1844 / 51 p. 2 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

öglichst zu vermindern, die Einlieferung von 2 und es hat daher jeder Haus⸗ er Herzoglicher Residenz, früheren Anordnungen zufolge, Sperlings⸗Köpfe, und, wenn er mehr als drei Morgen Acker oder Gartenland besitzt, außerdem noch fünf Stück, bei Vermeidung von 6 Pfennigen Strafe für jeden fehlenden Kopf, an den Rathsherrn seines Bezirks abzuliefern. 1 . Köpfe die Köpfe anderer unschädlicher Vögel, namentlich von Sing⸗ vögeln, abliefert, zahlt für jeden dergleichen Kopf 2 Groschen Strafe, und hat außerdem noch die gesetzliche, auf das Wegfangen unschäd⸗ licher Vögel gesetzte Strafe zu gewärtigen.“ Oesterreichische Monarchie. 8 O Wien, 14. Febr. Durch eine Kaiserliche Anordnung den der Finanzhofstelle untergebenen Gefälls⸗Bezirks⸗Behörden und den Gefällsgerichten bei Untersuchun Gefälls⸗Uebertretungen eine erweiterte Amts⸗W worden. Unter Anderem sind die Bezirks bei gewissen Vergehen gegen die Zoll Gränzbezirke, den Verlust des Befugn Salz oder anderen Gegenständen der Staats⸗Mo Entziehung der Hausir⸗Befugniß und die Unfähi Erlangung eines Hausir-Passes, nach gehörig chung zu verhängen. iud Gefällsgerichten gleich and

—2 2 besitzer hiesig - bis Ostern d. J. fünf

Wer statt der Sperlings⸗

gen und Entscheidungen über irksamkeit eingeräumt gerichte ermächtigt worden, gesetze, die Abschaffung aus dem chleiße von Taback, nopole, so wie die gkeits⸗Erklärung zur vollführter Untersu⸗ wurde den unteren Finanz⸗Behörden eren Staats⸗Behörden das Recht ein⸗ geräumt, jene Personen, welche sich im Verfahren über Gefälls⸗ ebertretungen eine beleidigende Schreibart zu Schulden kommen assen, schriftlich zurechtzuweisen, und in den Fällen, wenn entweder solche wiederholte Zurechtweisungen ohne Erfolg Schuldige einen hohen Grad von Bosheit oder die beleidigenden Stellen in de zu streichen. Sollte einer Vorladung zur bestimmten ann der Schuldige zwangs⸗ g verhalten werden. Den Finanz⸗ sich dieses Rechtes mit Mäßi⸗

isses zum Vers

geblieben sind, oder der dieses Vergehens

ühnheit gezeigt hat, ihn zu verhalten, Gegenwart des Gerichts oder der Behör zu diesem Zwecke erfolgenden amtlichen Zeit nicht Genüge geleistet werden, so k weise zur Erfüllung dieser Anordnung Behörden ist jedoch aufgegeben wor gung, Bescheidenheit und Klugheit zu be

Prag, 14. Febr. Vorbereitungen getroffen zur

In der hiesigen Hofburg werden bereits Aufnahme Sr. Kaiserl. Hoheit des Erz⸗ Oheims Sr. Majestät des Kaisers, in Begleitung sei⸗ welche in den ersten gen theresianischen Diese Stelle wurde durch

herzogs Karl, ner Tochter, der Erzherzogin Maria Karolina, agen des nächsten Monats als Aebtissin des hiesi adeligen Damenstiftes installirt werden wird. den vor zwei Jahren erfolgten Tod der Prinzessin Hermine, Toch⸗ ter Sr. Kaiserl. Hoheit des Erzherzogs Joseph, Palatins von Un⸗ Der Installirungs⸗Akt selbst ist außer der kirchlichen Investitur mit keiner besonderen Feierlichkeit ver⸗ mit freudiger s Karl entgegen, Vorzüge des Gei⸗ i einer hohen äußeren sein Verhalten unse⸗ Periode der letzten Kriege i uns die innigste Anhänglichkeit für Leider dürfte sein Aufenthalt in Zeit währen, da Se. Kaiserl. Besuch in München

garn, erledigt. Ceremonie und der bunden. Unsere Bevölkerung sieht indessen allgemein Hoffnung der Anwesenheit des allverehrten Erzherzog der mit den Lorbeeren des Helden jene zahlreichen stes und des Herzens vereinigt, die besonders be⸗ Stellung der Menschheit zum Segen gereichen; rem Lande gegenüber in der sturmbewegten hat dem Sieger von Aspern be Zeiten gesichert.

immerwährende Böhmen für diesmal nur kurze im Laufe des Monats März noch einen längeren von hier aus zu machen gedenken. 1 Frankreich. Sitzung v as Jagdgesetz sind heute nur um wenige Schritte vorgerückt, und es wäre uninteressant, denselben in alle Ein⸗ zelheiten zu folgen. Zu erwähnen ist nur noch, daß das am Abend vorher von Herrn Luneau vorgeschlagene Amendement, wonach auch aller Transport von Wildpret während der Zeit des heute von der Kammer angenomme

Deputirten⸗Kammer. Februar.

Die Verhandlungen über d

Jagd⸗Verbots n wurde, so

übermäßigen, das weder unausführbar Auch in Bezug auf at die Opposition, Herrn heute den ministeriellen Vorschlägen Zestimmung, wonach die 1 15 auf 25 Fr. erhöht

untersagt sein soll, sehr auch das Ministerium demselben, als einer beabsichtigte Ziel überschreitenden Strenge, die ent oder inquisitorisch sein würde, sich widersetzte.

einen anderen Artikel des Gesetz⸗Entwurfs tr Odilon⸗Barrot an der Spitze, heftig entgegen.

Es handelte sich Abgabe für einen Jagd⸗Erlaubnißschein von beite wollte hierin eine Finanz⸗M ein Auflage⸗Gesetz, wie Herr Barrot sich ausdrückte, erblicken. gens verwarf die Kammer das von Herrn Odilon B Amendement, wonach die bisherige Abgabe beib Die Diskussion von fünf bis sechs anderen ben Artikel wurde auf den nächsten

werden soll.

arrot beantragte ehalten werden sollte. Amendements zu demsel⸗ Abend vertagt.

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Paris, 14. Febr. Die Königin Marie Christine stattet heute Abend in den Tuilerieen ihren Abschieds⸗Besuch ab, da Ihre Maje⸗ stät morgen ihre Reise nach Spanien antritt.

