sich auf den Umgang mit
Genthen v wurden, allein zu spät, als daß Herr Olozaga
n h g P 8 i kon te. r
it d do mals ab ehenden aketböte abreisen 0 nt 8 8 — nut dem e. 9sten nach England abgehenden Dampf⸗ wir
boote thun. Febr er Oloz ist mit dem heute nach Nom 29. Februar. Herr O ozaga reist - n Enalond abgehenben Dampfschiffe „Pascha“ dahin ab. Man 8., vch einiges Näͤhere über das gegen denselben von den portugiesischen 8* rden eingeschlagene Verfahren. Als ihm der Befehl zugekom⸗ — ar, binnen einer Stunde nach dem ihm damals bestimmten zu Cintra abzugehen, schrieb er an den Minister des
ufenthaltsorte z b 1— Facmgrigen, Herrn Gomez de Castro, und bat ihn um einen Paß nach Gibraltar. Der Minister antwortete ihm aber nicht, sondern
ließ ihm durch einen Beamten des Ministeriums sagen, er habe sich in Betreff seines Passes an das Polizei⸗ Büreau zu wenden. Die Erbrechung seiner Schränke und die Durchsuchung seiner Papiere fand, wie man sagt, auf Verlangen der spanischen Regierung statt, welche wahrscheinlich darin Aktenstücke vermuthete, die als Schuldbe⸗ weise gegen die zu Madrid verhafteten Progressisten, seine Freunde, hätten dienen können. Allein man fand durchaus nichts, das ihn oder onst Jemand hätte kompromittiren können. Auch das in seinem Be⸗ sitze gefundene Geld wurde gezählt und gleich seinen anderen Effekten unter Siegel gelegt. Herr Olozaga hat stets gegen die Anschuldi⸗ gung sich verwahrt, als habe er auch nur im Mindesten sich in die politischen Angelegenheiten Portugals gemischt, oder bei den hier aus⸗
gebrochenen Wirren irgend die Hand im Spiele gehabt.
Sriechenland.
München, 7. März. Außer den Briefen von Landsleu⸗ ten hat uns die jüngste griechische Post auch verschiedene Mittheilun⸗ gen aus griechischen Quellen gebracht. Auf diese möchte durch⸗ schnittlich ein größerer Werth gelegt werden dürfen, als auf die Zeitungs⸗Berichte, welche meistens, als desto unselbstständig und jediglich vom Parteigeist geleitet erscheinen. Unter Anderem lesen wir in einem Briefe, daß Ihre Majestäten, König Otto und seine hohe Gemahlin, sehr zuruͤckgezogen leben und der König sich fast ausschließend den Staats⸗Geschäften widmet, während die Königin ihren nächsten Umgebungen beschränkt. Selbst anwesende Fremde scheinen nur selten die Ehre einer Vorstel⸗ lung bei Hofe zu erlangen. Desto häufiger wurden die Gesandten, vorzugsweise aber die beiden noch anwesenden Vertreter der Schutz⸗ mächte, von dem Könige empfangen.
Ueber die letzten Sitzungen der National⸗Versammlung erhalten wir nachträglich auch noch einige Berichtigungen. Koletti's Einfluß würde bei dem immer allgemeineren Widerwillen gegen Maurokorda⸗ tos unbestritten ein höchst bedeutender sein können, zöge es derselbe nicht vor, sich von Allem thunlichst fern zu halten. Nach einer An⸗ deutung aus sehr guter Quelle scheint es, als wolle Kolettis zu⸗ sehen, wie sich Metaxas für alle Zukunft und Maurokordatos für die nächste unmöglich machen, um dann einen desto kräftigeren, un⸗ getheilteren und unangefochteneren Einfluß üben zu können. Uebri⸗ gens wird bemerkt, daß eine gewisse Unzufriedenheit, welche von Sei⸗ ten der Herren Repräsentanten Englands und Frankreichs über den Gang der Verhandlungen in der National⸗Versammlung gegen die
Herren Kolettis und Maurokordatos ausgesprochen, dem Minister⸗ Präsidenten neue Vortheile in seiner Stellung gewährt habe, indem man angenommen, Metaxas sei es, durch dessen Bestrebungen die
Zusagen Kolettis; und Maurokordatos' vereitelt worden wären.
Nicht unbeachtenswerth ist, daß es viele Griechen bereits offen gestehen, die Verfassung, wie sie aus dem Schoße der National⸗Ver⸗ sammlung hervorgehen werde, könne nur als ein einseitiges Werk an⸗ gesehen werden, und es bedürfe dieselbe, um der Sanction fähig zu werden, vor Allem einer Revision durch den König.
Man ist hier stolz auf die Art und Weise, wie König Otto die ihm von Gott anverttkaute Mission bis jetzt erfüllt hat, und man kennt nur noch den Wunsch, es möge ihm unter der Hülfe von Oben und seiner Alliirten gelingen, das hohe Werk zu Ende zu brin⸗ gen, um sich desselben noch zu einer Zeit freuen zu können, wo die Stürme der Gegenwart längst vergessen und die jetzt noch frischen Wunden sämmtlich vernarbt sein werden. 111X1AXAX“
Eheei v8
Konstantinopel, 21. Febr. (Oest. B.) Der Sultan hat eine allgemeine Volkszählung für die Hauptstadt angeordnet, die be⸗ reits ihren Anfang genommen hat.
Am 18ten veranstaltete der Minister der auswärtigen Angelegen⸗ heiten, Rifaat Pascha, ein Gastmahl, zu welchen, außer den Chefs der bei der ottomanischen Pforte beglaubigten Gesandtschaften, auch die hier anwesenden Müschire, so wie die vorzüglichsten Pforten⸗Beamten, geladen waren.
„Die neueste Nummer der Türkischen Staats⸗Zeitung ent⸗ hält eine Bekanntmachung, welcher zufolge ein ottomanisches Dampf⸗ boot die regelmäßige Verbindung der Hauptstadt mit Gemlik, Niko⸗ medien, Silivria, Banderma und Rodosto im Meere von Marmara herstellen wird. Ein anderes Dampfboot ist bestimmt, die tägliche Communication mit den vorzüglichsten Punkten der europäischen Seite des Bosphors zu unterhalten. Die vom 29. Moharrem 1260 (19. Februar d. J.) datirte Bekanntmachung lautet folgendermaßen:
„In Betracht des großen Handels⸗Verkehrs zwischen Konstantinopel und den Häfen von Gemlik, Nikomedien, Banderma und Rodosto, hatte man den Gedanken gefaßt, ein Dampfschiff zur Befahrung dieser Linien zu bestimmen, und so alle Gefahren, welche mit dem Transporte der Waaren auf ven bisher benutzten kleineren Schiffen verbunden sind, zu beseitigen. De bhegierung holte über diesen Gegenstand die Meinung der dortigen
al⸗Behörden ein, welche die Vortheile, die aus einer solchen Maßregel entspringen würden, vollkommen bestätigten.
