1843 / 144 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

Ausland.

Deutsche Bundesstaaten.

ggürttember 11. Nov. (S. M.) Heute hat uns, EE- es. Iee dahier, die studienräthliche Kommission nach mehrtägigem 2 e wieder verlassen, den o⸗ Di 89 e, welche in den Berathungen kommen erreicht haben soll. Die Punkte, we he in L. 54 2 8 gen mit den hiesigen Behörden zur Sprache und zum v, sollen im Wesentlichen nachstehende sein: Trennung der 1 2₰ a t von dem Gymnasium; Vermehrung des Lehrer Personals insoweit, daß hinfort nur Eine Altersklasse von Einem Lehrer unterrichtet wird; möglichste Verminderung des Fachlehrer 3 Systems; Feststellung n Verbesserung der Besoldungen und endlich Aufhebung aller , mente, als da sind: die sogenannten Ein⸗ und Ausstände, Neujahrs⸗ und Geburtstags⸗Geschenke, welche mit der nothwendig unabhängigen Stellung der Lehrer als nicht vereinbar erkannt wurden. Auch der Turn⸗Anstalt hat die hohe Kommission ihre Aufmerksamkeit zugewen⸗ det, und es ist nun zu erwarten, daß die Zukunft den Turnlehrer, der, was nicht in Abrede gezogen werden kann, sich durch Liebe zur Sache, ja durch seine Aufopferung denn er scheute weder Zeit noch Kosten sich den Dank und die Anerkennung der Aeltern er⸗ warb, für mannigfache bittere Erfahrungen entschädigen wird.

Göppingen, im Nov. (S. M.) Durch unseren Gewerbe⸗ Verein ist eine Suppen⸗Anstalt für die ärmere Arbeiter⸗Klasse hier in Anregung gebracht worden. In der Einladung zu Gründung der⸗ selben in unserem Wochenblatte wird gesagt: „Bei der stuttgarter Suppen⸗Anstalt werden täglich bei 900 Portionen wohlschmeckender, nahrhafter Suppe abgeholt, und zwar von Angehörigen der Stadt für 1 Kr., von Auswärtigen für 2 Kr. die Portion. Eine ähnliche Suppen⸗Anstalt für die ärmere Arbeiter⸗Klasse wäre gewiß auch in Göppingen sehr wünschenswerth.“ Wir hoffen, daß es dem Gewerbe⸗ Verein gelingen werde, diese nützliche Anstalt zu gründen. Eben so wünschenswerth aber wäre es bei der noch immer fortdauernden Theuerung der Lebensmittel, daß auch andere Städte mit einigen Opfern von Seiten der Stiftungs⸗ ꝛc. Kassen solche Anstalten für den bevorstehenden Winter und das nächste Frühjahr gründeten.

Baden. Karlsruhe, 14. Nov. Das gestrige Staats⸗ und Regierungsblatt enthält folgende landesherrliche Verord⸗ nung: „Nach Ansicht des §. 66 der Verfassungs⸗Urkunde; in Erwã⸗ gung, daß die direkte Steuer für das Jahr 1844 der bestehenden Ordnung gemäß mit , im Monat Dezember d. J. zu erheben ist, und in weiterer Erwägung, daß die Anordnungen dazu, wenn nicht eine Stockung in dem Bezug eintreten soll, jetzt schon getroffen wer⸗ den müssen, und bis zur Konstituirung der auf den 21sten d. M. zu⸗ sammenberufenen Stände⸗Versammlung nicht verschoben werden kön⸗ nen, haben Wir beschlossen und verordnen, wie folgt: Die zwei Mo⸗ natsraten der direkten Steuner, welche im Monat Dezember d. J. zum Einzug kommen sollen, sind nach dem bestehenden Umlagefuß, die indirekten Steuern im Monat Dezember nach den bestehenden Tarifen, zu erheben. Gegeben zu Karlsruhe in Unserem Staats⸗ Ministerium, 10. Novemder 1843. Leopold. von Böckh.“

Hohenzollern⸗Sigmaringen. Sigmaringen, 12. Nov. (Schw. M.) Um die frendige Theilnahme sämmtlicher Ein⸗ wohner an der glücklichen Wiedergenesung des durchlauchtigsten Lan⸗ desfürsten auszudrücken, veranstalteten dieselben gestern bei der Rückkehr Sr. hochfürstl. Durchlaucht von dem Sommer⸗Aufenthalte Krauchenwies in die Stadt einen eben so feierlichen als herzlichen Empfang. Auf dem Karlsplatze spannten 36 festlich gekleidete Bürger die Pferde des fürstl. Hofwagens aus und zogen denselben bis auf den Schloß hof. Die Feierlichkeit beschloß Abends ein Fackelzug mit Musik und Gesang, an dem sämmtliche Beamte und Bürger Theil nahmen.

Die zur Errichtung eines Landesspitals niedergesetzte Kommission beschäftigt sich bereits mit der Wahl eines tauglichen Bauplatzes, und es soll schon im nächsten Frühjahre mit den Arbeiten begonnen wer⸗ den. Das allgemeine Landesspital wird die Bestimmung als Ver⸗ sorgungs⸗- und Pfründerhaus für arme, alte, oder nicht mehr arbeits⸗ fähige Personen, als Siechen⸗, Irren⸗ und Heil Anstalt für Kranke jeder Art, erhalten. Dem Vernehmen nach, soll mit demselben auch ein Institut der barmherzigen Schwestern verbunden werden.

Freie Städte. Hamburg, 17. Nov. (B. H.) Dem Offizier-Corps wurden gestern, auf Ersuchen des Senats und des Militair-Departements, von dem Herrn Bürgermeister Bartels, als Präsidirenden der letzteren Behörde, in Gegenwart des über die Mi⸗ litair⸗-Angelegenheiten im Senate referirenden Herrn Syndikus und der Mitglieder des Militair-Departements, die Aeußerungen des Dankes und der Anerkennung mitgetheilt, welche sich dasselbe durch sein musterhaftes Betragen während der Uebungen des 10ten Bun⸗ℳ

des-Armee⸗Corps im Lager bei Lünehurg erworben hat. Auch dankte der Herr Bürgermeister dem interimistischen Kommandanten, Oberst⸗†

Lieutenant Schohl, für die Sorgfalt, mit welcher derselbe alle Vor⸗†

bereitungen zum Ausmarsche der Truppen getroffen hatte.

8 Oesterreichische Monarchie. Wien. (A. Z.) Am Sten d. M. haben die niederösterreichi⸗ schen Stände in einer eigens zu diesem Zweck zusammenberufenen

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schen Corps in Madrid sein.