Im sechsten Büreau der Deputirten⸗Kammer sprach sich der Großsiegelbewahrer, Herr Martin du Nord, im Wesentlichen fol⸗ gendermaßen gegen den Rémusatschen Vorschlag aus:

„Dieser Vorschlag ist fünfmal von der Kammer verworfen worden, und ich zweifle nicht, daß die Kammer ihn auch zum sechstenmale verwerfen wird. Aber die Opposition sollte doch eine von der Kammer so oft an den Tag gelegte Ansicht als eine vollendete Thatsache ansehen. Die vorgeschla⸗ genen Unvereinbarkeiten bilden, meiner Meinung nach, einen Angriff auf das Recht der Wähler, und in dem Augenblick, wo durch die Theilung der Güter die Zahl der Wählbaren sich zur Abnahme neigt, wäre es unrecht, den Kreis derjenigen, auf welche die Wahl sich richten kann, noch zu ver⸗ engeren. Der Urheber des Vorschlags läßt zwar Ausnahmen zu; wollte man aber in dieser Beziehung auf nähere Erörterungen eingehen, so würde es nicht schwierig sein, zu zeigen, daß die vorgeschlagenen Ausnahmen un⸗ zulässig sind, während andere, die er nicht zugelassen hat, viel vernünftiger sein würden. Diese Ausdehnung der Unvereinbarkeiten ist übrigens nur der unbedeutendere Theil des Vorschlages; das eigentlich Charak⸗ teristische daran ist die Ausschließung der Deputirten von jedem Staats⸗Amt während der Ausübung ihrer gesetzgebenden Functionen. Dies wäre aber eben so ungerecht wie nachtheilig für das Land. Warum Männer von Staats⸗Aemtern entfernen, wenn sie sich deren würdig zeigen und in denselben nur nützlich sein können? Der eigentliche Gedanke ist, daß ein Staats⸗Beamter nicht unabhängig sein könne, und daß man die⸗ jenigen, die bereits Staats⸗Beamten sind, wie die, welche es noch werden wollen, in Mißachtung bringen müsse. Diese Betrachtungen bedürfen keiner weiteren Entwickelung; sie haben sich allen Denkenden in Zeiten, wo ähn⸗ liche Erörterungen sich erhoben, stets von selbst dargeboten. Aber ich kann nicht umhin, hinzuzufügen, daß mir niemals ein Vorschlag verletzender für eine Versammlung erschienen ist. Man verlangt geradezu von ihr, sie solle erklären, daß ihre Mitglieder der Schwäche gegen die Regierungsgewalt, der Habgier, des Knechtsinnes verdächtig seien, und daß ein Gesetz eine Schranke gegen diese schlechten Leidenschaften aufrichten müsse. Daß die Opposition dies verlangt, ist begreiflich, aber unmöglich kann die Maäjorität dafür stimmen.“

1 Paris, 14. Febr. Die Diskussion des Jagd⸗Polizeige⸗ setzes war gestern bei dem Votum stehen geblieben, wonach die Er⸗ laubniß, Jagdwaffen zu führen, das sogenannte Port d'Armes, künf⸗ tig 25, statt wie bisher 15 Fr., kosten soll. Aber darüber, ob die hinzugefügten 10 Fr. den Gemeinden oder den Departements zu Gute kommen sollen, konnte nicht abgestimmt werden, weil nicht die hinrei⸗ chende Zahl von Deputirten mehr versammelt war. Heute nun ward die Diskussion fortgesetzt. Da wieder sehr viele Deputirte bei An⸗ fang der Sitzung fehlten, sollen die Namen der Abwesenden morgen im Moniteur erscheinen. Am 2lsten soll der Antrag des Herrn von Briequeville, auf Beisetzung der Asche des Generals Bertrand neben dem Grabe Napoleon's, entwickelt werden. Der Terxt des §. 5 des Jagd⸗Polizeigesetzes wird endlich nach Verwerfung vieler Amen⸗ dements dazu angenommen. Der Art. 6 wird vom Großsiegel⸗ bewahrer vertheidigt, von mehreren Rednern angegriffen, Herr Crémieux will denselben amendirt wissen. Die Sitzung dauert fort. In der Pairs⸗Kammer wurde die Verhandlung über das Gesetz wegen der Fuhrwerks⸗Polizei und der Breite der Radfelgen fortgesetzt. Die Kommission für Prüfung des Gesetzes über den Se⸗ kundär⸗Unterricht besteht aus den Herren Rouille de Fontaine, Passy, Beranger (de la Drome), Graf Portalis, Graf Molé, Vicomte von Caux und Herzog von Broglie.

½ Paris, 14. Febr. Die Entwickelung des Rémusatschen Antrages ist auf den 21. d. Mts. festgesetzt worden. Dies wird ein Tag des Kampfes zwischen dem Kabinet und der Opposition sein. Der Sieg kann nicht zweifelhaft sein; Herr Thiers weiß dies sehr wohl, aber es handelt sich diesmal weniger darum, den Feind zu be⸗ siegen, als ihn zu schwächen. Die Opposition nimmt jetzt, um ihrem ngriffe mehr Kraft zu geben, ihre Zuflucht zu den Anekdoten. Täg⸗ lich liest man in diesen Blättern einige Beispiele von der Servilität der Deputirten, welche zugleich Beamte sind, oder einige von den Ministern den genannten Deputirten ertheilte Befehle, in diesem oder jenem Sinne zu stimmen. Die Entlassung des Herrn von Salvandy bietet natürlich das stärkste Argument dar. Aber da es nicht alle Tage Ereignisse dieser Art giebt, so muß man sich über weniger heroischen Widerstand berichten, und man begnügt sich damit, Folgen⸗ des zu erzählen: „Ein Minister sagte zu einem Deputirten, der zu⸗ gleich Beamter ist, und wegen seines Votums unschlüssig zu sein schien: „„Herr N.., Sie stimmen mit uns.““ Das ist nun allerdings nicht sehr bestimmt, wie man sieht, aber in den Augen der Opposition wird dadurch die Zahl der Thatsachen vermehrt, welche das Schicksal der Inkomptabilitäten bestimmen sollen. Die Zoll⸗Verwaltung hat die Bewegung des Küstenhandels in Frankreich während des Jahres 1842 bekannt gemacht. Die Zahl der zum großen und kleinen Küstenhandel, d. h. im Ocean und im

8

Mittelmeere verwendeten Fahrzeuge betrug 71,787. Diese Summe

repräsentirt ebenfalls die Zahl der von diesen Schiffen gemachten Reisen, doch sind die blos mit Ballast fahrenden Schiffe nicht mitge⸗ rechnet. Der Tonnengehalt dieser Schiffe betrug 2,472,000 Tounen, die Mannschaft bestand aus 274,377 Personen. Die Ladung dieser Fahrzeuge betrug 20,636,000 metrische Centner Waaren aller Art, im Jahre 1841 nur 18,910,000 metr. Ctr.

