“ von, daß in Folge der letzten Unruhen im Pend⸗ schab eine bedeutende Truppenmacht dorthin gesandt werden soll. In Kabul war die Ruhe noch nicht wiederhergestellt. Der neue Ober Befehlshaber des Heeres in Ostindien, Sir Hugh Gough, ist gestern hier eingetroffen. Sein Vorgänger, Sir Jasper Nicholls, wird sich hieächg 1 Bombay nach England einschiffen.
Man spricht da
8
h in a.
Sir Henry Pottinger hat am 26. Juli das Gouvernement der Insel Hong⸗Kong feierlich übernommen. Im Norden der Insel wird eine Stadt gebaut, die den Namen Victoria führt, und nach den Plänen des Ingenieur Major Aldrich stark befestigt werden soll. Die Pläne sind bereits nach England eingesandt.
Die Sincapore Free Preß berichtet, daß Sir Henry Pot⸗ tinger vom Lord Aberdeen instruirt worden sei, ein Verbot gegen den Opium⸗Handel in Hong⸗Kong zu erlassen, daß Ersterer aber dagegen dringende Vorstellungen erhoben und der Regierung ange⸗ rathen habe, sich jeder Einmischung in die Frage des Opium⸗Han⸗ dels zu enthalten. Auch die Kaiserlichen Kommissarien und andere hohe Mandarinen sollen erklärt haben, daß die britische Regierung sich in diese Sache nicht einzumischen habe, sondern es der chinesischen Regierung überlassen solle, selbst die nöthigen Vorkehrungen gegen den Opium⸗Handel zu erlassen. Die Wirksamkeit des neuen Tarifs vom 27. Juli, dem Tage, da er in Kraft trat, bis zum 2. August, dem Tage der Abfahrt des „Akhbar“, der diese Nachrichten über⸗ bringt, hatte sich bereits über vier mit englischen Waaren befrachtete Schiffe von 1400 Tonnen⸗Gehalt und eins von 600 Tonnen, die in den Hafen von Canton einliefen, erstreckt, und man freute sich allge⸗ mein der Erleichterung der Eingangsrechte, wie sie in Vergleich zu den früheren Zollbestimmungen gegenwärtig stattfindet. Das Schiff von 600 Tonnen z. B., dessen Ladung, aus Baumwollen⸗Geweben bestehend, früher mit 63,478 Dollars zu verzollen gewesen wäre, zahlte nach dem neuen Tarif nur 15616 Dollars und an Hafengel⸗ dern, statt wie früher 5400 Dollars, jetzt nur 450 Dollars. Die Differenz bei dieser einen Ladung beläuft sich also auf nicht weniger als 52,812 Dollars.
Die Hong⸗Kong Gazette vom 31. Juli enthält folgende Betrachtungen uͤber den neuen Tarif. Es heißt darin:
„Wir wollen einen Blick werfen auf einige bewundernswerthe Eigenthümlichkeiten des kommerziellen Aktenstücks, in welchen es sich sehr zu seinem Vortheil unterscheidet von den meisten der bestehen⸗ den Tarife. Wir sehen darin nicht, was man sonst gewöhnlich findet, eine Stufenleiter von Zoll⸗Ansätzen (a scale of duties), welche zum Theil den Zweck haben, als Schutzzölle zu wirken, zum Theil aber fiskalische Tendenzen fördern sollen. Bei der Abfassung des chinesischen Tarifs sind Lebens⸗Wahrheiten und allgemein gültige Grundsätze, wie solche aus der gesundesten Philosophie politisch sozialer Staatswirthschastslehren erwachsen, in Anwendung gebracht und zur Richtschnur genommen worden. Bündigkeit und Einheit des vorgesteckten Ziels, Uebereinstimmung aller Theile und Einfachheit des Tarifs als eines Ganzen, lassen dies deutlich
erkennen. Es ist seelenerfreuend, zu sehen, wie der selbstische Einfluß der westlichen Civilisation auf die Handels⸗Gesetzgebung China's bis jetzt noch nicht gewirkt hat. Hier haben wir keinen Versuch, durch die Bestimmungen eines Tarifs oligarchischen Interessen (wie denen der Grundbesitzer durch Korngesetze) Vorschub zu thun oder kränklichen Fabriken aufzuhelfen, wobei die Ansprüche der Millionen zu Gunsten der fast unmerklichen Minderzahl rücksichtslos aus den Augen gesetzt werden. Und was die Einfachheit an⸗ geht, so enthält der neue chinesische Tarif nur 48 Artikel, während der eng⸗ lische Tarif, ehe ihn Sir Robert Peel einer Revision unterzog, nicht weni⸗ ger als 1152 spezifische Zoll⸗Ansätze umfaßte. Es freut uns, daß unsere Empfehlung, den neuen chinesischen Tarif so viel möglich dem preußischen nahe zu bringen, beachtet worden ist. In beiden gilt das Prinzip, wonach zehn Procent als das Maximum der Zoll⸗Abgabe angenommen wird. Als Zoll⸗Unität ist, wie im preußischen Tarif, das Gewicht angenommen, mit Ausnahme einzelner Fälle, wo im Interesse des britischen Verkehrs Stückzahl und Werth als maßgebend angenommen werden. Es wäre fast zu wünschen gewesen, daß China eine allgemeine Herabsetzung der Zölle, welche wir (in England) von seinen Erzeugnissen erheben oder irgend eine äquivalente Konzession für seinen Stapel⸗Artikel, den Thee, ausbedungen hätte.