8s b 89 am Bosporus wohnenden Unterthanen Sr. Hoheit stell⸗
vs EEö11 Hindernisse heraus, welche sich nicht selten
Ueberfahrt nach Kb stc ete oder andere Umstände dringend gebotenen
welchen selbst 9. vg. entgegenstellen. Zuweilen herrschen Stürme,
scheinlicher Gefahr sich ane oder sogenannten Basar⸗Kaike nur mit augen⸗ das von Beitesg e heausseten können. Ja erst kürzlich geschah es, daß scht ssos kommende Basar⸗Kaik vor dem Palaste von Topkapu um⸗ ga ale zarin besändlichen Personen eine Beute der Wellen geworden blicklich Leute zu h. hhan ahn 854 M vu zweckmäßig waͤre, eines von . t. 8 entschied daher, daß es
ur Vefahrung des Bosporus ve beap reichen Dampfschiffen des Arsenals
Vorträge an d vorus zu bestimmen. Es wurden somit die betref⸗
Leruhte. ge an den Sultan gemacht, welcher dieselben zu genehmigen
enholge desen wunde das großherrliche Dampfboot „Missiri bahri“
du sahren, und 88 den oben genannten Skalen des Marmora⸗
nach Gemäit acdrech ar in solgender Weise: Jeden Montag früh wird wieder hierher zurüch. Pen; dort bleibt es eine Nacht und kommt Diensta
es Tags darauf wied; Donnerstag früh geht es nach Nikomedien, von woh 8
8nc Sütera Bance eonantgnohes eintrift; Sonnabend endlich fährt
(schönes Werk)
1412
“ Ostindien und China. 1 Bombay, 1. Febr. Die Provinz Gwalior ist der Schauplatz blutiger Ereignisse gewesen, die indeß einen friedlichen Ausgang ge⸗ nommen haben. Die Anträge der britischen Regierung, welche darin bestanden, daß Gwalior die Kosten ersetzen sollte, welche die Herstel⸗ lung der Ruhe den Engländern verursacht hat, zu deren Garantie eine Strecke Land den britischen Truppen eingeräumt worden, scheinen das Volk zum Widerstande gegen das Anrücken der englischen Truppen angeregt zu haben. Als die englische Armee unter General Gough vorrückte, wurde sie am 26. Dezember von den Maharatten, welche eine feste Stellung bei Gwalior eingenommen hatten, ange⸗ griffen. Die Feinde indeß, obwohl 18,000 Mann stark, darunter 3000 Reiter und 100 Geschütze, während die Engländer nur 14,000 Mann Infanterie, 3000 Mann.Kavallerie und 40 Geschütze hatten, wurden am Dosten in zwei Schlachten mit großem Verluste geschlagen. Die Feste Gwalior wurde unmittelbar nach dem Siege übergeben; die Häupter der Palast⸗Verschwörung waren schon früher den Engländern ausge⸗ liefert worden, und die sogleich erlassenen Proclamationen, welche dem Volke verkündeten, daß die Engländer keinesweges das Land in Be⸗ sitz zu nehmen gedächten, sondern nur die früheren Stipulationen er⸗ füllt sehen wollten, beruhigten das Volk. Man will sich nur soweit in die inneren Angelegenheiten des Maharatten⸗Staates einmischen, als zur Erhaltung der Ruhe desselben nothwendig scheint; 7 englische Infanterie⸗ und 3 Kavallerie⸗Regimenter mit reitender und Fuß⸗ Artillerie soll Gwalior einnehmen und verpflegen. Der General⸗ Gouverneur, welcher am 29. Dezember thätigen Antheil an dem Kampfe genommen, ist am 23. Januar nach Kalkutta abgereist; der General Gough hat sich mit den übrigen Truppen an die Gränze zurückgezogen, und Alles scheint so ruhig, als ob gar kein Kampf stattgefunden hätte.
Der Krankheitszustand in Sind hat sich etwas gemildert; aber der größte Theil der Truppen leidet noch immer an Fieber und Dyssenterie. Das Land ist ruhig, doch spricht man von einer Ver⸗ einigung des Shire Mohammed, des geflohenen Emirs, mit dem den Engländern treulos gewordenen Ali Murad. Ein ärztliches Comité ist ernannt worden, welches die Ursachen der Krankheit untersuchen soll, die hauptsächlich der schlechten Atmosphäre, welche die Ueber⸗ schwemmung verursacht, zugeschrieben werden.
Aus China wird nichts von Interesse gemeldet. Die Nachrich⸗ ten reichen bis zum 28. Dezember. Capitain Brooke ist der Träger des Supplementar⸗Vertrags zwischen England und China, und be⸗ giebt sich mit dieser Post nach London.
Eisenbahnen.
Soest, 7. März. (W. M.) Zur Hamm⸗Werler Eisenbahn sind bis jetzt 218,100 Rthlr. (darunter 70,000 Rthlr. von drei ber⸗ liner Häusern) gezeichnet.
Köln, 8. März. (W. M.) Aus dem Berichte des Administra⸗ tions⸗Raths der Köln⸗Mindener Eisenbahn⸗Gesellschaft ergiebt sich, daß der Ausgaben⸗Etat für das laufende Jahr, was die eigentlichen Baukosten angeht, nur auf 2,272,560 Rthlr. festgesetzt ist. Man hatte gehofft, daß ein kräftiges und gleichzeitiges Angreifen des Baues an mehreren Punkten erfolgen und die Bahn in 2—3 Jahren vollendet sein werde; jetzt hört man aber, daß dazu 4—5 Jahre erforderlich
sein dürften.
