1844 / 91 p. 1 (Allgemeine Preußische Zeitung) scan diff

C 1 d. zum 46 JInls 5. . Annahme der Submissionen bestimmte I [ 2 und sich bei demselben gleich 4 über den Besitz des erforderlichen Vermögens und

ibens bre Qualification zur Uebernahme der Pachtung 2 nsashng der Submissionen erfolgt den folgen⸗ den Tag, den 11. Juli c., in der vorgeschriebenen Weise. Danzig, den 17. Februar 1844. Königliche Regierung. Abtheilung für direkte Steuern, Domainen und Forsten.

81

1ns 8 7 [2269] öE“ 8 ““ Der seit 11 Jahren verschollene Steuermann Johann Christian Dummann wird hiermit öffentlich aufgerufen, um sich spätestens in dem an hiesiger Gerichtsstelle auf den 21. Oktober 1844, Vormittags 11 Uhr, vor sdem Herrn Land⸗ und Stadtgerichtsrath Ludewig anstehenden Termine zu melden, widrigenfalls er für todt erklärt und sein Vermögen den sich legitimirenden Erben ausgeantwortet werden wird. Zu demselben Termine werden auch etwanige unbekannte Erben oder Erbnehmer des Verschollenen bei Vermeidung der Prãä⸗ klusion hierdurch vorgeladen. Stettin, den 15. Dezember 1843. Königliches Land⸗ und Stadtgericht.

Nothwendiger Verkaukf. Stadtgericht zu Berlin den 19. März 1844. „Das in der Schäfergasse Nr. 21 belegene Badesche Grundstück, gerichtlich abgeschätzt zu 20,214 Thlr. 27 Sgr. 4 ¼ Pf., soll am 22. Oktober 1844, Vormittags 11 Uhr,

Tarxe und Hy⸗ pothekenschein sind in der Registratur einzusehen.

Die dem Aufenthalte nach unbekannte verwittwete Geheime Rechnungs⸗Revisor Harnecker, Sophie Char lotte geborene Szameitke oder deren Erben werden hierdurch öffentlich vorgeladen.

an der Gerichtsstelle subhastirt werden. T

1404] Nothwendiger Verkauf. Stadtgericht zu Berlin, den 16. MF 18aa6 Das in der neuen Königsstraße Nr. 65 belegene Ludwigsche Grundstück, gerichtlich abgeschätzt zu 28003 Thlr. 25 Sgr. 3 Pf., soll am 29. Oktober 1844, Vormittags 11 Uhr, an der Gerichtsstelle subhastirt werden. Taxe und Hy⸗ pothekenschein sind in der Registratur einzusehen. Die unbekannten Real⸗Prätendenten werden zu die sem Termin unter der Verwarnung der Präklusion vor⸗ geladen. v

[258] 8 0 g. a

1 8

Der Bäcker⸗Altermann C. F. Jantzen und der Kauf⸗ mann Friedrich Peemüller hierselbst haben mit der An⸗ eige, wie sie über ihre beiderseitigen an der Langenstraße jerselbst sub No. 66 und 67 belegenen Grundstücke einen Tauschhandel geschlossen hätten, zu ihrer gegenseitigen Sicherheit um Exlassung öffentlicher Proklamen rücksicht⸗ lich der vertauschten Grundstücke gebeten. In Deferi⸗ rung dieses Antrags werden alle diejenigen, welche an das von dem Bäcker⸗Altermann C. F. Jantzen an den

Kaufmann Friedrich Peemüller vertauschte Grundstück, Langenstraße Nr. 66 hierselbst und an das von dem

Kaufmann Friedrich Peemüller dagegen an den Bäcker⸗ Altermann C. F. Jantzen vertauschte Grundstück, Lan genstraße Nr. 67, Ansprüche und Forderungen machen zu können vermeinen sollten, hierdurch geladen, solche in einem der auf den 12. und 26. März und den 16. April d. J. jedesmal Morgens 10 Uhr angesetzten Liquidations⸗Termine vor dem Stadtgerichte hierselbst speziell und glaubhaft anzumelden, bei Ver⸗ meidung der in termino den 26. April d. J. Morgens 10 Uhr zu erkennenden Präklusion. Datum Greifswald, den 23. Februar 1844. Direktor und Assessores des Stadtgerichts. L. S. Dr. Teßmann.

316 b b 8 dieses Jahres ist die zwölfjährige Amtszeit des hiesigen Stadt⸗Kämmerers abgelaufen. Der mit diesem Posten verbundene Gehalt beträgt nach dem Etat 1000 Thlr., und ist eine Caution von gleicher Höhe zu erlegen.

Männer, welche die hierzu erforderliche theoretische und praktische Qualification besitzen, wollen sich deshalb bis längstens den 8. Mai mit ihren Anträgen an uns wenden.

Görlitz, den 22. März 1844.

Die Stadt⸗Verordneten.

Bekanntmachung.

1310 b] 11 Berlin⸗Hamburger Eisenbahn. 1 ö Zufolge des §. 10. un⸗

seres Gesellschafts⸗Sta⸗ tuts haben die Zahlungs⸗

1 Termine für die, auf die b Ar Actien unserer Gesell⸗ schaft zu leistenden ver⸗ oschiedenen Theilzahlun⸗ gen gleich bei Einforde⸗ rung der ersten Rate fest⸗

G gesetzt und auf den (hier⸗ über) ausgegebenen Quittungsbögen, unter Angabe der

Geldbeträge, welche nach Abzug der aufgelaufenen Zin⸗ sen jedesmal einzuzahlen sind, verzeichnet werden müssen. Hiernach ist der Schluß⸗Termin für die 1

zweite Einzahlung, welche, nach Abrechnung der Zinsen, mit 8 19 Thlr. 20 Sgr.

