mit ihrem Widerspruchsrechte präkludirt werden sollen. .
Insterburg, den 12. Juli 1843.
Königliches Ober⸗Landesgericht.
I Nothwendiger Verkauf.
Sa preuß. Land⸗ und Stadtgericht zu Erfurt. nen Wie dn verehelichten Anna Maria Gerber, gebore⸗ Henns nebst 38 gehörige, hier unter Nr. 1764 gelegene * Pf., zufo abgeschätzt auf 5114 Thlr. 27 Sgr. straͤtuer einzußen der nebst Hopothekenschein in der Regi⸗ 1844 “ Taxe, soll am 26. Januar an Gerich F 2 ormittags 11 Uhr bis Abends 6 Uhr, an Gerichtsstelle subhastirt werden.
114551 Cdiktal.- C 8 11 s Citatyn. Schwarzenberg, Justine Henriette, Fere. 9 angezeigt, daß ihr Ehemann, der Leine⸗ 11. April 1812]hhcn Friedrich Schwarzenberg, am und sich seit fen einen Wohnort Erfurt verlassen habe sinde. Si jener Zeit in unbekannter Abwesenheit be⸗ 2 die hat deshalb am 17. Mai d. J. aus dem
der böslichen Verlassung Klage auf Trennung der Ehe erhoben mit dem Antrage, den ꝛc. Schwarzen⸗ berg als alleinschuldigen Theil in die Herausgabe des 4ten Theils seines Vermögens und in die Tragung der Kosten zu verurtheilen. Zur Beantwortung dieser Klage haben wir einen Termin an hiesiger Gerichtsstelle auf den 4. Dezember d. J., Vormittags 10 Uhr, vor dem Herrn Ober⸗Landesgerichts⸗Referendar Zacher anberaumt, und laden zu demselben den ꝛc. Schwar⸗ zenberg unter der Verwarnung vor, daß bei seinem Nichterscheinen und nach geleistetem Diligenz⸗Eide von Seiten seiner Ehefrau die von derselben wegen bösli cher Verlassung beantragte Ehescheidung und Verurthei⸗ lung in die Ehescheidungsstrafen und Kosten gegen ihn wird ausgesprochen werden. 1
Erfurt, den 28. Juli 1843. I. Königl. preuß. Land⸗- und Stadtgericht.
Berlin
Magdeburg⸗Cöthen⸗Halle⸗Leipziger
in Verbindung mit den Dampfwagen⸗Fahrten auf der
Die Times widerlegt heute die von ihrem Korrespondenten geäußer⸗- ten Besorgnisse durch eine Darlegung der gegenwärtigen Lage der Schwarzen und Weißen, als eine natürliche Folge der Emancipation, die zwar ein etwas übereiltes aber ein gutes Werk gewesen sei, dessen Folgen keinesweges die Gefahren drohe, welche man sich einbilde. „Wie die Sachen jetzt stehen, glauben wir, daß ein gutes Werk übereilt worden ist, und daß die gegenwärtige gedrückte Lage der weißen Besitzer und Kaufleute in Westindien die natürliche, — ja sogar die von uns voraus verkündete — Folge jenes Werkes ist. Aber wir stimmen nicht in die Besorgnisse derer ein, die, wie unser Korrespondent den Ruin der Weißen und die Herrschaft der emanzipirten Sklaven vorhersehen. Wir sehen auf den gegenwärtigen Zustand Jamaika's und der ande⸗ ren Inseln wie auf einen Zustand der Krisis, deren Ausgang die ursprünglichen Elemente der sozialen Constitution jener Inseln wieder herstellen wird; wir sagen damit keinesweges, daß die gegenseitigen Verhältnisse des Herrn und Sklaven wieder erneuert, sondern einfach, daß die Weißen als die Häupter, wenn nicht als die alleinigen Besitzer der Macht und des Reichthums, und die Schwarzen als dieselben Abhängigen und der Hülfe Bedürftigen hervorgehen werden, die sie vor der Emancipation waren. Die Lage des Negers, wie sie unser Korrespondent beschreibt, — die Leichtigkeit, Arbeit und hohe Löhnung zu erlangen, die Fruchtbarkeit des Bodens und die schnelle Befriedi⸗ gung seiner Bedürfnisse alles dies rechtfertigt weder die Besorg⸗ niß, daß die westindischen