* * Frankfurt a. M., 8. März. Die Erdarbeiten an der Main⸗Neckar Eisenbahn haben seit Anfangs dieser Woche in dem diesseitigen Waldgebiete jenseits des Mains einen raschen Anfang ge- nommen. Es sind vorerst cirea 500 Mann beschäftigt. Da der Wald sehr hoch liegt, muß das Terrain
oft nahe an 30 Fuß abge⸗ tragen werden. Unser Eisenbahnbau⸗Comité soll billige Akkorde ab⸗ geschlossen haben, dagegen stellen die Güterbesitzer daselbst sehr hohe Preise, im Durchschnitt 12,000 Fl. für den Morgen Land. Die Gerüchte, daß die Ausmündung der Main⸗Neckar Eisenbahn in Baden eine Aenderung erfahren werde, bedarf noch sehr der Bestätigung, doch wird der Gegenstand in der badischen Abgeordneten⸗Kammer ge⸗ wiß in oppositionelle Anregung noch weiter kommen. Von dem Bau einer Eisenbahn von dem Bade Soden nach der Taunus⸗Eisenbahn bei Höchst ist es wieder ganz stille geworden. Berlin-Potsdamer Eisenbahn. In der Woche vom 5. bis incl. den 11. März c. fuhren 7 Berlin-Potsdamer Eisenbahn 5284 Personen. Im Monat Februar c. sind auf der Berlin-Potsdamer Eisenbahn 20,057 Personen gefahren und betrug die Einnahme 8517 Rthlr. 20 % Sgr.
der
Berlin-Frankfurter Eisenbahn. In der Woche vom 3. bis 9. März 1844 sind aul
Frankfurter Eisenbahn 4704 Personen befördert worden.
der Berl. in-
Berlin-Stettiner Eisenbahn. Frequenz in der Woche vom 3. bis incl. 9. März 1844 3502 Per- sonen.
Handels- und Börsen-Uachrichten.
Berlin, 12. März. An heutiger Börse stellten sich viel Verkäufer für alle Quittungsbogen ein, wodurch die Course sich drückten, indeß nahm der Begehr darnach sehr bald wieder zu, in Folge dessen sämmtliche Effelten höher gingen und angenehm schlossen. — Von Actien waren Stettiner pro Cassa gesucht; in den übrigen Fonds kein großer Umsatz.
Marktpreise vom Getraide. Berlin, den 11. März 1844.
Zu Lande: Weizen 2 Rthlr. 4 Sgr. 10 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 11 Sgr. 5 Pf., auch 1 Rthlr. 10 Sgr. 10 Pf.; kleine Gerste 1 Rthlr. 1 Sgr. 10 Pf., auch 1 Rthlr.; Hafer 24 Sgr., auch 21 Sgr.
Zu Wasser: Weizen (weißer) 2 Rthlr. 10 Sgr. 10 Pf., auch 2 Rthlr. 7 Sgr. 2 Pf. und 2 Rthlr. 3 Sgr. 7 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 14 Sgr. 5 Pf., auch 1 Rthlr. 13 Sgr. 2 Pf.
Sonnabend, den 9. März 1844.
Das Schock Stroh 7 Rthlr., auch 6 Rthlr. Der Centner Heu 1 Rthlr. 5 Sgr., auch 22 Sgr. 6 Pf.
Stettin, 11. März. (B. N. d. O.) Getraide. Von Weizen ist seit Freitag eine Partie alter 130/131pfünd. gelber schlesischer auf Liefe⸗ rung zu 58 Rthlr. gekauft worden, was völlig so hoch als vorher bezahlt ist. Dagegen ist eine Partie letztjähriger 126/127pfünd. (88pfünd.) gelber schlesischer neuerdings etwas billiger, und zwar zu 51 Rthlr., begeben wor⸗ den, worüber hinaus nicht dafür zu machen war. An unserem Landmarkt hat sich Weizen seit Freitag völlig behauptet und in einzelnen Fällen, in Folge schwacher Zufuhr, selbst ein wenig mehr noch bedungen. Roggen ganz stille, in loco 34 à 35 Rthlr. nach Qualität, auf Lieferung im Früh⸗ jahr 33 ½ Rthlr. zu haben. Auch für Gerste und Hafer zeigt sich noch keine neue Kauflust wieder, und wird auf Lieferung 105/106pfünd. schlesische Gerste zu 28 Rthlr., pommerscher Hafer von 50/52 Pfd. pr. Scheffel zu 18 ¼ Rthlr. erlassen. Erbsen, besonders große, bleiben gefragt, sind aber wenig zu haben.
Landmarkt vom 9ten d.:
Erbsen.
bestimmt. Jeden Abe in das Dampfscht ’ . nd wird es bei ift Essesihair“ giere ans d er; xg- 8 e. 8 rI 8 Lo un bvort die betreffend 8 wo es die Nacht zubringt, ahrt dis nach Sensen Hahle ens, mit abermaliger
Berührung der genannten d üh Mor 5 pel steuern wird.“
Weizen. Roggen. Gerste. 8 Zufuhren... 16 20 16 4 Wsp. Preise
. 50 54 34 36 25 à 27 16 3 18 34 3 36 Rthl. Säe⸗Leinsamen, wovon in loco nur noch wenig zu haben ist, wird eiwas höher gehalten, rigaer 7 ¼ à 8 Rthlr.
Spiritus aus erster Hand zur Stelle 25 ½ — 25 %. Es ist auch in den
letzten egen zu verschiedenen Preisen gehandelt und der Durchschnittspreis 70
auf 25 ½ % anzunehmen.
Rüböl in loco 10 ½ Rthlr. Briefe, pr. März 10 ½ Rthlr. bezahlt, pr. September, Oktober 11 ¼ Rthlr. bezahlt.
Köln, 8. März. Rüböl stille; pro Mai 27 ½; pro Okt. 29 Rthlr.
Magdeburg, 9. März. Höchster und niedrigster Getraide⸗Marktpreis
pro Wispel: Weizen: 49 — 38 Rthlr. Gerste: 30 — 28 ½ Rthlr. Hafer: 19 — 18 »
Roggen: 36 — 34 »
Paris, 7. März. Die Geschäfte an der Börse waren heute lebhaft
und sehr ansehnlich, besonders in 5pCtge. Rente; dieser Fonds hatte gestern zu 124. 50 geschlossen; man löste den Coupon ab, was ihn auf 122 stellte; starke Verkäufe drückten ihn auf 121.60; doch zog die Notirung später wie⸗ der an und schloß zu 122.40. Die 3 pCtge. Rente ist um ein Weniges gestiegen. Die Spekulanten sind von dem panischen Schrecken zurückge⸗ fommen; man glaubt vorerst noch nicht an die Konvertirung; die Minister sollen so sehr gegen eine Maßregel der Art sein, daß sie vielmehr eine neue Anleihe vorschlagen wollten.
öo1414144“44“4*“*— Den 12. März 1844.
e.
Cour. Geld. Gem.
Pr. Brief.
Pr. Cour. Brief. Geld.