Allein die Chinesen legen so wenig Werth auf die Verhältnisse mit dem Auslande und haben noch so mangelhafte Ansichten von internationa⸗ len Verbindungen, daß sie gar nicht daran dachten, derartige Forderungen an uns zu stellen. Die Publication des chinesischen Tarifs wird in Eng land mit der freudigsten Empfindung aufgenommen werden. — Der An⸗
Bekanntmachungen.
[262 b] AIIä
111“
lIgemeiner
stände auf den Passagierbooten zurückgeblieben; die recht⸗ mäßigen Besitzer werden erbeten, solche bei dem Unter⸗ und
680
hänger des Prinzips vom freien Handel (the free trader) wird frohlocken über die praktische Annahme der wahren Grundsätze der politischen Staats⸗ Wirthschafts⸗Lehre abseiten eines Drittheils des menschlichen Geschlechts in seinen Handels⸗Berührungen mit den anderen zwei Drittheilen. Es darf nicht verschwiegen oder versteckt werden, daß man über den chinesischen Tarif deshalb spötteln wird, weil er keine Bestimmung enthält über einen Artikel (das Opium), welcher dem Werthe nach fast die Hälfte des britischen Handels mit China ausmacht. (Die Opiumfrage ist, wie bereits gemeldet, noch aufgescho⸗ ben.) Auch die Nichteinführung des Bonding⸗Systems (wonach die Waaren, wie in England das Getraide, beim Einbringen unter Verschluß gelegt und zollfrei wieder ausgeführt werden können) in den fünf Häfen wird getadelt werden, indem es nach dem Regulativ scheint, als wenn britische Waaren, falls solche, zu Canton unverkäuflich, nach Schanghai ausgeführt werden, nachdem sie die Eingangsrechte zu Canton getragen, daselbst wieder Aus⸗ angsrechte zahlen müßten und zu Schanghai von neuem besteuert werden ollten. Wenn dem wirklich so ist, wäre die so wünschenswerthe Circulation der Waaren sehr gehemmt. Da wir inzwischen so große Ursache haben, mit dem Tarif im Allgemeinen zufrieden zu sein, so berühren wir ungern einzelne Mängel, und auch diese nur in der Zuversicht, daß es noch Zeit sein dürfte, denselben abzuhelfen. Bei gänzlichem Mangel an Glauben an die Aufrichtigkeit des Hofes von Peking — wozu wir Ursachen haben, die wir jetzt nicht von neuem aufzählen wollen — vertrauen wir doch auf das dauernde Bestehen der freundschaftlichen Verhältnisse, so lange Sir Henry Pottinger in China bleibt. Gewiß werden die Verdienste dieses Staats⸗ mannes in England so erkannt werden, daß es nicht fehlen kann, die Ehren, welche dem Eroberer von Ghisni zuerkannt wurden, werden auch dem Di⸗ plomaten zu Theil werden, der den Vertrag von Nanking zu Stande ge⸗ bracht hat.“ 8
Eisenbahnen. Ueber Gebirgs⸗Eisenbahnen mit stehenden Maschinen und Anwendung von Gegengewichten, von dem Grafen von Westphalen, Königl. preuß. Oberst⸗Lieu⸗ tenant a. D. (Preis 1 Rthlr. 10 Ngr. Zum Besten der Armen.) Dresden und Leipzig 1843.
Bei der weitverbreiteten Theilnahme, welche das Eisenbahnwesen findet, und bei der Wichtigkeit, welche dieser Gegenstand besonders für Deutschland hat, seitdem in fast allen Theilen desselben entweder Eisenbahnen schon gebaut, oder zum Angriff projektirt werden, verdient gewiß Alles, was zur Förderung oder Erleichterung dieser so bedeutungsvollen Unternehmun⸗ gen geeignet ist, die sorgfältigste Beachtung. Selbst theoretische Erör⸗ terungen nehmen hier mehr als bei anderen industriellen Fragen die allgemeine Aufmerksamkeit in Anspruch, weil der Gegenstand in Beziehung zu den so oft durch spezielle Verhältnisse bedingten Momenten noch nicht häufig und vielseitig genug erörtert worden ist, als daß es bisher noch möglich gewesen wäre, aus der Praxis des Vorhandenen eine für alle so verschiedenartige Bedingungen vollkommen ausreichende Theorie gewinnen zu können; jeder mit dem Entwickelungs⸗ gange des gesammten Eisenbahnwesens Vertraute weiß es auch, daß, wie bei wenig anderen Gegenständen des menschlichen Erfindungsgeistes und Fleißes, hier besonders die Theorie es war, welche durch die a priori er⸗ langten Resultate das verbesserte Eisenbahnwesen ins Leben rief, und mit den bisher erzielten Vervollkommnungen bereicherte. Von doppeltem In⸗ teresse sind solche Erörterungen aber dann, wenn sie nicht nur dafür berech⸗ net sind, die einer an und für sich entsprechenden Theorie, durch die ver⸗ schiedengestaltigen praktischen Zwecke erwachsenden Hindernisse zu beseitigen, sondern auch für die Möglichkeit dieser Beseitigung thatsächliche Garanticen bieten. Als ein solcher Beitrag zur Lösung eines der schwierigsten und wich⸗ tigsten Probleme des Eisenbahnwesens kann die oben erwähnte Schrift des Grafen von Westphalen betrachtet werden, dessen Vorschläge einer vielseiti⸗ gen und genauen Prüfung unterworfen zu sehen, um so wünschenswerther erscheinen muß, da bei vielen der in Deutschland projektirten Eisenbahnen, durch Höhe des Terrains, Schwierigkeiten sich ergeben, die man bisher nur durch sehr kostspielige Bauten — dabei auch mit zum Theil bleibenden Transport⸗Erschwernissen — oder durch Geld⸗ und Zeit raubende Umwege und dergleichen beseitigen zu können vermeinte, beides Umstände, wodurch Anlage und Betrieb der so konstruirten Linien vertheuert wird, abgesehen von vielen anderen erschwerenden Umständen. Dem dürfte aber durch den Vorschlag des Herrn Grafen von Westphalen abgeholfen werden können.