ür jede Actie zu entrichten ist, auf den

estgesett worden.

1b ir machen hierauf mit dem Bemerken aufmerksam, die Einzahlungen vom 15. April c. an, in Berlin bei unserer Hauplkasse, Oranienburger⸗ Straße Nr. 17, in den Stunden von 9 Uhr Mor⸗ gens bis 2 Uhr Nachmittags, und in Hamburg im Büreau unserer dortigen Direc⸗ tions⸗Deputation, Neustädter Fuhlentwiete Nr. 76, in den Stunden von 9 Uhr Morgens bis 2 Nach⸗ mittags angenommen werden.

Wer in Hamburg die Einzahlung per Banco leisten will, hat für jede Actie Bco. k. 39 6 Sch. Ign die Banco⸗Conio der Berlin⸗Hamburger Ei⸗

senbahn⸗Gesellschaft daselbst abzuschreiben, e

—₰

Pu aee.

8 ““

Jeder Einzahler hat mit dem Gelde die betreffenden Quittungsbögen und außerdem eine Designation einzu⸗ reichen, auf welcher die Nummern der Letzteren, ihrer Reihefolge nach, verzeichnet sein müssen.

Formulare zu diesen Designationen sind in unseren Büreaus in Berlin und Hamburg unentgeltlich zu er⸗ halten. Einzahlungen, bei welchen die Quittungsbögen nicht von dieser ordnungsmäßig ausgefertigten Designa⸗ tion begleitet sind, werden zurückgewiesen.

Ueber die eingezahlten Geldbeträge wird sofort eine Interims⸗Quittung ertheilt, gegen deren Rückgabe acht Tage später die Quittungsbögen abgefordert werden können.

Die Quittungen auf den Quittungsbögen werden un⸗ ter Beidrückung eines Stempels

in Hamburg durch ein Mitglied der Direction und

in Berlin durch den Rendanten Herrn Schubart vollzogen werden. b

Wer den Termin der Einzahlung versäumt, hat die in den auf der Rückseite der Quittungsbögen abgedruck ten §§. unseres Statutes näher bezeichneten Nachtheile zu gewärtigen.

Berlin und Hamburg, den 26. März 1844.

Die Direction der Berlin⸗Hamburger Eisenbahn. Costenoble. von Lchsten. Asher, Dr. Conrad.

Wolff. Borger. Neuhaus.

Berlin⸗Frankfurter

11s5 —1 Eisenbahn. Tägliche Dampf⸗ wagenzüge.

A. Personenzüge. Berlin Mrg. 7 Uhr 45 M., Ab. 6 Uhr M. 2 Frankfurt 8 ⸗— CCö Ankunft in Frankfurt Mrg. 10 Uhr 30 M., Ab. 9 Uhr 10 M. 2 „»Berlin 0-'9 Mit den Personen⸗Zügen werden? Klassen von Personenwagen I. und II. Klasse, Equipagen und Eil⸗ fracht, befördert. 8

B. Güterzüge. Abfahrt von Berlin Morgens 11 Uhr 30 Min. ⸗Frankfurt Mittags 12 - Ankunft in Frankfurt Nachmitt. 3 Uhr 15 Min. 8 ⸗Berlin 9 145

Mit den Güterzügen werden Personen in Perso⸗ nenwagen II. Klasse und auf Stehplätzen, so wie Equi⸗ pagen, Frachtgüter und Vieh, befördert.

Die näheren Bestimmungen ergiebt das Betriebs⸗ Reglement, welches auf allen Stationen für 1 Sgr. zu haben ist.

Die Direction der Verlin⸗Frankfurter Eisenbuhn⸗

Gesellschaft.

Vereinigte Hamburg⸗Magde⸗

burger Dampfschifffahrts⸗ 8 Compagnie.

Dienst für den = Monat April c,,

mit Passagieren und Gütern. von Magdeburg Passagierdienst von Hamburg Sonntag Sonntag Dienstag Dienstag Abends

Mittwoch smachmit⸗ dehehen 6 Ubr

Donnerstag 3 Uhr. Freitag Freitag Sonnabend von Magdeburg Schleppdienst von Hamburg Sonntag ) Morgens Sonntag Morgens Donnerstagz früh. Mittwoch früͤh. Billets zur direkten Einschreibung von hier nach Hamburg ertheilt zu ermäßigten Preisen die Passagier⸗ Expedition der Berlin⸗Anhaltischen Eisenbahn⸗Gesell⸗ schaft. Nähere Auskunft ertheilen Berlin, im März 1844.

Herrmann & Meyer, 98 Hausvoigteiplatz Nr. 12.

[312 b] N Je⸗ 32 F. Bad Nenndorf in Kurhessen.

Die Bade⸗Anstalt zu Nenndorf, welche neben dem Trinken der Schwefel⸗ und Soolquellen, aus Schwefel⸗ schlamm⸗, Schwefelwasser⸗ und Gas⸗Bädern, nebst rei nen Sool⸗ und mit Schwefelwasser gemischten Sool⸗ Bädern besteht, wird auch in diesem Jahr am 1. Juni eröffnet.

In Vereinigung mit dieser großen Anzahl Heilmittel für verschiedenartige Krankheiten ist in diesem Jahre daselbst nun auch eine Molken⸗Anstalt errichtet, wozu dieser Badeort wegen seiner vortrefflichen Waldhüten im nahen Deistergebirge und in Verbindung mit den übri⸗ gen Heilmitteln sich besonders eignet; dieselbe wird eben⸗ wohl am 1. Juni eröffnet.