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Versammlung, nach einer langen und gründlichen Berathung, mit großer Majorität beschlossen, zum Behuf der Ablösung der Zehnten und der Robot in der Provinz Nieder⸗Oesterreich, eine Adresse an Se. Majestät den Kaiser zu richten, damit den betreffenden Behörden der Befehl ertheilt werde, mit den Ständen über die Art und Weise, in welcher diese wichtige und so mannichfaltige Interessen berührende Maßregel auszuführen sei, in Berathung zu treten, und dann die zu diesem Ende erforderlichen Gesetze zu erlassen. Gegen die Zweckmäßigkeit dieses Schrittes hatten sich verhältnißmäßig nur wenige Stimmen ausgesprochen; eine größere Meinungs⸗Ver⸗ schiedenheit erregte die Frage, ob man in dieser Adresse be⸗ reits die allgemeinen Grundsätze anführen solle, auf welche diese Ab⸗ lösungssache zu basiren wäre. Hier verdient vorzüglich das Projekt zur Errichtung einer ständischen Kredit⸗Anstalt Erwähnung, an welcher nicht nur die Dominien, sondern auch die Rustikal⸗Realitäten Antheil nehmen könnten. Die lebhafteste Debatte entspann sich über die Frage, ob ein Termin zu bestimmen sei, nach dessen Ablauf diejenigen Par⸗ teien, die sich bis dahin noch zu keinem freiwilligen Uebereinkommen verstanden hätten, die Ablösung nach bestimmten festgestellten Grund⸗ sätzen vornehmen müssen. Auch zu Gunsten dieser Meinung ergab sich eine, wenn auch minder zahlreiche Majorität. Es wurde somit beliebt, die Abfassung der in diesem Sinne redigirten Adresse einem Comité zu übertragen, daß in einer früheren Sitzung ernannt worden, eine neue Wahl⸗ und Geschäfts⸗Ordnung für die niederösterreichischen Stände zu entwerfen.

Paris, 15. Nov. Der Herzog und die Herzogin von Nemours werden noch vor Ende des gegenwärtigen Monates von ihrer nach England unternommenen Reise in den Tuilerieen wieder zurück sein. 3

Der Gesundheitszustand der Madame Adelaide, Schwester des Königs, hat sich seit einigen Tagen wieder etwas gebessert. Der junge Graf von Paris aber soll sich unwohl befinden. 1

Herr Lytton Bulwer, der an Aston's Stelle zum englischen Ge⸗ sandten am madrider Hofe ernannt ist, wird in einigen Tagen hier erwartet und soll sich dann unverzüglich auf seinen Posten begeben. Herr von Glücksberg, der seit längerer Zeit die Geschäfte der fran zösischen Gesandtschaft zu Madrid besorgt, wird auch unter dem Grafen Bresson noch mehrere Monate als erster Botschafts⸗Secretair fun⸗ giren, dann aber zum Gesandten an einem Hofe zweiten Ranges be⸗ fördert werden.

Das Journal des Débats spricht sich in einem seiner lei⸗ tenden Artikel über die Handelsverhältnisse der Vereinigten Staaten von Nord⸗Amerika aus, und stellt dieselben als in außerordentlichem Fort schritt begriffen dar. „Die Konkurrenz der Manufaktur⸗Erzeugnisse Nord⸗Amerika's mit denen Englands,“ sagt es, „ist eine Thatsache. Baumwollengewebe, und in der letzten Zeit auch Wollengewebe, wer⸗

den in den Vereinigten Staaten in zunehmender Vollkommenheit fabri⸗ zirt. Ein Alarmruf ist in Großbritanien erschollen. In diesem Augen⸗ blick sind alle Fabrikanten von Baumwollenzeugen erstaunt und ver⸗ wundert über die billigen Preise, zu welchen die Amerikaner diese Waaren liefern. Sie sagen laut, unter solchen Umständen sei es nicht länger möglich, dergleichen Gewebe nach Amerika zu versenden. Vor einigen Monaten schon haben bostoner Häuser ganze Ladungen Baumwollenzeuge über London nach China verschifft; die englische

stempels besorgte; es hat sich aber ausgewiesen, daß die Ladung wirk lich aus Amerika gekommen war. Das erinnert an einen Vorgang im Jahre 1784; damals war ein amerikanisches Schiff mit acht Bal⸗ Qlen Baumwolle zu Liverpool angekommen; die Zollbeamten legten die Waare unter Beschlag, weil sie nicht glauben konnten, die Baumwolle sei amerikanisches Produkt. Wirklich hatte man eben erst in der Union angefangen mit der Baumwollenkultur; und wie stand es im Jahre 18402 Nord⸗Amerika ärndtete 360 Millionen Kilogramme Baum⸗ wolle; 1843 hat die Production noch um ein Zehntel zugenommen.“

Herr Guizot hat seine Salons im Lokale des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten geöffnet; gestern Abend war die Zahl der Gäste daselbst sehr ansehnlich.

Die Einwohner von Bourbon-Vendee haben eine neue, an die Deputirten⸗Kammer gerichtete Bittschrift unterzeichnet, worin sie ver⸗ langen, daß der Name „Napoleon-Vendee“ ihrer Stadt zurückge⸗ geben werde.

Der Schiffs-Liecutenannt Jean Pierre Bart, Befehlshaber der Gabarre „La Sarcelle“, ist am 3. Juni zu Nosby, auf der Insel Bourbon, an einem Sonnenstich gestorben. Mit ihm erlischt der in der Geschichte der französischen Marine berühmte Name Jean Bart.

V Douane wollte die Waare anhalten, weil man Mißbrauch des Fabrik⸗

ml Paris, 15. Nov. Graf Bresson, diesseitiger Botschafter am Hofe von Madrid, wird heute Abend die Reise nach seinem neuen Bestimmungsorte antreten. In seiner Eigenschaft eines Familien⸗Bot⸗

schafters wird er de jure der älteste und das Haupt des diplomati⸗

Sir Henry Lytton Bulwer, der neue dem Grafen Bresson bald

Gesandte Großbritaniens in Spanien, wird so mehr die

dahin folgen. Das Kabinet von St. James billigt um

Wahl des Grafen Bresson zurs Botschafter in Madrid, als es sich

darum handelt, von den nordischen Mächten die Anerkennung des Thrones der Königin Isabella zu erwirken, zu welchem Ende Groß⸗ britanien im Verein mit Frankreich im Begriff zu stehen scheint, mit den Höfen von Wien, Berlin und St. Petersburg neuerdings Unterhand⸗

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1829); dieselbe giebt eine leidenschaftslose Darstellung der Lage des

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lungen anzuknüpfen. Da Graf Bresson unter Talleyrand lange Zeit den Posten eines ersten Botschafts⸗Secretairs in London bekleidete und folglich mit der Politik des englischen Kabinets vollkommen vertraut ist, so erwartet man, daß zwischen ihm und Herrn Bulwer jene Harmonie herrschen wird, welche zu dem Gedeihen der erwähnten Unterhandlungen erforderlich scheint. Herr Henry Bulwer, bisheriger erster Botschafts⸗Secretair in Paris, ist der Bruder des berühmten Romanen⸗Dichters gleiches Namens, und gilt als einer der tüchtig⸗ sten Diplomaten Englands. Darum, obwohl Whig im Grunde des Herzens, wurde er von Lord Aberdeen in seinem Amte belassen, und sogar befördert. Man versichert, daß er sich jetzt gänzlich der Sache der Torys angeschlossen habe.