Der große Küstenhandel, d. h. die Schifffahrt von einem Hafen des Oceans nach einem Hafen des Mittelmeeres und umgekehrt, be⸗ trägt 9 pCt. oder 1,917,000 metrische Centner, und der kleine Küsten⸗ handel, d. h. die Fahrten von Hafen zu Hafen desselben Meeres 91 p Ct. oder 18,719,000 metr. Ctr. Im Jahre 1841 war das Ver⸗ hälkniß genau dasselbe. Auf die Häfen von Marseille, Bordeaur Haͤvre, Nantes, Rouen, Arles, Charente, Honfleur, Cette kommen ., von dem Gewichte der ausgeführten Waaren, und von den ein⸗ geführten 20,636,000 metr. Ctrn. kommen auf die Häfen Rouen Marseille, Haͤvre, Bordeaux, Nantes, Dünkirchen, Toulon, Rochefort und Brest . Bei dem großen Küstenhandel figuriren Getraide und Mehl, Kartoffeln, trockene Hülsenfrüchte und Oel aus Körnern mit 83 pCt. von dem Gesammtgewicht (707,528 metr. Ctr.) der vom Ocean nach dem Mittelmeere expedirten Waaren. Wein, Seife und Branntwein sind mit 64 pCt. in dem Gesammtgewicht (1,209,585 metr. Ctr.) der aus dem Mittelmeere nach dem Ocean gesandten Waaren enthalten. Bei dem kleinen Küstenhandel sind Brennholz, Bau⸗Materialen, Seesalz, Korn, Mehl und Wein mit 62 pCt. in dem Gesammtgewicht (14,608,000 metr. Ctr.) der von einem oceani⸗ schen Hafen in den anderen transportirten Waaren enthalten. Auf Brennholz, Steinkohlen, Korn und Mehl, Bau Materialien, Wein, Pottasche, Soda und Seife kommen 70 pCt. von den aus einem mittelländischen Hafen in den anderen transportirten 4,110,600 met Ctr. Waaren.

Im Paris, 14. Febr. Man versicherte heute im Konferenz Saale der Deputirten⸗Kammer, daß die Kommission, welche mit de Begutachtung des Ansinnens wegen gerichtlicher Verfolgung des Herrn Emil von Girardin beauftragt ist, mit fünf gegen vier Stimmen sich dafür ausgesprochen habe, die Erlaubniß zur gerichtli chen Verfolgung des Herrn Emil von Girardin zu gewähren. Da das Kabinet in dieser Kommission eine überwiegende Majorität besitzt, so wäre es dem Ministerium etwas Leichtes gewesen, einen ent⸗ gegengesetzten Beschluß herbeizuführen, um so mehr, als die Opposi- tion sowohl in den Büreaus als später im Schoße der Kommission die Ansicht vertheidigte, die Erlaubniß, den Herrn Emil von Girardin vors Gericht zu ziehen, im vorliegenden Fall zu verweigern.

Mehrere Journale sprechen von einer Proposition, welche Herr von Lamartine im Verein mit Herrn Lherbette nächstens gegen die Befestigung der Hauptstadt einzubringen gedenkt. Dieses Gerücht hat nicht den geringsten Grund. Herr von Lamartine verleugnet zwar nicht seinen Widerstand gegen die Festungswerke von Paris; 8 aber da er, seitdem er in der Kammer sitzt, nie persönlich eine Proposition einbrachte, so wird er ganz sicherlich auch jetzt bei seiner alten Gewohnheit bleiben. Seine nächsten Freunde wissen nichts von der erwähnten Proposition, die Herr von Lamartine höchst wahr⸗ scheinlich auch nur durch die Tagesblätter kennen gelernt hat.

Die Opposition will ihren Sieg in Betreff der Proposition Rémusat, wie es scheint, durch ein besonderes Fest feiern. Herr Duvergier d'Hauranne, einst der Lieblings⸗Zögling des Herrn Guizot und gegenwärtig dessen heftigster Gegner, giebt heute in seinem Hotel ein glänzendes Gastmahl, wozu die ganze Opposition geladen wurde. Von nun an sollen die Mitglieder der Opposition sich regelmäßig ein mal die Woche beim Herrn Duvergier d'Hauranne versammeln, um die öffentlichen Angelegenheiten des Landes zu besprechen und die Interessen der Opposition zu pflegen. Herr von Lamartine wird erst nächsten Sonnabend seinen politischen Salon öffnen. Was einige fremde Blätter erzählen, daß der Deputirte von Maͤcon aus finanziellen Rücksichten sein glänzendes Appartement der Rue de 'Université verlassen, und sich in eine kleine 8 Wohnung zurückgezogen hätte, ist ohne Grund. Nur die schwere Krankheit seiner Tante hinderte ihn daran, seine wöchentlichen Soi⸗ réen zu halten. Mit den Gerüchten über die bedrängten Finanzen des Herrn von Lamartine scheint es übrigens wenig übereinzustimmen, daß er es kürzlich ausgeschlagen haben soll, seine über die Hälfte vollendete Geschichte der Girondins um 400,000 Fr. einem pariser Buchhändler zu überlassen, der die Hälfte des Kaufpreises sogleich und baar ihm vorschießen wollte. Für das in zwei Jahren an ihn zurückkehrende Eigenthums⸗Recht seiner einem Verleger auf 10 Jahre überlassenen Werke, wird ihm eine halbe Million Franken schon jetzt angeboten.

Gestern Abend fand im Theater de la Porte Saint⸗Martin eine außerordentliche theatralische Festlichkeit statt, wozu die eleganteste

Konzert des Herrn Nehrlich.

1.“

am 17ten d. von dem geschickten Klarinettisten, Musiker Herrn W. Nehrlich, im Hotel de musikalische Abend⸗Unterhaltung wurde durch eine lichen Konzertmeisters Herrn L geführte uvertüre (D-dur Westmooreland eingeleitet. dischen Fluß, natürliche Modul fiel uns das allerliebste, das nach der etwas langen

dem Königlichen Russie veranstaltete „unter Leitung des König⸗ eop. Ganz durch die Kapelle gelungen aus⸗ der Composition des Grafen von Dies Musikstück zeichnet sich durch melo⸗ ation und gute Haltung aus; g höchst ansprechende Thema des Allegro Talt), Introduction (6 Takt), in welcher aber der tz von guter Wirkung ist, einen eigenthümlichen Reiz ausübte. zertgeber zeigte in den von ihm

besonders ge⸗

vorgetragen Piecen außer einer Fertigkeit auch guten Ton und Geschmack im Vor⸗ nigen Stellen hätten wir eine etwas gemäßigtere, orgehobene Betonung gewünscht, indem die Klari⸗ Behandlung dem edlen Klange der bei nicht vorsichtiger

d ausgebildeten trage; nur bei einigen we nicht so absichtlich herv Instrument, stimme sich öfters bi raktirung leicht einen Anflu een wir gestehen, daß Herr ben Instrumente fast immer abzugewinnen weiß, und Vortrag des Konzertino's und in welchem er den Weise zu Gehör brachte. Nehrlich hören ließ, vollendeter Künstlersch in den kantabeln Klarinetr⸗Begleitun evrient meister Divertissement übrr mehr berechnet, scher Schwierigke aus einer große rinette, hatie aber tnosität, sondern se ediegenen, werthv üͤhrte Herr Löschhorn janist zeigte; seine Deu gkeit im Anschlage schaften bewährte er

das bei guter s zur Täuschung nähert, g von Trivialität erhält. Nehrlich seinem schwierig zu be⸗ gute Seite auch nur auf den das er zuerst ausführte, „nicht ästhetisch wirkende in denen sich Herr mit vortrefflicher Nüancirung, mit n Passagen und mit edlem Ausdruck .führte er die obligate ie aus „Titus“, welche Mad. Schröder⸗ ch in jeder Beziehung schön aus. der „Nachtwandlerin“ schien jedoch wohl t des Virtuosen in Ueb

nur die zuerst angedeutete bezieht sich obige Bemerkung von C. M. von Weber, Anfang auf die bezeichnete Die übrigen Musikstücke, wurden durchwe schaft in den schne Stellen vorgetragen. g zu der Ar