Nächste Veranlassung zu diesem Projekte gab die beschlossene Eisenbahn von Prag nach Dresden. Die vielen technischen und administrativen Schwie⸗ rigkeiten, welche selbst mit großen Geldopfern sich dennoch der Führung dieser Bahn am linken Elb⸗Ufer zwischen Außig bis jenseits der sächsischen Gränze bei Pirna entgegenstellen, verbunden mit Gefahren des Betriebs, Behin⸗ derung des Elbschifffahrts⸗Verkehrs und der Zugänglichkeit zu dem Strome
8 8
sowohl als auch zu der Bahn, — nebst vielen anderen ungünstigen Ver⸗ hältnissen, welche diese Bahnstrecke begleiten würden; wie sie in der erwähn⸗ ten Schrift (S. 1—9) auf unleugbare Weise nachgewiesen werden — diese wichtigen technischen und staatswirthschaftlichen Momente veranlaßten den in der Nähe von Tevplitz begüterten und daher der Lokal⸗Verhältnisse sehr kundigen Verfasser zur Entwickelung des Vorschlages: Die Prag⸗ Dresdner Bahn von Außig aus nicht an das dort so schmale linke Elb⸗-Ufer her, sondern gegen das Erzgebirge und über dasselbe mittelst stehender Dampfmaschinen und selbstwirkender Bahnen durch Anwendung kraftersparen⸗ der Gegengewichte — wozu nach den Steigungs⸗Verhältnissen der schiefen Ebenen ein oder mehrere große Wasserfässer benutzt werden — auszuführen und erst in der Gegend von Pirna das von da breite Elbthal zu gewinnen, und die Bahn wieder mit Lokomotiven zu betreiben. Beigefügt sind diesem Vor⸗ schlage außer den nöthigen Situations⸗Plänen und Bahn Profilen die Risse und Zeichnungen der wichtigsten Bestandtheile des Systems.
Um sich und anderen die Ueberzeugung der praktischen Ausführbarkeit des vorgeschlagenen Spstems zu verschaffen, hat der Verfasser ein gangbares Modell von einem Theil der fraglichen Gebirgsbahn und zwar von da wo die Lokomotiv⸗Bahn aufhören würde, bis auf die zu überschreitende Wasser⸗ scheide des Erzgebirges, anfertigen lassen (bis auf die Länge der schiefen Ebenen, welche natürlich nur sehr verkürzt, aber genau im Niveau und nach den Winkeln, wie sie in der Natur vorkommen, nesgesen sind) im stel der natürlichen Größe, woran alle Vorrichtungen gangbar vorkommen. Dies Modell hat sowohl in Wien als in Dresden, woselbst es öffentlich gezeigt ward, hohes Interesse erregt und dürfte über die Ausführbarkeit des Systems keinen Zweifel lassen. 8 1
Wie sehr die Studien des Herrn Verfassers außer seiner höchst interes⸗ santen Theorie auch die praktischen Details umfassen, erhellt aus den 24 Seiten füllenden vollständigen sehr klar gehaltenen Berechnungen der verschiedenen in Anwendung kommenden Kräfte und der Stärke der Be⸗ standtheile, so wie der Kosten aller Maschinentheile und der ganzen vorge⸗ schlagenen Gebirgsbahn mit Vergleichung der Herstellung⸗ und kapitalisirten Betriebskosten der dadurch zu ersetzenden Elbuferbahn; bemerkenswerth ist hierbei das Resultat einer Ersparniß von mehr als 3 ½ Millionen Gulden Conv. Münze, welche die Gebirgsbahn und der kapitalisirte Betrieb dersel⸗ ben weniger kosten würde als die auf 5,328,000 Fl. projektirte Elbufer⸗ strecke von Außig bis Pirna und ihr kapitalisirter Betrieb. 1 Die hier berührten Punkte dürften wohl die Wichtigkeit des vorgeschla⸗
enen Systems genügend andeuten, um die von dem Verfasser selbst so gewünschte mehrseitige strenge Prüfung desselben durch vorurtheilsfreie Männer vom Fach zu veranlassen. Wie dieselben aber auch über den Werth und die Ausführbarkeit des vorgeschlagenen Systems, sei es nun speziell für die vorgeschlagene Richtung oder im Allgemeinen für andere Gebirgsbahnen urtheilen mögen, so viel ist gewiß, daß einzelne Theile desselben, wie z. B die Anhalt⸗Vorrichtung mit dem Wasser⸗Moderator zur Verhinderung des federnden Zurückwerfens, die Zugbrücken zum Querdurchschneiden der Bah⸗ nen mit gewöhnlichen Wagen, der so einfache, billig und leicht herzustellende Drath⸗Glockenzug⸗Telegraph, vor allem aber der sinnreiche Hemm⸗ oder Stillsteh Schlitten, welcher dem Zug im Fall eines Bruches der Kette oder anderer Glieder die vollkommenste Sicherheit gewährt, zu jenen nützlichen und ganz neuen Ideen gehören, die selbst bei einer als nicht angemessen erkannten Ausführung des Ganzen, doch als Einzeltheile auch bei anderen Systemen als sehr praktisch sich bewähren dürften.