Die Nachricht, daß die Königin Isabella beinahe einstimmig von den Cortes großjährig erklärt wurde, bewog die Ex⸗Regentin Marie

Christine, die Reise nach Madrid zu unternehmen, wozu alle Anstalten im Sotel de la Rue Courcelles getroffen werden. kein anderer, als die Ablegung der Vormundschafts⸗Rechnungen, da die Königin Marie Christine in Folge ihrer Protestation gegen die

Der Zweck dieser Reise ist

Ernennung des Herrn Arguölles, sich als die einzige und rechtmäßige

Vormünderin ihrer beiden Töchter fortwährend betrachtet hat. Um

jedoch durch ihre Gegenwart den feindlichen Parteien keinen Vorwand zu neuen Ränken zu liefern, gedenkt die Königin Marie Christine nur einen kurzen Aufenthalt in Madrid zu nehmen und bis zum Anfang des neuen Jahres wieder nach Paris zurückzukehren, wo sie ihren bleibenden Aufenthalt zu nehmen Willens ist. Alle Personen, welche in der Umgebung der Er⸗Regentin leben, versichern, daß dieselbe für immer der Politik zu entsagen entschlossen ist und den Rest ihrer Tage in der Zurückgezogenheit der Kunst und ihren literarischen Beschäfti⸗ gungen widmen will. Sie ist ausgezeichnete Malerin und arbeitet emsig an einer Selbst⸗Biographie, die erst nach ihrem Tode veröffent⸗ licht werden soll. b 6““

Das Gerücht, daß Herr Martinez de la Rosa zum spanischen Botschafter in Paris ernannt werden soll, scheint nicht ohne Grund. Ein Mann, welcher der Partei der Christinos so wichtige Dienste leistete, und seiner Unbescholtenheit und Uneigennützigkeit wegen, eben so sehr als wegen seiner Talente, von allen Parteien gleich geschätzt wird, kann bei der gegenwärtigen Reorganisirung der spanischen Re gierung nicht unbeachtet bleiben. Da er aber zu wiederholtenmalen Conseil⸗Präsident war, so kann er füglich nicht ein Portefeuille aus den Händen des Herrn Olozaga annehmen, der bestimmt ist, der Kern eines neuen Ministeriums zu werden. Da durch die Ernennung des Herrn Olo⸗ zaga zum Präsidenten des Conseils die Botschafterstelle in Paris vakant wird und Graf Torreno, dem dieselbe zugedacht war, unlängst mit Tode abging, so ist Herr Martinez de la Rosa, der in den letzten Jahren ununterbrochen in Paris lebte und mit allen unseren politischen No tabilitäten in Verbindung trat, wohl am geeignetsten, den Posten eines Botschafters der Königin Isabella an unserem Hofe zu beklei⸗ den. Wie ich schon bemerkte, unter allen spanischen Emigrirten ge⸗ nießt Herr Martinez de la Rosa die meiste Achtung in unserer poli⸗ tischen Welt. Man weiß, daß, ungeachtet er mehrmals Minister war, er gar kein Vermögen besitzt und während seines hiesigen Aufent halts mit edlem Stolze jede Unterstützung von Seiten der Königin Marie Christine, so wie von seinen reichen Landsleuten, wie Narvaez, Torreno u. s. w., ausschlug. Er lebte, wie ein ganz gewöhnlicher Schriftsteller, nur von seiner Feder, und es ist kaum ein, Jahr, daß er für das Königliche Theater in Madrid eine Komödie, betitelt: „Der Spanier in Venedig“, schrieb. Ein so edler Charakter, ver⸗ bunden mit den glänzendsten Talenten, macht die Wahl des Herrn Martinez de la Rosa zum spanischen Botschafter in Paris sehr wünschenswerth.

Grossbritanien und Irland.

London, 14. Nov. Die Plaidoyers vor den Assisen d Qucens-Bench in dem Prozesse der Regierung gegen O Connell wer⸗ den in diesen Tagen in Dublin ihren Anfang nehmen und man wird vielfache Gelegenheit haben, das Talent O'Connell's als geschickter Advokat vor Gericht zu bewundern. Es dürfte nicht überflüssig sein aus dem früheren Leben des Agitators einige interessante Züge mit⸗ zutheilen, welche dies Talent näher herausstellen und zugleich ein Charakteristik des Advokaten O'Connell liefern. Wir entnehmen die

selben einer kürzlich in Löondon von anonymer Hand veröffentlichten

Schrift „Irland und seine Führer“ (Ireland and its Rulers since

Landes und der Ursachen der gegenwärtigen Aufregung, obschon aus

der genauen Bekanntschaft mit den politischen Bewegungen in der

Hrafschaft Cork deutlich hervorgeht, daß der Autor keit

Stadt und Gr lie orgeh. uchätger Zuschauer der Ereignisse gewesen ist.

Bald nach Erlaß der Emancipations⸗Akte hieß es in ganz Ir⸗ land, daß die Bauern der Grafschaft Doneraile eine Verschwörung angestiftet hätten, um die Gentry und die Mitglieder der Magistrats Behörden der Nachbarschaft zu tödten. Es war nicht gewiß, ob das Gerücht von dieser Verschwörung begründet war, doch wurden meh⸗ tere Personen, als einige der gewöhnlichen agrarischen Unruhen aus⸗ brachen, als verdächtige Theilnehmer an denselben, gefänglich einge⸗ zogen und von dem General-Fiskal Doherty gegen sie eine förmliche Anklage, vor einem von der Regierung dazu eingesetzten Spezial⸗Ge⸗ richtshof, formirt. O'Connell befand sich auf seinem Landgut Derri nane. Es heißt nun weiter:

„Die vier Gefangenen waren vor die Barre geführt; eine Jurv, aus höchst achtbaren Männern bestehend, hatte ihren Schwur geleistet und Herr

Die Hauptrolle des Carlo Broschi war durch eine Dame, Dlle. Tuczek, besetzt, die uns den Teufel aber so liebenswürdig und naiv vorstellte, daß en” „Rafael“ kein Mensch glaubte, als er bei seinem Erscheinen

ang;

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Ich zittre und erbebe,

Das Haar sträubt sich empor

Ihre durchaus, 1

Ss dieses sowohl was Spiel als Gesang betrifft, lobenswerthe Durch⸗

ihr auch dnrch sürsengenden Partie verdient vollkommene Anerlennung, die ; ) bährende 3 8 6 8

de sie Herrm Ma erenden Beifall und Hervorruf nach dem ersten Akte,

ds eist vorführte, in vollem Maße zu Theil ward.

Trefflich unterstützt wu 5*½ Se urde Letztere ( Maf d'Estunga“, mit vicand en Letzterem, der den Studenten „Rafael

Auch er wurde schon nach Ausstattend, meisterhaft spielte und sang. e 1 mnach dem zweiten 2 3 5 Dg⸗ Tuczek mit vor. Nach diesemdeiten Akte gerufen und führte Dlle „Casilda“ zum Geling n. en Veiden ist es Dlle. M arr, die als Ziite eingelegte 88” gen 8 Ganzen wesentlich britrug. Eine im zweiten auszuführende Arie t vren von Herrn Blu m komponirte sehr sch wer ETb“ zug sie mit größter Geläufigkeit und Sicher ehr schwer 1 atr musterhaft, unter dem Beifall des überfüllten öle ö

* es, vor. Aber

ziemlich flachen Musik wegen, allgemein gefallen habe, und wohl noch manchen Theater⸗Abend ausfüllen wird.