Themata aus

erwindung techni⸗

Vortrage des Adagio und Rondo von Weber für Klavier und Kla⸗ nicht nur seine Vir⸗ eistige höhere Verständniß der Die Piano⸗Partie ls fertiger und zierlicher verbunden mit großer

Diese guten Eigen⸗ und Klavier, das

osition zu b der sich dabei a t und Sicherheit, obend anzuerkennen. em Duo für Cello

Herrn J. Griebel vortrug und von den beiden genannten Herren über Motive aus der Oper „Marie“ recht wirksam zusammengestellt war. Herr Griebel führte die Cello⸗-Partie mit Eleganz und möglichster Zartheit aus und erwarb sich, so wie die Herren Löschhorn und Nehrlich, den Beifall des Publikums. Letzteres, das sich für den kleinen Saal fast etwas zu zahl⸗ reich eingefunden hatte, war übrigens mit dem Beifall, wenigstens mit den äußeren Zeichen desselben, nicht sehr freigebig, obgleich das Kon⸗ zert reichliche Gelegenheit dazu bot. Außer Madame Schröder⸗ Devrient unterstützte den Konzertgeber noch Dlle. Tuczek, die hübsche Lieder von Burgmüller und Gumpert mit der ihr eigenen Le bendigkeit und Frische im Ausdrucke vortrug. Herr Bötticher sang zwei Lieder von Julius Weiß, von denen sich besonders das zuletzt vor⸗ getragene, wenn wir nicht irren, „Ständchen“ betitelt, des allgemeinen Bei⸗ falls erfreute. Dlle. Neumann sprach: „Das eigene Herz“ von Grünig mit vielem Gefühl, und Herr Gern verbreitete ungeheure Heiterkeit durch den launigen Vortrag eines komischen Gedichts von A. Braß: „Da hört Alles auf!“ indem er das in die fröhlichste Stimmung versetzte Publikum damit entließ.

Zur Länder⸗ und Völkerkunde.

der und Skizzen aus Algier, nebst Bemerkungen über

dessen sittlichen und Colonisations⸗Zustand. Gesammelt wäh⸗ rend eines mehrjährigen Aufenthalts an der Küste von Nord⸗ Afrika von L. Constant, französischem Premier⸗Lieutenant a. D. und Ritter der spanischen Verdienst⸗Orden St. Fer⸗ nando 1ster und Carlos Zter Klasse. Berlin, 1814. Nicolai⸗ sche Buchhandlung. 275 S.

Der in Berlin lebende Verf. erzählt uns in der Vorrede, er sei viele Jahre auf der Kriegsbühne in Algerien, nachher „als Genosse der Libera⸗ len in den Haupt⸗Alten des letzten großen Drama's Spaniens“ thätig ge⸗ wesen und, so zu sagen, im Kriege erzogen worden. Er hatte sich nämlich 1832 als Freiwilliger äuf den Kriegs⸗Schauplatz der Franzosen in Algier begeben und war 1835, dem ⸗Wunsche Frankreichs folgend, mit der 6000 Mann starken Fremden⸗Legion nach Spanien gegangen, um hier, wie er sagt, „das Pfaffenthum in seinen Grundfugen er chüttern zu helfen.“ Mit der Schilderung, wie er Letzteres angefangen, verheißt er, die Welt ein an⸗ dermal zu beglücken; diesmal erzählt er uns blos seine Erlebnisse in Algier. Für die Freunde und Freundinnen, woran diese Skizzen in der Form von

Interesse haben; daß letzteres sich aber über jenen engeren Kreis hinaus auch auf dies größere Publikum ausdehnen werde, möchten wir höchlich be⸗ zweiseln. Mit einem Schwall süßelnder Redensarten erzählt Herr C. zum Ein⸗ gange, wie ihm eine Dame zu Berlin vor seiner Abreise die Karten gelegt und 8 daraus erschaut habe, er werde froh und glücklich auf dem civilisirten Theil des Kontinents, dagegen Sklave sein in einem Lande der Barbaren, und obgleich neben ihnen die Fahne der Freiheit wehe. Dann berichtet er seine Abreise von Toulon, die Landung in Algier, und giebt uns nach und nach in epistolarischen Aphorismen kurze Bemerfungen über Städtisches und Ländliches, Religiöses und Militatrisches, Wirthliches und Unwirthliches, Häusliches und Abenteuerliches in Algier und auf jenen Punkten der Ko⸗ lonie, wohin er gekommen; über die Frauen der Mauren von den höchsten Ständen bis zu den niedrigsten, über Hospitäler und Antiquitäten u. s. w. Der zehnte Brief, vom Jahre 1838 datirt und Se nn⸗ teressanteste von allen, weist, in einem geschichtlichen Ueberblick des bisher für Algier Geschehenen, die Fehlerhaftigkeit des französischen S ne⸗ Systems nach und giebt Rathschläge, auf welche Weise die vtr. 8 Blüthe gelangen könne. Letztere liegen indeß so 89 g- . daß das französische Gouvernement sie sich längst 8-. . gege en haben wird. Das Elend, welchem Deutsche ün Figann ohne bestimmte Garantieen der Regierung nach Algerien zu gehen, sich aus⸗

s repli rauenhaft“ auesgemalt. Auch gesetzt haben, wird als „unbeschreiblich und 8197 hbern a2 b 5 aus klimatischen Rücksichten wird S. 218 den Nordländern abgerathen, si 12n 1 e tödtliche Ruhr und bösartige Fie⸗ in Algier anzusiedeln; das Klima erzeug ie natürliche Lebhaftigkeit; X. 1 ber, mache träge und lässig und raube 221. W H ftigkeit; Frank⸗ reich sollte daher von den Balearen, von Malta und aus Süd⸗Spanien Ansiedler heranziehen, denn diese wären an . Hitze gewohnt und fühlten sich in Nord⸗Afrita sogleich heimisch, zudem scheine auch noch etwas Sa⸗ razenenblut in ihnen zu rollen, was ihnen in und um Algier gut zu stat⸗ ten komme, wo der Landmann zugleich ein guter Guerilla sein müsse, um seine Habe zu vertheidigen. Hätte sich der Verfasser an die einfache Mit⸗ theilung von Thatsächlichem gehalten, so möchte sein Buch genießbar sein; die Sucht, geistreich zu erscheinen, hat ihn aber verlockt, sich einer Art von Schilderung hinzugeben, die bei manchem franzosischen Touristen, der mit vielen Worten wenig zu sagen pflegt, hingehen mag, da sie wenigstens Ge⸗ wandtheit und redselige Geschliffenbeit verrath, dei unerem Versasser sich aber doch gar zu schwerfällig ausnimmt.