Landgüter werthlos werden, noch die ge⸗ stellte Alternative, daß sie mit Zwangsarbeitern versehen werden müssen, während es den Widrrwillen der Neger, zu arbeiten, erklärt. Der gegenwärtige Zustand des Uebergangs zu einer neuen oder vielmehr der alten sozialen Ordnung macht nicht nur die sorglose Trägheit, sondern auch den ernstlichen Widerwillen gegen Arbeit erklärlich. Der Neger ist jetzt träge, weil der Ueberfluß an Nahrung den Begehr nach Arbeitern übersteigt. Indeß kann dies Verhältniß zwischen Nah⸗ rung und Menschen nicht lange dauern. Sobald das Maß der letz⸗ teren das der ersteren erreicht, so wird die Arbeit wohlfeil und gesucht werden, weil diejenigen, welche sich jetzt zu arbeiten weigern, nach dem Besitz jener Güter streben werden, deren Genuß sie die Freiheit gelehrt hat, und die sie jetzt noch ohne Arbeit ge⸗ nießen.“ Nachdem die Times sich hierauf gegen die Auswanderung weißer Arbeiter nach den westindischen Koloniecen entschieden aus⸗ gesprochen, weil dieselben dem Klima unterlägen, und mit dieser Ver⸗ pflanzung gleichsam dem Tode geweiht würden, fährt sie in ihrem sehr verständigen, überzeugenden Raisonnement also fort: „Wir glauben, daß im Allgemeinen die Kolonieen keinesweges einen entmuthigenden Anblick gewähren. Viele Neger ziehen zwar das Nichtsthun der Ar⸗ beit vor, aber doch nicht alle. (Auf Jamaika ist die Zahl der zins⸗ freien Grundstücke, auf welchen die Neger seit der Emancipation ar⸗ beiten, seit 1838 bis 1840 von 2014 auf 7848 gestie gen.) Dies giebt dem fleißigen Arbeiter einen natürlichen und verdienten Vortheil vor dem trägen. Diejenigen, welche arbeiten, empfangen hohe Löhnung, und können von den Er⸗ sparnissen Grundgüter kaufen. Wir gestehen, daß man eher Ursache hat, über solche Resultate sich zu freuen, als zu klagen. Diese Ver⸗ wandlung der Arbeiter in Landbesitzer wird neuen Begehr nach un⸗ beschäftigten Arbeitern zur Folge haben, die natürliche Trägheit wird zur Thätigkeit gezwungen, und die Konkurrenz auf dem Markte, wo Arbeit geboten wird, wird, wie jede Konkurrenz, die Preise niedrige stellen.“ s
Daß die Schwarzen jemals sollten halb Jamaika an sich kaufen, erweist dann das Blatt als eine gänzlich unbegründete Be⸗ sorgniß.
Vym 13 1 en d. MtS. a b
werden die Fahrten auf unserer Eisenbahn nach folgendem Fahrplane statt
“
für die täglichen Dampfwagen⸗Fahrter 8
auf der
Eisenbahn
Anhaltischen Eisenbahn
für die Zeit vom 15. Oktober 1843 bis 14. März 1844.
Cours von Magdeburg nach Leipzig.
A Pe ö
1 “ Nr Von Von [1285] Bekannimach ung. “
Magdeburg Schönebeck Gnadau
Von SDWT Von Von Von Von der Saale Cöthen Stumsdorf Halle Schkeuditz
Das hierselbst in der langen Straße Nr. 177 bele 128 gene Grundstück des Apothekers Anwandter, sammt 1““ 8E1u61
6 ⅔ Uhr 6 7 Uhr Mg. 7¼ 11½ 3 dazu gehörenden Landungen, Apotheken ⸗Privilegium 32. 3 »Nchm. 3 ¼ »Nchm 3
ühr Mg. 7 ÜUhr Mg. 8 Uhr Mg.] 8 ½ Uhr Mg.] 9 ÜUhr Mg. 9 ½ Uhr Mg. 1118 „ „»„ 12 ½ » Mttg. 12 ¾ » Mttg. 1 ½ »Nchm. 1 ¾ »Nchm. „Nchm. 3 ¾ »Nchm. 4 ½ » Nchm. 5 » Nchm. 5 ½ „ »„ 6 »» „
und Waaren, abgeschätzt auf 19,292 Thlr. 26 Sgr., öh“
* mit Personen⸗Beförderung in ter Wagen⸗Klasse.
zufolge der nebst Hypothekenschein und Verkaufs- Be⸗ dingungen in unserer Registratur einzusehenden Taxe,
7. Ühr Ma. 9 ½ Ühr Mg. 20. 45 Mt. Mg. 10 sior Mg. 11 Ühr Mg. 11 i Uhr Mg. 12 Uhr Mittg. 12 Uhr Mtg.