Konzertsaal im Königlichen Schauspielhause. Ein nenes Lustspiel: „Regine“.

zur Feier des Allerhöchsten Namenstages Ihrer Majestät der Königin wurde am 19. November im Konzertsaale des Schauspielhauses die übliche Fest⸗Nede, gedichtet von C. O. Hoffmann, von Frl. Ch. von Hagn auf eine im Allgemeinen sehr befriedigende Weise vorgetragen; die frommen und patriotischen Gedanken und Empfindungen, welche die Verse durchweh⸗ ten, sprachen allgemein an. Sodann wurde zum erstenmale gegeben: „Regine“, Lustspiel in fünf Abtheilungen, in Scene gesetzt vom Regisseur Weiß, ein neues Sitten⸗Gemälde unserer Zeit, entworfen von der Hand der in der dramatischen Sphäre schon mehrfach bewährten Prinzessin aus einem unserem allgeliebten Königshause nahe verwandten Königsgeschlechte, welche auf dem Zettel vorzugsweise als Ver⸗ fasserin von Lüge und Wahrheit aufgeführt war. In der That, dieses

auch Herr Blume als „Hofmeister“ und. Eee

launiges, mit manchen Shahne Epherige Chürsteher trug durch sein

Inquisitor“ zum Gelingen des Ganzen bei.“ Her. Fischer als „Groß⸗

charalterlosen, gemüthsekranken König zwar mehr dellanoeüdeng vssehen als singend gab, und Dlle. Grünbaum als Königin decsesch Veeceg Befriedigendes und wurden am Schluß mit „Allen“ gerufen. en; also sagen, daß die Oper, die in Paris zum erstenmale üte eReah 8 Royal de 'Opéra comique am 16. Januar 1843 und seitdem verschiedenen Orten Deutschlands (z. B. Köln, Frankfurt a. M.) disa sahr wurde, hier bei uns, be onders der im 2ten und Z3ten Akt recht inter sanhet Handlung, der vorzüglichen Besetzung und Ausführung von Seiten des Personals und des Orchesters unter Taubert's Leitung, weniger aber der

Fh Catre

Aushängeschild dieser Ausdeuck ist edel genug, als daß wir ihn ent⸗ schuldigen müßten war das bezeichnendste; denn nicht blos, oder viel⸗ mehr nicht Wahrheit und Dichtung waren hier gepaart, sondern Lüge und Wahrheit, dieser so allgemeine Zwilling des höheren geselligen Lebens, trat unseren Augen in einer treuen Kopie nach der Natur entgegen. Und diese Natur⸗Wahrheit, deren Darstellung sich nicht mit einem leichthinge⸗ worfenen Schattenrisse begnügte, sondern sich zugleich eine detaillirte Aus⸗ sührung und Ausmalung in grellen Farben erlauben durfte, diese Wahrheit des Lebens, welcher die Lüge als Folie dient, diese war es, welcher das überaus zahlreich versammelte Publikum besonders am Schlusse, wo durch 8 geschicktes Zusammenspiel Alles zur vollen und klaren Erscheinung ge⸗

raͤcht war, seinen ungetheilten Beifall nicht versagen konnte. Es ist nicht

unwahr, daß es gerade die Fürsten sind, denen in Angelegenheiten des Geistes wie des Herzens es oft schwer gemacht wird, Lüge und Wahrheit zu unterscheiden. Einem solchen Fürsten, Joseph von Sternenthal, hatte die hohe Dichterin diesmal ins Auge gefaßt. Wir glauben nicht, daß der Sittenmalerin eine bestimmte Gestalt als Modell zu diesem Bilde gesessen; aber es macht einer so hoch gestellten Dame, abgesehen von der künstlerischen Leistung, die Unbefangen heit und Freiheit, mit welcher sie durch dieses Genrebild auf die Mängel der Erziehung fürstlicher Personen offenbar hingewiesen hat, hohe Ehre. Dieser tiefe Ernst, der mit grellem Lichte hinter dem komischen Schattenst iel der Erscheinungen in thatsächlicher Ironie hervorleuchtect, diese h jedem Zuschauer, der hinter der gefälligen Oberfläche die inneren Motive des Lebens zu suchen gewohnt ist, die reinste Hochachtung ab.

Ein Fürst steht da, dem die Natur außer einem gesunden Körper und einem guten Herzen das, wie der Verlauf der Handlung zeigt, zur Wohl⸗ thätigkeit geneigt ist, wenig geistige Gaben und T riebfedern zugetheilt hat. Dieser geringe Fonds der Geistes⸗ und Willenskraft wurde durch unver⸗ ständige Wahl oder durch ungünstige Zufälligkeiten in die Hände eines Er ziehers gelegt, der, selbst unerzogen, durch einen einseitigen Unterricht er⸗ setzen zu können meinte, was ihm selbst die Natur versagt oder was er sich selbst nicht zu geben vermocht, eines Mannes, der die herrlichen Schrift steller des griechischen und römischen Alterthums nicht als Produkte des

geistigen Lebens und als Ausbildungsmittel des inneren Menschen zu ge-

brauchen verstand, sondern als Werkzeuge einer eitlen modischen Vorliebe und pedantischer Aftergelehrsamkeit betrachtete, die, unfrei in ihrem inneren Wesen und unfrei in ihrer geselligen Erscheinung, wo sie sich durch Rede, Geberde und Haltung in mißverstandener unterthäniger Stellung ohne Noth herabwürdigt, statt durch den inneren Adel der Seele den äußeren des Zöglings und seiner Umgebung zu heben, die, sage ich, sogar dem Witze eines dummen aber intriguanten französischen Kammerdieners des Fürsten zum Stichblatte dienen muß, der sich die Bemerkung erlaubte, daß der Erzieher Mildner, so heißt er, nicht gescheidt, weil er ein Gelehrter sei. In den Händen eines

Doherty erhob sich in imponirender und feierlicher Weise, den Prozeß für die Krone zu eröffnen. Seine Rede fiel in Betracht der Beredtsamkeit äußerst glänzend aus. Er hatte einen sehr hohen Ton angenommen, und seine Sprache wies auf eine sorgfältige Ausarbeitung hin; die Thatsachen wurden mit allen Künsten der Rhetorik hingestellt und das Halten der Rede machte einen größeren Eindruck, als ihr Inhalt. Das sichtbare Interesse, welches das Publikum an der Sache nahm und die Gelegenheit, seine Be⸗ redtsamkeit zu zeigen, wirkten auf Herrn Doherty's Geist dergestalt, daß er nicht umhin konnte, sich vorzunehmen, eine „machtvolle Rede“ zu hatten. Ueberdies war er überzeugt, daß die angebliche Verschwörung wirklich exi⸗ stirte. Selbst jetzt noch kann man die Rede nicht lesen, ohne daß sie einen tiefen Eindruck macht. Ein glänzender Redner müßte bei ähnlicher Ge⸗ legenheit ebenso sprechen, wenn er vorher seine Einbildungskraft durch Sallust's catilinarische Verschwörung oder durch die schrecklicheren Theile der Geschichte des französischen Jakobinismus erhitzt hätte.