Den Schluß macht eine Beschreibang der unglücklichen Gesechte bei

Mulei⸗Ismael und an der Machdg. 8

raulichen Briefen gericht FS. mögen dieselben ein individuelles 22.

pariser Gesellschaft sich einfand. Alle, welche die Mystères de Paris des Herrn Eugene Sue gelesen hatten, wollten der ersten Vorstellung dieses zum Drama bearbeiteten populairen Romans bei⸗ 1 schlechtesten Plätze Ich kenne

schwerem Golde

gestern auf der Börse, freilich nur versteckter Weise, ver⸗

wie Actien r⸗Eingange war

kauft. Der Andrang des Publikums vor dem Theate daß eine halbe Compagnie Munizipal⸗Gardisten zu Fuß Arbeit hatte, die Ordnung dabei zu erhalten.

Vorstellung erst um halb sieben Uhr Abends begann, so war sche „im wahren Sinne des Wortes, vom Publikum belagert. allgemeinen Erwartungen bei weitem nicht entspro⸗ as eigentliche Publikum pfiff, klatschten die Freunde des üe desto eifriger, so daß der Erfolg der gestrigen Die echten Freunde der i, daß die Excentrizitäten

Obwohl die on um Mit⸗ tag das Theater Das Stück hat den chen. Während d Herrn Eugene S Vorstellung mehr als zweifelhaft wurde. Literatur können sich nur dazu Glück wünschen

der Romanenschreiber, wie Eugene Sue, am Publikum einen strengen

Richter zu finden anfangen. Es ist Zeit, von der Aftermuse zu den keuschen Schwestern Apollo's zurückzukehren.

Srossbritanien und Irland.

In der vorgestrigen Sitzung der dubli ner Queens-Bench ist nunmehr die vollständige definitive Entscheidung er Jury über die Anklage gegen O'Connell erfolgt. Während ihrer Abgeschlossenheit von Sonnabend Abend bis Montag früh hatte die⸗ selbe Zeit gehabt, sich zu einigen, und gegen ihr nunmehr nach der Anweisung des Richters vollständig abgefaßtes Verdikt hatte der Ge⸗ richtshof nichts einzuwenden. 11 Punkte der Anklage „Sch klagte bis auf den Geistlichen T.

London, 14. Febr.

Verdikt erklärt

uldig“ gegen sämmtliche ierney (der bekanntlich vor kurzem Modificationen in Bezug auf mehrere der Angeklagten. Repeal Blätter, ursprünglichen

Bestimmungen O'Connell, Redacteure auf Grund der

efunden worden.

unverkürzten Merkwürdig bleibt es,

Anklagepunkte für schuldig b. gen „gesetzwidrig und

daß die Jury in ihrem Verdikt die Bezeichnun für die großen Repeal-Versammlungen in der gebraucht worden sind, ausgelassen und somit die derselben in Zweifel gestellt hat. Kronschreiber vorgelesen war, wurde die rede des Oberrichters an sie, worin er b eines Monats fast von ihren Geschäften di worden wäre und er für diese Dank ihr ausdrücken könnte Zahlungen für dergleichen Sitzung vertagt. des neuen Gerichts⸗Termins, d. i. bis zu welcher Zeit die Reverse noch in Freiheit b Die Stadt Dublin ist fortwährend ruhig, doch fürchtet man in anderen Theilen des Landes Unruhen, sobald dort das Verdikt bekannt Um denselben zu seinem eigenen Vortheile vor zubeugen, hat O'Connell bereits am 11ten an das irländische Volk eine Proclamation erlassen, worin er zur Ruhe und zum Frieden mahnt. Eben so erging an demselben Tage von ihnen ein Schreiben an die katholischen Prälaten Irlands, um dieselben aufzufordern, ihm zu der der Ruhe behülflich zu sein.

aufrührerisch“, welche

Nachdem das Verdikt von dem ‚nach einer kurzen An⸗ edauerte, daß sie während irch den Prozeß abgezogen Mühewaltung nichts weiter als seinen indem die Statute keine Entschädigungs⸗ Zeitverluste bewilligten, entlassen und die wird erst mit dem Anfange am 15. April, publizirt werden, Inkulpaten auf Grund ihrer Bürgschafts⸗

Das Straf⸗Erkenntniß

geworden sein wird.

Herstellung Er ruft denselben die Weglassung der Katholiken von der Jury⸗Liste ins Gedächtniß, um ihre Sympathieen für seine Sache wegen der vermeintlichen Verletzung des religiösen Gefühls des Volkes zu gewinnen, und schließt sehr vorsichtig mit der Anmaßung und Uneigennützigkeit. maßung offenbaren“, heißt es

Verleugnung jeder „Sollte sich in dieser Adresse An „so ist dieselbe meinem Blicke verbor⸗ gen, und sollte dieser Charakter als davon unzertrennlich erachtet werden, so würde ich solches aufrichtig bedauern. Meine Absicht geht nur dahin, das einflußreichste und wirksamste Mittel anzuwenden, um der öffentlichen Meinung dieses einzuprägen, daß, falls diese Krisis ohne Tumult, Gewaltthat, Aufruhr oder Contravention irgend welcher Art vorübergehen sollte, der Erfolg der Anstrengungen für die Repeal gewiß und die Erreichung der irlän⸗ dischen Legislatur gesichert werden würde.“ Ungeachtet des eben erfolgten Verdikts fand dennoch die gewöhn liche Wochen⸗Versammlung des Repeal⸗Vereins am Montage statt. O' Connell wohnte derselben bei; er erklärte, daß er nicht nach London gehen werde, um seinen Sitz im Unterhause einzunehmen, da er dort doch zu nichts nutzen könnte, aber in Irland die von L Russell angekündigte Motion über Irland nach werde, so wenig er auch von den Whigs halte. C klagten, Dr. Gray, reichte seine Entlassung als Mitglied des Repeal⸗ Vereins ein, weil, seiner Meinung nach, auch dieser Verein die ge⸗ richtliche Verfolgung der Regierung zu gewärtigen habe. Rente betrug 643 Pfd. Wie verlautet, wollen die An an das Oberhaus vermittelst des sogenannten writ of err ihr Erkenntniß appelliren. 1 estrigen und vorgestrigen Sitzungen des Parlaments waren achem Interesse. In beiden Häusern wurde vorgestern ein Dankensvotum an Sir Charles Napier beantragt, welches im Ober⸗ hause, von Lord Ripon ausgehend, eine kräftige Unter den Herzog von Wellington erfuhr und einstimmig wurde, im Unterhause von Sir Robert Peel beantr gem Widerstande von Seiten Lord Howick's, mit 164 gegen 9 Stim⸗ men gleichfalls durchging. Lord Howick bestritt den Antrag aus den Gründen, welche schon bei der auf Veranlassung Lord Afhl Sten stattgehabten Debatten über die sindischen gebracht waren, und welche Lord Howick auch auf den General Napier anwenden zu dürfen glaubte, da derselbe nicht nur als Gene⸗ ral, sondern als Diplomat in Sind außzutreten beauftragt war. Die Mehrzahl der Redner, namentlich Sir Henry Hardinge und Sir Charles Napier sprachen sich aber entschieden für den Antrag Am Schlusse der Sitzung stellte Herr Chri das veraltete Reglement abzuschaffen, demzufolge Fremde bei den De⸗ batten im Unterhause nicht zugegen sein dürfen, auch die jetzt nur geduldete Publication der Verhandlungen ausdrücklich zu Der Antrag wurde indeß mit 84 gegen dem der Kanzler der Schatzkammer bemerklich gem daß es doch immer gut sei, nöthigenfalls ausschließen zu können, und daß man die lungen nicht wohl geradezu gestatten dürfe, gleich die Gewißheit verschaffe, auch für die Genauigkeit des Pub James Grah dieser Sitzung die zweite Lesung. 6 Im Oberhause entspann sich noch über die sp legenheiten eine ausführliche Debatte in Claren don über die Politik der britisch ind das gemeinschaftliche Handeln derselben Der edle Lord wollte die Vertreibu