Ueber die Heilkräfte des Bades geben aus der neue⸗ ren Zeit die Schriften des Herrn Geheime Hofrath Dr. Wurzer von 1815, und Herrn Geheime⸗Hofrath Dr. d'Oleire und Professor Wöhler von 1836, so wie der im März⸗Heft 1843 des Hufelandschen Journals für praktische Heilkunde abgedruckte Aufsatz des ersten Brunnen⸗Arztes, Herrn Dr. Grandidier, die nöthi⸗ gen Nachrichten.

Anfragen in ärztlicher Beziehung sind an die Herren⸗ Brunnen⸗Aerzte, Dr. Grandidier zu Kasfel und Dr. Cordemann zu Rodenberg, so wie die Wohnungs⸗ Bestellungen an Herrn Kastellan Dimme zu Neundorf zu richten; auch nimmt letzterer Bestellungen auf Schwe⸗ felwasser, welches in gut verschlossenen Flaschen weit versendet wird, entgegen; da die Füllung vom Monat Mai die beste ist, so werden daher besonders die Mineral⸗ Wasser⸗Handlungen ersucht, ihre Bestellung zeitig abzu⸗

eben. 1 Kassel, am 20. März 1844.

Kurfürstl. Brunnen⸗Direction des Bades Nenndorf. Hannstein⸗Knorr.

CC166“

E11“

[406] Bekanntmachung. Nachdem die in Gemäßheit der Beschlüsse der letzten Haupt⸗Versammlung am 13. Dezbr. 1843 entworfenen neuen und vervollständigten

Statuten der Gesellschaft zu gegenseitiger

Hagelschäden⸗Vergütung in Leipzig

die Bestätigung der hohen Staats⸗Regierung erlangt haben, von den unterzeichneten Mitgliedern der Di⸗ rection, deren Namen statutenmäßig hiermit öffentlich bekannt gemacht werden,

Dr. Wilhelm Crusius, der Zeit zum Vor⸗

sitzenden und Johann Opelt, zum Voll⸗

ziehenden,

erwählt worden sind, und sowohl die neuen Statuten, als überhaupt alle hierzu gehörigen Regulative, For⸗ mulare und Tarife, in dem Büreau der Anstalt (Dresd⸗ ner⸗Straße Teubners Haus Nr. 1) einzusehen und zu erlangen sind, so steht der Annahme von betreffenden Versicherungs⸗Anmeldungen ein Hinderniß nicht mehr entgegen. 1

Der vorjährige Rechnungs⸗Abschluß und die zu den neuen Versicherungs⸗Angaben erforderlichen Drucksachen werden im Laufe der nächsten Woche an die Agenturen versendet.

Schließlich bemerken wir noch, daß Herr Dr. Schultze, welcher sich früher der Direction angeschlossen hatte, seine Theilnahme daran in ehrenwerther Berücksichti⸗ gung der von der hohen Staats⸗Regierung für räth lich erachteten Bestimmung einer statutarisch festzustel⸗ lenden, ungleichen Zahl der Directions⸗Mitglieder wiederum aufgegeben hat.

Leipzig, den 27. März 1844.

Die Direction der Gesellschaft zu gegenseitiger

Hagelschäden⸗Vergütung. H. von Arnim. H. K. von Bodenhausen.

Dr. W. Crusius. Franz Brunner.

Johann Opelt.

Literarische Anzeigen.

nei E. H. Schroeder Beclia, Buch-

Linden 23, ist erschienen und durch alle

handlungen 2Z.u bezichen: 1897] Hand-Atlas

der alten Geschichte und Geog. aphic. Pür den Schul- und Privat-Gebrauch ehn illu- minirten Karten 8 8-* V. IEt 1 t Preis 2 Thlr., einzelne Karten 7 Sgr. Das Kultus-Ministerium hat diesen Atlas amt- lich zur Einführung empfohlen!

[275 8 . 8 8 J Musikalien-Leih-Institut der Buch-, Kunst- und Musikalien Handlung von

Ed. Bote & G. Bock,

in Berlin Jägerstrafse 42, Ecke der Oberwallstr., und in Breslau, Schweidnitzerstr. 8. Abonnement für 3 Monat 1 Thlr. 15 Sgr. Mit der Berechtigung, für den ganzen gezahlten Betrag Musibalien als Eigenthum zu entnehmen, 3 Thlr. Ausführlicher Prospekt gratis. Für Auswärtige die vortheilhaftesten Bedingungen.

Heut wird ausgegeben und an alle Bchhdlg. versendet: 8 82 * 2— 8488 Die Geheimnisse von Paris. Drama in 5 Akten und mit einem Nachspielc.

Nach Eugen Sue bearbeitet von

Carl Blum. 1 peer 10 Sgr.

N- Carl J. Klemann (Burgstr. 8, 2 Treppen).

[401] Wir machen aufmerksam auf die 2te vermehrte 2

Kuflage von Linderers Hand- buch der Zahnheilkunde.

enthaltend Anatomie und Physiologie, materia me- dica dentaria und Chirurgie. gr. 8. Mit 18 lith. Taf. in fol. 3 Thlr. Durch die erste 1837 erschie⸗ nene Auflage wurde, nach dem Urtheil der Kritik, die Zahnheilkunde einer großen wissenschaftlichen Reform unterworfen. Diese 2te Auflage enthält viele neue vom Verfasser gemachte wichtige Entdeckungen und Verbesse⸗ rungen, die sich des Beifalls der Geh. Räthe Dr. Dieffenbach, Casper, Großheim ꝛc. zu erfreuen hatten. Durch alle Buchhandlungen zu beziehen.