Ein durch das Königl. sächsische Ministerium des Innern veranlaßtes kommissionelles Gutachten, das — wohl schon in Berücksichtigung der bereits vertragsmäßig bestimmten Richtung der Bahn durch das Elbthal — die Ausführung der fraglichen Gebirgsbahn nicht bevorworten konnte, beleuchtet das Sovstem in technisch⸗wissenschaftlicher und ökonomischer Hinsicht. Ein kurzer Auszug der Hauptgründe, warum die Anwendung nicht empfohlen wird, ist in der erwähnten Druckschrift enthalten; im Uebrigen bezeugt das erwähnte Gutachten dessenungeachtet: „Der Herr Erfinder hat seinen Plan wohl durchdacht und mit einer Beharrlichkeit in Anwendung mechanischer Mittel zur Ueberwindung fast aller etwa vorkommenden Schwierigkeiten ausgearbeitet, welche die vollste Anerkennung erfordert. Mit Gewandheit und vieler Fertigkeit hat sich derselbe im Felde der Erfindung zweckmäßiger Construetionen bewegt, und wenn auch nicht durchaus Neues hervorgebracht, doch geschickte Verbindungen mit Hilfe des schon bekannten dargestellt. Man begegnet nirgends einem Widerspruche in sich, vielmehr spricht sich allent⸗ halben eine vollkommene Konsequenz in der Theorie des Ganzen, und der einzelnen Theile aus, so daß der Mechaniker nur nöthig hat, diese einzelnen Bestandtheile zum Behufe der Ausführung zu bearbeiten.“
Ein Eisenbahn⸗System für gebirgigtes Terrain, das nicht komplizirt und zu kostspielig in der Anlage, im Betriebe aber einfach und ohne Auf⸗ enthalt, dann beim Auf⸗ und Absteigen gleich sicher und gefahrlos zu passiren ist, gehört bekanntlich noch zu den bisher ungelösten Problemen der Technik; ob der Plan des Verf. im Allgemeinen diesen Anforderungen entspricht, darüber mögen bahnkundige Mechaniker durch genaue Prüfung entscheiden, welche des guten Zweckes wegen im Interesse der technischen Wissenschaften so wie der Industrie veranlaßt zu sehen, die einzige Absicht dieser Zeilen ist. G
₰
11779]
—
zeichneten in Empfang zu nehmen. Anker, Taubenstr N ermischte Schriften.
Von
Mit Bezug auf das den stralsundischen Zeitungen in extenso inserirte Proklama werden alle diejenigen, welche als Agnaten, Gesammthänder oder Anwärter, oder aus irgend einem sonstigen lehnrechtlichen Grunde an das im neuenkirchener Kirchspiel auf Rügen belegene Ritter⸗ 117701 gut Tribbevitz (vormals Groß⸗ und Klein⸗Tribbevitz) Die c. p. Ansprüche und Anforderungen zu haben vermei⸗ 8 nen, zum Zweck ihrer patentmäßigen Abfindung zu de⸗ ren Anmeldung nnd Beglaubigung in einem der auf den 17. Oktober, 7. und 28. Novemberd.
Morgens 10 Uhr, vor dem Königi. Hofgericht anstehenden Termine, bei
Vermeidung der am 14. Dezember c. zu erkennenden
Präklusion, hiermit aufgefordert.
Greifswald, am 16. September 1843. 1 8 bnigl. vreuß. Hofgericht von Pommern und Rügen. 1 L. S.) v. Möller, Praeses.
[1778] G“ E1ö636 Presse verlassen: ele diejenigen, welche an den Nachlaß des unlängst sn Majors und Commandeurs 2ten Info „ genannt Königs⸗Regi 2 von Bergfeld, begründete Ansprüche haben, werden zu deren Liquidation und Beglaubi s in einem der auf den 17. Oktober 7 Uunda. November d. J., Morgens 10 Uhr, hierselbst ange⸗ setzten Termine bei Strafe des in termine d vnse, D ez em ber cr. zu erkennenden Ausschlusses 8 * 8 gen Stillschweigens, — hierdurch aufgefordert 88 “ Datum Greifswald, am 16. September 1843 1 Königl. Hofgericht von Pommern und Rüger v. Mölle , Praeses.
schung.
[301 b]
Beschluß der diesjährigen Passagier⸗ Dampsschifffahrt zwischen Potsdam u. Hamburg. Freitag, den 20. Oktober (Dampfb. „Falke *.)
Abfahrt 9 Uhr Vormittags.
Im Laufe dieses Sommers sind verschiedene Gegen nas, T
Literarische Anzeigen. Kameralistische Zeitung „
1843 Nr. 42. enthält u. v. A. auch folgende Original⸗ Abhandlungen: Die Welt Rücksicht auf die Schrift des Freiherrn von Reden über die Eisenbahnen Deutschlands.) — Die Streich⸗Feuerzeuge. — Zur Geschichte des Begräbniß⸗Wesens, mit besonderem Be zug auf Berlin.