wie ich fest vertraue

Kräften unten Einer der Ange⸗

Die Repeal⸗

stützung durch angenommen agt, nach eini⸗

Angelegenheiten vor⸗

stie den Antrag,

37 Stimmen verworfen, nach⸗

Fremde von den Debatten Publication der Verhand⸗

wenn man sich nicht zu⸗ sie publiziren, lizirten verantwortlich gemacht wer⸗ am's neue Fabrikbill erhielt in

daß diejenigen, welche den können.

anischen Ange⸗ Jolge einer Frage des Lord gierung in Spanien ankreich in der panischen Frage. ng Espartero's,

hätte, französischem Einflusse zuschreiben

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tische Regierung ihrer Unthätigkeit wegen. Lord Aberdeen indeß überzeugte den Lord von dem Gegentheil, so daß der Letztere sich mit der Auseinandersetzung des zufrieden erklärt, insbe⸗ sondere da daraus hervorgehe, daß zwischen England und Frankreich das gegenseitige Zutrauen zu deren Ehrenhaftigkeit bestehe, daß sie Spaniens Unabhängigkeit und dessen freie Verfassung aufrecht erhal⸗ ten wissen wollen. Was übrigens seine (Lord Clarendon's) Behaup⸗ tungen über das Verhalten der französischen Regierung betreffe, so besitze er darüber Beweise, die er indeß jetzt nicht vorlegen wolle. Nachdem Lord Howden dies für gefährlich und dem guten Ein⸗ drucke, den die Debatte in Frankreich hervorzubringen geeignet sei, für nachtheilig erklärt hatte, wurde die Diskussion geschlossen.

Gestern wurden in beiden Häusern die irländischen Angelegen⸗ heiten zur Sprache gebracht. Die Debatte, im Oberhause von Lord Normanby, im Unterhause von Lord Russell angeregt, ist noch nicht beendigt und auf die nächsten Tage vertagt worden. Wir kom⸗ men morgen darauf ausführlicher zurück.

X London, 13. Febr. Das Verdikt der irländischen Jury hat meine Erwartungen gerechtfertigt und die Stellung der Regierung ungemein befestigt. Der große Kampf, zu welchem O'Connell die Gewalten des Staats und die Minister der Krone Englands heraus⸗ forderte, ist entschieden. Ein Verdikt des „Schuldig“ ist von einer Jury freier Irländer ausgesprochen worden, und dieser Ausspruch ist nicht so sehr ein Straf Erkenntniß für O'Connell als die richterliche Erklärung des Landes Gesetzes, daß es solche Demonstrationen, solche Sprache, solche Absichten, wie sie S'Connell offenbart hat, nicht dul⸗ den will und sie zu nnterdrücken die Macht hat. Das Gefühl der Zufriedenheit, das bei dem Empfang dieser Nachricht das Volk in England durchdringt, ist nicht das Gefühl eines Rachesieges über O'’'Connell, denn nach Allem ist für einen Mann, der nach der Zer stückelung eines Reiches gestrebt hat, ein paar Monate Gefängniß in einem bequemen, wohlversehenen Hause mit hohen Mauern eben keine sehr barbarische Strafe, sondern das Volk von England ist überaus erfreut darüber, daß ein solcher Schlag den ungeheuren Betrug ge⸗ troffen hat, welcher in den letzten Monaten über die Volks Gemüther in Irland eine unumschränkte Herrschaft gewonnen hatte. Vor Allem aber freut man sich, daß die Waffen, durch welche dieser Sieg erkämpft wurde, die alten, wohlbekannten, das Vertrauen des Landes besitzenden Waffen constitutionellen Ge⸗ setzes und öffentlicher Gerechtigkeit sind. Ohne Frage würde eine Regierung, welche durch solch eine Verbindung bedroht worden wäre, wie die Repealers sie bildeten, hinreichend gerechtfertigt erscheinen, wenn sie zu außerordentlichen Maßregeln ihre Zuflucht genommen und neue Waffen, um einem solchen Feinde zu begegnen, sich bereitet hätte. Das Parlament hätte solche Gewalt ohne Zaudern bewilligt, aber die Anwendung solcher Gewalt hätte das jetzige Resultat um die Hälfte seiner Vortheile gebracht. Ö'Connell ist auf dem Gebiete geschlagen, wo er sich am stärksten fühlte; er hat eine Niederlage er⸗ litten, wo er jedem Angriffe Trotz bot; und die arroganten Redens⸗ arten, mit welchen er seine zahlreichen Verletzungen des Gesetzes zu beschönigen suchte, sind der Kritik und dem Tadel von Seiten des Gesetzes selbst unterworfen worden.