Die Jurp sprach nach dieser Rede ihr Schuldig gegen die vier Ange⸗ llagten aus. Es war Sonnabend, und der Gerichtshof konnte also am Montage erst seine Verhandlungen wieder aufnehmen. Die Freunde der übrigen Gefangenen sandten demnach in der Zwischenzeit einen Eilboten nach Derrinane zu O'Connell, welcher dort am Sonntage eintraf, und diesen nach Cork zu kommen einlud, um die Vertheidigung der übrigen Gefange⸗ nen zu übernehmen. O'Connell warf einen Blick auf die Rede des Gene⸗ ral⸗-Fiskals und das Zeugniß der Angeber; in dem letzteren entdeckte er Widersprüche und nachdem er sosort einen leichten Wagen bestellt, das ein⸗ ige Fuhrwerk, welches die Gebirgswege von Kerry befahren konnte, reiste er unverzüglich ab. Er erreichte Cork am Montage um 10 Uhr Vormittags, ind so wie er vom Wagen stieg, stürzte das Pferd vor demselben todt nieder. Der Gerichtshof war bereits versammelt; ein Antrag, die Sache bis zu O'Connell's Ankunft aufzuschieben, war verworfen und der General Fiskal hatte bereits seine Deduction angefangen. Da kündigte plötzlich der Ruf von tausend Stimmen „Er ist da! er ist da!“ die Ankunft O'Connell's, er letzten Hoffnung der Gefangenen, an.

O'Connell entschuldigte sich nach einer Verbeugung vor den Richtern, und nachdem er den Baron des Gerichts, Herrn Pennefather, mit der größten Höflichkeit begrüßt (welche herzlich erwiedert wurde), seines dem Orte nicht angemessenen Anzugs wegen und bat um die Erlaubniß, in dem Gerichts⸗ ofe eine Erfrischung einnehmen zu dürfen. Während er hier vor einer Schüssel Milch saß und seinen Appetit stillte, trug ein junger Advokat die Sache noch einmal von Anfang an vor. Es war ein auffallender Kontrast, en handfesten, massiven Agitator vor seinem Frühstücksmahle im Gerichts⸗ pofe zu sehen und den graziösen, aristokratischen Herrn Doherty in den ge⸗ uchtesten Ausdrücken zu der Jury sprechen zu hören! Als der General⸗ Fiskal einen Rechtssatz aufstellte, rief O'Connell mit vollem Munde von seinem Frühstückstische: „Das ist kein Recht“. Die Richter wurden zur Entscheidung aufgefordert und entschieden für O'Connell. Der General Fiskal resumirte seine Schlüsse, aber er hatte kaum angefangen, als O'Con⸗ nell rief: „Die Krone kann so etwas nicht aufstellen, sie hat kein Recht, solche Beweise vor der Jury abzugeben“; und abermals sprachen die Richter zu Gunsten O'Connell's. Hierauf erhob sich O'Connell und begann mit einer Enthüllung der unglaubwürdigen Zeugen⸗Aussagen, durch ein Kreuz⸗Erxamen der bestochenen Angeber, das unübertroffen in Hinsicht seiner Genauigkeit dasteht. Die Zeugen zitterten unter seinen Fragen, und Nowlan, der verworfendste derselben, rief in seiner Angst aus: „Ach, wahrlich, Herr, ich glaubte nicht, heute hier mit Herrn O'Connell zusammenzutreffen.“ Indeß wie groß auch der Eindruck war, den O'Connell durch sein Verfahren hervorbrachte, so gelang es ihm doch nicht, alle Aussagen der Zeugen als unwahr darzustellen. Dagegen war sein größter Erfolg der vollständigste Sieg über den General⸗Fiskal. In der That, er schlug Herrn Dohertv in allen legalen Punlten, welche derselbe geltend gemacht hatte. Die Demü⸗ thigung des General⸗Fiskals war vollständig, und die Folge war die Un⸗ möglichkeit der Verurtheilung der Angeklagten durch die Jurv, obgleich die⸗ selbe einen Tag und eine Nacht ohne Speise und Trank mit der Berathung zugebracht hatte. O'Connell rettete damit zugleich das Leben der bereits früher zum Tode verurtheilten Angeklagten.“

In einer anderen Stelle der Schrift finden wir folgende Chaͤ⸗ rakteristik O'Connell's als Advokat und Agitator: „O'Connell übte seine Functionen als Advokat in dem Distrikte Mun⸗ ster, welcher damals sehr viele geschickte Männer desselben Faches zählte. Allein O’'Connell war der erste unter den ersten, obwohl seine Eigenschaften als Sachwalter vielleicht noch niemals genügende öffentliche Würdigung fanden. Seine hervorstechende Eigenschaft war Vorsicht bei Leitung des Prozesses. Er stellte sich sorglos, aber es stand wohl nie ein gleich um⸗ sichtiger Advokat vor Gericht. Wenige Juristen mögen jemals dasselbe Behagen an ihrem Beruf gefunden haben. Mit Kennerschaft genoß er das Vergnügen, den Staats⸗Anwalt auf das Eis zu setzen und die Zeugen gegen den zitternden Angeklagten zu überschreien. Damals durfte der Ad⸗ vokat des Angellagten die Jury nicht anreden; aber O'Connell besaß eine ungemeine Fertigkeit, den Zeugen ungesetzliche Fragen zu stellen, und während dem er die Gesetzlichkeit derselben vertheidigte, nebenbei kurze Reden an die Geschworenen zu halten. In Civil⸗Klagen war er eben so gewandt. In Testamentssachen, bei streitigen Gütern, bei Familien⸗Streitigkeiten kam ihm Niemand an Takt, Geistesgegenwart und genauem Verständniß der Geschäfts⸗Details gleich. Einen solchen Geschäftsmann hatte man an den irländischen Gerichten noch nicht gesehen; auch bildete er sich allerdings auf seine Geschicklichkeit in arithmetischen Caleulationen nicht wenig ein. Er verstand sich ferner vortrefflich auf die Verschiedenheit der Charaktere und wußte die Beweggründe des Angeklagten oder Klägers mit bewundernswür⸗ diger Kunst zu zerlegen. Seine Verbindung von Lebenskunde und profes sioneller Gelehrsamkeit, seine Gewandheit und unbemäntelte Redeweise, sein unerschöpflicher Humor, sein allzeit fertiger kaustischer Witz, sein Eifer und seine unermüdliche phosische Energie wuͤrden von keinem seiner Kollegen in ganz Irland erreicht. Seine bewundernswertheste Eigenschaft vor Ge⸗ richt war jedoch sein Abstrahiren von seiner eigenen Persönlichkeit. Wenn er für seine Klienten sprach, vergaß er Alles um sich. Nie ver mochte ihn die Sucht, als Redner zu glänzen, eine für den Klien⸗ ten gefährliche Rede zu halten. Er war der sicherste Advokat par excellence. Seine Gewalt vor einem Gerichtshofe verdiente und erhielt die vollste Bewunderung aller, welche ihre Wirkung mitansahen. Anders steht es mit seiner Wirksamkeit als Vertreter seines Landes in der Repeal sache. Drückt er wirklich die Gesinnung des Landes in Bezug auf die Un⸗