8 34 Linden. SeC 1 MHesi 1 1ge Fsche Buch- und v Musikhandlung.

22 . 1 Musikalien⸗Anzeige.

Da ich meine Sortiments⸗Musikalienhand⸗ lung, veranlaßt durch meine langjährige Krankheit, gänzlich auflöse, so verkaufe ich jetzt sämmtliche Musi⸗ kalien meines sehr großen Lagers zur Hälfte des Ladenpreises. Aeltere Werke noch bedeutend billiger.

NB. Meine Verlagshandlung hat ihren unge⸗

störten Fortgang. Carl Paez,

Berlin. 1 Bauschule Nr. 9Q

[311 b]“

So eben ist bei mir erschienen und in allen Buch⸗ * handlungen zu haben, in Berlin bei E. B.

Schroeder, Linden 23, Jagorsches Haus: Capefigue, Europäische Diplomaten. Deutsch von Ludwig Eichler. 2 Theile. 12. In Umschlag geh. 2 ½ Thlr. 1 Wenn dieses interessante Werk zunächst in den Krei⸗ sen, in welchen es als Original in Deutschland Ein⸗ gang fand, großes Aufsehen erregt hat, so läßt sich wohl mit gutem Grunde folgern, daß die vorliegende

getreue und meisterhafte Ueberwaagung sich einer nicht

minder günstigen Aufnahme und noch allgemeinerer Ver⸗ 8

breitung erfreuen dürfte. 8 Leipzig, im März 1844. Ernst Fleischer. So eben ist bei mir erschienen und an alle Buch⸗

handlungen versendet worden:

[314 b] Franz Freiherrn

2 92+ .. 2. -1† Gaudy's sämmtliche Werke. Herausgegeben von Arthur Mueller.

Band I. Biographie. Lieder. Band II. Terzinen. Aus dem Tagebuche eines wan dernden Schneidergesellen.

Gaudy's sämmtliche Werke werden 20 24 Bände (Schillerformat, Velinpap.) umfassen, deren jeder 10 Sgr. kostet. Alle 3—4 Wochen erscheint ein Band, zahl⸗ bar bei dessen Ablieferung. Einzelne Bände werden nicht abgegeben. 1 Carl J. Klemann in Berli

6

(Burgstraße 8, 2 Treppen).

Im Verlage von Ed. Bote & G. Bock, Jäger- stralse 42, erschien so eben: Neuc Ausgabe in grossem Format'von

[400] Graun'’s Tod Jesu,

Klav.-Ausz. von C. F. Ebers. Preis 1 Thlr. 7 ½ Sgr., anerkannt das beste und korrekteste Arran-

gement.

[309 b]

In allen landwirthschaftlich⸗technischen Gewerben, namentlich in der Brennerei, wird ununterbrochen theoretisch⸗praktischer Unterricht ertheilt. Alle praktischen Arbeiten in der Brennerei werden von dem Lernenden im großen wie im kleinen Maßstabe selbst ausgesührt, wobei derselbe mit allen Vortheilen, namentlich mit der zweckmäßigsten Grün⸗Malzbereitung und allen künstli⸗ chen Hefen, gründlich bekannt gemacht wird. Der Be⸗ trieb wird überhaupt so ausfüͤhrlich gelehrt, daß alle bei dieser Kunst noch oft entstehenden Zweifel, welche bei Ausübung der verschiedenartigsten Methoden vor⸗ kommen, vollkommen beseitigt werden. Dr. W. Kel⸗ ler, Vorsteher des landwirthschaftlich⸗technischen In⸗ stituts zu Lichtenberg, ganz nahe bei Berlin.

[308 b] Vorläufige Anzeige.

Die Schwesters Therese . Maria Milanollo bechren sich hiermit ergebenst

anzuzeigen, dafs sie am .

Sonnabend, den 30. Märzn,

Abends 7 Uhr,

2* 82 2* 2 7 e S b

Eine Soirée musicale veranstalten werden. Billets sind in der Musik- handlung der Herren Bote C Bock, Jägerstrasse No. 42, und bei dem Hauswart der Sing-Akademie, Herrn Rietz, zu haben.

IIeute Freitag, den 29. März,

findet unser Konzert

im Theater zu Potsdam

statt, worüber das Nähere die Anschlagezettel ent-

halten. mn erese und Maria M ilan 0 1 1o.

Sonnabend, den 30. März, Aben ds 7 Uhr

I Soirée musicale d 6s IHIS tGI1 16 guS veranstaltet von den

Schwestern Therese und Marie Milanollo.

Er 6 t6 TIIhh 1) Quatuor, von L. Spohr (Erstes Allegro),

vorgetragen von Fräulein 1 herese M 1 la 110 10, dem Königlichen Konzert-

meister Herrn Hub. Ries und den Königlichen Musikern Herren Richter II. und

1 m 8 a a16

Kammer Griebel. . Variations brillantes, von de Beriot,

8 90 . I3rIo vorgetragen von Fräulein Man 10

lanollo.

Arie, gesungen von Fräulein Hager. 1 Variationen von Ghis,

Mi-

Fantasie und

] vorgetragen v. Fräulein 1 herese

lanollo.

Caprice fan tastiq ue, von de Beriot fir

2 Violinen, vorgetragen von Frl. 1 lerese und Marie Milanollo. Aa-

11““ Begchren.) ““ Duo, für Violine und Pianoforte, von de Beriot und Benedict, vorgetragen von

wzulein Therese Milanollo

und Herrn Steifensand. Lieder, gesungen von Fräulein Hager.