Es ist nicht leicht, zu sagen, welche Folge das Verdikt in Irland haben wird. Vielleicht finden einige kleine Unruhen statt; indeß bin ich überzeugt, daß kein ansehnlicher Theil britischer Unterthanen sich jemals gegen die Entscheidung eines Gerichtshofes zur Rebellion er⸗ heben wird. Alle Streitkräfte der Armee, alle Entschließungen der vollziehenden Gewalt würden nicht eine gleiche Macht auszuüben im Stande sein, wie diese Entscheidung. Die Armee kann geschlagen, die vollziehende Gewalt dem Parlamente verantwortlich gemacht werden, aber das Recht ist sein eigener Dollmetscher, und dagegen einen Krieg erheben, heißt das Rechte durch das Unrechte bekämpfen. Es ist deshalb weniger Grund als jemals vorhanden, eine ernstliche Ruhestörung zu befürchten, denn das erste Aufbrausen der Leidenschaft über die getäuschte Erwartung wird gerade durch diejenigen, welche am meisten betheiligt sind, beschwichtigt werden. Bis zur Zeit aber, da das Urtheil ausgesprochen wird, werden O'’'Connell und seine Ka⸗ meraden auf Grund ihrer Bürgschafts Reverse in Freiheit bleiben, und dieser Zwischenraum wird gemäß der üblichen Formen des Ge⸗ richtshofes über zwei Monate dauern. Wenn nun Andere vielleicht für O'Connell aufgekommen sind, so ist er selbst die große Bürgschaft für das Volk Irlands. Er steht fortan unter dem Arm des Gesetzes; obwohl in Freiheit, hat er doch aufgehört, wirklich frei zu sein, und sein Verhalten wird er sehr vorsichtig seiner veränderten Stellung ge⸗ mäß einrichten. Kein Mensch ist weniger geneigt, seinem Schicksal zu trotzen, als er. Die Zeit, welche er für die Versammlung des irländischen Parlaments in College Green bestimmt hat, wird ihn sonach an einem anderen Platze finden, und die verzweifelten betrüglichen Täuschungen, die er seinen ungllcklichen leichtgläubigen Landsleuten bereitet hat, werden auf ihn zurückfallen. Die Trennung der Union war nicht möglich; O'Connell ist nicht allmächtig; die wirklich nationalen Institutionen Irlands, die Gerichtshöfe und die irländische Queens⸗ Bench haben an Ort und Stelle selbst ihr Urtheil darüber ausge⸗ gesprochen, und sonach wird über kurz oder lang das Phantom ver⸗ schwinden, außer der hartnäckigen Einbildungskraft derjenigen, welche durch falsche Versprechungen zu Hoffnungen angeregt und durch fal⸗ sches Feuer zur Leidenschaftlichkeit entzündet worden sind.

Bis zu diesem Augenblicke hat die Regierung ihre irländische Politik durch unleugbaren Erfolg gut gemacht. In Zukunft wird mehr erforderlich sein, und mehr wird gethan werden müssen, wenn wir nicht blos das Uebel ausrotten, sondern auch dafür das Gute pflanzen und sichern wollen.

O London, 13. Febr. Die Jury zu Dublin hat endlich, nach einem dreiundzwanzigtägigen Prozeß O'Connell und einige An⸗ dere fast all' der Hauptpunkte der Anklage, und die Uebrigen einige der wichtigsten schuldig befunden. Sie hat hiermit freilich nicht mehr gethan, als daß sie dasjenige in eidlicher Erhärtung ausgesprochen, wovon ein Jeder, sei er Freund oder Feind, im innersten Herzen überzeugt war nämlich daß O'Connell das, was er fordern zu können glaubte, auf rechtswidrigen Wegen zu erlangen gesucht hat; oder wenn es ihm (wie gar Viele glauben) mit der Erlangung der Repeal nicht Ernst war, er es so angestellt, daß das Volk einsehen und überzeugt sein solle, daß der Weg, den er einschlug, gesetzwidrig wäre, und er ihn den Gesetzen und der Regierung zum Trotze einge⸗ schlagen habe. Es war freilich immer, so lange er sich auf der poli⸗ tischen Bühne bewegt hat, dies seine Art, und er schien eine Art von Stolz darin zu setzen, daß er nicht nur selbst diese kühne Bahn unge⸗ straft verfolgen dürfe, sondern auf dieselbe auch eine ganze Nation füh⸗ ren könne. Und ein großer Theil des blinden Vertrauens, welches das Volk ihm schenkte, beruhte auf der hohen Meinung, die es vor seinen Gesetzkenntnissen hatte. Wenn nun diese Entscheidung auch keine andere Folgen haben sollte, als daß sie einigermaßen dieses Vertrauen erschüttert, so wäre schon viel damit gewonnen. Aber die Partei⸗ lichkeit hat keine Augen, wenn auch 12 vermögende Männer, und dabei Leute in verschiedenen Geschäften, und also um so eher verletzbar, aus Achtung vor ihrem Eide den Muth gezeigt haben, einen O'Con⸗ nell, im Angesichte einer für ihn schwärmenden Nation, für schuldig zu erkennen, wo eine Freisprechung sie zu Halbgöttern erhoben hätte.

Das Ministerium hat eine neue Bill für den Schutz der Fa⸗ brikarbeiter ins Unterhaus gebracht, womit Jedermann so zufrieden scheint, daß das zweite Verlesen ohne Widerspruch durchging. Na⸗ türlich hat sie es aufgegeben, etwas zu thun zu haben. stattet werde, irgend eine Schule zu besuchen, liefern zu lassen, daß für die Verbesserun liche Kinder und die dem Hause einen En Ferrand sich erhoben hat.

Jury ist endlich trag von Seiten der Krone zum 15. April verschoben.

mit der Erziehung der Jugend Sie sorgt nur dafür, daß den Kindern Zeit ver⸗ und sich Zeugniß dafür sie diese Zeit wirklich dafür benutzen. des Armenwesens, besonders in Bezug auf unehe⸗ Aufnahme von Unbehausten, hat Herr Graham twurf vorgelegt, wogegen bis jetzt nur der tolle Die technische Ausarbeitung der Entscheidung der und dieselbe entlassen worden. auf die Bestrafung der

Paris, 14. Febr. Madrid, 8. Febr. fehl des Chefs der am 5. Februar zu Eda von dem angegriffen und zerstreut worden. fangene abgenommen; die Rebellen

Kanonen zurückgelassen. Provinzen lauten günstig; überall ohne Widerstand b

Telegraphische Depesche aus Spanien:

Eine Kolonne Rebellen, die unter dem Be⸗ Bonet, Alicante verlassen General⸗Kommandanten in Murcia Man hat dem Feind 200 Ge⸗ haben ihre Gewehre und zwe Madrid ist ruhig; die Nachrichten aus de die Entwaffnung der National⸗Miliz wird

Insurrection,

** Paris, 14. Febr. Die Nachricht von dem Treffen bei ege eingetroffen ist, soll egleitet gewesen sein, welche das amt⸗ gefunden hat, einstweilen zu verschweigen. der General⸗Kommandant von Murcia nach strengen Vorschriften des Kriegs⸗Ministers über die Aufrührer sogleich in Ausführung gebracht hat, ntlichen gefangen genommenen Gefangenen dezimiren I bare Wirkung diese Vorgänge in Alic

welche gestern auf tele von gewissen Neben⸗Angaben b liche Abendblatt für gut Es scheint nämlich, daß seinem Siege die Behandlung der indem er die sämn und die gemeinen

graphischem W

Offiziere erschießen

ante hervorgebracht haben, ist Dagegen wissen wir, daß sich die aufrührerische ampfboots, „el Balear“, bemächtigt ahrzeug verwandeln zu lassen.

noch unbekannt. Junta dieser Stad hat, um dasselbe in ein Kriegsf⸗

Wenn die madrider N des Landes rühmen, so d Zweifel nur mit Hülfe der E man an allen be Dem Corresponsal zufolge, die National⸗Garden an aufgelöst werden.