abhängigkeit Irlands aus? Ist er der Nachahmer, b e 2 buhler der Grattans, Floods, Currans u. s. f., der früheren Söohne eines durch seine Beredtsamkeit berühmten Landes? O'Connell selbst ist weit ent⸗ fernt, sich für einen ursprünglichen Volksführer zu halten. Seine Reden sind nicht die eines Mannes, dem es durchaus Ernst um die Sache ist, eines Mannes, den eine glorreiche Veranlassung zum Kampfe geweckt, der an die Mission glaubt, die er auf sich genommen. Man denke sich Grattan, wie er 1782 mit dem Thema, über das O’'Connell gesprochen, auf dem Tarahügel gestanden hätte, Eund man wird fühlen, daß der große Agitator mit all seinen populairen Talenten noch lange nicht die Höhe eines Mannes hat, der da glaubte und beschloß, in einer großen Revolution der Anführer zu werden. Dann wird man gewahr werden, daß der große Dan ein Volks⸗, aber nicht ein Natio⸗ nal-Anführer ist, daß ihn die ungestüme Heftigkeit der Bewegung treibt, aber nicht das überlegte Bewußtsein, ein Regenerator Irlands zu sein. O'Connell paßt nicht zum Regenerator. Er gleicht als Staatsmann einem Schmuggler, der ein irländisches Parlament über die Gränze schaffen und seine Contreband⸗Legislatur in College⸗Green niederlegen möchte. Die Agitation, als deren Haupt er auftritt, ist halb gemacht, halb natürlich. Das Bauernvolk in den Landdistrikten glaubt daran; aber die mittleren Klassen haben kein Vertrauen dazu, obwohl sich Viele aus ihrer Mitte zur Theilnahme daran herbeigelassen haben.“

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Brüssel, 16. Nov. Der Senat hat in seiner gestrigen Sitzung die Vollmachten der Herren Dumon Dumortier, Daminet, de Borch⸗ grave, d'Hoop, Claes de Kock und de Schiervel geprüft und ein stimmig deren Zulassung ausgesprochen. Dann wurde Herr de Schier⸗ vel mit 30 unter 36 Stimmen wieder zum Präsidenten gewählt. Zu Mitgliedern des Büreau's und zu Quästoren ernannte der Senat auch wieder dieselben Personen, welche im vorigen Jahre diese Functionen versehen hatten. Zu Vice⸗Präsidenten wurden die Herren Vilain XIV. und de Baillet ernannt, der erstere mit 25, der Letztere mit 24 Stim⸗ men. Die gewählten Secretaire sind die Herren Dumon Dumortier, de Rodes, de Mooreghem und de Baré de Comogne. Endlich er⸗ nannte der Senat noch die Adreß⸗Kommission, welche, außer dem Präsidenten, aus dem Grafen de Baillet, dem Herzog von Ursel, den Herren de Stassart und von Mäérode besteht.

Die Opposition pflegt jede neue Thronrede für unbedeutender und unbefriedigender zu erklären, als die vorhergegangene. Dies ge⸗ schieht auch mit der jetzigen. „Vergebens“, sagt das Journal de Libge, „würde man darin die Ansichten des Kabinets über die ge⸗ genwärtige Lage des Landes, über den in den öffentlichen Angelegen⸗ heiten zu befolgenden Gang suchen. Kein Wort von irgend einem Handels⸗Traktat; es ist ganz so wie vor einem Jahre. Nachdem des Besuchs der Königin Victoria, der letzten mit Holland abgeschlosse nen Conventionen, der Vollendung der belgischen Eisenbahnen ge⸗ dacht worden, hätte das Kabinet, so scheint es uns, doch in Kürze sein Programm darlegen sollen, denn von den sechs Mitgliedern, aus denen es besteht, haben fünf die parlamentarische Probe in ihrer Eigen⸗ schaft als Minister noch nicht bestanden. Aber nichts dergleichen; vielmehr hat man sich Mühe gegeben, gar keinen politischen Gedanken durchblicken zu lassen, und die einzigen Punkte, mit denen sich unsere Staats⸗ männer beschäftigen, sind folgende: 1) Maßregeln zu Gunsten der unglücklichen Bevölkerung der überschwemmten Polders; 2) ein Gesetz⸗ Entwurf in Betreff der Urbarmachung der Haideländer; 3) Gesetz⸗ Entwürfe in Bezug auf die bürgerlichen und geistlichen Pensionen, so wie in Bezug auf die allgemeine Rechnungslegung über die Einnahmen und Ausgaben; 4) ein zur Vervollständigung der Organisation des Heeres bestimmter Gesetz-Entwurf; 5) Abänderungen im Militair⸗ Straf⸗Gesetzbuch, damit Rechtsverluste minder häufig vorkommen und Soldaten sich nicht dadurch dem Dienst entziehen können, daß sie Vergehen in der Hoffnung verüben, deshalb aus der Armee gestrichen zu werden; 6) Finanz⸗Maßregeln, welche ein vollkommenes Gleichgewicht zwischen den Einkünften und Ausgaben des Staats herstellen, dabei jedoch auf die Interessen der Steuerpflichtigen alle mögliche Rücksicht nehmen sollen. Die Thronrede spricht in ziemlich unbestimmten Ausdrücken von der Begründung einer Ausfuhr⸗Gesellschaft, die dem Lande die größten Dienste leisten könnte; aber, wie der Observateur bemerk⸗ lich macht, sie giebt nicht an, ob die Regierung die feste Absicht hat, die Errichtung einer solchen Institution vorzuschlagen. Schon in der Thronrede von 1842. lenkte die Regierung die Aufmerksamkeit der Kammern auf diesen Punkt, ohne daß diese Aufforderung die geringste Folge hatte. Endlich nimmt die Regierung die Aufmerksamkeit der Kammern für die famose Handels⸗ und Industrie⸗Untersuchung in Anspruch, und es scheint, als ob sie sich zu Gunsten des unheilvollen Systems der Differenzialzölle ausspräche.

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8 Chur, 12. Nov. Die Antwort des Kleinen Raths an den künftigen Vorort Zürich lautet folgendermaßen:

„Wir haben mit Vergnügen entnommen, daß Ihr der Bundes⸗Behörde in zwar freundlichen, aber ernsten Worten zu Gemüthe führt, wie die unge⸗ schmälerte Erhaltung des schweizerischen Gesammt⸗Vaterlandes blos kanto⸗ nalen Bestrebungen vorangehen müsse, wie eines jeweiligen Vorortes erste Sorge auf Wahrung des inneren Friedens zu richten sei, und wie Ihr be⸗ schlossen habt, falls der hohe Vorort diese Pflicht verabsäumen sollte, eine Konferenz sämmtlicher eidgenösischer Stände in Zürich zu besammeln. Wir werden nicht ermangeln, falls das Unerwartete und Unerwünschte eintreten würde, eine solche Konferenz durch eine Abordnung zu beschicken und dersel⸗ ben die den dannzumaligen Umstanden angemessen erachteten Aufträge zu ertheilen, um in Verbindung mit den übrigen Mitständen die Lage des Vaterlandes und die Ergreifung derjenigen Maßregeln berathen zu helfen,