Fantasice über „De ma Celine“ von Hau-

I mann, vorgetragen von Fräul. he rFese Milanollo. 88—

9) Der Carneval von Venedi g, von H. W.

Ernst, für 2 Violinen, vorgetragen von Fräulein Therese und Marie Mi- lanollo.

Billets zu numerirten Plätzen à 2 Thlr., so wie zu nicht numerirten Plätzen à 1 Thlr. sind in der Musikhandlung der Herren Bote & Bo ck, Jägerstralse No. 42, und im Hotel de Russie, so wie Abends an der Kasse, zu haben. Der Saal

wird um 6 Uhr geöffnet. 1I1“*“

wieder in ungetheiltem

Das Abonnement beträgt: 2 Rthlr. für ¼ Jahr. 4 Rthlr. ½ Jahr. 8 Rthlr. - 1 Jahr. in allen Theilen der lonarchie ohne Preiserhöhung. Insertions -Gebühr für den Raum einer Zeile des Allg. Anzeigers 2 Sgr.

Alle Post-Anstalten des Ju⸗ und

Auslandes nehmen Bestellung

auf dieses Blatt an, für Berlin

die Expedition der Aung. Preuss. Zeitung:

No.

8 Die vierteljährliche Expedition selbst (Friedrichs⸗Straße Nr. 72) gemacht,

Pränumeration dieser Zeitung beträgt 2 Rthlr. und jeder innerhalb der Ringmauer der Stadt wohnende Pränumerant

SHeser. Preuß.

Andie

Cour. für das Inland.

1 Bestellungen für Berlin werden in der erhält das Blatt durch die Stadtpost, schon den Abend vor

dem angegebenen Datum, frei ins Haus gesandt. Auswärtige, des In- oder Auslandes, bewirken ihre Bestellungen rechtzeitig bei den resp. Post⸗Aemtern; wer dies versäumt,

kann nicht mit Gewißheit die Nummern erwarten, die vor der h daß Inserate, deren Aufnahme in den Allgemeinen Anzeiger dieser Zeitung gewünscht wird,

Uebrigens ist die Einrichtung getroffen,

7 N 5 85 4 5 soro F vditi 82 2* ½ 59 S= 8 j F 7 9 Uhr ab bis Nachmittags 4 Uhr in unserem Expeditions⸗Lokale, Friedrichs⸗Straße Nr. 72, in Empfang genommen werden. Zeitung, außer gerichtlichen und anderen öffentlichen Bekannt⸗

ier eingegangenen Meldung erschienen sind.

einer Zeile 2 Sgr. Um wiederholten Anfragen zu begegnen, wird zugleich bemerkt, daß in dem Anzeiger der Allg. Preuß

machungen der Königl. Behörden, finden. Auswärtige haben ihre Ins⸗

C11“

Amtlicher Theil. 8

Inland. Berlin. Inhalt des Militair⸗ Wochenblattes. Breslau. Landwirthschaftlicher Central⸗Verein. Lyck. Verschöne⸗ rungs⸗Verein. Oekonomischer Verein.

Dentsche Bundesstaaten. Hannover. Hannover. Verhandlun⸗ gen der beiden Kammern. Baden. Karlsruhe. Verhandlungen der zweiten Kammer über den Zoll⸗Tarif. Nassau. Wiesb aden. Empfang des Herzogs und seiner Gemahlin. Sachsen⸗Meinin⸗ gen⸗Hildburghausen. Meiningen. Versammlung des Land⸗ tages. Oeffentlichkeit.

Oesterreichische Monarchie. Brief aus Triest.

VvICO commerciale.)

Frankreich. Paris. Expedition des Herzogs von Aumale in Alge⸗ rien. Ministerielle Bemerkungen über die geheimen Fonds in der Pairs⸗Kammer. Büreau⸗Diskussion über den Vorschlag gegen die Wahlbestechungen. Bischöfliche Schreiben. Vermischtes. Briefe E G 1 1el Marie Christine in Aranjuez; Kammer⸗Arbeiten; Berryer lei Fid. Der Antr ie Wahlbesfechungeny d eistet den Eid. Der Antrag gegen die

Großbritanien und Irland. London. Hofnachrichten. Er⸗ sparnisse im Königl. Haushalt. Journal⸗Circulation.

Belgien. Reprasentanten⸗Kammer. Eröffnung der Debatten über die Ernennung der Universitäts⸗Prüfungs⸗Kommissionen. Brüssel. Reise der Königin nach London. Lage des Ministeriums und Stand der Universitäts⸗Frage.

Dänemark. Kopen hagen. Thorwaldsen †.

Italien. Schreiben aus Sicilien. (Freie Einfuhr des Getraides.)

Portugal. Schreiben aus Lissabon. (Aktenstücke zwischen dem Vis⸗ conde de Fonte Nova und dem Grafen Bomfim.)

Griechenland. Schreiben aus Athen. (Verfassung; National⸗Ver⸗ sammlung; Freiherr von Schrenk.)

(Der Monte ci-

Handels⸗ und Börsen⸗Nachrichten. Berlin und Paris. Börse.

Breslau und Magdeburg. Marktbericht.

Achtes Konzert der Geschwister Milanollo. Symphonie⸗Soiree. Gesellschaft der Gartenfreunde. Städtische Gewerbschule.

Beilage.