Fonds. ’8 Actien.
St. Schuld-Sch. 3 ½ Pr. Engl. 0bl. 30. 4 Präm Sch. d. Seech. Kur- u. Neuwärk.
Brl. Pots. Eisenb. 169 ½ do. do. Prior. Obl. Mgd. Lpz. Eisenb. do. do. Prior. Obl. Brl. Anh. Eisenb. d0. do. Prior. Obl.] Düss. Elb. Eisenb. do. do. Prior. Obl. Rhbein. Eisenb. do. do. Prior. Obl. do. v. Staat garant. 8 3 Brl. Frankf. Bisb. d0. do. Prior. O bl. 4 0 b.-Schles. Eisb. 4 do. Lt. B. v. eingez. — B.-St. E. Lt. A u. 1— Magd.-IHalbst. E. 4 117 à 118
Bresl- Schweidn.-
Freihgx. Risenb. 4 124 2
101 ½ 101 90
100 ⅔
103 194 ⅔ 103 ¾
’
100 101 48
Schuldverschr. Berl. Stadt-Obl. Danz. do. in Th. — Westpr. Pfandbr. 3 ½ 100 ½¼ Grossh. Pos. do. 4 105 ¼
do. do. 3 ½ 100 ¼ Ostpr. Pfandbr. * „ 103 40o. 3; 101 3 ½ 101½ 3 ½ 100 ½
3;
32 3 * 103²
93 ⅔ 99 ½ 89
Pomm. Kur- u. Neum. do. Schlesische do.
Gold al marco. — Friedrichsd'or. 8 13 ⁄% And. Gldm. à 5 Trb. — I15 Disconto. — 8, 18 4
31 13 12 1½⅔
Pr. Cour. Thlr. zu 30 Sgr. Brief. Geld.
142 ½ 141 ¾ 150 ¾ 149 ½ 24 ¼ 8037, 104 ¼ 102 ½ 99 ½ 100 99 99 ½ 99 ¼ 26 56 22 107
Wechsel-Cour s.
Kurz 2 Mt. Kurz 2 Mt. Mt. 6 Mt. Mt. Mt. Mt. Tage
250 PFl. 250 Fl. Ilamburg . 300 Mk. 300 Mhk. London 1 Lst. 11“ 300 Fr. ,681“ 150 Fl. Augsburg Fl. Thlr. Thlr. 2 Mt. Fl. 2 Mt.
n. 6 242 101⁄ Hreslan 99
Leipzig in Courant im 14 Thl. Fuss..
56
Frankfurt a. M. W2Z „ 10775
Petersburg 11““ SRbl. 3 Woch. Auswärtige Börsen. Amsterdam, 8. März. Niederl. wiekl. Sch. 56 ¼½. 5 % Span. 22. 3 % do. 36 ¼. Pass. 6 ½. Ausg. Zinsl. Sch. —. Pol. Oesterr. 109 ½¼. 4 % Russ. Hope 91 1c. Antwerpen, 7. März. Ziusl. Neue Aul. 21 4¾. Frankfurt a. M., 9. März. 5 % Met. 113 ½. Bank-Aetien 2008. ohne Div. p. ult. 2009. Bayr. Bank-Actien 691 G. Hope 90 ¾¼ G. Stiegl. 9⁰ ⅔e G. lut. 55 ½. Poln. 300 Fl. 94 ½ G. do. 500 Fl. 98 ½ G. 4do. 200 Fl. 32 ½ G. Paris, 7. März. 5 % Rente fin cour. 122. 40. 3 % Rente äu cour. 82. 50. 5 % Neapl. au compt. 102. 30. 5 % Span. Rente 34. Pass. 6. Wien, 8. Marz. 5 % met. 111 %4. 4 % 100 ½. 3 % 77 ⅛. 23 % —. Anl. de 1834 —. de 1839 129 ½. Bank-Actien 1635. Nordb. 140 ½¼. Gloggn. 112 ½. Mail. 108 ⅔. Livorn. 100 ⁄. Pesth. 104 5⅛.
5 % do. 100 ¼. 7 ½%. Preuss. Pe.
Königliche Schauspiele.
Mittwoch, 13. März. Die Insel der Liebe. Portrait der Geliebten.
Donnerstag, 14. März. spiel in 5 Abth., von Shakespeare, übersetzt von H. Voß. einstudirt.) (Herr Döring: Jago, als Gastrolle.)
Freitag, 15. März. Die Hugenotten. (Mad. Schröder⸗-Devrient: Valentine, als Gastrolle.)
Preise der Plätze: Ein Billet zum Balkon oder einer Loge des ersten Ranges 1 Rthlr. 10 Sgr. ꝛc.
Sonnabend, 16. März. Im Konzertsaale: St. Cyr.
Im Schauspielhause: Dans la salle sentation extraordinaire: abonnement retraite de Madame Saint-Aubin. Le b de: 1) La première représentation de: Bruno le fileur, vaude- ville nouveau en 2 actes, par MM. Cogniard fréres. 2) La première représentation de: Arthur, ou: Seize ans aprés, drame- vaudeville nouveau en 2 actes, par MM. Dupeuty et Fontan. (Dans cette pièce Madame Saint-Aubin paraitra pour la der- nière fois dans le. rle de Marie.) 3) La premieère représen- tation de: Mlle. Dangeville, vaudeville-comique en 1 acte, par MM. de Villeneuve et de Livry.
Billets zu dieser Vorstellung sind von Donnerstag, den 14ten d. M., an, täglich von 9 bis 2 Uhr, in der Wohnung der Mad. Saint⸗Aubin, Französische Straße Nr. 60, zu haben. 2
Die resp. Abonnenten werden ersucht, bis Freitag, den 15ten d., Mittags 12 Uhr, über Beibehaltung ihrer Billets sich gefälligst er⸗ klären zu wollen, im Nichtfalle alsdann diese anderweitig verkauft werden.
Königsstädtisches Theater Mittwoch, 13. März. (Italienische Opern⸗Vorstellung.) erstenmale wieberholt: II Giuramento. Opera in 3 Atti.
1 Maestro Mercadante-. 8 ngaee 14. März. Vorstellung von Professor Döbler's optischen Nebelbildern, wie sie in neuester Zeit in der Königlichen Politechnik zu London unter dem Namen: Dissolving Views ge⸗ zeigt worden. Vorher: Der Lügner und sein Sohn.
1
Reise nach Spanien.