Bei F. Dümmler, Linden 19, haben eben die 4 27
Mätzner, Dr. Ed. (Dirigent der städt. höheren Töchterschule), Syntar neufranzösischen Sprache. en
Beitrag zur geschichtlich vergleichenden Sprachfor⸗ Ir Theil. Dieser erste Theil der Syntax bildet auch für sich ein selbstständiges Ganze, das mehr als den gewöhnlichen Stoff der französischen Sprachlehren enthält.
Mauschwitz, Carl von, über Strafgefangene und Straf⸗ anstalten im Geiste der Zeit,
nebst einem Anhange ü⸗ ü hange über Vermehrung und Ver⸗ minderung der Verbrecher. geh
Vollständig ist erschi
g hienen und d G ⸗
“ zu erhalten, in Berlin des . Verderstr. 11 der Bauschule gegenüber:
Zweite Auflage. Sech s gr. 12. 8eb. 22
der Maschine. (Mit Band „Vermischte Schriften
Zweiter Artikel. Kompletirung vorräthig. Leipzig, im September 1843. (Fortsetzung.) F C. Heymann.
[1775 8
8 Streitsache der Herren Julius
burg
der
2 Thlr. 6 9
— . Straße
[1777 Von Friedrich Vierter Theil. 322 Seiten.
Inhalt: Schwärmer und Leuchtkugeln. — 10 Sgr.
Gedichte von Mehreren. — R. Meier. — Ralketen.
H. Jo⸗
Denkwürdigkeiten
Varnhagen von Ense.
B ;d G G Thlr. Die ersten drei Bände enthalten „ dig keiten des eigenen Lebens“, der vierte bis sechste “"¹ und wird jede die ser Folgen gesondert für 6 Thlr. erlassen. 2 ersten Auflage sind noch einzelne Bände zur
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Steinmann. Broschirt. Preis 1 Thlr. Lebende Bilder von Fr. Steinmann. — Die Rothschilde und die Weltgeschichte der Gegenwart vom Herausge⸗ ber. — Oeffentlichkeit und Mündlichkeit, aber kein Schwurgericht von Dr. Frankenfels. — Unpolitische Rheinische Zustände von — Meditationen über den
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Juristen. — Der politische Prozeß wider den Dr. J. Jacoby zu Königsberg. — Hannoversche Hieroglyphen. Münster, im September 1843. Expedition des Mefistofeles.
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Inhaltt.
Amtlicher Theil.
Inland. Breslau, Halle und Merseburg. Feier des zeburts⸗ tages Sr. Majestät des Königs. Berlin. Denkfest der Schlacht bei Leipzig. — Zur weiteren Berichtigung der Gerüchte über den neu⸗ lichen Vorfall in Posen. 8 —
Deutsche Bundesstaaten. Bayern. München. Einweihung des Siegesthores. — Gedächtnißfeier des Königs Max. — Cornelius. — Baden. Karlsruhe. Rückkehr des Großherzogs. — Bekanntmachung in Bezug auf die Unruhen vom 5ten v. M. — Grh. Hessen. Mainz. Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Königs von Preußen. — O! denburg. Oldenburg. Rückkehr des Großherzogs.
Frankreich. Paris. Hof⸗Nachricht. — Angebliche Unterhandlungen des spanischen Kabinets mit Don Carlos. — Mausoleum für Marschall Soult. — Brief aus Paris. (Die Handels⸗Verbindungen mit China und ihre Schwierigkeiten.) 8 —
Großbritanien und Irland. halten. — Schreiben aus London. gierungs⸗Maßregeln gegen die Repeal.)
Niederlande. Aus dem Haag. Bevorstehende Wiedereröffnung der
Session der Generalstaaten.
Spanien. Paris. Telegraphische Nachrichten aus Spanien
Griechenland. Aussührlichere Schilderung der Vorfälle zu Athen am
15. September (Schluß). — Athen. Proclamation des Kalergis.
Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten. Berlin, Danzig, Kö⸗ “ berg, Breslau, Magdeburg. Marktbericht. — Leipzig. Mesfe. — St. Petersburg. Marktbericht. — Paris. Börse. — London. Getraidemarkt. — Amsterdam. Börse; Getraidemarkt.
London. OConnell's weiteres Ve⸗ (Erfolgreiche Wirksamkeit der Re⸗
Königliche Oper. (Gluck's Iphigenia.) — Sing⸗Akademie. Beilage. Deutsche Bundesstaaten. Bayern. Ingolstadt Durchreise des Königs. Sachsen. Dresden. Ungewöhnlicher Sturm. — Baden. Karlsruhe. Auffallende Witterungs⸗Verhält⸗ nisse. — Grh. Hessen. Darmstadt. Kommission zur Vergleichung der Brodpreise. — Freie Städte. Frankfurt a. M. Gewaltiger Sturm. Rußlaund und Polen. St. Petersburg. der Geburt des Großfürsten Nikolaus an die Einwohner von Moskau. — Broßbritanien und Irland. London. Quartal Einnahme Status. — Niederlande. Schreiben aus Mastricht. (Planu 68 einem neuen Konvertirungs⸗Gesetz; Finanz⸗Projekte für die neue Session; das beabsichtigte Limburger Journal.) — Türkei. Konstanti 1b nopel. Militairwesen. — Vermischtes. .“ Gränze. Verhaftungen in Ibrail. — Vermischtes. — Vereinigte Staaten von Nord⸗Amerika. Schreiben aus New⸗York. (Zur weiteren Charakteristik der Partei⸗Stellung der Präsidentenwahl und der Hoffnungen der verschiedenen Kandidaten.) — Eisenbahnen. Breslau Bahn am linken Oder⸗Ufer; Eröffnung der Freiburger Bahn; Ober⸗ Schlesische und Brieg⸗Grottkau⸗Neisse⸗Bahn. — Stettin. Stettin⸗Star⸗ garder Bahn.