soll am 31. Januar 1844, Vormittags 11Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden. Alle unbekannten Realprätendenten werden aufgeboten, sich
II. Cours von Leipzig nach Magdeburg.
K., Persbe
bei Vermeidung der Ausschließung spätestens in diesem 1 Termine zu melden. - D 7. Juli 1843. Nr. Leipzig
Schkeuditz
p
Von Von Von Von Von Von Halle Stumsdorf. Cöthen der Saale Gnadau Schönebeck
Damm,, den 7. Königl. Land⸗- und Stadtgericht. 1b. 05Üühr Mg. 67Ühr Mg. 7 ½ Krätschell 2K11ö1“ 3 b. 3 » Nchm. 3 ¼ »Nchm. 3 ¾
Üühr Mg. 7Ühr Mg. 8 ½ Uhr. Mg. 858 Uhr Mg. 9. Uhr Mg. 9 ¼ Uhr Mg. „ „ 12 ⅛ » Mitt. 1 » Mitt. 1X½ » Nchm. 1 ½ » Nchm. 18. » Nchm „Nchm. 4 ¼ »Nchm. 5 Rchm. 55 85 17662626
229 b s B
Güter⸗Zug mit Personen
Beförderung in 3Zter Wagen⸗Klasse.
Auf den Antrag der Geschwister und Benefizial E
Iüöv ; Nüm;eEEEN Neü e. iiübr N. 1übhe NIm.
ben des am Lten dieses Monats verstorbenen hiesigen
Kaufmanns und Material⸗Waarenhändlers Carl Wil⸗ 1 „ helm Rudolphi, Firma: Wilhelm Rudolphi jun., wer III. Cours von Cöt
den alle diejenigen, welche aus irgend einem Rechts⸗
grunde an den Nachlaß desselben und namentlich an Nach und von Magdeburg
hen nach beiden Richtungen hin und zurück.
Güterzug mit Personen⸗Beförderung in 2ter und 3ter Klasse.
(Uebernachtung in Cöthen.) Nach und von Leipzig.
das dazu gehörige, in der Franken⸗ Straße hierselbst sub Litt. B. No. 295 belegene Wohnhaus, desgleichen an das vorhandene Waarenlager Ansprüche und For
Von Von 28 Gnadau
Nr. V ’ Saale
VI Vou Von 1 Von V Schöne⸗ Von St Von
Von Von
Stums-* b ve. 8 Halle Schkeuditz Leipzig
Magde⸗ beck burg
derungen zu machen berechtigt sind, hierdurch aufgefor⸗ dert, solche in einem der nachstehend vor uns auf hie 5. [7Ü. Mg. 7 lI. Mg. 7 U. Mg. siger Weinkammer, Nachmittags 3 Uhr, angesetzten 6. — 6 » Abd. 5 ¼ » Abd.
Cöthen U.
Cöthen dorf 8. U. Mg. 7 U. Mg. 72½ . Mg. 8 Ü. Mg. 8 U. Mg. — 5 ½ » Abd. 5 U. Abd. — 6 » Abd. 6 „ Abd. 5 ½ Abd. 5 U. Abd.
Termine, als: am 28. September, oder am 12., 11“ 8 oder endlich am 26. Oktober d. J., gehörig anzu⸗ Die Güter⸗Züge Nr. 4a. und b., 5 melden und zu bescheinigen, oder zu erwarten, daß sie durch das am 1. November dieses Jahres in öffentlicher Diät zu publizirende Präklusiv⸗Erkenntniß werden präkludirt und für immer abgewiesen werden. „ Stralsund, den 15. September 1843. um 1 ½ Verordnete zum Stadtkammergericht. Nr. 3 a. und b.
(-h. o 3o v “ in Cö
Die Personen⸗Züge Nr. 1 a. und b.
Nr. 2 a. und b.
von Cöthen nach Berlin abgehenden Personen⸗Zuge,
und 6, werden bei Westerhüsen, Wulffen, Weißand, Niemberg und Gröben
anhalten, um Passagiere aufzunehmen und abzusetzen.
stehen mit dem von Wittenberg kommenden Zwischenzuge und dem um 9 Hbr b mit dem von Berlin kommenden ersten Personen⸗Zuge und dem von Cötben Uhr dahin abgehenden zweiten Personen⸗Juge, und um 51 Uhr mit dem von Berlin kommenden zweiten Personen⸗ Zuge und dem
then nach Witte en Zwischenzuge in Verbindung.