Vorher: Das
Othello, der Mohr von Venedig, Trauer⸗ (Neu
Die Fräulein von
de la comédie. Repre- suspendu: Bénéfice de spectacle se composera
Zum Musica
Oeffentliche Aufführungen. Mittwoch, 13. März, Abends 6 Uhr, in der Sing⸗Akademie: Die Passions⸗Musik nach dem Matthäus von J. S. Bach. Einlaß⸗ Karten à 1 Rthlr. zu numerirten Sitzplätzen sind beim Hauswart der Sing⸗Akademie zu haben. 8
Verantwortlicher Redacteur Dr. J. W. Zinkeisen.
Deckerschen Geheimen
Gedruckt in der ber⸗Hofbuchdruckerei.
richtung eines Lese⸗Vereins zusammen.
Und: Eine
fend, sachverständig das Wohl des Allgemeinen und
*
. fnn Jhan
—
——
111““ 3 C111““ e
eilage zur A
llgemeinen Preußischen Zeitung.
. 1“
Mittwoch den 13 en
Inhalt.
Deutsche Bundesstaaten. Bapern. München. Reiches Ver⸗
35 an eine milde Stiftung. — Grh. Hessen. Butzbach. Lese⸗ erein.
Oesterreichische Monarchie. Venedig. Sturm und Schneefall. — Unglücksfälle auf dem Meere.
Italien. Schreiben aus Sicilien. (Die Konversion der Renten; beab⸗ sichtigte Errichtung eines Handels⸗Ministeriums; Literar⸗Notiz.)
Central⸗Amerika. Schreiben aus Paris. (Neuestes aus Mexiko und Texas.)
La Plata⸗Staaten. Schreiben aus Paris. (Angeblich nahe bevor⸗ stehender Fall von Montevideo.)
Zur vergleichenden Statistik des Handels der Vereinigten Staaten von Nord⸗Amerika.
Ausland. Deutsche Bundesstaaten.
Bayern. München, 5. März. Das Regierungsblatt Nr. 11 vom 4. März enthält eine Bekanntmachung, wonach der in München verstorbene Advokat Hermann von Patz die Pensions⸗ Anstalt für die Wittwen und Waisen der Advokaten des Königreichs zum Universal⸗Erben seines in 270,319 Fl. verzinslichen und 24,565 Fl. unverzinslichen Kapitals besteheuden Vermögens eingesetzt hat. Es wird dies zu ehrendem Andenken des Erblassers auf Aller⸗ höchsten Befehl mit dem Bemerken bekannt gemacht, daß die Erb⸗ schaft dem Central⸗Ausschuß der Anstalt bereits gerichtlich übergeben ist. In Folge dieses bedeutenden Vermögens⸗ Zuwachses hat Se. Majestät der König eine Erhöhung der Pensionen für die Hinter⸗ lassenen der Advolaten und des Functions⸗Gehaltes für den Rech⸗ nungsführer der Anstalt genehmigt. Künftig wird die Jahres⸗Pen⸗ sion einer Wittwe mindestens auf 150 Fl. und höchstens auf 250 Fl. regulirt und die Pension einer einfachen Waise auf den dritten Theil, jene einer Doppel⸗Waise auf die Hälfte der Wittwen⸗Pension fest⸗ gesetzt, in Folge dessen die aus der Advokaten⸗Wittwen⸗ und Waisen⸗ Pensions⸗Kasse zu zahlende 2 auf 150 Fl., einer einfachen Waise von 21 auf 50 Fl. und einer Doppel⸗Waise von 36 auf 75 Fl. vom 1. April d. J. an, endlich der Gehalt des Rechnungsführers von 350 Fl. auf 600 Fl. jährlich, vom 1. Oktober 1843 an, zu erhöhen ist.
Grh. Hessen. Butzbach, im März. (Gr. H. Z.) Am 2. Januar v. J. trat eine Anzahl hiesiger Bürger, denen sich die Geistlichkeit, die Lehrer und einige Staatsdiener anschlossen, zur Er⸗ Die Pflege einer echten Volksbildung sollte Zweck desselben sein, eine geeignete Bibliothek, die unveräußerliches Eigenthum der Stadt Butzbach bliebe, das Mittel werden, diesen Zweck zu erreichen. Der Gemeinde⸗Rath nahm die Schenkung an und räumte zur Aufstellung der Bibliothek in dem Rathhause einen Saal ein, in welchem die Bücher von den Lesern zur bestimmten Zeit abgeholt und wieder dahin gebracht werden soll⸗ ten. Nach eingelangter höchster Genehmigung trat die Anstalt im April v. J. ins Leben und zählte an Einheimischen und Benachbarten
bald gegen 80 Theilnehmer; die Lehrer des Bezirks verpflichteten sich
sämmtlich zur Theilnahme; gegenwärtig sind die Geistlichen der um⸗
liegenden Orte gleichfalls ohne Ausnahme Mitglieder, und die Zahl
derselben ist bereits auf hundert gestiegen. Die vorhandenen Geld
mittel beliefen sich nach einer durch Actien gemachten Kapital⸗Auf⸗
nahme von 180 Fl. mit den Beiträgen der Mitglieder auf 260 Fl. Oesterreichische Monarchie.
Venedig, 28. Febr. (A. Z.) Die Stürme, welche auf dem
adriatischen Meere sonst erst um die Zeit des Aequinoctiums sich ein⸗
zufinden pflegen, fangen in diesem Jahre früh an, die Handelswelt mit Besorgniß zu erfüllen. Auf der Höhe von Ankona sind dieser Tage zwei Segelschiffe, mit Eisen beladen, zu Grunde gegangen. Die Mannschaft und die wenigen Passagiere sind mit dem nackten Leben davongekommen. Indem ich dieses schreibe, wüthet der Libeccio (Südwest-Wind) in und außerhalb der Lagunen auf eine Weise, die Alles vor weiteren bösen Berichten zittern macht. Heute haben wir
den ganzen Tag Schneegestöber in aller Form eines transalpinischen
Winters, und die großen weißen Flocken, uns Deutschen eine so ge⸗ wöhnliche Erscheinung, machen den Italiener, besonders den Grund⸗ Eigenthümer, der sonst zu Ende Februars Alles auf seinen Besitzungen in Bewegung zu setzen pflegt, ganz übellaunig, und nicht ohne Ban⸗ gigkeit sieht er seine Zeitrechnung auf einmal hinausgerückt. Dafür hatten wir aber auch den ganzen Winter hindurch beinahe ununter⸗ brochen heiteres, sonnenhelles Wetter, und es steht zu hoffen, daß dieses die letzten Launen der strengen Jahreszeit sein werden. Zum erstenmal nach langer Zeit wurden heute die sonst regelmäßigen Fahrten auf der Eisenbahn von hier nach Padua ausgesetzt! Der Sturm gestattete weder die Nachmittags⸗ Fahrten nach der Terra Firma, noch die Abfahrt des Dampfschiffes, das, schon gestern zur Abreise bereit, wahrscheinlich erst morgen früh die Anker lichten wird. — Nachschrift am 29sten. Heute ist das schönste Wetter bei übri⸗ gens sehr niedriger Temperatur; im Gebirge des nahen Friaul liegt der Schnee klafterhoch; von neuen Unglücksfällen auf dem Meere
verlautet jedoch nichts.