Dem gestern erwähnten an die politischen Chefs ist welche die Provinz Madrid in Ausn zeitig hat der Gener Bando erlassen,

t eines Post⸗D

achrichten die Ruhe aller übrigen Provinzen man nicht übersehen, daß dieselbe ohne ntwaffnung der National⸗Garde, welche deutenderen Orten vorgenommen hat, aufrecht erhalten sollen wenigstens in Alt⸗Castilien allen Orten von mehr als 300 Einwohnern

Rundschreiben des Ministers des Innern am Sten die Verordnung gefolgt, durch ahmszustand erklärt wird. d, General Narvaez, einen endermaßen lauten:

„ihren Befugnissen sich den Verfügungen der obersten

al⸗Capitain von Madri Bestimmungen folg erschiedenen Behörden fahren fort t der Verbindlichkeit rovinz zu unterwe Es wird eine steh richtet, um gegen alle die öffentliche Nuhe ver marischen Wege zu verfahren.

Ohne Erlaubniß des gen, noch fliegende Blätter, noch übe öffentlicht werden.

Wer Waffen in nicht durch einen besonderen Erl binnen der ersten 24 Stunden n die bürgerliche Behörde abzuliefern. Das stehende bei Aufläufen und Tumulten zur Störung der öffentlichen liche Erlaubniß mit W

obzuliegen, jedoch mi Militair⸗Behörde der P ende Kriegs⸗Kommission ernannt und er⸗ e sich in irgend einer Wei

diejenigen, welch heit des Gesetzes auf

gehen, in Gemäf kurzem sum politischen Chefs dürsfen weder Zeitun thaupt Schriften irgend einer Art ver

seinem Besitz hat, zu deren Gebrauch e aubnißschein ermächtigt ist, hat dieselben der Veröffentlichung dieses Bando an 8

Kriegsgericht verurtheilt alle diejenigen, welche ertappt werden, welche auf irgend eine Weise Ruhe beitragen, welche sich ohne di affen betreten lassen, welche ausstoßen, welche aufrührerische Schriften drucken ode die Soldaten zu verführen suchen. Wer den vorstehenden Anordnun von den Wachen und Runden und v der stehenden Kriegs⸗Kommission gestellt. gen den ist jeder Gebrauch der Waffen erla Die Oppositionsblätter h mit welchem ihre Existenz unvereinbar ist, zu erklären, daß sie ihr Erscheinen bis auf der ministerielle Befehl über die Verhängun standes und dessen Wirkungen ihnen keine freie Bewe laube. So haben namentlich das Eco del C tador, der Moscardon und die T

aufrührerisches Geschrei r vertheilen, und welche

gen zuwiderhandelt, der wird zur Verfügung n versucht, ge⸗

on den Gerichtsdienern Wer zu entwische

aben die Verkündigung dieses B gar nicht abgewartet, um Weiteres einstellen, weil gerungs⸗Zu⸗ egung mehr er⸗ omercio, der Espec⸗ arentula aufgehört, zu er⸗

g des Bela

Der Espectador giebt in seiner vorletzten Nummer Artikel, welcher weiter geht als Alles, nien bis jetzt geschrieben und gesagt hat gegen den Thron und gegen die

„Der Bau“, sagt der Espectador, „den die Gemä ses Namens wenig würdig sind, so fest glaubten, ten errichtet hatten, dieser Bau wankt und wird Wie haben sich diese Unsinni⸗ Spanien von 1844 ihr willkuͤrliches Verf⸗ ten diese rasenden Thoren glauben, teurern sein Haupt beugen Bajonette nicht den Tyrannen zu Lehen. sich eine Gelegenheit dazu darbietet, schen Soldaten mit Energie gegen die Schmach, ten anthun wollen, indem sie ihnen zumuthen, sich zu H und zu Häschern der aus Frankreich Königliche Dekret,

was die Opposition in Spa⸗ „denn er ist offenbar geradezu Monarchie gerichte ßigten, die die⸗ weil sie ihn auf Bajonet⸗ beim ersten Windstoß zu⸗ gen einbilden können, daß das ahren dulden werde? Wie konn⸗ daß Spanien vor namenlosen Aben⸗ werde? Die spanischen Soldaten Blickt nach Alicante

sammenstürzen.

und Carta⸗ protestiren die spani⸗ welche ihnen die enkern der Liberalen eingeführten Polizei herzugeben. Das an dem Aufstande zu Isabella her. daß sie rings um

welches befiehlt, alle Theilnehmer erschießen, dies Dekret rührt nicht von der Königin nigin kann ihren Thron nicht dadurch befestigen w denselben die verstümmelten Leichname ihrer Unterthanen es ist nicht die Hand unserer jungen Köni Nimmermehr hat ein solcher Gedanke eines jungen Mädchens, in das Herz einer erhabenen Könt O, wenn wir glaubten, daß dem nicht so w zeugen müßten, daß jenes Herz eine verh hat, dann würde unsere Aufgabe eine g. wir wieder nach der Flinte greifen und lieber sterben, der Freiheit mit ansehen, alsdann würden wir eine une herbeiwünschen, um wenigstens sterbend zornes das königliche Diadem auf Der Heraldo glaubt in die vollständige Rechtfertigung der au gegen die Presse zu finden. „Diejenigen“, sagt er, „welche sich über vie des Verfahrens der Regierung bellagen, Die verbrecherische Sprache dieses Blattes ist dessen, was geschieht. Der Espectador app den Verrath, er preist unseren Soldaten das er erfrecht sich zuletzt sogar, Erbe der Schuld ihres Vaters der Revolution ihr Diadem auf ihrem Haupte in mehr, um die Strenge der Regierung zu recht

in, welche das Blut der sich in das Herz w gin einschleichen nicht so wäre, wenn wir uns über⸗ angnißvolle Erbschaft überkomme sein, alsdann würden als den Leichenzug rbittliche Revolution zu sehen, wie der Blitz des Volks⸗ ihrer Stirn in Asche verwandelte.“ 8

ser Sprache des Espectador die ßergesetzlichen Regierungs⸗Maßregeln

nier vergießen will.

Strenge und den Nachdruck

gen den Espectador lesen.

die beste Rechtfertigung alles

ellirt an den Aufruhr, er lobt

Beispiel der Empörer an, und

n Hohn zu sprechen, ihr das . u wünschen, daß bie Bli⸗ 3

sche verwandele. Bebass 59

rtigen und die Plane der Ansbub

unserer Königi aufzubürden