Amtlicher Theil.
Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: Dem General⸗Konsul in Syrien, Rittmeister von Wildenbruch, den St. Johanniter⸗Orden; so wie dem überzähligen Feldwebel Wie⸗ se 1“ dem überzähligen Wachtmeister Lüling der Garde⸗ Artillerie⸗Brigade, welche dem zur Zeit in Konstantinopel befindlichen Artillerie Kommando beigegeben sind, das Allgemeine Ehrenzeichen; ingleichen 1 .“ Dem vormaligen Stadtrath Pannenberg zu Danzig den Cha⸗ rakter als Kommerzien⸗Rath zu verleihen; und — 8 An der des auf sein Gesuch entlassenen vormaligen preu⸗ fischen Konsuls N. Törner zu Landskrong den dortigen Kaufmann L. A. Frys zum Konsul daselbst zu ernennen.
b 14X4*“ Vom 13. November c. (1. November alten Styls) wird die „Vom 13. r . Nov Styls) wird die TT11“ zwischen Preußen und Rußland auf dem Wege zer 82 * g v6 1 841 4 1 22 — 18 Ffeniera szair Rüsiang C1“ “ Preußen bestimmt sind, oder “ Briefe, welche nach 2 ß bestimn sind, oder durch Preußen nach anderen Staaten gehen, aufgehoben, das bisherige Zuschlag⸗Porto nicht mehr erhoben Posten bergthe den Briefe 1“ russischen auf die preußischen 1s gehenden Briefe bis zur Schwere von 1 Loth preußisches Gewicht an russischem Porto nicht mehr als 10 Kopeken Silber, oder 3„ Sgr., ohne Rücksicht auf die Entfernung des russischen Abgangs oder Bestimmungs-Ortes, erhoben werden. Auch das preußische Porto wird angemessen moderirt, so daß z. B. ein Brief bis E
memnnn
Schwere von 1 Loth zwischen Berlin und St. Petersburg, Moskau oder jedem anderen russischen Orte, nicht mehr als überhaupt 10„ Sgr. kostet. 1 Die preußische Porto⸗Tare für die russische Korrespondenz kann bei jeder preußischen Post⸗Anstalt eingesehen werden, wo sie öffent⸗ lich ausgehängt wird. — Der preußische sowohl, als der russische einfache Briefporto⸗Satz findet, wie schon gedacht, bis zum Gewichte von einem preußischen Lothe Anwendung und steigt bei schwereren Briefen für jedes fernere halbe Loth um den halben Betrag.
Die Haupt⸗Verbindung für den Korrespondenz⸗Verkehr zwischen Preußen und Rußland wird durch eine wöchentlich fünfmalige Cou⸗ rier-Post zwischen Berlin und St. Petersburg über Riga, Mitau, Tauroggen, Tilsit und Königsberg i. Pr. bewirkt, und es findet mit⸗ telst derselben die Korrespondenz⸗Beförderung zwischen Berlin und St. Peteraburg in folgender Art statt:
Abgang aus Berlin: Sonntag, Dienstag, Mittwoch, Abends, Ankunft in St. Petersburg: Sonnabend, Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag Morgens. Abgang aus St. Petersburg: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag, Sonnabend Abends, Ankunft in Berlin: 1t Sonntag, Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag Morgens. Auf der Strecke zwischen Berlin und Tilsit wird diese Courier⸗ Post schon vom 1. November c. ab in Gang kommen und auch zur Personen⸗Beförderung eingerichtet werden. Der Lauf derselben ist nachstehender: aus Berlin: Sonntag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Sonn⸗ abend 7 Uhr Abends, durch Ruschendorf: Montag, Mittwoch, Donnerstag, Sonntag 11 Uhr 50 Min. bis 12 Uhr Mittags, durch Dirschau: Dienstag, Donnerstag, Freitag, Sonnabend, Mon⸗ tag 4 Uhr 45 Mtn. bis 5 Uhr 5 Min. früh, durch Königsberg i. Pr.: dieselben Tage 4 Uhr 45 Min. bis 5 Uhr 25 Min. Nachmittags, in Tilsit: Mittwoch, Freitag, Sonnabend, Sonntag, Dienstag 2 Uhr
D 2
onnerstag, Sonnabend 7 Uhr
Freitag,
15 Min. bis 4 Uhr 15 Min. früh,
aus Tilsit: dieselben Tage 9 Uhr 11 Min. Abends,
durch Königsberg i. Pr.: Freitag, Sonnabend, Montag, Dienstag
Mittwoch 7 Uhr 50 Min. bis 8 Uhr 30 Min. Morgens 5
durch Dirschau dieselben Tage 8 Uhr 30 Min. bis 9 Uhr Abends
durch Ruschendorf Sonnabend, Sonntag, Dienstag, Mittwoch Don⸗
nerstag 1 Uhr bis 1 Uhr 10 Min. Mittags, 8
in Berlin Sonntag, Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag 6 Uhr
45 Min. Morgens. 4 ““