Italien.
ꝙ Aus Sieilien, 15. Febr. Das Königliche Dekret, die Abzahlung der neapolitanischen fünfprozentigen Renten betreffend, ist nun in den öffentlichen Blättern erschienen. Nach den in dieser Ver⸗ ordnung enthaltenen Vorschriften wird sowohl durch die baare Ab⸗
zaͤhlung zum Nennwerthe, als durch Verwandlung in 5 pCt. Renten, innerhalb 12 Jahren die ganze Staatsschuld entweder abbezahlt, oder
umgewandelt sein. Die Rentenbesitzer, und vorzüglich diejenigen, welche vor kurzer Zeit noch entweder für Bürgschaften bei Beklei⸗ dung öffentlicher Aemter, oder zu Verwendung ihrer Gel⸗ der Renten zum damaligen Cours von 111 kauften, erheben laute Klagen gegen diese Vorkehrungen und es scheint, daß, um dieselben einigermaßen zu beschwichtigen, die Finanz⸗Verwaltung den Kapitalisten den Ausweg läßt, entweder in den noch existirenden Fprozentigen die Speculation fortzusetzen oder aber ihre Aufmerksamkeit auf die neue Rente zu 4 pCt. zu wenden. Diese letztere soll laut den in dem obenerwähnten Dekrete enthaltenen Bestimmmungen vor 10 Jahren in keinem Falle abbezahlt werden.
Der König hat beschlossen, ein eigenes Ministerium für Handel und Industrie zu errichten. Wenn hierzu ein Mann gewählt wird, der, die wohlgemeinten Absichten des Fürsten erkennend und begrei⸗ t nicht, wie es hier oft geschieht, den eigenen Nutzen sucht, so dürfte aus
ahres⸗Pension einer Wittwe von 120
einer solchen Einrichtung großer Vortheil erwachsen, den man bis jetzt
umsonst erwartete, ihn suchte, aber nicht fand, weil man Handel und Gewerbe als eine nie versiegende Finanzquelle und nicht als ein Mit⸗ tel, das Volk zu bereichern, angesehen hatte. Es ist kein Land so reich an Erzeugnissen aller Art, wie das Reich beider Sicilien, und doch kein Volk so arm, als eben dieses inmitten dieses überschwäng⸗ lichen Reichthums, nur weil man denselben nicht zweckmäßig zu ver⸗ wenden versteht. b Der Prior des Benediktiner⸗Klosters in Montreale, Herr Ta⸗ rallo, kündigt ein Werk an, das alle Geschichtskundigen und Ge⸗ schichtsforscher, ja selbst einen Jeden, der in den Sachen der Vorzeit und in den Thaten des kräftigen Mittelalters Genuß und Unterhal⸗ tung sucht, im höchsten Grade interessiren soll. Es ist die Ueber⸗ setzung und vollständiges Verzeichniß diplomatisch geordneter alter Ur⸗ kunden und Diplome, welche auf die Stiftung und Ausstattung des durch sein Alter so ehrwürdigen und durch die Begräbnisse vieler der Fürsten Siciliens und auch König Ludwig des Heiligen von Frank⸗ reich merkwürdigen Doms von Montreale, durch Wilhelm den Gu⸗ ten, den Normannen, im Jahre 1174 gestiftet, nebst den Abbil⸗ dungen der Handschriften, Unterschriften, Siegel, Münzen u. s. w. der Monarchen, welche Sicilien beherrschten, bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts. Herr Tarallo, ein würdiger Gelehrter, ein in den alten Sprachen und in der Geschichte seines schönen Vaterlandes bewan⸗ derter Mann, hat diese Arbeit durch siebenjährigen unausgesetzten Fleiß zu Stande gebracht und sucht was er leider hier nicht fin⸗ det, Unterstützung zu der sehr kostspieligen Herausgabe des Erzeug⸗ nisses seiner Nachtwachen.
Central-Amerika.
☛ Paris, 6. März. Die neuesten Nachrichten aus Mexiko sind aus Veracruz vom 27. Januar. Der General Santana befand sich damals noch auf seinem Gute zu Manga de Clavo. Da er nun zum constitutionellen Präsidenten der Republik Mexifo erwählt ist, so hat der mexikanische Kongreß die außerordentlichen diktatorischen Vollmach⸗ ten, welche dem General durch den Artikel 7 des Vertrags von Ta⸗ cubaya übertragen worden waren, für erloschen erklärt. Die Nach⸗ richt von der Beilegung der Differenzen mit England war nach Veracruz gelangt, noch aber wollten Viele nicht recht daran glauben, eben weil sie so günstig lautete, und die Besorgnisse des Handels⸗ standes so groß gewesen waren für den Fall, daß eine englische Flotte auf der Rhede mit feindseligen Absichten erschienen wäre. Man sagte, der britische Gesandte habe von den mexikanischen Behörden das Zugeständ⸗ niß erlangt, daß bei der Ankunft des neuen britischen Gesandten, Herrn Fox, (desselben, der bisher in gleicher Eigenschaft bei den Vereinigten Staaten beglaubigt gewesen war) die den Texianern abgenommene britische Flagge, welche bekanntlich mit Veranlassung zu dem Zerwürfnisse zwischen den Re⸗ gierungen von England und Mexiko gegeben hatte, noch außer der üb⸗ lichen Begrüßung von den Batterieen des Platzes, auf der Spitze des Forts San Juan de Ulloa aufgezogen werden sollte. Der Ankunft des Herrn Fox wurde in kurzem entgegengesehen. Zwei englische Kriegsbriggs und zwei kleinere französische Kriegsschiffe befanden sich damals im Hafen von Veracruz. Die von den Mexikanern zu Ge⸗ fangenen gemachten Texianer befanden sich noch zu Perote und sollen fortwährend allen erdenklichen Mißhandlungen ausgesetzt gewesen sein, so daß in Folge dieser Leiden ihre Zahl immer mehr zusammenschmolz. nn noch sechzehn von ihnen sollen im Stande gewesen sein, zu ar⸗ beiten.