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welche dessen Frieden und Selbstständigkeit ferner zu erhalte geeignet sei

mögen.“

Von der Neuß, 10. Nov. (A. Z.) In zwei der größe⸗ ren radikalen Kantone haben neue Großrathswahlen stattgefunden in Bern und Aargau. Das Resultat ist sich gleich geblieben, ein Be weis, daß der Radikalismus in diesen beiden Kantonen tiefere Wur⸗ zeln hat, als oft geglaubt oder gewünscht wird. Zwar mag die Wahlart Berns viel zu diesem Resultate beigetragen haben, indem da das Volk nur indirekt am Wahl⸗Geschäft Theil nimmt, aber wenn das Volk radikalen Druck fühlte, könnte es sich auch indirekt desselben entledigen. Im Aargau hat der katholische Landestheil wie früher in entschieden konservativem Sinne gewählt (selbst der bekannte Her Bruggisser fiel diesmal durch), aber eben so entschieden sind die Er⸗ nennungen im reformirten Lande radikalerseits, so daß die überwie⸗ gende Majorität radikal bleibt.

Der neue aargauische Große Rath hat sich anfangs dieser Woche versammelt. Die Liquidation der Klostergüter ist eine seiner Haupt⸗ Beschäftigungen; um das katholische Volk zu gewinnen soll eine halbe Million Fr. an die katholischen Gemeinden vertheilt und hierfür ein Staats⸗Anlehen erhoben werden. Dieser regierungsräthliche Anschlag dürfte aber die Ansprüche der Katholiken kaum befriedigen, da die⸗ selben das Klostergut nicht als Staats⸗, sondern als katholisches Kirchengut betrachtet wissen wollen. Die Frauenklöster Fahr, Maria-⸗

Krönung, Gnadenthal und Hermetschwyl werden sofort nach erfolgter baulicher Einrichtung den Klosterfrauen wieder übergeben werden. Einige Radikale sollen zwar mit der Hoffnung sich schmeicheln, die Frauen werden in das Gemäuer nicht wiederkehren, aus guter Quelle wird aber das Gegentheil versichert.

Während Aargau so den Klosterstreit durch beschleunigte Liqui⸗ dation zu Ende zu führen sucht, erweckt der luzerner Großraths⸗ Beschluß einen wahren Krieg; aber glücklicherweise wird nur mit Federn und nicht nach der Väter Sitte mit Hellebarden und Mor⸗ gensternen gestritten. Nebst Zürich und Bern haben auch Appenzell A. Rh., Solothurn, Waadt Kreisschreiben erlassen gegen jene Be⸗ schlüsse; Uri dagegen hat Partei für Luzern ergriffen, und der Kantons⸗ Rath von Schwpz ist denselben förmlich beigetreten. Die Regierung von Luzern sendete Abgeordnete nach Zug und Unterwalden, um diese Stände zum Beitritt einzuladen, und es ist sehr wahrscheinlich, daß die im Wurf liegende luzerner Konferenz in einiger Zeit zusammen⸗ treten wird unter dem Präsidium des Herrn Statthalters Sigwart⸗ Müller. Dessenungeachtet sind viele Leute noch immer der Ansicht, daß die Bundesfrage diesmal zu keinem Durchbruch kommt; auch scheint die katholische Partei sich mehr für eine künftige Frage vorbe⸗ reiten, als schon jetzt die Repeal versuchen zu wollen. Die Stellung Luzerns als Vorort und als katholischer Stand ist gedoppelter Art und bildet eben deswegen eine günstige wie eine ungünstige Seite.

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5 Madrid, 9. Nov. Von höchst günstiger Vorbedeutung ist das Gepräge der Umsicht, Ruhe und Besonnenheit, welches beide Kammern den Diskussionen aufdrückten, welche die gestrige folgenreiche Entscheidung herbeiführten. Diese Entscheidung wurde nicht, wie so viele andere, durch den Strom einer blendenden Beredtsamkeit dem aufgeregten Enthusiasmus entrissen, um mit dem Erlöschen desselben ohne Wirkung zu bleiben. Sie war das Ergebniß der Ueberzeugung von der Nothwendigkeit, die Geschicke dieses Landes an eine bleibende Einrichtung zu knüpfen. Gerade diejenigen Deputirten, welche die Volljährigkeits⸗Erklärung bekämpften, zeichneten sich durch Beredtsamkeit und Aufstellung gewichtiger Gründe aus, ohne, wie die Feinde der Ordnung gehofft hatten, zu revolutionairen Schritten ihre Zuflucht zu nehmen, und ihre kräftigste Weihe erhielt die Entscheidung durch die unbedingte Bereitwilligkeit, mit der die Abweichenden sich dem Ausspruche der Majorität unterwarfen. Kein einziger Senator stimmte gegen den Antrag, und vierzehn Deputirte, die noch vor wenigen Tagen entschlossen waren, ihn zu verwerfen, gaben nun, in Folge des gegen Narvaez gerichteten Mordversuchs, mit lauter Stimme ihr Jawort ab. Das vor dem Palaste des Kongresses versammelte Volk wollte diesem General, als er heraustrat, die Pferde ausspannen, und im Triumph in seine Wohnung ziehen.

So hat denn für dieses Land eine neue Epoche begonnen. Wer⸗ fen wir den Blick auf das Buch, in welchem die Geschichte der letz⸗ ten zehn Jahre Spaniens verzeichnet ist, so finden wir kein Blatt, das uns nicht das traurige Bild des Bürgerkrieges, der Verrätherei, der Empörung, des Meuchelmordes, der Meuterei, der Usurpation, der Entweihung des Heiligsten darböte. Die übrigen Blätter, an deren Eingang uns die Unschuld vom Thron entgegenlächelt, sind noch unbeschrieben, noch nicht mit blutigen Zügen befleckt. Möge die Weisheit oder das Mitleiden derer, welche über den Frieden Euro⸗ pa's wachen, verhüten, daß sie es werden. Auf sie sind die ernsten Blicke derjenigen Spanier, welche tiefer als je fühlen, daß auch sie eine Nation seien, eine Macht darstellen müssen, gerichtet.

Der Eco erklärt heute, daß die gegenwärtigen Cortes nicht die wahren Vertreter des Landes wären, und daß sie in Folge der gestern abgegebenen Entscheidung ihren Eid gebrochen hätten. Diese Ent⸗ scheidung betrachtet das Eco zugleich als „den Tod der Freiheit und die Beeinträchtigung der gesellschaftlichen Garantieen“. In vergan⸗ gener Nacht wurden der verantwortliche Herausgeber und die beiden Haupt⸗Redacteure des genannten Blattes, welches vor laͤngerer Zeit der Infant Don Francisco angekauft hat, verhaftet und in eine Ka⸗ serne abgeführt.