8u dieser von Conducteuren begleiteten Courier-Post kommen sehr bequem eingerichtete Wagen in Anwendung, worin außer dem Conducteur fünf Personen, und zwar zwei im Coupé und drei im Innern, Platz finden. Außerdem können vier Personen mittelst Bei⸗ chaise Beförderung erhalten. Das Personengeld beträgt pro Meile 10 Sgr., wofür jeder Reisende 30 Pfd. Effekten frei mit sich führen kann. An Ueberfracht gegen Bezahlung ist jedem Reisenden die Mit⸗ nahme von 20 Pfd. gestattet. b
An den beiden Tagen in der Woche, wo die vorgedachte Cou⸗ rierpost nicht geht, wird vom 1. November c. an eine Briefpost mit gleich schneller Beförderung zwischen Berlin und Königsberg in Pr eingerichtet, so daß zwischen beiden Orten eine tägliche Briefpost⸗ Verbindung mit couriermäßiger Schnelligkeit stattfindet, woran auch Danzig Theil nimmt. Diese Briefpost geht ab
aus Berlin: Montag, Freitag 7 Uhr Abends; trifft ein
in Königsberg in Pr.: Mittwoch, Sonntag 4 bis 5 Uhr Morgens; wird abgefertigt “
aus Königsberg in Pr.: Sonntag, Donnerstag 8 ½ Uhr Morgens; kommt an v
in Berlin Dienstag, Sonnabend 5 bis 6 Uhr früh.
Außer der Courier⸗Post mit Personen Beförderung besteht noch eine tägliche Personen⸗Post zwischen Berlin und Königsberg in Pr. mit zwölfsitzigen Haupt⸗Wagen und mit Conducteur⸗ Begleitung 8 Dieselbe erhält nachstehenden Lauf:
aus Berlin täglich, z. B. Sonntag 3 Uhr Nachmittags
durch Ruschendorf täglich, z. B. Montag 3 Uhr 40 Min. bis 4 Uhr
1 Nachmittags,
durch Dirschau täglich, z. B. Deenstag 3 Uhr bis 3 . Mi
“ ch, z. B. Denstag 3 Uhr bis 3 Uhr 40 Min. in Königsberg in Pr. täglich, z. B. Mittwoch 7 Uhr 55 Min.
früh;
88s⸗ g. es in Pr. täglich, z. B. Sonntag 6 Uhr Abends, ur 9. Dirschau täglich, z. B. Montag 9 Uhr 35 Min. bis 10 Uhr 25 Min. Vormittags, — 8 Rusche E 8 8 durch Ruschendorf täglich z. B. Dienstag 9 Uhr 10 Min. bis 9 Uhr 40 Min. Vormittags, . Berlin täglich. z. B. Mittwoch 10 Uhr 15 Min. Vormittags. 8 Post werden Beichaisen nach Maßgabe der sich mel⸗ Fendet Anzahl von Personen gestellt werden. In Bezug auf das Personengeld, das Freigewicht und das Ueberfrachtporto bleiben die bisherigen Bestimmungen in Kraft. Mit der Courierpost und der Briefpost wird Stettin durch eine tägliche Reitpost nach und von Ruschendorf und — Peh wöchentlich fünfmalige Courierpost mit vier⸗ sitzigen Wagen und durch eine wöchentli⸗ imali 1 post nach und von Dirschau . 1. 1reg66 in genaue Verbindung gesetzt. Zum Anschlusse an die Personenpost wird für 1 I“ npost wird für Bromberg eine tägliche Personenpost nach und von Ruschendorf mit neunsitzigen FS; wagen und mit Conducteur⸗Begleitung eingerichtet werden. Gegen Einrichtung dieser neuen Posten fallen vom 1. Novem⸗ ber c. ab weg: “ a) die wöchentlich dreimalige Briefpost zwischen Berlin und Tau⸗ roggen, b) die wöchentlich viermalige Schnellpost zwischen Berlin und Kö⸗ nigsberg i. Pr., ¹) die wöchentlich viermalige Schnellpost zwischen Königsberg i. Pr. und Tilsit, “ d) die meche dreimalige Reitpost zwischen Ruschendorf und Stettin, — c) die wöchentlich dreimalige Reitpost zwischen Danzig und Dir⸗ schau, †) die wöchentlich dreimalige Personenpost Königsberg i. Pr., g) die wöchentlich viermalige Personenpost Bromberg, hh) die wöchentlich viermalige Personenpost zwischen Königsberg i. Pr und Ruschendorf, 1 8 i) die wöchentlich dreimalige Personenpost zwist . lich wischen Bromber Ruschendorf. “ Vpon diesen Veränderungen wird das Publikum hiermit in Kennt niß gesetzt. 8 8 Berlin, den 17. Oktober 1843. General⸗Post⸗Amt.
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zwischen Berlin und
zwischen Berlin un
Bei der fi Ziehu 8 3 n he gesetzten Ziehun er für dieses Z. z Ausloosung bestimmten Fenienf Schese⸗ Felan 8 Haupt⸗Prämien bis einschließlich 500 Rthlr. — auf Nr. 10,364 5000 Rthlr. 45,622 4350 » 116,071 4350 221,977 4350 105,161 2500 161,409 2500 203,743 2500 221,9659 2500 1,228 1000 9,089 1000 85,090 1000 201,699 1000 28,097 500 137,986 500 171,398 600 177,042 3500 21I1 Berlin, den 18. Oktober 1843.
gez. Mayet. Wentzel.