1 42 18 8 4

Amtlicher Theil. Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

Den bisherigen Konsistorial⸗Rath und Stifts⸗Probst Claeßen zu Aachen zum Domprobst, den Schul⸗Inspektor Dr. Broir zu Köln, so wie den Land⸗Dechanten, Pfarrer Stra zu Unkel, zu Dom⸗Kapitularen, und den Pfarrer Dautzenberg zu Mündelheim zum Ehren⸗Domherrn bei der Metropolitan⸗Kirche zu Köln;

Den Kammergerichts⸗Assessor Scheffler zum Stadtgerichts⸗ Rath bei dem hiesigen Stadtgerichte zu ernennen;

Dem bei dem Land⸗ und Stadtgerichte in Frankfurt a. d. O. angestellten Justiz⸗Kommissarius Hannemann und dem beim Land⸗ und Stadtgerichte in Guben angestellten Justiz⸗Kommissarius Hor⸗ nemann den Charakter als Justizrath zu verleihen; 8

Den bisherigen außerordentlichen Professor Dr. Schopen in Bonn zum ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der dortigen Universität zu ernennen; und

Dem Kunsthändler und Landschaftsmaler Karl Waagen in München den Charakter eines Kommissions⸗Raths zu verleihen.

Der Justiz⸗Kommissarius Heidsieck zu Rahden ist zugleich zum Notarius im Departement des Ober⸗Landesgerichts zu Paderborn er⸗ nannt worden.

literarischen und Kunst⸗Anzeigen,

1 Bekanntmachung. 1 Gemäßheit einer Uebereinkunft mit der Königlich dänischen Ober⸗ Post⸗ Behörde wird mit Beginn der diesjährigen Dampfschiff⸗ fahrts⸗Periode eine regelmäßige Post⸗Dampfschiff⸗ Verbindung zwischen Stettin und Kopenhagen eröffnet werden. Das zur Beförderung von Passagieren, Wagen, Pferden und Gütern dienende Dampfschiff wird in den Monaten April, September und Oktober wöchentlich einmal, in den Monaten Mai, Juni, Juli und August aber wöchentlich zwei⸗ mal coursiren. In dem Monate April wird dasselbe, sobald das Fahrwasser

vom Eise frei sein wird,

aus Kopenhagen: Dienstag 5 Uhr Nachmittags und

aus Stettin: Donnerstag 1 Uhr Nachmittags, nach Ankunft des ersten Berliner Eisenbahnzuges, abgefertigt werden. Die Reisenden von Berlin erhalten daher ununterbrochene Beförderung und können die Tour bis Kopenhagen von Donnerstag Morgen bis Freitag gegen Mittag zurücklegen.

Das Passagiergeld beträgt:

zwischen Stettin und Kopenhagen: für den ersten Platz 10 Rthlr., für den zweiten Platz 6 Rthlr. und für den Verdeckplatz 3 Rthlr.; 1 zwischen Swinemünde und Kopenhagen: für den 1sten Platz 8 Rthlr., für den zweiten Platz 4 Rthlr. 20 Sgr. und für den Verdeckplatz 2 Rthlr. 10 Sgr.

zwischen Stettin und Swinemünde:

für den ersten Platz 2 Rthlr., für den zweiten Platz 1 Rthlr. 10 Sgr. und für den Verdeckplatz 20 Sgr.

„Jeder Reisende hat 100 Pfd. Gepäck frei. Kinder zahlen die Hälfte und haben 50 Pfd. Gepäck frei. Familien, die auf ein und denselben Paß reisen, genießen eine Moderation in der Art, daß für

3 Personen nur die 2 ½fache, für 4 Personen nur die Zfache und für jede Person darüber nur die halbe Taxe bezahlt wird. Domestiken in Begleitung ihrer Herrschaft zahlen nur die Taxe für einen Platz auf dem Verdeck. Für die alleinige Benutzung einer der beiden Se⸗ parat⸗Kajüten muß besonders bezahlt werden. Ddie Taxe für Wagen und Pferde beträgt für die Tour zwischen Stettin und Kopenhagen: für einen offenen leichten Wagen 10 Rthlr. für eine Chaise 12 Rthlr., für eine Kutsche 15 Rthlr. und für ein Pferd 12 Rthlr. Für die beiden anderen Touren wird nach Ver⸗ hältniß bezahlt.

Für Kontanten und Frachtgüter ist ein billiger Tarif ß⸗ gabe der Gattung der

Berlin, den 28. März 1844. 1

General⸗Post⸗Amt.

Nichtamtlicher Theil.

Inland.

„Berlin, 30. März. Se. Majestät der König haben Aller⸗ gnädigst geruht, dem Legations⸗Rath von Oeterstede die Anlegung des ihm verliehenen Offizier⸗Kreuzes des Königl. belgischen Leopolds⸗

Ordens zu gestatten.

ne Berlin, 30. März. Das heute ausgegebene Militair⸗ Wochenblatt macht unter Anderem folgende Personal⸗Veränderun⸗ gen bei der Armee bekannt: von Blomberg, Hauptmann vom berliner Kadettenhause, zum überzähligen Major ernannt; Martitz, zur Disposition stehender General⸗Major, zuletzt Brigadier der 1 sten

Artillerie⸗Brigade, mit seiner Penston, von Schuckmann, Major

Für einzelne Nummern des Blattes ist der Preis 2 ½ Sgr.