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solchen Gelehrten allerdings, dessen Gattung, zur Ehre der deutschen Gelehrten und Erzieher sei es gesagt, in unserem Vaterlande immer seltener wird, mußte der Fürst verwahrlost und in der Hauptstadt sowohl als auf dem Landgute zu Rommelsdorf, wo dieses Stück spielt, ein Opfer der Langenweile werden. Diesem wüsten Geiste der geistigen Einöde mußte der junge, kräftige Fürst auf dem Lande um so sicherer verfallen, da sein Sinn eben so wenig auf die Reize der Natur um ihn her als auf die Geheimnisse seiner inneren Menschen⸗Natur oder auf das Nachdenken über die Natur und das Wesen der Dinge gelenkt war. Da mußte der lebhafte Jägerbursche Konrad herhalten, zumal da der schon er⸗ wähnte Kammerdiener L'Eveillé, ein gar hölzerner trockener Geselle, seinen schönen Namen Lügen straft und ihm keine Unterhaltun g bieten kann, welche sich deshalb der Fürst ausdrücklich vom Konrad erbittet. Dieser, ein aufgeweckter, frischer, grüner Bursche, der in der That das ist, was des Kam⸗ merdieners Name besagt, spricht nicht von seiner äußeren Beschäftigung, dem edlen Waidwerk, von welchem eine kleine Probe, unserem Gefühle nach, die innüte Zuthat gewesen wäre; sondern lentt das Gespräch sogleich auf Regine grünen Walde seines Herzens blüht, auf die hübsche seiner verständigen age Kind des ehrlichen, braven Gutspächters Paver und aber er hat noch n. 28 899 liebt er und möchte sie gern heirathen, ig seite GC.. kein Brod. Der Fürst giebt ihm unzweiden⸗ indeß sein ernstlicher Nemnen, um die ihn der Kammerdiener beneidet, ohne selbst zugedacht, der in enbuhler zu werden. D iese Rolle war dem Fürsten Svoren und seiner vornehmen eneergötzlichen Scenen, frotz seiner silbernen treffen in des Pächters G ", steifen und kalten Haltung bei einem Zusammen⸗ 2*¶ Pachters Garten, sowohl von Regine als von ihrer Mutter für einen Hof-Lakaien gehalten wird. Der First do s Mädche fäll fäͤngt, so scheint es gentx. er Fürst, dem das Mädchen gefällt, Neigung, die aber keine innerliche l Feuer, und zeigt und bethätigt seine webese h wit sondern nur eine oberflaͤchliche ist, und bestimmte Goldbörse n⸗ Br durch eine für die Armen des Ortes g oldboörse und einen Brillantring, welchen Regine, auf den letz⸗

teren keinen besonderen Werth legend, in ihr Kästchen verschließt, ohne ihre Aeltern davon in Kenntniß zu setzen. Der Nebenbuhler Konrad wird auf ein entlegenes Gut entfernt, und der Fürst bereitet ein Fest im Dorfe vor. Da treffen Gäste ein, der Kammerherr von Lüttner und seine Schwester, die verwittwete Frau Baronin von Freisbach, welche Absichten auf den Fürsten hat. Der Kammerdiener entdeckt ihr Alles, was geschehen ist und noch geschehen soll, und sie läßt nun die Minen ihrer Intrigue wirken, indem sie die Aeltern Reginens auf die den Ruf ihrer Tochter gefährdenden Absichten, und namentlich auf die Geschenke des Fürsten aufmerksam macht. Der Vater, der mit eben so viel Rechtschaffenheit als Energie eingreist, überzeugt sich mit Schmerzen von der Wahrheit der Anklage, und löst, nachdem Regine ihre Unschuld und den geringen Antheil ihres Herzens versichert, durch Bezahlung seines Pachtgeldes das Verhäaäliniß, in welchem er mit dem Fürsten steht. Diese Energie ruft in dem Letzteren, der durch die Anwesen⸗ heit der Frau von Freisbach einer Beschämung Preis gegeben ist, den Ent⸗ schluß zu einer plötzlichen Verlobung mit Regine hervor, zu welcher deren Aeltern ihre Einwilligung geben, ohne, wie sie später versichert, gefragt zu werden. Jetzt erscheint unerwartet Konrad wieder, um sich vom Fürsten die durch einen Todesfall erledigte Försterstelle zu erbitten. Da sieht er Reginen, die ihm ihre Gegenliebe bewahrt hat und ihr Leid klagt. Außer sich- kündigt er dem Fürsten den Dienst, und eilt davon, jedoch um am Schlusse, wie leicht zu errathen war, zur Verlobung und Hochzeit mit Re⸗ ginen wiederzukehren, die als deklarirte Braut durch wohlüberlegte Koket⸗ te ie einen völligen Bruch mit dem Fürsten vorbereitet, der seiner Cousine, der Gräfin Ludmilla, endlich seine alte Liebe wieder zugewendet hat und sich mit dieser vermählt, dem Konrad Regine abtretend, welche ihre Aeltern, namentlich den Vater, der von Konrad's Liebschaft nicht unterrichtet war, bereits beruhigt und vorbereitet hatte.

Indem wir uns vorbehalten, auf einzelne hier übergangene vermittelnde Scenen sowohl, als auf das Ganze als dramatisches Kunstwerk bei den zu hoffenden Wiederholungen zurückzukommen, wollen wir schließlich nur noch

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in aller Kürze der im Ganzen wohlgerathenen Darstellung von Seiten der Schauspieler und Schauspielerinnen gedenken.

In der letzten Woche vor dem Weihnachtsfeste soll in der Wohnung des mitunterzeichneten Ober⸗Schenken von Arnim, Charlottenstraße Nr. 31, die jährige Ausstellung und der Verkauf der dem Friedrichs⸗Stifte geschenk⸗ ten Sachen stattfinden. Wir unterlassen daher nicht, alle gütigen Beschützer unserer Anstalt, namentlich aber die uns seit Jahren so freundlich gesinnten Damen, hierdurch ganz ergebenst zu ersuchen, uns auch diesmal gleich den früheren Jahren reichliche Gaben zuwenden zu wollen, und solche gegen die Mitte des künstigen Monats der Hof⸗ und Staats⸗Dame, Frau Gräfin von Viereck Excellenz, im Palais des hochseligen Königs Majestät, der Frau Gräfin von Arnim Ercellenz, unter den Linden Nr. 23, der Hof-Dame Fräulein von Zeuner, im Königlichen Schlosse, der Frau Präsidentin von Scheve, Friedrichsstraße Nr. 38, der Frau Kammerherr von Tempsky, im Prinzessinnen Palais, der Frau Geheime Räthin Eck, Cantianstraße Nr. 4, gutigst zu überschicken und durch diesen Beweis ihrer Theilnahme den Fortbestand einer Stiftung zu sichern, welche in diesem Jahre durch das Dahinscheiden so mancher Wohlthäter, namentlich Sr. Königl. Hoheit des hochverehrten Prinzen August von Preu⸗ ßen, herbe Verluste erlitten hat und außerdem durch gebietende Umstände genöthigt worden ist, das alljährlich im Monat November stattfindende Konzert in das folgende Jahr hinaus zu verschieben.

Berlin, den 15. November 1843.

Die Direction des Friedrichs⸗Stifts. W von Wiebel, von Arnim, Bercht, Graf von der Gröben, Hartmann, Dr. von Könen, Dr. Kunzmann, Kunowsky,

1 von Reuß, von Schöning, Tondeur. 1

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