Die letzten Nachrichten aus Texas sind gleichfalls von Ende Januar. Der neue Tarif, den das Repräsentantenhaus angenommen hatte, war im Senate nur mit so bedeutenden Modisicationen durch⸗ gegangen, daß ihn, wie man sagte, seine eigenen Urheber kaum wie⸗ der erkennen. Die Haupt-⸗Aenderung, welche der Senat daran vor⸗ genommen hat, ist die Festsetzung eines Zolles ad valorem von 15 pCt. Die texianischen Blätter zweifeln daher sehr, daß der Prä⸗ sident den Tarif in seiner jetzigen Gestalt sanctioniren werde, glauben vielmehr, es werde Alles beim Alten belassen werden.
La Plata-Staaten.
☛ Paris, 4. März. Nach dem Verhalten des französischen Admirals vor Montevideo und des französischen General⸗Konsuls Pichon zu schließen, scheint der Fall jenes Platzes nahe bevorzustehen. Beide suchten ihre Freunde zu bewegen, die Stadt zu verlassen, was ihnen aber nur theilweise gelungen. Der General⸗Konsul hatte seine Pässe erhalten, und sollte am 1. Januar sich einschiffen. Der Ad⸗ miral verproviantirte seine Schiffe, die Blokade wurde immer stren⸗ ger, aber noch scheinen einige Kommandanten der verschiedenen Ge⸗ schwader vor dem Platze nicht geneigt, sie anzuerkennen, wäh⸗ rend andererseits die Regierung der orientalischen Republik den Wi⸗ derstand fortsetzen zu wollen scheint. Oribe soll einen allgemeinen Angriff der Linien begonnen und deshalb der englische Commodore Purvis, der stets dem Interesse von Montevideo sich vorzugsweise günstig gezeigt hat, den sämmtlichen Böten aller britischen Schiffe Befehl ertheilt haben, nach dem Molo sich zu begeben, um nöthigenfalls den im Platze sich befindenden Engländern Beistand zu leisten. Ueber die Bewegungen der beiden Parteien auswärts lauten die Angaben widersprechend; während die Berichte aus Buenos⸗Ayres von der Niederlage eines Corps des Generals Rivera sprechen und versichern, daß man zu Montevideo selbst keine Hülfe von diesem General er⸗ warte, sagen die Berichte aus Montevideo von Ende Dezember da⸗ gegen, am 29sten um 11 Uhr Abends habe ein Courier die Nachricht von der Niederlage eines Corps von Rosas unter den Befehlen von Servando Gomez überbracht. Die Truppen der orientalischen Republik wären wieder in Maldonado eingerückt, der General Rivera, mit 800 Mann, sei auf dem Marsche, um seine Vereinigung mit den Truppen der Garni⸗ son zu bewerkstelligen, und die dem Servando Gomez abgenommenen Ge⸗ fangenen seien zu Maldonado dem Capitain dem Dampfschiffes „Gor⸗ gon“ übergeben worden, das man damit zu Montevideo erwartete. Die französische Legion in Montevideo soll noch in ihrer vollen Stärke fortbestehen. Gelänge es Oribe, einzudringen, so könnte deren Lage sehr gefährlich werden. Der französische Admiral war bei einem Be⸗ suche in Oribe's Lager mit großen Ehrenbezeugungen empfangen wor⸗ den. Ueberhaupt scheint man von französischer Seite Alles aufzubie⸗ ten, um sich mit der Regierung von Buenos⸗Ayres in ein gutes Ein⸗ vernehmen zu setzen, während gegen die Engländer dort, vorzüglich wegen des Benehmens des Commodore Purvis, eine gespannte Stim⸗ mung dort herrscht. Zwei englische Kaufleute hatten an demselben Tage, wo der französische Admiral von Oribe mit solcher Auszeich⸗ uung empfangen wurde, vergeblich eine Audienz von demselben verlangt.
274
Zur vergleichenden Statistik des Handels der Vereinigten Staaten v. Nord⸗Amerika. 0 New⸗York, Anfang Febr. Der Secretair des Schatzes hat kürzlich dem Kongresse einen Bericht vorgelegt über die Schwan⸗ kungen und Wechsel, welche sich während der letzten dreiundzwanzig
V
Jahre in den Zoll⸗Einkünften der Vereinigten Staaten ergeben ha⸗ ben. In diesem sehr belehrenden Berichte finden sich zwei Uebersich⸗ ten, worin die Ergebnisse der Einfuhren und der Ausfuhren des ameri⸗ kanischen Handels Jahr für Jahr während dieser ganzen Periode dar⸗ gelegt sind. Ein Blick auf diese Dokumente dürfte von Interesse sein. Betrachten wir zuerst die Uebersicht der Ausfuhren, so sehen wir die folgenden bemerkenswerthen Ergebnisse:
Im Jahre 1821 hatte sich die Gesammtheit der amerikanischen Ausfuhren auf 64 Mill. Dollars belaufen. Von jenem Jahre an trat ein fortschreitendes Steigen derselben ein, bis sich dieselben im Jahre 1840 auf 132 Mill. Dollars, also um mehr als das Doppelte der Ziffer von 1821, gehoben hatten. der eine umgekehrte Bewegung ein, sie sanken verhältnißmäßig sehr schnell und betrugen im Jahre 1843 nur noch 100 Mill., was also in drei Jahren die große Minus⸗Differenz von 32 Mill. ergiebt.
„In ihren Elementen betrachtet, zerfallen die Ausfuhren in ein⸗ heimische Produkte und in ausländische, welche selbst wieder in zwei Unter⸗Abtheilungen sich scheiden, nämlich in besteuerte und nichtbesteuerte.
Diese Abtheilungen ergeben die nämlichen Resultate, wie das Ganze. Die einheimischen Produkte, von denen im Jahre 1821 für 43 Mill. Dollars ausgeführt wurden, erreichen im Jahre 1840 ihre höchste Ziffer, nämlich 113 Mill. Dollars, nach drei Jahren aber, im Jahre 1843, sind sie wieder auf 90 Mill. gesunken, was eine Minus⸗Differenz von 23 Mill. ausweist.