an den Wochentagen von Morgens

Der Preis der Insertion beträgt für den Raum

auch Familien⸗Nach richten jeder Art, so wie Industri 5 etreffe 1 t f 8 8 8 Fe. E“ 2 1 ie und Handel betreffende Anzeige sets Aufnahme erate unter der Adresse der Expedition in frankirten Briefen einzusenden. 8 ffende Anzeigen, steis Aufnah

vom 14ten Infanterie⸗Regiment, als Oberst⸗Lieutenant mit der Uni⸗ form des 11ten Infanterie⸗Regiments, mit den vorschriftsmäßigen Abzeichen für Verabschiedete und Pension, Baron von Kinsky und Tettau, General⸗Lieutenant und Kommandant in Jülich, mit Pension der Abschied bewilligt. von Barfus, General⸗ Major und Kommandant von Graudenz, von Wurmb, Ge⸗ neral⸗-Major und Commandeur der Iten Kavallerie⸗ n von Wegern, Oberst und Kommandant von Weichselmünde, von Beyer, Oberst und Inspecteur der Zten Festungs⸗Inspection, Beide als General⸗Majors, von Jossa, aggregirter Oberst vom 29sten Infanterie⸗Regiment, von Kalkreuth, Oberst⸗Lieutenan Wund Commandeur des Zten Kürassier⸗Regiments, als Oberst, von Forell, Oberst⸗Lieutenant vom 28sten, von Oertel, Major vom Sten, Michelmann, Major vom 16ten, Struensee, Major vom llten, Voß, Major vom 6ten, Rode, Major vom 2ten, von Lin stow, Major vom 10ten, von Nyvenheim, Major vom Lö8sten, Borck, Major vom 13ten, Berghmann, Major vom 34sten In⸗ fanterie⸗Regiment, von Gerhardt, Major vom 3ten Ulanen⸗Re⸗ giment, alle 10 als Oberst⸗Lieutenants, Frh. von Meerscheidt⸗ Hüllessem, aggr. Major vom lsten, sämmtlich mit Pension zur Dis⸗ position gestellt. von Monsterb erg, Gen. Lt. u. Comdr. der 13ten Div., von Borries, Oberst und Commandeur vom 37sten Infanterie⸗Re⸗ giment, von Bosse, Major und Adjutant beim General⸗Kommand des 7ten Armee⸗Corps, als Oberst⸗Lieutenant und mit Aussicht auf Anstellung bei der Gendarmerie, Meyer, Major vom 25sten Infan⸗ terie⸗Regiment, als Oberst⸗Lieutenant, alle drei mit ihrer bisherigen Uniform, mit den vorschriftsmäßigen Abzeichen für Verabschiedete und mit Pension. Bering, aggregirter Major vom 1sten kombinirten serve⸗Bataillon, mit Beibehalt seines Gehalts als Pension, i Ruhestand versetzt. von Mansba ch, Major und Lter Commanden

vom sten Bataillon ten Garde⸗Landwehr⸗Re⸗ iments, von Köckri Major vom Landwehr⸗Bataillon 38sten arnen, Major und Commandeur vom Z3ten Batkaillon 13ten Regiments al L berst⸗Lieutenants und mit ihrer bisherigen Uniform mit den vor⸗ schriftsmäßigen Abzeichen für Verabschiedete, in den Ruhestand versetzt.

es (Br. Z.) Das Central⸗Kollegium des

vor zwei Jahren ins Leben getretenen landwirthschaftlichen Central⸗ Vereins für Schlesien war in den letzteren Tagen neuerdings hier versammelt. Einer der wichtigsten Gegenstände der Berathung dessel⸗

ben war die Begründung einer auf Gegenseitigkeit basirten Hagel⸗ Assekuranz⸗Gesellschaft für den Umfang des Provinzial⸗Verbandes von Schlesien, bei welcher hauptsächlich mit darauf hingewirkt werden soll, sie auch dem bäuerlichen Grundbesitzer zugänglich zu machen.

Lyck, 23. März. (Lyck. Uu.) Am 20sten d. M. ist hier ei Verein zusammengetreten, zum Behufe der Vüsheh n. e ber nächsten Umgebungen der Stadt durch Baumpflanzungen und Prome⸗ naden. Die Mitglieder haben sich zu jährlichen Beiträgen, fürs erste auf 5 Jahre, verpflichtet.

Breslau, 26. März.

Am 2lsten d. M. fand hier die vom Landrat Wegner ausgeschriebene Kreis⸗Versammlung statt, zur Bebanch, zon . schen Vereines für den Kreis Lyck und zur Wahl der Vorstände. Die Ver ammlung war nicht nur von den Herren Gutsbesitzern und Do⸗ mainen⸗Pächtern des Kreises sehr zahlreich besucht, sondern auch von mehreren Grundbesitzern und Beamten der Stadt und Umgegend, und bethätigte hierdurch die Lebhaftigkeit, mit welcher die gute Sache auf⸗ genommen worden war Die nächste Versammlung, welche wahrschein⸗ lich schon im April stattfinden wird, soll die Thatigkeit des Vereins entwickeln, für jetzt war nur die Konstituirung desselben der Zweck.

——

Achtes Konzert der Geschwister Milanollo.

In den meisten Fällen reicht es hin, einen Virtuosen ein⸗ oder zwei⸗ mal zu hören, um seine Eigenthümlichkeiten, seine Individualität kennen zu lernen und damit alles Interesse, das er einflößen kann, erschöpft zu haben. Zu den seltenen Ausnahmen gehören jedoch die Geschwister Milanollo,. Je öfter man diese Kinder hört, desto mehr steigert sich die Theilnahme für sie, je mehr des Vortrefflichen entdeckt man an ihnen.