Inland.
Breslau, 15. Okt. (Schl. Z.) Das Geburtsfest unsere erlauchten Monarchen wurde heut, wie immer, mit Verehrung, Lieb
Königliche Oper. Gluck's Iphigenia.
auf sein “ - charakterfesten, mit Muth und selbst mit Trotz E1“ Ziel. “ Ritter Christoph von Gluck, den met “ 2 Richtung der dramatischen Musik, noch im⸗ Männer, welche seine Tonbilder EAreir Ernpfanvan 9 hg Tonbilder als leuchtende Muster des rein menschlich ee begübe. Dargestellten, mithin ewig Schönen, in unsere ebegen e. ” Charakterlosen Geschmack zeigende Gegenwart hin⸗ Opem in Jiateen. sind nun gerade hundert Jahre her, daß Gluck’s reich und in seiner “ (wohin er sich 1745 begab), Dänemark, Frank⸗ der Oberpfalz geberes lcen Heimat (er war 1714 zu Weidenwangen in hente, wo die Fluth ) Eingang und lebhaften Beifall fanden; und noch loses vt ene Rrich - musikalischen Mode so viel Werth⸗ und Gehalt einfachegro Fävrisch von Jahren hindurch herangespült hat, gefallen diese
großen lyrischen Dramen bei den Unverdorbenen und für die Reinheit der
gewesen und noch ist. Mozart, der alle intensiven Schönheiten eines musikalischen Genius sein nannte, zeigt mit Gluck die meiste Verwandtschaft in seiner „Clemenza di Tito“, einem Süset, das von Letzterem ebenfalls als Oper bearbeitet gewesen. Daß Spontini so wie Cael, über dessen wunderbar⸗ schöne „Semiramis“ jener durch seine den Preis errang, zunächst in denjenigen Regionen, vorin C uck Heil gefunden, weiterbaute, liegt zu Tage. Wäre Ersterer nur nie davon abgewichen und dem Style seines ersten Meister⸗ werks in der späteren Periode seines Wirkens treuer geblieben! Der wür- digsee, gehaltvollste, geist⸗, kenntniß⸗ und phantasiereichste Komponist in dieser Richtung und derjenige, der die Gediegenheit des aus der Gluckschen Schule hervorgegangenen Styls durch seine nationale Beweglichkeit und noch hob, dürfte ohne Frage Cherubini sein. Wenn Meverbeer, der mit reichen Mitteln ausgerüstet ist, um in seine Fuß⸗ stapfen zu treten, sich entschließen könnte, Allem, was der Zeitgeist ihm auf⸗ nöthigt, für immer zu entsagen, so fände die Gegenwart wohl in ihm einen Ersatzmann für Cherubini, der gestorben ist, und für Spontini, dessen Pro⸗ ductionskraft schon nach Vollendung seines Cortez im Erlöschen war.
88 Gluck's „Iphigenia in Tauris“ darf als Beispiel gelten, wie man die Affekte in ihrem tobendsten Ausbruch malen und sich dennoch in den Schran⸗ ken des Kunstmäßigen halten und sich selber wie die Zuhörer über die Lei. denschaften stellen kann. Der von den Furien verfolgie von den Schlang en der Eumeniden zernagte Muttermörder Orestes ist, wenn er⸗ auch morallsch zusammenbricht und uns die grause Nacht eines von Gewissensbissen e. gehöhlten Innern zeigt, dennoch so edel aufgefaßt, daß wir seinen Seelen⸗
leiden theilnehmend und mitleidend zu folgen gezwungen sind und un freuen, wenn für ihn, nach bestandener Buße, die Zeit der höheren Suhn naht. Der Culminationspunkt seiner Verzweiflung: Vergaßest du, daß diese Mörderhand Noch raucht vom Blut, das sie vergoß? Und daß noch stets des Orkus Zorn Nings um mich her die Eumeniden sammelt? 29 he Schaar mich ewig quält? Blick her, sie martern mich mit S 1 ; — 1 Häaehes mich mit Schlangen in der Hand; Auch Pplades entflieht mit Abscheu! Er giebt mich ihren Qualen! Ach haltet ein, gerechte Götter ...
ist zugleich 1S9 Stelle, durch deren Vortrag sich unser beliebter Saän⸗ ger, Herr Bader, jederzeit ehrenvoll auszeichnete, was er auch dies mal unter stürmischem Beifall wiederum that, wobei jedoch nicht verschwiegen werden darf, daß seine Stimme die für heroische Partieen erforderliche Kraft und Fülle nicht mehr besitzt und die Bewältigung einer Rolle wie Orestes nicht mehr in die Art seines jetzigen mehr dem Graziösen und Lau⸗ nigen zufallenden Gesanges schlägt. Schöne Momente hat dieser liebens⸗ würdige Künstler auch in dieser Sphäre freilich noch immer. So z., B. ließ der Uebergang aus der Wuth „Wohlan, zerschmettert mich zu Staub’” — ein Moment, wobei der Komponist sich groß erwiesen
in das schlaf⸗ trunkene, durch die gewiegten Figuren der Geigen meisterhaft 88. Ver⸗
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