„An nicht besteuerten ausländischen Produkten war im Jahre 1821 für 11 Mill. Dollars ausgeführt worden. Nach mancherlei Schwan⸗ kungen war 1830 diese Ziffer auf 8 Mill. herabgesunken, nach Ver⸗ lauf der folgenden zehn Jahre aber, 1840, wieder auf 12 Mill. ge⸗ stiegen. Im Jahre 1843 betrug die Ziffer derselben nur noch 2 Mill., also trat in drei Jahren eine Minus⸗Differenz von 10 Mill. ein.
Die besteuerten ausländischen Produkte sind denselben Wechseln
unterworfen gewesen. Im Jahre 1821 hatte die Ziffer der Aus⸗ fuhren derselben 10 Mill. betragen; allmälig steigend betrug sie im Jahre 1832 die Summe von 13 Mill.; von da an aber trat ein fortschreitendes Sinken ein, und im Jahre 1843 wurde nur noch für 4 Mill. ausgeführt. Eiine allen Elementen der Ausfuhr gemeinschaftliche Bemerkung ist das gleichsörmige Sinken derselben, seitdem der neue Tarif von 1841 in Kraft und Geltung getreten ist. Allein diese Thatsache ist nur eine indirekte Folge der Wirkungen des Tarifs von 1841, denn dieser konnte nur durch Gegenwirkung seinen Einfluß auf die Aus fuhren üben, und um sich einen klaren Begriff von den direkten und thatsächlichen Wirkungen zu machen, muß vor Allem die vergleichende Uebersicht der Einfuhren während der obengenannten Periode von dreiundzwanzig Jahren in Betracht gezogen werden.
Diese ist in der That weit bezeichnender; denn sie stellt vollkom⸗ men klar die Wechselwirkung des Tarifs auf die Bewegungen des Handels und der Tarifverhältnisse auf ihren eigenen Ertrag dar. Es
ist wohl das Beste, diese Uebersicht, wie sie der Secretair des Schatzes
vorgelegt hat, selbst dem Leser vorzuführen. 11ö. 11““
Besteuerte Artikel.
Erhobene Zölle.
Doll.
Freie
Artikel.
Doll.
10,082,313 7,298,708 9,048,288 12,563,773 10,947,510 12,567,769 11,855,101 2,379,176 11,805,501 12,746,245 19,456,625 14,249,453 32,447,950 68,393,180 77,940,493 92,056,481 69,250,031 60,860,005 76,401,792 57,196,201 66,0 19,731 1842 30,027,486
Totalsumme.
Doll. Doll. 52,503,401 62,585,724 75,942,833 33,241,541 68,530,979 77,579,267 67,985,234 80,519,007 85,392,565 96,340,075 72,406,708 84,974,477 26,083,861 67,628,964 79,484,058 27,918,956 76,130,648 88,509,824 29,951,251 62,687,026 74,492,527 27,688,701
58,130,675 70,876,920 28,389,505 89,734,499 103,191,124 36,596,118 86,779,813 101,029,266 29,341,175 75,670,361 108,118,311 24,177,578 58,128,152 126,521,332 18,960,705 71,955,249 149,895,742 25,890,726 97,923,554 189,980,035 30,818,327 71,739,186 140,980,217 18,134,131 52,857,399 113,717,404 19,702,825 85,690,310 162,092,132 25,554,533 49,945,315 107,141,519 15,104,790 61,926,446 127,946,177 19,919,492 69,534,601 101,162,087 16,622,746 1843 40,170,001 48,789,934 89,260,895 17,000,000 Wie man sieht, ist diese Uebersicht in fünf Perioden getheilt, von denen jede eine gewisse Anzahl von Jahren begreift. Jede die⸗ ser Perioden entspricht dem Bestehen eines verschiedenen Tarif⸗Systems. Die drei ersten Perioden, von 1821 bis 1832, sind unter der Herrschaft sehr hoher Tarife verflossen, die ganz in einem siskalischen Geiste berechnet waren und mehreremale abgeändert wurden. Die vierte Periode begreift die Jahre, während welcher die Kom⸗ promißakte in Kraft und Geltung war. Diese Akte, hervorgerufen und gefordert von den südlichen Staaten der Union, aehag bekannt⸗
Jahre.
1821 1822 1823 1824 1825 1826 1827 1828 1829 1830 1831 1832 1833 1834 1835 1836 1837 1838 1839 1840 1841
0 408 8 22,402,024
8
lich, daß die bestehenden Zölle jedes Jahr weiter herabgesetzt werden sollten, bis sie die regelmäßige Ziffer von 20 pCt. erreicht haben würden. In dem Augenblicke nun, wo diese Herabsetzung ihr äußer⸗ stes Ziel erreichte, erlangte das Schutz- und siskalische System wie⸗ der die Oberhand, die gegenwärtig in Kraft stehenden hohen Tarife traten wieder ein, und unter deren Herrschaft verfloß die fünfte und letzte Periode, die aus den Jahren 1842 und 1843 besteht.
Wenn man nun den Blick auf diese Uebersicht richtet und die Ziffern, welche die Gesammtheit und die Abtheilungen der Ausfuhren darstellen, mit jenen vergleicht, welche die erhobenen Zölle angeben, so erkennt man leicht den wechselseitigen Einfluß, den diese verschiede⸗ nen Elemente auf einander ausgeübt haben.
Drei Haupt⸗Perioden treten hervor:
Die erste, während welcher der Betrag der erhobenen Zölle einen Tarif ausweist, nach welchem von dem eingeführten Werthe durch⸗ schnittlich etwa 37 pCt. erhoben wurden, zeigt, daß in dem Zeitraume von 10 Jahren, bei geringer Zunahme der Einfuhren, die Einnahmen des Schatzes dagegen in einer starken Proportion sich vermehrten. Man sieht, daß der Handel seinen Aufschwung hätte nehmen mögen, daß derselbe aber durch eine Gesetzgebung daniedergehalten wurde, welche allen Gewinn aus den von ihm gemachten Fortschritten vorweg⸗ nahm. Indeß in den beiden letzten Jahren, welche der Kompromisß Akte vorangingen, hält ihn die Hoffnung auf eine nahe Erleichterung aufrecht, und die Zunahme der Einfuhren verschafft dem Schatze seine reichlichste Einnahme.
18,709,411 24,066,066
Von 1840 an aber trat wie⸗ 88
25,486,817 31,653,871
Die zweite Periode unter der Herrschaft eines abnehmenden Ta⸗
rifs, dessen Zölle im Durchschnitt auf 25 pCt. sich stellen, ist eine Epoche fortschreitender Prosperität. Alle Elemente der Einfuhr sind im Wachsen, und die freien Artikel nehmen eine Ausdehnung, die ohne