Obgleich ein so hoher Grad technischer Ausbildung, wie sich bei diesen genialen Violin⸗Virtuosinnen vorfindet, nicht leicht anzutreffen ist, so könnte er doch von Jedem, wenn auch nicht so frühzeitig, erlangt werden; wenig⸗ stens läge es nicht außer dem Bereich der Möglichkeit. Auch ein eigener Styl wird sich bei dem Begabten bald als vorherrschend zeigen. So finden wir bei Theresen den ihrem ernsten sinnigen Charakter entsprechenden soge⸗ nannten klassischen, welcher dem, der kindlichen Marie angehörigen, soge⸗ nannten romantischen Style gegenüber gestellt werden darf. Aber über alles dies geht doch Etwas, was dem Künstler angeboren sein muß, mag man es nun Gefühl, Seele, Phantasie oder sonst wie nennen; und dies hat das geniale Schwesternpaar von der Natur in so reichlichem Maße empfan⸗ gen, daß dadurch seine ganze wunderbare Erscheinung erklärlich wird. Da⸗ her das seelenvolle Spiel Theresens, in welchem sich ihr ganzes Ge⸗ müth auszuschütten scheint; daher das von syolphenhafter Leichtigkeit angewehte, von kecker, neckischer Laune bewegte Spiel Mariens aus dem sich wie im Fluge mitunter kleine Accente so dreist und muthwil⸗ lig hervordrängen, daß auch der ernsthafteste Hörer ein Lächeln nicht zu un⸗ terdrücken vermag. Daher der tiefe Eindruck, den ihr Spiel auf Kenner und Laien ausübt, und der sich auch in ihrem achten Konzert (am L28sten)

Beifall kundgab. Therese führte zuerst einen Satz

aus dem H-=- moll-Konzert von Beriot aus, und in diesem besonders den kantablen Mittelsatz mit unvergleichlich rührendem Ausdruck, später ein Duo concertant für Violine und Pianoforte über Motive aus der „Somnam- bula“n mit Herrn Steifensa nd, setzte aber dem Ganzen die Krone durch den Vortrag der im zweiten Theil ausgeführten brillanten Variationen von Artot auf; in diesen spielte oder sang sie vielmehr die vorletzte Adagio⸗Va⸗ riation im leisesten Pianissimo so hinreißend schön, daß die Wirkung davon eine bezaubernde war und man den förmlich hingehauchten Tönen mit wahrer Wonne lauschte. Marie wußte die Zuhörer wieder durch den fein⸗ launigen, pikanten Vortrag eines Rondo von Vieurxtemps und der bten Polonaise von Mapseder zu entzücken, eben so wie das Zusammenspiel der beiden, durch Natur und Kunst gleich innig verbundenen Schwestern in einem Duo concertant am Schluß noch einmal das Publikum höchlich erfreute

Unter solchen Umständen haben die in den Konzerten der Schwestern Mila⸗

nollo Mitwirkenden immer einen schweren Stand. Es ist d b an⸗ erkennenswerther, daß die junge Sängerin, die diesmal 1“] stützte, so allgemeine Aufmerksamkeit erregte. Ein ziemlich mageres Lied sang Dlle. Hager zwar im ersten Theile mit großer Befangenheit zeigte aber im zweiten Theile bei dem Vortrage der Ariec von Mercabante als jene gewichen war, eine hübsche Stimme und führte besonders die vorkom⸗ menden Passagen und Fiorituren mit Geläufigkeit aus. Die Ouvertüre zu Fidelio wurde zu Anfang und die zu Omar und Leila von Fesca, ein sehr interessantes Musikstück, zur Einleitung des zweiten Theils unter des Kon⸗ zertmeisters Nies Leitung vorgetragen.

Abgesehen von den mental⸗Partieen, er ohne alle Kenntniß, hat, war führung . lich schöne Wirkung hervorzubringen;

Symphonie⸗Soiree.

Durch nichts wird der mustkalische Geschmack des Publikums und mi ihm die Kunst selbst mehr gefördert, als durch Symphonie⸗ Aufführungen, und man kann behaupten, daß die mustkalische Bildung der Berliner erst durch diese Compositions⸗Gattung zur Reife gediehen ist. Im Theater, im gewöhnlichen Konzerte werden die Besucher durch vielerlei von der Musik abgezogen: durch Handlung, Decorationen, Sängerinnen u. s. w. Alles dies fällt bei Aufführung einer Symphonie weg; hier wirkt nichts Aeußer⸗ liches, man ist gezwungen, dem Inhalte der Composition zu folgen, oder man hat gar nichts; und so lehren Symphonieen, Musik um ihrer selbst willen anhören. Deshalb haben auch die Deutschen allein Erhebliches in dieser Gattung geleistet, die Franzosen und Italiener haben nie besonderen Geschmack daran finden können. Aber erst seit Ha vdn ist die Symphonie eine der großar⸗ tigsten Kunstgestaltungen geworden, die existirt, und durch Beethoven zu einer Höhe und geistigen Bedeutung gelangt, die nie vorher geahnt worden war. Sein letztes Werk in dieser Gattung, das er geschrieben, ist die neunte Symphonie mit Chören. Dies kolossale Tongemälde vollständi zu Gehör zu bringen, war die würdige Aufgabe der vierten (und letztend Soiree des zweiten Coklus der Königlichen Kapelle, welche sie am 27sten auf eine so glänzende Weise löste. Das Werk selbst erscheint uns jedoch, bei aller unserer Verehrung für den unsterblichen Meister, ein verfehltes. enormen Schwierigkeiten sowohl als auch vorzüglich in den ganz ihrer Natur doch das Tonwerk, auch bei der wie diesmal,

l in den Instru⸗ Singstimmen, die eugegen. angewendet - . meisterhaftesten Aus⸗ nicht im Stande, eine vn wirk⸗ im Gegentheil, der Eindruck 8